[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Steuereinheit und auf ein Verfahren
zum Steuern eines Bildschirms, und hier insbesondere auf eine Steuereinheit und auf
ein Verfahren zum Reduzieren von Interferenzmustern bei der Anzeige eines Bildes auf
dem Bildschirm. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren
und auf eine Steuereinheit zur Verwendung mit einem TFT/LCD-Bildschirm.
[0002] Komplexe Systeme, welche eine Vielzahl von Signalen verwenden, zeigen mit zunehmender
Verringerung der Strukturgröße immer stärkere Wechselwirkungen zwischen digitalen
und analogen Komponenten. Gravierend wirkt sich dieser Sachverhalt bei Systemen aus,
die mehrere Taktsignale (Clock-Domänen) auf einem Chip vereinigen und die ähnliche
Frequenzen zur digitalen Datenverarbeitung und analogen Datenerfassung verwenden.
[0003] Speziell bei Graphikapplikationen zeigen sich solche Wechselwirkungen in Form von
Interferenzmustern im Ausgangsbild, was nachfolgend anhand eines TFT/LCD-Bildschirms
näher erläutert wird (TFT =
Thin
Film
Transistor = Dünnfilmtransistor; LCD =
Liquid
Crystal
Display = Flüssigkristallanzeige).
[0004] Zur Anbindung von TFT/LCD-Bildschirmen an gängige Bildquellen (z. B. an PC-Graphikkarten:
VGA, DVI und parallele Anschlüsse (PC =
Personal
Computer; VGA =
Video
Graphics
Adapter; DVI =
Digital
Video
Input = digitaler Videoeingang)) werden LCD-Steuereinheiten benötigt, welche die unterschiedlichen
Eingangsdaten erfassen, in digitale RGB-Daten (RGB = Rot, Grün, Blau) umwandeln und
mit dem vom jeweiligen Bildschirmtyp erforderlichen Zeitverlauf (Pixelfrequenz) ausgeben.
[0005] Fig. 8 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild eines herkömmlichen LCD-Steuerchips
800. Der Steuerchip 800 empfängt von unterschiedlichen Eingangsquellen 802, 804 und
806 Eingangssignale. Hierbei handelt es sich um die schematisch dargestellte Signalquelle
802, welche analoge Videoeingangssignale bereitstellt (AVI =
Analog
Video
Input = analoger Videoeingang). Die Signalquelle 804 stellt digitale Videoeingangssignale
bereit (DVI =
Digital
Video
Input = digitaler Videoeingang). Die Signalquelle 806 stellt parallele Videoeingangssignale
bereit (PVI =
Parallel
Video
Input = paralleler Videoeingang). Die an den Steuerchip 800 durch die Eingangsquellen
802 bis 806 bereitgestellten Eingangssignale liegen an einer Eingangs-Auswahleinheit
808 an, welche die zu verarbeitenden Eingangssignale auswählt und einem Eingang 810
des Steuerchips 800 bereitstellt. Die am Eingang 810 bereitgestellten Signale werden
einer Verarbeitungseinheit 812 bereitgestellt, welche einen FIFO-Speicher (FIFO =
First
In
First
Out) und ein Speicherelement umfaßt. Der der Verarbeitungseinrichtung 812 zugeordnete
Speicher ist mit einer Speicherschnittstelle 814 verbunden (MI =
Memory
Interface = Speicherschnittstelle). Die Verarbeitungseinheit 812 gibt über einen Ausgang
814 und die Ausgangsschnittstelle 816 die auf dem Bildschirm anzuzeigenden Pixeldaten
mit einer Pixelfrequenz ppll_clk an den Bildschirm aus. Der Steuerchip 800 umfasst
ferner einen Konfigurationsblock 818, welcher mit dem Systemtakt sys_clk betrieben
wird.
[0006] Vor der Verarbeitungseinheit 812 liegen die Signale mit.dem Takt fclk an, der dem
Takt der von den Eingangsquellen 802 bis 806 erfassten Eingangssignale entspricht
(DVI_clk, AVI_clk, PVI_clk).
[0007] Wie in Fig. 8 dargestellt ist, befinden sich neben den unterschiedlichen Takten (Clock-Domänen)
der Eingangsquellen (AVI_clk, DVI_clk, PVI_clk) auf dem Steuerchip 800, je nach Art
des Steuereinheit, weitere Takte (Domänen) für die Speicherschnittstelle 814 (mpll_clk)
und die Bildschirm-Schnittstelle 818 (ppll_clk). Ferner ist der Systemtakt sys_clk
vorgesehen.
[0008] Der in Fig. 8 gezeigte Steuerchip 800 ist beispielsweise auf einer gedruckten Schaltungsplatine
angeordnet, und empfängt z.B. die von einem Computer bereitgestellten Video- oder
Graphiksignale zur Aufbereitung und Anzeige auf dem Bildschirm.
[0009] Das Problem bei solchen Steuereinheiten besteht darin, dass die Taktsignale über
das Substrat des Steuerchips 800 in einen oder mehrere Eingänge des Steuerchips einkoppeln
und sich mit den anliegenden Signalen überlagern. Hierdurch werden bei der Anzeige
der Daten auf dem Bildschirm störende Interferenzmuster erzeugt. Diese Problematik
sei nachfolgend anhand der am analogen Eingang empfangenen Signale verdeutlicht.
[0010] Hinsichtlich der verschiedenen Eingänge des Steuerchips 800 ist festzuhalten, dass
theoretisch auch der DVI-Eingang 804 über das Substrat des Chips von den übrigen Taktsignalen
(Clock-Domänen) gestört werden kann, jedoch beschränken sich die nachfolgenden Ausführungen
der Einfachheit halber auf den analogen Eingang 802 (AVI) als Störsenke, wobei die
Speicher- und die Bildschirm-Taktsignale mpll_clk und ppll_clk als Störquelle betrachtet
werden, die über das in der Regel niederohmig ausgeführte Substrat des Steuerchips
800 in den analogen Eingang AVI einkoppeln.
[0011] Der einfachste und in der Praxis oft auftretende Fall einer Interferenz bei LCD-Steuereinheiten
ist das Einkoppeln des Störsignals in den analogen Videoeingang 802 (AVI) mit der
Frequenz des Bildschirmtaktes ppll_clk (Pixelfrequenz) bzw. den harmonischen Oberwellen
dieses Taktes. Es existieren mehrere Möglichkeiten, wie das Störsignal erzeugt wird
und in das niederohmige Substrat des Chips 800 gelangt. Als Hauptquelle für die Substratspannungen
sind neben der digitalen Logik im Core (Kern) die Eingangs/Ausgangs-Treiber der Ausgangsschnittstelle
818 zu sehen.
[0012] Anhand der Fig. 9 ist ein Ersatzschaltbild der Bildschirm-Schnittstelle oder Ausgabe-Schnittstelle
818 aus Fig. 8 gezeigt. Im linken Abschnitt der Fig. 9 (links der gestrichelten Linie)
sind die Elemente des Steuerchips dargestellt, und rechts der gestrichelten Linie
sind die Elemente der Schaltungsplatine dargestellt.
[0013] Vom Ausgang 816 empfängt die Schnittstelle an einer Treiberstufe 822 die auf dem
Bildschirm anzuzeigenden Pixelsignale mit der Pixelfrequenz des Bildschirms ppll_clk.
Die Treiberstufe 822 umfaßt bei dem dargestellten Beispiel einen ersten Feldeffekttransistor
822a sowie einen zweiten Feldeffekttransistor 822b. Der Ausgang der Treiberstufe 822
ist mit einer Anschlussfläche des Steuerchips 800 verbunden, wobei die Anschlussfläche
eine Impedanz mit einem ohmschen Anteil und einem kapazitiven Anteil gegen die Substratmasse
hat, was in Fig. 9 durch den Widerstand R
1 und die Kapazität C
1 angedeutet ist. Der Steuerchip 800 ist über einen Bonddraht mit einem Gehäuse verbunden,
um eine Anschlussfläche des Steuerchips mit einer Anschlussfläche des Chipgehäuses
zu verbinden. In Fig. 9 ist der induktive Anteil L
1 und der Ohmsche Anteil R
2 der Impedanz des Bonddrahts gezeigt.
[0014] Zusätzlich sind die kapazitiven, induktiven und ohmschen Anteile der Impedanzen der
Anschlussfläche und des Gehäuses, mit dem der Steuerchip 800 über den Bonddraht verbunden
ist, als Widerstand R
3, als Induktivität L
2 sowie als Kapazitäten C
2 und C
3 gezeigt.
[0015] Auf der Schaltungsplatine ist eine Übertragungsleitung TL (TL = Transmission Line)
vorgesehen, welche das von dem Steuerchip ausgegebene Signal an eine weitere Treiberstufe
824 ausgibt, die das Signal ihrerseits an den Bildschirm weiterleitet. Die Treiberstufe
824 umfaßt ähnlich der Treiberstufe 822 einen ersten Feldeffekttransistor 824a und
einen zweiten Feldeffekttransistor 824b. Ferner ist mit der Kapazität C
4 eine Kapazität der Gehäusung der Treiberstufe 824 verdeutlicht.
[0016] In Fig. 9 ist ferner bezüglich der Induktivität L
1 die hierüber abfallende Spannung u
L(t) dargestellt. Wie oben ausgeführt, sind eine der Hauptquellen für die Substratspannungen
die Ausgangssignale der Eingangs/Ausgangs-Treiberstufe 822 der Bildschirmschnittstelle.
Diese Schnittstelle erzeugt über die Induktivitäten L
1, L
2 und die Widerstände R
1, R
2, R
3 der Bonddrähte und der Anschlussflächen sehr steile Signale (hohes di/dt). Dies führt
dazu, dass über die Bonddrähte Spannungen bis zu einigen 100 mV (u
L(t)) abfallen können, die, bedingt durch das Treiberlayout, direkt oder indirekt auf
das Substrat des Steuerchips 800 eingekoppelt.
[0017] Eine weitere Quelle für Störungen am analogen Eingang des Steuerchips 800 können
Masse- oder Versorgungsspannungs-Störungen (bounces) sein, die durch eine geringe
oder fehlende Entkopplung auf dem Steuerchip im digitalen Core oder durch eine unzulängliche
Führung der die Versorgungsspannung führenden Leitungen (power-routing) entstehen
können.
[0018] Die sichtbaren Effekte sind sich in beiden Fällen sehr ähnlich und bei unzureichender
Immunität der analogen Schaltungen (Power-Supply-Ripple-Rejection = Leistungsversorgungs-Welligkeits-Unterdrückung,
Ground- und Substrate-Noise-Decoupling = Masse- und Substrat-Rauschentkopplung) sind
diese in der Form hochfrequenter Quasi-Rauschsignale (mit hoher Interferenzfrequenz
f
interf ≈ avi_clk), in Form von schmalen diagonalen Streifen und Linien (1/2 avi_clk ≥ f
interf ≥ f
horizontal) oder in Form von niederfrequenten horizontal ausgerichteten Streifen (f
horizontal ≥ f
interf ≥ f
vertikal) mit geringerer oder höherer Helligkeit sichtbar.
[0019] Die Erscheinungsform der auf dem Bildschirm (panel) sichtbaren Interferenz hängt
hierbei von den auf dem Steuerchip 800 eingestellten Frequenzen in Relation zum Eingangstakt
ab, wobei das jeweilige Eingangsformat (activ area = aktive Fläche, blanking = Austastung,
Zeilenfrequenz usw.) eine wesentliche Rolle spielt.
[0020] In Fig. 10A ist ein Beispiel für ein solches Interferenzmuster dargestellt, welches
für eine LCD-Steuereinheit mit Bildschirm-Schnittstelle basierend auf einem C-Modell
simuliert wurde. Der in Fig. 10A dargestellte Verlauf des Interferenzmusters stimmt
weitestgehend mit dem bei einer realen LCD-Steuereinheit zu beobachtenden Verlauf
überein.
[0021] Bis jetzt wurden lediglich LCD-Steuereinheiten mit einer Bildschirm-Schnittstelle
betrachtet. Zusätzlich existieren jedoch auch LCD-Steuereinheiten, wie die anhand
der Fig. 8 beschriebene, bei der zusätzlich die Speicher-Schnittstelle 814 vorgesehen
ist. Prinzipiell gelten hier die gleichen Überlegungen wie oben, jedoch befinden sich
bei LCD-Steuereinheiten mit externem Speicher neben der Bildschirm-Schnittstelle noch
wesentlich stärkere Treibereingänge/ausgänge für die Speicher-Schnittstelle auf dem
Steuerchip 800. Diese für die Speicher-Schnittstelle vorgesehenen stärkeren Treiber
sind nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Wirkung auf das Substrat für die Betrachtung
wesentlich. Die Daten über die Speicher-Schnittstelle werden im Regelfall mit einem
anderen, üblicherweise höheren Takt getaktet als bei der Bildschirm-Schnittstelle.
Ebenso wie bei der Bildschirm-Schnittstelle werden auch hier durch die sehr steilen
Signale (hohes di/dt) induktive Spannungen über den Bonddrähten erzeugt, die auf das
Substrat einkoppeln und von dort die analogen Schaltungen beeinflussen können. In
der Realität befindet sich somit ein Frequenzgemisch aus zumindest zwei Frequenzen
auf dem Substrat, die etwa in der gleichen Größenordnung liegen wie die Eingangsfrequenz
avi_clk des Signals von der betrachteten Eingangsquelle 802.
[0022] Betrachtet man beide Frequenzen unabhängig voneinander, ist eine Superposition zweier
Interferenzmuster, wie sie in Fig. 10B gezeigt ist, möglich. Berücksichtigt sind hier
lediglich die Grundfrequenzen und nicht die harmonischen Frequenzanteile, die ihrerseits
zu einem abweichenden Interferenzmuster führen würden.
[0023] Nachfolgend wird die Entstehung der oben anhand der Fig. 10A und 10B erläuterten
Interferenzmuster näher betrachtet. Bei der Entstehung der Interferenzmuster sei der
im folgenden beschriebene, vereinfachte Mechanismus zugrunde gelegt. Ausgehend von
einem realen XGA-Eingangsmodus (XGA = e
Xtended
Graphics
Adapter) wird, unter Berücksichtigung der eingestellten Pixelfrequenz (nur die Grundfrequenz),
das sich ergebende Interferenzmuster rechnerisch hergeleitet und graphisch dargestellt.
Für die nachfolgende Betrachtung seien die folgenden Bedingungen angenommen:
[0024] Eingangmodus:
XGA 1024x768 @ 75 Hz bei 78,75 MHz
Horizontaler Back-Porch: 176 Pixel
Horizontaler Front-Porch: 112 Pixel
Vertikaler Back-Porch: 28 Linien
Vertikaler Front-Porch: 4 Linien
[0025] Bildschirmeinstellung:
XGA 1024x768
Pixelfrequenz: 66 MHz
[0026] Hieraus berechnet sich zunächst die Interferenzfrequenz f
interf zu:

[0027] Hieraus lässt sich pro Eingangszeile am analogen Videoeingang (aktive Fläche + Austastung)
die Anzahl der Interferenzen berechnen, die sich ergibt zu:

[0028] Ein Maximum/Minimum der Interferenz tritt somit periodisch mit einem Abstand von

bzw.

auf.
[0029] Geht man davon aus, dass in dem ersten Rahmen (Frame; f = 1), erste Zeile (n = 1)
der Startpunkt t = 0s gewählt wird, so ist das erste Minimum/Maximum der Interferenz
zwischen dem sechsten und siebten Pixel bzw. nach 78,4313 ns sichtbar und von dort
an periodisch (mit t
interf) bis zum Zeilenende. Da die Interferenzperiode in der Regel nicht ganzzahlig in eine
Eingangszeile passt, bleibt am Ende jeder Zeile ein Rest. Die Differenz von (interf/Zeile)
* n zur nächstgrößeren Ganzzahl ist dann der jeweilige Startwert für die folgende
Zeile n + 1. Durch diese Verschiebung des jeweiligen Startwertes mit jeder Zeile entsteht
ein diagonales Streifenmuster, wobei gilt:

[0030] Der in der letzten Zeile anfallende Nachkommawert von (interf/Zeile) * n
max bestimmt den Startwert der Interferenz im nachfolgenden Rahmen (f + 1), wodurch es
in den meisten Fällen zu einer Verschiebung der diagonalen Linien nach oben bzw. nach
unten kommt. Das Resultat sind, je nach Vertikalfrequenz des Bildschirms, bewegte
diagonale Linien, die in einer Richtung über das Ausgangsbild wandern. Bei starren
Frequenzverhältnissen ist die scheinbare Geschwindigkeit und die Richtung dieser Bewegung
konstant und lediglich von der Interferenzfrequenz und dem Zeitverlauf des Eingangssignals
am analogen Videoeingang abhängig.
[0031] Die gerade dargelegten Ausführungen, die zu dem Interferenzmuster geführt haben,
sind anhand der Fig. 11 nochmals graphisch zusammengefasst. Insbesondere ist die Festlegung
der Startwerte für die nachfolgenden Zeilen und nachfolgenden Rahmen verdeutlicht.
[0032] In der Realität ist der Mechanismus der Interferenzentstehung zwar komplexer, da
zusätzlich nicht nur alle harmonischen Frequenzanteile, sondern auch das dynamische
Verhalten aller Komponenten auf dem Steuerchip sowie der externen Elemente, beispielsweise
der Phasenregelschleifen auf dem Steuerchip, der Eingangssignalquellen, etc., eine
wichtige Rolle spielen, jedoch lassen sich prinzipiell auch hier die entstehenden
Interferenzen berechnen.
[0033] Die aufgrund der oben beschriebenen Mechanismen erzeugten korrelierten Interferenzmuster
auf dem Bildschirm sind für einen Benutzer/Betrachter sichtbar und daher störend.
[0034] Die' US-A-6,046,735 betrifft eine Grafiksteuerung, welche Spread-Spectrum-Techniken
verwendet, um einen Pixeltakt über einen Bereich von Frequenzen zu modulieren, um
so die maximale Intensität von EMI-Abstrahlungen zu reduzieren. Eine Schaltung zur
EMI-Unterdrückung umfasst einen EMI-FIFO-Speicher und eine LCD-Steuerung, die durch
ein moduliertes Taktsignal getaktet werden, wohingegen die verbleibenden Elemente
mit einem nicht modulierten Videotakt getaktet werden. Der grundsätzliche Ansatz zur
EMI-Reduzierung besteht darin, eine Spread-Spectrum-Technik anzuwenden, bei der während
der Übertragung von Pixeldaten an einen Flachbildschirm die Frequenz des verwendeten
Videotaktsignals moduliert wird. Durch diese Modulation der Taktfrequenz bei der Übertragung
einer Zeile an einen Flachbildschirm wird die auftretende EMI-Abstrahlung reduziert.
Die modulierte Frequenz wird nur zum Übertragen der Pixeldaten einer Zeile verwendet
und nach dem Übertragen der Pixeldaten einer Zeile wird der Taktmodulator zurückgesetzt,
so dass die nachfolgende Zeile mit genau der gleichen modulierten Taktfolge ausgelesen
wird.
[0035] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Steuereinheit zu schaffen, die die sichtbaren Interferenzen auf einem Bildschirm vermeidet.
[0036] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1 und durch eine Vorrichtung
nach Anspruch / gelöst.
[0037] Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zum Reduzieren von Interferenzmustern
bei der Anzeige eines Bildes auf einem Bildschirm mit einer Pixelfrequenz, wobei das
Bild durch Pixeldaten beschreibbar ist, die dem Bildschirm durch eine Steuereinheit
basierend auf empfangenen Bilddaten bereitgestellt werden, wobei die Steuereinheit
einen Eingang zum Empfangen der Bilddaten und eine Mehrzahl von Taktsignalen aufweist,
wobei eines oder mehrere der Taktsignale über den Eingang in die Steuereinheit einkoppelt
und die Bilddaten überlagert, wobei das Verfahren folgenden Schritt aufweist: während
der Verarbeitung der an der Steuereinheit empfangenen Bilddaten für eine Anzeige auf
dem Bildschirm, Variieren eines oder mehrerer der bei der Verarbeitung der Bilddaten
verwendeten Taktsignale durch eine zeitabhängige Frequenzmodulation,
wobei die zeitabhängige Frequenzmodulation über eine Zeile oder einen Rahmen der Bilddaten
zeitdiskret ist, und die Frequenz bei einem Zeilenwechsel oder einem Rahmenwechsel
geändert wird.
[0038] Die vorliegende Erfindung schafft eine Steuereinheit zum Steuern eines Bildschirms,
der bei einer Pixelfrequenz arbeitet, zur Anzeige eines Bildes auf dem Bildschirm
mit reduziertem Interferenzmuster, wobei die Steuereinheit eine Mehrzahl von Taktsignalen
aufweist, mit
einem Eingang zum Empfangen von Bilddaten, wobei über den Eingang eines oder mehrere
der Taktsignale in die Steuereinheit einkoppelt und mit den Bilddaten überlagert ist;
einer Verarbeitungseinrichtung, die die empfangenen Bilddaten für eine Anzeige auf
dem Bildschirm verarbeitet, wobei die Verarbeitungseinrichtung während der Verarbeitung
der Bilddaten eines oder mehrere der bei der Verarbeitung der Bilddaten verwendeten
Taktsignale durch eine zeitabhängige Frequenzmodulation, variiert; und
einem Ausgang, um die verarbeiteten Bilddaten zur Anzeige bereitzustellen,
wobei die zeitabhängige Frequenzmodulation über eine Zeile oder einen Rahmen der Bilddaten
zeitdiskret ist, und
wobei die Verarbeitungseinrichtung eine Änderung der Frequenz bei einem Zeilenwechsel
oder einem Rahmenwechsel bewirkt.
[0039] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Steuereinheit bewirken eine
Manipulation der Taktverhältnisse auf dem Steuerchip, wodurch typische Interferenzmuster
zerstört und somit nahezu unsichtbar gemacht werden.
[0040] Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass für die Entstehung
der Interferenzmuster bzw. der Interferenzbilder ein starres Frequenzverhältnis und
ein fixierter Eingangssignalzeitverlauf die Ursache sind. Ist die Vermeidung der sichtbaren
Interferenzen durch ein geeignetes Design der analogen Komponenten allein nicht mehr
möglich, sind die Frequenzverhältnisse auf dem Chip der Ansatzpunkt für das Lösen
der Problematik im Zusammenhang mit Interferenzbildern.
[0041] Allgemein gesagt ist der erfindungsgemäße Ansatz darin zu sehen, die Korrelation
bzw. das starre Verhältnis der verwendeten Frequenzen zu zerstören, so dass keine
regelmäßige Störmuster innerhalb eines Rahmens oder innerhalb aufeinanderfolgender
Rahmen entstehen können. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erfolgt diese
Zerstörung der Korrelation bzw. des starren Verhältnisses der Frequenzen durch eine
zeitabhängige Frequenzmodulation.
[0042] Hierbei sind die Störungen, die typischerweise zwischen 1 bis 5 LSB (LSB =
Least
Significant
Bit = minderwertigstes Bit) liegen, zwar immer noch vorhanden jedoch für das menschliche
Auge lediglich als leichtes unregelmäßiges Rauschen im Bild sichtbar und daher wesentlich
weniger störend.
[0043] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erfolgt die Frequenzmodulation für einen
Steuerchip durch eine externe Frequenzquelle oder gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
durch eine interne, auf den Chip realisierte Frequenzquelle.
[0044] Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel erfolgt die Frequenzmodulation
durch Verwendung von Spread-Spectrum-Phasenregelschleifen).
[0045] Bevorzugte Weiterbildungen der vorliegenden Anmeldung sind in den Unteransprüchen
definiert.
[0046] Nachfolgend werden anhand der beiliegenden Zeichnungen bevorzugte Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1A bis C
- Beispiele für eine zeitkontinuierliche Modulationsfunktion g(t);
- Fig. 2A bis C
- Beispiele für eine zeitdiskrete Modulationsfunktion g(k);
- Fig. 3
- ein Blockdiagramm, das die Takterzeugung in einem Steuerchip für einen Bildschirm
darstellt;
- Fig. 4
- ein Blockdiagramm einer Steuereinheit gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung mit einer externen Frequenzmodulation;
- Fig. 5
- eine Steuereinheit gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
mit einer internen Frequenzmodulation;
- Fig. 6
- den Frequenzverlauf bei einer Spread-Spectrum-Phasenregelschleife;
- Fig. 7
- ein Beispiel für ein Interferenzmuster bei einer LCD-Steuereinheit mit Speicher- und
Bildschirm-Schnittstelle;
- Fig. 8
- ein Blockschaltbild einer bekannten LCD-Steuereinheit;
- Fig. 9
- ein Ersatzschaltbild der Bildschirmschnittstelle der LCD-Steuereinheit aus Fig. 8;
- Fig. 10A
- ein Interferenzmuster einer LCD-Steuereinheit mit einer Bildschirm-Schnittstelle;
- Fig. 10B
- ein Interferenzmuster einer LCD-Steuereinheit mit einer Bildschirm-Schnittstelle und
einer Speicher-Schnittstelle; und
- Fig. 11
- eine Darstellung zur Erläuterung der Entstehung eines Interferenzmusters.
[0047] Bei der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele werden in
den Figuren gleiche, gleich wirkende oder ähnliche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0048] Basierend auf dem oben beschriebenen, einfachen Modell der Interferenzentstehung
werden nachfolgend die erfindungsgemäßen Ansätze, Verfahren und Vorrichtungen beschrieben,
mit denen die Entstehung sichtbarer und somit störender Interferenzen verhindert oder
unterdrückt werden können.
[0049] An dieser Stelle sei jedoch darauf hingewiesen, dass die nachfolgend beschriebenen
Verfahren, Ansätze und Vorrichtungen additiv zu den Maßnahmen zu sehen sind, die in
den betroffenen analogen Schaltungsteilen und dem Gesamtsystem (gedruckte Schaltungsplatine,
Chip, Anwendung) zu treffen sind, um die Empfindlichkeit gegenüber dem Rauschen und
ungewollten Substrat- und Masse-Spannungen zu verringern. Vorzugsweise setzt die vorliegende
Erfindung somit bei Systemen ein, welche bereits ein ausgereiftes und relativ störunempfindliches
analoges Betriebsverhalten aufweisen.
[0050] Wie oben erwähnt wurde, wird gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung die Änderung der Pixelfrequenz zur Vermeidung der Interferenzmuster dadurch
erreicht, dass eine zeitabhängige Frequenzmodulation FM realisiert wird, welche die
Korrelation bzw. das starre Verhältnis der Frequenzen zerstört, so dass beim Einkoppeln
der Störfrequenzen Interferenzmuster reduziert oder unterdrückt werden.
[0051] Die zeitabhängige Frequenzmodulation kann durch eine zeitkontinuierliche Frequenzmodulation
realisiert werden, beispielsweise durch die Funktion eines Frequenzwobblers, der um
die von dem Bildschirm bzw. dem Speicher geforderte Basisfrequenz (f
0) einen Frequenzbereich Δf mit einer geeigneten Rate, die durch eine Modulationsfunktion
g(t) festgelegt ist, durchläuft.
[0052] Unter der Annahme, dass auf dem Steuerchip die erforderlichen Taktsignale durch Phasenregelschleifen
(PLL =
Phase
Locked
Loop) erzeugt werden, gilt für die Eingangsfrequenzen f
xpllin(t) der Phasenregelschleifen:

mit:
- f0 =
- Basisfrequenz des Bildschirms (Pixelfrequenz) oder Basisfrequenz des Speichers
- Δf =
- Frequenzbereich um die Basisfrequenz
- g(t) =
- Modulationsfunktion
[0053] Die Modulationsfunktion g(t) kann eine beliebige stetige Funktion sein, beispielsweise
die in Fig. 1A bis 1C dargestellten Funktionen, wobei sich jedoch grundsätzlich keine
Einschränkung hinsichtlich der Ausgestaltung und Ausführung der verwendeten Funktion
ergibt.
[0054] Bei dem hier beschriebenen, zeitkontinuierlichen Fall der Frequenzmodulation wird
sich das ergebende Muster der Interferenz stetig innerhalb jeder Zeile und somit auch
innerhalb jedes einzelnen Rahmens ändern, und bei geeigneter Festlegung der Funktion
g(t) und des Parameters Δf ist es möglich, aus dem ursprünglich korrelierten Interferenzmuster
ein scheinbar unkorreliertes "weißes" (Quasi-)Rauschen zu erzeugen.
[0055] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird anstelle
der oben beschriebenen, im allgemeinen recht aufwendigen Vorgehensweise für die zeitkontinuierliche
Frequenzmodulation eine vereinfachte, zeitdiskrete Frequenzmodulation angewandt, die
zu ähnlichen Resultaten führt, jedoch im Hinblick auf die Realisierung wesentliche
Vorteile bietet.
[0056] Bei diesem Ausführungsbeispiel ändert sich die zu modulierende Frequenz f
xpllin(k) nicht kontinuierlich, sondern, je nach Ausführung, rahmenweise oder zeilenweise.
Ferner kann auch eine beliebige zeitliche Festlegung gewählt werden. Wie bei der zeitkontinuierlichen
Frequenzmodulation kann sich hier die Frequenz stetig oder zufällig und sprunghaft,
mittels eines geeigneten Zufallsgenerators, ändern, was eine effektivere Erzeugung
von "weißem" (Quasi-)Rauschen ermöglicht.
[0057] Bei diesem Ausführungsbeispiel gilt für die Eingangsfrequenz der Phasenregelschleifenanordnung:

mit:
- f0 =
- Basisfrequenz des Bildschirms (Pixelfrequenz) oder Basisfrequenz des Speichers
- Δf =
- Frequenzbereich um die Basisfrequenz
- g(k) =
- zeitdiskrete Modulationsfunktion
- k =
- Laufindex
[0058] Der Laufindex k wird immer dann um 1 erhöht, wenn eine zuvor festgelegte Bedingung
für eine Frequenzänderung erfüllt ist, z. B. ein Zeilen- oder Rahmen-Wechsel oder
ähnliches auftritt, also eine neue Zeile bzw. ein neuer Rahmen erreicht wird. In Fig.
2A bis C sind Beispiele für die zeitdiskrete Modulationsfrequenz g(k) dargestellt,
wobei jedoch auch hier darauf hinzuweisen ist, dass es grundsätzlich keine Einschränkung
hinsichtlich der zu verwendenden diskreten Funktion gibt.
[0059] Wie auch beim oben beschriebenen, ersten Ausführungsbeispiel ist das Ergebnis, bei
geeigneter Wahl der Funktion g(k), der Modulationsbedingung und dem Parameter Δf ein
"weißes" (Quasi-)Rauschen, das im günstigsten Fall nicht oder nur sehr schwach sichtbar
ist.
[0060] Hinsichtlich des oben beschriebenen Ausführungsbeispiels ist generell festzuhalten,
dass das beschriebene Verfahren zur Erzeugung der zeitabhängigen Frequenzmodulation
durch eine geeignete Festlegung der Modulationsbedingung ausgesprochen flexibel einsetzbar
ist, was auch aufgrund der Vielzahl von möglichen Eingangsmodi und Eingangsfrequenzen
erforderlich ist, um eine Anpassung des erfindungsgemäßen Verfahrens an verschiedene
Umgebungsbedingungen zu ermöglichen.
[0061] Nachfolgend wird die Erzeugung und Verteilung von Taktsignalen auf einem Steuerchip,
wie er beispielsweise anhand der Fig. 8 beschrieben wurde, näher erläutert, und anschließend
erfolgt auf der Grundlage dieser Erläuterung die Beschreibung von Ausführungsbeispielen
zur Implementierung der erfindungsgemäßen Verfahren bei Steuerchips für LCD-Bildschirme.
[0062] In Fig. 3 ist ein Blockdiagramm der für die Takterzeugung auf einem Steuerchip erforderlichen
Einheiten dargestellt. Wie in der schematischen Darstellung von Fig. 3 zu sehen ist,
werden die dort gezeigten Schaltungselemente zur Erzeugung des Speichertaktes mpll_clk
sowie des Pixeltaktes ppll_clk verwendet. Die Schaltung umfaßt einen Multiplexer 100,
der an einem ersten Eingang ein horizontales Synchronisationssignal HS (H-Sync) empfängt.
An einem zweiten Eingang empfängt der Multiplexer 100 einen externen Oszillator-Takt
sys_clk. Basierend auf einem Ansteuersignal wählt der Multiplexer einen der beiden
Eingänge als Eingangssignal zur Erzeugung des Pixeltaktes ppll_clk aus. Das vom Multiplexer
100 ausgewählte Ausgangssignal wird über eine Leitung 102 einem Vor-Teiler 104 (pre-divider,
n
prediv) bereitgestellt, wobei ein von diesem erzeugtes Ausgangssignal über eine weitere
Leitung 106 dem Eingang einer Phasenregelschleife 108 bereitgestellt wird, die unter
Steuerung eines internen Teilers 110 (n
div) den Pixeltakt ppll_clk am Ausgang bereitstellt. Der externe Oszillator-Takt sys_clk
wird ferner einem weiteren Vor-Teiler 112 (n
prediv) bereitgestellt, der an dessen Ausgang über eine Leitung 114 ein Ausgangssignal an
die Phasenregelschleife 116 ausgibt. Die Phasenregelschleife 116 wird durch eine interne
Steuerung 118 (n
div) gesteuert und gibt am Ausgang den Speichertakt mpll_clk aus.
[0063] Ferner ist in Fig. 3 angedeutet, dass der Takt zum Betreiben des Registers, des in
Fig. 8 gezeigten Konfigurationsregisters, rclk gleich dem Systemtakt oder externen
Oszillatortakt sys_clk ist.
[0064] Ferner ist dargestellt, dass aus dem horizontalen Synchronisationssignal HS über
eine weitere Phasenregelschleife 120 und eine nachgeschaltete Phasenverzögerungsschleife
122 der Eingangstakt avi_clk erzeugt, welcher auch einem Abtaster 124 zur Akquisition
und Digitalwandlung des AVI-Signals bereitgestellt wird.
[0065] Bei dem in Fig. 3 dargestellten Prinzipschaltbild handelt es sich um eine Steuereinheit
zur Takterzeugung für einen LCD-Steuerchip mit externem Speicher, der in der Regel
zumindest vier unterschiedliche Takte (Clock-Domänen) aufweist, die zueinander in
einem bestimmten, zeitvarianten Verhältnis stehen. Ferner ist anhand der Fig. 3 eine
Konfiguration für die Takterzeugung betrachtet, die auch bei späteren Implementierungen
und Anwendungen anzutreffen ist.
[0066] In Fig. 3 sind die vier Takte und deren Erzeugung skizziert, und abgesehen von der
Phasenregelschleife 108 (llpll), die als Eingangssignal das horizontale Synchronisationssignal
HS des analogen Videoeingangs AVI verwenden kann, werden alle übrigen Phasenregelschleifen
durch den externen Oszillator-Takt sys_clk angesteuert.
[0067] Unkritisch ist der für die Register des Steuerchips 800 verwendete Takt rclk. Dieser
ist in der Regel identisch mit dem externen Takt (rclk = sys_clk) und hat, da die
Register im Normalbetrieb statisch sind, keinen sicht- oder messbaren Einfluss auf
die analogen Schaltungen des Chips.
[0068] Anders liegt der Fall beim Speichertakt mpll_clk und Bildschirm-Takt (Pixeltakt)
ppll_clk, die von den zugehörigen Phasenregelschleifen 108 und 116 (ppll, mpll) erzeugt
werden. Mittels dieser Taktsignale werden nicht nur sehr große digitale Blöcke des
LCD-Steuerchips getaktet, sondern auch die entsprechenden Eingangs/Ausgangs-Schnittstellen,
nämlich die Speicherschnittstelle und die Bildschirm-Schnittstelle. Als Eingangssignal
kann bei beiden Phasenregelschleifen der externe Oszillator-Takt verwendet werden
und durch eine Programmierung der Vor-Teiler 104, 112 und der internen Schleifen-Teiler
110, 118 kann die erwünschte Frequenz des Taktsignals am Ausgang eingestellt werden.
Bei der Bildschirm-Phasenregelschleife kann alternativ zum externen Takt sys_clk auch
das H-Sync Signal des ausgewählten Eingangs, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
das Signal HS des analogen Videoeingangs, als Eingangssignal herangezogen werden.
[0069] Ausgehend von der in Fig. 3 dargestellten Systemarchitektur werden nachfolgend zwei
bevorzugte Ausführungsbeispiele zur Implementierung der oben beschriebenen Verfahren
zur Quasi-Dekorrelation der Takte beschrieben. Für einen Fachmann wird es aus der
nachfolgend beschriebenen Implementierung ersichtlich sein, dass auch andere Implementierungen
möglich sind.
[0070] Anhand der Fig. 3 wird ein erstes Ausführungsbeispiel beschrieben, bei dem der frequenzmodulierte
Systemtakt durch eine externe Quelle eingespeist wird. In Fig. 4 ist ein Ausschnitt
der in Fig. 3 gezeigten Schaltungselemente zur Erzeugung des Pixeltaktes ppll_clk
und des Speichertaktes mpll_clk dargestellt, wobei für die Implementierung des Verfahrens
der extern eingespeiste Systemtakt sys_clk als Eingangssignal an die Phasenregelschleife
108 zur Erzeugung des Pixeltaktes ausgewählt wird, so dass der Einfachheit halber
in Fig. 4 der in Fig. 3 noch gezeigte Multiplexer 100 weggelassen wurde.
[0071] In Fig. 4 ist zu sehen, dass anstelle des bei herkömmlichen LCD-Steuerchips verwendeten
externen Quarz- oder Kristalloszillators 126 nunmehr ein Wobbelgenerator 128 verwendet
wird, um den Systemtakt sys_clk bereitzustellen. Dies ist durch die unterbrochene
Verbindung zwischen dem Quarz-Oszillator 126 und den Vor-Teilern 104 und 112 (n
prediv) bei 130 gezeigt. Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es
sich um eine einfache Implementierung der vorliegenden Erfindung, wobei hier anstelle
des herkömmlicherweise verwendeten Quarz-Oszillators 126 ein externer Frequenzgenerator
128, z. B. vom Typ Stanford DG 245 verwendet wird, der anstelle des Quarz-Oszillators
auf der gedruckten Schaltungsplatine angeordnet ist, auf der auch der Steuerchip zur
Ansteuerung des Bildschirms angeordnet ist. Wird der Frequenzgenerator 128 eingestellt,
um ein frequenzmoduliertes Signal entsprechend den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen
des erfindungsgemäßen Verfahrens zu erzeugen, so kann dieses frequenzmodulierte Ausgangssignal
des Generators 128 als Eingangssignal bzw. Systemtakt sys_clk für die Phasenregelschleifen
108 und 116 herangezogen werden. Bei sorgfältiger Auswahl der Parameter wird hier
eine Quasi-Dekorrelation der durch die Phasenregelschleifen 108 und 116 (ppll, mpll)
erzeugten Taktsignale ppl_clk und mpll_clk bezüglich des Abtasttaktes des analogen
Eingangssignals (avi_clk) erreicht.
[0072] Die systematischen Grenzen der zu wählenden Parameter hängen zum einen ab von den
dynamischen Regeleigenschaften der Phasenregelschleifen 108 und 116 und zum anderen
von der Frequenztoleranz der angeschlossenen Einheiten, also des angeschlossenen Bildschirms
und des Speichers. Dies bedeutet, dass auch bei einer maximalen Frequenzabweichung
aufgrund der Frequenzmodulation immer noch ein sicherer Datentransfer zu den angeschlossenen
Einheiten gewährleistet sein muss. Darüber hinaus ist bei einer starken Frequenzmodulation
auch noch die Einhaltung der für die Synthese der digitalen Blöcke angelegten Beschränkungen
zu beachten, um Zeitgebungsprobleme innerhalb der Blöcke und vor allem auch an den
Schnittstellen zwischen den Takten (Clock-Domänen) zu vermeiden.
[0073] Die Bestimmung der zu wählenden Parameter für die Frequenzmodulation ist auf theoretischem
Wege sehr aufwendig, da sich in der Realität nicht nur die Grundfrequenzen, sondern
auch alle harmonischen Anteile sowie die dynamischen Eigenschaften aller Komponenten
überlagern und zu einem komplexen Zeit- und Frequenzverhalten führen. Obwohl theoretisch
bestimmbar, werden die Parameter für die Frequenzmodulation vorzugsweise empirisch
für jede Kombination von Eingangsmodus/Anwendung ermittelt. Basierend auf den so ermittelten
Werten erfolgt dann eine Einstellung entsprechend einem erwünschten Modus.
[0074] Obwohl das gerade beschriebene Ausführungsbeispiel mit dem externen Frequenzgenerator
gute Ergebnisse liefert, ist ein Nachteil in dieser Ausgestaltung darin zu sehen,
dass die Kosten und der Aufwand für den Anschluss des externen Frequenzgenerators
zu hoch sind. Für eine spätere Anwendung ist der Einsatz eines externen Frequenzgenerators
unerwünscht, so dass bei der Realisierung ein vereinfachter programmierbarer/parametrisierbarer
Generator auf der gedruckten Schaltungsplatine herangezogen werden kann, was zwar
eine mögliche, jedoch auch unwirtschaftliche Lösung darstellt.
[0075] Daher wird gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zur
Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens der frequenzmodulierte Systemtakt
intern erzeugt, d. h. in der Steuereinheit, nämlich auf dem Chip. In Fig. 5 ist eine
Schaltung für die interne Erzeugung der Frequenzmodulation dargestellt. Wie zu erkennen
ist, wird der herkömmlich verwendete externe Quarz-Oszillator 126, der auf der Schaltungsplatine
angeordnet ist, beibehalten, um dem Steuerchip den Systemtakt sys_clk bereitzustellen.
Zusätzlich zu den bereits oben beschriebenen Elementen ist ferner eine Teiler-Steuerung
132 (Divider-Controller) vorgesehen, die über einen ersten Steuerbus 134 mit dem ersten
Vor-Teiler 104, über einen zweiten Steuerbus 136 mit dem zweiten Vor-Teiler 112, über
einen dritten Steuerbus 138 mit dem ersten Rückkopplungsteiler 110 und über einen
vierten Steuerbus 140 mit dem zweiten Rückkopplungsteiler 118 in Verbindung steht.
[0076] Bei der in Fig. 5 dargestellten Realisierung handelt es sich um eine, verglichen
mit der anhand der Fig. 4 beschriebenen Realisierung, elegantere und technisch ungleich
leichter zu realisierende Implementierung der Dekorrelation durch eine "On-Chip"-Frequenzmodulation.
Die diesem Ausführungsbeispiel zugrundeliegenden Ansatzpunkte für die Frequenzmodulation
sind die bei den Phasenregelschleifen 108 und 116 jeweils verwendeten Vor-Teiler 104
und 112 sowie die Rückkopplungsteiler 110 und 118. Der Teilerwert jedes der Vor-Teiler
104 und 112 und der Rückkopplungsteiler wird unter Steuerung des Teiler-Steuerung
132 mittels eines geeigneten Algorithmus oder eines programmierbaren pseudozufälligen
Generators verändert, um so das oben beschriebene Zeit- und Frequenzverhalten zu erhalten.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel enthält die Teiler-Steuerung 132
eine Abtaststeuerung, einen programmierbaren Zähler/Teiler sowie einen Zufallsgenerator.
[0077] Für das Ergebnis der Frequenzmodulation ist die Genauigkeit der Vor-Teiler 104, 112
(n
prediv) wichtig, wobei zu beachten ist, dass der hierdurch einzustellende, kleinste Frequenzschritt
Δf
Schritt durch den Rückkopplungsteiler 110, 118 (n
div) der Phasenregelschleife 108, 116 wieder herauf transformiert wird. Für die Größe
des effektiv zu erzielenden Frequenzschrittes beim Pixeltakt ppll_clk bzw. beim Speichertakt
mpll_clk gilt bei gleichen Aufbau der Schaltungen:

wobei z.B. gilt:

woraus sich der minimale Δf
Schritt ergibt.
[0078] Ein Problem bei der Variation der Frequenzteiler ist die Tatsache, dass es sich hierbei
im Prinzip um Zähler handelt, die auf einen bestimmten Endwert programmiert sind und
bei Erreichen dieses Endwertes (Schwelle) einen Ausgangspuls liefern. Eine Umprogrammierung
und somit eine Modulation der Eingangsfrequenz der Phasenregelschleifen kann somit
auch nur beim Überlauf des Zählers stattfinden. Aufgrund des dynamischen Verhaltens
der Phasenregelschleifen kommt es jedoch zu einer mehr oder weniger zeitkontinuierlichen
Änderung der Ausgangstaktsignale bzw. der Ausgangsfrequenzen mpll_clk, ppll_clk. Aus
diesem Grund ist es auch nicht erforderlich, eine hohe Auflösung bei den Schrittweiten
Δf
Schritt zu realisieren, da die Zwischenbereiche ohnehin kontinuierlich von den Phasenregelschleifen
durchlaufen werden.
[0079] Die Realisierung des zweiten Ausführungsbeispiels zur Implementierung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist ungleich leichter als bei der externen Erzeugung des frequenzmodulierten
Signals, jedoch ist hier auch das Zeitverhalten der Phasenregelschleife entscheidend.
Da bereits die Vor-Teiler in bestehenden Schaltungen und Entwürfen vorhanden sind,
kann das erfindungsgemäße Verfahren mit wenig Aufwand (Teilerlogik und -ansteuerung)
implementiert und verifiziert werden.
[0080] Ein drittes, bevorzugtes Ausführungsbeispiel zur Implementierung der für die Dekorrelation
erforderlichen Frequenzmodulation ist der Einsatz eines alternativen Phasenregelschleifen-Konzepts.
Sogenannte Spread-Spectrum-Phasenregelschleifen werden bei ähnlichen Anwendungen zur
Verbesserung der EMC/EMI (EMC = electromagnetic Compatibility = elektromagnetische
Verträglichkeit, EMI-Minimierung = Störstrahlungsminimierung) eingesetzt. Durch eine
geeignete Anpassung der Parameter der Phasenregelschleifen und deren Ansteuerung (linear,
Funktion, oder zufällig) ist es möglich, sowohl eine Dekorrelation der Takte zu erhalten,
woraus keine sichtbaren Interferenzen folgen, sowie das EMC/EMI-Verhalten positiv
zu beeinflussen.
[0081] In Fig. 6 ist der Unterschied zwischen einer normalen Phasenregelschleife (normale
PLL) und einer Spread-Spectrum-Phasenregelschleife (Spread-Spectrum-PLL) dargestellt.
Wie zu erkennen ist, erzeugt die Spread-Spectrum-PLL im Gegensatz zur normalen PLL
Ausgangssignale über einen vorbestimmten Frequenzbereich, wohingegen die normale PLL
lediglich abhängig von der Eingangsfrequenz eine einzige Ausgangsfrequenz liefert.
Somit lassen sich auch hier durch die erfindungsgemäßen, oben näher beschriebenen
Verfahren zur Dekorrelation die Taktsignale realisieren.
[0082] Nachfolgend werden experimentelle Ergebnisse zur Dekorrelation der Taktsignale näher
beschrieben, wobei diese basierend auf dem oben beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel
zur Implementierung des Verfahrens mittels einer externen Einspeisung der frequenzmodulierten
Signale durchgeführt wurden.
[0083] Für die Analyse von auftretenden Interferenzen bei einer LCD-Steuereinheit eignen
sich besonders solche Steuereinheiten, z. B. SAA6714, mit der Möglichkeit, die Daten
in einem Speicher zu speichern und somit auch statisch zu bewerten. Im folgenden wird
daher zunächst ein entsprechender Versuchsaufbau beschrieben und anschließend die
hieraus gewonnenen Ergebnisse der Dekorrelation, mit externer Einspeisung des frequenzmodulierten
Systemtaktes, dargestellt.
[0084] Der Testaufbau umfasste folgende Geräte und Komponenten:
- Stanford Research Systems Synthesized Function Generator, Modell DS345 als System-Clock
Generator,
- Quantum Data Video Test Generator, Modell 801 GD als AVI Signalquelle,
- SAA6714 Evaluation Board "Early Dragon", Version 1.2, mit SAA6714A,
- LG Philips Panel, 18 Zoll, Modell LM181E1, SXGA-Auflösung,
- Deutronic Power Supply 12V / 5A, Modell DTP60
[0085] Folgende Einstellungen und Parameter wurden gewählt:
[0087] Quantum Data Testgenerator
| Format: |
83 = DMT1260 |
| Image: |
43 = 45Flat27 |
| Auflösung: |
1280x1024 |
[0088] Takt-Erzeugung:
Stanford Research Systems Synthesized Function Generator:
Basisfrequenz: 25.000.005,000 Hz (25,000005 MHz)
[0089] Aufgrund der Möglichkeit, die Frequenz am Stanford Research Generator in Hz-Schritten
einzustellen, konnte auch der Spezialfall eines stehenden Interferenzmusters erzeugt
werden, welches dann statisch - auch ohne Zwischenspeicherung im Speicher - bewertet
werden konnte. Wird im Normalbetrieb der Systemtakt von einem Quarz-Oszillator erzeugt,
so hängt die Entstehung und die Art der Interferenzlinien sehr stark von der Temperatur
des Quarz-Oszillators sowie von dessen Alterung, Fertigungstoleranzen usw. ab.
[0090] Untersucht wurde das Verhalten einer LCD-Steuerung, wie sie anhand der Fig. 8 beschrieben
wurde. Der Ausgang des externen Frequenzgenerators dient hierbei als Referenzsignal
für den Speichertakt und den Bildschirmtakt (Pixeltakt), wie es oben beschrieben wurde.
Eine Frequenzmodulation am externen Generator führt zu einer vom dynamischen Verhalten
der jeweiligen Phasenregelschleife bestimmten Frequenzmodulation des Speichertaktes
bzw. des Bildschirmtaktes.
[0091] Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt eines Bildschirmausdrucks welcher durch Einfrieren
des Bildes im externen Speicher des LCD-Scalers und durch Auslesen dieses Speicherbereichs
erstellt wurde. Da beim Ausdruck des Dokuments die Interferenzlinien kaum noch sichtbar
sind, wurden zur Veranschaulichung drei davon durch weiße Linien hervorgehoben.
[0092] Im Gegensatz zu dem bereits beschriebenen diskreten Modell zeigt sich in der Realität
schon bei kleinen Frequenzänderungen eine starke Abhängigkeit des Interferenzmusters.
Bei einer Änderung der Eingangsfrequenz um nur wenige Hertz wurden unterschiedliche
Interferenzmuster sichtbar.
[0093] In der nachfolgenden Tabelle sind einige Einstellung sowie die jeweiligen Erscheinungsformen
der Interferenzlinien wiedergegeben.
| Frequenz (Hz) |
Interferenzlinien |
| 25.000.004 |
ca. 20 Grad Neigung im Uhrzeigersinn im Abstand von ca. 5 mm |
| 25.000.010 |
ca. 20 Grad Neigung im Uhrzeigersinn im Abstand von ca. 3 mm |
| 25.000.012 |
ca. 150 Grad Neigung im Uhrzeigersinn im Abstand von ca. 2 mm |
| 25.000.018 |
ca. 20 Grad Neigung im Uhrzeigersinn im Abstand von ca. 5 mm |
| 25.000.025 |
wie bei 25.000.012 und 25.000.010 zusammen |
[0094] Durch Anwenden der Dekorrelation mittels eines frequenzmodulierten Systemtaktes anstelle
des Quarz-Oszillators auf der gedruckten Schaltungsplatine ist es möglich, die in
Fig. 7 dargestellten Interferenzmuster für das menschliche Auge "unsichtbar" zu machen.
Entscheidend für den erwünschten Effekt ist hierbei die Kombination aus Interferenzfrequenz,
Diversion der Interferenzlinien durch die Frequenzmodulation und die vertikale Auffrischrate.
[0095] Als Beispiel sei das Interferenzmuster betrachtet, welches bei 25.000.004 Hz Systemtakt
auftrat. Eine Sweep-Rate von 25 Hz, ein überstrichener Frequenzbereich von 7777 Hz
sowie eine Sinusfunktion als Modulationsfrequenz g(t) wurde gewählt, und bei diesen
Einstellungen am Funktionsgenerator wurde ein sehr gutes Ergebnis erzielt, bei dem
die Interferenzlinien für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar waren.
[0096] Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren unter Verwendung einer zufälligen
Modulation ausgeführt, da die Möglichkeit besteht, dass durch die Frequenzmodulation
selbst wieder ein neues und in seiner Entstehung komplexes Interferenzmuster erzeugt
wird. Da dieses Verhalten vor allem bei stetigen Modulationsfunktionen zu erwarten
ist, geht aus den Simulationsergebnissen mit dem diskreten Modell hervor, dass die
zufällige Modulation die günstigere Variante der Frequenzmodulation ist.
[0097] Das erfindungsgemäße Verfahren hat sowohl im Modell als auch in der Realität gezeigt,
dass hierdurch effektiv Interferenzerscheinungen bei LCD-Steuereinheiten mittels der
beschriebenen Quasi-Dekorrelation der Taktsignale abgemildert bzw. unsichtbar gemacht
werden können.
[0098] Die technische Realisierung ist mit relativ geringem Aufwand möglich, jedoch sind
für den effektiven Einsatz des Verfahrens die geeigneten Parameter für verschiedene
Modi zu ermitteln, um sicherzustellen, dass das Verfahren zuverlässig arbeitet und
es keine Probleme mit den externen Komponenten (Speicher und Bildschirm) gibt.
[0099] Im Vorhergehenden wurde ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
näher beschrieben, bei dem die sichtbaren Interferenzen durch eine Änderung der Pixelfrequenz
bei der Erzeugung der Pixeldaten erreicht wurde. Die vorliegende Erfindung ist jedoch
nicht hierauf beschränkt.
[0100] Grundsätzlich können alle Störsignale auf dem Chip oder der Schaltungsplatine in
gleicher Weise manipuliert werden wie die Signale ppll und mpll, so dass die vorliegende
Erfindung nicht auf diese Taktsignale beschränkt ist, sondern allgemein auf alle Taktsignale
anwendbar ist.
1. Verfahren zum Reduzieren von Interferenzmustern bei der Anzeige eines Bildes auf einem
Bildschirm mit einer Pixelfrequenz (ppll_clk), wobei das Bild durch Pixeldaten beschreibbar
ist, die dem Bildschirm durch eine Steuereinheit (800) basierend auf empfangenen Bilddaten
bereitgestellt werden, wobei die Steuereinheit einen Eingang (802, 804, 806) zum Empfangen
der Bilddaten und eine Mehrzahl von Taktsignalen aufweist, wobei eines oder mehrere
der Taktsignale über den Eingang in die Steuereinheit einkoppelt und die Bilddaten
überlagert, wobei das Verfahren folgenden Schritt aufweist:
während der Verarbeitung der an der Steuereinheit empfangenen Bilddaten für eine Anzeige
auf dem Bildschirm, Variieren eines oder mehrerer der bei der Verarbeitung der Bilddaten
verwendeten Taktsignale durch eine zeitabhängige Frequenzmodulation (FM),
dadurch gekennzeichnet, dass die zeitabhängige Frequenzmodulation (FM) über eine Zeile oder einen Rahmen der Bilddaten
zeitdiskret ist, und die Frequenz (ppll_clk) bei einem Zeilenwechsel oder einem Rahmenwechsel
geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem während der Verarbeitung der Bilddaten die Pixelfrequenz
(ppll_clk) geändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Steuereinheit eine Einrichtung (108)
umfaßt, die abhängig von einer anliegenden Eingangsfrequenz (sys_clk) die Pixelfrequenz
(ppll_clk) erzeugt, wobei der Schritt des Änderns der Pixelfrequenz (ppll_clk) das
Ändern der Eingangsfrequenz (sys_clk) umfaßt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die Eingangsfrequenz (sys_clk) durch eine externe
Frequenzquelle (128) oder durch eine interne Frequenzquelle (132) der Steuereinheit
(800) bereitgestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, bei dem die Steuereinheit eine Speicherschnittstelle
(814), die durch ein Treibersignal mit einer Speicherfrequenz (mpll_clk) getrieben
wird, und eine Einrichtung (116) zum Erzeugen der Speicherfrequenz (mpll_clk) umfaßt,
wobei die Eingangsfrequenz (sys_clk) der Einrichtung (108) zum Erzeugen der Pixelfrequenz
(ppll_clk) ferner an der Einrichtung (116) zum Erzeugen der Speicherfrequenz (mpll_clk)
anliegt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, bei dem die Einrichtung zum Erzeugen der
Pixelfrequenz (ppll_clk) eine Spread-Spectrum-Phasenregelschleife umfaßt.
7. Steuereinheit zum Steuern eines Bildschirms, der bei einer Pixelfrequenz (ppll_clk)
arbeitet, zur Anzeige eines Bildes auf dem Bildschirm mit reduziertem Interferenzmuster,
wobei die Steuereinheit eine Mehrzahl von Taktsignalen aufweist, mit
einem Eingang (802, 804, 806) zum Empfangen von Bilddaten, wobei über den Eingang
eines oder mehrere der Taktsignale in die Steuereinheit einkoppelt und mit den Bilddaten
überlagert ist;
einer Verarbeitungseinrichtung (812), die die empfangenen Bilddaten für eine Anzeige
auf dem Bildschirm verarbeitet, wobei die Verarbeitungseinrichtung (812) während der
Verarbeitung der Bilddaten eines oder mehrere der bei der Verarbeitung der Bilddaten
verwendeten Taktsignale durch eine zeitabhängige Frequenzmodulation (FM), variiert;
und
einem Ausgang (818), um die verarbeiteten Bilddaten zur Anzeige bereitzustellen,
dadurch gekennzeichnet, dass die zeitabhängige Frequenzmodulation (FM) über eine Zeile oder einen Rahmen der Bilddaten
zeitdiskret ist, und
dass die Verarbeitungseinrichtung (812) eine Änderung der Frequenz (ppll_clk) bei
einem Zeilenwechsel oder einem Rahmenwechsel bewirkt.
8. Steuereinheit nach Anspruch 7, bei der die Verarbeitungseinrichtung (812) während
der Verarbeitung der Bilddaten die Pixelfrequenz (ppll_clk) ändert.
9. Steuereinheit nach Anspruch 7 oder 8, bei der die Verarbeitungseinrichtung (812) einen
Pixelfrequenzgenerator (108) umfaßt, der die Pixelfrequenz (ppll_clk) abhängig von
einem veränderlichen Eingangsfrequenzsignal (sys_clk) erzeugt.
10. Steuereinheit nach Anspruch 9, bei der das veränderliche Eingangsfrequenzsignal durch
eine externe Signalquelle (128) oder basierend auf einem externen, konstanten Frequenzsignal
durch eine interne Frequenzsteuerung (134) bereitgestellt wird.
11. Steuereinheit nach Anspruch 9 oder 10, bei der die Verarbeitungseinheit einen Speicherfrequenzgenerator
(116) umfaßt, der basierend auf dem Eingangsfrequenzsignal (sys_clk) eine Speicherfrequenz
(mpll_clk) für ein Treibersignal für eine Speicherschnittstelle (814) erzeugt.
12. Steuereinheit nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei der der Pixelfrequenzgenerator
eine Spread-Spectrum-Phasenregelschleife umfaßt.
1. A method for reducing interference patterns in the display of an image on a screen
with a pixel frequency (ppll_clk), wherein the image can be described by pixel data,
which are provided to the screen by a control unit (800) based on received image data,
wherein the control unit has an input (802, 804, 806) for receiving the image data
and a plurality of clock signals, wherein one or more of the clock signals couples
into the control unit via the input and overlays the image data, the method comprising:
while processing the image data received at the control unit for display on the screen,
varying one or several of the clock signals used when processing the image data by
time-dependent frequency modulation (FM),
characterized in that
the time-dependent frequency modulation (FM) is time-discrete over a row or a frame
of the image data, and the frequency (ppll_clk) is changed in a change of rows or
a change of frames.
2. The method according to claim 1, wherein while processing the image data the pixel
frequency (ppll_clk) is changed.
3. The method according to claim 1 or 2, wherein the control unit comprises means (108),
which generates the pixel frequency (ppll_clk) depending on an applied input frequency
(sys_clk), wherein the step of changing the pixel frequency (ppll_clk) comprises changing
the input frequency (sys_clk).
4. The method according to claim 3, wherein the input frequency (sys_clk) is provided
by an external frequency source (128) or by an internal frequency source (132) of
the control unit (800).
5. The method according to claim 3 or 4, wherein the control unit comprises a memory
interface (814), which is driven by a driving signal with a memory frequency (mpll_clk),
and means (116) for generating the memory frequency (mpll_clk), wherein the input
frequency (sys_clk) of the means (108) for generating the pixel frequency (ppll_clk)
is further applied to the means (116) for generating the memory frequency (mpll_clk).
6. The method according to one of claims 3 to 5, wherein the means for generating the
pixel frequency (ppll_clk) comprises a spread spectrum phase locked loop.
7. A control unit for controlling a screen, which operates at a pixel frequency (ppll_clk),
for the display of an image on the screen with reduced interference pattern, wherein
the control unit comprises a plurality of clock signals, comprising
an input (802, 804, 806) for receiving image data, wherein one or more of the clock
signals couples into the control unit via the input and is overlaid with the image
data;
processing means (812), which processes the received image data for display on the
screen, wherein the processing means (812) varies one or several of the clock signals
used when processing the image data while processing the image data by time-dependent
frequency modulation (FM); and
an output (812) for providing the processed image data for the display,
characterized in that
the time-dependent frequency modulation (FM) is time-discrete over a row or a frame
of the pixel data, and
the processing means (812) causes a change of the frequency (ppll_clk) in a change
of rows or a change of frames.
8. The control unit according to claim 7, wherein the processing means (812) changes
the pixel frequency (ppll_clk) while processing the image data.
9. The control unit according to claim 7 or 8, wherein the processing means (812) comprises
a pixel frequency generator (108), which generates the pixel frequency (ppll_clk)
depending on a changing input frequency signal (sys_clk).
10. The control unit according to claim 9, wherein the variable input frequency signal
is provided by an external signal source (128) or by an internal frequency control
(134) based on an external constant frequency signal.
11. The control unit according to claim 9 or 10, wherein the processing unit comprises
a memory frequency generator (116), which generates a memory frequency (mpll_clk)
for a driving signal for a memory interface (814), based on the input frequency signal
(sys_clk).
12. The control unit according to one of claims 9 to 11, wherein the pixel frequency generator
comprises a spread spectrum phase locked loop.
1. Procédé pour réduire les modèles d'interférence lors de l'affichage d'une image sur
un écran à une fréquence de pixels (ppll_clk), l'image pouvant être décrite par des
données de pixels qui sont mises à disposition de l'écran par une unité de commande
(800) sur base de données d'image reçues, l'unité de commande présentant une entrée
(802, 804, 806) pour recevoir les données d'image et une pluralité de signaux d'horloge,
un ou plusieurs des signaux d'horloge se couplant par l'intermédiaire de l'entrée
dans l'unité de commande et se superposant aux données d'image, le procédé présentant
l'étape suivante consistant à :
pendant le traitement des données d'image reçues à l'unité de commande pour affichage
à l'écran, faire varier un ou plusieurs des signaux d'horloge utilisés lors du traitement
des données d'image par une modulation de fréquence (FM) fonction du temps,
caractérisé par le fait que
la modulation de fréquence (FM) fonction du temps est discrète dans le temps sur une
ligne ou une trame des données d'image, et la fréquence (ppll_clk) est changée lors
d'un changement de ligne ou d'un changement de trame.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la fréquence de pixels (ppll_clk) est
changée pendant le traitement des données d'image.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'unité de commande comporte un
dispositif (108) qui génère la fréquence de pixels (ppll_clk) en fonction d'une fréquence
d'entrée (sys_clk) présente, l'étape de modification de la fréquence de pixels (ppll_clk)
comportant la modification de la fréquence d'entrée (sys_clk).
4. Procédé selon la revendication 3, dans lequel la fréquence d'entrée (sys_clk) est
mise à disposition de l'unité de commande (800) par une source de fréquence externe
(128) ou par une source de fréquence interne (132).
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, dans lequel l'unité de commande comporte une
interface de mémoire (814) qui est actionnée par un signal pilote à une fréquence
de mémoire (mpll_clk), et un dispositif (116) destiné à générer la fréquence de mémoire
(mpll_clk), la fréquence d'entrée (sys_clk) du dispositif (108) destiné à générer
la fréquence de pixels (ppll_clk) étant, par ailleurs, présente au dispositif (116)
destiné à générer la fréquence de mémoire (mpll_clk).
6. Procédé selon l'une des revendications 3 à 5, dans lequel le dispositif destiné à
générer la fréquence de pixels (ppll_clk) comporte une boucle à verrouillage de phase
à étalement de spectre.
7. Unité de commande pour la commande d'un écran qui fonctionne à une fréquence de pixels
(ppll_clk) pour l'affichage d'une image à l'écran avec un modèle d'interférence réduit,
l'unité de commande présentant une pluralité de signaux d'horloge, avec
une entrée (802, 804, 806) pour recevoir des données d'image, un ou plusieurs des
signaux d'horloge se couplant, via l'entrée, dans l'unité de commande et étant superposés
aux données d'image ;
un dispositif de traitement (812) qui traite les données d'image reçues pour un affichage
à l'écran, le dispositif de traitement (812) faisant varier, pendant le traitement
des données d'image, un ou plusieurs des signaux d'horloge utilisés lors du traitement
des données d'image par une modulation de fréquence (FM) fonction du temps ; et
une sortie (818) pour mettre à disposition les données d'image traitées pour affichage,
caractérisée par le fait que
la modulation de fréquence (FM) fonction du temps est discrète dans le temps sur une
ligne ou une trame des données d'image, et
que le dispositif de traitement provoque une variation de la fréquence (ppll_clk)
lors d'un changement de ligne ou d'un changement de trame.
8. Unité de commande selon la revendication 7, dans lequel le dispositif de traitement
(812) modifie la fréquence de pixels (ppll_clk) pendant le traitement des données
d'image.
9. Unité de commande selon la revendication 7 ou 8, dans lequel le dispositif de traitement
(812) comporte un générateur de fréquence de pixels (108) qui génère la fréquence
de pixels (ppll_clk) en fonction d'un signal de fréquence d'entrée variable (sys_clk).
10. Unité de commande selon la revendication 9, dans lequel le signal de fréquence d'entrée
variable est mis à disposition par une source de signal externe (128) ou sur base
d'un signal de fréquence externe constant par une commande de fréquence interne (134).
11. Unité de commande selon la revendication 9 ou 10, dans lequel l'unité de traitement
comporte un générateur de fréquence de mémoire (116) qui génère, sur base du signal
de fréquence d'entrée (sys_clk), une fréquence de mémoire (mpll_clk) pour un signal
pilote pour une interface de mémoire (814).
12. Unité de commande selon l'une des revendications 9 à 11, dans lequel le générateur
de fréquence de pixels comporte une boucle à verrouillage de phase à étalement de
spectre.