[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Kreatin in kosmetischen oder
dermatologischen Zubereitungen zur Behandlung und Prophylaxe der Symptome von UV-
und oder Ozoninduzierten Hautschäden sowie von entzündlichen und degenerativen Hautzuständen.
[0002] Unter kosmetischer Hautpflege ist in erster Linie zu verstehen, dass die natürliche
Funktion der Haut als Barriere gegen Umwelteinflüsse (z.B. Schmutz, Chemikalien, Mikroorganismen)
und gegen den Verlust von körpereigenen Stoffen (z.B. Wasser, natürliche Fette, Elektrolyte)
gestärkt oder wiederhergestellt wird.
[0003] Wird diese Funktion gestört, kann es zu verstärkter Resorption toxischer oder allergener
Stoffe oder zum Befall von Mikroorganismen und als Folge zu toxischen oder allergischen
Hautreaktionen kommen.
[0004] Ziel der Hautpflege ist es ferner, den durch tägliches Waschen verursachten Fett-
und Wasserverlust der Haut auszugleichen. Dies ist gerade dann wichtig, wenn das natürliche
Regenerationsvermögen nicht ausreicht. Außerdem sollen Hautpflegeprodukte vor Umwelteinflüssen,
insbesondere vor Sonne und Wind, schützen und die Hautalterung verzögern.
[0005] Die chronologische Hautalterung wird z.B. durch endogene, genetisch determinierte
Faktoren verursacht. In Epidermis und Dermis kommt es alterungsbedingt z.B. zu folgenden
Strukturschäden und Funktionsstörungen, die auch unter den Begriff "Senile Xerosis"
fallen können:
- a) Trockenheit, Rauhigkeit und Ausbildung von Trockenheitsfältchen,
- b) Juckreiz und
- c) verminderte Rückfettung (z.B. nach dem Waschen).
[0006] Exogene Faktoren, wie UV-Licht und chemische Noxen, können kumulativ wirksam sein
und z.B. die endogenen Alterungsprozesse beschleunigen bzw. sie ergänzen. In Epidermis
und Dermis kommt es insbesondere durch exogene Faktoren z.B. zu folgenden Strukturschäden-
und Funktionsstörungen in der Haut, die über Maß und Qualität der Schäden bei chronologischer
Alterung hinausgehen:
d) Sichtbare Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien, Cuperosis);
e) Schlaffheit und Ausbildung von Falten;
f) lokale Hyper-, Hypo- und Fehlpigmentierungen (z.B. Altersflecken) und
g) vergrößerte Anfälligkeit gegenüber mechanischem Stress (z.B. Rissigkeit).
[0007] Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere Produkte zur Pflege der auf natürliche
Weise gealterten Haut, sowie zur B ehandlung d er Folgeschäden d er Lichtalterung,
insbesondere der unter a) bis g) aufgeführten Phänomene.
[0008] Produkte zur Pflege gealterter Haut sind an sich bekannt. Sie enthalten z.B. Retinoide
(Vitamin A-Säure und/oder deren Derivate) bzw. Vitamin A und/oder dessen Derivate.
Ihre Wirkung auf die Strukturschäden ist allerdings umfangsmäßig begrenzt. Darüber
hinaus gibt es bei der Produktentwicklung erhebliche Schwierigkeiten, die Wirkstoffe
in ausreichendem Maße gegen oxidativen Zerfall zu stabilisieren. Die Verwendung Vitamin
A-Säure-haltiger Produkte bedingt darüber hinaus oft starke erythematöse Hautreizungen.
Retinoide sind daher nur in geringen Konzentrationen einsetzbar.
[0009] Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung kosmetische Zubereitungen mit einem
wirksamen Schutz vor schädlichen Oxidationsprozessen in der Haut, aber auch zum Schutze
kosmetischer Zubereitungen selbst bzw. zum Schutze der Bestandteile kosmetischer Zubereitungen
vor schädlichen Oxidationsprozessen.
[0010] Die schädigende Wirkung des ultravioletten Teils der Sonnenstrahlung auf die Haut
ist allgemein bekannt. Während Strahlen mit einer Wellenlänge, die kleiner als 290
nm ist (der sogenannte UVC-Bereich), von der Ozonschicht in der Erdatmosphäre absorbiert
werden, verursachen Strahlen im Bereich zwischen 2 90 nm und 320 nm, dem sogenannten
UVB-Bereich, ein Erythem, einen einfachen Sonnenbrand oder sogar mehr oder weniger
starke Verbrennungen.
[0011] Als ein Maximum der Erythemwirksamkeit des Sonnenlichtes wird der engere Bereich
um 308 nm angegeben.
[0012] Zum Schutz gegen UVB-Strahlung sind zahlreiche Verbindungen bekannt, bei denen es
sich z. B. um Derivate des 3-Benzylidencamphers, der 4-Aminobenzoesäure, der Zimtsäure,
der Salicylsäure, des Benzophenons sowie auch des 2-Phenylbenzimidazols handelt.
[0013] Auch für den Bereich zwischen etwa 320 nm und etwa 400 nm, des sogenannten UVA-Bereich,
ist es wichtig, Filtersubstanzen zur Verfügung zu haben, da dessen Strahlen Reaktionen
bei lichtempfindlicher Haut hervorrufen können. Es ist erwiesen, dass UVA-Strahlung
zu einer Schädigung der elastischen und Kollagenfasern des Bindegewebes führt, was
die Haut vorzeitig altern lässt, und dass sie als Ursache zahlreicher phototoxischer
und photoallergischer Reaktionen zu sehen ist. Der schädigende Einfluss der UVB-Strahlung
kann durch UVA-Strahlung verstärkt werden.
[0014] Zum Schutz gegen die Strahlen des UVA-Bereichs werden daher gewisse Derivate des
Dibenzoylmethans verwendet, deren Photostabilität (
Int. J. Cosm. Science 10, 53 (1988)), nicht in ausreichendem Maße gegeben ist.
[0015] Die UV-Strahlung kann aber auch zu photochemischen Reaktionen führen, wobei dann
die photochemischen Reaktionsprodukte in den Hautmetabolismus eingreifen.
[0016] Vorwiegend handelt es sich bei solchen photochemischen Reaktionsprodukten um radikalische
Verbindungen, beispielsweise Hydroxyradikale. Auch undefinierte radikalische Photoprodukte,
welche in der Haut selbst entstehen, können aufgrund ihrer hohen Reaktivität unkontrollierte
Folgereaktionen an den Tag legen. Aber auch Singulettsauerstoff, ein nichtradikalischer
angeregter Zustand des Sauerstoffmoleküls kann bei UV-Bestrahlung auftreten, ebenso
kurzlebige Epoxide und viele andere. Singulettsauerstoff beispielsweise zeichnet sich
gegenüber dem normalerweise vorliegenden Triplettsauerstoff (radikalischer Grundzustand)
durch gesteigerte Reaktivität aus. Allerdings existieren auch angeregte, reaktive
(radikalische) Triplettzustände des Sauerstoffmoleküls.
[0017] Ferner zählt UV-Strahlung zur ionisierenden Strahlung. Es besteht also das Risiko,
dass auch ionische Spezies bei UV-Exposition entstehen, welche dann ihrerseits oxidativ
in die biochemischen Prozesse einzugreifen vermögen.
[0018] Um diesen Reaktionen vorzubeugen, können den kosmetischen bzw. dermatologischen Formulierungen
zusätzliche Antioxidantien und/oder Radikalfänger einverleibt werden.
[0019] Aufgabe der Erfindung war es daher auch, kosmetische, dermatologische und pharmazeutische
Wirkstoffe und Zubereitungen sowie Lichtschutzformulierungen zu schaffen, die zur
Prophylaxe und Behandlung lichtempfindlicher Haut, insbesondere Photodermatosen, bevorzugt
der polymorphen Lichtdermatose, dienen.
[0021] Hauptsächlich werden Antioxidantien als Schutzsubstanzen gegen den Verderb der sie
enthaltenden Zubereitungen verwendet. Dennoch ist bekannt, dass auch in der m enschlichen
und tierischen Haut unerwünschte Oxidationsprozesse auftreten können. Solche Prozesse
spielen eine wesentliche Rolle bei der Hautalterung.
[0023] Auch aus dem Grunde, solchen Reaktionen vorzubeugen, können kosmetischen oder dermatologischen
Formulierungen zusätzlich Antioxidantien und/oder Radikalfänger einverleibt werden.
[0024] Die vorteilhafte prophylaktische und therapeutische Wirkung des Kreatins bei der
kosmetischen und medizinischen Hautpflege ist an sich bekannt. Kreatin (von grch.:
τo κρεαζ= "das Fleisch") zeichnet sich durch folgende Struktur aus:

[0025] Es findet sich im Muskelgewebe der Wirbeltiere zu 0,05-0,4%, in geringen Mengen auch
im Gehirn und Blut. Als Monohydrat stellt es ein farbloses, kristallines Pulver dar.
In wässriger Lösung wird Kreatinin gebildet. Im Organismus entsteht es durch Transamidinierung
von L-Arginin auf Glycin zu Guanidinoessigsäure und deren anschließende Methylierung
mittels S-Adenosylmethionin (durch Guanidinoacetat-Methyltransferase). Man hält Kreatin
für einen appetitfördernden Bestandteil von Rindfleisch und Fleischextrakt. Kreatinzusatz
zur Nahrung verstärkt die körperliche Leistungsfähigkeit.
[0026] Umfangreich ist der Stand der Technik zu den kosmetischen und dermatologischen Verwendungen
des Kreatins.
[0027] So beschreibt die
DE 100 32 964 die Verwendung von Kreatin und/oder Kreatinderivaten in kosmetischen oder dermatologischen
Zubereitungen zur Behandlung und Prophylaxe der Symptome von UV- und oder Ozon- induzierten
Hautschäden sowie von entzündlichen und degenerativen Hautzuständen.
[0028] Die
JP2000/247866 beschreibt Hautkosmetika mit einem Gehalt an Kreatin und/oder Kreatinin, welche als
Creme oder als milchige Lotion verwendet werden können, wobei den betreffenden Zubereitungen
vorzügliche hautpflegende Eigenschaften zugeschrieben werden..
[0029] Ferner beschreibt die
WO00/33787 die Verwendung von Kreatinin als wirksamen Bestandteil von Desodorantien.
[0030] Weiterhin beschreibt die
EP-A 565 010 Haarwuchs- und Haarfärbezubereitungen mit einem Gehalt an Kreatininphosphat.
[0031] Schließlich werden in der
US-A 4,590,067 und der
EP-A-178 602 die Verwendung von Kreatin bzw. Kreatinin zur Herstellung von Zubereitungen mit antiinflammatorischer
Wirksamkeit beschrieben.
[0032] Nachteilig ist jedoch, dass Kreatin in wasserhaltigen Produkten leicht auskristallisiert,
wobei Kristalle mit unkosmetischer Anmutung entstehen und die Wirksamkeit des Produktes
vermindert wird.
[0033] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es somit, Wege zu finden, die die Nachteile
des Standes der Technik vermeiden. Insbesondere soll die Wirkung der Behebung der
mit der endogenen, chronologischen und exogenen Hautalterung verbundenen Schäden und
die Prophylaxe dauerhaft, nachhaltig und ohne das Risiko von Nebenwirkungen sein.
[0034] Eine weitere Aufgabe bestand darin, eine Darreichungsform für Kreatin zu finden,
die sich durch verminderte Neigung zur Bildung von Kreatinkristallen auszeichnet.
[0035] Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass kosmetische oder dermatologische
Zubereitungen mit einem wirksamen Gehalt an
(a) Kreatin
(b) ein oder mehrere Hydrokolloiden, gewählt aus der Gruppe
- der Ammoniumdimethyltauramid-Vinylformamid-Copolymere
- der alkylmodifizierten Cellulose-Derivate sowie Alkylhydroxycellulose,
(c) dadurch gekennzeichnet,
- daß mindestens eine Wasserphase, die Kreatin enthält, einen pH-Wert zwischen 6,0 und
8,0, bevorzugt zwischen 6,2 und 7,8, besonders bevorzugt zwischen 6,5 und 7,5 hat
diese Aufgaben lösen.
[0036] Bevorzugt enthalten kosmetische oder dermatologische Zubereitungen gemäß der Erfindung
0,001 - 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 - 1 Gew.-%, an Kreatin und/oder Kreatinderivaten,
bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der Zubereitungen.
[0037] Werden Derivate des Kreatins eingesetzt, so ist das bevorzugte Derivat das Kreatinphosphat,
welches folgende Struktur aufweist:

und welches im frischen Muskel verbreitet ist und dort als energiespeicherndes Phosphat
(Phosphagen) eine wichtige Rolle spielt. Im arbeitenden Muskel gibt Kreatinphosphat
mit Adenosin-5'-diphosphat unter dem Einfluß des Enzyms Kreatin-Kinase Adenosin-5'-triphosphat
(ATP) und Kreatin; im ruhenden Muskel läuft die umgekehrte Reaktion ab.
[0038] Aber auch Kreatinsulfat, Kreatinacetat, Kreatinascorbat und die an der Carboxylgruppe
mit mono- oder polyfunktionalen Alkoholen veresterten Derivate führen zu vorteilhaften
Ausführungsformen der Erfindung.
[0039] Kreatinin (ebenfalls von grch.: τo κρεαζ = "das Fleisch") ist durch folgende Struktur
gekennzeichnet

und entsteht im Organismus durch nichtenzymatische Umwandlung aus Kreatinphosphat
gemäß

und wird über die Niere ausgeschieden. Die Menge der Kreatininausscheidung ist der
Muskelmasse proportional und für das jeweilige Individuum annähernd konstant. Kreatinin
ist in Fleischextrakt und Fleischbrühwürfeln enthalten.
[0040] Bevorzugt enthalten kosmetische oder dermatologische Zubereitungen gemäß der Erfindung
0,001 - 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 - 1 Gew.-%, an Kreatinin und/oder Kreatininderivaten,
bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der Zubereitungen.
[0041] Es ist erfindungsgemäß sowohl vorteilhaft, Kreatin ohne die Gegenwart von Kreatinin
und Kreatinin ohne die Gegenwart von Kreatin einzusetzen. Besonders vorteilhaft ist
allerdings, beide Substanzen gleichzeitig in den erfindungsgemäßen Wirkstoffkombinationen
und Zubereitungen zu verwenden, insbesondere, wenn das Gewichtsverhältnis von Kreatinin
zu Kreatin aus dem Bereich von 10 : 1 bis 1 : 10, besonders bevorzugt von 4 : 1 bis
3 zu 7, ganz besonders bevorzugt 2 : 1 bis 1 : 2 gewählt wird.
[0042] "Hydrokolloid" ist die technologische Kurzbezeichnung für die an sich richtigere
Bezeichnung "hydrophiles Kolloid". Hydrokolloide sind Makromoleküle, die eine weitgehend
lineare Gestalt haben und über intermolekulare Wechselwirkungskräfte verfügen, die
Neben- und Hauptvalenzbindungen zwischen den einzelnen Molekülen und damit die Ausbildung
eines netzartigen Gebildes ermöglichen. Sie sind teilweise wasserlösliche natürliche
oder synthetische Polymere, die in wässrigen Systemen Gele oder viskose Lösungen bilden.
Sie erhöhen die Viskosität des Wassers, indem sie entweder Wassermoleküle binden (Hydratation)
oder aber das Wasser in ihre unter sich verflochtenen Makromoleküle aufnehmen und
einhüllen, wobei sie gleichzeitig die Beweglichkeit des Wassers einschränken.
[0043] Erfindungsgemäß bevorzugte Hydrokolloide sind beispielsweise Methylcellulosen, als
welche die Methylether der Cellulose bezeichnet werden. Sie zeichnen sich durch die
folgende Strukturformel aus

in der R ein Wasserstoff oder eine Methylgruppe darstellen kann.
[0044] Insbesondere vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind die im allgemeinen
ebenfalls als Methylcellulosen bezeichneten Cellulosemischether, die neben einem dominierenden
Gehalt an Methyl- zusätzlich 2-Hydroxyethyl-, 2-Hydroxypropyl- oder 2-Hydroxybutyl-Gruppen
enthalten. Besonders bevorzugt sind (Hydroxypropyl)methylcellulosen, beispielsweise
die unter der Handelsbezeichnung Methocel E4M bei der Dow Chemical Comp. erhältlichen.
[0045] Erfindungsgemäß ferner vorteilhaft ist Natriumcarboxymethylcellulose, das Natrium-Salz
des Glykolsäureethers der Cellulose, für welches R in Strukturformel I ein Wasserstoff
und/oder CH
2-COONa darstellen kann. Besonders bevorzugt ist die unter d er Handelsbezeichnung
Natrosol Plus 330 CS bei Aqualon erhältliche, auch als Cellulose Gum bezeichnete Natriumcarboxymethylcellulose.
[0046] Die Gesamtmenge an einem oder mehreren Hydrokolloiden wird in den fertigen kosmetischen
oder dermatologischen Zubereitungen vorteilhaft kleiner als 1,5 Gew.-%, bevorzugt
zwischen 0,1 und 1,0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, gewählt.
[0047] Erfindungsgemäß vorteilhaft weisen das oder die Ammoniumacryloyldimethyltaurat/Vinylpyrrolidoncopolymere
die Summenformel [C
7H
16N
2SO
4]
n [C
6H
9NO]
m auf, einer statistischen Struktur wie folgt entsprechend

[0048] Bevorzugte Spezies im Sinne der vorliegenden Erfindung sind in den Chemical Abstracts
unter den Registraturnummern 58374-69-9, 13162-05-5 und 88-12-0 abgelegt und erhältlich
unter der Handelsbezeichnung Aristoflex® AVC der Gesellschaft Clariant GmbH.
[0049] Es ist erfindungsgemäß von großem Vorteil, Glycerin zu verwenden. Vorteilhaft enthält
eine erfindungsgemäße Zubereitung, enthaltend 0,001 - 30 Gew.-%, besonders bevorzugt
0,01-15 Gew.-%, an Kreatin und/oder Kreatinderivaten, ganz besonders bevorzugt 1 -
7 Gew.-% Glycerin, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der Zubereitung.
[0050] Die erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoffkombinationen lassen sich ohne Schwierigkeiten
in gängige kosmetische oder dermatologische Formulierungen einarbeiten, vorteilhaft
in Pumpsprays, Aerosolsprays, Aerosolemulsionsschäume, Cremes, Gele, Salben, Tinkturen,
Lotionen, Nagelpflegeprodukte (z.B. Nagellacke, Nagellackentferner, Nagelbalsame)
und dergleichen.
[0051] Es ist auch möglich und gegebenenfalls vorteilhaft, die erfindungsgemäß verwendeten
Wirkstoffkombinationen mit anderen Wirkstoffen zu kombinieren, beispielsweise mit
anderen antimikrobiell, antimycotisch bzw. antiviral wirksamen Stoffen.
[0052] Die erfindungsgemäßen kosmetischen und/oder dermatologischen Formulierungen können
wie üblich zusammengesetzt sein und zur Behandlung der Haut und/oder der Haare im
Sinne einer dermatologischen Behandlung oder einer Behandlung im Sinne der pflegenden
Kosmetik dienen. Sie können aber auch in Schminkprodukten in der dekorativen Kosmetik
eingesetzt werden.
[0053] Zur Anwendung werden die erfindungsgemäßen kosmetischen und/oder dermatologischen
Formulierungen in der für Kosmetika und Dermatika üblichen Weise auf die Haut und/oder
die Haare in ausreichender Menge aufgebracht.
[0054] Vorteilhaft sind solche kosmetische und dermatologische Zubereitungen, die in der
Form eines Sonnenschutzmittels vorliegen. Vorteilhaft enthalten diese zusätzlich mindestens
einen UVA-Filter und/oder mindestens einen UVB-Filter und/oder mindestens ein anorganisches
Pigment.
[0055] Kosmetische Zubereitungen gemäß der Erfindung zum Schutze der Haut vor UV-Strahlen
können in verschiedenen Formen vorliegen, wie sie z.B. üblicherweise für diesen Typ
von Zubereitungen eingesetzt werden. So können sie z.B. eine Lösung, eine Emulsion
vom Typ Wasser-in-Öl (W/O) oder vom Typ Öl-in-Wasser (O/W), oder eine multiple Emulsionen,
beispielsweise vom Typ Wasser-in-Öl-in-Wasser (W/O/W), ein Gel, eine Hydrodispersion,
einen festen Stift oder auch ein Aerosol darstellen.
[0056] Die erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitungen können kosmetische Hilfsstoffe enthalten,
wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen verwendet werden, z.B. Konservierungsmittel,
Bakterizide, Antioxidantien, Parfüme, Mittel zum Verhindern des Schäumens, Farbstoffe,
Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, Verdickungsmittel, oberflächenaktive Substanzen,
Emulgatoren, weichmachende Substanzen, anfeuchtende und/oder feuchthaltende Substanzen,
Fette, Öle, Wachse oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen Formulierung
wie Alkohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische Lösungsmittel
oder Silikonderivate.
[0057] Sofern die kosmetische oder dermatologische Zubereitung eine Lösung oder Lotion darstellt,
können als Lösungsmittel verwendet werden:
- Wasser oder wässrige Lösungen;
- Öle, wie Triglyceride der Caprin- oder der Caprylsäure oder Rizinusöl, Dialkylether
und Dialkylcarbonate wie beispielsweise Dicaprylylether oder Dicarpylylcarbonat;
- Fette, Wachse und andere natürliche und synthetische Fettkörper, vorzugsweise Ester
von Fettsäuren mit Alkoholen niedriger C-Zahl, z.B. mit Isopropanol, Propylenglykol
oder Glycerin, oder Ester von Fettalkoholen mit Alkansäuren niedriger C-Zahl oder
mit Fettsäuren;
- Alkohole, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Ethanol,
Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl- oder
-monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl-
oder -monoethylether und analoge Produkte.
[0058] Insbesondere werden Gemische der vorstehend genannten Lösungsmittel verwendet. Bei
alkoholischen Lösungsmitteln kann Wasser ein weiterer Bestandteil sein.
[0059] Erfindungsgemäß können als günstige Antioxidantien alle für kosmetische und/oder
dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet
werden.
[0060] Vorteilhaft werden die Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren
(z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Urocaninsäure)
und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Camosin und deren Derivate
(z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. α-Carotin, β-carotin, Lycopin) und deren
Derivate, Liponsäure und deren Derivate (z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose,
Propylthiouracil und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin,
Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und
Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie deren
Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren
Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen
(z.B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-,
Heptathioninsulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z.B. pmol bis
µmol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure,
Lactoferrin), α -Hydroxysäuren (z.B. Zitronensäure, Milchsäure, Äpfelsäure), Huminsäure,
Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate,
ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure),
Folsäure und deren Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate, Vitamin C
und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Tocopherole
und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat), Vitamin A und Derivate (Vitamin-A-palmitat)
sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, Propylgallat,
Ferulasäure und deren Derivate, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure,
Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose
und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO, ZnSO
4) Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B.
Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Derivate (Salze,
Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten
Wirkstoffe.
[0061] Die Menge der Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen
beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 - 10 Gew.-%, insbesondere
0,1 - 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
[0062] Die erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitungen können kosmetische Hilfsstoffe enthalten,
wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen verwendet werden, z.B. Konservierungsmittel,
Bakterizide, desodorierend wirkende Substanzen, Antitranspirantien, Insektenrepellentien,
Vitamine, Mittel zum Verhindern des Schäumens, Farbstoffe, Pigmente mit färbender
Wirkung, Verdickungsmittel, weichmachende Substanzen, anfeuchtende und/oder feuchhaltende
Substanzen, Fette, Öle, Wachse oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen
Formulierung wie Alkohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische
Lösungsmittel oder Silikonderivate.
[0063] Vorteilhaft können erfindungsgemäße Zubereitungen außerdem Substanzen enthalten,
die UV-Strahlung im UVB-Bereich absorbieren, wobei die Gesamtmenge der Filtersubstanzen
z.B. 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew.-%, insbesondere 1,0 bis
6,0 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, um kosmetische
Zubereitungen zur Verfügung zu stellen, die das Haar bzw. die Haut vor dem gesamten
Bereich der ultravioletten Strahlung schützen. Sie können auch als Sonnenschutzmittel
fürs Haar dienen.
[0064] Vorteilhafte UV-A-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Dibenzoylmethanderivate,
insbesondere das 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan (CAS-Nr. 70356-09-1), welches
von Givaudan unter der Marke Parsol
® 1789 und von Merck unter der Handelsbezeichnung Eusolex® 9020 verkauft wird.
[0065] Vorteilhafte weitere UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind
sulfonierte, wasserlösliche UV-Filter, wie z. B.:
- Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure und ihre Salze, besonders
die entsprechenden Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salze, insbesondere das
Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure-bis-natriumsalz mit der
INCI-Bezeichnung Bisimidazylate (CAS-Nr.: 180898-37-7), welches beispielsweise unter
der Handelsbezeichnung Neo Heliopan AP bei Haarmann & Reimer erhältlich ist;
- Salze der 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure, wie ihr Natrium-, Kalium- oder ihr Triethanolammonium-Salz
sowie die Sulfonsäure selbst mit der INCI Bezeichnung Phenylbenzimidazole Sulfonsäure
(CAS.-Nr. 27503-81-7), welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Eusolex
232 bei Merck oder unter Neo Heliopan Hydro bei Haarmann & Reimer erhältlich ist;
- 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol (auch: 3,3'-(1,4-Phenylendimethylene)-bis-(7,7-dimethyl-2-oxo-bicyclo-[2.2.1]hept-1-ylmethan
Sulfonsäure) und dessen Salze (besonders die entprechenden 10-Sulfato-verbindungen,
insbesondere das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz), das
auch als Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure) bezeichnet wird. Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure)
hat die INCI-Bezeichnung Terephtalidene Dicampher Sulfonsäure (CAS.-Nr.: 90457-82-2)
und ist beispielsweise unter dem Handelsnamen Mexoryl SX von der Fa. Chimex erhältlich;
- Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure,
2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und deren Salze.
[0066] Vorteilhafte UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind ferner
sogenannte Breitbandfilter, d.h. Filtersubstanzen, die sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlung
absorbieren.
[0067] Vorteilhafte Breitbandfilter oder UV-B-Filtersubstanzen sind beispielsweise Triazinderivate,
wie z. B.
- 2,4-Bis-{[4-(2-Ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin
(INCI: Aniso Triazin), welches unter der Handelsbezeichnung Tinosorb® S bei der CIBA-Chemikalien
GmbH erhältlich ist;
- Diethylhexylbutylamidotriazon (INCI: Diethylhexylbutamidotriazone), welches unter
der Handelsbezeichnung UVASORB HEB bei Sigma 3V erhältlich ist;
- 4,4',4"-(1,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoësäure-tris(2-ethylhexylester),
auch: 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)]-1,3,5-triazin (INCI: Ethylhexyl
Triazone), welches von der BASF Aktiengesellschaft unter der Warenbezeichnung UVINUL®
T 150 vertrieben wird.
[0068] Ein vorteilhafter Breitbandfilter im Sinne der vorliegenden Erfindung ist auch das
2,2'-Methylen-bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-phenol),
welches unter der Handelsbezeichnung Tinosorb® M bei der CIBA-Chemikalien GmbH erhältlich
ist. Vorteilhafter Breitbandfilter im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ferner
das 2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-methyl-6-[2-methyl-3-[1,3,3,3-tetramethyl-1-[(trimethylsilyl)oxy]disiloxanyl]propyl]-phenol
(CAS-Nr.: 1 55633-54-8) m it d er INCI-Bezeichnung Drometrizole Trisiloxane, welches
unter der Handelsbezeichnung Mexoryl® XL bei der Fa. Chimex erhältlich ist.
[0069] Die weiteren UV-Filtersubstanzen können öllöslich oder wasserlöslich sein.
[0070] Vorteilhafte öllösliche UV-B- und/oder Breitband-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden
Erfindung sind z. B.:
▪ 3-Benzylidencampher-Derivate, vorzugsweise 3-(4-Methylbenzyliden)campher, 3-Benzylidencampher;
▪ 4-Aminobenzoesäure-Derivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2-ethylhexyl)ester,
4-(Dimethylamino)benzoesäureamylester;
▪ Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon,
2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon
▪ sowie an Poiymere gebundene UV-Filter.
▪ 3-(4-(2,2-bis Ethoxycarbonylvinyl)-phenoxy)propenyl)-methoxysiloxan/Dimethylsiloxan-Copolymer
welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Parsol® SLX bei Hoffmann La Roche
erhältlich ist.
[0071] Vorteilhafte wasserlösliche Filtersubstanzen sind z. B. Sulfonsäure-Derivate des
3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure
und deren Salze.
[0072] Eine weiterere erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwendende Lichtschutzfiltersubstanz
ist das Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat (Octocrylen), welches von BASF unter
der Bezeichnung Uvinul
® N 539 erhältlich ist.
[0073] Besonders vorteilhafte Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung, die sich
durch einen hohen bzw. sehr hohen UV-A- und/oder UV-B-Schutz auszeichnen, enthalten
neben der oder den erfindungsgemäßen Filtersubstanz(en) bevorzugt ferner weitere UV-A-und/oder
Breitbandfilter, insbesondere Dibenzoylmethanderivate [beispielsweise das 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan],
Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetra-sulfonsäure und/oder ihre Salze,
das 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol und/oder dessen Salze und/oder
das 2,4-Bis-{[4-(2-Ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin,
jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander.
[0074] Die Liste der genannten UV-Filter, die im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzt
werden können, soll selbstverständlich nicht limitierend sein.
[0075] Vorteilhaft enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen die Substanzen, die UV-Strahlung
im UV-A- und/oder UV-B-Bereich absorbieren, in einer Gesamtmenge von z. B. 0,1 Gew.-%
bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 1,0 bis 15,0 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, um kosmetische Zubereitungen zur
Verfügung zu stellen, die das Haar bzw. die Haut vor dem gesamten Bereich der ultravioletten
Strahlung schützen.
[0076] Erfindungsgemäße Zubereitungen können, zumal wenn kristalline oder mikrokristalline
Festkörper, beispielsweise anorganische Mikropigmente in die erfindungsgemäßen Zubereitungen
eingearbeitet werden sollen, auch anionische, nichtionische und/oder amphotere Tenside
enthalten. Tenside sind amphiphile Stoffe, die organische, unpolare Substanzen in
Wasser lösen können.
[0077] Bei den hydrophilen Anteilen eines Tensidmoleküls handelt es sich meist um polare
funktionelle Gruppen, beispielweise -COO
-, -OSO
32-, -SO
3-, während die hydrophoben Teile in der Regel unpolare Kohlenwasserstoffreste darstellen.
Tenside werden im allgemeinen nach Art und Ladung des hydrophilen Molekülteils klassifiziert.
Hierbei können vier Gruppen unterschieden werden:
- anionische Tenside,
- kationische Tenside,
- amphotere Tenside und
- nichtionische Tenside.
[0078] Anionische Tenside weisen als funktionelle Gruppen in der Regel Carboxylat-, Sulfat-
oder Sulfonatgruppen auf. In wässriger Lösung bilden sie im sauren oder neutralen
Milieu negativ geladene organische Ionen. Kationische Tenside sind beinahe ausschließlich
durch das Vorhandensein einer quaternären Ammoniumgruppe gekennzeichnet. In wässriger
Lösung bilden sie im sauren oder neutralen Milieu positiv geladene organische Ionen.
Amphotere Tenside enthalten sowohl anionische als auch kationische Gruppen und verhalten
sich demnach in wässriger Lösung je nach pH-Wert wie anionische oder kationische Tenside.
Im stark sauren Milieu besitzen sie eine positive und im alkalischen Milieu eine negative
Ladung. Im neutralen pH-Bereich hingegen sind sie zwitterionisch, wie das folgende
Beispiel verdeutlichen soll:
RNH2+CH2CH2COOH X- (bei pH=2) X- = beliebiges Anion, z.B. Cl-
RNH2+CH2CH2COO- (bei pH=7)
RNHCH2CH2COO- B+(bei pH=12) B+ = beliebiges Kation, z.B. Na+
[0079] Typisch für nicht-ionische Tenside sind Polyether-Ketten. Nicht-ionische Tenside
bilden in wässrigem Medium keine Ionen.
A. Anionische Tenside
[0080] Vorteilhaft zu verwendende anionische Tenside sind
Acylaminosäuren (und deren Salze), wie
- 1. Acylglutamate, beispielsweise Natriumacylglutamat, Di-TEA-palmitoylaspartat und
Natrium Caprylic/ Capric Glutamat,
- 2. Acylpeptide, beispielsweise Palmitoyl-hydrolysiertes Milchprotein, Natrium Cocoyl-hydrolysiertes
Soja Protein und Natrium-/ Kalium Cocoyl-hydrolysiertes Kollagen,
- 3. Sarcosinate, beispielsweise Myristoyl Sarcosin, TEA-Iauroyl Sarcosinat, Natriumlauroylsarcosinat
und Natriumcocoylsarkosinat,
- 4. Taurate, beispielsweise Natriumlauroyltaurat und Natriummethylcocoyltaurat,
- 5. Acyllactylate, Lauroyllactylat, Caproyllactylat
- 6. Alaninate
Carbonsäuren und Derivate, wie
- 1. Carbonsäuren, beispielsweise Laurinsäure, Aluminiumstearat, Magnesiumalkanolat
und Zinkundecylenat,
- 2. Ester-Carbonsäuren, beispielsweise Calciumstearoyllactylat, Laureth-6 Citrat und
Natrium PEG-4 Lauramidcarboxylat,
- 3. Ether-Carbonsäuren, beispielsweise Natriumlaureth-13 Carboxylat und Natrium PEG-6
Cocamide Carboxylat,
Phosphorsäureester und Salze, wie beispielsweise DEA-Oleth-10-Phosphat und Dilaureth-4
Phosphat,
Sulfonsäuren und Salze, wie
- 1. Acyl-isethionate, z.B. Natrium-/ Ammoniumcocoyl-isethionat,
- 2. Alkylarylsulfonate,
- 3. Alkylsulfonate, beispielsweise Natriumcocosmonoglyceridsulfat, Natrium C12-14 Olefinsulfonat, Natriumlaurylsulfoacetat und Magnesium PEG-3 Cocamidsulfat,
- 4. Sulfosuccinate, beispielsweise Dioctylnatriumsulfosuccinat, Dinatriumlaurethsulfosuccinat,
Dinatriumlaurylsulfosuccinat und Dinatriumundecylenamido MEA-Sulfosuccinat
sowie
Schwefelsäureester, wie
- 1. Alkylethersulfat, beispielsweise Natrium-, Ammonium-, Magnesium-, MIPA-, TIPA-
Laurethsulfat, Natriummyrethsulfat und Natrium C12-13 Parethsulfat,
- 2. Alkylsulfate, beispielsweise Natrium-, Ammonium- und TEA- Laurylsulfat.
B. Kationische Tenside
[0081] Vorteilhaft zu verwendende kationische Tenside sind
- 1. Alkylamine,
- 2. Alkylimidazole,
- 3. Ethoxylierte Amine und
- 4. Quaternäre Tenside.
- 5. Esterquats
[0082] Quaternäre Tenside enthalten mindestens ein N-Atom, das mit 4 Alkyl- oder Arylgruppen
kovalent verbunden ist. Dies führt, unabhängig vom pH Wert, zu einer positiven Ladung.
Vorteilhaft sind, Alkylbetain, Alkylamidopropylbetain und Alkyl-amidopropylhydroxysulfain.
Die erfindungsgemäß verwendeten kationischen Tenside können ferner bevorzugt gewählt
werden aus der Gruppe der quaternären Ammoniumverbindungen, insbesondere Benzyltrialkylammoniumchloride
oder -bromide, wie beispielsweise Benzyldimethylstearylammoniumchlorid, ferner Alkyltrialkylammoniumsalze,
beispielsweise beispielsweise Cetyltrimethylammoniumchlorid oder -bromid, Alkyldimethylhydroxyethylammoniumchloride
oder -bromide, Dialkyldimethylammoniumchloride oder -bromide, Alkylamidethyltrimethylammoniumethersulfate,
Alkylpyridiniumsalze, beispielsweise Lauryl- oder Cetylpyrimidiniumchlorid, Imidazolinderivate
und Verbindungen mit kationischem Charakter wie Aminoxide, beispielsweise Alkyldimethylaminoxide
oder Alkylaminoethyldimethylaminoxide. Vorteilhaft sind insbesondere Cetyltrimethylammoniumsalze
zu verwenden.
C. Amphotere Tenside
[0083] Vorteilhaft zu verwendende amphotere Tenside sind
- 1. Acyl-/dialkylethylendiamin, beispielsweise Natriumacylamphoacetat, Dinatriumacylamphodipropionat,
Dinatriumalkylamphodiacetat, Natriumacylamphohydroxypropylsulfonat, Dinatriumacylamphodiacetat
und Natriumacylamphopropionat,
- 2. N-Alkylaminosäuren, beispielsweise Aminopropylalkylglutamid, Alkylaminopropionsäure,
Natriumalkylimidodipropionat und Lauroamphocarboxyglycinat.
D. Nicht-ionische Tenside
[0084] Vorteilhaft zu verwendende nicht-ionische Tenside sind
1. Alkohole,
2. Alkanolamide, wie Cocamide MEA/ DEA/ MIPA,
3. Aminoxide, wie Cocoamidopropylaminoxid,
4. Ester, die durch Veresterung von Carbonsäuren mit Ethylenoxid, Glycerin, Sorbitan
oder anderen Alkoholen entstehen,
5. Ether, beispielsweise ethoxylierte/propoxylierte Alkohole, ethoxylierte/ propoxylierte
Ester, ethoxylierte/ propoxylierte Glycerinester, ethoxylierte/ propoxylierte Cholesterine,
ethoxylierte/ propoxylierte Triglyceridester, ethoxyliertes propoxyliertes Lanolin,
ethoxylierte/ propoxylierte Polysiloxane, propoxylierte POE-Ether und Alkylpolyglycoside
wie Laurylglucosid, Decylglycosid und Cocoglycosid.
6. Sucroseester, -Ether
7 Polyglycerinester, Diglycerinester, Monoglycerinester
8. Methylglucosester, Ester von Hydroxysäuren
[0085] Vorteilhaft ist ferner die Verwendung einer Kombination von anionischen und/oder
amphoteren Tensiden mit einem oder mehreren nicht-ionischen Tensiden.
[0086] Die oberflächenaktive Substanz kann in einer Konzentration zwischen 1 und 95 Gew.-%
in den erfindungsgemäßen Zubereitungen vorliegen, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zubereitungen.
[0087] Die Lipidphase der erfindungsgemäßen kosmetischen oder dermatologischen Emulsionen
kann vorteilhaft gewählt werden aus folgender Substanzgruppe:
- Mineralöle, Mineralwachse
- Öle, wie Triglyceride der Caprin- oder der Caprylsäure, Dialkylether und Dialkylcarbonate
wie beispielsweise Dicaprylylether oder Dicarpylylcarbonat;ferner natürliche Öle wie
z.B. Rizinusöl
- Fette, Wachse und andere natürliche und synthetische Fettkörper, vorzugsweise Ester
von Fettsäuren mit Alkoholen niedriger C-Zahl, z.B. mit Isopropanol, Propylenglykol
oder Glycerin, oder Ester von Fettalkoholen mit Alkansäuren niedriger C-Zahl oder
mit Fettsäuren;
- Alkylbenzoate;
- Silikonöle wie Dimethylpolysiloxane, Diethylpolysiloxane, Diphenylpolysiloxane sowie
Mischformen daraus.
[0088] Die Ölphase der Emulsionen der vorliegenden Erfindung wird vorteilhaft gewählt aus
der Gruppe der Ester aus gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder
unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen und gesättigten
und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge
von 3 bis 30 C-Atomen, aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäuren und
gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer
Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle können dann vorteilhaft gewählt
werden aus der Gruppe Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Isopropyloleat,
n-Butylstearat, n-Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat, Isononylstearat, Isononylisononanoat,
2-Ethylhexylpalmitat, 2-Ethylhexyllaurat, 2-Hexyldecylstearat, 2-Octyldodecylpalmitat,
Oleyloleat, Oleylerucat, Erucyloleat, Erucylerucat sowie synthetische, halbsynthetische
und natürliche Gemische solcher Ester, z.B. Jojobaöl.
[0089] Ferner kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der verzweigten
und unverzweigten Kohlenwasserstoffe und -wachse, der Silkonöle, der Dialkylether,
der Dialkylcarbonate, der Gruppe der gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder
unverzweigten Alkohole, sowie der Fettsäuretriglyceride, namentlich der Triglycerinester
gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren
einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 - 18 C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride
können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der synthetischen,
halbsynthetischen und natürlichen Öle, z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnußöl,
Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Palmkernöl und dergleichen mehr.
[0090] Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im
Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen. Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft
sein, Wachse, beispielsweise Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente der Ölphase
einzusetzen.
[0091] Vorteilhaft wird die Ölphase gewählt aus der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldodecanol,
Isotridecylisononanoat, Isoeicosan, 2-Ethylhexylcocoat, C
12-15-Alkylbenzoat, Capryl-Caprinsäure-triglycerid, Dicaprylylether und Dicaprylylcarbonat.
[0092] Besonders vorteilhaft sind Mischungen aus C
12-15-Alkylbenzoat und 2-Ethylhexylisostearat, Mischungen aus C
12-15-Alkylbenzoat und Isotridecylisononanoat sowie Mischungen aus C
12-15-Alkylbenzoat, 2-Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat.
[0093] Von den Kohlenwasserstoffen sind Paraffinöl, Squalan und Squalen vorteilhaft im Sinne
der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
[0094] Vorteilhaft kann die Ölphase ferner einen Gehalt an cyclischen oder linearen Silikonölen
aufweisen oder vollständig aus solchen Ölen bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird,
außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen zusätzlichen Gehalt an anderen Ölphasenkomponenten
zu verwenden.
[0095] Vorteilhaft wird Cyclomethicon (z.B. Decamethylcyclopentasiloxan) als erfindungsgemäß
zu verwendendes Silikonöl eingesetzt. Aber auch andere Silikonöle sind vorteilhaft
im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden, beispielsweise Undecamethylcyclotrisiloxan,
Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan).
[0096] Besonders vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat,
aus Cyclomethicon und 2-Ethylhexylisostearat.
[0097] Die wässrige Phase der erfindungsgemäßen Zubereitungen enthält gegebenenfalls vorteilhaft
Alkohole, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Ethanol,
Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl- oder
-monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl-
oder -monoethylether und analoge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, z.B.
Ethanol, Isopropanol, 1,2-Propandiol, und Glycerin.
[0098] Erfindungsgemäße, als Emulsionen vorliegende Zubereitungen enthalten einen oder mehrere
Emulgatoren. ONV-EMulgatoren können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus
der Gruppe der polyethoxylierten bzw. polypropoxylierten bzw. polyethoxylierten und
polypropoxylierten Produkte, z.B.:
- der Fettalkoholethoxylate
- der ethoxylierten Wollwachsalkohole,
- der Polyethylenglycolether der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH2-O-)n-R',
- der Fettsäureethoxylate der allgemeinen Formel
R-COO-(-CH2-CH2-O-)n -H,
- der veretherten Fettsäureethoxylate der allgemeinen Formel
R-COO-(-CH2-CH2-O-)n -R',
- der veresterten Fettsäureethoxylate der allgemeinen Formel
R-COO-(-CH2-CH2-O-)n-C(O)-R',
- der Polyethylenglycolglycerinfettsäureester
- der ethoxylierten Sorbitanester
- der Cholesterinethoxylate
- der ethoxylierten Triglyceride
- der Alkylethercarbonsäuren der allgemeinen Formel
R-O-(-CH2-CH2-O-)n-CH2-COOH nd n eine Zahl von 5 bis 30 darstellen,
- der Polyoxyethylensorbitolfettsäureester,
- der Alkylethersulfate der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH2-O-)n-SO3-H
- der Fettalkoholpropoxylate der allgemeinen Formel
R-O-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-H,
- der Polypropylenglycolether der allgemeinen Formel
R-O-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-R'.
- der propoxylierten Wollwachsalkohole,
- der veretherten Fettsäurepropoxylate
R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-R',
- der veresterten Fettsäurepropoxylate der allgemeinen Formel
R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)nC(O)-R',
- der Fettsäurepropoxylate der allgemeinen Formel
R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-H,
- der Polypropylenglycolglycerinfettsäureester
- der propoxylierten Sorbitanester
- der Cholesterinpropoxylate
- der propoxylierten Triglyceride
- der Alkylethercarbonsäuren der allgemeinen Formel
R-O-(-CH2-CH(CH3)O-3)n-CH2-COOH
- der Alkylethersulfate bzw. die diesen Sulfaten zugrundeliegenden Säuren der allgemeinen
Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-SO3-H
- der Fettalkoholethoxylate/propoxylate der allgemeinen Formel
R-O-Xn-Ym-H,
- der Polypropylenglycolether der allgemeinen Formel
R-O-Xn-Ym-R',
- der veretherten Fettsäurepropoxylate der allgemeinen Formel
R-COO-Xn-Ym-R',
- der Fettsäureethoxylate/propoxylate der allgemeinen Formel
R-COO-Xn-Ym-H,.
[0099] Erfindungsgemäß besonders vorteilhaft werden die eingesetzten polyethoxylierten bzw.
polypropoxylierten bzw. polyethoxylierten und polypropoxylierten O/W-Emulgatoren gewählt
aus der Gruppe der Substanzen mit HLB-Werten von 11 - 18, ganz besonders vorteilhaft
mit mit HLB-Werten von 14,5 - 15,5, sofern die O/W-Emulgatoren gesättigte Reste R
und R' aufweisen. Weisen die O/W-Emulgatoren ungesättigte Reste R und/oder R' auf,
oder liegen Isoalkylderivate vor, so kann der bevorzugte HLB-Wert solcher Emulgatoren
auch niedriger oder darüber liegen.
[0100] Es ist von Vorteil, die Fettalkoholethoxylate aus der Gruppe der ethoxylierten Stearylalkohole,
Cetylalkohole, Cetylstearylalkohole (Cetearylalkohole) zu wählen. Insbesondere bevorzugt
sind:
Polyethylenglycol(13)stearylether (Steareth-13), Polyethylenglycol(14)stearylether
(Steareth-14), Polyethylenglycol(15)stearylether (Steareth-15), Polyethylenglycol(16)stearylether
(Steareth-16), Polyethylenglycol(17)stearylether (Steareth-17), Polyethylenglycol-(18)stearylether
(Steareth-18), Polyethylenglycol(19)stearylether (Steareth-19), Polyethylenglycol(20)stearylether
(Steareth-20),
Polyethylenglycol(12)isostearylether (Isosteareth-12), Polyethylenglycol(13)isostearylether
(Isosteareth-13), Polyethylenglycol(14)isostearylether (lsosteareth-14), Polyethylenglycol-(15)isostearylether
(Isosteareth-15), Polyethylenglycol(16)isostearylether (Isosteareth-16), Polyethylenglycol(17)isostearylether
(Isosteareth-17), Polyethylenglycol(18)isostearylether (Isosteareth-18), Polyethylenglycol(19)isostearylether
(Isosteareth-19), Polyethylenglycol-(20)isostearylether (Isosteareth-20),
Polyethylenglycol(13)cetylether (Ceteth-13), Polyethylenglycol(14)cetylether (Ceteth-14),
Polyethylenglycol(15)cetylether (Ceteth-15), Polyethylenglycol(16)cetylether (Ceteth-16),
Polyethylenglycol(17)cetylether (Ceteth-17), Polyethylenglycol(18)cetylether (Ceteth-18),
Polyethylenglycol(19)cetylether (Ceteth-19), Polyethylenglycol(20)cetylether (Ceteth-20),
Polyethylenglycol(13)isocetylether (Isoceteth-13), Polyethylenglycol(14)isocetylether
(Isoceteth-14), Polyethylenglycol(15)isocetylether (Isoceteth-15), Polyethylenglycol(16)isocetylether
(Isoceteth-16), Polyethylenglycol(17)isocetylether (Isoceteth-17), Polyethylenglycol(18)
isocetylether (Isoceteth-18), Polyethylenglycol(19)isocetylether (Isoceteth-19), Polyethylenglycol(20)isocetylether
(Isoceteth-20),
Polyethylenglycol(12)oleylether (Oleth-12), Polyethylenglycol(13)oleylether (Oleth-13),
Polyethylenglycol(14)oleylether (Oleth-14), Polyethylenglycol(15)oleylether (Oleth-15),
Polyethylenglycol(12)laurylether (Laureth-12), Polyethylenglycol(12)isolaurylether
(Isolaureth-12).
Polyethylenglycol(13)cetylstearylether (Ceteareth-13), P olyethylenglycol(14)cetylstearylether
(Ceteareth-14), Polyethylenglycol(15)cetylstearylether (Ceteareth-15), Polyethylenglycol(16)-cetylstearylether
(Ceteareth-16), Polyethylenglycol(17)cetylstearylether (Ceteareth-17), Polyethylenglycol(18)cetylstearylether
(Ceteareth-18), Polyethylenglycol(19)cetylstearylether (Ceteareth-19), Polyethylenglycol(20)cetylstearylether
(Ceteareth-20),
[0101] Es ist ferner von Vorteil, die Fettsäureethoxylate aus folgender Gruppe zu wählen:
Polyethylenglycol(20)stearat, Polyethylenglycol(21)stearat, Polyethylenglycol(22)stearat,
Polyethylenglycol(23)stearat, Polyethylenglycol(24)stearat, Polyethylenglycol(25)stearat,
Polyethylenglycol(12)isostearat, Polyethylenglycol(13)isostearat, Polyethylenglycol(14)isostearat,
Polyethylenglycol(15)isostearat, Polyethylenglycol(16)isostearat, Polyethylenglycol(17)isostearat,
Polyethylenglycol(18)isostearat, Polyethylenglycol(19)isostearat, Polyethylenglycol(20)isostearat,
Polyethylenglycol(21)isostearat, Polyethylenglycol(22)isostearat, Polyethylenglycol(23)isostearat,
Polyethylenglycol(24)isostearat, Polyethylenglycol(25)isostearat,
Polyethylenglycol(12)oleat, Polyethylenglycol(13)oleat, Polyethylenglycol(14)oleat,
Polyethylenglycol(15)oleat, Polyethylenglycol(16)oleat, Polyethylenglycol(17)oleat,
Polyethylenglycol(18)oleat, Polyethylenglycol(19)oleat, Polyethylenglycol(20)oleat
[0102] Als ethoxylierte Alkylethercarbonsäure bzw. deren Salz kann vorteilhaft das Natriumlaureth11-carboxylat
verwendet werden.
[0103] Als Alkylethersulfat kann Natrium Laureth 1-4 sulfat vorteilhaft verwendet werden.
[0104] Als ethoxyliertes Cholesterinderivat kann vorteilhaft Polyethylenglycol(30)Cholesterylether
verwendet werden. Auch Polyethylenglycol(25)Sojasterol hat sich bewährt.
[0105] Als ethoxylierte Triglyceride können vorteilhaft die Polyethylenglycol(60) Evening
Primrose Glycerides verwendet werden (Evening Primrose = Nachtkerze)
[0106] Weiterhin ist von Vorteil, die Polyethylenglycolglycerinfettsäureester aus d er Gruppe
Polyethylenglycol(20)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(21)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(22)glyceryllaurat,
Polyethylenglycol(23)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(6)glycerylcaprat/caprinat,
Polyethylenglycol(20)glyceryloleat, Polyethylenglycol(20)glycerylisostearat, Polyethylenglycol(18)glyceryloleat/cocoat
zu wählen.
[0107] Es ist ebenfalls günstig, die Sorbitanester aus der Gruppe Polyethylenglycol(20)sorbitanmonolaurat,
Polyethylenglycol(20)sorbitanmonostearat, Polyethylenglycol(20)sorbitanmonoisostearat,
Polyethylenglycol(20)sorbitanmonopalmitat, Polyethylenglycol(20)sorbitanmonooleat
zu wählen.
[0108] Als vorteilhafte W/O-Emulgatoren können eingesetzt werden: Fettalkohole mit 8 bis
30 Kohlenstoffatomen, Monoglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter
und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere
12 - 18 C-Atomen, Diglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter
und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere
12 - 18 C-Atomen, Monoglycerinether gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter
und/oder unverzweigter Alkohole einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 -
18 C-Atomen, Diglycerinether gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder
unverzweigter Alkohole einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 - 18 C-Atomen,
Propylenglycolester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter
Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 - 18 C-Atomen sowie
Sorbitanester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter
Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 - 18 C-Atomen.
[0109] Insbesondere vorteilhafte W/O-Emulgatoren sind Glycerylmonostearat, Glycerylmonoisostearat,
Glycerylmonomyristat, Glycerylmonooleat, Diglycerylmonostearat, Diglycerylmonoisostearat,
Propylenglycolmonostearat, Propylenglycolmonoisostearat, Propylenglycolmonocaprylat,
Propylenglycolmonolaurat, Sorbitanmonoisostearat, Sorbitanmonolaurat, Sorbitanmonocaprylat,
Sorbitanmonoisooleat, Saccharosedistearat, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Arachidylalkohol,
Behenylalkohol, Isobehenylalkohol, Selachylalkohol, Chimylalkohol, Polyethylenglycol(2)stearylether
(Steareth-2), Glycerylmonolaurat, Glycerylmonocaprinat, Glycerylmonocaprylat.
[0110] Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, aber nicht einschränken.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf Gew.-%, sofern nichts Anderes angegeben ist.
| Beispiel 1 - O/W-Emulsion |
Gew.-% |
| Glycerylstearatcitrat |
2,0 |
| Myristylmyristat |
1,0 |
| Stearylalkohol |
2,0 |
| Cetylalkohol |
1,0 |
| Hydrierte Kokosfettglyceride |
2,0 |
| Butylenglycol Dicaprylat/Dicaprat |
1,0 |
| Ethylhexylkokosfettsäureester |
3,0 |
| Vaseline |
1,0 |
| Dicaprylylether |
3,0 |
| TiO2 |
1,0 |
| Ethylhexylmethoxycinnamat |
2,0 |
| Ubichinon (Q10) |
0,03 |
| Kreatinin |
0,1 |
| Kreatin |
1,0 |
| Phenoxyethanol |
0,8 |
| p-Hydroxybenzoesäurealkylester (Paraben) |
0,4 |
| Cyclodextrin |
0,4 |
| Polyacrylsäure (Carbomer) |
0,1 |
| Ammoniumacryloyldimethyltaurate/ Vinylpyrrolidoncopolymere |
0,4 |
| Glycerin |
15 |
| wasser- und/oder öllösliche Farbstoffe |
0,05 |
| Füllstoffe/ Additive (Distärkephosphat, SiO2, BHT, Talkum, Aluminiumstearat) |
0,1 |
| Parfüm |
q.s. |
| Wasser |
ad 100 |
| Beispiel 2 - O/W-Emulsion |
Gew.-% |
| Glycerylstearat, selbstemulgierend |
5,0 |
| Stearylalkohol |
1,0 |
| Sheabutter |
1,0 |
| C12-15 Alkylbenzoat |
3,0 |
| Caprylsäure/Caprinsäure Triglyceride |
1,0 |
| Mineralöl |
1,0 |
| Dicar |
3,0 |
| Ethylhexylmethoxycinnamat |
3,0 |
| Ethylhexyltriazon |
1,0 |
| Bis-Ethylhexyloxyphenol-methoxyphenyltriazin |
1,0 |
| Citronensäure, Natriumsalz |
0.1 |
| Kreatin |
0,5 |
| Allantoin |
0,3 |
| Niacinamid |
0,2 |
| Phenoxyethanol |
0,5 |
| p-Hydroxybenzoesäurealkylester (Paraben) |
0,3 |
| Hexamidindiisethionat |
0,04 |
| 1,3-Dimethylol-5,5-dimethyl-hydantoin(DMDM Hydantoin) |
0,1 |
| Ammoniumacryloyldimethyltaurate/ Vinylpyrrolidoncopolymere |
0,5 |
| Glycerin |
10,0 |
| Butylenglycol |
1,0 |
| Füllstoffe/ Additive (SiO2, BHT, Mikrocellulose) |
1,0 |
| Parfüm |
q.s. |
| Wasser |
ad 100 |
| Beispiel 3 - O/W-Emulsion |
Gew.-% |
| Glycerylstearat |
3,0 |
| PEG-40-Stearat |
1,0 |
| Cetylalkohol |
3,0 |
| Sheabutter |
2,0 |
| C12-15 Alkylbenzoat |
2,0 |
| Caprylsäure/Caprinsäure Triglycerid |
2,0 |
| Octyldodecanol |
1,0 |
| Vaseline |
1,0 |
| Cyclomethicon |
4,0 |
| Dimethicon |
1,0 |
| Dicaprylylether |
2,0 |
| TiO2 |
1,0 |
| Ethylhexylmethoxycinnamat |
5,0 |
| Diethylhexylbutamidotriazone |
1,0 |
| Bis-Ethylhexyloxyphenol-methoxyphenyltriazin |
2,0 |
| Ubichinon (Q10) |
0,1 |
| Tocopherylacetat |
1,0 |
| Kreatin |
0,5 |
| Retinylpalmitat |
0,1 |
| Ethylendiamintetraessigsäure (Na-Salz) |
0,2 |
| Phenoxyethanol |
0,3 |
| p-Hydroxybenzoesäurealkylester (Paraben) |
0,2 |
| Hydroxypropylmethylcellulose |
0,3 |
| Ammoniumacryloyldimethyltaurate/ Vinylpyrrolidoncopolymere |
0,3 |
| Glycerin |
7,0 |
| Füllstoffe/ Additive (SiO2, BHT, Talkum, Farbstoff) |
0,2 |
| Parfüm |
q.s. |
| Wasser |
ad 100 |
| Beispiel 4 - O/W-Emulsion |
Gew.-% |
| Polyglyceryl-3-Methylglucosedistearat |
3,0 |
| Sorbitanstearat |
1,0 |
| Behenylalkohol |
2,0 |
| Cetylalkohol |
1,0 |
| C12-15 Alkylbenzoat |
2,0 |
| Butylenglycol Dicaprylat/Dicaprat |
2,0 |
| Caprylsäure/Caprinsäure Triglycerid |
2,0 |
| Hydriertes Polydecen |
1,0 |
| Dimethylpolysiloxan (Dimethicon) |
1,0 |
| Dicarprylylcarbonat |
2,0 |
| Ethylhexylmethoxycinnamat |
5,0 |
| Butylmethoxydibenzoylmethan |
2,0 |
| Phenylbenzimidazolsulfonsäure |
1,0 |
| Kreatin |
0,3 |
| Tocopherylacetat |
0,5 |
| Ethylendiammintetraessiigsäure |
0,2 |
| Phenoxyethanol |
0,4 |
| p-Hydroxybenzoesäurealkylester (Paraben) |
0,4 |
| Ethanol denaturiert |
3,0 |
| Xanthan Gummi |
0,2 |
| Ammoniumacryloyldimethyltaurate/Vinylpyrrolidoncopolymer |
0,3 |
| Glycerin |
4,5 |
| Additive (SiO2, Talkum) |
0,5 |
| Parfüm |
q.s. |
| Wasser |
ad 100 |
| Beispiel 5 - O/W-Emulsion |
Gew.-% |
| Polyethylenglycol(21)stearyl-ether (Steareth-21) |
2,0 |
| Polyethylenglycol(2)stearyl-ether (Steareth-2) |
1,0 |
| Cetearylalkohol |
2,0 |
| Sheabutter |
1,0 |
| C12-15 Alkylbenzoat |
5,0 |
| Octyldodecanol |
1,0 |
| Mineralöl |
1,0 |
| Octamethyltetrasiloxan (Cyclomethicon) |
2,0 |
| Dicaprylylether |
2,0 |
| TiO2 |
1,0 |
| Ethylhexylmethoxycinnamat |
4,0 |
| Ethylhexyltriazon |
1,0 |
| Ubichinon (Q10) |
0,02 |
| Kreatinin |
0,1 |
| Kreatin |
1,0 |
| Biotin |
0,03 |
| Phenoxyethanol |
0,5 |
| p-Hydroxybenzoesäurealkylester (Paraben) |
0,3 |
| Iodopropinylbutylcarbamat |
0,1 |
| Carbopol 980 (Polyacrylsäure, Carbomer) |
0,2 |
| Ammoniumacryloyldimethyltaurate/Vinylpyrrolidoncopolymere |
0,3 |
| Glycerin |
6,0 |
| Additive (Distärkephosphat, BHT, Farbstoff) |
0,5 |
| Parfüm |
q.s. |
| Wasser |
ad 100 |