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EP 1 535 755 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.03.2006 Patentblatt 2006/10 |
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Anmeldetag: 27.11.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Herstellung von Ziergegenständen
Method for manufacturing ornamental objects
Procédé de fabrication d'objets décoratifs
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.2005 Patentblatt 2005/22 |
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Patentinhaber: Funkhouser, Angelika |
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6130 Schwaz (AT) |
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Erfinder: |
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- Funkhouser, Angelika
6130 Schwaz (AT)
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Vertreter: Schmitz, Hans-Werner |
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Hoefer & Partner
Patentanwälte
Gabriel-Max-Strasse 29 81545 München 81545 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A1- 2 659 905 US-A- 5 489 452
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US-A- 1 510 031
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Ziergegenständen, und einen
Ziergegenstand.
[0002] Ziergegenstände auf der Basis von natürlich gewachsenen Nadelholz-Zapfen, wie beispielsweise
von Pinien- oder Tannenzapfen, sind an sich bekannt. Beispielsweise wird als Weihnachtsbaumschmuck
ein getrockneter Zapfen mit Schokoladenplätzchen gefüllt.
[0003] Derartige Ziergegenstände sind jedoch wenig abwechslungsreich und daher prinzipiell
verbesserungsbedürftig.
[0004] Aus der US 5 489 452 A ist ein Verfahren zur Herstellung eines Miniaturbaumes bekannt,
bei dem ein Tannenzapfen verwendet wird, der in seinem unteren Bereich von einigen
seiner Samenblätter befreit wird, um so einen auf einer Basis befestigbaren Stamm
zu schaffen. Die Samenblätter werden mit einer feuerresistenten Beschichtung und mit
Ziergegenständen versehen.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Ziergegenständen,
und einen Ziergegenstand, auf der Basis eines natürlich gewachsenen Nadelholz-Zapfens
zu schaffen, mit dem es möglich ist, vielfältige Ausgestaltungen der Ziergegenstände
auf einfache und effektvolle Art und Weise zu schaffen.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 7.
[0007] Im Rahmen der Erfindung durchgeführte Untersuchungen haben ergeben, dass ein natürlich
gewachsener Zapfen, wie beispielsweise ein Pinienzapfen, der sich beim Abfallen vom
Baum zum Zwecke der Samenverstreuung öffnet, trotz des getrockneten Zustandes dazu
in der Lage ist, sich bei Befeuchtung wieder zu verschließen.
[0008] Diese Erkenntnis macht sich das erfindungsgemäße Verfahren zu Nutze. Um eine große
Vielfalt unterschiedlicher Ziergegenstände schaffen zu können, wird gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren zunächst ein natürlich gewachsener, geöffneter und damit trockener Zapfen
an den Innenflächen seiner Samenblätter mit einem geeigneten Klebstoff beschichtet.
[0009] Auf die so mit Klebstoff beschichteten Innenflächen der Samenblätter können nunmehr
unterschiedlichste Ziergegenstände, wie Zierperlen, Ziersteine, sogar aber auch Edelsteine
oder dergleichen aufgebracht und damit an den Innenflächen der geöffneten Samenblätter
fixiert werden.
[0010] Der so vorbereitete Zapfen wird nunmehr in einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser,
getränkt und damit befeuchtet. Durch das Aufsaugen der Feuchtigkeit schließen sich
die Samenblätter wieder und verdecken damit im geschlossenen Zustand des Zapfens die
auf ihren Innenflächen aufgebrachten Ziergegenstände. Somit ist es möglich, einen
Zapfen herzustellen, der von außen betrachtet in vollem Umfange einem natürlichen
Zapfen entsprechen kann, es sei denn, er ist von außen mit Farbe versehen.
[0011] Der so präparierte Zapfen wird in einer flüssigkeitsdichten Umhüllung, wie insbesondere
einer Plastikumhüllung, verpackt und versiegelt. Damit wird sichergestellt, dass die
im Zapfen gespeicherte Flüssigkeit nicht entweichen kann und somit der Zapfen in seinem
geschlossenen Zustand endverpackt und versandt werden kann.
[0012] Wird der Zapfen dann vom Endverbraucher aus der flüssigkeitsdichten Umhüllung herausgenommen,
wird die Flüssigkeit durch Verdunstung entweichen und somit wird sich der Zapfen öffnen
und damit den Blick auf die in ihm verdeckt angeordneten Ziergegenstände freigeben.
[0013] Somit ist es möglich, eine große Vielfalt unterschiedlich ausgebildeter Ziergegenstände
auf der Basis der natürlich gewachsenen Zapfen herzustellen und überdies den optischen
Zusatzreiz zu schaffen, dass sich der Zapfen nach Entnahme aus der Verpackung allmählich
öffnet und somit allmählich den Blick auf die in ihm versteckt angeordneten Ziergegenstände
freigibt.
[0014] Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen zum Inhalt.
[0015] In Anspruch 7 ist ein Ziergegenstand als selbständig handelbares Objekt definiert.
[0016] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0017] Die einzige Figur der Zeichnung zeigt einen erfindungsgemäßen Zapfen 1 im geöffneten
Zustand. Der Zapfen 1 ist natürlich gewachsen und weist dementsprechend eine von Zapfenart
zu Zapfenart variierende Anzahl von Samenblättern auf, von denen repräsentativ eines
mit der Bezugsziffer 2 gekennzeichnet ist. Die Innenfläche 3 des Samenblattes 2 ist
gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren im geöffneten Zustand des trockenen Zapfens
1 mit einem Klebstoff beschichtet worden. Auf diese mit Klebstoff beschichtete Oberfläche
wird ein im Beispielsfalle als Perle 4 ausgebildeter Ziergegenstand aufgebracht und
durch das Zusammenwirken mit dem Klebstoff fixiert.
[0018] Nach diesen Verfahrensschritten, bei denen eine gewünschte Anzahl von Samenblättern
2 mit ein und derselben Art von Ziergegenstand oder unterschiedlichen Ziergegenständen
versehen sein kann, wird der Zapfen 1 gewässert. Durch diesen Vorgang dringt Flüssigkeit
in die Samenblätter 2 ein und dadurch schließen sich diese wieder in eine Position,
die sie während ihres Zustandes am Baum eingenommen haben. Somit umschließen die Samenblätter
2 die auf ihnen aufgebrachten Ziergegenstände 4 und verdecken damit die Sicht auf
dieselben.
[0019] Der Zapfen 1 wird nunmehr in einer flüssigkeitsdichten Umhüllung verpackt, wie beispielsweise
in einer flüssigkeitsdichten Kunststofffolie verschweißt. Danach wird er in eine Umverpackung
verbracht und kann nunmehr versandt werden.
[0020] Nach dem Entnehmen des Zapfens 1 aus der flüssigkeitsdichten Umhüllung öffnen sich
die Samenblätter 2 allmählich und geben dann die Sicht auf die in ihnen angeordneten
Ziergegenstände 4 frei, wie sich dies aus der Figur ergibt.
[0021] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es ferner möglich, die Innen- und/oder
Außenseiten der Samenblätter 2 vor dem Benetzen mit Klebstoff zu färben. Hierzu kann
der Zapfen 1 beispielsweise mit einer die Befeuchtung nicht behindernden Farbe bestrichen
oder besprüht oder auch in einer solchen Farbe getränkt werden. Es ist lediglich erforderlich,
eine Farbe zu verwenden, die einerseits die Wiederbefeuchtung der Samenblätter 2 und
damit deren Schließen nicht behindert und andererseits wasserresistent ist, so dass
die Farbe beim Befeuchten des Zapfens 1 nicht abgewaschen wird.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 1
- Ziergegenstand/Zapfen
- 2
- Samenblatt
- 3
- Innenfläche
- 4
- Perle
1. Verfahren zur Herstellung von Ziergegenständen auf der Basis eines natürlich gewachsenen
Nadelholz-Zapfens (1), insbesondere eines Pinienzapfens, mit folgenden Verfahrensschritten:
- Benetzen der Innenflächen (3) der geöffneten Samenblätter (2) des trockenen Zapfens
(1) mit einem Klebstoff;
- Fixieren von Schmuckgegenständen (4) auf den mit Klebstoff beschichteten Innenflächen
(3);
- Tränken des Zapfens (1) mit einer Flüssigkeit, bis die Samenblätter (2) geschlossen
sind; und
- Verpackung des getränkten Zapfens (1) in einer flüssigkeitsdichten Umhüllung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Flüssigkeit Wasser verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Umhüllung ein flüssigkeitsdichter Kunststoff verwendet wird, der nach Einbringen
des getränkten Zapfens (1) flüssigkeitsdicht verschweißt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Schmuckgegenstände Schmuckperlen, Schmucksteine, Straßsteine, Edelsteine oder
dergleichen verwendet werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (1) vor dem Verfahrensschritt des Aufbringens von Klebstoff mit Farbe
versehen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (1) in Farbe getaucht oder mit Farbe besprüht wird.
7. Ziergegenständ auf der Basis eines natürlich gewachsenen Nadelholz-Zapfens (1), insbesondere
eines Pinienzapfens, mit folgenden Merkmalen :
- die Innenflächen (3) der geöffneten Samenblätter (2) des trockenen Zapfens (1) sind
mit einem Klebstoff benetzt;
- Schmuckgegenstände (4) sind auf den mit Klebstoff beschichteten Innenflächen (3)
fixiert;
- der Zapfen (1) ist mit einer flüssigkeit getrankt, bis die Samenblätter (2) geschlossen
sind; und
- der getränkte Zapfen (1) ist in einer flüssigkeitsdichten Umhüllung verpackt.
1. Method of producing ornamental objects based on a naturally grown conifer cone (1),
particularly a pine cone, comprising the following steps:
- moistening the inner surfaces (3) of the opened seed scales (2) of the dry cone
(1) with an adhesive;
- fixing decorative objects (4) on the adhesive-coated inner surfaces (3);
- impregnating the cone (1) with a liquid until the seed scales (2) have closed up;
and
- packing the impregnated cone (1) in a fluidtight wrapping.
2. Method according to claim 1, characterised in that water is used as the liquid.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the wrapping used is a fluidtight plastics which is welded to form a fluidtight seal
after the impregnated cone (1) has been placed therein.
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that the decorative objects are pearls, gemstones, mineral stones, jewels or the like.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the cone (1) is painted before the step of applying the adhesive.
6. Method according to claim 5, characterised in that the cone (1) is dipped in paint or sprayed with paint.
7. Ornamental object based on a naturally grown conifer cone (1), particularly a pine
cone, having the following features:
- the inner surfaces (3) of the opened seed scales (2) of the dry cone (1) are moistened
with an adhesive;
- decorative objects (4) are fixed to the adhesive-coated inner surfaces (3);
- the cone (1) is impregnated with a liquid until the seed scales (2) have closed
up; and
- the impregnated cone (1) is packaged in a fluidtight wrapping.
1. Procédé de fabrication d'objets décoratifs à base de pommes de conifères (1) ayant
poussé naturellement, en particulier sur la base d'une pomme de pin, comprenant les
étapes suivantes :
- humectage des surfaces intérieures (3) des feuilles séminales (2) ouvertes de la
pomme (1) sèche avec une matière adhésive ;
- fixation de décorations (4) sur les surfaces intérieures (3) revêtues de matière
adhésive ;
- imprégnation de la pomme (1) avec un liquide, jusqu'à ce que les feuilles séminales
(2) soient fermées ; et
- emballage de la pomme (1) imprégnée dans un emballage étanche aux liquides.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que de l'eau est utilisée comme liquide.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'est utilisée, comme emballage, une matière synthétique étanche aux liquides qui est
soudée de façon étanche aux liquides, une fois introduite la pomme imprégnée.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que sont utilisés, comme décorations, des perles décoratives, des pierres décoratives,
du strass, des pierres précieuses ou similaires.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pomme (1) est revêtue de peinture, avant l'étape qui consiste à appliquer une
matière adhésive.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la pomme (1) est plongée dans de la peinture, ou est aspergée de peinture.
7. Objet décoratif à base de pommes de conifères (1) ayant poussé naturellement, en particulier
sur la base d'une pomme de pin, présentant les caractéristiques suivantes :
- les surfaces intérieures (3) des feuilles séminales (2) ouvertes de la pomme (1)
sèche sont humectées avec une matière adhésive ;
- des décorations (4) sont fixées sur les surfaces intérieures (3) revêtues de matière
adhésive ;
- la pomme (1) est imprégnée avec un liquide, jusqu'à ce que les feuilles séminales
(2) soient fermées ; et
- la pomme (1) imprégnée est emballée dans un emballage étanche aux liquides.
