TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung der Wärmeflüsse in
wenigstens einem Gebäude, bei welchem Verfahren aus einer Mehrzahl von Eingangsparametern
Mittel zur Beeinflussung der Temperatur innerhalb des Gebäudes gesteuert werden.
STAND DER TECHNIK
[0002] Die Optimierung der Wärmeflüsse in einem Gebäude ist etwas, womit sich Bewohner schon
immer intensiv auseinander gesetzt haben. Die modernen Mittel zur Klimatisierung (Kühlung,
Heizung, Einstellung der Luftfeuchtigkeit) haben die Beeinflussung der Wärmeflüsse
zwar wesentlich vereinfacht, Energieeinsparung ist aber insbesondere in Anbetracht
ökonomischer und ökologischer Aspekte ein grosses Thema. Insbesondere das Beheizen
von Häusern (privat, kommerziell und öffentlich) stellt in mitteleuropäischen Breitengraden
einen grossen Energieverbraucher dar, und jede Optimierung in dem Bereich ist potentiell
hochinteressant.
[0003] Durch die grosse Masse/das grosse Volumen der beheizten Objekte reagieren diese recht
träge, und insbesondere bei Fussbodenheizung mit niedriger Temperatur des Vorlaufes
wirkt sich Ein/Ausschalten der Heizung oft nur über Stunden aus.
[0004] Konventionelle Anlagen zur Steuerung der Heizung in einem Gebäude verfügen über Temperatursensoren
auf der Aussenseite des Gebäudes sowie innerhalb des Gebäudes. Die Heizung wird entsprechend
in Abhängigkeit der Aussentemperatur eingestellt, wobei ein Zielwert vorgegeben wird
und die Innentemperatur auf diesen Zielwert hin geregelt wird. Üblicherweise ist es
bei derartigen Verfahren nicht möglich, eine kurzfristige und vorausschauende Regelung
vorzunehmen, d. h. bei einer plötzlichen Erhöhung des Wärmeeintrags von aussen (sonniger
Wetterabschnitt) respektive einer plötzlichen Erniedrigung des Wärmeeintrags reagiert
die Regelung langsam und es ergibt sich innerhalb des Gebäudes eine Temperatur, welche
vom Zielwert stark abweicht. Entsprechend besteht ein grosses Bedürfnis, Regelungen
für Heizungen zur Verfügung zu stellen, welche in möglichst effizienter und vorausschauender
Weise eine optimale Führung des Regelvorganges der Mittel zur Einstellung der Temperatur
innerhalb des Gebäudes erlauben.
[0005] Aus der
DE-A-19831127 ist eine Klimatisierungsanlage zur Beheizung, Kühlung und/oder Lüftung von Gebäuden
bekannt, die einen weitgehend automatisierten Betrieb gestattet. Die Klimatisierungsanlage,
insbesondere als Heizungsanlage mit einer steuerbaren Wärmequelle ausgestaltet, dient
zur Wärmeversorgung von Wärmeverbrauchern, und ist dabei mit einer Regeleinrichtung
verbunden, die mit der Wärmequelle oder den Wärmeverbrauchern verbunden ist, um deren
Wärmeabgabe einem Sollwert entsprechend zu regulieren. Die Anlage verfügt über eine
Kommunikationseinrichtung, die mit der Regeleinrichtung verbunden ist, und die der
Regeleinrichtung den Sollwert vorgibt, wobei die Kommunikationseinrichtung dazu eingerichtet
ist, Signale aufzunehmen, die Information über zukünftige Wetterbedingungen, z.B.
in Form einer zentralen Wettervorhersage, enthalten.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung
zur Steuerung der Wärmeflüsse in wenigstens einem Gebäude zur Verfügung zu stellen,
bei welchem aus einer Mehrzahl von Eingangsparametern Mittel zur Beeinflussung der
Temperatur innerhalb des Gebäudes gesteuert werden. Die Regelung soll dabei möglichst
vorausschauend und effizient gestaltet sein.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe wird durch das Verfahren nach Anspruch 1 erreicht, insbesondere
dadurch, dass die Mittel für die Temperaturregelung eines spezifischen, betrachteten
Raumes oder wenigstens eines Bereichs eines spezifischen Raumes angesteuert werden,
indem als Eingangsparameter: a) wenigstens ein Zielwert, insbesondere die gewünschte
Temperatur des spezifischen Raumes ; b) wenigstens ein genereller Parameter, welcher
für wenigstens eine Grösse innerhalb und/oder ausserhalb des Gebäudes charakteristisch
ist, welche die Temperatur innerhalb des spezifischen Raumes wenigstens mittelbar
beeinflusst; und c) wenigstens ein spezieller Parameter, welcher für die spezifischen
Wärmeflussverhältnisse des spezifischen betrachteten Raumes oder des Bereichs des
spezifischen Raumes charakteristisch ist; verwendet werden und aus diesen Eingangsparametern
in einer Steuereinheit die Steuerung der Mittel berechnet wird.
[0008] Der Kern der Erfindung besteht somit darin, die Steuerung spezifisch für jeden Raum
in angepasster Weise zu gestalten. Dazu wird für jeden Raum ein Zielwert definiert,
welcher für unterschiedliche Räume unterschiedlich sein kann. Dieser Zielwert kann
entweder fix vom Benutzer vorgegeben werden, gegebenenfalls in Abhängigkeit der Tageszeit
und des Wochentages etc. (Zeitplan). Oder aber es ist auch möglich, diesen Zielwert
gewissermassen aus einer History abzuleiten, d. h. die Steuereinheit "beobachtet",
gegebenenfalls zusätzlich über Bewegungssensoren, die effektive Benutzung des entsprechenden
Raumes und passt automatisch die Wärmeflüsse an die tatsächlich zu erwartende Benutzung
an. Wird zum Beispiel ein Raum niemals am Wochenende gebraucht, und üblicherweise
auch nicht am Montagmorgen, so stellt dies die Steuereinheit fest und nach einer gewissen
Anzahl von Wiederholungen eines derartigen, regelmässigen Verhaltens, reagiert die
Steuereinheit automatisch, indem sie den Zielwert auf einen, entsprechend zu definierenden,
Minimalwert setzt, wenn typischerweise keine Person im Raum ist, und auf einen anderen
Zielwert, wenn typischerweise mit der Anwesenheit einer Person zu rechnen ist. Die
Anwesenheit von Personen kann dabei raumspezifisch wie bereits erwähnt über Sensoren
ermittelt werden, es ist aber auch möglich, dies z. B. über indirekte Grössen abzuleiten
wie Anwesenheit der Person, die üblicherweise im betrachteten Raum arbeitet, wie sie
aus einem Zeitüberwachungssystem ersichtlich ist, oder durch Abfragen im lokalen Computernetzwerk,
ob die betrachtete Person eingeloggt ist oder nicht.
[0009] Ausserdem wird wenigstens ein genereller Parameter als Eingangsvariable verwendet,
welcher gewissermassen für externe, variable, die Wärmeflüsse des betrachteten Raumes
beeinflussende Faktoren steht. Typischerweise handelt es sich dabei z. B. um die Temperatur
ausserhalb des Gebäudes, wobei diese Temperatur insbesondere bevorzugt möglichst an
Stellen gemessen wird, welche für das betrachtete Zimmer besonders relevant sind.
[0010] Zusätzlich werden aber insbesondere spezielle Parameter als Eingangsvariable für
die Regelung vorgesehen, wobei diese speziellen Parameter für den Wärme-Eintrag respektive
den Wärme-Abfluss aus dem betrachteten Zimmer charakteristisch sind. Typischerweise
handelt es sich hier um Grössen wie z. B. die Fensterflächen und deren Isolationszustand
des betrachteten Raumes oder ähnliche derartige Grössen. Bei den Mittel für die Temperaturregelung
handelt es sich typischerweise um wenigstens eine Heizung. Alternativ oder zusätzlich
ist es möglich, dass diese Mittel wenigstens eine Klimaanlage, und/oder wenigstens
eine Ventilationsanlage, und/oder wenigstens eine Vorrichtung zur Beeinflussung der
Sonneneinstrahlung (z.B. Sonnenstoren) in den Raum umfassen.
[0011] Gemäss einer ersten besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
verfügt die Steuereinheit über Zugriff auf eine Datenbank, in welcher historische
Werte der Parameter (b, c) und der Zielwerte (a) des betrachteten spezifischen Raumes
und/oder des betrachteten spezifischen Gebäudes enthalten sind. Entsprechend erfolgt
die Steuerung der Mittel für die Temperaturregelung aus den Eingangsparametern unter
Berücksichtigung dieser historischen Werte, wobei insbesondere bevorzugt in einem
Adaptionsprozess die Steuerung der Mittel für die Temperaturregelung aus den Eingangsparametern
unter Berücksichtigung dieser historischen Werte optimiert wird. Es handelt sich dabei
gewissermassen um einen intelligenten Lernprozess, welcher in der Steuereinheit abläuft,
und welcher dem für das spezifische Gebäude und sogar für das spezifische Zimmer typischen
Mikroklima optimal Rechnung trägt. Unter anderem weist diese Ausführungsform den Vorteil
auf, dass ein derartiges System ohne besondere, für das spezifische Objekt anzupassende
Installationsschritte auskommt, da nach einem gewissen Lernzeitraum, in welchem sich
das System autonom optimiert, die Regelung spezifisch optimal eingestellt ist. Eine
Kombination ist selbstverständlich möglich, indem bei der Installation ein grober,
für das spezifische Objekt vermuteter Datensatz als Startwert für die History bereits
hinterlegt wird, um das üblicherweise bei derartigen Lernprozessen auftretende Einschwingverhalten
der Regelung nicht allzu ausgeprägt ausfallen zu lassen.
[0012] Gemäss der Erfindung handelt es sich beim wenigstens einen generellen Parameter um
einen oder um eine Auswahl aus den folgenden, insbesondere mittels Sensoren gemessenen
Parametern : Temperatur auf der Aussenseite des betrachteten Gebäudes (Temperatursensoren
an unterschiedlichen Fassaden auf unterschiedlichen Höhen auf der Aussenseite des
Gebäudes); Feuchtigkeit auf der Aussenseite des betrachteten Gebäudes (Feuchtigkeitssensoren
ebenfalls an den unterschiedlichen Fassaden) ; Wind und insbesondere Windrichtung
auf der Aussenseite des betrachteten Gebäudes (z. B. Windrad auf dem Dach); die Sonneneinstrahlung
auf der Aussenseite des betrachteten Gebäudes (Helligkeitssensoren ebenfalls an den
unterschiedlichen Fassaden auf der Aussenseite oder gegebenenfalls auch innerhalb
des Raumes an Orten, wo durch die Fenster mit Sonneneinstrahlung zu rechnen ist).
Dabei werden diese generellen Parameter insbesondere bevorzugt an mehreren Stellen
mit unterschiedlicher Klimabeeinflussung für den betrachteten Raum gemessen, wie beispielsweise
an unterschiedlichen Fassaden und/oder auf dem Dach des Gebäudes gegebenenfalls auf
unterschiedlicher Höhe.
[0013] Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn ausserdem als genereller Parameter Informationen
über die Wettervorhersage insbesondere der Region (u. U. eine Kombination von globalen
Wettervorhersagen z. B. für das Land und von lokalen Wettervorhersagen z. B. für die
Region) verwendet wird. Diese Daten können z. B. darin bestehen, dass von einem entsprechenden
Provider in einer definierten Form Niederschlagswahrscheinlichkeiten, Sonnenstundenwahrscheinlichkeiten,
etc. möglichst in Abhängigkeit der Tageszeit zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich
ist es möglich, aus dem Datum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu berechnen und für
die Steuerung zu verwenden.
[0014] Besonders einfach lässt sich ein derartiges System mit den heutigen technischen Mitteln
realisieren, wenn die generellen Parameter wenigstens teilweise über ein verkabeltes
oder kabelloses Netzwerk insbesondere bevorzugt über ein LAN, Wireless-LAN, GPRS oder
Ähnliches unter Verwendung von Standardprotokollen wie SMTP, ftp, http an die Steuereinheit
periodisch oder kontinuierlich übermittelt werden. Ganz besonders einfach lässt sich
z. B. die Wettervorhersage in das System einbinden, indem über das WWW von der Steuereinheit
auf einen entsprechenden Provider periodisch zugegriffen wird, um die entsprechende
Information abzuholen, oder indem von einem Provider die Information aktiv an spezifische
Steuereinheiten gesendet wird. Dies kann unter Verwendung von Standardprotokollen
wie beispielsweise SMTP oder HTTP erfolgen, wobei die Information in definierter Form
übergeben wird (z.b. XML/SOAP), sodass sie automatisch von der Steuereinheiten weiterverarbeitet
werden kann.
[0015] Die vorliegende Erfindung benutzt dabei nicht nur die am betrachteten Gebäude gemessenen
Parameter sondern nutzt auch Parameter von anderen Gebäuden, welche in einem gleichartigen
System eingebunden sind. Dies erlaubt eine weitergehende Anpassung der Steuerung an
das beim betreffenden Objekt gültige Mikroklima. So werden entsprechend als Eingangsparameter
weiterhin generelle Parameter, wie sie weiter oben beschrieben sind, verwendet, welche
an wenigstens einem anderen Gebäuden gemessen werden, wobei diese anderen Gebäude
benachbart oder in einer für das Klima, insbesondere das Mikroklima, beim betrachteten
Gebäude relevanten Entfernung angeordnet ist. Wiederum erweist es sich als besonders
einfach und effizient, diese Eingangsparameter von anderen Gebäuden über das www,
ein WAN, ein LAN oder ähnliches Netzwerk an die Steuereinheit des betrachteten Gebäudes
zu übergeben, respektive dieser zur Verfügung zu stellen. Dies kann z. B. so erfolgen,
dass jedes Gebäude eines entsprechenden Verbundes seine Daten in einer allgemeinen,
von einem Provider verwalteten Datenbank den Steuereinheiten von anderen Gebäuden
zur Verfügung stellt. Entsprechend können dann jeweils die Steuereinheiten anderer
Gebäude auf die Gesamtheit dieser Daten zugreifen und ihre Regelung optimieren, was
insbesondere im Zusammenhang mit dem oben erwähnten Lernprozess unter Verwendung einer
History interessant sein kann, wenn in dieser Datenbank der Gebäude nicht nur die
aktuellen Werte umfasst sind sondern auch historische Daten.
[0016] Um die Rückkopplung zwischen Zielwert und dem tatsächlich erreichten Wert der Temperatur
im betrachteten Raum sicherzustellen, sollte als Eingangsparameter ausserdem der Wert
der Temperatur im betrachteten spezifischen Raum und/oder der Wert der Temperatur
in benachbarten spezifischen Räumen verwendet werden.
[0017] Typischerweise handelt es sich bei wenigstens einem eingangs erwähnten spezifischen
Parameter für den spezifischen Raum um einen oder um eine Auswahl aus den folgenden
Parametern : Fensterfläche; Isolationszustand ; Ausrichtung bzgl. Himmelsrichtung
und Sonneneinstrahlung ; Beschattung durch benachbarte Gebäude, und/oder Vegetation
(insbesondere ggf. auch Jahreszeitabhängig) respektive Topografie; Gebäudehöhe über
Normalniveau; Koordinaten des Gebäudes. Dabei können diese spezifischen Parameter
entweder einmal bestimmt und in die Steuereinheit eingegeben werden, und/oder aber
es ist möglich, den gesamten Einfluss wenigstens gewisser dieser spezifischen Parameter
von der Steuereinheit automatisch in einem, gegebenenfalls kontinuierlichen, Adaptionsprozess
unter Berücksichtigung des Einflusses der generellen Parameter und der vorgenommenen
Ansteuerung der Mittel für die Temperaturregelung auf den tatsächlich im spezifischen
Raum bewirkten Wert zu ermitteln. Dazu ist wiederum die Erfassung von historischen
Daten eine grosse Hilfe.
[0018] Weitere bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens sind in den
abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0019] Ausserdem betrifft die vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zur Steuerung der
Wärmeflüsse in wenigstens einem Gebäude unter Verwendung eines Verfahrens, wie es
oben beschrieben ist. Dabei umfasst die Vorrichtung wenigstens eine Steuereinheit,
mit welcher Mittel zur Beeinflussung der Temperatur innerhalb des betrachteten Gebäudes
gesteuert werden, eine Mehrzahl von Sensoren zur Ermittlung der Parameter, bevorzugt
ausserdem die Möglichkeit des Zugriffs auf eine Wettervorhersage, sowie ein Kommunikationsnetz
oder zumindest eine Ankopplung an ein Kommunikationsnetz insbesondere in Form eines
LAN, WAN, WWW, über welches die Parameter von den Sensoren an die Steuereinheit respektive
über welches die Wettervorhersage an die Steuereinheit übermittelt resp. zur Verfügung
gestellt wird.
[0020] Zusätzlich betrifft die vorliegenden Erfindung eine Steuereinheit zur Durchführung
eines Verfahrens wie es oben beschrieben ist respektive zur Verwendung in einer Vorrichtung,
wie sie oben beschrieben ist. Die Steuereinheit umfasst dabei wenigstens einen Prozessor,
interne Mittel zur Datenspeicherung sowie wenigstens ein Netzwerk-Interface, wobei
bevorzugtermassen auf den Mitteln zur Datenspeicherung eine Datenbank vorgesehen ist,
auf welcher die Daten der Eingangsparameter und der tatsächlich erreichten Zielwerte
laufend dokumentiert werden, und wobei die Steuereinheit derart ausgelegt ist, dass
aus den momentanen Eingangsparametern unter Berücksichtigung des Histoty-Inhalts der
Datenbank in optimierender und lernender Weise Mittel für die Temperaturregelung angesteuert
werden. Entsprechend umfasst die vorliegenden Erfindung ausserdem ein Datenverarbeitungsprogramm
zur Durchführung eines derartigen Verfahrens in einer solchen Steuereinheit.
[0021] Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0022] Als Ausführungsbeispiel zur vorliegenden Erfindung soll ein System beschrieben werden,
bei welchem eine Steuereinheit, welche gewissermassen als Rechner ausgestaltet ist,
Heizelemente wie zum Beispiel Heizkörper in deren Versorgung entweder mit Heizflüssigkeit
oder elektrischem Strom regelt. Die Steuereinheit verfügt dazu über eine CPU, d. h.
einen Prozessor, sowie über die Möglichkeit der Steuerung der entsprechenden Regelungsmittel
für die Heizelemente (Durchflussregelung respektive Stromregelung). Diese Regelungsmittel
können entweder über eigens dafür vorzusehende Verkabelung mit der Steuereinheit verbunden
werden, es ist aber auch möglich, diese Regelungsmittel als autonome Einheiten auszugestalten,
welche mit einem lokalen Netzwerk (LAN, ev. wireless, GPRS) über Standardprotokolle
(SMTP, http etc.) mit der Steuereinheit kommunizieren. Der Installationsaufwand kann
durch die Verwendung eines üblicherweise bereits vorhandenen Netzwerkes (ev. wireless
oder PoE) wesentlich vereinfacht werden.
[0023] Ausserdem verfügt die Steuereinheit über einen Netzwerkanschluss, über welchen über
Standardprotokolle wie SMTP oder http mit Standarddatenformaten (XML/SOAP) auf andere
Datenquellen zugegriffen werden kann, und über welchen auch von aussen auf die Steuereinheit
Zugriff ermöglicht ist. Dieser Netzwerkauschluss kann beispielsweise über ein Modem
realisiert sein. So ist es auch möglich, die Steuereinheit von aussen remote zu konfigurieren,
d.h. von einem beliebigen Rechner im gleiche Haus oder anderswo, was z.B. in den Ferien
interessant sein kann (Vorheizen des Winterhauses vor der Ankunft). Ausserdem verfügt
das System über Sensoren, welche auf der Aussenseite des betrachteten Gebäudes angeordnet
sind, und welche die Aussentemperatur und gegebenenfalls auch die Aussenfeuchtigkeit
zu messen in der Lage sind. Die Sensoren sind an unterschiedlichen Stellen an der
Aussenhülle des Gebäudes befestigt, insbesondere befindet sich an jeder Fassade, welche
über eine eigene Klimacharakteristik (Sonnenexposition, Windexposition, Regenexposition
etc.) verfügt, ein separater Sensor. Ausserdem sind, falls auf unterschiedlicher Höhe
des Gebäudes an einer Fassade infolge von Vegetation oder Hanglage ebenfalls eine
unterschiedliche Klimacharakteristik auftritt, oder wenn der Isolationszustand auf
unterschiedlicher Höhe verschieden ist, zusätzlich Sensoren an der Fassade auf unterschiedlicher
Höhe angeordnet. Ausserdem befindet sich auf dem Dach ein Windmesser als Windsensor
(Richtung und Stärke). Optional ist es möglich, zusätzlich an der Aussenseite Helligkeitssensoren
vorzusehen, um direkte Sonneneinstrahlung zu ermitteln.
[0024] Zusätzlich ist in jedem der separat zu regelnden Räume wenigstens ein weiterer Temperatursensor
angeordnet, um die Regelung auf den Zielwert zu ermöglichen.
[0025] Die gemessenen Werte der einzelnen Sensoren werden entweder über eigens dafür vorzusehende
Kabel respektive Leitungen an die Steuereinheit übergeben, oder aber, und dies erweist
sich in Bezug auf den Installationsaufwand als besonders vorteilhaft, es ist möglich,
die Sensoren direkt in ein Netzwerk (zum Beispiel LAN, ggf. wireless) zu integrieren.
Dazu ist es möglich, die einzelnen Sensoren direkt als kleine autonome Einheiten auszugestalten,
welche ihrerseits über einen eigentlichen Sensor, einen kleinen Prozessor, gegebenenfalls
Speichermöglichkeiten sowie insbesondere über einen Netzwerkanschluss (ev. Wireless
oder alternativ allgemein über GPRS) verfügen, sodass zur Installation der Sensor
einfach montiert werden muss und anschliessend eine Verbindung zum lokalen Netzwerk
über ein entsprechendes Netzkabel oder drahtlos erfolgt. Ganz besonders vereinfacht
wird dieses Verfahren, wenn derartige Sensoreinheiten so konfiguriert werden, dass
sie sich beim Anschluss automatisch im Netzwerk anmelden und entsprechend anschliessend
ohne weitere, manuelle Konfigurationen der ebenfalls mit dem Netzwerk in Verbindung
stehenden Steuereinheit die ermittelten Daten zur Verfügung stellen. Die Verwendung
eines Netzwerkes vereinfacht die Installation erheblich, da üblicherweise heutzutage
bei insbesondere Geschäftsgebäuden entsprechende Netzwerke hardwaremässig bereits
zur Verfügung stehen, und so für die Installation eines derartigen Steuersystems keine
weiteren Kabel mehr verlegt werden müssen. Ganz besonders vereinfachend kann auch
eine Netzwerkanbindung über die Stromversorgung in Betracht gezogen werden, da ja
ein Sensor i.d.R. sowieso mit Strom versorgt werden muss. Ebenfalls nur ein Kabel
ist bei der Verwendung von PoE (Power over Ethernet) erforderlich oder bei Wireless-Technologie.
Entsprechendes gilt natürlich für die Anbindung der Regelungsmittel für die Heizelemente
an die Steuereinheit. Eine derartige Sensor-Box, umfassend einen Teinperatur- und/oder
Feuchtigkeits- oder Luftdrucksensor sowie ggf. weitere, für die Bestimmung des Klimas
relevante Sensoren, umfassend weiterhin einen Prozessor, ggf. Mittel zur lokalen Datenspeicherung
(RAM, ROM, Festplatte, SANDISK o.ä.), eine Netzwerkkarte (auch Modem möglich) für
Anschluss an verkabeltes oder wireless Netzwerk (alternativ auch Anschluss an generelles
Funknetz mir GPRS möglich) sowie ggf. ein Gehäuse sowie eine interne (Batterie oder
Akkumulator) oder externe Stromversorgung ist an sich und unabhängig vom oben betrachteten
System neu und erfinderisch. Insbesondere dann, wenn eine derartige Sensor-Box mit
einem Datenverarbeitungsprogramm ausgestattet wird, welches eine automatische und
keine weitere Konfiguration erfordernde Integration in ein Netzwerk etabliert, ist
die Installation besonders einfach. So kann z.B. eine automatische Zuweisung (oder
zuweisen lassen über z.B. DHCP) einer IP-Adresse erfolgen sowie ein selbständiges
Anmelden bei einem dazu vorgesehenen Server, welcher entweder die Steuereinheit sein
kann, oder welcher ein Datenserver sein kann, der die Daten anschliessend einer oder
mehreren Steuereinheiten (ggf. in unterschiedlichen Gebäuden) oder auch Wetterauswertezentralen
zur Verfügung stellt.
[0026] Die Steuereinheit verwendet die so zur Verfügung gestellten Daten zur Steuerung der
Heizelemente, und zwar in für jeden Raum spezifischer Art und Weise. Um dazu jeden
Raum in idealer Weise zu regeln, werden zusätzlich die für den Raum charakteristischen,
speziellen Parameter, welche für den Wärmeeintrag respektive für die Wärmeabfuhr des
betrachteten Raumes typisch sind, ermittelt und verwendet. Dazu gehören unter anderem
Isolationszustand, Fensterfläche des Zimmers etc.. Ausserdem werden insbesondere die
Daten jener Sensoren berücksichtigt, welche in Bezug auf die klimatischen Verhältnisse
des betrachteten Zimmers tatsächlich relevant sind. Mit anderen Worten werden beispielsweise
die Sensoren auf der Aussenseite der Fassade verwendet, welche sich auf der gleichen
Höhe befinden, und welche an Fassaden angeordnet sind, an welche der betrachtete Raum
tatsächlich grenzt. Welche Sensoren in welchem Masse für den betrachteten Raum tatsächlich
von thermischer Relevanz sind, kann laufend angepasst werden, d. h. es ist möglich,
die Steuereinheit derartige Berücksichtigungen respektive Gewichtungen sukzessive
lernen zu lassen.
[0027] Das Ziel ist dabei eine möglichst genaue Vorhersage PRO RAUM ob dieser
- a) gebraucht wird
- b) wie die Wärmeeinbringung von aussen (Sonneneinstrahlung etc., diese kann auch Jahreszeitenabhängig
berücksichtig werden wegen der unterschiedlichen Tageslänge und/oder wegen unterschiedlicher
Vegetation) in den nächsten Stunden sein wird
- c) "Windchill", in wieweit ein Raum von aussen durch Fenster etc. abgekühlt wird
- d) etc.
[0028] Um dies zu realisieren wird folgendertnassen vorgegangen: Jeder dieser Sensoren übermittelt
seine Daten mit Objektbezeichung und Ausrichtung (Himmelsrichtung) über ein Kommunikationsnetz
(Internet, LAN..) in eine zentrale Datenbank (diese zentrale Datenbank kann entweder
in der Steuereinheit angeordnet sein oder separat) - in dieser sind auch die Objekthöhe
über NN, genaue Koordinaten, Lage (am Hang etc etc) aufgezeichnet.
[0029] Die REGELUNG eines jeden Zimmers wird basierend auf den folgenden Daten gemacht:
a1) Vorgabetemperatur, eventuell Plangesteuert (Zeitplan)
a2) "History" - wurde der Raum gestern, vorgestern etc genutzt ? Gibt es Regelmässigkeiten,
welche genutzt werden können?
b1) Wettervorhersage für den Tag (da die Steuereinheit über einen Netzwerkanschluss
verfügt, können entsprechende Daten von einem Provider über das Internet automatisch
periodisch abgefragt und für die Bedürfnisse interpretiert werden).
b2) Raumausrichtung (spezieller Parameter) und Eintrags/Abkühlfaktor (genereller Parameter)
b3) Sonnenlaufbahn (ab wann startet Einstrahlung in den Raum etc)
[0030] Grundsätzlich kann die Regelung dabei ausschliesslich auf den Ist-Werten der Sensoren
und auf einer entsprechenden Extrapolation auf Grund der konsultierten Wettervorhersage
basieren. Die Extrapolation kann ausserdem dadurch verbessert werden, dass die Entwicklung,
welche bei den Messwerten der einzelnen Sensoren über die letzten Zeiträume beobachtet
wurden, berücksichtigt werden. Typischerweise spricht man da von der Entwicklung über
die letzten Minuten bis Stunden.
[0031] Eine weitere Verbesserung der Regelung kann dadurch erreicht werden, dass nicht nur
die Daten der Sensoren des betrachteten Gebäudes als Inputvariablen für die Regelung
verwendet werden, sondern dass ausserdem entsprechende Messwerte von weiteren Gebäuden
berücksichtigt werden. Diese Daten können dabei von der Steuereinheiten entweder direkt
bei den ähnlich ausgerüsteten anderen Gebäuden abgeholt werden, oder aber es ist möglich,
dass jedes Gebäude in einem derartigen Verbund seine Daten auf einem zentralen Server
ablegt, und alle Steuereinheiten der jeweiligen Gebäude auf die Daten dieses Servers
zugreifen können. Dabei können die anderen Gebäude entweder in unmittelbarer Nachbarschaft
des betrachteten Gebäudes sein, es ist aber auch möglich, Gebäude zu berücksichtigen,
die in der gleichen Region oder sogar noch weiter entfernt liegen, und so gewissermassen
die Wettervorhersage durch entsprechende regionale Tendenzen weiter zu verbessern,
respektive detailliertere Schlüsse für das betrachtete Gebäude zu ziehen.
[0032] Eine weitere Verbesserung der Regelung kann, und dies scheint besonders interessant
zu sein, dadurch erreicht werden, dass die Steuereinheit gewissermassen lernfähig
ist und sukzessive das für das betroffene Gebäude relevante Mikroklima berücksichtigt.
Diese Lenkfähigkeit kann dadurch erreicht werden, dass die ermittelten Daten der Sensoren,
der Zielwerte und der entsprechenden Wettervorhersagen in einer Datenbank im Sinne
einer History abgelegt werden. Anschliessend ist es möglich, die Steuereinheit in
dieser geschichtlichen Datenbank jeweils nach ähnlichen, bereits abgelaufenen Szenarien
des Mikroklimas suchen zu lassen (Pattern Matching). Wird eine derartige ähnliche
oder gleiche Situation in der Datenbank gefunden, kann nachgeschaut werden, in welcher
Hinsicht die anschliessend damals bewirkte Regelung nicht optimal war, und die Regelung
kann entsprechend für das erwartete Verhalten in der nahen Zukunft angepasst werden.
Es werden also Werte von Sensoren aus der Datenbank, die über historische Daten als
maximal übereinstimmend aus dem Menge aller verfügbaren Sensoren (mit Verschiebung
auf der Zeitachse) und abhängig von allgemeiner Wetterlage, Windrichtung, Windgeschwindigkeit
ausgesucht. Dies kann dezentral im Regler oder zentral gemacht werden.
[0033] Ein konkretes Beispiel soll dazu als Illustration dienen:
Es herrscht Westwind mit einer durchsschnittlichen Geschwindigkeit von 20km/h, und
der Wetterbericht ist als "40% Bewölkung, kein Niederschlag" gemeldet. Später am Tag
soll eine Front von Westen her aufziehen. Der Regler sucht sich aus der Datenbank
die Sensoren aus, die bei dieser spezifischen Wettersituation mit einem Vorlauf von
2 Stunden die grösste Übereinstimmung mit dem lokalen Wetter hatten (in diesem Falle
vermutlich Gebäude in Richtung Westen, ca. 40km entfernt). Die Daten dieser Sensoren
werden benutzt, um im beschriebenen Falle die Heizung, die angenommen eine Trägheit
von etwa 2 Stunden hat, rechtzeitig anzufahren bevor die Wetterfront das Gebäude von
aussen recht stark abkühlen wird. Abhängig von der Orientierung der Aussenwand wird
auf der Westseite wesentlich mehr geheizt als auf der Ostseite des Gebäudes, da der
Wind von Westen her das Gebäude auskühlt.
[0034] Ein weiteres Beispiel betrifft die Markisenregelung im schwülen Sommer. Mit der Markise
wird ein spezifisches Zimmer beschattet. Da es jedoch immer zu lokalen starken Gewittern
kommen kann, wird die Markise rechtzeitig eingefahren, wenn Sensoren auf anderen Häusern
im Umkreis von ca. lm "Windentfernung" Windböen anzeigen.
1. Verfahren zur Steuerung der Wärmeflüsse in wenigstens einem Gebäude, bei welchem aus
einer Mehrzahl von Eingangsparametern Mittel zur Beeinflussung der Temperatur innerhalb
des Gebäudes gesteuert werden,
wobei
die Mittel für die Temperaturregelung eines spezifischen, betrachteten Raumes oder
wenigstens eines Bereichs eines spezifischen Raumes angesteuert werden, indem als
Eingangsparameter
a) wenigstens ein Zielwert, insbesondere die gewünschte Temperatur des spezifischen
Raumes;
b) wenigstens ein genereller Parameter, welcher für wenigstens eine Grösse innerhalb
und/oder ausserhalb des Gebäudes charakteristisch ist, welche die Temperatur innerhalb
des spezifischen Raumes wenigstens mittelbar beeinflusst; und
c) wenigstens ein spezieller Parameter, welcher für die spezifischen Wärmeflussverhältnisse
des spezifischen betrachteten Raumes oder des Bereichs des spezifischen Raumes charakteristisch
ist ;
verwendet werden und aus diesen Eingangsparametern in einer Steuereinheit die Steuerung
der Mittel berechnet wird,
wobei es sich beim wenigstens einen generellen Parameter (b) um einen oder um eine
Auswahl aus den folgenden, insbesondere mittels Sensoren gemessenen Parametern handelt:
- Temperatur auf der Aussenseite des betrachteten Gebäudes ;
- Feuchtigkeit auf der Aussenseite des betrachteten Gebäudes ;
- der Wind auf der Aussenseite des betrachteten Gebäudes ;
- die Sonneneinstrahlung auf der Aussenseite des betrachteten Gebäudes ;
wobei diese generellen Parameter (b) insbesondere bevorzugt an mehreren Stellen mit
unterschiedlicher Klimabeeinflussung gemessen werden, wie beispielsweise an unterschiedlichen
Fassaden und/oder auf dem Dach des Gebäudes gegebenenfalls auf unterschiedlicher Höhe,
dadurch gekennzeichnet, dass als Eingangsparameter weiterhin diese generellen Parameter (b), gemessen an wenigstens
einem anderen Gebäude, verwendet werden, wobei diese anderen Gebäude benachbart oder
in einer für das Klima, insbesondere das Mikroklima, beim betrachteten Gebäude relevanten
Entfernung angeordnet sind, wobei derartige generelle Parameter (b) anderer Gebäude
oder Einrichtungen in Abhängigkeit der Wettervorhersage und/oder der Windrichtung
und/oder -geschwindigkeit berücksichtigt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Mittel für die Temperaturregelung um wenigstens eine Heizung, und/oder
wenigstens eine Klimaanlage, und/oder wenigstens eine Ventilationsanlage, und/oder
wenigstens eine Vorrichtung zur Beeinflussung der Sonneneinstrahlung in den Raum handelt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit über Zugriff auf eine eine Datenbank verfügt, in welcher historische
Werte der Parameter (b,c) und der Zielwerte (a) des betrachteten spezifischen Raumes
und/oder des betrachteten spezifischen Gebäudes enthalten sind, und dass die Steuerung
der Mittel für die Temperaturregelung aus den Eingangsparametern unter Berücksichtigung
dieser historischen Werte erfolgt, wobei insbesondere bevorzugt in einem Adaptionsprozess
die Steuerung der Mittel für die Temperaturregelung aus den Eingangsparameter den
unter Berücksichtigung dieser historischen Werte optimiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich als genereller Parameter (b) Informationen über die Wettervorhersage insbesondere
der Region verwendet wird, und/oder dass zusätzlich aus dem Datum Sonnenaufgang und
Sonnenuntergang berechnet werden und für die Steuerung verwendet werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die generellen Parameter (b) wenigstens teilweise über ein verkabeltes oder kabelloses
Netzwerk insbesondere bevorzugt über ein LAN, Wireless-LAN, GPRS oder Ähnliches unter
Verwendung von Standardprotokollen wie SMTP, ftp, http an die Steuereinheit periodisch
oder kontinuierlich übermittelt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese Eingangsparameter von anderen Gebäuden über das www, ein WAN, ein LAN oder
ähnliche Netzwerke an die Steuereinheit des betrachteten Gebäudes übergeben werden,
respektive dieser zur Verfügung gestellt werden, und wobei das betrachtete Gebäude
seinerseits seine Daten in gleicher Weise den anderen Gebäuden zur Verfügung stellt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Gebäuden seine generellen Parameter (b) einer Datenbank zur Verfügung
stellt, und jeweils die Steuereinheiten anderer Gebäude auf die Gesamtheit dieser
Daten zugreifen können.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Eingangsparameter ausserdem der Wert der Temperatur im betrachteten spezifischen
Raum und/oder der Wert der Temperatur in benachbarten spezifischen Räumen verwendet
wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim wenigstens einen spezifischen Parameter (c) um einen oder um eine Auswahl
aus den folgenden Parametern handelt:
- Fensterfläche;
- Isolationszustand ;
- Ausrichtung des betrachteten Raumes bzgl. Himmelsrichtung und Sonneneinstrahlung
;
- Beschattung durch benachbarte Gebäude, und/oder Vegetation - ggf. jahreszeitspezifisch
- respektive Topografie;
- Gebäudehöhe über Normalniveau;
- Koordinaten des Gebäudes;
wobei diese spezifischen Parameter (c) entweder einmal bestimmt und in die Steuereinheit
eingegeben werden, und/oder wobei der gesamte Einfluss wenigstens gewisser dieser
spezifischen Parameter (c) von der Steuereinheit automatisch in einem, gegebenenfalls
kontinuierlichen, Adaptionsprozess unter Berücksichtigung des Einflusses der generellen
Parameter (b) und der vorgenommenen Ansteuerung der Mittel für die Temperaturregelung
auf den tatsächlich im spezifischen Raum bewirkten Wert nach Anspruch 10 ermittelt
wird.
10. Vorrichtung zur Steuerung der Wärmeflüsse in wenigstens einem Gebäude unter Verwendung
eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend wenigstens eine Steuereinheit,
mit welcher Mittel zur Beeinflussung der Temperatur innerhalb des betrachteten Gebäudes
gesteuert werden, einer Mehrzahl von Sensoren zur Ermittlung der Parameter (b,c),
die Möglichkeit des Zugriffs auf eine Wettervorhersage, sowie ein Kommunikationsnetz
insbesondere in Form eines LAN, WAN, www, über welches die Parameter (b,c) von den
Sensoren an die Steuereinheit respektive über welches die Wettervorhersage an die
Steuereinheit übermittelt wird.
11. Steuereinheit zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9respektive
zur Verwendung in einer Vorrichtung gemäss Anspruch 10, umfassend wenigstens einen
Prozessor, interne Mittel zur Datenspeicherung sowie wenigstens ein Netzwerk-Interface,
wobei auf den Mitteln zur Datenspeicherung eine Datenbank vorgesehen ist, auf welcher
die Daten der Eingangsparameter und der tatsächlich erreichten Zielwerte laufend dokumentiert
werden, und wobei die Steuereinheit derart ausgelegt ist, dass aus den momentanen
Eingangsparametern unter Berücksichtigung des History-Inhalts der Datenbank in optimierender
und lernender Weise Mittel für die Temperaturregelung angesteuert werden.
12. Datenverarbeitungsprogramm zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 9 in einer Steuereinheit gemäss Anspruch 11.
1. A method for controlling the thermal flows in at least one building, according to
which means for controlling the temperature within the building are controlled on
the basis of a plurality of input parameters,
wherein
the means for controlling the temperature of a specific space, or at least of an area
of a specific space, under consideration are actuated by using, as input parameters,
a) at least one target value, in particular the desired temperature of the specific
space;
b) at least one general parameter which is characteristic of at least one variable
inside and/or outside the building, which at least indirectly controls the temperature
within the specific space, and
c) at least one specific parameter which is characteristic of the specific thermal
flow conditions of the specific space, or of the area of the specific space, under
consideration;
and the control of the means is calculated from these input parameters in a control
unit,
wherein the at least one general parameter (b) is a parameter, or a selection from
the following parameters, measured in particular by means of sensors:
- temperature on the outside of the building under consideration;
- humidity on the outside of the building under consideration;
- the wind on the outside of the building under consideration;
- the solar radiation on the outside of the building under consideration;
wherein these general parameters (b) are particularly preferably measured at a plurality
of locations with different climatic controls such as, for example, at different facades
and/or on the roof of the building, possibly at different heights,
characterized in that these general parameters (b), which are measured at at least one other building,
are further used as input parameters, wherein these other buildings are arranged adjacently
or at a distance which is relevant for the climate, in particular the microclimate,
of the building under consideration, wherein such general parameters (b) of other
buildings or devices are taken into account as a function of the weather forecast
and/or the wind direction and/or the wind speed.
2. The method as claimed in claim 1, characterized in that the means for controlling the temperature are at least one heater and/or at least
one air conditioning system and/or at least one ventilation system and/or at least
one device for controlling the solar radiation into the space.
3. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the control unit has access to a database in which historical values of the parameters
(b, c) and the target values (a) of the specific space under consideration and/or
the specific building under consideration are contained, and in that the control of the means for controlling the temperature is carried out on the basis
of the input parameters taking into account these historic values, wherein the control
of the means for controlling the temperature on the basis of the input parameters
in an adaptation process while taking into account these historic values is particularly
preferred.
4. The method as claimed in claim 1, characterized in that information about the weather forecast, in particular of the region, is additionally
used as a general parameter (b), and/or in that the sunrise and sunset are additionally calculated from the data item and are used
for the control process.
5. The method as claimed in one of claims 1 or 4, characterized in that the general parameters (b) are transferred periodically or continuously to the control
unit at least partially via a cabled or cableless network, in particular preferably
via a LAN, wireless LAN, GPRS or the like, using standard protocols such as SMTP,
ftp, http.
6. The method as claimed in claim 1, characterized in that these input parameters from other buildings are transmitted, or made available, to
the control unit of the building under consideration via the www, a WAN, a LAN or
similar networks, and wherein the building under consideration itself makes its data
available to the other buildings in the same way.
7. The method as claimed in claim 1 or 6, characterized in that a plurality of buildings make available their general parameters (b) to a database
and in each case the control units of other buildings can access the totality of this
data.
8. The method as claimed in one of the preceding claims, characterized in that in addition the value of the temperature in the specific space under consideration
and/or the value of the temperature in adjacent specific spaces under consideration
are used as input parameters.
9. The method as claimed in one of the preceding claims,
characterized in that the at least one specific parameter (c) is one of, or a selection from, the following
parameters:
- window face;
- insulation state;
- orientation of the space under consideration with respect to the cardinal direction
and solar radiation;
- shadowing by adjacent buildings and/or vegetation - if appropriate season-specifically
- or topography;
- height of building above sea level;
- coordinates of the building;
wherein these specific parameters (c) are either determined once and input into the
control unit and/or wherein the entire control of at least some of the specific parameters
(c) is determined automatically by the control unit in a possibly continuous adaptation
process taking into account the control of the general parameters (b) and the executed
actuation of the means for temperature control on the value which is actually brought
about in the specific space, as claimed in claim 10.
10. A device for controlling the thermal flows in at least one building using a method
as claimed in one of claims 1 to 9, comprising at least one control unit with which
means for controlling the temperature within the building under consideration are
controlled, a plurality of sensors for determining the parameters (b, c), the possibility
of accessing a weather forecast, and a communications network, in particular in the
form of a LAN, WAN, www, via which the parameters (b, c) are transferred from the
sensors to the control unit or via which the weather forecast is transferred to the
control unit.
11. A control unit for carrying out a method as claimed in one of claims 1 to 9 or for
use in a device as claimed in claim 10, comprising at least one processor, internal
means for storing data and at least one network interface, wherein a database on which
the data of the input parameters and the actually achieved target values are continuously
recorded is provided in the data storage means, and wherein the control unit is configured
in such a way that means for temperature control are actuated on the basis of the
instantaneous input parameters taking into account the history contents of the database
in an optimizing and learning fashion.
12. A data processing program for carrying out a method as claimed in one of claims 1
to 9 in a control unit according to claim 11.
1. Procédé de commande des flux de chaleur dans au moins un bâtiment, dans lequel des
moyens permettant d'agir sur la température qui règne à l'intérieur du bâtiment sont
commandés à partir de plusieurs paramètres d'entrée,
les moyens de régulation de température étant commandés en vue de commander la température
d'un local spécifique concerné ou d'au moins une partie d'un local spécifique en utilisant
comme paramètres d'entrée :
a) au moins une valeur cible et en particulier la température souhaitée pour le local
particulier,
b) au moins un paramètre général qui est caractéristique d'au moins une grandeur qui
règne à l'intérieur et/ou à l'extérieur du bâtiment et qui influence au moins indirectement
la température qui règne à l'intérieur du local particulier et
c) au moins un paramètre spécial qui est caractéristique des conditions particulières
d'écoulement de chaleur du local particulier concerné ou de la partie concernée du
local particulier,
la commande des moyens étant calculée à partir de ces paramètres d'entrée dans une
unité de commande,
le ou les paramètres généraux (b) étant un des paramètres ou une sélection des paramètres
suivants, en particulier mesurés au moyen de capteurs :
- la température du côté extérieur du bâtiment concerné,
- l'humidité du côté extérieur du bâtiment concerné,
- le vent du côté extérieur du bâtiment concerné et
- l'irradiation solaire du côté extérieur du bâtiment concerné,
ces paramètres généraux (b) étant mesurés en particulier de préférence en plusieurs
emplacements sur lesquels les intempéries agissent différemment, par exemple sur différentes
façades et/ou sur le toit du bâtiment, éventuellement à différentes hauteurs,
caractérisé en ce que
ces paramètres généraux (b), mesurés sur au moins un autre bâtiment sont utilisés,
comme paramètres d'entrée, ces autres bâtiments étant disposés au voisinage ou à une
distance du bâtiment concerné pertinente pour le climat et en particulier le microclimat
et
en ce que ces paramètres généraux (b) d'autres bâtiments ou ouvrages sont pris en compte en
fonction des prévisions météorologiques et/ou de la direction du vent et/ou de la
vitesse du vent.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens de régulation de température sont au moins un chauffage et/ou au moins
une installation de climatisation et/ou au moins une installation de ventilation et/ou
au moins un dispositif qui permet d'agir sur l'irradiation du local par le soleil.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande dispose d'un accès à une base de données qui contient des valeurs
historiques des paramètres (b, c) et des valeurs cibles (a) du local particulier concerné
et/ou du bâtiment particulier concerné, en ce que la commande des moyens de régulation de température à partir des paramètres d'entrée
s'effectue en tenant compte de ces valeurs historiques et en ce que la commande des moyens de régulation de température à partir des paramètres d'entrée
est de manière particulièrement préférée optimisée dans un processus d'adaptation
qui tient compte de ces valeurs historiques.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en plus, des informations concernant les prévisions météorologiques, en particulier
dans la région, sont utilisées comme paramètres généraux (b) et/ou en ce qu'en plus, elles sont calculés à partir des données lever du soleil et coucher du soleil
et sont utilisées pour la commande.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 4, caractérisé en ce que les paramètres généraux (b) sont transmis à l'unité de commande de façon périodique
ou continue au moins en partie par un réseau câblé ou non câblé, de manière particulièrement
préférable par l'intermédiaire d'un LAN, d'un LAN sans fil, d'un GPRS ou similaires,
en recourant à des protocoles standard, par exemple SMTP, ftp ou http.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que ces paramètres d'entrée sont transmis par d'autres bâtiments par www, un WAN, un
LAN ou des réseaux similaires à l'unité de commande du bâtiment concerné ou sont mis
à la disposition de cette unité de commande, le bâtiment concerné mettant pour sa
part de la même manière ces données à disposition des autres bâtiments.
7. Procédé selon les revendications 1 ou 6, caractérisé en ce que plusieurs bâtiments mettent leurs paramètres généraux (b) à disposition d'une base
de données et en ce que les unités de commande d'autres bâtiments peuvent accéder à la totalité de ces données.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la valeur de la température dans le local particulier concerné et/ou la valeur de
la température dans des locaux particuliers voisins sont utilisées comme paramètres
d'entrée.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le ou les paramètres spécifiques (c) sont un des paramètres suivants ou une sélection
de ces paramètres :
- la surface vitrée,
- l'état de l'isolation,
- l'orientation du local concerné par rapport au ciel et au rayonnement solaire,
- l'ombre portée par des bâtiments voisins et/ou la végétation, éventuellement spécifique
à la saison, ainsi que la topographie,
- la hauteur du bâtiment au-dessus du niveau normal,
- les coordonnées du bâtiment,
ces paramètres spécifiques (c) étant définis une fois et introduits dans l'unité de
commande et/ou
l'influence globale d'au moins certains des ces paramètres spécifiques (c) étant déterminée
automatiquement par l'unité de commande dans un processus d'adaptation, éventuellement
continu, qui tient compte de l'influence des paramètres généraux (b) et de la commande,
entreprise sur les moyens de régulation de température selon la revendication 10,
sur la valeur que cela entraîne effectivement dans le local particulier.
10. Dispositif de commande des flux de chaleur dans au moins un bâtiment par recours à
un procédé selon l'une des revendications 1 à 9, comprenant
au moins une unité de commande par laquelle des moyens qui permettent d'agir sur la
température à l'intérieur du bâtiment concerné sont commandés,
plusieurs détecteurs qui permettent de déterminer des paramètres (b, c),
la possibilité d'accéder à des prévisions météorologiques ainsi qu'à un réseau de
communication, en particulier sous la forme d'un LAN, d'un WAN, de www, par lequel
les paramètres (b, c) sont transmis par les capteurs à l'unité de commande ou par
lequel les prédictions météorologiques sont transmises à l'unité de commande.
11. Unité de commande en vue de l'exécution d'un procédé selon l'une des revendications
1 à 9 ou destinée à être utilisée dans un dispositif selon la revendication 10, comprenant
au moins un processeur,
des moyens internes de conservation de données en mémoire ainsi qu'au moins une interface
réseau,
une base de données dans laquelle les données des paramètres d'entrée ou des valeurs
cibles effectivement atteinte sont documentées en permanence étant prévue sur les
moyens de conservation en mémoire des données,
l'unité de commande étant conçue de telle sorte que les moyens de régulation de température
sont commandés de manière optimisée et avec apprentissage à partir des paramètres
d'entrée instantanés et en tenant compte du contenu historique de la base de données.
12. Programme de traitement de données en vue de l'exécution d'un procédé selon l'une
des revendications 1 à 9 dans une unité de commande selon la revendication 11.