[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Modulbausystem für Hallen und Studios, insbesondere
für den Messe-, Gerüst- oder Dekobau, mit einem Bodenelement und einem Deckenelement,
wobei zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement mindestens ein tragbares Wandelement
mittels mindestens einem zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement angeordneten
tragbaren Verbindungspfosten mit mindestens einem ersten Befestigungsmittel lösbar
befestigbar ist.
[0002] Ein vergleichbares System ist aus der DE 39 07 770 C1 bekannt. Darin wird ein Ausstellungssystem
für den Ladenbau, Messebau, Museen und dergleichen beschrieben, bei dem Metallstützen,
zwischen denen die Ausstellungsflächen ausgebildet sind, mit Anschlusskörpern bestückt
sind, über die Querträger aus Metall mit integriertem Lichtsystem zum Aufbau von flexiblen
Raumstrukturen in unterschiedlichen, Grundrissvarianten an den Stützen befestigt sind.
Bei dem bekannten Ausstellungssystem soll das Lichtsystem besser in das Tragsystem
integriert werden. Nachteilig an diesem, wie auch an vergleichbaren bekannten Modulbausystemen
ist jedoch, dass die gebildeten Raumstrukturen, insbesondere in dem Deckenbereich
wie auch im Bereich der Wandelemente, nicht belastbar sind, um schwere Lasten daran
befestigen zu können. Des Weiteren weisen die bekannten Ausstellungssysteme bzw. Modulbausysteme
für den Messe-, Gerüstoder Dekobau eine Vielzahl von einzelnen Befestigungssystemen
auf, die zwar lösbar ausgebildet sind, jedoch aufgrund der Vielzahl der zu lösenden
Verbindungen der Umbau eines derartigen Modulbausystems sehr viel Zeit oder eine sehr
hohe Anzahl an Arbeitskräften in Anspruch nimmt. Insbesondere bei der Produktion von
Filmen in Studios ist es jedoch notwendig, dass aus Kostengründen eine möglichst große
Anzahl unterschiedlicher Kulissen in sehr kurzer Zeit zur Verfügung steht. Idealerweise
werden diese Umbauten mit einer möglichst geringen Anzahl an Fachkräften durchgeführt.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein gattungsgemäßes Modulbausystem
bereitzustellen, welches die Herstellung von einer Vielzahl von unterschiedlichen
großflächigen und belastbaren Kulissen in sehr kurzer Zeit erlaubt.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgaben dienen ein Modulbausystem gemäß den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Modulbausystem für Hallen und Studios, insbesondere für den
Messe-, Gerüst- oder Dekobau, weist ein Bodenelement und ein Deckenelement auf, wobei
zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement mindestens ein tragbares Wandelement
mittels mindestens einem zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement angeordneten
Verbindungspfosten mit mindestens einem ersten Befestigungsmittel lösbar befestigbar
ist. Dabei besteht das Deckenelement aus einer Vielzahl von länglichen, belastbaren
und tragfähigen Trägerelementen, wobei die Trägerelemente zueinander jeweils einen
vordefinierten Winkel ausbilden und ein gleichmäßiges oder ungleichmäßiges Raster
bilden. An den Knotenpunkten der Trägerelemente ist jeweils mindestens ein erstes
Fixierelement zur lösbaren Befestigung eines Endes des Verbindungspfostens angeordnet,
wobei das andere Ende des Verbindungspfostens jeweils in einem zweiten, am Bodenelement
angeordneten Fixierelement lösbar befestigt ist und das erste und das zweite Fixierelement
auf einer gemeinsamen, zum Bodenelement und dem Deckenelement senkrecht verlaufenden
Achse liegen. Durch die Verwendung einer Vielzahl von länglichen, belastbaren und
tragfähigen Trägerelementen zur Herstellung des Deckenelements ist gewährleistet,
dass an dem Deckenelement bzw. den einzelnen Trägerelementen auch schwere Lasten,
wie zum Beispiel Beleuchtungsapparate für Filmstudios, angebracht werden können. Durch
die Ausbildung eines Rasters durch die Trägerelemente und der entsprechenden Anordnung
der ersten Fixierelemente an den Trägerelementen bzw. innerhalb des Rasters und die
Abbildung dieses Rasters auf das Bodenelement durch die entsprechende Anordnung der
zweiten Fixierelemente ist es möglich, bereits im Voraus eine beliebige Anzahl unterschiedlicher
Aufbauten bzw. Kulissen zu planen. Dadurch verkürzt sich vorteilhafterweise der Umbau
zwischen den einzelnen Gestaltungsvarianten erheblich. Durch die lösbare Befestigung
der Verbindungspfosten - an denen die tragbaren Wandelemente wiederum lösbar befestigt
sind - einerseits an dem Deckenelement und andererseits an dem Bodenelement, kann
der Auf- und Abbau neuer Modulbauvarianten sehr zügig durchgeführt werden. Da sowohl
die Verbindungspfosten wie auch die Wandelemente tragbar ausgebildet sind, kann der
Umbau von einer zur nächsten Variante des Modulbausystems ohne maschinelle Hilfe mit
relativ wenig Arbeitskräften durchgeführt werden. Der Winkel zwischen den einzelnen
Trägerelementen kann dabei jeweils 90° betragen. In dieser Ausführungsform bilden
die Trägerelemente ein Raster mit einer Vielzahl von Quadraten oder Rechtecken aus.
Es ist aber auch möglich, dass der Winkel 45° beträgt oder 90° und 45°. Auch andere
Winkelvarianten sind denkbar. Entscheidend bei der Ausbildung des Rasters ist, dass
in jedem Knotenpunkt der Trägerelemente mindestens ein erstes Fixierelement angeordnet
ist und das Raster bzw. das Muster bzw. die Anordnung der ersten Fixierelemente im
Deckenelement seine identische Entsprechung auf dem Bodenelement durch die zweiten
Fixierelemente erfährt.
[0007] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Trägerelemente lösbar
miteinander verbunden. Zudem können die Trägerelemente zumindest teilweise hohlförmig
ausgebildet sein. Dadurch ist es möglich, auch die Deckenkonstruktion, d. h. das Deckenelement,
transportierbar und tragbar auszubilden und an unterschiedlichen Orten wie Studios
oder Hallen auf- und abzubauen. Hierzu ist es auch von Vorteil, wenn das Bodenelement
aus einer Vielzahl von lösbar miteinander verbindbaren Einzelelementen besteht, die
ebenfalls tragbar oder zumindest transportierbar ausgebildet sind.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht das erste Fixierelement
aus einer ersten Aufnahmeöffnung in dem Deckenelement und das zweite Fixierelement
aus einer zweiten Aufnahmeöffnung im Bodenelement. Zur lösbaren Befestigung des Verbindungspfostens
wird dabei ein erster Verbindungszapfen des Verbindungspfostens in die erste Aufnahmeöffnung
und ein dem ersten Verbindungszapfen gegenüberliegender zweiter Verbindungszapfen
in die zweite Aufnahmeöffnung eingeführt. Durch diese einfache Konstruktion ist es
erfindungsgemäß möglich, eine Vielzahl von Verbindungspfosten in sehr kurzer Zeit
zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement einzufügen. In einer weiteren Ausführungsform
ist dabei der erste Verbindungszapfen länger als der zweite Verbindungszapfen ausgebildet.
Dadurch ist es möglich, den Verbindungspfosten hebelartig aus seiner Verbindung zwischen
dem Bodenelement und dem Deckenelement zu lösen. Auch dadurch wird ein sehr schneller
Auf- und Abbau der Verbindungspfosten wie auch des gesamten Modulbausystems gewährleistet.
Auch andere Arten von Fixierelementen wie zum Beispiel Klemmen sind denkbar.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Modulbausystems
ist der Verbindungspfosten ein rohrartiges Element mit einer Vielzahl von Befestigungsmitteln.
Durch die im Querschnitt kreisförmige Ausgestaltung des Verbindungspfostens ist es
vorteithafterweise möglich, die Befestigungsmittel in jedem denkbaren Winkel - abgehend
vom Verbindungspfosten - anzuordnen.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht das erste Befestigungsmittel
aus mindestens einem Verriegelungskeil, der durch eine Öse eines an einer schmalen
Längsseite des Wandelements befestigten ersten Halteelements und durch eine Ausnehmung
eines am Verbindungspfosten befestigten zweiten Halteelements gesteckt wird. In einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform besteht das zweite Befestigungsmittel aus einer
Steckverbindung bestehend aus einem an einem lösbar zu befestigenden Element angeordneten
Zapfen und einer entsprechenden Einstecköse am Verbindungspfosten oder einem daran
befestigten dritten Halteelement. Beide Befestigungsmittel gewährleisten eine sichere,
aber dennoch einfach und schnell zu lösende Befestigung der Wandelemente oder weiterer
Elemente an den Verbindungspfosten. Bei den weiteren Elementen kann es sich hier zum
Beispiel um eine Abdeckung zur Umkleidung des Verbindungspfostens handeln. Es ist
aber auch möglich, diese Abdeckung durch die Wandelemente zu erreichen. In diesem
Fall sind die an die Verbindungspfosten grenzenden Längsseiten der Wandelemente U-förmig
ausgebildet, wobei sich jeweils die Schenkel der aneinandergrenzenden Wandelemente
berühren und so ein Hohlraum zwischen den Wandelementen ausgebildet wird, der die
einzelnen Verbindungspfosten verdeckt. Auch andere Arten von Befestigungsmitteln wie
zum Beispiel Klemmen sind denkbar.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Modulbausystems
besteht das Bodenelement aus einem Bodengrundelement und einer Bodenauflage. Bei der
Bodenauflage handelt es sich insbesondere um Parkett, Laminat, Fliesen, Linoleum oder
ähnliche übliche Bodenbeläge.
[0012] Verwendung findet das im Vorhergehenden beschriebene erfindungsgemäße Modulbausystem
insbesondere beim Aufbau von variablen Kulissen in einem Filmstudio.
[0013] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den in
den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Modul-bausystems gemäß einer
ersten Ausführungsform;
- Figur 2
- eine Schnittansicht eines Teilbereichs eines erfindungsgemäßen Modulbausystems gemäß
einer zweiten Ausführungsform; und
- Figur 3
- eine Aufsicht auf den Teilbereich des erfindungsgemäßen Modulbausystems gemäß Figur
2.
[0014] Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Modulbausystems 10 gemäß einer
ersten Ausführungsform. Ein Modulbausystem 10 für Hallen und Studios wird insbesondere
im Bereich des Messe-, Gerüst- oder Dekobaus verwendet. Das Modulbausystem 10 besteht
dabei aus einem Bodenelement 14 und einem Deckenelement 12, wobei zwischen dem Bodenelement
14 und dem Deckenelement 12 eine Vielzahl von tragbaren Wandelementen 32, 34, 36,
38 mittels einer entsprechenden Anzahl von zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement
angeordneten tragbaren Verbindungspfosten 26 lösbar befestigt sind. Die Befestigungsmittel,
die die einzelnen Wandelemente 32, 34, 36, 38 mit den entsprechenden Verbindungspfosten
26 lösbar verbinden, wurden in der Figur 1 aus Gründen einer einfacheren Darstellung
nicht dargestellt.
[0015] Man erkennt, dass das Deckenelement 12 aus einer Vielzahl von länglichen, belastbaren
und tragfähigen Trägerelementen 16, 18 besteht. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
bilden die Trägerelemente 16, 18 zueinander jeweils einen vordefinierten Winkel von
90° aus. Sie bilden ein gleichmäßiges Raster mit quadratischen Öffnungen. Die Trägerelemente
16, 18 sind dabei derart ausgebildet, dass auch schwere Gegenstände, wie zum Beispiel
Beleuchtungsapparate und Ähnliches, an diesen befestigt werden können. Zudem sind
die Trägerelemente 16, 18 begehbar ausgebildet. Des Weiteren erkennt man, dass an
den Knotenpunkten 20 der Trägerelemente 16, 18 jeweils ein erstes Fixierelement 22
(vergleiche Figur 2) zur lösbaren Befestigung eines Endes des Verbindungspfostens
26 angeordnet ist und das andere Ende des Verbindungspfostens 26 jeweils in einem
zweiten, am Bodenelement 14 angeordneten Fixierelement lösbar befestigt ist. Die ersten
und zweiten Fixierelemente 22, 24 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als
Aufnahmeöffnungen 52, 54 (vergleiche auch Figur 2) ausgebildet. Das erste und das
zweite Fixierelement 22, 24 liegen dabei auf einer gemeinsamen, zum Bodenelement 14
und dem Deckenelement 12 senkrecht verlaufenden Achse 48.
[0016] Die Ausgestaltung der tragbaren Wandelemente 32, 34, 36, 38 ist dabei sehr variabel.
Einerseits kann die Größe der Wandelemente auf den Abstand zwischen den einzelnen
Verbindungspfosten 26 abgestimmt sein. Es ist aber auch möglich, dass die Länge der
Wandelemente größer ist als der Abstand zwischen den jeweiligen Verbindungspfosten
26 bzw. den Fixierelementen 22, 24. Des Weiteren ist es möglich, dass die Wandelemente
diagonal zu den Trägerelementen 16, 18 oder halbkreisförmig zwischen zwei Verbindungspfosten
26 verlaufen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die einzelnen Wandelemente
32, 34, 36, 38 derart ausgebildet, dass sie als Kulisse für Filmaufnahmen innerhalb
eines Studios verwendet werden können. Derartige Wandelemente weisen üblicherweise
eine Länge zwischen 2 und 5 m und eine Höhe zwischen 2,50 und 4,50 m auf. Durch die
Befestigung der Wandelemente 32, 34, 36, 38 einerseits an dem Bodenelement 14 und
andererseits an dem Deckenelement 12 ist es zudem möglich, dass an den Wandelementen
32, 34, 36, 38 auch schwerere Gegenstände wie zum Beispiel Möbel oder dergleichen
befestigt werden können.
[0017] Insgesamt wird durch die Figur 1 der rastermäßige Aufbau des Modulbausystems 10 deutlich.
Je nach Anforderung kann eine entsprechende Anzahl von Verbindungspfosten 26 mit entsprechenden
Wandelementen 32, 34, 36, 38 innerhalb des Rasters lösbar befestigt werden.
[0018] Figur 2 zeigt eine Schnittansicht eines Teilbereichs eines Modulbausystems 10 gemäß
einer zweiten Ausführungsform. Man erkennt, dass die Trägerelemente 16, 18, die auch
in diesem Ausführungsbeispiel in einem Winkel von 90° zueinander angeordnet sind,
hohlförmig ausgebildet sind. Durch diese Ausgestaltung der Trägerelemente 16, 18 können
diese leicht transportiert werden: Der Verbindungspfosten 26 ist als rohrartiges Element
56 mit Befestigungsmitteln 44, 46 ausgebildet. Zur lösbaren Befestigung des Verbindungspfostens
26, 56 weist dieser einen ersten Verbindungszapfen 28 auf, der in eine erste Aufnahmeöffnung
52 im Knotenpunkt des Trägerelements 16 und des Trägerelements 18 ausgebildet ist,
eingreift. Ein dem ersten Verbindungszapfen 28 gegenüberliegender Verbindungszapfen
30 am anderen Ende des Verbindungspfostens 26, 56 ist in eine zweite Aufnahmeöffnung
54 einführbar. Man erkennt, dass das erste Fixierelement 22 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
aus der ersten Aufnahmeöffnung 52 in dem Deckenelement 12 und das zweite Fixierelement
24 aus der Aufnahmeöffnung 54 im Bodenelement 14 besteht. Der erste Verbindungszapfen
28 ist dabei länger als der zweite Verbindungszapfen 30 ausgebildet. Dadurch ist es
auf einfache Art und Weise möglich, den Verbindungspfosten 26, 56 zwischen dem Deckenelement
12 und dem Bodenelement 14 ein- bzw. auszubauen.
[0019] Des Weiteren erkennt man, dass das erste Befestigungsmittel 44 aus einem Verriegelungskeil
56 besteht, wobei der Verriegelungskeil 62 durch eine Öse 58 eines an der schmalen
Längsseite 74 des Wandelements 32 befestigten ersten Halteelements 64 und durch eine
Ausnehmung 60 eines am Verbindungspfosten 26, 56 befestigten zweiten Halteelements
66 gesteckt wird. Das zweite Befestigungsmittel 46 ist eine Steckverbindung bestehend
aus einem an einem lösbar zu befestigenden Element 50 angeordneten Zapfen 68 und einer
entsprechenden Einstecköse 70 an einem am Verbindungspfosten 26, 56 befestigten dritten
Halteelement 72. Das Element 50 ist dabei als Abdeckung zur Umkleidung des Verbindungspfostens
26 ausgebildet.
[0020] Aus Figur 2 wird zudem deutlich, dass auch die Wandelemente 32, 34, 36, 38 aus Gründen
der Gewichtsersparnis hohlförmig ausgebildet sind. Es ist aber auch möglich, dass
die Wandelemente aus Schichten mit unterschiedlicher Materialdichte bzw. Schichten
aus unterschiedlichem Material aufgebaut sind. Wichtig hierfür ist lediglich, dass
die Wandelemente tragbar sind.
[0021] Das Bodenelement 14 besteht aus einem Bodengrundelement 40 und einer Bodenauflage
42. Die Bodenauflage 42 ist dabei frei wählbar, sie kann insbesondere aus Parkett,
Laminat, Fliesen, Kunststoff oder anderen Bodenbelägen bestehen. Des Weiteren ist
es möglich, dass das Bodenelement 14 aus einer Vielzahl von lösbar miteinander verbindbaren
Einzelelementen besteht (nicht dargestellt). Dies ermöglicht den mobilen Einsatz des
Modulbausystems 10, da auch die Trägerelemente 16, 18 lösbar miteinander verbunden
werden können und somit leicht transportierbar sind. Entsprechendes gilt für die einzelnen
Wandelemente und die Verbindungspfosten.
[0022] Figur 3 zeigt eine Aufsicht auf den Teilbereich des Modulbausystems 10 gemäß Figur
2. Man erkennt, dass an dem Verbindungspfosten 26, 56 die vier Wandelemente 32, 34,
36, 38 mittels der ersten Befestigungsmittel 44 lösbar befestigt sind. Die Elemente
50, die einerseits zur Abdeckung des Verbindungspfostens 26, 56 dienen und andererseits
eine Verbindung zwischen den einzelnen Wandelementen 32, 34, 36, 38 schaffen, sind
mittels der zweiten Befestigungsmittel 46 an dem Verbindungspfosten 26, 56 lösbar
befestigt. Die gestrichelten Linien verdeutlichen zudem, dass die Wandelemente 32,
34, 36, 38 mit unterschiedlichen Wanddicken ausgebildet sein können. Die Längsseiten
74 der sich gegenüberliegenden Wandelemente können dabei U-förmig ausgebildet sein.
Bei einem Aufeinanderliegen der jeweiligen Schenkel der U-förmigen Enden der Wandelemente
bildet sich ein Hohlraum, der den entsprechenden Verbindungspfosten 26, 56 umschließen
kann.
[0023] Eine Vielzahl weiterer Ausgestaltungen des Modulbausystems 10 sind möglich. Dabei
können die Trägerelemente 16, 18 gleichmäßige oder ungleichmäßige Raster ausbilden.
1. Modulbausystem für Hallen und Studios, insbesondere für den Messe-, Gerüst- oder Dekobau,
mit einem Bodenelement (14) und einem Deckenelement (12), wobei zwischen dem Bodenelement
(14) und dem Deckenelement (12) mindestens ein tragbares Wandelement (32, 34, 36,
38) mittels mindestens einem zwischen dem Bodenelement (14) und dem Deckenelement
(12) angeordneten tragbaren Verbindungspfosten (26) mit mindestens einem ersten Befestigungsmittel
(44) lösbar befestigbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Deckenelement (12) aus einer Vielzahl von länglichen, belastbaren und tragfähigen
Trägerelementen (16, 18) besteht, wobei die Trägerelemente (16, 18) zueinander jeweils
einen vordefinierten Winkel ausbilden und ein gleichmäßiges oder ungleichmäßiges Raster
bilden und an den Knotenpunkten (20) der Trägerelemente (16, 18) jeweils mindestens
ein erstes Fixierelement (22) zur lösbaren Befestigung eines Endes des Verbindungspfostens
(26) angeordnet ist und das andere Ende des Verbindungspfostens (26) jeweils in einem
zweiten, am Bodenelement (14) angeordneten Fixierelement (24) lösbar befestigt ist,
wobei das erste und das zweite Fixierelement (22, 24) auf einer gemeinsamen, zum Bodenelement
(14) und dem Deckenelement (12) senkrecht verlaufenden Achse (48) liegen.
2. Modulbausystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Winkel zwischen den Trägerelementen (16, 18) jeweils 90° und/oder 45° beträgt.
3. Modulbausystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerelemente (16, 18) lösbar miteinander verbunden sind.
4. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerelemente (16, 18) zumindest teilweise hohlförmig ausgebildet sind.
5. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bodenelement (14) aus einer Vielzahl von lösbar miteinander verbindbaren Einzelelementen
besteht.
6. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Fixierelement (22) aus einer ersten Aufnahmeöffnung (52) in dem Deckenelement
(12) und das zweite Fixierelement (24) aus einer zweiten Aufnahmeöffnung (54) im Bodenelement
(14) besteht.
7. Modulbausystem nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur lösbaren Befestigung des Verbindungspfostens (26) ein erster Verbindungszapfen
(28) des Verbindungspfostens (26) in die erste Aufnahmeöffnung (52) und ein dem ersten
Verbindungszapfen (28) gegenüberliegender zweiter Verbindungszapfen (30) in die zweite
Aufnahmeöffnung (54) einführbar ist.
8. Modulbausystem nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Verbindungszapfen (28) länger ist als der zweite Verbindungszapfen (30).
9. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verbindungspfosten (26) ein rohrartiges Element (56) mit einer Vielzahl von Befestigungsmittel
(44, 46) ist.
10. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Befestigungsmittel (44) aus mindestens einem Verriegelungskeil (62), der
durch eine Öse (58) eines an einer schmalen Längsseite (74) des Wandelements (32,
34, 36, 38) befestigten ersten Haltelementes (64) und durch eine Ausnehmung (60) eines
am Verbindungspfosten (26) befestigten zweiten Halteelements (66) gesteckt wird, besteht.
11. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Befestigungsmittel (46) aus einer Steckverbindung bestehend aus einem
an einem lösbar zu befestigenden Element (50) angeordneten Zapfen (68) und einer entsprechenden
Einstecköse (70) am Verbindungspfosten (26) oder einem daran befestigten dritten Halteelement
(72) besteht.
12. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Element (50) eine Abdeckung zur Umkleidung des Verbindungspfostens (26) ist.
13. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bodenelement (14) aus einem Bodengrundelement (40) und einer Bodenauflage (42)
besteht.
14. Verwendung eines Modulbausystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Aufbau
von variablen Kulissen in einem Filmstudio.