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EP 1 538 279 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.04.2007 Patentblatt 2007/15 |
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Anmeldetag: 01.12.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Modulbausystem
Modular building system
Système de construction modulaire
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.06.2005 Patentblatt 2005/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Bavaria Film GmbH |
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82031 Geiselgasteig (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Kaiser, Jan S.
85579 Neubiberg (DE)
- Leeb, Hugo
83052 Bruckmühl (DE)
- Pilz, Michael
81541 München (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hofstetter, Alfons J. et al |
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Hofstetter, Schurack & Skora
Balanstrasse 57 81541 München 81541 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
AU-B- 531 156 DE-C- 3 907 770 FR-A- 2 624 062
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DE-A- 3 712 214 FR-A- 2 596 787 US-A- 4 787 768
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Modulbausystem für Hallen und Studios, insbesondere
für den Messe-, Gerüst- oder Dekobau, mit einem Bodenelement und einem Deckenelement,
wobei zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement mindestens ein tragbares Wandelement
mittels mindestens einem zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement angeordneten
tragbaren Verbindungspfosten mit mindestens einem ersten Befestigungsmittel lösbar
befestigbar ist, wobei das Deckenelement aus einer Vielzahl von länglichen Trägerelementen
besteht und die Trägerelemente zueinander jeweils einen vordefinierten Winkel ausbilden
und ein gleichmäßiges oder ungleichmäßiges Raster bilden und an den Knotenpunkten
der Trägerelemente jeweils mindestens ein erstes Fixierelement zur lösbaren Befestigung
eines Endes des Verbindungspfostens angeordnet ist.
[0002] Ein entsprechendes Modulbausystem ist aus der DE 37 12 214 A bekannt. Vergleichbare
Systeme sind in der AU 531 156 B, der FR-A-2 624 062 und der DE 39 07 770 C1 beschrieben.
Dabei zeigt die DE 39 07 770 C1 ein Ausstellungssystem für den Ladenbau, Messebau,
Museen und dergleichen, bei dem Metallstützen, zwischen denen die Ausstellungsflächen
ausgebildet sind, mit Anschlusskörpern bestückt sind, über die Querträger aus Metall
mit integriertem Lichtsystem zum Aufbau von flexiblen Raumstrukturen in unterschiedlichen
Grundrissvarianten an den Stützen befestigt sind. Bei dem bekannten Ausstellungssystem
soll das Lichtsystem besser in das Tragsystem integriert werden. Nachteilig an diesem,
wie auch an vergleichbaren bekannten Modulbausystemen ist jedoch, dass die gebildeten
Raumstrukturen, insbesondere in dem Deckenbereich wie auch im Bereich der Wandelemente,
nicht belastbar sind, um schwere Lasten daran befestigen zu können. Des Weiteren weisen
die bekannten Ausstellungssysteme bzw. Modulbausysteme für den Messe-, Gerüst- oder
Dekobau eine Vielzahl von einzelnen Befestigungssystemen auf, die zwar lösbar ausgebildet
sind, jedoch aufgrund der Vielzahl der zu lösenden Verbindungen der Umbau eines derartigen
Modulbausystems sehr viel Zeit oder eine sehr hohe Anzahl an Arbeitskräften in Anspruch
nimmt. Insbesondere bei der Produktion von Filmen in Studios ist es jedoch notwendig,
dass aus Kostengründen eine möglichst große Anzahl unterschiedlicher Kulissen in sehr
kurzer Zeit zur Verfügung steht. Idealerweise werden diese Umbauten mit einer möglichst
geringen Anzahl an Fachkräften durchgeführt.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein gattungsgemäßes Modulbausystem
bereitzustellen, welches die Herstellung von einer Vielzahl von unterschiedlichen
großflächigen und belastbaren Kulissen in sehr kurzer Zeit erlaubt.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgaben dienen ein Modulbausystem gemäß den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Modulbausystem für Hallen und Studios, insbesondere für den
Messe-, Gerüst- oder Dekobau, weist ein Bodenelement und ein Deckenelement auf, wobei
zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement mindestens ein tragbares Wandelement
mittels mindestens einem zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement angeordneten
Verbindungspfosten mit mindestens einem ersten Befestigungsmittel lösbar befestigbar
ist. Dabei besteht das Deckenelement aus einer Vielzahl von länglichen, belastbaren
und tragfähigen Trägerelementen, wobei die Trägerelemente zueinander jeweils einen
vordefinierten Winkel ausbilden und ein gleichmäßiges oder ungleichmäßiges Raster
bilden. An den Knotenpunkten der Trägerelemente ist jeweils mindestens ein erstes
Fixierelement zur lösbaren Befestigung eines Endes des Verbindungspfostens angeordnet,
wobei das andere Ende des Verbindungspfostens jeweils in einem zweiten, am Bodenelement
angeordneten Fixierelement lösbar befestigt ist und das erste und das zweite Fixierelement
auf einer gemeinsamen, zum Bodenelement und dem Deckenelement senkrecht verlaufenden
Achse liegen. Erfindungsgemäß besteht das erste Fixierelement aus einer ersten Aufnahmeöffnung
in dem Deckenelement und das zweite Fixierelement aus einer zweiten Aufnahmeöffnung
im Bodenelement. Zur lösbaren Befestigung des Verbindungspfostens wird dabei ein erster
Verbindungszapfen des Verbindungspfostens in die erste Aufnahmeöffnung und ein dem
ersten Verbindungszapfen gegenüberliegender zweiter Verbindungszapfen in die zweite
Aufnahmeöffnung eingeführt. Durch diese einfache Konstruktion ist es erfindungsgemäß
möglich, eine Vielzahl von Verbindungspfosten in sehr kurzer Zeit zwischen dem Bodenelement
und dem Deckenelement einzufügen. Des Weiteren ist durch die Verwendung einer Vielzahl
von länglichen, belastbaren und tragfähigen Trägerelementen zur Herstellung des Deckenelements
ist gewährleistet, dass an dem Deckenelement bzw. den einzelnen Trägerelementen auch
schwere Lasten, wie zum Beispiel Beleuchtungsapparate für Filmstudios, angebracht
werden können. Durch die Ausbildung eines Rasters durch die Trägerelemente und der
entsprechenden Anordnung der ersten Fixierelemente an den Trägerelementen bzw. innerhalb
des Rasters und die Abbildung dieses Rasters auf das Bodenelement durch die entsprechende
Anordnung der zweiten Fixierelemente ist es möglich, bereits im Voraus eine beliebige
Anzahl unterschiedlicher Aufbauten bzw. Kulissen zu planen. Dadurch verkürzt sich
vorteilhafterweise der Umbau zwischen den einzelnen Gestaltungsvarianten erheblich.
Durch die lösbare Befestigung der Verbindungspfosten - an denen die tragbaren Wandelemente
wiederum lösbar befestigt sind - einerseits an dem Deckenelement und andererseits
an dem Bodenelement, kann der Auf- und Abbau neuer Modulbauvarianten sehr zügig durchgeführt
werden. Da sowohl die Verbindungspfosten wie auch die Wandelemente tragbar ausgebildet
sind, kann der Umbau von einer zur nächsten Variante des Modulbausystems ohne maschinelle
Hilfe mit relativ wenig Arbeitskräften durchgeführt werden. Der Winkel zwischen den
einzelnen Trägerelementen kann dabei jeweils 90° betragen. In dieser Ausführungsform
bilden die Trägerelemente ein Raster mit einer Vielzahl von Quadraten oder Rechtecken
aus. Es ist aber auch möglich, dass der Winkel 45° beträgt oder 90° und 45°. Auch
andere Winkelvarianten sind denkbar. Entscheidend bei der Ausbildung des Rasters ist,
dass in jedem Knotenpunkt der Trägerelemente mindestens ein erstes Fixierelement angeordnet
ist und das Raster bzw. das Muster bzw. die Anordnung der ersten Fixierelemente im
Deckenelement seine identische Entsprechung auf dem Bodenelement durch die zweiten
Fixierelemente erfährt.
[0007] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Trägerelemente lösbar
miteinander verbunden. Zudem können die Trägerelemente zumindest teilweise hohlförmig
ausgebildet sein. Dadurch ist es möglich, auch die Deckenkonstruktion, d. h. das Deckenelement,
transportierbar und tragbar auszubilden und an unterschiedlichen Orten wie Studios
oder Hallen auf- und abzubauen. Hierzu ist es auch von Vorteil, wenn das Bodenelement
aus einer Vielzahl von lösbar miteinander verbindbaren Einzelelementen besteht, die
ebenfalls tragbar oder zumindest transportierbar ausgebildet sind.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der erste Verbindungszapfen länger
als der zweite Verbindungszapfen ausgebildet. Dadurch ist es möglich, den Verbindungspfosten
hebelartig aus seiner Verbindung zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement zu
lösen. Auch dadurch wird ein sehr schneller Auf- und Abbau der Verbindungspfosten
wie auch des gesamten Modulbausystems gewährleistet. Auch andere Arten von Fixierelementen
wie zum Beispiel Klemmen sind denkbar.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Modulbausystems
ist der Verbindungspfosten ein rohrartiges Element mit einer Vielzahl von Befestigungsmitteln.
Durch die im Querschnitt kreisförmige Ausgestaltung des Verbindungspfostens ist es
vorteilhafterweise möglich, die Befestigungsmittel in jedem denkbaren Winkel - abgehend
vom Verbindungspfosten - anzuordnen.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht das erste Befestigungsmittel
aus mindestens einem Verriegelungskeil, der durch eine Öse eines an einer schmalen
Längsseite des Wandelements befestigten ersten Halteelements und durch eine Ausnehmung
eines am Verbindungspfosten befestigten zweiten Halteelements gesteckt wird. In einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform besteht das zweite Befestigungsmittel aus einer
Steckverbindung bestehend aus einem an einem lösbar zu befestigenden Element angeordneten
Zapfen und einer entsprechenden Einstecköse am Verbindungspfosten oder einem daran
befestigten dritten Halteelement. Beide Befestigungsmittel gewährleisten eine sichere,
aber dennoch einfach und schnell zu lösende Befestigung der Wandelemente oder weiterer
Elemente an den Verbindungspfosten. Bei den weiteren Elementen kann es sich hier zum
Beispiel um eine Abdeckung zur Umkleidung des Verbindungspfostens handeln. Es ist
aber auch möglich, diese Abdeckung durch die Wandelemente zu erreichen. In diesem
Fall sind die an die Verbindungspfosten grenzenden Längsseiten der Wandelemente U-förmig
ausgebildet, wobei sich jeweils die Schenkel der aneinandergrenzenden Wandelemente
berühren und so ein Hohlraum zwischen den Wandelementen ausgebildet wird, der die
einzelnen Verbindungspfosten verdeckt. Auch andere Arten von Befestigungsmitteln wie
zum Beispiel Klemmen sind denkbar.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Modulbausystems
besteht das Bodenelement aus einem Bodengrundelement und einer Bodenauflage. Bei der
Bodenauflage handelt es sich insbesondere um Parkett, Laminat, Fliesen, Linoleum oder
ähnliche übliche Bodenbeläge.
[0012] Verwendung findet das im Vorhergehenden beschriebene erfindungsgemäße Modulbausystem
insbesondere beim Aufbau von variablen Kulissen in einem Filmstudio.
[0013] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den in
den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Modulbausystems gemäß einer
ersten Ausführungsform;
- Figur 2
- eine Schnittansicht eines Teilbereichs eines erfindungsgemäßen Modulbausystems gemäß
einer zweiten Ausführungsform; und
- Figur 3
- eine Aufsicht auf den Teilbereich des erfindungsgemäßen Modulbausystems gemäß Figur
2.
[0014] Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Modulbausystems 10 gemäß einer
ersten Ausführungsform. Ein Modulbausystem 10 für Hallen und Studios wird insbesondere
im Bereich des Messe-, Gerüst- oder Dekobaus verwendet. Das Modulbausystem 10 besteht
dabei aus einem Bodenelement 14 und einem Deckenelement 12, wobei zwischen dem Bodenelement
14 und dem Deckenelement 12 eine Vielzahl von tragbaren Wandelementen 32, 34, 36,
38 mittels einer entsprechenden Anzahl von zwischen dem Bodenelement und dem Deckenelement
angeordneten tragbaren Verbindungspfosten 26 lösbar befestigt sind. Die Befestigungsmittel,
die die einzelnen Wandelemente 32, 34, 36, 38 mit den entsprechenden Verbindungspfosten
26 lösbar verbinden, wurden in der Figur 1 aus Gründen einer einfacheren Darstellung
nicht dargestellt.
[0015] Man erkennt, dass das Deckenelement 12 aus einer Vielzahl von länglichen, belastbaren
und tragfähigen Trägerelementen 16, 18 besteht. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
bilden die Trägerelemente 16, 18 zueinander jeweils einen vordefinierten Winkel von
90° aus. Sie bilden ein gleichmäßiges Raster mit quadratischen Öffnungen. Die Trägerelemente
16, 18 sind dabei derart ausgebildet, dass auch schwere Gegenstände, wie zum Beispiel
Beleuchtungsapparate und Ähnliches, an diesen befestigt werden können. Zudem sind
die Trägerelemente 16, 18 begehbar ausgebildet. Des Weiteren erkennt man, dass an
den Knotenpunkten 20 der Trägerelemente 16, 18 jeweils ein erstes Fixierelement 22
(vergleiche Figur 2) zur lösbaren Befestigung eines Endes des Verbindungspfostens
26 angeordnet ist und das andere Ende des Verbindungspfostens 26 jeweils in einem
zweiten, am Bodenelement 14 angeordneten Fixierelement lösbar befestigt ist. Die ersten
und zweiten Fixierelemente 22, 24 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als
Aufnahmeöffnungen 52, 54 (vergleiche auch Figur 2) ausgebildet. Das erste und das
zweite Fixierelement 22, 24 liegen dabei auf einer gemeinsamen, zum Bodenelement 14
und dem Deckenelement 12 senkrecht verlaufenden Achse 48.
[0016] Die Ausgestaltung der tragbaren Wandelemente 32, 34, 36, 38 ist dabei sehr variabel.
Einerseits kann die Größe der Wandelemente auf den Abstand zwischen den einzelnen
Verbindungspfosten 26 abgestimmt sein. Es ist aber auch möglich, dass die Länge der
Wandelemente größer ist als der Abstand zwischen den jeweiligen Verbindungspfosten
26 bzw. den Fixierelementen 22, 24. Des Weiteren ist es möglich, dass die Wandelemente
diagonal zu den Trägerelementen 16, 18 oder halbkreisförmig zwischen zwei Verbindungspfosten
26 verlaufen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die einzelnen Wandelemente
32, 34, 36, 38 derart ausgebildet, dass sie als Kulisse für Filmaufnahmen innerhalb
eines Studios verwendet werden können. Derartige Wandelemente weisen üblicherweise
eine Länge zwischen 2 und 5 m und eine Höhe zwischen 2,50 und 4,50 m auf. Durch die
Befestigung der Wandelemente 32, 34, 36, 38 einerseits an dem Bodenelement 14 und
andererseits an dem Deckenelement 12 ist es zudem möglich, dass an den Wandelementen
32, 34, 36, 38 auch schwerere Gegenstände wie zum Beispiel Möbel oder dergleichen
befestigt werden können.
[0017] Insgesamt wird durch die Figur 1 der rastermäßige Aufbau des Modulbausystems 10 deutlich.
Je nach Anforderung kann eine entsprechende Anzahl von Verbindungspfosten 26 mit entsprechenden
Wandelementen 32, 34, 36, 38 innerhalb des Rasters lösbar befestigt werden.
[0018] Figur 2 zeigt eine Schnittansicht eines Teilbereichs eines Modulbausystems 10 gemäß
einer zweiten Ausführungsform. Man erkennt, dass die Trägerelemente 16, 18, die auch
in diesem Ausführungsbeispiel in einem Winkel von 90° zueinander angeordnet sind,
hohlförmig ausgebildet sind. Durch diese Ausgestaltung der Trägerelemente 16, 18 können
diese leicht transportiert werden: Der Verbindungspfosten 26 ist als rohrartiges Element
56 mit Befestigungsmitteln 44, 46 ausgebildet. Zur lösbaren Befestigung des Verbindungspfostens
26, 56 weist dieser einen ersten Verbindungszapfen 28 auf, der in eine erste Aufnahmeöffnung
52 im Knotenpunkt des Trägerelements 16 und des Trägerelements 18 ausgebildet ist,
eingreift. Ein dem ersten Verbindungszapfen 28 gegenüberliegender Verbindungszapfen
30 am anderen Ende des Verbindungspfostens 26, 56 ist in eine zweite Aufnahmeöffnung
54 einführbar. Man erkennt, dass das erste Fixierelement 22 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
aus der ersten Aufnahmeöffnung 52 in dem Deckenelement 12 und das zweite Fixierelement
24 aus der Aufnahmeöffnung 54 im Bodenelement 14 besteht. Der erste Verbindungszapfen
28 ist dabei länger als der zweite Verbindungszapfen 30 ausgebildet. Dadurch ist es
auf einfache Art und Weise möglich, den Verbindungspfosten 26, 56 zwischen dem Deckenelement
12 und dem Bodenelement 14 ein- bzw. auszubauen.
[0019] Des Weiteren erkennt man, dass das erste Befestigungsmittel 44 aus einem Verriegelungskeil
56 besteht, wobei der Verriegelungskeil 62 durch eine Öse 58 eines an der schmalen
Längsseite 74 des Wandelements 32 befestigten ersten Halteelements 64 und durch eine
Ausnehmung 60 eines am Verbindungspfosten 26, 56 befestigten zweiten Halteelements
66 gesteckt wird. Das zweite Befestigungsmittel 46 ist eine Steckverbindung bestehend
aus einem an einem lösbar zu befestigenden Element 50 angeordneten Zapfen 68 und einer
entsprechenden Einstecköse 70 an einem am Verbindungspfosten 26, 56 befestigten dritten
Halteelement 72. Das Element 50 ist dabei als Abdeckung zur Umkleidung des Verbindungspfostens
26 ausgebildet.
[0020] Aus Figur 2 wird zudem deutlich, dass auch die Wandelemente 32, 34, 36, 38 aus Gründen
der Gewichtsersparnis hohlförmig ausgebildet sind. Es ist aber auch möglich, dass
die Wandelemente aus Schichten mit unterschiedlicher Materialdichte bzw. Schichten
aus unterschiedlichem Material aufgebaut sind. Wichtig hierfür ist lediglich, dass
die Wandelemente tragbar sind.
[0021] Das Bodenelement 14 besteht aus einem Bodengrundelement 40 und einer Bodenauflage
42. Die Bodenauflage 42 ist dabei frei wählbar, sie kann insbesondere aus Parkett,
Laminat, Fliesen, Kunststoff oder anderen Bodenbelägen bestehen. Des Weiteren ist
es möglich, dass das Bodenelement 14 aus einer Vielzahl von lösbar miteinander verbindbaren
Einzelelementen besteht (nicht dargestellt). Dies ermöglicht den mobilen Einsatz des
Modulbausystems 10, da auch die Trägerelemente 16, 18 lösbar miteinander verbunden
werden können und somit leicht transportierbar sind. Entsprechendes gilt für die einzelnen
Wandelemente und die Verbindungspfosten.
[0022] Figur 3 zeigt eine Aufsicht auf den Teilbereich des Modulbausystems 10 gemäß Figur
2. Man erkennt, dass an dem Verbindungspfosten 26, 56 die vier Wandelemente 32, 34,
36, 38 mittels der ersten Befestigungsmittel 44 lösbar befestigt sind. Die Elemente
50, die einerseits zur Abdeckung des Verbindungspfostens 26, 56 dienen und andererseits
eine Verbindung zwischen den einzelnen Wandelementen 32, 34, 36, 38 schaffen, sind
mittels der zweiten Befestigungsmittel 46 an dem Verbindungspfosten 26, 56 lösbar
befestigt. Die gestrichelten Linien verdeutlichen zudem, dass die Wandelemente 32,
34, 36, 38 mit unterschiedlichen Wanddicken ausgebildet sein können. Die Längsseiten
74 der sich gegenüberliegenden Wandelemente können dabei U-förmig ausgebildet sein.
Bei einem Aufeinanderliegen der jeweiligen Schenkel der U-förmigen Enden der Wandelemente
bildet sich ein Hohlraum, der den entsprechenden Verbindungspfosten 26, 56 umschließen
kann.
[0023] Eine Vielzahl weiterer Ausgestaltungen des Modulbausystems 10 sind möglich. Dabei
können die Trägerelemente 16, 18 gleichmäßige oder ungleichmäßige Raster ausbilden.
1. Modulbausystem für Hallen und Studios, insbesondere für den Messe-, Gerüst-oder Dekobau,
mit einem Bodenelement (14) und einem Deckenelement (12), wobei zwischen dem Bodenelement
(14) und dem Deckenelement (12) mindestens ein tragbares Wandelement (32, 34, 36,
38) mittels mindestens einem zwischen dem Bodenelement (14) und dem Deckenelement
(12) angeordneten tragbaren Verbindungspfosten (26) mit mindestens einem ersten Befestigungsmittel
(44) lösbar befestigbar ist, wobei das Deckenelement (12) aus einer Vielzahl von länglichen
Trägerelementen (16, 18) besteht und die Trägerelemente (16, 18) zueinander jeweils
einen vordefinierten Winkei ausbilden und ein gleichmäßiges oder ungleichmäßiges Raster
bilden und an den Knotenpunkten (20) der Trägerelemente (16, 18) jeweils mindestens
ein erstes Fixierelement (22) zur lösbaren Befestigung eines Endes des Verbindungspfostens
(26) angeordnet ist,
wobei die Trägerelemente (16, 18) belastbar und tragfähig ausgebildet sind und das
andere Ende des Verbindungspfostens (26) jeweils in einem zweiten am Bodenelement
(14) angeordneten Fixierelement (24) lösbar befestigt ist und wobei das erste und
das zweite Fixierelement (22, 24) auf einer gemeinsamen, zum Bodenelement (14) und
dem Deckenelement (12) senkrecht verlaufenden Achse (48) liegen, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Fixierelement (22) aus einer ersten Aufnahmeöffnung (52) in dem Deckenelement
(12) und das zweite Fixierelement (24) aus einer zweiten Aufnahmeöffnung (54) im Bodenelement
(14) besteht, wobei zur lösbaren Befestigung des Verbindungspfostens (26) ein erster
Verbindungszapfen (28) des Verbindungspfostens (26) in die erste Aufnahmeöffnung (52)
und ein dem ersten Verbindungszapfen (28) gegenüberliegender zweiter Verbindungszapfen
(30) in die zweite Aufnahmeöffnung (54) einführbar ist.
2. Modulbausystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Winkel zwischen den Trägerelementen (16, 18) jeweils 90° und/oder 45° beträgt.
3. Modulbausystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerelemente (16, 18) lösbar miteinander verbunden sind.
4. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerelemente (16, 18) zumindest teilweise hohlförmig ausgebildet sind.
5. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bodenelement (14) aus einer Vielzahl von lösbar miteinander verbindbaren Einzelelementen
besteht.
6. Modulbausystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Verbindungszapfen (28) länger ist als der zweite Verbindungszapfen (30).
7. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verbindungspfosten (26) ein rohrartiges Element (56) mit einer Vielzahl von Befestigungsmittel
(44, 46) ist.
8. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Befestigungsmittel (44) aus mindestens einem Verriegelungskeil (62), der
durch eine Öse (58) eines an einer schmalen Längsseite (74) des Wandelements (32,
34, 36, 38) befestigten ersten Haltelementes (64) und durch eine Ausnehmung (60) eines
am Verbindungspfosten (26) befestigten zweiten Halteelements (66) gesteckt wird, besteht.
9. Modulbausystem nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Befestigungsmittel (46) aus einer Steckverbindung bestehend aus einem
an einem lösbar zu befestigenden Element (50) angeordneten Zapfen (68) und einer entsprechenden
Einstecköse (70) am Verbindungspfosten (26) oder einem daran befestigten dritten Halteelement
(72) besteht.
10. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Element (50) eine Abdeckung zur Umkleidung des Verbindungspfostens (26) ist.
11. Modulbausystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bodenelement (14) aus einem Bodengrundelement (40) und einer Bodenauflage (42)
besteht.
12. Verwendung eines Modulbausystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Aufbau
von variablen Kulissen in einem Filmstudio.
1. Modular construction system for halls and studios, in particular for fair, scaffolding
or decoration construction, comprising a ground element (14) and a ceiling element
(12), wherein at least one portable wall element (32, 34, 36, 38) is releasably fixable
between the ground element (14) and the ceiling element (12) by means of at least
one portable connection pole (26) disposed between the ground element (14) and the
ceiling element (12) with at least one first fixing means (44), wherein the ceiling
element (12) consists of a plurality of elongate carrier elements (16, 18) and the
carrier elements (16, 18) form a predefined angle relative to each other and a regular
or irregular grid and at each of the intersection points (20) of the carrier elements
(16, 18) at least one first fixing element (22) is arranged for releasable fixing
of one end of the connection pole (26),
wherein the carrier elements (16, 18) are designed to be loadable and the other end
of the connection pole (26) in each case is releasably fixed in a second fixing element
(24) disposed at the ground element (14) and wherein the first and the second fixing
elements (22, 24) are located on a common axis (48) extending perpendicularly to the
ground element (14) and the ceiling element (12),
characterized in that
the first fixing element (22) consists of a first receiving aperture (52) in the ceiling
element (12) and the second fixing element (24) consists of a second receiving aperture
(54) in the ground element (14), wherein for releasable fixing of the connection pole
(26) a first connection pin (28) of the connection pole (26) is insertable into the
first receiving aperture (52) and a second connection pin (30) positioned opposite
the first connection pin (28) is insertable into the second receiving aperture (54).
2. Modular construction system according to claim 1,
characterized in that
the angle between the carrier elements (16, 18) in each case amounts to 90° and/or
45°.
3. Modular construction system according to claims 1 and 2,
characterized in that
the carrier elements (16, 18) are releasably connected with each other.
4. Modular construction system according to one of the preceding claims,
characterized in that
the carrier elements (16, 18) at least partly have a hollow design.
5. Modular construction system according to one of the preceding claims,
characterized in that
the ground element (14) consists of a plurality of releasably interconnectable individual
elements.
6. Modular construction system according to claim 1,
characterized in that
the first connection pin (28) is longer than the second connection pin (30).
7. Modular construction system according to one of the preceding claims,
characterized in that
the connection pole (26) is a tubular element (56) comprising a plurality of fixing
means (44, 46).
8. Modular construction system according to one of the preceding claims,
characterized in that
the first fixing means (44) consist of at least one locking wedge (62) that is plugged
through an eye (58) of a first holding element (64) fixed to a narrow longitudinal
side (74) of the wall element (32, 34, 36, 38) and through a recess (60) of a second
holding element (66) fixed to the connection pole (26).
9. Modular construction system according to one of claims 7 or 8,
characterized in that
the second fixing means (46) consists of a plug connection comprising a pin (68) that
is arranged at a releasably fixable element (50) and a corresponding insertion eye
(70) at the connection pole (26) or the third holding element (72) fixed thereto.
10. Modular construction system according to one of the preceding claims,
characterized in that
the element (50) is a cover for sheathing the connection pole (26).
11. Modular construction system according to one of the preceding claims,
characterized in that
the ground element (14) consists of a basic ground element (40) and a ground foundation
(42).
12. Use of a modular construction system according to one of the preceding claims for
erecting variable backdrops in a film studio.
1. Système de construction modulaire pour salles et studios, en particulier pour l'installation
d'expositions, la construction de charpentes et de décorations, comprenant un élément
sol (14) et un élément plafond (12), où, entre l'élément sol (14) et l'élément plafond
(12), au moins un élément de paroi (32, 34, 36, 38) portable au moyen d'au moins un
montant de liaison (26) disposé de façon portable entre l'élément sol (14) et l'élément
plafond (12) peut être fixé de façon amovible par au moins un premier moyen de fixation
(44), l'élément plafond (12) se constituant de multiples éléments porteurs (16, 18)
oblongs et les éléments porteurs (16, 18) formant chacun un angle prédéterminé les
uns par rapport aux autres et un grillage régulier ou irrégulier, au moins un premier
élément de fixation (22) pour la fixation de façon amovible d'une extrémité du montant
de liaison (26) étant disposé chaque fois aux noeuds d'ossature (20) des éléments
porteurs (16, 18), où les éléments porteurs (16, 18) sont constitués de façon à avoir
une capacité de portage et à pouvoir être chargés et l'autre extrémité du montant
de liaison (26) étant fixée de façon amovible chaque fois dans un deuxième élément
de fixation (24) disposé sur l'élément sol (14) et où le premier et le deuxième élément
de fixation (22, 24) figurent sur un axe (48) commun, perpendiculaire à l'élément
sol (14) et l'élément plafond (12),
caractérisé en ce que
le premier élément de fixation (22) se constitue d'une première ouverture de réception
(52) dans l'élément plafond (12) et le deuxième élément de fixation (24) se constitue
d'une deuxième ouverture de réception (54) dans l'élément sol (14), où, pour la fixation
de façon amovible du montant de liaison (26), une première cheville de liaison (28)
du montant de liaison (26) peut s'introduire dans la première ouverture de réception
(52) et une deuxième cheville de liaison (30), qui figure en face de la première cheville
de liaison (28), dans la deuxième ouverture de réception (54).
2. Système de construction modulaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'angle entre les éléments porteurs (16, 18) est, chaque fois, de 90 ° et/ou 45 °.
3. Système de construction modulaire selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les éléments porteurs (16, 18) sont reliés ensemble de façon amovible.
4. Système de construction modulaire selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les éléments porteurs (16, 18) sont, au moins partiellement, réalisés en une forme
creuse.
5. Système de construction modulaire selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément sol (14) se constitue de multiples d'éléments individuels, pouvant être
reliés entre eux de façon amovible.
6. Système de construction modulaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la première cheville de liaison (28) est plus longue que la deuxième cheville de liaison
(30).
7. Système de construction modulaire selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le montant de liaison (26) est un élément en forme de tube (56) comportant de multiples
moyens de fixation (44, 46).
8. Système de construction modulaire selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le premier moyen de fixation (44) se constitue d'au moins un coin de verrouillage
(62) qui est introduit dans un oeillet (58) d'un premier élément de maintien (64)
fixé en un côté longitudinal (74) de l'élément de paroi (32, 34, 36, 38) et dans un
creux (60) d'un deuxième élément de maintien (66) fixé au montant de liaison (26).
9. Système de construction modulaire selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8,
caractérisé en ce que
le deuxième moyen de fixation (46) se constituant d'une liaison par enfichage, se
constitue d'une cheville (68) disposée de façon amovible à l'élément à fixer (50)
et d'un oeillet d'introduction (70) correspondant au montant de liaison (26) ou d'un
troisième élément de maintien (72) qui y est fixé.
10. Système de construction modulaire selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément (50) est une couverture de gainage du montant de liaison (26).
11. Système de construction modulaire selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément sol (14) se constitue d'un élément de base de sol (40) et d'un support de
sol (42).
12. Utilisation d'un système de construction modulaire selon l'une quelconque des revendications
précédentes pour réaliser des coulisses modifiables dans un studio de cinéma.