[0001] Podien bei Schauspielhäusern, Theatern, Mehrzweckhallen und dergleichen sind oftmals
mit mehreren, nebeneinander angeordneten Klappen versehen, die um eine horizontale
Achse vertikal nach unten geschwenkt werden können, so dass eine entsprechend der
Anzahl der betätigten Klappen mehr oder minder große Öffnung im Podium gebildet ist.
Durch diese Öffnung kann mittels einer sogenannten Personenversenkung eine Person
beispielsweise aus dem Bereich einer unterhalb des Podiums angeordneten Unterbühne
auf das Niveau des Podiums nach oben verfahren bzw. vom Niveau des Podiums nach unten
verfahren werden, so dass sie nicht mehr sichtbar ist.
[0002] Als Personenversenkung findet eine Vorrichtung Verwendung, die eine in einem Gestell
gelagerte, heb- und senkbare Plattform aufweist. Angetrieben wird die Plattform mittels
eines Elektromotors, der mit Seilzügen zusammenwirkt, die an der Plattform angreifen.
Die Größe der Plattform ist so bemessen, dass deren Länge und Breite einer Podienklappe
entspricht, so dass, bei geöffneter Podienklappe, die angehobene Plattform den Raum
der zuvor geschlossenen Podienklappe einnimmt.
[0003] Personenversenkungen, insbesondere solche, die dem Heben und Senken einer Person
dienen, somit eine Plattform geringer Größe aufweisen, beispielsweise eine Fläche
von 1 m x 1 m, finden nicht nur zum Heben und Senken von Personen zwischen Unterbühne
und Podium Verwendung, sondern durchaus auch an anderen Orten von Schauspielhäusem,
Theatern, Mehrzweckhallen und dergleichen. Die Verwendung erfolgt beispielsweise im
Bereich des Orchestergrabens oder auf dem Podium, dem Seiten-, dem Hinterbühnenwagen,
der Bühne, Drehscheibenkassetten, wenn es darauf ankommt, Personen von einem bestimmten
Niveau bezüglich des Podiums bzw. der Bühne auf ein höheres Niveau zu heben bzw. von
dort zu senken. Um eine Mobilität solcher Personenversenkungen zu erreichen, sind
diese verfahrbar gestaltet. Dies gilt auch für kleinflächige Personenversenkungen,
die zwischen Unterbühne und Podium wirksam sind.
[0004] Es ist ferner bekannt, bei einem Podium eine großflächige, fest eingebaute Tischversenkung
vorzusehen. Auf dem Tisch kann beispielsweise ein aus einer Vielzahl von Personen
gebildeter Chor platziert werden, der, bei geöffneter großflächiger Klappe von der
Unterbühne auf das Niveau des Podiums verfahren werden kann. Hierbei ist durchaus
eine Verfahrgeschwindigkeit von bis zu 0,7 m pro Sekunde denkbar. Solche großflächigen
Tischversenkungen, die beispielsweise eine Plattformfläche von 9 m x 1 m aufweisen,
sind beispielsweise als Scherenhubtisch mit dem Tisch zur Aufnahme der Personen oder
als an Seilen aufgehängter Tisch gestaltet. Eine Lagerung des Tisches in Seilen erfordert
allerdings eine aufwendige Synchronisation. Abgesehen hiervon sind die Baukosten einer
solchen Vorrichtung mit großflächigem Tisch erheblich. Der gravierendste Nachteil
ist aber darin zu sehen, dass Tischversenkungen mit großer Plattform keine Möglichkeit
einer individuellen Kombination bieten, d.h. nur in der konkreten vorgegebenen Größe
der Plattform Verwendung finden können. Kleinere Einheiten der Plattform können somit
mit einer solchen Tischversenkung nicht dargestellt werden. Ist beispielsweise nur
eine Person zu heben, muss der großflächige Tisch insgesamt angehoben werden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung einer Personenversenkung zu schaffen,
die in beliebiger Anordnung, insbesondere beliebiger Länge konfigurierbar ist, wobei
eine universelle, einfache Bildung der Anordnung gewährleistet sein soll.
[0006] Die Erfindung schlägt eine Anordnung zur Personenversenkung bei Podien, mit mindestens
zwei Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen, vor, wobei die jeweilige Vorrichtung
eine in einem Gestell gelagerte, heb- und senkbare Plattform aufweist, sowie die Plattformen
unmittelbar nebeneinander angeordnet oder mittels eines oder mehrerer Brückenelemente
miteinander verbunden sind.
[0007] Erfindungsgemäß wird somit eine quasi Modulbauweise von Personenversenkungen zur
Bildung der Anordnung vorgeschlagen. Die jeweilige Vorrichtung ist insbesondere standardisiert,
d.h. sie weist Abmessungen auf, die der kleinsten, üblichen Größe der Podienklappe
entspricht. Diese beträgt beispielsweise, bezogen auf die Aufnahmefläche der Podienklappe,
1 m x 1 m. Demzufolge ist die Fläche der Plattform gleichfalls 1 m x 1 m. Gängig ist
auch eine Plattformgröße von 1,5 m x 1 m.
[0008] Durch die standardisierten Vorrichtungen lassen sich beliebige Anordnungen zur Personenversenkung
bilden, wobei es als bevorzugt angesehen wird, wenn Durch die standardisierten Vorrichtungen
lassen sich beliebige Anordnungen zur Personenversenkung bilden, wobei es als bevorzugt
angesehen wird, wenn mehrere Vorrichtungen ausschließlich hintereinander angeordnet
werden. Hierdurch lässt sich ein länglich angeordnetes Gebilde von Vorrichtungen zur
Personenversenkung schaffen.
[0009] So ist es beispielsweise denkbar, die Anordnung zur Personenversenkung als Tandem
auszubilden. In diesem Fall sind zwei Vorrichtungen mit jeweils hebund senkbarer Plattform
vorgesehen. Diese Vorrichtungen können unmittelbar nebeneinander angeordnet sein,
so dass sich bei einer Plattformfläche von 1 m x 1 m eine Gesamtfläche der beiden
Plattformen von 2 m x 1 m ergibt. Im Sinne des Tandems können die beiden Vorrichtungen
mit einem oder mehreren Brückenelementen verbunden werden, insbesondere mit einem
oder zwei Brückenelementen. Das jeweilige Brückenelement sollte zwischen den Plattformen
der beiden Vorrichtungen eine Fläche von gleichfalls 1 m x 1 m bilden, so dass bei
Verwendung von einem Brückenelement sich eine Länge des Tandems von 3 m, bei Verwendung
von zwei Brückenelementen eine Länge des Tandems vom 4 m ergibt. Die Gestaltung des
jeweiligen Brückenelementes ist beliebig, sofern es eine begehbare Fläche im konkreten
Beispiel von 1 m x 1 m gestattet. Beispielsweise kann die jeweilige Plattform der
Personenversenkung eine Traverse, insbesondere eine aus der Plattform ausziehbare
Traverse, aufnehmen, die mit der benachbarten Plattform oder einer Traverse der benachbarten
Plattform verbindbar ist, so dass diese Traverse bzw. diese Traversen die eine oder
mehrere Brückenelemente bildet bzw. bilden. Das jeweilige Brückenelement kann ferner
als Träger ausgebildet sein, der eine Brückenelementplattform aufnimmt, wobei dieser
Träger mit den benachbarten Personenversenkungen bzw. der benachbarten Personenversenkung
und dem benachbarten Brückenelement verbindbar ist.
[0010] Die Anordnung zur Personenversenkung kann sich auch als Triplett darstellen, d.h.
es werden drei Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen verwendet. Ein solches
Triplett ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine Aneinanderreihung mehrerer hintereinander
angeordneter heb- und senkbarer Plattformen bewerkstelligt werden soll. So wird es
als vorteilhaft angesehen, wenn zwischen jeder der drei Vorrichtungen zum Heben und
Senken von Personen ein Brückenelement angeordnet ist, oder sogar zwischen jeder Vorrichtung
zwei Brückenelemente angeordnet sind, wie es vorstehend zum Tandem beschrieben ist.
[0011] Die jeweilige Vorrichtung zum Heben und Senken der Person ist vorzugsweise verfahrbar.
Dies ermöglicht es, unkompliziert, insbesondere bei in abgesenkter Stellung befindlicher
Plattform, die Vorrichtung von einem Ort zum anderen zu verschieben, insbesondere
im Bereich der Unterbühne von einem Bereich unterhalb einer geschlossenen Klappe zu
einem Bereich unterhalb einer anderen geschlossenen Klappe.
[0012] Durch die Bildung der Anordnung zur Personenversenkung aus mehreren einzelnen Vorrichtungen
können großflächige Lösungen, die bisher insbesondere mittels einer Tischversenkung
dargestellt wurden, äußerst kostengünstig umgesetzt werden. Je nach konkretem Anwendungsfall
können die Personenversenkungen einzeln oder aber kombiniert, beispielsweise als Tandem
oder Triplett benutzt werden.
[0013] Beim Öffnen von Klappen in Podien bilden sich unterhalb der Klappe seitliche Schachtöffnungen.
Es wird unter diesem Aspekt vorgeschlagen, Türen, die bei der jeweiligen Vorrichtung
zum Heben und Senken der Person vorgesehen sind, dazu zu verwenden, dass diese, in
geöffneter Stellung der Tür, die Schachtöffnung verschließen. Hierdurch ist sichergestellt,
dass beim Heben und Senken der Person diese keiner Verletzungsgefahr, insbesondere
durch Einklemmen von Gliedmaßen im Bereich der Schachtwand, unterliegt. Zum Abdecken
der Schachtöffnung im Bereich der Stirnseite der Anordnung, auf Höhe der in Öffnungsposition
befindlichen Podienklappe, können separate Paneele vorgesehen sein, die gegebenenfalls
oben an der Tür der Vorrichtung zum Heben und Senken von Personen schwenkbar angelenkt
sind. Auf diese Art und Weise lässt sich sicherstellen, dass beim Aneinanderreihen
von Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen, bis auf einen Zugangs- und/oder
Abgangsbereich für Personen zur Anordnung bzw. von dieser, insgesamt eine lückenlose
Schachtwand gebildet ist, womit eine Verletzungsgefahr bezüglich Einquetschen, Stürzen
durch Schachtöffnungen eliminiert ist.
[0014] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung der
Figuren und den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt wird, dass alle Einzelmerkmale
und alle Kombinationen von Einzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.
[0015] In den Figuren ist die Erfindung anhand mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele
dargestellt, ohne auf diese beschränkt zu sein. Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Draufsicht auf eine Bühne eines Schauspielhauses mit Orchestergraben
und Podien mit fünf länglichen Bereichen, die für die Personenversenkung vorgesehen
sind,
- Figur 2
- eine räumliche Ansicht der Anordnung zur Personenversenkung, veranschaulicht für den
in Figur 1 zu P2 gezeigten linken Anwendungsfall des Tandems, schräg von oben auf
das Podium gesehen,
- Figur 3
- eine Prinzipsskizze der Personenversenkung für das in Figur 2 gezeigte Tandem,
- Figur 4
- eine Prinzipsskizze gemäß Figur 3, allerdings für zwei unmittelbar nebeneinander angeordnete
Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen.
[0016] In der Figur 1 ist für ein Schauspielhaus der Orchestergraben 1 und die Bühne 2 veranschaulicht,
wobei letztere durch fünf Podien P1, P2, P3, P4 und P5 gebildet ist. Das jeweilige
Podium weist dieselbe Grundfläche auf, beispielsweise eine Länge von 13 m und eine
Breite von 3 m. Die Podien sind längsseitig dicht an dicht angeordnet. In jedem Podium
ist eine längliche Öffnung, die etwa eine Längserstreckung von 9 m und eine Breitenerstreckung
von etwa 1 m aufweist, gebildet, die mittels neun Podienklappen 4 verschließbar ist.
Jede Podienklappe 4 weist eine quadratische Fläche auf, konkret eine Länge und Breite
von jeweils 1 m. Auf dieser Fläche kann eine Person (Schauspieler(in)) bequem stehen.
[0017] Die jeweilige Podienklappe 4 ist entlang ihrer einen Längsseite 5 schwenkbar im Podium
P1, P2, P3, P4 bzw. P5 gelagert und im Bereich ihrer abgewandten Längsseite 6 mit
dem jeweiligen Podium über nicht dargestellte Mittel verriegelbar. Demzufolge können
durch Überführen der Podienklappen 4 von deren horizontalen Schließposition in deren
vertikale Öffnungsposition Öffnungen beliebiger Länge im Raster von 1 m im jeweiligen
Podium gebildet werden.
[0018] Im Bereich dieser Öffnungen lassen sich Personenversenkungen anordnen, somit Vorrichtungen
zum Heben und Senken von Personen. In der Figur 1 ist die jeweilige Personenversenkung
mit PV bzw., entsprechend der Legende zur Figur 1 mit dem ausgewiesenen Symbol bezeichnet.
Die jeweilige Personenversenkung weist eine, wie insbesondere ergänzend der Darstellung
der Figur 2 zu entnehmen ist, heb- und senkbare Plattform 7 auf, die, entsprechend
der Abmessung der jeweiligen Podienklappe 4 eine quadratische Oberfläche mit den Maßen
1 m x 1 m aufweist. Bei geöffneter Podienklappe 4 kann die Plattform, sofern die Personenversenkung
PV exakt unter der durch die Podienklappe 4 freigegebenen Öffnung im Podien platziert
ist, in die Stellung angehoben werden, die vorher die geschlossene Podienklappe 4
eingenommen hat. Die Plattform 7 bildet damit eine Ebene mit der Oberfläche des die
Öffnung umgebenden Podiums. Gelagert ist die jeweilige Plattform 7 beispielsweise
in einem Gestell 8, dass in nicht näher beschriebener Art und Weise vier in den Ecken
der Plattform 7 zugeordnete Ständer 9, in den Ständern vertikal verfahrbare Schlitten
und von diesen aufgenommene Schwenkhebel, die an der Unterseite der Plattform 7 schwenkbar
angreifen, aufweist, wobei über den Ständern zugeordnete Seilzüge die Hebel mit den
Schlitten nach oben gezogen werden können, derart, dass zunächst die Schlitten nach
oben bewegt werden und dann die Hebel verschwenkt werden, um die Plattform 7 über
die Ständer 9 hinaus zu verfahren. Die Seile werden auf Seiltrommel aufgewickelt,
denen über ein Synchrongetriebe ein Elektromotor zugeordnet ist. Die jeweilige Personenversenkung
ist im Bereich ihrer unteren vier Ecken mit vier, nach Möglichkeit lenkbaren Rädern
10 versehen. Ferner sind in den genannten vier Ecken Spindelstempel 11 zur Arretierung
der Personenversenkung auf Position vorgesehen. Diese ermöglichen einen Neigungs-/Höhenausgleich
zum Boden der Unterbühne UB auf der die jeweilige Personenversenkung PV verfahrbar
ist.
[0019] Wie der Darstellung der Figur 1 zu entnehmen ist, kann die jeweilige Personenversenkung
PV einzeln beispielsweise im Orchestergraben platziert werden. Es ist, wie dem Podium
P1 zu entnehmen ist, durchaus denkbar, drei einzelne Personenversenkungen P5, ohne
dass diese in Wirkzusammenhang stehen, in der Öffnung des Podiums 1 zu platzieren.
Veranschaulicht ist zu dem Podium P1, dass die erste, fünfte und neunte Podienklappe
4 geöffnet ist und im Bereich der Öffnungen im Podium P1 drei einzelne Personenversenkungen
PV angeordnet sind. Es lassen sich somit drei Personen, in etwa einem Abstand jeweils
von 3 m, mittels der drei Personenversenkungen PV von der Unterbühne UB auf das Niveau
des Podiums P1 anheben bzw. umgekehrt absenken.
[0020] Zu den Podien P2 bis P5 sind erfindungsgemäße Anordnungen zur Personenversenkung
dargestellt:
Beim Podium P2 finden zwei Tandem Verwendung, wobei das eine Tandem eine Längserstreckung
von 3 m und das andere Tandem eine Längserstreckung von 4 m aufweist. Hierzu sind,
zur Aufnahme des einen Tandems, die erste bis dritte und sechste bis neunte Podienklappe
4 geöffnet, d.h. in ihre vertikale Öffnungsposition überführt. Im Bereich dieser Öffnungen
sind die beiden Tandems angeordnet, wobei das eine Tandem durch zwei Personenversenkungen
PV und ein Brückenelement 12 und das andere Tandem durch zwei Personenversenkungen
PV und zwei Brückenelemente 12 gebildet ist. Das jeweilige Brückenelement ist in der
Legende der Figur 1 mit dem entsprechenden Symbol wiedergegeben und kurz mit Brücke
bezeichnet. Beim Podium P2 verbleiben somit die vierte und fünfte Podienklappe in
ihrer horizontalen Schließposition. Im Podium P3 ist ein Triplett und ein Tandem gebildet.
Das rechts dargestellte Tandem hat eine Längserstreckung von 2 m und ist durch zwei
Personenversenkungen PV gebildet, deren Plattformen 7 unmittelbar nebeneinander angeordnet
sind. Die Plattformen 7 durchsetzen in ihrer angehobenen Stellung die Öffnung im Podium
P3, die zuvor von der achten und neunten Podienklappe 4 verschlossen war. Nur die
siebte Podienklappe 4 bleibt verschlossen. Die erste bis sechste Podienklappe sind
geöffnet und dort, zur Bildung des Triplett von 6 m Länge drei Personenversenkungen
PV angeordnet, wobei die linke und die mittlere Personenversenkung mittels zweier
Brückenelemente miteinander verbunden sind, während die mittlere und die rechte Personenversenkung
mittels eines Brückenelementes verbunden ist.
Zum Podium P4 ist ein Triplett gezeigt, das eine Länge von 5 m aufweist und im Bereich
der dritten bis siebten geöffneten Podienklappe 4 angeordnet ist. Dieses Triplett
weist drei Personenversenkungen PV auf, wobei zwischen der linken und der mittleren
Personenversenkung einerseits und der mittleren und der rechten Personenversenkung
andererseits jeweils ein Brückenelement angeordnet ist.
Zum Podium P5 ist gleichfalls ein Triplett veranschaulicht, allerdings mit einer Länge
von 7 m. Die zweite bis achte Podienklappe sind geöffnet und in diesem Bereich wieder
drei Personenversenkungen angeordnet, wobei zwischen der linken und der mittleren
Personenversenkung einerseits und der mittleren und der rechten Personenversenkung
andererseits jeweils zwei Brückenelemente 12 angeordnet sind. Jedes Brückenelement
12 weist eine begehbare Fläche, somit Plattform auf, die quadratisch ist und eine
Abmessung von 1 m x 1 m aufweist.
[0021] Die vorgenannten Beispiele verdeutlichen die universelle Kombinierbarkeit der Personenversenkungen
PV, entweder mit unmittelbar nebeneinander angeordneten Plattformen 7 oder in Verbindung
mit einem oder mehreren Brückenelementen 12.
[0022] Die Figuren 2 und 3 zeigen die Anordnung zur Personenversenkung für das in Figur
1 zum Podium P2, links dargestellte Tandem von 3 m Länge unter Verwendung eines Brückenelementes
12.
[0023] Gezeigt sind in der Figur 2 für die jeweilige Personenversenkung, dort PV 1 und PV
2 genannt, die vier Ständer 9, wobei jeweils zwei Ständer 9 in Längsrichtung ein Ständerpaar
bilden, das mittels einer Querstrebe 13 verbunden ist, ferner sind gezeigt die in
den Ständern 9 mittelbar gelagerte Plattform 7, die Räder 10 und die Spindelstempel
11. Bei geöffneter Podienklappe 4 ragt das jeweilige der vertikal angeordneten Podienklappe
4 zugeordnete Paar von Ständern 9 und die diese verbindende Querstrebe 13 bis knapp
unterhalb der Kante der Podienklappe 4 und es bildet die der Plattform 7 zugewandte
Fläche der Ständer 9 eine Ebene mit der Oberfläche der Podienklappe 4, die deren Begehfläche
darstellt. Somit kann die Plattform 7, die in der Figur 2 in ihrer abgesenkten Stellung
gezeigt ist, in ihrer vollständig angehobenen Stellung den Platz zwischen der in Figur
2 ganz links gezeigten, geschlossenen Podienklappe 4 einnehmen. Entsprechendes gilt
für die Plattform 7 der Personenversenkung PV 2. Wie der Figur 3 zu entnehmen ist,
nimmt die jeweilige Plattform 7 der Personenversenkung PV 1 bzw. PV 2 an ihrer Unterseite
einen Träger, in einer Ebene parallel zur Ebene der Plattform 7 verschiebbar, auf.
Die beiden Träger 14 lassen sich in Längsrichtung der Plattformen 7 verschieben und
sind in ihrer, in Figur 3 gezeigten ausgeschobenen Stellung miteinander über allgemein
mit der Bezugsziffer 15 bezeichnete Kupplungselemente miteinander verbindbar. Im Bereich
zwischen den beiden Plattformen 7 der Personenversenkungen PV 1 und PV 2 nehmen die
Träger 14 eine Brückenplattform 16 auf, die gleiche Abmessungen wie die jeweilige
Plattform 7 hat, somit eine Länge und Breite von jeweils 1 m aufweist. Durch synchrones
Verfahren der Personenversenkungen PV 1 und PV 2 wird die Brückenplattform 16 zusammen
mit den Plattformen 7 der beiden Personenversenkungen verfahren, so dass sich eine
verfahrbare Gesamtplattform in der Größe von 3 m x 1 m ergibt. Diese durchsetzt die
Öffnung im Podium P2 im Bereich der zur Figur 2 dargestellten geöffneten Podienklappen
4. Die synchrone Verfahrbarkeit der beiden Personenversenkungen PV 1 und PV 2 wird
sichergestellt durch eine Mastersteuerung 17, die der Personenversenkung PV 1 zugeordnet
ist und eine Slavesteuerung 18, die der Personenversenkung PV 2 zugeordnet ist. Ein
Kupplungskabel der beiden Steuerungen 17 und 18 ist mit der Bezugsziffer 19 bezeichnet.
[0024] Veranschaulicht ist in den Figuren 2 und 3 ferner der Zugang zu der Anordnung zur
Personenversenkung. Stirnseitig erfolgt dies mittels zweier Zugangstreppen 20 zu den
Personenversenkungen PV 1 und PV 2 auf deren abgewandten Seiten.
[0025] Jede Personenversenkung PV 1 bzw. PV 2 ist mit festen seitlichen Wänden 21, die an
den Ständern 9 befestigt sind, sowie im Bereich der Zugangstreppe 20 und der dieser
abgewandten Seite der Personenversenkung mit Türen versehen. Die Wände und Türen bestehen
vorzugsweise aus durchsichtigem Kunststoff. Figur 3 zeigt für die jeweilige Personenversenkung
die geöffnete, zugangsseitige Tür 22 sowie die jeweilige andere, gleichfalls in geöffneter
Stellung befindliche Tür 23. Die jeweilige Tür 23 lässt sich um das im zugeordneten
Ständer 9 gelagerte Scharnier 24 schwenken, wobei die äußere Schwenkbahn der Tür 23
der Personenversenkung PV 1 mit der Bezugsziffer 24 und die äußere Schwenkbahn der
Tür 23 der Personenversenkung PV 2 mit der Bezugsziffer 25 veranschaulicht ist. Da
die Türen 23 entgegengesetzt angeschlagen sind, kann mit der einen Tür 23 die Schachtöffnung
auf der einen Seite des Schachtes und mit der anderen Tür 23 die Schachtöffnung auf
der anderen Seite des Schachtes, jeweils zwischen den beiden Personenversenkungen,
geschlossen werden. Dies ist in den Figuren 2 und 3 veranschaulicht. Da im stirnseitigen
Bereich der aus den beiden Personenversenkungen und dem Brückenelement gebildeten
Anordnung auf dem Niveau der nach unten gerichteten, geöffneten seitlichen Podienklappe
4 eine Schachtöffnung nach wie vor vorhanden ist, wird diese, wie der Darstellung
der Figur 2 zu entnehmen ist, durch ein Paneel 26 verschlossen, das die Abmessungen
1 m x 1 m aufweist und über ein Scharnier 27 oben an der jeweiligen Tür 22 schwenkbar
angelenkt ist. Wird dieses Paneel 26 nicht zum Abdecken der Schachtstirnwand benötigt,
ist es in die untere vertikale Position weggeklappt und liegt somit außen an der zugeordneten
Tür 22 an. Durch nicht näher veranschaulichte Verriegelungsmittel wird das Paneel
26 mit stationären Bauteilen des Podiums verriegelt. Ferner sind Verriegelungselemente
für die beiden Türen 23 vorgesehen, die mit dem Ständer 9 zusammenwirken, der dem
freien Ende der Tür 23 zugewandt ist. Es ist durchaus denkbar, die Tür von der jeweiligen
Personenversenkung abnehmbar zu gestalten und zwischen benachbarten Trägern 9 zu montieren.
[0026] Durch die beschriebene Abdeckung der Schachtöffnungen ist eine höchstmögliche Sicherheit
der die Personenversenkung benutzenden Personen gewährleistet, da die Anordnung nur
im Bereich der beiden Zugangstreppen frei zugänglich ist, somit keine seitlichen Schachtöffnungen
vorhanden sind.
[0027] Die Ausführungsform nach der Figur 4 unterscheidet sich von derjenigen nach den Figuren
2 und 3 dadurch, dass keine Brückenplattform 16 vorgesehen ist und die beiden Träger
14 sich in ihrer unter die Plattformen 7 eingeschobenen Stellung befinden. Dies ermöglicht
es, die Personenversenkungen PV 1 und PV 2 dicht an dicht zu platzieren, wie es in
der Figur 1 zum Podium P3, rechts, dargestellt ist. Bei einer solchen Lösung werden
die den Zugangstreppen abgewandten Türen 23 ausgehängt, da keine Schachtöffnung abzudecken
ist.
[0028] Um eine relativ steife, gemeinsam verfahrbare Einheit zu bilden, können die (beiden)
Personenversenkungen im Bereich der Ständer 9 zusätzlich miteinander verbunden sein.
[0029] In den Figuren sind Abmessungen der Anordnung und deren Teile, sofern von Interesse,
mit angegeben.
[0030] In jedem Fall der Konfiguration der Personenversenkungen wird ein geschlossener und
lückenloser Schacht im Hubbereich der Plattform gebildet; es sind keine Scherkanten
vorhanden.
[0031] Im Sinne der Erfindung ist der Bereich Personenversenkung umfassend zu verstehen.
So dient die erfindungsgemäße Anordnung primär dem Versenken bzw. Heben von Personen;
sie ist aber durchaus zur Kulissen- und Requisitenbeförderung geeignet.
1. Anordnung zur Personenversenkung bei Podien, mit mindestens zwei Vorrichtungen (PV,
PV 1, PV 2) zum Heben und Senken von Personen, wobei die jeweilige Vorrichtung eine
in einem Gestell (8) gelagerte, hebund senkbare Plattform (7) aufweist, sowie die
Plattformen (7) unmittelbar nebeneinander angeordnet oder mittels eines oder mehrerer
Brückenelemente (12) miteinander verbunden sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Gestell (8) vier vertikale Ständer zur unmittelbaren oder mittelbaren
Aufnahme der jeweiligen Plattform (7) aufweist, insbesondere der Aufnahme über in
den Ständern (9) verfahrbare Schlitten, die die Plattform (7) tragende Hebelanordnungen
aufnehmen.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Plattform (7) mittels motorisch antreibbarer Seilzüge hebbar ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Plattform (7) rechteckig, vorzugsweise quadratisch ist, insbesondere
eine Länge von 1 m und eine Breite von 1 m aufweist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ständer (9) außerhalb der vertikalen Flucht der jeweiligen Plattform (7) angeordnet
sind.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Podium mit aus einer horizontalen Schließposition in eine vertikale Öffnungsposition
nach unten schwenkbaren Podienklappen (4) aufweist, wobei die Abmessungen der jeweiligen
Podienklappe (4) in Längs- und Querrichtung den Abmessungen der Plattform (7) der
zugeordneten Vorrichtung (PV, PV 1, PV 2) entsprechen.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Vorrichtung (PV, PV 1, PV 2) verfahrbar ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Brückenelement (12) die Breiten- und Längenabmessung einer Plattform
(7) oder die Breitenabmessung und mehrfache Längenabmessung einer Plattform (7) aufweist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattform einen Träger (14), insbesondere einen aus der Plattform (7) ausziehbaren
Träger (14) aufnimmt, der mit der benachbarten Plattform (7) oder einem Träger (14)
dieser Plattform (7) verbindbar ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (PV, PV 1, PV 2) mindestens eine Türe (22, 23) aufnimmt, die in geöffnetem
Zustand eine Schachtwandung unterhalb der in vertikaler Öffnungsposition befindlichen
Podienklappe (4) bildet.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Vorrichtungen (PV 1, PV 2) mit einem oder mehreren diese verbindenden Brückenelementen
(12) oder drei Vorrichtungen (PV, PV, PV) mit einem oder mehreren, benachbarte Vorrichtungen
verbindenden Brückenelementen (12) vorgesehen sind.