(19)
(11) EP 1 538 280 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.06.2005  Patentblatt  2005/23

(21) Anmeldenummer: 03027993.9

(22) Anmeldetag:  05.12.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E04H 3/26, A63J 5/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(71) Anmelder: TECO Bühnentechnik Wiesbaden technique consult GmbH
65201 Wiesbaden-Schierstein (DE)

(72) Erfinder:
  • Zoller, Winfried
    65205 Wiesbaden (DE)
  • Kornas, Ireneäus
    65195 Wiesbaden (DE)

(74) Vertreter: Quermann, Helmut, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Quermann Sturm Unter den Eichen 7
65195 Wiesbaden
65195 Wiesbaden (DE)

   


(54) Anordnung zur Personenversenkung bei Podien


(57) Die Erfindung schlägt eine Anordnung zur Personenversenkung bei Podien vor, mit mindestens zwei Vorrichtungen (PV 1, PV 2) zum Heben und Senken von Personen, wobei die jeweilige Vorrichtung eine in einem Gestell (8) gelagerte, heb- und senkbare Plattform (7) aufweist, sowie die Plattformen (7, 7) unmittelbar nebeneinander angeordnet oder mittels eines oder mehrerer Brückenelemente (12) miteinander verbunden sind.




Beschreibung


[0001] Podien bei Schauspielhäusern, Theatern, Mehrzweckhallen und dergleichen sind oftmals mit mehreren, nebeneinander angeordneten Klappen versehen, die um eine horizontale Achse vertikal nach unten geschwenkt werden können, so dass eine entsprechend der Anzahl der betätigten Klappen mehr oder minder große Öffnung im Podium gebildet ist. Durch diese Öffnung kann mittels einer sogenannten Personenversenkung eine Person beispielsweise aus dem Bereich einer unterhalb des Podiums angeordneten Unterbühne auf das Niveau des Podiums nach oben verfahren bzw. vom Niveau des Podiums nach unten verfahren werden, so dass sie nicht mehr sichtbar ist.

[0002] Als Personenversenkung findet eine Vorrichtung Verwendung, die eine in einem Gestell gelagerte, heb- und senkbare Plattform aufweist. Angetrieben wird die Plattform mittels eines Elektromotors, der mit Seilzügen zusammenwirkt, die an der Plattform angreifen. Die Größe der Plattform ist so bemessen, dass deren Länge und Breite einer Podienklappe entspricht, so dass, bei geöffneter Podienklappe, die angehobene Plattform den Raum der zuvor geschlossenen Podienklappe einnimmt.

[0003] Personenversenkungen, insbesondere solche, die dem Heben und Senken einer Person dienen, somit eine Plattform geringer Größe aufweisen, beispielsweise eine Fläche von 1 m x 1 m, finden nicht nur zum Heben und Senken von Personen zwischen Unterbühne und Podium Verwendung, sondern durchaus auch an anderen Orten von Schauspielhäusem, Theatern, Mehrzweckhallen und dergleichen. Die Verwendung erfolgt beispielsweise im Bereich des Orchestergrabens oder auf dem Podium, dem Seiten-, dem Hinterbühnenwagen, der Bühne, Drehscheibenkassetten, wenn es darauf ankommt, Personen von einem bestimmten Niveau bezüglich des Podiums bzw. der Bühne auf ein höheres Niveau zu heben bzw. von dort zu senken. Um eine Mobilität solcher Personenversenkungen zu erreichen, sind diese verfahrbar gestaltet. Dies gilt auch für kleinflächige Personenversenkungen, die zwischen Unterbühne und Podium wirksam sind.

[0004] Es ist ferner bekannt, bei einem Podium eine großflächige, fest eingebaute Tischversenkung vorzusehen. Auf dem Tisch kann beispielsweise ein aus einer Vielzahl von Personen gebildeter Chor platziert werden, der, bei geöffneter großflächiger Klappe von der Unterbühne auf das Niveau des Podiums verfahren werden kann. Hierbei ist durchaus eine Verfahrgeschwindigkeit von bis zu 0,7 m pro Sekunde denkbar. Solche großflächigen Tischversenkungen, die beispielsweise eine Plattformfläche von 9 m x 1 m aufweisen, sind beispielsweise als Scherenhubtisch mit dem Tisch zur Aufnahme der Personen oder als an Seilen aufgehängter Tisch gestaltet. Eine Lagerung des Tisches in Seilen erfordert allerdings eine aufwendige Synchronisation. Abgesehen hiervon sind die Baukosten einer solchen Vorrichtung mit großflächigem Tisch erheblich. Der gravierendste Nachteil ist aber darin zu sehen, dass Tischversenkungen mit großer Plattform keine Möglichkeit einer individuellen Kombination bieten, d.h. nur in der konkreten vorgegebenen Größe der Plattform Verwendung finden können. Kleinere Einheiten der Plattform können somit mit einer solchen Tischversenkung nicht dargestellt werden. Ist beispielsweise nur eine Person zu heben, muss der großflächige Tisch insgesamt angehoben werden.

[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung einer Personenversenkung zu schaffen, die in beliebiger Anordnung, insbesondere beliebiger Länge konfigurierbar ist, wobei eine universelle, einfache Bildung der Anordnung gewährleistet sein soll.

[0006] Die Erfindung schlägt eine Anordnung zur Personenversenkung bei Podien, mit mindestens zwei Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen, vor, wobei die jeweilige Vorrichtung eine in einem Gestell gelagerte, heb- und senkbare Plattform aufweist, sowie die Plattformen unmittelbar nebeneinander angeordnet oder mittels eines oder mehrerer Brückenelemente miteinander verbunden sind.

[0007] Erfindungsgemäß wird somit eine quasi Modulbauweise von Personenversenkungen zur Bildung der Anordnung vorgeschlagen. Die jeweilige Vorrichtung ist insbesondere standardisiert, d.h. sie weist Abmessungen auf, die der kleinsten, üblichen Größe der Podienklappe entspricht. Diese beträgt beispielsweise, bezogen auf die Aufnahmefläche der Podienklappe, 1 m x 1 m. Demzufolge ist die Fläche der Plattform gleichfalls 1 m x 1 m. Gängig ist auch eine Plattformgröße von 1,5 m x 1 m.

[0008] Durch die standardisierten Vorrichtungen lassen sich beliebige Anordnungen zur Personenversenkung bilden, wobei es als bevorzugt angesehen wird, wenn Durch die standardisierten Vorrichtungen lassen sich beliebige Anordnungen zur Personenversenkung bilden, wobei es als bevorzugt angesehen wird, wenn mehrere Vorrichtungen ausschließlich hintereinander angeordnet werden. Hierdurch lässt sich ein länglich angeordnetes Gebilde von Vorrichtungen zur Personenversenkung schaffen.

[0009] So ist es beispielsweise denkbar, die Anordnung zur Personenversenkung als Tandem auszubilden. In diesem Fall sind zwei Vorrichtungen mit jeweils hebund senkbarer Plattform vorgesehen. Diese Vorrichtungen können unmittelbar nebeneinander angeordnet sein, so dass sich bei einer Plattformfläche von 1 m x 1 m eine Gesamtfläche der beiden Plattformen von 2 m x 1 m ergibt. Im Sinne des Tandems können die beiden Vorrichtungen mit einem oder mehreren Brückenelementen verbunden werden, insbesondere mit einem oder zwei Brückenelementen. Das jeweilige Brückenelement sollte zwischen den Plattformen der beiden Vorrichtungen eine Fläche von gleichfalls 1 m x 1 m bilden, so dass bei Verwendung von einem Brückenelement sich eine Länge des Tandems von 3 m, bei Verwendung von zwei Brückenelementen eine Länge des Tandems vom 4 m ergibt. Die Gestaltung des jeweiligen Brückenelementes ist beliebig, sofern es eine begehbare Fläche im konkreten Beispiel von 1 m x 1 m gestattet. Beispielsweise kann die jeweilige Plattform der Personenversenkung eine Traverse, insbesondere eine aus der Plattform ausziehbare Traverse, aufnehmen, die mit der benachbarten Plattform oder einer Traverse der benachbarten Plattform verbindbar ist, so dass diese Traverse bzw. diese Traversen die eine oder mehrere Brückenelemente bildet bzw. bilden. Das jeweilige Brückenelement kann ferner als Träger ausgebildet sein, der eine Brückenelementplattform aufnimmt, wobei dieser Träger mit den benachbarten Personenversenkungen bzw. der benachbarten Personenversenkung und dem benachbarten Brückenelement verbindbar ist.

[0010] Die Anordnung zur Personenversenkung kann sich auch als Triplett darstellen, d.h. es werden drei Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen verwendet. Ein solches Triplett ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine Aneinanderreihung mehrerer hintereinander angeordneter heb- und senkbarer Plattformen bewerkstelligt werden soll. So wird es als vorteilhaft angesehen, wenn zwischen jeder der drei Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen ein Brückenelement angeordnet ist, oder sogar zwischen jeder Vorrichtung zwei Brückenelemente angeordnet sind, wie es vorstehend zum Tandem beschrieben ist.

[0011] Die jeweilige Vorrichtung zum Heben und Senken der Person ist vorzugsweise verfahrbar. Dies ermöglicht es, unkompliziert, insbesondere bei in abgesenkter Stellung befindlicher Plattform, die Vorrichtung von einem Ort zum anderen zu verschieben, insbesondere im Bereich der Unterbühne von einem Bereich unterhalb einer geschlossenen Klappe zu einem Bereich unterhalb einer anderen geschlossenen Klappe.

[0012] Durch die Bildung der Anordnung zur Personenversenkung aus mehreren einzelnen Vorrichtungen können großflächige Lösungen, die bisher insbesondere mittels einer Tischversenkung dargestellt wurden, äußerst kostengünstig umgesetzt werden. Je nach konkretem Anwendungsfall können die Personenversenkungen einzeln oder aber kombiniert, beispielsweise als Tandem oder Triplett benutzt werden.

[0013] Beim Öffnen von Klappen in Podien bilden sich unterhalb der Klappe seitliche Schachtöffnungen. Es wird unter diesem Aspekt vorgeschlagen, Türen, die bei der jeweiligen Vorrichtung zum Heben und Senken der Person vorgesehen sind, dazu zu verwenden, dass diese, in geöffneter Stellung der Tür, die Schachtöffnung verschließen. Hierdurch ist sichergestellt, dass beim Heben und Senken der Person diese keiner Verletzungsgefahr, insbesondere durch Einklemmen von Gliedmaßen im Bereich der Schachtwand, unterliegt. Zum Abdecken der Schachtöffnung im Bereich der Stirnseite der Anordnung, auf Höhe der in Öffnungsposition befindlichen Podienklappe, können separate Paneele vorgesehen sein, die gegebenenfalls oben an der Tür der Vorrichtung zum Heben und Senken von Personen schwenkbar angelenkt sind. Auf diese Art und Weise lässt sich sicherstellen, dass beim Aneinanderreihen von Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen, bis auf einen Zugangs- und/oder Abgangsbereich für Personen zur Anordnung bzw. von dieser, insgesamt eine lückenlose Schachtwand gebildet ist, womit eine Verletzungsgefahr bezüglich Einquetschen, Stürzen durch Schachtöffnungen eliminiert ist.

[0014] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung der Figuren und den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt wird, dass alle Einzelmerkmale und alle Kombinationen von Einzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.

[0015] In den Figuren ist die Erfindung anhand mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele dargestellt, ohne auf diese beschränkt zu sein. Es zeigt:
Figur 1
eine schematische Draufsicht auf eine Bühne eines Schauspielhauses mit Orchestergraben und Podien mit fünf länglichen Bereichen, die für die Personenversenkung vorgesehen sind,
Figur 2
eine räumliche Ansicht der Anordnung zur Personenversenkung, veranschaulicht für den in Figur 1 zu P2 gezeigten linken Anwendungsfall des Tandems, schräg von oben auf das Podium gesehen,
Figur 3
eine Prinzipsskizze der Personenversenkung für das in Figur 2 gezeigte Tandem,
Figur 4
eine Prinzipsskizze gemäß Figur 3, allerdings für zwei unmittelbar nebeneinander angeordnete Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen.


[0016] In der Figur 1 ist für ein Schauspielhaus der Orchestergraben 1 und die Bühne 2 veranschaulicht, wobei letztere durch fünf Podien P1, P2, P3, P4 und P5 gebildet ist. Das jeweilige Podium weist dieselbe Grundfläche auf, beispielsweise eine Länge von 13 m und eine Breite von 3 m. Die Podien sind längsseitig dicht an dicht angeordnet. In jedem Podium ist eine längliche Öffnung, die etwa eine Längserstreckung von 9 m und eine Breitenerstreckung von etwa 1 m aufweist, gebildet, die mittels neun Podienklappen 4 verschließbar ist. Jede Podienklappe 4 weist eine quadratische Fläche auf, konkret eine Länge und Breite von jeweils 1 m. Auf dieser Fläche kann eine Person (Schauspieler(in)) bequem stehen.

[0017] Die jeweilige Podienklappe 4 ist entlang ihrer einen Längsseite 5 schwenkbar im Podium P1, P2, P3, P4 bzw. P5 gelagert und im Bereich ihrer abgewandten Längsseite 6 mit dem jeweiligen Podium über nicht dargestellte Mittel verriegelbar. Demzufolge können durch Überführen der Podienklappen 4 von deren horizontalen Schließposition in deren vertikale Öffnungsposition Öffnungen beliebiger Länge im Raster von 1 m im jeweiligen Podium gebildet werden.

[0018] Im Bereich dieser Öffnungen lassen sich Personenversenkungen anordnen, somit Vorrichtungen zum Heben und Senken von Personen. In der Figur 1 ist die jeweilige Personenversenkung mit PV bzw., entsprechend der Legende zur Figur 1 mit dem ausgewiesenen Symbol bezeichnet. Die jeweilige Personenversenkung weist eine, wie insbesondere ergänzend der Darstellung der Figur 2 zu entnehmen ist, heb- und senkbare Plattform 7 auf, die, entsprechend der Abmessung der jeweiligen Podienklappe 4 eine quadratische Oberfläche mit den Maßen 1 m x 1 m aufweist. Bei geöffneter Podienklappe 4 kann die Plattform, sofern die Personenversenkung PV exakt unter der durch die Podienklappe 4 freigegebenen Öffnung im Podien platziert ist, in die Stellung angehoben werden, die vorher die geschlossene Podienklappe 4 eingenommen hat. Die Plattform 7 bildet damit eine Ebene mit der Oberfläche des die Öffnung umgebenden Podiums. Gelagert ist die jeweilige Plattform 7 beispielsweise in einem Gestell 8, dass in nicht näher beschriebener Art und Weise vier in den Ecken der Plattform 7 zugeordnete Ständer 9, in den Ständern vertikal verfahrbare Schlitten und von diesen aufgenommene Schwenkhebel, die an der Unterseite der Plattform 7 schwenkbar angreifen, aufweist, wobei über den Ständern zugeordnete Seilzüge die Hebel mit den Schlitten nach oben gezogen werden können, derart, dass zunächst die Schlitten nach oben bewegt werden und dann die Hebel verschwenkt werden, um die Plattform 7 über die Ständer 9 hinaus zu verfahren. Die Seile werden auf Seiltrommel aufgewickelt, denen über ein Synchrongetriebe ein Elektromotor zugeordnet ist. Die jeweilige Personenversenkung ist im Bereich ihrer unteren vier Ecken mit vier, nach Möglichkeit lenkbaren Rädern 10 versehen. Ferner sind in den genannten vier Ecken Spindelstempel 11 zur Arretierung der Personenversenkung auf Position vorgesehen. Diese ermöglichen einen Neigungs-/Höhenausgleich zum Boden der Unterbühne UB auf der die jeweilige Personenversenkung PV verfahrbar ist.

[0019] Wie der Darstellung der Figur 1 zu entnehmen ist, kann die jeweilige Personenversenkung PV einzeln beispielsweise im Orchestergraben platziert werden. Es ist, wie dem Podium P1 zu entnehmen ist, durchaus denkbar, drei einzelne Personenversenkungen P5, ohne dass diese in Wirkzusammenhang stehen, in der Öffnung des Podiums 1 zu platzieren. Veranschaulicht ist zu dem Podium P1, dass die erste, fünfte und neunte Podienklappe 4 geöffnet ist und im Bereich der Öffnungen im Podium P1 drei einzelne Personenversenkungen PV angeordnet sind. Es lassen sich somit drei Personen, in etwa einem Abstand jeweils von 3 m, mittels der drei Personenversenkungen PV von der Unterbühne UB auf das Niveau des Podiums P1 anheben bzw. umgekehrt absenken.

[0020] Zu den Podien P2 bis P5 sind erfindungsgemäße Anordnungen zur Personenversenkung dargestellt:

Beim Podium P2 finden zwei Tandem Verwendung, wobei das eine Tandem eine Längserstreckung von 3 m und das andere Tandem eine Längserstreckung von 4 m aufweist. Hierzu sind, zur Aufnahme des einen Tandems, die erste bis dritte und sechste bis neunte Podienklappe 4 geöffnet, d.h. in ihre vertikale Öffnungsposition überführt. Im Bereich dieser Öffnungen sind die beiden Tandems angeordnet, wobei das eine Tandem durch zwei Personenversenkungen PV und ein Brückenelement 12 und das andere Tandem durch zwei Personenversenkungen PV und zwei Brückenelemente 12 gebildet ist. Das jeweilige Brückenelement ist in der Legende der Figur 1 mit dem entsprechenden Symbol wiedergegeben und kurz mit Brücke bezeichnet. Beim Podium P2 verbleiben somit die vierte und fünfte Podienklappe in ihrer horizontalen Schließposition. Im Podium P3 ist ein Triplett und ein Tandem gebildet. Das rechts dargestellte Tandem hat eine Längserstreckung von 2 m und ist durch zwei Personenversenkungen PV gebildet, deren Plattformen 7 unmittelbar nebeneinander angeordnet sind. Die Plattformen 7 durchsetzen in ihrer angehobenen Stellung die Öffnung im Podium P3, die zuvor von der achten und neunten Podienklappe 4 verschlossen war. Nur die siebte Podienklappe 4 bleibt verschlossen. Die erste bis sechste Podienklappe sind geöffnet und dort, zur Bildung des Triplett von 6 m Länge drei Personenversenkungen PV angeordnet, wobei die linke und die mittlere Personenversenkung mittels zweier Brückenelemente miteinander verbunden sind, während die mittlere und die rechte Personenversenkung mittels eines Brückenelementes verbunden ist.

Zum Podium P4 ist ein Triplett gezeigt, das eine Länge von 5 m aufweist und im Bereich der dritten bis siebten geöffneten Podienklappe 4 angeordnet ist. Dieses Triplett weist drei Personenversenkungen PV auf, wobei zwischen der linken und der mittleren Personenversenkung einerseits und der mittleren und der rechten Personenversenkung andererseits jeweils ein Brückenelement angeordnet ist.

Zum Podium P5 ist gleichfalls ein Triplett veranschaulicht, allerdings mit einer Länge von 7 m. Die zweite bis achte Podienklappe sind geöffnet und in diesem Bereich wieder drei Personenversenkungen angeordnet, wobei zwischen der linken und der mittleren Personenversenkung einerseits und der mittleren und der rechten Personenversenkung andererseits jeweils zwei Brückenelemente 12 angeordnet sind. Jedes Brückenelement 12 weist eine begehbare Fläche, somit Plattform auf, die quadratisch ist und eine Abmessung von 1 m x 1 m aufweist.



[0021] Die vorgenannten Beispiele verdeutlichen die universelle Kombinierbarkeit der Personenversenkungen PV, entweder mit unmittelbar nebeneinander angeordneten Plattformen 7 oder in Verbindung mit einem oder mehreren Brückenelementen 12.

[0022] Die Figuren 2 und 3 zeigen die Anordnung zur Personenversenkung für das in Figur 1 zum Podium P2, links dargestellte Tandem von 3 m Länge unter Verwendung eines Brückenelementes 12.

[0023] Gezeigt sind in der Figur 2 für die jeweilige Personenversenkung, dort PV 1 und PV 2 genannt, die vier Ständer 9, wobei jeweils zwei Ständer 9 in Längsrichtung ein Ständerpaar bilden, das mittels einer Querstrebe 13 verbunden ist, ferner sind gezeigt die in den Ständern 9 mittelbar gelagerte Plattform 7, die Räder 10 und die Spindelstempel 11. Bei geöffneter Podienklappe 4 ragt das jeweilige der vertikal angeordneten Podienklappe 4 zugeordnete Paar von Ständern 9 und die diese verbindende Querstrebe 13 bis knapp unterhalb der Kante der Podienklappe 4 und es bildet die der Plattform 7 zugewandte Fläche der Ständer 9 eine Ebene mit der Oberfläche der Podienklappe 4, die deren Begehfläche darstellt. Somit kann die Plattform 7, die in der Figur 2 in ihrer abgesenkten Stellung gezeigt ist, in ihrer vollständig angehobenen Stellung den Platz zwischen der in Figur 2 ganz links gezeigten, geschlossenen Podienklappe 4 einnehmen. Entsprechendes gilt für die Plattform 7 der Personenversenkung PV 2. Wie der Figur 3 zu entnehmen ist, nimmt die jeweilige Plattform 7 der Personenversenkung PV 1 bzw. PV 2 an ihrer Unterseite einen Träger, in einer Ebene parallel zur Ebene der Plattform 7 verschiebbar, auf. Die beiden Träger 14 lassen sich in Längsrichtung der Plattformen 7 verschieben und sind in ihrer, in Figur 3 gezeigten ausgeschobenen Stellung miteinander über allgemein mit der Bezugsziffer 15 bezeichnete Kupplungselemente miteinander verbindbar. Im Bereich zwischen den beiden Plattformen 7 der Personenversenkungen PV 1 und PV 2 nehmen die Träger 14 eine Brückenplattform 16 auf, die gleiche Abmessungen wie die jeweilige Plattform 7 hat, somit eine Länge und Breite von jeweils 1 m aufweist. Durch synchrones Verfahren der Personenversenkungen PV 1 und PV 2 wird die Brückenplattform 16 zusammen mit den Plattformen 7 der beiden Personenversenkungen verfahren, so dass sich eine verfahrbare Gesamtplattform in der Größe von 3 m x 1 m ergibt. Diese durchsetzt die Öffnung im Podium P2 im Bereich der zur Figur 2 dargestellten geöffneten Podienklappen 4. Die synchrone Verfahrbarkeit der beiden Personenversenkungen PV 1 und PV 2 wird sichergestellt durch eine Mastersteuerung 17, die der Personenversenkung PV 1 zugeordnet ist und eine Slavesteuerung 18, die der Personenversenkung PV 2 zugeordnet ist. Ein Kupplungskabel der beiden Steuerungen 17 und 18 ist mit der Bezugsziffer 19 bezeichnet.

[0024] Veranschaulicht ist in den Figuren 2 und 3 ferner der Zugang zu der Anordnung zur Personenversenkung. Stirnseitig erfolgt dies mittels zweier Zugangstreppen 20 zu den Personenversenkungen PV 1 und PV 2 auf deren abgewandten Seiten.

[0025] Jede Personenversenkung PV 1 bzw. PV 2 ist mit festen seitlichen Wänden 21, die an den Ständern 9 befestigt sind, sowie im Bereich der Zugangstreppe 20 und der dieser abgewandten Seite der Personenversenkung mit Türen versehen. Die Wände und Türen bestehen vorzugsweise aus durchsichtigem Kunststoff. Figur 3 zeigt für die jeweilige Personenversenkung die geöffnete, zugangsseitige Tür 22 sowie die jeweilige andere, gleichfalls in geöffneter Stellung befindliche Tür 23. Die jeweilige Tür 23 lässt sich um das im zugeordneten Ständer 9 gelagerte Scharnier 24 schwenken, wobei die äußere Schwenkbahn der Tür 23 der Personenversenkung PV 1 mit der Bezugsziffer 24 und die äußere Schwenkbahn der Tür 23 der Personenversenkung PV 2 mit der Bezugsziffer 25 veranschaulicht ist. Da die Türen 23 entgegengesetzt angeschlagen sind, kann mit der einen Tür 23 die Schachtöffnung auf der einen Seite des Schachtes und mit der anderen Tür 23 die Schachtöffnung auf der anderen Seite des Schachtes, jeweils zwischen den beiden Personenversenkungen, geschlossen werden. Dies ist in den Figuren 2 und 3 veranschaulicht. Da im stirnseitigen Bereich der aus den beiden Personenversenkungen und dem Brückenelement gebildeten Anordnung auf dem Niveau der nach unten gerichteten, geöffneten seitlichen Podienklappe 4 eine Schachtöffnung nach wie vor vorhanden ist, wird diese, wie der Darstellung der Figur 2 zu entnehmen ist, durch ein Paneel 26 verschlossen, das die Abmessungen 1 m x 1 m aufweist und über ein Scharnier 27 oben an der jeweiligen Tür 22 schwenkbar angelenkt ist. Wird dieses Paneel 26 nicht zum Abdecken der Schachtstirnwand benötigt, ist es in die untere vertikale Position weggeklappt und liegt somit außen an der zugeordneten Tür 22 an. Durch nicht näher veranschaulichte Verriegelungsmittel wird das Paneel 26 mit stationären Bauteilen des Podiums verriegelt. Ferner sind Verriegelungselemente für die beiden Türen 23 vorgesehen, die mit dem Ständer 9 zusammenwirken, der dem freien Ende der Tür 23 zugewandt ist. Es ist durchaus denkbar, die Tür von der jeweiligen Personenversenkung abnehmbar zu gestalten und zwischen benachbarten Trägern 9 zu montieren.

[0026] Durch die beschriebene Abdeckung der Schachtöffnungen ist eine höchstmögliche Sicherheit der die Personenversenkung benutzenden Personen gewährleistet, da die Anordnung nur im Bereich der beiden Zugangstreppen frei zugänglich ist, somit keine seitlichen Schachtöffnungen vorhanden sind.

[0027] Die Ausführungsform nach der Figur 4 unterscheidet sich von derjenigen nach den Figuren 2 und 3 dadurch, dass keine Brückenplattform 16 vorgesehen ist und die beiden Träger 14 sich in ihrer unter die Plattformen 7 eingeschobenen Stellung befinden. Dies ermöglicht es, die Personenversenkungen PV 1 und PV 2 dicht an dicht zu platzieren, wie es in der Figur 1 zum Podium P3, rechts, dargestellt ist. Bei einer solchen Lösung werden die den Zugangstreppen abgewandten Türen 23 ausgehängt, da keine Schachtöffnung abzudecken ist.

[0028] Um eine relativ steife, gemeinsam verfahrbare Einheit zu bilden, können die (beiden) Personenversenkungen im Bereich der Ständer 9 zusätzlich miteinander verbunden sein.

[0029] In den Figuren sind Abmessungen der Anordnung und deren Teile, sofern von Interesse, mit angegeben.

[0030] In jedem Fall der Konfiguration der Personenversenkungen wird ein geschlossener und lückenloser Schacht im Hubbereich der Plattform gebildet; es sind keine Scherkanten vorhanden.

[0031] Im Sinne der Erfindung ist der Bereich Personenversenkung umfassend zu verstehen. So dient die erfindungsgemäße Anordnung primär dem Versenken bzw. Heben von Personen; sie ist aber durchaus zur Kulissen- und Requisitenbeförderung geeignet.


Ansprüche

1. Anordnung zur Personenversenkung bei Podien, mit mindestens zwei Vorrichtungen (PV, PV 1, PV 2) zum Heben und Senken von Personen, wobei die jeweilige Vorrichtung eine in einem Gestell (8) gelagerte, hebund senkbare Plattform (7) aufweist, sowie die Plattformen (7) unmittelbar nebeneinander angeordnet oder mittels eines oder mehrerer Brückenelemente (12) miteinander verbunden sind.
 
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Gestell (8) vier vertikale Ständer zur unmittelbaren oder mittelbaren Aufnahme der jeweiligen Plattform (7) aufweist, insbesondere der Aufnahme über in den Ständern (9) verfahrbare Schlitten, die die Plattform (7) tragende Hebelanordnungen aufnehmen.
 
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Plattform (7) mittels motorisch antreibbarer Seilzüge hebbar ist.
 
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Plattform (7) rechteckig, vorzugsweise quadratisch ist, insbesondere eine Länge von 1 m und eine Breite von 1 m aufweist.
 
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ständer (9) außerhalb der vertikalen Flucht der jeweiligen Plattform (7) angeordnet sind.
 
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Podium mit aus einer horizontalen Schließposition in eine vertikale Öffnungsposition nach unten schwenkbaren Podienklappen (4) aufweist, wobei die Abmessungen der jeweiligen Podienklappe (4) in Längs- und Querrichtung den Abmessungen der Plattform (7) der zugeordneten Vorrichtung (PV, PV 1, PV 2) entsprechen.
 
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Vorrichtung (PV, PV 1, PV 2) verfahrbar ist.
 
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Brückenelement (12) die Breiten- und Längenabmessung einer Plattform (7) oder die Breitenabmessung und mehrfache Längenabmessung einer Plattform (7) aufweist.
 
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattform einen Träger (14), insbesondere einen aus der Plattform (7) ausziehbaren Träger (14) aufnimmt, der mit der benachbarten Plattform (7) oder einem Träger (14) dieser Plattform (7) verbindbar ist.
 
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (PV, PV 1, PV 2) mindestens eine Türe (22, 23) aufnimmt, die in geöffnetem Zustand eine Schachtwandung unterhalb der in vertikaler Öffnungsposition befindlichen Podienklappe (4) bildet.
 
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Vorrichtungen (PV 1, PV 2) mit einem oder mehreren diese verbindenden Brückenelementen (12) oder drei Vorrichtungen (PV, PV, PV) mit einem oder mehreren, benachbarte Vorrichtungen verbindenden Brückenelementen (12) vorgesehen sind.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht