[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Schwimmbeckens mit einer
Überlaufrinne gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Die Herstellung von Schwimmbecken mit Formsteinen ist seit langem bekannt. Formsteine
ermöglichen eine sehr individuelle Ausgestaltung der Schwimmbecken, wodurch diese
in optimaler Weise den räumlichen Gegebenheiten des Bauplatzes angepasst werden können,
um das vorhandene Platzangebot bestmöglich nutzen zu können. Auch ist es bekannt,
die solcherart errichteten Schwimmbecken mit Folien auszukleiden, da die Herstellung
von Folienauskleidungen für individuelle Beckenmaße leicht zu realisieren ist. Es
ist auch bekannt, diese Schwimmbecken mit einer Überlaufrinne auszugestalten, um die
Wassertiefe an die maximale baurechtliche Beckentiefe heranzuführen.
[0003] Ebenfalls bekannt ist, auf diese Formsteine eine Überlaufrinne aus Fertigteilen aufzusetzen,
welche eine etwa U-förmige Querschnittsform besitzen und aus Beton oder aus Glasfaserbeton
hergestellt sind. Damit diese Betonfertigteile absolut wasserdicht sind, werden die
wasserführenden inneren Oberflächenbereiche mit PVC-beschichtetem Folienblech ausgekleidet.
Die Herstellung einer Überlaufrinne mit derart ausgekleideten Betonfertigteilen erweist
sich aber als wirtschaftlich relativ aufwendig.
[0004] Aus der DE 296 18 529 U1 ist ein Fertigteil für den Aufbau einer Überlaufrinne bekannt,
welches diesen Nachteil vermeidet. Das Fertigteil hat einen Betongrundkörper, der
im wesentlichen die Form eines U-Profiles hat, mit einem im wesentlichen ebenflächig
begrenzten Boden und außenseitig rechtwinklig an diesen anschließenden Längswänden,
deren obere Bereiche durch Anschlussprofile, die bei der Herstellung des Fertigteils
verlorene Schalungselemente bilden, abgedeckt sind, deren Außenflächen durch Kunststoffschichten
gebildet sind, mit denen die Beckenfolie durch Schweißen stoffschlüssig verbunden
ist.
[0005] Weiters ist aus der DE 199 13 597 A eine Überlaufrinne bekannt, welche ein Bauelement
offenbart, das mit anderen Bauelementen unter Bildung einer Rinne verbunden wird.
Der Rinnenteil des Bauelementes besteht aus einer Kunststoffrinne, die in ein bewehrtes
Trägerteil aus Beton in Form einer verlorenen Schalung eingegossen wird und die mit
den Kunststoffrinnen benachbarter Bauelemente dichtend verbunden wird. Der Grundkörper
dieses Bauelementes besteht mindestens aus zwei Teilen, einem Rinnenteil und einem
Trägerteil, welche fest miteinander verbunden sind. Die dichtende Verbindung benachbarter
Bauelemente wird entweder durch verkleben mit einem gummielastisch aushärtenden Klebstoff,
etwa kalthärtendem Silikonkautschuk, oder durch Verschweißen der aus thermoplastischem
Kunststoff gefertigten Rinnenteile bewirkt. Nachteilig bei dieser Ausführung ist jedoch,
dass der Rinnenteil und der tragende Teil fest miteinander verbunden sind. Dadurch
werden spätere Sanierungsmaßnahmen erheblich erschwert.
[0006] Ein weiterer Nachteil besteht in der verschweißten Verbindung der aus thermoplastischem
Kunststoff gefertigten Rinnenteile. Die einzelnen Beckenelemente wiesen unterschiedliche
Wärmedehnungskoeffizienten auf. Dies führt besonders bei einer längeren Bauweise des
Schwimmbeckens zur Bildung von Dehnungsrissen, wodurch die Überlaufrinne undicht wird
und aufwendige Sanierungsmaßnahmen erforderlich werden.
[0007] Um hier Abhilfe zu schaffen, schlägt die DE 199 06 507 A eine Überlaufrinne aus Kunststofffertigteilen
vor, welche nicht mit dem Beton starr verbunden ist, sondern lediglich auf eine ebene
Betonfläche aufgesetzt wird. Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist jedoch, dass
zur hierbei erforderlichen exakten Ausrichtung der einzelnen Fertigteile eine Justiervorrichtung
an jedem einzelnen Fertigteil vorhanden sein muss. Weiters ist die Überlaufrinne ungeschützt
gegen seitliche Kräfte, wie sie etwa in den Wintermonaten durch Schnee- und Eisdruck
auftreten können.
[0008] Weiters zeigt die FR 2 537 196 A eine Überlaufrinne, die auf dem Rand eines Schwimmbeckens
aufgesetzt ist und eine Rippe in der Form eines umgekehrten U's aufweist, wodurch
eine Überlaufkante gebildet wird.
[0009] Alle diese bekannten Ausführungen von Überlaufrinnen aus Kunststoff weisen zusätzlich
den Nachteil auf, dass sie über keine isolierenden Einrichtungen verfügen, welche
einem zu starken Wärmeverlust des ablaufenden Beckenwassers entgegen wirken würden.
[0010] Um diesem Nachteil zu begegnen, werden bereits seit einigen Jahren Schwimmbecken
vermehrt nicht mehr aus Betonfertigteilen, sondern aus Formsteinen gebaut, welche
ihrerseits aus Isoliermaterial gefertigt sind und nach dem Zusammenbau mit Schüttbeton
ausgegossen werden, wobei diesem Schüttbeton Zuschlagsstoffe - beispielsweise Glasfasern
- beigemengt sein können.
[0011] Diese Formsteine, welche ein im wesentlichen H-förmiges Querschnittsprofil haben,
weisen eine Reihe von Vorteilen auf. So sind sie erheblich leichter als Betonfertigteile
und damit einfacher zu verbauen, können noch leichter als Betonfertigteile der gewünschten
Beckengeometrie angepasst werden und bilden ein sowohl zur Wasserseite als auch zur
Erdseite hin sehr gut isoliertes Mauerwerk. Allerdings sind sie nicht geeignet zur
Aufnahme einer Überlaufrinne, da der zwischen den Isolierwänden zur Verfügung stehende
Querschnitt zu schmal zur Aufnahme einer Überlaufrinne ist. Überlaufendes Beckenwasser
würde beim plötzlichen Auftreten einer Welle über die Überlaufrinne hinaus schwappen.
[0012] Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, Fertigteilelemente für den
Bau einer Überlaufrinne, sowie die damit hergestellte Überlaufrinne aus Kunststoff
zu schaffen, welche mit den bekannten, geradlinigen, winkeligen und gekrümmt ausgebildeten
Isolier-Formsteinen kombinierbar ist und die genannten Nachteile der bisher bekannten
Ausführungen von Kunststoff-Überlaufrinnen zuverlässig vermeidet.
[0013] Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben durch die Merkmale von Patentanspruch 1 gelöst.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich Wärmeverluste durch eine ununterbrochene
Isolation weitgehend zu vermeiden. Gleichzeitig kann eine einfache Konstruktion unter
Verwendung herkömmlicher Isoliersteine erreicht werden, was insbesondere den Bau eines
Schwimmbeckens entsprechend erleichtert und verkürzt. Das erfindungsgemäße Verfahren
kann insbesondere dadurch effizient dadurch geändert werden, dass die Überlaufringe
aus mehreren Fertigteilelementen durch Verkleben oder Verschweißen gebildet wird.
[0014] Weiters betrifft die vorliegende Erfindung ein Fertigteilelement zur Herstellung
einer Überlaufrinne gemäß Patentanspruch 4. Die erfindungsgemäße Ausbildung ermöglicht
eine robuste Konstruktion mit einfachem Aufbau und hervorragenden thermischen Eigenschaften.
Eine hohe Belastbarkeit wird insbesondere dadurch erreicht, dass im Bereich des horizontalen
Abschnittes und/oder der rinnenförmigen Vertiefung mehrere zueinander parallele Abstützflächen
für die Rinnenabdeckroste vorgesehen sind. Weiters kann die Belastbarkeit dadurch
erhöht werden, dass im oberen Abschnitt der rinnenförmigen Vertiefung mindestens eine
Querstrebe zur Versteifung des Fertigteilelementes und/oder zur Abstützung von Rinnenabdeckrosten
vorgesehen ist.
[0015] Wasserverluste werden in einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung
dadurch vermieden, dass an einer ersten Stirnseite mindestens eine Nut und auf der
gegenüberliegenden Stirnseite eine Feder vorgesehen ist, um eine formschlüssige Steckverbindung
benachbarter Fertigteilelemente zu ermöglichen und dass vorzugsweise im Bereich der
Nut-Feder-Verbindung eine gummielastische geformte Dichtung eingelegt ist oder eine
dauerelastische abdichtende Kleberschicht eingebracht ist.
[0016] Ein vereinfachter Arbeitsfortschritt ist gegeben, wenn im Bereich der Stirnseiten
ein Profilsteg ausgebildet ist, der in die rinnenförmige Vertiefung hineinragt, um
benachbarte Fertigteilelemente durch ein Klammerelement zu verbinden, das die Profilstege
vorzugsweise mit Spiel umfasst, um ein Auseinanderdriften benachbarter Fertigteilelemente
in geringem Ausmaß zu ermöglichen. Ein besonderer Vorteil dieser Ausführungsvariante
besteht darin, dass Produktionstoleranzen und/oder thermische Längenänderungen auf
diese Weise ohne sonstige Nachteile ausgeglichen werden können.
[0017] Letztlich betrifft die vorliegende Erfindung ein Schwimmbecken, das gemäß Patentanspruch
12 mit den oben beschriebenen Fertigteilelementen ausgestattet ist.
[0018] In der Folge wird die vorliegende Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Fertigteilelement im Schnitt;
- Fig. 2
- ein Fertigteilelement, in einer axonometrischen Darstellung mit weggelassenem Rinnenbdeckrost;
- Fig. 3
- eine axonometrische Darstellung einer Ausführungsvariante der Erfindung;
- Fig. 4
- ein Eckelement einer Überlaufrinne in einer axonometrischen Darstellung;
- Fig. 5
- ein Detail einer Verbindungsstelle zwischen zwei Fertigteilelementen im Schnitt in
vergrößertem Maßstab; und
- Fig. 6
- die Verbindungsstelle von Fig. 5 in einem horizontalen Schnitt.
[0019] Wie aus Fig. 1 hervorgeht, besteht das Fertigteil 1 im wesentlichen aus einer rinnenförmigen
Vertiefung 2, einem Halteschenkel 3 und einem zwischen diesen beiden Abschnitten befindlichen,
hier im wesentlichen horizontal verlaufenden Abschnitt 4, welcher auf einem mit Beton
ausgegossenen Isolier-Formstein 5 aufliegt, von dem der dem vertikalen Schenkel 6
gegenüberliegende vertikale Schenkel 8 im oberen Bereich bis zum Quersteg 7 abgetrennt
wurde. Der Isolier-Formstein 5 besteht beispielsweise aus Styropor und hat üblicherweise
einen H-förmigen Querschnitt mit vertikalen Schenkeln 6 und 8, zwischen welchen sich
etwa mittig ein breiter Quersteg 7 befindet. Der vertikale Schenkel 6 wird in seinem
oberen Bereich zumindest teilweise vom Halteschenkel 3 des Fertigteiles 1 formschlüssig
übergriffen. Der Abschnitt 4 bildet gemeinsam mit der rinnenförmigen Vertiefung 2
den Aufnahmeteil 9 für einen Rinnenabdeckrost 10.
[0020] Zur Vermeidung von Wärmeverlusten sind um die frei liegenden Wände der rinnenförmigen
Vertiefung 2 weitere Isolierungen 11 und 12 angeordnet. Es versteht sich jedoch von
selbst, dass es auch denkbar ist, einen Isolier-Formstein zu schaffen, welcher die
weiteren Isolierungen 11 und 12 angeformt hat, um damit die oberste Reihe aus Isolier-Formsteinen
zur Aufnahme des erfindungsgemäßen Fertigteiles 1 zu bilden.
[0021] In den gegenüberliegenden Randbereichen 13 und 14 des Aufnahmeteiles 9 sind zueinander
parallel verlaufende Abstützflächen 15 und 16 für den Rinnenabdeckrost 10 vorgesehen.
Weiters kann in einer bevorzugten Ausführungsform zumindest eine Querstrebe 17 zum
Aussteifen des Fertigteilelementes 1 und/oder zum Abstützen von Rinnenabdeckrosten
10 vorgesehen sein.
[0022] Entlang der Oberkante des Halteschenkels 3 kann ein beschichtetes Blech 18 zur Folienbefestigung
vorgesehen sein. Um einen optisch ansprechenden Abschluss gegenüber dem Wasserbecken
herzustellen, kann der Halteschenkel 3 in einer bevorzugten Ausführungsform von einem
Edelstahlabdeckprofil 19 nahezu vollständig umfasst sein. Den gegenüberliegenden Abschluss
bildet in diesem Fall ein weiteres Edelstahlabdeckprofil 20, welches den Abschnitt
21 des Formteiles 1 zum Erdreich oder zu den nicht dargestellten Gehplatten hin optisch
ansprechend gestaltet.
[0023] In den Kantenbereichen der rinnenförmigen Vertiefung 2 befinden sich in einer besonders
bevorzugten Ausführungsform im Stoßbereich zweier Fertigteile 1 jeweils Profilstege
22, welche in die rinnenförmigen Vertiefungen 2 hineinragen, wobei jeweils zwei nebeneinander
liegende Profilstege 22 benachbarter Fertigteile 1 von einem Klammerelement 23 mit
Spiel umfasst werden.
[0024] Wie aus Fig. 2 hervorgeht, werden in einer bevorzugten Ausführung die Stoßbereiche
jedes Fertigteilelementes 1 auf einer Seite mit einer Nut 25 und auf der gegenüber
liegenden Seite mit einer Feder 26 ausgebildet, um eine formschlüssige Steckverbindung
benachbarter Fertigteilelemente 1 zu ermöglichen. In einer bevorzugten Ausführung
ist in der Nut- und Federverbindung eine gummielastische, geformte Dichtung eingelegt.
Es ist jedoch auch denkbar, diesen Bereich durch einbringen einer dauerelastischen,
abdichtenden Kleberschicht wasserdicht auszubilden.
[0025] Weiters kann es von Vorteil sein, die Abschnitte 3 und 21 des Formteiles mit einem
zusätzlichen Versteifungsblech 27 oder Versteifungswinkel 28 in ihrer Form zu stabilisieren,
wie aus Fig. 3 hervor geht.
[0026] Die Eckbereiche des Beckens werden von gewinkelten Fertigteilelementen 1 gebildet,
wie beispielsweise in Fig. 4 dargestellt. Es sind jedoch analog auch andere als rechtwinkelige
Fertigteilelemente vorstellbar. Runde Beckenränder weisen analog ausgebildete, gekrümmt
geformte Fertigteilelemente auf. Auch bei diesen Fertigteilelementen 1 können Querstreben
17 vorhanden sein.
[0027] Zum besseren Verständnis wurde in Figur 5 ein vergrößerter Ausschnitt der Verbindungsstelle
zwischen zwei benachbarten Fertigteilelementen 1, 1' im Bereich der Profilstege 22,
22' als vertikaler Schnitt dargestellt. Das Fertigteilelement 1 schließt mit einer
Feder 26 ab, das Fertigteilelement 1' schließt mit einer Nut 25 ab. Dazwischen befindet
sich eine Dichtung 29. Die benachbarten Profilstege 22 und 22' werden von einem Klemmelement
23 umfasst, wobei zwischen der Innenseite des Klemmelementes 23 und den Profilstegen
22 und 22' ein Spalt besteht, welcher eine Verschiebung der Fertigteilelemente 1 und
1' voneinander in einem engen Bereich erlaubt. Dieser Bereich ist jedoch so gering
gehalten, dass es zu keiner Undichtigkeit zwischen den Fertigteilelementen 1 und 1'
kommen kann. Durch diese bevorzugte Ausführung der Verbindung zweier Fertigteilelemente
1 und 1' bleiben thermische Verformungen ohne negativen Einfluss auf die Dichtheit
der Überlaufrinne.
[0028] Fig. 6 stellt dieselbe Verbindungsstelle aus Fig. 5, allerdings als horizontalen
Schnitt dar.
[0029] Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Fertigteilelemente und damit der daraus
gefertigten Überlaufrinne ist, dass kein Wärmeverlust des abfließenden Beckenwassers
durch Berührung mit Kältebrücken, wie kaltem Beton oder dergleichen auftreten kann.
Die einzige Berührungsfläche mit Beton betrifft jene zwischen den isolierenden Schenkeln
eines Isolierformsteines, welcher aufgrund seiner Lage keine Kältebrücke darstellen
kann. Damit ist die erfindungsgemäße Überlaufrinne sowohl für Freiluftbecken, aber
insbesondere auch für den Einsatz bei Hallenbecken hervorragend geeignet.
[0030] Ein weiterer großer Vorteil besteht darin, dass die Fertigteilelemente genauso leicht
gehandhabt werden können, wie die Isolierformsteine und zudem wesentlich kostengünstiger
herzustellen sind, als maßgefertigte Edelstahlrinnen. Zudem ist die wasserdichte Verbindung
im Vergleich mit Edelstahlrinnen wesentlich leichter herzustellen und weist eine um
vielfaches längere Lebensdauer auf.
[0031] Durch die bevorzugte Ausführungsform der Nut-Feder-Verbindung benachbarter Fertigteilelemente
sind keinerlei Einrichtungen für Höhenjustierungen notwendig.
[0032] Einen weiteren Vorteil stellt die bevorzugte Verbindung benachbarter Fertigteilelemente
über die angeformten Profilstege durch zusätzliche Klemmelemente dar, da die Fertigteilelemente
bei auftretenden Verformungsspannungen im Längsbereich innerhalb geringer Grenzen
ihre Lage verändern können, ohne dadurch eine Beschädigung der Verbindungsstellen
und damit ein Undicht werden zu riskieren.
1. Verfahren zur Herstellung eines Schwimmbeckens mit einer Überlaufrinne mit folgenden
Schritten:
- Herstellen von Schwimmbadwänden aus Formsteinen (5) aus einem Isoliermaterial, die
mit Beton ausgegossen werden;
- Herstellen einer geeigneten Oberkante der Schwimmbadwände;
- Aufsetzen von mindestens einem Fertigteilelement aus Kunststoff auf eine Schwimmbadwand
zur Herstellung einer Überlaufrinne,
dadurch gekennzeichnet, dass die Oberkante mindestens einer Schwimmbadwand durch Formsteine (5) gebildet wird,
die an der Beckenseite vertikal nach oben ragende Schenkel (6) aufweisen, an die jeweils
ein Quersteg (7) waagrecht anschließt, und dass das Fertigteilelement (1) zumindest
teilweise formschlüssig übergreifend auf die vertikalen Schenkel (6) aufgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die neben den Formsteinen (5) liegenden Abschnitte des Fertigteilelementes (1) durch
weitere Isolierungen (11, 12) isoliert werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlaufrinne aus mehreren Fertigteilelementen (1) durch Verkleben oder Verschweißen
gebildet wird.
4. Fertigteilelement zur Herstellung einer Überlaufrinne für ein Schwimmbecken, welches
Fertigteilelement dazu bestimmt ist, auf einen Formstein (5) aus einem Isoliermaterial
aufgesetzt zu werden, mit einem in Gebrauchslage im Wesentlichen horizontalen Abschnitt
(4), einer an den horizontalen Abschnitt (4) anschließenden rinnenförmigen Vertiefung
(2) und einem Rinnenabbdeckrost (10), dadurch gekennzeichnet, dass an den horizontalen Abschnitt (4) gegenüberliegend von der Vertiefung (2) ein Halteschenkel
(3) anschließt, der dazu ausgebildet ist, auf einen vertikalen Schenkel (6) des Formsteins
(5) formschlüssig aufgesetzt zu werden.
5. Fertigteilelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des horizontalen Abschnittes (4) und/oder der rinnenförmigen Vertiefung
(2) mehrere zueinander parallele Abstützflächen (15, 16) für die Rinnenabdeckroste
(10) vorgesehen sind.
6. Fertigteilelement nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen Abschnitt der rinnenförmigen Vertiefung (2) mindestens eine Querstrebe
(17) zur Versteifung des Fertigteilelementes und/oder zur Abstützung von Rinnenabdeckrosten
(10) vorgesehen ist.
7. Fertigteilelement nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an einer ersten Stirnseite mindestens eine Nut (25) und auf der gegenüberliegenden
Stirnseite eine Feder (26) vorgesehen ist, um eine formschlüssige Steckverbindung
benachbarter Fertigteilelemente (1, 1') zu ermöglichen und dass vorzugsweise im Bereich
der Nut-Feder-Verbindung (25, 26) eine gummielastische geformte Dichtung (29) eingelegt
ist oder eine dauerelastische abdichtende Kleberschicht (30) eingebracht ist.
8. Fertigteilelement nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Stirnseiten ein Profilsteg (22, 22') ausgebildet ist, der in die rinnenförmige
Vertiefung (2) hineinragt, um benachbarte Fertigteilelemente (1, 1') durch ein Klammerelement
(23) zu verbinden, das die Profilstege (22, 22') vorzugsweise mit Spiel umfasst, um
ein Auseinanderdriften benachbarter Fertigteilelemente (1, 1') in geringem Ausmaß
zu ermöglichen.
9. Fertigteilelement nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteschenkel (3) zumindest teilweise oberflächebeschichtet ist oder mit einem
beschichteten Blech (18) versehen ist, um ein Anschweißen einer Beckenfolie zu ermöglichen.
10. Fertigteilelement nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteschenkel (3) von einem Abdeckprofil (19) umfasst ist, das vorzugsweise zur
Angleichung an die Wasseroberfläche gegenüber dem Halteschenkel (3) justierbar ausgebildet
ist.
11. Fertigteilelement nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Rinnenabdeckrost (10) den horizontalen Abschnitt (4) und die rinnenförmige Vertiefung
(2) überdeckt.
12. Schwimmbecken mit Wänden, die aus Formsteinen (5) aus einem Isoliermaterial aufgebaut
sind, die mit Beton ausgegossen sind, wobei die Oberkante aus Formsteinen (5) gebildet
ist, die einen vertikal nach oben ragenden Schenkel (6) aufweisen, an den ein im Wesentlichen
waagrechter Quersteg (7) anschließt, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Oberkante mindestens ein Fertigteilelement (1) nach einem der Ansprüche 4
bis 11 aufgesetzt ist, das den vertikalen Schenkel (6) des Formsteines (5) formschlüssig
umgreift.