[0001] Die Erfindung betrifft einen elektromotorischen Antrieb mit integrierter Verriegelung
für einen Flügel von Fenstern oder Türen. Der Antrieb ist geeignet für alle Arten
von Flügeln, wie Kippfenster, Klappfenster, Drehfenster, Schwingfenster oder Wendefenster
und für entsprechende Flügel von Türen ebenso.
[0002] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Flügel motorisch mit einem großen Öffnungswinkel entweder zu kippen, zu klappen
oder zu drehen. Der Öffnungswinkel soll dabei mindestens etwa 60° erreichen, da dadurch
ein maximaler Querschnitt (Fläche) der Öffnung zum Lüften erreicht wird. Kleinere
Öffnungswinkel sollen stufenlos angesteuert werden können. Vor jeder Kipp-, Klapp-,
Schwenk- oder Drehbewegung des Flügels soll ein im Flügelfalzraum befindlicher Zentralverschluss
entriegelt bzw.
nach dem Schließen des Flügels soll der Zentralverschluss wieder verriegelt werden.
[0003] Alle Funktionen sollen mit nur einem motorischen Antrieb erreicht werden. Der elektromotorische
Antrieb soll dennoch besonders geeignet sein für enge Platzverhältnisse am Festrahmen,
wie sie beispielsweise bei Pfosten-Riegelkonstruktionen in Fassaden auftreten.
[0004] Diese Aufgabe wird mit Anspruch 1 oder Anspruch 2 oder der Lehre nach Anspruch 20
oder nach Anspruch 21 (als Arbeitsverfahren) gelöst.
[0005] Den Lösungen liegt das Konzept zu Grunde, den beiden unterschiedlichen Funktionen,
nämlich dem Entriegeln (und/oder Verriegeln) einerseits und dem Öffnen (und/oder Schließen)
des Flügels andererseits, eine jeweils unterschiedliche Hubbewegung zuzuordnen.
[0006] Die beiden Hubbewegungen entsprechen zwei in einem gemeinsamen Gehäuse bewegbaren
Antriebsteilen A,B, die einmal unabhängig voneinander sind und zum anderen aber auch
gemeinsam (gekuppelt) bewegbar sind.
[0007] Beide Antriebsteile werden ― wenn sie gekuppelt sind - durch den selben motorischen
Antrieb angetrieben.
[0008] Die Bewegung des einen im Gehäuse beweglichen Teils A wird auf einen außerhalb des
Gehäuses verlaufenden Antriebslenker zum Ausschwenken übertragen, der im montierten
Zustand mit seinem anderen Ende an einem Stützelement am Blendrahmen verschieblich
abgestützt ist, welches die Funktion eines Widerlagers hat. Mit ihm wird die Schwenkbewegung
des Flügels erreicht (Anspruch 25).
[0009] Der andere bewegliche Teil B im Gehäuse greift mit einem Eingriffselement (Stab,
Platte oder Lasche) durch den Flügelüberschlag in das Innere des Falzraumes. Das Eingriffsglied
steht - im montierten Zustand - im Eingriff mit einem Zentralverschluss (Verriegelungsgestänge),
so dass die Bewegung dieses beweglichen Teils B zum Entriegeln und Verriegeln des
Flügels dient (Anspruch 22, 23).
[0010] Es ist möglich, die Motor/Getriebe-Einheit (den "Antrieb") im Gehäuse verschiebbar
oder unverschiebbar anzuordnen, so dass die Hubbewegung von der auf der Spindel bewegten
Spindelmutter abgeleitet wird (allgemein Anspruch 20).
[0011] Bei der Lösung nach Anspruch 1 ist die Gewindestange (Spindel) des Antriebs in Längsrichtung
des Gehäuses festgelegt, so dass sich mit der Spindelmutter auf dem Gewinde der nicht
drehenden Stange der Motor als Ganzes in Längsrichtung bewegt. Der Antriebslenker
liegt neben dem und parallel zu einer Mittelebene (Längsebene) durch das Gehäuse,
so dass für das Abstützen des anderen Endes des Lenkers am Blendrahmen nur ein ganz
schmaler Bereich zur Montage benötigt wird.
[0012] Die beiden Hübe können von der Schließstellung des Flügels aus gleichzeitig starten
(Anspruch 3), sind aber unterschiedlich lang. Es sind "andere Hübe", hier teilüberlappend.
Es ist aber genauso möglich, den Öffnungshub erst nach Beendigung des Entriegelungshubes
einsetzen zu lassen (Anspruch 4). Auch hier sind es andere Hübe.
[0013] Bei der Lösung nach Anspruch 2 ist die Spindel (Gewindestange) drehbar und der Motor
der Antriebseinheit ist mit dem Gehäuse, insbesondere an dessen einem Ende unverschieblich
verbunden. Ein Abschnitt der gesamten Getriebe-Antriebseinheit bleibt beweglich und
wird als "längsbeweglicher Gleitabschnitt" von der Spindel durch ihre Drehbewegung
in Längsrichtung bewegt. Die Drehbewegung überträgt sich auf eine mit dem Gleitabschnitt
fest gekoppelte Spindelmutter. Durch die Anordnung des Motors der Antriebseinheit
an einem Ende des Gehäuses ist Bewegungsraum geschaffen, der von dem Hub oder der
Bewegung des beweglichen Abschnitts (als Gleitabschnitt) verwendet werden kann, nachdem
er von dem Führungsabschnitt abgekuppelt wurde.
[0014] Diese hubwegabhängige Kupplung führt zum Einkuppeln und zum Entkuppeln, welches Entkuppeln
zum Freiwerden des längsbeweglichen Gleitabschnitts gegenüber dem ruhend verbleibendem
Führungselement führt. Es bleibt so lange in dieser Wartelage am Ende des Entriegelungshubes,
auch als seine Endstellung bezeichnet, bis der bewegliche Abschnitt bei der Schließbewegung
zurückkommt und erneut einkuppelt, um danach gemeinsam einen rückwärts gerichteten
ersten Hub zum Verriegeln auszuführen (Anspruch 9).
[0015] Die Federeinrichtung (Anspruch 13) hält die Wartelage des Führungselements, bis ein
erneutes Einkuppeln erfolgte.
[0016] Der Arbeits- oder Betätigungslenker (Anspruch 10) kann für die kombinierte Schwenk-Öffnung
und die Längs-Entriegelung eine kombinierte Bewegung ausführen, aus einer Parallelverschiebung
und einer Schwenkung (Anspruch 21). Der Wechsel zwischen den beiden Bewegungen findet
im Wesentlichen zeitgleich mit dem Kuppeln bzw. Entkuppeln der beiden beweglichen
Teile im Gehäuse statt (oben als Teil A und Teil B bezeichnet), vgl. Anspruch 24.
[0017] Die Antriebskraft für die Betätigung bezieht der Arbeitslenker aus der Bewegung eines
der beiden Teile (Anspruch 5).
[0018] Die Stellung der Kupplung (Anspruch 6) zwischen den beiden im Gehäuse befindlichen
Teilen A, B ist abhängig von der Längsposition der beiden Kupplungsteile, des einen
starren Kupplungshakens und des anderen elastisch nachgiebigen Rastelements. Die Position
des Lösens dieser Kupplung liegt bei einem Durchbruch einer Steuerplatte des Gehäuses,
welcher Durchbruch eine Schwenkbewegung des unter Vorspannung stehenden Rastelementes
erlaubt.
[0019] Für die Lösung, bei der mit einer festen Gewindestange gearbeitet wird (Anspruch
1), sind Drehbewegung und Längsbewegung der Spindelstange durch ein Sperrstück verhindert,
insbesondere verankert (Anspruch 7). Dieser Festpunkt kann durch einen Bolzen mit
einer Längserstreckung vorgegeben werden, der zusätzlich in ein Langloch eingreift,
um die erste Hubbewegung in ihrer Länge zu begrenzen (Anspruch 7). Am Ende des begrenzten
Hubweges (Anspruch 8), liegt auch die Stelle, an der die Kupplung freigegeben wird,
um die beiden genannten Teile A/B voneinander zu lösen. Nach dem Abkoppeln bewegt
sich das Teil A weiterhin, angetrieben von dem Motor des Antriebs und überträgt die
schwenkende Bewegung auf den äußeren Arbeitslenker. Dieses erfolgt während des Hubweges
H2.
[0020] Die entsprechenden Bewegungen sind bei der Rückwärtsbewegung umgekehrt zu betrachten,
Einschwenken statt Ausschwenken, Verriegeln statt Entriegeln und Einkuppeln statt
Entkuppeln. Die Kombination ist vorteilhaft.
[0021] Eine Steuerkurve an dem Steuerkurventeil (Anspruch 10, 11 und 14) hat einen geraden
Abschnitt und einen gebogenen Abschnitt, wobei der gerade Abschnitt näher der Längsführung
gelegen ist. Die beiden Abschnitte gehen ineinander über und es greift ein Steuerzapfen
ein, der relativ zu dem am Anschlag befindlichen Gleiter die Schwenkbewegung des Arbeitsarmes
zur Betätigung des Flügels steuert und führt (Anspruch 25). Ein weiteres Eingriffsstück,
in einem größeren Abstand von dem genannten Zapfen am Arbeitslenker wirkt mit einer
Auflaufschräge zusammen, um eine Andrückkraft (den Voranzug) des Flügels in der Endstellung
beim Schließen zu erreichen (Anspruch 12).
[0022] Ein Abstandselement zwischen der Unterseite des Gehäuses und dem Montageort am Überschlag
des Flügels sorgt für einen genügenden Abstand des Führungszapfens des Arbeitslenkers
und der Stützstelle des Lenkers in der Gleitführung (Anspruch 16), auch in der geschlossenen
Stellung des Flügels. Der Raum, der durch das Abstandselement zur Erreichung eines
gewünschten Drehmomentes vorgesehen ist, kann für die Unterbringung eines Schaltnetzteils,
eines Empfängers einer Fernbedienung oder dgl. ausgenutzt werden.
[0023] Nachdem das Steuerkurventeil am Festrahmen angeordnet ist, ist seine schmale Ausbildung
für den benötigten Bauraum von Vorteil. Es hat keine zusätzlichen motorischen Elemente
oder weitere Lenker, lediglich den einen Hauptlenker als Arbeitsoder Betätigungslenker,
welcher die kombinierte Bewegung aus Längsverschiebung und Drehung ausführt (Anspruch
15, 26 und 27). In einer Bemessungsmaßgabe kann das Steuerkurventeil eine geringe
Breite aufweisen, die schmäler ist, als die vergleichbare Breite des Gehäuses, in
welchem der elektromotorische Antrieb gelegen ist. Bevorzugt kann das Steuerkurventeil
auch wesentlich schmäler ausgebildet werden, insbesondere schmäler als die Hälfte
der Breite des Gehäuses (Anspruch 17).
[0024] Die Länge des Eingriffsglieds bemisst sich so, dass der Kupplungszapfen zum Verriegelungsgestänge
erreicht wird (Anspruch 18), wobei der aus dem Gehäuse herausragende Abschnitt so
lang sein wird, dass er durch das Abstandselement (Anspruch 16), durch den Überschlag
des Flügels und ein Stück in den Falzraum hineingreifen kann.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
- Figur 1, Figur 1a
- zeigen in Seitenansicht und Perspektive einen elektromechanischen Antrieb mit Steuerkurventeil
7 und Antriebslenker 10, gemäß einem (ersten) Beispiel der Erfindung bei bereits geöffnetem
Flügel 2, gegenüber einem Festrahmen 1 (Blendrahmen).
- Figur 2
- verdeutlicht im mittig gelegenen Längsschnitt durch einen Abschnitt eines Gehäuses
16 Teile des Antriebes, und zwar in der verriegelten Schließstellung des Flügels 2, noch vor Beginn der Hübe H1,H2.
- Figur 3
- veranschaulicht in gleicher Darstellung wie Figur 2 den Antrieb nach dem Entriegeln mit Hub H1 und während der Ausführung (im Anfangsbereich) der Öffnungsbewegung H2, übertragen auf einen in den anderen
Figuren dargestellten Flügel 2.
- Figur 4
- ist ein weiteres Ausführungsbeispiel mit stationärem Motor 25.
- Figur 5
- ist ein Ausschnitt eines Antriebs in geschlossener Stellung am Flügel und Festrahmen
montiert.
- Figur 6
- verdeutlicht ein das Eingriffselement 21 in Seitenansicht und einem Schnitt.
[0026] Ein Flügel 2 ist am Fest- oder Blendrahmen 1 mit einem Gelenk 3 schwenkbar angelenkt.
Es kann sich dabei um einen Kipp- oder einen Klappflügel oder auch um ein Drehfenster
(kurz: "Flügel") handeln. Auf der Flügelrahmeninnenseite ist unter Zwischenschaltung
eines Abstandselementes 15 das Gehäuse 16 des Antriebes montiert, in dem verschiedene
Antriebselemente angeordnet sind.
[0027] Das Abstandselement 15 ist vorgesehen, um durch die Öffnungs- und Schließbewegungen
des Antriebs entsprechend große Drehmomente zu erhalten.
[0028] Der geöffnete Flügel 2 gibt den Blick frei auf einen Zentralverschluss 4 mit einem
Riegelzapfen 5 (oder mehreren), die beim Schließen des Flügels in entsprechende Schließplatten
5a des Blendrahmens 1 eingreifen.
[0029] In Figur 1 ist angedeutet, dass auf der Unterseite des Gehäuses 16 ein durch das Abstandselement
15 und den Überschlag 2a des Flügels greifendes Eingriffselement 21 vorgesehen ist,
das über den Kopplungs- oder Riegelzapfen 6 greift und so eine antriebsmäßige Verbindung
zwischen dem Zentralverschluss 4 und einem im Gehäuse 16 angeordneten Antriebsteil
herstellt.
Figur 6 veranschaulicht das als Stab oder Platte ausgebildete Eingriffselement 21, wie es
durch den Schlitz 2b im Überschlag 2a des Flügels 2 greift.
[0030] An der Seite des Gehäuses 16 ist ein Längsschlitz 19 vorgesehen, durch den ein Zapfen
20 greift, an dem das eine Ende des Antriebslenkers 10 angelenkt ist. Das andere Ende
des Lenkers 10 ist an einem Gleitelement 9 angelenkt, das in einer Führung 8 eines
am Blendrahmen 1 befestigten Anlenk- und Steuerkurventeils 7 (als Stützelement) vorgesehen
ist. Die Führung 8 ist zur einen Längsseite offen und hat vor dem anderen Ende einen
Anschlag 49. Das Steuerkurventeil weist an einem aufragenden Flansch 7a eine Steuerkurve
11 auf, in die ein Zapfen oder eine Rolle 12 des Lenkers 10 eingreift. Ferner ist
an dem aufragenden Flansch eine Voranzugsschräge 13 vorgesehen, mit der bei der Schließbewegung
ein weiteres Eingriffsstück, wie Zapfen oder Rolle 14 des Lenkers 10 zusammenwirkt,
um im Endbereich der Schließbewegung einen mechanischen Druck als Voranzug des Flügels
mit Schließdruckkraft auf den Blendrahmen zu gewährleisten. Bei dem nachfolgenden
Verriegelungsvorgang wird so ein zuverlässiges Eingreifen der Verriegelungszapfen
5 des Zentralverschlusses 4 in die entsprechenden Schließtaschen 5a am Rahmen erreicht.
[0031] Das Gehäuse 16 ist an seinen Enden durch Stirnplatten 17 und 18 verschlossen. In
Figur 1 hat man durch den Schlitz 19 hindurch einen begrenzten Blick auf den im Gehäuse
angeordneten Getriebe/Antrieb 25.
[0032] Mit H1 ist der zur Verriegelung und Entriegelung verwendete Hub des Zentralverschlusses
4 bezeichnet. Die Schwenkung des Flügels gegenüber dem Blendrahmen beim Öffnen und
Schließen gibt α an. H2 ist der Weg zum Öffnen und Schließen mit dem Winkel α. Öffnen/Schließen
bezieht sich dabei auch auf die Betätigung des Antriebs selbst.
[0033] Die
Figuren 2 und 3 zeigen - bezogen auf Figur 1 - den jeweils oberen Abschnitt des Gehäuses 16, wie
an der Stirnplatte 17 und dem Zapfen 20 als Referenz zu erkennen ist.
[0034] Die mit 25a, 25b und 25c bezeichneten Teile gehören zu dem Getriebe/Antrieb 25. Das
sind vor allem der Elektromotor 25a, das zwischengeschaltete Getriebe 25b und die
Spindelmutter 25c, die auf der Spindel 27 angeordnet ist. Im dargestellten Beispiel
ist die Spindel 27 bei 28 mit einem Sperrstück in dem Gehäuse 16 gegen Dreh- und Längsbewegungen
gesichert und verankert. Dies bedeutet, dass zusammen mit der Spindelmutter sich das
gesamte Getriebe/Antrieb 25 zusammen mit einem Gleitelement 26 als Einheit im Gehäuse
längsbewegen kann.
[0035] Zur Getriebe/Antriebseinheit 25,26 gehört ein im Gehäuse geführtes Gleitelement 26,
das fest zugeordnet ist. Dieses Gleitelement weist den Verbindungszapfen 20 auf, der
durch den Gehäuseschlitz 19 nach außen greift und mit dem der Lenker 10 schwenkbar
gekoppelt ist.
[0036] In dem Gehäuse ist ein Führungselement 29 längsbewegbar angeordnet. Die Längsbewegung
des Führungselementes 29 ist begrenzt, beispielsweise durch einen Längsschlitz 31,
der von dem den Festpunkt der Spindel bildenden Bolzen 28 durchgriffen wird.
[0037] In Figur 2 ist die Lage des Führungselementes 29 gezeigt, in der der Flügel sich
in der Schließstellung befindet und durch den Zentralverschluss 4 verriegelt ist.
Das Sperrstück 28 befindet sich an dem einen Ende des Führungsschlitzes 31, während
es sich in Figur 3 am entgegengesetzten Ende dieses Schlitzes befindet. Die Stellung
des Führungselementes 29 nach Figur 3 ist die Stellung, in der der Zentralverschluss
den Flügel freigegeben hat, d.h. der Zentralverschluss entriegelt ist, veranlasst
durch den Eingriffsteil 21. Der Eingriffsteil 21, der mit dem Zapfen 6 des Zentralverschlusses
4 zusammenwirkt, ist an dem Führungselement 29 vorgesehen.
[0038] Das Führungselement 29 steht unter der Vorspannung einer Feder 30, die sich an der
Stirnplatte 17 des Gehäuses 16 abstützt. In der Stellung nach Figur 2 ist die Feder
gespannt, in der Stellung nach Figur 3 ist sie zum Teil entspannt. Der Führungsteil
29 kann also, wie in Figur 3 eingezeichnet ist, den nach Figur 1 notwendigen ersten
Hub H1 (als Wegstrecke) ausführen, der zum Entriegeln (beim Öffnen) und Verriegeln
(beim Schließen) vorgesehen ist. Nach dem Entriegeln, in Position +H1, hält die Feder
30 das Element 29 in Position, beispielsweise am rechten Ende des Längsschlitzes 31.
[0039] Das Gleitelement 26, das fest mit dem Getriebe/Antrieb 25 verbunden ist, weist ein
starres Kupplungsglied 35 auf, das in Längsrichtung des Gehäuses auf den Führungsteil
29 hin ausgerichtet ist. Das starre Kupplungsglied weist zu beiden Längsrichtungen
Auflaufschrägen 36a, 36b auf und bildet den einen Teil einer in Abhängigkeit vom Hubweg
selbsttätig gesteuerten Kupplung 34. Der andere Teil dieser Kupplung sitzt als Rastelement
37 an dem Führungselement 29 und ist schwenkbar gelagert 38 und steht unter der Vorspannung
einer Feder 40.
[0040] Die hubweg-abhängige Steuerung der Kupplung 34 verwendet ein in das Gehäuse eingelegtes
Flachstück 32 als Steuerhilfe, das an einer bestimmten Stelle des Hubweges eine Öffnung
33 aufweist, in welche ein Kopfstück 39 bei Erreichen eines bestimmten Hubweges eingreifen
kann. Das Kopfstück 39 ist mit dem Rastelement 37 fest verbunden und ebenso schwenkbar
um das Lager 38.
[0041] Aus Figur 2 ist ersichtlich, dass während des ersten Hubweges H1 das Kopfstück 39
an der Innenfläche des Steuerbleches 32 anliegt und damit sperrend verhindert, dass
das schwenkbare Rastelement 37 außer Eingriff mit dem starren Kupplungsglied 35 des
Gleitelements 26 gelangt. Das bedeutet, dass das Führungselement 29 und das Gleitelement
26 zu einer Bewegungseinheit gekoppelt sind, so lange, bis der erste Hubweg H1 zurückgelegt
und der Flügel dann über den Zentralverschluss 4 entriegelt ist. Zu dieser Einheit
gehört auch der Antrieb 25 mit Getriebe und Spindelmutter 25c.
[0042] Nachdem der Bolzen 28 am Ende des Schlitzes 31 angeschlagen hat (Figur 3), kann das
Kopfstück 39 in die Öffnung 33 gleiten, wodurch das Rastelement 37 entriegelt (freigegeben)
ist und auf der Schräge 36a des starren Kupplungsglieds 35 aufgleitet, um den Getriebe-/Antrieb
25 mit Gleitelement 26 freizugeben, die ihre Bewegung allein fortsetzen.
[0043] Bei der Schließbewegung des Flügels gelangt die Stirnseite 25d der Einheit 25/26
in Anlage an die Stirnfläche 29a des Führungselementes 29, so dass letzteres von dem
Getriebe/Antrieb in Richtung -z nach rechts in Figur 3 schiebend mitgenommen wird.
[0044] Das Rastelement 37 gleitet vor der Berührung der Flächen 29a/25d auf der Schräge
36b hinauf und gelangt in Riegeleingriff mit dem starren Kupplungsglied 35, wobei
das Kopfstück 39 von der Ausnehmung 33 zurückkehrt und während des Hubes -H1 (H1 in
-z-Richtung) an der Innenseite des Steuerbleches 32 anliegt und damit die Kupplung
gegen Öffnen sperrt.
[0045] Die Verriegelung des Flügels erfolgt somit durch den elektromechanischen Antrieb
des Getriebe/Antriebs 25, der zugleich die Feder 30 spannt, bis der Ausgangszustand
gemäß Figur 2 wieder erreicht ist. Derselbe Motor 25a öffnet und schließt den Flügel
bei entriegeltem Gleitelement 26.
[0046] In Figur 2 sind die beiden Hübe H1 für das Entriegeln und Verriegeln und H2 für das Öffnen und
Schließen des Flügels angedeutet. Diese beiden getrennten Hübe H1, H2, also Beginn
des Hubes H2 beim Ende des Hubes H1 sind eine Betrachtungsweise. Eine zweite Betrachtungsweise
ist so, dass der Hub H2 gemeinsam mit dem Hub H1 an der mit einem Kreis gekennzeichneten
Stelle der Figur 2 beginnt, dann der Hub H1 endet und der Hub H2 sich fortsetzt. Der
für die Schwenkbewegung verantwortliche Hub ist dann H2-H1, während der für die Entriegelung
und für die Verriegelung verantwortliche Hub H1 ist (der Länge nach gemessen in Längsrichtung
des Gehäuses 16).
[0047] Die unterschiedlichen Hübe spiegeln sich auch an dem Kurvenstück 7 wieder. Während
des Hubes H1 wird das am Blendrahmen liegende Ende des Lenkers 10 parallel verschoben,
indem der Gleiter 9 in der Führung 8 und der Zapfen 12 in dem geraden Abschnitt 11
a der Steuerkurve 11 gleitet. Durch den Lenker 10 wird somit noch keine schwenkende
Öffnungsbewegung auf den Flügel übertragen. Erst wenn der Zapfen 12 den gekrümmten
Abschnitt 11 b der Steuerkurve 11 erreicht, also nach dem Freigeben der Riegel (Entriegelung
des Flügels) und dem Anschlagen des Gleiters 9 an dem Anschlag 49 vor dem Ende der
Führung 8, erfolgt die schwenkende Öffnungsbewegung α.
[0048] Beim Schließen gelangt der zweite Zapfen 14 am Antriebslenker 10 auf die Schräge
13, so dass der Flügel dadurch nochmals zusätzlich an den Blendrahmen angezogen wird,
bevor Zapfen, wie Riegelzapfen 5, des Zentralverschlusses 4 in die Riegelabschnitte
der Schließplatte im Falzraum zum Blendrahmen eindringen.
[0049] Die Länge des Hubes H2 ist so bemessen, dass der gewünschte maximale Öffnungswinkel,
z.B. von α
max = 60°, erreicht ist, wie dies Figur 1 zeigt.
[0050] Die zuvor anhand der Figuren 2 und 3 beschriebene Betriebsweise für den Hub H1, den
Hub H2 und das Kuppeln und Entkuppeln über die dort dargestellte Kupplung 34 gilt
sinngemäß auch für die Figur 4. Der Unterschied bei Figur 4 ist zunächst die Anbringung
des Antriebs 25, dessen Motor 25a und dessen Getriebe 25b im Gehäuse 16 festgelegt
sind. Sie sind an der in der Figur 4 linken Seite des Gehäuses angeordnet und bieten
einen Bewegungsraum zwischen dem Ende des Getriebes 25b und dem (dort linken) Ende
des Führungselementes 29. In diesem Raum kann sich - gesteuert von der Drehbewegung
der Spindelstange 27 - das Führungsteil 26 als längsbeweglicher Gleitabschnitt bewegen.
Es ist mit einer Spindelmutter 25c fest verbunden und trägt den Zapfen 20, der aus
dem Gehäuse 16 durch den Längsschlitz 19 führt, zur schwenkbaren Lagerung des Arbeitslenkers
10.
[0051] Im vorhergehenden Beispiel war der Motor als Motor-Getriebeeinheit 25,26 mit dem
längsbeweglichen Gleitabschnitt 26 gemeinsam zu einer Bewegungseinheit zusammengefasst.
Ein Abschnitt dieser Bewegungseinheit ist in Figur 4 sinngemäß eigenständig, aber
weiterhin über die Spindelstange 27 ein funktioneller Bestandteil der "Antriebseinheit",
die hier aus einem längs-beweglichen Abschnitt und einem in Längsrichtung festgelegten
Abschnitt besteht.
[0052] Figur 6 veranschaulicht den Durchgriff des Eingreifarms 21 mit seiner Aufnahme 21a für den
Zapfen 6 des Verriegelungsgestänges 4. Der dargestellt Bauraum der Höhe ER unterhalb
des Gehäuses wird von dem Eingriffsarm 21 durchgriffen, wofür ein Spalt 15b vorgesehen
ist. Der übrige Bereich dieses (hohlen) Zwischenteils 15 kann zur Aufnahme von elektronischen
und elektrischen Komponenten, wie Schaltnetzteil oder Lastabschaltung oder/und Empfänger
einer Fernbedienung oder eine Lastabschaltung für den Motor verwendet sein.
[0053] Im Anschluss an das Durchgreifen des Abstandselementes 15 greift der Arm 21 auch
durch einen Spalt 2b des Überschlages 2a des Flügels 2, wie es in Figur 1 in der Seitenansicht
gezeigt war. In der Stirnansicht der rechten Teilfigur von Figur 6 ist die Mittelebene
100 ersichtlich, parallel zu der seitlich verlagert das Herausragen des Eingriffsarms
21 erfolgt. Er ist nicht mittig im Gehäuse 16 angeordnet, sondern zur einen Flachseite
verschoben.
1. Elektromechanischer Antrieb für einen durch einen Dreh- oder SchwenkBewegung zu öffnenden Flügel (2), mit einem
ersten Hub (H1) zum Entriegeln
oder Verriegeln des Flügels (2)
und mit einem anderen Hub (H2) zum Öffnen
oder Schließen des Flügels (2),
welcher Antrieb in einem - am Rahmen des Flügels anbringbaren - Gehäuse (16) eine motorische Antriebseinheit
(25,26) aufweist,
(i) die mit einer drehbaren Spindelmutter (25c) auf einer unverschieblich im Gehäuse angeordneten Gewindestange (27,28) längsbeweglich
angeordnet ist;
und
(ii) durch einen Gehäuse-Längsschlitz (19) mit einem in einer parallelen Ebene zur
Gehäusemittelebene (100) verlaufenden Lenker (10) gekoppelt ist, der mit einem Steuerkurventeil
(7;8,11) gekoppelt ist, welcher am Blendrahmen (1) anbringbar ist;
wobei
(iii) ein Kupplungsglied (35;36a,36b) abhängig von einer Längsbewegung der Antriebseinheit
(25,26) mit einem Gegenkupplungsglied (37) an einem Führungselement (29) in einen
oder aus einem Kupplungseingriff (34) gelangt;
(iv) das Führungselement (29) im Gehäuse längsbeweglich ist und mit einem aus dem
Gehäuse (16) ragenden Eingriffsglied (21) versehen ist, um an einem seitlich am Flügel
angeordneten Verriegelungsgestänge (4; 5,6) im Falzraum zwischen Flügel (2) und Blendrahmen
(1) anzugreifen, zu dessen Längsbetätigung.
2. Elektromechanischer Antrieb für Flügel aller Art, wie Kipp-, Klapp- oder Drehfenster, mit einem Hub (H2) zum
Öffnen oder Schließen und einem Hub (H1) zum Entriegeln oder Verriegeln des Flügels
(2),
bei welchem Antrieb in einem
- am Flügelrahmen anbringbaren - Gehäuse (16) eine Getriebe-Antriebseinheit (25) mit
einer drehbaren Spindelstange (27) sowie ein Führungselement (29) angeordnet sind, welches Führungselement mit
einem außerhalb des Gehäuses gelegenen Verriegelungsgestänge (4) verbindbar ist (6,21),
zu dessen Längsbetätigung;
- wobei ein längsbeweglicher Gleitabschnitt (26) über einen außerhalb des Gehäuses
angeordneten Betätigungslenker (10) mit einem Stützelement (7) gekoppelt ist, das
am Blendrahmen (1) befestigbar ist;
- wobei das Führungselement (29) in einer Längsrichtung des Gehäuses von einer Federeinrichtung
(30) vorgespannt ist und mit dem längsbeweglichen Gleitabschnitt (26), angetrieben
von der Getriebe-Antriebseinheit (25), über eine - hubweg abhängig gesteuerte - Kupplung
(34;33,32,39,35,37) zu einer begrenzten, gemeinsamen Bewegung kuppelbar ist.
3. Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, wobei die beiden Hubbewegungen (H1 ;H2) des ersten
und anderen Hubs zusammen beginnen bzw. auslösbar sind.
4. Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, aber nicht 3, wobei die beiden Hubbewegungen (H1;H2)
nacheinander auslösbar sind bzw. nicht gleichzeitig beginnen.
5. Antrieb nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lenker (10) mit einem Gleitelement (26) schwenkbar verbunden ist (20), welches
mit der Antriebseinheit (25,26) verbunden, insbesondere mit dem Führungselement (29)
bewegungsabhängig entkuppelbar oder kuppelbar ist.
6. Antrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Kupplung (34) einerseits
einen starren Kupplungshaken (35) mit zwei Auflaufschrägen (36a,36b) aufweist, und
andererseits ein unter nachgiebiger Vorspannung (40) stehendes Rastelement (37), das
ein abragendes Kopfstück (39) aufweist, welches von einer in Längsrichtung verlaufenden
Steuerplatte (32,33) sperrbar oder freigebbar ist, insbesondere in Abhängigkeit von
der Längsbewegung in eine das Rastelement (37) gegen Schwenkbewegungen sperrende oder
eine das Rastelement zur Schwenkung freigebende Stellung steuerbar ist.
7. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, jedoch nicht Anspruch 2, wobei ein im Gehäuse
fest angeordnetes Sperrstück (28) vorgesehen ist, an dem die gegen Dreh- und Längsbewegungen
gesicherte Spindel (27) der Getriebe-Antriebseinheit (25) im Gehäuse verankert ist,
um über ein Langloch (31) in dem Führungselement (29) den einen zum Entriegeln oder
Verriegeln dienenden Hubweg (H1) zu begrenzen.
8. Antrieb nach Anspruch 6 und 7, wobei bei Erreichen eines Endes des durch das Langloch
(31) begrenzten Hubweges (H1) das Kopfstück (39) das Rastelement (37) freigibt, um
den längsbeweglichen Abschnitt (26) der Getriebe-Antriebseinheit (25,26) für einen
zum Ausstellen des Flügels oder zum Verschwenken des Lenkers (10) dienenden Hubweg
(H2) abzukoppeln.
9. Antrieb nach Anspruch 2 bzw. Anspruch 1, wobei die - das Führungselement (29) vorspannende
- Federeinrichtung (30) das Führungselement in seiner Endstellung (am Ende des Entriegelungshubes
H1) festhält, bis beim Schließen der längsbewegliche Abschnitt (26) bzw. die Antriebseinheit
(25,26) wieder mit dem Führungselement (29) - zur gemeinsamen Bewegung - gekuppelt
ist und das Führungselement gegen die Federkraft der Federeinrichtung (30) in die
Ausgangsstellung zurückdrückt, mitnimmt oder schiebt (-H1).
10. Antrieb nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei der Steuerkurventeil (7) einen
in einer Längsführung (8) verschiebbaren Gleiter (9) aufweist, auf dem der Lenker
(10) mit einem Ende schwenkbar gestützt ist, und die Längsführung einen Begrenzungsanschlag
(49) besitzt, wobei der Lenker (10) im Abstand von seiner Stützstelle am Gleiter einen
Zapfen (12) aufweist, der in eine Steuerkurve (11;11a,11b) eingreift.
11. Antrieb nach Anspruch 10, wobei die Steuerkurve einen ersten Abschnitt (11 a) besitzt,
der im wesentlichen geradlinig verläuft und in seiner Länge zumindest dem ersten Hub
(H1) entspricht, zur Entriegeln vor dem Öffnen oder zum Verriegeln nach dem Schließen.
12. Antrieb nach Anspruch 10, wobei der Steuerkurventeil (7) eine Auflaufschräge (13)
für einen weiteren Zapfen (14) des Lenkers (10) zum "Voranzug" des Flügels im Endbereich
der Schießbewegung aufweist.
13. Elektromechanischer Antrieb nach Anspruch 1, wobei das Führungselement (29) in Längsrichtung,
auf die Getriebe-Antriebseinheit zu, durch eine Federeinrichtung (30) vorgespannt
ist.
14. Elektromechanischer Antrieb nach Anspruch 10, wobei die Steuerkurve (11) einen gebogenen
Abschnitt (11 b) aufweist.
15. Elektromechanischer Antrieb nach Anspruch 14 und Anspruch 11, wobei der Betätigungslenker
(10) verschiebbar und verschwenkbar ist, gesteuert von dem Steuerkurventeil und einem
Anschlag (49) in der Längsführung (8).
16. Elektromechanischer Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein - an einen Boden des
Gehäuses (16) angepasstes - Abstandselement (15) zwischen Gehäuse (16) und Überschlag
(2a) des Flügels anbringbar ist.
17. Elektromechanischer Antrieb nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei das Steuerkurventeil
nicht breiter, insbesondere schmäler als im wesentlichen die Hälfte der Breite des
Gehäuses (16) ausgebildet ist.
18. Elektromechanischer Antrieb nach Anspruch 16, wobei das Eingriffsglied (21) eine Länge
besitzt, um durch das Abstandselement (15) und den Überschlag (2a) zu greifen (15b,2b).
19. Elektromechanischer Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Antrieb (25) ein Getriebe
aufweist.
20. Elektromechanischer Antrieb zum Schwenken von Flügeln aller Art, mit einem Hub (H2) zum Öffnen oder Schließen
und einem nicht gleichen Hub (H1) zum Entriegeln oder Verriegeln des Flügels (2),
wobei in einem am Flügelrahmen anbringbaren Gehäuse (16) eine Getriebe-Antriebseinheit
(25, 25c,27,26), mit einer Antriebsspindel (27) und einer Spindelmutter (25c), sowie
ein Führungselement (29) angeordnet sind, wobei ein längsbeweglicher Abschnitt (26,25c;26,25) der Getriebe-Antriebseinheit über einen außerhalb des Gehäuses angeordneten
Lenker (10) mit einem Stützelement (7;7a,8) gekoppelt ist, das am Blendrahmen (1)
befestigbar ist; wobei das Führungselement (29) in einer Längsrichtung mit einer Federeinrichtung (30) vorgespannt, mit dem
längsbeweglichen Abschnitt der Getriebe-Antriebseinheit über eine - Hubweg abhängig
gesteuerte ― Kupplung (34;32,39,35) zur begrenzten gemeinsamen Bewegung kuppelbar
und mit einem Verriegelungsgestänge (4) antriebsmäßig verbindbar ist (6,21).
21. Verfahren zum Öffnen oder Schließen eines Flügels durch eine Dreh- oder Schwenkbewegung des zu öffnenden oder zu schließenden
Flügels (2), mit einem
ersten Hub (H1) zum Entriegeln
oder Verriegeln des Flügels (2)
und mit einem zweiten Hub (H2) zum Öffnen
oder Schließen des Flügels (2), wobei die Hübe (H1,H2) von einer motorischen Antriebseinheit
(25,26,25a,25c,25b) in einem am Flügel anbringbaren Gehäuse (16) abgeleitet und auf
einen außerhalb des Gehäuses bewegten Betätigungslenker (10) übertragen werden (20),
wobei
- der bewegte Betätigungslenker (10) zum Öffnen oder Schließen (α) des Flügels während
beider Hübe (H1,H2) mit einem Stützelement (7; 7a,8) gekoppelt ist, das am Festrahmen
(1) befestigbar ist;
- der bewegte Betätigungslenker (10) bei dem ersten Hub (H1) im wesentlichen nur eine
lineare Bewegung ausführt und bei dem zweiten Hub (H2) im wesentlichen nur eine Drehbewegung
ausführt.
22. Verfahren nach vorigem Anspruch, wobei ein weit aus dem Gehäuse (16) ragendes Eingriffsglied
(21) sich in Längsrichtung des Gehäuses, quer zur Längserstreckung des Eingriffsglieds
bewegt, im wesentlichen nur während des ersten Hubs (H1).
23. Verfahren nach vorigem Anspruch, wobei das abragende Eingriffsglied (21,21 a) an einem
- am Flügelrahmen (2a) angeordneten - Verriegelungsgestänge (4;5,6) im Falzraum zwischen
Flügel und Festrahmen angreift (6,21a) und es längsbetätigt.
24. Verfahren nach Anspruch 21, wobei der bewegte Betätigungslenker (10) sich auf einen
verschiebbaren Gleiter (9) in einer Längsführung (8) des Stützelements (7;7a,8) stützt,
und die Längsführung einen Begrenzungsanschlag (49) besitzt, an den der Gleiter anstößt,
zu welchem Zeitpunkt sich die lineare Verschiebebewegung des Betätigungslenkers (10)
in eine Drehbewegung des Betätigungslenker wandelt.
25. Verfahren nach vorigem Anspruch, wobei eine aufragenden Platte (7a) des Stützelements
(7;7a,8) eine Steuerkurve (11;11a,11b) trägt, welche mit einem gebogenen Abschnitt
(11 b) über einen Zapfen (12) am Betätigungslenker (10), im Abstand von der Stützstelle
am Gleiter (9), die Drehbewegung des Betätigungslenkers steuert oder führt.
26. Verfahren nach Anspruch 21, wobei eine Steuerkurve (11;11a,11 b) des Stützelements
(7;7a,8) einen ersten Abschnitt (11a) besitzt, der im wesentlichen geradlinig verläuft
und in seiner Länge zumindest dem ersten Hub (H1) entspricht, zum Entriegeln vor dem
Öffnen oder zum Verriegeln nach dem Schließen.
27. Verfahren nach Anspruch 21, wobei eine aufragenden Platte (7a) des Stützelements (7;7a,8)
eine Steuerkurve (11;11a,11b) trägt, welche einen gebogenen Abschnitt (11b) und einen
vorgelagerten linearen Abschnitt (11a) besitzt, der in seiner Länge zumindest dem
ersten Hub (H1) entspricht.