[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Dosierpumpe für ein Pumpgut, mit einem Pumpengehäuse
und einer im Pumpengehäuse gebildeten Zylinderbohrung, in die eine Ansaugbohrung und
eine Abgabebohrung für den Einzug bzw. das Auspressen des Pumpguts münden und in der
zwei Kolben, die in der Zylinderbohrung, den Bereich der Ansaugbohrung und der Abgabebohrung
überstreichend, mit Abdichtung gegen die Zylinderwand gleitfähig und ohne starre gegenseitige
Kopplung angeordnet sind und mit ihren Stirnseiten bis zur Aneinanderlage aufeinander
zu bewegbar sind, mit einem am ersten Kolben angreifenden alternierenden Antrieb in
seiner Axialrichtung mit einer Bewegungsphase der Annäherung an den zweiten Kolben,
einem ersten Anschlag, auf den zu sich der zweite Kolben bei seiner bei der Annäherung
des ersten Kolbens insbesondere entgegen einer Vorbelastungskraft erfolgenden Rückwärtsbewegung
bewegt und ihn gegebenenfalls, aber nicht jedenfalls, erreicht oder den er auch dauerhaft
berührt, und einem vom zweiten Kolben in seiner Bewegung in Richtung zum ersten Kolben
erreichten verstellbaren zweiten Anschlag.
[0002] Dosierpumpen sind vielfältig anwendbar, beispielsweise in der Chemie und Pharmazie,
zum Impfen von Flüssigkeitsströmen oder auch zur Abgabe von Schmiermittel an Reibungsflächen.
Zu letzterer Anwendung sei als Beispiel genannt das Schmieren von Transportschienen,
an denen gewichtsbelastete Gleithalter beispielsweise durch einen Zugantrieb bewegt
entlanggleiten. Wiederum als Beispiel hierfür seien Schlachthöfe genannt, bei denen
in unregelmäßigen Abständen Lasten wie beispielsweise halbe Schweine, die an Haken
aufgehängt sind, entlang der Schiene transportiert werden, an denen die Haken hängen.
Für diese Anwendungen sind zentrale Schmierautomaten bekannt, die von Zeit zu Zeit
an vorgegebene Punkte, die über jeweils eine Rohrleitung mit dem Schmierautomaten
verbunden sind, kleine Mengen des Schmiermittels auf der Schiene aufbringen. Der weite
Weg vom zentralen Schmierautomaten zu den entfernteren Schmierstellen erfordert jedoch
speziell bei Fetten hoher Viskosität einen sehr hohen Pumpendruck, außerdem erfolgt
die Schmierung weitgehend unabhängig vom Bedarf, der an verschiedenen Stellen des
Transportschienennetzes je nach örtlicher Zahl der Transporte unterschiedlich ist.
Auch sind die Schmiermittel-Rohrleitungen relativ teuer, was sich bei den großen Entfernungen
zwischen dem Schmierautomaten und den Schmierstellen sehr bemerkbar macht.
[0003] Als Dosierpumpen für kleine Mengen eignen sich besonders gut Doppelkolbenpumpen,
die in verschiedenen Ausführungen bekannt sind.
[0004] Eine Dosierpumpe in Form einer Doppelkolbenpumpe ist beispielsweise bekannt aus der
US 3 302 578 A. In der Zylinderbohrung gleiten axial hintereinander zwei Kolben, von
denen einer durch eine Antriebseinheit angetrieben ist und der andere vom ersten Kolben
über eine externe Reibungsschiene mit angetrieben wird, wobei dieser zweite Kolben
zwischen zwei Anschlägen bewegt wird, von denen einer verstellbar ist, und ab Erreichen
des jeweiligen Anschlags sich durch Gleitreibung an der Reibungsschiene stationär
hält. Die bekannte Pumpe erweist sich jedoch als ungenau hinsichtlich der für die
Pumpenfunktion ausgenützten Reibungskräfte und als aufwendig hinsichtlich der Führungen
aufgrund der auftretenden Biegekräfte.
[0005] Aus der DE 25 00 473 A ist auch eine Dosierpumpe, insbesondere als Speisepumpe für
eine Membranpumpe, bekannt, die ebenfalls zwei in einer Zylinderbohrung befindliche
Kolben aufweist, von denen einer ein reziprokierender Arbeitskolben und der andere
ein verstellbarer, während des Pumpvorgangs stationärer Justierkolben sind. Der Justierkolben
ist mit einem Keil verbunden, an dessen Schrägfläche ein mit einer Verstell-Schraubspindel
verbundener weiterer Keil angreift, wodurch der Justierkolben so verstellt werden
kann, daß seine Stirnfläche mehr oder weniger tief in der Zylinderbohrung liegt. Die
durch die Keilanordnung bewirkte Bewegungsumkehr der LängsVerstellung in eine Quer-Verstellung
ergibt eine umständliche, störungsanfällige Konstruktion.
[0006] Aus der EP 1 270 938 A ist eine Dosierpumpe mit einer Zylinderbohrung bekannt, in
der axial versetzt eine Ansaugbohrung und eine Abgabebohrung münden und in der zwei
stiftförmige Kolben gegeneinander arbeiten, die beide zwangsbewegt sind. Mit der Pumpe
sollen insbesondere kleine Klebstoffmengen abgegeben werden. Für eine Änderung der
Fördermenge ist bei diesem Stand der Technik nichts vorgesehen.
[0007] Aus der EP 1 195 518 A ist eine Dosierpumpe mit zwei mit einer gemeinsamen Achse
fluchtenden Kolben, nämlich einem festen und einem durch einen Piezoaktor reziprokierend
längsbeweglichen Kolben sowie mit einem in gleicher Richtung beweglichen Gehäuse beschrieben.
Zum Justieren des zu dosierenden Volumens kann der maximale Abstand zwischen den Kolben-Stirnflächen
dadurch verändert werden, daß in einem Halter eine Einstellschraube sitzt, die am
Piezoaktor angreift und durch deren Verstellung die Kolbenposition gewählt werden
kann. Die Kolben sind relativ zueinander zwangsbewegt. Der Angriff der Stellschraube
am Antrieb, nämlich am Piezoaktor, führt bei anderen Antriebsarten, beispielsweise
bei einem Nockenantrieb, zu aufwendigen und damit schweren und störungsanfälligen
Konstruktionen.
[0008] Durch die Erfindung soll eine einfach mit wenigen Bauteilen herstellbare, robuste
und unempfindliche Konstruktion für die Dosierung der Fördermenge der Pumpe geschaffen
werden. Dies wird ausgehend von einer Dosierpumpe der eingangs angegebenen Gattung
dadurch ermöglicht, daß der zweite Anschlag an einer relativ zum Pumpengehäuse entlang
der Achse der Zylinderbohrung mittels Gewinde durch Verdrehung verstellbaren Schraubhülse
sitzt. Mit dem zweiten Anschlag wird der Förderhub eingestellt. Die Schraubhülse bildet
also eine Art kleine Verlängerung des Pumpengehäuses, die beweglichen und verstellbaren
Bauteile der Pumpe können koaxial und damit biegebelastungsfrei angeordnet sein und
die Volumenjustierung erfolgt durch einfaches Verdrehen der Schraubhülse, die ihrerseits
durch Rast- oder Arretiermechanismen gegen eine ungewollte Verdrehung gesichert sein
kann.
[0009] Für die Dosierpumpe sind vorzugsweise zwei Grundbauarten und auch Kombinationen hiervon
möglich, nämlich einerseits derart, daß sich in der Ansaugbohrung und der Abgabebohrung
ein Saug- bzw. ein Druckventil befinden, und andererseits derart, daß die Ansaugbohrung
und die Abgabebohrung entlang der Zylinderachse versetzt in die Zylinderbohrung münden
und durch die sich über die Mündungsstellen hinweg verschiebbaren Kolben auf Durchlaß
oder Sperrung steuerbar sind.
[0010] Zur Vereinfachung und Verbilligung der Konstruktion des Pumpenmechanismus und des
Angriffs des Antriebs sowie gegebenenfalls zur Schaffung einer gewissen Elastizität
gegenüber dem Antrieb stehen die Kolben teilweise zweckmäßigerweise unter einer Vorbelastungskraft,
die die Kolbenbewegung in einer der möglichen Richtungen erzeugt, wofür insbesondere
Federn, vorzugsweise Schraubenfedern, in Frage kommen. Schraubenfedern lassen sich
aufgrund ihrer zylindrischen Grundkonfiguration am besten in die Pumpenkonstruktion
integrieren. Eine erste bevorzugte Federkonstruktion besteht darin, daß der zweite
Kolben durch Federkraft in die Richtung zum ersten Kolben gedrückt ist und in dieser
Richtung an dem mit der Schraubhülse verbundenen zweiten Anschlag ein Ende seiner
Bewegungsbahn findet; und eine zweite Grundkonstruktion besteht darin, daß der zweite
Kolben durch Federkraft entgegen der Richtung zum ersten Kolben gedrückt ist und in
dieser Drückrichtung an einem parallel zur Axialrichtung der Zylinderbohrung verschiebbaren
Anschlag ein Ende seiner Bewegungsbahn findet, wobei dieser verschiebbare Anschlag
seinerseits zwischen zwei im Abstand entlang der Zylinderachse angeordneten Anschlägen
verschiebbar ist, nämlich einerseits durch Federkraft in die Richtung zum ersten Kolben
gedrückt ist und in dieser Richtung am mit der Schraubhülse verbundenen zweiten Anschlag
ein Ende seiner Bewegungsbahn findet und andererseits an einem gehäusefesten Anschlag
ein Ende seiner Bewegungsbahn findet. Es ist jedoch auch möglich, den zweiten Kolben
starr einzuspannen, wobei dann auf ihn keine Vorbelastungskraft ausgeübt werden muß.
Das Pumpengehäuse, die Kolben und die Schraubhülse haben für alle diese Konstruktionsvarianten
eine übereinstimmende Grund-Bauweise.
[0011] Für die Schraubbefestigung der Schraubhülse stehen zwei bevorzugte Konstruktionen
zur Verfügung, die gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform gemeinsam angewendet
werden. Die erste Konstruktion besteht darin, daß die Schraubhülse verdrehbar auf
einen Schraubbolzen aufgeschraubt ist, der am Pumpengehäuse fixiert ist, wobei am
Pumpengehäuse ein Bügel befestigt ist, der sich bis in den Bereich der Verlängerung
der Zylinderachse erstreckt und in diesem Bereich eine Gewindebohrung aufweist, in
die der verstellbare Schraubbolzen eingeschraubt ist und in der er in seiner Stellung
fixiert ist. Die andere besteht darin, daß die Schraubhülse, gegebenenfalls zusätzlich
zur Schraubverbindung mit dem Schraubbolzen, mit einem Außengewinde in eine zur Zylinderbohrung
koaxiale Gewindebohrung im Pumpengehäuse, die im Vergleich zur Zylinderbohrung einen
größeren Durchmesser hat, verdrehbar eingeschraubt ist. Ist bei einer Kombination
dieser Schraubmöglichkeiten die Schraubhülse sowohl innen als auch außen auf- bzw.
eingeschraubt, wobei die beiden Gewinde natürlich gleiche Steigung haben müssen, so
führt dies zu einer deutlichen Stabilisierung und Führung der Schraubhülse bei vermindertem
Axialspiel. Als Antrieb für den ersten Kolben der Dosierpumpe kommt beispielsweise
ein Nockenantrieb, ein Elektromagnet oder ein Pneumatikzylinder in Frage. Für den
Fall der Verwendung eines Antriebs, dessen Antriebsbewegung mal weiter, mal weniger
weit geht, ist das Vorsehen eines federnd nachgiebigen Anschlags als zweiter Anschlag
zweckmäßig, da dann ein zu weiter Antrieb keine Schädigungen in der Pumpe hervorrufen
kann.
[0012] Die erfindungsgemäße justierbare Dosierpumpe ist von einfachem, robustem Aufbau.
Sie kann in verschiedenen Bauvarianten unter Verwendung von im wesentlichen gleicher
Bauelemente hergestellt werden. Außerdem sind Mehrfachpumpen möglich, die in einem
gemeinsamen Pumpengehäuse eine Mehrzahl von Zylinderbohrungen enthalten, deren Förderraten
durch eine gemeinsame Justierinstallation eingestellt werden können.
[0013] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
Zeichnung. Es zeigen:
- Fig.n 1 bis 4
- Längsschnitte durch eine erste Grund-Ausführungsform der Dosierpumpe in verschiedenen
Arbeitsstellungen;
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch die dargestellte Ausführungsform in einer Ebene (5)-(5) in
Fig. 1;
- Fig. 6
- eine gegenüber der Ausführung von Fig. 5 abgewandelte Ausführung;
- Fig.n 7 bis 11
- Abwandlungen der Ausführungsform nach den Fig.n 1 bis 4 in entsprechenden Längsschnittdarstellungen;
- Fig.n 12 bis 18
- Längsschnitte durch eine Dosierpumpe gemäß einer zweiten GrundAusführungsform in verschiedenen
Arbeitsstellungen bei Einstellung für ein maximales Fördervolumen;
- Fig.n 19 bis 21
- Darstellungen entsprechend den Fig.n 12 bis 14 bei einer Einstellung für ein mittleres
Fördervolumen;
- Fig.n 22 bis 24
- Darstellungen entsprechend den Fig.n 12, 13 und 15 bei einer Einstellung für ein minimales
Fördervolumen;
- Fig. 25
- einen Längsschnitt durch eine Dosierpumpe gemäß einer Abwandlung der zweiten Grund-Ausführungsform;
- Fig. 26
- einen Längsschnitt durch eine weitere Abwandlung der zweiten Grund-Ausführungsform,
nämlich mit zwei parallelen Zylinderbohrungen;
- Fig.n 27 bis 29
- Querschnitte durch die Dosierpumpe von Fig. 26 in Schnittebenen (27)-(27), (28)-(28),
bzw. (29)-(29);
- Fig. 30
- einen Längsschnitt durch eine weitere Abwandlung der zweiten Grund-Ausführungsform,
nämlich mit vier parallelen Zylinderbohrungen;
- Fig.n 31 bis 33
- Querschnitte durch die Dosierpumpe von Fig. 30 in Schnittebenen (31)-(31), (32)-(32)
bzw. (33)-(33).
[0014] Die Zeichnungen zeigen in wechselnden Abbildungsmaßstäben Schnitte durch erfindungsgemäße
Dosierpumpen in verschiedenen Ausführungsformen. Die Dosierpumpen sind im wesentlichen
von zylindrischer Grundgestalt.
[0015] Die Fig.n 1 bis 4 zeigen eine Dosierpumpe gemäß einer ersten Grund-Ausführungsform
im Längsschnitt in verschiedenen Arbeitsphasen. Die Grundkonstruktion wird an Hand
von Fig. 1 erläutert, in der die Arbeitsphase in der Wartestellung bzw. zu Beginn
des Pumphubs gezeigt ist.
[0016] Die Dosierpumpe weist ein Pumpengehäuse 11 auf, in dem sich zentral und koaxial zum
Pumpengehäuse 11 eine Zylinderbohrung 12 befindet. In der Verlängerung der Zylinderbohrung
12 sind an beiden Seiten im Gehäuse 11 Sackbohrungen 13 bzw. 14 von im Vergleich zur
Zylinderbohrung 12 vergrößertem Durchmesser ausgebildet, mit jeweils einer in einer
Radialebene liegenden Durchmesserstufe 15 bzw. 16. Im Zylinder sind zwei jeweils am
Ende über die Durchmesserstufe 15 bzw. 16 überstehende stiftförmige Kolben, nämlich
ein erster Kolben 17 und ein zweiter Kolben 18 angeordnet, die in bekannter Weise
unter Abdichtung gegen die Zylinderwand in der Zylinderbohrung 12 gleiten. Sie weisen
gegeneinandergerichtete Stirnseiten 19 bzw. 20 auf, die in der Arbeitsstellung von
Fig. 2 im Abstand zueinander liegen und zwischen sich einen Pumpraum 21 einschließen.
Die Achse der Zylinderbohrung 12 und in der dargestellten Ausführungsform des gesamten
Pumpgehäuses 11 ist mit 22 bezeichnet.
[0017] Der erste Kolben 17 setzt sich nach außen in einem externen Stößel 25 fort, an dem
ein nicht dargestellter Antrieb angreift, der den Stößel 25 in alternierende oder
gemäß der Steuerung jeweils einzelne Längsbewegungen in der Richtung der Achse 22
versetzt. Es kann sich beispielsweise um einen elektrischen, pneumatischen oder einen
Nocken- oder Kurbelantrieb handeln. In der Wand der Sackbohrung 13 sitzt nahe von
deren offenem Ende in einer Ringnut des Pumpengehäuses 11 eine radial auswärts federnde
Ringscheibe 26, durch deren Ringöffnung der Kolben 17 hindurchgesteckt ist, und in
einer Ringnut im Kolben 17 befindet sich eine radial einwärts federnde Ringscheibe
27, die einerseits einen ringförmigen Anschlag an der Ringscheibe 26 findet und andererseits
eine Abstützung für eine Schraubendruckfeder 28 darstellt, die in der Sackbohrung
13 koaxial zu dieser und zum Kolben 17, letzteren umgebend, angeordnet ist und sich
andererseits an der Durchmesserstufe 15 abstützt. Der erste Kolben 17 wird also durch
den Antrieb, der axial auf den Stößel 25 einwirkt, entgegen der Kraft der Feder 28
in der Zylinderbohrung 12 vorgeschoben und nach Ende der Antriebskraft durch die Feder
28 wieder zurückgezogen.
[0018] Die auf der Seite des zweiten Kolbens 18 koaxial im Pumpengehäuse 11 befindliche
Sackbohrung 14 ist zweistufig ausgeführt, mit einem an die Zylinderbohrung 12 anschließenden
Teil 29 kleineren Durchmessers und einem an der Stirnseite des Pumpengehäuses 11 mündenden
Teil 30 größeren Durchmessers. Im Teil 29 ist ein Gewinde 31 eingeschnitten, und in
dieses ist eine Schraubhülse 32 eingeschraubt. Diese weist ihrerseits eine axiale
Bohrung auf, die aus einer zur Zylinderbohrung 12 gerichteten ersten Bohrung 37 und
einer von der Zylinderbohrung 12 abgewandten zweiten Bohrung 38 besteht, wobei die
Bohrung 38 einen kleineren Durchmesser hat und mit einem Innengewinde 39 versehen
ist. Zwischen der ersten und der zweiten Bohrung 37, 38 der Schraubhülse 32 befindet
sich eine Durchmesserstufe 40.
[0019] In die erste Bohrung 37 ist in eine innen umlaufende Ringnut eine radial auswärts
federnde Ringscheibe 44 eingesetzt, die als Anschlag in Richtung zur Zylinderbohrung
12 zu für eine in der ersten Bohrung 37 gleitende, mit dem Kolben 18 starr verbundene
Anschlagscheibe 45 dient. Zwischen der Anschlagscheibe 45 und der Durchmesserstufe
40 ist eine Schraubendruckfeder 46 eingespannt, die die Anschlagscheibe 45 und den
zweiten Kolben 18 in Richtung zum ersten Kolben 17 drückt.
[0020] In das Innengewinde 39 ist ein Gewindebolzen 49 eingeschraubt, dessen Stirnfläche
50 als Anschlag für die Anschlagscheibe 45 dient. Der Gewindebolzen 49 ist einstellbar
und dann durch eine Gegenmutter 51 arretiert. Er sitzt hierfür in einem Bügel 52,
der fest am Pumpengehäuse 11 befestigt ist und die Form eines zweimal gebogenen Streifens,
eines Käfigs oder auch einer Kappe haben kann. Im Fall der Kappe muß er allerdings
an einer Stelle eine Öffnung haben, durch die die Schraubhülse 32 zu deren Verstellung
erreichbar ist. Der Gewindebolzen 49 ist bei der dargestellten Ausführung in den Bügel
52 eingeschraubt und die Gegenmutter 51 dient der kraftschlüssigen Arretierung der
Stellung des Gewindebolzens 49. Die Gewindesteigungen des Gewindes 31 einerseits und
des Gewindes 39 andererseits sind gleich in dem Sinne, daß die Schraubhülse 32 verdrehbar
und hierdurch, aufgrund der beiden Gewinde jeweils um ein gleiches Maß, vor- und zurückstellbar
ist. Hierdurch verschiebt sich die Anschlagscheibe 45, die durch die Feder 46 an die
Ringscheibe 44 gedrückt ist, zusammen mit letzterer im Bohrungsteil 29 relativ zum
Pumpengehäuse 11 vor und zurück.
[0021] Ein Schnappmechanismus 54, bestehend aus einer Schraubendruckfeder 55, einer von
dieser radial vorgeschobenen Kugel 56 und Umfangsrillen 57, die entlang Mantellinien
der Schraubhülse 32 verlaufen, verhindert eine selbständige ungewollte Verdrehung
der Schraubhülse 32 (Fig. 5). Als weitere Möglichkeit der Anschlagverstellung ist
in Fig. 6 ein an der Schraubhülse 32 angreifender Spindelmechanismus 58 dargestellt.
Der Gewindebolzen 49 ist im Bügel 52 bei einer Ersteinstellung einjustiert und fixiert
worden und wird darum im normalen Betrieb der Dosierpumpe nicht mehr verändert.
[0022] In die Zylinderbohrung 12 münden radial eine Ansaugbohrung 61 mit einem Rückschlagventil
62 und eine Abgabebohrung 63 mit einem Rückschlagventil 64. Der Ort der Mündungen
dieser Bohrungen in die Zylinderbohrung 12 liegt in dem von den Stirnseiten 19 und
20 der Kolben 17 und 18 bei deren Pumpbewegungen überstrichenen Zylinderbohrungsbereich.
Die Ansaugbohrung 61 ist an einen nicht dargestellten Pumpguttank, z. B. einem Schmiermitteltank,
angeschlossen.
[0023] In der in den Figuren dargestellten Weise sind in der Zylinderbohrung 12 im Bereich
der Mündung der Ansaugbohrung 61 und der Abgabebohrung 63 Längsnuten 65 angebracht,
die mit den Bohrungen 61 bzw. 64 kommunizieren und das mögliche Kolbenspiel vergrößern.
Das Ansaugen bzw. Auspressen von Pumpgut ist nur möglich, wenn der Pumpraum 21 mit
der Bohrung 61 bzw. 63 kommuniziert.
[0024] Bei einer Betätigung des ersten Kolbens 17 wird dieser aus der Stellung von Fig.
1 heraus in der Zeichnung nach rechts bewegt. Das Rückschlagventil 62 sperrt und das
Rückschlagventil 64 öffnet bei Erreichen eines gegebenen Drucks im Pumpraum 21. Noch
vor Erreichen dieses Drucks wird der zweiten Kolben 18 entgegen der Wirkung der Druckfeder
46 in der Zeichnung nach rechts verschoben, so daß der Pumpraum 21 in der Zylinderbohrung
12 ein Stück weit wandert, bis die vom zweiten Kolben 18 vorgeschobene Anschlagscheibe
45 auf die Stirnfläche 50 des Gewindebolzens 49 stößt. Bei sich fortsetzender Bewegung
des erstens Kolbens 17 wird nun der Druck im Pumpraum 21 so erhöht, daß das Rückschlagventil
64 öffnet und das vorher angesaugte Pumpgut aus dem Pumpraum 21 über die Abgabebohrung
63 ausgedrückt wird. Die Stellung am Ende des Pumphubs ist in Fig. 2 dargestellt.
[0025] Nach Beendigung der Krafteinwirkung auf den Stößel 25 wird der erste Kolben 17 durch
die Wirkung der Feder 28 wieder in seine ursprüngliche Stellung zurückgezogen. Der
zweite Kolben 18 folgt soweit, als er durch die Feder 46 und die Anschlagscheibe 45
zurückgeschoben wird. Nach dem Anschlag der Scheibe 45 an der Ringscheibe 44 bleibt
der zweiten Kolben 18 stehen und die Stirnseiten 19 und 20 entfernen sich voneinander,
wobei sich das Rückschlagventil 62 öffnet und Pumpgut durch die Ansaugbohrung 61 in
den sich vergrößernden Pumpraum 21 gesaugt wird, bis auch der erste Kolben 17 seine
Ausgangsstellung (Fig. 1) erreicht hat. Fig. 3 zeigt den Zustand während des Rücklaufs
der Kolben.
[0026] In den Fig.n 1 und 2 ist die Pumpe mit einer Einstellung gezeigt, bei der der Pumpraum
21 groß und entsprechend das je Kolbenhub ausgepreßte Pumpgutvolumen auch groß ist.
Dies ist dadurch einjustiert worden, daß die Schraubhülse 32 im Teil 29 der Sackbohrung
14 weiter nach hinten ausgeschraubt ist und somit der zweite Kolben 18 bei seiner
Rückstellbewegung nach dem Auspressen des Pumpguts schon nach kurzer Bewegung aufgrund
des Auftreffens der Anschlagscheibe 45 an der Ringscheibe 44 zum Stehen kommt.
[0027] Fig. 4 zeigt die Anfangsstellung für minimales Pumpvolumen, mit vollständig eingeschraubter
Schraubhülse 32. Die Stirnfläche 50 des Gewindebolzen 49 befindet sich an der gleichen
Stelle wie bei Fig.n 1 bis 3. Der zweite Kolben 18 folgt dann dem ersten Kolben 17
bei der Rückstellbewegung bis sehr nahe an dessen Endstellung, und der zwischen den
Stirnseiten 19 und 20 sich dann noch ergebende sehr kleine Abstand bestimmt das Mindestpumpvolumen.
[0028] Das Pumpvolumen hängt natürlich von den Dimensionierungen der Pumpenelemente ab.
Fig. 7 zeigt eine Ausführung mit einem relativ kürzeren ersten Kolben 17, wodurch
der Pumpraum 21 in der Anfangsstellung entsprechend größer ist.
[0029] Im Falle einer relativ hohen Druckschwelle des Rückschlagventils 62 in der Ansaugbohrung
61 kann im Vergleich zu der Ausführung nach den Fig.n 1 bis 7 die Feder 46 auch entfallen.
Der zweite Kolben 18 wird dann bei der Rückwärtsbewegung des ersten Kolbens 17 durch
das andernfalls entstehende Vakuum nachgezogen. In Fällen, in denen das Pumpgut an
der Ansaugbohrung 61 mit Druck ansteht, kann die Feder 28 entfallen. Das Zurückschieben
der ersten Kolbens 17 besorgt dann der Druck des Pumpguts.
[0030] Die Fig.n 8 und 9 zeigen eine Konstruktion, bei der die Feder 46 weggelassen ist
und der Gewindebolzen 49 nicht im Bügel 52, sondern in der Schraubhülse 32 fixiert
ist. Er ist in dieser soweit eingeschraubt, daß die Anschlagscheibe 45 fest zwischen
der Ringscheibe 44 und der Stirnfläche 50 des Gewindebolzens eingespannt ist. Der
zweite Kolben 18 ist hierbei starr mit der Schraubhülse 32 verbunden und durch deren
Verdrehung vor- oder zurückstellbar, er bewegt sich aber während des Pumphubs nicht.
Fig. 8 zeigt die Anfangsstellung und Fig. 9 die Endstellung des Pumphubs.
[0031] Die Pumpe nach den Fig.n 1 bis 7 kann auch bei der Einstellung so installiert werden,
daß der Gewindebolzen 49 so weit zurückgezogen ist, daß ihn die Anschlagscheibe 45
nicht mehr erreicht (Fig. 10), da vorher die Feder 46 zum Stillstand des zweiten Kolbens
18 führt. In diesem Fall kann der Bolzen 49 auch gänzlich entfallen, was in Fig. 11
dargestellt ist. Der erste Anschlag ist in diesem Fall ein elastisch federnder, nachgiebiger
Anschlag. Diese Variante hat die gegebenenfalls erwünschte Folge, daß nur bei einem
Druckabfall in der Förderleitung zusätzliches Pumpgut gefördert wird, also mehr oder
weniger auf Konstantdruck gepumpt wird, und ist auch dann von Vorteil, wenn die auf
den Stößel 25 einwirkende Antriebsweite nicht gleichmäßig ist und eventuell über das
Maß hinausgeht, das durch den Anschlag des zweiten Kolbens 18 an der Stirnfläche 50
gegeben ist. Dann könnte möglicherweise die Pumpe beschädigt werden. Dies wird durch
den elastischen Anschlag, wie ihn die Kraft der Feder 46 darstellt, vermieden.
[0032] Die Grund-Ausführungsform nach den Fig.n 12 bis 25 unterscheidet sich von der nach
den Fig.n 1 bis 11 einerseits dadurch, daß die Ansaugbohrung 61 und die Abgabebohrung
63 versetzt in die Zylinderbohrung 12 münden, und andererseits dadurch, daß der zweite
Kolben 18 in Richtung auf die Anschlagscheibe 45 zu federbelastet ist und in der entgegengesetzten
Richtung in seiner Bewegung durch einen Anschlag begrenzt ist.
[0033] Die Fig.n 12 bis 18 zeigen die Arbeitsweise bei maximal herausgeschraubter Schraubhülse
32 und somit in einer Einstellung für maximales Pumpvolumen, die Fig.n 19 bis 21 die
Arbeitsstellung mit mittlerer Stellung der Schraubhülse 32 und somit in einer Einstellung
für mittleres Pumpvolumen, und die Fig.n 22 bis 24 bei maximal eingeschraubter Schraubhülse
32 und somit in einer Einstellung für minimales Pumpvolumen.
[0034] Bei der beschriebenen Ausführungsform befindet sich die Ansaugbohrung 61 axial versetzt
näher am Bereich des ersten Kolbens 17 und ist hier nicht mit dem Rückschlagventil
62 ausgestattet. Die Abgabebohrung 63 befindet sich axial näher zum Bereich des zweiten
Kolbens 18 versetzt und ist hier mit dem Rückschlagventil 64 versehen. Der Abstand
der Mündungen der beiden Bohrungen entspricht der maximalen Länge des Pumpraums 21.
Auf dem zweiten Kolben 18 befindet sich in der Nähe von dessen dem Pumpraum 21 abgewandten
Ende eine in eine umlaufende Nut radial einwärts federnd eingesetzte Ringscheibe 71,
zwischen der und der Durchmesserstufe 16 eine Schraubendruckfeder 72 eingesetzt ist.
Um eine Teillänge der Feder 72 verläuft, von der Durchmesserstufe 16 ausgehend, eine
Anschlaghülse 73, die den Weg des zweiten Kolbens 18 in den Pumpraum 21 hinein begrenzt.
Der Außendurchmesser der Anschlaghülse 73 ist kleiner als der Innendurchmesser des
Teils 29 der Schraubhülse 32, so daß die Anschlaghülse 73 das Einschrauben der Schraubhülse
32 nicht behindert. Im übrigen entspricht die Konstruktion der nach den Fig.n 1 bis
7.
[0035] Fig. 12 zeigt die Warte- und Anfangsstellung mit gefülltem Pumpraum 21, Fig. 13 zeigt
den Beginn des Vorschubs des ersten Kolbens 17 und Fig. 14 eine noch etwas später
liegende Phase, in der das Pumpgut ausgepreßt wird. Ausgehend von der Betriebsphase
nach Fig. 12, schiebt der in Fig. 13 als Pfeil angedeutete Antrieb den ersten Kolben
17 zunächst an der Mündung der Ansaugbohrung 61 vorbei, wobei das insoweit verdrängte
Pumpgut in diese Bohrung zurückgeschoben wird. Hat jedoch die Stirnseite 19 des ersten
Kolbens 17 diese Mündung passiert, so ist die Ansaugbohrung gesperrt und das Pumpgut
im Pumpraum 21 schiebt den zweiten Kolben 18, der von Anfang an an der Anschlagscheibe
45 anliegt, mit dieser entgegen der Kraft der Feder 46 nach hinten. In der Arbeitsphase
nach Fig. 14 hat der zweite Kolben 18 die Mündung der Abgabebohrung 63 freigegeben,
so daß das Rückschlagventil 64 geöffnet ist und das Pumpgut abgegeben wird. Die Stirnseite
19 des ersten Kolbens 17 kommt hierbei bis an die Stirnseite 20 des zweiten Kolbens
18 heran, der seinerseits in dieser Arbeitsphase zweckmäßigerweise den Anschlag 50
erreicht (Fig. 15). Erreicht er ihn nicht, so wird im Fall einer fortgesetzten Antriebsbewegung
auch der zweite Kolben 18 entgegen der Kraft der Feder 46 noch weiter in der Zeichnung
nach rechts aus der Zylinderbohrung ausgeschoben.
[0036] Der anschließende Rücklauf der Kolben erfolgt dann wie in den Fig.n 16 und 17 dargestellt.
Der in Fig.n 13 bis 15 als Pfeil dargestellte Antrieb endet, das Rückschlagventil
64 schließt und die Feder 28 zieht den ersten Kolben 17 zurück, wobei aufgrund des
andernfalls entstehenden Vakuums in dem nur noch aus einem schmalen Spalt bestehenden
Pumpraum 21 der zweite Kolben 18 zunächst unter der Kraft der Feder 46 und später
entgegen der Kraft der Feder 72 nachfolgt, an der Mündung der Abgabebohrung 63 vorbei
(Fig. 16) und bis zum Erreichen der Mündung der Ansaugbohrung 61. Nachdem diese erreicht
ist, füllt Pumpgut aus der Ansaugbohrung 61 den sich vergrößernden Pumpraum 21, der
erste Kolben 17 vollendet seine Rückwärtsbewegung und der zweite Kolben 18 wird durch
die Kraft der Feder 72 bis zum Anschlag an der Scheibe 45 in die Stellung von Fig.
12 zurückgefahren. Im Zustand nach Fig. 12 wartet die Dosierpumpe wieder auf den nächsten
Arbeitsgang. Es ist klar, daß die Federkräfte der beteiligten Federn 28, 46 und 72
so aufeinander abgestimmt sein müssen, daß der beschriebene Arbeitsablauf sich einstellt.
[0037] Die beim Arbeitsablauf nach den Fig.n 12 bis 15 je Arbeitshub abgegebene Menge an
Pumpgut ist durch den Abstand zwischen den Mündungen der Bohrungen 61 und 63 bestimmt.
Es ist dies die maximal mögliche Pumpmenge. Bei der dargestellten Ausführungsform
entspricht die maximale Bewegungsweite des Antriebs und damit des Kolbens 17 dem Abstand
zwischen den Mündungen der Bohrungen 61 und 63 in die Zylinderbohrung 12. Bei dieser
Einstellung für maximales Pumpvolumen steht am Anfang des Hubs der Kolben 18 über
die Scheibe 45 am Anschlag 50 an.
[0038] Die Dosismenge kann jedoch verkleinert werden, wie am Beispiel nach den Fig.n 19
bis 21 gezeigt ist. Dort ist die Schraubhülse 32 tiefer in das Pumpengehäuse 11 hineingeschraubt,
wodurch die als Anschlag dienende Ringscheibe 45 näher zum Pumpraum 21 gerückt ist.
Fig. 19 zeigt die Ruhe- und Wartephase, in der die Stirnseite 19 des ersten Kolbens
17 die Mündung der Ansaugbohrung 61 tangiert. Nach Beginn der Pumpbewegung schiebt
zunächst der erste Kolben 17 eine kleine Menge des Volumens des Pumpguts in die Ansaugbohrung
61 zurück und erreicht die Stellung nach Fig. 20, in der er beginnt, über das Pumpvolumen
den zweiten Kolben 18 gegen die Wirkung der Feder 46 zurückzuschieben. Dieses Zurückschieben
erfolgt, bis der Pumpraum 21 die Mündung der Abgabebohrung 64 erreicht und der Kolben
18 über die Scheibe 45 den Anschlag 50 erreicht, so daß die Kolben 17 sich dann unter
Auspressung des Pumpguts an die Stirnseite 20 des Kolbens 18 annähert.
[0039] Am anschließenden Rückweg der Kolben aufgrund der Summe der Kräfte der Federn 28
und 46 und entgegen der Kraft der Feder 72 bleibt das Rückschlagventil 64 geschlossen.
Die Anschlagscheibe 45 kommt in Anschlag an die Anschlag-Ringscheibe 44, der zweite
Kolben 18 wird aber aufgrund des Vakuumeffekts im Pumpraum 21 noch weiter in die Zylinderbohrung
hineingezogen, bis die Stirnflächen 19 und 20 in den Bereich der Mündung der Ansaugbohrung
61 kommen. Hier findet auch die Bewegung des zweiten Kolbens 18 aufgrund des Anschlags
der Ringscheibe 71 an der Anschlaghülse 73 ein Ende. Durch die Kommunikation mit der
Ansaugbohrung 61 kann nun der Pumpraum 21 wieder mit Pumpgut gefüllt werden. Dies
geschieht, indem die Feder 72 den zweiten Kolben 18 zurück bis an die Anschlagscheibe
45 schiebt, wodurch das Dosisvolumen für diese Stellung der Schraubhülse 32 zuzüglich
der geringen Zurückpumpmenge für die Kolbenbewegung entlang der Mündung der Bohrung
61 sich im Pumpraum 21 befindet.
[0040] Die Fig.n 22 bis 24 zeigen die gleichen Arbeitsphasen für minimales Volumen. In Fig.
22 sind die Stirnseiten 19 und 20 um wenig mehr als den Durchmesser der Mündung der
Ansaugbohrung 61 beabstandet. Bei Beginn der Kolbenbewegung nähert sich zunächst die
Stirnfläche 19 der Stirnfläche 20 an, während der Pumpraum 21 zum großen Teil in die
Ansaugbohrung 61 zurükkentleert wird. Der auf nahezu null reduzierte Pumpraum 21 bewegt
sich in den Bereich der Mündung der Abgabebohrung 63, durch die aufgrund der Gegenkraft
der Feder 46 bzw. des Anschlags 50 das im Pumpraum 21 befindliche Restvolumen abgegeben
wird.
[0041] Auch bei dieser Ausführungsform kann die Konstruktion vereinfacht werden, wenn das
Pumpgut unter Druck ansteht. In diesem Fall kann die Feder 72 weggelassen werden.
[0042] Bei den dargestellten Ausführungsformen erfolgt die Rückstellung des ersten Kolbens
17 durch die Kraft der Feder 28. Generell ist es auch möglich, am Kolben 17 eine Kurbel
angreifen zu lassen, die andererseits an einem mit einer Welle verbundenen Kurbelzapfen
sitzt, so daß der Kolben 17 in beiden Richtungen durch die Welle zwangsbewegt wird.
[0043] Vergleichbar der Ausführung von Fig. 11, kann auch für die zweite Grund-Ausführungsform
je nach geforderten Pumpencharakteristiken anstelle der Anschlag-Stirnfläche 50 ein
elastischer Anschlag vorgesehen werden, der sich bei Weglassung des Gewindebolzens
49 durch die Feder 46 ergibt. Fig. 25 zeigt eine solche Ausführung, und zwar am Ende
des Pumphubs. Würde der zweite Kolben 18 durch fortgesetzten Antriebsschub gegebenenfalls
nach einer Verdrehung der Schraubhülse 32 in der Ruhestellung noch weiter nach hinten
verschoben, so wäre trotzdem das Pumpvolumen nicht höher, da nach dem Überstreichen
der Mündung der Abgabebohrung 63 durch den ersten Kolben 17 die weitere Pumpgutabgabe
gesperrt ist.
[0044] Im Pumpengehäuse 11 können auch mehr als eine Zylinderbohrung vorhanden sein, wobei
es möglich ist, für jeden Zylinder und jedes Kolbenpaar eine eigene Schraubhülse 49
einzusetzen, oder mehrere oder alle Zylinder und Kolbenpaare durch eine gemeinsame
Schraubhülse einzujustieren. Ein Bedarf für eine solche Mehrzylinderpumpe kann sich
z. B. ergeben bei einer Kettenschmierung, bei der die Kette intermittierend fortschreitet
und in ihren kurzen Ruhephasen an den Gelenkpunkten geschmiert wird. Durch beispielsweise
vier Zylinder im Pumpengehäuse können vier Gelenkpunkte der Kette gleichzeitig geschmiert
werden. Eine andere Anwendung könnte in der Präparation bestimmter Gemische liegen.
Sofern die Pumpe auf den betreffenden Gebrauchszweck speziell eingerichtet ist, können
auch bei synchroner Justierung durch nur eine einzige Schraubhülse unterschiedliche
Komponentenmengen eines Gemischs durch unterschiedliche Durchmesser der Zylinderbohrungen
vorgegeben werden.
[0045] Die Fig.n 26 bis 29 zeigen eine Ausführung mit zwei Zylinderbohrungen und die Fig.n
30 bis 33 eine Ausführung mit vier Zylinderbohrungen.
[0046] In den Fig.n 26 bis 29 sind die beiden Zylinderbohrungen mit 12a, 12b bezeichnet.
In sie münden Ansaugbohrungen 61a, 61b, die koaxial in einer ersten Diametralebene
angeordnet sind (Fig. 27), und Abgabebohrungen 63a, 63b, die beim dargestellten Beispiel
in zwei parallelen axialen Ebenen, die zur Ebene der Ansaugbohrungen im rechten Winkel
liegen, angeordnet sind (Fig. 28). In den Zylinderbohrungen 12a, 12b gleiten jeweils
der erste und der zweite Kolben, wobei in der Zeichnung nur die beiden zweiten Kolben
18a, 18b bezeichnet sind (Fig. 29). Die Ausbildung der Justieranordnung mit dem ersten
Anschlag in Form der Stirnseite 50 des Gewindebolzens 49 oder gegebenenfalls der Kraft
der Feder 46, dem zweiten Anschlag in Form der Ringscheibe 44 und der Schraubhülse
32 entspricht der Ausführung von Fig. 12.
[0047] Die Ausführung nach den Fig.n 30 bis 33 enthält vier im Querschnitt im Quadrat angeordnete
Zylinderbohrungen 12a, 12b, 12c und 12d im im Querschnitt achteckigen Pumpengehäuse
11. Die Achteckigkeit dient der erleichterten Anordnung von vier getrennten Abgabebohrungen
63a, 63b, 63c und 63d, die in einer gemeinsamen Radialebene sternförmig von den vier
Zylinderbohrungen ausgehen. Ansaugbohrungen 61a, 61b, 61c und 61d sind zwar beim dargestellten
Beispiel getrennt für einzelnen Zylinderbohrungen vorhanden, um ein schnelleres Ansaugen
und hierdurch eine höhere Pumprate zu erzielen, sie könnten aber, worauf es hierauf
nicht ankommt, von Zylinderbohrung zu Zylinderbohrung in einer Reihenanordnung gelegt
sein. Wie Fig. 31 zeigt, gehen beim dargestellten Beispiel die Ansaugbohrungen 61a
und 61b von einem gemeinsamen Anschlußvolumen 81 und die Ansaugbohrungen 61c und 61d
von einem gemeinsamen Anschlußvolumen 82 aus.
[0048] Von vier ersten Kolben 17a, 17b, 17c und 17d sind in Fig. 30 nur die Kolben 17a und
17b sichtbar, und zweite Kolben 18a, 18b, 18c und 18d sind in Fig. 33 erkennbar. Sie
sind gemeinsam mit der Anschlagscheibe 45 verbunden oder liegen auch lose und nur
durch Krafteinwirkung angedrückt an dieser an. Der Ringscheibe 31 von Fig. 12 entspricht
gemäß den Fig.n 30 und 33 eine Ringscheibe 71a, die auf die vier Kolben 18a bis 18d
aufgesteckt ist und durch eine Durchmesserstufe dieser Kolben unter der Kraft der
Feder 72 an diese Durchmesserstufe angedrückt wird.
[0049] Bei den Ausführungsformen nach den Fig.n 26 bis 33 wird davon ausgegangen, daß der
Antrieb der mehreren ersten Kolben synchron erfolgt, beispielsweise durch ein (nicht
dargestelltes) gemeinsames Antriebsjoch oder durch eine gemeinsame pneumatische oder
elektromagnetische Druckbeaufschlagung.
1. Dosierpumpe für ein Pumpgut, mit einem Pumpengehäuse (11) und einer im Pumpengehäuse
entlang einer Längsache (22) gebildeten Zylinderbohrung (12), in die eine Ansaugbohrung
(61) und eine Abgabebohrung (63) für den Einzug bzw. das Auspressen des Pumpguts münden
und in der zwei Kolben (17, 18), die in der Zylinderbohrung (12), den Bereich der
Ansaugbohrung (61) und der Abgabebohrung (63) überstreichend, mit Abdichtung gegen
die Zylinderwand gleitfähig und ohne starre gegenseitige Kopplung angeordnet sind
und mit ihren Stirnseiten (19, 20) bis zur Aneinanderlage aufeinander zu bewegbar
sind, mit einem am ersten Kolben (17) angreifenden alternierenden Antrieb (77, 78,
25) in seiner Axialrichtung mit einer Bewegungsphase der Annäherung an den zweiten
Kolben (18), einem ersten Anschlag (50, 46), auf den zu sich der zweite Kolben (18)
bei seiner bei der Annäherung des ersten Kolbens (17) erfolgenden Rückwärtsbewegung
bewegt, und einem vom zweiten Kolben (18) in seiner Bewegung in Richtung zum ersten
Kolben (17) erreichten verstellbaren zweiten Anschlag (44), dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Anschlag (44) an einer relativ zum Pumpengehäuse (11) entlang der Achse
(22) der Zylinderbohrung (12) mittels Gewinde (31, 39) durch Verdrehung verstellbaren
Schraubhülse (32) sitzt.
2. Dosierpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Ansaugbohrung (61) und/oder der Abgabebohrung (63) ein Saug- (62) bzw.
ein Druckventil (64) befinden.
3. Dosierpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansaugbohrung (61) und die Abgabebohrung (63) entlang der Zylinderachse (22)
versetzt in die Zylinderbohrung (12) münden und durch die sich über die Mündungsstelle
hinweg verschiebbaren Kolben (17, 18) auf Durchlaß oder Sperrung steuerbar sind.
4. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kolben (18) durch Federkraft (46) in die Richtung zum ersten Kolben (17)
gedrückt ist und in dieser Richtung an dem mit der Schraubhülse (32) verbundenen zweiten
Anschlag (44) ein Ende seiner Bewegungsbahn findet.
5. Dosierpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kolben (18) mit einer radialen Scheibe (45) gekoppelt ist, die sich an
den zweiten Anschlag (44) anlegt.
6. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kolben (18) durch Federkraft (72) entgegen der Richtung zum ersten Kolben
(17) gedrückt ist und in dieser Drückrichtung an einem parallel zur Achse (22) der
Zylinderbohrung (12) verschiebbaren Anschlag (45) ein Ende seiner Bewegungsbahn findet,
wobei dieser verschiebbare Anschlag (45) seinerseits zwischen den beiden im Abstand
entlang der Zylinderachse angeordneten Anschlägen (44, 50) verschiebbar ist, nämlich
einerseits durch Federkraft (46) in die Richtung zum ersten Kolben (17) gedrückt ist
und in dieser Richtung am mit der Schraubhülse (32) verbundenen zweiten Anschlag (44)
ein Ende seiner Bewegungsbahn findet und andererseits am gehäusefesten ersten Anschlag
(49, 50) ein Ende seiner Bewegungsbahn findet.
7. Dosierpumpe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der verschiebbare Anschlag die Form einer radialen Scheibe (45) hat.
8. Dosierpumpe nach Anspruch 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem ersten Anschlag (50) und dem zweiten Anschlag (44) größer/gleich
der Dicke der Scheibe (45) ist.
9. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubhülse (32) verdrehbar auf einen Gewindebolzen (49) aufgeschraubt ist,
der am Pumpengehäuse (11) fixiert ist.
10. Dosierpumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Pumpengehäuse (11) ein Bügel (52) befestigt ist, der sich bis in den Bereich der
Verlängerung der Zylinderachse (22) erstreckt und in diesem Bereich eine Gewindebohrung
aufweist, in die der zunächst verstellbare Gewindebolzen (49) eingeschraubt ist und
in der er in seiner Stellung fixiert ist.
11. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubhülse (32), gegebenenfalls zusätzlich zur Schraubverbindung mit dem Gewindebolzen
(49), mit einem Außengewinde (31) in eine zur Zylinderbohrung (12) koaxiale Gewindebohrung
im Pumpengehäuse (11), die im Vergleich zur Zylinderbohrung (12) einen größeren Durchmesser
hat, verdrehbar eingeschraubt ist.
12. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubhülse (32) in ihrer Drehstellung durch einen Schnappmechanismus (54) lösbar
fixiert ist.
13. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Pumpengehäuse eine Mehrzahl paralleler Zylinderbohrungen (12a, 12b, 12c, 12d)
gebildet ist, die jeweils die beiden Kolben enthalten und an eine Ansaugbohrung (61a
... 61d) und eine Abgabebohrung (63a ... 63d) angeschlossen sind, und daß der erste
Anschlag (50, 46) und der an der Schraubhülse (32) sitzende zweite Anschlag (44) für
die zweiten Kolben (18a ... 18d) gemeinsam dienen.
14. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch die Verwendung zur Schmierung einer Gleittransportbahn (2) für den Transport diskreter
Transporteinheiten (3, 4).