[0001] Die Erfindung betrifft eine Hochdruckentladungslampe gemäß des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1.
I. Stand der Technik
[0002] Eine derartige Hochdruckentladungslampe ist beispielsweise in der Offenlegungsschrift
EP 0 786 791 A1 offenbart. Die in dieser Schrift beschriebene Hochdruckentladungslampe
ist zur Verwendung als Lichtquelle in einem Kraftfahrzeugscheinwerfer vorgesehen.
Diese Hochdruckentladungslampe besitzt ein abgedichtetes, axialsymmetrisches Entladungsgefäß
aus Quarzglas mit zwei Enden, aus denen Stromzuführungen herausragen. Ein erstes,
sockelnahes Ende ist in einem Lampensockel angeordnet, während das zweite, sockelferne
Ende vom Sockel abgewandt ist. Das Entladungsgefäß ist von einem lichtdurchlässigen
Außenkolben aus UV-Strahlung absorbierendem Glas umgeben. Bei dieser Hochdruckentladungslampe
kann sowohl Licht als auch UV-Strahlung aus der Stirnseite des sockelfernen Endes
des Entladungsgefäßes austreten, da die Wand des rohrartigen Entladungsgefäßes wie
ein
[0003] Lichtleiter für die in dem Entladungsbogen generierte elektromagnetische Strahlung
wirkt. Das aus der Stirnseite des sockelfernen Endes des Entladungsgefäßes austretende
Licht beeinträchtigt die Abbildungseigenschaften des Fahrzeugscheinwerfers in einem
unerwünschten Maß, während die aus der Stirnseite des sockelfernen Endes austretende
UV-Strahlung zu einer Schädigung der Scheinwerferlinse führen kann.
II. Darstellung der Erfindung
[0004] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Hochdruckentladungslampe bereitzustellen,
bei der die oben erwähnten Nachteile nicht auftreten.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
beschrieben.
[0006] Die erfindungsgemäße Hochdruckentladungslampe besitzt mindestens ein Lampengefäß
mit einem ersten Ende, das in einem Lampensockel angeordnet ist, und einem zweiten,
sockelfernen Ende, dessen Stirnseite erfindungsgemäß mit einer für Licht und UV-Strahlung
undurchlässigen Abdeckung versehen ist. Durch diese Abdeckung wird verhindert, dass
- aufgrund der lichtleitenden Wirkung der Lampengefäßwand - aus der Stirnseite des
sockelfernen Endes des mindestens einen Lampengefäßes Licht oder UV-Strahlung austreten
kann.
[0007] Die Stirnseite des im Lampensockel angeordneten, sockelnahen Endes des mindestens
einen Lampengefäßes ist vorteilhaft ebenfalls mit einer für Licht und UV-Strahlung
undurchlässigen Abdeckung versehen, um die Gefahr einer Schädigung des üblicherweise
aus Kunststoff bestehenden Lampensockels durch elektromagnetische Strahlung zu reduzieren.
Die Abdeckung ist vorzugsweise als Beschichtung, insbesondere als Farbschicht ausgebildet.
Besonders gut eignet sich für diesen Zweck das bei Scheinwerferlampen, wie beispielsweise
H4- und H7-Lampen, zur Abdeckung der Lampengefäßkuppe verwendete Beschichtungsmaterial,
das aus einer Dispersion von Farbpigmenten, beispielsweise schwarzen Pigmenten, mit
Eisencarbonyl, Äthylsilikat und Äthanol hergestellt wird. Diese Beschichtung besitzt
eine hohe Hitzebeständigkeit, eine ausreichende Haftung am Lampengefäß und ist einfach
herstellbar.
[0008] Gemäß eines besonders bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung wird die für
Licht und Ultraviolette Strahlung undurchlässige Abdeckung auf die Stirnseiten des
Entladungsgefäßes einer Hochdruckentladungslampe für Kraftfahrzeugscheinwerfer aufgebracht,
die ein Entladungsgefäß aus Quarzglas mit einem sockelnahen und einem sockelfernen
Ende und ein das Entladungsgefäß, bzw. die Mantelfläche des Entladungsgefäßes, umschließenden
Außenkolben besitzt.
III. Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
[0009] Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- Einen Querschnitt durch eine Hochdruckentladungslampe gemäß des bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung
[0010] Bei dem in Figur 1 abgebildeten ersten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine
einseitig gesockelte Hochdruckentladungslampe, die zur Verwendung in einem Kraftfahrzeugscheinwerfer
vorgesehen ist. Diese Lampe besitzt ein soffittenartiges Entladungsgefäß 100 mit einem
gasdicht verschlossenen Entladungsraum 103, einem sockelnahen 101 und einem sockelfernen
102 Quetschende. In den Entladungsraum 103 ragen zwei Elektroden 104, 105 hinein,
die jeweils über eine im Quetschende 101 bzw. 102 gasdicht eingeschmolzene Molybdänfolie
106, 107 mit einer aus dem Quetschende 101, 102 herausgeführten Stromzuführung 108,
109 elektrisch leitend verbunden sind. Der Lampensockel weist eine aus einem Kunststoff-Spritzgußteil
bestehende Sockelhülse 110 und ein innerhalb der Sockelhülse 110 angeordnetes, justierbares,
ebenfalls aus einem Kunststoff-Spritzgußteil bestehendes Halteelement 111 auf. Das
vom EntladungsgeFäß 100 abgewandte Ende der Sockelhülse 110 ist als Stecker mit zwei
elektrischen Kontakten 112, 113 ausgebildet. Der Mittenkontakt 112 ist mit der aus
dem sockelnahen Quetschende 101 herausgeführten Stromzuführung 108 elektrisch leitend
verbunden, während der andere, ringförmige elektrische Kontakt 113 über eine von einem
Keramikrohr 114 ummantelte Rückführung 115 elektrisch leitend mit der aus dem sockelfernen
Quetschende 102 herausragenden Stromzuführung 109 verbunden ist.
[0011] Das Entladungsgefäß 100 ist von einem zylindrischen, nahezu koaxial zum Entladungsgefäß
100 angeordneten Außenkolben 116 umgeben, der an das sockelferne Quetschende 102 und
an einen sich in die Sockelhülse 110 erstreckenden, rohrförmigen Fortsatz 118 des
Entladungsgefäßes 100 angeschmolzen ist. Der Außenkolben 116 ist mit einer rohrförmigen
Verlängerung 119 ausgestattet, die den rohrförmigen Fortsatz 118 des Entladungsgefäßes
100 teilweise umschließt. Zur Sockelung der Hochdruckentladungslampe wird die rohrförmige
Verlängerung 119 des Außenkolbens 116 in das Halteelement 111 mit Hilfe einer im Halteelement
111 integrierten, die rohrförmige Verlängerung 119 des Außenkolbens 116 umschließenden
Metalllochmanschette 120, die mit einem hochfrequenten Induktionssignal erhitzt wird,
eingeschmolzen.
[0012] Die vom Sockel 110 abgewandte Stirnseite des sockelfernen Endes 102 des Entladungsgefäßes
100 ist mit einer für Licht und UV-Strahlung undurchlässigen Beschichtung 125 versehen.
Die Beschichtung 125 wird mittels einer Dispersion aus schwarzen Pigmenten, Eisencarbonyl,
Äthylsilikat und Äthanol, die auf die Stirnseite des sockelfernen Endes 102 aufgebracht
und eingebrannt wird, hergestellt. Die Beschichtung 125 erstreckt sich zumindest über
die Stirnseite des sockelfernen Endes 102 des Entladungsgefäßes 100, ist aber aus
fertigungstechnischen Gründen auch auf den Rand des Außenkolbens 116 ausgedehnt, der
mit der Stirnseite des sockelfernen Endes 102 abschließt.
[0013] Auf dieselbe Weise wird auch die Stirnseite des rohrartigen Fortsatzes 118 des sockelnahen
Endes 101 des Entladungsgefäßes 100 mit einer derartigen Beschichtung 126 versehen.
Die Beschichtung 126 bedeckt zumindest die Stirnseite der kreiszylindrischen Wand
des rohrartigen Fortsatzes 118. Das heißt, die Beschichtung 126 erstreckt sich zumindest
über die gesamte Dicke der Wand des Fortsatzes 118.
[0014] Die Sockelhülse 110 ist topfartig ausgebildet. Das Halteelement 111 ist vollständig
im Inneren 117 der Sockelhülse 110 angeordnet. Die Außenwand des Halteelementes 111
wird teilweise von einem ringförmigen, das Halteelement 111 umgebenden Metallteil
121 gebildet, das im Halteelement 111 verankert ist. In die Seitenwand der topfartigen
Sockelhülse 110 ist ein Metallring 122 eingebettet, der vier angeformte Schweißfahnen
123 aufweist. Diese vier Schweißfahnen 123 ragen in das Innere 117 der Sockelhülse
110 und liegen beim Einsetzen des Halteelementes 111 in die Sockelhülse 110 und während
der anschließenden Justage der Lampe federnd an dem ringförmigen Metallteil 121 des
Halteelementes 111 an. Nach Beendigung der Justage werden die Schweißfahnen 123 mit
dem ringförmigen Metallteil 121 verschweißt und dadurch das Halteelement 111 und die
Sockelhülse 110 in der justierten Lage miteinander verbunden. Damit die Schweißfahnen
123 für die Schweißwerkzeuge zugänglich sind, weist die Sockelhülsenwand 110 im Bereich
der Schweißfahnen 123 jeweils einen Durchbruch 124 auf.
[0015] Die Figur 1 zeigt eine der vier Schweißfahnen 123 mit gestrichelten Linien, da diese
in der hier gewählten Ansicht normalerweise durch das ringförmige Metallteil 121 verdeckt
wird. Das ringförmige Metallteil 121 und die Metalllochmanschette 120 begrenzen eine
ringförmige Nut 124 im Halteelement 111, in die zum Zwecke der hochfrequenz-induzierten
Erwärmung der Metalllochmanschette 120 kurzzeitig eine Leiterschlaufe (nicht abgebildet)
eingelegt wird.
[0016] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das oben näher erläuterte Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Anstelle der Farbschicht 125 bzw. 126 kann auch eine PVD-Schicht (wobei
die Abkürzung PVD für Plasma Vapor Deposition steht) gemäß der deutschen Patentanmeldung
mit dem amtlichen Aktenzeichen 103 12 806.9, beispielsweise eine Kupfer-Sauerstoff-Verbindung
oder eine Aluminium-Stickstoff-Verbindung verwendet werden, wobei deren Schichtdicke
ausreichend dick gewählt ist, so dass sie lichtundurchlässig ist. Die vorgenannte
PVD-Schicht wird in bekannter Weise mittels eines Sputter-Prozesses auf die vom Sockel
abgewandte Stirnseite des Entladungsgefäßes und des Außenkolbens oder auf beide Stirnseiten
aufgebracht.
1. Hochdruckentladungslampe mit mindestens einem Lampengefäß (100), das ein erstes, in
einem Lampensockel (110) angeordnetes Ende (101) und ein zweites, sockelfernes Ende
(102) besitzt,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die von dem Lampensockel (110) abgewandte Stirnseite des sockelfernen Endes
(102) mit einer für Licht und UV-Strahlung undurchlässigen Abdeckung (125) versehen
ist.
2. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich die Stirnseite des ersten Endes (101) des Lampengefäßes (100) mit einer
für Licht und UV-Strahlung undurchlässigen Abdeckung (126) versehen ist.
3. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (125, 126) als Beschichtung auf dem mindestens einen Lampengefäß (100)
ausgebildet ist.
4. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (125, 126) als Farbschicht ausgebildet ist.
5. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (125, 126) als PVD-Schicht ausgebildet ist.
6. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckentladungslampe zwei Lampengefäße (100, 116) aufweist, wobei ein erstes
Lampengefäß (100) als Entladungsgefäß und das zweite Lampengefäß (116) als Außenkolben
ausgebildet ist, der das Entladungsgefäß (100) umschließt.
7. Hochdruckentladungslampe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Lampengefäß (100) das Entladungsgefäß der Hochdruckentladungslampe
ist.