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(11) |
EP 1 539 372 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.05.2007 Patentblatt 2007/18 |
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Anmeldetag: 28.03.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/001035 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/026490 (01.04.2004 Gazette 2004/14) |
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VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM AUFBRINGEN EINES FLUIDEN MEDIUMS AUF EIN SUBSTRAT
DEVICE AND METHOD FOR APPLYING A FLUIDIC MEDIUM TO A SUBSTRATE
DISPOSITIF ET PROCEDE D'APPLICATION D'UN MILIEU FLUIDE SUR UN SUBSTRAT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
| (30) |
Priorität: |
12.09.2002 DE 10242410
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.06.2005 Patentblatt 2005/24 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- ERFLE, Stefan
71732 Tamm (DE)
- GESANG, Thomas
27711 Osterholz-Scharmbeck (DE)
- GOETZ, Juergen
71739 Oberriexingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1995, no. 09, 31. Oktober 1995 (1995-10-31) -& JP 07
153652 A (MITSUBISHI MATERIALS CORP), 16. Juni 1995 (1995-06-16)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Aufbringen eines fluiden
Mediums auf ein Substrat nach der Gattung der unabhängigen Ansprüche.
Stand der Technik
[0002] Bei der Mikrodosierung von Flüssigkeiten wie Klebstoffen, Schlickern oder Pasten
mit Hilfe einer Kapillare bzw. einer Nadel führen Unebenheiten auf dem zu dispensenden
Substrat zu erheblichen Schwierigkeiten. So verlangt eine reproduzierbare Produktion
von gleichmäßig großen Flüssigkeitspunkten auf einem Substrat einen immer gleichen
Abstand zwischen Kapillare und Substrat beim Übergriff des aus der Kapillare austretenden
bzw. an deren Ende hängenden Flüssigkeitstropfens auf das Substrat. Ist der kapillare
Abstand zu groß, findet überhaupt kein Übergriff der Flüssigkeit auf dem Substrat
statt, während bei einem zu kleinen Abstand der Kapillare zum Substrat der Substratoberfläche
kein reproduzierbares Flüssigkeitsvolumen übergeben wird. Zudem besteht in diesem
Fall die Gefahr einer Verschmutzung der Kapillare, insbesondere im Bereich von deren
äußeren Seitenwänden.
[0003] Insgesamt wird bisher versucht, zu genauen und prozesssicheren Dosierung den Abstand
der Kapillare zum Substrat zu messen, um einen stets gleichen Abstand und damit einen
stets gleichen Übergriff des Flüssigkeitstropfens von der Kapillare auf das Substrat
sicherstellen zu können. Dabei unterscheidet man generell kapillare Abstandsmessverfahren,
die "online" am Prozessort oder die "offline" fernab vom Prozessort messen.
[0004] Ein Beispiel für ein "offline" messendes Verfahren ist die Weißlichtinterferometrie.
Dieses Messverfahren impliziert jedoch einen großen Messaufbau, so dass es nur neben
der eingesetzten Dispensnadel bzw. Kapillare angeordnet werden kann. Insofern eignet
es sich nur, den Abstand einer Marke oder eines Sensors zum Substrat zu messen, nicht
jedoch direkt den Abstand zwischen Kapillare und Substrat oder den Zeitpunkt des Übergriffes
eines Flüssigkeitstropfens auf das Substrat. Somit muss der Messwert am Ort neben
der Kapillare verwendet und ein Sensor zum Dispensort bewegt werden, wo der Dispensvorgang
später stattfinden soll. Beide Vorgehensweisen sind fehlerbehaftet.
[0005] Ein Beispiel für eine "online"-Messung am Prozessort ist eine Messung, bei der ein
Abstandsfüßchen eingesetzt wird, das taktil auf das Substrat aufstößt und somit einen
definierten Abstand von Kapillare zum Substrat sicherstellt. Ein derartiges Füßchen
kann jedoch nur bei unempfindlichen Substraten verwendet werden. Zudem handelt es
sich dabei um ein berührendes Messverfahren, das einem gewissen Verschleiß unterliegt.
[0006] Ein weiteres Verfahren zur "online"-Messung am Prozessort ist das Lasertriangulationsverfahren.
In diesem Fall wird zwar genau am Dispensort gemessen, jedoch nicht der Abstand zwischen
dem Substrat und der Kapillare sondern der Abstand zwischen dem Substrat und einem
Lasertriangulationssensor. Insofern ist auch dieses Verfahren ein indirektes Verfahren
mit den erläuterten Quellen für Messfehler.
[0007] US 4,935,261 offenbart eine Vorrichtung gemäß den Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0008] Aus EP 214 100 A 1 ist ein Nadelabstandsmessverfahren bekannt, bei dem ein Luftstrahl
mit konstantem Druck gegen einen Gegenstand gerichtet ist und aus einem axial beweglichen
Düsenkörper austritt, der so der Oberfläche des Gegenstandes nachgeführt wird, dass
die Rückstoßkraft des Luftstroms auf den Düsenkörper und damit der Abstand zwischen
Gegenstand und Düsenkörper konstant ist. Das Messen des Verschiebeweges ermöglicht
dann die Messung des Abstandes. In DE 198 398 30 A1 wird ein Verfahren zur hochpräzisen
optischen Distanzmessung nach dem Prinzip der optischen Triangulation beschrieben.
Aus DE 197 323 76 C1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Abstandsmessung nach dem
Lasertriangulationsprinzip bekannt. In US 5,507,872 wird ein taktiler Taster eingesetzt,
wobei eine Messung eines Tropfenübergriffes durch Auslenkung eines Kontaktsensors
im Dispenser erfolgt. In DE 197 48 317 C1 wird schließlich ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Erfassen des Berührereignisses eines fluiden Mediums an einer Oberfläche
mit Hilfe von Ultraschall erläutert. Dabei wird ein Ultraschalfeld in das zu dispensenden
Medium eingeleitet und eine bei Berührung des Fluides mit dem Substrat sich ergebende
Änderung im Reflexionsverhalten detektiert.
Vorteile der Erfindung
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Aufbringen
eines fluiden Mediums auf ein Substrat hat gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil,
dass es bzw. sie auch für empfindliche Substrate gut geeignet ist. Weiter sind gegenüber
dem Stand der Technik deutlich verbesserte Genauigkeiten durch das Messen zur Prozesszeit,
d. h. beim Dispensen, und das Messen am Dispensort, d. h. die unmittelbare Erfassung
des Zeitpunktes des Übergriffes des Tropfens auf das Substrat am Ort des Übergriffes,
erreichbar.
[0010] Daneben ist vorteilhaft, dass die Erfassung des Überbegriffes des Tropfens von der
Kapillare oder der Nadel auf das Substrat sehr schnell erfolgen kann, so dass sich
die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. das erfindungsgemäße Verfahren besonders zur
online-Prozesskontrolle in der Serienfertigung eignet.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den in den Unteransprüchen
genannten Maßnahmen.
[0012] So ist vorteilhaft, dass zur Realisierung der Bildaufnahmeeinrichtung und der Bildverarbeitungseinrichtung
auf etablierte Einzelkomponenten bzw. Bildverarbeitungssysteme zurückgegriffen werden
kann, die ohne größeren Aufwand auf die Anforderung des Einzelfalles adaptiert werden
können. Weiter kann auch auf bestehende Bildverarbeitungssoftware zurückgegriffen
werden, die in der Bildverarbeitungseinrichtung und den dort vorgesehenen Computer
integriert ist.
[0013] Vorteilhaft ist darüber hinaus, dass mit Hilfe von zwei Kameras, die einerseits den
Tropfen unmittelbar vor dem Überbegriff und andererseits den Tropfen bei dem Übergriff
unter bezogen auf das Substrat unterschiedlichen Winkeln erfassen, auch im Fall eines
vergleichsweise großen Substrates, auf dem sich in einer Umgebung des Ortes des Übergriffes
des Tropfens auf das Substrat weitere Bauteile befinden, eine zuverlässige Erfassung
des Übergriffes des Tropfens auf das Substrat möglich ist.
[0014] Weiter ist vorteilhaft, dass zur Realisierung der Bildaufnahmeeinrichtung einer Vielzahl
von Möglichkeiten bereitstehen, die an die Erfordernisse des Einzelfalls angepasst
werden können. So kann die Bildaufnahme mit Hilfe einer einzigen Kamera, einer Mehrzahl
von Kameras oder einer Kamera mit einer zugeordneten drehbaren Spiegelanordnung erfolgen,
wobei im letzteren Fall die drehbare Spiegelanordnung insbesondere dazu dient, den
Tropfen zu verschiedenen Zeiten bzw. Verfahrensstadien unter bezogen auf das Substrat
unterschiedlichen Winkeln zu erfassen. Daneben kann die Bildaufnahmeeinrichtung auch
einen Lichtleiter aufweisen, der beispielsweise mit einer Kamera oder einem CCD-Chip
verbunden ist, so dass die Kamera bzw. der Chip nicht in der Nähe des Ortes des Überbegriffes
des Tropfens auf das Substrat angeordnet sein muss.
[0015] Vorteilhaft ist darüber hinaus, dass mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung
eine große Vielzahl von fluiden Medien wie Klebstoffe, Schlicker, Pasten, Lösungen
oder Suspensionen auf das Substrat aufgebracht werden können.
[0016] Schließlich ist besonders vorteilhaft, wenn eine Mikrodispensiereinrichtung, insbesondere
in Form eines Kolbendispensers, eingesetzt wird, mit der Flüssigkeitstropfen mit einem
Volumen 50 nl bis bis 1 µl in Form von Punkten auf ein Substrat aufgebracht werden.
Zeichnung
[0017] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen und die nachfolgende Beschreibung näher
erläutert. Es zeigt Figur 1a eine Prinzipsskizze verschiedener Stadien bei Annäherung
einer Kapillare mit einem Tropfen an ein Substrat, wobei ein zu kleiner Abstand von
Kapillare zu Substrat erreicht wird, Figur 1b verschiedene Verfahrensstadien analog
Figur 1a, wobei ein zu großer Abstand von Kapillare zu Substrat verbleibt, Figur 1c
verschiedene Verfahrensstadien analog zur Figur 1a, wobei durch einen zu kleinen Abstand
von Kapillare zu Substrat ein Flüssigkeitsübertrag auf eine Außenwand der Kapillare
auftritt, Figur 2 einen optimalen Übergriff des Tropfens auf das Substrat in verschiedenen
Verfahrensstadien, Figur 3a die Erfassung einer Meniskushöhe eines Tropfens vor dem
Übergriff, Figur 3b eine Erfassung des Abstandes von Kapillare zu Substrat bei dem
Übergriff des Tropfens, Figur 4a die Erfassung des Übergriffes des Tropfens von der
Kapillare auf das Substrat unmittelbar vor dem Übergriff mit Hilfe von Bildverarbeitung,
Figur 4b die Erfassung des Tropfens bei dem Übergriff mit Hilfe von Bildverarbeitung,
Figur 5a die Erfassung des Tropfens vor dem Übergriff mit einer Kamera und einer drehbaren
Spiegelanordnung, Figur 5b in Weiterführung von Figur 5a die Erfassung des Tropfens
bei dem Übergriff und Figur 5c die Erfassung des Tropfens nach dem Aufbringen auf
das Substrat. Die Figur 6 zeigt eine Prinzipsskizze einer Messung einer Meniskushöhe
mit Hilfe einer Referenzmarke. Die Figuren 7a und 7b zeigen die Erfassung eines Übergriffes
eines Tropfens auf ein Substrat aus zwei unterschiedlichen Richtungen. In den Figuren
8a und 8b ist die Erfassung des Übergriffes eines Tropfens auf ein Substrat durch
die sich dabei vergrößernde geschlossene Fläche erläutert, während die Figur 9a verschiedene
Verfahrensstadien bei dem Übergriff des Tropfens auf das Substrat zeigt, wobei sich
die Meniskusbreite bzw. Tropfenbreite bei dem Übergriff verbreitet. Die Figur 9b zeigt
die Erfassung einer Fläche bei dem Tropfenübergriff in einem Arbeitsfenster. In den
Figuren 10a und 106 ist die Erfassung eines Tropfens einer Kapillare eines Kolbendispensers
vor dem Übergriff auf das Substrat bzw. bei dem Übergriff auf das Substrat dargestellt.
Die Figuren 11a und 11b zeigen ein zu den Figuren 10a und 10b alternatives Ausführungsbeispiel
für die Dispensvorrichtung mit einem Kolbendispenser.
Ausführungsbeispiele
[0018] Die Figur 1a zeigt verschiedene Verfahrensstadien bei der Übertragung eines Meniskus
oder Tropfens 12, der sich an einem Ende einer röhrenförmigen Kapillare 11 befindet,
auf ein flächiges Substrat 10. Dabei weist das untere Ende des Tropfens 12 zu dem
Substrat 10 zunächst einen Abstand d auf, der sich fortwährend vermindert, bis es
zu einer Berührung des Tropfens 12 mit dem Substrat 10 und einem Übergriff des Tropfens
12 auf das Substrat 10 kommt. Danach wird der Abstand zwischen Kapillare 11 und Substrat
10 wieder vergrößert, und im Weiteren ein erneutes Auftreten eines Tropfens 12 aus
dem Ende der Kapillare 11 induziert, um ein weiteres Absetzen eines Tropfens 12 auf
das Substrat 10 an einem anderen Ort zu wiederholen.
[0019] Bei dem Übergriff des Tropfens 12 auf das Substrat 10 gemäß der Figur 1 a ist der
minimale Abstand d von Kapillare 11 zum Substrat 10 zu gering, so dass die Form des
Tropfens 12 bei dem Übergriff räumlich gesehen näherungsweise durch eine Kugelschicht
approximiert werden kann.
[0020] Die Figur 1b erläutert ein zu Figur 1a analoges Vorgehen, wobei die Kapillare 11
nicht ausreichend nah an das Substrat 10 angenähert wird, sodass überhaupt kein Übergriff
des Tropfens 12 auf das Substrat 10 stattfindet. In diesem Fall ist somit der minimale
Abstand d zwischen dem unteren Ende des Tropfens 12 und dem Substrat 10 zu groß gewesen.
[0021] Die Figur 1c erläutert ein weiteres Szenario bei einem Übergriff des Tropfens 12
auf das Substrat 10, wobei es durch einen zu geringen minimalen Abstand d zwischen
der Kapillare 11 und dem Substrat 10 zu einer Verschmutzung der Außenwand 13 der Kapillare
11 kommt, so dass einerseits kein definiertes Tropfenvolumen auf das Substrat 10 übertragen
wird, und andererseits die Verschmutzung der Kapillare 11 bei der Abgabe von weiteren
Tropfen 12 zu nicht tolerierbaren Prozessungenauigkeiten führt.
[0022] Den Darstellungen in den Figuren 1a bis 1c ist gemeinsam, dass durch fehlerhafte
Einstellung des minimalen Abstandes d zwischen der Kapillare 11 und dem Substrat 10
unter Berücksichtigung der Form und der Größe des Tropfens 12 kein reproduzierbares
Volumen des fluiden Mediums, das den Tropfen 12 bildet, auf das Substrat 10 übergeben
wird. Die gleiche Übergebungen gelten im Übrigen auch für den Fall, dass die Kapillare
11 durch eine Nadel ersetzt wird, an deren Ende der Tropfen 12 haftet.
[0023] Eine reproduzierbare Produktion von gleichmäßig großen Punkten auf dem Substrat 10
erfordert somit, dass bei einer laufenden Verringerung des Abstandes des Endes der
Kapillare 11 oder einer entsprechenden Nadel zu dem Substrat 10 der Zeitpunkt des
Übergriffes eines an dem Ende der Kapillare 11 oder einer entsprechenden Nadel befindlichen
Tropfens 12 von der Kapillare 11 auf das Substrat 10 erfasst wird.
[0024] Die Figur 2 zeigt demgegenüber ein optimales Szenario, bei dem bei der zunächst erfolgenden
Annäherung der Kapillare 11 an das Substrat 10 ein Übergriff des Tropfens 12 auf das
Substrat 10 erfolgt. Bei dem Übergriff weist der Tropfen 12 weiter räumlich gesehen
die Form eines Katenoiden auf, d. h. es bildet sich eine säulenähnliche Verbindung
zwischen Kapillare 11 und Substrat 10. Sobald dieses Stadium erreicht ist, wird der
Abstand der Kapillare 11 zu dem Substrat 10 wieder vergrößert, so dass schließlich
auf dem Substrat 10 ein Tropfen 12 mit definiertem Volumen verbleibt, während nachfolgend
mit der Kapillare 11 weitere Tropfen 12 mit ebenfalls definiertem Volumen an anderen
Stellen des Substrates 10 aufgebracht werden können.
[0025] Insbesondere wird vermieden, dass es gemäß Figur 1 b überhaupt nicht zu einem Übergriff
des Tropfens 12 auf das Substrat 10 kommt, oder dass die Kapillare 11 derart stark
an das Substrat 10 angenähert wird, dass das flüssige Medium in einem Außenbereich
13 der Kapillare 11 gelangt und diese dort verschmutzt.
[0026] Die Figuren 3a und 3b zeigen den Aufbau einer Dispensiervorrichtung 5, wobei zunächst
an dem Ende der Kapillare 11 ein Tropfen 12 in Form einer Halbkugel mit einer Höhe
h hängt. Weiter wird mit Hilfe einer ersten Bildaufnahmeeinrichtung 14, beispielsweise
einer Kamera oder einem CCD-Chip, der eine nicht dargestellte Bildverarbeitungseinrichtung
mit einem Computer und einer entsprechenden Auswertesoftware zugeordnet ist, vor dem
Übergriff des Tropfens 12 auf das Substrat 10, d. h. beispielsweise während deren
Annäherung, die Höhe h des Tropfens 12 bestimmt. Die Auswertung des aufgenommenen
Tropfens 12 hinsichtlich Höhe und Form erfolgt dabei mit Hilfe der Bildverarbeitungseinrichtung.
[0027] Bei weiterer Annäherung der Kapillare 11 an das Substrat 10 kommt es zu dem Zustand
gemäß Figur 3b, d. h. es bildet sich ein Katenoid beim Übergriff des fluiden Mediums
auf das Substrat 10 aus. Dieser Zustand wird mit Hilfe der ersten Bildaufnahmeeinrichtung
14 erkannt, und als Zeitpunkt des Übergriffes des Tropfens 12 auf das Substrat 10
herangezogen. Weiter wird mit Hilfe der ersten Bildaufnahmeeinrichtung 14 und der
nachgeordneten Bildverarbeitungseinrichtung unmittelbar nach Erreichen des Verfahrensstadiums
gemäß Figur 3b ein Vergrößern des Abstandes zwischen Substrat 10 und Kapillare 11
bewirkt, so dass insgesamt ein Verfahrensablauf gemäß Figur 2 erreicht wird.
[0028] Kern des Vorgehens gemäß Figur 3a bzw. 3b ist somit ein berührungsloses Kapillarenabstandsmessverfahren
am Dispensort zur Prozesszeit, wobei der Zeitpunkt des Übergriffes des Tropfens 12
von der Kapillare 11 auf das Substrat 10 mit Hilfe von Bildverarbeitung erkannt wird.
Weiter kann der Messung des Zeitpunktes des Tropfenübergriffes auch eine Erfassung
der Höhe h des Tropfensmeniskus, der an der Kapillare 11 hängt, mit Hilfe von Bildverarbeitung
vorausgehen. Der Zeitpunkt des Übergriffes des Tropfens 12 auf das Substrat 10 wird
bevorzugt, wie in Figur 3b dargestellt, mit Hilfe einer Kamera erfasst, kann jedoch
alternativ auch mit Hilfe einer Lichtschranke, einem faseroptischen Sensor oder durch
ein Schallfeld festgestellt werden, dass auf den Meniskus bzw. den Tropfen 12 gerichtet
ist.
[0029] Die Figur 4a zeigt zwei mit Hilfe einer Bildverarbeitungseinrichtung, die der Kamera
14 nachgeordnet ist, aufgenommene Bilder des Übergriffes des Tropfens 12 auf das Substrat
10 vor bzw. bei dem Übergriff. Dabei wird das sogenannte "Template Matching" eingesetzt,
d. h. es erfolgt eine Überwachung einer Änderung der Form des Tropfens 12 bei dem
Übergriff. Figur 4a zeigt dazu zunächst ein Originalbild 20 der Kapillare 11 mit dem
an ihrem Ende hängenden Tropfen 12, sowie das sich auf dem spiegelnden Substrat 10
abzeichnende Spiegelbild 21 des Originalbildes 20. Die Bildverarbeitungseinrichtung
erfasst mit Hilfe der ersten Kamera 14 daher sowohl das Originalbild 20 als auch das
Spiegelbild 21. In Figur 4b ist gezeigt, wie der Tropfen 12 im Schnitt von einem Kreisabschnitt
(siehe Figur 4a) zu einem Katenoid übergeht. Sobald der Zeitpunkt der Änderung der
Form des Tropfens 12 von einer hängenden Halbkugel zu einem Katenoid, der das Substrat
10 und die Kapillare 11 berührt, erreicht und mit Hilfe der Bildverarbeitungseinrichtung
detektiert worden ist, wird von der Bildverarbeitungseinrichtung veranlasst, dass
sich der Abstand von Kapillare 11 und Substrat 10 wieder vergrößert, so dass man einen
Verfahrensablauf gemäß Figur 2 erhält. Das "Template Matching" gemäß Figur 4a bzw.
4b ist sehr präzise. Es hat den Nachteil, dass eine erhebliche Rechenleistung in der
Bildverarbeitungseinrichtung bereitgestellt werden muss.
[0030] Ein schnelleres und in der Regel ausreichend genaues Verfahren zur Erkennung des
Zeitpunktes des Übergriffes des Tropfens 12 auf das Substrat 10 kann über ein übliches
Differenzbildverfahren realisiert werden, wobei mit Hilfe der Bildverarbeitungseinrichtung
zwei nacheinander aufgenommene Bilder, beispielsweise gemäß Figur 4a oder 4b, voneinander
abgezogen werden, und, falls das sich dadurch einstellende Differenzbild beispielsweise
hinsichtlich seiner integralen Intensität über einem Schwellwert liegt, ein Signal
von der Bildverarbeitungseinrichtung ausgegeben wird, die den Zustand gemäß Figur
4b repräsentiert. Insofern wird bei Erreichen dieses Schwellwertes mit Hilfe der Bildaufnahmeeinrichtung
14 und der nachgeordneten Bildverarbeitungseinrichtung bewirkt, dass die Kapillare
11 nicht weiter an das Substrat 10 angenähert wird bzw. sich im Weiteren der Abstand
zwischen Kapillare 11 und Substrat 10 wieder vergrößert.
[0031] Die Figuren 8a und 8b erläutern ein drittes Verfahren zur Erkennung des Zeitpunktes
des Übergriffes des Tropfens 12 auf das Substrat 10. Dabei wird gemäß Figur 8a zunächst,
ausgehend von einem Bild analog Figur 4a, eine Originalfläche 23 berechnet, die von
der Kapillare 11 und dem daran hängenden Tropfen 12 gebildet wird. Weiter ist gemäß
Figur 8a auch das Spiegelbild 21 der Originalfläche 23 zu erkennen, die sich auf dem
spiegelnden Substrat 10 abzeichnet und Hilfe einer Bildaufnahmeeinrichtung und der
Bildverarbeitungseinrichtung ebenfalls erfasst wird. Bei weiterer Annäherung der Kapillare
11 an das Substrat 10 stellt sich dann der Zustand gemäß Figur 8b ein, d. h. es kommt
zu einer Verbindung von Originalfläche 23 und Spiegelfläche 21 zu einer zusammenhängenden
Fläche 24. Dies bedeutet, dass sich bei dem Übergriff des Tropfens 12 auf das Substrat
10 die Originalfläche 23 schlagartig zu der zusammenhängenden Fläche 24 vergrößert.
Ist dieser Zeitpunkt von der Bildverarbeitungseinrichtung erkannt, wird von dieser
erneut bewirkt, dass sich die Kapillare 11 nicht weiter an das Substrat 10 annähert
und sich im Weiteren der Abstand zwischen Kapillare 11 und Substrat 10 wieder vergrößert.
[0032] Das Verfahren gemäß der Figuren 8a bzw. 8b hat den Vorteil, dass die Kapillare 11
mit dem Tropfen 12 vor dem Übergriff als Fläche einzelner Pixel gleicher Intensität
darstellbar ist. Diese Fläche gleicher Intensität, die beispielsweise als volle Fläche
mit dunklen Pixels gebildet ist, vergrößert sich dann mit Erreichen des Zustandes
gemäß Figur 8b schlagartig. Nachteilig ist andererseits, dass die Berechnung der sich
schlagartig vergrößernden zusammenhängenden Fläche 24 nur bei einem spiegelnden Substrat
10 anwendbar ist.
[0033] Die Figur 9a zeigt ein viertes, alternativen Verfahren zur Bestimmung des Zeitpunktes
des Übergriffes des Tropfens 12 auf das Substrat 10. Auch in diesem Fall geht man
von einem spiegelnden Substrat 10 aus, wobei ein Originalbild 20 und ein Spiegelbild
21 erfasst wird. Weiter wird bei dem Verfahren gemäß Figur 9a bei sich zunehmend an
das Substrat 10 annähernder Kapillare 11 eine Meniskusbreite x ermittelt, die sich
mit sich senkender Kapillare 11 zunächst vergrößert. Sobald die Meniskusbreite x einen
voreingestellten Schwellwert überschreitet, wird dann die weitere Annäherung der Kapillare
11 an das Substrat 10 unterbrochen, und die Kapillare 11 wieder angehoben, so dass
sich insgesamt erneut ein Vorgehen analog Figur 2 ergibt.
[0034] Die Figur 9b erläutert ein weiteres, zu der Vorgehensweise gemäß Figur 9a alternatives
Verfahren. Dabei wird zur Gewährleistung einer stets gleichen Meniskusbreite x mit
Hilfe der Bildaufnahmeeinrichtung 14 und der zugeordneten Bildverarbeitungseinrichtung
eine Fläche in einem Arbeitsfenster 30 oder innerhalb einer Referenzfläche 30 der
Bildverarbeitungseinrichtung erfasst. Dieses Arbeitsfenster befindet sich im Bereich
der Verbindungsfläche von Kapillare 11 und Tropfen 12 bzw. Meniskus bei dem Übergriff.
Überschreitet nun die von der Bildverarbeitungseinrichtung in dem Arbeitsfenster 30
detektierte, von dem Tropfen 12 eingenommene Fläche einen bestimmten Schwellwert,
so wird analog zu dem aus der Breite des Meniskus gemäß Figur 9a ermittelten Schwellwert
von der Bildverarbeitungseinrichtung geschlossen, dass die Kapillare 11 ausreichend
nah an das Substrat 10 angenähert ist, und dass nun ein Anheben der Kapillare 11 erfolgen
muss. Die Ausführungsform gemäß Figur 9b unterscheidet sich von der Ausführungsform
gemäß Figur 9a insofern lediglich dadurch, dass anstelle einer Breite x eine Fläche
innerhalb eines Arbeitsfensters 30 erfasst und mit einem Schwellwert verglichen wird.
[0035] Die Figuren 5a bis 5c zeigen ein zu den Figuren 3a und 3b alternatives Ausführungsbeispiel
für eine Dispensiervorrichtung 5. In diesem Fall weist die Kapillare 11 eine Referenzmarke
15 auf. Weiter ist der erste Bildaufnahmeeinrichtung 14 in Form einer Kamera eine
drehbare Spiegelanordnung 16 zugeordnet, mit der der an der Kapillare 11 hängende
Tropfen 10 unter bezogen auf das Substrat unterschiedlichen Winkeln erfassbar ist.
In der Position der drehbaren Spiegelanordnung 16 gemäß Figur 5a detektiert die Bildaufnahmeeinrichtung
14 somit zunächst den Tropfen 12 vor dem Übergriff auf das Substrat 10, während in
der Position der drehbaren Spiegelanordnung 16 gemäß Figur 5b der Tropfen 12 bei dem
Übergriff auf das Substrat 10 erfasst wird. Insofern benötigt man hier lediglich eine
Bildaufnahmeeinrichtung 14, die zudem ortsfest angeordnet ist. Ganz besonders vorteilhaft
ist, wenn im Rahmen des erläuterten Ausführungsbeispiels die Stirnfläche der Kapillare
11 zusätzlich zumindest bereichsweise mit einer klebstoffabweisenden Beschichtung
versehen ist.
[0036] Die Referenzmarke 15 gemäß Figur 5a, deren Funktion mit Hilfe der Figur 6 im Detail
weiter erläutert wird, dient in erster Linie der Bestimmung der Höhe h des an der
Kapillare hängenden Tropfens 12. Die Figur 5c zeigt in diesem Zusammenhang weiter,
dass mit der drehbaren Spiegelanordnung 16 nach dem Erzeugen des Tropfens 12 auf dem
Substrat 10 auch eine abschließende Qualitätskontrolle, beispielsweise durch Vermessen
der Geometrie des Tropfens 12 in Draufsicht, erfolgen kann.
[0037] Insgesamt ist mit einer Dispensiervorrichtung 5 gemäß den Figuren 5a bis 5c nicht
nur der Zeitpunkt des Übergriffes des Tropfens 12 auf das Substrat 10 erfassbar, sondern
es kann auch eine optische Vermessung des Tropfens 12 vor dem Übergriff und eine Kontrolle
des aufgebrachten Tropfens 12 nach dem Übergriff erfolgen.
[0038] In Figur 6 ist erläutert, wie zunächst der Abstand der Referenzmarke 15 von dem unteren
Ende der Kapillare 11, d. h. die Länge 1, mit Hilfe der ersten Bildaufnahmeeinrichtung
14 und der nachgeordneten Bildverarbeitungseinrichtung bestimmt wird. Danach wird
ein Austreten des fluiden Mediums aus dem Ende der Kapillare 11 in Form des Tropfens
12 bewirkt und mit Hilfe der ersten Bildaufnahmeeinrichtung und der nachgeordneten
Bildverarbeitungseinrichtung der Abstand zwischen der Referenzmarke 15 und dem unteren
Ende des Tropfens 12 bestimmt. Aus der Differenz dieses Messwertes und der zuvor bestimmten
Länge 1 ergibt sich dann die Höhe h des Tropfens 12.
[0039] Das Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 3a und 3b eignet sich vor allem für kleine
und flache Substrate 10, bei denen die Sicht der Bildaufnahmeeinrichtung 14 nicht
durch weitere Bauteile 19 behindert wird, die sich in einer Umgebung des Ortes befinden,
an dem der Tropfen 12 auf das Substrat 10 aufgebracht werden soll, und die so beispielsweise
das Objektiv der Kamera 14 verdecken können.
[0040] Eine Dispensiervorrichtung 5, die auch für großflächige Substrate 10 mit weiteren
Bauteilen 19 geeignet ist, zeigen die Figuren 7a und 7ab. Dazu wird gemäß Figur 7a
mit Hilfe einer ersten Bildaufnahmeeinrichtung 14 in Form einer ersten Kamera zunächst
entsprechend Figur 3a die Form bzw. Höhe des Tropfens 12 vermessen. Bei der sich anschließenden
Annäherung der Kapillare 11 an das Substrat 10 und dem Übergreifen des Tropfens 12
auf das Substrat 10 wird dann mit Hilfe einer zweiten Bildaufnahmeeinrichtung 18,
beispielsweise einer zweiten Kamera, der Zeitpunkt dieses Übergriffes bestimmt. Die
zweite Bildaufnahmeeinrichtung 18 beleuchtet das Substrat 12 dabei von schräg oben,
so dass der zugehörige Lichtstrahl 17 schräg auf das Substrat 10 auftrifft und sich
das Bauteil 10 nicht im Strahlengang befindet.
[0041] Die Figuren 11a und b erläutern ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Dispensiervorrichtung,
das in vielen Aspekten dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 7a und 7b entspricht.
Im Einzelnen ist hier vorgesehen, dass die Dispensiervorrichtung 5 eine Mikrodispensiereinrichtung
40 in Form eines Kolbendispensers aufweist, an dessen unterem Ende sich die Kapillare
11 befindet, aus der der Tropfen 12 austritt. Weiter ist vorgesehen, dass zunächst
die Form und/oder die Höhe des Tropfens 12 vor dem Übergriff auf das Substrat 10 mit
Hilfe der zweiten Bildaufnahmeeinrichtung 18 mit einem Objektiv, beispielsweise einem
telezentrischen Objektiv 29, erfasst wird. Dazu ist in Figur 11a ein von der zweiten
Bildaufnahmeeinrichtung 18 erfasster erster beleuchteter Bereich 25 wiedergegeben,
der den Tropfen 12 beleuchtet. Der zweiten Bildaufnahmeeinrichtung 18 gemäß Figur
1a ist weiter erneut eine nicht dargestellte Bildverarbeitungseinrichtung nachgeordnet.
Des weiteren ist gemäß Figur 11a auch eine erste Bildaufnahmeeinrichtung 14 in Form
einer ersten Kamera vorgesehen, die in diesem Verfahrensstadium noch nicht aktiv ist.
[0042] Bei einer Annäherung des Substrats 10 an die Dispensiereinrichtung 40 gemäß Figur
11a, was in den Figuren 3a und 7a bereits durch den dort eingezeichneten Pfeil angedeutet
ist, stellt sich dann der Zustand gemäß Figur 11b ein, d. h. der Zeitpunkt, zu dem
der Tropfen 12 auf das Substrat 10 übergreift. Dieses Übergreifen wird, wie schon
erläutert, mit Hilfe der ersten Bildaufnahmeeinrichtung 14, die einen zweiten beleuchteten
Bereich 27 bewirkt, in den der Tropfen 12 bei dem Übergriff 10 eintritt, und der dieser
zugeordneten Bildverarbeitungseinrichtung erfasst.
[0043] Das Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 11a und 11b eignet sich besonders für große
Substrate, wobei die zweite Kamera 18 gegenüber dem Substrat 10 schräg gestellt ist.
Der Zeitpunkt des Übergriffes des Tropfens 12 auf das Substrat 10 erfolgt weiter bevorzugt
mit einem der Bildverarbeitungsverfahren gemäß den Figuren 4a, 4b oder der Figuren
8a, 8b oder der Figuren 9a oder 9b.
[0044] Die Figuren 10a bzw. 10b erläutern abschließend ein weiteres, zu den Figuren 11a
und 11b alternatives Ausführungsbeispiel, dass sich von diesem lediglich dadurch unterscheidet,
dass die erste Bildaufnahmeeinrichtung 14 einen Lichtleiter 26 aufweist, so dass ein
flexibleres Anordnen der ersten Bildaufnahmeeinrichtung 14 möglich wird, was jedoch
durch vielfach verschlechterte Übertragungseigenschaften des Lichtleiters 26 bzw.
Bildleiters erkauft wird. Andererseits ist es bei der Ausführungsform gemäß den Figuren
11b bzw. 11c, wie ausgeführt, vielfach nur erforderlich, dass der Zeitpunkt des Übergriffes
des Tropfens 12 auf das Substrat 10 erfasst wird.
1. Vorrichtung zum Aufbringen eines fluiden Mediums auf ein Substrat, mit einer Kapillare
(11) oder einer Nadel mit einem Ende, einem ersten Mittel (40), mit dem das Austreten
des fluiden Mediums aus dem Ende der Kapillare (11) oder das Anhaften des fluiden
Mediums an dem Ende der Nadel, insbesondere in Form eines Tropfens (12), bewirkbar
ist, und weiteren Mitteln, mit denen der Abstand des Endes der Kapillare (11) oder
der Nadel zu dem Substrat (10) veränderbar ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) und mindestens eine
dieser zugeordnete Bildverarbeitungseinrichtung vorgesehen ist,/mit denen bei einer
Verringerung des Abstandes des Endes der Kapillare (11) oder der Nadel zu dem Substrat
(10) der Zeitpunkt des Übergriffes eines an dem Ende der Kapillare (11) oder der Nadel
befindlichen Tropfens (12) von der Kapillare (11) oder der Nadel auf das Substrat
(10) erfassbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) und die Bildverarbeitungseinrichtung
derart ausgestaltet sind, dass insbesondere unmittelbar vor dem Übergriff des Tropfens
(12) eine Bestimmung einer Meniskushöhe (h) oder einer Form des Tropfens (12) durchführbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) und die Bildverarbeitungseinrichtung
derart ausgestaltet sind, dass eine berührungslose Erfassung des Übergriffes des Tropfens
(12) und/oder insbesondere unmittelbar vor dem Übergriff eine berührungslose Bestimmung
der Meniskushöhe (h) oder Form des Tropfens (12) durchführbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) mindestens eine Kamera (14, 18),
eine Lichtschranke, einen faseroptischen Sensor oder ein Mittel zum Detektieren oder
zum Erzeugen und Detektieren eines Schallfeldes umfasst.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) und die Bildverarbeitungseinrichtung
derart ausgestaltet sind, dass der Abstand des Endes der Kapillare (11) oder der Nadel
zu dem Substrat (10) oder der Abstand (d) des Tropfens (12) zu dem Substrat (10) erfassbar
ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) und die Bildverarbeitungseinrichtung
derart ausgestaltet sind, dass der Zeitpunkt des Übergriffes des Tropfens (12) mittels
eines Differenzbildverfahrens oder einer Überwachung einer Formänderung des Tropfens
(12) bei dem Übergriff erfolgen kann.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) und die Bildverarbeitungseinrichtung
derart ausgestaltet sind, dass der Zeitpunkt des Übergriffes des Tropfens (12) bei
einem spiegelnden Substrat (10) mittels einer Bestimmung einer sich bei dem Übergriff
ändernden erfassten charakteristischen Fläche erfolgen kann.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) und die Bildverarbeitungseinrichtung
derart ausgestaltet sind, dass vor dem Übergriff eine von zumindest einem Teil des
Tropfens (12) und gegebenenfalls eines Teils der Kapillare (11) oder der Nadel definierte
erste Fläche (23) erfassbar ist, und dass bei oder nach dem Übergriff eine von zumindest
dem Teil des Tropfens (12) und dessen Spiegelbild sowie gegebenenfalls des Teils der
Kapillare oder der Nadel und deren Spiegelbild definierte zweite Fläche (24) erfassbar
ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) und die Bildverarbeitungseinrichtung
derart ausgebildet sind, dass bei dem Übergriff eine Änderung einer Breite (x) des
Tropfens (12) oder eines Meniskus, insbesondere über einen Schwellwert, erfassbar
ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) und die Bildverarbeitungseinrichtung
derart ausgebildet sind, dass bei dem Übergriff eine Änderung einer Fläche in einem
Arbeitsfenster (30), insbesondere über einen Schwellwert, erfassbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung eine Kamera (14, 18) und eine zugeordnete drehbare Spiegelanordnung
(16) aufweist, mit der der Tropfen (12) unter bezogen auf das Substrat (10) unterschiedlichen
Winkeln erfassbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Kapillare (11) oder der Nadel verbundene Referenzmarke (15) vorgesehen
ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) mindestens einen Lichtleiter (26)
aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) zwei Kameras (14, 18) aufweist,
die einerseits den Tropfen (12) insbesondere unmittelbar vor dem Übergriff und andererseits
den Tropfen (12) bei dem Übergriff unter bezogen auf das Substrat (10) unterschiedlichen
Winkeln erfassen.
15. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillare (11) Teil einer Dispensiereinrichtung (40), insbesondere eines Kolbendispensors,
ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildaufnahmeeinrichtung (14, 16, 18, 26, 29) eine Kamera (14, 18) mit einem telezentrischen
Objektiv (29) aufweist.
17. Verfahren zum Aufbringen eines fluiden Mediums auf ein Substrat, insbesondere mit
einer Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Zeitpunkt des
Übergriffes eines an einem Ende einer Kapillare (11) austretenden oder an einem Ende
einer Nadel anhaftenden fluiden Mediums, insbesondere eines an dem Ende hängenden
oder austretenden Tropfens (12), von der Kapillare (11) oder der Nadel auf ein Substrat
(10) bei einer Veränderung des Abstandes des Endes der Kapillare (11) oder der Nadel
zu dem Substrat (10) berührungslos durch Bildverarbeitung erfasst wird.
1. Device for applying a fluid medium to a substrate, comprising a capillary (11) or
a needle having an end, a first means (40) which can be used to effect the exit of
the fluid medium from the end of the capillary (11) or the adhesion of the fluid medium
on the end of the needle, particularly in the form of a droplet (12), and further
means, which can be used to vary the distance of the end of the capillary (11) or
of the needle from the substrate (10), characterized in that at least one image recording device (14, 16, 18, 26, 29) and at least one image processing
device assigned thereto are provided, with the aid of which, upon a reduction in the
distance of the end of the capillary (11) or of the needle from the substrate (10),
it is possible to detect the instant of the transfer of a droplet (12) located on
the end of the capillary (11) or of the needle, from the capillary (11) or the needle
onto the substrate (10).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) and the image processing device are
designed in such a way that a meniscus height (h) or a shape of the droplet (12) can
be determined, in particular directly before the transfer of the droplet (12).
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) and the image processing device are
designed in such a way that it is possible in a contactless fashion to detect the
transfer of the droplet (12) and/or in a contactless fashion to determine the meniscus
height (h) or shape of the droplet (12), in particular directly before the transfer.
4. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) comprises at least one camera (14,
18), a light barrier, a fibre optic sensor or a means for detecting or for generating
and detecting a sound field.
5. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) and the image processing device are
designed in such a way that the distance of the end of the capillary (11) or of the
needle from the substrate (10), or the distance (d) of the droplet (12) from the substrate
(10) can be detected.
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) and the image processing device are
designed in such a way that the instant of the transfer of the droplet (12) can be
detected by means of a differential imaging method, or by means of monitoring a change
in shape of the droplet (12) during the transfer.
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) and the image processing device are
designed in such a way that the instant of the transfer of the droplet (12) can be
detected in the case of a reflecting substrate (10) by means of determining characteristic
surface detected as changing during the transfer.
8. Device according to Claim 7, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) and the image processing device are
designed in such a way that before the transfer it is possible to detect a first surface
(23) defined by at least a part of the droplet (12) and, if appropriate, a part of
the capillary (11) or of the needle, and in that during or after the transfer it is possible to detect a second surface (24) defined
by at least the part of the droplet (12) and the mirror image thereof as well as,
if appropriate, the part of the capillary or of the needle and the mirror image thereof.
9. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) and the image processing device are
designed in such a way that a change in a width (x) of the droplet (12) or of a meniscus,
in particular beyond a threshold value, can be detected during the transfer.
10. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) and the image processing device are
designed in such a way that a change in a surface in an operating window (30), in
particular beyond a threshold value, can be detected during the transfer.
11. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the image recording device has a camera (14, 18) and an assigned rotatable mirror
arrangement (16) with the aid of which the droplet (12) can be detected at different
angles to the substrate (10).
12. Device according to one of the preceding claims, characterized in that a reference mark (15) connected to the capillary (11) or the needle is provided.
13. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) has at least one light guide (26).
14. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) has two cameras (14, 18) which, on
the one hand, detect the droplet (12) in particular directly before the transfer,
and, on the other hand, detect the droplet (12) at different angles to the substrate
(10) during the transfer.
15. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the capillary (11) is part of a dispensing device (40), in particular a piston dispenser.
16. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the image recording device (14, 16, 18, 26, 29) has a camera (14, 18) with a telecentric
lens (29).
17. Method for applying a fluid medium to a substrate, in particular with the aid of a
device according to one of the preceding claims, in which the instant of the transfer
of a fluid medium emerging at an end of a capillary (11) or adhering at an end of
a needle, in particular of a droplet (12) hanging or emerging at the end, from the
capillary (11) or the needle onto a substrate (10) is detected by image processing
in a contactless fashion given a variation in the distance of the end of the capillary
(11) or of the needle from the substrate (10).
1. Dispositif pour l'application d'un milieu fluide sur un substrat, comprenant un capillaire
(11) ou une aiguille présentant une extrémité, un premier moyen (40) avec lequel on
peut provoquer la sortie du milieu fluide hors de l'extrémité du capillaire (11) ou
l'adhérence du milieu fluide sur l'extrémité de l'aiguille, en particulier sous la
forme d'une goutte (12), et d'autres moyens avec lesquels on peut modifier la distance
entre l'extrémité du capillaire (11) ou de l'aiguille et le substrat (10),
caractérisé en ce qu'
au moins un dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) et au moins un
dispositif de traitement d'image associé à celui-ci, sont prévus pour lors d'une diminution
de la distance entre l'extrémité du capillaire (11) ou de l'aiguille et le substrat
(10), détecter l'instant où une goutte (12) se trouvant sur l'extrémité du capillaire
(11) ou de l'aiguille se propage du capillaire (11) ou de l'aiguille sur le substrat
(10).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) et le dispositif de traitement
d'image sont conçus pour pouvoir effectuer une détermination d'une hauteur (h) de
ménisque ou d'une forme de la goutte (12), en particulier immédiatement avant la propagation
de la goutte (12).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) et le dispositif de traitement
d'image sont conçus pour pouvoir effectuer une détection sans contact de la propagation
de la goutte (12) et/ou une détermination sans contact de la hauteur (h) du ménisque
ou de la forme de la goutte (12), en particulier immédiatement avant la propagation.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) comprend au moins une
caméra (14, 18), une barrière lumineuse, un capteur à fibre optique ou un moyen pour
détecter ou pour produire un champ sonore.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) et le dispositif de traitement
d'image sont conçus pour pouvoir détecter la distance entre l'extrémité du capillaire
(11) ou de l'aiguille et le substrat (10) ou la distance (d) entre la goutte (12)
et le substrat (10).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) et le dispositif de traitement
d'image sont conçus pour provoquer l'instant de la propagation de la goutte (12) au
moyen d'un procédé par image différentielle ou d'une surveillance d'un changement
de forme de la goutte (12) lors de la propagation.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) et le dispositif de traitement
d'image sont conçus pour provoquer l'instant de la propagation de la goutte (12) avec
un substrat (10) réfléchissant au moyen d'une détermination d'une surface caractéristique
détectée variant lors de la propagation.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) et le dispositif de traitement
d'image sont conçus pour pouvoir détecter, avant la propagation, une première surface
(23) définie par au moins une partie de la goutte (12) et éventuellement d'une partie
du capillaire (11) ou de l'aiguille, et détecter, pendant ou après la propagation,
une deuxième surface (24) définie par au moins la partie de la goutte (12) et l'image
réfléchie de celle-ci ainsi qu'éventuellement de la partie du capillaire (11) ou de
l'aiguille et l'image réfléchie de ceux-ci.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) et le dispositif de traitement
d'image sont conçus pour pouvoir détecter une variation d'une largeur (x) de la goutte
(12) ou d'un ménisque, en particulier au-delà d'une valeur de seuil, lors de la propagation.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) et le dispositif de traitement
d'image sont conçus pour pouvoir détecter une variation d'une surface dans une fenêtre
de travail (30), en particulier au-delà d'une valeur de seuil, lors de la propagation.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image comprend une caméra (14, 18) et un dispositif
associé de miroir tournant (16), permettant de détecter la goutte (12), sous différents
angles par rapport au substrat (10).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une marque de référence (15) est liée au capillaire (10) ou à l'aiguille.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) comprend au moins un guide
de lumière (26).
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) comprend deux caméras
(14, 18), qui détectent d'une part la goutte (12) en particulier immédiatement avant
la propagation et d'autre part la goutte (12) pendant la propagation, sous différents
angles par rapport au substrat (10).
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le capillaire (11) est une partie d'un dispositif de distribution (40), en particulier
d'un distributeur à piston.
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif d'enregistrement d'image (14, 16, 18, 26, 29) comprend une caméra (14,
18) avec un objectif télécentrique (29).
17. Procédé pour l'application d'un milieu fluide sur un substrat, en particulier avec
un dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, selon lequel
on détecte sans contact, par traitement d'image, l'instant de la propagation d'un
milieu fluide sortant à une extrémité d'un capillaire (11) ou adhérant à une extrémité
d'une aiguille, en particulier d'une goutte (12) suspendue ou sortant à l'extrémité,
du capillaire (11) ou de l'aiguille sur un substrat (10) lors d'une variation de la
distance entre l'extrémité du capillaire (11) ou de l'aiguille et le substrat (10).