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(11) |
EP 1 539 583 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.2006 Patentblatt 2006/44 |
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Anmeldetag: 06.09.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/009911 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/026692 (01.04.2004 Gazette 2004/14) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG EINER PRIMÄREN EINZELVERPACKUNG EINES WAFERS
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING A PRIMARY INDIVIDUAL PACKING OF A WAFER
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR PRODUIRE UN CONDITIONNEMENT INDIVIDUEL PRIMAIRE D'UN CACHET
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
16.09.2002 US 411269 P 25.10.2002 DE 10249705
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.06.2005 Patentblatt 2005/24 |
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Patentinhaber: LTS LOHMANN Therapie-Systeme AG |
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56626 Andernach (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHÄFER, Wolfgang
Madison, NJ 07940 (US)
- HACKBARTH, Ronald
56075 Koblenz (DE)
- SAHM, Hans-Dieter
57610 Ingelbach (DE)
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Vertreter: Flaccus, Rolf-Dieter |
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Patentanwalt
Bussardweg 10 50389 Wesseling 50389 Wesseling (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 744 341 DE-U- 1 876 961 FR-A- 1 384 181
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DE-A- 19 800 682 DE-U- 1 895 537 US-A- 4 841 712
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer primären
Einzelverpackung eines Wafers, insbesondere eines aus einem Wirkstofffilm eines oder
mehrerer Wirkstoffe entnommenen Wafers zur Verwendung als Dosiereinheit- und Darreichungsform
für Arzneimittel.
[0002] Neben den bekannten Dosierformen für Arzneimittel, wie Tabletten, Kapseln, Tropfen
oder ähnlichen Darreichungsformen, gibt es auch die Darreichungsform des "Wafer".
Es handelt sich bei diesem um ein dünnes Plättchen aus einem Wirkstofffilm mit einer
vorbestimmten Wirkstoffmenge, das in seiner Dicke und seinen Abmessungen auf die abzugebende
Wirkstoffmenge abgestimmt ist. Ein Wafer ist flexibel, weich, von geringem Gewicht
und reißfähig. Da die Kontaktfläche des Wafers im direkten Zusammenhang mit der Dosiermenge
des Wirkstoffs steht, müssen seine Abmessungen weitestgehend mit den errechneten übereinstimmen
und im Toleranzbereich liegen. Wegen der Abhängigkeit der Dosierung von der Fläche
darf das weiche Wirkstofffilmmaterial vor dem Schneiden nicht gedehnt werden, da sonst
die Wirkstoffmenge verändert werden würde. Daher sind die Herstellung des Wafers und
dessen Einzelverpackung oder die Verpackung mehrerer Wafer in eine Primärverpackungseinheit
auch aufwendig.
[0003] Aus der DE 198 00 682 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung einer Primärverpackungseinheit
für film- oder oblatenartige Darreichungsformen (Wafer) zur oralen Applikation mit
je einem Abschnitt einer Packstoffober- und -unterbahn bekannt. Das grundsätzlich
auch auf Einzelverpackungen von Wafern anwendbare Verfahren hat für quadratische oder
rechteckige Wafer einen unterschiedlichen Verfahrensablauf gegenüber der Herstellung
von Wafern mit einer anderen Gestalt. Für quadratische oder rechteckige Wafer werden
in einem ersten Schritt eine Packstoffoberbahn und eine - unterbahn ohne Kalt- oder
Heißverformung über jeweils eine Umlenkwelle aufeinandergeführt, wobei gleichzeitig
die film- oder oblatenartige Darreichungsform mit Hilfe von Rollen oder Zangenvorzügen
zwischen die beiden Packstoffbahnen geführt wird. Dabei kann auch ein Wirkstofffilm
als Bahnware - einbahnig oder mehrbahnig parallel im Abstand zueinander - mit der
gewünschten Breite der Dosiseinheiten zugeführt werden. Anschließend werden Dosiseinheiten
aus dem bahnförmigen Wirkstofffilm durch eine Querschneidevorrichtung vereinzelt,
welche unmittelbar vor den Umlenkwellen positioniert ist. In einem weiteren Verfahrensschritt
werden die beiden Packstoffbahnen mit Hilfe eines beheizten Siegelwerkzeuges derart
gegeneinander gesiegelt, daß die vereinzelten Dosiseinheiten in Kompartimenten eingesiegelt
werden und vollständig von Siegelnähten bzw. Siegelflächen umgeben sind. In weiteren
Verfahrensschritten werden Perforationen zwischen den Kompartimenten eingestanzt und
Primärverpackungseinheiten abgeteilt.
[0004] Für gewünschte Wafer mit einer anderen als quadratischen oder rechteckigen Gestalt
ist das Verfahren zur Herstellung der Primärverpackungseinheit nach der DE 198 00
682 A1 wie folgt gestaltet: In einem ersten Verfahrensschritt wird ein Laminat aus
dem bahnförmigen Wirkstofffilm und einer Trägerfolie bereitgestellt, aus dem in einem
weiteren Schritt mit einer Stanzvorrichtung die Dosiseinheiten ausgestanzt werden,
ohne daß die Trägerfolie durchgestanzt wird. Das angestanzte Laminat wird anschließend
mit Hilfe von Rollen- oder Zangenvorzügen über eine Kante oder Umlenkwelle so umgelenkt,
daß sich dabei die Dosiseinheiten von der Trägerfolie lösen. Bedarfsweise kann dazu
zusätzlich auch ein Abstreifer verwendet werden. Danach werden eine Packstoffoberbahn
und eine -unterbahn ohne Kalt- oder Heißverformung über jeweils eine Umlenkwelle aufeinandergeführt,
wobei gleichzeitig die sich von der Trägerfolie ablösenden Dosiseinheiten zwischen
die beiden Packstoffbahnen geführt werden. Anschließend werden die beiden Packstoffbahnen
mit Hilfe eines beheizten Siegelwerkzeuges derart gegeneinander gesiegelt, daß die
vereinzelten Dosiseinheiten in Kompartimenten eingesiegelt werden und vollständig
von Siegelnähten bzw. Siegelflächen umgeben sind. In weiteren Verfahrensschritten
werden Perforationen zwischen den Kompartimenten eingestanzt und Primärverpackungseinheiten
abgeteilt. Es versteht sich von selbst, daß dieses Verfahren auch zur Herstellung
und primären Einzelverpackung von quadratischen oder rechteckförmigen Wafern verwendet
werden kann.
[0005] Aus der genannten DE 198 00 682 A1 sind auch Vorrichtungen zur Durchführung des jeweiligen
Verfahrens bekanntgeworden. Eine dieser Vorrichtungen weist eine Vorratseinrichtung
für ein Laminat aus einem Wirkstofffilm und einer Trägerfolie, eine Schneid- bzw.
Stanzeinrichtung für den Wirkstofffilm zum Stanzen eines Wafers auf der Trägerfolie,
ein Trennwerkzeug zum Ablösen des Wirkstofffilms von der Trägerfolie, eine Vorzugseinrichtung
für die Trägerfolie und damit auch den Wirkstofffilm mit dem Wafer, eine Packstoffzuführ-
und -vorzugseinrichtung für zwei Packstoffbahnen, die den jeweiligen Wafer übernehmen,
ein beheiztes Siegelwerkzeug für den Packstoff und ein Schneidwerkzeug zum Abtrennen
des Siegelbeutels auf.
[0006] Das Wafermaterial ist elastisch und kann infolge der mechanischen Beanspruchung bei
der Transportbewegung zwischen die Packstoffoberbahn und die -unterbahn seine Form
und seine Abmessungen verändern, wobei die Gefahr besteht, daß sich auch die Wirkstoffmenge
im vereinzelten Wafer ändert, da ja die Fläche des Wafers maßgebend für die Dosierung
des Wirkstoffs ist. Mit den vorbeschriebenen Verfahren kann die geforderte Konstanz
der Wirkstoffmenge nicht sichergestellt werden, da das Wafermaterial vor dem Einführen
zwischen die Packstoffbahnen jeweils mechanisch beansprucht wird.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung
einer primären Einzelverpackung eines Wafer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und
des Anspruchs 6 so zu gestalten, daß das Wafermaterial mechanisch unbelastet bleibt.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und einer
Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 6 jeweils durch deren kennzeichnende
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den jeweiligen Unteransprüchen
aufgeführt.
[0009] Die erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß ein Laminat aus einer Trägerfolie
und einem Wirkstofffilm bereitgestellt und abgezogen wird, wobei die Trägerfolie vom
Wirkstofffilm gelöst und separat aufgewickelt wird. Durch die Vorzugsbewegung der
Trägerfolie wird auch der Wirkstofffilm vorwärtsbewegt. Mit seinem vorderen Ende wird
dieser mechanisch belastungsfrei zwischen zwei ruhende Packstoffbahnen geführt, von
diesen fixiert und zur Herstellung des Wafers im vorbestimmten rückwärtigen Abstand
von diesen quergeschnitten. Anschließend wird der zwischen den Packstoffbahnen fixierte
Wafer gemeinsam und synchron mit diesen vorgezogen, wobei die Vorzugskraft an den
Packstoffbahnen angreift, und einer Siegelstation zugeführt. In dieser Siegelstation
werden die Packstoffbahnen außerhalb des Anordnungsbereiches des Wafers zu einem Beutel
gesiegelt, der im Anschluß daran von den Packstoffbahnen abgetrennt wird.
[0010] In bekannter Weise wird das Laminat im Coatingverfahren hergestellt und anschließend
zu Streifen geschnitten, die aufgespult werden, wobei die Breite einer Spule der Breite
des gewünschten Wafers oder eines Vielfachen dieser Waferbreite entspricht. Werden
mehrere Wafer aus der Spule geschnitten, werden die einzelnen Wafer gespreizt und
auf die Breite gebracht, die notwendig ist, um sie in die Packstoffbahnen einzufügen.
Die Spule wird als Vorratsspule bereitgestellt. Der besondere Vorteil des Verfahrens
liegt darin, daß der Wafer ohne mechanische Beanspruchung transportiert und geführt
wird. Das Verfahren wird dabei so durchgeführt, daß die jeweilige Vorzugslänge der
Trägerfolie und damit auch des Wirkstofffilms der gewünschten Länge eines Wafers entspricht,
so daß die Wafer äußerst präzise reproduzierbar und stets gleich sind. Damit hat jeder
Wafer auch die gleiche Wirkstoffdosis. Der vereinzelte Wafer wird danach während der
Vorzugsbewegung der Packstoffbahnen über seine gesamte Ausdehung zwischen diesen festgehalten
und dabei mechanisch nicht belastet. Beim Siegeln der Packstoffbahnen zu einem Beutel
besteht keine Gefahr einer Beschädigung des zwischen diesen fixierten Wafers. Das
Verfahren ist einfach durchzuführen.
[0011] In einer bevorzugten Ausführung wird der von der Trägerfolie gelöste Wirkstofffilm
in vertikaler Ausrichtung zwischen die bei diesem Verfahrensschritt ruhenden und im
Abstand voneinander angeordneten Packstoffbahnen geführt. Anschließend werden diese
an den Wafer angelegt und mit gleicher Vorzugsgeschwindigkeit und in gleicher Vorzugsrichtung
beidseits des Wirkstofffilms vorgezogen, so daß der Wirkstofffilm mechanisch unbelastet
zwischen den Packstoffbahnen mit vorgezogen wird. Am Einlauf des Wirkstofffilms werden
die Packstoffbahnen dabei durch eine Klemmvorrichtung geführt, die die Packstoffbahnen
am Ende des Arbeitstaktes, bei dem der Wirkstofffilm mit seinem vorderen Ende zwischen
die Packstoffbahnen verbracht wurde, an den Wafer andrückt und fixiert. Eine Relativbewegung
zwischen diesem und den Packstoffbahnen ist dadurch ausgeschlossen. In dieser Position
wird der Wirkstofffilm im vorbestimmten Abstand von der Klemmstation zur Abtrennung
eines Wafers quergeschnitten und im nächsten Arbeitsschritt vollständig und belastungsfrei
zwischen die Packstoffbahnen eingezogen und mit vorgezogen.
[0012] Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens weist in bekannter Weise eine Vorratseinrichtung
für das aus einer Trägerfolie und einem Wirkstofffilm gebildete Laminat, ein Trennwerkzeug
zum Ablösen des Wirkstofffilms von der Trägerfolie, eine Vorzugseinrichtung für diese
und damit auch den Wirkstofffilm, ein Schneidwerkzeug für diesen, eine Packstoffzuführ-
und -vorzugseinrichtung für zwei Packstoffbahnen, die auch von einer Packstoffrolle
kommen und mittels eines Trennverfahrens vereinzelt und umgelenkt werden können, ein
beheiztes Siegelwerkzeug für den Packstoff und ein Schneidwerkzeug zum Abtrennen des
fertigen Siegelrandbeutels auf. Erfindungsgemäß ist die Packstoffzuführ- und -vorzugseinrichtung
mit einer Aufnahme- und Klemmvorrichtung für das vordere Ende des Wirkstofffilms versehen,
die in vertikaler Richtung unter dem Trennwerkzeug zum Ablösen des Wirkstofffilms
liegt, und zwischen denen das Schneidwerkzeug für den Längenzuschnitt des Wafers derart
angeordnet ist, daß der von der Trägerfolie gelöste Wirkstofffilm während eines Vorschubtaktes
in vertikaler Richtung nach unten in die Aufnahme- und Klemmvorrichtung gelangt. Dabei
wird der Wirkstofffilm mechanisch nicht belastet.
[0013] Die Aufnahme- und Klemmvorrichtung ist bevorzugt aus Klemmrollen gebildet, zwischen
denen die Packstoffbahnen gespannt geführt sind und die zwischen einer Aufnahmestellung
für den Wirkstofffilm und somit quer zur Vorzugsrichtung des Wirkstofffilms gegenläufig
zueinander be- wegbar sind. Zur Bildung eines Einlauftrichters für den Wirkstofffilm
können dabei zwei Paare von Klemmrollen übereinander angeordnet sein.
[0014] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. In den
zugehörigen Zeichnungen zeigen schematisch:
- Fig.1:
- eine Vorrichtung zur Herstellung einer primären Einzelverpackung eines Wafers und
- Fig.2 bis 5:
- eine zugehörige Aufnahme- und Klemmvorrichtung für en Wafer in aufeinanderfolgen Verfahrensschritten.
[0015] Die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung weist eingangsseitig eine Vorratsspule 1 mit vorzuziehendem,
aus einer Trägerfolie 2 und einem Wirkstofffilm 3 bestehendem Laminat 4, eine Umlenkrolle
5 und einen Abstreifer 6 zum Ablösen des Wirkstofffilms 3 von der Trägerfolie 2 und
eine Spule 8 zum Aufwickeln der Trägerfolie 2 auf. Unter der Trennrolle 7 sind zum
exakten Ausrichten des von der Trägerfolie 2 gelösten Wirkstofffilms 3 Führungsbahnen
oder -leisten 9, eine Querschneidvorrichtung 10 mit einem Messer (nicht weiter dargestellt)
und eine Packstoffzuführ- und -vorzugseinrichtung 11 für zwei Packstoffbahnen 12 angeordnet,
die schneidvorrichtungsseitig eine aus zwei Paaren von übereinander angeordneten Klemmrollen
13 und 14 gebildete Aufnahme- und Klemmvorrichtung aufweist. Die Packstoffbahnen 12
sind auf Vorratsrollen 15 angeordnet und über die Klemmrollen 13 und 14 zu Vorzugsrollen
16 geführt, durch die sie klemmend fixiert sind und vorgezogen werden, wodurch sie
auch gespannt an den Klemmrollen 13 und 14 anliegen. Zwischen diesen (13, 14) und
den Vorzugsrollen 16 sind beheizte Quersiegel- und Längssiegelwerkzeuge 17 und 18
und in Vorzugsrichtung nach den Vorzugsrollen 16 ein Flachmesser 19 als Querschneidwerkzeug
angeordnet.
[0016] Zur Herstellung einer primären Einzelverpackung eines Wafers wird Laminat 4 mit der
vorbestimmten Breite des Wafers in der vorbestimmten Länge desselben von der Vorratsspule
1 durch eine Betätigung der Spule, 8 abgezogen. Dabei wird der Wirkstofffilm 3 durch
die Trennwalze 7 von der Trägerfolie 2 gelöst und vertikal nach unten durch die Führungsbahnen
oder -leisten 9 ausgerichtet, wobei diese keine Klemmfunktion gegenüber dem Wirkstofffilm
3 haben. Bei diesem Vorgang gelangt das vordere Ende des Wirkstofffilms 3 zwischen
die in ihrer Aufnahmeposition im Abstand voneinander befindlichen Klemmrollen 13 und
14, über die wirkstofffilmseitig die Packstoffbahnen 12 geführt sind und in der Aufnahmeposition
gespannt an diesen anliegen. Die Packstoffbahnen 12 sind vom vorhergehenden Zyklus
mit einer Quersiegelnaht 20 versehen, die nun die Front- oder Bodennaht des herzustellenden
Siegelrandbeutels bzw. der primären Einzelverpackung des Wafers darstellt. Dieser
verfahrensschritt ist in Fig. 2 dargestellt. Im nächsten Verfahrensschritt (Fig. 3)
werden die Packstoffbahnen 12 durch die Klemmrollen 13, 14 an den vorderen Bereich
des vorgezogenen Wirkstofffilms 3 angedrückt und dieser zwischen den Packstoffbahnen
12 fixiert, indem diese (13, 14) aufeinander zu bewegt werden. Vom Wirkstofffilm 3
wird nun ein Wafer 21 in der vorbestimmten Länge durch die Querschneidvorrichtung
10 abgetrennt. Danach werden die Packstoffbahnen 12 mit dem zwischen diesen geklemmten
Wafer durch eine synchrone Betätigung der Vorzugsrollen 16 bis zur Position der rückseitigen
Quersiegelnaht vorgezogen (Fig. 4), wobei der Wafer 21 reibungsfrei und mit der gleichen
Geschwindigkeit wie die Packstoffbahnen 12 bewegt wird. In dieser Position werden
die Packstoffbahnen 12 an den beiden Längsseiten durch die beiden Längssiegelwerkzeuge
18 und an der hinteren Querseite durch das Quersiegelwerkzeug 17 miteinander heißversiegelt.
Die entstehende Quersiegelnaht ist dabei so breit gewählt, daß diese quergeteilt werden
kann und sowohl die rückseitige Siegelnaht der gerade gefertigten, jedoch noch zu
vereinzelnden primären Einzelverpackung als auch die Fornt- oder Bodennaht der nachfolgenden
Einzelverpackung ergibt. Im Anschluß an das Siegeln werden die Klemmrollen 13, 14
in ihre Aufnahmeposition verbracht und somit geöffnet. In Fig. 5 ist dieser Verfahrensschritt
dargestellt. Der nächste Zyklus beginnt wieder mit dem Einführen des Wirkstofffilms
zwischen die in der Aufnahmeposition befindlichen Klemmrollen 13 und 14, wie vorstehend
beschrieben ist. Nach jedem Zyklus wird eine auf diese Weise hergestellte primäre
Einzelverpackung 22 eines Wafers 21 durch das Flachmesser 19 von der nachfolgenden
Einzelverpackung abgetrennt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0017]
- 1
- Vorratsspule
- 2
- Trägerfolie
- 3
- Wirkstofffilm
- 4
- Laminat
- 5
- Umlenkrolle
- 6
- Abstreifer
- 7
- Trennrolle
- 8
- Spule
- 9
- Führungsbahnen oder -leisten
- 10
- Querschneidvorrichtung
- 11
- Packstoffzuführ- und -vorzugseinrichtung
- 12
- Packstoffbahn
- 13
- Klemmrolle
- 14
- Klemmrolle
- 15
- Vorratsrolle
- 16
- Vorzugsrolle
- 17
- Quersiegelwerkzeug
- 18
- Längssiegelwerkzeug
- 19
- Flachmesser
- 20
- Quersiegelnaht
- 21
- Wafer
- 22
- Einzelverpackung
1. Verfahren zur Herstellung einer primären Einzelverpackung eines Wafers (21), bei dem
ein Laminat (4) aus einer Trägerfolie (2) und einem Wirkstofffilm (3) bereitgestellt
wird, der Wirkstofffilm (3) mit vorbestimmter Länge quergeschnitten und von der Trägerfolie
(2) gelöst wird, zwischen zwei Packstoffbahnen (12) geführt und mit diesen einer Siegelstation
zugeführt wird, die Packstoffbahnen (12) zu einem Beutel gesiegelt und dieser von
den Packstoffbahnen (12) abgetrennt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Wirkstofffilm (3) gelöste Trägerfolie (2) in der vorbestimmten Länge des
Wafers (21) vorgezogen und gleichzeitig der von dieser gelöste Wirkstofffilm (3) mit
seinem vorderen Ende mechanisch belastungsfrei zwischen die ruhenden Packstoffbahnen
(12) geführt, von diesen aufgenommen und fixiert und im Abstand von diesen zu einem
Wafer (21) mit der vorbestimmten Länge quergeschnitten wird, und daß anschließend
der Wafer (21) gemeinsam und synchron mit den Packstoffbahnen (12) vorgezogen und
der Siegelstation (17/ 18) zugeführt wird, in der die Packstoffbahnen (12) außerhalb
des Bereiches des zwischen diesen fixierten Wafers (21) gesiegelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Trägerfolie (2) gelöste Wirkstofffilm (3) in vertikaler Ausrichtung zwischen
die beidseits desselben einlaufenden Packstoffbahnen (12) geführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösen des Wirkstofffilmes (3) von der vorgezogenen Trägerfolie (2) an einer Kante
oder Umlenkrolle (5) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösen des Wirkstofffilmes (3) von der Trägerfolie (2) mit Unterstützung eines
Abstreifers (6) erfolgt, der zwischen dem Wirkstofffilm (3) und der Trägerfolie (2)
angeordnet ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Packstoffbahnen (12) am Einlauf des Wirkstofffilms (3) in die Packstoffzuführ-
und -vorzugseinrichtung (11) über eine Klemmvorrichtung (13/ 14) geführt sind, durch
die die Packstoffbahnen (12) während des Abtrennens des Wafers (21) vom Wirkstofffilm
(3) und während ihres nachfolgenden Vorzuges an diesen derart angedrückt werden, daß
eine Relativbewegung zwischen dem Wafer (21) und den Packstoffbahnen (12) ausgeschlossen
ist.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Anspruche 1 bis 5 zur Herstellung
einer primären Einzelverpackung (22) eines Wafers (21), mit einer Vorratseinrichtung
für ein Laminat (4) aus einem Wirkstofffilm (3) und einer Trägerfolie (2), einer Trennrolle
(7) zum Ablösen des Wirkstofffilms (3) von der Trägerfolie (2), einer Vorzugseinrichtung
für die Trägerfolie (2) und damit auch den Wirkstofffilm (3), einer Querschneidvorrichtung
(10) für den Wirkstofffilm (3), einer Packstoffzuführ- und -vorzugseinrichtung (11)
für zwei Packstoffbahnen (12), einem beheizten Siegelwerkzeug für den Packstoff und
mit einem Schneidwerkzeug zum Abtrennen des Siegelbeutels,
dadurch gekennzeichnet, daß unter der Trennrolle 7 eine Querschneidvorrichtung 10 mit einem Messer und darunter
eine Packstoffzuführ- und -vorzugseinrichtung 11 für zwei Packstoffbahnen 12 mit einer
Aufnahme- und Klemmvorrichtung (13/ 14) angeordnet ist, um das vordere Ende des Wirkstofffilms
(3) zwischen den beiden ruhenden Packstoffbahnen (12) mechanisch belastungsfrei aufzunehmen
und zwischen diesen zu Klemmen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme- und Klemmvorrichtung aus Klemmrollen (13, 14) gebildet ist, zwischen
denen die Packstoffbahnen (12) geführt sind, wobei die Klemmrollen (13, 14) zwischen
einer Aufnahmestellung und einer Klemmstellung für den Wirkstofffilm (3) quer zu diesem
gegenläufig zueinander bewegbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Paare von Klemmrollen (13, 14) übereinander angeordnet sind.
1. Process for the manufacture of a primary unit pack of a wafer (21), wherein a laminate
(4) made up of a carrier sheet (2) and an active substance film (3) is provided, the
active substance film (3) is cross-cut at a predetermined length and is detached from
the carrier sheet (2) and guided between two packaging material webs (12) and, along
with said packaging material webs (12), conveyed to a sealing station, the packaging
material webs (12) are sealed to form a bag and said bag is separated from the packaging
material webs (12), characterized in that the carrier sheet (2), which has been detached from the active substance film (3),
is pulled forward over the predetermined length of the wafer (21), and the active
substance film (3), which has been detached from said carrier sheet (2), is simultaneously
guided, without being subjected to mechanical stress, with its front end between the
packaging material webs (12), which are in a resting condition, and is received and
fixed by said packaging material webs (12) and transversely cut at a distance therefrom
so as to form a wafer (21) of the predetermined length, and that subsequently the
wafer (21) is pulled forward together with and synchronously with the packaging material
webs (12) and conveyed to the sealing station (17/18), in which the packaging material
webs (12) are sealed outside of the area of the wafer (21) which is fixed between
them.
2. Process according to claim 1, characterized in that the active substance film (3), which has been detached from the carrier sheet (2),
is guided in vertical alignment between the packaging material webs (12), which are
being fed in on both sides of said active substance film (3).
3. Process according to claim 1 or 2, characterized in that the detachment of the active substance film (3) from the carrier sheet (2) which
has been pulled forward takes place on an edge or a deflecting roll (5).
4. Process according to claim 3, characterized in that the detachment of the active substance film (3) from the carrier sheet (2) is accomplished
with the aid of a stripping device (6) arranged between the active substance film
(3) and the carrier sheet (2).
5. Process according to claim 1, characterized in that at the infeed of the active substance film (3) into the device (11) for feeding and
pulling the packaging material, the packaging material webs (12) are guided over a
clamping device (13/14), by means of which during the detachment of the wafer (21)
from the active substance film (3) and during the subsequent forward motion of the
packaging material webs (12) the latter are pressed against the active substance film
(3) in such a way that a relative motion between the wafer (21) and the packaging
material webs (12) is excluded.
6. Device for carrying out the process according to any one of claims 1 to 5 for the
manufacture of a primary unit pack (22) of a wafer (21), comprising a supply device
for a laminate (4) made up of an active substance film (3) and a carrier sheet (2);
a separating roll (7) for detaching the active substance film (3) from the carrier
sheet (2); a pulling device for the carrier sheet (2) and thereby also for the active
substance film (3); a crosscutting device (10) for cutting the active substance film
(3); a device (11) for feeding and pulling the packaging material, for two packaging
material webs (12); a heated sealing tool for the packaging material; and a cutting
device for separating the side-sealed bag, characterized in that below the separating roll (7) there is arranged a crosscutting device (10) with a
knife, and therebelow a device (11) for feeding and pulling of the packaging material,
for two packaging material webs (12), having a receiving and clamping device (13/
14), for receiving the front end of the active substance film (3), without subjecting
it to mechanical stress, between the two packaging material webs (12), which are in
a resting condition, and for clamping same between said packaging material webs (12).
7. Device according to claim 6, characterized in that the receiving and clamping device is formed of clamping rollers (13, 14), between
which the packaging material webs (12) are conveyed, said clamping rollers (13, 14)
being movable between a receiving position and a clamping position for the active
substance film (3), transversely to the latter and in opposite direction to each other.
8. Device according to claim 7, characterized in that two pairs of clamping rollers (13, 14) are arranged one above the other.
1. Procédé pour fabriquer un emballage individuel primaire d'une tranche (21), dans lequel
un stratifié (4) à base d'un film support (2) et d'un film de substance active (3)
est mis à disposition, le film de substance active (3) est coupé en travers avec une
longueur prédéfinie et est détaché du film support (2), guidé entre deux bandes de
matériau d'emballage (12) et est amené avec celles-ci à une station de scellement,
les bandes de matériau d'emballage (12) sont scellées pour former un sachet et celui-ci
est séparé des bandes de matériau d'emballage (12), caractérisé en ce que le film support (2) détaché du film de substance active (3) est avancé dans la longueur
prédéfinie de la tranche (21) et dans le même temps le film de substance active (3)
détaché du film support est guidé avec son extrémité avant de façon mécanique et sans
charge entre les bandes de matériau d'emballage (12) au repos, est réceptionné et
fixé par celles-ci et est coupé en travers à distance de ces bandes pour former une
tranche (21) avec la longueur prédéfinie, et en ce qu'ensuite la tranche (21) est avancée de façon conjointe et synchrone avec les bandes
de matériau d'emballage (12) et est amenée à la station de scellement (17/18), dans
laquelle les bandes de matériau d'emballage (12) sont scellées en dehors de la zone
de la tranche (21) fixée entre celles-ci.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le film de substance active (3) détaché du film support (2) est guidé dans l'orientation
verticale entre les bandes de matériau d'emballage (12) entrant des deux côtés de
ce film.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le détachement du film de substance active (3) du film support (2) avancé s'effectue
sur une arête ou sur un galet de renvoi (5).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le détachement du film de substance active (3) du film support (2) s'effectue avec
le soutien d'un racleur (6), qui est disposé entre le film de substance active (3)
et le film support (2).
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bandes de matériau d'emballage (12) sont guidées à l'entrée du film de substance
active (3) dans le dispositif d'arrivée et d'avancement de matériau d'emballage (11)
au moyen d'un dispositif de serrage (13/14), par lequel les bandes de matériau d'emballage
(12) sont pressées pendant la séparation de la tranche (21) du film de substance active
(3) et pendant leur avancement consécutif sur celles-ci de telle sorte qu'un déplacement
relatif entre la tranche (21) et les bandes de matériau d'emballage (12) est exclu.
6. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, pour fabriquer un emballage individuel (22) primaire d'une tranche (21), avec
un dispositif de réserve pour un stratifié (4) à base d'un film de substance active
(3) et d'un film support (2), un galet séparateur (7) pour le détachement du film
de substance active (3) du film support (2), un dispositif d'avancement pour le film
support (2) et donc également le film de substance active (3), un dispositif de coupe
transversale (10) pour le film de substance active (3), un dispositif d'arrivée et
d'avancement de matériau d'emballage (11) pour deux bandes de matériau d'emballage
(12), un outil de scellement chauffé pour le matériau d'emballage et avec un outil
de coupe pour la séparation du sachet scellé, caractérisé en ce qu'au-dessous du galet de séparateur (7) est disposé un dispositif de coupe transversale
(10) avec un couteau et au-dessous un dispositif d'arrivée et d'avancement de matériau
d'emballage (11) pour deux bandes de matériau d'emballage (12) avec un dispositif
de réception et de serrage (13/14), afin de recevoir l'extrémité avant du film de
substance active (3) entre les deux bandes de matériau d'emballage (12) au repos de
façon mécanique et sans charge et de la coincer entre celles-ci.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de réception et de serrage est formé par des poulies à serrage (13,
14), entre lesquelles les bandes de matériau d'emballage (12) sont guidées, les poulies
à serrage (13, 14) étant mobiles entre une position de réception et une position de
serrage pour le film de substance active (3) dans des directions opposées transversalement
au film de substance active (3).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que deux paires de poulies à serrage (13, 14) sont disposées l'une au-dessus de l'autre.

