[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Behälter für fließfähige Stoffe, wie Flüssigkeiten,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein Beispiel solcher Behälter sind die Flaschen, beispielsweise für das Wasser oder
den Wein, und die Blechdosen, beispielsweise für das Bier oder die Getränke.
[0003] Den oben genannten Behältern ist das Merkmal gemeinsam, dass sie oftmals von mehreren
Personen benützt werden. Bei den Flaschen und den Blechdosen kann dies beispielsweise
wegen des zufälligen Fehlens von Bechern geschehen. In diesem Fall, um aus einer und
derselben Flasche oder Blechdose trinken zu können, müssen bei mehreren Personen,
diese nacheinander die eigenen Lippen auf die Eintritts- und Austrittsöffnung für
die Flüssigkeit anlegen. Für viele Personen bedeutet dies eine Unannehmlichkeit.
[0004] Einige verzichten bei solchen Gelegenheiten sogar auf das Trinken.
[0005] Aus dem Dokument US 3,591,053 ist ein Behälter für fließfähige Stoffe bekannt, mit
einem Hohlkörper, in dem der fließfähige Stoff aufgenommen wird, und einem Verschlusselement,
der mit dem Hohlkörper verbindbar ist. Das Verschlusselement weist eine Vielzahl von
verschiedenen Öffnungen auf, von denen jede einzeln und unabhängig von den anderen
Öffnungen, mittels eines eigenen Verschlusses oder einer eigenen Kappe, geschlossen
bzw. geöffnet werden kann. Insbesondere befinden sich diese Öffnungen an freien Enden
der jeweiligen Känale die sich von einem mittigen Körper des Verschlusslementes nach
außen erstrecken.
[0006] Auf diese Weise soll der Austritt des fließfähigen Stoffes aus dem Hohlkörper auch
nur über eine einzige, beliebige der Öffnungen erlaubt werden. Dies ermöglicht die
Benutzung des Behälters seitens mehrere Personen, indem jede Öffnung einer verschiedenen
Person zugeordnet wird.
[0007] Aus dem Dokument US 5 505 337 A ist es bekannt auf die jeweilige Kappe, die die Öffnung
eines Kanals deckt, eine schälbare Scheibe anzubringen. Diese Scheibe trägt Zeichen,
wie Zahlen oder Buchstaben, um die Zuordnung der jeweiligen Kappe und der darunter
liegenden Öffnung an einer einzigen Person zu gewährleisten. Eine andere Funktion
dieser Scheibe ist nicht angegeben.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt ausgehend vom o.g. Stand der Technik
in der Weiterbildung eines Behälters, der von mehreren Personen verwendet werden kann,
derart, dass die Verwendung des Behälters seitens einer jeden Person eine intime und
persönliche Angelegenheit bleiben kann.
[0009] Diese Aufgabe wird durch einen Behälter gelöst, der die Merkmale des Anspruchs 1
aufweist.
[0010] Durch die Merkmale des Anspruchs 1 kann nämlich erreicht werden, daß jeder einzelner
Kanal nicht mehr nur einmal benutzt wird, sondern so oft wie die Zahl der auf ihn
vorgesehenen Schutzfilmen, wobei jedesmal der Benutzer in intimer und persönlicher
Weise die Flasche oder Blechdose verwenden kann.
[0011] Dies ermöglicht es die Funktionstüchtigkeit der erfindungsgemäße Flasche oder Blechdose
zu verbessern.
[0012] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend aufgrund von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Figuren der beigelegten Zeichnungen erläutert.
[0013] Es zeigen:
Figur 1a, 1b und 1c jeweils eine Draufsicht und einen Gesamtschnitt längs der Linie
B10-B10 sowie einen Detailschnitt, ohne Verschluss, eines ersten Beispiels einer ersten
zur Aufnahmne einer Flüssigkeit wie zum Beispiel Wasser oder Getränke geeigneten Ausführungsform,
Figur 2a, 2b und 2c jeweils eine Draufsicht und einen Gesamtschnitt längs der Linie
B11-B11 sowie einen Detailschnitt, ohne Verschluss, eines Bestandteiles eines zweiten
Beispiels besagter ersten, zur Aufnahme einer Flüssigkeit wie Wein oder Bier geeigneten
Ausführungsform,
Figur 3a, 3b und 3c 3e jeweils eine Draufsicht und einen Gesamtschnitt längs der Linie
B13-B13 sowie einen Detailschnitt, ohne Verschluss, eines ersten Beispiels einer zweiten,
zur Aufnahme einer Flüssigkeit wie Bier oder Getränke geeigneten Ausführungsform.
[0014] In den Figuren ist schematisch ein Behälter für fließfähige Stoffe, wie Flüssigkeiten
3 dargestellt, d.h. Stoffe, welche die Form des sie aufnehmenden Behälters annehmen,
auch wenn sie ein eigenes Volumen besitzen.
[0015] Ein solcher Behälter könnte beispielsweise Flasche sein. Die dargestellten Beispiele
beziehen sich beispielsweise sowohl auf eine Flasche aus Plastik für Wasser oder Getränke,
d.h. mit Schraubverschluss, so wie in den Figuren 1a-1c dargestellt ist, als auch
auf eine Flasche für Wein oder Bier, d.h. aus Glas ohne Schraubverschluss, dargestellt
in den Figuren 2a-2c.
[0016] Eine weitere Ausführungsform eines solchen Behälter könnte eine Blechdose sein. Die
dargestellte Beispiele beziehen sich beispielsweise auf eine Blechdose für Bier oder
Getränke, so wie sie in den Figuren 13a-13c dargestellt ist.
[0017] Wie aus den Figuren ersichtlich, umfasst der Behälter einen Hohlkörper 1, innerhalb
dem der fließfähige Stoff 3 Aufnahme findet. Der Hohlkörper 1 ist mit einer Eintritts-
und Austrittsöffnung 4 für den fließfähigen Stoff 3 versehen.
[0018] Der Behälter umfasst überdies ein Verschlusselement 5. Das Verschlusselement 5 ist
mit dem Hohlkörper 1 verbindbar, um den Austritt nach außen des fließfähigen Stoffes
3 durch die Eintritts- und Austrittsöffnung 4 hindurch zu verhindern.
[0019] Das Verschlusselement 5 weist eine Vielzahl von verschiedenen Öffnungen 6 auf, von
denen jede einzeln und unabhängig von den anderen Öffnungen 6, mittels eines eigenen
Verschlusses oder einer eigenen Kappe 7 geschlossen bzw. geöffnet werden kann. Auf
diese Art und Weise ist es möglich, den Austritt des fließfähigen Stoffes 3 auch nur
über eine einzige, beliebige der Öffnungen 6 nach außen zu erlauben. Wird nun jeder
Öffnung 6 ein einziger Benutzer zugeordnet, kann dieser ausschließlich aus der eigenen,
jeweiligen Öffnung 6 den fließfähigen, im Hohlkörper 1 enthaltenen Stoff 3 zum Austreten
bringen.
[0020] Insbesondere umfasst das Verschlusselement 5 zweckmäßiger Weise einen mittigen Körper
8 und eine Vielzahl von Kanälen 9.
[0021] Der mittige Körper 8 ist mit dem Hohlkörper 1 derart verbunden, dass in seinem Inneren
der aus der Eintritts- und Austrittsöffnung 4 austretende, fließfähige Stoff 3 aufgenommen
wird. In den meisten Fällen wird der mittige Körper 8 an den Hohlkörper 1 verbunden,
indem er daran an einem Ansatz mit Gewinde 10 verschraubt wird, aber falls es keinem
solchen Ansatz mit Gewinde 10 gibt kann der mittige Körper 8 auf dem Hohlkörper 1
einschnappen, so wie es in den Figuren 2a-2c dargestellt wurde, die sich auf eine
Glasflasche beziehen.
[0022] Die Kanäle 9 erstrecken sich vom mittigen Körper 8 nach außen und jeder Kanal 9 weist
an seinem freien Ende eine der Öffnungen 6 auf.
[0023] Wie bereits oben angegeben, ist jede der Öffnungen 6 einzeln, mittels des jeweiligen
Verschlusses oder der jeweiligen Kappe 7, zu öffnen bzw. zu schließen. Für diesen
Zweck ist jeder der Verschlüsse oder jede der Kappen 7 am bzw. vom freien Ende des
jeweiligen Kanals 9 auf- bzw. abschraubbar, der zu diesem Zwecke ein dazu geeignetes
Gewinde aufweist.
[0024] Alternativ dazu kann jeder der Verschlüsse oder jede der Kappen 7 am bzw. vom freien
Ende des jeweiligen Kanals 9 schnappartig aufklemmbar bzw. befreibar, der zu diesem
Zwecke dazu geeignete Haken aufweist.
[0025] Jeder der Verschlüsse oder jede der Kappen 7 und der entsprechende Kanal 9 kann eine
dazu geeignete, eigene Farbe besitzen, die von jener der anderen verschieden ist.
Dies erleichtert die Erkennbarkeit für den zugeordneten Benutzer.
[0026] In den Figuren sind Beispiele für die beiden Ausführungsformen dargestellt, jene
bezüglich der Flasche und jene bezüglich der Blechdose.
[0027] Wie erwähnt, beziehen sich die Figuren 1a-1c und 2a-2c auf Beispiele einer ersten
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Behälters, der aus einer Flasche für das Wasser,
die Getränke, den Wein oder den Bier besteht, sowohl unter Bezugnahme auf Flaschen
mit Schraubverschluss als auch Flaschen mit Korkenverschluss oder Kronenverschluss.
Im ersten Fall wird das Verschlusselement 5 mir der Flasche verbunden, indem es aufgeschraubt
wird. Im zweiten Fall wird das Verschlusselement 5 unter Druck mit der Flasche verbunden,
indem es in der Eintritts- und Austrittsöffnung 4 gepreßt wird oder indem es auf die
Vorsprünge des Flaschenhalses zum Einschnappen gebracht wird.
[0028] Die Figuren 3a-3c beziehen sich auf Beispiele einer zweiten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Behälters, der aus einer Blechdose für Bier oder Getränke besteht.
[0029] Die Blechdose wurde mit einem Ansatz mit Gewinde 10 für den Schraubverschluss dargestellt.
Im Handel gibt es solche Blechdosen und es gehört nicht zur vorliegenden Erfindung
zu erläutern, wie eine Blechdose mit einem solchen Ansatz versehen werden kann.
[0030] Gemäß der Erfindung kann, Wie aus den Figuren 1b-1c, 2b-2c und 3b-3c hervorgeht,
kann an jedem Kanal 9 der Flasche oder der Blechdose im Bereich in der Nähe der Öffnung
6, d.h. im Bereich, wo eventuell die Lippen einer trinkenden Person angelegt werden,
eine Vielzahl von Schutzfilmen 21 vorgesehen sein. Die Schutzfilme 21 sind aufeinandergelegt,
versperren jedoch nicht die Öffnung 6. Ihre Anwesenheit erlaubt es, den Behälter für
eine größere Anzahl von Personen als die Anzahl von anwesenden Kanälen 9 zu verwenden.
Da nämlich die Schutzfilme 21 einzeln abnehmbar sind, indem die jeweilige Zunge 22
gezogen wird, wird durch Abreißen eines verbrauchten Schutzfilmes 21 der darunter
liegende, nicht berührte und hygienisch saubere freigegeben.
[0031] Auch die Wirkungsweise dieser Ausführungsformen, jene bezüglich der Flasche und jene
bezüglich der Blechdose, ist sehr einfach.
[0032] Daruberhinaus können diese zwei Ausführungsformen ein Ventil 14, umfassen das von
Hand aus betätigbar ist, um den Eintritt von Luft in den Hohlkörper 1 zu erlauben.
Zu diesem Zwecke umfasst das Ventil 14 ein Röhrchen 15 und zwei Verschlusskörper 16a,
16b.
[0033] Das Röhrchen 15 erstreckt sich luftdicht durch das Verschlusselement 5 und die Eintritts-
und Austrittssöffnung 4 hindurch. Eines der Enden 15a des Röhrchens 15 befindet sich
außerhalb des Hohlkörpers 1 und des Verschlusselementes 5, während das andere Ende
15b sich im Hohlkörper 1 in der Nähe seines Bodens befindet.
[0034] Die beiden Verschlusskörper 16a, 16b sind miteinander starr verbunden, sodass sie
dieselben translatorischen Bewegungen ausführen und sind der Wirkung einer Federkraft
ausgesetzt, die sie in einer Arbeitsstellung hält, in welcher der erste Verschlusskörper
16a die Öffnung des äußeren Endes 15a verschließt und der zweite Verschlusskörper
16b die Öffnung des inneren Endes 15b verschließt. Bei manueller Einwirkung auf den
Verschlusskörper 16a kann die Federkraft überwunden werden, wodurch die beiden Verschlusskörper
16a, 16b in eine nicht wirksame Stellung gebracht werden, in der sie nicht mehr die
Öffnungen der jeweiligen Enden 15a, 15b versperren. Auf diese Weise ist über das Röhrchen
15 der Eintritt von Luft in den Hohlkörper 1 zugelassen. Die Eingabe dieser Luft setzt
das Gebrodel und den Rückfluss der Flüssigkeit 3 bei dessen Austritt aus der Eintritts-
und Austrittsöffnung 4 und aus der jeweiligen Öffnung 6 herab.
[0035] Sobald eine Person es wünscht, aus einer erfindungsgemäßen Flasche oder Blechdose
zu trinken, wird sie den Verschluss oder die Kappe 7 des ihr zugeordneten Kanals 9
abnehmen. Um diese Zuordnung zu erleichtern, kann die Person auf die dazu geeignete,
eigene Färbung für jeden der Paare von zueinander angeordneten Verschlüssen oder Kappen
7 und Kanälen 9 Bezug nehmen. Nachfolgend wird sie auf den Verschlusskörper 16a drücken,
um die Federkraft zu überwinden und den Eintritt von Luft in den Hohlkörper 1 zu erlauben.
Das wird sein Trinken erleichtern, indem das Gebrodel und der Rückfluss der austretenden
Flüssigkeit 3 herabgesetzt wird. Sobald das Trinken aus dem zugeordneten, eigenen
Kanal 9 beendet ist, wird die Person den Verschlusskörper 16a loslassen, wobei wieder
der Eintritt von Luft in den Hohlkörper 1 verhindert wird, und wird den Kanal 9 wieder
schließen, indem der Verschluss oder die Kappe 7 wieder angebracht wird. Eine zweite
Person, die nachfolgend trinken möchte, wird nicht aus dem schon von der ersten Person
verwendeten Kanal 9 trinken, sondern aus einem anderen, ihr reservierten Kanal 9.
[0036] Falls für die neue Person kein einziger nicht benutzter Kanal 9 mehr zur Verfügung
stehen sollte, kann eines der Schutzfilme 21 durch ziehen der jeweiligen Zunge 22
von einem der Kanäle abgerissen werden. Der darunter liegende, nicht berührte und
hygienisch saubere Schutzfilm 21 wird freigegeben, wodurch der entsprechende Kanal
9 einer neuen Person zur Verfügung gestellt werden kann, ohne eine Reinigungsarbeit
oder Sterilisation durchführen zu müssen.
1. Behälter für fließfähige Stoffe, wie Flüssigkeiten (3) umfassend: einen Hohlkörper
(1), der dazu bestimmt ist, den fließfähigen Stoff (3) aufzunehmen, und mit einer
Eintritts- und Austrittsöffnung (4) für den fließfähigen Stoff (3) versehen ist, und
ein einen mittigen Körper (8) aufweisendes Verschlusselement (5), wobei der mittige
Körper (8) derart mit dem Hohlkörper (1) verbunden ist, dass der fließfähige, aus
der Eintritts- und Austrittsöffnung (4) austretende Stoff (3) in seinem Inneren aufgenommen
wird und wobei das Verschlusselement (5) auch eine Vielzahl von die sich vom mittigen
Körper (8) nach außen erstreckenden Kanälen (9) aufweist, von denen jeder an seinem
freien Ende eine eigene Öffnung (6) aufweist, die ihrerseits einzeln und unabhängig
von den anderen Öffnungen (6), mittels eines eigenen Verschlusses oder einer eigenen
Kappe (7), geschlossen bzw. geöffnet werden kann, derart, dass der Austritt des fließfähigen
Stoffes (3) aus dem mittigen Körper (8) auch nur über eine einzige, beliebige der
Öffnungen (6) erlaubt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass auf jedem Kanal (9) im Bereich in der Nähe der Öffnung (6) eine Vielzahl von Schutzfilmen
(21) angeordnet ist, die übereinander angeordnet sind.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzfilme (21) die Öffnung (6) nicht versperren und einzeln abnehmbar sind.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzfilme (21) abgenommen werden, indem auf eine Zunge (22) derselben gewirkt
wird.