[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackungseinheit mit einem Stapel aus Dämmstoffplatten,
die zwei beabstandet und parallel zueinander verlaufende große Oberflächen und diese
verbindende, rechtwinklig zu den großen Oberflächen und zueinander verlaufende Seitenflächen
aufweisen, wobei die Seitenflächen und/oder im Übergangsbereich der Oberflächen zu
den Seitenflächen angeordnete Kanten beschädigungsgefährdet sind, und einer zumindest
die Seitenflächen des Stapels umgebenden Umhüllung. Die Erfindung betrifft ferner
eine Transporteinheit aus mehreren derartigen Verpackungseinheiten.
[0002] Dämmstoffplatten werden insbesondere zur Wärme- und Schalldämmung von Gebäuden verwendet.
In zunehmendem Maße werden hierzu Dämmstoffplatten aus Mineralfasern verwendet, die
neben den Mineralfasern geringe Mengen an organischen oder anorganischen Bindemitteln
aufweisen. In einigen Fällen werden auch Bindemittel aus beiden Gruppen, somit organische
und anorganische Bindemittel miteinander kombiniert. Um derartige Dämmstoffplatten
wasserabweisend auszubilden, werden zumeist Mineralöle in geringen Mengen zugesetzt.
Diese Mineralöle führen zu einer Oberflächenimprägnierung, die auch eine Einbindung
von Bruchstücken der Mineralfasern in die Fasermasse mit sich bringt, so dass eine
Freisetzung von Mineralfaserstaub reduziert wird.
[0003] Dämmstoffplatten aus Mineralfasern werden handelsüblich in Glaswolle- und Steinwolle-Dämmstoffe
unterschieden. Glaswolle-, wie auch Steinwolle-Dämmstoffe werden in Form von Platten
oder als aufrollbare Dämmfilze hergestellt. Die Herstellung erfolgt jeweils in kontinuierlichen
Verfahren, bei denen endlose Mineralfaserbahnen gebildet werden, von denen Abschnitte
abgetrennt und gegebenenfalls auch horizontal aufgetrennt werden. Die Festigkeit der
Dämmstoffe aus Mineralfasern ist unter anderem von den Bindemittel-Gehalten abhängig.
Hierbei werden überwiegend Mischungen aus duroplastisch aushärtenden Phenol-Formaldehyd-
und Harnstoffharzen eingesetzt, deren Anteil beispielsweise bei Dämmstoffplatten aus
Glaswolle auf ca. 6 bis ca. 12 Masse-% und bei Dämmstoffplatten aus Steinwolle auf
ca. 2 bis ca. 4,5 Masse-% begrenzt ist. Diese Begrenzungen werden eingehalten, um
Baustoffe herzustellen, die gemäß DIN 4102-1 nicht brennbar sind oder entsprechende
Anforderungen nach den europäischen harmonisierten Normen erreichen.
[0004] Durch eine offenporige Struktur der Faseranordnung in den Dämmstoffplatten wird ein
hohes Maß an Schallabsorption erreicht, so dass im mittleren Frequenzbereich Schallabsorptionsgrade
nach Sabin von nahezu 100 % möglich sind. Besonders wirkungsvoll sind Dämmstoffplatten
aus Mineralfasern, wenn sie mit einem geringen Abstand von der schallreflektierenden
Fläche angeordnet sind. Dämmstoffplatten aus Mineralfasern werden diesbezüglich in
von Decken abgehängten Tragsystemen verwendet. Neben den Schallschutzaufgaben erfüllen
nicht brennbare oder schwer entflammbare Dämmstoffplatten aus Mineralfasern auch hohe
Anforderungen an den Wärme- und Brandschutz.
[0005] Dämmstoffplatten aus Glaswolle enthalten Einzelfasern, die gewöhnlich glatt und deutlich
länger sind, als die Mineralfasern in Dämmstoffplatten aus Steinwolle. Die einzelnen
Mineralfasem in den Dämmstoffplatten aus Glaswolle sind überwiegend parallel zu den
großen Oberflächen einer Mineralfaserbahn orientiert. Eine deutliche Ausrichtung der
Mineralfasern in bestimmten Richtungen ist nicht auszumachen. Dämmstoffplatten aus
Glaswolle sind aufgrund der laminaren Struktur leicht zusammendrückbar und federn
nach dem Aufheben der Belastung zurück. Da die einzelnen Mineralfasem regellos übereinander
gelagert sind, ist die Biegezugfestigkeit von Dämmstoffplatten aus Glaswolle kaum
von der Richtung der beiden horizontalen Hauptachsen abhängig. Dämmstoffplatten aus
Glaswolle weisen andererseits relativ geringe Querzugfestigkeiten auf. Sie neigen
deshalb dazu, an den Kantenflächen aufzublättern. Dämmstoffplatten aus Glaswolle sind
zwar gegenüber Druck- bzw. Stoßbeanspruchungen der Kanten und der Ecken weniger empfindlich,
allerdings kann sich die dadurch verursachte Delaminierung bei einigen Anwendungsfällen
als Mangel herausstellen.
[0006] Mineralfasern für die Herstellung von Dämmstoffplatten aus Steinwolle werden aus
Schmelzen gewonnen, die aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzungen nur einen schmalen
Verarbeitungsbereich aufweisen. Die Vorrichtungen für die Herstellung von Steinwolle-Mineralfasern
bestehen aus einer rotierend angetriebenen oberen Verteilerwalze und aus zumeist drei
versetzt untereinander angeordneten Walzen, die ebenfalls rotierend angetrieben sind.
Diese Vorrichtungen werden wegen der Anordnung dieser als Zerfaserungswalzen zu bezeichnenden
Walzen auch als Kaskaden-Zerfaserungsmaschinen bezeichnet. Die in einem Kupolofen
erzeugte Schmelze wird auf die gegenläufig angetriebenen Walzen aufgegeben. Unter
dem Einfluss der Fliehkraft sowie der sich in der Schmelze bildenden Keime lösen sich
Teilmengen aus der Schmelze und werden zu Fasern und nicht faserigen Partikeln ausgeformt
und durch Abschrecken in diesen Formen fixiert. Die Mineralfasern und die nicht faserigen
Partikel werden durch Windsichtung weitgehend, wenn auch nicht vollständig voneinander
getrennt. Als Folge der intensiven Verwirbelungen der Mineralfasern während ihrer
Bildung sind diese vielfach in sich gekrümmt. Durch die spezifische Leistung derartiger
Zerfaserungsvorrichtung bilden die Mineralfasern innerhalb einer kurzen Zeitspanne
flockig Agglomerationen, deren innerer Zusammenhalt durch Bindemittelanreicherungen
verstärkt wird. Zwischen den flockigen Agglomerationen können zudem noch dünne Mineralfaserschichten
eingelagert sein, die keine Bindung miteinander aufweisen und demzufolge trennend
wirken.
[0007] Die derart gebildeten Steinwolle-Mineralfasern werden in einer sogenannte Direktaufsammlung
kontinuierlich auf eine langsam laufende Transporteinrichtung abgelegt, bis die zur
Erreichung der angestrebten Rohdichte und der gewünschten Lieferdicke erforderliche
Mineralfaserbahn erreicht ist. Diese Vorgehensweise stimmt mit der Produktion von
Dämmstoffplatten aus Glaswolle-Mineralfasern überein. Die derart hergestellte endlose
Mineralfaserbahn wird sodann einem Härteofen zugeführt, in dem die Mineralfaserbahn
komprimiert und gleichzeitig die Bindemittel mit Hilfe von durch die Mineralfaserbahn
hindurchgesaugte Heißluft ausgehärtet werden. Dämmstoffplatten bzw. Dämmstoffelemente
aus Steinwolle, die nach dieser Technik hergesellt sind, weisen im Vergleich zu Dämmstoffplatten
bzw. Dämmstoffelementen aus Glaswolle mit äquivalenter Rohdichte und dementsprechenden
Bindemittelgehalten höhere Druck- und Querzugfestigkeiten, aber geringere Zugfestigkeiten
in horizontalen Richtungen auf. Insbesondere bei geringeren Rohdichten sind deutlich
unterschiedliche Strukturen innerhalb der Dämmstoffelemente auszumachen. Derartige
Dämmstoffplatten aus Steinwolle neigen zwar nicht dazu, an den Kanten aufzublättern,
aber die Dämmstoffplatten sind an den Kanten, insbesondere an den Ecken sehr leicht
dauerhaft deformierbar. Hierbei brechen flockige Agglomerationen leicht aus den Ecken
aus.
[0008] Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Mineralfasern in der endlosen Mineralfaserbahn
zu erreichen, werden die gebildeten Mineralfasern häufig in Form eines möglichst dünnen
Primärvlieses geführt und mit Hilfe einer pendelnden Fördereinrichtung quer auf eine
entsprechend langsam laufende zweite Fördereinrichtung abgelegt. Die auf diese Weise
gebildete endlose Mineralfaserbahn, welche in der Regel als Sekundärvlies bezeichnet
wird, besteht somit aus einer Vielzahl schräg übereinander liegenden dünnen Mineralfaserbahnen,
deren Grenzflächen wegen der Ausrichtung der einzelnen Mineralfasern noch deutlich
sichtbar sind. In der Regel müssen die derart überlappend abgelegten Mineralfaserbahnen
auch in Produktionsrichtung gegeneinander gedrückt werden. Die hieraus resultierende
Längskompression kann in Verbindung mit einer äquivalenten Höhenkompression zu einer
intensiven Auffaltung bei gleichzeitiger Verdichtung der ursprünglichen Primärvlieslagen
führen. In den auf diese Weise hergestellten Dämmstoffplatten aus Steinwolle sind
somit die Einzelfasem deutlich unterschiedlich orientiert. Die einzelnen Mineralfasem
liegen überwiegend waagerecht quer zur Hauptproduktionsrichtung, in Hauptproduktionsrichtung
zumindest in flacher Lagerung zu den großen Oberflächen und nach einer Längs-Höhen-Kompression
in steileren Winkeln zu den genannten Bezugsflächen. Die Kanten- und Eckfestigkeit
derartiger Dämmstoffelemente, insbesondere Dämmstoffplatten ist somit in Produktionsrichtung
geringer als quer zur Produktionsrichtung.
[0009] Neben den voranstehend beschriebenen Dämmstoffplatten mit einem Faserverlauf im Wesentlichen
parallel zu den großen Oberflächen sind Sonderformen bekannt, die als sogenannte Mineralfaserlamellenplatten
bezeichnet werden. Bei diesen Mineralfaserlamellenplatten werden Scheiben von beispielsweise
200 mm dicken Dämmplatten mit einem rechtwinklig zu den großen Oberflächen geführten
Schnitt abgetrennt. Anschließend werden diese Scheiben um 90° gedreht und zu einer
Platte zusammengesetzt, die dann als Mineralfaserlamellenplatte bezeichnet wird. Durch
die Auffaltung der Mineralfaserlagen in dem ursprünglichen Mineralfaservlies sind
die einzelnen Mineralfasern überwiegend rechtwinklig zu den Schnittflächen und nach
dem Drehen um 90° rechtwinklig zu den großen Oberflächen der aus den einzelnen, zusammengesetzten
Scheiben gebildeten Mineralfaserlamellenplatten angeordnet. Diese Mineralfaserlamellenplatten
weisen vergleichsweise sehr hohe Druck- und hohe Querzugfestigkeiten auf. Mineralfaserlamellenplatten
werden bevorzugt in sogenannten Wärmedämmverbundsystemen zur Dämmung von Gebäudefassaden
eingesetzt. Die Rohdichte von Mineralfaserlamellenplatten aus Steinwolle beträgt im
Allgemeinen zwischen ca. 70 bis ca. 110 kg/m
3, wobei eine Tendenz zu niedrigeren Rohdichten besteht, um neben den Festigkeitsanforderungen
möglichst auch eine niedrige Wärmeleitfähigkeit der Dämmstoffplatten zu erhalten.
[0010] Mineralfaserlamellenplatten haben im Übrigen eine relativ hohe Federkonstante und
verhalten sich bei einer Druckbelastung rechtwinklig zu den großen Oberflächen wie
ein starrer Körper. Die Kantenfestigkeit derartiger Mineralfaserlamellenplatten ist
jedoch aufgrund der rechtwinklig zu den großen Oberflächen ausgerichteten Mineralfasern
gering. Da derartige Mineralfaserlamellenplatten ganz überwiegend aus Steinwolle hergestellt
werden, gilt hinsichtlich der Deformierbarkeit der Kanten und der Gefahr der Beschädigungen
von Ecken das selbe, wie bei den anderen Dämmstoffplatten aus Steinwolle.
[0011] Relativ hohe Anforderungen an die Biegefestigkeit werden an Dämmstoffplatten gestellt,
die als Deckenplatten eingesetzt werden. Derartige Deckenplatten werden auf Deckensysteme
aufgelegt, die aus relativ schmalen Trag- und Verbindungsschienen bestehen. Die Tragschienen
werden durchlaufend mit Hilfe entsprechender Befestigungsmittel an den tragenden Decken
befestigt. Die in der Regel im rechten Winkel zu diesen Tragschienen verlaufenden
Verbindungsschienen werden zumeist auf die Auflagefläche der Tragschienen aufgelegt.
Die Deckenplatten sind vorzugsweise quadratisch, üblicherweise mit einem Kantenmaß
von 600 mm oder rechteckig, beispielsweise mit einer Länge von 1200 mm und einer Breite
von 600 mm ausgebildet. Hierbei dürfen die Deckenplatten unter ihrem Eigengewicht
nur so gering durchbiegen, dass es beim Betrachten der Deckenfläche nicht als Deformation
und somit als Mangel empfunden wird. Die Rohdichten von Deckenplatten aus Steinwolle
werden demzufolge zwischen ca. 90 und 170 kg/m
3 variiert. Wegen der Höhe der Verbindungsschienen von ca. 0,5 bis 1,2 mm sind zumindest
zwei gegenüberliegende Kanten der Deckenplatten gegenüber den Tragschienen hochgebogen,
so dass neben der unvermeidbaren Eigendurchbiegung ein Durchhang in der Mitte der
jeweiligen Deckenplatten in der Größenordnung von 2 bis ca. 3 mm als zulässig angesehen
wird. Die Deckenplatten dürfen auch nicht bei geringen Windsog- oder Druckbelastungen
in Schwingungen geraten oder womöglich wegen plastischen Verformungen unter dem Eigengewicht
von den Auflagern abrutschen. Diese Anforderungen und die erforderliche Handhabbarkeit
begrenzen naturgemäß die maximalen Abmessungen dieser Deckenplatten. Üblicherweise
weisen die hierfür verwendeten Dämmstoffplatten eine ausgesprochen laminare Struktur
auf, was aber grundsätzlich nicht ausschließt, dass auch Dämmstoffplatten mit abweichenden
Strukturen verwendet werden können.
[0012] Deckenplatten aus Mineralfasern sind üblicherweise auf der Sichtseite mit einer schalltransparenten
Farbbeschichtung ausgebildet. Deren Erscheinungsbild ist vielfach nicht befriedigend.
Demzufolge werden zumeist dünne Wirrvliese oder Gewebe aus Glasfasern oder anderen
Fasern aufgeklebt, auf die zumeist anschließend eine Farbe so aufgespritzt wird, dass
sich ein einheitliches Erscheinungsbild ergibt und dennoch die Schalltransparenz gewährleistet
bleibt. Üblicherweise werden auf die Rückseiten der Deckenplatten mit einem dünnen
Wirrvlies aus Glasfasern oder anderen Fasern, gegebenenfalls eine dünne Kunststoffoder
Metallfolie oder einer Farbbeschichtung ausgebildet. Hierdurch erhöht sich die Widerstandsfähigkeit
der Deckenplatten bei der Verarbeitung und gleichzeitig wird die Freisetzung von Mineralfasern
verhindert. Entsprechende Folien können als Dampfbremse oder als Teil einer Luftdichtheitsschicht
wirken. Die voranstehend beschriebenen Beschichtungen der beiden großen Oberflächen
der Deckenplatten erhöhen aber nicht generell die spezifische Kanten- oder Eckenfestigkeit
des jeweiligen Dämmstoffmaterials bzw. der individuellen Struktur der Deckenplatten.
[0013] Deckenplatten, die in abgehängte Decken-Tragsysteme eingelegt werden sollen, weisen
umlaufend rechteckige Kanten auf. Da die beispielsweise 12 oder 24 mm breiten Trag-
und Verbindungsschienen abgehängter Decken-Tragsysteme ohnehin die Ränder der Deckenplatten
abdecken, spielen die Abmessungstoleranzen praktisch keine wesentliche Rolle. Auch
der Zustand der Kanten und Ecken ist von untergeordneter Bedeutung, solange beispielsweise
Beschädigungen der Ecken oder Kanten nicht über die Breite der Trag- und Verbindungsschienen
hinaus in die Fläche der Deckenplatte hinein sichtbar sind. Trotz dieser geringen
Anforderungen an den Zustand der Kanten und Ecken werden Deckenplatten zumeist in
stabilen Schachteln aus Wellpappe oder aus Karton verpackt. Da diese Schachteln normgemäße
Übertoleranzen in den Innenabmessungen aufweisen, können die Deckenplatten während
der Bewegung der Schachteln verrutschen. Es ist hiermit die Gefahr der Beschädigung
von Ecken und Kanten verbunden, eine größere Gefahr derartiger Beschädigungen besteht
jedoch während des Ein- und Auspackens. Die Verpackung in Schachteln ist jedoch wegen
des Preises für das Verpackungsmaterial und die umständliche Verfahrenstechnik relativ
unwirtschaftlich.
[0014] Bei einer anderen Ausführungsform der Bekleidung von Decken und sinngemäß auch von
mechanisch nicht beanspruchten Wandteilen werden derartige Deckenplatten der beschriebenen
Art auf die tragenden Schichten entweder aufgeklebt oder mit Hilfe von Halteklammern
befestigt. Die Deckenplatten werden zumeist im Verband verlegt. Obwohl durchweg auf
optisch untergeordneten Flächen, wie Decken von Garagen, Kellern, Durchfahrten, Lagerhallen
oder dergleichen aufgebracht, werden die neben den unabdingbaren technischen, überraschend
hohe Anforderungen an das Erscheinungsbild gestellt.
[0015] Unter den technischen Anforderungen sind beispielsweise vollständig oder nahezu geschlossene
Fugen zwischen einzelnen Deckenplatten zu verstehen. Die aus den Deckenplatten gebildeten
Dämmschichten werde nicht durch weitere Bekleidungen vor den Umgebungseinflüssen geschützt,
so dass offene Fugen als merkliche Wärmebrücken wirken und so den berechneten Wärmedurchgangswiderstand
erheblich abmindern. Bei einem Brandangriff wäre das zu schützende Bauteil zudem dem
Brandangriff unmittelbar ausgesetzt.
[0016] Darüber hinaus soll das Fugenbild völlig regelmäßig und beispielsweise rechtwinklig
sein. Um möglichst wenig Fugen zu bilden, werden daher große Deckenplatten im Format
von beispielsweise 1200 mm Länge und 600 mm Breite verwendet. Die üblichen Fertigungstoleranzen
bei derartigen Deckenplatten betragen hier in Bezug auf die Breite ± 1 mm, in Bezug
auf die Länge ± 1 bis ± 2 mm. Abweichungen von der Rechtwinkligkeit in der Ebene der
großen Oberflächen werden mit ca. 2 mm/600 mm Plattenlänge bzw. -breite und in Richtung
der Dicke von ca. 1,0 bis ca. 1,5 mm toleriert.
[0017] Die Dicken der Deckenplatten weichen bei der Herstellung einer Charge praktisch nicht
voneinander ab. Die Reproduzierbarkeit der Dickeneinstellung im Härteofen bzw. bei
horizontal aufgeschnittenen Platten liegt in der Größenordnung von ± 2 mm.
[0018] Schon bei scharf geschnittenen Kanten von Deckenplatten ergibt sich natürlich weder
in den Breiten noch im Verlauf, der Rechtwinkligkeit der Fugen und bei Vermischung
unterschiedlicher Chargen ein völlig gleichmäßiges Erscheinungsbild der aus den Deckenplatten
hergestellten Dämmschicht. Durch Abfasung der Kanten der Sichtflächen und die dadurch
erfolgende Zurücksetzung der eigentlichen Fuge bzw. durch eine gleichzeitige Einfärbung
der seitlichen Schnittflächen entsprechend der Sichtfläche wird versucht, das Erscheinungsbild
dieser Dämmschicht zu verbessern. In einer anderen Ausführungsform wird die Sichtseite
der Deckenplatten zumindest auf zwei gegenüberliegenden Kanten, normalerweise umlaufend
gegenüber der Rückseite verschmälert. Nach dem Zusammenfügen der einzelnen Deckenplatten
zu der Dämmschicht ergeben sich schmale, beispielsweise 4 bis 8 mm breite und größenordnungsmäßig
3 bis 10 mm tiefe Schattenfugen.
[0019] Besonders negativ auf das Erscheinungsbild einer aus Deckenplatten hergestellten
Dämmschicht wirken sich deformierte Kanten aus, weil dieser Fehler kaum korrigierbar
ist. Insbesondere sind hierbei Deformationen der Ecken, deren angrenzenden Bereiche
oder gar das Fehlen ordentlich ausgebildeter Ecken von ästhetisch nachteiliger Wirkung.
[0020] Derartige Beschädigungen der Deckenplatten sind zumeist das Resultat der Lagerung
und des Transports der Deckenplatten. So ist es aus dem Stand der Technik bekannt,
zwei Stapel von Deckenplatten auf Paletten mit Nenn-Abmessungen von 1200 mm Länge
und 1200 mm Breite aufzustapeln. Zum Schutz der Sichtflächen werden zumindest die
unterste Deckenplatte mit der Rückseite auf die Palette oder auf einer auf diese aufgelegten
Unterlage und die oberste Deckenplatte mit der Rückseite nach oben angeordnet.
[0021] Die beiden auf der Palette angeordneten Stapel Deckenplatten werden nunmehr häufig
um die virtuelle vertikale Drehachse herum mit zumindest zwei Lagen einer Stretchfolie
umwickelt. Die einzelnen Lagen der Stretchfolie werden überlappend angeordnet, wobei
die Palette mit erfasst wird, so dass die beiden Stapel über diese Umhüllung mit der
Palette verbunden sind. Als obere Abdeckung wird eine zweite Folie, insbesondere aus
Kunststoff auf die beiden Stapel aufgelegt, deren überstehende Bereiche von der Umhüllung
der Seitenflächen, nämlich der Stretchfolie mit erfasst werden.
[0022] Die voranstehenden Ausführungen zu den Deckenplatten treffen selbstverständlich auch
bei anderen Dämmstoffplatten zu.
[0023] Ergänzend oder alternativ können die Stapel aus Deckenplatten oder Dämmstoffplatten
banderoliert werden, wobei die Banderolierung erhebliche Zugkräfte auf die Ecken der
Dämmplatten übertragen, was dazu führt, dass diese trotz eines im Bereich der Ecken
angeordneten Kantenschutzes regelmäßig gestaucht und zumindest in eine Richtung hin
stärker deformiert werden. Durch die Verwendung von Kantenschutzelementen, mit breiteren
Schenkeln von beispielsweise 150 bzw. 200 mm könnten derartige Beschädigungen reduziert
werden. Ein derartiges Ergebnis könnte auch dadurch erzielt werden, dass der in der
Bewegungsrichtung der Banderoliereinrichtung liegende Schenkel eine entsprechend große
Breite aufweist, während der abgewandte Schenkel mit einer geringeren Breite ausgebildet
sein könnte. Entsprechend ausgebildete ungleichschenklige Winkel würden auch von Beginn
der Banderolierung an die Wirksamkeit des Kantenschutzes verbessern. Bei der üblichen
Wicklung einer Banderolierung von unten nach oben entfaltet dieser Kantenschutz erst
nach und nach seine druckausgleichende Wirkung.
[0024] Bei einer alternativen Ausführungsform werden die oberen Kanten des Stapels aus Deckenplatten
bzw. Dämmstoffplatten mit schmalen Kantenschutzwinkeln versehen, damit anschließend
die Stapel mit Hilfe von schmalen Spannbändem kraftschlüssig mit der Palette verbunden
werden können. Die hierbei erforderlichen Zugkräfte führen zu erheblich höheren spezifischen
Belastungen der Kantenschutzwinkel, denen diese bzw. die darunterliegenden Deckenplatten
bzw. Dämmstoffplatten häufig nicht gewachsen sind. Die Ecken dieser Dämmstoffplatten
bzw. Deckenplatten müssen daher ergänzend durch Kantenschutzwinkel geschützt werden,
die beispielsweise durch umlaufende zugfeste Klebebänder in ihrer Position gehalten
werden.
[0025] Die Stapel mehrerer Dämmstoffplatten bzw. Deckenplatten können bei den voranstehend
beschriebenen Ausführungsformen durch Hauben aus Kunststofffolien ergänzt werden,
die über die Stapel gestülpt und anschließend durch Erwärmen geschrumpft werden, so
dass sie eng an den Stapeln aus Deckenplatten bzw. Dämmstoffplatten anliegen und diese
zusätzlich stabilisieren. Hierbei kann auch ein Anliegen dieser Hauben aus Kunststofffolien
an den Außenflächenbereichen der Paletten vorgesehen sein, so dass diese Hauben auch
eine Verbindung zwischen den Dämmstoffplatten bzw. Deckenplatten und der Palette herstellen.
[0026] Der Reibungskoeffizient zwischen den einzelnen Dämmstoffplatten aus Mineralfasern
ist relativ hoch, so dass die Dämmstoffplatten in einem Stapel, insbesondere bei großformatigen
schweren Dachdämmplatten auch bei längeren Transporten auf Lastkraftwagen oder anderen
Fahrzeugen nicht zum Verrutschen neigen. Durch die Abdeckung der großen Oberflächen
der Dämmstoffplatten mit Vliesen, Geweben und/oder Farbschichten sinkt der Reibungskoeffizient
der großen Oberflächen ganz erheblich. Gleichzeitig ist die innere Dämpfung der verhältnismäßig
leichten, laminar strukturierten Dämmstoffplatten und der aus ihnen gebildeten Stapel
gering. Die aus Dämmstoffplatten gebildeten Stapel bzw. die einzelnen Dämmstoffplatten
in den Stapeln neigen daher bereits beim Transport mit Gabelstaplern oder dergleichen
über kurze Strecken und bei der dabei geringeren Neigung der Transporteinheiten zum
Verrutschen. Bei Transporten auf Lastkraftwagen bzw. anderen Transportmedien über
mehrere hundert Kilometer werden diese Bewegungen verstärkt. Um diese Bewegungen zu
verhindern, wären daher hohe und zudem noch gleichmäßig wirkende äußere Kräfte erforderlich,
die - wie bereits ausgeführt - in der Regel zu Beschädigungen der Dämmstoffplatten
bzw. Deckenplatten im Kantenbereich führen. Neben diesem Nachteil bieten die entsprechenden
Befestigungselemente den Nachteil eines großen Aufwandes, der zu reduzieren ist. Andererseits
muß der innere Zusammenhalt der Dämmstoffplatten bzw. Deckenplatten im Dämmstoffstapel
verbessert werden.
[0027] Aus der DE 198 42 721 A1 ist eine Transporteinheit für mehrere Dämmstoffplatten,
insbesondere Mineralwolleplatten aus Steinwolle bekannt. Die Dämmstoffplatten dieser
Transporteinheit sind quaderförmig ausgebildet und auf einer Trägereinrichtung, beispielsweise
einer Palette oder dergleichen derart angeordnet, dass benachbarte Dämmstoffplatten
mit ihren großen Oberflächen aneinander anliegen. Die einzelnen Dämmstoffplatten sind
durch zumindest ein Adhäsion erzeugendes Verbindungselement verbunden, wobei beispielsweise
ein schichtartig aufgetragener Kleber vorgesehen ist. Diese Verbindung lässt sich
ohne wesentliche Beschädigungen der Dämmstoffplatten auflösen.
[0028] Weiterhin ist aus der DE 200 18 106 U1 eine Transporteinheit aus Dämmstoffpaketen
für Lagerkörbe an Baugerüsten bekannt. Die einzelnen Dämmstoffpakete bestehen aus
Mineralwollelamellenplatten, die mit einer Umhüllung aus Kunststoff-Folie zusammengefasst
sind. Diese umhüllten Dämmstoffpakete sind fluchtend übereinander gestapelt und jeweils
im Bereich ihrer gegenseitigen Berührungsflächen partiell mit einem Haftklebstoff
zur Transporteinheit verbunden. Die Transporteinheit ist sodann auf einer Palette
aufgestellt, ohne dass die Transporteinheit mit der Palette verbunden ist. Die Palette
dient demzufolge auf Baustellen lediglich dem Transport der Transporteinheit.
[0029] Ferner ist aus der WO 03/093114 A1 ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackungs-
und/oder Transporteinheit bekannt, welche aus einem Stapel mit mehreren, zumindest
zwei Dämmstoffplatten aus zumindest begrenzt elastischem Material, insbesondere aus
mit Bindemitteln gebundenen Mineralfasern, vorzugsweise Steinwolle und/oder Glaswolle
besteht, bei dem die Dämmstoffplatten von einem endlosen Faservlies abgetrennt, mit
ihren großen Oberflächen aneinanderliegend im Stapel angeordnet und anschließend mit
zumindest einer den Stapel, zumindest teilweise umgebenden, bei Wärmeinwirkung schrumpfenden
Umhüllung, vorzugsweise in Form einer Folie und/oder zumindest einer Banderole versehen
werden. Bei diesem vorbekannten Verfahren wird der Stapel der Dämmstoffplatten in
der Umhüllung komprimiert, bevor die Umhüllung bei komprimiertem Stapel geschrumpft
wird.
[0030] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Verpackungseinheit derart weiterzubilden, dass die
in der Verpackungseinheit angeordneten Dämmstoffplatten verbessert gegen Beschädigungen
insbesondere in ihrem Kantenbereich geschützt sind und gleichzeitig die Verpackungseinheit
eine einfache, den rauhen Baustellenbedingungen angepasste Handhabung ermöglicht.
[0031] Die
Lösung dieser Aufgabenstellung sieht vor, dass zwischen den Seitenflächen und der Umhüllung
eine Vorrichtung zur zumindest teilweisen Abdeckung der Seitenflächen angeordnet ist,
die sich über zumindest zwei benachbart angeordnete Seitenflächen erstreckt und druckfest
ausgebildet ist.
[0032] Demzufolge sieht die erfindungsgemäße Lösung eine Verpackungseinheit mit einem Stapel
aus quadratischen oder rechteckigen Dämmstoffplatten vor, die zum Schutz der Ecken
und Kanten umlaufend mit einem einteiligen oder mehrteiligen Rahmen aus Karton, Wellpappe
oder anderen Materialien umgeben sind. Die Rahmen können beispielsweise auch aus gedrückter
Wellpappe bestehen, so dass sie bei mehrteiliger Ausführung praktisch vollständig
an den Seitenflächen des Stapels aus Dämmstoffplatten anliegen.
[0033] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung rahmenförmig
ausgebildet ist. Der Vorteil einer rahmenförmigen Ausbildung liegt darin, dass relativ
wenig Material zur Ausbildung der Vorrichtung erforderlich ist, ohne dass weitergehende
Nachteile hinsichtlich des Schutzes der Dämmstoffplatten in Kauf zu nehmen sind.
[0034] Es ist ferner vorgesehen, dass die Vorrichtung einteilig ausgebildet ist und sich
über alle Seitenflächen der Dämmstoffplatten des Stapels erstreckt. Alternativ ist
vorgesehen, dass die Vorrichtung zweiteilig ausgebildet ist und sich jeder Teil über
zwei benachbart angeordnete Seitenflächen der Dämmstoffplatten des Stapels erstreckt
und die beiden Teile miteinander verbindbar sind. Insbesondere bei einer zweiteiligen
Vorrichtung ist die Montage der Vorrichtung auch bei abweichenden Größen der Dämmstoffplatten
vereinfacht, während die einteilige Ausgestaltung der Vorrichtung dahingehend vorteilhaft
ist, dass die Vorrichtung insgesamt handhabbar ist, so dass sich gegebenenfalls eine
schnellere Montage der Vorrichtung an den Seitenflächen des Stapels ausführen lässt.
[0035] Als Materialien für die Vorrichtung haben sich insbesondere Karton, Wellpappe, Kunststoff
und/oder Metall als vorteilhaft erwiesen.
[0036] Die Vorrichtung liegt vorzugsweise vollflächig an den Seitenflächen der Dämmstoffplatten
des Stapels an, so dass nicht nur Kantenbereiche, sondern die Seitenflächen insgesamt
durch die Vorrichtung geschützt sind.
[0037] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Dämmstoffplatten
derart im Stapel angeordnet sind, dass die beschädigungsgefährdeten Kanten in gleicher
Richtung ausgerichtet sind und dass die im Stapel oben liegende Dämmstoffplatte mit
ihren beschädigungsgefährdeten Kanten in Richtung auf die beschädigungsgefährdeten
Kanten der darunterliegend angeordneten Dämmstoffplatte ausgerichtet ist. Die Dämmstoffplatten,
insbesondere Deckenplatten haben in der Regel eine Sichtfläche, die die beschädigungsgefährdeten
Kanten aufweist. Bei der Anordnung dieser Dämmstoffplatten im Stapel gemäß den voranstehenden
Merkmalen wird die unterste Dämmstoffplatte mit ihrer der Sichtfläche gegenüberliegenden
großen Oberfläche auf die Palette aufgelegt und anschließend die weiteren Dämmstoffplatten
gleichgerichtet, d.h. mit ihren den Sichtflächen gegenüberliegenden großen Oberflächen
auf die Sichtfläche der darunterliegend angeordneten Dämmstoffplatte angeordnet. Die
oberste Dämmstoffplatte wird hierzu um 180° gedreht aufgelegt, d.h., die Sichtfläche
der obersten Dämmstoffplatte liegt auf der Sichtfläche der darunterliegend angeordneten
Dämmstoffplatte auf. Anschließend werden die weiteren Bestandteile der Verpackungseinheit,
insbesondere die Umhüllung angeordnet.
[0038] Die Umhüllung besteht insbesondere aus einer schrumpffähigen Kunststofffolie, einer
Stretchfolie und/oder einer Banderolierung. Bei der Verwendung einer schrumpffähigen
Kunststofffolie ist es erforderlich, die Verpackungseinheit nach Anordnung der schrumpffähigen
Kunststofffolie einem Verfahrensschritt zuzuführen, in dem die Kunststofffolie auf
das notwendige Maß erhitzt wird, um die erforderliche Schrumpfung der Kunststofffolie
einzustellen. Sämtliche Umhüllungen liegen fest an der Vorrichtung zur zumindest teilweisen
Abdeckung der Seitenflächen der Dämmstoffplatten an.
[0039] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Teile der Vorrichtung
aneinanderstoßen und offene Stoßfugen zwischen den Teilen ausgebildet sind. Durch
die Stoßfugen zwischen den Teilen der Vorrichtung ist ein Ausgleich bei ungleichmäßig
gestapelten Dämmstoffplatten möglich. Alternativ besteht die Möglichkeit, dass die
Teile der Vorrichtung im Stoßbereich überlappend angeordnet sind, wodurch ebenfalls
die relative Anordnung der Teile der Vorrichtung zueinander variabel ist, so dass
die Vorrichtung Längentoleranzen der Dämmstoffplatten ausgleichen kann.
[0040] Eine Weiterbildung dieser Ausführungsform sieht vor, dass der Stoßbereich im Bereich
von Ecken zweier rechtwinklig aufeinanderstoßenden Seitenflächen angeordnet ist, wobei
die beiden Stoßbereiche der Vorrichtung vorzugsweise diametral gegenüberliegend angeordnet
sind. Die beiden Teile der Vorrichtung können im Bereich der Überlappung miteinander
verklebt sein.
[0041] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass sich die Umhüllung
über die Seitenflächen der Dämmstoffstapel des Stapels erstreckt und zumindest eine
der großen Oberflächen der im Stapel außenliegenden Dämmstoffplatten mit einer Folie
abgedeckt ist, wobei die Folie bis in den Bereich der Seitenflächen reicht und reibschlüssig
mit der Umhüllung am Stapel befestigt ist. Die zusätzliche Folie im Bereich der im
Stapel außenliegenden Dämmstoffplatten dient der vollständigen Ummantelung des Stapels
und hat in erster Linie den Zweck, die Dämmstoffplatten vor Feuchtigkeit und Verschmutzung
zu schützen. Darüber hinaus ist selbstverständlich auch eine Schutzfunktion gegen
mechanische Beschädigungen vorgesehen, die aber in erster Linie von der Materialstärke
der Folie abhängt.
[0042] Vorzugsweise sind zwischen der Vorrichtung und der Umhüllung ergänzende Winkelelemente
angeordnet, die im Querschnitt L-förmig ausgebildet sind und in Richtung der Flächennormalen
der großen Oberflächen der Dämmstoffplatten verlaufend angeordnet sind. Diese Winkelelemente
dienen ergänzend dem Schutz der Dämmplatten und haben insbesondere eine druckverteilende
Funktion, wenn der Stapel der Dämmstoffplatten mit einer Stretchfolie umwickelt oder
in einer schrumpffähigen Kunststofffolie angeordnet wird.
[0043] Ergänzend können zwischen der Umhüllung und der Vorrichtung diametral gegenüberliegend
angeordnete Distanzhalter vorgesehen sein. Diese Distanzhalter können beispielsweise
streifenförmig ausgebildet sein und dienen dazu, benachbart auf einer Palette angeordnete
Verpackungseinheiten im Abstand zueinander anzuordnen, so dass beispielsweise Vibrationen
beim Transport der Verpackungseinheiten nicht zu Beschädigungen von aneinanderliegenden
Seitenflächen der Dämmstoffplatten führen.
[0044] Vorzugsweise ist jeder Distanzhalter beabstandet zu einem Winkelelement an der selben
Seitenfläche des Stapels angeordnet, wobei jeder Distanzhalter eine Dicke aufweist,
die mit Materialstärke des Winkelelementes übereinstimmt. Winkelelement und Distanzhalter
bilden damit im Bereich einer Seitenfläche des Stapels aus Dämmstoffplatten zwei Anlagepunkte
für eine benachbarte Verpackungseinheit. Gleiches gilt selbstverständlich auch bei
übereinander angeordneten Verpackungseinheiten, bei denen ebenfalls Distanzhalter
und Winkelelemente für eine Distanz benachbarter Verpackungseinheiten sorgen, so dass
Beschädigungen vermieden werden.
[0045] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Teile der Vorrichtung
im Überlappungsbereich kraftschlüssig miteinander verbunden, insbesondere verklebt
und/oder mit mechanischen Verbindungselementen verbunden sind. Auf das Verkleben der
beiden Teile der Vorrichtung im Überlappungsbereich ist bereits voranstehend hingewiesen
worden. Dies führt insbesondere zu einer Erhöhung der Stabilität der Vorrichtung.
Gleiches gilt aber auch für eine mechanische Verbindung der Teile der Vorrichtung,
beispielsweise durch Klammern, die beide Teile der Vorrichtung durchdringen und miteinander
verbinden.
[0046] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Winkelelement auf die Vorrichtung aufgeklebt
ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass das Winkelelement lagegenau angeordnet
ist, so dass die Schutzfunktion des Winkelelementes optimal ausgeübt werden kann.
[0047] Es ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Vorrichtung
im Bereich zumindest einer, vorzugsweise im Bereich von zwei gegenüberliegend angeordneten
Seitenflächen der Dämmstoffplatten des Stapels eine Handhabungseinrichtung aufweist.
Insbesondere ist diese Handhabungseinrichtung nach einem weiteren Merkmal der Erfindung
als Griffloch in der Umhüllung ausgebildet. Diese Handhabungseinrichtung erleichtert
die Handhabung der Verpackungseinheit sowohl auf der Baustelle, als auch im Herstellerwerk,
da in einfacher Weise die Verpackungseinheit gegriffen und beispielsweise auf einer
Palette aufgestapelt werden kann. Im Baustellenbereich ist das Ergreifen der Verpackungseinheit
insofern von Bedeutung, als die einzelnen Verpackungseinheiten an die Verarbeitungsstellen
zu transportieren sind. Beispielsweise können diese Verarbeitungsstellen im Bereich
von Arbeitsgerüsten angeordnet sein, auf die eine Verpackungseinheit transportiert
werden soll.
[0048] Eine Weiterbildung der zweiteiligen Vorrichtung sieht vor, dass die beiden Teile
der Vorrichtung aus unterschiedlichen Materialien ausgebildet sind und beispielsweise
aus Wellpappe und einem drucksteifen Karton besteht. Diese Ausgestaltung ermöglicht
die Anordnung einer Handhabungseinrichtung im Bereich des Materials höherer Drucksteifigkeit,
um ein Ausreißen der Vorrichtung im Bereich der Handhabungseinrichtung zu vermeiden.
[0049] Eine Weiterbildung dieser Ausgestaltung sieht vor, dass im Bereich des Teils aus
drucksteifem Karton ein Folienelement als Schrumpffolie mit einer Eingriffsöffnung
angeordnet ist, deren Randbereiche vorzugsweise verstärkt ausgebildet sind und beispielsweise
wulstförmige Ränder aufweist. Diese Handhabungseinrichtung bzw. das Folienelement
ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorzugsweise als Tragelement ausgebildet
bzw. weist zumindest ein solches Tragelement auf, welches vorzugsweise aus Folienstreifen
oder Klebebändern ausgebildet ist. Diese Ausgestaltung ist konstruktiv einfach und
damit kostengünstig herstellbar, wobei diese Ausgestaltung andererseits eine ausreichende
Stabilität zur Handhabung einer Verpackungseinheit aus mehreren Dämmstoffplatten aufweist.
[0050] Bei einer erfindungsgemäßen Verpackungseinheit hat es sich schließlich als vorteilhaft
erwiesen, zwischen den Dämmstoffplatten des Stapels und/oder auf und unter dem Stapel
Trennlagen, beispielsweise aus Karton anzuordnen, die dem weitergehenden Schutz der
einzelnen Dämmstoffplatten dienen.
[0051] Weiterhin Gegenstand der Erfindung ist eine Transporteinheit, die aus mehreren Verpackungseinheiten
der voranstehend beschriebenen Ausgestaltung besteht. Bei dieser Transporteinheit
ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass zumindest zwei Verpackungseinheiten nebeneinander
auf einem Trägerelement angeordnet sind, wobei die Verpackungseinheiten im Bereich
ihrer Kontaktbereiche lösbar miteinander verbunden sind. Ergänzend kann vorgesehen
sein, dass die auf dem Trägerelement angeordneten Verpackungseinheiten mit dem Trägerelement
lösbar verbunden sind.
[0052] Nach einem weiteren Merkmal der erfindungsgemäßen Transporteinheit ist vorgesehen,
dass die Verpackungseinheiten in mehreren Schichten übereinander angeordnet sind und
dass die Verpackungseinheiten einer Schicht gleich orientiert und in benachbarten
Schichten entgegengesetzt orientiert sind. Diese Orientierung kann beispielsweise
auf die Längsachsenerstreckung der Verpackungseinheiten bezogen sein. Es besteht aber
auch die Möglichkeit, dass beispielsweise die Verpackungseinheiten Handhabungseinrichtungen
im Bereich nur einer Seitenfläche des Stapels aus Dämmstoffplatten aufweisen, wobei
die Verpackungseinheiten einer Lage der Transporteinheit mit diesen Handhabungseinrichtungen
gleichgerichtet in der Transporteinheit angeordnet sind, während die Verpackungseinheiten
der benachbarten Lage mit den Handhabungseinrichtungen in entgegengesetzter Richtung
ausgerichtet sind.
[0053] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das Trägerelement
eine Fläche hat, die größer als die Fläche der darauf angeordneten Verpackungseinheiten
ist, so dass das Trägerelement an allen Außenflächen der Verpackungseinheiten übersteht.
Hierdurch wird der Vorteil erzielt, dass die Handhabung der Transporteinheit mit Hebezeugen,
wie beispielsweise Kränen, Gabelstaplern oder dergleichen selbst bei unachtsamer Handhabung
nicht zu einer Beschädigung der Dämmstoffplatten führt, da die überstehenden Bereiche
des Trägerelementes eine Schutzfunktion hinsichtlich der Seitenflächen, insbesondere
der untersten Verpackungseinheiten bieten.
[0054] Vorzugsweise ist die Verbindung zwischen den Verpackungselementen und/oder zwischen
den Verpackungselementen und dem Trägerelement als Klebeverbindung, vorzugsweise mit
einem Heißschmelzkleber ausgebildet. Dieser Heißschmelzkleber kann beispielsweise
während des Schrumpfens einer schrumpffähigen Kunststofffolie aktiviert werden und
verklebt die benachbart angeordneten Verpackungseinheiten der Transporteinheit. Baustellenseitig
kann der Heißschmelzkleber in einfacher Weise erneut erwärmt werden, so dass ein Trennen
der einzelnen Verpackungseinheiten aus der Transporteinheiten schnell und einfach
möglich ist, ohne dass die Verpackungseinheit und insbesondere die darin angeordneten
Dämmstoffplatten beschädigt werden.
[0055] Es ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Verbindung
zwischen den Verpackungseinheiten und/oder zwischen den Verpackungseinheiten und dem
Trägerelement mit doppelseitigen Klebebändern ausgebildet ist. Diese alternative Ausgestaltung
hat ebenfalls den Vorteil, dass die Verbindung zwischen den Verpackungseinheiten in
konstruktiv einfacher Weise hergestellt werden kann. Gleichzeitig besteht der Vorteil,
dass auch das Lösen benachbarter Verpackungseinheiten voneinander wesentlich vereinfacht
ist.
[0056] Schließlich ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung in Bezug auf die Transporteinheit
vorgesehen, dass die Verpackungseinheiten mit einer gemeinsamen Umhüllung beispielsweise
einer Folienhaube und/oder Spannbändern umgeben sind. Durch diese Umhüllung wird die
Stabilität der Transporteinheit wesentlich verbessert, so dass die Handhabung der
Transporteinheit sowohl herstellerseitig als auch baustellenseitig nicht zu einem
Auseinanderfallen der Transporteinheit führt.
[0057] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt
sind. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Verpackungseinheit mit einem Stapel aus Dämmstoffplatten in einer Draufsicht;
- Figur 2
- eine zweite Ausführungsform einer Verpackungseinheit mit einem Stapel aus Dämmstoffplatten
in einer Draufsicht;
- Figur 3
- eine dritte Ausführungsform einer Verpackungseinheit mit einem Stapel Dämmstoffplatten
in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 4a
- eine Verpackungseinheit mit einem Stapel aus Dämmstoffplatten in Seitenansicht;
- Figur 4b
- eine Verpackungseinheit mit einem Stapel aus Dämmstoffplatten in Seitenansicht;
- Figur 5
- eine Transporteinheit bestehend aus mehreren Verpackungseinheiten gemäß Figur 3 in
Seitenansicht;
- Figur 6
- die Transporteinheit gemäß Figur 5 in einer um 90° gedrehten Seitenansicht;
- Figur 7
- einen Stanzbogen zur Herstellung einer Vorrichtung zum Schutz eines Stapels aus Dämmstoffplatten
und
- Figur 8
- einen Stapel aus Dämmstoffplatten in Seitenansicht mit einer daran anzubringenden,
aus dem Stanzbogen gemäß Figur 7 hergestellten Vorrichtung zum Schutz der Seitenflächen
der Dämmstoffplatten.
[0058] In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform einer Verpackungseinheit 1 mit einem Stapel
aus Dämmstoffplatten 2 in einer Draufsicht dargestellt. Jede Dämmstoffplatte 2 weist
zwei beabstandet und parallel zueinander verlaufende große Oberflächen 3 und diese
verbindende, rechtwinklig zu den großen Oberflächen 3 und zueinander verlaufende Seitenflächen
auf, wobei im Übergangsbereich der Oberflächen 3 zu den Seitenflächen beschädigungsgefährdete
Kanten 4 angeordnet sind. Die Dämmstoffplatten 2 sind mit ihren großen Oberflächen
3 aufeinanderliegend angeordnet und bilden den Stapel, der von einer Umhüllung 5 aus
einer Kunststofffolie, beispielsweise einer schrumpffähigen Kunststofffolie oder einer
Stretchfolie umgeben ist.
[0059] Zwischen der Umhüllung 5 und den Seitenflächen der Dämmstoffplatten 2 ist eine Vorrichtung
6 zur zumindest teilweisen Abdeckung der Seitenflächen angeordnet. Die Vorrichtung
6 besteht im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 aus zwei U-förmigen Teilen 7, deren
parallel zueinander verlaufende Schenkel 8 eine Länge aufweisen, die geringfügig kürzer
ist, als die Hälfte der Seitenflächen der Dämmstoffplatten 2, an denen die Schenkel
8 anliegen.
[0060] Die Vorrichtung 6 wird durch die Umhüllung 5 an die Seitenflächen der Dämmstoffplatten
2 herangepreßt.
[0061] Im Bereich zwischen den U-förmigen Teilen 7 der Vorrichtung 6 sind Stoßfugen 9 angeordnet,
die durch einen Abstand zwischen den Enden der Schenkel 8 der Teile 7 ausgebildet
sind. Die Verbindung der beiden Teile 7 der Vorrichtung 6 erfolgt an den Enden der
aufeinander zu gerichteten Schenkel 8 der Teile 7 durch ein Klebeband 10, welches
beispielsweise auch als doppelseitiges Klebeband 10 ausgebildet sein kann, um eine
Verbindung zwischen der Umhüllung 5 und der Vorrichtung 6 im Bereich der Stoßfugen
9 herzustellen.
[0062] Die beiden Teile 7 der Vorrichtung 6 können vollflächig ausgebildet sein, so dass
sie an den gesamten Seitenflächen der Dämmstoffplatten 2 anliegen. Alternativ können
die Schenkel 8, wie auch die die Schenkel 8 verbindenden Stege 11 der Vorrichtung
6 rahmenförmig ausgebildet sein, so dass sie lediglich im Bereich der außenliegenden
Dämmstoffplatten 2 an deren Seitenflächen anliegen und die dort angeordneten Kanten
4 gegen Beschädigungen durch die Umhüllung 5 oder mechanische Einwirkungen schützen.
[0063] In Figur 2 ist eine zweite Ausführungsform einer Verpackungseinheit 1 dargestellt,
die wiederum Dämmstoffplatten 2 aufweist, die zu einem Stapel 40 aufgeschichtet sind.
Die Verpackungseinheit 1 weist ferner eine Umhüllung 5 in Form einer Folie aus Kunststoff
auf. Zwischen der Umhüllung 5 und den Seitenflächen der Dämmstoffplatte 2 ist eine
Vorrichtung 6 angeordnet, die an den Seitenflächen der Dämmstoffplatten 2 anliegt.
Die Vorrichtung 6 besteht aus einem ersten Teil 7, der im Wesentlichen U-förmig ausgebildet
ist und einen ersten Schenkel 8 aufweist, dessen Länge annähernd der Länge der Seitenflächen
der Dämmstoffplatten 2 entspricht. Parallel zum ersten Schenkel 8 ist ein relativ
kurzer Schenkel 12 Bestandteil des Teils 7, wobei beide Schenkel 8, 12 durch einen
Steg 11 miteinander verbunden sind.
[0064] Ein zweites Teil 7 der Vorrichtung 6 mit einer mit dem ersten Teil 7 übereinstimmenden
Ausgestaltung ist dem ersten Teil 7 gegenüberliegend derart angeordnet, dass der lange
Schenkel 8 des zweiten Teils 7 der Vorrichtung 6 an den Seitenflächen der Dämmstoffplatten
2 anliegt und von dem kurzen Schenkel 12 des ersten Teils 7 der Vorrichtung 6 übergriffen
ist. In gleicher Weise übergreift der kurze Schenkel 12 des zweiten Teils 7 der Vorrichtung
6 den ersten längeren Schenkel 8 des ersten Teils 7 der Vorrichtung 6.
[0065] In beiden Fällen ist zwischen dem kurzen Schenkel 12 und dem langen Schenkel 8 eine
Kleberschicht 13 angeordnet, so dass die beiden Teile 7 der Vorrichtung 6 im Überlappungsbereich
der Schenkel 8, 12 miteinander verbunden sind.
[0066] Diametral gegenüberliegend weist die Verpackungseinheit 1 Kantenschutzwinkel 14,
beispielsweise aus Kunststoff auf, wobei die Kantenschutzwinkel 14 im Bereich des
Übergangs des Steges 11 in den längeren Schenkel 8 angeordnet sind und jedes Teil
7 in diesem Bereich aussteifen. Die Materialstärke des Kantenschutzwinkels 14 entspricht
hierbei der Materialstärke des Schenkels 12 bzw. des Steges 11 oder des Schenkels
8 eines jeden Teils 7 der Vorrichtung 6.
[0067] Ferner weist die Verpackungseinheit 1 Distanzhalter 15 auf, die zwischen der Umhüllung
5 und der Vorrichtung 6 angeordnet und streifenförmig ausgebildet sind. Die Distanzhalter
15 können ebenfalls wie die Kantenschutzwinkel 14 aus Wellpappe, Karton, Hartschaum
oder Profilen aus Kunststoff ausgebildet sein. Die Anordnung der Distanzhalter 15
erfolgt auf einer Außenfläche des Steges 11 im Bereich des Schenkels 12, wobei zwischen
den Distanzhaltern 15 und der Vorrichtung 6 wiederum eine Kleberschicht 16 angeordnet
ist, mit der der Distanzhalter 15 mit der Vorrichtung 6 verbunden ist. Die Distanzhalter
15 haben eine Materialstärke, die mit der Materialstärke der Kantenschutzwinkel 14
im Bereich eines jeden Schenkels 12 übereinstimmt.
[0068] Ergänzend sind in der Vorrichtung 6 im Bereich der langen Schenkel 8 mehrere Öffnungen
17 angeordnet, die als Handhabungseinrichtungen ausgebildet sind und in Verbindung
mit entsprechenden Öffnungen in der Umhüllung 5 ein vereinfachtes Greifen der Verpackungseinheit
1 ermöglichen. Hierauf wird nachfolgend noch näher eingegangen. Die Öffnungen 17 können
Durchmesser von ca. 10 bis 40 mm, vorzugsweise von 15 bis 25 mm aufweisen. In diesen
Öffnungen 17 finden die Finger einer Hand der handhabenden Person Halt, während andererseits
die darüber gespannte Folie der Umhüllung 5 ein allzu tiefes Eindrücken und somit
eine Beschädigung der Dämmstoffplatten 2 verhindert. Die Öffnungen 17 sind zumindest
im Bereich der Schenkel 8 angeordnet, können aber auch ergänzend oder alternativ im
Bereich der Stege 11 der Teile 7 der Vorrichtung 6 angeordnet sein.
[0069] Eine weitere Ausführungsform einer Verpackungseinheit 1 ist in Figur 3 dargestellt.
In der Verpackungseinheit 1 sind wiederum mehrere Dämmstoffplatten 2 angeordnet, die
mit ihren großen Oberflächen aneinanderliegend aufeinander gestapelt sind. Der Stapel
der Dämmstoffplatten 2 ist im Bereich seiner Seitenflächen von der Vorrichtung 6 umgriffen,
die aus einem ersten Teil 7 in U-förmiger Ausgestaltung besteht, wobei dieser erste
Teil 7 zwei lange Schenkel 8 aufweist, die parallel zueinander ausgerichtet sind und
über einen Steg 11 miteinander verbunden sind. Der zweite Teil 7 weist ebenfalls einen
Steg 11 auf, an deren freien Enden zwei kurze Schenkel 12 angeordnet sind, die außenliegend
auf einer Fläche 18 der langen Schenkel 8 angeordnet und mit den langen Schenkeln
8 durch eine nicht näher dargestellte Kleberschicht verbunden sind.
[0070] Die Vorrichtung 6 ist umgeben von einer Umhüllung 5, die im Bereich des Steges 11,
an dem sich die zwei kurzen Schenkel 12 befinden, eine Handhabungseinrichtung 19 in
Form eines Grifflochs aufweist. Die Handhabungseinrichtung 19 ist begrenzt durch Randwülste
20, die durch ein Zusammenfassen des Materials der Umhüllung 5 im Randbereich der
Handhabungseinrichtung 19 gebildet sind.
[0071] Der erste Teil 7 der Vorrichtung 6 mit den längeren Schenkeln 8 besteht aus Wellpappe,
während der zweite Teil 7 der Vorrichtung 6, nämlich der Teil 7 mit den kürzeren Schenkeln
12 aus einem drucksteifen Karton ausgebildet ist. Derart ausgebildet können Verpackungseinheiten
1 mit einem Gewicht von bis zu 20 kg hergestellt und in Form eines Koffers gehandhabt
werden.
[0072] In den Figuren 4a und 4b sind Verpackungseinheiten 1 in Seitenansicht dargestellt.
In Figur 4a sind Dämmstoffplatten 2 zu erkennen, die in einem Übergangsbereich zwischen
einer Seitenfläche und einer Oberfläche 3 eine zurückspringende Kante 4 aufweisen.
Demgegenüber zeigt Figur 4b eine Ausführungsform der Dämmstoffplatten 2 mit Anfasungen
im Bereich einer Kante 4.
[0073] Die Dämmstoffplatten 2 weisen im Bereich ihrer Rückseiten bildenden Oberflächen 3
Kaschierungen 21 aus Glasfaserwirrvlies auf. Die als Sichtseite ausgebildeten Oberflächen
3, nämlich die Oberflächen 3 im Bereich der zurückspringenden Kanten 4 bzw. mit den
eine Abfasung aufweisenden Kanten 4 sind durch Trennlagen 22 voneinander getrennt,
um Beschädigungen im Bereich der Oberflächen 3, die als Sichtseiten ausgebildet sind,
zu vermeiden. Aus den Figuren 4a und 4b ist zu erkennen, dass benachbarte Dämmstoffplatten
2 mit ihrem Sichtseiten bildenden Oberflächen 3 aufeinanderliegend angeordnet sind.
Ergänzend können die Dämmstoffplatten 2 im Bereich ihrer Sichtseiten Farbeschichtungen
23 aufweisen, die vollflächig aufgetragen sind. Durch die Trennlagen 22 werden Beschädigungen
bei Relativbewegungen der Dämmstoffplatten 2 zueinander verringert, so dass auch empfindliche
Oberflächen 3 nicht aufgerauht oder anderweitig verändert werden. Auf entsprechende
Trennlagen 22 kann verzichtet werden, wenn die Dämmstoffplatten 2 eine entsprechend
hohe Rohdichte aufweisen, so dass auch ihr Gewicht groß ist und eine Relativbewegung
benachbarter Dämmstoffplatten 2 zueinander aufgrund des Gewichtes annähernd ausgeschlossen
ist.
[0074] Figur 5 zeigt eine Transporteinheit 24, die aus einem als Palette ausgebildeten Trägerelement
25 und darauf angeordneten Verpackungseinheiten 1 besteht, wobei die Verpackungseinheiten
1 gemäß Figur 3 ausgebildet sind. Auf dem Trägerelement 25 sind zwei Stapel 26 von
jeweils vier Verpackungseinheiten 1 angeordnet, wobei zwischen benachbarten Verpackungseinheiten
1 eines jeden Stapels 26 eine Kleberschicht 27 angeordnet ist. Die Kleberschicht 27
kann voll- oder teilflächig ausgebildet sein. Darüber hinaus ist eine weitere Kleberschicht
27 zwischen der Oberfläche des Trägerelementes 25 und den darauf aufliegenden Verpackungseinheiten
1 angeordnet. Schließlich sind in den Stapeln 26 benachbart angeordnete Verpackungseinheiten
1 jeweils mit einer Kleberschicht 28 verbunden.
[0075] Es ist zu erkennen, dass die Verpackungseinheiten 1 der Transporteinheit 24 in ihren
in den Stapeln 26 benachbart angeordnete Lagen gleichgerichtet angeordnet sind. Beispielsweise
sind die beiden Verpackungseinheiten 1 der obersten Lagen der Stapel 26 derart ausgerichtet,
dass die Handhabungseinrichtung 19 erkennbar sind, während bei den darunter angeordneten
Verpackungseinheiten 1 eine Anordnung in den Stapeln 26 vorgesehen ist, bei der die
Handhabungseinrichtungen 19 im Bereich von Seitenflächen angeordnet sind, die in der
Figur 5 nicht in der Bildebene liegen. Die wiederum darunter angeordneten Verpackungseinheiten
1 sind entsprechend den Verpackungseinheiten 1 in der obersten Lage der Stapel 26
ausgerichtet, wohingegen die unterste Lage der Verpackungseinheiten 1 der Stapel 26
erneut entsprechend der zweiten Lage der Verpackungseinheiten 1 der Stapel 26 ausgerichtet
sind. Durch diese Anordnung der Verpackungseinheiten 1 wird der innere Zusammenhalt
der Stapel 26 aus den Verpackungseinheiten 1 erhöht.
[0076] In Figur 6 ist die Transporteinheit 24 gemäß Figur 5 in einer Ansicht in Richtung
des Pfeils VI in Figur 5 dargestellt.
[0077] Aus den Figuren 5 und 6 ist ergänzend zu erkennen, dass das Trägerelement 25 eine
Fläche 29 aufweist, die größer ist als die Fläche der darauf angeordneten Verpackungseinheiten
1, so dass das Trägerelement 25 an allen Außenflächen der Verpackungseinheiten 1 übersteht.
[0078] Die voranstehend beschriebenen Kleberschichten 13, 16, 27, 28 können beispielsweise
als sogenannte Hotmelts ausgebildet sein, die mit Hilfe von Sprüheinrichtungen voll-
oder teilflächig bzw. faden- oder punktförmig auf die Umhüllungen 5 oder die Teile
7 der Vorrichtung 6 bzw. das Trägerelement 25 aufgebracht werden. Die Haftpunkte werden
unter Vermeidung der Randbereiche auf der Kontaktfläche verteilt. Die regellose Verteilung
der Haftpunkte hat im Übrigen wie die Konzentration auf die Mitte der jeweiligen Kontaktfläche
den Vorteil, dass beispielsweise die Umhüllungen 5, die aus wechselnden Richtungen
angreifenden Zugkräfte, insbesondere während des Transports mit Hubstaplern oder Lastkraftwagen
unter Ausnutzung der eigenen inneren Dämpfung besser aufnehmen können.
[0079] Anstelle von aufgesprühten Haftklebern können für die voranstehend genannten Kleberschichten
13, 16, 27, 28 Doppelklebebänder verwendet werden. Die kraftschlüssigen Verbindungen
zwischen den Verpackungseinheiten 1 reichen auch bei der Verwendung von Doppelklebebänder
aus, um ein Verrutschen der einzelnen Verpackungseinheiten 1 im Stapel 26 auf dem
Trägerelement 25 bzw. des gesamten Stapels 26 zu vermeiden. Ergänzend kann zum Schutz
der Verpackungseinheiten 1 bzw. der Transporteinheit 24 eine äußere, nicht näher dargestellte
Umhüllung aus einer Folie vorgesehen sein, die insbesondere Verschmutzungen bei der
Außenlagerung entsprechender Transporteinheiten 24 vermeidet. Eine solche Umhüllung
erhöht im Übrigen bei entsprechend strammen Sitz den Zusammenhalt der Transporteinheit
24. Auch im Bereich dieser äußeren Umhüllung können selbstverständlich auf den äußeren
Verpackungseinheiten 1 aufliegende Distanzstreifen oder Kantenschutzwinkel angeordnet
werden. Durch den hohen inneren Zusammenhalt der Stapel 26 besteht auch die Möglichkeit,
Spannbänder als zusätzliche Transportsicherung einzusetzen, die kreuzweise angeordnet
werden und beispielsweise die Verpackungseinheiten 1 der Stapel 26 mit dem Trägerelement
25 verbinden.
[0080] Der allseitige Überstand des Trägerelementes 25 gegenüber den Außenabmessungen der
Verpackungseinheiten 1 kann dazu benutzt werden, umlaufend entsprechende Distanzstreifen,
beispielsweise aus druckfesten Dämmstoffen, wie Steinwolle oder Hartschaum, aufzulegen.
Alternativ kann das Trägerelement 25 Aussparungen und Durchführungen für entsprechende
Spannbänder aufweisen, um diese bündig an den Stapeln 26 entlang zu führen und ein
Verrutschen der einzelnen Verpackungseinheiten relativ zueinander bzw. eines gesamten
Stapels 26 aus Verpackungseinheiten relativ dem Trägerelement 25 zu vermeiden.
[0081] Eine alternative Ausgestaltung einer Vorrichtung 6 ist in den Figuren 7 und 8 dargestellt.
Die Vorrichtung 6 gemäß Figur 7 besteht aus einem Stanzteil 30, welches ein Bodenteil
31 mit Seitenwangen 32, eine Deckplatte 33 mit Seitenwangen 34 und ein Mittelteil
35 mit Seitenwangen 36 aufweist. Zwischen den Seitenwangen 34 und 36 bzw. 32 und 36
sind Einschnitte 37 angeordnet, die im Bereich von Falzstellen 38 enden, an denen
die jeweiligen Seitenwangen 31, 34, 36 relativ zum Mittelteil 35, zur Deckplatte 33
bzw. zum Bodenteil 31 faltbar sind.
[0082] Rechtwinklig zu den Falzstellen 38 verlaufen in Verlängerung der Einschnitte 37 Falzstellen
39, die ein Falten des Bodenteils 31 und der Deckplatte 33 relativ zum Mittelteil
35 ermöglichen, so dass die Deckplatte 33 parallel verlaufend zum Bodenteil 31 und
rechtwinklig verlaufend zum Mittelteil 35 ausrichtbar ist.
[0083] Die Vorrichtung 6 gemäß Figur 7 ist im Wesentlichen schachtelähnlich ausgebildet
und wird nach einem Falzen entlang der Falzstellen 38, 39 von einer Stirnseite her
auf einen Stapel 40 aus Dämmstoffplatten 2 aufgeschoben. Hierbei ist es von Vorteil,
wenn der Stapel 40 aus Dämmstoffplatten 2 von zwei gegenüberliegend angeordneten Seitenflächen
her mit jeweils einem entsprechend ausgebildeten Teil 7 der Vorrichtung 6 überdeckt
wird, wie er in Figur 7 dargestellt ist. Alternativ kann das Falzen der einzelnen
Teile der Vorrichtung 6 nach einem Aufstapeln der Dämmstoffplatten 2 zu einem Stapel
40 erfolgen, wobei es sich als vorteilhaft erwiesen hat, vor dem Aufstapeln der Dämmstoffplatten
2 die Vorrichtung 6 derart auf dem Boden anzuordnen, dass die Dämmstoffplatten 2 auf
dem Bodenteil 31 aufgestapelt werden. Abschließend werden Seitenwangen 32, 34, 36
mit Klebebändern oder einem Kleber miteinander verbunden, um eine stabile Verpackungseinheit
1 zu schaffen.
[0084] Das Stanzteil 30 gemäß Figur 7 besteht aus Wellpappe. Das Mittelteil 35 weist Abmessungen
auf, die mit den Seitenflächen der Dämmstoffplatten 2 des Stapels 40 übereinstimmen.
[0085] Bei der bevorzugten Vorgehensweise werden die Dämmstoffplatten 2 auf dem Bodenteil
31 des Stanzteils 30 zum Stapel 40 aufgeschichtet, bevor das Stanzteil entlang der
das Mittelteil 35 vom Bodenteil 31 trennenden Falzstelle 39 nach oben gefaltet wird,
so dass das Mittelteil 35 zur Anlage an den Seitenflächen der Dämmstoffplatten 2 des
Stapels 40 gelangt. Anschließend wird die Deckplatte 33 entlang der die Deckplatte
33 vom Mittelteil 35 trennenden Falzstelle 39 in Richtung auf eine Oberfläche 3 der
obersten Dämmstoffplatte 2 im Stapel 40 gefaltet, bevor sodann die Seitenwangen 32,
34, 36 ebenfalls entlang der Falzstelle 38 in Richtung auf die Seitenflächen der Dämmstoffplatten
2 im Stapel 40 zu abgewinkelt werden. In dieser Stellung können die Seitenwangen 32,
34, 36 sodann mit einem Heißkleber oder mit Klebebänder verbunden werden. Hierbei
liegen die kleineren Seitenwangen 32, 34 auf den größeren Seitenwangen 36 auf.
[0086] Die Länge der Seitenwangen 32, 34 kann variiert werden, um die Stabilität der Vorrichtung
6 zu erhöhen. So können die Seitenwangen 32 oder 34 eine Länge aufweisen, dass sie
im gefalzten Zustand überlappend oberhalb der Seitenwangen 36 angeordnet und miteinander
verbunden sind. Alternativ können die Seitenwangen 32, 34 relativ schmal ausgebildet
sein, d.h. eine Breite von beispielsweise 5 bis 20 mm aufweisen, wobei ein Abbiegen
dieser Seitenwangen 34, 32 nicht vorgesehen ist, so dass die derart überstehenden
Kanten bzw. Seitenwangen 32, 34 als horizontal ausgerichtete Distanzleisten wirken.
[0087] In der Regel besteht eine Vorrichtung 6 gemäß den Figuren 7 und 8 aus zwei Teilen
7, von denen in Figur 8 lediglich ein Teil 7 dargestellt ist, welches aber eine Innenraumlänge
aufweist, die annähernd der gesamten Länge des Stapels 40 aus Dämmstoffplatten 2 entspricht.
Demzufolge nimmt das Teil 7 gemäß Figur 8 die Dämmstoffplatten 2 auch annähernd vollständig
auf. Ergänzt wird das Teil 7 durch ein nicht näher dargestelltes Teil der Vorrichtung
6, welches konstruktiv entsprechend dem Teil 7 gemäß den Figuren 7 und 8 ausgebildet
ist, aber eine wesentlich geringere Aufnahmetiefe aufweist, so dass es annähernd als
Deckel bezeichnet werden kann, der von der gegenüberliegenden Seite auf den Stapel
40 der Dämmstoffplatten 2 aufschiebbar und gegebenenfalls das erste Teil 7 der Vorrichtung
6 übergreifend anzuordnen ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass auf der Baustelle
das kleinere Teil der Vorrichtung 6 von dem Stapel 40 der Dämmstoffplatten 2 entfernt
wird und der Stapel 40 der Dämmstoffplatten 2 dennoch während der Entnahme der einzelnen
Dämmstoffplatten 2 aus der Vorrichtung 6 geschützt ist. Die Verbindung der beiden
Teile 7 der Vorrichtung 6 kann durch eine Banderole, durch eine Klebeverbindung oder
durch eine Einfolierung erfolgen.
1. Verpackungseinheit mit einem Stapel aus Dämmstoffplatten, die zwei beabstandet und
parallel zueinander verlaufende große Oberflächen und diese verbindende, rechtwinklig
zu den großen Oberflächen und zueinander verlaufende Seitenflächen aufweisen, wobei
die Seitenflächen und/oder im Übergangsbereich der Oberflächen zu den Seitenflächen
angeordnete Kanten beschädigungsgefährdet sind, und einer zumindest die Seitenflächen
des Stapels umgebenden Umhüllung,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Seitenflächen und der Umhüllung (5) eine Vorrichtung (6) zur zumindest
teilweisen Abdeckung der Seitenflächen angeordnet ist, die sich über zumindest zwei
benachbart angeordnete Seitenflächen erstreckt und druckfest ausgebildet ist.
2. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (6) rahmenförmig ausgebildet ist.
3. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (6) einteilig ausgebildet ist und sich über alle Seitenflächen der
Dämmstoffplatten (2) des Stapels (26, 40) erstreckt.
4. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (6) zweiteilig ausgebildet ist und sich jeder Teil (7) über zumindest
zwei benachbart angeordnete Seitenflächen der Dämmstoffplatten (2) des Stapels (26,
40) erstreckt und die beiden Teile (7) miteinander verbindbar sind.
5. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (6) aus Karton, Wellpappe, Kunststoff und/oder Metall besteht.
6. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (6) vollflächig an den Seitenflächen der Dämmstoffplatten (2) des
Stapels (26, 40) anliegt.
7. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dämmstoffplatten (2) derart im Stapel (26, 40) angeordnet sind, dass die beschädigungsgefährdeten
Kanten (4) in gleicher Richtung ausgerichtet sind und dass die im Stapel (26, 40)
obenliegende Dämmstoffplatte (2) mit ihren beschädigungsgefährdeten Kanten (4) in
Richtung auf die beschädigungsgefährdeten Kanten (4) der darunterliegend angeordneten
Dämmstoffplatte (2) ausgerichtet ist.
8. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umhüllung (5) als schrumpffähige Kunststofffolie, als Stretchfolie und/oder als
Banderolierung ausgebildet ist.
9. Verpackungseinheit nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teile (7) der Vorrichtung (6) aneinanderstoßen und/oder offene Stoßfugen (9)
zwischen den Teilen (7) ausgebildet sind.
10. Verpackungseinheit nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teile (7) der Vorrichtung (6) im Stoßbereich überlappend angeordnet sind.
11. Verpackungseinheit nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stoßbereich im Bereich von Ecken zweier rechtwinklig aufeinanderstoßenden Seitenflächen
angeordnet ist, wobei die beiden Stoßbereiche vorzugsweise diametral gegenüberliegend
angeordnet sind.
12. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Umhüllung (5) über die Seitenflächen der Dämmstoffplatten (2) des Stapels
(26, 40) erstreckt und zumindest eine der großen Oberflächen (3) der im Stapel (26,
40) außenliegenden Dämmstoffplatten (2) mit einer Folie abgedeckt ist, wobei die Folie
bis in den Bereich der Seitenflächen reicht und reibschlüssig mit der Umhüllung (5)
am Stapel (26, 40) befestigt ist.
13. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Vorrichtung (6) und der Umhüllung (5) ergänzende Winkelelemente (14)
angeordnet sind, die im Querschnitt L-förmig ausgebildet sind und in Richtung der
Flächennormalen der großen Oberflächen (3) der Dämmstoffplatten (2) verlaufend angeordnet
sind.
14. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Umhüllung (5) und der Vorrichtung (6) diametral gegenüberliegend angeordnete
Distanzhalter (15) vorgesehen sind.
15. Verpackungseinheit nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Distanzhalter (15) beabstandet zu einem Winkelelement (14) an der selben Seitenfläche
des Stapels (26, 40) angeordnet ist und eine Dicke aufweist, die mit der Materialstärke
des Winkelelementes (14) übereinstimmt.
16. Verpackungseinheit nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teile (7) der Vorrichtung (6) im Überlappungsbereich kraftschlüssig miteinander
verbunden, insbesondere verklebt und/oder mit mechanischen Verbindungselementen verbunden
sind.
17. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Winkelelement (14) auf die Vorrichtung (6) aufgeklebt ist.
18. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (6) im Bereich zumindest einer, vorzugsweise im Bereich von zwei
gegenüberliegend angeordneten Seitenflächen der Dämmstoffplatten (2) des Stapels (26,
40) eine Handhabungseinrichtung (17, 19) aufweist.
19. Verpackungseinheit nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Handhabungseinrichtung (19) als Griffloch in der Umhüllung (5) ausgebildet ist.
20. Verpackungseinheit nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Teile (7) der Vorrichtung (6) aus unterschiedlichen Materialien ausgebildet
sind und beispielsweise aus Wellpappe und einem drucksteifen Karton besteht.
21. Verpackungseinheit nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich des Teils (7) aus drucksteifem Karton ein Folienelement aus Schrumpffolie
mit einer Eingriffsöffnung (19) angeordnet ist, deren Randbereiche (20) vorzugsweise
verstärkt ausgebildet sind und beispielsweise wulstförmige Ränder aufweist.
22. Verpackungseinheit nach Anspruch 18 oder 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Handhabungseinrichtung (19) bzw. das Folienelement als Tragelement ausgebildet
ist bzw. zumindest ein Tragelement aufweist, welches vorzugsweise aus Folienstreifen
oder Klebebändern ausgebildet ist.
23. Verpackungseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Dämmstoffplatten (2) des Stapels (26, 40) und/oder auf und unter dem
Stapel (26, 40) Trennlagen (22), beispielsweise aus Karton angeordnet sind.
24. Transporteinheit bestehend aus mehreren Verpackungseinheiten nach einem der Ansprüche
1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest zwei Verpackungseinheiten (1) nebeneinander auf einem Trägerelement (25)
angeordnet sind, wobei die Verpackungseinheiten (1) im Bereich ihrer Kontaktbereiche
lösbar miteinander verbunden sind.
25. Transporteinheit nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass die auf dem Trägerelement (25) angeordneten Verpackungseinheiten (1) mit dem Trägerelement
(25) lösbar verbunden sind.
26. Transporteinheit nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verpackungseinheiten (1) in mehreren Schichten übereinander angeordnet sind und
dass die Verpackungseinheiten (1) einer Schicht gleich orientiert und in benachbarten
Schichten entgegengesetzt orientiert sind.
27. Transporteinheit nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (25) eine Fläche (29) hat, die größer als die Fläche der darauf
angeordneten Verpackungseinheiten (1) ist, so dass das Trägerelement (25) an allen
Außenflächen der Verpackungseinheiten (1) übersteht.
28. Transporteinheit nach Anspruch 24 oder 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindung zwischen den Verpackungseinheiten (1) und/oder zwischen den Verpackungseinheiten
(1) und dem Trägerelement (25) als Klebeverbindung, vorzugsweise mit einem Heißschmelzkleber
ausgebildet ist.
29. Transporteinheit nach Anspruch 24 oder 25,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindung zwischen den Verpackungseinheiten (1) und/oder zwischen den Verpackungseinheiten
(1) und dem Trägerelement (25) mit doppelseitigen Klebebändern ausgebildet ist.
30. Transporteinheit nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verpackungseinheiten (1) mit einer gemeinsamen Umhüllung, beispielsweise einer
Folienhaube und/oder Spannbändern umgeben sind.