[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln einer Papierbahn, bei dem man
die Papierbahn übertrocknet, rückbefeuchtet und durch einen Kalander führt wobei man
die Papierbahn nach dem Übertrocknen in einem Zustand mit einem Feuchtegehalt, der
unterhalb eines Wertes liegt, der für die Satinage der Papierbahn in einem Kalander
erforderlich ist, aufwickelt und für eine vorbestimmte Ruhezeit lagert, wobei die
Bahn in einer ersten Stufe der Rückbefeuchtung vor dem Aufwickeln aufgefeuchtet wird
und in einer zweiten Stufe nach dem Abwickeln weiter rückbefeuchtet wird.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus dem Dokument
EP 1 335 066 A1 bekannt. Dabei wird die Papierbahn vor dem Aufwickeln auf eine Feuchte von zumindest
6% aufgefeuchet.
[0003] Insbesondere betrifft die Erfindung die Behandlung von SC-Papier im off-line-Prozeß.
[0004] Bei der Herstellung einer Papierbahn aus SC- Papier wird die Papierbahn am Ende der
Papiermaschine in der Trockenpartie getrocknet. Hierbei wird die mittlere Feuchte
auf einen vorbestimmten Wert eingestellt. Es zeigt sich allerdings, daß sich "Feuchtigkeitsnester"
in der Größenordnung von wenigen Quadratzentimetern bilden und zwar in und zwischen
den Fasern der Bahn. Dies führt zu "Flecken" mit hohem Feuchtegehalt neben Bereichen
mit geringerer Feuchte. Besonders nachteilig wirken sich diese feuchte Flecken im
Zusammenhang mit einer Satinage aus, bei der nach Einwirkung von höherem Druck und
höherer Temperatur ein sogenanntes "Cockling" entstehen kann.
[0005] Um dieses Problem zu beseitigen, ist es bekannt, die Papierbahn zu übertrocknen.
Übertrocknen bedeutet hierbei, den Feuchtegehalt der Papierbahn auf einen Wert zu
verringern, der unterhalb eines Wertes liegt, der für die Satinage der Papierbahn
in einem Kalander erforderlich ist. Die Papierbahn weist dann eine Feuchte von beispielsweise
2 % auf. Die so übertrocknete Papierbahn wird rückbefeuchtet, so daß sie die Feuchte
erhält, die für die Satinage erforderlich ist. Die rückbefeuchtete Papierbahn kann
dann entweder on-line satiniert oder aufgewickelt und später abgewickelt und off-line
satiniert werden. Die Rückbefeuchtung kann noch in der Papiermaschine erfolgen, also
nach der Trockenpartie und, falls vorhanden, vor der Aufwicklung.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Ergebnis der Behandlung der Papierbahn
im Kalander zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß man die Papierbahn vor dem Aufwickeln in einer ersten Stufe in den Bereich der
Gleichgewichtsstufe rückfeuchtet und nach dem Abwickeln in einer zweiten Stufe weiter
rückfeuchtet. Die Gleichgewichtsfeuchte liegt beispielsweise bei 5 % bis 6 %, reicht
aber für die Satinage in der Regel nicht aus. Damit läßt sich der Feuchteauftrag,
den man zur kompletten Rückbefeuchtung benötigt, noch genauer steuern. Es steht mehr
Zeit zur Verfügung, so daß die Feuchtesteigerung im gewünschten Maße vorgenommen werden
kann.
[0008] Hierbei ist bevorzugt, daß man die Papierbahn in der ersten Stufe auf das Niveau
der Gleichgewichtsfeuchte ihrer Umgebung rückfeuchtet. Eine derartige Feuchte liegt
in der Größenordnung von 5 bis 6 %. Man schafft also eine Bedingung, bei der zwischen
der Feuchte der aufgewickelten Papierbahn, also der Feuchte des Tambours, und der
Umgebung ein Feuchtegleichgewicht, so daß weder Feuchtigkeit aus dem Tambour in die
Umgebung entweicht noch eine Einwirkung der Feuchte aus der Umgebung auf den Tambour
erfolgt.
[0009] Man verwendet einen Kalander mit mehreren Walzenstapeln und nimmt eine Rückfeuchtung
auch zwischen zwei Walzenstapeln vor. Auch damit läßt sich eine ausreichende Rückfeuchtung
erzielen.
[0010] Man wickelt also das Papier in einem sehr trockenen Zustand auf. Die Rückfeuchtung
auf die für die Behandlung der Papierbahn im Kalander notwendige Feuchte erfolgt dann
erst nach dem erneuten Abwickeln der Papierbahn und vor dem Durchlaufen des Kalanders.
Man nimmt an, daß sich durch das Übertrocknen der Papierbahn die Feuchtigkeitsnester
nicht vollkommen beseitigen lassen. Durch die Ruhezeit der übertrocknet aufgewickelten
Papierbahn läßt sich dann aber ein Feuchtigkeitsausgleich durchführen. Die Ruhezeit
muß dabei nicht übermäßig groß sein. Ein Feuchtigkeitsausgleich muß nämlich nicht
durch den gesamten Radius des Tambours erfolgen. Ein Ausgleich zwischen benachbarten
Papierbahnlagen auf dem Tambour reicht aus. Auch in Längen- und Breitenrichtung der
Bahn, bezogen auf den Tambour also in axialer Richtung und in Umfangsrichtung, kann
ein Feuchteausgleich stattfinden. Dieser Ausgleich beginnt aber bereits während des
Wickelns, so daß für den Ausgleich die Zeit ausreicht, die man zum Aufwickeln der
übertrockneten Papierbahn, dem Transport des Tambours von der Aufwickelposition zu
einer Abwickelposition und dem Abwickeln benötigt. Diese Zeit, insbesondere der Transport,
benötigt in der Regel mindestens einige Minuten. In dieser Zeit ist der gewünschte
Feuchteausgleich in der übertrockneten Bahn soweit erfolgt, daß man eine sehr gleichmäßige
Feuchte erreichen kann. Als zusätzlicher Vorteil ergibt sich, daß der zu transportierende
Tambour unveränderte Bedingungen ansonsten vorausgesetzt - aufgrund der verringerten
Feuchtigkeit ein etwas verringertes Gewicht hat, was sich positiv auf den Transport
auswirken kann.
[0011] Vorzugsweise trocknet man die Papierbahn vor dem Aufwickeln auf eine Feuchte von
maximal 4 %. In vielen Fällen wird man die Feuchte sogar noch weiter absenken. Eine
derartige Übertrocknung hat sich bewährt, um die Feuchtigkeitsnester soweit auszutrocknen,
daß sie nicht mehr stören.
[0012] Vorzugsweise rückbefeuchtet man die Papierbahn vor dem ersten Nip des Kalanders auf
eine Feuchte von mindestens 7 %, insbesondere im Bereich von 8 bis 12 %.
[0013] Vorzugsweise sieht man eine Einwirkzeit im Bereich von 0,1 bis 1 s, insbesondere
im Bereich von 0,3 bis 0,6 s, zwischen dem Rückbefeuchten und dem Durchlaufen des
ersten Nip vor. Die übertrocknete Papierbahn wird also erst relativ kurz vor dem Eintreten
in den ersten Nip des Kalanders befeuchtet. Dies hat zur Folge, daß die Feuchtigkeit
beim Durchlaufen des ersten Nips noch nicht sehr weit in die Mitte der Papierbahn
vorgedrungen ist. Es ergibt sich also ein Feuchtegradient. Die Papierbahn ist an ihrer
Oberseite oder ihren Oberseiten feuchter als in ihrer Mitte. Dementsprechend verhält
sich die Mitte der Papierbahn weitgehend elastisch, während die Oberflächenschichten
plastisch eingeebnet werden können. Dementsprechend ist der Dickenverlust beim Durchlaufen
des Kalanders geringer.
[0014] Vorzugsweise nimmt man beim Rückfeuchten eine Querprofilregelung der Feuchte oder
entsprechender korrelierender Eigenschaften der Papierbahn vor. Dies ist eine weitere
Maßnahme, um die Feuchteverteilung in der Papierbahn zu vergleichmäßigen.
[0015] Bevorzugterweise nimmt man die Rückbefeuchtung mit einem Düsenauftragswerk unter
Verwendung von gasbetriebenen Zerstäuberdüsen vor. Mit einem Düsenauftragswerk bekommt
man genügend Feuchtigkeit auf die Papierbahn, so daß man in relativ kurzer Zeit die
erforderliche Feuchtesteigerung erzielen kann.
[0016] Hierbei ist bevorzugt, daß man als Antriebsgas für die Zerstäuberdüsen Dampf verwendet.
Der Dampf vermittelt der Flüssigkeit, die man zum Befeuchten verwendet, nicht nur
die gewünschte kinetische Energie, die die Feuchtigkeit zum Zerstäuben und zum Transport
auf die Oberfläche der Papierbahn benötigt. Zusätzlich wird die Feuchtigkeit auch
erwärmt, so daß man eine bessere Penetration der Feuchtigkeit in die Oberfläche der
Papierbahn erreichen kann. Darüber hinaus gelangt mit dem kondensierenden Dampf zusätzliche
Feuchtigkeit auf die Papierbahn. Auch wird der Papierbahn thermische Energie zugeführt,
was das Satinageresultat auf der Basis des "Temperature/Moisture-Gradient-Verfahrens"
verbessert.
[0017] Alternativ dazu kann man als Antriebsgas für die Zerstäuberdüse Luft verwenden. Dies
ist vor allem unter kostenmäßigen Gesichtspunkten günstig.
[0018] Bevorzugterweise befeuchtet man Oberseite und Unterseite der Papierbahn. Mit einem
zweiseitigen Auftragen von Feuchtigkeit läßt sich eine Feuchtesteigerung noch schneller
erreichen.
[0019] Besonders bevorzugt ist eine Ausgestaltung, bei der man die Papierbahn vor dem Aufwickeln
mit mindestens einer der folgenden Baugruppen behandelt:
- einreihige Trockengruppe in der Trockenpartie
- mindestens eine Hochvakuumbox in der Trockenpartie
- einen Verdünnungswasserstoffauflauf
- einen Gapformer
- mindestens eine Schuhpresse mit mindestens einem Dampfblaskasten.
Mit diesen Baugruppen lassen sich die Querprofile der Papierbahn, insbesondere das
Feuchteprofil, aber auch das Dicken- und Flächenmassenprofil, in einem hohen Maß vergleichmäßigen,
so daß man eine sehr gute Qualität erhält.
[0020] Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Vorgehensweise beim Behandeln einer
Papierbahn und
- Fig. 2
- die Walzenstapel des Kalanders..
[0021] Eine Papierbahn 1 wird in einer Papiermaschine 2 hergestellt und in der Trockenpartie
3 der Papiermaschine 2 getrocknet. Die Papierbahn 1 verläßt die Trockenpartie an einem
Ausgang 4 mit einer Feuchte von maximal 4 %, vorzugsweise sogar mit einer noch geringeren
Feuchte von nur 2 bis 3 %. Sie ist also übertrocknet. Eine derart geringe Feuchte
reicht nicht aus, um die Papierbahn 2 in einem Kalander 5, der getrennt von der Papiermaschine
2, also off-line, aufgestellt ist, zu glätten.
[0022] Gestrichelt eingezeichnet sind zwei zusätzliche Düsenfeuchter 15, 16 am Ausgang 4
der Trockenpartie 3. Mit Hilfe dieser Düsenfeuchter 15, 16 kann man eine zweistufige
Rückfeuchtung vornehmen. Am Ausgang 4 der Trockenpartie 3 wird die Papierbahn 1 zunächst
auf die Feuchte der jeweiligen Umgebungsbedingung angehoben. Dies sind in der Regel
5 bis 6 %. Eine derartige Feuchte reicht noch nicht aus, um zu einem zufriedenstellenden
Satinageergebnis im Kalander 5 zu führen. Auch nach erfolgter Rückfeuchtung in der
ersten Stufe durch Düsenfeuchter 15, 16 kann also keine feuchte Abgabe vom Tambour
7 an die Umgebung erfolgen. Die zweite Befeuchtungseinrichtung 10 kann dann mit einem
geringeren Feuchteauftrag arbeiten und man kann dennoch dafür sorgen, daß die Papierbahn
1 beim Erreichen des ersten Nips 13 des Kalanders 5 die für die Satinage notwendige
Feuchte aufweist.
[0023] Die so übertrocknete Papierbahn 1 wird in einer Aufwicklung 6 auf eine nur schematisch
dargestellten Tambour 7 aufgewickelt. Auf dem Tambour 7 befindet sich also die übertrocknete
Papierbahn 1 mit der beschriebenen geringen Feuchte. Es ist also praktisch auszuschließen,
daß die Papierbahn 1 während der Zeit, in der sie auf den Tambour 7 aufgewickelt ist,
Feuchtigkeit an die Umgebung abgibt.
[0024] Darüber hinaus hat das Übertrocknen die Wirkung, daß auch Feuchtigkeitsnester, die
sich üblicherweise in der Papierbahn einbilden und eine Größe von wenigen Quadratzentimetern
haben, ausgetrocknet werden. Auch wenn sie dadurch nicht vollständig verschwinden,
ergibt sich doch eine sehr weitgehende Vergleichmäßigung der Feuchtigkeit über die
Fläche der Papierbahn 1. Diese Vergleichmäßigung wird noch dadurch verbessert, daß
die Papierbahn 1 in dem sehr trockenen Zustand auf den Tambour 7 aufgewickelt wird.
Eine längere Verweilzeit auf dem Tambour ist dabei in der Regel nicht erforderlich.
Die Vergleichmäßigung, d.h. der Feuchtigkeitsübertrag von einer Lage der Papierbahn
1 zu einer benachbarten Lage auf dem Tambour 7 beginnt bereits während des Aufwickelns,
sobald Papierbahnlagen aneinander anliegen. Der Feuchtigkeitsausgleich kann sich fortsetzen,
bis diese Lagen beim Abwickeln wieder voneinander abgehoben werden. Dementsprechend
reicht in der Regel die Zeit, die beim Aufwickeln und beim Abwickeln zur Verfügung
steht zuzüglich der Zeit, die man benötigt, um den Tambour 7 von der dargestellten
Aufwicklung 6 zu einer Abwicklung 8 zu transportieren, aus, um den gewünschten Feuchteausgleich
zu bewirken.
[0025] Der Transport des Tambours 7 von der Aufwicklung 6 zu Abwicklung 8 ist schematisch
durch einen Pfeil 9 dargestellt.
[0026] Die Ruhezeit, in der die Papierbahn 1 auf dem Tambour 7 aufgewickelt ist, kann natürlich
auch länger sein, ohne daß dies negative Auswirkungen hätte. Sie liegt vorzugsweise
im Bereich von 10 bis 30 Minuten.
[0027] In der Abwicklung 8 wird die Papierbahn 1 von dem Tambour 7 abgewickelt und in einer
Befeuchtungseinrichtung 10 rückbefeuchtet, d.h. man erhöht die Feuchte der Papierbahn
1 auf mindestens 7 %, vorzugsweise 8 bis 12 %. Eine derartige Feuchte ist günstig,
um die Papierbahn 1 im Kalander 5 zu satinieren.
[0028] Zweckmäßigerweise weist die Befeuchtungseinrichtung zwei Düsenfeuchter 11, 12 auf,
die auf beiden Seiten der Papierbahn 1 angeordnet sind. Die beiden Düsenfeuchter 11,
12 sind in einer Entfernung vor dem ersten Nip 13 des Kalanders 5 angeordnet, die
so bemessen ist, daß die Papierbahn 1 etwa 0,1 bis 1 s, vorzugsweise 0,3 bis 0,6 s
benötigt, um die Strecke zwischen der Befeuchtungseinrichtung 10 und dem ersten Nip
13 des Kalanders 5 zurückzulegen.
[0029] Die Düsenfeuchter 11, 12 arbeiten mit Zerstäuberdüsen, bei denen die Flüssigkeit,
die auf die Papierbahn 1 aufgetragen wird, mit Hilfe von einem unter Druck stehenden
Gas zerstäubt wird. Als Flüssigkeit wird vorzugsweise Wasser verwendet. Als "Treibgas"
kann man Wasserdampf verwenden. Wasserdampf hat den Vorteil, daß er das Wasser in
den Düsenfeuchtern 11, 12 nicht nur mit einem relativ hohen Druck zerstäuben kann.
Gleichzeitig trägt der Dampf eine gewisse Wärme in die dabei entstehenden Flüssigkeitströpfchen
ein, so daß die Flüssigkeit besser in die Papierbahn 1 eindringen kann. Darüber hinaus
wird mit dem Dampf natürlich zusätzliche Feuchtigkeit auf die Oberflächen der Papierbahn
1 aufgetragen. Auch die Papierbahn 1 wird erwärmt, so daß sich neben einem Temperaturgradienten
auch ein Feuchtegradient ergibt.
[0030] Alternativ zu Dampf läßt sich auch Luft als Antriebsgas verwenden.
[0031] Da im Prinzip nur die Oberfläche der Papierbahn 1 befeuchtet wird, ergibt sich ein
Feuchtegradient in der Papierbahn 1. Die Mitte der Papierbahn 1 (in z-Richtung) bleibt
also trockener, wird in den Nips des Kalanders 5 also nicht so stark verdichtet. Die
Satinage im Kalander 5 kann also volumenschonend erfolgen.
[0032] Mit Hilfe einer Sensoreinrichtung 14 wird die Feuchte (oder andere korrelierende
Papiereigenschaften) ermittelt und an die Befeuchtungseinrichtung 10 zurückgemeldet.
Man kann also beim Rückfeuchten eine automatische Querprofilierung der Feuchte vornehmen.
[0033] Fig. 2 zeigt den Kalander 5, der aus zwei Walzenstapeln 5a, 5b besteht. Gleiche Teile
sind mit den gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 bezeichnet. Zwischen den beiden
Walzenstapeln 5a, 5b sind noch weitere Feuchter 17, 18 angeordnet, die zur Rückfeuchtung
verwendet werden.
[0034] In den Walzenstapeln 5a, 5b können weitere Befeuchtungseinrichtungen 19, 20 vorgesehen
sein, um die Feuchte während des Satinierens in einem vorgegebenen Bereich zu halten.
[0035] Die beschriebene Vorgehensweise ist insbesondere in Verbindung mit mindestens einer
einreihigen Trockengruppe in der Trockenpartie 3 und evtl. Hochvakuumboxen in der
Trockenpartie 3 interessant. Weiterhin ist es günstig, einen Verdünnungswasserstoffauflauf
in der Papiermaschine 2 zu verwenden, gegebenenfalls auch einen Gapformer und mindestens
eine Schuhpresse mit mindestens einem Dampfblaskasten. Durch die genannten Elemente,
die einzeln oder in Kombination eingesetzt werden können, sind die Querprofile, insbesondere
das Feuchteprofil, aber auch das Dicke- und Flächenmasseprofil auf einem höheren Qualitätsniveau.
Dies vermindert Probleme, die bei der Aufwicklung der übertrockneten Papierbahn 1
auf den Tambour 7 entstehen könnten.
[0036] Durch die geringere Feuchte der Papierbahn 1 (im Vergleich zum gängigen off-line-Prozeß)
wird eine Faltenbildung am gewickelten Tambour 7 insbesondere in den oberen Schichten
verhindert. Diese Faltenbildung entsteht durch Schrumpfvorgänge der Papierbahn 1 beim
natürlichen Feuchteausgleich entsprechend den Umgebungsbedingungen.
[0037] Da die Papierbahn 1 mit einer relativ geringen Feuchte von 2 bis 4 %, nach einer
ersten Stufe der Rückfeuchtung auch 5 bis 6 %, aufgewickelt und erst nach dem Abwickeln
wieder auf eine erhöhte Feuchte auf 8 bis 12 % gebracht wird, können derartige Probleme
nicht auftreten.
1. Verfahren zum Behandeln-einer Papierbahn, bei dem man die Papierbahn übertrocknet,
rückbefeuchtet und durch einen Kalander führt, wobei man die Papierbahn nach dem Übertrocknen
in einem Zustand mit einem Feuchtegehalt, der unterhalb eines Wertes liegt, der für
die Satinage der Papierbahn in einem Kalander erforderlich ist, aufwickelt und für
eine vorbestimmte Ruhezeit lagert, wobei die Bahn in einer ersten Stufe der Rückbefeuchtung
vor dem Aufwickeln auf eine Feuchte von 5 bis 6 % aufgefeuchtet wird und in einer
zweiten Stufe nach dem Abwickeln weiter rückbefeuchtet wird, wobei man einen Kalander
mit mehreren Walzenstapeln verwendet und eine Rückfeuchtung auch zwischen zwei Walzenstapeln
vornimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Papierbahn vor dem Aufwickeln auf eine Feuchte von maximal 4 % trocknet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Papierbahn vor dem ersten Nip des Kalanders auf eine Feuchte von mindestens
7 %, insbesondere im Bereich von 8 bis 12 %, rückbefeuchtet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Einwirkzeit im Bereich von 0,1 bis 1 s, insbesondere im Bereich von 0,3
bis 0,6 s, zwischen dem Rückbefeuchten und dem Durchlaufen des ersten Nip vorsieht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man beim Rückfeuchten eine Querprofilregelung der Feuchte oder entsprechender korrelierender
Eigenschaften der Papierbahn vornimmt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Rückbefeuchtung mit einem Düsenauftragswerk unter Verwendung von gasbetriebenen
Zerstäuberdüsen vornimmt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als Antriebsgas für die Zerstäuberdüsen Dampf verwendet.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als Antriebsgas für die Zerstäuberdüsen Luft verwendet.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man Oberseite und Unterseite der Papierbahn befeuchtet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man die Papierbahn vor dem Aufwickeln in der ersten Stufe in den Bereich der Gleichgewichtsfeuchte
rückfeuchtet.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß man die Papierbahn in der ersten Stufe auf das Niveau der Gleichgewichtsfeuchte ihrer
Umgebung rückfeuchtet.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Papierbahn vor dem Aufwickeln mit mindestens einer der folgenden Baugruppen
behandelt:
- einreihige Trockengruppe in der Trockenpartie
- Hochvakuumbox in der Trockenpartie
- Verdünnungswasserstoffauflauf
- Gapformer
- Schuhpresse mit mindestens einem Dampfblaskasten.
1. Method for treating a paper web, in which the paper web is over-dried, re-wetted and
led through a calender, the paper web after the over-drying being wound up in a state
having a moisture content which lies below the value required for supercalendering
the paper web in a calender and being stored for a predetermined resting time, the
web being wetted to a moisture of 5 to 6% in a first stage of the re-wetting before
being wound up and, in a second stage, being further re-wetted after being unwound,
use being made of a calender having a plurality of roll stacks and re-wetting also
being performed between two roll stacks.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the paper web is dried to a moisture of at most 4% before being wound up.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that, before the first nip of the calender, the paper web is re-wetted to a moisture of
at least 7%, in particular in the range from 8 to 12%.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that an action time in the range from 0.1 to 1 s, in particular in the range from 0.3
to 0.6 s, is provided between the re-wetting and the passage through the first nip.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that, during the re-wetting, cross-direction profile control of the moisture or corresponding
correlating properties of the paper web is performed.
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the re-wetting is performed with a nozzle applicator using gas-operated atomizer
nozzles.
7. Method according to Claim 6, characterized in that steam is used as propellant gas for the atomizer nozzles.
8. Method according to Claim 6, characterized in that air is used as propellant gas for the atomizer nozzles.
9. Method according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the top side and underside of the paper web are wetted.
10. Method according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the paper web is re-wetted into the range of the equilibrium moisture in the first
stage before being wound up.
11. Method according to Claim 10, characterized in that, in the first stage, the paper web is re-wetted to the level of the equilibrium moisture
of its surroundings.
12. Method according to one of Claims 1 to 11,
characterized in that, before being wound up, the paper web is treated by at least one of the following
subassemblies:
- single-row drying group in the drying section
- high-vacuum box in the drying section
- dilution water headbox
- gap former
- shoe press having at least one steam blower box.
1. Procédé de traitement d'une bande de papier, dans lequel on sursèche la bande de papier,
on la réhumidifie et on la fait passer à travers une calandre, la bande de papier
étant enroulée après le surséchage dans un état ayant une teneur en humidité qui est
en dessous d'une valeur nécessaire pour le satinage de la bande de papier dans une
calandre, et étant stockée pendant une période de repos prédéterminée, la bande étant
humidifiée dans une première étape de réhumidification avant l'enroulement à une humidité
de 5 à 6% et dans une deuxième étape après l'enroulement étant à nouveau réhumidifiée,
une calandre ayant plusieurs empilements de cylindres étant utilisée et une réhumidification
étant également effectuée entre deux empilements de cylindres.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on sèche la bande de papier avant l'enroulement à une teneur en humidité de 4%
maximum.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on réhumidifie la bande de papier avant le premier pinçage de la calandre à une
teneur en humidité d'au moins 7%, notamment de l'ordre de 8 à 12%.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on prévoit un temps d'action de l'ordre de 0,1 à 1 s, en particulier de l'ordre
de 0,3 à 0,6 s, entre la réhumidification et le passage à travers le premier pinçage.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'on effectue lors de la réhumidification un réglage du profil transversal de l'humidité
ou de propriétés correspondantes à corréler de la bande de papier.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on effectue la réhumidification avec un dispositif d'enduction à buse en utilisant
des buses de pulvérisation à gaz.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'on utilise de la vapeur comme gaz d'entraînement pour les buses de pulvérisation.
8. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'on utilise de l'air comme gaz d'entraînement pour les buses de pulvérisation.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'on humidifie le côté supérieur et le côté inférieur de la bande de papier.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'on réhumidifie la bande de papier avant l'enroulement dans la première étape dans
une plage d'humidité d'équilibre.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'on réhumidifie la bande de papier dans la première étape au niveau de l'humidité
d'équilibre de son environnement.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que l'on traite la bande de papier avant l'enroulement avec au moins l'un des modules
suivants :
- groupe de séchage sur une rangée dans la section de séchage ;
- boîte à vide poussé dans la section de séchage ;
- caisse de tête à eau de dilution ;
- formeur à écartement ;
- presse à sabot avec au moins une caisse de soufflage de vapeur.