| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 544 380 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.11.2013 Patentblatt 2013/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.12.2004 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Distanzrohr zum Führen von Spannstäben
Spacing tube for the insertion of tensioning rods
Tube d'écartement pour le guidage de barres de tension
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
| (30) |
Priorität: |
16.12.2003 CH 200302145
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
22.06.2005 Patentblatt 2005/25 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
|
05003614.4 / 1550781 |
| (73) |
Patentinhaber: System Albanese |
|
8400 Winterthur (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Albanese, Giulio
8400 Winterthur (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Gachnang, Hans Rudolf et al |
|
Patentanwalt H.R. Gachnang
Badstrasse 5
Postfach 8501 Frauenfeld 8501 Frauenfeld (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CH-A- 444 454 DE-C1- 3 840 757 DE-U1- 9 316 924
|
DE-A1- 4 337 523 DE-U1- 9 314 656 JP-A- 58 117 154
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Distanzrohr zum Führen von Spannstäben gemäss Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Die Schalungsplatten, welche die äussere Begrenzung beim Giessen von Betonbaukörpern
bilden, müssen einerseits in einer festgelegten Distanz zueinander liegen, welche
die Dicke der Wand bestimmt. Andererseits müssen die Schalungsplatten dem statischen
Druck der eingefüllten flüssigen Betonmasse standhalten. Zu diesem Zweck ist es bekannt,
rohrförmige Distanzhalter oder -rohre zwischen die Schalungsplatten einzusetzen, die
es ermöglichen, durch das Rohrinnere und entsprechende Löcher in den Schalungsplatten
einen Spannstab hindurchzuführen. Auf den beiden Enden des Spannstabes werden Schrauben
aufgesetzt, mit denen die beiden Schalungsplatten gegen das Distanzrohr bzw. auf die
Enden des Distanzrohres aufgesetzte meist konisch ausgebildete Endstücke anpressbar
sind. Bei der Erstellung von Sichtbetonwänden ist es nötig, die Endstücke, welche
an der Oberfläche der Wand zu liegen kommen, nach der Aushärtung des Betons zu entfernen.
Zu diesem Zweck sind die Endstücke kegelstumpfförmig gestaltet und in das zylindrische
Führungsrohr einsteckbar ausgebildet. Eine solche Anordnung ist im
DE 9314656 U1 beschrieben. Damit keine flüssige Betonmasse in das Innere des Führungsrohrs eindringen
und dort den eingesetzten Spannstab unlösbar mit dem Rohr verbinden kann, müssen die
Einsteckbereiche der Endstücke sowohl sehr satt am Führungsrohr als auch an der Schalung
anliegen. Dies bewirkt einerseits wohl eine gute Abdichtung gegen eindringendes Betonwasser
und andererseits, dass die Endstücke nur mit Mühe und grossem zeitlichen Aufwand nach
Fertigstellung der Wand aus letzterer und dem Rohr herauslösbar sind, ohne eine Beschädigung
der die Endstücke umgebenden und später weiterhin sichtbaren Wandoberfläche hervorzurufen.
[0003] Für die Erstellung von Betonwänden, die später mit einem Verputz versehen werden,
sind weiter Distanzrohre bekannt, deren Endstücke Teil der Führungsrohre sind und
in der Mauer verbleiben. Die Herstellung solcher Distanzrohre ist kostengünstiger,
doch lassen sie sich nicht für Sichtbetonwände benutzen, weil deren Endstücke unlösbar
mit dem Führungsrohr verbunden sind.
[0004] Aus dem Stand der Technik (Deutsches Gebrauchsmuster 9316924.8 - D1) ist ein rohrförmiger
Verschalungs-Abstandhalter bekannt.
[0005] Dieser besteht aus einem zylindrischen Rohr, in welches an beiden Enden ein konisches
Anlagestück eingesteckt und dort durch geeignete Rastmittel in eingesteckter Lage
festgehalten wird. Die konischen Anlagestücke können nach der Fertigstellung der Wand,
d.h. nach dem Betonieren und Aushärten, nur mit grosser Mühe aus den im Beton verbleibenden
zylindrischen Rohren herausgelöst werden. Es muss der Widerstand der hakenförmigen
Rippe zusätzlich zur recht intensiven Verbindung mit dem Beton überwunden werden.
[0006] Im Weiteren besteht bei diesem bekannten Abstandhalter der Nachteil, dass keine Möglichkeit
besteht, bereits beim Schalen und dadurch axialen Zusammenpressen des Abstandhalters,
die Verbindung zwischen den konischen Anlagestücken und dem zylindrischen Rohr ganz
oder teilweise (vor dem Betonieren) aufzubrechen.
[0007] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Distanzrohr für die Erstellung
von Sichtbetonwänden weiterzubilden, das einerseits ein Eindringen der flüssigen Betonmasse
in den den Führungsstab umgebenden Zwischenraum im Führungsrohr verhindert und andererseits
ein leichtes Herauslösen der Endstücke aus der Wandoberfläche sicherstellt.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Distanzrohr mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0009] Die ein- oder zweiteilige Ausgestaltung des Distanzrohrs mit den Endstücken erweist
sich als vorteilhaft, weil bei der Herstellung geringere Kosten anfallen, weniger
Materialeinsatz (Kunststoff) für die Herstellung des Distanzrohrs benötigt wird und
das Herauslösen der Endstücke an der fertiggestellten Wand ohne oder nur mit geringem
Aufwand möglich ist. Durch eine nicht rotationssymmetrische Ausbildung der konusförmigen
Oberfläche der Endstücke lassen sich diese durch eine Drehung mit wenig Kraftaufwand
vom Ende des Führungsrohres und der Wand ablösen bzw. wegbrechen. Eine Schrägstellung
einer Sollbruchlinie bezüglich einer zur Längsachse der Distanzrohres lotrechten Ebene
zwischen dem Führungsrohr und dem Endstück bewirkt eine schraubenlinienförmige und
folglich eine axiale Verschiebung des Endstückes, wenn letzteres in Drehung versetzt
wird. Dadurch löst sich die Oberfläche des Endstücks von der Betonmasse und das Endstück
vom Rohr ab, ohne dass diese asymmetrisch ausgebildet sein muss. Auch die ein Eindringen
von flüssiger Betonmasse im Sollbruchbereich die Endstücke und das Rohr verbindende
Haut wird abgetrennt. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
lösen sich die Endstücke bereits beim Spannen der Schalungen vom Distanzrohr, ohne
undicht zu werden. Die Endstücke lassen sich später aus der fertigen Wand herausziehen
oder lösen sich von selbst. Mit einer an der Stirnfläche des Endstücks angespritzten
Grifflasche kann das Endstück vom Führungsrohr abgezogen oder bezüglich letzterem
verdreht und so vom Führungsrohr abgelöst werden.
[0010] Anhand einiger illustrierter Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch ein Distanzrohr gemäss dem Stand der Technik mit zwei eingesteckten
Endstücken zwischen zwei Schalungsplatten,
- Figur 2
- eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäss ausgebildeten
Distanzrohrs mit Sollbruchstellen zwischen Endstücken und einem konischen Führungsrohr,
- Figur 3
- einen Teilquerschnitt durch ein einteilig hergestelltes Distanzrohr mit einer perforierten
Sollbruchlinie gemäss Figur 2,
- Figur 4
- einen Teilquerschnitt durch ein einteilig hergestelltes Distanzrohr mit einer umlaufenden
filmartigen Sollbruchlinie gemäss Figur 2,
- Figur 5a
- einen Teilquerschnitt durch ein einteilig hergestelltes Distanzrohr mit einer radial
liegenden Sollbruchlinie (ungebrochen) gemäss Figur 2,
- Figur 5b
- das Distanzrohr in Figur 5a nach dem Bruch der Sollbruchlinie,
- Figur 6a
- einen Teilquerschnitt durch ein einteilig hergestelltes Distanzrohr gemäss einem zweiten
Ausführungsbeispiel mit einer radial liegenden Sollbruchlinie (ungebrochen),
- Figur 6b
- das Distanzrohr in Figur 5a nach dem Bruch der Sollbruchlinie,
- Figur 7a
- ein Distanzrohr mit mehreren schrägliegenden Sollbruchlinienabschnitten im Ausgangszustand,
- Figur 7b
- das Distanzrohr nach dem Zusammenpressen mit einem Spannstab (entspricht dem Zustand
während des Betonierens),
- Figur 7c
- das Distanzrohr nach einer Teildrehung des Endstücks und dem Bruch der Sollbruchlinienabschnitte,
- Figur 8
- eine Teilansicht eines Distanzrohrs mit einem Endstück mit einseitig abgehobener Abreisslasche,
- Figur 9
- eine Teilansicht eines Distanzrohrs mit zweiseitig abgehobener Aufreisslasche,
- Figur 10
- einen Querschnitt längs Linie X - X durch das Endstück in Figur 2 mit nicht kreisrundem
Querschnitt,
- Figur 11
- eine Seitenansicht eines zweiteiligen Distanzrohrs.
[0011] Mit Bezugszeichen 1 ist ein aus dem Stand der Technik bekanntes Distanzrohr, umfassend
ein im wesentlichen zylindrisch ausgebildetes Führungsrohr 3 und zwei an den stirnseitigen
Enden des Führungsrohrs 3 angeordneten Endstücken 5 bezeichnet. Die Endstücke 5 sind
in diesem bekannten Distanzrohr 1 gemäss Figur 1 in das Führungsrohr 3 eingeschoben.
Sie umfassen zu diesem Zweck nebst dem konischen Mantel 7, der ausserhalb des Führungsrohrs
3 zu liegen kommt, einen zylindrischen Abschnitt 9. Die beiden Endstücke 5 werden
vor dem Einsetzen zwischen zwei Schalungsplatten 11 in das Führungsrohr 3 eingeschoben.
Das Zusammenführen der Endstücke 5 mit dem Führungsrohr 3 kann beim Hersteller oder
auf der Baustelle erfolgen. Üblicherweise wird diese Montagearbeit auf der Baustelle
erledigt. Die Endstücke 5 können anfänglich ganz oder nur teilweise eingeschoben sein;
sobald jedoch ein Spannstab 12 in das Führungsrohr 3 eingeführt und mit stirnseitig
aufgesetzten Muttern (in Figur 1 nicht dargestellt) die Schalungsplatten 11 gegen
das Distanzrohr 1 gepresst werden, gleiten die zylindrischen Abschnitte 9 der Endstücke
5 vollständig in das Führungsrohr 3 ein.
[0012] In den nachfolgend beschriebenen erfindungsgemässen Distanzrohren 1 sind die Endstücke
5 durch eine ganz oder unterbrochen umlaufende Sollbruchlinie mit dem Führungsrohr
3 verbunden. Die Sollbruchlinien können unterschiedliche Ausbildungen aufweisen und
werden nachfolgend anhand von Beispielen näher erläutert.
[0013] In Figur 3 umfasst die Sollbruchlinie in den Enden des Führungsrohrs 3 von aussen
eingelassene Ausnehmungen oder Vertiefungen 15 in Gestalt von Löchern oder Schlitzen,
die gegenseitig durch schmale Stege 17 in umlaufender Richtung voneinander getrennt
sind. Die Ausnehmungen 15 sind nicht durchgehend, sondern einseitig durch eine membranartige
Haut 19 zum Innern des Führungsrohrs 3 verschlossen. Die Haut 19 bildet eine für den
flüssigen Beton undurchdringliche Sperre und weist eine Dicke von beispielsweise 0.05
bis 0.1 Millimeter auf.
Im Beispiel gemäss Figur 4 ist die Ausnehmung 15 umlaufend als Nut ausgebildet und
es fehlen die Stege 17. Die Nut, die seitlich durch Anbindekanten 20 gebildet ist,
weist wiederum einen haut- oder membranförmigen Grund 19 auf, der das Eindringen von
flüssiger Betonmasse verhindert und das Endstück 5 mit dem Führungsrohr 3 mechanisch
verbindet.
[0014] Eine ebenfalls eine Haut oder eine Membran umfassende Sollbruchlinie 13 ist in den
Figuren 7a - 7c dargestellt. Die Ausnehmungen 15 sind dort geneigt zur Ausrichtung
der umlaufenden Sollbruchlinie 13 und sich gegenseitig wenig überschneidend ausgebildet.
Figur 7b zeigt das Distanzrohr 1 bzw. eines seiner Enden 5, wenn bereits eine Kraft
F auf das Endstück 5 wirkt. Dabei werden die schlitzförmigen Ausnehmungen 15 zusammengepresst
und die in den Ausnehmungen 15 einander gegenüberliegenden Seitenwände gelangen in
gegenseitige Anlage. Figur 7c zeigt das Endstück 5 nach dem Ausschalen der Wand und
nach einer geringfügigen Drehung des Endstücks 5 bezüglich des Führungsrohrs 3. Durch
die Drehung des Endstücks 5 sind die haut- oder membranförmigen Bereiche in den Ausnehmungen
15 und die dazwischenliegenden Stege aufgebrochen und das Endstück hat sich auf den
schrägliegenden Seitenwänden der Ausnehmung 15 in Richtung des Pfeils a axial bewegt
(Fig. 7c). Diese axiale Bewegung bewirkt ein Ablösen der konischen Aussenoberfläche
21 des Endstücks 5 von der konisch verlaufenden Betonoberfläche und damit auch ein
Ablösen des Endstücks 5 vom Führungsrohr 3.
In den Beispielen gemäss den Figuren 5a,5b sowie 6a,6b sind die Endstücke 5 durch
peripher liegende Sollbruchlinien 13 miteinander verbunden. In Figur 5a ist am dünneren
Ende des konischen Endstücks 5 ein weiterer zylindrischer oder vorzugsweise geringfügig
konisch gestalteter Abschnitt oder Bereich 23 ausgebildet, dessen Ende durch eine
umlaufende Haut oder einen umlaufenden, sehr dünnwandigen Bereich 25 mit der innenliegendend
Wand 27 des Führungsrohrs 3 verbunden ist. Der Aussendurchmesser des Abschnitts 23
an seinem Ende beträgt d
0 und ist wenig kleiner als der Innendurchmesser d
1 des Führungsrohrs 3. Sobald eine Kraft F axial auf das Endstück 5 wirkt, d.h. wenn
die beiden Schalungsplatten 11 durch den Spannstab oder andere Kräfte zusammengeführt
werden, bricht der Steg 25 und der Bereich 23 des Endstücks 5 schiebt sich ins Führungsrohr
3 hinein. Durch eine leicht konische Ausgestaltung des Abschnitts 23 findet wohl am
oberen Ende des Abschnitts 23 mit dem stirnseitigen Ende des Führungsrohrs 3 eine
sichere Abdichtung statt, aber das Endstück 5 verklemmt sich nicht im Führungsrohr
3 und kann nach Fertigstellung der Wand leicht abgenommen werden.
[0015] Die Endstücke 5 gemäss dem Ausführungsbeispiel in Figur 6a,6b sind ähnlich ausgebildet
wie diejenigen in den Figuren 5a,5b. Das Endstück 5 bzw. der an dessen unterem Ende
anschliessende Bereich 23 weist in dieser Ausführung einen grösseren Durchmesser d
3 auf als der Aussendurchmesser d
4 des Führungsrohrs 3. Der Verbindungssteg oder die Verbindungshaut 25 ist hier mit
der Aussenwand des Führungsrohrs 3 verbunden und das Endstück 5 gleitet unter Einwirkung
einer Kraft F über das Führungsrohr 3 bis an einen umlaufenden oder teilweise umlaufenden
Anschlag 29. Durch die leicht konische Ausbildung des Mantels 31 des Bereichs 23 kann
auch dieses Endstück 5 nach Fertigstellung der Wand leicht aus letzterer herausgezogen
werden.
[0016] In den Figuren 8 und 9 sind an den äusseren Stirnseiten der Endstücke 5 zusätzlich
Laschen 33 angespritzt. Die Laschen 33 können einseitig, wie in Figur 8 ersichtlich,
oder diagonal gegenüberliegend an zwei Stellen (Figur 9) mit dem Endstück 5 verbunden
sein. Die Laschen 33 legen sich, wenn der Distanzhalter 1 in eine Schalung eingelegt
wird, an den Stirnseiten der Endstücke 5 satt an. Nach dem Ausschalen können die Laschen
3 entweder einseitig oder beidseitig mit den Fingern oder mit einem Schraubendreher
erfasst und an diesen die Endstücke 5 axial aus der Wand herausgezogen oder um deren
Achse A verdreht werden. Um die Laschen 33 und/oder die Endstücke 5 nach dem Betonieren
leicht erfassen zu können, können an deren Innenseite bzw. an der Innenseite der Endstücke
Vertiefungen angebracht sein, die das Einführen eines Schraubenziehers oder Fingernagels
ermöglichen (keine Abb.).
Als zusätzliche Erleichterung beim Abnehmen der Endstücke 5 können deren Stirnflächen
mit nagelartigen Spitzen 41 versehen sein, die in die Oberflächen der Schalungsplatten
eindringen. Beim Ausschalen bleiben die Endstücke 5 ganz oder teilweise an den Schalungsplatten
hängen oder tragen zum Ausbrechen der Endstücke 5 bei.
[0017] Zur weiteren Erleichterung des Herauslösens der Endstücke 5 kann die konische Oberfläche
der Endstücke 5 einen ovalen Querschnitt aufweisen, d.h. der vertikale und der horizontale
Durchmesser D
1 und D
2 sind unterschiedlich gross (vgl. Figur 10). Die Differenz der Durchmesser D
1 und D
2 kann im Rahmen von 1 bis 2 mm liegen, so dass die nach dem Entfernen der Endstücke
5 entstehende Vertiefung an der Wandoberfläche weiterhin optisch kreisrund erscheint.
[0018] Eine weitere alternative Möglichkeit zur Erleichterung des Abtrennens der Endstücke
5 vom Führungsrohr 3 sind Rückhaltemittel, z.B. in Gestalt einer Bohrung 16 oder eines
Nockens 18 (Figur 4), ausgebildet, an denen ein geeignet geformtes Werkzeug das Endstück
5 erfassen kann.
[0019] Die Ausführungsform der Erfindung gemäss Figur 5a,5b lässt sich nicht oder nur bedingt
einteilig herstellen, d.h. das Führungsrohr 3 muss in zwei Abschnitte mit je einem
Endstück 5 aufgeteilt werden, die nach dem Spritzen in axialer Richtung druckfest
miteinander verbunden werden können. In Figur 11 ist auf der linken Seite ein Distanzrohrabschnitt
von der Länge L dargestellt mit dem Endstück 5, dem Führungsrohrabschnitt 3' und beispielsweise
einer Muffe 42. Auf der rechten Seite der Figur 11 ist die zweite Hälfte des Distanzrohrs
mit dem Führungsrohr 3" wiederum einem Endstück 5 von der Länge L
1 sichtbar. Auf dem Führungsrohr können Dichtungswulste 43 angeformt sein, welche ein
dichtes und unlösbares Verbinden der beiden Führungsrohrabschnitte 3',3" ermöglichen.
Eine im Inneren des Führungsrohrabschnitts 3' angebrachte Rippe verhindert das weitere
Eindringen des Führungsrohrabschnitts 3" und stellt die Druckfestigkeit sicher. Weiter
können auch ins Rohrinnere vorstehende Nocken oder Gewinde die vorgegebene Länge des
Distanzrohrs sicherstellen.
Weiter können im Führungsrohrabschnitt 3" Sollbruchlinien 45 ausgebildet sein, welche
es erlauben, die Länge des Distanzrohrabschnittes auf eine Länge L
2 oder L
3 zu verkürzen. Auf diese Weise können entsprechend der später zu erstellenden Wand
passende Distanzrohre 1 zusammengestellt werden. Selbstverständlich ist es auch möglich,
nebst den Distanzrohrabschnitten, wie sie auf der linken Seite der Figur 11 dargestellt
sind, die stets die gleiche Länge L aufweisen, Distanzrohrabschnitte (rechte Seite
der Figur 11) mit unterschiedlichen Längen L
1 bis L
3 zu spritzen, ohne dass diese vor Gebrauch noch konfektioniert werden müssen.
1. Distanzrohr (1) zum Führen von Spannstäben (12) bei der Erstellung von Grossflächenschalungen
für Beton-Bauwerke, umfassend ein im wesentlichen zylindrisches Führungsrohr (3) mit
an dessen beiden Enden angeordneten Endstücken (5),
dadurch gekennzeichnet, dass die Endstücke (5) einstückig mit dem Führungsrohr (3) ausgebildet sind und dass
die Verbindung zwischen den Endstücken (5) und den Enden des Führungsrohrs (3) als
Sollbruchbereiche (13) ausgebildet sind, welche beim Schalen, Ausschalen oder nach
dem Ausschalen des Bauwerks von den Enden des Führungsrohrs (3) aufbrechbar sind.
2. Distanzrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sollbruchbereiche (13) auf Zug am Endstück (5) oder Druck auf das Endstück (5)
und/oder durch Zug auf das Endstück (5) und/oder durch Drehen des Endstückes (5) aufbrechbar
sind.
3. Distanzrohr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Sollbruchbereich (13) eine das Endstück (5) mit dem Führungsrohr (3) ganz oder
teilweise umlaufend verbindende Materialhaut (19) oder Dünnstelle (17,25) umfasst.
4. Distanzrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialhaut (19) oder Dünnstelle (17,25) zwischen zwei parallel umlaufenden
Anbindekanten (20) oder zwischen zwei eine Zahnform aufweisenden umlaufenden Anbindekanten
verläuft.
5. Distanzrohr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haut (19) durch mindestens eine die Wandung des Führungsrohrs (3) und/oder des
Endstückes (5) nur teilweise durchdringende umlaufende Ausnehmung (15) gebildet ist.
6. Distanzrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Endstück (5) ein rohrförmiger Abschnitt (23) ausgebildet ist, dessen Aussendurchmesser
(d0) kleiner ist als der Innendurchmesser (d1) des Führungsrohrs (3) oder dass der Innendurchmesser (d3) des Abschnitts (23) grösser ist als der Aussendurchmesser (d4) des Führungsrohrs (3) und dass der Abschnitt (23) durch eine in der Ebene der Stirnflächen
des Abschnitts (23) am Endstück (5) und des Führungsrohrs (3) liegende umlaufende
Dünnstelle (25) oder Haut (19) miteinander verbunden ist.
7. Distanzrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stirnseiten der Endstücke (5) je mindestens eine Lasche (33) ausgebildet ist,
wobei die mindestens eine Lasche (33) einseitig oder an zwei diagonal gegenüber liegenden
Stellen mit der Stirnseite der Endstücke (5) verbunden ist und/oder dass an den Laschen
(33) und/oder der Innenseite der Endstücke (5) Mittel zum Erfassen mit einem Schraubendreher
oder einem Fingernagel ausgebildet sind.
8. Distanzrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stirnflächen der Endstücke (5) nadelartige Spitzen (41) angeformt sind, die
in die Schalungsplatten eindringen und beim Ausschalen das Ablösen der Endstücke (5)
vom Führungsrohr (3) begünstigen und/oder dass an den Endstücken (5) Rückhaltemittel
(16,18) für ein Abziehwerkzeug angespritzt oder angeformt sind.
9. Distanzrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsrohr (3) in zwei Abschnitte (3',3") unterteilt ist, wobei jeder Abschnitt
(3',3") ein Endstück (5) und ein Verbindungsmittel (41,43) umfasst, welches Verbindungsmittel
(41,43) die beiden Abschnitte (3',3") in axialer Richtung druckfest miteinander verbindet.
1. A spacing tube (1) for the insertion of tensioning rods (12) in the construction of
largearea formwork for concrete structures, comprising a substantially cylindrical
guide tube (3) having end pieces (5) arranged at the two ends thereof,
characterized in that the end pieces (5) are integrally formed with the guide tube (3), and that the connections
between the end pieces (5) and the ends of the guide tube (3) are formed as predetermined
breaking areas (13) which can be broken from the ends of the guide tube (3) during
shuttering, removal of formwork or after removal of formwork from the structure.
2. The spacing tube according to claim 1, characterized in that the predetermined breaking areas (13) can be broken by tension applied to the end
piece (5) or pressure exerted on the end piece (5) and/or by tension applied on the
end piece (5) and/or by rotating the end piece (5).
3. The spacing tube according to claim 2, characterized in that each predetermined breaking area (13) comprises a wholly or partly circumferential
material skin (19) or thin spot (17, 25) connecting the end piece (5) to the guide
tube (3).
4. The spacing tube according to claim 3, characterized in that the material skin (19) or thin spot (17, 25) runs between two parallel circumferential
connecting edges (20) or between two circumferential connecting edges having a tooth
form.
5. The spacing tube according to claim 4, characterized in that the skin (19) is formed by at least one circumferential recess (15) only partly penetrating
the wall of the guide tube (3) and/or the end piece (5).
6. The spacing tube according to any one of claims 1 to 3, characterized in that a tubular section (23) is formed at the end piece (5), the outer diameter (d0) of which tubular section is smaller than the inner diameter (d1) of the guide tube (3), or that the inner diameter (d3) of the section (23) is greater than the outer diameter (d4) of the guide tube (3), and that the section (23) is connected by a circumferential
thin spot (25) or skin (19) located in the plane of the front sides of the section
(23) at the end piece (5) and of the guide tube (3).
7. The spacing tube according to any one of claims 1 to 6, characterized in that at least one tab (33) is formed on the front side of each end piece (5), wherein
the at least one tab (33) is connected to the front side of the end pieces (5) on
one side or at two diagonally opposite points, and/or that means for grasping with
a screwdriver or a fingernail are formed on the tabs (33) and/or the inside of the
end pieces (5).
8. The spacing tube according to any one of claims 1 to 7, characterized in that needle-like tips (41) are integrally formed on the front sides of the end pieces
(5), which needle-like tips penetrate the formwork panels and favour the detachment
of the end pieces (5) from the guide tube (3) during removal of formwork, and/or that
retaining means (16,18) for a pull-off tool are injection moulded or integrally formed
on the end pieces (5).
9. The spacing tube according to any one of claims 1 to 8, characterized in that the guide tube (3) is divided into two sections (3', 3"), wherein each section (3',
3") comprises an end piece (5) and a connecting means (41, 43), which connecting means
(41, 43) connects the two sections (3', 3") to each other in an axial direction to
be pressure-proof.
1. Tube d'écartement (1) pour le guidage de barres de tension (12) lors de la réalisation
de coffrages de grande surface pour des ouvrages en béton, comprenant un tube de guidage
(3) essentiellement cylindrique avec des pièces d'extrémité (5) disposées à ses deux
extrémités,
caractérisé en ce que les pièces d'extrémité (5) sont réalisées d'un seul tenant avec le tube de guidage
(3) et en ce que les raccordements entre les pièces d'extrémité (5) et les extrémités du tube de guidage
(3) sont réalisés en tant que zones prévues pour la rupture (13) qui, lors du coffrage,
du décoffrage ou après le décoffrage de l'ouvrage, peuvent être séparées des extrémités
du tube de guidage (3) par rupture.
2. Tube d'écartement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les zones prévues pour la rupture (13) peuvent être rompues par traction au niveau
de la pièce d'extrémité (5) ou pression sur la pièce d'extrémité (5) et/ou par traction
sur la pièce d'extrémité (5) et/ou par rotation de la pièce d'extrémité (5).
3. Tube d'écartement selon la revendication 2, caractérisé en ce que chaque zone prévue pour la rupture (13) comprend une peau de matériau (19) ou un
emplacement mince (17, 25) raccordant de façon totalement ou partiellement périphérique
la pièce d'extrémité (5) au tube de guidage (3).
4. Tube d'écartement selon la revendication 3, caractérisé en ce que la peau de matériau (19) ou l'emplacement mince (17, 25) est placé(e) entre deux
arêtes de liaison (20) périphériques parallèles ou entre deux arêtes de liaison périphériques
présentant une forme de dent.
5. Tube d'écartement selon la revendication 4, caractérisé en ce que la peau (19) est formée d'au moins un creux (15) périphérique ne traversant que partiellement
la paroi du tube de guidage (3) et/ou de la pièce d'extrémité (5).
6. Tube d'écartement selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, sur la pièce d'extrémité (5), il est formé un tronçon (23) tubulaire dont le diamètre
extérieur (d0) est plus petit que le diamètre intérieur (d1) du tube de guidage (3), ou en ce que le diamètre intérieur (d3) du tronçon (23) est plus grand que le diamètre extérieur (d4) du tube de guidage (3), et en ce que le tronçon (23) est raccordé par un emplacement mince (25) ou une peau (19) périphérique
située dans le plan des faces frontales du tronçon (23) sur la pièce d'extrémité (5)
et du tube de guidage (3).
7. Tube d'écartement selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il est réalisé respectivement au moins une languette (33) sur les côtés frontaux des
pièces d'extrémité (5), la languette (33) au moins au nombre de un étant, d'un côté
ou dans deux emplacements diamétralement opposés, raccordée au côté frontal des pièces
d'extrémité (5), et/ou en ce que des moyens destinés à être saisis avec un tournevis ou un ongle de doigts sont réalisés
sur les languettes (33) et/ou sur le côté intérieur des pièces d'extrémité (5).
8. Tube d'écartement selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que, sur les faces frontales des pièces d'extrémité (5), il est formé des pointes (41)
en forme d'aiguille qui pénètrent dans les panneaux de coffrage et qui, lors du décoffrage,
facilitent la séparation entre les pièces d'extrémité (5) et le tube de guidage (3),
et/ou en ce que des moyens de retenue (16, 18) pour un outil d'extraction sont injectés ou formés
sur les pièces d'extrémité (5).
9. Tube d'écartement selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le tube de guidage (3) est divisé en deux tronçons (3' ; 3"), chaque tronçon (3',
3") comprenant une pièce d'extrémité (5) et un moyen de raccordement (41, 43), ce
moyen de raccordement (41, 43) raccordant l'un à l'autre les deux tronçons (3', 3")
de façon résistante à la pression dans la direction axiale.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente