[0001] Die Erfindung betrifft einen Schienenstrang aus Profillaufschienen, deren Schienenstöße
mittels einer gelenkigen Schienenverbindung aneinander gekoppelt sind, wobei die Profillaufschienen
mit wenigstens U-förmigem Unterflansch mit zwischen den U-Schenkeln angeordneter Ausnehmung
ausgerüstet sind, wobei weiter zumindest im unteren Stoßbereich benachbarter Schienenstöße
eine Gelenkverbindung mit Schwenklagerschale und hierin eingreifendem Schwenklagerblatt
realisiert ist, und wobei ferner die Schwenklagerschale bearbeitungsfrei in der Ausnehmung
im Unterflansch festgelegt ist, und wobei die Schwenklagerschale eine Ausnehmung für
eine an dem Schwenklagerblatt angeordnete Schwenknase und in die Ausnehmung vorkragende
und von der Schwenknase im Einbauzustand hintergriffene Anschläge aufweist.
[0002] Ein Schienenstrang der einleitend beschriebenen Ausführungsform wird im Rahmen der
DE 196 16 937 C1 beschrieben. Ähnlich geht die DE 198 54 937 C1 vor. In beiden Fällen
sind jeweils aufwändige Vorbereitungs- und Montagemaßnahmen erforderlich, um einerseits
das Schwenklagerblatt und andererseits die Schwenklagerschale realisieren zu können.
[0003] Darüber hinaus beschreiben beide Vorveröffentlichungen eine Aufhängevorrichtung,
welche gleichsam in die obere Gelenkverbindung integriert ist. Zu diesem Zweck sind
im Rahmen der DE 198 54 937 C1 den zugehörigen Stoßbereich überbrückende Lagerwangen
mit dazwischen befindlichem Haltezwischenstück vorgesehen. Zur endseitig schwebenden
Halterung einer der Stoßschienen lässt sich im Zuge der Vormontage die hieran befestigte
eine Lagerwange an dem Haltezwischenstück über eine Drehriegetverbindung festlegen.
Im Zuge der Endmontage wird die benachbarte andere Stoßschiene um eine im unteren
Stoßbereich befindliche Drehachse mit ihrer anderen Lagerwange an das Haltezwischenstück
schwenkend angelegt und mit diesem verbunden.
[0004] Die bekannten Maßnahmen haben sich bewährt, sind jedoch, was die Handhabbarkeit und
einfache Montage angeht, verbesserungsfähig.
[0005] Das gilt auch für den weiteren Stand der Technik nach der DE 196 16 937 C1. Denn
auch hier sind den Stoßbereich überbrückende Lagerwangen vorgesehen. Eine Lagerwange
weist ein Langloch auf, welches einer Schwenkbewegung der beiden Profillaufschienen
um eine orthogonal zur Schienenlängsrichtung angeordnete Schwenkachse im Stoßbereich
der Unterflansche der beiden Profillaufschienen folgt. Zwischen den beiden Lagerwangen
ist ein Aufhängehaken mit einem in das vorgenannte Langloch eingreifenden Führungsbolzen
angeordnet.
[0006] Auch an dieser Stelle lässt sich die Handhabbarkeit verbessern. Denn die genannten
gelenkigen Schienenverbindungen werden üblicherweise zur Führung und Halterung von
Einschienen-Hängebahnen im untertägigen Berg- und Tunnelbau eingesetzt. An einzelnen
Rahmen eines Streckenausbaus befestigte Aufhängeketten haben dabei sowohl die Aufgabe,
das Gewicht der Profillaufschienen selbst als auch der transportierten Materialien
aufzunehmen und auf den Streckenausbau zu übertragen.
[0007] Im Zuge der Montage ist es also nicht nur erforderlich, die einzelnen Profillaufschienen
bzw. Schienenstöße mit Hilfe der gelenkigen Schienenverbindung aneinander zu koppeln,
sondern der solchermaßen gebildete Schienenstrang muss zusätzlich noch über die Aufhängeketten
mit dem Streckenausbau verbunden werden. Das geschieht mittels der Aufhängevorrichtung,
bei welcher es sich im einfachsten Fall um eine Bohrung zur Aufnahme eines Schäkels,
eines Bolzens oder dergleichen handelt. Das heißt, die genannte Bohrung dient üblicherweise
zur Anlenkung eines Aufhängeelementes, beispielsweise eines Kettengliedes oder auch
einer zwischengeschalteten Schwinge.
[0008] Beim Stand der Technik sind also einerseits die Gelenkverbindung und andererseits
die Aufhängevorrichtung zusammengefasst. Außerdem gestaltet sich die Darstellung der
Gelenkverbindung im unteren Stoßbereich schwierig. Hier will die Erfindung insgesamt
Abhilfe schaffen.
[0009] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen derartigen Schienenstrang
für Schienenstöße für Profillaufschienen so weiterzuentwickeln, dass Ausbaubewegungen
problemlos beherrscht werden können.
[0010] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung schlägt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen
Schienenstrang aus Profillaufschienen vor, dass die beiden Schienenstöße verkantungsfrei
schwenkbeweglich zueinander mit einer unterhalb einer Lauffläche im Unterflansch angeordneten
Drehachse ausgebildet sind, wobei die Drehachse senkrecht zur von den beiden Schienenstößen
gebildeten Ebene verläuft, und wobei an der Schwenknase und dem Anschlag vorgesehene
bogenförmige Führungsflächen einen vom Abstand der Schwenknase zu der Drehachse vorgegebene
Radius besitzt.
[0011] Vorzugsweise können die Anschläge zusammen mit einem Begrenzungsblock die vorgenannte
Ausnehmung definieren, wobei Anschläge und Begrenzungsblock durch Verbindungsstege
miteinander gekoppelt sind, so dass sich die nötige Stabilität der Schwenklagerschale
einstellt. Darüber hinaus kann die Schwenklagerschale in Längsrichtung geteilt ausgeführt
sein und aus zwei im Einbauzustand miteinander verbundenen, insbesondere verschweißten
Schwenklagerschalenhälften bestehen, was jedoch nicht zwingend ist.
[0012] Ebenso ist es denkbar, auch das Schwenklagerblatt in Längsrichtung geteilt auszugestalten
und bearbeitungsfrei im unteren Stoßbereich des anderen der benachbarten Schienenstöße
aufzunehmen. Dann sind zwei Schwenklagerblatthälften realisiert, die während des Einbaus
miteinander vereinigt werden.
[0013] Diese Erfindungsmaßnahmen sind mit dem Vorteil verbunden, dass im Gegensatz zum Stand
der Technik nach der DE 198 54 937 C1 und auch der DE 196 16 937 C1 obligatorische
Bearbeitungen am Unterflansch des jeweils mit der Schwenklagerschale auszurüstenden
Schienenstoßes nicht (mehr) erforderlich sind. Vielmehr kann die erfindungsgemäß ausgebildete
Schwenklagerschale direkt in die bei insbesondere I-Profillaufschienen ohnehin vorhandene
Ausnehmung zwischen die U-Schenkel des U-förmigen Unterflansches eingefügt und hier
verschweißt werden. Das stellt eine enorme Montageerleichterung und Kosteneinsparung
dar.
[0014] Dennoch ist die Funktionsfähigkeit der beschriebenen Schwenklagerschale in keiner
Weise beeinträchtigt, sondern kommt derjenigen gleich, wie sie im gattungsbildenden
Stand der Technik gemäß DE 198 54 937 C1 oder DE 196 16 937 C1 beschrieben wird. Dabei
sorgen die von der Schwenknase hintergriffenen Anschläge in Verbindung mit dem Begrenzungsblock
für eine einwandfreie Herstellung der Gelenkverbindung. Denn zu diesem Zweck ist es
lediglich erforderlich, das Schwenklagerblatt in die Schwenklagerschale einzuführen,
so dass die Schwenknase in die Ausnehmung eingreift und die Anschläge hintergreift.
[0015] Damit Bewegungen der Schienenstöße gegeneinander ausgeglichen werden können, verfügen
Schwenknase und Anschläge im Bereich der unteren Gelenkverbindung über einander entsprechende
und aneinander entlanggleitende, zumeist bogenförmige Führungsflächen. Dadurch können
in Verbindung mit einer konventionellen oder einer wie zuvor beschrieben ausgebildeten
oberen Gelenkverbindung Bewegungen der Schienenstöße zueinander problemlos aufgenommen
werden. Beide Schienenstöße sind dabei um eine gemeinsame Drehachse schwenkbar. Die
Führungsflächen besitzen einen vom Abstand der Schwenknase zur Drehachse vorgegebenen
Radius.
[0016] Schließlich befasst sich die vorliegende Erfindung im Rahmen eines weiteren Gedankens
mit einer gelenkigen Schienenverbindung für Schienenstöße von Profillaufschienen,
wobei zumindest im oberen und/oder unteren Stoßbereich benachbarter Profillaufschienen
eine Gelenkverbindung vorgesehen ist, und wobei an den Oberflansch zumindest eine
Aufhängevorrichtung in Gestalt einer Schwinge angelenkt ist, welche wenigstens eine
Abspannbohrung aufweist. Diese gelenkige und beispielsweise durch die DE 198 54 937
C1 vorbekannte Schienenverbindung ist nun dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich
zu der Abspannbohrung eine Montagehilfeeinrichtung vorgesehen ist.
[0017] Bei dieser Montagehilfeeinrichtung mag es sich um eine Montagehilfebohrung zur Aufnahme
eines Montagehilfebolzens mit daran befindlichem Montagehilfsmittel, z. B. Kette,
Seil oder dergleichen handeln. In diesem Zusammenhang kann die Montagehilfeeinrichtung
auf einer Symmetrieebene kopfseitig der Schwinge angeordnet sein. Die Schwinge selbst
verfügt üblicherweise über zwei Flansche, die mittels einem oder mehreren Distanzstücken
voneinander beabstandet sind.
[0018] Auf diese Weise wird eine Schwinge zur Verfügung gestellt, die sich mit dem oder
den daran befestigten Schienenstoß (Schienenstößen) besonders einfach am Streckenausbau
befestigen lässt. Denn hierfür sorgt im Kern die Montagehilfeeinrichtung, welche es
erlaubt, den jeweiligen Schienenstoß oder die bereits miteinander verbundenen Schienenstöße
auf die gewünschte Höhe im Streckenausbau anzuheben und erst dann die Abspannung vorzunehmen.
Das kann beispielsweise mit Seilwinden, Kettenhebern oder anderen Hebezeugen erfolgen,
die an der Montagehilfeeinrichtung angreifen bzw. diese bilden. Im einfachsten Fall
handelt es sich hier um eine Montagehilfebohrung mit einem darin aufgenommenen Montagehilfebolzen
oder einem Schäkel, an welchen ein Montagehilfsmittel angeschlossen ist, bei dem es
sich nur beispielhaft um eine Kette, ein Seil oder dergleichen handeln mag.
[0019] Durch die Anordnung der Montagehilfeeinrichtung auf der Symmetrieebene kopfseitig
der Schwinge wird erreicht, dass die Hebekräfte in der Regel im oder nahe dem Stoßbereich
der Schienenstöße angreifen, weil die Schwinge zumeist symmetrisch im Vergleich zu
diesem Stoßbereich montiert ist, also Symmetrieebene der Schwinge und Stoßbereich
zusammenfallen. Schließlich sorgt die zweiflanschige Ausbildung der Schwinge dafür,
dass eine besondere Verwindungssteifigkeit gegeben ist und auch wechselnde Zugkräfte
durch Veränderungen des Streckenausbaus problemlos aufgenommen werden können.
[0020] Schließlich verfügen die Profillaufschienen in der Regel über im Querschnitt gabelförmige
Oberflansche und umgekehrt gabelförmige Unterflansche. Sie können einen I-förmigen
Querschnitt besitzen. Dadurch lassen sich hohe Widerstandsmomente bei reduzierten
Fertigungskosten und vereinfachter Manipulierung bei der Schienenmontage realisieren.
Die einzelnen Schienenstöße der Profillaufschienen werden als gewalztes Stahlprofil
zur Verfügung gestellt und verfügen über Spezifikationen, wie sie im Rahmen der DE
296 04 431 U1 beschrieben werden.
[0021] Darüber hinaus mag die bereits angesprochene und optionale Aufhängevorrichtung eine
vom Stoßbereich und der Gelenkverbindung beabstandete Position am Oberflansch wenigstens
einer der beiden benachbarten Schienenstöße einnehmen. Das heißt, wenigstens jeder
zweite Schienenstoß bzw. jede zweite Profillaufschiene ist mit der betreffenden Aufhängevorrichtung
ausgerüstet.
[0022] Dabei mag die Aufhängevorrichtung unabhängig und getrennt von der Gelenkverbindung
ausgebildet sein. Es ist aber auch möglich, dass die Aufhängevorrichtung zusammen
mit der Gelenkverbindung ein integrales Bauteil bildet. Schließlich empfiehlt die
Erfindung, die Aufhängevorrichtung als Verbindungsöse zum Anschluss eines optionalen
Verlängerungssteges und/oder einer Schwinge auszubilden.
[0023] Im Ergebnis wird eine gelenkige Schienenverbindung für Schienenstöße von Profillaufschienen
geschaffen, die sich zunächst einmal durch eine im Vergleich zum Stand der Technik
verbesserte Handhabbarkeit und Montagefreundlichkeit auszeichnet. Denn aufgrund der
vom Stoßbereich und der Gelenkverbindung beabstandeten Position der Aufhängevorrichtung
lässt sich der Vorgang des Aufhängens bzw. Abspannens der aus den einzelnen Schienenstößen
gebildeten jeweiligen Profillaufschiene zeitlich und örtlich von dem eigentlichen
Verbindungsvorgang der Schienenstöße untereinander trennen. Das heißt, es können entweder
die Schienenstöße zunächst über die jeweilige Gelenkverbindung miteinander gekoppelt
und dann aufgehängt werden oder erst ein Schienenstoß aufgehängt und dann mit einem
benachbarten Schienenstoß verbunden werden. So oder so ermöglicht die Erfindung ein
hohes Maß an Flexibilität und Montagefreundlichkeit.
[0024] Hierzu trägt insbesondere auch bei, dass ein Schienenstoß bereits aufgehängt werden
kann und dann erst per Gelenkverbindung mit dem benachbarten Schienenstoß verbunden
wird. Das heißt, das Gewicht eines Schienenstoßes und dann des damit verbundenen benachbarten
Schienenstoßes wird insgesamt von der Aufhängevorrichtung aufgenommen, so dass die
anzuhebenden Lasten im Vergleich zum vorbekannten Stand der Technik deutlich reduziert
sind.
[0025] Nach einem weiteren selbständigen Vorschlag der Erfindung ist eine gelenkige Schienenverbindung
für Schienenstöße von Profillaufschienen, wobei zumindest im oberen Stoßbereich benachbarter
Profillaufschienen eine Gelenkverbindung mit wenigstens zwei den Stoßbereich überbrückenden
Lagerwangen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass drei oder mehr Lagerwangen
realisiert sind, von denen zwei Taschenwangen in Frontansicht eine Tasche zur Aufnahme
der dritten Blattwange formen.
[0026] In diesem Fall können die Taschenwangen kopfseitig durch einen Verbindungssteg miteinander
verbunden sein. Dieser Verbindungssteg mag an seiner zur Tasche hin gerichteten Oberfläche
über eine Führungsfläche für die hieran entlanggleitende Blattwange verfügen. Üblicherweise
sind die beiden Taschenwangen darüber hinaus mit jeweils einem Langloch ausgerüstet,
welches von einem Führungsbolzen durchdrungen wird, den die Blattwange trägt.
[0027] Dieser Führungsbolzen kragt beidseits der Taschenwangen vor und wird mit gängigen
Befestigungsmethoden in der Blattwange bzw. den beiden Langlöchern gehalten. Denkbar
ist es, den Führungsbolzen einerseits mit einem Kopf und andererseits mit einer Mutter
zu versehen. Ebenso können ein- oder beidseitige Sicherungsstifte oder vergleichbare
Sicherungseinrichtungen zum Einsatz kommen.
[0028] Durch diese Variante der Erfindung wird ebenfalls die Montagefreundlichkeit gegenüber
dem gattungsbildenden Stand der Technik nach der DE 196 16 937 C1 erhöht. Denn zur
Verbindung der benachbarten Schienenstöße im oberen Stoßbereich ist es lediglich erforderlich,
die Blattwange in oder zwischen die Taschenwangen einzuführen und den Führungsbolzen
durch die mit den beiden Langlöchern in den Taschenwangen fluchtende Bohrung in der
Blattwange hindurchzustecken und zu verankern.
[0029] Dabei sorgt die Führungsfläche am Verbindungssteg dafür, dass Bewegungen der Schienenstöße
zueinander problemlos und geführt aufgenommen werden. Hierzu tragen zusätzlich die
Langlöcher bei, welche eine der Führungsfläche folgende Kontur aufweisen.
[0030] Solche Bewegungen der Schienenstöße zueinander müssen beherrscht werden, weil der
Streckenausbau nicht statisch ist und demzufolge Abstands- und/oder Winkeländerungen
der Schienenstöße zueinander hieraus resultieren können. Das gelingt im Rahmen dieser
Variante besonders einfach und wirkungsvoll, wobei zudem die Montage vereinfacht ist.
[0031] Grundsätzlich ist es bei dieser Ausgestaltung auch denkbar, dass wenigstens eine
Lagerwange bzw. ein Lagerwangenpaar an dem einen Schienenstoß und zumindest eine Lagerwange
bzw. ein Lagerwangenpaar an dem anderen Schienenstoß realisiert sind, wobei zur Verbindung
der beiden Lagerwangen(paare) eine hierin gelenkig eingreifende weitere Lagerwange
bzw. Lasche dient. Dabei können die beiden jeweiligen Lagerwangen bzw. Lagerwangenpaare
gabelförmig ausgebildet sein. Auch hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die
zusätzliche Wange bzw. Lasche an wenigstens einer Seite mit einem Langloch ausgerüstet
ist, um die beschriebenen Gelenkbewegungen aufnehmen zu können.
[0032] Diese weitere Ausgestaltung ist mit dem Vorteil einer besonders preiswerten und montagefreundlichen
Herstellung ausgerüstet. Auch lässt sich die zusätzliche Wange bzw. Lasche für den
Transport unverlierbar an dem einen Lagerwangenpaar befestigen, und zwar so, dass
kein Überstand gegeben ist.
[0033] Immer zeichnet sich die beschriebene gelenkige Schienenverbindung insbesondere dadurch
aus, dass zunächst eine Profillaufschiene bzw. ein Schienenstoß aufgehängt wird und
erst im Anschluss hieran die Montage des anderen Schienenstoßes unter Realisierung
der Schienenverbindung vorgenommen wird. Dabei kann der zweite Schienenstoß vorteilhaft
über die untere Gelenkverbindung zunächst mit dem unteren Schienenstoß gelenkig verbunden
werden und erfährt dann eine feste Verbindung mit Hilfe der zusätzlichen Wange bzw.
Lasche. Hierdurch gelingt eine einfache Montage. Weil darüber hinaus die obere und
die untere Gelenkverbindung so aneinander angepasst sind, dass sich beide Schienenstöße
um eine gemeinsame Drehachse schwenken lassen, können Berg- und/oder Tunnel- oder
Ausbaubewegungen beherrscht werden.
[0034] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1a, 1b
- die erfindungsgemäße gelenkige Schienenverbindung in Seitenansicht (Fig. 1a) und Frontansicht
(Fig. 1b),
- Fig. 2a, 2b
- einen Schienenstoß der gelenkigen Schienenverbindung nach Fig. 1a, 1b mit zugehörigem
Schwenklagerblatt,
- Fig. 3a, 3b
- den anderen Schienenstoß mit dem Schwenklagerblatt,
- Fig. 4
- das Schwenklagerblatt in Aufsicht,
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht der Schwenklagerschale und
- Fig. 6
- eine abgewandelte Ausführungsform der gelenkigen Schienenverbindung mit zugehöriger
Schwinge,
- Fig. 7
- eine weitere Variante der Erfindung,
- Fig. 8 bis 10
- einzelne Bestandteile der Ausführungsform nach Fig. 7 in jeweiligen Detailansichten,
- Fig. 11 und 12
- eine nochmals abgewandelte Ausgestaltung der Ausführungsform nach den Fig. 7 bis 10
und
- Fig. 13 bis 15
- eine weitere Variante der Erfindung, und
- Fig. 16a, b, und c
- die beiden Schienenstöße unter Berücksichtigung verschiedener Schwenkwinkel zueinander.
[0035] In den Figuren ist eine Schienenverbindung für Schienenstöße 1a, 1b von Profillaufschienen
dargestellt. Die Schienenstöße 1a, 1b sind im Rahmen des Ausführungsbeispiels in I-förmiger
Ausführungsform mit einem Oberflansch 2 und einem Laufflächen 3 bildenden Unterflansch
4 ausgeführt. Auf den Laufflächen 3 werden Räder einzelner Waggons einer Einschienen-Hängebahn
geführt und fortbewegt. Das ist jedoch nicht zwingend.
[0036] Ausweislich der Fig. 1b, 2b, 3b und 15 verfügen sowohl der Oberflansch 2 als auch
der Unterflansch 4 über im Querschnitt jeweils taschenförmige Ausnehmungen 5. Auf
diese Weise sind die I-förmigen Schienenstöße 1a, 1b mit einem im Wesentlichen U-förmigen
Oberflansch 2 mit U-Schenkeln 6 und dazwischen angeordneter Ausnehmung 5 ausgeführt.
Gleiches gilt für den Unterflansch 4, der über ein umgekehrt U-förmiges Profil mit
zugehörigen U-Schenkeln 6 verfügt, die zwischen sich die Ausnehmung 5 aufnehmen.
[0037] Anhand der Fig. 1, 6, 7 und 13, 14 erkennt man, dass am Oberflansch 2 der einen Profillaufschiene
1a wenigstens eine Aufhängevorrichtung 7 vorgesehen ist. Darüber hinaus verfügen sowohl
der obere als auch der untere Stoßbereich S der benachbarten Schienenstöße 1a, 1b
über jeweilige Gelenkverbindungen 8, 9.
[0038] Die Aufhängevorrichtung 7 nimmt eine vom Stoßbereich S und der Gelenkverbindung 8,
9 beabstandete Positionen am Oberflansch 2 ein. Dabei ist die Aufhängevorrichtung
7 an wenigstens einem von zwei benachbarten Schienenstößen 1a, 1b angeordnet. Im Rahmen
des Ausführungsbeispiels findet sich die Aufhängevorrichtung 7 an dem einen Schienenstoß
1a. Grundsätzlich könnte die Aufhängevorrichtung 7 zusätzlich (oder alternativ) auch
an dem anderen Schienenstoß 1b befestigt sein.
[0039] Nach einer ersten Ausgestaltung, wie sie in den Fig. 1 und 13, 14 dargestellt ist,
ist die Aufhängevorrichtung 7 unabhängig und getrennt von der Gelenkverbindung 8,
9 - im dargestellten Beispiel der oberen Gelenkverbindung 8 - ausgeführt. Es ist aber
auch möglich, dass die Aufhängevorrichtung 7 zusammen mit der Gelenkverbindung 8,
9, vorliegend der oberen Gelenkverbindung 8, ein integrales Bauteil bildet. Das zeigen
die Fig. 6 und 7 bis 10.
[0040] Im Einzelnen handelt es sich bei der Aufhängevorrichtung 7 um eine Verbindungsöse
7, an welche sich ein optionaler Verlängerungssteg 10 sowie eine Schwinge 11 anschließen
lassen (vgl. Fig. 1, 6, 7 und 13, 14). Es versteht sich, dass der Verlängerungssteg
10 sowie die Schwinge 11 jeweils gelenkig miteinander verbunden sind, damit Bewegungen
der Schienenstöße 1a, 1b zueinander aufgenommen werden können. Ebenso gut ist es aber
auch denkbar und wird vom Erfindungsgedanken umfasst, wenn Verlängerungssteg 10 und
Schwinge 11 einstückig ausgeführt sind. Das heißt, lediglich die Aufhängevorrichtung
7 bzw. die Verbindungsöse 7 sorgt dann für die notwendig Gelenkbeweglichkeit. Denn
Schwinge 11 und Verlängerungssteg 10 bilden dann eine Einheit.
[0041] Anhand der Fig. 1b erkennt man, dass die Ausnehmung 5 im Oberflansch 2 die Verbindungsöse
7 zwischen den U-Schenkeln 6 aufnimmt. Zu diesem Zweck ist die Verbindungsöse 7 Bestandteil
eines Befestigungssteges 12, welcher in der Ausnehmung 5 bzw. zwischen den Schenkeln
6 an den Oberflansch 2 angeschlossen wird. Das geschieht üblicherweise durch Schweißen.
[0042] Der Befestigungssteg 12 mit der Verbindungsöse 7 wird nun von zwei Flanschen 13 des
Verlängerungssteges 10 übergriffen. Ein durch fluchtende Bohrungen greifender Gelenkbolzen
dient an dieser Stelle für die beschriebene gelenkige Verbindung. - Im Rahmen der
Variante nach Fig. 6 bildet der dortige Befestigungssteg 12 zusammen mit zwei Taschenwangen
bzw. Lagerwangen 14 ein integrales Bauteil, wie nachfolgend noch näher erläutert wird.
[0043] Bei der Ausgestaltung nach den Fig. 7 bis 10 und 13, 14 sind die beiden Taschenwangen
bzw. Lagerwangen 14 mit dem Schienenstoß 1a verbunden, während der Verlängerungssteg
10 zwischen die Taschenwangen 14 eingreift. Das gilt auch für eine dritte Blattwange
15 bzw. Lasche 15, wie nachfolgend noch näher erläutert wird.
[0044] Im Rahmen der Variante nach den Fig. 1 bis 6 sind im oberen Stoßbereich S benachbarter
Schienenstöße 1a, 1b insgesamt drei den Stoßbereich S überbrückende Lagerwangen 14,
15 realisiert. Bei diesen drei Lagerwangen 14, 15 handelt es sich einerseits um die
beiden bereits angesprochenen Taschenwangen 14, welche in Frontansicht (vgl. insbesondere
Fig. 3b) eine Tasche 16 zur Aufnahme andererseits der dritten Blattwange 15 formen.
Dabei ist im Rahmen der Variante nach den Fig. 1 bis 5 die Blattwange 15 an der einen
Stoßschiene 1a angebracht, während die andere Stoßschiene 1b die beiden Taschenwangen
14 trägt. In diesem Fall formen also die beiden Wangen 14, 15 jeweils eine Lagerwange
15 an dem einen Schienenstoß 1a und eine Lagerwange 14 bzw. erste Taschenwange 14
an dem anderen Schienenstoß 1b. Hierzu tritt die dritte Lagerwange 14 in Gestalt der
zweiten Taschenwange 14, welche den oberen Stoßbereich S überbrückt.
[0045] Bei der Variante nach der Fig. 6 findet sich eine umgekehrte Anordnung. Das heißt,
die beiden Taschenwangen 14 sind an der einen Stoßschiene 1a befestigt, während die
andere Stoßschiene 1b die dritte Blattwange bzw. Lagerwange 15 trägt. Wiederum finden
sich die beiden Lagerwangen 14, 15 einerseits an einem Schienenstoß 1a und am anderen
Schienenstoß 1b, wobei andererseits zusätzlich die dritte Lagerwange 14 in Gestalt
der zweiten Taschenwange 14 realisiert ist. Beide Taschenwangen 14 formen in der Darstellung
nach Fig. 6 mit dem dort ebenfalls realisierten Befestigungssteg 12 mit der Verbindungsöse
7 ein integrales Bauteil, während die andere Stoßschiene 1b die Blattwange 15 trägt.
[0046] Schließlich ist bei der Gestaltung nach den Fig. 7 bis 10 und 13 bis 15 die dritte
bzw. zusätzliche Blattwange 15 als unabhängiges Bauteil ausgeführt und wird einerseits
zwischen den beiden Taschenwangen 14 und andererseits zwischen zwei zusätzlichen Wangen
bzw. Taschenwangen 34 an der anderen Stoßschiene 1b aufgenommen. Man erkennt, dass
die jeweiligen Lagerwangen bzw. Lagerwangenpaare 14, 34 gabelförmig ausgebildet sind
(vgl. Fig. 8 und 10, 15). Die Lasche bzw. weitere Blattwange 15 verfügt an wenigstens
einer Seite über ein Langloch 35 oder eine Bogenausnehmung 38, welche an dieser Stelle
für die erforderliche Gelenkbeweglichkeit sorgen (vgl. Fig. 9 und 12).
[0047] Insbesondere anhand der Fig. 3a, 3b erkennt man, dass die beiden Taschenwangen 14
kopfseitig durch einen Verbindungssteg 17 miteinander verbunden sind. Dieser Verbindungssteg
17 formt an seiner zur Tasche 16 hin gerichteten Oberfläche eine Führungsfläche 18
für die hieran mit ihrem Kopf entlanggleitende Blattwange 15. Langlöcher 19 in beiden
Taschenwangen 14 sorgen dafür, dass sich die beiden Taschenwangen 14 mit der Blattwange
15 gelenkig verbinden lassen, nämlich indem ein lediglich angedeuteter Führungsbolzen
20 die beiden Langlöcher 19 in den Taschenwangen 14 und eine Bohrung 21 in der Blattwange
15 durchdringt.
[0048] In der Fig. 3a erkennt man am besten, dass die Führungsfläche 18 und die beiden Langlöcher
19 eine jeweils aneinander angepasste, leicht gekrümmte Kontur aufweisen. Dadurch
wird gewährleistet, dass die im Wesentlichen aus den beiden Taschenwangen 14 und der
zwischen sie eingreifenden Blattwange 15 gebildete obere Gelenkverbindung 8 Relativbewegungen
der Stoßschienen 1a, 1b zueinander ausgleichen kann.
[0049] Die untere Gelenkverbindung 9 und deren Detailaufbau wird nun mit Bezugnahme auf
insbesondere die Fig. 3a und 3b beschrieben. Man erkennt im unteren Stoßbereich S
der benachbarten Schienenstöße 1a, 1b zunächst einmal eine Schwenklagerschale bzw.
Schwenklagertasche 22, die mit einem hierin eingreifenden und in den Figuren 2a und
2b gezeigten Schwenklagerblatt 23 zusammenwirkt. Dabei ist die Schwenklagerschale
22 in der Ausnehmung 5 des anderen Profilstoßes 1b zwischen den beiden U-Schenkeln
6 am Unterflansch 4 platziert. Das geschieht bearbeitungsfrei, das heißt, ohne dass
die U-Schenkel 6 in irgendeiner Weise vor dem Anschweißen der Schwenklagerschale 22
bearbeitet werden müssen. Die jeweilige Stoßschiene 1b mit I-förmigem Profil entsprechend
der DE 296 04 431 U1 bleibt also unbearbeitet.
[0050] Gleiches gilt auch für das Schwenklagerblatt 23, welches ebenfalls bearbeitungsfrei
in der Ausnehmung 5 zwischen den beiden U-Schenkeln 6 festgelegt wird, und zwar -
wie die Schwenklagerschale 22 - am Unterflansch 4, nun allerdings an der einen Stoßschiene
1a bzw. am Profilstoß 1a. Auf diese Weise können die jeweiligen Stoßschienen bzw.
Profilstöße 1a, 1b mit dem U-förmigen Oberflansch 2 und dem umgekehrt U-förmigen Unterflansch
4 nach dem Walzen ohne Nachbearbeiten mit den jeweiligen Gelenkverbindungen 8, 9 ausgerüstet
werden, was die Fertigungskosten besonders positiv beeinflusst.
[0051] Die Schwenklagerschale 22 verfügt ausweislich der Fig. 3 und 5 über eine Ausnehmung
24 für eine am Schwenklagerblatt 23 angeordnete Schwenknase 25. Zusätzlich besitzt
die Schwenklagerschale 22 in die Ausnehmung 24 vorkragende und von der Schwenknase
25 im Einbauzustand hintergriffene Anschläge 26. Diese Anschläge 26 definieren zusammen
mit einem Begrenzungsblock 27 die Ausnehmung 24. Die Anschläge 26 und der Begrenzungsblock
27 sind durch Verbindungsstege 28 jeweils miteinander gekoppelt.
[0052] Man erkennt insbesondere anhand der Fig. 3b und 5, dass die Schwenklagerschale 22
insgesamt spiegelsymmetrisch zu einer Achse A aufgebaut ist und aus zwei Schwenklagerschalenhälften
zusammengesetzt wird. Diese beiden Schwenklagerschalenhälften werden einerseits an
den einen U-Schenkel 6 und andererseits an den anderen U-Schenkel 6 angeschlossen,
im Rahmen des Ausführungsbeispiels mit diesem verschweißt. Gleiches gilt für das Schwenklagerblatt
23, das ebenfalls spiegelsymmetrische zur Achse A aufgebaut ist, allerdings eine einteilige
Ausführungsform besitzt und an die beiden U-Schenkel 6 angeschlossenen ist(vgl. Fig.
2b).
[0053] Weil die Außenkontur der Schwenklagerschale 22 an die Innenkontur der Ausnehmung
5 zwischen den beiden U-Schenkeln 6 des Unterflansches 4 angepasst ist (vgl. Fig.
3b) kann die Schwenklagerschale 22 bearbeitungsfrei in die betreffende Ausnehmung
5 eingesetzt und mit den Schenkeln 6 verbunden werden. Die Anschläge 26 an der Schwenklagerschale
22 und die Schwenknase 25 am Schwenklagerblatt 23 verfügen über korrespondierende
bogenförmige Führungsflächen 29, die sicherstellen, dass auch die untere Gelenkverbindung
9 etwaigen Bewegungen der Stoßschienen bzw. Schienenstöße 1a, 1b zueinander problemlos
folgen kann und hierbei sogar geführt wird.
[0054] Wie einleitend bereits ausgeführt worden ist, verfügt der Oberflansch 2 der dargestellten
gelenkigen Schienenverbindung mit den beiden Gelenkverbindungen 8, 9 über zumindest
eine Aufhängevorrichtung in Gestalt der Schwinge 11 (vgl. Fig. 6, 7 und 13, 14). Diese
Schwinge 11 weist nun im Rahmen des Ausführungsbeispiels wenigstens eine Abspannbohrung
30 auf, die dazu dient, die Schwinge 11 mit Hilfe einer Kette oder einem vergleichbaren
Verbindungsmittel mit dem Streckenausbau zu koppeln. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels
ist die Schwinge 11 insgesamt symmetrisch im Vergleich zu einer Symmetrieachse B ausgeführt,
wobei zwei Abspannbohrungen 30 realisiert sind, was jedoch nicht zwingend ist. Zusätzlich
zu dieser Abspannbohrung 30 findet sich noch eine Montagehilfeeinrichtung 31.
[0055] Bei dieser Montagehilfeeinrichtung 31 handelt es sich im Rahmen der Darstellung um
eine Montagehilfebohrung 31 zur Aufnahme eines lediglich angedeuteten Montagehilfebolzens
mit daran befindlichem Montagehilfsmittel 32. Bei diesem Montagehilfsmittel mag es
sich um eine Kette, ein Seil oder ein vergleichbares Hebezeug handeln.
[0056] Anhand der Fig. 6 erkennt man, dass die Montagehilfeeinrichtung 31 auf der Symmetrieebene
B kopfseitig der Schwinge 11 angeordnet ist. Dadurch wirken Hebekräfte in direkter
Verlängerung des Anlenkpunktes der Schwinge 11, bei dem es sich letztlich um die Verbindungsöse
7 an dem Befestigungssteg 12 handelt.
[0057] Zu erkennen ist ferner, dass die Schwinge 11 über zwei Flansche 11a, 11b verfügt,
die mittels einem oder mehrerer Distanzstücke 33 voneinander beabstandet sind. Auf
diese Weise kann die Schwinge 11 verwindungsarm gestaltet werden, und zwar bei relativ
geringem Gewicht. Dabei lassen sich Schwingen 11 ganz unterschiedlicher Gestaltung
und mit wechselndem Abstand der jeweiligen Abspannbohrungen 30 realisieren und einsetzen,
wie dies die durchgezogene Darstellung einer Schwinge 11 und deren strichpunktiert
angedeutete Abwandlungsform deutlich machen. In beiden Fällen wird die Position der
Montagehilfeeinrichtung 31 im Wesentlichen beibehalten.
[0058] Bei der Variante nach den Fig. 7 bis 10 und 13 bis 15 sind - wie bereits ausgeführt
- jeweils zwei Lagerwangenpaare 14 respektive 34 in gabelförmiger Gestaltung vorgesehen,
die zwischen sich eine weitere Lagerwange bzw. Lasche 15 aufnehmen. Diese Lasche bzw.
zusätzliche Wange 15 sorgt mit ihrem Langloch 35 bzw. der Bogenausnehmung 38 dafür,
dass Schwenkbewegungen im Stoßbereich S zwischen den beiden Schienenstößen 1a, 1b
problemlos aufgenommen werden können. Denn das Langloch 35 wird wie das zugehörige
Lagerwangenpaar 14 von dem Bolzen 20 durchdrungen.
[0059] Die Herstellung der Schienenverbindung wird zumeist so vorgenommen, dass die mit
dem einen Schienenstoß 1a verbundenen Lagerwangen 14 bzw. das Lagerwangenpaar 14 zunächst
mittels der Aufhängevorrichtung 7, dem Verlängerungssteg 10 und der Schwinge 11 aufgehängt
wird. Anschließend lässt sich der andere Schienenstoß 1b an dem bereits befestigten
Schienenstoß 1a anhängen, indem Schwenklagerschale 22 und Schwenklagerblatt 23 ineinander
greifen. Grundsätzlich kann an dieser Stelle natürlich auch eine andere untere Gelenkverbindung
9 realisiert sein.
[0060] Im Anschluss hieran wird die zusätzliche Wange bzw. Lasche 15 zwischen die beiden
Wangenpaare, einerseits 14 und andererseits 34 positioniert und mit Hilfe von korrespondierende
Bohrungen durchgreifenden Bolzen festgelegt. Dabei mag eine optionale und nicht zwingende
Nase 36 an der Wange bzw. Lasche 15 dafür sorgen, dass die Wange 15 ihre gewünschte
Position einnimmt. Denn die Nase 36 greift in eine zugehörige Ausnehmung 37 in dem
anderen Schienenstoß 1b ein (vgl. Fig. 7 und 9). Bei diesen sämtlichen Vorgängen behält
die zusätzliche Wange bzw. Lasche 15 ihre Unabhängigkeit. Sie mag an einem Schienenstoß
1a, 1b befestigt werden. Regelmäßig genügt an dieser Stelle jedoch eine Klemm- oder
Schraubverbindung mit dem Lagerwangenpaar 14 oder 34, wie dies in den Fig. 13, 14
gezeigt ist.
[0061] Im Rahmen der Fig. 11 und 12 wird eine Abwandlung der Ausführungsform nach den Fig.
7 bis 10 gezeigt. Denn dort ist die Lagerwange bzw. Lasche 15 nicht mit einem Langloch
35 ausgerüstet, um Schwenkbewegungen im Stoßbereich S zwischen den beiden Schienenstößen
1a, 1b problemlos aufnehmen zu können. Vielmehr sorgt an dieser Stelle die Bogenausnehmung
38 dafür, dass die beschriebenen Schwenkbewegungen bewältigt werden können. Außerdem
ist die Lagerwange bzw. Lasche 15 an ihrer den beiden Schienenstößen 1a, 1b zugewandten
Seite mit einem bogenförmigen Fuß 39 ausgerüstet, welcher in korrespondierend geformten
Taschen 40 im Lagerwangenpaar 14 respektive 34 aufgenommen wird.
[0062] Die Fig. 13 bis 15 zeigen eine weitere Variante der Erfindung. Auch in diesem Fall
sind zwei Lagerwangenpaare 14, 34 in gabelförmiger Gestaltung vorgesehen, die zwischen
sich die weitere dritte Lagerwange bzw. Blattwange oder Lasche 15 aufnehmen. Das heißt,
jeweils zwei Lagerwangen bzw. Taschenwangen 14, 34 bilden das bereits angesprochene
Lagerwangenpaar 14, 34. Für den Transport der beiden Schienenstöße 1a, 1b wird die
weitere Lagerwange bzw. Lasche 15 an einem Schienenstoß 1a, 1b, im Rahmen des Ausführungsbeispiels
am Schienenstoß 1b, unverlierbar befestigt. Dabei steht die Lagerwange 15 nicht über,
kann folglich nicht abgerissen werden (vgl. die strichpunktierte Darstellung in Fig.
14). Wie bei den anderen Ausführungsbeispielen sind die jeweiligen Taschenwangen 14
respektive 34 im Wesentlichen V-förmig mit ihrem Fuß an den Oberflansch 2 des betreffenden
Schienenstoßes 1a, 1b angeschlossen.
[0063] Anhand der Darstellung in den Fig. 12 und 14 erkennt man, dass die Lasche bzw. dritte
Lagerwange 15 einen Befestigungsbereich 15a und einen Eingriffsbereich 15b aufweist
bzw. in die beiden Bereiche 15a, 15b unterteilt ist. Der Befestigungsbereich 15a sorgt
dafür, dass die Lasche 15 am Schienenstoß 1b festgelegt wird. Mit dem Eingriffsbereich
15b wirkt der Bolzen bzw. Führungsbolzen 20 zusammen, der in diesem Zusammenhang als
Anschlag fungiert. Dieser Führungsbolzen 20 verbindet die beiden Taschenwangen 14
miteinander. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 wird jedoch die Blattwange
15 nicht durchdrungen.
[0064] Man erkennt, dass die Bogenausnehmung 38 der Lasche 15 in eine Gleitfläche 41 übergeht
bzw. diese aufweist. Mit der Gleitfläche 41 wirkt ein Haken 42 zusammen, welcher sie
begrenzt. Zusätzlich ist noch ein Anschlag 43 realisiert, welcher insgesamt den möglichen
Schwenkwinkel der beiden Schienenstöße 1a, 1b durch das Zusammenspiel von Haken 42
und Anschlag 43 zueinander begrenzt. Das kommt bei einem Vergleich der Fig. 13 und
14 zum Ausdruck. Tatsächlich können sich die beiden Schienenstöße 1a, 1b um eine Drehachse
D unterhalb der Lauffläche 3 des Unterflansches 4 gegeneinander bewegen, wobei die
Drehachse D senkrecht zur von den beiden Schienenstößen 1a, 1b gebildeten Ebene verläuft,
und wobei Schwenkwinkel α von insgesamt bis zu ca. 10° bis 15° möglich sind.
[0065] Derartige Schwenkbewegungen zwischen den Schienenstößen 1a, 1b werden ausdrücklich
zugelassen, weil sich der Führungsbolzen 20 zwischen dem Haken 42 und dem Anschlag
43 entlang der Gleitfläche 41 hin- und herbewegen kann. Dabei sorgt die Gleitfläche
41 zusätzlich dafür, dass das Verschwenken der beiden Schienenstöße 1a, 1b gegeneinander
geführt vonstatten geht. Zu diesem Zweck verfügt die Gleitfläche 41 über eine Krümmung,
welche vom Abstand zwischen der Drehachse D vorgegeben wird. D.h., die Krümmung der
Gleitfläche 41 entspricht einem Kreisbogen mit einem Radius, welcher gleich dem Abstand
zwischen der Drehachse D und dem Führungsbolzen 20 ist.
[0066] Anhand der ergänzenden Darstellungen in den Fig. 16a, b und c wird deutlich, wie
die beiden Schienenstöße 1a, 1b gegeneinander verschwenkt werden können, und zwar
unter Berücksichtigung der Drehachse D, welche unterhalb der Laufflächen 3 des Unterflansches
2 angeordnet ist. Dabei korrespondiert der überstreichbare maximale Schwenkwinkel
a dazu, dass das Schwenklagerblatt 23 bzw. die korrespondierenden Führungsflächen
29 der Schwenknase 25 ebenfalls einen entsprechenden Schwenkwinkel β gegenüber den
Anschlägen 26 an der Schwenklagerschale 22 überstreichen können. Wie im Falle der
Gleitfläche 41, so sind auch hier die Radien der Führungsflächen 29 und Anschläge
26 an den Abstand von der Drehachse D angepasst, um eine verkantungsfreie Schwenkbewegung
vollziehen zu können. Die beiden Winkel α und β sind im Wesentlichen gleich.