(19)
(11) EP 1 547 476 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.06.2005  Patentblatt  2005/26

(21) Anmeldenummer: 04028516.5

(22) Anmeldetag:  02.12.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A24C 5/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR LV MK YU

(30) Priorität: 22.12.2003 DE 10361171

(71) Anmelder: Hauni Maschinenbau AG
21033 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Horn, Matthias
    22926 Ahrensburg (DE)
  • Vogel, Erich
    21039 Escheburg (DE)

(74) Vertreter: Grebner, Christian Dr. 
Patentanwälte Seemann & Partner Ballindamm 3
20095 Hamburg
20095 Hamburg (DE)

   


(54) Transport eines Hüllstreifens der Tabak verarbeitenden Industrie


(57) Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Transport eines Hüllstreifens (25) der Tabak verarbeitenden Industrie, umfassend einen Transportkanal (30) für den Hüllstreifen (25). Die Einrichtung wird dadurch weitergebildet, dass ein Transportschlitten (15) für den Hüllstreifen (25) im Transportkanal (30) vorgesehen ist.
Ferner betrifft die Erfindung eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Zigarettenstrangmaschine oder Filteransetzmaschine.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Transport eines Hüllstreifens der Tabak verarbeitenden Industrie, umfassend einen Transportkanal für den Hüllstreifen. Ferner betrifft die Erfindung eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Zigarettenstrangmaschine oder Filteransetzmaschine.

[0002] In der Tabak verarbeitenden Industrie werden Umhüllungspapierstreifen von Bobinen abgezogen und zu einem Formatband transportiert, sodass der Umhüllungspapierstreifen um einen vom Formatband transportierten Tabakstrang herumgelegt wird.

[0003] Aus DE-A-199 28 867 ist eine Transporteinrichtung für einen von einer Bobine abgezogenen Hüllmaterialstreifen der Tabak verarbeitenden Industrie bekannt. Darüber hinaus ist in DE-C-34 41 872 eine Bobinenwechseleinheit für Maschinen der Tabak verarbeitenden Industrie beschrieben, wobei die Bobinenwechseleinheit durch eine Streifenförderbahn mit einer Zigarettenstrangmaschine verbunden ist. Eine derartige Bobinenwechseleinheit weist zwei Bobinenlagerungen für eine ablaufende Bobine und für eine neue Bobine sowie ein Magazin für neue Bobinen und ein Zuführmittel zum Überführen der neuen Bobine aus dem Magazin zu einer der Bobinenlagerungen auf.

[0004] Die Bobinenspeichereinrichtung und die Bobinenwechseleinrichtung sind für alle Bobinen bestimmt, die üblicherweise in der Tabakindustrie verarbeitet werden, also für Bobinen aus Zigarettenpapier, Mundstück-Belagpapier, Filterumhüllungspapier oder ähnliche Materialien. Ein bevorzugtes Einsatzgebiet für Bobinenwechseleinrichtungen und Bobinenspeichervorrichtungen sind Strangmaschinen, wie z.B. Zigaretten- oder Filterstrangmaschinen. Aufgrund der hohen Produktionsleistung moderner Strangmaschinen muss ein Bobinenwechsel an diesen Maschinen relativ häufig und in sehr kurzer Zeit ausgeführt werden. Um diesen Anforderungen zu genügen, wurde der Bobinenwechsel an die weitgehend automatisch laufenden Strangmaschinen angepasst und automatisiert.

[0005] Darüber hinaus ist bekannt, eine Bobinenwechseleinheit räumlich getrennt von einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie aufzustellen, wobei der von einer Bobine abgezogene Hüllstreifen durch Transportkanäle zu der Maschine transportiert wird.

[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie zu verbessern, wobei der von einer Bobine abgezogene Hüllmaterialstreifen über eine längere Strecke zur Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie geführt wird.

[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Einrichtung zum Transport eines Hüllstreifens der Tabak verarbeitenden Industrie, umfassend einen Transportkanal für den Hüllstreifen, wobei die Einrichtung dadurch weitergebildet wird, dass ein Transportschlitten für den Hüllstreifen im Transportkanal vorgesehen ist. Durch den erfindungsgemäßen Transportschlitten wird eine Transportvorrichtung bereitgestellt, um einen von einer Bobine abgezogenen Hüllstreifen zu einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie zu fördern. Hierbei kann der Transportkanal geschlossen ausgebildet werden, so dass es möglich ist, den Transportkanal im Boden zu verlegen, wodurch der Boden insgesamt eben ausgebildet werden kann. Auch werden durch den geschlossenen Transportkanal Beschädigungen am geförderten Hüllstreifen vermieden.

[0008] Um den Transportschlitten im Transportkanal zu bewegen, ist wenigstens ein Antrieb für den Transportschlitten vorgesehen.

[0009] Ein Antrieb wird dadurch realisiert, wenn der Transportschlitten mittels wenigstens eines Zugseils im Transportkanal bewegbar ist.

[0010] Eine exakte Führung und Bewegbarkeit des Transportschlittens wird erreicht, wenn der Transportschlitten mittels zweier Zugseilwinden bewegbar ist. Hierbei ist der Transportschlitten zwischen den Zugseilwinden angeordnet, so dass der Transportschlitten im Transportkanal hin und her bewegbar geführt ist.

[0011] Um den Hüllstreifen an einer Bobinenwechseleinheit zu übernehmen und sicher durch den Transportkanal zu fördern, weist der Transportschlitten eine Klemmeinrichtung für den Hüllstreifen auf.

[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Klemmeinrichtung bei der Übergabe, insbesondere bei Empfang und/oder der Abgabe, des Hüllstreifens, vorzugsweise selbsttätig, zu öffnen ist. Die Klemmvorrichtung ist dabei so ausgestaltet, dass der Transportschlitten in eine Empfangsposition bringbar ist, wodurch die Klemmeinrichtung gelöst wird und ein Hüllstreifen eingelegt wird. Anschließend wird der Transportschlitten aus der Empfangsposition herausbewegt, so dass die Klemmeinrichtung geschlossen wird und der Transportschlitten zusammen mit dem eingeklemmten Ende des Hüllstreifens durch den Transportkanal zu einer Abgabeposition geführt wird. In der Abgabeposition wird die Klemmeinrichtung gelöst, so dass das eingeklemmte Ende des geförderten Hüllstreifens vom Bedienpersonal oder einem Arbeitsorgan erfasst wird und zur Weiterverarbeitung der Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie zugeführt wird.

[0013] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn der Transportschlitten zwischen einer Empfangsposition zum Empfang des Hüllstreifens und einer Abgabeposition zur Abgabe des Hüllstreifens bewegbar ist. Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, dass der Transportschlitten nach der Abgabe bzw. der Übergabe des Hüllstreifenendes während der Förderung des Hüllstreifens in die Ausgangsposition, d.h. Empfangsposition, zurückgefahren wird.

[0014] Um den Hüllstreifen zuverlässig an den Transportschlitten zu übergeben, ist vorteilhafterweise eine Einfädeleinrichtung für den Hüllstreifen zur Übergabe des Hüllstreifens an die Klemmvorrichtung des Transportschlittens vorgesehen.

[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens eine Führungseinrichtung für den Transportschlitten vorgesehen, so dass der Transportschlitten im Transportkanal wenigstens abschnittsweise geführt wird, so dass der Hüllstreifen zuverlässig im Transportkanal geführt wird.

[0016] Insbesondere ist hierbei vorgesehen, dass der Transportkanal wenigstens abschnittsweise als Führungseinrichtung für den Transportschlitten ausgebildet ist.

[0017] Wenn der Schlitten im Querschnitt eine im Wesentlichen rechteckige Grundform aufweist, kann der Transportschlitten durch eine ebenfalls rechteckige Innenkontur des Kanals geführt werden, so dass der Transportkanal form- und funktionskomplementär zum Transportschlitten ausgebildet ist. Damit wird eine präzise Führung des Transportschlittens in bestimmten Abschnitten des Transportkanals erreicht.

[0018] Weiterhin ist vorgesehen, dass der Transportkanal wenigstens teilweise als Führungskanal für den Transportschlitten ausgebildet ist.

[0019] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist eine Führungsschiene für den Transportschlitten wenigstens abschnittsweise vorgesehen, so dass beispielsweise ein im Querschnitt rechteckiger Transportschlitten durch einen im Querschnitt runden Transportkanalabschnitt exakt geführt wird, ohne dass der Transportschlitten an die Innenwandung des runden Transportkanals stößt.

[0020] Außerdem ist es vorteilhaft, wenn die Führungsschiene in sich verdreht oder verdrehbar ist, so dass der Hüllstreifen während seiner Förderung in einem bestimmten Bereich des Transportkanals getwistet wird.

[0021] Um ferner den Transportschlitten bzw. den Hüllstreifen von einem vertikalen Abschnitt des Transportkanals in einen horizontalen Abschnitt des Transportkanals bzw. umgekehrt zu fördern, ist wenigstens eine Umlenkeinrichtung für den Transportschlitten vorgesehen.

[0022] Bevorzugterweise weist die Umlenkeinrichtung hierzu eine Rollführung auf.

[0023] Gemäß eine vorteilhaften Weiterbildung der Einrichtung wird vorgeschlagen, dass eine Übergabehalteeinrichtung für den Hüllstreifen zur Abgabe des Hüllstreifens vorgesehen ist. Hierdurch wird bei der Abgabe des Hüllstreifens an ein Arbeitsorgan oder Förderorgan einer weiterverarbeitenden Maschine ein Zurückziehen oder Zurücklaufen des Hüllstreifens durch die Transporteinrichtung vermieden werden. Durch die Übergabehalteeinrichtung wird der Hüllstreifen einerseits an einer Rückwärtsbewegung gehindert und gleichzeitig zur Weiterverarbeitung bereitgestellt. Die Übergabehalteeinrichtung wird vorzugsweise erst dann betrieben, wenn nach dem Transport durch die Einrichtung der Hüllstreifen aus der Klemmeinrichtung bei der Abgabe des Hüllstreifens gelöst ist. Hierdurch wird die Abgabe an eine Maschine verbessert.

[0024] Ferner wird hierfür vorgeschlagen, dass die Übergabehalteeinrichtung wenigstens ein Walzenpaar aufweist.

[0025] Um den Hüllstreifen in eine Abgabeposition zu fördern, ist ferner ein Antrieb für eine Walze des Walzenpaares vorgesehen.

[0026] Nach der Abgabe des Hüllstreifens an eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie ist es nicht mehr erforderlich, dass die Walzen des Walzenpaares in berührenden Kontakt gehalten werden. Um die Walzen zu beabstanden, ist vorteilhafter Weise ein Hubantrieb für eine Walze des Walzenpaares vorgesehen. Dadurch ist es ferner möglich, den Transportschlitten zu seiner Anfangsposition zu fahren.

[0027] Ferner wird die Aufgabe gelöst durch eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Zigarettenstrangmaschine oder Filteransetzmaschine, die mit einer Einrichtung zum Transport eines Hüllstreifens der Tabak verarbeitenden Industrie ausgestattet ist. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird ausdrücklich auf die voranstehend beschriebene erfindungsgemäße Einrichtung mit einem Transportschlitten und einem Transportkanal für den Transportschlitten verwiesen.

[0028] Die Erfindung wird anhand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels exemplarisch und ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens beschrieben, wobei für alle im Text nicht näher beschriebenen erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
Fig. 1bis Fig. 3
jeweils perspektivische Ansichten einer Transporteinrichtung für einen Belagstreifen aus unterschiedlichen Blickwinkeln;
Fig. 4
Detailansicht eines Transportschlittens bei der Übergabe eines Belagpapierstreifens und
Fig. 5
eine perspektivische Ansicht einer Übergabehalteeinrichtung.


[0029] In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende Teile mit denselben Bezugsziffern bezeichnet, so dass von einer entsprechenden erneuten Vorstellung abgesehen wird.

[0030] In den Figuren 1 bis 3 sind jeweils verschiedene Ansichten einer Transporteinrichtung für einen Belagpapierstreifen 25 dargestellt. Der Belagpapierstreifen 25 wird von einer (hier nicht dargestellten) Bobine abgezogen, die auf einem Bobinenautomaten angeordnet ist. Der Belagpapierstreifen 25 wird über mehrere Rollen 11, 12, 13 zu einer Einfädeleinrichtung 10 (Fig. 4) transportiert. Nach der Einfädelung des Belagpierstreifens 25 in einen Transportschlitten 15 (vgl. Fig. 4) wird der Schlitten 15 mittels zweier Zugseile 16, 17, die am Transportschlitten 15 angeordnet sind, durch die verschiedenen Abschnitte der Transporteinrichtung bewegt und geführt.

[0031] Die Transporteinrichtung verfügt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel über zwei horizontale Transportbereiche A, B und einen dazwischen ausgebildeten vertikalen Transportabschnitt V.

[0032] Im horizontalen Transportabschnitt A ist ein im Querschnitt rechteckiger Transportkanal 30 für den Transportschlitten 15 ausgebildet. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die geometrischen Abmessungen des Transportkanals 30 im Inneren im Wesentlichen den äußeren Abmessungen des Transportschlittens 15 entsprechen, so dass der Transportschlitten 15 hierdurch im Transportabschnitt A schienenförmig geführt wird.

[0033] Um den Transportschlitten 15 aus dem horizontalen Transportabschnitt A in den vertikalen Transportabschnitt V überzuführen, ist eine Umlenkeinrichtung 40 vorgesehen. Darüber hinaus ist eine weitere Umlenkeinrichtung 41 vorgesehen, um den Schlitten aus dem vertikalen Transportabschnitt V nachfolgend in den oberen horizontalen Transportabschnitt B zu überführen.

[0034] Im in den Fig. 1 bis Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind der horizontale Transportabschnitt A und der horizontale Transportabschnitt B in einem Winkel zueinander angeordnet, so dass der Belagpapierstreifen 25 im Bereich des vertikalen Transportabschnittes V in sich verdreht bzw. getwistet ist. Diese Situation ist in Fig. 2 dargestellt, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit von der Darstellung von Elementen abgesehen wurde.

[0035] Die Umlenkeinrichtungen 40, 41 weisen eine Rollenführung für den Transportschlitten 15 auf, wobei die Zugseile 16, 17 über Nutenführungen in den Rollen der Umlenkeinrichtungen 40, 41 geführt werden

[0036] Um den Transportschlitten 15 im Bereich des vertikalen Transportabschnittes V zu führen, ist zwischen der unteren Umlenkeinrichtung 40 und der oberen Umlenkeinrichtung 41 eine Führungsschiene 45 angeordnet, die einen Twist aufweist. Dies ist in Fig. 3 veranschaulicht.

[0037] Nach der Überführung des Belagpapierstreifens 25 aus dem vertikalen Transportabschnitt V in den horizontalen Transportabschnitt B wird am Ende des Transportabschnitts B die Klemmung des Belagpapierstreifens 25 am Transportschlitten 15 gelöst. Am Ende des Transportabschnittes B ist eine Zugseilwinde 19 angeordnet, auf der das Zugseil 17 vollständig aufgewickelt ist. Am Anfang des Transportabschnittes A ist ebenfalls eine Zugseilwinde 18 für das Zugseil 16 vorgesehen.

[0038] Durch den synchronisierten Antrieb der beiden Zugseilwinden 18, 19 wird der Transportschlitten 15 in den Transportabschnitten A, V, B hin und her bewegt. Nach der Lösung der Klemmung des Belagpapierstreifens 25 im oberen horizontalen Transportabschnitt B wird der Belagpapierstreifen über weitere Förderorgane zur Weiterverarbeitung an einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, z.B. Zigarettenstrangmaschine gefördert.

[0039] Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, nach Abgabe des Belagpapierstreifens 25 den Transportschlitten 15 in seine Ausgangsposition (Fig. 4) zurück zu fahren, während der Belagpapierstreifen 25 in entgegengesetzter Transportrichtung gefördert wird.

[0040] In Fig. 4 ist eine Detailansicht der Einfädeleinrichtung 10 dargestellt. Der Transportschlitten 15 verfügt über eine federbelastete Klemmeinrichtung mit einem Klemmbügel 20, wobei in der Empfangsposition des Belagpapierstreifens 25 der Klemmbügel 20 vom Transportschlitten 15 gelöst wird, so dass das Ende des Belagpapierstreifens 25 zwischen dem Klemmbügel 25 und dem Transportschlitten 15 verklemmt wird.

[0041] Nach dem Einfädeln des Belagpapierstreifens 25 wird der Transportschlitten 15 mittels der Seilzüge 16, 17 durch den Transportkanal 30 (Fig. 1) gezogen. Anschließend wird der Transportschlitten 15 zusammen mit dem eingeklemmten Belagpapierstreifen 25 durch die Umlenkeinrichtung 40, den vertikalen Transportabschnitt V sowie über die Umlenkeinrichtung 41 in den horizontalen oberen Transportabschnitt B gebracht.

[0042] In Fig. 5 ist ein Ausschnitt aus dem horizontalen Transportabschnitt B gezeigt, wobei aus Gründen der besseren Darstellbarkeit, der Transportabschnitt B umgedreht ist. In Förderrichtung des Belagpapierstreifens im horizontalen Transportabschnitt B ist vor der Zugseilwinde (vgl. Fig. 2, Bezugszeichen 19) eine Übergabehalteeinrichtung 50 vorgesehen. Die Übergabehalteeinrichtung 50 wird aktiviert, nachdem der Belagpapierstreifen aus dem Transportschlitten durch Lösen der Klemmeinrichtung des Transportschlittens gelöst wurde.

[0043] Die Übergabehalteeinrichtung 50 besteht aus einem Walzenpaar mit einer unteren Walze 51 und einer oberen mitlaufenden Walze 52.

[0044] Die Walze 51 wird mittels eines Motors 54 angetrieben. Um eine Klemmung des Belagpapierstreifens zwischen der Walze 51 und der Walze 52 zu erreichen, wird die Walze 52, die an einer Halterung 56 angeordnet ist, über einen Hubantrieb 53 quer, insbesondere senkrecht, zur Laufrichtung des Belagpapierstreifens linear bewegt, bis der Belagpapierstreifen zwischen den Walzen 51 und 52 in berührender Weise anliegt.

[0045] Die Walzen 51, 52 werden zusammengeführt, nachdem der Transportschlitten den Belagpapierstreifen durch den Kanal des horizontalen Transportabschnittes B gezogen hat und bevor die Klemmung des Belagpapierstreifens gelöst wird. Durch die Klemmung des Belagpapierstreifens zwischen den Walzen 51, 52 wird ein Zurückrutschen des Belagpapierstreifens verhindert. Mittels der angetriebenen Walze 51 wird der eingeklemmte Belagpapierstreifen weitergefördert, bis der Belagpapierstreifen von einem weiteren Arbeitsorgan, beispielsweise einer Weiterverarbeitungsmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie, erfasst wird. Anschließend werden die Walzen 51, 52 durch Aktivierung des Linearantriebs 53 beabstandet, so dass zwischen den Walzen 51, 52 der Transportschlitten in seine Startposition am unteren Ende des Transportabschnittes A (vgl. Fig. 1, Fig. 4) zurückgefahren wird.

Bezugszeichenliste



[0046] 
10
Einfädeleinrichtung
11
Rolle
12
Rolle
13
Rolle
15
Transportschlitten
16
Zugseil
17
Zugseil
18
Zugseilwinde
19
Zugseilwinde
20
Klemmbügel
25
Belagpapierstreifen
30
Transportkanal
40
Umlenkeinrichtung
41
Umlenkeinrichtung
45
Führungsschiene
50
Übergabehalteeinrichtung
51
Walze
52
Walze
53
Linearantrieb
54
Antrieb
56
Halterung
A
horizontaler Transportabschnitt
B
horizontaler Transportabschnitt
V
vertikaler Transportabschnitt



Ansprüche

1. Einrichtung zum Transport eines Hüllstreifens (25) der Tabak verarbeitenden Industrie, umfassend einen Transportkanal (30) für den Hüllstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Transportschlitten (15) für den Hüllstreifen (25) im Transportkanal (30) vorgesehen ist.
 
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Antrieb (18, 19) für den Transportschlitten (15) vorgesehen ist.
 
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportschlitten (15) mittels wenigstens eines Zugseils (16, 17) im Transportkanal (30) bewegbar ist.
 
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportschlitten (15) mittels zweier Zugseilwinden (18, 19) bewegbar ist.
 
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportschlitten (15) eine Klemmeinrichtung für den Hüllstreifen (25) aufweist.
 
6. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung bei der Übergabe, insbesondere bei Empfang und/oder der Abgabe, des Hüllstreifens (25), vorzugsweise selbsttätig, geöffnet ist.
 
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportschlitten (15) zwischen einer Empfangsposition zum Empfang des Hüllstreifens (25) und einer Abgabeposition zur Abgabe des Hüllstreifens (25) bewegbar ist.
 
8. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einfädeleinrichtung (10) für den Hüllstreifen (25) zur Übergabe des Hüllstreifens (25) an die Klemmvorrichtung vorgesehen ist.
 
9. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Führungseinrichtung (30, 40, 41, 42) für den Transportschlitten (15) vorgesehen ist.
 
10. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportkanal (30) wenigstens abschnittsweise als Führungseinrichtung für den Transportschlitten (15) ausgebildet ist.
 
11. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportkanal (30) formund funktionskomplementär zum Transportschlitten (15) ausgebildet ist.
 
12. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportkanal (30) wenigstens teilweise als Führungskanal für den Transportschlitten (15) ausgebildet ist.
 
13. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsschiene (42) für den Transportschlitten (15) wenigstens abschnittsweise vorgesehen ist.
 
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (42) in sich verdreht oder verdrehbar ist.
 
15. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Umlenkeinrichtung (40, 41) für den Transportschlitten (15) vorgesehen ist.
 
16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinrichtung (40, 41) eine Rollführung aufweist.
 
17. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übergabehalteeinrichtung (50) für den Hüllstreifen (25) zur Abgabe des Hüllstreifens (25) vorgesehen ist.
 
18. Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabehalteeinrichtung (50) wenigstens ein Walzenpaar (51, 52) aufweist.
 
19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb (54) für eine Walze (51) des Walzenpaares (51, 52) vorgesehen ist.
 
20. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hubantrieb (53) für eine Walze (52) des Walzenpaares (51, 52) vorgesehen ist.
 
21. Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Zigarettenstrangmaschine oder Filteransetzmaschine, mit einer Einrichtung zum Transport eines Hüllstreifens (25) der Tabak verarbeitenden Industrie nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht