[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Transport eines Hüllstreifens der Tabak
verarbeitenden Industrie, umfassend einen Transportkanal für den Hüllstreifen. Ferner
betrifft die Erfindung eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere
Zigarettenstrangmaschine oder Filteransetzmaschine.
[0002] In der Tabak verarbeitenden Industrie werden Umhüllungspapierstreifen von Bobinen
abgezogen und zu einem Formatband transportiert, sodass der Umhüllungspapierstreifen
um einen vom Formatband transportierten Tabakstrang herumgelegt wird.
[0003] Aus DE-A-199 28 867 ist eine Transporteinrichtung für einen von einer Bobine abgezogenen
Hüllmaterialstreifen der Tabak verarbeitenden Industrie bekannt. Darüber hinaus ist
in DE-C-34 41 872 eine Bobinenwechseleinheit für Maschinen der Tabak verarbeitenden
Industrie beschrieben, wobei die Bobinenwechseleinheit durch eine Streifenförderbahn
mit einer Zigarettenstrangmaschine verbunden ist. Eine derartige Bobinenwechseleinheit
weist zwei Bobinenlagerungen für eine ablaufende Bobine und für eine neue Bobine sowie
ein Magazin für neue Bobinen und ein Zuführmittel zum Überführen der neuen Bobine
aus dem Magazin zu einer der Bobinenlagerungen auf.
[0004] Die Bobinenspeichereinrichtung und die Bobinenwechseleinrichtung sind für alle Bobinen
bestimmt, die üblicherweise in der Tabakindustrie verarbeitet werden, also für Bobinen
aus Zigarettenpapier, Mundstück-Belagpapier, Filterumhüllungspapier oder ähnliche
Materialien. Ein bevorzugtes Einsatzgebiet für Bobinenwechseleinrichtungen und Bobinenspeichervorrichtungen
sind Strangmaschinen, wie z.B. Zigaretten- oder Filterstrangmaschinen. Aufgrund der
hohen Produktionsleistung moderner Strangmaschinen muss ein Bobinenwechsel an diesen
Maschinen relativ häufig und in sehr kurzer Zeit ausgeführt werden. Um diesen Anforderungen
zu genügen, wurde der Bobinenwechsel an die weitgehend automatisch laufenden Strangmaschinen
angepasst und automatisiert.
[0005] Darüber hinaus ist bekannt, eine Bobinenwechseleinheit räumlich getrennt von einer
Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie aufzustellen, wobei der von einer Bobine
abgezogene Hüllstreifen durch Transportkanäle zu der Maschine transportiert wird.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie zu verbessern, wobei der von einer
Bobine abgezogene Hüllmaterialstreifen über eine längere Strecke zur Maschine der
Tabak verarbeitenden Industrie geführt wird.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Einrichtung zum Transport eines Hüllstreifens
der Tabak verarbeitenden Industrie, umfassend einen Transportkanal für den Hüllstreifen,
wobei die Einrichtung dadurch weitergebildet wird, dass ein Transportschlitten für
den Hüllstreifen im Transportkanal vorgesehen ist. Durch den erfindungsgemäßen Transportschlitten
wird eine Transportvorrichtung bereitgestellt, um einen von einer Bobine abgezogenen
Hüllstreifen zu einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie zu fördern. Hierbei
kann der Transportkanal geschlossen ausgebildet werden, so dass es möglich ist, den
Transportkanal im Boden zu verlegen, wodurch der Boden insgesamt eben ausgebildet
werden kann. Auch werden durch den geschlossenen Transportkanal Beschädigungen am
geförderten Hüllstreifen vermieden.
[0008] Um den Transportschlitten im Transportkanal zu bewegen, ist wenigstens ein Antrieb
für den Transportschlitten vorgesehen.
[0009] Ein Antrieb wird dadurch realisiert, wenn der Transportschlitten mittels wenigstens
eines Zugseils im Transportkanal bewegbar ist.
[0010] Eine exakte Führung und Bewegbarkeit des Transportschlittens wird erreicht, wenn
der Transportschlitten mittels zweier Zugseilwinden bewegbar ist. Hierbei ist der
Transportschlitten zwischen den Zugseilwinden angeordnet, so dass der Transportschlitten
im Transportkanal hin und her bewegbar geführt ist.
[0011] Um den Hüllstreifen an einer Bobinenwechseleinheit zu übernehmen und sicher durch
den Transportkanal zu fördern, weist der Transportschlitten eine Klemmeinrichtung
für den Hüllstreifen auf.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die
Klemmeinrichtung bei der Übergabe, insbesondere bei Empfang und/oder der Abgabe, des
Hüllstreifens, vorzugsweise selbsttätig, zu öffnen ist. Die Klemmvorrichtung ist dabei
so ausgestaltet, dass der Transportschlitten in eine Empfangsposition bringbar ist,
wodurch die Klemmeinrichtung gelöst wird und ein Hüllstreifen eingelegt wird. Anschließend
wird der Transportschlitten aus der Empfangsposition herausbewegt, so dass die Klemmeinrichtung
geschlossen wird und der Transportschlitten zusammen mit dem eingeklemmten Ende des
Hüllstreifens durch den Transportkanal zu einer Abgabeposition geführt wird. In der
Abgabeposition wird die Klemmeinrichtung gelöst, so dass das eingeklemmte Ende des
geförderten Hüllstreifens vom Bedienpersonal oder einem Arbeitsorgan erfasst wird
und zur Weiterverarbeitung der Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie zugeführt
wird.
[0013] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn der Transportschlitten zwischen einer Empfangsposition
zum Empfang des Hüllstreifens und einer Abgabeposition zur Abgabe des Hüllstreifens
bewegbar ist. Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, dass der Transportschlitten
nach der Abgabe bzw. der Übergabe des Hüllstreifenendes während der Förderung des
Hüllstreifens in die Ausgangsposition, d.h. Empfangsposition, zurückgefahren wird.
[0014] Um den Hüllstreifen zuverlässig an den Transportschlitten zu übergeben, ist vorteilhafterweise
eine Einfädeleinrichtung für den Hüllstreifen zur Übergabe des Hüllstreifens an die
Klemmvorrichtung des Transportschlittens vorgesehen.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens eine Führungseinrichtung für
den Transportschlitten vorgesehen, so dass der Transportschlitten im Transportkanal
wenigstens abschnittsweise geführt wird, so dass der Hüllstreifen zuverlässig im Transportkanal
geführt wird.
[0016] Insbesondere ist hierbei vorgesehen, dass der Transportkanal wenigstens abschnittsweise
als Führungseinrichtung für den Transportschlitten ausgebildet ist.
[0017] Wenn der Schlitten im Querschnitt eine im Wesentlichen rechteckige Grundform aufweist,
kann der Transportschlitten durch eine ebenfalls rechteckige Innenkontur des Kanals
geführt werden, so dass der Transportkanal form- und funktionskomplementär zum Transportschlitten
ausgebildet ist. Damit wird eine präzise Führung des Transportschlittens in bestimmten
Abschnitten des Transportkanals erreicht.
[0018] Weiterhin ist vorgesehen, dass der Transportkanal wenigstens teilweise als Führungskanal
für den Transportschlitten ausgebildet ist.
[0019] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist eine Führungsschiene für den
Transportschlitten wenigstens abschnittsweise vorgesehen, so dass beispielsweise ein
im Querschnitt rechteckiger Transportschlitten durch einen im Querschnitt runden Transportkanalabschnitt
exakt geführt wird, ohne dass der Transportschlitten an die Innenwandung des runden
Transportkanals stößt.
[0020] Außerdem ist es vorteilhaft, wenn die Führungsschiene in sich verdreht oder verdrehbar
ist, so dass der Hüllstreifen während seiner Förderung in einem bestimmten Bereich
des Transportkanals getwistet wird.
[0021] Um ferner den Transportschlitten bzw. den Hüllstreifen von einem vertikalen Abschnitt
des Transportkanals in einen horizontalen Abschnitt des Transportkanals bzw. umgekehrt
zu fördern, ist wenigstens eine Umlenkeinrichtung für den Transportschlitten vorgesehen.
[0022] Bevorzugterweise weist die Umlenkeinrichtung hierzu eine Rollführung auf.
[0023] Gemäß eine vorteilhaften Weiterbildung der Einrichtung wird vorgeschlagen, dass eine
Übergabehalteeinrichtung für den Hüllstreifen zur Abgabe des Hüllstreifens vorgesehen
ist. Hierdurch wird bei der Abgabe des Hüllstreifens an ein Arbeitsorgan oder Förderorgan
einer weiterverarbeitenden Maschine ein Zurückziehen oder Zurücklaufen des Hüllstreifens
durch die Transporteinrichtung vermieden werden. Durch die Übergabehalteeinrichtung
wird der Hüllstreifen einerseits an einer Rückwärtsbewegung gehindert und gleichzeitig
zur Weiterverarbeitung bereitgestellt. Die Übergabehalteeinrichtung wird vorzugsweise
erst dann betrieben, wenn nach dem Transport durch die Einrichtung der Hüllstreifen
aus der Klemmeinrichtung bei der Abgabe des Hüllstreifens gelöst ist. Hierdurch wird
die Abgabe an eine Maschine verbessert.
[0024] Ferner wird hierfür vorgeschlagen, dass die Übergabehalteeinrichtung wenigstens ein
Walzenpaar aufweist.
[0025] Um den Hüllstreifen in eine Abgabeposition zu fördern, ist ferner ein Antrieb für
eine Walze des Walzenpaares vorgesehen.
[0026] Nach der Abgabe des Hüllstreifens an eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie
ist es nicht mehr erforderlich, dass die Walzen des Walzenpaares in berührenden Kontakt
gehalten werden. Um die Walzen zu beabstanden, ist vorteilhafter Weise ein Hubantrieb
für eine Walze des Walzenpaares vorgesehen. Dadurch ist es ferner möglich, den Transportschlitten
zu seiner Anfangsposition zu fahren.
[0027] Ferner wird die Aufgabe gelöst durch eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie,
insbesondere Zigarettenstrangmaschine oder Filteransetzmaschine, die mit einer Einrichtung
zum Transport eines Hüllstreifens der Tabak verarbeitenden Industrie ausgestattet
ist. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird ausdrücklich auf die voranstehend beschriebene
erfindungsgemäße Einrichtung mit einem Transportschlitten und einem Transportkanal
für den Transportschlitten verwiesen.
[0028] Die Erfindung wird anhand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
exemplarisch und ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens beschrieben,
wobei für alle im Text nicht näher beschriebenen erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich
auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1bis Fig. 3
- jeweils perspektivische Ansichten einer Transporteinrichtung für einen Belagstreifen
aus unterschiedlichen Blickwinkeln;
- Fig. 4
- Detailansicht eines Transportschlittens bei der Übergabe eines Belagpapierstreifens
und
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht einer Übergabehalteeinrichtung.
[0029] In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende
Teile mit denselben Bezugsziffern bezeichnet, so dass von einer entsprechenden erneuten
Vorstellung abgesehen wird.
[0030] In den Figuren 1 bis 3 sind jeweils verschiedene Ansichten einer Transporteinrichtung
für einen Belagpapierstreifen 25 dargestellt. Der Belagpapierstreifen 25 wird von
einer (hier nicht dargestellten) Bobine abgezogen, die auf einem Bobinenautomaten
angeordnet ist. Der Belagpapierstreifen 25 wird über mehrere Rollen 11, 12, 13 zu
einer Einfädeleinrichtung 10 (Fig. 4) transportiert. Nach der Einfädelung des Belagpierstreifens
25 in einen Transportschlitten 15 (vgl. Fig. 4) wird der Schlitten 15 mittels zweier
Zugseile 16, 17, die am Transportschlitten 15 angeordnet sind, durch die verschiedenen
Abschnitte der Transporteinrichtung bewegt und geführt.
[0031] Die Transporteinrichtung verfügt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel über zwei
horizontale Transportbereiche A, B und einen dazwischen ausgebildeten vertikalen Transportabschnitt
V.
[0032] Im horizontalen Transportabschnitt A ist ein im Querschnitt rechteckiger Transportkanal
30 für den Transportschlitten 15 ausgebildet. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass
die geometrischen Abmessungen des Transportkanals 30 im Inneren im Wesentlichen den
äußeren Abmessungen des Transportschlittens 15 entsprechen, so dass der Transportschlitten
15 hierdurch im Transportabschnitt A schienenförmig geführt wird.
[0033] Um den Transportschlitten 15 aus dem horizontalen Transportabschnitt A in den vertikalen
Transportabschnitt V überzuführen, ist eine Umlenkeinrichtung 40 vorgesehen. Darüber
hinaus ist eine weitere Umlenkeinrichtung 41 vorgesehen, um den Schlitten aus dem
vertikalen Transportabschnitt V nachfolgend in den oberen horizontalen Transportabschnitt
B zu überführen.
[0034] Im in den Fig. 1 bis Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind der horizontale
Transportabschnitt A und der horizontale Transportabschnitt B in einem Winkel zueinander
angeordnet, so dass der Belagpapierstreifen 25 im Bereich des vertikalen Transportabschnittes
V in sich verdreht bzw. getwistet ist. Diese Situation ist in Fig. 2 dargestellt,
wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit von der Darstellung von Elementen abgesehen
wurde.
[0035] Die Umlenkeinrichtungen 40, 41 weisen eine Rollenführung für den Transportschlitten
15 auf, wobei die Zugseile 16, 17 über Nutenführungen in den Rollen der Umlenkeinrichtungen
40, 41 geführt werden
[0036] Um den Transportschlitten 15 im Bereich des vertikalen Transportabschnittes V zu
führen, ist zwischen der unteren Umlenkeinrichtung 40 und der oberen Umlenkeinrichtung
41 eine Führungsschiene 45 angeordnet, die einen Twist aufweist. Dies ist in Fig.
3 veranschaulicht.
[0037] Nach der Überführung des Belagpapierstreifens 25 aus dem vertikalen Transportabschnitt
V in den horizontalen Transportabschnitt B wird am Ende des Transportabschnitts B
die Klemmung des Belagpapierstreifens 25 am Transportschlitten 15 gelöst. Am Ende
des Transportabschnittes B ist eine Zugseilwinde 19 angeordnet, auf der das Zugseil
17 vollständig aufgewickelt ist. Am Anfang des Transportabschnittes A ist ebenfalls
eine Zugseilwinde 18 für das Zugseil 16 vorgesehen.
[0038] Durch den synchronisierten Antrieb der beiden Zugseilwinden 18, 19 wird der Transportschlitten
15 in den Transportabschnitten A, V, B hin und her bewegt. Nach der Lösung der Klemmung
des Belagpapierstreifens 25 im oberen horizontalen Transportabschnitt B wird der Belagpapierstreifen
über weitere Förderorgane zur Weiterverarbeitung an einer Maschine der Tabak verarbeitenden
Industrie, z.B. Zigarettenstrangmaschine gefördert.
[0039] Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, nach Abgabe des Belagpapierstreifens 25 den
Transportschlitten 15 in seine Ausgangsposition (Fig. 4) zurück zu fahren, während
der Belagpapierstreifen 25 in entgegengesetzter Transportrichtung gefördert wird.
[0040] In Fig. 4 ist eine Detailansicht der Einfädeleinrichtung 10 dargestellt. Der Transportschlitten
15 verfügt über eine federbelastete Klemmeinrichtung mit einem Klemmbügel 20, wobei
in der Empfangsposition des Belagpapierstreifens 25 der Klemmbügel 20 vom Transportschlitten
15 gelöst wird, so dass das Ende des Belagpapierstreifens 25 zwischen dem Klemmbügel
25 und dem Transportschlitten 15 verklemmt wird.
[0041] Nach dem Einfädeln des Belagpapierstreifens 25 wird der Transportschlitten 15 mittels
der Seilzüge 16, 17 durch den Transportkanal 30 (Fig. 1) gezogen. Anschließend wird
der Transportschlitten 15 zusammen mit dem eingeklemmten Belagpapierstreifen 25 durch
die Umlenkeinrichtung 40, den vertikalen Transportabschnitt V sowie über die Umlenkeinrichtung
41 in den horizontalen oberen Transportabschnitt B gebracht.
[0042] In Fig. 5 ist ein Ausschnitt aus dem horizontalen Transportabschnitt B gezeigt, wobei
aus Gründen der besseren Darstellbarkeit, der Transportabschnitt B umgedreht ist.
In Förderrichtung des Belagpapierstreifens im horizontalen Transportabschnitt B ist
vor der Zugseilwinde (vgl. Fig. 2, Bezugszeichen 19) eine Übergabehalteeinrichtung
50 vorgesehen. Die Übergabehalteeinrichtung 50 wird aktiviert, nachdem der Belagpapierstreifen
aus dem Transportschlitten durch Lösen der Klemmeinrichtung des Transportschlittens
gelöst wurde.
[0043] Die Übergabehalteeinrichtung 50 besteht aus einem Walzenpaar mit einer unteren Walze
51 und einer oberen mitlaufenden Walze 52.
[0044] Die Walze 51 wird mittels eines Motors 54 angetrieben. Um eine Klemmung des Belagpapierstreifens
zwischen der Walze 51 und der Walze 52 zu erreichen, wird die Walze 52, die an einer
Halterung 56 angeordnet ist, über einen Hubantrieb 53 quer, insbesondere senkrecht,
zur Laufrichtung des Belagpapierstreifens linear bewegt, bis der Belagpapierstreifen
zwischen den Walzen 51 und 52 in berührender Weise anliegt.
[0045] Die Walzen 51, 52 werden zusammengeführt, nachdem der Transportschlitten den Belagpapierstreifen
durch den Kanal des horizontalen Transportabschnittes B gezogen hat und bevor die
Klemmung des Belagpapierstreifens gelöst wird. Durch die Klemmung des Belagpapierstreifens
zwischen den Walzen 51, 52 wird ein Zurückrutschen des Belagpapierstreifens verhindert.
Mittels der angetriebenen Walze 51 wird der eingeklemmte Belagpapierstreifen weitergefördert,
bis der Belagpapierstreifen von einem weiteren Arbeitsorgan, beispielsweise einer
Weiterverarbeitungsmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie, erfasst wird. Anschließend
werden die Walzen 51, 52 durch Aktivierung des Linearantriebs 53 beabstandet, so dass
zwischen den Walzen 51, 52 der Transportschlitten in seine Startposition am unteren
Ende des Transportabschnittes A (vgl. Fig. 1, Fig. 4) zurückgefahren wird.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 10
- Einfädeleinrichtung
- 11
- Rolle
- 12
- Rolle
- 13
- Rolle
- 15
- Transportschlitten
- 16
- Zugseil
- 17
- Zugseil
- 18
- Zugseilwinde
- 19
- Zugseilwinde
- 20
- Klemmbügel
- 25
- Belagpapierstreifen
- 30
- Transportkanal
- 40
- Umlenkeinrichtung
- 41
- Umlenkeinrichtung
- 45
- Führungsschiene
- 50
- Übergabehalteeinrichtung
- 51
- Walze
- 52
- Walze
- 53
- Linearantrieb
- 54
- Antrieb
- 56
- Halterung
- A
- horizontaler Transportabschnitt
- B
- horizontaler Transportabschnitt
- V
- vertikaler Transportabschnitt
1. Einrichtung zum Transport eines Hüllstreifens (25) der Tabak verarbeitenden Industrie,
umfassend einen Transportkanal (30) für den Hüllstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Transportschlitten (15) für den Hüllstreifen (25) im Transportkanal (30) vorgesehen
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Antrieb (18, 19) für den Transportschlitten (15) vorgesehen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportschlitten (15) mittels wenigstens eines Zugseils (16, 17) im Transportkanal
(30) bewegbar ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportschlitten (15) mittels zweier Zugseilwinden (18, 19) bewegbar ist.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportschlitten (15) eine Klemmeinrichtung für den Hüllstreifen (25) aufweist.
6. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung bei der Übergabe, insbesondere bei Empfang und/oder der Abgabe,
des Hüllstreifens (25), vorzugsweise selbsttätig, geöffnet ist.
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportschlitten (15) zwischen einer Empfangsposition zum Empfang des Hüllstreifens
(25) und einer Abgabeposition zur Abgabe des Hüllstreifens (25) bewegbar ist.
8. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einfädeleinrichtung (10) für den Hüllstreifen (25) zur Übergabe des Hüllstreifens
(25) an die Klemmvorrichtung vorgesehen ist.
9. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Führungseinrichtung (30, 40, 41, 42) für den Transportschlitten (15)
vorgesehen ist.
10. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportkanal (30) wenigstens abschnittsweise als Führungseinrichtung für den
Transportschlitten (15) ausgebildet ist.
11. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportkanal (30) formund funktionskomplementär zum Transportschlitten (15)
ausgebildet ist.
12. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportkanal (30) wenigstens teilweise als Führungskanal für den Transportschlitten
(15) ausgebildet ist.
13. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsschiene (42) für den Transportschlitten (15) wenigstens abschnittsweise
vorgesehen ist.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (42) in sich verdreht oder verdrehbar ist.
15. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Umlenkeinrichtung (40, 41) für den Transportschlitten (15) vorgesehen
ist.
16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinrichtung (40, 41) eine Rollführung aufweist.
17. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übergabehalteeinrichtung (50) für den Hüllstreifen (25) zur Abgabe des Hüllstreifens
(25) vorgesehen ist.
18. Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabehalteeinrichtung (50) wenigstens ein Walzenpaar (51, 52) aufweist.
19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb (54) für eine Walze (51) des Walzenpaares (51, 52) vorgesehen ist.
20. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hubantrieb (53) für eine Walze (52) des Walzenpaares (51, 52) vorgesehen ist.
21. Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Zigarettenstrangmaschine
oder Filteransetzmaschine, mit einer Einrichtung zum Transport eines Hüllstreifens
(25) der Tabak verarbeitenden Industrie nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
20.