[0001] Die Erfindung betrifft einen Fingerprotektor, welcher zweiteilig ausgebildet ist
und insbesondere in Sporthandschuhen, hierbei vor allem in Torwarthandschuhen, angewendet
wird.
[0002] Derartige Fingerprotektoren haben den Zweck, einen verbesserten Schutz der einzelnen
Finger zu gewährleisten. Sie finden in Torwarthandschuhen, Motorradhandschuhen, Carvinghandschuhen,
. Arbeitshandschuhen oder dergleichen Anwendung, wobei sie neben der Schutzwirkung
für den zugeordneten Finger gleichzeitig die natürliche Funktion des einzelnen Fingers
möglichst nicht beeinträchtigen sollen. Am Beispiel eines Torwarthandschuhes ist erkennbar,
daß eine besondere Gefahr für den einzelnen Finger insbesondere dann besteht, wenn
ein scharf geschossener Ball in einer Linie mit der Längserstreckung eines Fingers
auf den ausgestreckten Finger auftrifft. Eine weitere Gefahrenquelle sind Fremdeinwirkungen
zum Beispiel beim Aufprall an Torpfosten oder durch Gegenspieler, welche mit ihren
Stollen auf die Hand des Torwarts treten könnten. Hier können erhebliche Verletzungen
auftreten.
[0003] Aus der Praxis ist eine Bauform derartiger Fingerprotektoren bekannt geworden, bei
der dieser zweiteilig ausgebildet ist. Der Fingerprotektor weist hierbei ein Außenteil
mit einem langgestreckten, erhabenen Mittelteil und seitlich abstehenden ebenen Rändern
bzw. Gurtbändern auf. Im Mittelteil sind beabstandete Querschlitze ausgebildet, in
welche Spreizstege eines Innenteils eingreifen, welches innerhalb des erhabenen Mittelteils
des Außenteils angeordnet ist. Die Spreizstege des Innenteils sind hierbei an beiden
Seiten durch Zugstege miteinander verbunden. In einer zusammengefügten Stellung ergibt
sich bei dieser Bauweise eine Vorkrümmung, da die Spreizstege die Ränder der Querschlitze
auseinander drücken. Kommt es bei einem mit diesem Fingerprotektor ausgerüsteten Handschuh
zu einer Belastung im Sinne einer Überdehnung in Richtung auf den Handrücken, so geraten
die Spreizstege unter Druck, wobei dieser Druck von den Rändern der Querschlitze übertragen
wird. Die dabei auftretenden Zugreaktionskräfte werden durch die Gurtbänder am Außenteil
und die Zugstege am Innenteil aufgenommen. Die Gurtbänder sind hierbei üblicherweise
eben, damit sie einer Biegung des Grundteils nicht zusätzlich Formwiderstand entgegensetzen,
sondern bei einer derartigen Biegung zum Beispiel zum Schließen einer Faust in ihre
Ebene gekrümmt werden.
[0004] Nachteilig bei diesen bekannten Fingerprotektoren ist insbesondere die aufwendige
Herstellungsweise. So werden die Innen- und Außenteile separat voneinander in unterschiedlichen
Formwerkzeugen ausgebildet, wobei für jede Fingerlänge d.h. Außenteillänge ein separates
Werkzeug erforderlich ist. Dabei weist das Außenteil an jedem Ende ein Endstück auf,
während das Innenteil lediglich aus den beiden Zugstegen und den quer liegenden, diese
verbindenden Spreizstegen, bestehen. Diese Innenteile werden daher so spritz-gegossen,
daß mehrere Anspritzkanäle an wenigstens einer Längsseite, d.h. einem Zugsteg, angreifen
und das Spritzgießmaterial in die Form einbringen. Dies hat jedoch den Nachteil, daß
das spritzgegossene Material innerhalb des Werkstücks aufeinander trifft, so daß sich
Schwachstellen durch nicht optimale Verbindung des Materials an dieser Stelle ergeben
können. Die filigranen Innenteile sind daher nur mit erheblichem Aufwand herstellbar.
[0005] Darüber hinaus sind wenigstens zwei komplette Formwerkzeuge erforderlich, um die
Komponenten des Fingerprotektors nur für eine Fingerlänge herzustellen, was nachteilig
im Hinblick auf die Werkzeugkosten ist. Ferner ist es aufwendig, die so spritz-gegossenen
Teile, da sie von unterschiedlichen Fertigungsstellen kommen, einander richtig zuzuordnen.
Dies erschwert die Montage.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Fingerprotektor bereitzustellen,
welcher mit vereinfachtem Aufwand hergestellt werden kann. Zudem soll auch ein vereinfachtes
Verfahren zur Herstellung dieses Fingerprotektors geschaffen werden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Fingerprotektor mit den Merkmalen des Anspruches 1
sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 6 gelöst.
[0008] Der Erfindung liegt der neue Gedanke zugrunde, die beiden Komponenten des Fingerprotektors,
nämlich das Innenteil und das Außenteil, in günstiger Weise derart zu gestalten, daß
sich diese in einfacherer Weise und in einem einzigen Werkzeug spritzgießen lassen.
Hierzu ist an jedem dieser Teile ein Endstück vorgesehen im Gegensatz zum Stand der
Technik, bei dem beide Endstücke am Außenteil angeordnet waren. Damit wird als wesentlicher
Vorteil erreicht, daß beide Teile zunächst auf die maximal vorgesehene Länge gefertigt
werden können, und dann ohne weiteres eine Kürzung auf die gewünschte Länge angesichts
des zugeordneten Fingers vorgenommen werden kann. Beide Teile müssen daher nicht mehr
jeweils in einem gesonderten Werkzeug exakt ent-sprechend der jeweiligen Fingerlänge
gefertigt werden.
[0009] Im Gegensatz zum Stand der Technik, in dem zu jeder Fingerlänge somit ein spezielles
Formwerkzeug erforderlich war, kann erfindungsgemäß nunmehr mit einem einzigen Werkzeug
gearbeitet werden. Als weiterer Vorteil ist hierbei zu sehen, daß die Ablängung der
Teile auf die gewünschte Länge in einem Zuge mit der Abtrennung der Teile vom Anguß
erfolgen kann. Hierzu ist der Anguß also lediglich entweder ganz an der zugeordneten
Endseite der Teile abzutrennen, oder wahlweise ein, zwei, drei etc. Glieder versetzt
innerhalb der Teile, wobei die dann am Anguß verbleibenden Glieder Abfall sind.
[0010] In einer besonders bevorzugten Verfahrensweise können hierbei beispielsweise je zwei
Außen- und zwei Innenteile in einem Formwerkzeug hergestellt werden, wobei dann je
ein Außen- und ein Innenteil unmittelbar benachbart zueinander auf einer Seite des
zentral angeordneten Angußes parallel zueinander vorlegen können. Die Ablängung dieser
beiden einander zugeordneten Teile des erfindungsgemäßen Fingerprotektors kann dann
mit einem Schnitt erfolgen, so daß sowohl das Innen- als auch das Außenteil somit
in einem Schritt auf die gewünschte Länge gebracht ist.
[0011] Der erfindungsgemäße Fingerprotektor läßt sich somit sehr rationell und kosten-günstig
fertigen.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0013] Durch den formschlüssigen Eingriff der Querstege am Außenteil mit den Spreizstegen
des Innenteils gemäß Anspruch 2 wird eine vorteilhafte Seitenführung zur Verhinderung
einer Torsion eines Fingers erreicht. Ferner können Stöße in Längsrichtung des Fingerprotektors
besser abgedämpft werden, da sich eine vergrößerte Anlagefläche zwischen Außen- und
Innenteil ergibt, wodurch eine geringere Flächenpressung auftritt.
[0014] Hierbei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Ausnehmungen an
den Querstegen - und damit auch die komplementär ausgebildeten Verbreiterungen an
den Spreizstegen - in Draufsicht im wesentlichen kreisförmig ausgebildet sind, da
sich hierdurch die Herstellung vereinfacht und die Funktionalität verbessert. So läßt
sich ein Spritzgießwerkzeug mit nur einer Rundung an dieser Stelle bei konstantem
Radius wesentlich einfacher bereitstellen als ein Werkzeug mit einer aus unterschiedlichen
Konturelementen gebildeten Gestaltung. Darüber hinaus ergibt sich hiermit eine zur
Übertragung der auftretenden Kräfte besonders gute Anlagefläche zwischen den Querstegen
und den Spreizstegen.
[0015] Ferner ist es auch möglich, daß die äußeren Seitenränder der Gurtbänder und/oder
der Zugstege abgerundet ausgebildet sind, wodurch sich einerseits der Materialfluß
beim Spritzvorgang verbessern und andererseits die Zuverlässigkeit dieser Teile insbesondere
im Hinblick auf deren Bruchfestigkeit erhöhen läßt. Ferner können Spannungen besser
aufgenommen werden, wobei Ermüdungserscheinungen an dieser Stelle ebenfalls besser
vermieden werden können.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren nach Anspruch 6 zeichnet sich insbesondere durch seine
geringe Anzahl von Verfahrensschritten zur Erzielung eines fertig montierten Fingerprotektors
aus. Hierbei ist lediglich die Bereitstellung eines einzigen Formwerkzeugs erforderlich,
mittels welchem Fingerprotektoren jeder gewünschten Länge hergestellt werden können.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsweise ist das Formwerkzeug dabei derart
ausgebildet, daß die Innen- und Außenteile in Längsrichtung, also in Richtung ihrer
Längserstreckung, spritzgegossen werden, d.h. das Spritzgießmaterial längsverlaufend
durch die Gurtbänder bzw. die Zugstege eingebracht wird und schließlich die jeweiligen
Endstücke erreicht. Auf diese Weise können Anguß-Stellen an den Seiten der Zugstege
bzw. der Gurtbänder vermieden werden, wobei ferner erreicht wird, daß das Spritzgußmaterial
nicht innerhalb dieser Teile aufeinander trifft, sondern im Bereich der Spreizstege
bzw. der Querstege. Da diese Elemente jedoch lediglich auf Druck beansprucht sind
und nicht auf Zug, ist eine möglicherweise nicht optimale Verschmelzung des Materials
an diesen Grenzflächen von wesentlich geringerer praktischer Bedeutung für die Funktionsfähigkeit
des erfindungsgemäßen Fingerprotektors, als dies bei den Stoß-Stellen in den Gurtbändern
bzw. Zugstegen gemäß dem Stand der Technik der Fall war.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der Figuren der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Fingerprotektors;
- Fig. 2
- das Außen- und das Innenteil des Fingerprotektors im auseinander genommenen Zustand;
- Fig. 3
- die beiden Komponenten des Fingerprotektors schräg von der Seite;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf gerade gegossene Komponenten des erfindungsgemäßen Fingerprotektors,
wobei die Angußkanäle gezeigt sind;
- Fig. 5a
- eine Draufsicht auf ein Teilstück eines Innenteils in einer abgewandelten Ausführungsform;
- Fig. 5b
- eine Draufsicht auf einen Teilbereich eines Außenteils in der abgewandelten Ausführungsform;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines er-findungsgemäßen
Fingerprotektors;
- Fig. 7a
- eine perspektivische Ansicht eines Spreizsteges gemäß dieser weiteren Ausführungsform;
- Fig. 7b
- eine perspektivische Ansicht eines Quersteges gemäß dieser weiteren Ausführungsform;
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht eines Spreizsteges in noch einer weiteren Ausführungsform;
- Fig. 9a
- eine Querschnittsansicht durch den Spreizsteg gemäß Fig. 7a;
- Fig. 9b
- eine Querschnittsansicht durch einen Spreizsteg gemäß der Ausführungsform in Fig.
8;
- Fig. 10a
- eine Querschnittsansicht einer Hälfte des Innenteils; und
- Fig. 10b
- eine Querschnittsansicht einer Hälfte des Außenteils.
[0019] Gemäß der Darstellung in den Figuren weist ein Fingerprotektor 1 ein Außenteil 2
und ein Innenteil 3 auf, welche in verbundenem Zustand ineinander greifen und den
Fingerprotektor 1 ausbilden.
[0020] Das Außenteil 2 weist ein Endstück 21 und ein Mittelteil 22 auf. Das Mittelteil 22
enthält zwei seitliche Gurtbänder 23, welche über Querstege 24 miteinander verbunden
sind, wobei die Querstege 24 dementsprechend durch Querschlitze voneinander beabstandet
sind.
[0021] Das Innenteil 3 weist ein Endstück 31 und ein Mittelteil 32 auf. Das langgestreckte
Mittelteil 32 enthält seitliche Zugstege 33, welche über Spreizstege 34, die quer
zur Längserstreckung des Innenteils 3 verlaufen, miteinander verbunden sind. Im zusammengefügten
Zustand greifen die Spreizstege 34 in die zwischen den Querstegen 24 ausgebildeten
Querschlitze ein.
[0022] Fig. 4 zeigt ein Beispiel für eine Anordnung der Komponenten des Fingerprotektors
1 nach dem Gießvorgang. Hierbei ist neben zwei Außenteilen 2 und zwei Innenteilen
3 auch der Anguß 4 mit Angußkanälen 5 dargestellt.
[0023] Die Figuren 5a und 5b zeigen eine abgewandelte Ausführungsform des Außenteils 2'
bzw. des Innenteils 3', bei der Querstege 24' im Mittelbereich symmetrisch zur Längsachse
des Außenteils 2' jeweils eine Ausnehmung 25' aufweisen. Am Innenteil 3' sind dementsprechend
Spreizstege 34' ausgebildet, welche ebenfalls im Mittelbereich symmetrisch zur Längsachse
des Innenteils 3' Verbreiterungen 35' aufweisen, die mit den Ausnehmungen 25' am Außenteil
2 zusammenwirken. Die Gestalt dieser Ausnehmungen 25' bzw. der Verbreiterungen 35'
ist bevorzugt aufeinander angepaßt, wobei abweichend von den gezeigten Formen auch
andere Gestalten, z.B. dreieckige, acht-eckige oder dergleichen Anwendung finden können.
[0024] So zeigt Fig. 6 in einer perspektivischen Darstellung eine weitere Ausführungsform
für einen Fingerprotektor 1", welcher analog zu den anderen Ausführungsformen ein
Außenteil 2" und ein Innenteil 3" aufweist, die ineinander gefügt sind.
[0025] In den Fig. 7a und 7b sind Details dieses Fingerprotektors 1" gezeigt. In der perspektivischen
Ansicht gemäß Fig. 7a ist ein Spreizsteg 34" gezeigt, der zwei Gurtbänder 33" des
Innenteils 3" miteinander verbindet. Der Spreizsteg 34" weist eine Verbreiterung 35"
auf, welche in Draufsicht gesehen im wesentlichen einer kreisförmigen Kontur folgt.
[0026] Ein hierzu passender Quersteg 24" ist in perspektivischer Darstellung in Fig. 7b
gezeigt. Dieser Quersteg 24" verbindet zwei Gurtbänder 23" des Außenteiles 2" miteinander.
Wie aus dieser Darstellung erkennbar ist, ist in Quererstreckung mittig und in Längserstreckung
des Außenteils 2" gesehen beidseits am Quersteg 24" jeweils eine im wesentlichen kreisabschnittsförmige
Ausnehmung 25" ausgebildet. Die Ausnehmung 25" ist komplementär zur Gestalt der Verbreiterung
25" ausgebildet, so daß die aufeinander zu weisenden Wandungen des Spreizstegs 34"
(mit der Verbreiterung 35") und des Querstegs 24" (mit einer Ausnehmung 25") im zusammengebauten
Zustand flächig aneinander vorliegen.
[0027] In Fig. 8 ist eine weitere abgewandelte Ausführungsform einer Verbreiterung 35"'
gezeigt. Gemäß dieser Variante folgt die Verbreiterung 35''' keiner im wesentlichen
kreisförmigen Kontur, sondern weist flache Flanken auf, die jedoch an den Schnittstellen
mit Radien versehen sind. Die Ausnehmungen an den Querstegen des Außenteils (nicht
dargestellt) sind wiederum komplementär hierzu ausgestaltet.
[0028] In den Fig. 9a und 9b sind Querschnittsansichten der Verbreiterungen 35" und 35"'
gezeigt, um zu verdeutlichen, daß diese in den jeweiligen Ausführungsformen erhaben
ausgebildet sind, d. h. über die Oberkante der jeweils zugeordneten Querstege überstehen
(vgl. auch Fig. 6). In dem in Fig. 9a gezeigtem Beispiel ist der überstehende Abschnitt
der Verbreiterung 35" in Querschnitt im wesentlichen abgerundet ausgestaltet, während
der überstehende Abschnitt der Verbreiterung 35"' gemäß der Darstellung in Fig. 9b
abgeflacht ist. Die Wahl der Kontur des Überstands ist dabei jedoch nicht von der
Gestalt der Verbreiterung in Draufsicht bestimmt, d. h. auch die Verbreiterung 35"
könnte ebenso abgeflacht ausgebildet sein etc.
[0029] Die Figuren 10a und 10b zeigen Querschnittsansichten des Innenteils 3 bzw. des Außenteils
2, aus denen erkennbar ist, daß die Gurtbänder 23 bzw. die Zugstege 33 an ihren äußersten
Seitenrändern abgerundet ausgebildet sind.
1. Fingerprotektor (1 ; 1"), insbesondere für einen Sporthandschuh, mit einem Außenteil
(2 ; 2' ; 2") und einem Innenteil (3 ; 3' ; 3"), wobei das Außenteil (2 ; 2' ; 2")
ein langgestrecktes, erhabenes Mittelteil (22) mit seitlich abstehenden Gurtbändern
(23 ; 23' ; 23") sowie ein Endstück (21 ; 21') aufweist, wobei das Mittelteil Querstege
(24 ; 24' ; 24") aufweist, die durch Querschlitze voneinander beabstandet ausgebildet
sind, wobei das Innenteil (3 ; 3' ; 3") langgestreckt ausgebildet ist und beidseitig
Zugstege (33 ; 33' ; 33") aufweist, welche über Spreizstege (34 ; 34' ; 34") miteinander
verbunden sind, und wobei die Spreizstege (34, 34' ; 34") des Innenteils (3 ; 3' ;
3") in die Querschlitze des Außenteils (2 ; 2' ; 2") derart eingreifen, dass der Fingerprotektor
(1 ; 1") zur Abwinklung des Fingers zum Beispiel zum Schließen einer Faust in einer
Richtung beweglich ist und sich in Gegenrichtung sperrt, um eine Überdehnung des Fingers
in Richtung auf den Handrücken zu verhindern, dadurch gekennzeichnet, dass am Innenteil ein Endstück (31 , 31") angeordnet ist.
2. Fingerprotektor nach Anspruch 1, dadurch gekenntzeichnet, dass die Querstege (24' ; 24") am Außenteil (2' ; 2") mittig eine Ausnehmung (25' ; 25")
derart aufweisen, dass der jeweilige Querschlitz im Mittelbereich verbreitert ist,
und dass die Spreizstege (34' ; 34") des Innenteils (3' ; 3") komplementär hierzu
im Mittelbereich eine Verbreiterung (35'; 35"; 35"') enthalten, wobei die Verbreiterungen
an den Spreizstegen formschlüssig in die Ausnehmungen an den Querstegen eingreifen.
3. Fingerprotektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (25") in Draufsicht einer im Wesentlichen kreisförmigen Kontur folgen.
4. Fingerprotektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Seitenränder der Gurtbänder (23) abgerundet ausgebildet sind.
5. Fingerprotektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Seitenränder der Zugstege (33) abgerundet ausgebildet sind.
6. Verfahren zur Herstellung eines Fingerprotektors (1 ; 1") nach einem der Ansprüche
1 bis 5,
gekennzeichnet mit den Schritten:
- Bereitstellen eines Formwerkzeuges zur gleichzeitigen Herstellung wenigstens jeweils
eines Innen- und Außenteils (2 ; 2' ; 2", 3 ; 3' ; 3"),
- Spritzgießen des wenigstens einen Innen- und Außenteils (2 ; 2' ; 2", 3 ; 3'; 3"),
- Abtrennen des Angusskanals (4,5) mit einem Schnitt durch das Innen- und Außenteil
(2 ; 2' ; 2", 3 ; 3' ; 3") auf die passende Länge entsprechend der zugeordneten Fingerlänge,
und
- Zusammenfügen des wenigstens einen Innen- und Außenteils (2 ; 2' ; 2", 3 ; 3' ;
3") zur Herstellung des Fingerprotektors (1 ; 1"), wobei die Endstücke (21 ; 21',
31 ; 31') einander gegenüber liegen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Formwerkzeug derart ausgestaltet ist, dass die Innen- und Außenteile (2 ; 2'
; 2", 3 ; 3' ; 3") in Richtung ihrer Längserstreckung spritzgegoßen werden.
1. A finger protector (1; 1"), in particular for a sports glove, with an outer part (2;
2'; 2") and an inner part (3; 3'; 3"), wherein the outer part (2; 2'; 2") comprises
an elongated, raised middle part (22) with webbing straps (23; 23'; 23") projecting
laterally and an end piece (21; 21'), wherein the middle part comprises transverse
webs (24; 24'; 24"), which are designed spaced from one another through transverse
slits, wherein the inner part (3; 3'; 3") is designed elongated and comprises tensile
webs (33; 33'; 33") on both sides, which are interconnected via spreading webs (34;
34'; 34"), and wherein the spreading webs (34; 34'; 34") of the inner part (3; 3';
3") engage in the transverse slits of the outer part (2; 2'; 2") in such a manner
that the finger protector (1; 1") for angling the finger for example for making a
fist is moveable in a direction and locks in opposite direction in order to prevent
overstretching the finger in the direction of the back of the hand, characterized in that on the inner part an end piece (31, 31") is arranged.
2. The finger protector according to Claim 1, characterized in that the transverse webs (24'; 24") on the outer part (2'; 2") have a recess (25'; 25")
in the middle in such a manner that the respective transverse slit is widened in the
middle region and in that the spreading webs (34'; 34") of the inner part (3'; 3") include a widening (35';
35"; 35"'), wherein the widening on the spreading webs positively engage in the recesses
on the transverse webs.
3. The finger protector according to Claim 2, characterized in that the recesses (25") in top view follow a substantially circular contour.
4. The finger protector according to any one of the Claims 1 to 3, characterized in that the outer lateral edges of the webbing straps (23) are designed rounded off.
5. The finger protector according to any one of the Claims 1 to 4, characterized in that the outer lateral edges of the tensile webs (33) are designed rounded off.
6. A method for producing a finger protector (1; 1") according to any one of the Claims
1 to 5,
characterized by the steps:
- providing a mould for the simultaneous production of at least one inner and outer
part each (2; 2'; 2", 3; 3'; 3"),
- injection-moulding the at least one inner and outer part (2; 2'; 2", 3; 3'; 3"),
- severing the runner channel (4, 5) with a cut through the inner and outer part (2;
2'; 2", 3; 3'; 3") to the fitting length corresponding to the associated finger length,
and
- joining the at least one inner and outer part (2; 2'; 2", 3; 3'; 3") for producing
the finger protector (1; 1'; 1"), wherein the end pieces (21; 21', 31; 31') are located
opposite one another.
7. The method according to Claim 6, characterized in that the mould is configured in such a manner that the inner and outer parts (2; 2'; 2",
3; 3'; 3") are injection-moulded in the direction of their longitudinal extension.
1. Protège-doigt (1 ; 1"), en particulier pour un gant de sport, avec une partie extérieure
(2 ; 2', 2") et une partie intérieure (3, 3', 3"), la partie extérieure (2 ; 2', 2")
présentant une partie médiane en relief allongée (22) avec des sangles (23 ; 23' ;
23") en saillie latérale ainsi qu'un embout (21 ; 21'), la partie médiane présentant
des brides transversales (24 ; 24' ; 24"), lesquelles sont réalisées de manière espacée
les unes des autres grâce à des fentes transversales, moyennant quoi la partie intérieure
(3, 3', 3") est réalisée de manière allongée et présente des brides de tension (33
; 33' ; 33") des deux côtés, lesquelles sont reliées ensemble par l'intermédiaire
de brides expansibles (34 ; 34' ; 34"), et moyennant quoi les brides expansibles (34
; 34' ; 34") de la partie intérieure (3, 3', 3") sont en prise dans les fentes transversales
de la partie extérieure (2 ; 2', 2") de manière à ce que le protège-doigt (1 ; 1")
soit mobile dans une direction pour plier le doigt, par exemple pour fermer un poing,
et se bloque dans une direction opposée afin d'éviter un étirement excessif du doigt
en direction vers le dos de la main, caractérisé en ce qu'un embout (31, 31") est disposé sur la partie intérieure.
2. Protège-doigt selon la revendication 1, caractérisé en ce que les brides transversales (24', 24") présentent sur la partie extérieure (2' ; 2"),
au milieu, un évidement (25' ; 25") de manière à ce que la fente transversale respective
soit élargie dans la zone médiane et en ce que les brides expansibles (34' ; 34") de la partie intérieure (3' ; 33") contiennent
un élargissement (35' ; 35" ; 35"') de manière complémentaire à cela dans la zone
médiane, les élargissements étant en prise par conjugaison de formes sur les brides
expansibles dans les évidements sur les brides transversales.
3. Protège-doigt selon la revendication 2, caractérisé en ce que les évidements (25") suivent un contour sensiblement circulaire en vue de dessus.
4. Protège-doigt selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les bords latéraux extérieurs des sangles (23) sont réalisés de manière arrondie.
5. Protège-doigt selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les bords latéraux extérieurs des brides de tension (33) sont réalisés de manière
arrondie.
6. Procédé pour la fabrication d'un protège-doigt (1 ; 1") selon l'une des revendications
1 à 5,
caractérisé par les étapes suivantes :
- mise à dispositif d'un outil de formage pour la fabrication simultanée de respectivement
au moins une partie intérieure et une partie extérieure (2 ; 2' ; 2" ; 3 ; 3' ; 3"),
- moulage par injection de cette au moins une partie intérieure et partie extérieure
(2 ; 2' ; 2" ; 3 ; 3' ; 3"),
- sectionnement du canal de carottage (4,5) grâce à une coupe à travers la partie
intérieure et la partie extérieure (2 ; 2' ; 2" ; 3 ; 3' ; 3") à la longueur adaptée
conformément à la longueur de doigt associée, et
- assemblage de cette au moins une partie intérieure et partie extérieure (2 ; 2'
; 2" ; 3 ; 3' ; 3") pour la fabrication du protège-doigt (1 ; 1"), les embouts (21
; 21' ; 31 ; 31') étant situés en vis-à-vis les uns des autres.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'outil de formage est réalisé de manière à ce que les partie intérieure et extérieure
(2 ; 2' ; 2" ; 3 ; 3' ; 3") soient moulées par injection en direction de leur étendue
longitudinale.