| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 549 501 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.05.2008 Patentblatt 2008/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.09.2003 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2003/010426 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2004/028824 (08.04.2004 Gazette 2004/15) |
|
| (54) |
SICHERHEITSELEMENT
SECURITY ELEMENT
ELEMENT DE SECURITE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.09.2002 DE 10243650
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
06.07.2005 Patentblatt 2005/27 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
|
81677 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- MENGEL, Christoph
83607 Holzkirchen (DE)
- GACESA, Desanka
81714 Miesbach (DE)
- VOIT, Max
82362 Weilheim (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Höhfeld, Jochen |
|
Klunker Schmitt-Nilson Hirsch
Patentanwälte
Winzererstrasse 106 80797 München 80797 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 435 029 EP-A- 0 899 119 WO-A-00/54985 DE-A- 10 023 004
|
EP-A- 0 608 078 WO-A-00/50249 WO-A-01/16426
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement zur Absicherung von Wertgegenständen,
das mindestens ein erstes und ein zweites flüssigkristallines Material aufweist, wobei
das erste Material thermochrome Eigenschaften und das zweite Material einen optisch
variablen Effekt aufweist. Ferner betrifft die Erfindung einen Wertgegenstand, ein
Transfermaterial und Verfahren zur Herstellung derartiger Sicherheitselemente und
Wertgegenstände sowie ein Verfahren zur Überprüfung eines derartigen Sicherheitselements
bzw. Wertgegenstandes.
[0002] Bei einem Wertgegenstand im Sinne der Erfindung kann es sich um jeden zu schützen
beabsichtigten Gegenstand, wie beispielsweise Markenartikel oder Wertdokumente, handeln.
Wertgegenstände im Sinne der vorliegenden Erfindung sind insbesondere Banknoten, aber
auch Aktien, Urkunden, Briefmarken, Schecks, Scheckkarten, Kreditkarten, Ausweise,
Pässe, Eintrittskarten, Fahrkarten, Flugscheine und Ähnliches sowie Etiketten, Siegel,
Verpakkungen oder andere Elemente für die Produktsicherung. Die vereinfachende Benennung
"Wertgegenstand" oder "Sicherheitselement" schließt deshalb im Folgenden stets Dokumente
der genannten Art ein.
[0003] Es ist bereits seit langem bekannt, thermochrome Materialien zur Absicherung von
Wertdokumenten zu verwenden. So beschreibt beispielsweise die
DE 22 12 350 einen Sicherheitsfaden aus transparentem Kunststoff, der Hohlräume aufweist. In diesen
Hohlräumen befindet sich ein flüssigkristallines Material, das bei Erhöhung oder Erniedrigung
der Temperatur einen reversiblen Farbumschlag zeigt.
[0004] Aus der
EP 0 608 078 B1 ist ebenfalls ein Sicherheitsfaden mit thermochromen Eigenschaften bekannt. In diesem
Fall wird ein Kunststoffmaterial mit einem Aufdruck oder mit Zeichen versehen, die
durch teilweises Demetallisieren einer Metallschicht entstanden sind. Über diesem
Aufdruck bzw. diesen Negativzeichen ist ein bei Normaltemperatur farbiger thermochromer
Überzug angeordnet. Bei Erwärmung wird der thermochrome Überzug farblos, so dass die
darunter liegenden Zeichen erkennbar werden. Alternativ kann auch ein thermochromer
Überzug verwendet werden, der bei Normaltemperatur farblos ist und bei Erwärmung farbig
wird, so dass die Zeichen verschwinden. Dieser Faden wird so in das Sicherheitspapier
eingebracht, dass er in bestimmten Bereichen, so genannten "Fenstern", direkt an die
Oberfläche tritt.
[0005] Derartige thermochrome Sicherheitsfäden haben jedoch den Nachteil, dass der thermochrome
Effekt bereits auch in vielen nicht sicherheitstechnischen Bereichen zu rein dekorativen
Zwecken eingesetzt wird, weshalb der durch den Farbumschlag des thermochromen Materials
hervorgerufene optische Effekt vom Betrachter nicht mehr als Sicherheitsmerkmal sondern
lediglich als Designvariante erkannt wird. Derartige Sicherheitselemente bieten daher
keinen hohen Fälschungsschutz.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Wertgegenstand, ein Transferelement
und ein Sicherheitselement zu schaffen, die einen hohen Fälschungsschutz bieten und
die Nachteile des Standes der Technik vermeiden.
[0007] Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, Verfahren zur Herstellung eines derartigen
Sicherheitselements und Wertgegenstandes sowie ein Verfahren zur Überprüfung des Sicherheitselements
bzw. Wertgegenstandes bereitzustellen.
[0008] Diese Aufgaben werden durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Gemäß der Erfindung weist das Sicherheitselement mindestens ein erstes und ein zweites
flüssigkristallines Material auf, wobei das erste Material thermochrome Eigenschaften
und das zweite Material einen optisch variablen Effekt aufweist.
[0010] Das erste flüssigkristalline Material weist thermochrome Eigenschaften auf, d.h.,
dass sich seine Eigenfarbe unter Temperatureinfluss ändert. Bevorzugt zeigt das thermochrome
Material zusätzlich Polarisationseffekte, d.h., dass es in der Lage ist, Licht selektiv
zu polarisieren. Bei diesen Stoffen handelt es sich vorzugsweise um verkapselte Flüssigkristalle,
die bei einer bestimmten Temperatur kristallin sind und nicht polarisieren, aber bei
Temperaturänderung, insbesondere Temperaturerhöhung, und Wechsel in den flüssigkristallinen
Zustand ihre Farbe verändern und zusätzlich polarisieren. Je nach verwendetem thermochromen
Material kann bei weiterer Temperaturerhöhung das Material vom flüssigkristallinen
Zustand in den flüssigen Zustand übergehen, wobei das thermochrome Material im flüssigen
Zustand wieder transparent oder zumindest transluzent ist und nicht polarisiert.
[0011] Das zweite flüssigkristalline Material weist einen optisch variablen Effekt auf.
Im Sinne der Erfindung ist unter "optisch variabler Effekt" der Effekt zu verstehen,
dass bei unterschiedlichen Betrachtungswinkeln unterschiedliche Farbeindrücke vermittelt
werden. Man spricht auch vom so genannten "Farbkippeffekt". Als besonders geeignet
haben sich Grün-Blau- oder Kupfer-Grün-Farbübergänge erwiesen. Vorzugsweise zeigt
auch dieses zweite Material lichtpolarisierende Eigenschaften. Insbesondere zeigen
vernetzte flüssigkristalline Materialien lichtpolarisierende Eigenschaften bei gleichzeitigem
Vorliegen eines Farbkippeffektes, ohne thermochrome Effekte aufzuweisen.
[0012] In einer besonders bevorzugten Variante polarisiert das thermochrome flüssigkristalline
Material und das flüssigkristalline Material mit optisch variablem Effekt Licht jeweils
unterschiedliche z.B. kann ein Material selektiv circular rechts polarisieren und
das andere Material selektiv circular links polarisieren.
[0013] Vorzugsweise werden die flüssigkristallinen Materialien in Form von Druckfarben verarbeitet,
in dem sie beispielsweise einem transparentem Bindemittel beigemischt werden. Die
Druckfarbe kann selbstverständlich weitere Farbpigmente enthalten. Die flüssigkristallinen
Materialien lassen sich mit jedem geeigneten Druckverfahren verarbeiten, insbesondere
mittels Siebdruck und Stichtiefdruck, jedoch auch im Rastertief-, Flexo- und Buchdruck.
[0014] Neben Druckfarben können die Materialien aber auch einer transparenten Kunststoffschicht
beigemischt werden.
[0015] Für die erfindungsgemäßen flüssigkristallinen Materialien bieten sich im Rahmen der
Erfindung zahlreiche Variationsmöglichkeiten. So kann das thermochrome Material vollflächig
oder vorzugsweise nur bereichsweise, insbesondere in Form von Zeichen oder Mustern,
vorgesehen sein.
[0016] Das flüssigkristalline Material mit optisch variablem Effekt kann wie das thermochrome
Material vollflächig oder bereichsweise verarbeitet werden, wobei je nach Anwendungsform
die vollflächige oder bereichsweise Verarbeitung bevorzugt ist.
[0017] Das thermochrome Material kann über und/oder unter und/oder neben dem Material mit
optisch variablem Effekt angeordnet sein. Besonders geeignete Effekte ergeben sich
bei zumindest teilweiser Überlappung der unterschiedlichen flüssigkristallinen Materialien.
Eine Überlappung der Effekte weist zudem den Vorteil auf, dass der Betrachter diese
leichter auf dem zu sichernden Gegenstand ausmachen kann und diese bei geeigneten
Ausführungsformen gleichzeitig überprüfen kann. Insbesondere beim Einsatz von Polarisationsfiltern
können durch Auflegen des Filters auf eine bestimmte Stelle des Gegenstandes die Effekte
mit einem "Griff" sichtbar gemacht werden.
[0018] Für das thermochrome Material werden bevorzugt Stoffe verwendet, die unterhalb einer
vorbestimmten Temperatur zumindest durchscheinend, vorzugsweise transparent, und oberhalb
dieser Temperatur farbig sind. Bei bestimmten Anwendungen kann es sinnvoll sein, thermochrome
Stoffe zu verwenden, die unterhalb einer vorbestimmten Temperatur farbig und oberhalb
dieser Temperatur durchscheinend oder transparent sind. Die Umschlagstemperatur der
thermochromen Stoffe liegt vorzugsweise oberhalb der Umgebungstemperatur, z.B. im
Bereich von 25 °C bis 60 °C, vorzugsweise 30 °C bis 60 °C. Je nach Anwendung sind
aber auch Umschlagstemperaturen von unter 25 °C denkbar.
[0019] Die einzelnen Schichten des Sicherheitselements können entweder direkt auf dem Wertgegenstand
erzeugt oder auf einem separaten Träger vorbereitet werden. Der Wertgegenstand bzw.
separate Träger als Substrat, auf dem sich das Sicherheitselement befindet, ist dabei
im Bezug auf das verwendete Material in keiner Weise eingeschränkt. Bevorzugt handelt
es sich aber um Papier oder Kunststoff, auch in Form von Folien. Bei einem separaten
Träger kann das Sicherheitselement beispielsweise als selbsttragendes Etikett, bevorzugt
auf einem Kunststoffsubstrat, ausgebildet sein. Da es in einigen Fällen Schwierigkeiten
bereiten kann, den Wertgegenstand direkt mit der jeweiligen Schichtfolge zu versehen,
kann es alternativ sinnvoll sein, den Schichtaufbau des Sicherheitselements zumindest
teilweise auf einem Transfermaterial vorzubereiten.
[0020] Sofern die gesamte Schichtfolge des Sicherheitselements auf einem Transfermaterial
vorbereitet wird, ist darauf zu achten, dass der in den jeweiligen Figuren gezeigte
Schichtaufbau in der umgekehrten Reihenfolge auf dem Trägerband des Transfermaterials
vorbereitet werden muss. Der Schichtaufbau des Sicherheitselements kann dabei in Endlosform
auf dem Trägerband vorbereitet werden. Das Aufbringen des Sicherheitselements auf
einen zu sichernden Wertgegenstand erfolgt dabei mit Hilfe einer Klebstoffschicht,
die entweder auf den Wertgegenstand oder aber auf die oberste Schicht des Transfermaterials
aufgebracht wird. Vorzugsweise wird hierfür ein Heißschmelzkleber verwendet. Um die
Umrissform des Sicherheitselements festzulegen, kann entweder nur in den zu übertragenden
Bereichen eine Klebstoffschicht vorgesehen werden oder der Klebstoff, wie beispielsweise
ein Heißschmelzkleber, wird nur in den zu übertragenden Bereichen aktiviert. Nach
dem Übertrag wird das Trägerband des Transfermaterials abgezogen und lediglich der
gezeigte Schichtaufbau des Sicherheitselements verbleibt auf dem zu sichernden Wertgegenstand.
[0021] Bei dem Wertgegenstand, auf welchen das Sicherheitselement aufgebracht wird, kann
es sich beispielsweise um ein Sicherheitspapier, ein Sicherheitsdokument, aber auch
um Produktverpackungen handeln. Auch andere Wertgegenstände, die eine sicherheitstechnische
Absicherung benötigen, können selbstverständlich mit dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement
versehen werden.
[0022] Vorzugsweise ist das Sicherheitselement vollständig auf der Oberfläche des zu sichernden
Gegenstandes angeordnet. Wenn das Sicherheitselement vollständig auf der Oberfläche
des Gegenstandes angeordnet ist, kann es wesentlich großflächiger ausgeführt werden,
so dass der optisch variable Effekt und der thermisch bedingte Farbumschlag der unterschiedlichen
flüssigkristallinen Materialien aufgrund der größeren Fläche wesentlich augenfälliger
ist. Auch die Anwendung eines Polarisationsfilters gestaltet sich wesentlich einfacher,
wenn eine größere Beobachtungsfläche zur Verfügung steht.
[0023] Durch die Verwendung unterschiedlich polarisierender flüssigkristalliner Materialien
wird das Sicherheitselement zusätzlich fälschungssicherer gestaltet. Denn derartige
Materialien sind entweder aufwändig in der Herstellung oder können nicht ohne weiteres
im Handel bezogen werden.
[0024] Die vorliegende Erfindung bietet somit zusätzliche Fälschungssicherheit durch Kombination
des ohne Hilfsmittel visuell wahrnehmbaren thermochromen Effektes und des ohne Hilfsmittel
visuell wahrnehmbaren optisch variablen Effektes. Insbesondere wird die Fälschungssicherheit
weiter erhöht durch zusätzliche Verwendung des nur mit Hilfsmitteln visuell wahrnehmbaren
Polarisationseffektes. Neben dem leicht erkennbaren optisch variablen Effekt kann
zusätzlich eine Information mittels des thermochromen Effektes einfach versteckt bzw.
sichtbar gemacht werden, z.B. lediglich durch Berührung kann der Betrachter die Information
freilegen. Die Echtheit der Information kann in einem nächsten Schritt, z.B. mittels
eines Polarisationsfilters weiter überprüft werden, wenn mindestens eines der flüssigkristallinen
Materialien Licht polarisiert.
[0025] Weitere Vorteile und'Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Figuren näher
erläutert. Die in den Figuren gezeigten Proportionen entsprechen nicht unbedingt den
in der Realität vorliegenden Verhältnissen und dienen vornehmlich zur Verbesserung
der Anschaulichkeit.
[0026] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Sicherheitsdokument mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement,
- Fig. 2, 5, 6
- verschiedene Ausführungsformen des Sicherheitsdokuments im Querschnitt,
- Fig. 3, 4
- Ausführungsform gemäß Fig. 2 in Aufsicht.
[0027] Die Erfindung wird aus Gründen der Übersichtlichkeit am Beispiel einer Banknote näher
erläutert.
[0028] Fig. 1 zeigt eine derartige Banknote 1 aus Papier oder Kunststoff, die mit einem
über die gesamte Breite der Banknote verlaufenden Sicherheitselement 2 in Form eines
Streifens versehen ist. Die Banknote 1 kann selbstverständlich weitere Sicherheitsmerkmale,
wie Wasserzeichen, Stahltiefdruck, Sicherheitsfaden oder lumineszierende oder magnetische
Aufdrucke oder Ähnliches, aufweisen.
[0029] Das Sicherheitselement 2 weist eine thermochrome flüssigkristalline Schicht auf,
die mit einer flüssigkristallinen Farbkippeffektschicht kombiniert ist. Das Sicherheitselement
2 ist vollständig auf der Oberfläche der Banknote 1 angeordnet, so dass der thermisch
bedingte Farbumschlag der vorzugsweise in Mustern und/ oder Zeichen aufgebrachten
thermochromen Schicht sehr gut erkennbar ist.
[0030] Neben der thermochromen Schicht und der Farbkippeffektschicht kann das Sicherheitselement
2 auch weitere Schichten aufweisen, die allein oder in Kombination mit anderen Schichten
des Sicherheitselements weitere auffällige optische Effekte erzeugen. Einige bevorzugte
Ausführungsformen werden anhand der Fig. 2 bis 6 näher erläutert, welche die Banknote
1 in Aufsicht bzw. im Querschnitt entlang der strichpunktierten Linie A - A zeigen,
um den Schichtaufbau des Sicherheitselements 2 zu verdeutlichen.
[0031] Gemäß Fig. 2 wird das Papier- oder Kunststoffsubstrat 3 der Banknote 1, das eine
weiße oder helle Eigenfarbe aufweist, mit einem flüssigkristallinen thermochromen
Aufdruck 4 in Form von Zeichen oder Mustern versehen. Über der thermochromen Schicht
4 ist vollflächig eine flüssigkristalline Farbkippeffektschicht 5 angeordnet, die
unabhängig von der Temperatur bei Änderung des Betrachtungswinkels in Reflexion unterschiedliche
Farbeindrücke erzeugt. Dieser Effekt wird als "optisch variabler" Effekt bezeichnet.
Bei den Schichten 4 und 5 kann es sich beispielsweise um eine Druckfarbe handeln,
die aus einem transparenten Bindemittel besteht, in das Flüssigkristallpigmente eingemischt
sind.
[0032] Da diese Pigmente lichtdurchlässig sind und keine oder nur eine geringe eigene Körperfarbe
aufweisen, wird der visuell erkennbare optische Eindruck dieser Pigmente sehr stark
vom Untergrund geprägt. Auf einem diffus reflektierenden weißen oder hellen Untergrund
treten die Pigmente kaum in Erscheinung, da das diffus reflektierte Streulicht den
optisch variablen Effekt überlagert. Auf einem dunklen Untergrund dagegen kommt das
Farbspiel dieser Pigmente besonders gut zu Geltung, da dieser die transmittierte Strahlung
absorbiert. Gemäß der Erfindung kann der dunkle, vorzugsweise schwarze Untergrund
vollflächig oder strukturiert ausgestattet sein. So kann der Untergrund z.B. in Form
von Mustern und/oder Zeichen, wie Guillochen, Negativ-Guillochen oder anderen fein
strukturierten Mustern gestaltet sein. Ebenso gut kann mittels alphanumerischer Zeichen
oder Balkencodes eine Information in das Sicherheitselement eingearbeitet sein. Bevorzugt
ist der Untergrund so ausgestaltet, dass der überwiegende Anteil der infrage kommenden
Fläche dunkel bzw. schwarz ist.
[0033] Aufgrund der Lichtdurchlässigkeit der Flüssigkristallpigmente weist das Substrat
3 zumindest in Teilbereichen der flüssigkristallinen Materialien 4, 5 vorzugsweise
eine dunkle, insbesondere schwarze Eigenfarbe oder - wie hier gezeigt - eine weitere
dunkle, vorzugsweise schwarze Schicht 6 auf, die z.B. aufgedruckt sein kann. Im Fall
eines dunklen Untergrundes tritt der durch die Farbkippeffektschicht 5 erzeugte optisch
variable Effekt besonders hervor. In der in Fig. 2 gezeigten Variante wird zumindest
der mit flüssigkristallinem Material ausgestattete Bereich vollflächig mit einer schwarzen
Schicht unterlegt. Für die Schicht 4 wird vorzugsweise ein thermochromes Material
verwendet, das bei normaler Umgebungstemperatur transparent ist. Oberhalb der Umschlagstemperatur
der thermochromen Schicht 4 wird diese vorzugsweise farbig insbesondere hell, so dass
die durch die thermochrome Schicht 4 dargestellten Zeichen sichtbar werden und der
Farbkippeffekt im Bereich der Zeichen so gut wie nicht mehr wahrnehmbar ist. Dem Betrachter
bietet sich somit folgendes Bild. Unterhalb der Umschlagstemperatur nimmt er mit bloßem
Auge nur den Farbkippeffekt des nichtthermochromen Materials 5 wahr. Durch Zuführen
von Körperwärme beim Berühren oder auch Reiben der Oberfläche können zusätzlich -
wie in Fig. 3 gezeigt - die thermochromen Informationen 4, hier die Rechtecke, überhalb
der Umschlagstemperatur gelesen werden. Mit bloßem Auge kann der Betrachter so bereits
zwei Sicherheitsmerkmale überprüfen. In einer bevorzugten Ausführungsform handelt
es sich bei mindestens einem der eingesetzten flüssigkristallinen Materialien um polarisierende
Substanzen. Insbesondere bevorzugt weist sowohl das thermochrome Material 4 wie auch
das Material mit Farbkippeffekt 5 polarisierende Eigenschaften auf. Das in Fig. 2
verarbeitete thermochrome Material polarisiert überhalb der Umschlagstemperatur, also
im flüssigkristallinen Zustand, vorzugsweise Licht rechtscircular, während das Material
mit Farbkippeffekt linkscircular polarisiert. Unter Betrachtung mit einem Polarisiationsfilter,
der nur rechtscircular polarisiertes Licht durchlässt, kann daher oberhalb der Umschlagstemperatur
nur die Information 4 gelesen werden, während der Bereich des Farbkippmaterials schwarz
7 erscheint. Diese Situation ist in Fig. 4 gezeigt. Bei Betrachtung mit einem Polarisationsfilter,
der nur linkscircular polarisiertes Licht durchlässt, kann nur der Bereich 5 mit Farbkippeffekt
wahrgenommen werden.
[0034] Alternativ kann ein thermochromes Material verwendet werden, das bei normaler Umgebungstemperatur
hell oder farbig ist und erst oberhalb einer bestimmten Aktivierungstemperatur transparent
wird. In diesem Fall verschwindet eine zuvor vorhandene Information bei Einwirkung
von Wärme.
[0035] Wie in Fig.5 gezeigt, kann im Gegensatz zu der in Fig.2 gezeigten Schichtreihenfolge
auf das schwarz beschichtete Substrat 3 zuerst die flüssigkristalline Farbkippeffektschicht
5 und dann erst die thermochrome flüssigkristalline Schicht 4 aufgebracht werden.
Welche Schichtreihenfolge bevorzugt ist, hängt von der Anwendung bzw. den Herstellungsmöglichkeiten
ab und kann je nach Einzelfall entschieden werden. Befindet sich die thermochrome
Schicht zwischen Substrat und Farbkippeffektschicht, hält in manchen Ausführungsformen
der thermochrome Effekt zeitlich länger an, da die Farbkippeffektschicht als eine
Arte Wärmeisolator dienen könnte. Dies hängt allerdings stark von mehreren weiteren
Faktoren ab, wie zugeführte Wärme, verarbeitete Schichtdicke etc. Die zu beobachtenden
Effekte hinsichtlich Farbkippeffekt, thermochrome Information und Polarisation sind
mit denen aus Fig. 2 vergleichbar.
[0036] Fig. 6 zeigt einen Schichtaufbau, bei dem das Substrat 3 in einem ersten Schritt
mit einem dunklen, vorzugsweise schwarzen Aufdruck 6 in Form von Mustern und/ oder
Zeichen versehen wird. In Fig. 2 und 5 wurde eine vollflächige schwarze Schicht eingesetzt.
Über diesem Aufdruck 6 wird eine vollflächige Schicht 4 aus thermochromen Material,
gefolgt von einer Farbkippeffektschicht 5, aufgebracht. Wird für die thermochrome
Schicht 4 ein Material verwendet, das bei Umgebungstemperatur transparent ist, so
erscheint die optisch variable Schicht 5 in den Bereichen des dunklen bzw. schwarzen
Aufdruckes als brillante Schicht mit einem Farbwechselspiel und ist in den Bereichen
des hellen Substrates kaum wahrnehmbar. Oberhalb der Umschlagstemperatur des thermochromen
Materials wird die Schicht 4 farbig und kann im Bereich der darunter liegenden Kennzeichnung
6 gut erkannt werden. Der Farbkippeffekt ist mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar.
Weist das thermochrome Material rechtscircular polarisierende Eigenschaften auf, kann
dieses im Bereich des schwarzen Aufdrucks 6 oberhalb der Umschlagstemperatur mithilfe
eines entsprechenden Polarisationsfilters erkannt werden. Weist das Farbkippeffektmaterial
linkcircular polarisierende Eigenschaften auf, kann dieses ebenso im Bereich des schwarzen
Aufdruckes 6 mithilfe eines entsprechenden Polarisationsfilters temperaturunabhängig
vermessen werden.
[0037] Die Fälschungssicherheit wird insbesondere erhöht, wenn neben dem thermischen Effekt
und dem Farbkippeffekt zusätzlich Polarisationeffekte eingesetzt werden. Bei den in
den Figuren gezeigten Ausführungsformen, selbstverständlich aber nicht auf diese beschränkt,
kann z.B. das flüssigkristalline thermochrome Material Licht circular rechts polarisieren,
während das flüssigkristalline Material mit Farbkippeffekt Licht circular links polarisiert.
[0038] Ebenso ist es möglich, dass die flüssigkristallinen Schichten und/oder wenigstens
eine der weiteren Schichten weitere visuell und/oder maschinell prüfbare Eigenschaften,
wie elektrische Leitfähigkeit, Magnetismus, Lumineszenz oder Ähnliches aufweisen.
Um dem jeweiligen Aufdruck elektrisch leitfähige Eigenschaften zu verleihen, genügt
es beispielsweise, den verwendeten Druckfarben eine ausreichende Menge an Rußpigmenten
zuzusetzen. Da insbesondere der Untergrund eine dunkle, vorzugsweise schwarze Eigenfarbe
aufweisen soll, kann dieser auf sehr einfache Weise mit magnetischen Eigenschaften
ausgestattet werden, indem statt Farbpigmenten dunkle magnetische Pigmente verwendet
werden.
[0039] Bei bestimmten Ausführungsformen, z.B. Sicherheitselementen, die im Gebrauch einer
starken mechanischen oder chemischen Belastung ausgesetzt sind, bietet es sich an,
die flüssigkristallinen Materialien mit einer Schutzschicht abzudecken. Bei der Schutzschicht
kann es sich um eine über das Sicherheitselement laminierte Folie oder eine Schutzlackschicht
handeln. Die Schutzlackschicht kann dabei vollflächig oder in Teilflächen aufgebracht
werden. Die Teilflächen können bei nebeneinander angeordnetem thermochromen Material
und Material mit optisch variablen Effekt auch nur über einem, z.B. dem thermochromen
Material angeordnet sein. Beim Lacksystem können z.B. UV-Lacke, Hybridlacke, Öldrucklacke
oder Dispersionslacke vom Ein- bzw. Zweikomponententyp eingesetzt werden. Die Schutzlackschicht
wird vorzugsweise aufgedruckt, z.B. mittels Flexodruck oder Offsetdruck.
[0040] Die thermochrome Schicht kann auch mehrere thermochrome Materialien mit unterschiedlichen
Umschlagstemperaturen aufweisen. Ebenso ist es möglich, die thermochrome Schicht aus
mehreren Farbschichten zusammenzusetzen, die jeweils unterschiedliche thermochrome
Materialien mit unterschiedlichen Umschlagstemperaturen enthalten. In einer besonders
attraktiven Ausführungsform zeigt das thermochrome Material bei Temperaturerhöhung
Regenbogenfarben, d.h. einen Farbwechsel von farblos über Rot, Gelb, Grün bis Blau.
[0041] Ebenso können verschiedene flüssigkristalline Materialien mit verschiedenen Farbkippeffekten
kombiniert werden.
1. Wertgegenstand mit einem Sicherheitselement, wobei das Sicherheitselement mindestens
ein erstes und ein zweites flüssigkristallines Material aufweist, wobei das erste
Material thermochrome Eigenschaften und das zweite Material einen optisch variablen
Effekt aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Material bei einer ersten Temperatur kristallin ist und nicht polarisiert
und bei einer Temperaturänderung und Wechsel in den flüssigkristallinen Zustand seine
Farbe verändert und polarisiert.
2. Wertgegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der flüssigkristallinen Materialien Licht selektiv polarisiert.
3. Wertgegenstand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Material Licht unterschiedlich polarisieren.
4. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Material Licht rechts polarisiert und das zweite Material Licht links polarisiert
oder umgekehrt.
5. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem optisch variablen Effekt um einen Farbkippeffekt handelt.
6. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das thermochrome Material vollflächig aufgebracht ist.
7. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das thermochrome Material nur bereichsweise vorgesehen ist.
8. Wertgegenstand nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das thermochrome Material in Form von Zeichen und/oder Mustern vorgesehen ist.
9. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das thermochrome Material über oder unter dem Material mit optisch variablem Effekt
angeordnet ist.
10. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das thermochrome Material neben dem Material mit optisch variablem Effekt angeordnet
ist.
11. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass unter den flüssigkristallinen Materialien ein zumindest teilweise dunkler, vorzugsweise
schwarzer Untergrund vorliegt.
12. Wertgegenstand nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Untergrund vollflächig dunkel ist.
13. Wertgegenstand nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Untergrund in Form von Mustern und/oder Zeichen vorliegt.
14. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Untergrund gedruckt, durch Einfärben eines Substrates oder mittels Laser erzeugt
ist.
15. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Materialien, der Untergrund und/oder eine weitere Schicht maschinell und/oder
visuell prüfbare Eigenschaften aufweist.
16. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das thermochrome Material unterhalb einer vorbestimmten Temperatur farbig und oberhalb
dieser Temperatur transparent oder zumindest transluzent ist.
17. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die thermochrome Schicht unterhalb einer vorbestimmten Temperatur zumindest transluzent
oder transparent und oberhalb dieser Temperatur farbig ist.
18. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein Etikett ist.
19. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Wertgegenstand ein Sicherheitspapier, ein Sicherheitsdokument oder eine Produktverpackung
ist.
20. Wertgegenstand nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil des Sicherheitselementes mit einer Schutzschicht abgedeckt ist.
21. Sicherheitselement zur Absicherung von Wertgegenständen, wobei das Sicherheitselement
mindestens ein erstes und ein zweites flüssigkristallines Material aufweist, wobei
das erste Material thermochrome Eigenschaften und das zweite Material einen optisch
variablen Effekt aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Material bei einer ersten Temperatur kristallin ist und nicht polarisiert
und bei einer Temperaturänderung und Wechsel in den flüssigkristallinen Zustand seine
Farbe verändert und polarisiert.
22. Sicherheitselement nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Material Licht unterschiedlich polarisieren.
23. Sicherheitselement nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem optisch variablen Effekt um einen Farbkippeffekt handelt.
24. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die thermochrome Schicht unterhalb einer vorbestimmten Temperatur transparent oder
zumindest transluzent und oberhalb dieser Temperatur farbig ist.
25. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein Sicherheitsfaden ist.
26. Transfermaterial zur Herstellung einens Sicherheitselements, wobei das Transfermaterial
ein Trägermaterial aufweist, auf welchem mindestens ein erstes und ein zweites flüssigkristallines
Material angeordnet sind, wobei das erste Material thermochrome Eigenschaften und
das zweite Material einen optisch variablen Effekt aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Material bei einer ersten Temperatur kristallin ist und nicht polarisiert
und bei einer Temperaturänderung und Wechsel in den flüssigkristallinen Zustand seine
Farbe verändert und polarisiert.
27. Transfermaterial nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Transfermaterial als Heißprägefolie ausgebildet ist.
28. Verfahren zur Herstellung eines Wertgegenstandes oder Sicherheitselementes, wobei
- ein Substrat zur Verfügung gestellt wird, und
- auf dieses Substrat thermochromes flüssigkristallines Material und flüssigkristallines
Material mit optisch variablem Effekt aufgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass als das erste Material ein Material gewählt wird, welches bei einer ersten Temperatur
kristallin ist und nicht polarisiert und bei einer Temperaturänderung und Wechsel
in den flüssigkristallinen Zustand seine Farbe verändert und polarisiert.
29. Verfahren nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Substrat eine zumindest teilweise schwarze Schicht oder Oberfläche aufweist;
b) darüber das thermochrome Material in Form von Zeichen und/oder Mustern aufgebracht
wird und
c) darüber das flüssigkristalline Material mit optisch variablem Effekt aufgebracht
wird; oder
d) das Substrat eine zumindest teilweise schwarze Schicht oder Oberfläche aufweist,
e) darüber das flüssigkristalline Material mit optisch variablem Effekt aufgebracht
wird und
f) darüber das thermochrome Material in Form von Zeichen und/oder Mustern aufgebracht
wird.
30. Verfahren zur Prüfung eines Wertgegenstandes, dadurch gekennzeichnet, dass überprüft wird, ob ein Farbkippeffekt und ob bei einer Temperaturveränderung sowohl
ein thermochromer Effekt als auch ein vor der Temperaturveränderung nicht vorhandener
Polarisationseffekt vorliegen.
1. An object of value with a security element, the security element having at least a
first and a second liquid-crystalline material, the first material having thermochromic
properties and the second material an optically variable effect, characterized in that the first material is crystalline and does not polarize at a first temperature, and
changes its colour and polarizes upon a change of temperature and change to the liquid-crystalline
state.
2. An object of value according to claim 1, characterized in that at least one of the liquid-crystalline materials polarizes light selectively.
3. An object of value according to claim 1 or 2, characterized in that the first and second materials polarize light differently.
4. An object of value according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the first material polarizes light right-handed and the second material polarizes
light left-handed or vice versa.
5. An object of value according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the optically variable effect is a colour shift effect.
6. An object of value according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the thermochromic material is applied all over.
7. An object of value according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the thermochromic material is provided only in certain areas.
8. An object of value according to claim 7, characterized in that the thermochromic material is provided in the form of characters and/or patterns.
9. An object of value according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the thermochromic material is disposed above or below the material with an optically
variable effect.
10. An object of value according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the thermochromic material is disposed beside the material with an optically variable
effect.
11. An object of value according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that an at least partly dark, preferably black, background is present below the liquid-crystalline
materials.
12. An object of value according to claim 11, characterized in that the background is dark all over.
13. An object of value according to claim 11, characterized in that the background is present in the form of patterns and/or characters.
14. An object of value according to at least one of claims 11 to 13, characterized in that the background is printed, produced by colouring a substrate or by laser.
15. An object of value according to at least one of claims 1 to 14, characterized in that one of the materials, the background and/or a further layer has properties that are
testable visually and/or by machine.
16. An object of value according to at least one of claims 1 to 15, characterized in that the thermochromic material is coloured below a predetermined temperature and transparent
or at least translucent above said temperature.
17. An object of value according to at least one of claims 1 to 15, characterized in that the thermochromic layer is at least translucent or transparent below a predetermined
temperature and coloured above said temperature.
18. An object of value according to at least one of claims 1 to 17, characterized in that the security element is a label.
19. An object of value according to at least one of claims 1 to 17, characterized in that the object of value is a security paper, a security document or a product package.
20. An object of value according to at least one of claims 1 to 19, characterized in that at least part of the security element is covered with a protective layer.
21. A security element for protecting objects of value, the security element having at
least a first and a second liquid-crystalline material, the first material having
thermochromic properties and the second material an optically variable effect, characterized in that the first material is crystalline and does not polarize at a first temperature, and
changes its colour and polarizes upon a change of temperature and change to the liquid-crystalline
state.
22. A security element according to claim 21, characterized in that the first and second materials polarize light differently.
23. A security element according to claim 21 or 22, characterized in that the optically variable effect is a colour shift effect.
24. A security element according to at least one of claims 21 to 23, characterized in that the thermochromic layer is transparent or at least translucent below a predetermined
temperature and coloured above said temperature.
25. A security element according to at least one of claims 21 to 24, characterized in that the security element is a security thread.
26. A transfer material for producing a security element, the transfer material having
a carrier material on which at least a first and a second liquid-crystalline material
are disposed, the first material having thermochromic properties and the second material
an optically variable effect, characterized in that the first material is crystalline and does not polarize at a first temperature, and
changes its colour and polarizes upon a change of temperature and change to the liquid-crystalline
state.
27. A transfer material according to claim 26, characterized in that the transfer material is formed as a hot embossing foil.
28. A method for producing an object of value or security element, whereby
- a substrate is provided,
- thermochromic liquid-crystalline material and liquid-crystalline material with an
optically variable effect are applied to said substrate,
characterized in that the first material selected is a material that is crystalline and does not polarize
at a first temperature, and changes its colour and polarizes upon a change of temperature
and change to the liquid-crystalline state.
29. A method according to claim 28,
characterized in that
a) the substrate has an at least partly black layer or surface,
b) the thermochromic material is applied thereabove in the form of characters and/or
patterns, and
c) the liquid-crystalline material with an optically variable effect is applied thereabove;
or
d) the substrate has an at least partly black layer or surface,
e) the liquid-crystalline material with an optically variable effect is applied thereabove,
and
f) the thermochromic material is applied thereabove in the form of characters and/or
patterns.
30. A method for testing an object of value, characterized in that it is verified whether a colour shift effect is present, and whether upon a change
of temperature both a thermochromic effect and a polarization effect not existing
before the change of temperature are present.
1. Objet de valeur comprenant un élément de sécurité, l'élément de sécurité présentant
au moins un premier et un second matériau cristallin liquide, le premier matériau
présentant des propriétés thermochromes et le second matériau un effet optiquement
variable, caractérisé en ce que le premier matériau est cristallin à une première température et n'est pas polarisé,
et modifie et polarise sa couleur dans le cas d'une variation de température et d'un
changement dans l'état cristallin liquide.
2. Objet de valeur selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins l'un des matériaux cristallins liquides polarise de la lumière de façon sélective.
3. Objet de valeur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier et le second matériau polarisent de la lumière de façons différentes.
4. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le premier matériau polarise la lumière à droite et le second matériau polarise la
lumière à gauche ou inversement.
5. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, en ce qui concerne l'effet optiquement variable, il s'agit d'un effet de basculement
de couleur.
6. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le matériau thermochrome est appliqué sur toute la surface.
7. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le matériau thermochrome n'est prévu que par endroits.
8. Objet de valeur selon la revendication 7, caractérisé en ce que le matériau thermochrome est prévu sous forme de caractères et/ou de dessins.
9. Objet de valeur selon au moins l'une quelconques de revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le matériau thermochrome est disposé au-dessus ou au-dessous du matériau avec un
effet optiquement variable.
10. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le matériau thermochrome est disposé à côté du matériau avec un effet optiquement
variable.
11. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'un fond au moins en partie sombre, de préférence noir, est présent sous les matériaux
cristallins liquides.
12. Objet de valeur selon la revendication 11, caractérisé en ce que le fond est sombre sur toute la surface.
13. Objet de valeur selon la revendication 11, caractérisé en ce que le fond est présent sous forme de dessins et/ou de caractères.
14. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que le fond est imprimé, généré par la coloration d'un substrat ou par laser.
15. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'un des matériaux, le fond et/ou une autre couche présentent des propriétés pouvant
être contrôlées par une machine et/ou à l'oeil nu.
16. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que le matériau thermochrome est coloré au-dessous d'une température prédéfinie et transparente
ou au moins translucide au-dessus de cette température.
17. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que la couche thermochrome est au moins translucide ou transparente au-dessous d'une
température prédéfinie et colorée au-dessus de cette température.
18. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que l'élément de sécurité est une étiquette.
19. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que l'objet de valeur est un papier de sécurité, un document de sécurité ou un emballage
de produit.
20. Objet de valeur selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 19, caractérisé en ce qu'au moins une partie de l'élément de sécurité est recouverte d' une couche de protection.
21. Elément de sécurité pour la protection d'objets de valeur, l'élément de sécurité présentant
au moins un premier et un second matériau cristallins liquides, le premier matériau
présentant des propriétés thermochromes et le second matériau un effet optiquement
variable, caractérisé en ce que le premier matériau est cristallin et ne polarise pas à une première température
et modifie et polarise sa couleur dans le cas d'une variation de température et d'un
passage dans l'état cristallin liquide.
22. Elément de sécurité selon la revendication 21, caractérisé en ce que le premier et le second matériau polarisent de la lumière de façons différentes.
23. Elément de sécurité selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce que, en ce qui concerne l'effet optiquement variable, il s'agit d'un effet de basculement
de couleur.
24. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 21 à 23, caractérisé en ce que la couche thermochrome est transparente ou au moins translucide au-dessous d'une
température prédéfinie et de couleur au-dessus de cette température.
25. Elément de sécurité selon au moins l'une quelconque des revendications 21 à 24, caractérisé en ce que l'élément de sécurité est un fil de sécurité.
26. Matériau de transfert pour la fabrication d'un élément de sécurité, le matériau de
transfert présentant un matériau support sur lequel sont disposés au moins un premier
et un second matériau cristallins liquides, le premier matériau présentant des propriétés
thermochromes et le second matériau un effet optiquement variable, caractérisé en ce que le premier matériau est cristallin et ne polarise pas à une première température
et ne polarise pas et modifie et polarise sa couleur dans le cas d'une variation de
température et d'un passage dans l'état cristallin liquide.
27. Matériau de transfert selon la revendication 26, caractérisé en ce que le matériau de transfert est réalisé sous forme d'un film d'estampage à chaud.
28. Procédé pour fabriquer un objet de valeur ou un élément de sécurité,
- un substrat étant mis à disposition, et
- du matériau cristallin liquide thermochrome et du matériau cristallin liquide avec
un effet optiquement variable étant appliqués sur ce substrat,
caractérisé en ce que, comme premier matériau, on choisit un matériau qui est cristallin et ne polarise
pas à une première température et modifie et polarise sa couleur en cas d'une variation
de température et d'un passage dans l'état cristallin liquide.
29. Procédé selon la revendication 28,
caractérisé en ce que
a) le substrat présente une couche ou une surface au moins partiellement noire ;
b) le matériau thermochrome est appliqué par-dessus sous forme de caractères et/ou
de dessins et
c) le matériau cristallin liquide avec un effet optiquement variable est appliqué
par-dessus ; ou
d) le substrat présente une couche ou une surface au moins partiellement noire,
e) le matériau cristallin liquide avec effet optiquement variable est appliqué par-dessus
et
f) le matériau thermochrome est appliqué par-dessus sous forme de caractères et/ou
de dessins.
30. Procédé pour tester un objet de valeur, caractérisé en ce qu'on vérifie si on a un effet de basculement de couleur ou si, dans le cas d'une variation
de couleur, on a aussi bien un effet thermochrome qu'un effet de polarisation non
présent avant la variation de température.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente