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(11) |
EP 1 551 541 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.09.2008 Patentblatt 2008/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.10.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2003/000675 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/035191 (29.04.2004 Gazette 2004/18) |
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| (54) |
EINWEG-MISHER UND HOMOGENISATOR
DISPOSABLE MIXER AND HOMOGENISER
MELANGEUR A USAGE UNIQUE ET HOMOGENEISATEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
15.10.2002 CH 17222002
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.07.2005 Patentblatt 2005/28 |
| (73) |
Patentinhaber: Medic Tools AG |
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6304 Zug (CH) |
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Erfinder: |
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- BUCHER, Franz, G.
CH-6304 Zug (CH)
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| (74) |
Vertreter: Gachnang, Hans Rudolf et al |
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Badstrasse 5
Postfach 323 8501 Frauenfeld 8501 Frauenfeld (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 925 139 US-A- 3 704 864
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DE-U- 8 024 382
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 0060, Nr. 68 (C-100), 30. April 1982 (1982-04-30) &
JP 57 007243 A (MATSUSHITA ELECTRIC IND CO LTD), 14. Januar 1982 (1982-01-14)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen und Homogenisieren von Materialien,
insbesondere infektiösen oder über riechenden oder chemisch aggressiven Materialien,
in einem Labortestgefäss.
[0002] Magnetrührer und mechanische Rührer sind im Laborbetrieb allgemein bekannt und gebräuchlich.
Bei der Zerkleinerung von infektiösen Gewebefragmenten in nicht hermetisch abgeschlossenen
Gefässen besteht eine grosse Infektionsgefahr durch unkontrollierte Spritzer, die
durch die Öffnung des Labortestgefässes nach aussen dringen können, durch unbeabsichtigtes
Umkippen des Labortestgefässes und durch die Verwendung von Mehrwegmixern. Dies ist
insbesondere bei Reagenzgläsern und hierfür bekannte Mischer der Fall.
[0003] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, der eine hermetische Verschliessung
des Labortestgefässes und eine vollständige Durchmischung und Homogenisation von mischbaren
Stoffen und Flüssigkeiten erlaubt und eine Entnahme der Mischung und des Homogenats
oder eine Zugabe von Flüssigkeiten ohne Entfernung der Vorrichtung erlaubt.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0005] Dadurch, dass der Deckel vorgesehen ist, mit dem gleichzeitig das Labortestgefäss
hermetisch verschlossen wird und in dem Labortestgefäss befindliche Materialien verarbeitet
werden, insbesondere gemischt und homogenisiert, wird die Arbeitssicherheit des die
Verarbeitung vornehmenden Benutzers wesentlich erhöht.
[0006] Damit sind auch infektiöse Gewebefragmente in sicherer Weise behandelbar. Durch die
hermetische Verschliessung des Labortestgefässes kann so in sicherer Weise eine vollständige
Homogenisierung der Gewebefragmente erreicht werden. Eine durchstechbare Membrane
lässt es zu, dass das Homogenat oder Mischgut mittels Pipettiernadel oder Disposable
Tip ohne Entfernung des Einwegdeckels vom Labortestgefäss verdünnt oder entnommen
oder mittels Sensor analysiert oder mittels Heiz- oder Kühlstab temperiert werden
kann, ohne dass der Deckel vom Labortestgefäss entfernt werden muss.
[0007] Vorteilhafterweise ist der Deckel als Einwegdeckel ausgestaltet, so dass er direkt
nach Gebrauch entsorgt wird und somit eine Kontamination bei der weiteren Arbeit im
Labor sicher vermieden wird.
[0008] Die Erfindung wird nachfolgend an verschiedenen Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf den Einwegdeckel,
- Fig. 2
- eine schematische teilweise geschnittene seitliche Ansicht des Gewindekörpers des
Deckels,
- Fig. 3
- eine schematische teilweise geschnittene seitliche Ansicht der Hohlachse,
- Fig. 4
- eine schematische teilweise geschnittene Draufsicht auf die Hohlachse,
- Fig. 5
- eine schematische Draufsicht auf das Rührelement mit den Schneidmesser- und Quetschelementen,
die durchstechbaren Membrane und einer Labyrinth-Lippendichtung,
- Fig. 6
- eine schematische teilweise geschnittene seitliche Ansicht des Rührelementes mit den
Schneidmesser- und Quetschelementen, der durchstechbaren Membrane und einer Labyrinth-Lippendichtung,
- Fig. 7
- eine schematische Draufsicht auf die Rückhaltehülse mit Quetschnuten,
- Fig. 8
- eine schematische teilweise geschnittene seitliche Ansicht der Rückhaltehülse mit
Quetschnuten,
- Fig. 9
- eine schematische teilweise geschnittene seitliche Ansicht des Einwegdeckels.
[0009] Die Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht und Fig. 9 eine schematische teilweise
geschnittene seitliche Ansicht des Einwegdeckels 10. Das Innere eines zylindrischen
Labortestgefässes 70 mit konisch zulaufender Spitze 72 wird mit den zu mischenden
oder homogenisierenden Materialien 71 gefüllt. Anschliessend wird das Labortestgefäss
70 mit dem Einweg-Schraubverschlussdeckel 10 oder der Einweg-Schnappkappe (Snap-Cap)
10 verschlossen und dann auf den Kopf gestellt.
[0010] Im Einweg-Schraubverschlussdeckel 10 oder in der Einweg-Schnappkappe (Snap-Cap) 10
des hermetisch abdichtbaren Labortestgefässes 70 ist ein Rührelement 30 mit einem
radialen Grobschneidmesser 31, drei Mittelquetschpaare 33 und drei Feinquetscherdrillinge
aus Kunststoff oder Metall vorgesehen, die an den schneidenden Kanten der Nuten 41,
43, 45 der Rückhaltehülse 40 vorbeigeführt werden Dieses Rührelement 30 wird mit Hilfe
der Hohlachse 50 von ausserhalb des Labortestgefässes 70 von einem externen Sechspunkte-Schnellkupplungsbolzen
angetrieben.
[0011] Das Labortestgefäss 70 mit den zu mischenden und homogenisierenden Materialien wird
bei kopfstehender Gefässstellung entsprechend Fig. 9 kraftschlüssig auf den externen
Sechspunkte-Schnellkupplungsbolzen eines externen Antriebs gestellt. Durch die übertragene
Drehbewegung werden die sich im Innenraum des Labortestgefässes 70 befindlichen Stoffe
und Flüssigkeiten 71 in drei Phasen durch das Grobschneidemesser 31, die drei Mittelquetscherpaare
33 und die drei Feinquetscherdrillinge 35 an den Nuten 41, 43, 45 der Rückhaltehülse
40 zerquetscht, vermischt, homogenisiert und nach oben umlenkt. Die hydraulische Labyrinthlippendichtung
22, 36, bestehend auch drei ringförmigen, ineinanderlaufenden axialen Nuten und Nocken,
verhindert das Auslaufen der Flüssigkeit 71. Die Drehzahl ist materialspezifisch für
eine optimale Homogenisierung festgelegt. Die Anzahl der Bearbeitungselemente 31,
33 und 35 (1, 2, 3 etc.) ist frei wählbar, wobei der Fachmann deren Anzahl unter anderem
auch durch die Bauhöhe und die Art der gewählten Schneiden festlegt.
[0012] Die hydraulische Labyrinthlippendichtung 22, 36 im Deckel 10 dichtet das Material
71 im Inneren des Labortestgefässes 70 sowohl im Ruhezustand wie auch während der
Drehbewegung des Rührelementes 30 hermetisch gegen die Umgebung ab und verhindert
dadurch eine Kontamination mit der Umgebung und das Austreten von Aerosolen vor, während
und nach dem Mischen oder Homogenisieren.
[0013] Anstelle des Einsatzes der in dem dargestellten Ausführungsbeispiel gezeigten hydraulischen
Labyrinthlippendichtung 22, 36 ist es ebenso möglich, eine einfache Gummidichtung,
beispielsweise in Gestalt eines Dichtringes, oder einen anderen dem Fachmann geläufigen
Dichtungstyp zur Abdichtung des Labortestgefässes 70 nach Aussen zu verwenden.
[0014] Die Fig. 2 zeigt eine schematische teilweise geschnittene seitliche Ansicht des Gewindekörpers
20 des Deckels. Das doppelgängige Gewinde 21 dient zur einfachen Aufnahme des Labortestgefässes
70. Die Dichtlippe 24 gewährt eine zusätzliche Sicherheit gegen das Auslaufen der
Flüssigkeit 71. Zwölf seitliche Nuten 25 verhindern, dass sich der Gewindekörper während
des Antriebs der Hohlachse 50 mitdreht.
[0015] Die Fig. 3 zeigt eine schematische teilweise geschnittene seitliche Ansicht des Hohlkörpers
50 und die Fig. 4 zeigt eine schematische teilweise geschnittene Draufsicht des Hohlkörpers
50. Sechs axiale Kerben 52 übernehmen vom externen Sechspunkte-Schnellkupplungsbolzen
kraftschlüssig das Drehmoment. Der Hohlkörper 50 wird in das Rührelement 30 kraftschlüssig
eingepresst.
[0016] Die Fig. 5 zeigt eine schematische Draufsicht des Rührelements 30 und die Fig. 6
zeigt eine teilweise geschnittene Ansicht des Rührelements 30. Die Membrane 32 ermöglicht
beim aufrechtstehenden Labortestgefäss 70 die Durchführung einer Pipettiernadel, eines
Disposable Tips, eines Messfühlers oder einer Heiz-/Kühlkomponente, ohne dass der
Einwegdeckel 10 vom Labortestgefäss 70 entfernt werden muss. Dadurch werden mögliche
Kontaminationen und Aerosole stark minimiert. Mit einem Snapdeckel in die in Fig.
3 dargestellte Öffnung 54 des Hohlkörpers 50 lässt sich das Labortestgefäss 70 nach
erfolgter Durchstechung der Membrane 32 wieder hermetisch schliessen. Vorteilhaft
ist hierbei die zentrale Anordnung der Durchführung oder Hohlachse 53. Diese gestattet
die hermetische Verschliessung auch dadurch, dass zentral beim Rotieren der Membran
32 auf diesen Mittelteil nur geringe Fliehkräfte wirken, die eine seitliche Membran
deformieren und damit undicht machen könnten. Sofern die Membrane 32 durchstochen
oder durchbrochen ist, kann auch vorgesehen sein, dass ein Snapdeckel aus Kunststoff
oder Metall im Bereich 54 den Deckel 10 wieder hermetisch verschliesst.
[0017] Das Rührelement 30 ermöglicht zusammen mit der Rückhaltehülse 40 die Homogenisation
in drei Phasen. In der ersten Phase schneidet das radiale Grobschneidemesser 31 zusammen
mit den Nuten 41 in der Rückhaltehülse 40 in Fig. 8 das Mischgut in grobe Fragmente.
In einer zweiten Phase zerkleinern die drei radialen Mittelquetscherpaare 33 das Mischgut
unter Mithilfe der Nuten 43 weiter. In der letzten Phase homogenisieren die Feinquetscherdrillinge
35 zusammen mit den Nuten 45 das Mischgut zum eigentlichen Homogenat.
[0018] Die Fig. 7 zeigt eine schematische Draufsicht auf die Rückhaltehülse 40 und die Fig.
8 zeigt eine teilweise geschnittene seitliche Ansicht der Rückhaltehülse 40. Die Nockenpaare
41 und 42 sind radial und axial so versetzt, dass sich die Rückhaltehülse 40 jederzeit
in den Einwegdeckel 10 einstecken oder aus dem Einwegdeckel 10 entfernen lässt. Die
Nuten 41, 43, 45 in den Nocken 42, 44 und die Nocken 42, 44 selbst dienen dazu, das
Mischgut 71 im kopfstehenden Labortestgefäss 70 und drehenden Rührelement 30 zurück
zu halten, einzuklemmen, zu zerschneiden und zerquetschen. Durch das Entfernen der
Rückhaltehülse 40 aus dem Einwegdeckel 10 wird das Mischgut 71 bei drehendem Rührelement
30 schonender gemischt, extrahiert oder aufgeschlämmt.
[0019] In den Zeichnungen nicht dargestellt sind folgende Merkmale, die in der dargestellten
Ausführungsform des Einwegdeckels 10 aufgenommen werden können. In Fig. 9 im Bereicht
26 können Sensorleitungen durch den Gewindekörper 20 durchgeführt werden, die auf
der nach aussen weisenden Seite über elektrische Verbindungen verfügen. Somit kann
in einfacher Weise ein Sensor während des Mischens im Bereich 27 des zu bearbeitenden
Materials 71 angeordnet werden. Anstelle von Sensorleitungen kann auch ein Lichtleiter
eingeführt werden oder eine Zuleitung, welche im Bereich 27 ein Heizkörper oder ein
Peltierelement ausbildet. Über die wärmeleitende Antriebsachse 50 kann Wärmeenergie
in das Labortestgefäss 70 eingeführt oder aus diesem nach aussen abgeleitet werden.
Für die Erzielung einer gewünschten Vermischung oder Homogenisation spielen das Drehzahlprofil
des Rührelements 30 im Probentestgefäss 70 und die Mischdauer eine entscheidende Rolle.
Über das Kupplungselement 50 können alle Formen der Drehzahlbeschleunigungen und -verzögerungen
sowie Ultraschallwellen auf das Rührelement 30 zugeführt werden.
1. Vorrichtung zum Mischen, Homogenisieren, Extrahieren, Aufschlämmen von Materialen,
insbesondere infektiösen oder übel riechenden oder chemisch aggressiven Materialien
(71), in einem Labortestgefäss (70), das mit einem Deckel (10) hermetisch verschliessbar
ist, wobei in dem Deckel (10) zur Bearbeitung des in das Labortestgefäss (70) einbringbaren
Materials (71) ein Rührelement (30) vorgesehen ist, das mit einem Kupplungsstück (50)
verbunden ist, und wobei das sich um die Längsachse des Labortestgefässes (70) drehende
Rührelement (30) mit Schneid-und/oder Quetschelementen (31; 33, 35) versehen ist,
welche in unmittelbarer Nähe zu Schneidkanten (42, 44; 41, 43, 45) einer Rückhaltehülse
(40) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rührelement (30) hohlzylindrisch (53) ist und mit einer zentrischen Abschlusskappe
(32) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrische Abschlusskappe (32) eine durchstechbare oder durchbrechbare Membrane
(32) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneid- und/oder Quetschelemente Grobschneidemesser (31) und Quetscher (33,
35) umfasst, die in unmittelbarer Nähe zu den Schneidkanten angeordnet sind, die durch
Nocken (42, 44) und Nuten (41, 43, 45) gebildet werden, wobei die Schneid-und/oder
Quetschelemente insbesondere aus Kunststoff oder Metall bestehen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltehülse (40) als aufsteckbares oder entfernbares, innen offenes Zusatzelement
vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel ein Einwegdeckel (10) ist und/oder dass er einen Schraubverschluss oder
einen Schnappverschluss aufweist, der zu einem entsprechenden Element an dem Labortestgefäss
(70) komplementär ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Labortestgefässe (70) zylindrisch oder quaderförmig sind und/oder dass die Labortestgefässe
(70) aus Kunststoff oder Glas bestehen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bearbeitung des Materials (71) Mittel zu seiner Zerquetschung, Mischung, Homogenisierung,
Extraktion und Aufschlämmung vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (10) über einen Gummidichtring, eine Spanndichtung oder eine hydraulische
Labyrinthlippendichtung (22, 36) zum hermetischen Verschluss zwischen dem Gefässinneren
(71) des Labortestgefässes (70) und der äusseren Umgebung verfügt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsstück (50) hohl ausgestaltet ist und/oder dass es ein Innen-Sechspunkte-Schnellkupplungsring
(50) ist, so dass Rotationsenergie von aussen mechanisch zuführbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass über eine wärmeleitende Antriebsachse Wärmeenergie in das Labortestgefäss (70) einführbar
oder aus diesem nach aussen ableitbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen Bereich (26) im Gewindekörper (20) des Deckels elektrische Leitungen
oder Lichtleiter zu Sensoren oder Heiz- oder Peltierelementen im Inneren des Labortestgefässes
(70) geführt werden.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass durch die durchstechbare oder durchbrechbare Membrane (32) im Einwegdeckel (10) bei
aufrechtstehendem Labortestgefäss (70) das Homogenat mit einem Sensor oder einem Heiz-
oder Peltierelement manuell oder maschinell analysiert oder temperiert werden kann,
ohne den Deckel (10) vom Labortestgefäss (70) entfernen zu müssen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die durchstochene oder durchbrochene Membrane (32) im Einwegdeckel (10) mit einem
Snapdeckel aus Kunststoff oder Metall im Bereich (54) wieder hermetisch verschlossen
werden kann.
1. Device for mixing, homogenising, extracting, slurrying materials, more especially
infectious or foul smelling or chemically aggressive materials (71), in a laboratory
test container (70), which is hermetically sealable by means of a cover (10), wherein
an agitating element (30) is provided in the cover (10) for processing the material
(71) that is introducible into the laboratory test container (70), the said agitating
element being connected to a coupling piece (50), and wherein the agitating element
(30) that rotates about the longitudinal axis of the laboratory test container (70)
is provided with cutting and/or crushing elements (31; 33, 35), which are disposed
in the direct vicinity of cutting edges (42, 44; 41, 43, 45) of a retaining sleeve
(40), characterised in that the agitating element (30) is hollow cylindrical (53) and is provided with a central
end cap (32).
2. Device according to claim 1, characterised in that the central end cap (32) is a diaphragm (32) that can be penetrated or ruptured.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the cutting and/or crushing elements comprise coarse cutting blade (31) and crushers
(33, 35), which are disposed in the direct vicinity of the cutting edges, which are
formed by cams (42, 44) and grooves (41, 43, 45), wherein the cutting and/or crushing
elements are produced more especially from plastics material or metal.
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the retaining sleeve (40) is provided as an attachable or removable additional element
that is open inside.
5. Device according to one of claims 1 to 4, characterised in that the cover is a disposable cover (10) and/or in that the said cover includes a screw-type closure or a snap-type closure, which is complementary
to a corresponding element on the laboratory test container (70).
6. Device according to one of claims 1 to 5, characterised in that the laboratory test containers (70) are cylindrical or cuboidal and/or in that the laboratory test containers (70) are produced from plastics material or glass.
7. Device according to one of claims 1 to 6, characterised in that means for crushing, mixing, homogenising, extracting and slurrying the material (71)
are provided for its processing.
8. Device according to one of claims 1 to 7, characterised in that the cover (10) includes a rubber sealing ring, a clamping sealing ring or a hydraulic
labyrinth sealing ring (22, 36) for the hermetic closure between the container interior
(71) of the laboratory test container (70) and the exterior environment.
9. Device according to one of claims 1 to 8, characterised in that the coupling piece (50) is hollow and/or in that the said coupling piece is a hexagon rapid action coupling ring (50) such that rotational
energy can be supplied mechanically from outside.
10. Device according to one of claims 1 to 9, characterised in that thermal energy is introducible into the laboratory test container (70) or can be
removed from the said laboratory test container to the outside by means of a heat
conducting driving axle.
11. Device according to one of claims 4 to 10, characterised in that electric lines or optical waveguides lead to sensors or heating elements or Peltier
elements in the interior of the laboratory test container (70) through a region (26)
in the thread body (20) of the cover.
12. Device according to one of claims 2 to 11, characterised in that through the penetratable or rupturable diaphragm (32) in the disposable cover (10),
with the laboratory test container (70) standing in the upright position, the homogenate
can be manually or automatically analysed or tempered by means of a sensor or a heating
or Peltier element without the cover (10) having to be removed from the laboratory
test container (70).
13. Device according to one of claims 2 to 12, characterised in that the penetrated or ruptured diaphragm (32) in the disposable cover (10) can be re-sealed
hermetically in the region (54) by means of a snap-type cover made of plastics material
or metal.
1. Dispositif de mélange, d'homogénéisation, d'extraction, de mise en suspension de substances,
notamment de substances ( 71 ) infectieuses ou sentant mauvais ou agressives chimiquement,
dans un récipient ( 70 ) d'essai en laboratoire, qui peut être fermé hermétiquement
par un couvercle ( 10 ), dans lequel il est prévu, dans le couvercle ( 10 ), pour
le traitement de la substance ( 71 ) qui peut être introduite dans le récipient (
70 ) d'essai en laboratoire, un élément ( 30 ) de brassage qui est relié à une pièce
( 50 ) d'accouplement et dans lequel l'élément ( 30 ) de brassage, tournant autour
de l'axe longitudinal du récipient ( 70 ) d'essai en laboratoire, est muni d'éléments
( 31 ; 33, 35 ) de coupe et/ou de raclage qui sont disposés à proximité directe de
bords ( 42, 44 ; 41, 43, 45 ) de coupe d'un manchon ( 40 ) de retenue, caractérisé en ce que l'élément ( 10 ) de brassage est cylindrique ( 53 ) creux et est muni d'une coiffe
( 32 ) centrée de fermeture.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la coiffe ( 32 ) centrée de fermeture est une membrane ( 32 ) pouvant être transpercée
ou rompue.
3. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de coupe et/ou d'écrasement comprend un couteau ( 31 ) de coupe grossière
et des raclettes ( 33, 35 ), qui sont disposées à proximité immédiate des bords de
coupe, qui sont formées par des bossages ( 42, 44 ) et des rainures ( 41, 43, 45 ),
les éléments de coupe et/ou de raclage étant notamment en matière plastique ou en
métal.
4. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le manchon ( 40 ) de retenue est prévu sous la forme d'un élément supplémentaire
ouvert à l'intérieur, pouvant être transpercé ou enlevé.
5. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le couvercle est un couvercle ( 10 ) à usage unique et/ou en ce qu'il a une fermeture vissée ou une fermeture à déclic, qui est complémentaire d'un élément
correspondant du récipient ( 70 ) d'essai en laboratoire.
6. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les récipients ( 70 ) d'essai en laboratoire sont cylindriques ou parallélépipédiques
et/ou en ce que les récipients ( 70 ) d'essai en laboratoire sont en matière plastique ou en verre.
7. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que, pour le traitement de la substance ( 71 ), il est prévu des moyens pour son écrasement,
son mélange, son homogénéisation, son extraction et sa mise en suspension.
8. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le couvercle ( 10 ) dispose d'un joint d'étanchéité en caoutchouc, une étanchéité
par serrage ou une étanchéité ( 22, 36 ) hydraulique à lèvres en labyrinthe pour la
fermeture hermétique entre l'intérieur ( 71 ) du récipient ( 70 ) d'essai en laboratoire
et l'extérieur.
9. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la pièce ( 50 ) d'accouplement est creuse et/ou en ce que c'est une bague ( 50 ) d'accouplement rapide intérieure à six points, de sorte que
de l'énergie de rotation peut être apportée mécaniquement de l'extérieur.
10. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que, par un axe d'entraînement conduisant la chaleur, de l'énergie calorifique peut être
introduite dans le récipient ( 70 ) d'essai en laboratoire ou en être évacuée vers
l'extérieur.
11. Dispositif suivant l'une des revendications 4 à 10, caractérisé en ce que des lignes électriques ou des fibres optiques menant à des capteurs ou à des éléments
de chauffage ou à effet Peltier vont, en passant par une partie ( 26 ) du corps (
20 ) fileté du couvercle, à l'intérieur du récipient ( 70 ) d'essai en laboratoire.
12. Dispositif suivant l'une des revendications 2 à 11, caractérisé en ce que, par la membrane ( 32 ) pouvant être transpercée ou pouvant être rompue dans le couvercle
( 10 ) à usage unique, on peut, alors que le récipient ( 70 ) d'essai en laboratoire
est vertical, analyser manuellement ou automatiquement ou mettre à température le
produit homogénéisé par un capteur ou par un élément de chauffage ou par un élément
à effet Peltier, sans avoir à retirer le couvercle ( 10 ) du récipient ( 70 ) d'essai
en laboratoire.
13. Dispositif suivant l'une des revendications 2 à 12, caractérisé en ce que la membrane ( 32 ) percée ou rompue du couvercle ( 10 ) à usage unique peut être
refermée hermétiquement par un couvercle à déclic en matière plastique ou en métal
dans la partie ( 54 ).