[0001] Die Erfindung betrifft eine Zweischienenlaufkatze, insbesondere obenlaufende Zweischienenlaufkatze
mit einem ersten und einem zweiten Fahrwerkträger, die über Laufräder auf einer Fahrschiene
verfahrbar sind und eine 3-Punkt-Lagerung ausbilden, wobei der erste Fahrwerkträger
mit dem zweiten Fahrwerkträger mittels eines Querträgers etwa mittig verbunden ist
und wobei der erste Fahrwerkträger eine größere Längserstreckung als der zweite Fahrwerkträger
aufweist, und mit einem an dem Querträger befestigten Hubwerk.
[0002] Solche Zweischienenlaufkatzen bestehen üblicherweise aus zwei miteinander verbundenen
Fahrwerkträgern, die so einen Rahmen bilden und mittels teilweise angetriebenen Laufrädern
jeweils auf gegenüberliegenden Schienen der Kranträger einer Krankonstruktion verfahrbar
sind und zum Heben von Lasten ein Hubwerk aufweisen.
[0003] Das Hubwerk umfasst neben der Seiltrommel, deren Antrieb, Getriebe und Lagerung sowie
elektrische Steuerung gewöhnlich Unter-, Oberflaschen und einen Lasthaken oder Greifer
in einer dem Fachmann bekannten Weise.
[0004] Das Hubwerk kann oben, etwa mittig auf einem die Fahrwerkträger verbindenden Querträger
angebracht werden, wie es aus der DE 1 938 831 und DE 6 608 185 bekannt ist.
[0005] Bei den aus der DE 1 938 831 und DE 6 608 185 bekannten Zweischienenlaufkatzen wird
jedoch die Gesamtbauhöhe durch die Anbringung des Hubwerks auf bzw. oberhalb der Fahrwerkträger
stark erhöht.
[0006] Die DE 944 330 offenbart dagegen eine Zweischienenlaufkatze, bei der das Hubwerk
bzw. die Seiltrommel zwischen den Fahrwerksträgern angeordnet ist bzw. den Querträger
zu deren Verbindung ausbildet. Bei dieser Laufkatze führt eine Fahrwerkswelle für
zwei angetriebene Laufräder durch die Seiltrommel, an deren einem Ende ein Kopfträger
angeordnet ist, der ein weiteres Laufrad trägt, das zur Führung der Katze dient. Die
Bauhöhe der Katze oberhalb der Schienen der Kranträger ist nicht größer als die Höhe
der Fahrwerksträger selbst. Die dabei gewählte Konstruktion des Hubwerks ist jedoch
aufwendig und die Katze empfindlich gegen Verzug und Verkantung unter Belastung.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Zweischienenlaufkatze mit 3-Punkt-Lagerung
bereitzustellen, deren Bauhöhe oberhalb der Schienen der Kranträger möglichst gering
ist und die gleichzeitig eine gute Zugänglichkeit zu den wesentlichen Komponenten
des Hubwerks sicherstellt. Zudem soll der Schienenabstand der Katze nicht vergrößert
sein und die Last die Katze möglichst gleichmäßig belasten.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 bis 13 ausgeführt.
[0009] Dadurch, dass das Hubwerk zwischen den Fahrwerkträgern an dem Querträger derart seitlich
befestigt ist, dass das Hubwerk im wesentlichen nicht nach oben über die Fahrwerkträger
hinausragt, ist sichergestellt, dass die Bauhöhe oberhalb der Schienen des Kranträgers
nicht vergrößert wird.
[0010] Dadurch, dass die Seiltrommel und die Seilendbefestigung des Hubwerks auf einer Seite
und die Oberflasche auf der gegenüberliegender Seite des Querträgers - in Verfahrrichtung
gesehen - angeordnet sind, so kann das Gewicht etwaiger Gegengewichte reduziert und
die Torsionsbelastung des Querträgers minimiert werden.
[0011] Wichtig ist bei Zweischienenlaufkatzen die Gesamtbauhöhe und insbesondere die Bauhöhe
der Fahrwerkträger bzw. des Rahmens und des Hubwerks. Mit Rücksicht auf die Größe
der Laufräder besitzen die Zweischienenlaufkatzen eine bestimmte Mindestbauhöhe oberhalb
der Ebene der Schienen auf den Kranträgern, die möglichst gering gehalten wird, so
dass auch die Gesamthöhe des Krans minimiert werden kann. Dies ist unter anderem aus
Gewichts-, Platz- und Kostengründen notwendig.
[0012] Von Vorteil ist es, wenn der Lasthaken oder Ähnliches nach Möglichkeit mittig innerhalb
des Abstandes der Fahrwerkträger zu einander angeordnet ist, so dass die Gesamtkonstruktion
und insbesondere die Laufräder unter Last gleichmäßig belastet werden, was wiederum
aus Gewichtsersparnisgründen von Interesse ist und mit einem erniedrigten Konstruktionsaufwand
einhergeht. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass bei der Verwendung von einrilligen
Seiltrommeln der Seilablaufpunkt auf der Trommel zwischen zwei Positionen, nämlich
der höchsten und niedrigsten Laststellung bzw. -Höhe wandert. Ferner sind Vorschriften
zur Dimensionierung der Seiltriebe und konstruktive Mindestanforderungen an Freimaße
zu benachbarten Bauteilen zu beachten.
[0013] Für die Inbetriebnahme und Wartung bzw. Reparatur ist es notwendig eine einfache
und gute Zugänglichkeit zu dem Hubwerk sicherzustellen. Insbesondere muss verhindert
werden, dass die Seiltrommel, deren Antrieb, Getriebe und Lagerung sowie elektrische
Steuerung durch die angrenzenden Fahrwerksträger behindert bzw. eingeschränkt wird.
[0014] Ist der erste Fahrwerkträger mit dem zweiten Fahrwerkträger mittels des Querträgers
etwa mittig verbunden und weist ferner der erste Fahrwerkträger eine größere Längserstreckung
als der zweite Fahrwerkträger aufweist und ragt dabei das Hubwerk in Verfahrrichtung
über den zweiten Fahrwerkträger hinaus, so ist die Zugänglichkeit du den wesentlichen
Komponenten des Hubwerks in einfacher Weise möglich.
[0015] Von Vorteil ist es dabei, wenn z. B. das Getriebe und/oder die Seiltrommel und/oder
die elektrische Steuerung des Hubwerks, also dessen wesentliche Komponenten an der
dem zweiten Fahrwerkträger zugewandten Seite angeordnet sind. Hierbei ist es günstig,
das Hubwerk möglichst weit in Richtung des zweiten Fahrwerkträgers an dem Querträger
anzuordnen, so dass seine Zugänglichkeit nochmals verbessert wird. Die Wartung kann
daher vom Kranträger aus erfolgen.
[0016] Insbesondere ist es von Vorteil, wenn alle Laufräder bzw. deren Achsen symmetrisch
zur Schwerachse der Nutzlast angeordnet sind, wobei die Laufräder des ersten Fahrwerkträgers
einen möglichst großen Abstand und die Laufräder des zweiten Fahrwerkträgers einen
geringen Abstand aufweisen.
[0017] So kann der zweite Fahrwerkträger besonders kurz ausgeführt werden und der Zugang
zum Hubwerk ist nicht gehindert.
[0018] Der zweite Fahrwerkträger kann mit lediglich einem Laufrad ausgestaltet sein. Dies
hängt jedoch von den geplanten Betriebsbedingungen und der zu transportierenden Nutzlast
ab. Die zulässige Belastung des Laufrads und seiner Befestigung am Fahrwerkträger
darf im Betrieb nicht überschritten werden.
[0019] Werden größere Nutzlasten bewegt, bietet sich der Einsatz von zwei Laufrädern an.
Diese können starr oder vorteilhafterweise über eine Schwinge mit dem Fahrwerkträger
verbunden sein. Die Verwendung einer Schwinge ist durch Ausbildung einer 3-Punkt-Lagerung
der Laufkatze auf den Kranträgern sinnvoll und ermöglicht z. B. den Ausgleich von
Fertigungstoleranzen.
[0020] Beim üblichen Einsatz nur eines angetriebenen Laufrads wird oft ein Schräglauf der
Laufkatze hervorgerufen. Dieser Schräglauf kann jedoch durch Einsatz horizontaler
Führungselemente, insbesondere von an den Enden des ersten Fahrwerkträgers angeordneten
Führungsrollen verhindert werden, die sich mit geringem Spiel seitlich an den Schienen
abstützen.
[0021] Die üblichen, bei bekannten, angetriebenen Reibrollen verwendenden Konstruktionen
weisen Nachteile auf, weil sie aufgrund des Reibrollenantriebs sehr aufwendig sind
und viel Platz benötigen. Darüber hinaus ist das Verschleißverhalten der miteinander
zusammenwirkenden angetriebenen Laufräder und Reibrollen unterschiedlich, wodurch
sich die Abrollradien unterschiedlich verändern, was wiederum zu zusätzlichem Schlupf
des geringer belasteten Rades führt.
[0022] Ein solches Abheben muss vermieden werden, um eine Beschädigung der Laufkatze und/oder
des Trägers zu verhindern und ein Durchrutschen der angetriebenen Laufräder zu vermeiden.
[0023] Wenn mindestens ein Laufrad antreibbar ist und an der Unterseite der Fahrschiene
mindestens ein mit dem angetriebenen Laufrad zusammenwirkendes Paar Reibrollen angeordnet
ist, die über eine Einstellung des Abstandes zueinander an die Unterseite der Fahrschiene
anstellbar sind, kann ein Durchrutschen z. B. durch Abheben des angetriebenen Laufrads
verhindert werden.
[0024] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der der Erhöhung der Traktion dienenden
Reibrolle als nicht angetriebenes Reibrollenpaar ist es möglich, die Reibrollenkonstruktion
besonders leicht und kompakt und somit Platz sparend auszugestalten, da auf einen
Antrieb der Reibrollen verzichtet wurde.
[0025] Vorteilhafterweise sind die beiden Reibrollen eines jeden Reibrollenpaares symmetrisch
zur Drehachse des jeweiligen angetriebenen Laufrades unterhalb des Laufrades angeordnet
sind.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform ist hierzu jedes Reibrollenpaar über ein Stützgestänge
am jeweiligen Fahrwerkträger festgelegt.
[0027] Das Stützgestänge kann hierbei zwei um eine gemeinsame Achse verschwenkbare zweiarmige
Hebel umfassen, wobei an einem freien Ende eines jeden Hebels eine Reibrolle drehbar
gelagert ist.
[0028] Die beiden anderen freien Enden der Hebel des Stützgestänges sind dann günstigerweise
über einen federbelasteten Andrückmechanismus miteinander verbunden, der aus einer
die beiden freien Enden der Hebel miteinander verbindenden Schraube und einer auf
die Schraube aufsetzbaren und über eine Mutter spannbaren Druckfeder besteht.
[0029] Das Stützgestänge eines jeden Reibrollenpaares ist in einer bevorzugten Ausgestaltung
an einer quer zur Verfahrrichtung am ersten Fahrwerkträger angeordneten Welle verschwenkbar
gelagert.
[0030] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend
anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zweischienenlaufkatze mit Hubwerk in
einer Ansicht von oben;
- Fig. 2
- die Ausführungsform aus Fig. 5 in einer Seitenansicht;
- Fig. 3
- einen Querschnitt entlang der Linie "B-B" aus Fig. 2;
- Fig. 4
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zweischienenlaufkatze mit Hubwerk
in einer Ansicht von oben;
- Fig. 5
- die Ausführungsform aus Fig. 4 in einer Seitenansicht
- Fig. 6
- eine Anordnung eines Reibrollenpaares zur Verhinderung des Abhebens des angetriebenen
Laufrads aus den Ausführungsformen der Fig. 1 und 3 und
- Fig. 7
- einen Querschnitt entlang der Linie "A-A" aus Fig. 6.
[0031] In den Figuren sind sich entsprechende Teile der unterschiedlichen Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Zweischienenlaufkatzen 300 und 400 mit jeweils um 100 erhöhten
Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0032] Der Aufbau der erfindungsgemäßen Zweischienenlaufkatzen wird nun anhand der Figuren
1 und 2 näher erläutert. Nachfolgend werden nur die Unterschiede zwischen den einzelnen
Ausführungsformen dargelegt.
[0033] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine erfindungsgemäße obenlaufende Zweischienenlaufkatze
300, die einen ersten Fahrwerkträger 301 und einen zweiten Fahrwerkträger 302 umfasst,
die mittels eines Querträgers 303 jeweils mittig verbunden sind. In Verfahrrichtung
V der Zweischienenlaufkatze 300 vor bzw. hinter sowie seitlich an dem Querträger 103
ist ein Hubwerk 304 angeordnet. Der erste Fahrwerkträger 301 weist zwei Laufräder
313 und 315 auf, von denen das Laufrad 313 mit einem Antrieb 314 zum Verfahren der
Laufkatze in Verfahrrichtung V auf den Schienen 312 der Kranträger 311 versehen ist.
Die Achsen der Laufräder 313 und 315 sind in Verfahrrichtung V hintereinander angeordnet
und weisen dabei einen großen Abstand C auf, so dass die Laufräder 313, 315 im Bereich
des Anfangs und Endes der Kranträger 311 gelagert sind.
[0034] Für höhere Nutzlasten eignet sich die dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Zweischienenlaufkatze 300, bei der der zweite Fahrwerkträger 302 zwei Laufräder 316
und 317 aufweist, die über eine Schwinge 320 an dem Querträger 303 befestigt sind,
wodurch eine statisch bestimmte 3-Punkt-Lagerung der Laufkatze 300 erreicht wird,
so dass es im Gegensatz zur denkbaren starren Anordnung möglich ist, unterschiedlich
hohe Aufstandpunkte der Laufräder 316/317 auszugleichen.
[0035] Die Schwinge geht im Detail aus der Figur 3 hervor. Sie umfasst eine Traverse 321
mit zwei Radachsen 322 für die Laufräder 316 und 317, die über eine Pendelachse 323
mit dem zweiten Fahrwerksträger 302 verbunden ist. Die Pendelachse 323 ist um eine
in Längsrichtung des Querträgers 303 ausgerichtete und somit horizontale Achse schwenkbar.
[0036] Die Achsen der zwei Laufräder 316 und 317 weisen also im Gegensatz zu denen der Laufräder
313, 315 einen geringeren Abstand D zueinander auf. Der zweite Fahrwerkträger besitzt
in Längsrichtung gerade eine solche Erstreckung, dass die Anordnung der Laufräder
316 und 317 in Verfahrrichtung V hintereinander möglich ist.
[0037] Der erste Fahrwerkträger 301 besitzt also in Längs- bzw. Verfahrrichtung V eine größere
Längserstreckung als der zweite Fahrwerkträger 302. Somit behindert der zweite Fahrwerkträger
302 den Zugang zum Hubwerk 304 nicht, da dieses seitlich in Verfahrrichtung V über
diesen hinaussteht.
[0038] Die seitliche Anordnung des Hubwerks 304 an dem Querträger 303 erfolgt derart, dass
die Bauhöhe H der Zweischienenlaufkatze oberhalb der Schienen 312 nicht vergrößert
wird. Die Oberkante des Hubwerks 304 ragt also nicht nach oben über die Fahrwerkträger
301 und 302 hinaus. Insgesamt sind alle Teile der erfindungsgemäßen Zweischienenlaufkatze
so angeordnet, dass sie nicht über die Oberkante der Fahrwerkträger nach oben hinausragen
(vgl. Fig. 2).
[0039] Die Seiltrommel 305 des Hubwerks 304 ist mittels Rahmenteile 306 und 307 mit dem
Querträger 303 verbunden und zwischen diesen drehbar gelagert. In dem Rahmenteil 307
des Hubwerks 304, welches dem zweiten Fahrwerkträger 302 benachbart ist, befinden
sich die wesentlichen Antriebskomponenten, wie Seiltrommellagerung, -antrieb, -getriebe
und elektrische Steuerung. Durch die Positionierung des Hubwerks 304 außermittig am
Querträger 303, d. h. nahe dem dem zweiten Fahrwerkträger 302 zugewandten Kranträger
311 ist der Zugang zu diesen Komponenten wartungs- und reparaturfreundlich ohne Gerüst
möglich. Man erkennt, insbesondere in Fig. 2, dass der Zugang zum Rahmenteil 307 des
Hubwerks 104 nicht durch den zweiten Fahrwerkträger 302 eingeschränkt wird.
[0040] Der Querträger 303 dient auch zur Aufnahme bzw. Festlegung einer Oberflasche 308
und einer Seilendbefestigung 309 eines Seils 318 des Hubwerks 304. Das Seil 318 wird
entsprechend einer einfachen Einscherung von der Seilendbefestigung 309 über einen
Lasthaken 310, die Oberflasche 306 und den Lasthaken 310 auf die einrillige Seiltrommel
305 geführt. Hierbei sind die Seiltrommel 305 und die Seilendbefestigung 309 des Hubwerks
304 auf einer Seite und die Oberflasche 308 auf der gegenüberliegender Seite des Querträgers
303 - in Verfahrrichtung V gesehen - angeordnet.
[0041] Somit wandert der Lasthaken 310 in einem kleinen, durch den Pfeil W gekennzeichneten
Bereich um den Mittelpunkt K der Spurbreite S der Laufkatze 300 zwischen seiner niedrigsten
und höchsten Hubposition. Dies bedingt eine günstige Verteilung der Belastung auf
die Zweischienenlaufkatze.
[0042] Bei der in den Figuren 4 und 5 dargestellten, zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Zweischienenlaufkatze 400 ist der zweite Fahrwerkträger 402 mit einer nochmals verkleinerten
Endplatte 402 ausgebildet, was durch die Verwendung nur eines Laufrads 416 ermöglicht
wird. Dies kann bei relativ kleinen Nutzlasten kostengünstiger und konstruktiv einfacher
sein, wenn nämlich die zulässige Belastung der Endplatte 402 die zulässige Druckspannung
unter dem Laufrad 416 im Betrieb nicht überschreitet.
[0043] Ferner sind zusätzlich horizontale Führungsrollen 424 in der Nähe der Laufräder 413
und 415 des ersten Fahrwerkträgers 401 vorgesehen, die am Fahrwerkträger selbst angebaut
sind und sich mit geringem Spiel seitlich an der Schiene 412 des Kranträgers 411 abstützen.
Hierdurch wird ein zu großer Schräglauf der Laufkatze vermieden, der durch den üblicherweise
verwendeten Einzelradantrieb am Laufrad 413 hervorgerufen wird.
[0044] Nachfolgend wird auf das im Detail in den Figuren 6 und 7 dargestellte Stützrollenpaar
319 näher eingegangen, welches in den oben beschriebenen Ausführungsformen Verwendung
findet.
[0045] Das als Reibrollenpaar ausgebildete Stützrollenpaar 319 ist an dem Fahrwerkträger
301 vorgesehen, unter dem Fahrwerkträger schwenkbar gelagert und stützt sich mittels
Federvorspannung an der Unterseite 326 der Oberplatte 325 des Kranträgers 311 ab,
so dass ein Durchrutschen des angetriebenen Laufrads 313 verhindert wird.
[0046] Das Stützrollenpaar 319 ist an einem sich nach unten erstreckenden Arm 327 des Fahrwerkträgers
301 angeordnet und umfasst zwei Hebel 328, die scherenartig über einen Zapfen 330
verschenkbar sind. An dem einen Ende der Hebel sind die einzelnen Rollen 329 drehbar
angeordnet und an dem anderen, entgegen gesetztem freien Ende sind die Hebel 328 über
einen Andrückmechanismus 331 mit einander verbunden. Der Andrückmechanismus 331 bewirkt
ein Verschwenken der Hebel 328 derart relativ gegen einander, dass der Abstand der
Rollen 329 zu einander und somit deren Anpressdruck gegen die Unterseite 326 der Oberplatte
325 des Kranträgers 311 verstellt wird. Hierdurch kann das Laufrad 313 mit der gewünschten
Anlagekraft auf bzw. gegen die Schiene 312 gezogen werden, um einen Schlupf zu verhindern.
[0047] Im dargestellten Beispiel besteht der Andrückmechanismus 331 aus einer die beiden
freien Enden der Hebel 328 verbindenden Schraube 332, auf der eine spulenförmige Feder
333 aufgesetzt ist, und eine Mutter 334, um die Feder 333 in geeigneter Weise einzustellen
bzw. zu spannen.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 300, 400
- Zweischienenlaufkatze
- 301, 401
- erster Fahrwerkträger
- 302, 402
- zweiter Fahrwerkträger
- 303, 403
- Querträger
- 304, 404
- Hubwerk
- 305, 405
- Seiltrommel
- 306, 406
- Rahmenteil
- 307, 407
- Rahmenteil
- 308, 408
- Oberflasche
- 309, 409
- Seilendbefestigung
- 310,410
- Lasthaken
- 311, 411
- Kranträger
- 312,412
- Schiene
- 313, 413
- angetriebenes Laufrad
- 314,414
- Antrieb
- 315,415
- Laufrad
- 316,416
- Laufrad
- 317,417
- Laufrad
- 318,418
- Seil
- 319, 419
- Stützrollenpaar
- 320
- Schwinge
- 322
- Radachsen
- 323
- Pendelachse
- 424
- Führungsrollen
- 325
- Oberplatte
- 326
- Unterseite
- 327
- Arm
- 328
- Hebel
- 329
- Rolle
- 330
- Zapfen
- 331
- Andrückmechanismus
- 332
- Schraube
- 333
- Feder
- 334
- Mutter
- A-A
- Schnittlinie
- B-B
- Schnittlinie
- C
- Abstand
- D
- Abstand
- H
- Bauhöhe
- K
- Mitte
- S
- Spurbreite
- V
- Verfahrrichtung
- W
- Bereich des Lasthakens
- X
- Blickrichtung
1. Zweischienenlaufkatze mit einem Hubwerk (304, 404), insbesondere obenlaufende Zweischienenlaufkatze
mit einem ersten und einem zweiten Fahrwerkträger, die über Laufräder (315, 415, 316,
416, 317, 417) jeweils auf einer Fahrschiene (312, 412) verfahrbar sind und eine 3-Punkt-Lagerung
ausbilden,
wobei der erste Fahrwerkträger (301, 401) mit dem zweiten Fahrwerkträger (302, 402)
mittels eines Querträgers (303, 403) verbunden ist, an dem das Hubwerk (304, 404)
befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Hubwerk (304, 404) zwischen den Fahrwerkträgern an dem Querträger (303, 403)
derart seitlich befestigt ist, dass das Hubwerk im wesentlichen nicht nach oben über
die Fahrwerkträger hinausragt, und dass die Seiltrommel (305, 405) und eine Seilendbefestigung
(309, 409) des Hubwerks auf einer Seite und eine Oberflasche (308, 408) auf der gegenüberliegender
Seite des Querträgers angeordnet sind.
2. Zweischienenlaufkatze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe und/oder die Seiltrommel und/oder die elektrische Steuerung des Hubwerks
(304, 404) an der dem zweiten Fahrwerkträger (302, 402) zugewandten Seite, insbesondere
in einem Rahmenteil (307, 407) angeordnet sind.
3. Zweischienenlaufkatze nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Fahrwerkträger (302, 402) ein Laufrad (416) oder zwei Laufräder (316,
317) mit geringem Abstand (D) aufweist.
4. Zweischienenlaufkatze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufräder (316, 317) über eine Schwinge (320) mit dem Fahrwerkträger (302) verbunden
sind.
5. Zweischienenlaufkatze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Fahrwerkträger (301, 401) mit dem zweiten Fahrwerkträger (302, 402) mittels
des Querträgers (303, 403) etwa mittig verbunden ist.
6. Zweischienenlaufkatze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Fahrwerkträger eine größere Längserstreckung als der zweite Fahrwerkträger
aufweist und das Hubwerk (304, 404) in Verfahrrichtung (V) über den zweiten Fahrwerkträger
(302, 402) hinausragt.
7. Zweischienenlaufkatze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass horizontale Führungselemente (424), insbesondere Führungsrollen, an den Enden des
ersten Fahrwerkträgers (401) angeordnet sind.
8. Zweischienenlaufkatze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Laufrad (313, 413) antreibbar ist und an der Unterseite (326) der
Fahrschiene mindestens ein mit dem angetriebenen Laufrad (313) zusammenwirkendes Paar
Reibrollen (319) angeordnet ist, die über eine Einstellung des Abstandes zueinander
an die Unterseite (326) der Fahrschiene anstellbar sind.
9. Zweischienenlaufkatze nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Reibrollen (319) eines jeden Reibrollenpaares symmetrisch zur Drehachse
des jeweiligen Laufrades (313) unterhalb des Laufrades (313) angeordnet sind.
10. Zweischienenlaufkatze nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Reibrollenpaar über ein Stützgestänge am jeweiligen Fahrwerkträger (301) festgelegt
ist.
11. Zweischienenlaufkatze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützgestänge zwei um eine gemeinsame Achse verschwenkbare zweiarmige Hebel (328)
umfasst, wobei an einem freien Ende eines jeden Hebels (328) eine Reibrolle (329)
drehbar gelagert ist.
12. Zweischienenlaufkatze nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden anderen freien Enden der Hebel (328) des Stützgestänges über einen federbelasteten
Andrückmechanismus (331) miteinander verbunden sind.
13. Zweischienenlaufkatze nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Andrückmechanismus (331) aus einer die beiden freien Enden der Hebel (328) miteinander
verbindenden Schraube (332) und einer auf die Schraube (332) aufsetzbaren und über
eine Mutter (334) spannbaren Druckfeder (333) besteht.