[0001] Die Erfindung betrifft eine motorisch angetriebene oder antreibbare Scherenanordnung
zum Betätigen eines Kipp- oder Klappflügels von Fenstern, bei denen sich beim Kippen
oder Klappen der Flügel gegenüber dem Blendrahmen nach außen bewegt.
[0002] Mit der Erfindung soll
als technische Aufgabe eine baulich einfache und einfach zu montierende Scherenanordnung für die angegebenen
Verwendungszwecke vorgeschlagen werden. Auch ein Arbeitsverfahren ist anzugeben.
[0003] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 oder 10a
oder 11 gelöst.
[0004] Die Scherenanordnung erreicht in der Schließstellung des Flügels eine sichere und
direkte Verriegelung des Flügels unmittelbar am Blendrahmen bzw. an dem am Blendrahmen
fest montierten Gehäuse der Scherenanordnung.
[0005] Diese Verriegelung erfolgt automatisch und in synchroner Abstimmung zu der Schließbewegung
der Scherenanordnung durch den für die Scherenanordnung vorgesehenen motorischen Antrieb
(Anspruch 1, Anspruch 10).
[0006] Die Erfindung ist auch in solchen Fällen geeignet, bei denen zwei oder mehr Scheren
zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen vorgesehen sind (Anspruch 10a). In diesem Fall
ist jeder Scherenanordnung ein Verriegelungsglied und ein entsprechender Verriegelungszapfen
zugeordnet, so dass im Bereich jeder Scherenanordnung eine unmittelbare und sichere
Verriegelung des Flügels am Blendrahmen bzw. am Scherengehäuse erfolgt.
[0007] Der Antriebszapfen für die Scherenanordnung einerseits und der Verriegelungszapfen
andererseits können mit einem gemeinsamen motorischen Antrieb durch jeweils gesonderte
Antriebsglieder verbunden sein (Anspruch 3). Es kann aber auch ein gemeinsames Antriebsglied
vorgesehen sein, das die Antriebskraft des motorischen Antriebs in die entsprechenden
Längsverschiebungen von Antriebszapfen bzw. Verriegelungszapfen überträgt (Anspruch
15).
[0008] Die Verriegelung erfolgt mit der Verriegelungsplatte (Anspruch 1, Anspruch 13), die
am Flügelrahmen befestigbar ist.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungs
beispiel näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt zu einem Beispiel der Erfindung in Draufsicht Teile der Scherenanordnung bei
offenem Flügel.
- Figur 2
- zeigt in perspektivischer Darstellung das Verriegelungsglied und den zugehörigen Verriegelungszapfen
während der Offenstellung des Flügels.
- Figur 3
- zeigt ebenfalls in perspektivischer Darstellung den Verriegelungszustand bei geschlossenem
Fenster und
- Figur 4
- zeigt in perspektivischer Darstellung weiter Details der neuen Scherenanordnung.
[0010] In
Figur 1 ist der Flügel 1 gegenüber dem nicht näher dargestellten Blendrahmen 2 in seiner
abgekippten oder abgeklappten Stellung gezeigt. Bei dem gezeigten Beispiel besteht
die Scherenanordnung 3 aus zwei Scherengliedern 4 und 13. Das erste Scherenglied 4
ist an einem fest am Blendrahmen 3 befestigbaren Gehäuse 12 der Anordnung mittels
eines Gleitstückes 9 in Richtung des Doppelpfeils 10 längsverschieblich geführt und
bei 8 schwenkbar an dem Gleitstück 9 gelagert.
[0011] Das andere Ende des ersten Scherenglieds 4 ist am Flügelrahmen 1 angebracht und zwar
unverschiebbar, jedoch einstellbar. Zu diesem Zweck ist ein gelenkiges Winkelstück
vorgesehen, dessen Schenkel 6 gegenüber dem am Flügelrahmen befestigten anderen Schenkel
um die Achse 7 schwenkbar ist und das einen Längsschlitz 6a zur Verstellung des Schwenkzapfens
5 für das Scherenglied 4 aufweist. Das andere Scherenglied 13 ist etwa mittig an dem
Scherenglied 4 bei 14 unverschieblich angelenkt, während sein anderes Ende bei 15
einstellbar, aber sonst unverschieblich am Gehäuse 12 festgelegt ist.
[0012] Wie
Figur 4 zeigt, ist zu diesem Zweck am Gehäuse 12 eine hinterschnittene Nut vorgesehen, in
der ein Tragstück 15a für den Zapfen 15 längsverschieblich einstellbar und festlegbar
angeordnet ist. Das Scherenglied 13 weist eine Steuernut 16 auf, in die ein Antriebszapfen
19 eingreift. Dieser ist auf einem Gleitstück 18 befestigt, das seinerseits mit dem
stangenförmigen Antriebsglied 17 einstellbar und unverschieblich verbindbar ist. Das
Antriebsglied 17 steht mit dem motorischen Antrieb antriebsmäßig in Verbindung, z.B.
mit der Spindelmutter eines Spindelmotors. Da solche Antriebe allgemein bekannt sind,
ist dieser in den Figuren nicht näher dargestellt. Seine Anordnung zur jeweiligen
Achse 17,17a wird angepasst, parallel oder in Linie/Reihe.
[0013] Bei der Längsbewegung des Antriebsgliedes 17 verschiebt sich der Zapfen 19 in Längsrichtung
und erzwingt sich diese unter Eingriff in die Nut erfolgende Bewegung, indem das Scherenglied
13 zwangsweise entsprechend um den Schwenkpunkt 15 verschwenkt wird. Bei dieser Schwenkbewegung
nimmt das Scherenglied 13 das erste Scherenglied 4 entsprechend mit, wobei sich dessen
Anlenkpunkt 8 am Gehäuse 12 entsprechend dem Doppelpfeil 10 in Längsrichtung verschiebt.
Die Folge ist, dass sich der Flügel 1 dem Blendrahmen 2 entsprechend dem Doppelpfeil
25 annähert bzw. von diesem entfernt. Die Relativbewegungen zwischen Flügel und Scherenglied
4 werden durch die beiden etwa senkrecht zueinander stehenden Schwenkachsen 7 bzw.
5 des gelenkigen Winkelstücks 6 entsprechend aufgenommen.
[0014] Unmittelbar in der Nachbarschaft des gelenkigen Winkels 6 ist ein Verriegelungsglied
35 unmittelbar am Flügelrahmen 1 befestigt. Wie aus den Figuren 2 und 3 hervorgehrt,
weist das Verriegelungsglied 35 an einem Ende eine zur Längserstreckung des Gehäuses
12 parallele Eingriffsöffnung 40 auf, die an einem Ende offen ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform weist das Verriegelungsglied 35 an beiden Enden jeweils eine entsprechende
Verriegelungsöffnung 40 bzw. 40a auf, so dass das gleiche Verriegelungsglied 35 für
unterschiedliche Einbausituationen verwendet werden kann.
[0015] Bevorzugt ist dabei das Verriegelungsglied 35 aus zwei Teilen ausgebildet, einem
unmittelbar am Flügelrahmen anliegenden Tragteil 36 und einem äußeren plattenförmigen
Deckteil 37, der auf der Rückseite am unteren Ende abgebogen oder konturiert ist,
um eine weitere Anlagefläche am Flügelrahmen zu bilden. Beide Teile sind durch Schrauben
38 oder dergleichen Befestigungsmittel fest miteinander verbunden und können über
entsprechende Bohrungen 39 fest mit dem Flügelrahmen verbunden werden.
[0016] Mit dem Verriegelungsglied 35 wirkt ein - verstellbarer oder einstellbarer (21a)
- Verriegelungszapfen 21 zusammen. Dieser ist am Gehäuse 12 der Scherenanordnung längsverschieblich
entsprechend dem Pfeil 24 gelagert und springt etwa senkrecht zur Längserstreckung
des Gehäuses 12 in Richtung zum Flügelrahmen vor. Die Führung am Gehäuse 12 ist, wie
am Beispiel nach Figur 4 gezeigt, so ausgebildet, dass ein schlittenartiger Tragteil
20 an entsprechenden Führungsflächen des Gehäuses ausschließlich längsverschieblich
geführt ist und zwar so, dass die Führung sämtliche an den Zapfen 21 wirkenden Kräfte
in Richtung der Längsachse des Zapfens zuverlässig aufnehmen kann. Vom Schlitten 20
ragt ein Schenkel 30 auf, an dem der Verriegelungszapfen 21 mit einem gehäuseseitigen
Ende 31 fest verschraubt ist.
[0017] Der Verriegelungszapfen ist in seiner Verschieberichtung motorisch antreibbar, vorzugsweise
von dem gleichen motorischen Antrieb, der auch den Antriebszapfen 19 für die Scherenanordnung
längsverschieblich antreibt. Zu diesem Zweck kann entweder, wie in Figur 1 gezeigt,
das Antriebsglied 17 über den Zapfen 19 hinaus weitergeführt sein, so dass diesem
an entsprechend auszuwählender Stelle der Schlitten 20 festgeklemmt werden kann, so
dass sich der Steuerzapfen 19 und der Verriegelungszapfen 21 entsprechend dem Pfeil
synchron bewegen.
[0018] Wie in Figur 4 angedeutet ist, kann neben dem Antriebsglied 17 für den Zapfen 19
ein zweites längs verschiebliches Antriebsglied 20a vorgesehen sein, an dem der Schlitten
20 festgelegt ist und das mit dem motorischen Antrieb unabhängig von dem Antriebsglied
17 antriebsmäßig verbunden ist.
[0019] Wie
Figur 2 in der unverriegelten Stellung des Verriegelungszapfens 21 zeigt, weist der Zapfen
an seinem freien Ende eine Querschnittsverringerung 22 sowie einen verbreiterten Verriegelungskopf
23 auf. Die Anordnung und die Bemessungen sind so gewählt, dass zum Eingreifen des
Zapfens in das Verriegelungsglied 35 der durchmesser-verjüngte Bereich 22 in die Verriegelungsöffnung
40 eintritt und der Kopf 23 des Zapfens die angrenzenden Bereich des Verriegelungsglieds
35 hintergreift, wie es Figur 3 in der verriegelten Stellung zeigt.
[0020] Es ist vorteilhaft, wenn das Verriegelungsglied 35, wie in den Figuren 1 und 3 gezeigt,
unmittelbar neben dem gelenkigen Winkelstück 6 am Flügelrahmen befestigt ist.
[0021] Der Verriegelungszapfen 21 ist bewegungsmäßig in Abstimmung zu den Bewegungen des
motorisch angetriebenen Antriebsglieds 17 längsbeweglich antreibbar. Der motorische
Antrieb erfolgt so, dass die Bewegung des Zapfens 21 in die Eingriffsstellung erst
dann erfolgt, wenn die Scherenanordnung 3 ihre Schließstellung erreicht hat. Hierfür
ist die Steuernut 16 im Scherenglied 13 entsprechend geformt und ausgestaltet. Alternativ
oder kumulativ erfolgt der motorische Antrieb so, dass der Zapfen 21 eine Entriegelungsbewegung
abgeschlossen hat, bevor die Scherenanordnung 3 sich aus ihrer Schließstellung heraus
bewegt. Auch hierfür ist die Steuernut 16 im Scherenglied 13 entsprechend geformt
und ausgestaltet.
[0022] Das bewirkt, dass in der Schließstellung des Flügels 1, in der beide Scherenglieder
4 und 13 übereinander von dem Gehäuse 12 so aufgenommen sind, dass beide Scherenglieder
etwa abdeckend über dem Antriebsglied 17 zu liegen kommen, beide Enden des Scherengliedes
4 in Richtungen senkrecht zu den Rahmenebenen sicher festgelegt ist, und zwar das
Ende 8 durch das Schiebestück 9 und das Ende bei dem Anlenkpunkt 5 durch die unmittelbar
daneben liegende Verriegelungsstelle zwischen dem Zapfen 21 und dem Verriegelungsglied
35.
[0023] Es kann auch vorteilhaft sein, wenn das Verriegelungsglied und das gelenkige Winkelstück
6 zu einer vormontierten Einheit zusammengefasst sind, die dann als Baueinheit einfach
und sparend an dem Flügelrahmen 1 befestigt werden kann.
[0024] Die gezeigte Anordnung kann so erweitert werden, dass dem gleichen Gehäuse 12 zwei
oder mehr Scherenanordnungen 3 zugeordnet sind. Jeder Scherenanordnung 3 wird dann
ein Verriegelungsglied 35 mit Verriegelungszapfen 21 zugeordnet, so dass im Bereich
jeder Scherenanordnung 3 eine sichere Festlegung des Flügels am Blendrahmen in der
Schließstellung des Flügels erreicht wird.
[0025] Alle Teile die dem Gehäuse 12 zugeordnet sind, bilden eine gemeinsame Baueinheit
mit dem Gehäuse 12, so dass die Montage außerordentlich einfach ist. Das gleiche gilt
für die am Flügelrahmen befestigten Teile insbesondere dann, wenn diese ebenfalls
eine vormontierte Baueinheit bilden.
[0026] Für notwendig werdende Einstellungen für jede Einbausituation sind entsprechende
Einstellmöglichkeiten vorgesehen, z.B. bei 5, 6a am gelenkigen Winkelstück, sowie
an den Verbindungsstellen 18 bzw. 20,21 a zwischen den längsverschieblichen Teilen
und den zugehörigen Antriebsgliedern 17 bzw. 20a und schließlich durch die Längsverschieblichkeit
und Festlegbarkeit des Lagerbocks 15a für das Scherenglied 13.
1. Motorisch antreibbare Scherenanordnung zum Betätigen eines Kipp- oder Klappflügels von Fenstern, bei denen sich beim Kippen
oder Klappen der Flügel gegenüber einem Festrahmen schwenkbar bewegt
- mit einem langgestreckten Gehäuse (12), das auf einem Innenfläche (2) des Blendrahmens
befestigbar ist,
- mit einer zweiteiligen Scherenanordnung (3;4,13);
- deren eines Scherenglied (4) mit seinem einen Ende mit dem Flügelrahmen gelenkig
(5;6,6a) - vorzugsweise um zwei zueinander senkrechte Achsen - und mit seinem anderen
Ende (8) um eine in dem Gehäuse (12) längsverschiebbar geführte Schwenkachse (8,9)
mit dem Gehäuse (12) schwenkend verbindbar ist,
- wobei das zweite Scherenglied (13) mit einem Ende am Gehäuse (12) und mit dem anderen
Ende bevorzugt mittig an dem einen Scherenglied (4) jeweils unverschiebbar angelenkt
ist (15,14) und eine Steuerkurve (16) aufweist, in die ein im Gehäuse (12) längsbeweglich
geführter Antriebszapfen (19) eingreift,
- welcher Antriebszapfen (19) in Antriebsverbindung mit einem im Gehäuse (12) längsbeweglich
angeordneten, motorisch angetriebenen Antriebsglied (17), insbesondere einer Schubstange
und/oder einer Spindelmutter eines Spindelantriebes, steht;
- mit einem am Flügelrahmen (1) montierfähigen Verriegelungsplatte (35) mit einer
einseitig offenen Verriegelungsöffnung (40);
- mit einem Verriegelungszapfen (21), der vom Gehäuse (12) in Richtung nach außen
frei vorspringt und im Gehäuse (12) längsbeweglich geführt ist;
- wobei der Verriegelungszapfen (21) an seinem freien Ende einen Eingriffskopf (23)
aufweist, der in einer Schließstellung verriegelnd in die Verriegelungsöffnung (40)
der Verriegelungsplatte (35) eingreift;
wobei der Verriegelungszapfen (21) bewegungsmäßig in Abstimmung zu den Bewegungen
des motorisch angetriebenen Antriebsglieds (17) motorisch so längsbeweglich antreibbar
ist, dass seine (21) Bewegung in die Eingriffsstellung erst dann erfolgt, wenn die
Scherenanordnung (3) ihre Schließstellung erreicht hat, oder/und die Zapfenanordnung
(21) eine Entriegelungsbewegung abgeschlossen hat, bevor die Scherenanordnung (3)
sich aus ihrer Schließstellung heraus bewegt.
2. Scherenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verriegelungskopf (23) des Verriegelungszapfens (21) und die Verriegelungsöffnung
(40) der Verriegelungsplatte (35) so ausgebildet sind, dass der Eingriffskopf (23)
des Verriegelungszapfens (21) in der Eingriffstellung die Verriegelungsplatte (35)
hintergreift.
3. Scherenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass im Gehäuse (12) zwei Antriebsglieder (17;20) den Antriebszapfen (19) des zweiten
Scherengliedes (13) bzw. für den Verriegelungszapfen (21) längsverschieblich gelagert
und von derselben Antriebseinrichtung antreibbar sind.
4. Scherenanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die am Flügelrahmen (1) befestigbare Verriegelungsplatte (35) zwei Verriegelungsöffnungen
(40,40a) aufweist, die in entgegengesetzten Richtungen offen sind, um das Verriegelungsglied
für unterschiedliche Einbau-Situationen einzusetzen.
5. Scherenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungsplatte (35) aus einem am Flügel (1) anliegend montierbaren Tragteil
(36) und einer konturierten, eine oder beide Verriegelungsöffnungen (40,40a) aufweisenden
Deckplatte besteht.
6. Scherenanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verriegelungsplatte (35) im Einbauzustand der Scherenanordnung (3) unmittelbar
neben dem Anlenkungspunkt (5;6,7) des ersten Scherengliedes (4) am Flügelrahmen (1)
angeordnet ist bzw. montiert wird.
7. Scherenanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche mit zwei vom gleichen motorischen
Antrieb bewegbaren Scherenanordnungen,
wobei jeder Scherenanordnung eine Verriegelungsplatte (35) und ein motorisch antreibbarer
Verriegelungszapfen (21,23) zugeordnet sind.
8. Scherenanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der am Flügelrahmen befestigbare Anlenkpunkt (5,6,7) des ersten Scherengliedes (4)
und die Verriegelungsplatte (35) eine vormontierte Baueinheit bilden, die gemeinsam
am Flügelrahmen befestigbar ist.
9. Scherenanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
wobei ein motorischer Antrieb parallel zur Antriebsachse (17) angeordnet ist, einem
"Scherenpaket" vorgelagert, zur Schaffung einer kompakten Bauform.
10. Scherenanordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche, ohne Anspruch 9,
wobei ein motorischer Antrieb in Linie bzw. Reihe zur Antriebsachse (17) angeordnet
ist, einem "Scherenpaket" vorgelagert, zur Schaffung einer langen Ausführung oder
Bauform.
10. a. Verfahren oder Scherenanordnung zum Betätigen eines Flügels an einer Gebäudeöffnung, wobei sich beim Kippen oder
Klappen des Flügels dieser jeweils gegenüber einem Festrahmen schwenkbar bewegt,
- mit einem durchgehenden oder mehreren einzelnen langgestreckten Gehäusen (12), die
auf der Innenfläche (2) des Blendrahmens befestigbar sind;
- wobei zwei oder mehr Scheren (3) zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen vorgesehen
sind und dem Gehäuse zugeordnet sind;
- jeder der Scherenanordnungen ein eigenes Verriegelungsglied und ein entsprechender
Verriegelungszapfen (21,35) zugeordnet ist, so dass im Bereich jeder Scherenanordnung
(3) eine eigene unmittelbare und sichere Verriegelung des jeweiligen Flügels am Blendrahmen
bzw. am oder über das jeweilige Scherengehäuse (12) in der Schließstellung erfolgt.
11. Verfahren oder Scherenanordnung zum Betätigen eines Flügels einer Gebäudeöffnung, wobei sich beim Kippen oder Klappen
des Flügel dieser gegenüber einem Festrahmen schwenkbar bewegt,
- mit einem langgestreckten Gehäuse (12), das auf einem Innenfläche (2) des Blendrahmens
befestigbar ist und einer Platte (35) mit zumindest einer einseitig offenen Verriegelungsöffnung
(40,40a);
- mit einer zweiteiligen oder 2armigen Scherenanordnung (3;4,13);
- deren eines Scherenglied (4) mit seinem einen Ende (5,6) mit dem Flügelrahmen gelenkig - vorzugsweise
um zwei zueinander senkrechte Achsen - und mit seinem anderen Ende (8) mit dem Gehäuse
(12) um eine in dem Gehäuse (12) längsverschiebbar geführte Schwenkachse (8,9) schwenkend
verbindbar ist;
- wobei das zweite Scherenglied (13) mit einem Ende am Gehäuse (12) und mit dem anderen Ende an dem
anderen Scherenglied (4) jeweils unverschiebbar angelenkt ist (15,14) und eine Steuerkurve
(16) aufweist, in die ein längsbeweglich geführter Antriebszapfen (19) eingreift,
welcher in einer Antriebskopplung mit einem im Gehäuse (12) längsbeweglich angeordneten,
motorisch angetriebenen Antriebsglied (17) steht;
- mit einem vorspringenden Verriegelungszapfen (21), der an einem freien Ende einen
Kopf (23) aufweist, zum Zusammenwirken mit der Verriegelungsöffnung (40) der Verriegelungsplatte
(35);
- wobei eine motorisch längsbewegliche Abstimmung (35,21) zu einer Bewegung des Antriebsglieds
(17) vorgesehen ist, welche
- eine Eingriffsstellung erst dann erreicht, wenn die Scherenanordnung (3) ihre Schließstellung
erreicht hat,
oder
- eine Entriegelungsbewegung abgeschlossen hat, bevor die Scherenanordnung (3) sich
aus ihrer Schließstellung heraus bewegt.
12. Scherenanordnung nach voran stehendem Anspruch 11, wobei
- der vorspringende Verriegelungszapfen (21) vom Gehäuse (12) längsbeweglich geführt
ist.
13. Scherenanordnung nach voran stehendem Anspruch 11, wobei
- die Platte (35) mit der einseitig offenen Verriegelungsöffnung (40) am Flügelrahmen
(1) montierfähig ist.
14. Scherenanordnung nach voran stehendem Anspruch 11, wobei
- die Platte (35) mit zwei einseitig offenen Verriegelungsöffnungen (40) versehen
ist, die 180° gegeneinander ausgerichtet sind.
15. Scherenanordnung nach voran stehendem Anspruch 11, wobei
- der Verriegelungszapfen (21) bewegungsmäßig in Abstimmung zu einer Bewegung des
Antriebsglieds (17) motorisch längsbeweglich ist.