[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von farbigen
OSB-Platten.
[0002] Im Bereich der Holzwerkstoffe ist der Markt für OSB-Platten (Oriented Strand Boards)
im Anstieg begriffen. OSB-Platten wurden bislang hauptsächlich im Bau- und Verpackungsbereich
eingesetzt. Aufgrund ihrer attraktiven Oberflächenstruktur, die durch die Ausrichtung
der groben Holzfasern (Strands) gekennzeichnet ist, finden die OSB-Platten inzwischen
verstärkt Eingang in den dekorativen Bereich, z.B. im Messebau sowie für Fußböden
und Möbel. Für diese Anwendungen besteht der Wunsch, die OSB-Platten auch farblich
zu gestalten.
[0003] Bei der Herstellung von OSB-Platten werden zunächst Strands hergestellt, die in Durchlauftrocknern
getrocknet werden. Vor oder nach dem Trocknen werden die Strands in zwei Fraktionen
aufgeteilt (Mittelschicht und Deckschicht), die in Trommelmischern getrennt beleimt
werden. Als Bindemittel werden Aminoplaste (Harnstoff- oder Harnstoff-Melamin-Formaldehydharze)
oder, insbesondere für die Mittelschicht, Isocyanate (MDI: Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat)
eingesetzt. Die beleimten Strands werden in speziellen Schüttanlagen zu dreischichtigen
Matten geschüttet, wobei die Faserrichtungen von Mittel- und Deckschichten möglichst
kreuzweise liegen. Die geschütteten Matten werden dann in kontinuierlich oder diskontinuierlich
arbeitenden Heißpressen bei 180 bis 230°C zu Platten gepreßt.
[0004] Ein Verfahren zur Herstellung von farbigen Pressspanplatten wird in
US3969454 offenbart. Zum Einfärben von Holzteilchen kann eine flüssige Farbmittelzubereitung,
die Pigment enthält, verwendet werden, wie aus
JP3193404 bekannt.
[0005] Die bekannten Verfahren zur Färbung von OSB-Platten, bei denen das Farbmittel bei
der Beleimung zusammen mit den Bindemittel oder getrennt davon auf die Strands aufgebracht
wird, führen nur zu mäßigem Erfolg, da nur punktförmig gefärbte Platten erhalten werden.
[0006] Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, mit dessen
Hilfe OSB-Platten möglichst gleichmäßig gefärbt werden können, wobei gleichzeitig
die typische "Holzstruktur" sichtbar bleiben soll.
[0007] Demgemäß wurde ein Verfahren zur Herstellung von farbigen OSB-Platten gemäß Anspruch
1 sowie danach erhältliche OSB-Platten gemäß Anspruch 7 gefunden, wobei man die als
Basismaterial für die OSB-Platten dienenden Holzatrands vor oder nach dem Trocknen
mit einer flüssigen Farbmittelzubereitung in Kontakt bringt, anschließend auf übliche
Weise beleimt, zu dreischichtigen Matten schüttet und diese heiß zu aus einer Mittelschicht
mit zwei Deckschichten bestehenden Platten verpreßt.
[0008] Die Einfärbung der Strands erfolgt erfindungsgemäß vorzugsweise kontinuierlich durch
Spritzen oder Tauchen in die Farbmittellösung oder -dispersion.
[0009] Man kann dabei nur die Strands für eine oder beide Deckschichten, nur die Strands
für die Mittelschicht oder die Strands aller drei Schichten einfärben. Werden mehrere
Schichten eingefärbt, so können verschiedene oder gleiche Farbtöne für die einzelnen
Schichten gewählt werden.
[0010] Wesentlich für das erfindungsgemäße Verfahren ist, daß die Einfärbung der Strands
entgegen der ansonsten für die Einfärbung von Holzwerkstoffen üblichen Vorgehensweise,
bei der Einfärbung und Beleimung parallel erfolgen, vor der Beleimung vorgenommen
wird. Auf diese Weise werden gleichmäßig und intensiv eingefärbte OSB-Platten erhalten.
[0011] Die beim erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte flüssige Farbmittelzubereitung ist
eine sowohl Pigment als auch Farbstoff enthaltende Zubereitung , da sie besonders
kräftige, brillante und lichtechte Färbungen ergeben. Besonders bevorzugt sind dabei
Zubereitungen, die einen Farbstoffgehalt von 0,5 bis 10 Ges.-%, bezogen auf das Pigment,
aufweisen.
[0012] Die Farbmittelzubereitungen enthalten üblicherweise (A) mindestens ein Pigment, (B)
mindestens einen Farbstoff, (C) mindestens ein Dispergiermittel und (D) Wasser oder
ein Gemisch von Wasser und mindestens einem Wasserrückhaltemittel.
[0013] Komponente (A) der erfindungsgemäß bevorzugten Farbmittelzubereitungen können organische
oder anorganische Pigmente sein. Selbstverständlich können die Farbmittelzubereitungen
auch Mischungen verschiedener organischer oder verschiedener anorganischer Pigmente
oder Mischungen von organischen und anorganischen Pigmenten enthalten.
[0014] Die Pigmente liegen bevorzugt in feinteiliger Form vor. Die Pigmente haben dementsprechend
üblicherweise mittlere Teilchengrößen von 0,1 bis 5 µm, insbesondere 0,1 bis 3 µm
und vor allem 0,1 bis 1 µm.
[0015] Bei den organischen Pigmenten handelt es sich üblicherweise um organische Bunt- und
Schwarzpigmente. Anorganische Pigmente können ebenfalls Farbpigmente (Bunt-, Schwarz-
und Weißpigmente) sowie Glanzpigmente sein.
[0016] Im folgenden seien als Beispiele für geeignete organische Farbpigmente genannt:
- Monoazopigmente:
C.I. Pigment Brown 25;
C.I. Pigment Orange 5, 13, 36, 38, 64 und 67;
C.I. Pigment Red 1, 2, 3, 4, 5, 8, 9, 12, 17, 22, 23, 31, 48:1, 48:2, 48:3, 48:4,
49, 49:1, 51:1, 52:1, 52:2, 53, 53:1, 53:3, 57:1, 58:2, 58:4, 63, 112, 146, 148, 170,
175, 184, 185, 187, 191:1, 208, 210, 245, 247 und 251;
C.I. Pigment Yellow 1, 3, 62, 65, 73, 74, 97, 120, 151, 154, 168, 181, 183 und 191;
C.I. Pigment Violet 32;
- Disazopigmente:
C.I. Pigment Orange 16, 34, 44 und 72;
C.I. Pigment Yellow 12, 13, 14, 16, 17, 81, 83, 106, 113, 126, 127, 155, 174, 176,
180 und 188;
- Disazokondensationspigmente:
C.I. Pigment Yellow 93, 95 und 128;
C.I. Pigment Red 144, 166, 214, 220, 221, 242 und 262;
C.I. Pigment Brown 23 und 41;
- Anthanthronpigmente:
C.I. Pigment Red 168;
- Anthrachinonpigmente:
C.I. Pigment Yellow 147, 177 und 199;
C.I. Pigment Violet 31;
- Anthrapyrimidinpigmente:
C.I. Pigment Yellow 108;
- Chinacridonpigmente:
C.I. Pigment Orange 48 und 49;
C.I. Pigment Red 122, 202, 206 und 209;
C.I. Pigment Violet 19;
- Chinophthalonpigmente:
C.I. Pigment Yellow 138;
- Diketopyrrolopyrrolpimgente:
C.I. Pigment Orange 71, 73 und 81;
C.I. Pigment Red 254, 255, 264, 270 und 272;
- Dioxazinpigmente:
C.I. Pigment Violet 23 und 37;
C.I. Pigment Blue 80;
- Flavanthronpigmente:
- C.I. Pigment Yellow 24;
- Indanthronpigmente:
C.I. Pigment Blue 60 und 64;
- Isoindolinpigmente:
C.I. Pigmente Orange 61 und 69;
C.I. Pigment Red 260;
C.I. Pigment Yellow 139 und 185;
- Isoindolinonpigmente:
C.I. Pigment Yellow 109, 110 und 173;
- Isoviolanthronpigmente:
C.I. Pigment Violet 31;
- Metallkomplexpigmente:
C.I. Pigment Red 257;
C.I. Pigment Yellow 117, 129, 150, 153 und 177;
C.I. Pigment Green 8;
- Perinonpigmente:
C.I. Pigment Orange 43;
C.I. Pigment Red 194;
- Perylenpigmente:
C.I. Pigment Black 31 und 32;
C.I. Pigment Red 123, 149, 178, 179, 190 und 224;
C.I. Pigment Violet 29;
- Phthalocyaninpigmente:
C.I. Pigment Blue 15, 15:1, 15:2, 15:3, 15:4, 15:6 und 16;
C.I. Pigment Green 7 und 36;
- Pyranthronpigmente:
C.I. Pigment Orange 51;
C.I. Pigment Red 216;
- Pyrazolochinazolonpigmente:
C.I. Pigment Orange 67;
C.I. Pigment Red 251;
- Thioindigopigmente;
C.I. Pigment Red 88 und 181;
C.I. Pigment Violet 38;
- Triarylcarboniumpigmente:
C.I. Pigment Blue 1, 61 und 62;
C.I. Pigment Green 1;
C.I. Pigment Red 81, 81:1 und 169;
C.I. Pigment Violet 1, 2, 3 und 27;
- C.I. Pigment Black 1 (Anilinschwarz);
- C.I. Pigment Yellow 101 (Aldazingelb);
- C.I. Pigment Brown 22.
[0017] Geeignete anorganische Farbpigmente sind z.B.:
- Weißpigmente:
Titandioxid (C.I. Pigment White 6), Zinkweiß, Farbenzinkoxid; Zinksulfid, Lithopone;
- Schwarzpigmente:
Eisenoxidschwarz (C.I. Pigment Black 11), Eisen-Mangan-Schwarz, Spinellschwarz (C.I.
Pigment Black 27); Ruß (C.I. PigmentBlack 7);
- Buntpigmente:
Chromoxid, Chromoxidhydratgrün; Chromgrün (C.I. Pigment Green 48); Cobaltgrün (C.I.
Pigment Green 50); Ultramaringrün;
Kobaltblau (C.I. Pigment Blue 28 und 36; C.I. Pigment Blue 72); Ultramarinblau; Manganblau;
Ultramarinviolett; Kobalt- und Manganviolett;
Eisenoxidrot (C.I. Pigment Red 101); Cadmiumsulfoselenid (C.I. Pigment Red 108); Cersulfid
(C.I. Pigment Red 265); Molybdatrot (C.I. Pigment Red 104); Ultramarinrot;
Eisenoxidbraun (C.I. Pigment Brown 6 und 7), Mischbraun, Spinell- und Korundphasen
(C.I. Pigment Brown 29, 31, 33, 34, 35, 37, 39 und 40), Chromtitangelb (C.I. Pigment
Brown 24), Chromorange;
Cersulfid (C.I. Pigment Orange 75);
Eisenoxidgelb (C.I. Pigment Yellow 42); Nickeltitangelb (C.I. Pigment Yellow 53; C.I.
Pigment Yellow 157, 158, 159, 160, 161, 162, 163, 164 und 189); Chromtitangelb; Spinellphasen
(C.I. Pigment Yellow 119); Cadmiumsulfid und Cadmiumzinksulfid (C.I. Pigment Yellow
37 und 35); Chromgelb (C.I. Pigment Yellow 34); Bismutvanadat (C.I. Pigment Yellow
184).
[0018] Bei den Glanzpigmenten handelt es sich um einphasig oder mehrphasig aufgebaute plättchenförmige
Pigmente, deren Farbenspiel durch das Zusammenspiel von Interferenz-, Reflexions-und
Absorptionsphänomenen geprägt ist. Als Beispiele seien Aluminiumplättchen und ein-
oder mehrfach, insbesondere mit Metalloxiden beschichtete Aluminium-, Eisenoxid- und
Glimmerplättchen genannt.
[0019] In der Regel enthalten die erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Farbmittelzubereitungen
10 bis 70 Gew. -%, vorzugsweise 10 bis 60 Ges.-%, Pigment (A).
[0020] Als Komponente (B) enthalten die erfindungsgemäß bevorzugten Farbmittelzubereitungen
mindestens einen Farbstoff. Geeignet sind dabei insbesondere Farbstoffe, die in Wasser
oder einem mit Wasser mischbaren oder in Wasser löslichen organischen Lösungsmittel
löslich sind. Bevorzugt weisen die eingesetzten Farbstoffe (B) einen den Pigmenten
(A) jeweils vergleichbaren Farbton auf, da auf diese Weise eine besonders intensive
Färbung der Holzwerkstoffe erzielbar ist. Es können jedoch auch im Farbton abweichende
[0021] Farbstoffe (B) eingesetzt werden, wodurch Nuancierungen der Färbung möglich sind.
[0022] Geeignet sind insbesondere kationische und anionische Farbstoffe, wobei kationische
Farbstoffe bevorzugt sind.
[0023] Geeignete kationische Farbstoffe (B) entstammen insbesondere der Di- und Triarylmethan-,
Xanthen-, Azo-, Cyanin-, Azacyanin-, Methin-, Acridin-, Safranin-, Oxazin-, Indulin-,
Nigrosin-und Phenazin-Reihe, wobei Farbstoffe aus der Azo-, Triarylmethan- und Xanthenreihe
bevorzugt sind.
[0024] Im einzelnen seien beispielhaft aufgeführt: C.I. Basic Yellow 1, 2 und 37; C.I. Basic
Orange 2; C.I. Basic Red 1 und 108; C.I. Basic Blue 1, 7 und 26; C.I. Basic Violet
1, 3, 4, 10, 11 und 49; C.I. Basic Green 1 und 4; C.I. Basic Brown 1 und 4.
[0025] Kationische Farbstoffe (B) können auch externe basische Gruppen enthaltende Farbmittel
sein. Geeignete Beispiele sind hier C.I. Basic Blue 15 und 161.
[0026] Als kationische Farbstoffe (B) können auch die korrespondierenden Farbbasen in Gegenwart
von löslich machenden sauren Agenzien eingesetzt werden. Als Beispiele seien genannt:
C.I. Solvent Yellow 34; C.I. Solvent Orange 3; C.I. Solvent Red 49; C.I. Solvent Violet
8 und 9; C.I. Solvent Blue 2 und 4; C.I. Solvent Black 7.
[0027] Geeignete anionische Farbstoffe sind insbesondere sulfonsäuregruppenhaltige Verbindungen
aus der Reihe der Azo-, Anthrachinon-, Metallkomplex-, Triarylmethan-, Xanthen- und
Stilbenreihe, wobei Farbstoffe aus der Triarylmethan-, Azo- und Metallkomplex- (vor
allem Kupfer-, Chrom- und Kobaltkomplex-) Reihe bevorzugt sind.
[0028] Im einzelnen genannt seien beispielsweise: C.I. Acid Yellow 3, 19, 36 und 204; C.I.
Acid Orange 7, 8 und 142; C.I. Acid Red 52, 88, 351 und 357; C.I. Acid Violet 17 und
90; C.I. Acid Blue 9, 193 und 199; C.I. Acid Black 194; anionische Chromkomplexfarbstoffe
wie C.I. Acid Violet 46, 56, 58 und 65; C.I. Acid Yellow 59; C.I. Acid Orange 44,
74 und 92; C.I. Acid Red 195; C.I. Acid Brown 355 und C.I. Acid Black 52; anionische
Kobaltkomplexfarbstoffe wie C.I. Acid Yellow 119 und 204; C.I. Direct Red 80 und 81.
[0029] Bevorzugt sind wasserlösliche Farbstoffe.
[0030] Als Wasserlöslichkeit vermittelnde Kationen sind dabei insbesondere Alkalimetallkationen,
wie Li
+, Na
+, K
+, Ammonium- und substituierte Ammoniumionen, insbesondere Alkanolammoniumionen, zu
nennen.
[0031] Die erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Farbmittelzubereitungen enthalten den
Farbstoff (B) im allgemeinen in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 8
Gew.-%, jeweils bezogen auf das Pigment (A). Bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung,
entspricht dies Mengen von in der Regel 0,05 bis 7 Gew. -%, vor allem 0,1 bis 5, 6
Gew.-%.
[0032] Bevorzugte Pigment/Farbstoff-Kombinationen sind z.B.: C.I. Pigment Pigment Blue 15:1
und C.I. Basic Violet 4; C.I. Pigment Green 7 und C.I. Basic Green 4; C.I. Pigment
Red 48:2 und C.I. Direct Red 80; C.I. Pigment Black 7 und C.I. Basic Violet 3.
[0033] Als Komponente (C) ist in den erfindungsgemäß bevorzugten Farbmittelzubereitungen
mindestens ein Dispergiermittel enthalten.
[0034] Besonders geeignete Dispergiermittel (C) sind nichtionische und anionische oberflächenaktive
Additive sowie auch Mischungen dieser Additive.
[0035] Bevorzugte nichtionische oberflächenaktive Additive (C) basieren insbesondere auf
Polyethern.
[0036] Neben den ungemischten Polyalkylenoxiden, bevorzugt C
2-C
4-Alkylenoxiden und phenylsubstituierten C
2-C
4-Alkylenoxiden, insbesondere Polyethylenoxiden, Polypropylenoxiden und Poly(phenylethylenoxiden),
sind vor allem Blockcopolymere, insbesondere Polypropylenoxid- und Polyethylenoxidblöcke
oder Poly(phenylethylenoxid)- und Polyethylenoxidblöcke aufweisende Polymere, und
auch statistische Copolymere dieser Alkylenoxide geeignet.
[0037] Diese Polyalkylenoxide können durch Polyaddition der Alkylenoxide an Startermoleküle,
wie an gesättigte oder ungesättigte aliphatische und aromatische Alkohole, Phenol
oder Naphthol, das jeweils durch Alkyl, insbesondere C
1-C
12-Alkyl, vorzugsweise C
4-C
12- bzw. C
1-C
4-Alkyl, substituiert sein kann, gesättigte oder ungesättigte aliphatische und aromatische
Amine, gesättigte oder ungesättigte aliphatische Carbonsäuren und Carbonsäureamide
hergestellt werden. Üblicherweise werden 1 bis 300 mol, bevorzugt 3 bis 150 mol, Alkylenoxid
je mol Startermolekül eingesetzt.
[0038] Geeignete aliphatische Alkohole enthalten dabei in der Regel 6 bis 26 C-Atome, bevorzugt
8 bis 18 C-Atome, und können unverzweigt, verzweigt oder cyclisch aufgebaut sein.
Als Beispiele seien Octanol, Nonanol, Decanol, Isodecanol, Undecanol, Dodecanol,2-Butyloctanol,
Tridecanol, Isotridecanol, Tetradecanol, Pentadecanol, Hexadecanol (Cetylalkohol),
2-Hexyldecanol, Heptadecanol, Octadecanol (Stearylalkohol), 2-Heptylundecanol, 2-Octyldecanol,
2-Nonyltridecanol, 2-Decyltetradecanol, Oleylalkohol und 9-Octadecenol sowie auch
Mischungen dieser Alkohole, wie C
8/C
10-, C
13/C
15- und C
16/C
18-Alkohole, und Cyclopentanol und Cyclohexanol genannt. Von besonderem Interesse sind
die gesättigten und ungesättigten Fettalkohole, die durch Fettspaltung und Reduktion
aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden, und die synthetischen Fettalkohole aus
der Oxosynthese. Die Alkylenoxidaddukte an diese Alkohole weisen üblicherweise mittlere
Molekulargewichte M
n von 200 bis 5000 auf.
[0039] Als Beispiele für die obengenannten aromatischen Alkohole seien neben unsubstituiertem
Phenol und α- und β-Naphthol Hexylphenol, Heptylphenol, Octylphenol, Nonylphenol,
Isononylphenol, Undecylphenol, Dodecylphenol, Di- und Tributylphenol und Dinonylphenol
genannt.
[0040] Geeignete aliphatische Amine entsprechen den oben aufgeführten aliphatischen Alkoholen.
Besondere Bedeutung haben auch hier die gesättigten und ungesättigten Fettamine, die
vorzugsweise 14 bis 20 C-Atome aufweisen. Als aromatische Amine seien beispielsweise
Anilin und seine Derivate genannt.
[0041] Als aliphatische Carbonsäuren eignen sich insbesondere gesättigte und ungesättigte
Fettsäuren, die bevorzugt 14 bis 20 C-Atome enthalten, und hydrierte, teilhydrierte
und unhydrierte Harzsäuren sowie auch mehrwertige Carbonsäuren, z.B. Dicarbonsäuren,
wie Maleinsäure.
[0042] Geeignete Carbonsäureamide leiten sich von diesen Carbonsäuren ab.
[0043] Neben den Alkylenoxidaddukten an die einwertigen Amine und Alkohole sind die Alkylenoxidaddukte
an mindestens bifunktionelle Amine und Alkohole von ganz besonderem Interesse.
[0044] Als mindestens bifunktionelle Amine sind zwei- bis fünfwertige Amine bevorzugt, die
insbesondere der Formel H
2N-(R-NR
1)
n-H (R: C
2-C
6-Alkylen; R
1: Wasserstoff oder C
1-
C6-Alkyl; n: 1 bis 5) entsprechen. Im einzelnen seien beispielhaft genannt: Ethylendiamin,
Diethylentriamin, Triethylentetramin, Tetraethylenpentamin, Propylendiamin-1,3, Dipropylentriamin,
3-Amino-1-ethylenaminopropan, Hexamethylendiamin, Dihexamethylentriamin, 1,6-Bis-(3-aminopropylamino)hexan
und N-Methyldipropylentriamin, wobei Hexamethylendiamin und Diethylentriamin besonders
bevorzugt sind und Ethylendiamin ganz besonders bevorzugt ist.
[0045] Vorzugsweise werden diese Amine zunächst mit Propylenoxid und anschließend mit Ethylenoxid
umgesetzt. Der Gehalt der Blockcopolymere an Ethylenoxid liegt üblicherweise bei etwa
10 bis 90 Gew.-%.
[0046] Die Blockcopolymere auf Basis mehrwertiger Amine weisen in der Regel mittlere Molekulargewichte
M
n von 1000 bis 40 000, vorzugsweise 1500 bis 30 000, auf.
[0047] Als mindestens bifunktionelle Alkohole sind zwei- bis fünfwertige Alkohole bevorzugt.
Beispielsweise seien C
2-C
6-Alkylenglykole und die entsprechenden Di- und Polyalkylenglykole, wie Ethylenglykol,
Propylenglykol-1,2 und -1,3, Butylenglykol-1,2 und -1,4, Hexylenglykol-1,6, Dipropylenglykol
und Polyethylenglykol, Glycerin und Pentaerythrit genannt, wobei Ethylenglykol und
Polyethylenglykol besonders bevorzugt und Propylenglykol und Dipropylenglykol ganz
besonders bevorzugt sind.
[0048] Besonders bevorzugte Alkylenoxidaddukte an mindestens bifunktionelle Alkohole weisen
einen zentralen Polypropylenoxidblock auf, gehen also von einem Propylenglykol oder
Polypropylenglykol aus, das zunächst mit weiterem Propylenoxid und dann mit Ethylenoxid
umgesetzt wird. Der Gehalt der Blockcopolymere an Ethylenoxid liegt üblicherweise
bei 10 bis 90 Gew.-%.
[0049] Die Blockcopolymere auf Basis mehrwertiger Alkohole weisen im allgemeinen mittlere
Molekulargewichte M
n von 1000 bis 20 000, vorzugsweise 1000 bis 15 000, auf.
[0050] Derartige Alkylenoxidblockcopolymere sind bekannt und im Handel z.B. unter den Namen
Tetronic
® und Pluronic
® (BASF) erhältlich.
[0051] Anionische oberflächenaktive Additive (C) basieren insbesondere auf Sulfonaten, Sulfaten,
Phosphonaten oder Phosphaten sowie carboxylatgruppenhaltigen oberflächenaktiven Polymeren.
[0052] Beispiele für geeignete Sulfonate sind aromatische Sulfonate, wie p-C
8-C
20-Alkylbenzolsulfonate, Di-(C
1-C
8-alkyl)naphthalinsulfonate und Kondensationsprodukte von Naphthalinsulfonsäuren mit
Formaldehyd, und aliphatische Sulfonate, wie C
12-C
18-Alkansulfonate, α-Sulfofettsäure-C
2-C
8-alkylester, Sulfobernsteinsäureester und Alkoxy-, Acyloxy- und Acylaminoalkansulfonate.
[0053] Bevorzugt sind Arylsulfonate, wobei die Di-(C
1-C
8-alkyl)-naphthalinsulfonate besonders bevorzugt sind. Ganz besonders bevorzugt sind
Diisobutyl- und Diisopropylnaphthalinsulfonat.
[0054] Beispiele für geeignete Sulfate sind C
8-C
20-Alkylsulfate.
[0055] Eine weitere wichtige Gruppe anionischer oberflächenaktiver Additive (C) bilden die
Sulfonate, Sulfate, Phosphonate und Phosphate der als nichtionische Additive genannten
Polyether.
[0056] Diese können durch Umsetzung mit Phosphorsäure, Phosphorpentoxid und Phosphonsäure
bzw. Schwefelsäure und Sulfonsäure in die Phosphorsäuremono- oder -diester und Phosphonsäureester
bzw, die Schwefelsäuremonoester und Sulfonsäureester überführt werden. Diese sauren
Ester liegen, wie die weiter oben aufgeführten Sulfonate und Sulfate, bevorzugt in
Form wasserlöslicher Salze, insbesondere als Alkalimetallsalze, vor allem Natriumsalze,
und Ammoniumsalze vor, sie können jedoch auch in Form der freien Säuren eingesetzt
werden.
[0057] Bevorzugte Phosphate und Phosphonate leiten sich vor allem von alkoxylierten, insbesondere
ethoxylierten, Fett- und Oxoalkoholen, Alkylphenolen, Fettaminen, Fettsäuren und Harzsäuren
ab, bevorzugte Sulfate und Sulfonate basieren insbesondere auf alkoxylierten, vor
allem ethoxylierten, Fettalkoholen, Alkylphenolen und Aminen, auch mehrwertigen Aminen,
wie Hexamethylendiamin.
[0058] Derartige anionische oberflächenaktive Additive sind bekannt und im Handel z.B. unter
den Namen Nekal
® (BASF), Tamol
® (BASF), Crodafos
® (Croda), Rhodafac
® (Rhodia), Maphos
® (BASF), Texapon
® (Cognis), Empicol
® (Albright & Wilson), Matexil
® (ICI) , Soprophor
® (Rhodia) und Lutensit
® (BASF) erhältlich.
[0059] Weitere geeignete anionische oberflächenaktive Additive (C) basieren auf wasserlöslichen
carboxylatgruppenhaltigen Polymeren. Diese können durch Einstellung des Verhältnisses
zwischen enthaltenen polaren und unpolaren Gruppierungen vorteilhaft an den jeweiligen
Anwendungszweck und das jeweilige Pigment angepaßt werden können. Monomere, die zur
Herstellung dieser Additive eingesetzt werden, sind insbesondere ethylenisch ungesättigte
Monocarbonsäuren, ethylenisch ungesättigte Dicarbonsäuren sowie Vinylderivate, die
keine Säurefunktion aufweisen.
[0060] Als Beispiele für diese Monomergruppen seien genannt:
- Acrylsäure, Methacrylsäure und Crotonsäure;
- Maleinsäure, Maleinsäurenanhydrid, Maleinsäuremonoester, Maleinsäuremonoamide, Umsetzungsprodukte
von Maleinsäure mit Diaminen, die zu aminoxidgruppenhaltigen Derivaten oxidiert sein
können, und Fumarsäure, wobei Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid und Maleinsäuremonoamide
bevorzugt sind;
- Vinylaromaten, wie styrol, Methylstyrol und Vinyltoluol; Ethylen, Propylen, Isobuten;
Vinylester linearer oder verzweigter Monocarbonsäuren, wie Vinylacetat und Vinylpropionat;
Alkylester und Arylester ethylenisch ungesättigter Monocarbonsäuren, insbesondere
Acrylsäure- und Methacrylsäureester, wie Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-,
Pentyl-, Hexyl-, 2-Ethylhexyl-, Nonyl-, Lauryl- und Hydroxyethyl(meth)acrylat sowie
Phenyl-, Naphthyl- und Henzyl(meth)acrylat; Dialkylester von ethylenisch ungesättigten
Dicarbonsäuren, wie Dimethyl-, Diethyl-, Dipropyl-, Diisopropyl-, Dibutyl-, Dipentyl-,
Dihexyl-, Di-2-ethylhexyl-, Dinonyl-, Dilauryl- und Di-2-hydroxyethylmaleinat und
-fumarat; Vinylpyrrolidon; Acrylnitril und Methacrylnitril, wobei Styrol bevorzugt
ist.
[0061] Neben Homopolymeren dieser Monomere, insbesondere Polyacrylsäuren, sind vor allem
Copolymere der genannten Monomere als Additiv (C) geeignet. Bei den Copolymeren kann
es sich um statistische Copolymere, Blockcopolymere und Pfropfcopolymere handeln.
[0062] Vorzugsweise liegen die Carboxylgruppen der polymeren Additive (C) zumindest teilweise
in Salzform vor, um Wasserlöslichkeit zu gewährleisten. Geeignet sind beispielsweise
Alkalimetallsalze, wie Natrium- und Kaliumsalze, und Ammoniumsalze.
[0063] Üblicherweise weisen die polymeren Additive (C) mittlere Molekulargewichte M
w von 1000 bis 250 000 auf, die Säurezahl beträgt in der Regel 40 bis 800.
[0064] Beispiele für bevorzugte polymere Additive (C) sind Polyacrylsäuren sowie Styrol/Acrylsäure-,
Acrylsäure/Maleinsäure-, Butadien/Acrylsäure- und Styrol/Maleinsäure-Copolymere, die
jeweils als zusätzliche Monomerbestandteile Acrylsäureester und/oder Maleinsäureester
enthalten können.
[0065] Besonders bevorzugte polymere Additive (C) sind Polyacrylsäuren, die in der Regel
mittlere Molekulargewichte M
w von 1000 bis 250 000 und Säurezahlen von ≥ 200 aufweisen, und Styrol/Acrylsäure-Copolymere,
die im allgemeinen mittlere Molekulargewichte M
w von 1000 bis 50 000 und Säurezahlen von ≥ 50 aufweisen.
[0066] Derartige anionische oberflächenaktive Additive sind ebenfalls bekannt und im Handel
z.B. unter den Namen Sokalan
® (BASF), Joncryl
® (Johnson Polymer), Neoresin
® (Avecia) sowie Orotan
® und Morez
® (Rohm & Haas) erhältlich.
[0067] Die erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Farbmittelzubereitungen weisen üblicherweise
einen Gehalt an Dispergiermittel (C) von 1 bis 50 Gew.-%, insbesondere von 1 bis 40
Gew.-%, auf.
[0068] Wasser bildet das flüssige Trägermaterial der erfindungsgemäß eingesetzten Farbmittelzubereitungen.
[0069] Vorzugsweise enthalten die Farbmittelzubereitungen ein Gemisch von Wasser und einem
Wasserrückhaltemittel als flüssige Phase. Als Wasserrückhaltemittel dienen insbesondere
organische Lösungsmittel, die schwer verdampfbar sind (d. h. in der Regel einen Siedepunkt
100°C haben), daher wasserrückhaltend wirken, und in Wasser löslich oder mit Wasser
mischbar sind.
[0070] Beispiele für geeignete Wasserrückhaltemittel sind mehrwertige Alkohole, bevorzugt
unverzweigte und verzweigte mehrwertige Alkohole mit 2 bis 8, insbesondere 3 bis 6,
C-Atomen, wie Ethylenglykol, 1,2- und 1,3-Propylenglykol, Glycerin, Erythrit, Pentaerythrit,
Pentite, wie Arabit, Adonit und Xylit, und Hexite, wie Sorbit, Mannit und Dulcit.
Weiterhin eignen sich z.B. auch Di-, Tri- und Tetraalkylenglykole und deren Mono-
(vor allem C
1-C
6-, insbesondere C
1-C
4-alkylether. Beispielhaft seien Di-, Tri- und Tetraethylenglykol, Diethylenglykolmonomethyl-,
-ethyl-, -propyl- und -butylether, Triethylenglykolmonomethyl-, -ethyl-, -propyl-
und-butylether, Di-, Tri-und Tetra-1,2- und -1, 3-propylenglykol und Di-, Tri- und
Tetra-1, 2- und -1,3-propylenglykolmonomethyl-,-ethyl-,-propyl- und -butylether genannt.
[0071] In der Regel enthalten die erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Farbmittelzubereitungen
10 bis 88,95 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 80 Gew.-%, flüssige Phase (D). Liegt Wasser
im Gemisch mit einem wasserrückhaltenden organischen Lösungsmittel vor, so macht dieses
Lösungsmittel im allgemeinen 1 bis 80 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 60 Gew.-%, der Phase
(D) aus.
[0072] Weiterhin können die Farbmittelzubereitungen noch übliche Zusatzstoffe, wie Biozide,
Entschäumer, Antiabsetzmittel und Rheologiemodifizierer, enthalten, deren Anteil im
allgemeinen bis zu 5 Gew.-% betragen kann.
[0073] Die erfindungsgemäß bevorzugten, sowohl Pigment als auch Farbstoff enthaltenden Farbmittelzubereitungen
können auf verschiedene Weise erhalten werden. Vorzugsweise wird zunächst eine Pigmentdispersion
hergestellt, der der Farbstoff dann als Feststoff oder insbesondere in gelöster Form
zugegeben wird.
Beispiele
1. Herstellung der Farbmittelzubereitungen
[0074] Für die Einfärbung der OSB-Platten wurden folgende Farbmittelzubereitungen eingesetzt.
1.1. Grüne Farbmittelzubereitung
[0075] Mischung aus 25 Ges.-% einer grünen Pigmentzubereitung, erhalten durch Naßmahlung
in einer Rührwerkskugelmühle von
| 40 Gew.-% |
C.I. Pigment Green 7 |
| 8 Gew.-% |
eines Blockcopolymers auf Basis Ethylendiamin/ Propylenoxid/Ethylenoxid mit einem
Ethylenoxidgehalt von 40 Gew.-% und einem mittleren Molekulargewicht Mn von 6500 |
| 15 Gew.-% |
Dipropylenglykol |
| 37 Gew.-% |
Wasser, |
und 7 Gew.-% einer 47 gew.-%igen Lösung von C.I. Basic Green 7 in 48 gew.-%iger Essigsäure
sowie 68 Gew.-% Wasser.
1.2. Rote Farbmittelzubereitung
[0076] Durch Naßmahlung in einer Rührwerkskugelmühle erhaltene Mischung aus
| 26 Gew.-% |
C.I. Pigment Red 48;2 |
| 5 Gew.-% |
C.I. Direct Red 80 |
| 24 Gew.-% |
einer 26 gew.-%igen ammoniakalischen Lösung eines Acrylsäure/Styrol-Copolymers mit
einer Säurezahl von 216 mg KOH/g und einem mittleren Molekulargewicht Mn von 9200 |
| 5 Gew.-% |
Dipropylenglykol |
| 40 Gew.-% |
Wasser. |
1.3. Schwarze Farbmittelzubereitung
[0077] Mischung aus 94 Gew.-% einer schwarzen Pigmentzubereitung, erhalten durch Naßmahlung
in einer Rührwerkskugelmühle von
| 40 Gew.-% |
C.I. Pigment Black 7 |
| 10 Gew.-% |
eines Blockcopolymers auf Basis Ethylendiamin/ Propylenoxid/Ethylenoxid mit einem
Ethylenoxidgehalt von 40 Gew.-% und einem mittleren Molekulargewicht Mn von 12 000 |
| 22 Gew.-% |
Dipropylenglykol |
| 28 Gew.-% |
Wasser, |
und 6 Ges.-% einer 10 gew.-%igen Lösung von C.I. Basic Violet 3 in 30 gew.-%iger Essigsäure.
1.4. Blaue Farbmittelzubereitung
[0078] Mischung aus 90 Gew.-% einer blauen Pigmentzubereitung, erhalten durch Naßmahlung
in einer Rührwerkskugelmühle von
| 40 Gew.-% |
C.I. Pigment Blue 15:1 |
| 8 Gew.-% |
eines Blockcopolymers auf Basis Ethylendiamin/ Propylenoxid/Ethylenoxid mit einem
Ethylenoxidgehalt von 40 Gew.-% und einem mittleren Molekulargewicht Mn von 6700 |
| 10 Gew.-% |
Dipropylenglykol |
| 42 Gew.-% |
Wasser, |
und 10 Ges.-% einer 10 gew.-%igen Lösung von C.I. Basic Violet 4 in 30 gew.-%iger
Essigsäure.
2. Herstellung von gefärbten OSB-Platten
[0079] Für die Herstellung der OSB-Platten wurde der in der folgenden Tabelle aufgeführte
Leimansatz verwendet:
Tabelle
| Leimansatz für |
Mittelschicht-strands |
Deckschicht-strands |
| Harnstoff-Melamin-Form-a ldehydharz, 65 gew.-%ig in Wasser |
100,0 Gew.-Tle. |
100,0 Gew.-Tle. |
| Paraffin-Dispersion, 60 gew.-%ig in Wasser |
14,8 Gew.-Tle. |
14,8 Gew.-Tle. |
| Ammoniumsulfatlösung, 20 gew.-%ig in Wasser |
10,0 Gew. -Tle. |
4,0 Gew.-Tle. |
| Wasser |
5,2 Gew.-Tle. |
11,2 Gew.-Tle. |
| |
|
|
| Festharzgehalt der Flotte |
50 Gew.-% |
50 Gew.-% |
| Festharz/atro Strands |
11,0 Ges.-% |
11,0 Ges.-% |
| Festwachs/atro Strands |
1,5 Gew.-% |
1,5 Gew.-% |
2.1 Herstellung einer grün gefärbten OSB-Platte
[0080] Die Strands wurden vor dem Trocknen durch Tauchen mit einer 0, 6 gew.-%igen Dispersion
der Pigmentzubereitung Nr. 1.1 in Wasser gefärbt und in Trommeltrocknern auf 1-2 Gew.-%
Feuchte getrocknet.
[0081] Danach wurden die gefärbten Strands in Mittel- und Deckschichtfraktion aufgeteilt
und in getrennten Durchlaufmischern mit den in der Tabelle genannten Leimansätzen
beleimt.
[0082] Die beleimten Strands wurden auf übliche Art zu Matten geschüttet und bei 200°C zu
Platten gepreßt.
[0083] Die erhaltene OSB-Platte zeigte eine homogene, intensive Grünfärbung. Die Holzstruktur
war nach dem Schleifen sichtbar.
2.2 Herstellung einer OSB-Platte mit rot gefärbten Deckschichten und isocyanatgebundener
Mittelschicht
[0084] Die getrockneten Strands wurde in Mittel- und Deckschichtfraktion aufgeteilt.
[0085] Die Strands für die Deckschicht wurden durch Tauchen mit einer 5 gew.-%igen Dispersion
der Farbmittelzubereitung Nr. 1.2 in Wasser gefärbt und anschließend mit dem in der
Tabelle für die Deckschicht genannten Leimansatz beleimt.
[0086] Die Strands für die Mittelschicht wurden mit 4 Ges.-% Isocyanat (MDI) beleimt, das
unmittelbar vor der Beleimung in Wasser (Gew.-Verhältnis 1:1) emulgiert wurde.
[0087] Die beleimten Strands wurden auf übliche Art zu Matten geschüttet und bei 200°C zu
Platten gepreßt.
[0088] Die erhaltene OSB-Platte zeigte in der Deckschicht eine homogene, intensive, brillante
Rotfärbung. Die Holzstruktur war nach dem Schleifen sichtbar.
2.3 Herstellung einer schwarz gefärbten OSB-Platte
[0089] Die Strands wurden vor dem Trocknen durch Tauchen mit einer 3 gew.-%igen Lösung der
Farbstoffzubereitung Nr. 1.3 in Wasser gefärbt und in Trommeltrocknern auf 1-2 Gew.-%
Feuchte getrocknet.
[0090] Danach wurden die gefärbten Strands in Mittel- und Deckschichtfraktion aufgeteilt
und in getrennten Durchlaufmischern mit den in der Tabelle genannten Leimansätzen
beleimt.
[0091] Die beleimten Strands wurden auf übliche Art zu Matten geschüttet und bei 200°C zu
Platten gepreßt.
[0092] Die erhaltene OSB-Platte zeigte eine homogene, intensive Schwarzfärbung. Die Holzstruktur
war nach dem Schleifen sichtbar.
2.4 Herstellung einer OSB-Platte mit blau gefärbten Deckschichten und isocyanatgebundener
Mittelschicht
[0093] Die getrockneten Strands wurde in Mittel- und Deckschichtfraktion aufgeteilt.
[0094] Die Strands für die Deckschicht wurden durch Tauchen mit einer 5 gew.-%igen Dispersion
der Farbmittelzubereitung Nr. 1.4 in Wasser gefärbt und anschließend mit dem in der
Tabelle für die Deckschicht genannten Leimansatz beleimt.
[0095] Die Strands für die Mittelschicht wurden mit 4 Gew.-% Isocyanat (MDI) beleimt, das
unmittelbar vor der Beleimung in Wasser (Gew.-Verhältnis 1:1) emulgiert wurde.
[0096] Die beleimten Strands wurden auf übliche Art zu Matten geschüttet und bei 200°C zu
Platten gepreßt.
[0097] Die erhaltene OSB-Platte zeigte in der Deckschicht eine homogene, intensive, brillante
Blaufärbung. Die Holzstruktur war nach dem Schleifen sichtbar.