| (19) |
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(11) |
EP 1 554 122 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2006 Patentblatt 2006/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.10.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/003472 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/037538 (06.05.2004 Gazette 2004/19) |
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ANDRÜCKELEMENTE EINER BAHNVERARBEITENDEN DRUCKMASCHINE
PRESSURE ELEMENTS FOR A STRIP-PROCESSING PRINTING MACHINE
ELEMENTS DE COMPRESSION POUR UNE MACHINE D'IMPRESSION DE TRAITEMENT DE BANDES DE MATIERE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.10.2002 DE 10248820 19.02.2003 DE 10307089 20.05.2003 DE 10322651 11.07.2003 DE 10331469
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.07.2005 Patentblatt 2005/29 |
| (73) |
Patentinhaber: Koenig & Bauer Aktiengesellschaft |
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97080 Würzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- BOPPEL, Johannes
67227 Frankenthal (DE)
- LEIDIG, Peter, Wilhelm, Kurt
67227 Frankenthal (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 410 189 DE-A- 19 829 095 US-A- 3 744 693 US-A- 5 423 468
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DE-A- 19 829 094 US-A- 3 245 334 US-A- 4 869 166
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Andrückelement einer bahnverarbeitenden Druckmaschine,
insbesondere einer Druckmaschine für den Tiefdruck, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Aus der DE 198 54 053 A1 ist eine Führungseinrichtung für Bogen in einem Druckwerk
einer Bogendruckmaschine bekannt. Sie ist zusätzlich zu zwei den Druckspalt bildenden
Zylindern angeordnet und dient der Führung der Bogen beim Eintreten bzw. Verlassen
des Druckspaltes. Sie weist eine Vielzahl von luftdurchströmbaren Öffnungen, beispielsweise
u.a. Bohrungen oder poröses Material, auf.
[0003] Die US 54 23 468 A zeigt ein Leitelement für Bahnen, welches einen Bohrungen aufweisenden
Innenkörper und einen Außenkörper aus porösem, luftdurchlässigem Material aufweist.
Durch Beaufschlagung des Leitelementes von innen heraus mit Druckluft wird die Bahn
auf einem Lustpolster berührungslos geführt.
[0004] Durch die EP 07 05 785 A2 ist u.a. eine Luftstange zusammen wirkend mit einer Antriebs-
oder Messwalze offenbart. Die Luftstange weist poröses Material oder zufällig verteilte
Bohrungen in einem vollwandigen Zylinder auf.
[0005] Die DE 43 02 189 A1 offenbart ein Einzugwerk mit einer angetriebenen und von der
Bahn teilumschlungene Zugwalze und einer Presseurwalze, mittels welcher die Bahn an
die Zugwalze andrückbar und so die Bahn möglichst schlupffrei transportiert wird.
[0006] Die DE 42 13 012 C2 zeigt eine Druckstelle einer bahnverarbeitenden Druckmaschine,
wobei eine Bahn zwischen einem eine Druckform tragenden Zylinder und einem als Presseur
ausgebildeten Andrückelement hindurchgeführt ist.
[0007] Durch die US 3,744,693 ist eine Wende- bzw. Umlenkstange einer bahnverarbeitenden
Druckmaschine offenbart, deren mir der Bahn zusammen wirkende Oberfläche mikroporöses,
luftdurchströmtes Material aufweist. In einer Ausführung ist ein Segment aus porösem
Material über einen Luftdurchtrittsöffnungen aufweisenden Träger gespannt.
[0008] Durch die WO 00/39011 sind zwar Vorrichtungen zum Führen einer Bahn offenbart, deren
Wandung zwischen einem Zuführraum für Druckfluid und der Führungsfläche vollwandig
und selbsttragend aus porösem Material mit mittlerem Porendurchmesser von weniger
als 500 µm ausgeführt sind. Dieser poröse Körper ist in einer Art Rahmenkonstruktion
gehalten.
[0009] Andrückwalzen sind einerseits erforderlich, um beim Transport von Materialen einen
Schlupf durch Erhöhung von Reibung zu verringern. In anderer Anwendung sind sie in
Ausführung als Presseur erforderlich, um mit einem farbführenden Zylinder eine Druckstelle
zu bilden.
[0010] Die Presseur-Systeme werden unter anderem an Tiefdruckmaschinen eingesetzt, um die
Papierbahn an den Formzylinder zu pressen. Dabei ist es wichtig, dass das System die
Papierbahn so auf den Formzylinder drückt, dass die Farbe aus den Näpfchen auf das
Papier übertragen wird. Dabei ist der übliche Presseur mit einem nachgiebigen Material
beschichtet, das sich im Berührungspunkt geringfügig verformen kann.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Andrückelement einer bahnerzeugenden
oder -verarbeitenden Maschine zu schaffen.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0013] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ein
verschleißarmes, exakt arbeitendes Andrückelement, insbesondere Presseur geschaffen
ist. Es müssen keine nachgiebigen Materialien wie bisher, ausgetauscht werden, es
tritt keine Verschmutzung auf und/oder es stehen keine Reinigungsintervalle an.
[0014] In der Ausbildung als mit einem Zylinder eine Druckstelle bildendes Andrückelement
wird der heute übliche Presseur durch einen biegbaren Körper ersetzt, der so ausgebildet
ist, dass er eine auflaufende Fläche, einen Radius im "gedachten Berührungspunkt"
mit dem Formzylinder und eine ablaufende Fläche aufweist. Der Körper kann auch als
Kreissegment mit einem sehr großen Radius, als Walze oder elliptische Geometrie aufweisend
ausgeführt werden.
[0015] In der Ausbildung als mit einem Zugelement zusammen wirkenden Andrückelement, werden
übliche Andrückwalzen (bahnbreit) oder Rollen (teilbahnbreit) durch ein bahnbreites
Andrückelement oder durch mehrere teilbahnbreite Elemente ersetzt.
[0016] Damit die Bahn, z. B. Papierbahn gegen den farbführenden Zylinder (z. B. Formzylinder)
bzw. die Zugwalze gepresst werden kann, muss zwischen dem Körper und der Papierbahn
ein Luftpolster aufgebaut werden. Dieses Luftpolster darf jedoch nicht durch herkömmlich
gerichtete Blassysteme erzeugt werden, das eine Luftturbulation erzeugt, denn es ist
zum einen wichtig, dass die Papierbahn gleichmäßig an den Formzylinder bzw. die Zugwalze
gepresst wird und - im Fall des Formzylinders - zum anderen wichtig, dass die Farbe
nicht auf dem Formzylinder antrocknen darf. Im Fall des Farbführenden Zylinders ist
es weiter von Vorteil, dass durch das Luftpolster die Bahn z. T. leicht in die Näpfchen
gedrückt werden kann. U.U. kann auf ansonsten verwendete elektrostatische Effekte
für das Entnehmen der Farbe durch die Bahn verzichtet werden.
[0017] Aus diesem Grund weist der Presseur eine oder mehrere Luftkammern in der gesamten
Papierbahnbreite oder darüber hinaus auf, in welche ein gasförmiges Fluid, insbesondere
Druckluft, gedrückt wird. Die Seite, die der Papierbahn zugewandt ist, weist Öffnungen
auf, durch welche die Druckluft austreten kann. Damit nun ein gleichmäßiges Luftpolster
ohne direkte Strömung an der Körperaußenseite entsteht, sind die Öffnungen als Mikroöffnungen
ausgebildet. Das Andrückelement der Zugwalze kann entsprechend bahnbreit ausgebildet
sein, oder aber es können mehrere teilbahnbreite Andrückelemente quer zur Bahn nebeneinander
angeordnet sein.
[0018] Die Mikroöffnungen sind als offene Poren an der Oberfläche eines mikroporösen, luftdurchlässigen
Materials ausgeführt, welche sich durch die Wand einer Zuführkammer nach außen erstrecken.
[0019] Durch die Ausbildung der Öffnungen als Mikroöffnungen wird der Luftstrom über die
Wirklänge stark vergleichmäßigt. Von Vorteil ist es, dass - im Gegensatz zu Öffnungen
im Millimeterbereich - im wesentlichen kein "Blaseffekt" einzelner und voneinander
im Millimeterbereich voneinander beabstandeter Öffnungen bzw. Düsen, sondern lediglich
ein Luftpolster entsteht. Andernfalls erfolgt die Pressung der Bahn ungleichmäßig
und kann der Anforderung an die Auflösung aus dem Druckbild nicht gerecht werden.
[0020] Mittels Luftaustrittsöffnungen mit Durchmessern im Millimeterbereich sind punktuell
auf das Material Kräfte (Impuls des Strahls) wirksam, während durch eine Verteilung
von Mikroöffnungen mit hoher Lochdichte vorrangig der Effekt eines ausgebildeten Luftpolsters
zum Tragen kommt.
[0021] Im Gegensatz zu Bauteilen mit Öffnungen bzw. Bohrungen von Öffnungsquerschnitten
im Bereich von Millimetern und einem Lochabstand von mehreren Millimetern, wird vorteilhaft
bei der Ausbildung von Mikroöffnungen auf der Oberfläche eine weitaus homogenere Oberflächenstruktur
geschaffen. Unter Mikroöffnungen werden hier Öffnungen auf der Oberfläche des Bauteils
verstanden, welche einen Durchmesser kleiner oder gleich 500 µm, vorteilhaft kleiner
oder gleich 300 µm, insbesondere kleiner oder gleich 150 µm aufweisen. Eine "Lochdichte"
für die mit den Mikroöffnungen versehene Fläche liegt bei mindesten eine Mikroöffnung
je 5 mm
2 (= 0,20 / mm
2), vorteilhaft mindestens eine Mikroöffnung je 3,6 mm
2 (= 0,28 / mm
2).
[0022] Zusätzlich ist bei Mikroöffnungen der je Flächeneinheit austretende Volumenstrom
derart herabgesetzt, dass auch in Randbereichen oder gerade nicht genutzten Bereichen
auch ohne bereichsweises Abdecken ein Verluststrom vertretbar klein sein kann.
[0023] In einer Ausführung mit einem über seine Länge biegbaren Körper, kann mit Stellelementen
wie z. B. Pneumatik-/Hydraulikzylinder eine dem Papiertransport optimale Biegelinie
eingestellt werden. Dadurch wird auch erreicht, dass die Papierbahn tiefer in die
Näpfchen gedrückt wird und die Näpfchen besser entleert werden
[0024] Um im Fall des Einsatzes von mikroporösem Material eine gleichmäßige Verteilung von
an der Oberfläche des Materials austretender Luft zu erzielen, ohne gleichzeitig hohe
Schichtdicken des Materials mit hohem Strömungswiderstand zu benötigen, ist es zweckmäßig,
dass das Andrückelement einen festen, luftdurchlässigen Träger aufweist, auf dem das
mikroporöse Material als Schicht aufgebracht ist. Ein solcher Träger, z. B. aus Metall,
Kunststoff oder ähnlichen - insbesondere flexiblen - Materialien kann mit Druckluft
beaufschlagt werden, die aus dem Träger heraus durch die mikroporöse Schicht fließt
und so an der Oberfläche des Andrückelements ein Luftkissen bildet.
[0025] Dieser Träger kann seinerseits mit einer besseren Luftdurchlässigkeit als der des
mikroporösen Materials porös sein; er kann aber auch aus einem einen Hohlraum umschließenden,
mit Luftdurchtrittsöffnungen versehenem Flachmaterial bzw. geformtem Material gebildet
sein. Auch Kombinationen dieser Alternativen kommen in Betracht.
[0026] Um eine gleichmäßige Luftverteilung zu erzielen, ist es außerdem wünschenswert, dass
die Dicke der Schicht wenigstens dem Abstand benachbarter Öffnungen des Trägers entspricht.
[0027] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Schnitt durch ein Druckwerk mit einem als Presseur ausgeführten
Andrückelement;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Querschnittsdarstellung des Andrückelementes aus Fig. 1 mit porösem
Material;
- Fig. 3
- eine vergrößerte Querschnittsdarstellung des Andrückelementes aus Fig. 1 mit Mikrobohrungen;
diese Ausführungsform gehört nicht zur Erfindung
- Fig. 4
- eine Darstellung des Andrückelementes aus Fig. 1 mit Stößeln;
- Fig. 5
- eine konkave Ausführung des Andrückelements;
- Fig. 6
- einen schematischen Ansicht eines Einzugwerkes mit Zuggruppe;
- Fig. 7
- eine Ausführung des Andrückelementes aus Fig. 6 mit mikroporösem Material;
- Fig. 8
- eine Ausführung des Andrückelementes aus Fig. 6 mit Mikrobohrungen; diese Ausführung
gehört nicht zur Erfindung
- Fig. 9
- eine Ausführung und erste Anordnung für das Andrückelement;
- Fig. 10
- eine Ausführung und zweite Anordnung für das Andrückelement.
[0029] Das Andrückelement 03 wirkt mit einem Rotationskörper 01 zusammen, an welchen mittels
des Andrückelementes 03 eine Bahn 06, z. B. eine Materialbahn 06, insbesondere eine
Bedruckstoff- bzw. Papierbahn, angedrückt wird. Im folgenden sind die Ausführungen
für das Andrückelement 03 anhand der Fig. 1 bis 5 für die Ausbildung des Andrückelements
03 als eine Druckstelle bildender Presseur 03 dargelegt. Die dazu gemachten Ausführungen
sind jedoch sinngemäß auf die im Zusammenhang mit der Ausbildung als mit einem Zugelement
01 zusammen wirkenden Andrückelement 03 (Fig. 6 bis 10) zu übertragen und umgekehrt.
[0030] Das in Fig. 1 in einem vereinfachten Schnitt gezeigte Druckwerk, insbesondere Tiefdruckwerk,
umfasst den Rotationskörper 01, z. B. eine Walze 01 oder einen z. B. farbführenden
Zylinder 01, insbesondere einen Formzylinder 01, eine Farbwanne 02, in die der Formzylinder
01 eintaucht und aus der er bei seiner Drehung Farbe mitnimmt, einen Presseur 03,
der die Bahn 06 an den Formzylinder 01 drückt und somit mit diesem einen Druckspalt
bildet, sowie eine Rakeleinrichtung 04, kurz Rakel 04. Im Gegensatz zu bahn- oder
bogenführenden Bauteilen wird mit dem Presseur 03 auf die Bahn 06 ein Druck - vergleichbar
mit der Wirkung eines Gegendruckzylinders - ausgeübt. Besonders für Druckverfahren
mit langen schlanken die Druckstelle bildenden Zylindern bzw. Walzen - insbesondere
im Tiefdruck - bereitet das "Durchhängen" des Formzylinders 01 in der Druckstelle
große Probleme im Hinblick auf ein über die Läge gleichmäßiges Andrücken des Bedruckstoffs
(Bahn 06) und damit der Druckqualität. Dies wird bislang durch eine entsprechend bzgl.
ihrer Form angepasste Walze als Presseur ausgeglichen. Derartige Formzylinder 01 weisen
beispielsweise eine Länge von 2.500 mm bis 4.500 mm und einen Durchmesser von 250
bis 500 mm auf. Besonders zusammen mit Formzylindern 01 eines Verhältnisses von Länge
zu Durchmesser größer oder gleich 9, insbesondere größer oder gleich 11 ist der dargelegte
Presseur 03 von Vorteil.
[0031] An der dem Formzylinder 01 zugewandten Seite weist der Presseur 03 (siehe Fig. 2
und 3) eine Vielzahl von Öffnungen 10, insbesondere Mikroöffnungen 10 auf, durch welche
im Betrieb aus einem Innen- oder Hohlraum 07, z. B. einer Kammer 07, insbesondere
Druckkammer 07, unter Überdruck gegen die Umgebung stehendes Fluid, z. B. eine Flüssigkeit,
ein Gas oder ein Gemisch, insbesondere Luft, strömt. In den Figuren ist eine entsprechende
Zuleitung von Druckluft in den Hohlraum 07 nicht dargestellt. Der Presseur 03 ist
im Betrieb nicht rotierend, sondern bzgl. des Gestells nichtrotierbar gelagert.
[0032] Durch die Durchströmung der Mikroöffnungen 10 mit dem Fluid, insbesondere Druckluft,
aus dem Innenraum 07 entsteht an der Oberfläche des Presseurs 03 ein extrem dünnes
Luftkissen, das einen unmittelbaren, reibenden Kontakt zwischen dem Presseur 03 und
der Materialbahn 06 verhindert, es aber dennoch erlaubt, auf den Formzylinder 01 die
zum Drucken erforderliche Anpresskraft ausüben. Das Luftkissen wirkt hier in gleicher
Weise wie bei einem herkömmlichen rotierenden Presseur die flexible Gummischicht an
dessen Oberfläche. Im Gegensatz zu der Gummischicht unterliegt das Luftkissen jedoch
keinem Verschleiß, und es wird an ihm im Betrieb auch keine Walkarbeit verrichtet,
was auch die zwischen Formzylinder 01 und Presseur 03 bedruckte Materialbahn 06 schont.
[0033] Eine Ausgestaltung des Presseurs 03 ist in Fig. 1 dargestellt. Oberhalb der Materialbahn
06 ist der Presseur 03 in Form eines halbzylindrischen, drehfest am (nicht gezeigten)
Rahmen des Druckwerks montierten Hohlkörper ausgeführt. Er wird beispielsweise von
der Bahn 06 z.T. umschlungen und weist daher eine entsprechende Formgebung, z. B.
konvex, auf.
[0034] Gemäß der Erfindung sind die Mikroöffnungen 10 als offene Poren an der Oberfläche
eines mikroporösen, luftdurchlässigen Materials 09, z. B. aus einem offenporigen Sintermaterial
09, insbesondere aus Sintermetall 09, ausgebildet. Die Poren des luftdurchlässigen
porösen Materials 09 weisen einen mittleren Durchmesser (mittlere Größe) von kleiner
als 500 µm, vorzugsweise Kleiner als 150 µm, z. B. 5 bis 60 µm, insbesondere 10 bis
30 µm auf. Das Material 09 ist mit einer unregelmäßigen, amorphen Struktur ausgebildet
(Fig. 2).
[0035] Der Hohlraum 07 des Presseurs 03 kann, zumindest auf ihrem mit dem Formzylinder 01
zusammen wirkenden Längsabschnitt, im wesentlichen allein aus einem den Hohlraum 07
umschließenden Körper aus porösem Material 09 gebildet (d. h. ohne weitere lasttragende
Schichten) sein. Dann ist dieser z. B. rohrförmig oder halbrohrförmig ausgebildete
Körper im wesentlichen selbsttragend mit einer Wandstärke von größer oder gleich 2
mm, insbesondere größer oder gleich 3 mm, ausgebildet. Der Hohlraum 07 kann auch durch
einen halbrohrförmigen (oder in anderer Weise kreissegmentartigem) Körper aus dem
vollwandigen Material 09 und einem den Hohlraum 07 auf der vom Formzylinder 01 abgewandten
Seite abschließenden deckelartigen Träger gebildet sein.
[0036] Um eine gleichmäßige Verteilung von an der Oberfläche des mikroporösen Materials
09 austretender Luft zu erzielen, ohne gleichzeitig hohe Schichtdicken des Materials
09 mit entsprechend erhöhtem Strömungswiderstand zu benötigen, ist es in einer ersten
Ausführung (Fig. 1 und 2) jedoch vorgesehen, dass der Presseur 03 einen festen, zumindest
bereichsweise luftdurchlässigen Träger 08, insbesondere Trägerkörper 08, aufweist,
auf dem das mikroporöse Material 09 als Schicht 09 aufgebracht ist. Ein solcher Trägerkörper
08 kann mit Druckluft beaufschlagt werden, die aus dem Trägerkörper 08 heraus durch
die mikroporöse Schicht 09 fließt und so an der Oberfläche der Presseurs 03 ein Luftkissen
ausbildet.
[0037] Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausgestaltung ist der Presseur 03 somit gebildet durch
ein geringfügig verformbares, z. B. von einem oder mehreren Stößeln 13 (Fig. 4) gegen
den Formzylinder 01 gedrücktes Gehäuse mit einem mit Druckluft beaufschlagbaren Innenraum
07 und einem kräftigen, vielfach durchbrochenen Träger 08, z. B. Trägerblech 08, das
an seiner Außenseite mit der mikroporösen Schicht 09 versehen ist. Das Trägerblech
08 ist hier halbzylindrisch, kann aber auch eine beliebige andere Zylindersegmentform
oder allgemein einen konvex oder konkav gewölbten Querschnitt haben. Der Träger 08
kann, entsprechend gebogen, den Hohlraum 07 einstückig bilden, wobei er jedoch z.
B. lediglich auf der dem Formzylinder 01 zugewandten Seite durchbrochen ist und die
Schicht 09 aufweist. Der Hohlraum 07 kann jedoch auch mehrstückig durch den gewölbten,
die Schicht 09 tragenden Teil und eine Abdeckung 14 gebildet sein.
[0038] Das mikroporöse Material 09 ist nicht als selbsttragender Vollkörper (mit oder ohne
Rahmenkonstruktion), sondern als Beschichtung 09 auf einem Durchführungen 15 bzw.
Durchgangsöffnungen aufweisenden, insbesondere metallischem, Trägermaterial ausgeführt.
Unter "nicht tragender" Schicht 09 i.V.m. dem Trägerkörper 08 wird - im Gegensatz
zu beispielsweise aus dem Stand der Technik bekannten "tragenden" Schichten - ein
Aufbau verstanden, wobei sich die Schicht 09 über ihre gesamte Schichtlänge und gesamte
Schichtbreite jeweils auf einer Vielzahl von Stützstellen des Trägerkörpers 08 abstützt.
Der Trägerkörper 08 weist z. B. auf seiner mit der Schicht 09 zusammen wirkenden Breite
und Länge jeweils eine Mehrzahl nicht zusammenhängender Durchführungen 15, z. B. Bohrungen
15, auf. Diese Ausführung ist deutlich von einer Ausbildung verschieden, in welcher
sich ein über die gesamte Wirkfläche erstreckendes poröses Material über diese Distanz
selbsttragend ausgeführt ist, sich lediglich in einem Endbereich an einem Rahmen oder
Träger abstützt, und daher eine entsprechende Stärke aufweisen muss.
[0039] Im dargestellten Ausführungsbeispiel (Fig. 2) nimmt das Trägermaterial im wesentlichen
die Gewichts-, Scher-, Torsions-, Biege- und/oder Scherkräfte des Bauteils auf, weshalb
eine entsprechende Wandstärke (z. B. größer als 3 mm, insbesondere größer 5 mm) des
Trägerkörpers 08 und/oder eine entsprechend versteifte Konstruktion gewählt ist.
Das poröse Material 09 außerhalb der Durchführung 15 weist z. B. eine Schichtdicke,
die kleiner als 1 mm ist, auf. Besonders vorteilhaft ist eine Schichtdicke zwischen
0,05 mm und 0,3 mm.
[0040] Ein Anteil an offener Fläche im Bereich der wirksamen Außenfläche des mikroporösen
Materials 09, hier mit Öffnungsgrad bezeichnet, liegt zwischen 3 % und 30 %, bevorzugt
zwischen 10 % und 25 %. Um eine gleichmäßige Luftverteilung zu erzielen, ist es außerdem
wünschenswert, dass die Dicke der Schicht wenigstens dem Abstand benachbarter Öffnungen
der Bohrungen 15 des Trägerkörpers 08 entspricht.
[0041] In der Ausführung gemäß Fig. 2 ist der Innenraum 07 an der dem Formzylinder 01 zugewandten
Seite, zumindest im mit dem Formzylinder 01 zusammen wirkenden Bereich, durch eine
vielfach durchbrochene Wand 11 des Trägerkörpers 08 begrenzt. Dieser bzw. diese trägt
an seiner bzw. ihrer Außenseite die Schicht 09 aus mikroporösem Material 09. Diese
Wand 11 des Trägerkörpers 08 bzw. der Trägerkörper 08 selbst kann ein vielfach durchlöchertes
Stück Flachmaterial bzw. geformtes Material wie etwa ein gestanztes Blech oder ein
steifes Drahtgeflecht sein; möglich ist aber auch ein dreidimensionaler luftdurchlässiger
Körper wie etwa ein offenporiger Metallschaum etc.. Im Ausführungsbeispiel sind die
Durchbrüche als den Hohlraum 07 mit der Schicht 09 verbindende Bohrungen 15 dargestellt.
Der Hohlraum 07 wird auf der dem Formzylinder 01 abgewandten Seite von einer Wand
12 begrenzt, welche beispielsweise keine Bohrungen 15 und auch keine Schicht 09 aufweist.
Wand 11 und 12 können mehr- oder auch einstückig ausgeführt sein.
[0042] Materialwahl, Dimensionierung und Druckbeaufschlagung sind derart gewählt, dass aus
der Luftaustrittsfläche des Sintermaterials 09 pro Stunde 1 - 20 Normkubikmeter pro
m
2, insbesondere 2 bis 15 Normkubikmeter pro m
2, austreten. Besonders vorteilhaft ist der Luftaustritt von 3 bis 7 Normkubikmeter
pro m
2.
[0043] Vorteilhaft wird die Sinterfläche aus dem Hohlraum 07 heraus mit einem Überdruck
von mindestens 1 bar, insbesondere mit mehr als 4 bar, beaufschlagt. Besonders vorteilhaft
ist eine Beaufschlagung der Sinterfläche mit einem Überdruck von 5 bis 7 bar.
[0044] Luft, die durch eine der Bohrungen 15 des Trägerkörpers 08 hindurchgetreten ist,
neigt dazu, sich in den Poren der mikroporösen Schicht 09 sowohl zu deren Oberfläche
hin als auch seitwärts, parallel zur Oberfläche zu verteilen. Wenn man annimmt, dass
der Strömungswiderstand in der mikroporösen Schicht 09 isotrop ist, so verteilt sich
auch die durch eine Bohrung des 15 Trägerkörpers 08 hindurchgetretene Luft isotrop
in der Schicht 09. Um ein homogenes, lückenloses Luftkissen an der Oberfläche der
Schicht 09 zu schaffen, muss Luft auf deren ganzer Oberfläche austreten, auch in solchen
Bereichen, unter denen sich ein undurchlässiger Oberflächenbereich des Trägerkörpers
08 befindet. Hierfür kann die Dicke der mikroporösen Schicht 09 wenigstens genauso
groß sein wie ein mittlerer Abstand zwischen benachbarten Bohrungen an der Oberfläche
des Trägerkörpers 08.
[0045] Die Wandstärke des Trägerkörpers 08 zumindest im die Schicht 09 tragenden Bereich
ist z. B. größer als 3 mm, insbesondere größer 5 mm.
[0046] Der Trägerkörper 08 kann seinerseits jedoch aus porösem Material, jedoch mit einer
besseren Luftdurchlässigkeit - z. B. einer größere Porengröße - als der des mikroporösen
Materials der Schicht 09 ausgeführt sein. In diesem Fall werden die Öffnungen des
Trägers 08 durch offene Poren im Bereich der Oberfläche, und die Durchführungen 15
durch die sich über die Porosität im Inneren zufällig ausgebildeten Kanäle gebildet.
Der Trägerkörper 08 kann aber auch aus einem beliebigen, den Hohlraum 04 umschließenden,
mit Durchführungen 08 versehenem Flachmaterial bzw. geformtem Material gebildet sein.
Auch Kombinationen dieser Alternativen kommen in Betracht.
[0047] Der Innenquerschnitt einer nicht dargestellten Zuleitung zur Zuführung der Druckluft
zur Wendestange ist kleiner 100 mm
2, vorzugsweise liegt er zwischen 10 und 60 mm
2.
[0048] In einer Ausführung (Fig. 3), die nicht unter die Erfindung fällt, sind die Mikroöffnungen
10 als Öffnungen durchgehender Bohrungen 16, insbesondere Mikrobohrungen 16 ausgeführt,
welche sich durch einen den z. B. als Druckkammer 07 ausgebildeten Hohlraum 07 begrenzenden
Körper 17, z. B. eine Wand 17, insbesondere Kammerwand 17, nach außen erstrecken.
[0049] Die Bohrungen 16 weisen z. B. einen Durchmesser (zumindest im Bereich der Öffnungen
10) von kleiner oder gleich 500 µm, vorteilhaft kleiner oder gleich 300 µm, insbesondere
zwischen 60 und 150 µm auf. Der Öffnungsgrad liegt z. B. bei 3 bis 25 %, insbesondere
bei 5 bis 15 %. Eine Lochdichte beträgt zumindest 1 / 5 mm
2, insbesondere mindestens 1 / mm
2 bis hin zu 4 / mm
2. Die Wand 17 weist somit, zumindest in einem dem Formzylinder 01 gegenüber liegenden
Bereich, eine Mikroperforation auf. Vorteilhafter Weise erstreckt sich die Mikroperforation
- wie im ersten Ausführungsbeispiel die Durchführungen 15 und Schicht 09 - zumindest
im Wirkbereich zwischen Presseur 03 und Formzylinder 01.
[0050] Eine u.a. den Strömungswiderstand beeinflussende Wandstärke der die Bohrungen beinhaltenden
Kammerwand 17 liegt z. B. bei 0,2 bis 3,0 mm, vorteilhaft bei 0,2 bis 1,5 mm, insbesondere
von 0,3 bis 0,8 mm. Im Innern des Presseurs 03, insbesondere im Hohlraum 07, kann
eine nicht dargestellte verstärkende Konstruktion, beispielsweise ein sich in Längsrichtung
des Presseurs 03 erstreckender Träger, insbesondere Metallträger, angeordnet sein,
auf welchem sich die Kammerwand 17 zumindest abschnittsweise bzw. punktuell abstützt.
[0051] Für die Ausführung der Mikroöffnungen 03 als Öffnungen von Bohrungen 16 ist z. B.
ein Überdruck in der Kammer 04 von 0,5 bis 2 bar, insbesondere von 0,5 bis 1,0 bar
von Vorteil.
[0052] Die Bohrungen 16 können zylindrisch, trichterförmig oder aber mit anderer spezieller
Formgebung (z. B. in Form einer Lavaldüse) ausgeführt sein.
[0053] Die Mikroperforation, d. h. die Herstellung der Bohrungen 16, erfolgt vorzugsweise
durch Bohren mittels beschleunigter Teilchen (z. B. Flüssigkeit wie beispielsweise
Wasserstrahl, Ionen oder Elementarteilchen) oder mittels elektromagnetischer Strahlung
hoher Energiedichte (z. B. Licht mittels Laserstrahl). Insbesondere vorteilhaft ist
die Herstellung mittels Elektronenstrahl.
[0054] Die dem Formzylinder 01 zugewandte Seite der die Bohrungen 16 aufweisenden Wand 17,
z. B. eine aus Edelstahl gebildete Wand 17, weist in einer vorteilhaften Ausführung
eine schmutz- und/oder farbabweisende Veredelung auf. Sie weist eine nicht dargestellte,
die Öffnungen 10 bzw. Bohrungen 16 nicht bedeckende Beschichtung - z. B. Nickel oder
vorteilhaft Chrom - auf, welche z. B. zusätzlich bearbeitet ist - z. B. mit Mikrorippen
oder einen Lotusblüteneffekt bewirkend strukturiert oder aber vorzugsweise hochglanzpoliert).
[0055] Die die Bohrungen aufweisende Wand ist in einer Variante als ein Einsatz oder mehrere
Einsätze in einem Träger ausgebildet. Der Einsatz kann fest oder wechselbar mit dem
Träger verbunden sein. Letzteres ist von Vorteil bzgl. einer Reinigung oder aber eines
Austauschs von Einsätzen verschiedenartiger Mikroperforationen zur Anpassung an unterschiedliche
Farben, Druckformen etc.
[0056] Fig. 5 zeigt eine Ausgestaltung des mit dem Zylinder 01 eine Druckstelle bildenden
Presseurs 03, welcher jedoch mit seiner dem Zylinder 01 zugewandten, die Mikroöffnungen
10 aufweisende Seite (Wand 11) konkav ausgeführt ist. Obgleich Fig. 5 die Ausführung
mit den als offene Poren des Materials 09 ausgeführte Mikroöffnungen 10 darstellt.
Die Krümmung der Wirkfläche (Außenseite der Wand 11 bzw. 17) kann an den Bahnlauf
und/oder an die Krümmung des Zylinders 01 angepasst sein. Der Träger 08 (bzw. der
Körper 17) kann wieder einstückig, oder aber mehrstückig (mit Wand 11 und Abdeckung
12 bzw. 17 und 14) ausgeführt sein. Vorteilhaft bei dieser Ausführung ist die vergrößerte
Wirkfläche zwischen dem Andrückelement 03 und dem Rotationskörper 01. Dies setzt im
Fall des Presseurs 03 jedoch eine gegenüber Fig. 1 veränderte Bahnführung voraus.
Nach Fig. 1 weist das Andrückelement 03 einen Umschlingungsbereich auf, während in
Fig. 5 der Rotationskörper 01 in einem Winkelbereich umschlungen ist. Im ersten Fall
ist durch das Luftpolster zusätzlich eine resultierende einer Bahnspannung zu überwinden,
während im zweiten Fall diese Resultierende die Wirkung des Andrückelements 03 (des
Luftpolsters) unterstützt
[0057] Während in den vorgenannten Ausführungen zwei konvexe Flächen des Andrückelements
03 und des zugeordneten Rotationskörper 01 in ihrer "Berühr-" bzw. Wirkzone miteinander
zusammen wirken, wirkt in dieser Ausführung eine konkav geformte Fläche am Andrückelement
03 mit der konvexen Mantelfläche des Rotationskörpers 01 zusammen. Im ersteren Fall
resultiert ein eher linienförmiger, im zweiten Fall ein flächenartiger Wirkbereich.
[0058] Fig. 6 zeigt schematisch ein Einzugwerk 18 für eine Druckmaschine. Die schräg von
oben kommende Materialbahn 06 durchläuft zunächst eine Zugwalzenanordnung 19 (Zuggruppe
19) mit einem als - z. B. drehangetriebene - Zugwalze 01 ausgeführtem Rotationskörper
01, welcher zusammen mit dem Andrückelement 03 einen Spalt begrenzt, durch den die
Materialbahn 06 geführt ist. Anders als bei herkömmlichen Zugwalzenanordnungen ist
das Andrückelement 03 nicht als drehbar gelagerte Walze oder Rollen, sondern drehfest
ausgeführt. Sein Aufbau kann der gleiche sein, wie er z. B. für den Presseurs 03 erläutert
und Fig. 1 bis 5 genauer dargestellt ist. Im Anschluss an die Zugwalze 01 umschlingt
die Bahn 06 eine an einem Arm 21 schwenkbar aufgehängte Tänzerwalze 22 , die zum Ausgleich
von Schwankungen der Bahngeschwindigkeit vertikal beweglich ist. Über zwei Bahnlenkwalzen
23 erreicht die Bahn 06 schließlich eine Bahnmittenregelung 24, die zwei durch einen
Arm 26 starr gekoppelte Bahnlenkwalzen 23 umfasst und um eine in der Ebene der Fig.
6 verlaufende vertikale Achse A gesteuert schwenkbar ist, um die Lage quer zur Ebene
der Zeichnung, mit der die Materialbahn 06 das Einzugwerk 18 verlässt, einzustellen.
[0059] Einer oder mehrerer der Bahnlenkwalzen 23 kann/können ebenfalls drehfest und Mikroöffnungen
aufweisend ausgeführt sein. Die Struktur und Formgebung entspricht dann derjenigen,
welche im Rahmen der Fig. 1 bis 4 für den Presseur 03 beschrieben ist. ist. Der Winkelbereich,
in dem die Mikroöffnungen 10 gebildet sind, kann jeweils dem Bahnumschlingungswinkel,
für den die betreffende Bahnlenkwalze 23 vorgesehen ist, entsprechen. Wegen des niedrigen
Durchsatzes können die Mikroöffnungen jedoch auch auf einer nicht umschlungenen Seite,
z. B. vollumfänglich, angeordnet sein.
[0060] In Fig. 7 und 8 sind Ausführungen des Andrückelements 03 zusammen mit der Zugwalze
01 dargestellt, wobei die die Mikroöffnungen 10 tragende Fläche jeweils konkav ausgeführt
ist. Eine Umschlingung der Zugwalze 01 beträgt vorteilhaft zumindest 90°, insbesondere
mindestens 180°, während das Andrückelement 03 keine Umschlingung aufweist.
[0061] In Fig. 7 sind die Mikroöffnungen 10 als offene Poren des Materials 09 ausgebildet,
welches auf der durchbrochenen Wandung 11 des Trägers 08 angeordnet ist. Das Andrückelement
03 ist beispielsweise an einer Halterung 27, z. B. einer Traverse 27, über mindestens
einen insbesondere bzgl. des Abstandes zum Rotationskörper 01 verstellbaren Halter
13, insbesondere Stößel 13 angeordnet. Das Druckmittel bzw. Fluid kann durch eine
Zuführung 28 dem Hohlraum 07 zugeführt werden. Zur Ausführung des Materials 09, des
Trägers 08, den Drücken, Oberflächenbehandlungen und/oder den erzielten Effekten ist
das zu Fig. 1 bis 5 genannte entsprechend anzuwenden.
[0062] In Fig. 8, die nicht zur Erfindung gehört, sind die Mikroöffnungen 10 als Öffnungen
der Mikrobohrungen 16 ausgebildet, welche die Wandung 17 durchsetzen. Ansonsten gilt
das zu Fig. 7 genannte. Zur Ausführung der verwendeten Materialien, der Mikrobohrungen,
den Drücken, Oberflächenbehandlungen und/oder den erzielten Effekten ist das zu Fig.
1 bis 5 genannte entsprechend anzuwenden.
[0063] Fig. 9 und 10 zeigen Vorderansichten für die Anordnung und Ausführung des Andrückelementes
03. In Fig. 9 ist das Andrückelement 03 über die volle Bahnbreite durchgehend ausgeführt.
Dies ist bei Verwendung üblicher Andrückwalzen bzw. -rollen problematisch, da aufgrund
kleinster Abweichungen in der Achslage und/oder Durchbiegung unterschiedliche Pressungen
und Verspannungen resultieren können. Das Andrückelement 03 ist über die Halter 13
und die Traverse 27 an einem Seitengestell 29 gelagert, in welchem beispielsweise
der Rotationskörper 01 drehbar gelagert ist.
[0064] Fig. 10 zeigt eine Ausführung, wobei über die Länge des Rotationskörpers 01 mehrere
teilbahnbreite Andrückelemente 03 vorgesehen sind. Diese sind in vorteilhafter Ausführung
individuell bzgl. ihres Abstandes zum Rotationskörper 01, insbesondere zur Zugwalze
01, einstellbar ausgeführt.
[0065] Das zu Fig. 6 bis 10 überwiegend für ein Andrückelement 03 im Zusammenhang mit einem
als Zugwalze 01 ausgeführtem Rotationskörper 01 genannte, ist sinngemäß auf die Ausführungen
eines mit einem farbführenden Zylinder 01 zusammen wirkenden Andrückelementes 03 zu
übertragen.
[0066] Die Andrückvorrichtung wie sie als Andrückelement 03 und Zugwalze 01 am Beispiel
des Einzugwerks 18 dargelegt ist, ist auf andere Zugvorrichtungen für Bahnen 06 bzw.
Stränge in bahnerzeugenden oder -verarbeitenden Maschinen, insbesondere in Druckmaschinen
als Zuggruppe vor und/oder nach einer Druckeinheit bzw. einem Druckturm, vor einem
Trichtereinlauf, nach einem Falztrichter und/oder im Eingangsbereich eines Falzapparates
anzuwenden.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 01
- Rotationskörper, Zylinder, farbführend, Walze, Formzylinder, Zugwalze
- 02
- Farbwanne
- 03
- Andrückelement, Presseur
- 04
- Rakeleinrichtung, Rakel
- 05
- -
- 06
- Bahn, Materialbahn
- 07
- Innenraum, Hohlraum, Kammer, Druckkammer
- 08
- Träger, Trägerkörper, Trägerblech
- 09
- Schicht mikroporös; Material, luftdurchlässig, mikroporös; Sintermaterial; Sintermetall,
Beschichtung
- 10
- Öffnung, Mikroöffnung
- 11
- Wand, Wandung
- 12
- Wand
- 13
- Halter, Stößel
- 14
- Abdeckung
- 15
- Durchführung, Bohrung
- 16
- Bohrung, Mikrobohrung
- 17
- Körper, Wand, Kammerwand, Wandung
- 18
- Einzugwerk
- 19
- Zugwalzenanordnung, Zuggruppe
- 20
- -
- 21
- Arm
- 22
- Tänzerwalze
- 23
- Bahnlenkwalze
- 24
- Bahnmittelregelung
- 25
- -
- 26
- Arm
- 27
- Halterung, Traverse
- 28
- Zuführung
- 29
- Seitengestell
- A
- Achse, vertikal
1. Andrückelement einer bahnverarbeitenden Druckmaschine, welches im Betrieb über eine
Bahn (06) an einen zusammen wirkenden Formzylinder (01) angestellt ist und mit diesem
eine Druckstelle bildet, dadurch gekennzeichnet, dass das Andrückelement (03) zumindest im mit dem Formzylinder (01) bzw. der Bahn (06)
zusammen wirkenden Bereich mikroporöses, luftdurchlässiges Material (09) aufweist,
dass das mikroporöse Material (09) als Beschichtung (09) mit einer im Bereich der
Trägfläche autweisenden Dicke von Kleiner als 1 mm gebildet wird und auf einem lasttragenden,
aber zumindest bereichsweise fluiddurchlässigen Träger (08) ausgebildet ist, dass
das mikroporöse Material (09) auf seiner Außenfläche eine Vielzahl von Öffnungen (10)
für den Austritt eines unter Druck stehenden, gasförmigen Fluids aufweist, welches
im Betrieb ein gasförmiges Polster zwischen einer Oberfläche des Andrückelements (03)
und der Bahn (06) ausbildet und auf die laufende Bahn (06) die zum Drucken erforderliche
Anpresskraft ausübt, dass die Öffnungen (10) als Mikroöffnungen (10) mit einem Durchmesser
kleiner 500 µm ausgeführt sind und dass der Träger (08) auf seiner der Schicht (09)
zugewandten Seite mindestens eine mit der Schicht (09) verbundene Tragfläche sowie
eine Vielzahl von Öffnungen für die Zufuhr des Fluids in die Schicht (09) aufweist.
2. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausübung der zum Drucken erforderlichen Anpresskraft auf die laufende Bahn (06)
durch das Andrückelement (03) kontaktlos erfolgt.
3. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Poren des fluiddurchlässigen porösen Materials (09) einen mittleren Durchmesser
von 5 bis 50 µm, insbesondere 10 bis 30 µm, aufweisen.
4. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Material (09) als offenporiges Sintermaterial (09), insbesondere als Sintermetall
(09), ausgebildet ist.
5. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (09) im Bereich der Tragfläche eine Dicke von 0,05 mm bis 0,3 mm, aufweist.
6. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (08) auf seiner mit der Schicht (09) zusammen wirkenden Breite und Länge
jeweils eine Vielzahl, insbesondere nicht zusammenhängender, Durchführungen (15) aufweist.
7. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wandstärke des Trägers (08) oder zumindest der die Schicht (09) tragenden Wand
größer als 3 mm, insbesondere größer 5 mm, ist.
8. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (08) wenigstens zum Teil aus einem porösen Material (09) mit einer besseren
Luftdurchlässigkeit als das mikroporöse Material (09) gebildet ist.
9. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (08) wenigstens zum Teil aus einem einen Hohlraum (07) umschließenden,
mit Öffnungen versehenen Flachmaterial gebildet ist.
10. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mikroporöse Material (09) eine Schichtdicke aufweist, die wenigstens dem Abstand
benachbarter Öffnungen des Trägers (08) entspricht.
11. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Schicht (09) tragender Bereich des Trägers (08) eine Außenkontur des Rotationskörpers
(01) nachbildet.
12. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 1 - 20 Normkubikmeter Luft pro Stunde auf einen Quadratmeter der die Öffnungen (10)
aufweisenden Mantelfläche austreten.
13. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 2 - 15, insbesondere 3 - 7, Normkubikmeter Luft pro Stunde auf einen Quadratmeter
der die Öffnungen (03) aufweisenden Mantelfläche austreten.
14. Andrückelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Material (09) von Innen mit mindestens 1 bar Überdruck beaufschlagt ist.
15. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Material (09) von Innen mit mehr als 4 bar, insbesondere mit 5 bis 7 bar,
Überdruck mit dem Fluid beaufschlagt ist.
16. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zuleitung zur Zuführung des Fluids zum Andrückelement (03) eine Innenquerschnitt
kleiner 100 mm2, insbesondere zwischen 10 und 60 mm2, aufweist.
17. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das unter Druck stehende Fluid als Druckluft ausgeführt ist.
18. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die Öffnungen (10) tragende Teil des Andrückelements (03) als lösbarer Einsatz
an einem Träger ausgeführt ist.
19. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Andrückelement (03) bzgl. eines Seitengestelles (29) des Druckwerkes drehfest
gelagert ist.
20. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Andrückelement (03) zusammen wirkende Rotationskörper (01) als farbführender
Zylinder (01) ausgeführt ist
21. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballen des Zylinders (01) ein Verhältnis zwischen seiner Länge und seinem Umfang
von größer oder gleich 9, insbesondere mindestens 11, aufweist.
22. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Andrückelement (03) eine wirksame Länge von mindestens 2.500 mm aufweist.
23. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zusammen wirkende Rotationskörper (01) als Formzylinder (01) eines Druckwerks
für den Tiefdruck, ausgeführt ist.
24. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Andrückelement (03) zusammen wirkende Formzylinder (01) im Wirkbereich
zwischen Andrückelement (03) und Rotationskörper (01) zumindest teilweise umschlungen
ist, das Andrückelement (03) jedoch ohne eine Umschlingung durch die Bahn (06) ausgeführt
ist.
25. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Andrückelement (03) im Wirkbereich zwischen Andrückelement (03) und Formzylinder
(01) zumindest teilweise umschlungen ist, der Formzylinder (01) jedoch ohne eine Umschlingung
durch die Bahn (06) ausgeführt ist.
26. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Andrückelement (03) durchgehend über die gesamte Breite der Bahn (06) reichend
ausgeführt ist.
27. Andrückelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über die Breite der Bahn (06) mehrere teilbahnbreite Andrückelemente (03) in axialer
Richtung des Rotationskörpers (01) nebeneinander angeordnet sind.
28. Andrückelement nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückelemente (03) individuell in ihrem Abstand zum Rotationskörper (01) einstellbar
sind.
1. A pressing element of a web-processing printing press, which during operation is set
on a co-operating forme cylinder (01) by way of a web (06) and forms a printing point
with the said forme cylinder (01), characterized in that the pressing element (03) comprises micro-porous air-permeable material (09) at least
in the region co-operating with the forme cylinder (01) or the web (06), the micro-porous
material (09) is designed in the form of a coating (09) with a thickness of less than
1 mm having in the region of the carrier face and is formed on a load-bearing carrier
(08) which is fluid-permeable at least locally, the micro-porous material (09) has
on its outer face a plurality of openings (10) for the discharge of a gaseous fluid
which is under pressure and which during operation forms a gaseous cushion between
a surface of the pressing element (03) and the web (06) and exerts the pressing force
necessary for printing upon the running web (06), the openings (10) are designed in
the form of micro-openings (10) with a diameter of less than 500 µm, and the carrier
(08) has on its side facing the layer (09) at least one carrier face joined to the
layer (09) as well as a plurality of openings for the supply of the fluid into the
layer (09).
2. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the exertion of the pressing force necessary for printing upon the running web (06)
by the pressing element (03) takes place without contact.
3. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the pores of the fluid-permeable porous material (09) have an average diameter of
from 5 to 50 µm, and in particular from 10 to 30 µm.
4. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the porous material (09) is in the form of an open-pore sintered material (09), in
particular in the form of a sintered metal (09).
5. A pressing element according to Claim 1, characterized in that in the region of the carrier face the layer (09) has a thickness of from 0·05 mm
to 0·3 mm.
6. A pressing element according to Claim 1, characterized in that on its width and length which co-operates with the layer (09) the carrier (08) has
in each case a plurality of passages (15), in particular not connected.
7. A pressing element according to Claim 1, characterized in that a wall thickness of the carrier (08) or at least of the wall carrying the layer (09)
is greater than 3 mm, and in particular greater than 5 mm.
8. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the carrier (08) is formed at least in part from a porous material (09) with a better
air-permeability than the micro-porous material (09).
9. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the carrier (08) is formed at least in part from a flat material which surrounds
a cavity (07) and which is provided with openings.
10. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the micro-porous material (09) has a layer thickness which corresponds to at least
the distance between adjacent openings in the carrier (08).
11. A pressing element according to Claim 1, characterized in that a region of the carrier (08) carrying the layer (09) resembles an external contour
of the body of rotation (01).
12. A pressing element according to Claim 1, characterized in that from 1 to 20 standard cubic metres of air issue per hour onto a square metre of the
external face comprising the openings (10).
13. A pressing element according to Claim 1, characterized in that from 2 to 15, and in particular from 3 to 7, standard cubic metres of air issue per
hour onto a square metre of the external face comprising the openings (03).
14. A pressing element according to Claim 4, characterized in that the porous material (09) is acted upon from the inside with at least 1 bar of over-pressure.
15. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the porous material (09) is acted upon with the fluid from the inside with more than
4 bar, and in particular with from 5 to 7 bar, of over-pressure.
16. A pressing element according to Claim 1, characterized in that a supply line for supplying the fluid to.the pressing element (03) has an internal
cross-section of less than 100 mm2, and in particular between 10 and 60 mm2.
17. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the fluid which is under pressure is in the form of compressed air.
18. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the part of the pressing element (03) which comprises the openings (10) is constructed
in the form of a detachable insert on a carrier.
19. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the pressing element (03) is mounted so as to be rotationally fixed with respect
to a lateral stand (29) of the printing couple.
20. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the body of rotation (01) co-operating with the pressing element (03) is constructed
in the form of an ink-conveying cylinder (01).
21. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the body of the cylinder (01) has a ratio between its length and its periphery of
greater than or equal to 9, and in particular at least 11.
22. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the pressing element (03) has an effective length of at least 2,500 mm.
23. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the co-operating body of rotation (01) is constructed in the form of a forme cylinder
(01) of a printing press for rotogravure printing.
24. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the forme cylinder (01) co-operating with the pressing element (03) is wrapped around
at least in part in the effective region between the pressing element (03) and the
body of rotation (01), but the pressing element (03) is constructed without a wrap-around
by the web (06).
25. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the pressing element (03) is wrapped around at least in part in the effective region
between the pressing element (03) and the forme cylinder (01), but the forme cylinder
(03) is constructed without a wrap-around by the web (06).
26. A pressing element according to Claim 1, characterized in that the pressing element (03) is constructed so as to extend in a continuous manner over
the entire width of the web (06).
27. A pressing element according to Claim 1, characterized in that a plurality of pressing elements (03) of the width of a web portion are arranged
adjacent to one another in the axial direction of the body of rotation (01) over the
width of the web (06).
28. A pressing element according to Claim 27, characterized in that the pressing elements (03) are capable of being set individually in their distance
from the body of rotation (01).
1. Elément de pressge d'une machine à imprimer de traitement bandes, qui, en fonctionnement,
est plaqué sur une bande (06), sur un cylindre de forme (01) coopérant, et forme avec
celui-ci un point d'impression, caractérisé en ce que l'élément de pressage (03) présente, au moins dans la zone coopérant avec le cylindre
de forme (01) ou avec la bande (06), un matériau (09) perméable à l'air, microporeux,
en ce que le matériau (09) microporeux est formé sous forme de revêtement (09) avec une épaisseur,
dans la zone de la face support, inférieure à 1 mm, et réalisé sur un support (08)
perméable à un fluide, portant une charge mais perméable à un fluide au moins par
zones, en ce que le matériau (09) microporeux présente, sur sa face extérieure, une pluralité d'ouvertures
pour la sortie d'un fluide gazeux sous pression, qui constitue en fonctionnement un
coussin à forme gazeuse entre une surface de l'élément de pressage (03) et la bande
(06) et exerce sur la bande (06) en défilement la force de pressage nécessaire à l'impression,
en ce que les ouvertures (10) sont réalisées sous forme de micro-ouvertures (10), d'un diamètre
inférieur à 500 µm, et en ce que le support (09) présente sur sa face tournée vers la couche (09) au moins une face
support reliée à la couche (09), ainsi qu'une pluralité d'ouvertures pour l'amenée
de fluide dans la couche (09).
2. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'exercice de la force de pressage nécessaire à l'impression sur la bande (06) en
défilement par l'élément de pressage (03) se fait sans contact.
3. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les pores du matériau (09) poreux perméable à l'air présentent un diamètre moyen
de 5 à 500 µm, en particulier de 10 à 30 µm.
4. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau (09) poreux est réalisé sous la forme de matériau fritté (09) à pores
ouverts, en particulier de métal fritté, en particulier de métal fritté (09).
5. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche (09) présente dans la zone de la face support une épaisseur de 0,05 à 0,3
mm.
6. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support (08) présente sur sa largeur et sa longueur coopérant avec la couche (09),
chaque fois une pluralité de passages (15), en particulier non communiquants.
7. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une épaisseur de paroi du support (08) ou au moins de la paroi portant la couche (09)
est supérieur à 3 mm, en particulier supérieure à 5 mm.
8. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support (08) est formé au moins en partie d'un matériau poreux (09) ayant une
meilleure perméabilité à l'air que le matériau (09) microporeux.
9. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support (08) est formé au moins en partie d'un matériau plat, entourant un espace
creux (07) et muni d'ouvertures.
10. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau (09) microporeux présente une épaisseur de couche qui correspond au moins
à l'espacement entre des ouvertures voisines du support (08).
11. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une zone, portant la couche (09) du support (08), reproduit un contour extérieur du
corps de rotation (01).
12. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que de 1 à 20 mètre cubes normaux d'air par seconde sortent d'un mètre carré de surface
d'enveloppe présentant les ouvertures (10).
13. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que de 2 à 15, en particulier de 3 à 7 mètre cubes normaux d'air par seconde sortent
d'un mètre carré de la surface d'enveloppe présentant les ouvertures (03).
14. Elément de pressage selon la revendication 4, caractérisé en ce que le matériau (09) poreux est sollicité de l'intérieur par une surpression d'au moins
1 bar.
15. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau (09) poreux est sollicité de l'intérieur par une suppression par le fluide,
d'une valeur supérieure à 4 bar, en particulier de 5 à 7 bar.
16. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une conduite d'alimentation, servant à l'alimentation du fluide à l'élément de pressage
(03), présente une section transversale intérieure inférieure à 100 mm2, en particulier dans la fourchette entre 10 et 60 mm2.
17. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fluide sous pression est de l'air comprimé.
18. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie, portant les ouvertures (10), de l'élément de pressage (03) est réalisé
sous la forme d'insert désolidarisable, monté sur un support.
19. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de pressage (03) est monté de façon assujettie en rotation, par rapport
à un bâti latéral (29) du groupe d'impression.
20. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de rotation (01) coopérant avec l'élément de pressage (03) est réalisé sous
la forme de cylindre (01) conduisant l'encre.
21. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps du cylindre (01) présente un rapport, entre sa longueur et sa circonférence,
supérieure ou égal à 9, en particulier d'au moins 11.
22. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de pressage (03) présente une longueur efficace d'au moins 2500 mm.
23. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de rotation (01) coopérant est réalisé sous la forme de cylindre de forme
(01) d'un groupe d'impression pour l'impression héliographique.
24. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cylindre de forme (01) coopérant avec le cylindre de pressage (03) est enlacé,
au moins partiellement, dans la zone active entre l'élément de pressage (03) et le
corps de rotation (01), l'élément de pressage (03) cependant étant réalisé sans enlacement
par la bande (06).
25. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de pressage (03) est enlacé au moins partiellement dans la zone active
entre l'élément de pressage (03) et le cylindre de forme (01), le cylindre de forme
(01) cependant étant réalisé sans enlacement par la bande (06).
26. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de pressage (03) est réalisé en faisant de façon continue la totalité de
la largeur de la bande (06).
27. Elément de pressage selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs éléments de pressage (03) de la largeur d'une bande partielle sont disposés
les uns à côté des autres sur la largeur de la bande (06), dans la direction axiale
du corps de rotation (01).
28. Elément de pressage selon la revendication 27, caractérisé en ce que les éléments de pressage (03) sont réglables individuellement quand à leur espacement
par rapport au corps de rotation (01).