Technisches Gebiet
[0001] Zur Versorgung von Brennräumen selbstzündender Verbrennungskraftmaschinen können
sowohl druckgesteuerte als auch hubgesteuerte Einspritzsysteme eingesetzt werden.
Als Kraftstoffeinspritzsysteme kommen neben Pumpe-Düse-Einheiten, Pumpe-Leitungs-Einheiten
auch Speichereinspritzsysteme (Common-Rail) zum Einsatz. Speichereinspritzsysteme
ermöglichen in vorteilhafter Weise, den Einspritzdruck an Last- und Drehzahl der Verbrennungskraftmaschine
anzupassen. Zur Erzielung hoher spezifischer Leistungen und zur Reduktion der Emissionen
ist generell ein möglichst hoher Einspritzdruck erforderlich.
Stand der Technik
[0002] Aus
DE 199 10 970 A1 ist eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung für Verbrennungskraftmaschinen mit einem
von einer Kraftstoffhochdruckquelle beaufschlagbaren Kraftstoffinjektor und einem
einen Druckübersetzungskolben aufweisenden Druckübersetzer bekannt. Der Druckübersetzungskolben
ist einem Arbeitsraum, einem Rückraum und einem Hochdruckraum ausgesetzt. Vom Hochdruckraum
wird ein Düsenraum mit druckübersetztem Kraftstoff beaufschlagt, dem eine Düsennadel
des Kraftstoffinjektors mit einer Druckschulter ausgesetzt ist. Zum Befüllen des Hochdruckraums
des Druckübersetzers ist eine mit einem Druckspeicherraum verbundene Hochdruckzuleitung
angeordnet, in die ein Rückschlagventil eingebunden ist, das den im Hochdruckraum
erzeugten, übersetzten Druck in Richtung des Druckspeicherraums sperrt und nur in
Richtung des Düsenraums der Düsenadel zur Realisierung des Einspritzvorgangs freigibt.
[0003] Eine weitere aus
DE 199 10 970 A1 bekannte Kraftstoffeinspritzeinrichtung weist eine zwischen einem Druckspeicherraum
und einem Düsenraum angeordnete Druckübersetzungseinheit auf, deren Druckkammer über
eine Druckleitung mit dem Düsenraum verbunden ist. Weiterhin ist eine an den Druckspeicherraum
angeschlossene Bypass-Leitung vorgesehen. Die Bypass-Leitung ist direkt mit der Druckleitung
verbunden. Die Bypass-Leitung ist für eine Druckeinspritzung verwendbar und ist parallel
zur Druckkammer angeordnet, so dass die Bypass-Leitung unabhängig von der Bewegung
und Stellung eines verschieblichen Druckmittels der Druckübersetzungseinheit durchgängig
ist. Mit dieser Lösung wird die Flexibilität der Einspritzung erhöht. Gemäß dieser
Lösung erfolgt die Ansteuerung der Druckübersetzungseinheit über Druckentlastung des
Rückraumes der Druckübersetzungseinheit.
[0004] DE 102 18 904.8 bezieht sich ebenfalls auf eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung, die einen von einer
Kraftstoffhochdruckquelle versorgbaren Kraftstoffinjektor und eine Druckübersetzungseinrichtung
umfasst. Ein Schließkolben des Injektors ragt in einen Schließdruckraum hinein, so
dass der Schließkolben mit Kraftstoffdruck beaufschlagbar ist zur Erzielung einer
in Schließrichtung auf den Schließkolben wirkenden Kraft. Ein Schließdruckraum und
ein Rückraum der Druckübersetzungseinrichtung werden durch einen gemeinsamen Schließdruck-Rückraum
gebildet, wobei sämtliche Teilbereiche des Schließdruck-Rückraumes permanent zum Austausch
von Kraftstoff miteinander verbunden sind, so dass trotz einer niedrigen Druckverstärkung
durch die Druckübersetzungseinrichtung ein relativ niedriger Einspritzöffnungsdruck
erzielbar ist.
[0005] Gemäß dieser Lösung wird die Druckübersetzungseinheit durch Druckentlastung des Rückraumes
des Druckübersetzers mittels eines Schaltventiles angesteuert. Dies ist hinsichtlich
der Entspannungsverluste günstiger.
[0006] Kraftstoffinjektoren von Kraftstoffeinspritzsystemen, die Hochdruckspeicherräume
umfassen, weisen sehr kleine Drosseln und Ventilöffnungsquerschnitte auf. Für eine
einwandfreie Funktionssicherheit ist daher bei diesen Kraftstoffeinspritzinjektoren
ein Filterelement vor dem Kraftstoffinjektor notwendig. Mit diesem können kleinste
Verschmutzungspartikel, die z. B. während der Montage der Systemteile in das System
gelangen können, von den empfindlichen Bauteilen abgehalten werden. Heute werden üblicherweise
Stabfilter eingesetzt, die in den Hochduckleitungsanschlussstutzen eingesetzt werden
(
DE 32 37 932 A1).
[0007] Von Nachteil bei der Anwendung von Stabfiltern bei Kraftstoffinjektoren von Kraftstoffeinspritzsystemen,
die einen Hochdruckspeicherraum und eine Druckübersetzungseinheit zur Erhöhung des
Druckniveaus beinhalten, ist der große Kraftstoff-Volumenstrom, der während der kurzen
Einspritzungsphase vom Hochdruckspeicherraum zum Kraftstoffinjektor fließt. Dadurch
entsteht beim Einsatz von als Stabfilter ausgebildeten Filterelementen eine starke
Drosselung, welche einen nicht unerheblichen Druckverlust nach sich zieht. Dadurch
wird der Systemwirkungsgrad verschlechtert und der maximale Einspritzdruck beeinträchtigt.
Um dies zu vermeiden, müssten als Filterelemente eingesetzte Stabfilter relativ groß
dimensioniert werden. Relativ groß dimensionierte Stabfilter können jedoch im zur
Verfügung stehenden Bauraum nicht untergebracht werden.
Darstellung der Erfindung
[0008] Bei Kraftstoffeinspritzeinrichtungen, die einen Hochdruckquelle sowie einen Druckübersetzer
umfassen, der über Druckbeaufschlagung bzw. Druckentlastung eines Rückraums gesteuert
wird, kann erfindungsgemäß ein Filterelement so integriert werden, dass während der
Einspritzung keine Drosselverluste auftreten, welche den erreichbaren maximalen Einspritzdruck
beeinträchtigen. Damit kann der tatsächliche maximale Einspritzdruck, mit dem der
Kraftstoff in den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine eingespritzt wird, erhöht
werden. Ferner ist eine Erhöhung des Wirkungsgrades der Kraftstoffeinspritzeinrichtung
erzielbar.
[0009] Das Filterelement, welches zur Abscheidung kleinster Verschmutzungspartikel, die
z.B. bei der Montage einzelner Komponenten der Kraftstoffeinspritzeinrichtung in diese
gelangen können, erforderlich ist, wird in einem Abzweig von der Hochdruckleitung,
die einen Arbeitsraum des Druckübersetzers beaufschlagt, bzw. in einem Abzweig vom
Arbeitsraum direkt untergebracht. Im das Filterelement aufnehmenden Abzweig ist der
Kraftstoffvolumenstrom erheblich geringer. Hierbei steht die lange Zeitdauer der Einspritzpause
zwischen den Einspritzungen zur Verfügung, in der die Kraftstoffmenge zum Befüllen
der Druckräume beim Rückstellen des Druckübersetzers durch das Filterelement strömt.
Im Förderhub des Druckübersetzers muss kein Kraftstoff über das Filterelement fließen.
Der Arbeitsraum des Druckübersetzers hingegen wird mit ungefiltertem, unter hohem
Druck stehenden Kraftstoff beaufschlagt, was ohne Drosselung durch ein Filterelement
erfolgt.
[0010] Das Filterelement kann gemäß einer ersten Ausführungsvariante Strömungsverbindungen
vorgeschaltet werden, über welche ein Rückraum des Druckübersetzers und dessen Hochdruckraum
bei der Rückstellphase eines im Druckübersetzer aufgenommenen kolbenförmig konfigurierten
Übersetzungselementes wieder mit Kraftstoff befüllt werden. Dadurch ist sichergestellt,
dass der mit einem gemäß des Übersetzungsverhältnisses des Druckübersetzers komprimierte
Kraftstoff, der in den Kraftstoffinjektor abströmt frei von Verunreinigungen ist,
so dass alle empfindlichen Drosseln, Ventilquerschnitte und insbesondere die Ventilsitze
geschützt werden. Dies gilt für alle stromab des Druckübersetzers liegenden Bereiche
des Kraftstoffinjektors.
[0011] Alternativ kann das Filterelement einem dem Druckübersetzer betätigenden Schaltventil
vorgeordnet werden. Das Filterelement wird in die Zuleitung zum Schaltventil integriert,
derart, das allen Bereichen des Kraftstoffinjektors mit Ausnahme des Arbeitsraumes
des Druckübersetzers, gefilterter Kraftstoff zugeführt wird. Ferner kann das Schaltventil,
welches Dichtsitze und bei einer servo-hydraulischen Ausführung auch Drosseln mit
sehr kleinen Drosselquerschnitten aufweisen kann, vor Verunreinigungen geschützt werden.
[0012] Das Filterelement zur Abscheidung von Verunreinigungen aus dem Kraftstoff wird in
Strömungsleitungen untergebracht, die im Vergleich zu der den Arbeitsraum des Druckübersetzers
beaufschlagenden Hochdruckleitungen, erheblich geringere Kraftstoffvolumenströme führen.
Die Kraftstoffmenge, die zur Wiederbefüllung von Rückraum und Hochdruckraum des Druckübersetzers
erforderlich ist, strömt während der im Vergleich zur Einspritzphase langen Einspritzpause
über das Filterelemen. Daher tritt hier ein kleinerer Volumenstrom auf als in der
Zuleitung zum Arbeitsraum während der Einspritzphase. Während der Einspritzung ist
kein Kraftstoffstrom über das Filterelement notwendig.
[0013] Dadurch entstehen keine Drosselverluste während der Einspritzung und alle empfindlichen,
eng tolerierten Komponenten des Kxaftstoffinjektors sind gegen Beschädigungen, Undichtigkeiten
aufgrund von Partikelanlageruhgen wirksam geschützt. In einer platzsparenden Variante
können das Filterelement, ein Rückschlagventil in der Bypass-Leitung des Druckübersetzers,
eine Drosselstelle und ein Befüllungsventil in das Übersetzungselement des Druckübersetzers
integriert werden.
Zeichnung
[0014] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
[0015] Es zeigt:
- Figur 1
- Ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung des Filterelementes, welches zur Wiederbefüllung
von Druckräumen eines Druckübersetzers dienenden Störmungsverbindungen vorgeschaltet
ist;
- Figur 2
- ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem ein Filterelement einem dem Druckübersetzer
betätigenden Schaltventil ausserhalb einer Hochdruckleitung liegend vorgeschaltet
ist und
- Figur 3
- ein in einen Druckübersetzerkolben des Druckübersetzers integriertes Filterelement.
Ausführungsvarianten
[0016] Figur 1 ist die Darstellung eines Ausführungsbeispieles zu entnehmen, bei der ein
Filterelement den Befüllungsleitungen von Druckräumen eines Druckübersetzers vorgeschaltet
ist.
[0017] Der Darstellung gemäß Figur 1 ist eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung 1 entnehmbar,
die über eine in Figur 1 nicht dargestellte Hochdruckquelle mit unter hohem Druck
stehenden Kraftstoff beaufschlagt ist. Die zeichnerisch nicht dargestellte Hochdruckquelle
ist an einem Hochdruckanschluß 2 einer Hochdruckleitung 3 angeschlossen und beaufschlagt
einen Arbeitsraum 15 eines Druckübersetzers 13 unmittelbar ohne Drosselung.
[0018] Von der Hochdruckleitung 3 zweigt ein Leitungsabschnitt 4 ab, in welchem ein Filterelement
5 aufgenommen ist. Im Vergleich zum Kraftstoffvolumenstrom, der durch die Hochdruckleitung
3 dem Arbeitsraum 15 des Druckübersetzers 13 zuströmt, ist das den Leitungsabschnitt
4 passierende Kraftstoffvolumen gering.
[0019] Nach Passage des Filterelementes 5 strömt der den Leitungsabschnitt 4 passierende
Kraftstoffvolumenstrom den parallel geschalteten Strömungskanälen 10, 20 und 23 zu.
[0020] Über den ersten Strömungskanal 10, welcher ein Rückschlagventil 11 enthält, besteht
eine Strömungsverbindung zwischen dem das Filterelement 5 enthaltenen Leitungsabschnitt
4 und dem Hochdruckraum 17 des Druckübersetzers 13. Über einen zweiten Strömungskanal
20, in welchem ein Befüllventil 6 angeordnet ist, besteht eine Strömungsverbindung
zwischen dem das Filterelement 5 enthaltenen Leitungsabschnitt 4 und einem Rückraum
16 des Druckübersetzers 13. In den Rückraum 16 des Druckübersetzers 13 ist eine Rückstellfeder
18 angeordnet, welche ein in der Darstellung gemäß Figur 1 einteilig ausgebildetes
kolbenartiges Übersetzungselement 14 beaufschlagt. Dem zweiten Strömungskanal 20 ist
ein dritter Strömungskanal 23 parallel geschaltet, welcher eine Drosselstelle 12 umfasst,
so dass der Rückraum 16 des Druckübersetzers 13 über die parallel geschalteten Strömungskanäle
20 und 23 mit Kraftstoff beaufschlagbar ist.
[0021] Der Druckübersetzer 13, der durch eine Druckentlastung des Rückraumes 16 betätigbar
ist, wird über ein als Magnetventil ausbildbares Schaltventil 21 aktiviert bzw. deaktiviert.
Das Schaltventil 21 ist mit einem niederdruckseitigen Rücklauf 24, welcher in einen
in Figur 1 nicht dargestellten Kraftstofftank eines Fahrzeugs mündet, verbunden.
[0022] Vom Hochdruckraum 17 des Druckübersetzers 13 erstreckt sich ein Zulauf bzw. Ablauf
22, der - in bezug auf einen Kranstoffinjektor 20 - in Zuströmrichtung bzw. in Abströmrichtung
durchströmbar ist. Der Zu- bzw. Ablauf 22 geht in eine mit Bezugszeichen 25 bezeichnete
Hochdruckleitung 25 über, mit welcher der auf ein entsprechend der Dimensionierung
des Druckverstärkers 13 erhöhtes Druckniveau gebrachte Kraftstoff dem Kraftstoffinjektor
26 zugeführt wird.
[0023] Von der Hochdruckleitung 25 zweigt eine einen Steuerraum 29 des Kraftstoffinjektors
26 beaufschlagende Zulaufdrossel 30 ab. Die Zulaufdrossel 30 ist in einen Injektorkörper
27 des Kraftstoffinjektors 26 integriert. Durch die Zulaufdrossel 30 wird der Steuerraum
29 des Kraftstoffinjektors 26 mit Kraftstoff befüllt. Eine Druckentlastung des Steuerraumes
29 erfolgt über eine Ablaufdrossel 31, deren in Figur 1 nicht dargestelltes, den Steuerraum
29 verschließendes Schließglied über ein weiteres Schaltventil 32 betätigbar ist.
Das weitere Schaltventil 32 kann als Magnetventil oder als Piezo-Aktor ausgebildet
sein. Der über die Zulaufdrossel 30 in den Steuerraum 29 eintretende Kraftstoff beaufschlagt
eine Stirnfläche 33 eines im Injektorkörper 27 des Kraftstoffinjektors 26 bewegbar
aufgenommenen Einspritzventilgliedes 28. Das Einspritzventilglied 28 wird bevorzugt
als Düsennadel ausgebildet. Im Injektorkörper 27 ist ferner ein Düsenfederraum 34
angeordnet. Im Düsenfederraum 34, der einerseits durch die Wandung des Injektorkörpers
27 und andererseits durch eine Ringfläche 36 des Einspritzventilgliedes 28 gebildet
ist, ist ein Federelement 35 aufgenommen. Aus dem Düsenfederraum 34 des Injektorkörpers
27 strömt bei einer vertikal nach oben gerichteten Öffnungsbewegung des Einspritzventilgliedes
28 Kraftstoffvolumen über den Rücklauf 24 auf die Niederdruckseite der Kraftstoffeinspritzeinrichtung
1 ab.
[0024] Die Hochdruckleitung 25, welche über den Hochdruckraum 17 des Druckübersetzers 13
beaufschlagbar ist, mündet an einer Mündungsstelle 41 in einen im Injektorkörper 27
des Kraftstoffinjektors 26 ausgebildeten Düsenraum 37. Das Einspritzventilglied 28
umfasst im Bereich des Düsenraums 37 eine kegelstumpfförmig ausgebildete Druckschulter
38. Vom Düsenraum 37 strömt der diesem über die Mündungsstelle 41 zugeführte Kraftstoff
über einen am brennraumseitigen Ende des Kraftstoffinjektors 26 ausgebildeten Ringspalt
Einspritzöffnungen 39 zu, über welche der unter hohem Druck stehenden Kraftstoff einem
Brennraum 40 einer Verbrennungskraftmaschine zugeführt wird. Am brennraumseitigen
Ende des Kraftstoffinjektors 26 können ein oder mehrere Einspritzöffnungen 39 ausgebildet
sein. Die Einspritzöffnungen 39 könnnen auch ringförmig in konzentrisch zueinander
liegenden Ringen am brennraumseitigen Ende des Kraftstoffinjektors 26 ausgebildet
werden, so dass eine gleichmäßige Zerstäubung des unter hohem Druck stehenden Kraftstoffs
beim Einspritzen in den Brennraum 40 der Verbrennungskraftmaschine gewährleistet ist.
[0025] Über die am Hochdruckanschluß 2 mit der Hochdruckleitung 3 verbundene, in Figur 1
nicht dargestellte, Kraftstoffquelle steht der Kraftstoff ohne Drosselung durch ein
Filterelement im Arbeitsraum 15 des Druckübersetzers 13 an. Die in den Rückraum 16
des Druckübersetzers 13 integrierte Feder 18 hält das kolbenförmig ausgebildete Übersetzungselement
14 in seiner Ruhelage. Der Druckvübersetzer 13 wird durch Öffnung des Schaltventiles
21 aktiviert. Bei der Verbindung der Rückraumentlastungsleitung 19 mit dem niederdruckseitigen
Rücklauf 24 strömt Kraftstoff aus dem Rückraum 16 des Druckübersetzers 13 ab. Aufgrund
des im Arbeitsraum 15 herrschenden Hochdruckes fährt das kolbenförmig ausgebildete
Übersetzungselement 14 in den Hochdruckraum 17 ein. Im Hochdruckraum 17 ergibt sich
durch das kolbenförmig ausgebildete Übersetzungselement 14 gemäß der Auslegung des
Druckübersetzers 13 ein erhöhter Kraftstoffdruck, der über den Zulauf bzw. Ablauf
22 den Kraftstoffinjektor 26 bzw. dessen Steuerraum 29 und dessen Düsenraum 37 zugeführt
wird. Während des Einspritzvorganges strömt der Kraftstoff ohne Filterung ungedrosselt
über die Hochdruckleitung 3 dem Arbeitsraum 15 des Druckübersetzers 13 zu. Der im
Hochdruckraum 17 des Druckverstärkers 13 komprimierte Kraftstoff wird eingespritzt.
Nach dem Beenden des Einspritzvorganges erfolgt aufgrund der Betätigung des Schaltventiles
21 in seine Schließstellung eine Rückstellbewegung des kolbenförmig ausgebildeten
Übersetzungselementes 14 in seine Ruhelage durch die in dem Rückraum 16 eingelassene
Feder 18. Während des Einspritzvorganges wird durch das im ersten Strömungskanal 10
angeordnete Rückschlagventil 11 verhindert, dass unter erhöhtem Druck stehender Kraftstoff
in den von der Hochdruckleitung 3 abzweigenden, das Filterelement 5 enthaltenden Leitungsabschnitt
4 zurückströmt. Während der Rückstellbewegung des kolbenförmig ausgebildeten Übersetzungselementes
14 strömt Kraftstoff über den dem Filterelement 5 nachgeschalteten ersten Strömungskanal
10 in den Hochdruckraum 17 des Druckübersetzers 13 nach. Gleichzeitig strömt über
den das Befüllventil 6 enthaltenen zweiten Strömungskanal 20 und den dem zweiten Strömungskanal
20 parallel geschalteten dritten Strömungskanal 23, die Drosselstelle 12 enthaltend,
durch das Filterelement 5 im Leitungsabschnitt 4 gefilterter Kraftstoff in den Rückraum
16 des Druckübersetzers 13 nach. Damit werden alle stromabwärts des Druckübersetzers
13 liegenden Komponenten des Kraftstoffinjektors, insbesondere die Zulaufdrossel 30
sowie die Ablaufdrossel 31 sowie der Düsenraum 37 im Injektorkörper 27 und die Einspritzöffnungen
39 am brennraumseitigen Ende des Kraftstoffinjektors 26 nur mit gefiltertem Kraftstoff
beaufschlagt.
[0026] Der Darstellung gemäß Figur 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel zu entnehmen,
bei dem ein Filterelement einem dem Druckübersetzer betätigenden Schaltventil vorgelagert
ist.
[0027] Gemäß der in Figur 2 dargestellten Ausführungsvariante wird die Hochdruckleitung
3 von einem Hochdruckspeicherraum 43 (Common-Rail) mit unter hohem Druck stehenden
Kraftstoff beaufschlagt. Der unter hohem Druck stehende Kraftstoff tritt am Hochdruckleitungsanschluß
2 in die Hochdruckleitung 3 ein und strömt über diese dem Arbeitsraum 15 des Druckübersetzers
13 ungedrosselt zu. In der Hochdruckleitung 3 vom Hochdruckspeicher 43 zum Arbeitsraum
15 strömt ein größerer Kraftstoffvolumenstrom, verglichen zu dem Kraftstoffvolumenstrom,
der den das Filterelement 5 aufnehmenden Leitungsabschnitt 4 passiert. Der Leitungsabschnitt
4 stellt in Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 die Zuleitung zu dem der Druckübersetzer
13 aktivierenden Schaltventil 21 dar. Das Schaltventil 21 umfasst einerseits einen
Anschluß zum niederdruckseitigen Rücklauf 24 und andererseits eine Überströmleitung
42, welche gemäß des in Figur 2 eingetragenen Doppelpfeiles in beide Richtungen, je
nach Schaltstellung des Schaltventiles 21, von Kraftstoff durchströmbar ist. In der
Darstellung gemäß Figur 2 ist das kolbenförmig ausgebildete Übersetzungselement 14
des Druckübersetzers 13 zweiteilig ausgeführt. Über die Überströmleitung 42 ist der
Rückraum 16 des Druckübersetzers 13 mit unter hohem Druck stehenden Kraftstoff beaufschlagt.
Im Rückraum 16 des Druckübersetzers 13 ist das Federelement 18 eingelassen, welches
das hier zweiteilig ausgebildete, kolbenförmige Übersetzungselement 14 in seiner Ruhelage
hält. Das zweiteilig ausgeführte, kolbenförmige Übersetzungselement 14 beaufschlagt
mit seiner dem Arbeitsraum 15 abgewandten Stirnseite den Hochdruckraum 17. Vom Hochdruckraum
17 des Druckverstärkers 13 erstreckt sich einerseits die Hochdruckleitung 25 zum Düsenraum
37 und mündet an der Mündungsstelle 41 in diesen. Des weiteren steht der Hochdruckraum
17 des Druckverstärkers 13 über eine Wiederbefüllungsleitung 45 mit einer Befüllungsleitung
44 in Verbindung. Über die Befüllungsleitung 44 stehen der Rückraum 16 des Druckverstärkers
13 und der Steuerraum 29 des Kraftstoff-Injektors 26 in Strömungsverbindung miteinander.
Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ist in den Steuerraum 29 des
Kraftstoffinjektors 26 gemäß der Darstellung in Figur 2 das Federelement 35 eingelassen.
Dieses stützt sich an einer Begrenzungsfläche des Steuerraumes 29 ab und beaufschlagt
die Stirnfläche 36 des als Düsennadel ausbildbaren Einspritzventilgliedes 28. In die
Befüllleitung 44 ist die Zulaufdrossel 30 integriert, während die Wiederbefüllungsleitung,
die den Hochdruckraum 17 mit der Befüllleitung 44 verbindet, die Ablaufdrossel 31
zur Druckentlastung des Steuerraumes 29 sowie ein der Befüllung des Hochdruckraumes
17 dienendes Rückschlagventil 11 enthält.
[0028] Der über die Hochdruckleitung 25 an der Mündungsstelle 41 in den Düsenraum 37 unter
erhöhtem Kraftstoffdruck einströmende Kraftstoff strömt vom Düsenraum 37 über einen
am brennraumseitigen Ende des Kraftstoffinjektors 26 ausgebildeten Ringspalt Einspritzöffnungen
39 zu. Über die Einspritzöffnungen 39, von deren brennraumseitigen Ende des Kraftstoffinjektors
26 mehrere, sei es in versetzter Lage zueinander, sei es in ringförmigen konzentrischen
Kreisen zueinander angeordnet sein können, wird der vom Düsenraum 37 des Kraftstoffinjektors
26 beim Öffnen des Einspritzventilgliedes 28 zuströmende Kraftstoff in den Brennraum
40 der Verbrennungskraftmaschine eingespritzt.
[0029] Mit dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel lassen sich Drosselverluste
während der Einspritzung vermeiden und damit höchste Drücke bei der Einspritzung realisieren,
da vom Hochdruckspeicher 43 Kraftstoff ungedrosselt über die Hochdruckleitung 3 in
den Arbeitsruam 15 des Druckübersetzers 13 einströmt. Der in der Hochdruckleitung
während der Einspritzung von Kraftstoff durch den Kraftstoffinjektor 26 fließende
Kraftstoffvolumenstrom ist erheblich höher als derjenige Kraftstoffvolumenstrom, der
den als Zuleitung zum Schaltventil 21 dienenden, das Filterelement 5 enthaltenden
Leitungsabschnitt 4 passiert. Aufgrund der Anordnung des Filterelementes 5, welches
dem Schaltventil 21 gemäß des Ausführungsbeispieles 2 vorgeschaltet ist, werden alle
Teile des Druckübersetzers 13 - mit Ausnahme des Arbeitsraumes 15 - stromab des Schaltventiles
21 mit über das Filterelement 5 gefilterten Kraftstoff beaufschlagt. Insbesondere
das Steuerventil 21, welches Dichtsitze und bei einer servo-hydraulischen Ausführung
kleine Drosseln mit extrem geringen Drosselquerschnitten aufweisen kann, werden durch
die erfindungsgemäße Anordnung des Filterelementes 5 in einer eine niedrigeren Kraftstoffvolumenstrom
führenden Leitung - wie der Zuleitung 4 - vor Verunreinigungen geschützt.
[0030] Der in Figur 2 dargestellte Zustand der Kraftstoffeinspritzeinrichtung 1 zeigt deren
deaktivierten Zustand. Über das in seine Ruhestellung geschaltete Schaltventil 21
strömt Kraftstoff über den als Zuleitung zum Schaltventil 21 dienenden, das Filterelement
5 enthaltenden Leitungsabschnitt 4 über die Überströmleitung 42 in den Rückraum 16
des Druckübersetzers 13. Gleichzeitig wird dessen Arbeitsraum 15 durch den ungedrosselten,
die Hochdruckleitung 3 passierenden Kraftstoffstrom beaufschlagt. Über die im Rückraum
16 des Druckübersetzers 13 angeordnete Feder 18 wird das kolbenförmige Übersetzungselement
14, welches den Arbeitsraum 15 vom Rückraum 16 trennt, in seiner Ruhelage gehalten.
Über die Befüllleitung 44 steht das im Rückraum 16 des Druckübersetzers 13 anstehende
Druckniveau auch im Steuerraum 29 des Kraftstoffinjektors 26 an. Diesem strömt gefilterter
Kraftstoff über die Zulaufdrossel 30 zu. Von der Befüllleitung 44 zweigt ein Wiederbefüllungszweig
45 ab, welcher das Rückschlagventil 11 enthält. Durch dieses wird der Hochdruckraum
17 mit gefiltertem, von Verunreinigungen gereinigtem Kraftstoff beaufschlagt. Über
die vom Hochdruckraum 17 abzweigende Hochdruckleitung 25 steht im Düsenraum 37 des
Kraftstoffinjektors 26 ebenfalls das im Hochdruckspeicherraum 43 herrschende Druckniveau
an.
[0031] Eine Betätigung des Druckübersetzers 13 erfolgt durch Überführung des Schaltventiles
21 in seine aktivierte Stellung, d.h. bei einer Verbindung der Überströmleitung 42
mit dem niederdruckseitigen Rücklauf 24. Dadurch strömt das im Rückraum 16 des Druckübersetzers
13 enthaltene Steuervolumen in Richtung des niederdruckseitigen Rücklaufes 24 ab.
Aufgrund des im Arbeitsraum 15 herrschenden hohen Druckes fährt das gemäß der Darstellung
in Figur 2 zweiteilig ausgebildete kolbenförmige Übersetzungselement 14 mit seiner
unteren Stirnseite in den Hochdruckraum 17 ein. Dadurch strömt Kraftstoff vom Hochdruckraum
17 mit einem erhöhten Druckniveau dem Düsenraum 37 über die Hochdruckleitung 25 zu,
während über die Befüllleitung 44, Kraftstoff aus dem Steuerraum 29 des Kraftstoffinjektors
verdrängt wird. Aufgrund des im Hochdruckraum 17 herrschenden, entsprechend der Auslegung
des Druckübersetzers 13 übersetzten Druckniveaus, wird dort die hydraulische Fläche
der Druckschulter 38 am Einspritzventil 28 wirksam, so dass das Einspritzventil 28
mit seiner Stirnseite 36 in den Steuerraum 29 einfährt, der Kraftstoff über die geöffneten
Einspritzöffnungen 29 in den Brennraum 40 der Verbrennungskraftmaschine eingespritzt
wird.
[0032] Eine Beendigung des Einspritzvorganges erfolgt durch das Bewegen des Schaltventiles
21 in seine in Figur 2 dargestellte Schließstellung, in der der Rückraum 16 des Druckübersetzers
13 über die Überströmleitung 42 über den Leitungsabschnitt 4 und das in diesem aufgenommene
Filterelement 5 mit Kraftstoff befüllt wird. Dieser Kraftstoff hat das im Leitungsabschnitt
4 angeordnete Filterelement 5 passiert, welches Verunreinigungen aus dem Kraftstoff
abscheidet. Die Befüllung des Rückraumes 16 des Druckübersetzers 13 erfolgt über Zufuhr
von Kraftstoff in den Rückraum 16. Über die den Rückraum 16 mit dem Steuerraum 29
des Kraftstoffinjektors 26 verbindende Befüllleitung 44 strömt gleichzeitig über den
Wiederbefülllungszweig 45, eine Drosselstelle 31 enthaltend gefilterter Kraftstoff
in dem Hochdruckraum 17 nach. Durch die Drosselstelle 31 wird die dem Hochdruckraum
17 zufließende Füllmenge begrenzt. Die Drosselstelle 31 gewährleistet bei Einspritzende
eine Phase mit Überdruck im Steuerraum 29, der als Düsenschließraum dient gegenüber
dem Düsenraum 37, wodurch sich ein beschleunigtes Nadelschließen einstellt.
[0033] Die Wiederbefüllung des Rückraumes 16 sowie die Wiederbefüllung des Hochdruckraumes
17 des Druckübersetzers 13 erfolgt parallel über die Überströmleitung 42 und die Befüllleitung
44 sowie den Wiederbefüllungszweig 45 zwischen Hochdruckraum 17 und der Befüllleitung
44. Das Rückschlagventil 11 hat die Aufgabe, während der Einspritzung einen Druckabfall
im Hochdruckraum 17 zu verhindern, so dass das aus diesem abströmende Kraftstoffvolumen,
welches unter einem erhöhten Druck steht, über die Hochdruckleitung 25 in den Düsenraum
37 des Kraftstoffinjektors verlustfrei eintritt. Während der Einspritzung wird der
beispielsweise kugelförmig ausgebildete Schließkörper des Rückschlagventiles 11 in
seinen Ventilsitz gestellt und verschließt den Wiederbefüllungszweig 45.
[0034] Im Unterschied zur Ausführungsvariante gemäß Figur 1 erfolgt die Ansteuerung der
Kraftstoffeinspritzeinrichtung 1 gemäß der Darstellung gemäß in Figur 2 mit einem
Schaltventil 21. Aufgrund der Anordnung des Filterelementes 5 im als Zuleitung dienenden
Leitungsabschnitt 4 zum Schaltventil 21 ist sichergestellt, dass das Schaltventil
21 und alle stromab des Schaltventiles 21 liegenden Komponenten des Druckübersetzers
3 - mit Ausnahme des Arbeitsraumes 15 - sowie die Komopnenten des Kraftstoffinjektors
26 mit gefiltertem Kraftstoff beaufschlagt sind. Die Anordnung des Filterelementes
5 in einem Leitungsabschnitt 4, der im Vergleich zum Kraftstoffvolumenstrom, welcher
während der Einspritzung die den Arbeitsraum 15 des Druckübersetzers 13 beaufschlagende
Hochdruckleitung 3 durchströmt, einen geringeren Kraftstoffvolumen führt, stellt sicher,
dass keine Drosselverluste während der Einspritzung am Filterelement 5 entstehen.
Der Kraftstoffvolumenstrom zur Wiederbefüllung der Druckräume 16 bzw. 17 des Druckübersetzers
13 ist hinsichtlich des Volumenstromes, der die Hochdruckleitung 3 zum Arbeitsraum
15 des Druckübersetzers 13 passiert, als gering anzusehen.
[0035] Einerseits können durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Anordnung des Filterelementes
5 die Drosselverluste während der Einspritzung, die zu einer Beeinträchtigung des
maximal erzielbaren Einspritzdruckes führen können, erheblich herabgesetzt werden,
andererseits ist durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung gemäß der beiden
beschriebenen Ausführungsvarianten sichergestellt, dass die empfindlichen Drosselquerschnitte
und Ventilsitze vor derAnlagerung von in Kraftstoff enthaltenen Verunreinigungen bzw.
bei der Montage in die Kraftstoffeinspritzung 1 gelangten Verunreinigungen geschützt
werden können. Dadurch lässt sich die Lebensdauer einer erfindungsgemäß konfigurierten
Kraftstoffeinspritzeinrichtung 1 erheblich verlängern und die Betriebssicherheit erhöhen.
[0036] Alternativ zur in Figur 1 dargestellten ausserhalb des Druckübersetzers 13 liegenden
Anordnung des Filterelementes 5 des Rückschlagventiles 11, der Drosselstelle 12 sowie
des Befüllventiles 6 können diese und deren Strömungsverbindungen, d.h. die Strömungskanäle
10, 20 und 23 auch innerhalb des kolbenförmig konfigurierten Übersetzungselementes
14 des Druckübersetzers 13 aufgenommen sein. Damit läßt sich eine besonders bauraumsparende
Ausführung der Kraftstoffeinspritzeinrichtung erzielen. Der Druckübersetzer 13 der
Kraftstoffeinspritzeinrichtung 1 gemäß der in Figur 3 dargestellten Ausführungsvariante
umfaßt ein kolbenförmiges Übersetzungselement 14, in welches sowohl das Filterelement
5 und diesem nachgeschaltet im ersten Strömungskanal 10 das Befüllventil 6 sowie im
dritten Strömungskanal die Drosselstelle 12 nachgeschaltet sind. Über die in den dritten
Strömungskanal 23 integrierte Drosselstelle 12 erfolgt eine Druckbeaufschlagung einer
Befüllung des Rückraumes 16 des Druckübersetzers 13. Das dem Filterelement 5 nachgeschaltete
Füllventil 5 steht über einen Abzweig 47 mit dem Rückraum 16 des Druckübersetzers
13 in Verbindung. Unterhalb des Befüllventiles 6 erstreckt sich ein Durchgangskanal
46, in welchem das Rückschlagventil 11 aufgenommen ist. Der Durchgangskanal 46 mündet
an der den Hochdruckraum 17 begrenzenden unteren Stirnseite des kolbenförmigen Übersetzungselementes
14. Eine Betätigung des Druckübersetzers 13 erfolgt durch eine Druckentlastung des
Rückraumes 16 des Druckübersetzers 13 durch Ansteuerung des Schaltventiles 21 in eine
Offenstellung, so dass der im Rückraum 16 enthaltene Kraftstoff in den niederdruckseitigen
Rücklauf 24 abströmt.
[0037] Beim Einfahren des kolbenförmigen Übersetzungselementes 14 in den Hochdruckraum 17
wird das Rückschlagventil 11 in seine Schließstellung gedrückt, so dass kein Druckverlust
im Hochdruckraum 17 des Druckübersetzers 13 auftritt. Demzufolge strömt im Hochdruckraum
17 verdichteter Kraftstoff über den Zulauf 22 der Hochdruckzuleitung 25 zum Düsenraum
37. Über einen vom Zulauf 22 abzweigenden Leitungsabschnitt wird der Steuerraum 29
des Kraftstoffinjektors 26 beaufschlagt. Eine Druckentlastung des Steuerraumes 29
des Kraftstoffinjektors 26 erfolgt durch eine Ansteuerung des Schaltventiles 32 in
seine Offenstellung, so dass über die Drosselstelle 30 Kraftstoff in den niederdruckseitigen
Rücklauf 24 abströmt und der Steuerraum 29 des Kraftstoffinjektors 26 druckentlastet
wird. Aufgrund des über die Hochdruckleitung 25 in den Düsenraum 37 einströmenden
unter extrem hohen Druck stehenden Kraftstoffes baut sich an der Druckschulter 38
des Einspritzventilgliedes 28 ein in Öffnungsrichtung des Einspritzventilgliedes 28
wirkender Druck auf. Das Einspritzventilglied 28 fährt entgegen der Wirkung der in
einem Düsenfederraum 34 aufgenommenen Feder 35 auf und gibt am brennraumseitigen Ende
die Einspritzöffnungen 39 frei.
[0038] Wird das den Rückraum 16 mit dem niederdruckseitigen Rücklauf 24 verbindende Schaltventil
21 hingegen in seine Schließstellung gemäß Figur 3 betätigt, erfolgt eine Wiederbefüllung
des Rückraumes 16 des Druckübersetzers 13 über die dem Filterelement 5 nachgeschalteten
Strömungskanäle 10 bzw. 23, in welchem das Befüllventil 6 bzw. die Drosselstelle 12
integriert sind. Die Wiederbefüllung des Rückraumes 16 erfolgt parallel über den dritten
Strömungskanal 23 mit Drosselstelle 12 und über den vom Befüllventil 6 in den Arbeitsraum
16 mündenden Abzweig 47. Gleichzeitig wird der Hochdruckraum 17 über das Rückschlagventil
11 befüllt, welches bei einer Aufwärtsbewegung des kolbenförmigen Übersetzungselementes
14 - unterstützt durch die im Rückraum 16 aufgenommene Rückstellfeder 18 - Kraftstoff
über den Durchgangskanal 46 in den Hochdruckraum 17 zu dessen Wiederbefüllung einströmt.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Kraftstoffeinspritzeinrichtung
- 2
- Hochdruckanschluss
- 3
- Hochdruckleitung
- 4
- Leitungsabschnitt (Zuleitung)
- 5
- Filterelement
- 6
- Füllventil
- 7
- Schließkörper
- 8
- Feder
- 9
- Ventilsitz Füllventil
- 10
- Bypass-Leitung (1. Strömungskanal)
- 11
- Rückschlagventil
- 12
- Drosselstelle
- 13
- Druckübersetzer
- 14
- Kolbenförmiges Übersetzungselement
- 15
- Arbeitsraum
- 16
- Rückraum
- 17
- Hochdruckraum
- 18
- Federelement
- 19
- Rückraum-Absteuerung
- 20
- Rückraum Zulauf (2. Strömungskanal)
- 21
- Schaltventil
- 22
- Zulauf/Ablauf Hochdruckraum
- 23
- (3. Strömungskanal)
- 24
- Niederdruckseitiger Rücklauf
- 25
- Hochdruckzuleitung (übersetzter Druck)
- 26
- Kraftstoffinjektor
- 27
- Injektorkörper
- 28
- Einspritzventilglied
- 29
- Steuerraum
- 30
- Zulaufdrossel
- 31
- weitere Drosselstelle
- 32
- Schaltventil
- 33
- Stirnfläche Einspritzventilglied
- 34
- Düsenfederraum
- 35
- Federelement
- 36
- Ringfläche Einspritzventilglied
- 37
- Düsenraum
- 38
- Druckschulter
- 39
- Einspritzöffnung
- 40
- Brennraum
- 41
- Mündungsstelle Düsenzulauf
- 42
- Überströmleitung
- 43
- Hochdruckspeicher
- 44
- Befüllleitung
- 45
- Wiederbefüllungszweig
- 46
- Durchgangskanal
- 47
- Abzweig
1. Kraftstoffeinspritzeinrichtung für Verbrennungskraftmaschinen mit einem von einer
Kraftstoffhochdruckquelle (2, 43) beaufschlagbaren Kraftstoffinjektor (26) und einem
ein bewegbares Druckübersetzungselement (14) aufweisenden Druckübersetzer (13), der
zwischen dem Kraftstoffinjektor (26) und der Hochdruckquelle (2, 43) über eine Hochdruckleitung
(3) verbindbaren Arbeitsraum (15) von einem den Kraftstoffinjektor (26) beaufschlagenden
Hochdruckraum (17) trennt, wobei durch Befüllung eines Rückraumes (16) des Druckübersetzers
(13) mit Kraftstoff und durch Entleerung des Rückraumes (16) von Kraftstoff der Kraftstoffdruck
im Hochdruckraum (17) variierbar ist, und wobei ein Filterelement (5) zwischen der
Hochdruckquelle (2, 43) und dem Druckübersetzer (13) zur Befüllung des Druckübersetzers
(13) vorgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (5) ausschließlich den Strömungskanälen (10, 20, 23, 42, 44) zur
Befüllung des Rückraumes (16) und/oder des Hochdruckraumes (17) des Druckübersetzers
(13) vorgeschaltet ist.
2. Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Filterelement (5) enthaltende Leitungsabschnitt (4) in Strömungskanäle (10,
20, 23) zur Befüllung des Rückraumes (16) und des Hochdruckraumes (17) des Druckübersetzers
(13) übergeht.
3. Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass während der Rückstellphase des Druckübersetzungselementes (14) über den ein Rückschlagventil
(11) enthaltenden ersten Strömungskanal (10) gefilterter Kraftstoff in den Hochdruckraum
(17) nachströmt.
4. Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass während der Rückstellphase des Druckübersetzungselementes (14) über den zweiten und
den dritten Strömungskanal (20, 23) der Rückraum (16) mit gefiltertem Kraftstoff befüllbar
ist.
5. Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Strömungskanal (20) ein Befüllventil (6) enthält.
6. Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Strömungskanal (23) eine Drosselstelle enthält.
7. Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftstoffvolumenstrom, der den das Filterelement (5) enthaltenden Leitungsabschnitt
(4) durchströmt, wobei im das Filterelement (5) enthaltenden Leitungsabschnitt (4)
eiein Fünftel (1/5) bis ein Zwanzigstel (1/20) des in der Hochdruckleitung (3) strömenden
Kraftstoffstromes strömt.
8. Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Filterelement (5) enthaltende Leitungsabschnitt (4) die Zuleitung zu einem
Schaltventil (21) darstellt, welches mit einer Überströmleitung (42) verbunden ist,
die in den Rückraum (16) des Druckübersetzers (13) mündet.
9. Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass vom Rückraum (16) eine Füllleitung (44) zur Befüllung eines Steuerraumes (29) des
Kraftstoffinjektors (26) verläuft, die eine Drosselstelle (30) enthält.
10. Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass von der Füllleitung (44) ein eine Drosselstelle (31) enthaltender Wiederbefüllungszweig
(45) zum Hochdruckraum (17) des Druckübersetzers (13) verläuft.
11. Kraftstoffeinspritzeinrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass über die Füllleitung (44) bei aktiviertem Druckübersetzer (13) durch das Einspritzventilglied
(28) verdrängtes Steuervolumen aus dem Steuerraum (29) in den Rückraum (16) abströmt
und bei in seiner Ruhelage befindlichen Druckübersetzer (13) in den Steuerraum (29)
einströmt.
1. Fuel injection device for internal combustion engines, with a fuel injector (26) capable
of being acted upon by a high-pressure fuel source (2, 43), and with a pressure intensifier
(13) which has a movable pressure intensification element (14) and which separates
a working space (15) which can be connected between the fuel injector (26) and the
high-pressure source (2, 43) via a high-pressure line (3) from a high-pressure space
(17) acting upon the fuel injector (26), the fuel pressure in the high-pressure space
(17) being variable by a rear space (16) of the pressure intensifier (13) being filled
with fuel and by the rear space (16) being emptied of fuel, and a filter element (5)
being connected upstream between the high-pressure source (2, 43) and the pressure
intensifier (13), filling the pressure intensifier (13), characterized in that the filter element (5) is connected solely upstream of the flow ducts (10, 20, 23,
42, 44) for filling the rear space (16) and/or the high-pressure space (17) of the
pressure intensifier (13).
2. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that the line segment (4) containing the filter element (5) merges into flow ducts (10,
20, 23) for filling the rear space (16) and the high-pressure space (17) of the pressure
intensifier (13).
3. Fuel injection device according to Claim 2, characterized in that, during the return phase of the pressure intensification element (14), fuel filtered
via the first flow duct (10) containing a non-return valve (11) continues to flow
into the high-pressure space (17).
4. Fuel injection device according to Claim 2, characterized in that, during the return phase of the pressure intensification element (14), the rear space
(16) can be filled with filtered fuel via the second and the third flow duct (20,
23).
5. Fuel injection device according to Claim 4, characterized in that the second flow duct (20) contains a filling valve (6).
6. Fuel injection device according to Claim 4, characterized in that the third flow duct (23) contains a throttle point.
7. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that, of the fuel volume flow flowing through the line segment (4) containing the filter
element (5), one fifth (1/5) to one twentieth (1/20) of the fuel stream flowing in
the high-pressure line (3) flows in the line segment (4) containing the filter element
(5).
8. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that the line segment (4) containing the filter element (5) constitutes the supply line
to a switching valve (21) connected to an overflow line (42) which issues into the
rear space (16) of the pressure intensifier (13).
9. Fuel injection device according to Claim 8, characterized in that a filling line (44) for filling a control space (29) of the fuel injector (26) runs
from the rear space (16) and contains a throttle point (30).
10. Fuel injection device according to Claim 9, characterized in that a refilling branch (45) containing a throttle point (31) runs from the filling line
(44) to the high-pressure space (17) of the pressure intensifier (13).
11. Fuel injection device according to Claim 9, characterized in that, with the pressure intensifier (13) activated, a control volume displaced by the injection-valve
member (28) flows out of the control space (29) into the rear space (16) via the filling
line (44) and, with the pressure intensifier (13) being in its position of rest, the
said control volume flows into the control space (29).
1. Installation d'injection de carburant pour des moteurs à combustion interne comportant
un injecteur de carburant (26) sollicité par une source de carburant à haute pression
(2, 43) et un démultiplicateur de pression (13) comportant un élément de démultiplication
de pression (14), mobile, ce démultiplicateur séparant une chambre de travail (15)
d'une chambre de haute pression (17) sollicitant l'injecteur de carburant (26), cette
chambre de travail pouvant être reliée par une conduite de haute pression (3) entre
l'injecteur de carburant (26) et la source à haute pression (2, 43), et
en remplissant la chambre arrière (16) du démultiplicateur de pression (13) avec du
carburant et en vidant la chambre arrière (16) du carburant, on modifie la pression
du carburant dans la chambre haute pression (17), et
un élément de filtre (5) étant installé entre la source de haute pression (2, 43)
et le démultiplicateur de pression (13) pour remplir le démultiplicateur de pression
(13),
caractérisée en ce que
l'élément de filtre (5) est exclusivement installé en amont des canaux de passage
(10, 20, 23, 42, 44) pour remplir la chambre arrière (16) et/ou la chambre haute pression
(17) du démultiplicateur de pression (13).
2. Installation d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le segment de conduite (4) comportant l'élément de filtre (5) rejoint les canaux de
passage (10, 20, 23) pour remplir le volume arrière (16) et la chambre haute pression
(17) du démultiplicateur de pression (13).
3. Installation d'injection de carburant selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
pendant la phase de rappel de l'élément démultiplicateur de pression (14) du carburant
filtré arrive dans la chambre haute pression (17)par le premier canal de passage (10)
comportant un clapet antiretour (11).
4. Installation d'injection de carburant selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
pendant la phase de rappel de l'élément démultiplicateur de pression (14), la chambre
arrière (16) peut se remplir de carburant filtré arrivant par le second et le troisième
canal de passage (20, 23).
5. Installation d'injection de carburant selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
le second canal de passage (20) comporte une soupape de remplissage (6).
6. Installation d'injection de carburant selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
le troisième canal de passage (23) comporte un point d'étranglement.
7. Installation d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le débit volumique de carburant traverse le segment de conduite (4) comportant l'élément
de filtre (5), et
le segment de conduite (4) comportant l'élément de filtre (5) est traversé par un
cinquième (1/5) jusqu'à un vingtième (1/20) de la veine de carburant traversant la
conduite haute pression (3).
8. Installation d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le segment de conduite (4) comportant l'élément de filtre (5) est la conduite reliée
à une vanne de commutation (21) elle-même reliée à une conduite de débordement (42)
débouchant dans la chambre de retour (16) du démultiplicateur de pression (13).
9. Installation d'injection de carburant selon la revendication 8,
caractérisée en ce qu'
une conduite de remplissage (44) pour remplir une chambre de commande (29) de l'injecteur
de carburant (26) est issue de la chambre de retour (16), cette conduite comportant
un point d'étranglement (30).
10. Installation d'injection de carburant selon la revendication 9,
caractérisée en ce qu'
une branche de remplissage complémentaire (45) comportant un point d'étranglement
(31) relie la conduite de remplissage (44) à la chambre haute pression (17) du démultiplicateur
de pression (13).
11. Installation d'injection de carburant selon la revendication 9,
caractérisée en ce que
lorsque le démultiplicateur de pression (13) est activé, le volume de commande, refoulé
par l'organe d'injection (28) passe par la conduite de remplissage (44) de la chambre
de commande (29) dans la chambre de retour (16) et lorsque le démultiplicateur de
pression (13) est dans sa position de repos, il arrive dans la chambre de commande
(29).