[0001] Die Erfindung betrifft ein Mischverfahren und eine Vorrichtung zur Füllstandsregulierung
in Behältern mit zu mischenden pastösen Mehrkomponentenmaterialien.
[0002] Mehrkomponentenmaterialien für Automixsysteme werden in Schlauchbeutelfolien oder
Doppelkartuschen angeboten. Dabei müssen alle Komponenten das gleiche Volumen bzw.
bei von 1:1 abweichenden Mischungsverhältnissen den gleichen Füllstand besitzen, damit
bei der Anwendung das korrekte Verhältnis der Komponenten ausgetragen wird.
[0003] In der Regel werden die einzelnen Komponenten durch einen Mischaufsatz (im folgenden
"Mischer" genannt) mit einer statischen oder dynamischen Mischvorrichtung geleitet,
bevor sie der Anwendung zugeführt werden und später aushärten. Solche Mischaufsätze
werden für gewöhnliche auf die Austragvorrichtung bzw. das Dosiergerät für die Kartuschen
oder Schlauchbeutel aufgesetzt. Aus US 6 352 177 und US 5 788 122 sind solche Vorrichtungen
bzw. Verfahren bekannt.
[0004] Da es aus technischen Gründen nicht möglich ist, bei der Befüllung der Kartuschen/Beutel
immer exakt den gleichen Füllstand einzustellen, kommt es beim ersten Anwenden der
Materialien meistens zum Überdosieren einer der Komponenten.
[0005] Die entstehende fehldosierte Mischung verbleibt dann auch während der weiteren Förderung
und Mischung partiell noch im Mischer und wird verschleppt. Das Material mit dem falschen
Mischungsverhältnis härtet oft nicht aus und muss somit in pastöser Form entsorgt
werden, was zur Verschmutzung führen kann. Dadurch müssen häufig relativ große Mengen
an Material verworfen werden. Man behilft sich damit, daß die Komponenten solange
ausgepresst werden, bis der Anwender nach seiner Erfahrung meint, daß eine funktionierende
härtende Mischung entstanden ist. Das kann zu weiter erhöhtem Materialverlust führen.
[0006] Aufgabe war es eine Vorrichtung zu entwickeln, die angewendet wird, um alle einzelnen
mit zu mischenden Komponenten gefüllten Kammern des Behälters auf ein gleiches Füllstandsniveau
zu bringen, bevor das Mehrkomponentenmaterial durch einen anschließend aufzusetzenden
statischen oder dynamischen Mischaufsatz gefördert wird, und die möglichst preiswert
herzustellen ist und einen geringen Materialverlust sowie möglichst wenig Verschmutzung
verursacht.
[0007] Die Aufgabe wird durch einen hohlen Aufsatz gemäß Anspruch 1 gelöst, in den die Komponenten
- ohne gemischt zu werden - ausgetragen werden, bis der Füllstand der Komponentenbehälter
gleich ist. Der Aufsatz ist, ebenso wie der Mischer, auf das Dosiergerät lösbar aufsetzbar.
In den Aufsatz wird so lange Material hineingefördert, bis erkennbar beide Komponenten
gefördert werden. Dazu ist der Aufsatz vorteilhafterweise transparent.
[0008] Das zu verwerfende Material befindet sich dann innerhalb des Vorrichtungshohlraumes.
Danach wird der hohle Aufsatz mit dem ausgetragenen Material verworfen und durch den
funktionsfähigen Mischaufsatz ersetzt.
[0009] Die Erfindung betrifft somit eine Vorrichtung D) zur Füllstandsregulierung in Behältern
mit zu mischenden pastösen Mehrkomponentenmaterialien als Zusatz zu einer Mischanordnung
mit
A) separaten Behältern für die einzelnen Komponenten mit je einer Öffnung;
B) Austrag- bzw. Dosiervorrichtung zum Fördern der Komponenten aus den Öffnungen;
C) einem statischen oder dynamischem Mischaufsatz zum Aufsetzen auf die Dosiervorrichtung
so, daß er mit den Öffnungen der Behälter verbunden ist und die Komponenten ihn durchströmen
können;
wobei die erfindungsgemäße Vorrichtung
D) einen hohlen Aufsatz ohne Mischfunktion- mit separaten Einlassöffnungen (2,3) für
jede Komponente darstellt, der mindestens einen Hohlraum (4,5) sowie Mittel zum Aufsetzen
auf die Dosiervorrichtung B) an der Stelle (2,3) aufweist, wo das Aufsetzen des statischen
oder dynamischen Mischers C) vorgesehen ist.
[0010] Zweckmäßigerweise kann das leere Gehäuse des Mischaufsatzes ohne das sonst vorhandene
Mischelement als hohler Aufsatz verwendet werden. Dieses Teil besitzt bereits die
nötige Befestigungsvorrichtung zum Aufsatz auf die Austragvorrichtung. Es ist möglich,
die Auslaßöffnung mit einem Deckel verschließbar zu machen oder mit einem Ventil auszustatten.
Auf diese Weise ist eine saubere Aufnahme und Entsorgung des ausgetragenen Materials
gewährleistet.
[0011] Die Mittel zum Aufsetzen auf die Dosiervorrichtung können z.B. Schraubgewinde oder
Steck-, Rast- oder Bajonettverbindungen sein, wie sie dem Fachmann geläufig sind.
[0012] Die Erfindung wird anhand der Figuren wie folgt erläutert:
Fig. 1 zeigt den hohlen Aufsatz mit einem Hohlraum 4
Fig. 2 zeigt den hohlen Aufsatz mit zwei Hohlräumen 5.
[0013] Der Materialvorlauf strömt durch die Öffnungen 2,3 in die Hohlräume, bis alle Komponenten
sichtbar gefördert werden und somit das vorgesehene Mischungsverhältnis erreicht ist.
Die Komponenten können dabei in einen gemeinsamen Hohlraum 4 oder in separate Hohlräume
5 geleitet werden. Anschließend wird der hohle Aufsatz entfernt und durch den Mischer
ersetzt.
[0014] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Mischen von pastösen Mehrkomponentenmateralien
in vorbestimmten Mengenverhältnissen, wobei der Vorlauf, bei dem die Mengenverhältnisse
der Komponenten außerhalb des vorgesehenen Bereichs liegen, in einem separaten hohlen
Aufsatz - mit mindestens einem Hohlraum 4,5 - zum Aufsetzen auf die Dosiervorrichtung
an der Stelle, wo das Aufsetzen des statischen oder dynamischen Mischers vorgesehen
ist, aufgefangen und darin entsorgt wird.
[0015] Die Verfahrensschritte lassen sich so beschreiben, daß
a) die oben beschriebene Vorrichtung D) an der Stelle (2,3), wo das Aufsetzen des
statischen oder dynamischen Mischers vorgesehen ist, an der Austrag- oder Dosiervorrichtung
B) angebracht wird,
b) die Austrag- oder Dosiervorrichtung B) betätigt wird,
c) der Vorlauf, bei dem die Mengenverhältnisse außerhalb des vorgesehenen Bereichs
liegen, in der Vorrichtung D) aufgefangen wird,
d) die Vorrichtung D) abgenommen und entsorgt wird, und anschließend
der Mischaufsatz C) aufgesetzt und die Komponenten gemischt werden.
[0016] Es ist möglich, zusätzlich die Öffnungen 1,2,3 der Vorrichtung verschließbar zu gestalten,
um eine Verschmutzung gänzlich zu vermeiden.
[0017] Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung sind insbesondere die Reduzierung des Abfallvolumens
und die sauberere Handhabung des Abfalls.
[0018] Angewandt werden kann die erfindungsgemäße Vorrichtung für alle mehrkomponentigen
Systeme, bei denen gefördert, dosiert und zugleich mittels statischem oder dynamischem
Mischeraufsatz gemischt bzw. homogenisiert wird.
1. Vorrichtung D) zur Füllstandsregulierung in Behältern mit zu mischenden pastösen Mehrkomponentenmaterialien
als Zusatz zu einer Mischanordnung mit
A) separaten Behältern für die einzelnen Komponenten mit je einer Öffnung;
B) Austrag- bzw. Dosiervorrichtung zum Fördern der Komponenten aus den Öffnungen;
C) einem statischen oder dynamischem Mischaufsatz zum Aufsetzen auf die Dosiervorrichtung
so, daß er mit den Öffnungen der Behälter verbunden ist und die Komponenten ihn durchströmen
können;
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung D) einen hohlen Aufsatz ohne Mischfunktion- mit separaten Einlassöffnungen
(2,3) für jede Komponente darstellt, der mindestens einen Hohlraum (4,5) sowie Mittel
zum Aufsetzen auf die Dosiervorrichtung B) an der Stelle (2,3) aufweist, wo das Aufsetzen
des statischen oder dynamischen Mischers C) vorgesehen ist.
2. Verfahren zum Mischen von pastösen Mehrkomponentenmateralien in vorbestimmten Mengenverhältnissen
unter Verwendung einer Vorrichtung D) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorlauf, bei dem die Mengenverhältnisse außerhalb des vorgesehenen Bereichs liegen,
in der Vorrichtung D) aufgefangen und darin entsorgt wird.
3. Verfahren zum Mischen von pastösen Mehrkomponentenmateralien in vorbestimmten Mengenverhältnissen
unter Verwendung einer Mischanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) eine Vorrichtung D) nach Anspruch 1 an der Stelle (2,3), wo das Aufsetzen des statischen
oder dynamischen Mischers vorgesehen ist, an der Austrag- oder Dosiervorrichtung B)
angebracht wird,
b) die Austrag- bzw. Dosiervorrichtung B) betätigt wird,
c) der Vorlauf, bei dem die Mengenverhältnisse außerhalb des vorgesehenen Bereichs
liegen, in der Vorrichtung D) aufgefangen wird,
d) die Vorrichtung D) abgenommen und entsorgt wird, und anschließend
e) der Mischaufsatz C) aufgesetzt und die Komponenten gemischt werden.
1. Device D) for filling level control in containers containing paste-like multiple-component
materials that are to be mixed, to be added to a mixing arrangement comprising:
A) separate containers for the various individual components, each with its own opening;
B) a discharging or dosing device for delivering said components out of said openings;
C) a static or dynamic mixing attachment to be attached onto the dosing device such
that it is connected to the openings of the containers and allows the components to
flow through it;
characterized in that the device D) represents a hollow attachment without mixing function and with separate
inlet openings (2, 3) for each component, said attachment comprising at least one
hollow space (4, 5) as well as means for being attached onto the dosing device B)
at the place (2, 3) that is provided for attaching the static or dynamic mixer C).
2. Method for mixing paste-like multiple-component materials at predefined quantity ratios
with use being made of a device D) according to Claim 1, characterized in that the first flow comprising quantity ratios outside of the range provided is collected
in the device D) and disposed of therein.
3. Method for mixing paste-like multiple-component materials at predefined quantity ratios
with use being made of a mixing arrangement according to Claim 1,
characterized in that
a) a device D) according to Claim 1 is attached to the discharging or dosing device
B) at the place (2, 3) that is provided for attaching the static or dynamic mixer;
b) the discharging or dosing device B) is actuated;
c) the first flow comprising quantity ratios outside of the range provided is collected
in the device D);
d) the device D) is removed and disposed of; and subsequently
e) the mixing attachment C) is attached and the components are mixed.
1. Dispositif D) pour régler le niveau de remplissage dans des récipients avec des matériaux
multi-composants pâteux à mélanger en tant qu'élément additionnel d'un ensemble mélangeur,
comprenant
A) des récipients séparés pour les composants individuels avec chacun un orifice,
B) un dispositif de déversement resp. de dosage pour transporter les composants hors
des orifices,
C) une garniture mélangeuse statique ou dynamique destinée à être posée sur le dispositif
de dosage de manière telle qu'elle est reliée aux orifices des récipients et que les
composants peuvent la traverser,
caractérisé en ce que le dispositif D) représente une garniture creuse sans fonction mélangeuse avec des
orifices d'admission (2, 3) séparés pour chaque composant, lequel comporte au moins
un espace creux (4, 5) ainsi que des moyens destinés à être posés sur le dispositif
de dosage B) à l'endroit (2, 3) où est prévue la pose du mélangeur statique ou dynamique
C).
2. Procédé pour mélanger des matériaux multi-composants pâteux selon des rapports quantitatifs
prédéterminés moyennant l'utilisation d'un dispositif D) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la fraction de tête, dans le cas de laquelle les rapports quantitatifs sont en dehors
de la plage prévue, est recueillie dans le dispositif D) et y est éliminée.
3. Procédé pour mélanger des matériaux multi-composants pâteux selon des rapports quantitatifs
prédéterminés moyennant l'utilisation d'un ensemble mélangeur selon la revendication
1,
caractérisé en ce que
a) on place, sur le dispositif de déversement ou de dosage B), un dispositif D) selon
la revendication 1 à l'endroit (2, 3) où est prévue la pose du mélangeur statique
ou dynamique,
b) on actionne le dispositif de déversement resp. de dosage B),
c) la fraction de tête, dans le cas de laquelle les rapports quantitatifs sont en
dehors de la plage prévue, est recueillie dans le dispositif D),
d) on retire et élimine le dispositif D) et, ensuite,
e) on pose la garniture mélangeuse C) et on mélange les composants.