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EP 1 556 178 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.05.2006 Patentblatt 2006/20 |
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Anmeldetag: 25.07.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/008223 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/033120 (22.04.2004 Gazette 2004/17) |
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REIBUNGSARMES BIEGESYSTEM IN EINEM MEHRWALZEN-WALZGERÜST
LOW-FRICTION BENDING SYSTEM IN A ROLL STAND COMPRISING SEVERAL ROLLS
SYSTEME DE FLEXION AVEC PEU DE FROTTEMENT DANS UNE CAGE DE LAMINOIR A PLUSIEURS CYLINDRES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
20.09.2002 DE 10243677
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.07.2005 Patentblatt 2005/30 |
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Patentinhaber: SMS Demag Aktiengesellschaft |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- DENKER, Wolfgang
57258 Freudenberg (DE)
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Vertreter: Valentin, Ekkehard |
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Patentanwälte
Valentin-Gihske-Grosse
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 250 953
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FR-A- 2 661 625
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 013, no. 392 (M-865), 30. August 1989 (1989-08-30)
-& JP 01 138010 A (HITACHI LTD), 30. Mai 1989 (1989-05-30)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen der Walzen in einem Mehrwalzen-Walzgerüst
mit ein- und auslaufseitig zwischen den Walzeneinbaustükken und den Ständerfenstern
befestigten von Stellmitteln beaufschlagbaren Biegeblöcken.
[0002] Gattungsgemäße Vorrichtungen werden zur Planheitsregelung eines Walzproduktes als
Stellglied zur Arbeitswalzenbiegung eingesetzt. Das Stellglied hat hierbei direkten
Einfluß auf die Walzspaltgeometrie im Bandkantenbereich, wobei die Arbeitswalzen positiv
um die Kanten der darüber liegenden Walzen gebogen und negativ um die Kanten des Walzgutes
gebogen werden.
[0003] Aus der deutschen Patentschrift 22 50 953 ist ein Walzgerüst mit Arbeits- und Stützwalzen
und einer Walzenbiegeeinrichtung, in dem die Einbaustücke der Arbeitswalzen zwischen
in den Ständerfenstern verankerten Blöcken geführt und zur Beaufschlagung für die
Arbeitswalzen-Ballenkorrektur durch beidseitig beaufschlagbare, den Blöcken zugeordnete
Kolben-Zylinder-Einheiten verbunden sind bekannt, wobei an jedem Block ein unteres
und ein oberes Führungsstück vertikal verschiebbar geführt ist, wogegen das eine Führungsstück
den Zylinder aufnimmt und das andere Führungsstück mit dem Kolben verbunden ist, und
die Führungsstücke mit den Einbaustücken durch Horizontalführungen in vertikaler Richtung
formschlüssig verbunden sind, die für den Walzenwechsel zwischen den Ständern parallel
zu den Walzen fortgesetzt sind. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass zur Walzenbiegung
auf jeder Seite zwei Kolben-Zylinder-Einheiten erforderlich sind.
[0004] Diese Vorrichtung hat sich in der Praxis bewährt. Nachteilig ist jedoch, dass die
Zylinder antriebs- und bedienungsseitig, sowie einlauf- und auslaufseitig angeordnet
sein müssen. Durch diese bewegliche Lagerung jeder Seite entstehen zwangsläufig hohe
Reibungskräfte, die sich zudem negativ auf die Planheitsregelung auswirken.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Reibungskräfte in einem gattungsgemäßen
System zu reduzieren.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, dass den Biegeblöcken des einen Walzständers
ein Kolbenzylinder und den Biegeblöcken des gegenüberliegenden Walzenständers eine
Vertikalpositionier-Einrichtung zugeordnet ist.
[0007] Durch das positionieren und arretieren der Biegeblöcke mittels der Vertikalpositionier-Einrichtung,
vorzugsweise eines Spindelhubgetriebes läßt sich ein Drehpunkt erzeugen, um den das
Einbaustück geschwenkt werden kann. Zur Einleitung der antriebs- und bedienungsseitigen
Biegekraft in die Biegeblöcke ist somit nur jeweils ein Zylinder notwendig.
[0008] Dadurch, dass im Walzgerüst nur noch zwei Zylinder für die Einleitung der Biegekraft
in die Biegeblöcke im Einsatz sind, läßt sich die Reibungskraft erheblich reduzieren.
[0009] Durch das Spindelhubgetriebe läßt sich auch der Abschliffbereich der Walzen kompensieren.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich auch für die Zwischenwalzenbiegung in
einem Sechswalzengerüst einsetzen. Auch ein Einsatz in Reversierwalzgerüsten ist denkbar.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0012] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
[0013] Es zeigen:
- Figur 1
- ein Seitenansichtsauschnitt eines Quarto-Walzgerüstes von der Antriebsseite her gesehen,
- Figur 2
- eine Aufsicht auf die Arbeitswalzenebene des Walzgerüstes aus Fig. 1.
[0014] In einem Walzgerüst 1 werden die Arbeitswalzen 3, 3a durch die Stützwalzen 2, 2a
abgestützt. Die Einbaustücke 4, 4a der Arbeitswalzen sind über die Biegeblöcke 5,
5a, 5', 5a' mit dem Walzenständer 6, 6' verbunden. Zwischen den Biegeblöcken 5' und
5a' ist ein Spindelhubgetriebe 10 angeordnet, welches über einen Antrieb 12 positionierbar
und arretierbar ist.
[0015] Die Biegeblöcke 5 und 5a sind über einen Kolbenzylinder 7 verbunden, dessen Kolben
9 im Biegeblock 5a gelagert ist, während seine Verbindungsstange 8 im Biegeblock 5
montiert ist. Die Biegeblöcke 5, 5a, 5' und 5a' lassen sich mit den Einbaustücken
4, 4a der Arbeitswalzen 3, 3a einerseits und dem Walzenständer 6, 6' andererseits
in bekannter Weise verbinden.
[0016] Die Walzrichtung des durchlaufenden Walzgutes ist durch den Doppelpfeil 11 dargestellt.
Zur Planheitsregelung werden die Biegeblöcke 5', 5a' mit dem Spindelhubgetriebe positioniert
und arretiert, während der Kolbenzylinder 7, welcher die Biegeblöcke 5 und 5a miteinander
verbindet, die notwendige Biegekraft einleitet.
[0017] Die Erfindung ist nicht auf den Einsatz von Spindelhubgetrieben beschränkt, sondern
es kann auf jede Mechanik zur vertikalen Positionierung zurückgegriffen werden, bspw.
auf Keile mit Zwangsführung, Zylinder mit Klemmkopf und Positionsgeber oder auf eine
Exzenterwelle.
1. Vorrichtung zum Biegen der Walzen in einem Mehrwalzen-Walzgerüst mit ein- und auslaufseitig
zwischen den Walzeneinbaustücken und den Ständerfenstern befestigten, von Stellmitteln
beaufschlagbaren Biegeblöcken (5,5a;5',5a'),
dadurch gekennzeichnet,
dass den Biegeblöcken (5,5a) des einen Walzenständers (6) ein Kolbenzylinder (7), und
den Biegeblöcken (5', 5a') des gegenüberliegenden Walzenständers (6') eine Vertikalpositionier-Einrichtung
(10) zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass über die Vertikalpositionier-Einrichtung (10) eine Walzenwechselposition vertikal
einstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kolbenzylinder (7) jeweils aus einem in dem einen Biegeblock (5) angeordneten
Kolben (8) und einer Verbindungsstange (9) zu dem anderen Biegeblock (5a) bestehen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vertikalpositionier-Einrichtung (10) als ein Spindelhubgetriebe, als Keile mit
Zwangsführung als Zylinder mit Klemmkopf und Positionsgeber, als Exzenterwelle oder
eine andere Mechanik zur vertikalen Positionierung ausgebildet ist.
1. Device for bending the rolls in a mutli-roll roll stand with bending blocks (5, 5a;
5', 5a') which are fastened at the inlet side and outlet side between the roll chocks
and the housing openings and which are loadable by setting means, characterised in that a piston-cylinder (7) is associated with the bending blocks (5, 5a) of one roll housing
(6) and a vertical positioning device (10) is associated with the bending blocks (5',
5a') of the opposite roll housing (6).
2. Device according to claim 1, characterised in that a roll change position is vertically settable by way of the vertical positioning
device (10).
3. Device according claim 1 or 2, characterised in that the piston-cylinders (7) each consist of a piston (8) arranged in one bending block
(5) and a connecting rod (9) to the other bending block (5a).
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the vertical positioning device (10) is constructed as the spindle stroke gear, as
wedges with constrained guidance, as cylinders with clamping head and position transmitter,
as eccentric shaft or as another mechanism for vertical positioning.
1. Dispositif pour la flexion des cylindres dans une cage de laminage à plusieurs cylindres
présentant des blocs de flexion (5, 5a ; 5', 5a') fixés à l'entrée et à la sortie
entre les empoises des cylindres et les cadres des montants, pouvant être sollicités
par des moyens de réglage, caractérisé en ce qu'un vérin à piston (7) est associé aux blocs de flexion (5, 5a) d'un montant (6) de
cylindre et un dispositif de positionnement vertical (10) est associé aux blocs de
flexion (5', 5a') du montant de cylindre (6') opposé.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une position de remplacement de cylindre est réglable verticalement via le dispositif
de positionnement vertical (10).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les vérins à piston (7) sont à chaque fois constitués par un piston (8) disposé dans
un bloc de flexion (5) et une tige de raccordement (9) vers l'autre bloc de flexion
(5a).
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de positionnement vertical (10) est réalisé sous forme d'un dispositif
d'élévation à broche, sous forme d'une clavette avec un guidage forcé, sous forme
d'un vérin avec tête de serrage et indicateur de position, sous forme d'un arbre excentrique
ou sous forme d'un autre dispositif mécanique pour le positionnement vertical.

