[0001] Die Erfindung betrifft einen Stellantrieb für bewegbare Kraftfahrzeug-Aggregate wie
Heckklappen, Schiebetüren, Türverschlüsse etc., mit einem Elektromotor, einem Stellelement
und einer Rückstelleinrichtung für das Stellelement und/oder den Elektromotor und/oder
eine Kupplungseinheit zwischen Stellelement und Kraftfahrzeug-Aggregat, wobei der
Elektromotor das Stellelement gegen die Kraft der RückStelleinrichtung gegen einen
Anschlag in eine Blockadeposition fährt.
[0002] Bei einem gattungsgemäßen Stellantrieb entsprechend der EP 0 147 549 A2 geht es um
eine elektrische Zentralverriegelungsvorrichtung für Kraftfahrzeuge. Dabei sorgt wenigstens
ein elektrischer Positionsmelder für das Abschalten des Stellantriebes.
[0003] Darüber hinaus kennt man eine Klappenscharnieranordnung durch die DE 199 45 755 A1,
bei welcher mit Hilfe des Elektromotors ein Kupplungselement bei Bestromung in eine
lösbare form- oder kraftschlüssige Verbindung gebracht wird. Nach Abschalten des Elektromotors
sorgt die Rückstelleinrichtung in Gestalt einer Rückstellfeder dafür, dass der ausgekuppelte
Zustand wieder eingenommen wird.
[0004] Darüber hinaus sind durch die DE 197 10 834 A1 eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum Betätigen eines Sperrelementes bekannt geworden. Das Sperrelement ist aus einem
Gehäuse herausgeführt und lässt sich durch Steuersignale eines Elektromotors aktivieren.
Ein mit dem Sperrelement zusammenwirkender Positionssensor ist so im Gehäuse angeordnet,
dass der Positionssensor ein einer aktuellen Position des Sperrelementes im Gehäuse
entsprechendes, elektrisches Positionssignal erzeugen kann. Zusätzlich ist noch eine
Steuervorrichtung zum Steuern von Betriebszuständen des Elektromotors als Reaktion
auf das Positionssignal vorgesehen.
[0005] Die US 4 358 718 beschäftigt sich mit einer Zentralverriegelungsanlage, bei welcher
jedes Stellelement separat beaufschlagt werden kann.
[0006] Schließlich offenbart die EP 1 096 087 A2 einen Kraftfahrzeug-Türverschluss, bei
welchem der Antrieb zumindest innerhalb eines zur Verstellung der Antriebseinrichtung
erforderlichen Zeitintervalls bestromt und innerhalb oder am Ende des Zeitintervalls
der Antrieb mechanisch blockiert wird. Die Bestromung des Antriebes und damit dessen
Drehmoment und/oder Drehzahl wird entlang einer Rampe verringert.
[0007] Der Stand der Technik kann nicht in allen Punkten befriedigen. So wird in der Regel
bei einer Fahrt auf Block, d. h. bis zum Anschlag in die Blockadeposition, die Beaufschlagung
des Elektromotors mit elektrischer Leistung so lange beibehalten, wie dieser Zustand
eingestellt sein muss. Das führt zu erhöhter Leistungsaufnahme und übermäßiger Erwärmung,
die schlimmstenfalls zu einer Beschädigung des Elektromotors, in nahezu allen Fällen
wenigstens jedoch zu einer Verringerung seiner Lebensdauer, korrespondiert. Hier will
die Erfindung Abhilfe schaffen.
[0008] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen Stellantrieb der eingangs
beschriebenen Ausgestaltung so weiter zu entwickeln, dass Beschädigungen des Elektromotors
bei verringertem Energieeinsatz zuverlässig vermieden werden.
[0009] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßer Stellantrieb
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass nach einer einstellbaren Verzögerungszeit
- im Anschluss an die Einnahme der Blockadeposition - die den Elektromotor versorgende
elektrische Leistung auf einen die Blockadeposition des Stellelementes gerade noch
gewährleistenden Wert reduziert wird.
[0010] Das Stellelement mag direkt auf das zu bewegende Kraftfahrzeug-Aggregat einwirken,
d. h. beispielsweise an die Heckklappe oder Schiebetür angeschlossen sein. Ebenso
ist es möglich, dass das Stellelement in einen Kraftfahrzeug-Türverschluss integriert
ist und hier beispielsweise für eine Zentralverriegelung sorgt, wie dies im Rahmen
der EP 0 147 549 A2 beschrieben wird.
[0011] Daneben kann das Stellelement aber auch auf die zwischen Stellelement und Kraftfahrzeug-Aggregat
zwischengeschaltete optionale Kupplungseinheit arbeiten. Dann sorgt der Elektromotor
bei Bestromung dafür, dass ein Kupplungselement beim Erreichen des Anschlages für
das Stellelement eine form- und/oder kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Stellelement
und dem Kraftfahrzeug-Aggregat herstellt. Der Anschlag kann hier auch von einem Gegenkupplungselement
gebildet werden.
[0012] In diesem Fall mag die Rückstelleinrichtung der Kupplungseinheit zugeordnet sein
und sorgt dafür, dass das zumindest eine bewegliche Kupplungselement nach Abschaltung
des Elektromotors in die Stellung des ausgekuppelten Zustandes zurückversetzt wird,
wie dies grundsätzlich im Rahmen der DE 199 45 755 A1 erfolgt.
[0013] Es hat sich als günstig erwiesen, wenn die Einnahme und Beibehaltung der Blockadeposition
des Stellelementes mittels eines Positionssensors im und/oder am Stellelement ermittelt
wird. Bei diesem Positionssensor mag es sich um einen Drehzahlgeber im und/oder am
Elektromotor und/oder einen Wegsensor im und/oder am Stellelement handeln. Mit Hilfe
des Drehzahlgebers kann beispielsweise festgestellt werden, ob und in welche Drehrichtung
sich der Elektromotor bewegt. Grundsätzlich mag als Positionssensor auch eine Leistungsaufnahmeeinrichtung
fungieren, welche die dem Elektromotor zugeführte elektrische Leistung über der Zeit
ermittelt und auswertet. Hieraus lassen sich insbesondere Rückschlüsse auf die Blockadeposition
ziehen, die zu einer erhöhten Leistungsaufnahme korrespondiert.
[0014] Um nun die einzelnen erfassten Werte zu registrieren und zu verarbeiten ist in der
Regel eine Steuereinheit vorgesehen, welche in Abhängigkeit von Eingangssignalen des
zuvor erwähnten Positionssensors die den Elektromotor beaufschlagende elektrische
Leistung steuert. Das erfolgt insbesondere nach Ablauf der Verzögerungszeit, wo die
Steuereinheit dafür sorgt, dass diese elektrische Leistung sukzessive reduziert wird.
Das kann entlang einem linearen Verlauf über die Zeit erfolgen. Im Rahmen der Erfindung
hat es sich jedoch als günstig erwiesen, einen nahezu exponentiellen Abfall der Leistung
über die Zeit darzustellen.
[0015] In diesem Zusammenhang schlägt die Erfindung weiter vor, dass die Steuereinheit zusammen
mit dem Positionssensor einen geschlossenen Regelkreis bildet. Dabei werden größtenteils
die vom Positionssensor aufgenommenen Werte als Führungsgröße von der Steuereinheit
registriert und in eine elektrische Leistung als Regelgröße für den Elektromotor umgesetzt.
Die Regelung der elektrischen Leistung wird nun in der Blockadeposition einem Haltewert
angenähert, indem die dem Elektromotor zugeführte elektrische Leistung kontinuierlich
(exponentiell) verringert wird, und zwar so lange, bis der Positionssensor eine Rückwärtsbewegung
des Elektromotors infolge der unverändert wirkenden Rückstelleinrichtung registriert.
Als Folge hiervon wird die elektrische Leistung wieder erhöht, bis wiederum das Stellelement
gegen die Kraft der Rückstelleinrichtung bis an den Anschlag fährt.
[0016] Daraufhin wird erneut die elektrische Leistung verringert bis der auf diese Weise
appoximierte Haltewert nach einer einstellbaren Zeit an Zyklen erreicht wird. Das
heißt, für die Annäherung an den Haltewert wird ein Näherungsverfahren eingesetzt,
wobei beispielsweise das Newton'sche Näherungsverfahren Verwendung finden kann.
[0017] Es hat sich als günstig erwiesen, wenn die Verzögerungszeit zwischen dem Erreichen
der Blockadeposition und der Reduktion der dem Elektromotor zugeführten elektrischen
Leistung auf Werte von unterhalb 1 Sek. bemessen ist. Denn diese Zeitspanne reicht
völlig aus, um eventuelle Elastizitäten in der gesamten Antriebskette zu überwinden
und eine definierte Position des Stellelementes zu erreichen. Die Verzögerungszeit
mag in der Regel Werte zwischen 0,2 bis 0,8 Sek. einnehmen, beträgt vorzugsweise ca.
0,5 Sek..
[0018] Bei der Rückstelleinrichtung handelt es sich in der Regel um eine Rückstellfeder,
wenngleich natürlich auch andere Medien, wie z. B. eine Luft- und/oder Hydraulikfeder,
zum Einsatz kommen können.
[0019] Im Ergebnis wird ein Stellantrieb für bewegbare Kraftfahrzeug-Aggregate zur Verfügung
gestellt, bei dem die elektrische Leistung nach Erreichen der Blockadeposition des
Stellelementes im Anschluss an eine einstellbare Verzögerungszeit (die auch Null sein
kann) sukzessive reduziert wird, und zwar signifikant. Die Blockadeposition wird hierbei
unverändert beibehalten. Dadurch verringert sich die Erwärmung des Elektromotors und
werden gleichzeitig Beschädigungen ausgeschlossen. Als Folge hiervon steigt die Lebensdauer
und lassen sich Ausfallzeiten praktisch auf Null reduzieren.
[0020] Dabei geht die Erfindung im Kern von der Erkenntnis aus, dass zum Erreichen der Blockadeposition
des Stellelementes und/oder des hieran angeschlossenen Kraftfahrzeug-Aggregates ein
Vielfaches derjenigen elektrischen Leistung erforderlich ist, die ausreicht, um das
Stellelement in eben dieser Funktionsstellung im Anschluss hieran zu halten. Als Gründe
hierfür sind zunächst einmal bei der Stellbewegung zu überwindende Gleitreibungskräfte
zu nennen, die in der Blockadeposition nicht (mehr) auftreten. Hinzukommt, dass mehr
Energie erforderlich ist, die Rückstelleinrichtung, beispielsweise eine Rückstellfeder,
zu komprimieren, als diesen komprimierten Zustand beizubehalten. Schließlich tragen
bei der Stellbewegung zu überwindende Elastizitäten in der Blockadeposition ebenfalls
nur in verringertem Maße zur Leistungsaufnahme bei.
[0021] Folglich vermag der Elektromotor das Stellelement in der skizzierten Position mit
einer viel geringeren elektrischen Leistung zu halten, als diese zuvor für die Stellbewegung
aufgebracht werden musste. Das Gleiche gilt natürlich für den Fall, dass das Stellelement
die Kupplungseinheit zwischen dem Stellelement und dem Kraftfahrzeug-Aggregat betätigt.
Auch in diesem Fall sind verringerte elektrische Leistungen erforderlich, um das bewegliche
Kupplungselement in eingekuppelter Stellung zu halten als für das Schließen der Kupplungseinheit
vonnöten sind.
[0022] Das gelingt im Rahmen der Erfindung durch zwei Maßnahmen. Zunächst einmal gewährleistet
die einstellbare Verzögerungszeit im Anschluss an das Erreichen der Blockadeposition,
dass nach einem kurzen Zeitraum die beschriebene Leistungsreduktion zur Beaufschlagung
des Elektromotors initiiert wird. Hinzu kommt, dass diese Leistungsverringerung von
der Steuereinheit in einem geschlossenen Regelkreis vorgenommen wird und auf einen
angenäherten Haltewert für die elektrische Leistung führt. Dieser korrespondiert zu
einem Wert für die elektrische Leistung, die die Blockadeposition des Stellelementes
gerade noch gewährleistet. Insofern wird ein optimaler Wert für die Leistungsbeaufschlagung
des Elektromotors erreicht. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch die Einzelteile des erfindungsgemäßen Stellantriebes und
- Fig. 2
- ein Leistungs-/Zeitdiagramm bei konventionellem Betrieb (Fig. 2a) und die von der
Erfindung erreichte Modifikation der Leistungsaufnahme (vgl. Fig. 2b).
[0024] In den Figuren ist ein Stellantrieb für bewegbare Kraftfahrzeug-Aggregate 1 dargestellt.
Hierbei mag es sich im Rahmen des Ausführungsbeispiels um einen Kraftfahrzeug-Türverschluss
1 handeln, welcher von dem Stellantrieb in die Positionen "entriegelt" und "verriegelt"
überführt wird, und zwar ähnlich, wie dies in der US-PS 4 358 718 beschrieben ist.
Grundsätzlich kann mit Hilfe des dargestellten Stellantriebes aber auch eine Heckklappe
bzw. eine Heckklappenscharnieranordnung beaufschlagt werden, wie sie Gegenstand der
DE 199 45 755 A1 oder auch der DE 199 60 373 ist. Der Stellantrieb vollführt im Rahmen
des Ausführungsbeispiels lineare Stellbewegungen in Richtung des Doppelpfeils, und
zwar beaufschlagt von einem Elektromotor 2, gegen die Kraft einer Rückstelleinrichtung
3.
[0025] Zu diesem Zweck treibt der reversierend arbeitende Elektromotor 2 eine Abtriebswelle
4 mit einem Abtriebszahnrad 5 an, welches mit einem Federzahnrad 6 kämmt, das in seinem
Innern die Rückstelleinrichtung 3 in Gestalt einer Rückstellfeder 3 bzw. Spiralfeder
3 trägt. Rotationen des Elektromotors 2 führen dazu, dass eine an das Federzahnrad
6 angeschlossene Spindelstange 7 mit Gewinde ebenfalls gedreht wird, wodurch eine
auf der Spindelstange 7 befindliche Spindelmutter 8 bzw. ein Stellelement 8 die gewünschten
Stellbewegungen vollführt. Wenn die Spindelmutter 8 ausgefahren wird, führt dies dazu,
dass die Spiralfeder 3 komprimiert wird und Rückstellkräfte aufbaut, die nach Wegfall
der Beaufschlagung durch den Elektromotor 2 die Spindelmutter 8 (und den Elektromotor
2) in ihre Ausgangslage zurückbewegen.
[0026] Der Elektromotor 2 sorgt nun dafür, dass die Spindelmutter 8 bzw. das Stellelement
8 gegen einen Anschlag 9 fährt, und zwar innerhalb einer Zeitspanne T
1 bzw. der Stellzeit. Im Rahmen des Standes der Technik nach der Fig. 2a wird der Elektromotor
2 nach Erreichen dieser Blockadeposition mit einer konstant hohen elektrischen Leistung
versorgt, damit die hierzu korrespondierende Stellung des Kraftfahrzeug-Türverschlusses
1 einwandfrei beibehalten wird.
[0027] Es stellt sich folglich eine Leistungsaufnahme P des Elektromotors 2 über die Zeit
t ein, wie sie in der Fig. 2a dargestellt ist. Man erkennt, dass die elektrische Leistung
P zu Beginn der Stellbewegung wegen der zu überwindenden Haftreibungskräfte steil
ansteigt und aufgrund der dann nachlassenden Gleitreibungskräfte zunächst abfällt
und beim Fahren gegen den Anschlag 9 wieder auf einen mehr oder minder konstanten
Wert P
1 ansteigt. Dieser Wert der elektrischen Leistung P
1 wird beibehalten, bis eine Abschaltung des Elektromotors 2 erfolgt. Da dieser Leistungswert
P
1 die an sich zum Beibehalten des Stellelementes 8 in der Blockadeposition erforderliche
mechanische Arbeit bei weitem übersteigt, wird der Überschuss in Wärme umgewandelt,
die zu einer Beschädigung und/oder Lebensdauerverringerung des Elektromotors 2 führen
kann.
[0028] Dem wird nun erfindungsgemäß dadurch Rechnung getragen, dass nach einer einstellbaren
Verzögerungszeit T
2 im Anschluss an das Erreichen der Blockadeposition nach der Zeit T
1 die den Elektromotor 2 versorgende elektrische Leistung P auf einen die Blockadeposition
des Stellelementes 8 gerade noch gewährleistenden Wert P
2 reduziert wird.
[0029] Die Einnahme und Beibehaltung der in Fig. 1 dargestellten Blockadeposition, d. h.
der Anlage des Stellelementes 8 am Anschlag 9, wird mit Hilfe eines Positionssensors
10 überwacht. Dieser Positionssensor 10 ist in den Elektromotor 2 integriert, steht
mit einer Steuereinheit 11 elektrisch in Verbindung und wertet Drehzahlsignale des
Elektromotors 2 aus. Alternativ hierzu kann der Positionssensor 10 aber auch aus dem
zeitlichen Verlauf der vom Elektromotor 2 aufgenommenen elektrischen Leistung P Rückschlüsse
auf die Bewegung des Elektromotors 2 und insbesondere das Erreichen der Blockadeposition
ziehen. Nicht dargestellt ist die Möglichkeit, mit Hilfe des Positionssensors 10 den
vom Stellelement 8 zurückgelegten Weg zu ermitteln.
[0030] Ebenso ist eine Kupplungseinheit 12 zwischen Stellelement 8 und Kraftfahrzeug-Aggregat
1 möglich, die über ein an das Stellelement 8 angeschlossenes und mit diesem bewegbares
Kupplungselement 12a sowie ein Gegenkupplungselement 12b verfügt. Das gegenüber dem
Kupplungselement 12a feststehende Gegenkupplungselement 12b fungiert wie der Anschlag
9 und sorgt für die Verbindung des Stellelementes 8 mit dem Kraftfahrzeug-Aggregat
1 bei geschlossener Kupplungseinheit 12. Dann können über diesen Verbindungsstrang
8, 12 gegebenenfalls mechanische Bewegungen vom Elektromotor 2 oder einer anderen
Antriebseinheit auf das Kraftfahrzeug-Aggregat 1 übertragen werden.
[0031] Die Steuereinheit 11 gibt nun die dem Elektromotor 2 zugeführte elektrische Leistung
P vor, und zwar im Rahmen der Erfindung entsprechend dem zeitlichen Verlauf gemäß
Fig. 2b. Man erkennt, dass in Abhängigkeit von Eingangssignalen des Positionssensors
11 die den Elektromotor 2 beaufschlagende elektrische Leistung P nach Ablauf der Verzögerungszeit
T
2 reduziert wird, und zwar sukzessive entlang eines Exponentialverlaufes. Das geschieht
so lange, bis ein Haltewert P
2 der elektrischen Leistung erreicht ist, und zwar nach einer weiteren Zeitspanne T
3.
[0032] Im Einzelnen bildet die Steuereinheit 11 zusammen mit dem Positionssensor 10 einen
geschlossenen Regelkreis, wobei die vom Positionssensor 10 aufgenommenen Werte als
Führungsgröße von der Steuereinheit 11 erfasst und in die jeweilige elektrische Leistung
P als Regelgröße für den Elektromotor 2 umgesetzt werden. Bei diesem Vorgang wird
die Regelung der elektrischen Leistung P dem vorerwähnten Haltewert P
2 angenähert, und zwar einem Näherungsverfahren folgend. Bei diesem Näherungsverfahren
mag es sich um das Newton'sche Näherungsverfahren handeln, bei welchem der exponentielle
Verlauf durch einzelne aneinander gesetzte Sekanten nachgebildet wird (vgl. hierzu
auch Dubbel "Taschenbuch für den Maschinenbau, 18. Auflage 1995, Seiten A 106, A 107).
[0033] Die Verzögerungszeit T
2, welche vom Beginn der Blockade, also mit dem zweiten Anstieg der Leistungsaufnahme
P für den Elektromotor 2 startet, ist zumeist unterhalb von 1 Sek. bemessen und beträgt
im Ausführungsbeispiel ca. 0,5 Sek.. Das heißt, es gilt, T
2 ≈ 0, 5 Sek.. Bis der Haltewert P
2 erreicht ist, verstreicht in der Regel etwa ebenfalls nur eine halbe Sekunde. Das
heißt, T
3 ≈ 0,5 Sek..
[0034] Die Steuerung der Leistung P des Elektromotors 2 wird von der Steuereinheit 11 im
Sinne einer pulsweiten modulierten Bestromung vorgenommen. Das heißt, der Elektromotor
2 erhält zumeist rechteckförmige Stromimpulse vorgegebener Zeitdauer und Frequenz.
Dadurch kann bei vorgegebener und fester Gleichspannung die jeweils zur Verfügung
gestellte elektrische Leistung P einfach durch das Produkt aus Zeitdauer der jeweiligen
Stromimpulse mal deren Stromwert bestimmt werden.
1. Stellantrieb für bewegbare Kraftfahrzeug-Aggregate (1) wie Heckklappen, Schiebetüren,
Türverschlüsse (1) etc., mit einem Elektromotor (2), einem Stellelement (8) und einer
Rückstelleinrichtung (3), wobei der Elektromotor (2) das Stellelement (8) gegen die
Kraft der Rückstelleinrichtung (3) bis an einen Anschlag (9) in eine Blockadeposition
fährt, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer einstellbaren Verzögerungszeit (T2) die den Elektromotor (2) versorgende elektrische Leistung (P) auf einen die Blockadeposition
des Stellelementes (8) gerade noch gewährleistenden Wert (P2) reduziert wird.
2. Stellantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kupplungseinheit (12) zwischen Stellelement (8) und Kraftfahrzeug-Aggregat (1)
vorgesehen ist.
3. Stellantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einnahme und Beibehaltung der Blockadeposition des Stellelementes (8) mittels
eines Positionssensors (10), beispielsweise Drehzahlgebers (10), im und/oder am Elektromotor
(2) und/oder mittels eines Wegsensors im und/oder am Stellelement (8) ermittelt wird.
4. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (11) vorgesehen ist, welche in Abhängigkeit von Eingangssignalen
des Positionssensors (10) die den Elektromotor (2) beaufschlagende elektrische Leistung
(P) nach Ablauf der Verzögerungszeit (T2) sukzessive reduziert.
5. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsaufnahme des Elektromotors (2) über der Zeit (t) ausgewertet und hieraus
auf die Blockadeposition rückgeschlossen wird.
6. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (11) zusammen mit dem Positionssensor (10) einen geschlossenen
Regelkreis (10, 11) bildet, wobei die vom Positionssensor (10) aufgenommenen Werte
als Führungsgröße von der Steuereinheit (11) aufgenommen und in die elektrische Leistung
(P) als Regelgröße für den Elektromotor (2) umgesetzt werden, und wobei die Regelung
der elektrischen Leistung (P) in der Blockadeposition einem Haltewert (P2) angenähert wird.
7. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Annäherung an den Haltewert (P2) einem Näherungsverfahren, beispielsweise dem Newton'schen Näherungsverfahren, folgt.
8. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzögerungszeit (T2) unterhalb von 1 Sek. bemessen ist, in der Regel ca. 0,2 bis 0,8 Sek., vorzugsweise
ca. 0,5 Sek., beträgt.
9. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Leistung (P) nach Erreichen der Verzögerungszeit (T2) exponentiell reduziert wird.
10. Stellantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstelleinrichtung (3) als Rückstellfeder (3) ausgebildet ist.
1. Actuator for displaceable vehicle units (1), such as hatchbacks, sliding doors, door
latches (1) etc., comprising an electric motor (2), an adjusting element (8) and a
resetting device (3), in which the electric motor (2) drives the adjusting element
(8) counter to the force of the resetting device (3) as far as a stop (9) in a blocking
position, characterized in that, the electric power (P) which is supplied to the electric motor (2) is reduced to
a value (P2) ensuring that the actuator is in a blocking position (8) after an adjustable delay
time (T2).
2. Actuator according to claim 1, characterized in that a coupling unit (12) is provided between the adjusting element (8) and the vehicle
unit (1).
3. Actuator according to claims 1 or 2, characterized in that the assuming and retaining of the blocking position of the adjusting element (8)
is determined with a position sensor (10), for instance a speed sensor (10), in or
on the electric motor (2) and/or a displacement sensor in or on the adjusting element
(8).
4. Actuator according to claims 1 to 3, characterized in that a control unit (11) is provided, successively reducing the electrical power (P) supplied
to the electric motor (2) after expiration of the delay time (T2), depending on the input signals of the position sensor (10).
5. Actuator according to claims 1 to 4, characterized in that the power input of the electric motor (2) is evaluated over time (t) and that the
blocking position is determined from this.
6. Actuator according to claims 1 to 5, characterized in that the control unit (11) and the position sensor (10) form a closed control loop (10,
11) and that the values determined by the position sensor (10) are recorded as a reference
variable by the control unit (11) and are translated into the electric power (P) as
controlled variable for the electric motor (2) and in which the regulation of the
electric power (P) is approximated to a holding value (P2) in the blocking position.
7. Actuator according to claims 1 to 6, characterized in that the approximation of the holding value (P2) is based on an approximation method, e.g. the Newton approximation method.
8. Actuator according to claims 1 to 7, characterized in that the delay time (T2) is less than 1 second, generally approx. 0.2 to 0.8 seconds, preferably approx.
0.5 seconds.
9. Actuator according to claims 1 to 8, characterized in that the electrical power (P) is exponentially reduced after reaching the dwell time (T2).
10. Actuator according to claims 1 to 9, characterized in that the resetting device (3) is a resetting spring (3).
1. Mécanisme de commande pour organes de véhicule mobiles (1) tels que hayons, portes
coulissantes, fermetures de porte (1) etc. avec un moteur électrique (2), un élément
de commande (8) et un dispositif de rappel (3), le moteur électrique (2) déplaçant
l'élément de commande (8) contre la force du dispositif de rappel (3) jusqu'à une
butée (9) dans une position de blocage caractérisé en ce qu'après une durée de temporisation réglable (T2), la puissance (P) électrique alimentant
le moteur électrique (2) est réduite à une valeur (P2) garantissant tout juste encore
la position de blocage de l'élément de commande (8).
2. Mécanisme de commande selon la revendication 1 caractérisé en ce qu'une unité de couplage (12) est prévue entre l'élément de commande (8) et l'organe
du véhicule (1).
3. Mécanisme de commande selon la revendication 1 ou 2 caractérisé en ce que la prise ou le maintien de la position de blocage de l'élément de commande (8) est
déterminé par un détecteur de position (10), par exemple un transmetteur de vitesse
(10) dans et/ou au moteur électrique (2) et/ou par un détecteur de course dans et/ou
à l'élément de commande (8).
4. Mécanisme de commande selon les revendications 1 à 3 caractérisé en ce qu'une unité de commande (11) est prévue qui réduit successivement après l'expiration
de la durée de temporisation (T2) la puissance (P) électrique appliquée au moteur
électrique (2) en fonction des signaux d'entrée du détecteur de position (10).
5. Mécanisme de commande selon les revendications 1 à 4 caractérisé en ce que la puissance absorbée du moteur électrique (2) est évaluée sur la durée (t) et à
partir de là est conclue à la position de blocage.
6. Mécanisme de commande selon les revendications 1 à 5 caractérisé en ce l'unité de commande (11) forme avec le détecteur de position (10) un circuit de réglage
fermé (10, 11), les valeurs enregistrées par le détecteur de position (10) étant prises
comme grandeurs de référence par l'unité de commande (11) et mises en oeuvre dans
la puissance électrique (P) comme grandeur réglée pour le moteur électrique (2) et
le réglage de la puissance électrique (P) étant approché à une valeur de maintien
(P2) dans la position de blocage.
7. Mécanisme de commande selon les revendications 1 à 6 caractérisé en ce que l'approche à la valeur de maintien (P2) suit une méthode d'approximation, par exemple
la méthode d'approximation de Newton.
8. Mécanisme de commande selon les revendications 1 à 7 caractérisé en ce que la durée de temporisation (T2) est mesurée en dessous de 1 seconde, en règle générale
elle est d'env. 0,2 à 0,8 seconde, de préférence env. 0,5 seconde.
9. Mécanisme de commande selon les revendications 1 à 8 caractérisé en ce que la puissance électrique (P) est réduite de façon exponentielle après avoir atteint
la durée de temporisation (T2).
10. Mécanisme de commande selon les revendications 1 à 9 caractérisé en ce que le dispositif de rappel (3) est formé en tant que ressort de rappel (3).