[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schläger für Ballspiele, insbesondere einen
Tennis-, Squash-, Badminton-, Racketball- oder Paddletennis-Schläger mit hervorragenden
Handlingeigenschaften, sowie ein Herstellungsverfahren für einen derartigen Schläger.
[0002] Derartige Schläger weisen typischerweise einen Rahmen auf, der einen Schlägerkopf
und einen damit verbundenen Griffabschnitt bildet. Typischerweise ist im Übergangsbereich
zwischen dem Schlägerkopf und dem Griffabschnitt ein sogenannter Herzbereich ausgebildet.
Üblicherweise ist der Rahmen aus einem Rahmenprofil gebildet, das häufig aus einem
kohlefaserverstärkten Kunststoffmaterial in einer Formpresse hergestellt wird. Der
Schlägerkopf des Schlägers definiert dabei eine Bespannungsebene, in der die Bespannung
des Schlägers angeordnet wird. Zur Aufnahme der Seiten der Bespannung werden am Rahmen
in der Bespannungsebene liegende Durchgangslöcher zur Durchführung von Bespannungsseiten
vorgesehen.
[0003] Darüber hinaus ist es bekannt, an unterschiedlichen Stellen des Rahmens voneinander
unterscheidende Querschnittsformen des Rahmenprofils vorzusehen, um beispielsweise
relativ leichte Schläger bereitstellen zu können. Auch aus anderen Gesichtspunkten
kann es vorteilhaft, Rahmenprofile mit sich entlang des Rahmens ändernden Querschnittsformen
vorzusehen.
[0004] So offenbart beispielsweise die EP 0 676 222 B1 einen Schläger mit einem Griff und
einem Rahmen, der einen Kopfabschnitt, Kraftverstärkungsabschnitte und flexible Abschnitte
aufweist, die entlang des gesamten Rahmens oder entlang eines vom Griff beabstandeten
Teils des Rahmens abwechselnd ausgebildet sind. Jeder Kraftverstärkungsabschnitt ist
durch einen hervorstehenden Rahmenabschnitt ausgebildet, der gemessen in einer Richtung
senkrecht zur Ebene des Rahmens eine relativ große Seitendicke aufweist. Jeder der
flexiblen Abschnitte ist durch einen vertieften Rahmenabschnitt ausgebildet, der gemessen
in einer Richtung senkrecht zu der Ebene des Rahmens eine relativ geringe Seitendicke
aufweist. Die Anzahl der hervorstehenden Kraftverstärkungsabschnitte beträgt 10 bis
20 und die Anzahl der vertieften flexiblen Abschnitte beträgt ebenfalls 10 bis 20.
Durch diese Schlägerkonstruktion sollen das ungenügende Beschleunigungsvermögen eines
Schlägers mit konventioneller Konstruktion des klassischen Typs sowie die ungenügende
Flexibilität eines konventionellen "Wide-Body"-Schlägers ausgeräumt werden.
[0005] Die DE 37 16 708 A1 offenbart einen Schläger mit einem Kopfbereich, der über einen
einen Halsbereich aufweisenden Abschnitt mit einem Griffstiel verbunden ist. Der Halsbereich
weist auf jeder seiner oberen und unteren Oberflächen, die sich im wesentlichen parallel
zur Schlagfläche des Kopfbereichs erstrecken, mehrere Ausnehmungen auf. Diese Ausnehmungen
sind symmetrisch und äquidistant zueinander angeordnet.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen verbesserten Schläger
bereitzustellen, der eine hervorragende Ballführung und -beschleunigung ermöglicht
und gleichzeitig in Leichtbauweise konstruiert werden kann. Diese Aufgabe wird mit
einem Schläger mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. In den abhängigen
Patentansprüchen sind bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Schlägers
beschrieben. Der unabhängige Verfahrensanspruch 13 betrifft ein Herstellungsverfahren
für einen derartigen Schläger. Die davon abhängigen Patentansprüche betreffen vorteilhafte
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0007] Der erfindungsgemäße Schläger für Ballspiele hat einen aus einem Rahmen- bzw. Hohlprofil
gebildeten Rahmen, der einen Schlägerkopf und einen damit vorzugsweise über einen
Herzbereich verbundenen Griffabschnitt aufweist. Der Schlägerkopf definiert eine Bespannungsebene.
Das Rahmenprofil weist vier muldenförmige Einbuchtungen auf, die jeweils paarweise
gegenüberliegend und symmetrisch zur Längsachse des Schlägers angeordnet sind.
[0008] Die muldenförmigen Einbuchtungen sind vorzugsweise derart am Rahmenprofil angeordnet,
dass sich in einer Richtung senkrecht zur Bespannungsebene des Schlägers eine Querschnittsverengung
bzw. -einschnürung ergibt.
[0009] Die Kopfform des Schlägers ist weitgehend beliebig und kann beispielsweise oval,
eiförmig, tropfenförmig, rechteckig mit abgerundeten Ecken sein. Zur Definition der
jeweiligen Position der muldenförmigen Einbuchtungen entlang des Umfangs des Schlägerkopfes
wird üblicherweise ein Ziffernblatt einer Uhr verwendet, wobei die 12 Uhr-Position
am äußersten bzw. freien Ende des Schlägerkopfes angeordnet ist (vgl. Figur 1). Die
3 Uhr- bzw. 9 Uhr-Position liegt dementsprechend etwa im Bereich der Mitte der Gesamtlänge
des Schlägerkopfes.
[0010] Vorzugsweise sind die vier muldenförmigen Einbuchtungen derart am Schlägerkopf angeordnet,
dass ein erstes Paar zwischen 2 Uhr und 4 Uhr, insbesondere bei etwa 3 Uhr, und ein
zweites Paar zwischen 8 Uhr und 10 Uhr, insbesondere bei etwa 9 Uhr vorgesehen ist.
Die muldenförmigen Einbuchtungen liegen dementsprechend etwa genauso weit vom Griffende
des Schlägers beabstandet wie das Zentrum der Schlagfläche bzw. der Bereich der Schlagfläche
mit maximaler Aufprallgeschwindigkeit. Unter Umständen kann diese bevorzugte Position
für die muldenförmigen Einbuchtungen auch etwa 1 cm bis 4 cm, bevorzugt auch 2 cm
bis 3 cm, vom Zentrum in Richtung des freien Ende des Schlägerkopfes verschoben sein.
[0011] Der erfindungsgemäße Schläger weist somit je Schlägerseite (Vorder- oder Rückseite)
zwei muldenförmige Einbuchtungen auf, von denen eine diesseits und die andere jenseits
der Längsachse des Schlägers angeordnet ist. Mit anderen Worten ist je Schlägerseite
und Schlägerhälfte jeweils eine einzige muldenförmige Einbuchtung - also insgesamt
exakt vier Einbuchtungen - am erfindungsgemäßen Schläger vorgesehen. Vorzugsweise
sind die Einbuchtungen im Bereich bei etwa 3 Uhr bzw. 9 Uhr angeordnet. Es ist somit
bevorzugt, jeweils ein Paar muldenförmiger Einbuchtungen im Bereich zwischen 2 Uhr
und 4 Uhr, insbesondere bei etwa 3 Uhr, und ein anderes Paar muldenförmiger Einbuchtungen
zwischen 8 Uhr und 10 Uhr, insbesondere bei etwa 9 Uhr, vorzusehen, d.h. die muldenförmigen
Einbuchtungen sind paarweise gegenüberliegend und symmetrisch zur Längsachse des Schlägers
angeordnet.
[0012] Die durch die am Rahmenprofil gegenüberliegend angeordneten muldenförmigen Einbuchtungen
bewirkte Querschnittseinschnürung ist vorzugsweise so bemessen, dass die Rahmenhöhe
(in Richtung senkrecht zur Bespannungsebene) in etwa 60 bis 95 %, stärker bevorzugt
70 bis 90 %, und noch stärker bevorzugt etwa 80 % der Höhe des Rahmenprofils außerhalb
der Einbuchtungen beträgt. Die Länge der Einbuchtung entlang des Rahmens liegt vorzugsweise
im Bereich zwischen 10 mm und 30 mm, stärker bevorzugt zwischen 12 mm und 25 mm, am
stärksten bevorzugst zwischen 15 mm und 23 mm. Die muldenförmigen Einbuchtungen weisen
vorzugsweise in Bespannungsebene betrachtet eine im Wesentlichen kreisbogenförmigen
Querschnitt auf, der beispielsweise einen Radius von etwa 15 mm bis 25 mm, stärker
bevorzugt von etwa 20 mm hat. Der Querschnitt kann aber auch elliptisch, hyperbolisch,
polygonal oder rechteckig mit abgerundeten Ecken sein.
[0013] Der erfindungsgemäße Schläger ist insbesondere hinsichtlich seiner verbesserten Ballführung
vorteilhaft. Darüber hinaus werden Schwingungen, die beim Schlagen des Balls entstehen,
weniger stark zum Griff abgeleitet als bei bekannten Schlägern. Gleichzeitig wird
jedoch das Beschleunigungsvermögen, das mit dem erfindungsgemäßen Schläger auf den
Ball übertragbar ist, verbessert. Die vorteilhaften Eigenschaften des erfindungsgemäßen
Schlägers sind vermutlich darauf zurückzuführen, dass durch die muldenförmigen Einbuchtungen
lokal das Biegewiderstandsmoment des Rahmenprofils reduziert wird, so dass durch diese
Einbuchtungen eine Art "Gelenk" ("Contol-Point") entsteht.
[0014] Wie bereits vorstehend erwähnt, ist der erfindungsgemäße Effekt insbesondere dann
besonders vorteilhaft erkennbar, wenn jeweils ein Paar muldenförmiger Einbuchtungen
im Bereich zwischen 2 Uhr und 4 Uhr, insbesondere bei etwa 3 Uhr, und ein weiteres
Paar muldenförmiger Einbuchtungen zwischen 8 Uhr und 10 Uhr, insbesondere bei etwa
9 Uhr, vorgesehen ist, wobei die muldenförmigen Einbuchtungen vorzugsweise gegenüberliegend
und symmetrisch zur Längsachse des Schlägers angeordnet sind. Die Einbuchtungen bei
etwa 3 Uhr und 9 Uhr sind dort, wo der Ball beim Spielen sehr häufig getroffen wird
(bezogen auf die Schlagfläche), so dass der Schläger durch die im Bereich der Einbuchtungen
bewirkte lokale Reduzierung des Biegewiderstandsmoment des Rahmenprofils den Ball
quasi "umschließt". Dies hat insbesondere eine längere Verweildauer des Balls auf
der Bespannung des Schlägers und damit eine verbesserte Ballkontrolle zur Folge.
[0015] Der erfindungsgemäße Effekt kann noch verstärkt werden, indem im Bereich der muldenförmigen
Einbuchtungen mindestens eine sich durch das Rahmenprofil hindurch erstreckende Öffnung
vorgesehen ist, die im Wesentlichen senkrecht zur Bespannungsebene verläuft. Vorzugsweise
erstreckt sich die Öffnung durch die paarweise gegenüberliegend angeordneten muldenförmigen
Einbuchtungen hindurch. Bei symmetrischer Anordnungen zweier Öffnungen weist somit
jede muldenförmige Einbuchtung je ein Loch auf, so dass in diesem Bereich die äußerste
Wand des Rahmenprofils, d.h. der von der Bespannungsebene jeweils am weitesten entfernt
liegende Teil der Wandung des Rahmenprofils, wesentlich geschwächt ist, wodurch das
Biegewiderstandsmoment des Rahmenprofils weiter reduziert wird.
[0016] Eine derartige Schwächung des Rahmenprofils wurde bisher als nicht realisierbar eingeschätzt,
da man davon ausging, dass dadurch der Rahmen zwangsläufig bei den durch das Spielen
auftretenden Belastungen brechen würde. Es hat sich jedoch gezeigt, dass durch die
Einbuchtungen und gegebenenfalls Öffnungen nicht nur eine besonders gute Ballführung
möglich wird, sondern gleichzeitig auch die erforderliche Stabilität des Schlägers
gewährleistet bleibt.
[0017] Die muldenförmigen Einbuchtungen werden vorzugsweise während des Ausformen des Schlägers
in der Formpresse ausgebildet. Die optionalen Öffnungen werden vorzugsweise nach dem
Ausformen des Schlägers in der Formpresse nachträglich am Rahmen ausgebildet. Sie
können jedoch auch während des Formgebungsverfahrens beispielsweise durch Einlegen
eines Kerns in die Form hergestellt werden. Die nachträgliche Ausbildung erfolgt vorzugsweise
durch Bohren, Fräsen oder Sägen.
[0018] Der Querschnitt der Öffnung ist im Falle des Bohrens üblicherweise kreisförmig zylindrisch,
kann jedoch auch jede andere Form haben. Eine kreisförmig ausgebildete Öffnung weist
vorzugsweise einen Durchmesser im Bereich zwischen 2 mm und 8 mm, stärker bevorzugt
zwischen 3 mm und 6 mm, auf. Bei einer durch Fräsen oder Sägen ausgebildeten Öffnung
werden üblicherweise die zwei gegenüberliegenden Löcher im Rahmenprofil unabhängig
voneinander erzeugt, wobei jedes der Löcher bei Blickrichtung parallel zur Bespannungsebene
vorzugsweise im Wesentlichen bogenoder muldenförmig ausgebildet ist. Es ist jedoch
auf jede andere Form für die Löcher möglich. Die Länge jedes der Löcher entlang des
Rahmens liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 1 mm und 10 mm, stärker bevorzugt zwischen
etwa 3 mm und 7 mm. Die Tiefe eines jeden Lochs entspricht mindestens der Wandstärke
des Rahmenprofils.
[0019] Die Breite der Löcher, d.h. ihre Abmessung in Richtung der Seitendurchgangslöcher
bzw. senkrecht zur Richtung des Rahmens an der betreffenden Stelle, liegt vorzugsweise
im Bereich zwischen 3 mm und 7 mm. Die Abmessungen des Lochs, insbesondere dessen
Breite und Tiefe, sollten so gewählt werden, dass das Loch nicht bis zu einer im Rahmen
vorgesehenen Nut zur Aufnahme eines Kopfbands reicht.
[0020] Analog zu den muldenförmigen Einbuchtungen sind die Öffnungen vorzugsweise paarweise
im Wesentlichen symmetrisch zur Längsachse des Schlägers vorgesehen, d.h. es können
zwei, vier, sechs oder mehr Öffnungen symmetrisch zur Längsachse des Schlägers vorgesehen
sein. Die mindestens eine Öffnung liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 2 Uhr und
4 Uhr und/oder zwischen 8 Uhr und 10 Uhr am Schlägerkopf. Besonders bevorzugt ist
die paarweise Anordnung von Öffnungen in diesem Bereich. Stärker bevorzugt wird mindestens
ein Paar von Öffnungen bei etwa 3 Uhr bzw. 9 Uhr am Schlägerkopf vorgesehen. Ferner
kann es vorteilhaft sein, mehrere Öffnungen je Seite vorzusehen, beispielsweise könnten
mehrere Öffnungen symmetrisch um die 3 Uhr- bzw. 9 Uhr-Stellung oder ausgehend von
3 Uhr bzw. 9 Uhr zum Griffabschnitt hin oder ausgehend von 3 Uhr bzw. 9 Uhr zum freien
Ende des Schlägerkopfes hin angeordnet sein. Vorzugsweise ist je eine durchgehende
Öffnung zentral bzw. mittig durch ein Paar gegenüberliegender muldenförmiger Einbuchtungen
vorgesehen.
[0021] Um das Eindringen von Schmutz und/oder Feuchtigkeit in das Rahmenprofil zu verhindern,
ist es bevorzugt, die Öffnung mit einem Einsatz auszustatten, so dass das Rahmenprofil
nach innen verschlossen ist. Bevorzugt ist der Einsatz rohrförmig mit einer Durchgangsöffnung
ausgebildet; er kann jedoch auch als Vollelement vorgesehen sein. Der Einsatz besteht
üblicherweise aus einem elastischen Material (z.B. Gummi), so dass die durch das Vorsehen
der Öffnungen erzielten vorteilhaften Effekte möglichst wenig beeinflusst werden.
Es ist auch möglich, die die Öffnung bildenden Löcher jeweils mit einem separaten
Deckel aus einem elastischen Material abzudecken, wodurch der gleiche Effekt erzielt
wird.
[0022] Ferner kann es bevorzugt sein, das Rahmenprofil im Bereich der Einbuchtungen und
der optionalen Öffnungen durch das Vorsehen von Verstärkungslagen zu verstärken. Dazu
sind insbesondere Verstärkungslagen aus Kohlefaser-, Glas- oder Aramidgewebe und/oder
einem unidirektionalen Prepreg geeignet, die unter einem Winkel von jeweils ± 45°
zur Längserstreckung des Rahmenprofils (d.h. schraubenlinienförmig in der Wand des
Rahmenprofils) angeordnet werden.
[0023] Der erfindungsgemäße Schläger wird nachstehend anhand bevorzugter Ausführungsformen
beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Schläger, in der ein Ziffernblatt
zur Angabe der jeweiligen Rahmenpositionen eingezeichnet ist;
- Fig. 2a
- eine vergrößerte Darstellung in perspektivischer Ansicht eines Bereichs des Rahmens
eines erfindungsgemäßen Schlägers mit muldenförmiger Einbuchtung;
- Fig. 2b
- eine vergrößerte Darstellung in perspektivischer Ansicht eines Bereichs des Rahmens
eines erfindungsgemäßen Schlägers mit muldenförmiger Einbuchtung und der optionalen
Öffnung;
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht (Ansicht in der Bespannungsebene) auf den Rahmen eines
erfindungsgemäßen Schlägers im Bereich der muldenförmigen Einbuchtungen;
- Fig. 4
- eine schematische Querschnittsansicht des Rahmenprofils eines erfindungsgemäßen Schlägers
gemäß der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform;
- Fig. 5
- eine perspektivische Schnittansicht des Rahmenprofils eines erfindungsgemäßen Schlägers
mit muldenförmigen Einbuchtungen und der optionalen Öffnung;
- Fig. 6a und 6b
- Diagramme, in denen die relativen Geschwindigkeitswerte über der Rahmenposition für
einen erfindungsgemäßen Schläger und für herkömmliche Schläger dargestellt sind; und
- Fig. 7a und 7b
- Diagramme, in denen die Kontaktzeit des Balls mit dem Schläger über der Rahmenposition
für einen erfindungsgemäßen Schläger und für herkömmliche Schläger dargestellt ist.
[0024] Die in Fig. 1 gezeigte schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schlägers 2
beinhaltet zum besseren Verständnis ein Ziffernblatt entsprechend einer normalen Uhr,
wobei die 12 Uhr-Position (XII) am äußersten freien Ende des Schlägers vorgesehen
ist.
[0025] Der erfindungsgemäße Schläger 2 weist einen Rahmen 4 auf, der einen Schlägerkopf
6 und einen damit vorzugsweise über einen Herzbereich 8 verbundenen Griffabschnitt
10 bildet. Der Rahmen 4 ist aus einem Rahmen- bzw. Hohlprofil gebildet (siehe Fig.
4). Der Schlägerkopf definiert eine Bespannungsebene des Schlägers. Zur Aufnahme der
Bespannung weist der Rahmen 4 im Bereich des Schlägerkopfes 6 mehrere im Wesentlichen
in der Bespannungsebene liegende Durchgangslöcher 7 (Fig. 3) zur Durchführung von
Bespannungssaiten 9 auf, von denen in dem Querschnitt gemäß Fig. 4 eine schematisch
dargestellt ist.
[0026] Erfindungsgemäß ist am Rahmenprofil im Allgemeinen zwischen etwa 2 Uhr und 4 Uhr,
insbesondere bei etwa 3 Uhr, bzw. zwischen etwa 8 Uhr und 10 Uhr, insbesondere bei
etwa 9 Uhr, jeweils ein Paar gegenüberliegender muldenförmiger Einbuchtungen 12 vorgesehen.
Somit sind insgesamt vier der Einbuchtungen 12 am erfindungsgemäßen Schläger 2 ausgebildet.
Durch die Einbuchtungen 12 ist die Rahmenhöhe in Richtung senkrecht zur Bespannungsebene
in diesem Bereich um den zweifachen Betrag der Tiefe T einer jeden muldenförmigen
Einbuchtung 12 verringert. Die Tiefen T der gegenüberliegenden Einbuchtungen 12 sind
vorzugsweise so dimensioniert, dass sich im Bereich der Einbuchtungen eine Rahmenhöhe
h ergibt, die etwa 60 bis 95 %, vorzugsweise etwa 70 bis 90 %, stärker bevorzugt etwa
80 %, der Rahmenhöhe H außerhalb der Einbuchtungen 12 beträgt. Folglich weist der
erfindungsgemäße Schläger beispielsweise bei einer Rahmenhöhe H von 20 mm im Bereich
der gegenüberliegenden Einbuchtungen 12 eine Rahmenhöhe h von etwa 16 mm auf.
[0027] Die Länge L der muldenförmigen Einbuchtungen entlang des Rahmens liegt typischerweise
in dem Bereich von 10 mm bis 30 mm, vorzugsweise zwischen 12 mm und 25 mm und stärker
bevorzugt zwischen 15 mm und 23 mm. Es ist ferner bevorzugt, die muldenförmige Einbuchtung
12 in Bespannungsebene betrachtet im Wesentlichen kreisbogenförmig auszubilden, wobei
Radien R im Bereich zwischen 15 mm und 25 mm bevorzugt sind. Ein Radius von etwa 20
mm ist derzeit besonders bevorzugt.
[0028] Die Breite B der muldenförmigen Einbuchtung, d.h. ihre Abmessung in Richtung der
Saitendurchgangslöcher bzw. senkrecht zur Richtung des Rahmens an der betreffenden
Stelle, hängt im Wesentlichen von der Querschnittsform des Rahmenprofils und der Tiefe
T der Einbuchtung 12 ab. Die muldenförmigen Einbuchtungen 12 erstrecken sich jedoch
typischerweise im wesentlichen über die gesamte Breite des Rahmenprofils.
[0029] Für einen Schläger mit einer Rahmenhöhe H von 19 mm und einem Radius der muldenförmigen
Einbuchtung von 20 mm ergibt sich eine Muldenlänge L von etwa 17 mm und eine Muldentiefe
T von etwa 1,9 mm, so dass die Rahmenhöhe h im Bereich der gegenüberliegenden Einbuchtungen
12 etwa 15,2 mm beträgt, d.h. etwa 80 % der Rahmenhöhe H. Für einen Schläger mit einer
Rahmenhöhe H von 28,5 mm ergibt sich bei gleichem Radius für die muldenförmigen Einbuchtungen
eine Muldenlänge L von etwa 20,6 mm und eine Muldentiefe von etwa 2,85 mm. Die verbleibende
Rahmenhöhe h im Bereich der Einbuchtungen 12 beträgt damit etwa 22,8 mm, was ebenfalls
einer Reduzierung der Rahmenhöhe auf 80 % der außerhalb der Einbuchtungen 12 liegenden
Rahmenhöhe H entspricht.
[0030] In Fig. 2a ist eine Einbuchtung 12 am Rahmen 4 des erfindungsgemäßen Schlägers näher
gezeigt.
[0031] In der in den Figuren 2b, 4 und 5 dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Schlägers 2 ist ferner eine optionale Öffnung 14 in der Mulde 12 vorgesehen, die sich
im Wesentlichen senkrecht zur Bespannungsebene bzw. zu den Durchgangslöchern 7 für
die Bespannungssaiten 9 durch das Rahmenprofil hindurch zur gegenüberliegenden Mulde
12 erstreckt, und zwar vorzugsweise mittig durch die Mulden. Die Öffnung 14 ist, wie
in Fig. 2b gezeigt, in Form einer im Wesentlichen kreiszylindrischen Durchgangsbohrung
ausgebildet. Die Bohrung erstreckt sich durch die beiden gegenüberliegenden Wände
des Rahmenprofils, so dass dadurch zwei gegenüberliegende, fluchtende Löcher im Rahmenprofil
gebildet werden. Der Durchmesser der Öffnung liegt vorzugsweise im Bereich zwischen
etwa 2 mm und 8 mm, stärker bevorzugt zwischen 3 mm und 6 mm.
[0032] Zur Vermeidung des Eintritts von Schmutz und/oder Feuchtigkeit in das Innere das
Rahmenprofils ist in der Öffnung 14 vorzugsweise ein Einsatz 16 vorgesehen, der das
Rahmenprofil zum Inneren der Öffnung 14 abschließt. Der Einsatz 16 ist vorzugsweise
rohrförmig, d.h. mit einer Durchgangsöffnung 18, ausgebildet. Er kann jedoch auch
als "Deckel" oder Vollprofil ausgebildet sein. Der Einsatz 16 wird typischerweise
aus einem weichen, elastischen Material hergestellt, so dass er die Eigenschaften
des Schlägers in diesem Bereich nicht wesentlich beeinflusst. Bevorzugt wird hierfür
ein transparenter Kunststoff (z.B. Gummi) verwendet. Der rohrförmige Einsatz 16 weist
vorzugsweise eine geringe Wandstärke von z.B. etwa 0,5 bis 1,5 mm, bevorzugt von etwa
0,5 bis 1 mm, auf.
[0033] Eine weitere Möglichkeit, die Öffnung 14 im Rahmen 4 des erfindungsgemäßen Schlägers
2 vorzusehen, besteht darin, anstelle einer Durchgangsbohrung durch das Rahmenprofil
an der Vorder- und Rückseite des Rahmens jeweils einzelne Löcher auszubilden. Wie
bereits vorstehend erwähnt, bilden zwei gegenüberliegende Löcher zusammen eine sich
durch das Rahmenprofil erstreckende Öffnung 14. Die Löcher können jede beliebige Form
aufweisen, sind jedoch vorzugsweise bei Blickrichtung parallel zur Bespannungsebene
im Wesentlichen bogen- oder muldenförmig ausgebildet. Dies kann beispielsweise durch
Fräsen oder Sägen realisiert werden.
[0034] Die Länge der Löcher entlang des Rahmens liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 1
mm und 10 mm, stärker bevorzugt zwischen 3 mm und 7 mm. Die größte Tiefe eines Lochs
entspricht mindestens der Wandstärke des Rahmenprofils, so dass das Rahmenprofil zumindest
teilweise vollständig abgetragen wird, um eine Öffnung in das Innere des Rahmenprofils
freizulegen. Als maximale Tiefe des Lochs ist vorzugsweise die Tiefe bis zu einer
Nut 20 (Fig. 4) zur Aufnahme eines Kopfbands 22 (Fig. 3) des Schlägers praktikabel.
Die Breite des Lochs liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 3 mm und 7 mm.
[0035] Auch im Fall derartiger Löcher ist es bevorzugt, die Öffnung mit einem im wesentlichen
rohrförmigen Einsatz oder Deckel auszustatten, dessen Form an die Form des Lochs angepasst
sein kann, so dass weder Schmutz noch Feuchtigkeit in das Innere des Rahmenprofils
gelangen kann.
[0036] Die muldenförmigen Einbuchtungen 12 werden bevorzugt beim Formenpressen des Schlägerrahmens
4 in das Rahmenprofil eingeformt, beispielsweise durch Vorsehen einer entsprechenden
Ausbuchtung in der Form. Ferner kann es bevorzugt sein, im Bereich der Einbuchtungen
12 eine oder mehrere Verstärkungslagen in dem das Rahmenprofil bildenden Material
vorzusehen. Dazu kann beispielsweise Kohlefasermaterial, Glas- oder Aramidgewebe und/oder
ein unidirektionales Prepreg unter einem Winkel von ± 45° zur Rahmenlängserstreckung
(d.h. schraubenlinienförmig in der Wand des Rahmenprofils) in das den Schlägerrahmen
bildende Rahmenprofil eingearbeitet werden. Diese geschieht vorzugsweise durch Übereinanderlegen
der verschiedenen Lagen von Rahmenmaterial und Verstärkungsmaterial und anschließendes
Rollen der übereinanderliegenden Materialien zu einem "Schlauch", der anschließend
in die Formpresse eingelegt und unter Einwirkung von Temperatur und Druck zum Rahmen
verpresst wird.
[0037] Der erfindungsgemäße Schläger ist insbesondere hinsichtlich seiner verbesserten Ballführung
und der Fähigkeit, dem Ball hervorragende Beschleunigungen zu verleihen, vorteilhaft.
Die vorteilhaften Eigenschaften des erfindungsgemäßen Schlägers sind vermutlich darauf
zurückzuführen, dass durch die muldenförmigen Einbuchtungen 12 das Biegewiderstandsmoment
des Rahmenprofils erheblich niedriger ist als in Bereichen des Rahmens ohne Einbuchtungen.
Dadurch wird eine Art "Gelenk" bereitgestellt, das die besonders vorteilhafte Ballführungscharakteristik
des Schlägers ermöglicht. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Schlägers liegt
in seiner verbesserten Dämpfung.
[0038] In Figuren 6a und 6b sind relative Geschwindigkeitswerte des erfindungsgemäßen Schlägers
an verschiedenen Rahmenpositionen im Vergleich zu herkömmlichen Schlägern grafisch
dargestellt. Die relative Geschwindigkeit ist in Figuren 6a und 6b als ACOR angegeben,
wobei gilt:

wobei V
ball(post_impact) die Geschwindigkeit des Balles unmittelbar nach dem Auftreffen des Balles auf die
Bespannung des Schlägers ist und V
racket(pre_impact) die Geschwindigkeit des Schlägers unmittelbar vor dem Treffen des Balls ist. Der
Markierung auf dem in den Diagrammen gemäß Figur 6a und 6b jeweils rechts schematisch
dargestellten Schläger gibt die Auftreffposition des Balls bezüglich der Längsachse
des Schlägers, die durch den Griffabschnitt verläuft, an. Gemäß Figur 6a trifft der
Ball etwas seitlich der Längsachse auf die Bespannung des Schlägers, wohingegen gemäß
Figur 6b der Ball mittig auf die Bespannung des Schlägers trifft. Auf der Abszisse
sind die Auftreffpositionen des Balls aufgetragen, wobei die Skala jeweils rechts
mit null beginnt, das heißt am Griffende, und zum Kopfende des Schlägers hin der Abstand
in Millimetern angegeben ist. Dies ist anhand des in den Figuren 6a und 6b jeweils
unten schematisch dargestellten Schlägers leicht nachvollziehbar.
[0039] Die jeweils oberste Kurve (weiß) in Figuren 6a und 6b stellt jeweils die relative
Geschwindigkeit eines erfindungsgemäßen Schlägers dar, der in den Figuren 6a und 6b
mit "LM8 ++" bezeichnet ist.
[0040] Im Vergleich dazu wurde ein herkömmlicher "LM 8" Schläger getestet, das heißt der
gleiche Schläger, für den die graue Kurve in Figuren 6a und 6b gilt, der jedoch keine
Einbuchtungen aufweist. Die Kurve erscheint in Figuren 6a und 6b schwarz und liegt
jeweils unterhalb der weißen Kurve für den gleichen Schläger mit Einbuchtungen.
[0041] Die unterste Kurve in Figuren 6a und 6b (grau) stellt einen Schläger nach dem Stand
der Technik in etwa der in der Beschreibungseinleitung gewürdigten EP 0 676 222 B1
dar. Wie aus den Figuren 6a und 6b erkennbar, weist dieser Schläger eine gegenüber
dem erfindungsgemäßen Schläger deutliche verringerte Relativgeschwindigkeit und damit
auch ein vergleichsweise schlechteres Beschleunigungsvermögen auf. Dies gilt sowohl
für den seitlichen Ballaufprall (Figur 6a) als auch für den mittigen Ballaufprall
(Figur 6b) über den gesamten Messbereich entlang des Schlägerkopfes.
[0042] In Figuren 7a und 7b ist jeweils die Kontaktzeit bzw. Verweildauer des Balls an der
Bespannung des Schlägers in Millisekunden über der Schlägerposition dargestellt, wobei
die Auftreffpositionen des Balls in der gleichen Weise wie in den Figuren 6a und 6b
dargestellt sind und wiederum bei Figur 7a Ballauftreffpunkte seitlich der Längsachse
des Schlägers und bei Figur 7b mittige Ballauftreffpunkte gemessen wurden. Wie in
Figur 7a erkennbar, ist die Kontaktzeit des erfindungsgemäßen Schlägers (weiße Linie)
über den gesamten Messbereich oberhalb der eines gleichen Schlägers ohne Einbuchtungen
(schwarze Linie) und ebenso nahezu über den gesamten Messbereich deutlich oberhalb
der des herkömmlichen Schlägers gemäß dem Stand der Technik nach EP 0 676 222 B1 (graue
Linie), d. h. die Kontaktzeit ist beim erfindungsgemäßen Schläger jeweils länger.
Für einen mittigen Aufprall gemäß der Darstellung von Figur 7b ist diese Charakteristik
noch ausgeprägter. Hier ist die Kontaktzeit des Balls am erfindungsgemäßen Schläger
(weiße Linie) ganz deutlich länger als bei dem Vergleichsschläger ohne Einbuchtungen
(schwarze Linie) und noch deutlicher länger als bei dem Schläger gemäß dem Stand der
Technik nach EP 0 676 222 B1 (graue Linie). Diese erhöhte Verweildauer bzw. Kontaktzeit
des Balls an der Bespannung des erfindungsgemäßen Schlägers führt zu einer erheblich
verbesserten Ballführung, so dass nicht nur die Beschleunigung des Balls sondern auch
die Zielgenauigkeit beim erfindungsgemäßen Schläger gegenüber dem Stand der Technik
erheblich gesteigert ist.
1. Schläger für Ballspiele mit einem einen Schlägerkopf (6) und einen damit verbundenen
Griffabschnitt (10) aufweisenden Rahmen (4), der aus einem Rahmenprofil gebildet ist,
wobei der Schlägerkopf (6) eine Bespannungsebene definiert und das Rahmenprofil im
Bereich des Schlägerkopfes (4) vier muldenförmige Einbuchtungen (12) aufweist, die
paarweise gegenüberliegend und im Wesentlichen symmetrisch zur Längsachse des Schlägers
(2) angeordnet sind.
2. Schläger nach Anspruch 1, wobei ein erstes Paar muldenförmiger Einbuchtungen (12)
zwischen 2 Uhr und 4 Uhr und ein zweites Paar muldenförmiger Einbuchtungen zwischen
8 Uhr und 10 Uhr vorgesehen sind, wobei zwei der muldenförmigen Einbuchten (12) an
einer Schlägervorderseite und zwei der muldenförmige Einbuchtungen (12) gegenüberliegend
an einer Schlägerrückseite ausgebildet sind.
3. Schläger nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein erstes Paar der muldenförmigen Einbuchtungen
(12) bei etwa 3 Uhr und ein zweites Paar muldenförmiger Einbuchtungen (12) bei etwa
9 Uhr ausgebildet sind, wobei zwei der muldenförmigen Einbuchtungen (12) an einer
Schlägervorderseite und zwei der muldenförmigen Einbuchtungen (12) gegenüberliegend
an einer Schlägerrückseite vorgesehen sind.
4. Schläger nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein erstes Paar muldenförmiger Einbuchtungen
(12) von der 3 Uhr-Position etwa 2 bis 3 cm zu einem freien Ende des Schlägers (2)
hin verschoben und ein zweites Paar muldenförmiger Einbuchtungen (12) von der 9 Uhr-Position
etwa 2 bis 3 cm zum freien Ende des Schlägers (2) hin verschoben ausgebildet sind,
wobei zwei der muldenförmigen Einbuchtungen (12) an einer Schlägervorderseite und
zwei der muldenförmigen Einbuchtungen (12) gegenüberliegend an einer Schlägerrückseite
ausgebildet sind.
5. Schläger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die gegenüberliegend angeordneten
muldenförmigen Einbuchtungen (12) jeweils eine Tiefe (T) aufweisen, so dass sich bei
Betrachtung parallel zur Bespannungsebene eine reduzierte Rahmenhöhe (h) ergibt, die
etwa im Bereich zwischen 60 % und 95 %, vorzugsweise zwischen 70 % und 90 %, stärker
bevorzugt bei etwa 80 %, einer Rahmenhöhe (H) benachbart zu den Einbuchtungen (12)
liegt.
6. Schläger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eine Länge (L) einer jeden muldenförmigen
Einbuchtung (12) entlang des Rahmenprofils im Bereich zwischen 10 mm und 30 mm, vorzugsweise
zwischen 12 mm und 25 mm und stärker bevorzugt zwischen 15 mm und 23 mm, liegt.
7. Schläger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei jede der muldenförmigen Einbuchtungen
bei Betrachtung parallel zur Bespannungsebene im wesentlichen kreisbogenförmig ausgebildet
ist und einen Kreisbogenradius im Bereich zwischen 15 mm und 25 mm, vorzugsweise von
etwa 20 mm, aufweist.
8. Schläger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei jedes Paar gegenüberliegender Einbuchtungen
(12) eine Öffnung (14) aufweist, die im Wesentlichen senkrecht zur Bespannungsebene
des Schläger (2) verläuft und sich durch das Rahmenprofil hindurch erstreckt.
9. Schläger nach Anspruch 8, wobei die Öffnung kreiszylindrisch ausgebildet ist und einen
Durchmesser (D) aufweist, der im Bereich zwischen 2 mm und 8 mm, vorzugsweise zwischen
3 mm und 6 mm, liegt.
10. Schläger nach Anspruch 8 oder 9, wobei in der Öffnung (14) ein im Wesentlichen rohrförmiger
Einsatz (16) vorgesehen ist, um das Rahmenprofil nach innen abzuschließen.
11. Schläger nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Rahmenprofil im Bereich der
vier muldenförmigen Einbuchtungen (14) eine oder mehrere Verstärkungslagen aufweist.
12. Schläger nach Anspruch 11, wobei die Verstärkungslage Kohlefaser-, Glas- oder Aramidgewebe
und/oder ein unidirektionales Prepreg aufweist und unter ± 45° zur Rahmenerstreckung
angeordnet ist.
13. Verfahren zur Herstellung eines Schlägers, insbesondere nach einem der Ansprüche 1
bis 12, mit den Schritten:
a) Ausbilden eines aus einem Rahmenprofil bestehenden Rahmens (4), der einen Schlägerkopf
(6) und einen damit verbundenen Griffabschnitt (10) aufweist; und
b) Vorsehen von vier muldenförmigen Einbuchtungen (12), die paarweise gegenüberliegend
und im Wesentlichen symmetrisch zur Längsachse des Schlägers (2) am Schlägerkopf (6)
angeordnet sind.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei die muldenförmigen Einbuchtungen (12) während des
Formpressens des Rahmenprofils gleichzeitig mit dem Rahmen (4) ausgebildet werden.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, wobei je Einbuchtung (12) mindestens eine Öffnung
(14) im Rahmenprofil ausgebildet wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Öffnung durch Bohren, Fräsen oder Sägen ausgebildet
wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, wobei in die Öffnung ein im Wesentlichen rohrförmiger
Einsatz eingebracht wird, um das Rahmenprofil nach innen abzuschließen.