[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung fälschungssicherer Identifikationsmerkmale,
die einen Farbkippeffekt, bewirkt durch metallische Cluster, die über eine definierte
transparente Schicht von einer Spiegelschicht getrennt sind, aufweisen.
[0002] Aus
WO 02/18155 ist ein Verfahren zur fälschungssicheren Markierung von Gegenständen bekannt, wobei
der Gegenstand mit einer Markierung bestehend aus einer elektromagnetische Wellen
reflektierenden ersten Schicht auf die eine für elektromagnetische Wellen durchlässige
inerte Schicht mit einer definierten Dicke aufgebracht wird, worauf auf diese inerte
Schicht eine aus metallischen Clustern gebildete dritte Schicht folgt, versehen wird.
WO 01/53113 beschreibt optisch variable Sicherheitselemente, die einen winkelabhängigen Farbkippeffekt
aufweisen, wobei der Aufbau im Wesentlichen aus einer Reflektorschicht, einer dielektrischen
Schicht und einer Absorberschicht besteht.
WO 02/051646 A) beschreibt eine Dekorfolie, die als Schichtverbund aufgebaut ist und eine transparente
Basisfolie, eine transparente Deckschicht und eine dazwischen angeordnete transparente
dielektrische transparente Schicht aufweist. Zwischen der dielektrischen Schicht und
der Deckschicht ist zumindest partiell eine Metallschicht angeordnet.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es ein Verfahren zur Herstellung von fälschungssicheren
Identifikationsmerkmalen auf flexiblen Materialien bereitzustellen, wobei die Fälschungssicherheit
durch eine sichtbare Farbänderung unter verschiedenen Betrachtungswinkeln (Kippeffekt),
die auch maschinenlesbar sein soll, gegeben ist. Im maschinell ausgelesenen Spektrum
soll das Herstellungsverfahren eindeutig codiert werden.
[0004] Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung von fälschungssicheren
Identifikationsmerkmalen bestehend aus jeweils mindestens einer elektromagnetische
Wellen reflektierenden Schicht (2), einer optisch transparent ausgebildeten Abstandsschicht
(3) und einer Schicht gebildet von metallischen Clustem (4).
[0005] Die weiteren wesentlichen Merkmale der Erfindung sind in den unabhängigen Ansprüchen
1 bis 3 definiert.
[0006] Als Trägersubstrat kommen vorzugsweise flexible Kunststofffolien, beispielsweise
aus PI, PP, MOPP, PE, PPS, PEEK, PEK, PEI, PSU, PAEK, LCP, PEN, PBT, PET, PA, PC,
COC, POM, ABS, PVC in Frage. Die Trägerfolien weisen vorzugsweise eine Dicke von 5
- 700 µm, bevorzugt 8 - 200 µm, besonders bevorzugt 12 - 50 µm auf.
Ferner können als Trägersubstrat auch Metallfolien, beispielsweise Al-, Cu-, Sn-,
Ni-, Fe- oder Edelstahlfolien mit einer Dicke von 5 - 200 µm, vorzugsweise 10 bis
80 µm, besonders bevorzugt 20 - 50 µm dienen. Die Folien können auch oberflächenbehandelt,
beschichtet oder kaschiert, beispielsweise mit Kunststoffen, oder lackiert sein.
Ferner können als Trägersubstrate auch zellstofffreies oder zellstoffhaltiges Papier,
thermoaktivierbares Papier oder Verbunde mit Papier, beispielsweise Verbunde mit Kunststoffen
mit einem Flächengewicht von 20 - 500 g/m
2, vorzugsweise 40 - 200 g/m
2, verwendet werden.
[0007] Auf das Trägersubstrat wird eine elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht
aufgebracht. Diese Schicht kann vorzugsweise aus Metallen, wie beispielsweise Aluminium,
Gold, Chrom, Silber, Kupfer, Zinn, Platin, Nickel und deren Legierungen, beispielsweise
Nickel/Chrom, Kupfer/Aluminium und dergleichen bestehen.
[0008] Die elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht kann vollflächig oder partiell
durch bekannte Verfahren, wie Sprühen, Bedampfen, Sputtern, Drucken (Tief-, Flexo-,
Sieb-, Digitaldruck), Lackieren, Walzenauftragsverfahren und dergleichen aufgebracht
werden.
[0009] Zur partiellen Aufbringung eignet sich besonders ein Verfahren unter Verwendung eines
löslichen Farbauftrags zur Herstellung der partiellen Metallisierung. Dabei wird in
einem ersten Schritt auf dem Trägersubstrat ein in einem Lösungsmittel löslicher Farbauftrag
aufgebracht, in einem zweiten Schritt diese Schicht gegebenenfalls mittels eines Inline-Plasma-,
Corona- oder Flammprozesses behandelt und in einem dritten Schritt eine Schicht des
zu strukturierenden Metalls bzw. der Metalllegierung aufgebracht, worauf in einem
vierten Schritt der Farbauftrag mittels eines Lösungsmittels, gegebenenfalls kombiniert
mit einer mechanischen Einwirkung, entfernt wird.
Der lösliche Farbauftrag kann vollflächig oder partiell erfolgen, die Aufbringung
des Metalls bzw. der Metalllegierung erfolgt vollflächig oder partiell.
[0010] Die Aufbringung des Farbauftrags kann durch ein beliebiges Verfahren, beispielsweise
durch Tiefdruck, Flexodruck, Siebdruck, Digitaldruck und dergleichen erfolgen. Die
verwendete Farbe bzw. der verwendete Lack ist in einem Lösungsmittel, vorzugsweise
in Wasser löslich, es kann jedoch auch eine in jedem beliebigen Lösungsmittel, beispielsweise
in Alkohol, Estern und dergleichen lösliche Farbe verwendet werden. Die Farbe bzw.
der Lack können übliche Zusammensetzungen auf Basis von natürlichen oder künstlichen
Makromolekülen sein. Die lösliche Farbe kann pigmentiert oder nicht pigmentiert sein.
Als Pigmente können alle bekannten Pigmente verwendet werden. Besonders geeignet sind
TiO
2, ZnS, Kaolin und dergleichen.
[0011] Anschließend wird das bedruckte Trägersubstrat gegebenenfalls mittels eines Inline-Plasma-
(Niederdruck- oder Atmosphärenplasma-), Corona- oder Flammprozesses behandelt. Durch
energiereiches Plasma, beispielsweise Ar- oder Ar/O
2-Plasma wird die Oberfläche von Tonungsresten der Druckfarben gereinigt.
[0012] Gleichzeitig wird die Oberfläche aktiviert. Dabei werden endständige polare Gruppen
an der Oberfläche erzeugt. Dadurch wird die Haftung von Metallen und dergleichen an
der Oberfläche verbessert.
[0013] Gegebenenfalls kann gleichzeitig mit der Anwendung der Plasma- bzw. Corona- oder
Flammbehandlung oder im Anschluss daran, eine dünne Metall- oder Metalloxidschicht
als Haftvermittler, beispielsweise durch Sputtern oder Aufdampfen aufgebracht werden.
Besonders geeignet sind dabei Cr, Al, Ag, Ti, Cu, TiO
2, Si-Oxide oder Chromoxide. Diese Haftvermittlerschicht weist im allgemeinen eine
Dicke von 0,1 nm - 5nm, vorzugsweise 0,2 nm - 2nm, besonders bevorzugt 0,2 nm bis
1 nm auf.
[0014] Dadurch wird die Haftung der partiell oder vollflächig aufgebrachten elektromagnetische
Wellen reflektierenden Metall- bzw. Metalllegierungsschicht weiter verbessert.
[0015] Eine partielle, elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht kann aber auch durch
ein übliches bekanntes Ätzverfahren hergestellt werden.
[0016] Die Dicke der elektromagnetische Wellen reflektierenden Schicht beträgt vorzugsweise
etwa 10 - 50 nm, wobei aber auch höhere bzw. geringere Schichtdicken möglich sind.
Werden Metallfolien als Trägersubstrat verwendet, so kann das Trägersubstrat selbst
bereits die elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht bilden. Vorzugsweise
beträgt die Reflexion dieser Schicht für elektromagnetische Wellen, insbesondere in
Abhängigkeit von der Dicke der Schicht bzw. der verwendeten Metallfolie 10 -100%.
[0017] Die darauf folgende polymere Schicht bzw. die polymeren Schichten können ebenfalls
vollflächig oder partiell aufgebracht werden.
Die polymeren Schichten bestehen beispielsweise aus Farb- oder Lacksystemen auf Basis
von Nitrocellulose, Epoxy-, Polyester-, Kolophonium-, Acrylat-, Alkyd-, Melamin-,
PVA-, PVC-, Isocyanat- oder Urethansystemen.
[0018] Diese polymere Schicht dient im wesentlichen als transparente Abstandsschicht, kann
aber je nach Zusammensetzung in einem bestimmten Spektralbereich absorbierend sein.
Gegebenenfalls kann diese absorbierende Eigenschaft auch durch Beimengung eines geeigneten
Chromophors verstärkt werden. Durch die Auswahl verschiedener Chromophore kann ein
geeigneter Spektralbereich ausgewählt werden. Dadurch kann neben dem Kippeffekt auch
die polymere Schicht zusätzlich maschinenlesbar gestaltet werden. So kann beispielsweise
im blauen Spektralbereich (im Bereich von etwa 400 nm) ein gelber AZO-Farbstoff, beispielsweise
Anilide; Rodural, Eosin, eingesetzt werden. Der Farbstoff verändert darüber hinaus
das Spektrum der Markierung in charakteristischer Weise.
[0019] Diese polymere Schicht kann, in Abhängigkeit von der Qualität der Adhäsion auf der
Trägerbahn bzw. einer gegebenenfalls darunter liegenden Schicht Entnetzungseffekte
zeigen, was zu einer charakteristischen, makroskopischen lateralen Strukturierung
führt.
Diese Strukturierung lässt sich beispielsweise durch Modifikation der Oberflächenenergie
der Schichten, beispielsweise durch Plasmabehandlung, Coronabehandlung, Elektronen-,
Ionenstrahlbehandlung oder durch Lasermodifikation gezielt verändern.
Ferner ist es möglich eine Haftvermittlerschicht mit bereichsweise unterschiedlicher
Oberflächenenergie aufzubringen.
[0020] Die polymere Schicht weist eine definierte Dicke, vorzugsweise 10 nm bis 3 µm, besonders
bevorzugt 100 - 1000 nm auf. Werden mehrere polymere Schichten aufgebracht, können
diese jeweils unterschiedliche Dicken aufweisen.
[0021] Die polymere Schicht wird durch Aufstreichen, Lackieren, Gießen, Sprühen, Drucken
(Siebdruck-, Tiefdruck- Flexodruck, oder Digitaldruckverfahren) oder Walzenauftragsverfahren
aufgebracht.
[0022] Die polymere Schicht wird in einem Verfahren aufgebracht, das die Aufbringung sehr
homogener Schichtdicken über große Flächen erlaubt. Eine homogene Schichtdicke ist
deshalb erforderlich um im fertigen Produkt eine gleichmäßige Farberscheinung zu gewährleisten.
Die Toleranzen betragen nicht mehr als ± 5%, vorzugsweise ≤ ±2%.
[0023] Besonders geeignet ist dabei ein Druckverfahren, wobei die Farbe oder der Lack aus
einer temperaturgeregelten Lackwanne über einen Tauchzylinder und eine Übertragswalze
auf den Druckzylinder aufgebracht wird, wobei im wesentlichen nur die Vertiefungen
des Druckzylinders mit der Farbe oder dem Lack gefüllt werden. Mittels einer Rakel
wird überschüssige Farbe oder Lack abgestreift und gegebenenfalls mittels einer Blasleiste
weiter abgetrocknet.
[0024] Auf die polymere Schicht wird anschließend eine Schicht gebildet aus metallischen
Cluster aufgebracht. Die metallischen Cluster können beispielsweise aus Aluminium,
Gold, Palladium, Platin, Chrom, Silber, Kupfer, Nickel und dergleichen oder deren
Legierungen, wie beispielsweise Au/Pd oder Cr/Ni bestehen.
Diese Clusterschicht wird durch Sputtern (beispielsweise Ionenstrahl oder Magnetron)
oder Verdampfen (Elektronenstrahl) aus einer Lösung oder durch Adsorption aufgebracht.
[0025] Bei der Herstellung der Clusterschicht in Vakuumprozessen kann vorteilhafterweise
das Wachstum der Cluster und damit deren Form sowie die optischen Eigenschaften durch
Einstellung der Oberflächenenergie oder der Rauhigkeit der darunterliegenden Schicht
beeinflusst werden. Dies verändert in charakteristischer Weise die Spektren. Dies
kann beispielsweise durch thermische Behandlung im Beschichtungsprozess oder durch
Vorheizen des Substrats erfolgen.
So kann zum Beispiel die Form und damit auch die optischen Eigenschaften der Cluster
durch Einstellung der Oberflächenenergie bzw. des Kondensationskoeffizienten des Metalls
auf der darunterliegenden Schicht beeinflusst werden.
Diese Parameter können beispielsweise durch Behandlung der Oberfläche mit oxidierenden
Flüssigkeiten, beispielsweise mit Na-Hypochlorit oder in einem PVD oder CVD-Prozess
erfolgen.
[0026] Die Clusterschicht wird vorzugsweise mittels Sputtern aufgebracht. Dabei werden die
Eigenschaften der Schicht, insbesondere die Dichte und die Struktur, vor allem durch
die Leistungsdichte, die verwendete Gasmenge und deren Zusammensetzung, die Temperatur
des Substrats und die Bahngeschwindigkeit eingestellt.
[0027] Beim Aufbringen aus der Lösung mittels nasschemischer Verfahren werden in einem ersten
Schritt die Cluster in Lösung hergestellt, anschließend die Cluster derivatisiert,
aufkonzentriert und direkt auf die polymere Oberfläche aufgebracht.
[0028] Zur Aufbringung mittels drucktechnischer Verfahren werden nach dem Aufkonzentrieren
der Cluster geringe Mengen eines inerten Polymers, beispielsweise PVA, Polymethylmethacrylat,
Nitrocellulose-, Polyester-oder Urethansysteme zugemischt. Die Mischung kann dann
anschließend mittels eines Druckverfahrens, beispielsweise Sieb-, Flexo- oder vorzugsweise
Tiefdruckverfahren auf die polymere Schicht aufgebracht werden.
[0029] Die Dicke der Clusterschicht beträgt vorzugsweise 2 - 20 nm, besonders bevorzugt
3-10 nm.
[0030] Zusätzlich kann darüber eine Schutzschicht mit vakuumtechnischen oder drucktechnischen
Verfahren aufgebracht werden.
[0031] In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Polymerschicht durch Modifikation der
Oberflächenenergie gezielt strukturiert.
Die Strukturen erscheinen dann durch die anschließend aufgebrachte Clusterschicht
aufgrund des Farbeffekts sehr kontrastreich, wodurch sie für das Auge leicht erkennbar
sind. Daher wird durch eine solche Strukturierung ein zusätzliches fälschungssicheres
Merkmal erzeugt.
[0032] Ferner kann diese Strukturierung durch Fingerprint-Algorithmen in eineindeutige Codes
verwandelt werden, die dann maschinell auslesbar sind.
Dadurch kann eine Strukturierung einem definierten Zahlenwert zugeordnet werden, wobei
Markierungen mit gleichen Herstellparametem, d.h. mit gleichem Farbeffekt, individualisierbar
werden.
[0033] Zur Anwendung insbesondere als Sicherheitsmerkmal können die einzelnen Schichtkombinationen
auch auf getrennten Substraten aufgebracht werden.
So kann beispielsweise die elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht und die
polymere Abstandsschicht auf einem ersten Substrat aufgebracht sein, das beispielsweise
auf ein Wertdokument aufgebracht oder in dieses Wertdokument eingebracht sein kann.
Auf ein weiteres Substrat kann dann die Clusterschicht aufgebracht sein, die gegebenenfalls
mit einer Klebeschicht versehen ist. Durch Zusammenfügen der beiden beschichteten
Substrate erscheint dann nach dem Schlüssel/Schloss-Prinzip der charakteristische
Farbeffekt.
[0034] Das Trägersubstrat kann auch bereits eine oder mehrere funktionelle und/oder dekorative
Schichten aufweisen.
Als solche Farb- bzw. Lackschichten können jeweils verschiedenste Zusammensetzungen
verwendet werden. Die Zusammensetzung der einzelnen Schichten kann insbesondere nach
deren Aufgabe variieren, je nach dem ob die einzelnen Schichten ausschließlich Dekorationszwecken
dienen oder eine funktionelle Schicht sein sollen oder ob die Schicht sowohl eine
Dekorationsals auch eine funktionelle Schicht sein soll.
[0035] Die zu druckenden Schichten können pigmentiert oder nicht pigmentiert sein. Als Pigmente
können alle bekannten Pigmente, wie beispielsweise Titandioxid, Zinksulfid, Kaolin,
ATO, FTO, ITO, Aluminium, Chrom- und Siliciumoxide als auch farbige Pigmente verwendet
werden. Dabei sind lösungsmittelhaltige Lacksysteme als auch Systeme ohne Lösungsmittel
verwendbar.
Als Bindemittel kommen verschiedene natürliche oder synthetische Bindemittel in Frage.
[0036] Die funktionellen Schichten können beispielsweise bestimmte elektrische, magnetische,
spezielle chemische, physikalische und auch optische Eigenschaften aufweisen.
[0037] Zur Einstellung elektrischer Eigenschaften, beispielsweise Leitfähigkeit können beispielsweise
Graphit, Ruß, leitfähige organische oder anorganische Polymere. Metallpigmente (beispielsweise
Kupfer, Aluminium, Silber, Gold, Eisen, Chrom Blei und dergleichen), Metallegierungen
wie Kupfer-Zink oder Kupfer- Aluminium oder deren Sulfide oder Oxide, oder auch amorphe
oder kristalline keramische Pigmente wie ITO und dergleichen zugegeben werden. Weiters
können auch dotierte oder nicht dotierte Halbleiter wie beispielsweise Silicium, Germanium
oder Ionenleiter wie amorphe oder kristalline Metalloxide oder Metallsulfide als Zusatz
verwendet werden. Ferner können zur Einstellung der elektrischen Eigenschaften der
Schicht polare oder teilweise polare Verbindungen, wie Tenside oder unpolare Verbindungen
wie Silikonadditive oder hygroskopische oder nicht hygroskopische Salze verwendet
oder zugesetzt werden.
[0038] Zur Einstellung der magnetischen Eigenschaften können paramagnetische, diamagnetische
und auch ferromagnetische Stoffe, wie Eisen, Nickel und Cobalt oder deren Verbindungen
oder Salze (beispielsweise Oxide oder Sulfide) verwendet werden.
[0039] Die optischen Eigenschaften der Schicht lassen sich durch sichtbare Farbstoffe bzw.
Pigmente, lumineszierende Farbstoffe bzw. Pigmente, die im sichtbaren, im UV-Bereich
oder im IR-Bereich fluoreszieren bzw. phosphoreszieren, Effektpigmente, wie Flüssigkristalle,
Perlglanz, Bronzen und/oder wärmeempfindliche Farben bzw. Pigmente beeinflussen. Diese
sind in allen möglichen Kombinationen einsetzbar. Zusätzlich können auch phosphoreszierende
Pigmente allein oder in Kombination mit anderen Farbstoffen und/oder Pigmenten eingesetzt
werden.
[0040] Es können auch verschiedene Eigenschaften durch Zufügen verschiedener oben genannter
Zusätze kombiniert werden. So ist es möglich angefärbte und/oder leitfähige Magnetpigmente
zu verwenden. Dabei sind alle genannten leitfähigen Zusätze verwendbar.
Speziell zum Anfärben von Magnetpigmenten lassen sich alle bekannten löslichen und
nicht löslichen Farbstoffe bzw. Pigmente verwenden. So kann beispielsweise eine braune
Magnetfarbe durch Zugabe von Metallen in ihrem Farbton metallisch, z.B. silbrig eingestellt
werden.
[0041] Ferner können beispielsweise Isolatorschichten aufgebracht werden. Als Isolatoren
sind beispielsweise organische Substanzen und deren Derivate und Verbindungen, beispielsweise
Farb- und Lacksysteme, z.B. Epoxy-, Polyester-, Kolophonium-, Acrylat-, Alkyd-, Melamin-,
PVA-, PVC-, Isocyanat-, Urethansysteme, die strahlungshärtend sein können, beispielsweise
durch Wärme- oder UV-Strahlung, geeignet.
[0042] Diese Schichten können durch bekannte Verfahren, beispielsweise durch Bedampfen,
Sputtern, Drucken (beispielsweise Tief-, Flexo-, Sieb-, Digitaldruck und dergleichen),
Sprühen, Galvanisieren, Walzenauftragsverfahren und dergleichen aufgebracht werden.
Die Dicke der funktionellen Schicht beträgt 0,001 bis 50 µm, vorzugsweise 0,1 bis
20 µm.
[0043] Durch ein- oder mehrmalige Wiederholung eines oder mehrerer beschriebener Verfahrensschritte
können Multilayer-Aufbauten hergestellt werden, die in den übereinander aufgebrachten
Schichten unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Es ist dabei möglich durch Kombination
von verschiedenen Eigenschaften der einzelnen Schichten, beispielsweise Schichten
mit unterschiedlicher Leitfähigkeit, Magnetisierbarkeit, optischen Eigenschaften,
Absorptionsverhalten und dergleichen, Aufbauten zum Beispiel für Sicherheitselemente
mit mehreren präzisen Echtheitsmerkmalen herzustellen.
[0044] Die Schichten können jeweils vollflächig oder partiell bereits auf dem Substrat vorhanden
sein, bzw. aufgebracht werden.
[0045] Dabei können die Verfahrensschritte beliebig oft wiederholt werden, wobei beispielsweise
bei vollflächiger Aufbringung einer funktionellen Schicht der Farbauftrag gegebenenfalls
entfallen kann.
[0046] Es können aber auch beispielsweise in bekannten Direktmetallisierungsverfahren oder
in Metallisierungsverfahren mit Ätzen partielle Metallschichten bzw. in bekannten
Mehrfarben-Druckverfahren weitere Schichten aufgebracht werden.
[0047] Gegebenenfalls kann die so hergestellte beschichtete Folie auch noch durch eine Schutzlackschicht
geschützt werden oder beispielsweise durch Kaschieren oder dergleichen weiterveredelt
werden.
[0048] Gegebenenfalls kann das Produkt mit einem siegelfähigen Kleber, beispielsweise einem
Heiß- oder Kaltsiegelkleber auf das entsprechende Trägermaterial appliziert werden,
oder beispielsweise bei der Papierherstellung für Sicherheitspapiere durch übliche
Verfahren in das Papier eingebettet werden.
[0049] Diese Siegelkleber können mit sichtbaren oder im UV-Licht sichtbaren, fluoreszierenden,
phosphoreszierenden oder Laser- und IR-Strahlung absorbierenden Merkmalen zur Erhöhung
der Fälschungssicherheit ausgestattet sein. Diese Merkmale können auch in Form von
Mustern oder Zeichen vorhanden sein oder farbliche Effekte zeigen, wobei im Prinzip
beliebig viele Farben, vorzugsweise 1 bis 10 Farben oder Farbmischungen, möglich sind.
[0050] Das Trägersubstrat kann bei einseitiger Beschichtung nach der Anwendung entfernt
werden oder am Produkt verbleiben. Dabei kann die Trägerfolie gegebenenfalls auf der
nicht beschichteten Seite besonders ausgerüstet werden, beispielsweise kratzfest,
antistatisch und dergleichen. Gleiches gilt für eine etwaige Lackschicht auf dem Trägersubstrat.
[0051] Ferner kann der Schichtaufbau transferierbar oder nicht transferierbar eingestellt
werden, gegebenenfalls mit einer Transferlackschicht, die gegebenenfalls eine Diffraktionsstruktur,
beispielsweise eine Hologrammstruktur aufweisen kann, versehen sein.
[0052] Der erfindungsgemäße Aufbau kann auch invers auf dem Trägermaterial aufgebracht werden,
wobei auf ein Trägersubstrat eine Schicht gebildet aus metallischen Clustern, die
mittels eines vakuumtechnischen Verfahrens oder aus lösungsmittelbasierten Systemen
hergestellt wird und anschließend eine oder mehrere partielle und/oder vollflächige
polymere Schichten definierter Dicke aufgebracht werden und darauf eine partielle
oder vollflächige elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht auf die Abstandschicht,
aufgebracht wird.
[0053] In den Fig. 1 - 6 sind Beispiele für erfindungsgemäße Sicherheitsmerkmale dargestellt.
Darin bedeuten 1 das Trägersubstrat, 2 die elektromagnetische Wellen reflektierende
erste Schicht, 3 die transparente Schicht, 4 die aus metallischen Clustern aufgebaute
Schicht, 5 ein optisch transparentes Substrat, 6 eine Klebe- bzw. Laminierschicht.
Fig. 1 zeigt eine schematische Querschnittsansicht einer ersten ständig sichtbaren
Markierung auf einem Trägersubstrat,
Fig. 2 eine schematische Querschnittsansicht einer nicht ständig sichtbaren ersten
Markierung auf einem Trägersubstrat sowie einem zum Nachweis bzw.
zur Sichtbarmachung geeigneten zweiten Trägersubstrat,
Fig. 3 eine schematische Querschnittsansicht einer ständig sichtbaren ersten laminier-
oder klebbaren Markierung,
Fig. 4 eine schematische Querschnittsansicht einer weiteren ständig sichtbaren zweiten
laminier- oder klebbaren Markierung.
Fig. 5 eine schematische Querschnittsansicht einer nicht ständig sichtbaren ersten
laminier oder klebbaren Markierung sowie einem zum Nachweis bzw.
zur Sichtbarmachung geeigneten zweiten Trägersubstrat.
Fig. 6 ein im large-scale kontinuierlich beschichtetes fälschungssicher markiertes
Trägersubstrat, welches teilweise auf Rollen aufgewickelt ist
[0054] Bei den in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Markierungen ist eine elektromagnetische Wellen
reflektierende erste Schicht mit (2) bezeichnet. Es kann sich dabei um eine dünne
Schicht aus z.B. Aluminium handeln. Die erste Schicht (2) kann aber auch eine aus
metallischen Clustern gebildete Schicht sein, welche auf einem Träger (1) aufgebracht
ist. Bei dem Träger (1) kann es sich um das zu markierende Trägersubstrat handeln.
Die inerte Abstandschicht ist mit (3) bezeichnet. Die metallischen Cluster (4) sind
zweckmäßigerweise z.B. aus Kupfer hergestellt.
In den Fig. 3 bis 5 ist die zur Weiterverarbeitung des fälschungssicher markierten
Trägersubstrats vorgesehene Klebe- oder Laminierschicht mit (6) benannt. Die das charakteristische
Farbspektrum erzeugende Änderung des reflektierten Lichts im Vergleich zum einfallenden
Licht ist in diesen beiden Fig. mittels des Graustufenverlaufs in einem Pfeil visualisiert.
[0055] Bei den in den Fig. 1 und 3 gezeigten Markierungen ist auf der zweiten Schicht (3)
eine aus metallischen Clustern hergestellte dritte Schicht (4) aufgebracht. Die zweite
Schicht (3) ist dabei auf einer Spiegelschicht (2) aufgebracht. Ferner ist in Fig.
1 und 3 die Spiegelschicht auf einem Trägersubstrat (1) aufgebracht.
[0056] In der Fig. 4 wird auf einem Trägersubstrat (1) zuerst die aus metallischen Clustern
gebildete dritte Schicht (4), dann die zweite Schicht (3), dann die Spiegelschicht
(2) und zuletzt die Klebe- oder Laminierschicht (6) aufgebracht.
[0057] Bei den in Fig. 2 und 5 gezeigten Markierungen ist lediglich die optisch transparent
ausgebildete zweite Schicht (3) auf der elektromagnetisch reflektierenden ersten Schicht
(2) und diese auf einem Trägersubstrat (1) aufgebracht. Die Markierung ist zunächst
nicht sichtbar. Die Markierungen sind erst dann sichtbar, wenn sie mit einem Substrat
(5) in Kontakt gebracht werden, auf dessen Oberfläche die aus metallischen Clustern
gebildete dritte Schicht (4) aufgebracht ist. Es entsteht dann wiederum eine Farbwirkung,
die durch das Substrat (5) beobachtbar ist. Das Trägersubstrat (5) ist zweckmäßigerweise
aus einem transparenten Material, z.B. aus Kunststoff wie Polyethylenterephatalat
Polycarbonat, Polyurethan, Polyethylen, Polypropylen, Polyacrylat, Polyvinylchlorid,
Polyepoxid, hergestellt.
[0058] Die Funktion der Markierung ist folgende:
Bei einer Einstrahlung von Licht aus einer Lichtquelle, wie einer Glühbirne, einem
Laser, einer Leuchtstoffröhre, einer Halogenlampe, im speziellen einer Xenonlampe,
auf eine der in Fig. 1, 3 und 4 gezeigten Markierungen wird dieses Licht an der ersten
Schicht (2) reflektiert. Durch eine Wechselwirkung des reflektierten Lichts mit der
aus der metallischen Clustern gebildeten dritten Schicht (4) wird ein Teil des eingestrahlten
Lichts absorbiert. Das reflektierte Licht weist ein von mehreren Parametern, wie z.B.
den optischen Konstanten des Schichtaufbaus, abhängiges, charakteristisches Spektrum
auf. Die Markierung erscheint farbig. Die Färbung dient als fälschungssicherer Nachweis
für die Echtheit der Markierung. Der so erhaltene Farbeindruck ist winkelabhängig
und kann sowohl mit dem bloßen Auge als auch mit einem im Reflexionsmodus arbeitenden
Lesegerät, vorzugsweise ein Spektralphotometer, identifiziert werden. Ein solches
Photometer kann beispielsweise die Färbung der Oberflächen aus zwei verschiedenen
Winkeln erfassen. Dies geschieht entweder mittels eines Detektors dadurch, dass zwei
Lichtquellen verwendet werden, welche entsprechend angeschaltet werden und der Detektor
entsprechend verkippt wird, oder dadurch dass zwei Photometer die aus zwei verschiedenen
Winkeln beleuchtete Probe aus den beiden entsprechenden Winkeln vermessen.
[0060] Die erfindungsgemäß hergestellten beschichteten Trägermaterialien können als Sicherheitsmerkmale
in Datenträgern, Wertdokumenten, Labels, Etiketten, Siegeln, in Verpackungen, Textilien
und dergleichen verwendet werden.
Beispiele:
Beispiel 1:
Herstellung der Clusterschicht mittels nasschemischer Verfahren:
a) Synthese von 14 nm Gold Clustern
[0061] 100 ml aqua dest werden in einem 250 ml Kolben zum Sieden erhitzt. Unter starkem
Rühren werden zuerst 4 ml 1 % triNatriumCitrat in aqua dest und dann 1 ml 1 % TetraChloroGoldsäure
in aqua dest zugegeben. Innerhalb von 5 min verändert sich die Farbe des Reaktionsansatzes
von nahezu farblos über Dunkelviolett zu Kirsch-Rot. Danach wird die Wärmezufuhr unterbunden
und der Ansatz ca. 10 min weiter gerührt. Die Analyse des resultierenden Sols mit
dem Transmissionselektronenmikroskop zeigt sphärische Partikel eines mittleren Durchmessers
von 14 nm. Die Größenverteilung der Cluster ist eng (cv < 20%). Das Wellenlängen-Maximum
der optischen Absorption liegt bei 518 nm.
b) Derivatisierung der Gold Cluster:
[0062] Zu 100 ml Gold Sol entsprechend der obigen Synthese wird unter starkem Rühren 1 ml
einer 1%igen Lösung von BSA (Bovines Serum Albumin) in aqua dest gegeben. Die Lösung
verfärbt sich leicht von Kirsch-Rot in ein dunkleres Rot. Das Maximum der optischen
Absorption bleibt erhalten. Die Absorption im Wellenlängenbereich von 550 nm und höher
nimmt zu. Im Transmissionselektronenmikroskop sind definierte Abstände zwischen den
Partikeln erkennbar.
c) Anbindung der Gold Cluster auf einer Oberfläche aus Nitrocellulose:
[0063] Das Sol (nahezu pH neutral, kaum Salz) wird durch Zugabe von 5 ml 1 M Natrium-Carbonat-Lösung
(pH 9,6) umgepuffert. Nur ausreichend geschützte Cluster bleiben in Lösung und präzipitieren
nicht. Das Sol kann durch Zentrifugation aufkonzentriert werden oder bindet direkt
nach Aufbringung an die mit Nitrocellulose beschichtete Oberfläche. Bei geeigneter
Wahl der Nitrocellulose- Schichtdicke bilden sich nach Abtrocknen des überschüssigen
Wassers starke Oberflächenfärbungen aus.
Beispiel 2:
Herstellung der Clusterschicht mittels drucktechnischer Verfahren
[0064] Dem Sol werden nach Aufkonzentrierung um einen Faktor 10 geringe Mengen (z.B. 5%)
eines neutralen Polymers (z.B. PVA) beigemengt. Dadurch wird ein Verdrucken mit herkömmlichen
Tiefdruckzylindern möglich. Die Kolloide trocken zufällig orientiert mit dem Polymer
in einer sehr dünnen Schicht ein. Es werden wie in Beispiel 1c) charakteristische
Farben beobachtet.
Beispiel 3:
Herstellung der Clusterschicht mittels eines vakuumtechnischen Verfahrens
[0065] Unter Hochvakuumbedingungen (Basisdruck p<1x10
-3 mbar) wird auf ein bahnförmiges Trägersubstrat, das bereits mit einer Spiegelschicht
und einer Nitrocelluloseschicht als transparente Abstandsschicht versehen ist, eine
Cu-Schicht mit einer Dicke von 4 nm aufgesputtert.
[0066] Das Sputtern erfolgt mittels einer Magnetron-Plasma-Quelle mit einer Leistung von
20W/cm
2 bei 25°C unter Verwendung von Ar mit einem Partialdruck von 5 x 10
-3 mbar als Prozessgas. Die Geschwindigkeit der Bahn beträgt 0,5m/s. Unter diesen Bedingungen
zeigt die Cu- Schicht ein ausgeprägtes Inselwachstum. Die Inseln mit einem mittleren
Durchmesser von wenigen nm entsprechen den Clustern im nasschemischen Verfahren.
Es werden deutlich andere charakteristische Farbspektren beobachtet.
1. Verfahren zur Herstellung von fälschungssicheren Identifikationsmerkmalen bestehend
aus jeweils mindestens einer elektromagnetische Wellen reflektierenden Schicht (2),
einer optisch transparent ausgebildeten Abstandsschicht (3) und einer Schicht gebildet
von metallischen Clustern (4), wobei auf ein Trägersubstrat (1) partiell oder vollflächig
eine elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht (2), auf diese elektromagnetische
Wellen reflektierende Schicht die optisch transparent ausgebildete inerte Abstandsschicht
(3) partiell oder vollflächig aufgebracht wird und auf diese optisch transparent ausgebildete
Abstandsschicht eine Schicht gebildet aus metallischen Clustern (4) aufgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus metallischen Clustern (4) mittels eines vakuumtechnischen Verfahrens
durch Sputtern oder Verdampfen oder aus lösungsmittelbasierten Systemen mittels eines
nasschemischen oder drucktechnischen Verfahrens aufgebracht wird, und die optisch
transparente Abstandsschicht (3) aus mindestens einer polymeren Schicht definierter
Dicke gebildet wird, die durch Aufstreichen, Lackieren, Gießen, Sprühen, Drucken,
beispielsweise Siebdruck-, Tiefdruck-, Flexodruck-, oder Digitaldruckverfahren, oder
ein Walzenauftragsverfahren aufgebracht wird, wobei eine homogene Schichtdicke mit
einer Toleranz von ± 5% erreicht wird.
2. Verfahren zur Herstellung von fälschungssicheren Identifikationsmerkmalen bestehend
aus jeweils mindestens einer elektromagnetische Wellen reflektierenden Schicht (2),
einer optisch transparent ausgebildeten inerten Abstandsschicht (3) und einer Schicht
gebildet von metallischen Clustern (4), wobei auf ein Trägersubstrat (1) eine Schicht
gebildet aus metallischen Clustern (4), auf diese Schicht, gebildet aus metallischen
Clustern, die optisch transparent ausgebildete inerte Abstandsschicht (3) partiell
oder vollflächig aufgebracht wird und auf diese optisch transparent ausgebildete inerte
Abstandsschicht (3) partiell oder vollflächig die elektromagnetische Wellen reflektierende
Schicht aufgebracht (2) wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus metallischen Clustern (4) mittels eines vakuumtechnischen Verfahrens
durch Sputtern oder Verdampfen oder aus lösungsmittelbasierten Systemen mittels eines
nasschemischen oder drucktechnischen Verfahrens aufgebracht wird, und die optisch
transparente Abstandsschicht (3) aus mindestens einer polymeren Schicht definierter
Dicke gebildet wird, die durch Aufstreichen, Lackieren, Gießen, Sprühen, Drucken,
beispielsweise Siebdruck-, Tiefdruck-, Flexodruck-, oder Digitaldruckverfahren, oder
ein Walzenauftragsverfahren aufgebracht wird, wobei eine homogene Schichtdicke mit
einer Toleranz von ± 5% erreicht wird.
3. Verfahren zur Herstellung von fälschungssicheren Identifikationsmerkmalen bestehend
aus jeweils mindestens einer elektromagnetische Wellen reflektierenden Schicht (2),
einer optisch transparent ausgebildeten inerten Abstandsschicht (3) und einer Schicht
gebildet von metallischen Clustern (4), wobei auf ein erstes Trägersubstrat (1) eine
elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht (2) aufgebracht wird, auf diese elektromagnetische
Wellen reflektierende Schicht (2) eine optisch transparent ausgebildete inerte Abstandsschicht
(3) aufgebracht wird und auf ein zweites transparentesTrägersubstrat (5) eine Schicht
gebildet aus metallischen Clustern aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass erst durch Verbindung der beiden so beschichteten Trägersubstrate derart, dass die
Schicht gebildet aus metallischen Clustern (4) mit der Abstandsschicht (3) verbunden
wird, das fälschungssichere Identifikationsmerkmal entsteht, bzw. nachgewiesen werden
kann und die Schicht aus metallischen Clustern (4) mittels eines vakuumtechnischen
Verfahrens durch Sputtern oder Verdampfen oder aus lösungsmittelbasierten Systemen
mittels eines nasschemischen oder drucktechnischen Verfahrens aufgebracht wird, und
die optisch transparente Abstandsschicht (3) aus mindestens einer polymeren Schicht
definierter Dicke gebildet wird, und die durch Aufstreichen, Lackieren, Gießen, Sprühen,
Drucken, beispielsweise Siebdruck-, Tiefdruck-, Flexodruck-, oder Digitaldruckverfahren,
oder ein Walzenauftragsverfahren aufgebracht wird, wobei eine homogene Schichtdicke
mit einer Toleranz von ± 5% erreicht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Schicht gebildet aus metallischen Clustern (4) eine Schutzschicht aufgebracht
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromagnetische Wellen reflektierende Schicht (2) oder die Schicht gebildet
aus metallischen Clustern (4), auf die die aus mindestens einer polymeren Schicht
definierter Dicke bestehende optisch transparent ausgebildete inerte Abstandsschicht
(3) aufgebracht wird, durch Behandlung mit oxidierenden Flüssigkeiten oder durch einen
PVD- oder CVD-Prozess modifiziert ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die aus mindestens einer polymeren Schicht definierter Dicke bestehende optisch transparent
ausgebildete inerte Abstandsschicht (3) durch Entnetzungseffekte strukturiert ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnetzungsstrukturen der strukturierten aus mindestens einer polymeren Schicht
definierter Dicke bestehenden optisch transparent ausgebildeten Abstandsschicht (3)
mittels Fingerprint-Algorithmen in eineindeutige Codes übergeführt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die aus mindestens einer polymeren Schicht definierter Dicke bestehende optisch transparent
ausgebildete Abstandsschicht (3) durch Behandlung mit Na-Hypochlorit, durch einen
PVD- oder CVD-Prozess modifiziert ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die aus mindestens einer polymeren Schicht definierter Dicke bestehende optisch transparent
ausgebildete polymere Abstandsschicht (3) einen Chromophor enthält.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf das oder die Trägersubstrate (1, 5) weitere funktionelle und/oder dekorative
Schichten aufgebracht werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Trägersubstrate mit einem Heißsiegellack (6) versehen werden.
1. Method for producing tamper-proof identification elements each comprising at least
one layer (2) reflecting electromagnetic waves, an optically transparent spacer layer
(3) and a layer formed from metallic clusters (4), a layer (2) reflecting electromagnetic
waves being applied to part or all of the surface of a carrier substrate (1), the
optically transparent inert spacer layer (3) is applied to part or all of the surface
of this layer reflecting electromagnetic waves, and a layer formed from metallic clusters
(4) is applied to this optically transparent spacer layer, characterized in that the layer of metallic clusters (4) is applied by means of vacuum technology by sputtering
or vapour deposition or from solvent-based systems by means of a wet chemical or printing
method, and the optically transparent spacer layer (3) is formed from at least one
polymer layer of defined thickness, which is applied by painting on, varnishing, casting,
spraying, printing, for example screen-printing, gravure-printing, flexographic-printing
or digital printing methods, or a roll application method, a homogenous layer thickness
with a tolerance of ±5% being achieved.
2. Method for producing tamper-proof identification elements each comprising at least
one layer (2) reflecting electromagnetic waves, an optically transparent inert spacer
layer (3) and a layer formed from metallic clusters (4), a layer formed from metallic
clusters (4) being applied to a carrier substrate (1), the optically transparent inert
spacer layer (3) being applied to part or all of the surface of this layer formed
of metallic clusters, and the layer (2) reflecting electromagnetic waves being applied
to part or all of the surface of this optically transparent inert spacer layer (3),
characterized in that the layer of metallic clusters (4) is applied by means of vacuum technology by sputtering
or vapour deposition or from solvent-based systems by means of a wet chemical or printing
method, and the optically transparent spacer layer (3) is formed from at least one
polymer layer of defined thickness, which is applied by painting on, varnishing, casting,
spraying, printing, for example screen-printing, gravure-printing, flexographic-printing
or digital printing methods, or a roll application method, a homogenous layer thickness
with a tolerance of ±5% being achieved.
3. Method for producing tamper-proof identification elements each comprising at least
one layer (2) reflecting electromagnetic waves, an optically transparent inert spacer
layer (3) and a layer formed from metallic clusters (4), a layer (2) reflecting electromagnetic
waves being applied to a first carrier substrate (1), an optically transparent inert
spacer layer (3) being applied to this layer (2) reflecting electromagnetic waves,
and a layer formed from metallic clusters being applied to a second transparent carrier
substrate (5), characterized in that only by joining the two carrier substrates coated in this way in such a way that
the layer formed from metallic clusters (4) is joined to the spacer layer (3) is the
tamper-proof identification element produced and can be detected, and the layer of
metallic clusters (4) is applied by means of vacuum technology by sputtering or vapour
deposition or from solvent-based systems by means of a wet chemical or printing method,
and the optically transparent spacer layer (3) is formed from at least one polymer
layer of defined thickness, which is applied by painting on, varnishing, casting,
spraying, printing, for example screen-printing, gravure-printing, flexographic-printing
or digital printing methods, or a roll application method, a homogenous layer thickness
with a tolerance of ±5% being achieved.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a protective layer is applied to the layer formed from metallic clusters (4).
5. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the layer (2) reflecting electromagnetic waves or the layer formed from metallic
clusters (4), to which the optically transparent inert spacer layer (3) consisting
of at least one polymer layer of defined thickness is applied, is modified by means
of treatment with oxidizing liquids or by means of a PVD or CVD process.
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the optically transparent inert spacer layer (3) consisting of at least one polymer
layer of defined thickness is structured by means of de-wetting effects.
7. Method according to Claim 6, characterized in that the de-wetting structures of the structured optically transparent spacer layer (3)
consisting of at least one polymer layer of defined thickness are transformed into
one-to-one codes by means of fingerprint algorithms.
8. Method according to either of Claims 6 and 7, characterized in that the optically transparent spacer layer (3) consisting of at least one polymer layer
of defined thickness is modified by means of treatment with sodium hypochlorite, by
means of a PVD or CVD process.
9. Method according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the optically transparent polymer spacer layer (3) consisting of at least one polymer
layer of defined thickness contains a chromophore.
10. Method according to one of Claims 1 to 9, characterized in that further functional and/or decorative layers are applied to the carrier substrate
or substrates (1, 5).
11. Method according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the carrier substrate or substrates is/are provided with a heat-sealing lacquer (6).
1. Procédé servant à fabriquer des caractéristiques d'identification infalsifiables constituées
respectivement d'au moins une couche (2) réfléchissant des ondes électromagnétiques,
d'une couche d'espacement (3) réalisée de manière optiquement transparente et d'une
couche formée de clusters (4) métalliques, sachant qu'est appliquée, sur un substrat
de support (1), en partie ou sur toute la surface, une couche (2) réfléchissant des
ondes électromagnétiques, que la couche d'espacement (3) inerte réalisée de manière
optiquement transparente est appliquée, en partie ou sur toute la surface, sur ladite
couche réfléchissant des ondes électromagnétiques et qu'une couche formée à partir
de clusters (4) métalliques est appliquée sur ladite couche d'espacement réalisée
de manière optiquement transparente, caractérisé en ce que la couche formée à partir de clusters (4) métalliques est appliquée au moyen d'un
procédé relevant d'une technique sous vide par pulvérisation ou par évaporation ou
à partir de systèmes à base de solvants au moyen d'un procédé par voie chimique humide
ou relevant d'une technique d'impression, et en ce que la couche d'espacement (3) optiquement transparente est formée à partir d'au moins
une couche polymère présentant une épaisseur définie, qui est appliquée par étalement,
par mise en peinture, par coulage, par injection, par impression, par exemple par
un procédé de sérigraphie, par un procédé d'héliogravure, par un procédé d'impression
par flexographie ou par un procédé d'impression numérique ou par un procédé d'application
au rouleau, sachant qu'on obtient une épaisseur homogène de couche présentant une
tolérance de ± 5 %.
2. Procédé servant à fabriquer des caractéristiques d'identification infalsifiables constituées
respectivement d'au moins une couche (2) réfléchissant des ondes électromagnétiques,
d'une couche d'espacement (3) inerte réalisée de manière optiquement transparente
et d'une couche formée de clusters (4) métalliques, sachant qu'est appliquée sur un
substrat de support (1), une couche formée à partir de clusters (4) métalliques, que
la couche d'espacement (3) inerte réalisée de manière optiquement transparente est
appliquée, en partie ou sur toute la surface, sur ladite couche formée à partir de
clusters métalliques et que la couche (2) réfléchissant des ondes électromagnétiques
est appliquée, en partie ou sur toute la surface, sur ladite couche d'espacement (3)
inerte réalisée de manière optiquement transparente, caractérisé en ce que la couche formée à partir de clusters (4) métalliques est appliquée au moyen d'un
procédé relevant d'une technique sous vide par pulvérisation ou par évaporation ou
à partir de systèmes à base de solvants au moyen d'un procédé par voie chimique humide
ou relevant d'une technique d'impression, et en ce que la couche d'espacement (3) optiquement transparente est formée à partir au moins
d'une couche polymère présentant une épaisseur définie, qui est appliquée par étalement,
par mise en peinture, par coulage, par injection, par impression, par exemple par
un procédé de sérigraphie, par un procédé d'héliogravure, par un procédé d'impression
par flexographie ou par un procédé d'impression numérique ou par un procédé d'application
au rouleau, sachant qu'on obtient une épaisseur homogène de couche présentant une
tolérance de ± 5 %.
3. Procédé servant à fabriquer des caractéristiques d'identification infalsifiables constituées
respectivement d'au moins une couche (2) réfléchissant des ondes électromagnétiques,
d'une couche d'espacement (3) inerte réalisée de manière optiquement transparente
et d'une couche formée de clusters (4) métalliques, sachant qu'une couche (2) réfléchissant
des ondes électromagnétiques est appliquée sur un premier substrat de support (1),
qu'une couche d'espacement (3) inerte réalisée de manière optiquement transparente
est appliquée sur ladite couche (2) réfléchissant des ondes électromagnétiques et
qu'une couche formée à partir de clusters métalliques est appliquée sur un deuxième
substrat de support (5) transparent, caractérisé en ce que l'assemblage des deux substrats de support enduits de la sorte de telle manière que
la couche formée à partir de clusters (4) métalliques est reliée à la couche d'espacement
(3) permet seulement de créer la caractéristique d'identification infalsifiable, du
moins permet de la mettre en évidence, et en ce que la couche constituée de clusters (4) métalliques est appliquée au moyen d'un procédé
relevant d'une technique sous vide par pulvérisation ou par évaporation ou à partir
de systèmes à base de solvants au moyen d'un procédé par voie chimique humide ou relevant
d'une technique d'impression, et en ce que la couche d'espacement (3) optiquement transparente est formée à partir d'au moins
une couche polymère présentant une épaisseur définie, qui est appliquée par étalement,
par mise en peinture, par coulage, par injection, par impression, par exemple par
un procédé de sérigraphie, par un procédé d'héliogravure, par un procédé d'impression
par flexographie ou par un procédé d'impression numérique ou par un procédé d'application
au rouleau, sachant qu'on obtient une épaisseur homogène de couche présentant une
tolérance de ± 5 %.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une couche de protection est appliquée sur la couche formée à partir de clusters (4)
métalliques.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la couche (2) réfléchissant des ondes électromagnétiques ou la couche formée à partir
de clusters (4) métalliques, sur laquelle est appliquée la couche d'espacement (3)
inerte réalisée de manière optiquement transparente, constituée d'au moins une couche
polymère présentant une épaisseur définie, sont modifiées par traitement à l'aide
de liquides oxydants ou par un procédé de dépôt physique en phase vapeur PVD ou par
un procédé de dépôt chimique en phase vapeur CVD.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la couche d'espacement (3) inerte réalisée de manière optiquement transparente, constituée
d'au moins une couche polymère présentant une épaisseur définie est structurée par
des effets de démouillage.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les structures de démouillage de la couche d'espacement (3) structurée réalisée de
manière optiquement transparente constituée d'au moins une couche polymère présentant
une épaisseur définie sont converties en codes biunivoques au moyen d'algorithmes
d'empreintes digitales.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que la couche d'espacement (3) réalisée de manière optiquement transparente constituée
d'au moins une couche polymère présentant une épaisseur définie est modifiée par traitement
à l'hypochlorite de sodium, par un procédé de dépôt physique en phase vapeur PVD ou
par un procédé de dépôt chimique en phase vapeur CVD.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la couche d'espacement (3) polymère réalisée de manière optiquement transparente
constituée d'au moins une couche polymère présentant une épaisseur définie contient
un chromophore.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que d'autres couches fonctionnelles et/ou décoratives sont appliquées sur le ou les substrats
de support (1, 5).
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le ou les substrats de support sont pourvus d'une laque de thermoscellage (6).