| (19) |
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(11) |
EP 1 558 843 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.03.2009 Patentblatt 2009/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.06.2003 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/002174 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/040117 (13.05.2004 Gazette 2004/20) |
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| (54) |
KRAFTSTOFF-EINSPRITZEINRICHTUNG FÜR BRENNKRAFTMASCHINEN
FUEL INJECTION SYSTEM FOR INTERNAL COMBUSTION ENGINES
SYSTEME D'INJECTION DE CARBURANT POUR MOTEURS A COMBUSTION INTERNE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES GB |
| (30) |
Priorität: |
25.10.2002 DE 10249840
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.08.2005 Patentblatt 2005/31 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MAGEL, Hans-Christoph
72793 Pfullingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 311 627 DE-A- 19 939 428 US-A- 4 979 674
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DE-A- 10 002 273 DE-A- 19 952 512
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 114 (M-473), 26. April 1986 (1986-04-26) &
JP 60 243345 A (ISUZU JIDOSHA KK), 3. Dezember 1985 (1985-12-03)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritz-Einrichtung nach den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Eine Kraftstoff-Einspritzeinrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs ist aus
DE 199 39 428 A1 bekannt. Die Kraftstoff-Einspritzeinrichtung weist eine durch eine Kraftstoff-Hochdruckquelle
mit Kraftstoff versorgbare Kraftstoff-Einspritzdüse auf, die mit einer beweglichen
Düsennadel mit Düsenkolben zum Öffnen und Verschließen von Einspritzöffnungen versehen
ist. Dem Düsenkolben ist ein Einspritzdüsen-Hochdruckraum und ein Einspritzdüsen-Steuerraum
zugeordnet. Zwischen der Kraftstoff-Einspritzdüse und der Kraftstoff- Hochdruckquelle
ist eine Druckübersetzungs-Einrichtung geschaltet, die einen beweglichen Druckübersetzerkolben
aufweist, der einem Druckübersetzer-Arbeitsraum, einem Druckübersetzer-Steuerraum
und einem Druckübersetzer-Hochdruckraum ausgesetzt ist. Zwischen dem Einspritzdüsen-Steuerraum
des Düsenkolbens und dem Druckübersetzer-Hochdruckraum ist eine Füllverbindung mit
einer Drossel geschaltet. Eine weitere Füllverbindung für den Druckübersetzer-Hochdruckraum
ist zwischen Druckübersetzer-Arbeitsraum und Druckübersetzer-Hochdruckraum geschalte,
in die ein Rückschlagventil integriert ist. Das Rückschlagventil sperrt in Richtung
des Druckübersetzer-Arbeitsraum. Durch eine Druckreduzierung im Drückübersetzer-Steuerraum
infolge einer hydraulischen Verbindung mittels eines Schaltventil mit einem Niederdruck/Rücklaufsystem
wird der Druckübersetzer-Kolbens in Richtung Druckübersetzer-Hochdruckraum bewegt,
wodurch sich der Druck im Druckübersetzer-Hochdruckraum erhöht. Der auf ein Vielfaches
des angelegten Hochdrucks erhöhte Kraftstoffdruck wirkt auf den Einspritzdruckraüm,
so dass der die Düsennadel öffnet und Kraftstoff mit dem erhöhten Druck eingespritzt
wird.
[0003] Eine Kraftstoff-Einspritzeinrichtung für Brennkraftmaschinen, bei der eine Füllverbindung
eines Steuerraums bei geöffneter Kraftstoffeinspritzdüse verschlossen wird, ist aus
EP 548916 A1 bekannt. Zum Verschließen der Füllverbindung dient eine Steuerstange, die zwischen
dem Steuerraum und der Düsennadel angeordnet ist und mit der Düsennadel über einen
hydraulischen Koppler in Wirkverbindung steht. Diese Kraftstoffeinspritz-Einrichtung
arbeitet ohne eine interne Druckübersetzungs-Einrichtung.
[0004] Aus
DE 4311627 A1 ist eine weitere Kraftstoff-Einspritzeinrichtung für Brennkraftmaschinen bekannt,
bei der die Einspritzventile zur Erhöhung des Einspritzdruckes auf bis zu 2000 bar
einen Druckverstärker aufweisen. In Folge der Hubbewegung eines Verstärkerkolbens
vergrößert sich der Kraftstoffdruck in einem Einspritzdruckraum auf ein Vielfaches
des angelegten Hochdruckes. Nach der Einspritzung von Kraftstoff aus dem Einspritzdruckraum
in einen Brennraum sinkt der Druck im Einspritzdruckraum aufgrund der Rückstellung
des Verstärkerkolbens. Dadurch öffnet ein Rückschlagventil, so dass Kraftstoff mit
dem angelegten Hochdruck in den Einspritzdruckraum einströmen kann (Wiederbefüllung).
Die Integration eines solchen Rückschlagventils in eine Kraftstoff-Einspritzeinrichtung
bedeutet jedoch einen erheblichen fertigungstechnischen Aufwand. Die Unterbringung
des Rückschlagventils im vorhandenen Bauraum ist schwierig zu realisieren.
Darstellung der Erfindung
[0005] Die erfindungsgemäße Kraftstoff-Einspritzeinrichtung vermeidet die im Stand der Technik
auftretenden Nachteile und ermöglicht es, mit einem reduzierten fertigungstechnischen
Aufwand eine Wiederbefüllung des Druckverstärkers sicherzustellen. In vorteilhafter
Weise ist die Unterbringung eines Rückschlagventils zu diesem Zweck bei der erfindungsgemäßen
Kraftstoff-Einspritzeinrichtung nicht mehr notwendig. Die Vorteile werden mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht.
[0006] Das Verschließen der beim Befüllen offenen Füllverbindung ist dabei an das Bewegen
des Düsenkolbens in Öffnungsrichtung zum Freigeben der Einspritzöffnungen gekoppelt.
[0007] In der vorliegenden Erfindung ist dabei die Füllverbindung bei offener Kraftstoff-Einspritzdüse
durch den Düsenkolben verschlossen.
[0008] Dadurch, dass der Düsenkolben die Füllverbindung bei geöffneter Kraftstoff-Einspritzdüse
während der Kraftstoff-Einspritzung verschließt und bei geschlossener Kraftstoff-Einspritzdüse
nach der Kraftstoff-Einspritzung wieder freigibt, wird zum Befüllen des Druckübersetzer-Hochdruckraumes
beim Rückstellen des Druckübersetzer-Kolbens kein Rückschlagventil benötigt.
[0009] Bei der Kraftstoffeinspritz-Einrichtung bewirkt eine Druckänderung in einem in der
Druckübersetzungs-Einrichtung enthaltenen Druckübersetzer-Steuerraum und/oder in dem
Druckübersetzer-Arbeitsraum eine Druckänderung im Druckübersetzer-Hochdruckraum. Der
Druckübersetzer-Kolben verdichtet während der Kraftstoff-Einspritzung durch seinen
Hub den Kraftstoff im Druckübersetzer-Hochdruckraum auf einen Einspritzhochdruck,
der höher als der Kraftstoff-Hochdruck in der Kraftstoff-Hochdruckquelle ist. Bei
offener Kraftstoff-Einspritzdüse wird Kraftstoff unter Einspritzhochdruck durch die
Einspritzöffnungen in den Brennraum der Brennkraftmascliine eingespritzt.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Öffnen und
Verschließen der Einspritzöffnungen über ein Steuerventil steuerbar. Dabei handelt
es sich vorzugsweise um eine 3/2-Ventil. Das Steuerventil kann z. B. bei einem druckgesteuerten
Kraftstoffinjektor das Öffnen und Verschließen der Einspritzöffnungen durch das Ansteuern
der Druckübersetzungs-Einrichtung bewirken.
Zeichnung
[0011] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert.
[0012] Es zeigt:
- Figur 1
- einen Hydraulikschaltplan einer erfindungsgemäßen Kraftstoff-Einspritz-einrichtung
im Ruhezustand bzw. beim Rückstellen,
- Figur 2
- einen Hydraulilcschaltplan einer erfindungsgemäßen Kraftstoff-Einspritz-einrichtung
bei der Einspritzung,
- Figur 3
- eine erfindungsgemäße Kraftstoff-Einspritzeinrichtung in koaxialer Bauform und
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kraftstoff-Einspritzeinrichtung
im Ruhezustand bzw. beim Befüllen.
Ausführungsvarianten
[0013] Figur 1 zeigt einen Hydraulikschaltplan einer erfindungsgemäßen Kraftstorf-Einspritzeinrichtung,
die sich im Ruhezustand befindet bzw. beim Zurückstellen. Das System umfasst eine
Kraftstoff Hochdruckquelle 1, beispielsweise einen Druckspeicher (Common-Rail), der
durch eine Hochdruckpumpe auf bis zu 1600 bar verdichteten Kraftstoff speichert. Von
der Kraftstoff Hochdruckquelle 1 wird der Kraftstoff über eine Hochdruckleitung 27
zu den Injektoren geleitet, die jeweils ein Steuerventil 14, eine Druckübersetzungs-Einrichtung
7 und eine Kraftstoff-Einspritzdüse 2 enthalten.
[0014] Das Steuerventil 14 ist in dieser bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ein 3/2-Ventil. In Figur 1 befindet sich das Steuerventil 14 in einer ersten Schaltstellung
15, bei der die Hochdruckleitung 27 zu einem Druckübersetzer-Steuerraum 12 der Druckübersetzungs-Einrichtung
7 hin geöffnet ist und eine zu einem nicht näher dargestellten Niederdrucksystem führende
Niederdruckleitung 17 geschlossen ist. In der zweiten Schaltstellung 16 (nicht in
Figur 1 dargestellt) verschließt das Steuerventil 14 die Verbindung zwischen der Hochdruckleitung
27 und dem Druckübersetzer-Steuerraum 12 und stellt eine Verbindung zwischen dem Druckübersetzer-Steuerraum
12 und der Niederdruckleitung 17 her. Das Steuerventil 14 kann z. B. Piezo- oder ein
Magnetventil sein. Durch die Verwendung eines schnell schaltenden Piezoventils als
Steuerventil können auch bei hohem Düsenöffnungsdruck kleine Einspritzmengen in definierter
Weise und mit kleinen Mengentoleranzen in den Brennraum 25 der Brennkraftmaschine
eingespritzt werden. Ferner ergeben sich aufgrund des schnellen Schaltvorgangs geringe
Leckageverluste. Ferner kann das Steuerventil 14 als direkt gesteuertes Ventil oder
als Servoventil ausgeführt sein.
[0015] Die Druckübersetzungs-Einrichtung 7 enthält einen Druckübersetzer-Kolben 8, der mittels
einer Rückstellfeder 13 federnd gelagert ist. Der Druckübersetzer-Kolben 8 trennt
einen Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 von einem Druckübersetzer-Arbeitsraum 11, der
über die Hochdruckleitung 27 an die Kraft.stoff-Hochdruckquelle angeschlossen ist.
Die zur Lagerung des Druckübersetzer-Kolbens 8 verwendete Rückstellfeder 13 ist in
dem Druckübersetzer-Steuerraum 12 angeordnet. Der Druckübersetzer-Kolben 8 lässt sich
in zwei Bereiche einteilen, einen ersten (durchmessergrößeren) Druckübersetzer-Kolbenteilbereich
18 und einen zweiten (durchmesserkleineren) Dnickübersetzerkolben-Teilbereich 19.
Die beiden Druckübersetzerkolben-Teilbereiche 18, 19 sind getrennte Bauteile, können
aber auch fest miteinander verbunden oder als ein einziges Bauteil ausgerührt sein.
Das Gehäuse 28 der Druckübersetzungs-Einrichtung 7 weist eine stufenförmige Verjüngung
auf. Durch den ersten Druckübersetzerkolben-Teilbereich 18 des in dem Gehäuse 28 verschiebbar
angeordneten Druckübersetzer-Kolbens 8 wird der Innenraum der Druckübersetzungs-Einrichtung
7 in zwei Bereiche aufgeteilt, die bis auf Leckageverluste flüssigkeitsdicht voneinander
getrennt sind. Der eine Bereich ist der mit der Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 über
die Hochdruckleitung 27 verbundene Druckübersetzer-Arbeitsraum 11, der zweite Bereich
weist die oben erwähnte, stufenförmige Verjüngung auf, in die der zweite Druckübersetzerkolben-Teilbereich
19 verschiebbar hineinragt. Dadurch wird der verjüngte Bereich flüssigkeitsdicht vom
Rest des zweiten Bereichs abgegrenzt, so dass ein Druckübersetzer-Steuerraum 12 und
ein Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 ausgebildet werden. Der Druckübersetzer-Arbeitsraum
11 ist über die Hochdruckleitung 27 mit der Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 verbunden.
Der Druckübersetzer-Steuerraum 12 ist über das Steuerventil 14 entweder mit der Kraftstoff-Hochdruckquelle
1 (erste Schaltstellung 15) oder mit der Niederdruckleitung 17 (zweite Schaltstellung
16) verbindbar. Der Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 ist über eine Einspritzhochdruckleitung
29 mit einem Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21 der Kraftstoff-Einspritzdüse 2 verbunden
und mit einem in der Kraftstoff Einspritzdüse 2 enthaltenen Einspritzdüsen-Steuerraum
20 über eine Füllverbindung 10 verbindbar. In dieser bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist die Füllverbindung 10 zwischen dem Druckübersetzer-Hochdruckraum
9 und dem Einspritzdüsen-Steuerraum 20 angeordnet. Die Füllverbindung 10 enthält dabei
vorzugsweise eine Drossel 23.
[0016] Die Kraftstoff-Einspritzdüse 2 umfasst einen Düsenkolben 3 und ragt mit ihren Einspritzöffnungen
6 in den Brennraum 25 eines Zylinders einer Brennkraftmaschine hinein. Der Düsenkolben
3 ist in zwei Bereiche einteilbar, den oberen (durchmessergrösseren) Düsenkolben-Teilbereich
4 und die (durclunesserkleinere) Düsennadel 5, wobei der obere Düsenkolben-Teilbereich
4 über eine Druckschulter 30 in die Düsennadel 5 übergeht. Im Bereich der Druckschulter
30 ist der Düsenkolben 3 von dem Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21 umgeben.
[0017] Im Ruhezustand (Figur 1) ist das Steuerventil 14 nicht angesteuert (erste Schaltstellung
15) und es findet keine Einspritzung statt. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist der Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 bei geschlossener
Kraftstoff-Einspritzdüse 2 über das Steuerventil 14 (in einer ersten Schaltstellung
15) den Druckübersetzer-Steuerraum 12, den Einspritzdüsenraum 20 und die Füllverbindung
10 mit der Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 verbunden. Es liegt dann der Hochdruck der
Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 an folgenden Stellen an:
- in der Hochdruckleitung 27,
- im dem Druckübersetzer-Arbeitsraum 11,
- über die Hochdruck-Verbindungsleitung 31 an dem Steuerventil 14,
- über die erste Verbindungsleitung 32 im Druckübersetzer-Steuerraum 12,
- über die zweite Verbindungsleitung 33 im Einspritzdüsen-Steuerraum 20,
- über die Füllverbindung 10 im Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 und
- über die Einspritzhochdruclcleitung 29 im Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21.
[0018] Somit sind im Ruhezustand alle Druckräume (11, 12, 9) der Diuckübersetzungs-Einrichtung
7 mit Hochdruck beaufschlagt und der Druckübersetzer-Kolben 8 ist druckausgeglichen.
Die Drucltübersetzungs-Einrichtung 7 ist deaktiviert und es findet keine Druckverstärkung
statt. Über die Rückstellfeder 13 wird der Druckübersetzer-Kolben 8 in seiner Ausgangslage
gehalten. Der Hochdruck im Einspritzdüsen-Steuerraum 20 bringt eine hydraulische Schließkraft
auf den Düsenkolben 3 auf, die die Kraftstoff Einspritzdüse 2 zusammen mit der Schließkraft
der Schließfeder 24 geschlossen hält. Diese beiden Kräfte sind zusammen größer als
die in Öffnungsrichtung auf den Düsenkolben 3 im Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21 wirkende
hydraulische Kraft, so dass die Einspritzöffnungen 6 trotz des ständig im Einspritzdüsen-Hochdruckraum
1 anstehenden Hochdruckes durch die Düsennadel 50 verschlossen bleiben. Es findet
folglich keine Einspritzung statt.
[0019] Figur 2 zeigt einen Hydraulikschaltplan einer erfindungsgemäßen Kraftstoff Einspritzeinrichtung
bei der Einspritzung.
[0020] Der Aufbau der in Figur 2 gezeigten Kraftstoff-Einspritzeinrichtung entspricht demjenigen
in Figur 1. Die Einspritzung von Kraftstoff in den Brennraum 25 wird eingeleitet durch
die Aktivierung des 3/2-Wege-Steuerventils 14. Es wird von der ersten Schaltstellung
15 (Verbindung Druckübersetzer-Steuerraum 12 über die erste Verbindungsleitung 32,
Hochdruck-Verbindungsleitung 31 und Hochdruckleitung 27 mit der Kraftstoff-Hochdruckquelle
1) in die zweite Schaltstellung 16 geschaltet. In der zweiten Schaltstellung 16 ist
der Druckübersetzer-Steuerraum 12 mit der Niederdruckleitung 17 verbunden. Es erfolgt
somit eine Druckentlastung des Druckübersetzer-Steuerraums 12, wodurch die Druckübersetzungs-Einrichtung
7 aktiviert wird. Gleichzeitig wird auch der Einspritzdüsen-Steuerraum 20 druckentlastet.
[0021] Bei der in Figur 2 dargestellten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ist die Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 (auch während der Einspritzung) über eine Hochdruckleitung
27 mit dem in der Druckübersetzungs-Einrichtung 7 enthaltenen Druckübersetzer-Arbeitsraum
verbunden. Im Druckübersetzer-Arbeitsraum 11 wirkt auf die grosse Kolbenfläche 35
des ersten Druckübersetzerkolben-Teilbereichs 18 der Hochdruck aus der Kranstoff-Hochdruckquelle
1 in Verdichtungsrichtung 36. Entgegen der Verdichtungsrichtung 36 wirkt lediglich
der Niederdruck im Druckübersetzer-Steuerraum 12, die Kraft der Rückstellfeder 13
und der Hochdruck im Druckübersetzer-Hochdruckraum 9, der jedoch nur auf die kleine
Kolbenfläche 37 wirkt. Die Kraft in Verdichtungsrichtung 36 überwiegt. Der Druckübersetzer-Kolben
8 bewegt sich daher in Verdichtungsrichtung 36 im Gehäuse 28 der Druckübersetzungs-Einrichtung
7 und verdichtet den Kraftstoff im Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 und erhöht damit
auch den Druck im Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21. Durch den Druckunterschied zwischen
dem Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21 und dem Einspritzdüsen-Steuerraum 20 bewegt sich
der Düsenkolben 3 in Öffnungsrichtung entgegen der Schließkraft der Schließfeder 24
und gibt die Einspritzöffnungen 6 frei. In den Brennraum 25 wird nun Kraftstoff 34
unter einem gegenüber dem Druck in der Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 durch die Druckübersetzungs-Einrichtung
7 erhöhten Druck eingespritzt.
[0022] Im geöffneten Zustand der Kraftstoff-Einspritzdüse 2 ist die Füllverbindung 10 zwischen
dem Einspritzdüsen-Steuerraum 20 und dem Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 durch den
Düsenkolben 3 verschlossen. Dabei wirkt ein Ende des Düsenkolbens 3 mit dem Dichtsitz
26 zusammen. Während der Einspritzung kann folglich keine Verlustmenge aus dem Druckübersetzer-Hochdruckraum
9 über die in der Füllverbindung 10 enthaltene Drossel 23 entweichen.
[0023] Solange der Druckübersetzer-Steuerraum 12 druckentlastet ist, bleibt die Druckübersetzungs-Einrichtung
7 aktiviert und der Druckübersetzer-Kolben 8 verdichtet den Kraftstoff in dem Druclcübersetzer-Hochdruclcraum
9. Der verdichtete Kraftstoff wird zur Düsennadel 5 weitergeleitet und in den Brennraum
25 eingespritzt.
[0024] Zum Beenden der Einspritzung wird das Steuerventil wieder in die erste Schaltstellung
15 zurückgeschaltet (Figur 1), so dass der Druckübersetzer-Steuerraum 9 und der Einspritzdüsenraum
20 von der Niederdrucldeitung 17 getrennt und mit der Kraftstoff-Hochdruckquelle 1
verbunden werden kann. In den Druckübersetzer-Steuerraum 9 baut sich dadurch wieder
der Hochdruck auf. Im Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 fällt der Druck auf den durch
die Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 erzeugten Hochdruck ab. Der Druckübersetzer-Kolben
8 ist nun hydraulisch ausgeglichen.
[0025] Im Einspritzdüsen-Steuerraum 20 und im Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21 baut sich
ebenfalls der Kraftstoff-Hochdruckquellen-Hochdruck auf, so dass auch der Düsenkolben
3 der Kraftstoff-Einspritzdüse 2 hydraulisch ausgeglichen ist. Der Düsenkolben 3 wird
dann durch die Kraft der Schließfeder 24 in Schließrichtung bewegt, bis die Einspritzöffnungen
6 durch die Düsennadel 5 verschlossen werden. Die Einspritzung ist beendet und die
Füllverbindung 10 wird durch die Bewegung des Düsenkolbens 3 in Schließrichtung wieder
freigegeben.
[0026] Nach dem Druckausgleich des Systems wird der Druckübersetzer-Kolben 8 durch die Kraft
der Rückstellfeder 13 in Rückstellrichtung 38 bewegt, bis er in seine Ausgangslage
zurückgestellt ist. Dabei wird der Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 über die in der
Füllverbindung 10 enthaltene Drossel 23 aus dem Einspritzdüsen-Steuerraum 20 wieder
gefüllt. Die Befüllung erfolgt automatisch, ohne dass ein zusätzliches Rückschlagventil
notwendig wäre.
[0027] Zur Stabilisierung der Schaltsequenzen können noch zusätzliche Maßnahmen zur Dämpfung
von Schwingungen zwischen der Kraftstoff Hochdruckquelle 1 und dem Injektor getroffen
werden. Dies kann z. B. durch eine optimierte Auslegung einer Drossel 22 in der Hochdruckleitung
27 erfolgen. Alternativ dazu kann an einer beliebigen Stelle der Zuleitung (27, 31,
32) ein (nicht dargestelltes) Drosselrückschlagventil eingesetzt werden.
[0028] Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Kraftstoff Einspritzeinrichtung in koaxialer
Bauform.
[0029] Dabei die sind die Druclcübersetzungs-Einrichtung und die Kraftstoff-Einspritzdüse
koaxial zueinander in einem gemeinsamen Injektorgehäuse 39 angeordnet. In dem Injektorgehäuse
39 sind zwei relativ zueinander bewegliche Teile federnd gelagert: Ein Druckübersetzer-Kolben
8 und ein Düsenkolben 3. Der Druckübersetzer-Kolben 8 weist einen ersten (durchmessergrößeren)
Druckübersetzerlcolben-Teilbereich 18 und einen zweiten (durchmesserlcleineren) Druclcübersetzerkolben-Teilbereich
19 auf. Das Injektorgehäuse 39 weist ebenfalls eine stufenförmige Verjüngung 41 auf.
Der (durchmessergrößere) erste Druckübersetzerkolben-Teilbereich 19 wird axial und
weitgehend flüssigkeitsdicht vom durchmessergrößeren Teil des Injelctorgehäuses 39
geführt. Der (durchmesserkleinere) zweite Druckübersetzerkolben-Teilbereich 19 befindet
sich teilweise in dem durchmessergrößeren Teil des Injektorgehäuses 39 und taucht
teilweise in den durchmesserkleineren Teil des Injektorgehäuses ein, wo er axial verschiebbar
und weitgehend flüssigkeitsdicht geführt wird. Der durchmessergrößere erste Druckübersetzerkolben-Teilbereich
18 teil in dem Innenraum des Injektorgehäuses 39 den Druckübersetzer-Arbeitsraum 11
und den Druckübersetzer-Steuerraum 12 ab. In dem Druckübersetzer-Steuerraum 12 ist
die dem durchmesserkleineren zweiten Druckübersetzerkolben-Teilbereich 19 umgebende
Rückstellfeder 13 angeordnet. Die Rückstellfeder 13 stützt sich einerseits im Bereich
der stufenförmigen Verjüngung 41 des Injektorgehäuses 39 und andererseits an dem durchmessergrößeren
ersten Druckübersetzerkolben-Teilbereich 18 ab. Im Ruhezustand drückt sie den Druckübersetzer-Kolben
8 gegen ein in dem Injektorgehäuse 39 angeordnetes Begrenzungselement 42 in seine
Ruheposition. Der Druckübersetzer-Kolben 8 ist als Hohlkolben ausgebildet: Er enthält
eine zentrale durchgängige Bohrung 43. Der Düsenkolben 3 wird in einem Führungsbereich
44 in dieser Bohrung 43 weitgehend flüssigkeitsdicht geführt.
[0030] Am Injektorgehäuse 39 ist im Bereich des Druckübersetzer-Arbeitsraumes 11 ein in
Form eines Zylinders in die Bohrung 43 ragendes Druckstück 45 befestigt. Auf der dem
Düsenkolben 3 zugewandten Seite weist das Druckstück 45 eine Verjüngung auf, auf die
eine Schließfeder 24 aufgezogen ist. Die Schließfeder 24 stützt sich einerseits gegen
das Druckstück 45 ab und drückt andererseits gegen das in die Bohrung 42 hineinragende
Ende des Düsenkolbens 3. Zwischen dem Düsenkolben 3 und dem Druckstück 45 ist genügend
Freiraum, um ein Abheben der Düsennadel 5 von den Einspritzöffnungen 6 entgegengesetzt
zu der Kraft der Schließfeder 24 während eines Einspritzvorganges zu erlauben.
[0031] Die Schließfeder 24 ist in der Bohrung 43 von dem Einspritzdüsen-Steuerraum 20 umgeben.
Bei der in Figur 3 dargestellten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ist somit der Einspritzdüsen-Steuerraum 20 in dem als Hohlkolben ausgebildete Druckübersetzer-Kolben
8 angeordnet. Der Druckübersetzer-Kolben 3 enthält mindestens eine Öffnung 46, über
die der Einspritzdüsen-Steuerraum 20 ständig mit dem Druckübersetzer-Steuerraum 12
verbunden ist, so dass in den beiden Räumen 12, 20 stets der Druck ausgeglichen wird.
[0032] Alternativ dazu könnte der Einspritzdüsen-Steuerraum 20 statt mit dem Druckübersetzer-Steuerraum
12 z.B. mit dem Druckübersetzer-Arbeitsraum 11 verbunden sein. Dann wird der Einspritzdüsen-Steuerraum
20 nicht gemeinsam mit dem Druckübersetzer-Steuerraum 12 entlastet, sondern bleibt
ständig auf dem Druckniveau des Arbeitsraumes 11. Dies wäre ebenfalls möglich, da
im Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21 durch die Druckübersevzungs-Einrichtung 7 ein höherer
Druck aufgebaut wird und die Kraftstoff-Einspritzdüse 2 somit öffnet. Zur Verbindung
des Einspritzdüsen-Steuerraumes 20 mit dem Druckübersetzer-Arbeitsraum 11 könnte z.B.
das Druckstück 45 im Durchmesser verkleinert werden, sodass es nicht mehr hochdruckdicht
in dem Druckübersetzer-Kolben 8 geführt würde, sondern entlang des Druckstückes 45
eine Verbindung zwischen den beiden Räumen 20, 11 bestehen wurde.
[0033] In der Anordnung gemäß Figur 3 fallen der Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 und der
Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21 gemäß Figuren 1 und 2 zusammen und werden von dem
Hochdruckraum 47 gebildet. Die eine Drossel 23 enthaltende Füllverbindung 10 zwischen
dem Einspritzdüsen-Steuerraum 20 und dem Hochdruckraum 47 verläuft bei dieser bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in dem Düsenkolben 3.
[0034] Die Zumessung des Kraftstoffs in den Brennraum 25 erfolgt wiederum durch Aktivierung
des 3/2-Wege-Steuerventils 14. Dadurch wird der Druckübersetzer-Steuerraum 12 über
die Verbindungsleitung 32 mit der Niederdruckleitung 17 verbunden und somit druckentlastet.
Dies aktiviert die Druckübersetzungs-Einrichtung und der Kraftstoff wird im Hochdruckraum
47 durch den Druckübersetzer-Kolben 3 verdichtet. Der verdichtete Kraftstoff wird
entlang der Düsennadel 5 weitergeleitet. Der Düsenkolben 3 gibt schließlich in Folge
der steigenden öffnenden Druckkraft im Hochdruckraum 47 die Einspritzöffnungen 6 frei
und der Kraftstoff wird in den Brennraum 25 eingespritzt. Bei geöffneter Kraftstoff-Einspritzdüse
liegt der Düsenkolben 3 mit dem Dichtsitz 26 an dem Druckstück 45 an und verschließt
so die Füllverbindung 10 flüssigkeitsdicht. So kann kein komprimierter Kraftstoff
von dem Hochdruckraum 47 in den Einspritzdüsen-Steuerraum 20 zurückfließen.
[0035] Zum Beenden der Einspritzung wird durch das Steuerventil 14 der Druckübersetzer-Steuerraum
12 wieder mit der Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 verbunden. Dadurch baut sich in dem
Druckübersetzer-Steuerraum 12 und über die Öffnung 46 in dem Einspritzdüsen-Steuerraum
20 der von der Kraftstoff-Hochdruckquelle erzeugte Kraftstoff Hochdruck auf. Der Druck
im Hochdruckraum 47 fällt auf den Kraftstoff-Hochdruckquellen-Hochdruck ab, woraufhin
der Druckübersetzer-Kolben 8 hydraulisch ausgeglichen ist, ebenso wie der Düsenkolben
3. Durch die Kraft der Federn 13, 24 werden beide Kolben 3, 8 in ihrer Ruheposition
bewegt. Die Düsennadel verschließt die Einspritzöffnungen 6 und der Düsenkolben 3
hebt den Dichtsitz 26 von dem Druckstück 45 ab. Somit wird die Füllverbindung 10 geöffnet,
so dass der Hochdruckraum 47 über die Füllverbindung 10 und weitere Räume 20, 12 und
Verbindungen 46, 32, 31, 27 mit der Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 verbunden ist. So
wird der Hochdruckraum 47 beim Rückstellen des Druckübersetzer-Kolbens 8 über die
Füllverbindung 10 befüllt.
[0036] Durch das Zusammenlegen von Druckübersetzer-Hochdruckraum und Einspritzdüsen-Hochdruckraum,
den als Hohlkolben ausgeführten Druckübersetzer-Kolben und die in dem Düsenkolben
enthaltene Füllverbindung lässt sich bei dieser bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung in vorteilhafter Weise eine besonders kompakte Konstruktion der Kraftstoff-Einspritzeinrichtung
erreichen.
[0037] Figur 4 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kraftstoff-Einspritzeinrichtung
im Ruhezustand bzw. beim Befüllen.
[0038] Im Ruhezustand (keine Einspritzung) befindet sich das Steuerventil 14 in einer ersten
Schaltstellung 15, in der es den Druckübersetzer-Arbeitsraum 11 mit der Niederdruckleitung
17 verbindet. Der Einspritzdüsen-Steuerraum 20 sowie der im Ruhezustand damit über
die Füllverbindung 10 verbundene Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 und der Einspritzdüsen-Hochdruclcraum
21 sind über eine zweite Niederdrucldeitung 48 mit einem nicht weiter dargestellten
Niederdruckbereich verbunden, ebenso wie der Druckübersetzer-Steuerraum 12 über eine
dritte Niederdruckleitung 49. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung sind also bei geschlossener Kraftstoff-Einspritzdüse 2 der Druckübersetzer-Hochdruckraum
9 über die Füllverbindung 10 und über den Einspritzdüsen-Steuerraum 20, der Druckübersetzer-Steuerraum
12 und der Druckübersetzer-Arbeitsraum 11 mit mindestens einer Niederdruckleitung
17, 48, 49 verbunden. Somit ist sowohl der Druckübersetzer-Kolben 8 als auch der Düsenkolben
3 im Ruhezustand hydraulisch ausgeglichen und beide Kolben 8, 3 werden durch die zugeordnete
Feder 13, 24 in ihrer Ruheposition gehalten. Die Einspritzöffnungen 6 sind zum Brennraum
25 hin durch die Düsennadel 5 verschlossen.
[0039] Zur Einspritzung wird das Steuerventil 14 von der ersten Schaltstellung 15 in die
zweite Schaltstellung 16 geschaltet. In der zweiten Schaltstellung 16 ist der Druckübersetzer-Arbeitsraum
11 mit der Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 verbunden. In dem Druckübersetzer-Arbeitsraum
11 baut sich der von der Kraftstoff-Hochdruckquelle 1 erzeugte Druck auf. Der Druckübersetzer-Kolben
8 bewegt sich dadurch in Verdichtungsrichtung und verdichtet den Kraftstoff im Druckübersetzer-Hochdruckraum
9 auf übersetzten Druck. Dieser wird in den Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21 weitergeleitet.
Der Düsenkolbens 3 bewegt sich durch die so erzeugte Druckkraft in Öffnungsrichtung
und gibt die Einspritzöffnungen 6 frei. Gleichzeitig wird die Füllverbindung 10 vom
Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 zum Einspritzdüsen-Steuerraum 20 durch den Düsenkolben
3 verschlossen. So entsteht keine Verlustmenge während der Einspritzung.
[0040] Zum Beenden des Einspritzvorganges wird das Steuerventil 14 in die erste Schaltstellung
15 zurückgeschaltet. Der Druckübersetzer-Arbeitsraum 11 ist dann wieder mit der Niederdruckleitung
17 verbunden. Im Druckübersetzer-Hochdruckraum 9 stellt sich ebenfalls der Niederdruck
ein und folglich auch im Einspritzdüsen-Hochdruckraum 21. Daher schließt die Düsennadel
5 und der Düsenkolben 3 gibt die Füllverbindung 10 frei. Der Druckübersetzer-Hochdruckraum
9 wird beim Rückstellen 38 des Druckübersetzer-Kolben 8 über die Füllverbindung 10
aus dem Niederdrucksystem befüllt. Die Füllverbindung 10 kann bei Bedarf eine Drossel
23 enthalten.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Kraftstoff-Hochdruckquelle
- 2
- Kraftstoff-Einspritzdüse
- 3
- Düsenkolben
- 4
- oberer Düsenkolben-Teilbereich
- 5
- Düsennadel
- 6
- Einspritzöffnungen
- 7
- Druckübersetzungs-Einrichtung
- 8
- Druckübersetzer-Kolben
- 9
- Druckübersetzer-Hochdruckraum
- 10
- Füllverbindung
- 11
- Druckübersetzer-Arbeitsraum
- 12
- Druckübersetzer-Steuerraum
- 13
- Rückstellfeder
- 14
- Steuerventil
- 15
- erste Schaltstellung
- 16
- zweite Schaltstellung
- 17
- Niederdruckleitung
- 18
- erster Druckübersetzerkolben-Teilbereich
- 19
- zweiter Druckübersetzerkolben-Teilbereich
- 20
- Einspritzdüsen-Steuerraum
- 21
- Einspritzdüsen-Hochdruckraum
- 22
- erste Drossel
- 23
- zweite Drossel
- 24
- Schließfeder
- 25
- Brennraum
- 26
- Dichtsitz
- 27
- Hochdruckleitung
- 28
- Gehäuse der Druckübersetzungs-Einrichtung
- 29
- Einspritzhochdruckleitung
- 30
- Druckschulter
- 31
- Hochdruck-Verbindungsleitung
- 32
- erste Verbindungsleitung
- 33
- zweite Verbindungsleitung
- 34
- eingespritzter Kraftstoff
- 35
- große Kolbenfläche
- 36
- Verdichtungsrichtung
- 37
- kleine Kolbenfläche
- 38
- Rüclcstellrichtung
- 39
- Injektorgehäuse
- 41
- stufenförmige Verjüngung
- 42
- Begrenzungselement
- 43
- Bohrung
- 44
- Führungsbereich
- 45
- Druckstück
- 46
- Öffnung
- 47
- Hochdruckraum
- 48
- zweite Niederdruckleitung
- 49
- dritte Niederdruckleitung
1. Kraftstoff- Einspritzeinrichtung für Brennkraftmaschinen mit einer durch eine Kraftstoff-Hochdruckquelle
(1) mit Kraftstoff versorgbaren Kraftstoff-Einspritzdüse (2), die einen beweglichen
Düsenkolben (3) zum Öffnen und Verschließen von Einspritzöffnungen (6), einen Einspritzdüsen-Hochdruckraum
(21) und einen Einspritzdüsen-Steuerraum (20) aufweist, wobei zwischen die Kraftstoff-Einspritzdüse
(2) und die Kraftstoff-Hochdruckquelle (1) eine Druckübersetzungs-Einrichtung (7)
geschaltet ist, die einen beweglichen Druckübersetzer-Kolben (8), einen Druckübersetzer-Arbeitsraum
(11) und einen Druckübersetzer-Hochdruckraum (9) aufweist, wobei eine Füllverbindung
(10) zwischen dem Druckübersetzer-Hochdruckraum (9) und dem Einspritzdüsen-Steuerraum
(20) angeordnet ist, die bei geschlossener Kraftstoff-Einspritzdüse (2) zum Befüllen
des Druckübersetzer-Hochdruckraums (9) offen ist, wobei eine Druckänderung in einem
in der Druckübersetzungs-Einrichtung (7) enthaltenen Druckübersetzer-Steuerraum (12)
und/oder in dem Druckübersetzer-Arbeitsraum (11) eine Druckänderung im Druckübersetzer-Hochdruckraum
(9) bewirkt, und wobei die Füllverbindung (10) eine Drossel (23) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllverbindung (10) bei geöffneter Kraftstoff-Einspritzdüse (2) durch das Zusammenwirken
der den Einspritzöffnungen (6) abgewandten Stirnseite des Düsenkolbens (3) mit einem
Dichtsitz (26) oder durch das Zusammenwirken eines an der den Einspritzöffnungen (6)
abgewandten Stirnseite des Düsenkolben (3) ausgebildeten Dichtsitzes (26) mit einem
Druckstück (45) verschlossen ist.
2. Kraftstoff-Einspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnen und Verschliessen der Einspritzöffnungen (6) über ein Steuerventil (14)
steuerbar ist.
3. Kraftstoff-Einspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftstoff-Hochdruckquelle (1) während der Einspritzung über eine Hochdruckleitung
(27) mit dem in der Druckübersetzungs-Einrichtung (7) enthaltenen Druckübersetzer-Arbeitsraum
(11) verbunden ist.
4. Kraftstoff-Einspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dichtsitz (26) an dem Düsenkolben (3) ausgebildet ist, der zum Verschließen der
Füllverbindung (10) mit einem Druckstück (45) zusammenwirkt.
5. Kraftstoff-Einspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllverbindung (10) in dem Düsenkolben (3) ausgebildet ist.
6. Kraftstoff Einspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einspritzdüsen-Steuerraum (20) in dem als Hohlkolben ausgebildeten Druckübersetzer-Kolben
(8) angeordnet ist.
7. Kraftstoff-Einspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckübersetzer-Hochdruckraum (9) bei geschlossener Kraftstoff-Einspritzdüse
(2) über ein Steuerventil (14), den Druckübersetzer-Steuerraum (12), den Einspritzdüsen-Steuerraum
(20) und die Füllverbindung (10) mit der Kraftstoff-Hochdruckquelle (1) verbunden
ist.
8. Kraftstoff-Einspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei sich öffnender und offener Kraftstoff-Einspritzdüse (2) der Druckübersetzer-Steuerraum
(12) und der Einspritzdüsen-Steuerraum (20) mit einer Niederdruckleitung (17) verbunden
sind.
9. Kraftstoff-Einspritzeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei geschlossener Kraftstoff-Einspritzdüse (2) der Druckübersetzer-Hochdruckraum
(9) über die Füllverbindung (10) und über den Einspritzdüsen-Steuerraum (20), der
Druckübersetzer-Steuerraum (12) und der Druckübersetzer-Arbeitsraum (11) mit mindestens
einer Niederdruckleitung (17, 48, 49) verbunden sind.
1. Fuel injection device for internal combustion engines, having a fuel injection nozzle
(2) which can be supplied with fuel by means of a high-pressure fuel source (1), which
fuel injection nozzle (2) has a movable nozzle piston (3) for opening and closing
injection openings (6), and which fuel injection nozzle (2) has an injection nozzle
high-pressure chamber (21) and an injection nozzle control chamber (20), with a pressure
boosting device (7) being connected between the fuel injection nozzle (2) and the
high-pressure fuel source (1), which pressure boosting device (7) has a movable pressure
booster piston (8), a pressure booster working chamber (11) and a pressure booster
high-pressure chamber (9), with a filling connection (10) being arranged between the
pressure booster high-pressure chamber (9) and the injection nozzle control chamber
(20), which filling connection (10) is open, in order to fill the pressure booster
high-pressure chamber (9), when the fuel injection nozzle (2) is closed, with a pressure
change in a pressure booster control chamber (12) which is contained in the pressure
boosting device (7), and/or in the pressure booster working chamber (11), bringing
about a pressure change in the pressure booster high-pressure chamber (9), and with
the filling connection (10) having a throttle (23), characterized in that, when the fuel injection nozzle (2) is open, the filling connection (10) is closed
by the interaction of that end side of the nozzle piston (3) which faces away from
the injection openings (6) with a sealing seat (26), or by the interaction of a sealing
seat (26), which is formed on that end side of the nozzle piston (3) which faces away
from the injection openings (6), with a pressure piece (45).
2. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that the opening and closing of the injection openings (6) can be controlled by means
of a control valve (14).
3. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that, during the injection, the high-pressure fuel source (1) is connected by means of
a high-pressure line (27) to the pressure booster working chamber (11) which is contained
in the pressure boosting device (7).
4. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that a sealing seat (26) is formed on the nozzle piston (3), which sealing seat (26) interacts
with a pressure piece (45) in order to close the filling connection (10).
5. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that the filling connection (10) is formed in the nozzle piston (3).
6. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that the injection nozzle control chamber (20) is arranged in the pressure booster piston
(8) which is formed as a hollow piston.
7. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that, when the fuel injection nozzle (2) is closed, the pressure booster high-pressure
chamber (9) is connected via a control valve (14), the pressure booster control chamber
(12), the injection nozzle control chamber (20) and the filling connection (10) to
the high-pressure fuel source (1).
8. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that, as the fuel injection nozzle (2) is opening and when the fuel injection nozzle (2)
is open, the pressure booster control chamber (12) and the injection nozzle control
chamber (20) are connected to a low-pressure line (17).
9. Fuel injection device according to Claim 1, characterized in that, when the fuel injection nozzle (2) is closed, the pressure booster high-pressure
chamber (9) is connected, via the filling connection (10) and via the injection nozzle
control chamber (20), and the pressure booster control chamber (12) and the pressure
booster working chamber (11) are connected, to at least one low-pressure line (17,
48, 49).
1. Système d'injection de carburant pour moteurs à combustion interne, comprenant une
buse d'injection de carburant (2) pouvant être alimentée en carburant par une source
de carburant haute pression (1), qui présente un piston de buse mobile (3) pour ouvrir
et fermer des ouvertures d'injection (6), un espace haute pression (21) de buse d'injection
et un espace de commande (20) de buse d'injection, un dispositif amplificateur de
pression (7) étant monté entre la buse d'injection de carburant (2) et la source de
carburant haute pression (1), lequel présente un piston amplificateur de pression
déplaçable (8), un espace de travail (11) de l'amplificateur de pression et un espace
haute pression (9) de l'amplificateur de pression, une connexion de remplissage (10)
étant disposée entre l'espace haute pression (9) de l'amplificateur de pression et
l'espace de commande (20) de buse d'injection, laquelle, lorsque la buse d'injection
de carburant (2) est fermée, est ouverte pour permettre le remplissage de l'espace
haute pression (9) de l'amplificateur de pression, une variation de pression dans
un espace de commande (12) de l'amplificateur de pression contenu dans le dispositif
amplificateur de pression (7), et/ou dans l'espace de travail (11) de l'amplificateur
de pression, provoquant une variation de pression dans l'espace haute pression (9)
de l'amplificateur de pression, et la connexion de remplissage (10) présentant un
étranglement (23), caractérisé en ce que la connexion de remplissage (10), lorsque la buse d'injection de carburant (2) est
ouverte, est fermée par la coopération du côté frontal du piston de buse (3) détourné
des ouvertures d'injection (6) avec un siège d'étanchéité (26) ou par la coopération
d'un siège d'étanchéité (26) réalisé du côté frontal du piston de buse (3) détourné
des ouvertures d'injection (6) avec un élément de pression (45).
2. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ouverture et la fermeture des ouvertures d'injection (6) peuvent être commandées
par une soupape de commande (14).
3. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la source de carburant haute pression (1), pendant l'injection, est connectée par
le biais d'une conduite haute pression (27) à l'espace de travail (11) de l'amplificateur
de pression contenu dans le dispositif amplificateur de pression (7).
4. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un siège d'étanchéité (26) est réalisé sur le piston de buse (3) qui coopère avec
un élément de pression (45) pour fermer la connexion de remplissage (10).
5. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la connexion de remplissage (10) est réalisée dans le piston de buse (3).
6. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espace de commande (20) de buse d'injection est disposé dans le piston amplificateur
de pression (8) réalisé sous forme de piston creux.
7. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espace haute pression (9) de l'amplificateur de pression, lorsque la buse d'injection
de carburant (2) est fermée, est connecté par le biais d'une soupape de commande (14),
de l'espace de commande (12) de l'amplificateur de pression, de l'espace de commande
(20) de buse d'injection et de la connexion de remplissage (10) à la source de carburant
haute pression (1).
8. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que lorsque la buse d'injection de carburant (2) s'ouvre et est ouverte, l'espace de
commande (12) de l'amplificateur de pression et l'espace de commande (20) de buse
d'injection sont connectés à une conduite basse pression (17).
9. Dispositif d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que lorsque la buse d'injection de carburant (2) est fermée, l'espace haute pression
(9) de l'amplificateur de pression, par le biais de la connexion de remplissage (10)
et par le biais de l'espace de commande (20) de buse d'injection, l'espace de commande
(12) de l'amplificateur de pression et l'espace de travail (11) de l'amplificateur
de pression sont connectés à au moins une conduite basse pression (17, 48, 49).
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