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EP 1 559 525 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.01.2007 Patentblatt 2007/02 |
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Anmeldetag: 12.01.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Rotierbares Werkzeug
Rotatable tool
Outil rotatif
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
15.01.2004 DE 102004002382
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.08.2005 Patentblatt 2005/31 |
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Patentinhaber: Elfgen, Gerd |
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50389 Wesseling (DE) |
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Erfinder: |
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- Elfgen, Gerd
50389 Wesseling (DE)
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Vertreter: Bauer, Dirk |
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BAUER WAGNER PRIESMEYER
Patent- und Rechtsanwälte,
Am Keilbusch 4 52080 Aachen 52080 Aachen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 839 292 GB-A- 2 051 184 US-A- 5 566 666
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DE-U1- 20 201 000 US-A- 4 614 379
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein rotierbares Werkzeug für eine handgeführte Werkzeug -
Antriebsvorrichtung, mit einem scheibenförmigen Grundkörper, dessen Drehachse senkrecht
zu einer durch den Grundkörper aufgespannten Ebene verläuft, und der ein zentrales
Aufnahmemittel zur drehmomentschlüssigen Verbindung mit der Werkzeug -Antriebsvorrichtung,
aufweist, mit einer Mehrzahl von Halteelementen, die in Umfangsrichtung des Grundkörpers
an diesem verteilt angeordnet sind, wobei in jedem Halteelement ein Arbeitskontaktelement
aus einem sehr harten Material gehaltert ist und die Halteelemente mit den Arbeitskontaktelementen
in eine Richtung parallel zu der Drehachse des Grundkörpers elastisch auslenkbar sind.
[0002] Derartige Werkzeug sind insbesondere geeignet für gröbere Schleif- oder Abtragungsarbeiten,
zum Beispiel für das Schleifen von Betonflächen, das Entrosten von Metallflächen und
das Entfernen von Altanstrichen und organischen Kalkablagerungen an Unterschiffen
und ähnlichem.
[0003] In der DE 693 19 093 T2 (& US 5 566 666 A) ist ein solches rotierbares Werkzeug der
eingangs beschriebenen Art offenbart. Die Schleif- bzw. Schnittleistung eines derartigen
Werkzeugs gründet sich vor allem auf der Meißelwirkung, die die Arbeitskontaktelemente
bei ihrem Einwirken in das jeweilige Werkstück erzielen und ist deshalb herkömmlichen
Schleif- und Abtragungswerkzeugen, wie zum Beispiel Schwingschleifmaschinen, deren
Abtragungswirkung besonders auf eine Abtragungswirkung allein durch Härteunterschieden
zwischen einer in verschiedenen Körnungsstufen erhältlichen mineralischen Schleifschicht
und dem jeweiligen Untergrund beruht, insbesondere beim Grobbearbeiten weit überlegen.
Ein Zusetzen des Werkzeugs mit abgetragenem Material kann aufgrund der exponierten
Position der Arbeitskontaktelemente nicht auftreten. Gegenüber rotierenden Drehbürsten
ist die Standfestigkeit und Abtragsleistung aufgrund der Hartmetall - Arbeitskontaktelemente
wesentlich verbessert.
[0004] Jedoch besteht bei diesen Werkzeugen ein erheblicher Nachteil in einer schnellen
Abnahme der Schnittleistung auf eine im Vergleich zur Anfangsschnittleistung gleichbleibend
schlechtere Endschnittleistung. Der Grund hierfür ist die einseitige Abnutzung der
Arbeitskontaktelemente und ihr ständig stumpfer werdender Keilwinkel und gleichzeitig
kleiner werdender Freiwinkel zwischen den Arbeitskontaktelementen und dem Werkstück.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Werkzeug zu schaffen, dessen Arbeitskontaktelemente
sich nicht einseitig abnutzen und deren Meißelwirkung weitestgehend erhalten bleibt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Arbeitskontaktelemente
in den Halteelementen drehbar um jeweils eine Drehachse gelagert sind, deren Richtung
eine Komponente senkrecht zu der Drehachse des Grundkörpers aufweist.
[0007] Durch die Einführung einer Drehachse ist das Arbeitskontaktelement im Arbeitsbetrieb
selbstdrehend und nutzt sich so auf einer umlaufenden Schneidkante gleichmäßig ab.
Dadurch wird die Schnittleistung des Werkzeugs aufgrund der durch die Drehbewegung
erzielte Selbstschärfung über die gesamte Nutzungsdauer weitestgehend erhalten. Der
Spitzenbereich der Arbeitskontaktelemente erhält nach einer gewissen Nutzungszeit
die Form eines Kegels.
[0008] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Arbeitskontaktelemente einen Arbeitsbereich
und einen gegenüber diesem verdickten Haltebereich besitzen, und dadurch eine Anpassung
der beiden Bereiche an ihre Arbeits- bzw. Haltefunktion ermöglicht wird.
[0009] Ein Werkzeug mit noch verbesserten Arbeitseigenschaften wird dadurch geschaffen,
dass jedes Halteelement eine Haltekappe aufweist, die kraftschlüssig mit einem Haltesockel
verbindbar ist, wobei die Haltekappe eine Öffnung aufweist, durch die das Arbeitskontaktelement
nach außen hindurchtritt. Durch diese käfigartige Halterung wird es ermöglicht, nur
die Arbeitskontaktelemente nach ihrem Verschleiß auszutauschen, statt das Werkzeug
komplett ersetzen zu müssen. Bei einem Einsatz kommt es besonders bei der Bearbeitung
von Ecken und Kanten relativ häufig zum Abbrechen einzelner Arbeitskontaktelemente,
so dass mit einem hohen Faktor der Kostenersparnis bei einer derartigen Ausgestaltung
der Erfindung zu rechnen ist.
[0010] Auch wenn grundsätzlich alternative Befestigungsarten möglich sind, ist es weiterhin
besonders von Vorteil, dass die Haltekappe mit dem Haltesockel verschraubbar ist,
da eine solche Befestigung mit herkömmlichem Werkzeug herstellbar ist und sich dadurch
die Anschaffungskosten für besonderes Werkzeug erübrigen. Falls erforderlich können
zusammen mit den Arbeitskontaktelementen auch die Haltekappen ausgetauscht werden,
ohne dass dadurch hohe Kosten entstehen.
[0011] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Haltekappe in ihrer Verschraubungsendstellung
von dem Gewinde des Haltesockels plastisch verformt ist und dadurch eine sichere und
gleichzeitig einfache Verbindung auch bei hohen Umfangsgeschwindigkeiten des Werkzeugs
erreicht wird.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform ist die Haltekappe mit einem Außensechskant versehen
und kann so mit einem einfachen Maulschlüssel auf den Haltesockel auf- oder von diesem
abgeschraubt werden.
[0013] Zudem können die Arbeitskontaktelemente zu einer Ebene senkrecht zu ihrer Drehachse
symmetrisch aufgebaut sein. Durch den symmetrischen Aufbau der Arbeitskontaktelemente
lassen sich diese nach Entfernung der Haltekappe um 180 Grad wenden und mit dem gegenüberliegenden
Arbeitsbereich erneut verwenden.
[0014] Weiter ist von Vorteil, dass sich die metallischen Halteelemente in radialer Richtung
des Grundkörpers bis in diesen hinein erstrecken, an ihrem den Arbeitskontaktelementen
abgewandten Enden mit einer Verdickung versehen und in das hinreichend elastische
Kunststoffmaterial des Grundkörpers eingebettet sind. Eine derartige Verbindung der
Halteelemente mit dem Grundkörper ist ausreichend stabil für hohe Drehzahlen und lässt
sich in einem einfachen und deshalb kostengünstigen Spritzgussverfahren herstellen.
Die Verdickung bewirkt einen Formschluss zwischen Grundkörper und Halteelement und
somit eine sichere Fixierung.
[0015] Insbesondere können die Halteelemente drehbar um eine Drehachse in dem Grundkörper
gelagert sein, wobei die Drehachse mit der Drehachse des Arbeitskontaktelements zusammenfällt.
Durch die Einführung einer zweiten Drehachse gleichsinnig zur ersten wird eine zusätzliche
Möglichkeit der Drehung geschaffen, wodurch sich die einseitige Abnutzung der Arbeitskontaktelemente
nochmals reduziert und die Sicherheit, dass im Betrieb eine Drehung der Arbeitskontaktelemente
auftritt, erhöht.
[0016] Zusätzlich kann das Halteelement auch noch in radialer Richtung elastisch bewegbar
sein. Dadurch wird eine Hammerwirkung erreicht, die zu einem noch effektiveren Materialabtrag
führt. Die Hammerwirkung entsteht immer dann, wenn das Halteelement auf das Werkstück
auftrifft und dabei die Bewegungsenergie impulsartig auf letzteres abgibt, um sich
danach im Verlauf der weiteren Drehung radial zur Drehachse des Grundkörpers zurück
zu verlagern. Hierdurch wird die Kontaktkraft im Verlauf des weiteren Überstreichens
des Werkstücks reduziert, wodurch auch die spanende Wirkung der Arbeitskontaktelemente
und damit ihr Verschleiß verringert werden.
[0017] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung weist jedes Halteelement eine Schraubenfeder
auf, die mit ihrer Längsachse koaxial zu der Drehachse der Arbeitskontaktelemente
verläuft und einerseits die Arbeitskontaktelemente trägt und andererseits mit einem
starren Grundkörper verbunden ist. Die Verkürzbarkeit der Schraubenfedern in ihrer
axialen Richtung ermöglicht das zuvor beschriebene radiale Zurückweichen der Arbeitskontaktelemente
sowie der Halteelemente bei steigender radial gerichteter Kontaktkraft. Zudem werden
radial ausgeprägte Vibrationen erheblich stärker von Schraubenfedern abgefedert als
von einem elastischen Grundkörper.
[0018] Vorteilhafter Weise können schließlich die Haltesockel der Halteelemente in die Schraubenfedern
eingepresst sein, wodurch eine Verbindung erreicht wird, die unter Einfluss von Fliehkräften
wegen einer daraus folgenden Durchmesserverringerung fester wird, die sich jedoch
bei Werkzeugstillstand -durch Drehen entgegen dem Wickelsinn der Feder-leicht wieder
lösen lässt.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen rotierbaren Werkzeugs,
- Fig. 2
- einen schematischen Längsschnitt durch ein Halteelement des in Fig. 1 gezeigten Werkzeugs
und
- Fig. 3
- eine Ansicht eines alternativen erfindungsgemäßen Werkzeugs.
[0020] Das in Fig. 1 dargestellte Werkzeug 1 weist einen Grundkörper 2 mit zwölf auf ihm
speichenartig angeordneten Halteelementen 3 auf, die ihrerseits jeweils einen Haltesockel
4 und eine bleistiftspitzenförmige Haltekappe 5 aufweisen. Der Grundkörper 2 besteht
aus einem elastischen Material, bevorzugt aus einem Elastomer. Die Halteelemente 3,
die auch in Fig. 2 gezeigt sind, werden in die Spritzgussform eingelegt und mit dem
Kunststoffmaterial umspritzt, wodurch sich eine innige und formschlüssige Verbindung
ergibt. Mittig weist der Grundkörper 2 ein Aufnahmemittel A in Form eines Durchgangs
mit Innensechskant auf.
[0021] Das in Fig. 2 dargestellte Halteelement 3 zeigt nochmals den Haltesockel 4 mit einer
Verdickung 4* an seinem einen Ende und einem Außengewinde 6 an seinem der Haltekappe
5 zugewandten anderen Ende, welches zudem mit einer Öffnung 7 in Form einer Bohrung
versehen ist, die bis in einen auch in der Fig. 1 sechskantförmig gezeigten verdickten
Mittelbereich 8 hineinführt. Die Haltekappe 5 besitzt an ihrem sich verjüngendem Ende
eine Öffnung 9 in Form der Bohrung die in ihrem Durchmesser dem der Öffnung 7 des
Haltesockels 4 entspricht und ein dem Außengewinde 6 des Haltesockels 4 gegenüber
axial kürzeres, ansonsten jedoch entsprechendes, Innengewinde 10. Des weiteren weist
die Haltekappe 5 noch ein innere Aussparung 11 auf, die in ihrem Innendurchmesser
größer ist als das Innengewinde 10.
[0022] Weiterhin wird ein Arbeitskontaktelement 12 gezeigt, welches aus einem vorderen und
einem hinteren zylindrischen Arbeitsbereich 13 und einem mittigen verdickten Haltebereich
14 besteht. Der hintere und der vordere Arbeitsbereich 13 des Arbeitskontaktelements
12 besitzen den gleichen Durchmesser, der ein geringfügig kleiner ist als der der
beiden Bohrungen 7 und 9 des Haltesockels 4 und der Haltekappe 5. Außerdem ist auch
der größte Außendurchmesser des Haltebereichs 14 des Arbeitskontaktelements 12 kleiner
als der Durchmesser im Bereich der inneren Aussparung 11 der Haltekappe 5. Dadurch
ist das Arbeitskontaktelement 12 in dem aus der Haltekappe 5 und dem Haltesockel 4
gebildeten Käfig leicht drehbar.
[0023] Das Arbeitskontaktelement 12 besteht gänzlich aus Hartmetall. Die Härte des Haltesockels
4 (~ 60 HRC) ist größer als die der Haltekappe 5 (~ 50 HRC), so dass sich erstgenannter
mit seinen endseitig gelegenen Gewindegängen weitere endseitige Gewindegänge in die
aus weicherem Material bestehende Haltekappe 5 formen kann. Hierdurch lässt sich eine
äußerst sichere Schraubverbindung erreichen, die sich auch durch seitliche Schläge,
wie sie beim Arbeiten mit dem Werkzeug 1 entstehen können und die dabei ein Lösemoment
verursachen, nicht löst. Ein Spalt 15 zwischen der der verjüngten Seite abgewandten
Fläche 16 der Haltekappe 5 einerseits und einer das Außengewinde 6 des Haltesockels
4 abschließenden Fläche 17 des Mittelbereichs 8 andererseits, lässt es dabei zu, dass
auch ein mehrmaliges Verschrauben derselben Haltekappe 5 mit dem Haltesockel 4 noch
zu einer neuen Gewindeformung innerhalb der Haltekappe 5 führt, wobei natürlich mit
jedem erneuten Verformen die Spaltbreite abnimmt.
[0024] Für die Schleifarbeit wird das Werkzeug 1 mittels des Aufnahmemittels A zwischen
zwei hier nicht gezeigte Scheiben eingespannt und kann dabei durch einen auf einer
der Scheiben zentrisch angebrachten axial verstellbaren Außensechskants zentriert
werden. Ein an einer der Scheiben angebrachter Schaft kann sodann in einer Werkzeug
-Antriebsvorrichtung zum Beispiel in Form einer einfachen Handbohrmaschine eingespannt
werden. Der Drehsinn folgt dabei dem in Fig. 1 gezeigten Pfeil 18. Bei besonderen
abzutragenden Werkstoffen, insbesondere weichen, plastischen Materialien können aber
auch bei entgegengesetzter Drehrichtung sehr gute Arbeitsergebnisse erzielt werden.
[0025] Während das in Figur 1 gezeigte Werkzeug 1 12 gleichmäßig an seinem Umfang verteilte
Halteelemente 3 mit jeweils einem Arbeitskontaktelement 12 aufweist, besitzt das in
Figur 3 dargestellte Werkzeug 1' insgesamt 24 gleichmäßig verteilte Halteelemente
3' mit jeweils einem Arbeitskontaktelement 12. Die Halteelemente 3' des Werkzeugs
1' entsprechen im wesentlichen denen des Werkzeugs 1 wie es in Figur 2 dargestellt
ist. Die Halteelemente 3' gemäß Figur 3 besitzen am Ende ihres Haltesockels 4' jedoch
nicht die in Figur 2 gezeigte Verdickung 4*, sondern sie enden mit dem davor befindlichen
zylindrischen Zapfen. Dieser in Figur 3 nicht erkennbare zylindrische Zapfen ist jeweils
in den inneren Hohlraum einer Schraubenfeder 19 eingesetzt. Das gegenüberliegende
Ende der Schraubenfeder 19 ist in den nabenförmigen Grundkörper 2' des Werkzeugs 1'
eingeführt und wird dort während der spritzgusstechnischen Herstellung des Grundkörpers
2' umspritzt und somit formschlüssig eingebunden.
[0026] Die zapfenförmigen Enden der Haltesockel 4' werden mit gewisser Vorspannung in die
Schraubenfedern 19 eingesetzt. Bei einer rotatorischen Bewegung des Werkzeugs 1' und
der dann auftretenden Fliehkraftbelastung auf die Schraubenfedern 19, die eine Längung
bewirkt, verringert sich der Durchmesser der Schraubenfedern 19 tendenziell, so dass
die Zapfen der Haltesockel 4' mit zunehmender Drehzahl des Werkzeugs auch zunehmend
fester gehalten werden. Ein Herausrutschen der Halteelemente 3' ist daher nicht zu
befürchten. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Zapfen der Haltesockel 4'
mit den Schraubenfedern 19 zusätzlich durch Verlötung oder Verklebung zu verbinden.
[0027] Je nach der Steifigkeit der gewählten Schraubenfedern 19 lassen sich mit dem Werkzeug
unterschiedliche Abtragscharakteristiken erzielen. Aufgrund der Elastizität der Schraubenfedern
19 ist das Werkzeug 1' unempfindlich gegenüber einem vom Bediener eventuell zu hoch
gewählten Anpressdruck oder auch gegenüber größeren Unebenheiten in der zu bearbeitenden
Fläche. Bedarfsweise können die Schraubenfedern 19 auch in rohrförmigen Führungshülsen
gelagert sein, die einerseits in den Grundkörper 2' bei dessen spritzgusstechnischer
Herstellung eingebettet sind und andererseits sich nicht bis an den sechskantförmigen
Mittelbereich 8 des Haltesockel 4' heran erstrecken, um die Längselastizität der Feder
sicherzustellen und dabei dennoch die seitlichen Auslenkungen der Schraubenfedern
19 in Grenzen zu halten.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1, 1'
- Werkzeug
- 2, 2'
- Grundkörper
- 3, 3'
- Halteelement
- 4, 4'
- Haltesockel
- 4*
- Verdickung
- 5
- Haltekappe
- 6
- Außengewinde
- 7
- Öffnung
- 8
- Mittelbereich
- 9
- Öffnung
- 10
- Innengewinde
- 11
- Aussparung
- 12
- Arbeitskontaktelement
- 13
- Arbeitsbereich
- 14
- Haltebereich
- 15
- Spalt
- 16
- Fläche
- 17
- Fläche
- 18
- Pfeil
- 19
- Schraubenfeder
1. Rotierbares Werkzeug (1, 1') für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung,
mit einem scheibenförmigen Grundkörper (2, 2'), dessen Drehachse senkrecht zu einer
durch den Grundkörper (2. 2') aufgespannten Ebene verläuft, und der ein zentrales
Aufnahmemittel (A) zur drehmomentschlüssigen Verbindung mit der Werkzeug - Antriebsvorrichtung
aufweist, mit einer Mehrzahl von Halteelementen (3, 3'), die in Umfangsrichtung des
Grundkörper (2, 2') an diesem verteilt angeordnet sind, wobei in jedem Halteelement
(3, 3') ein Arbeitskontaktelement (12) aus einem sehr harten Material gehaltert ist
und die Halteelemente (3, 3') mit den Arbeitskontaktelementen (12) in eine Richtung
parallel zu der Drehachse des Grundkörpers (2, 2') elastisch auslenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitskontaktelemente (12) in den Halteelementen (3, 3') drehbar um jeweils
eine Drehachse gelagert sind, deren Richtung eine Komponente senkrecht zu der Drehachse
des Grundkörper (2, 2') aufweist.
2. Rotierbares Werkzeug (1, 1') für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitskontaktelemente (12) einen Arbeitsbereich (13) und einen gegenüber diesem
verdickten Haltebereich (14) besitzen.
3. Rotierbares Werkzeug (1, 1') für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung
nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Halteelement (3, 3') eine Haltekappe (5) aufweist, die kraftschlüssig mit einem
Haltesockel (4, 4') verbindbar ist, wobei die Haltekappe (5) eine Öffnung (7) aufweist,
durch die das Arbeitskontaktelement (12) nach außen hindurchtritt.
4. Rotierbares Werkzeug (1, 1') für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung
nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltekappe (5) mit dem Haltesockel (4, 4') verschraubbar ist.
5. Rotierbares Werkzeug (1, 1') für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung
nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltekappe (5) in ihrer Verschraubungsendstellung von dem Außengewinde (6) des
Haltesockels (4, 4') plastisch verformt ist.
6. Rotierbares Werkzeug (1, 1') für eine handgeführten Werkzeug - Antriebsvorrichtung
nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltekappe (5) mit einem Außensechskant versehen ist.
7. Rotierbares Werkzeug (1,1') für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung nach
einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitskontaktelemente (12) zu einer Ebene senkrecht zu ihrer Drehachse symmetrisch
aufgebaut sind.
8. Rotierbares Werkzeug (1) für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung nach
einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die metallischen Halteelemente (3) in radiale Richtung des Grundkörpers (2)
bis in diesen hinein erstrecken, an ihrem den Arbeitskontaktelementen (12) abgewandten
Enden mit einer Verdickung (4*) versehen und in das hinreichend elastische Kunststoffmaterial
des Grundkörpers (2) eingebettet sind.
9. Rotierbares Werkzeug (1, 1') für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung
nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (3, 3') drehbar um eine Drehachse in dem Grundkörper (2, 2') gelagert
sind, wobei die Drehachse mit der Drehachse des Arbeitskontaktelement (12) zusammenfällt.
10. Rotierbares Werkzeug (1, 1') für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (3, 3') in radialer Richtung elastisch bewegbar ist.
11. Rotierbares Werkzeug (1') für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung nach
mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Halteelement (3') eine Schraubenfeder (19) aufweist, die mit ihrer Längsachse
koaxial zu der Drehachse der Arbeitskontaktelemente (12) verläuft und einerseits die
Arbeitskontaktelemente (12) trägt und andererseits mit einem starren Grundkörper (2')
verbunden ist.
12. Rotierbares Werkzeug (1') für eine handgeführte Werkzeug - Antriebsvorrichtung nach
Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltesockel (4') der Halteelemente (3') in die Schraubenfedern (19) eingepresst
sind.
1. A rotatable tool (1, 1') for a hand-guided tool drive apparatus, comprising a disk-like
basic body (2, 2') whose rotational axis extends perpendicular to a plane opened up
through the basic body (2, 2') and which comprises a central receiving means (A) for
connection by torque with the tool drive apparatus, and a plurality of holding elements
(3, 3') which are arranged distributed on the same in the circumferential direction
of the basic body (2, 2'), with a make contact element (12) made of a very hard material
being held in each holding element (3, 3') and the holding elements (3, 3') with the
make contact elements (12) being elastically deflectable in a direction parallel to
the rotational axis of the basic body (2, 2'), characterized in that the make contact elements (12) are held in the holding elements (3, 3') so as to
be rotatable about a rotational axis each whose direction comprises a component perpendicular
to the rotational axis of the basic body (2, 2').
2. A rotatable tool (1, 1') for a hand-guided tool drive apparatus according to claim
1, characterized in that the make contact elements (12) comprise a working area (13) and a holding area (14)
which is enlarged relative to the same.
3. A rotatable tool (1, 1') for a hand-guided tool drive apparatus according to claim
1 or 2, characterized in that each holding element (3, 3') comprises a holding cap (5) which can be connected in
a non-positive way with the holding base (4, 4'), with the holding cap (5) comprising
an opening (7) through which the make contact element (12) passes through to the outside.
4. A rotatable tool (1, 1') for a hand-guided tool drive apparatus according to claim
3, characterized in that the holding cap (5) can be screwed together with the holding base (4, 4').
5. A rotatable tool (1,1') for a hand-guided tool drive apparatus according to claim
4, characterized in that the holding cap (5) is plastically deformed in its screwed end position by the outside
thread (6) of the holding base (4, 4').
6. A rotatable tool (1, 1') for a hand-guided tool drive apparatus according to one of
the claims 3 to 5, characterized in that the holding cap (5) is provided with an outside hexagon.
7. A rotatable tool (1, 1') for a hand-guided tool drive apparatus according to one of
the claims 1 to 6, characterized in that the make contact elements (12) are arranged symmetrically relative to a plane perpendicular
to its rotational axis.
8. A rotatable tool (1) for a hand-guided tool drive apparatus according to one of the
claims 1 to 7, characterized in that the metallic holding elements (3) extend in the radial direction of the basic body
(2) up to and into the same, are provided at their ends averted from the make contact
elements (12) with an enlargement (4*) and in which sufficient elastic plastic material
of the basic body (2) are embedded.
9. A rotatable tool (1, 1') for a hand-guided tool drive apparatus according to claim
8, characterized in that the holding elements (3, 3') are held rotatably about a rotational axis in the basic
body (2, 2'), with the rotational axis coinciding with the rotational axis of the
make contact element (12).
10. A rotatable tool (1, 1') for a hand-guided tool drive apparatus according to one of
the claims 1 to 9, characterized in that the holding element (3, 3') is elastically movable in the radial direction.
11. A rotatable tool (1') for a hand-guided tool drive apparatus according to at least
one of the claims 1 to 10, characterized in that each holding element (3') comprises a coil spring (19) extends coaxially to the rotational
axis of the make contact elements (12) with its longitudinal axis and carries the
make contact elements (12) on the one hand and is connected with a rigid basic body
(2') on the other hand.
12. A rotatable tool (1') for a hand-guided tool drive apparatus according to claim 11,
characterized in that the holding bases (4') of the holding elements (3') are pressed into the coil springs
(19).
1. Outil rotatif (1, 1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement, avec
un corps de base (2, 2') en forme de disque dont l'axe de rotation s'étend perpendiculairement
à un plan formé par le corps de base (2, 2'), ce corps de base comportant un moyen
de réception (A) central destiné à être relié en couple au dispositif de commande
d'outil, avec une pluralité d'éléments de retenue (3, 3') qui sont répartis suivant
la direction circonférentielle du corps de base (2, 2') sur celui-ci, chaque élément
de retenue (3, 3') retenant un élément de contact de travail (12) réalisé en un matériau
très dur et les éléments de retenue (3, 3') avec les éléments de contact de travail
(12) étant aptes à subir un débattement élastique dans une direction parallèle à l'axe
de rotation du corps de base (2, 2'), caractérisé en ce que les éléments de contact de travail (12) sont chacun montés dans les éléments de retenue
(3, 3') de manière à être mobiles en rotation autour d'un axe de rotation dont le
sens comporte une composante perpendiculaire à l'axe de rotation du corps de base
(2, 2').
2. Outil rotatif (1, 1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement selon
la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de contact de travail (12) possèdent une zone de travail (13) et une
zone de retenue (14) plus épaisse que la zone de travail (13).
3. Outil rotatif (1, 1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement, selon
la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que chaque élément de retenue (3, 3') comporte un capuchon de retenue (5) apte à être
relié par une liaison de force à une embase (4, 4'), le capuchon de retenue (5) comportant
une ouverture (7) au travers de laquelle l'élément de contact de travail (12) passe
à l'extérieur.
4. Outil rotatif (1, 1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement selon
la revendication 3, caractérisé en ce que le capuchon de retenue (5) est apte à être vissé sur l'embase (4, 4').
5. Outil rotatif (1, 1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement selon
la revendication 4, caractérisé en ce que, vissé en position extrême, le capuchon de retenue (5) est plastiquement déformé
par le filetage extérieur (6) de l'embase (4, 4').
6. Outil rotatif (1, 1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement selon
l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le capuchon de retenue (5) est hexalobé.
7. Outil rotatif (1, 1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement selon
l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les éléments de contact de travail (12) sont construits symétriques par rapport à
un plan perpendiculaire à leur axe de rotation.
8. Outil rotatif (1) pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement selon
l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les éléments de retenue (3) métalliques s'étendent suivant la direction radiale du
corps de base (2) jusqu'à l'intérieur de celui-ci, qu'ils sont munis d'un renflement
(4*) à leurs extrémités détournées des éléments de contact de travail (12) et qu'ils
sont noyés dans la matière plastique suffisamment élastique du corps de base (2).
9. Outil rotatif (1, 1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement selon
la revendication 8, caractérisé en ce que les éléments de retenue (3, 3') sont montés mobiles en rotation autour d'un axe de
rotation dans le corps de base (2, 2'), cet axe de rotation étant confondu avec l'axe
de rotation de l'élément de contact de travail (12).
10. Outil rotatif (1, 1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement selon
l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément de retenue (3, 3') est mobile élastiquement suivant la direction radiale.
11. Outil rotatif (1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement selon
l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que chaque élément de retenue (3') comporte un ressort hélicoïdal (19) dont l'axe longitudinal
s'étend coaxialement par rapport à l'axe de rotation des éléments de contact de travail
(12) et porte les éléments de contact de travail (12) d'une part et est relié à un
corps de base (2') rigide d'autre part.
12. Outil rotatif (1') pour un dispositif de commande d'outil guidé manuellement selon
la revendication 11, caractérisé en ce que les embases (4') des éléments de retenue (3') sont introduits à force dans les ressorts
hélicoïdaux (19).