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EP 1 559 916 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2011 Patentblatt 2011/38 |
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Anmeldetag: 27.01.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Einsatz von druck- und biegebeanspruchten keramischen Bauteilen in Pumpen
Use of ceramic elements subject to compression and bending in pumps
Utilisation d'éléments céramique sollicités en flexion et en compression dans des
pompes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
28.01.2004 DE 102004004159
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.08.2005 Patentblatt 2005/31 |
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Patentinhaber: Sachtleben Chemie GmbH |
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47198 Duisburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Czudnochowski, Edgar
47198 Duisburg (DE)
- Leuchtenberger, Stefan
47228 Duisburg (DE)
- Fach, Roland
46514 Schermbeck (DE)
- Engels, Klaus
47647 Kerken (DE)
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Vertreter: Scherzberg, Andreas Hans et al |
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Chemetall GmbH
Patente, Marken & Lizenzen
Trakehner Strasse 3 60487 Frankfurt am Main 60487 Frankfurt am Main (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 867 620 EP-A2- 1 225 379
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EP-A2- 0 353 611 DE-A1- 2 556 931
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpe mit einer in einem metallischen Gehäuse angeordneten
Antriebswelle, die in einem Förderraum mit einem Laufrad zum Fördern flüssiger Medien
verbunden ist, bei der der Förderraum zu einer Antriebseite der Antriebswelle über
einen Abdichtungsraum verbunden ist und der Abdichtungsraum aus auf der Antriebswelle
in Axialrichtung hintereinander angeordneten Laufrädern besteht, die zwischen in Axialrichtung
hintereinander angeordneten Zwischenwänden des Gehäuses rotieren.
[0003] Diese aggressiven Medien bewirken, dass die medienberührten Bauteile einer Pumpe
sehr starken Belastungen unterliegen und dadurch eine beschränkte Laufzeit aufweisen.
Diese Bauteile unterliegen dann einem Verschleiß und müssen aus Sicherheitsgründen
nach festgelegten Laufzeiten ausgetauscht werden.
[0004] Diesem Verschleiß unterliegen auch die Zwischenwände im Abdichtungsraum. Zum Austausch
dieser Zwischenwände muss die Pumpe abgestellt und durch eine funktionierende Einheit
gewechselt werden. Bei einem kontinuierlichen Produktionsprozess fallen neben den
Reparaturkosten auch noch Produktionsausfallkosten an.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Zwischenwandsystem für das Wellenabdichtungssystem
im Abdichtungsraum zu finden, dass die Betriebssicherheit- und -verfügbarkeit erhöht
und die Instandhaltungskosten reduziert.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Zwischenwände aus einer
Keramik bestehen und aneinander und am Gehäuse über elastische Kompensationselemente
anliegen.
[0007] Keramische Werkstoffe neigen allgemein zu Sprödbruch bei einer Druck- und Biegebelastung
sowie bei Beanspruchungen aus einer Stoß- und Wärmebelastung. Diese Werkstoffe sind
jedoch äußerst widerstandsfähig gegenüber aggressiven Medien.
[0008] Die erfindungsgemäßen keramischen Zwischenwände sind daher nahezu resistent gegenüber
diesen aggressiven Medien. Da diese keramischen Zwischenwände eine andere Wärmeausdehnung
als das umgebende Gehäuse aufweisen, liegen erfindungsgemäß die Zwischenwände aneinander
und am Gehäuse über elastische Kompensationselemente an.
[0009] Hierdurch ist ein technisches Konzept geschaffen, welches sowohl die unterschiedliche
Wärmeausdehnung der Werkstoffe, auch bei hohen Betriebseinsatztemperaturen, als auch
eine Kompensation der auftretenden Spannungen aus einer druck- und dynamischen Belastung
auffängt. Die Druck- und Biegebeanspruchung wird über die elastischen Kompensationselemente
spannungsfrei aufgenommen.
[0010] Vorteilhafterweise bestehen die elastischen Kompensationselemente aus einem Fluor-Elastomer,
bevorzugt Viton B. Dieser Werkstoff eignet sich vorzüglich als Kompensationselement,
weil er sowohl eine hohe chemische Beständigkeit und Dichtungseigenschaft als auch
eine äußerst hohe Elastizität aufweist.
[0011] Um die auftretenden Spannungen aufzufangen, liegen die keramischen Zwischenwände
aneinander über Flachdichtungen als Kompensationselemente an. Die Zwischenwände liegen
am Gehäuse in Axialrichtung ebenso über Flachdichtungen als Kompensationselemente
an. Am Gehäuse in Radialrichtung liegen die Zwischenwände bevorzugt über O-Ringe als
Kompensationswände an.
[0012] Nachfolgend wird die Erfindung an Hand einer Figur näher erläutert.
[0013] Diese einzige Figur zeigt ein Wellenabdichtungssystem (im folgenden auch Abdichtungsraum
genannt) einer Pumpe, die aggressive Medien fördert.
[0014] Eine Antriebswelle 1 treibt ein nicht gezeigtes Laufrad in einem Förderraum 8 an.
Der Förderraum 8 ist von der Antriebsseite 9 über ein Wellenabdichtungssystem im Abdichtungsraum
10 getrennt. Auf der Antriebswelle 1 sind Laufräder 6 (bei dieser Ausführungsform
sind es zwei Laufräder 6) angeordnet, die sich mit der Antriebswelle 1 drehen und
in Axialrichtung der Antriebswelle 1 hintereinander angeordnet sind. Die Laufräder
6 rotieren hierbei zwischen in Axialrichtung hintereinander angeordneten keramischen
Zwischenwänden 3 a, 3 b, 3 c. Zur Antriebsseite 9 hin ist der Abdichtungsraum 10 durch
eine metallische Rückwand 7 abgeschlossen.
[0015] Damit die auftretenden thermischen und mechanischen Spannungen aufgefangen werden,
liegen die Zwischenwände 3 a, 3 b, 3 c aneinander und am Gehäuse 2 bzw. dessen Teile
über elastische Kompensationselemente 5 d - i an.
[0016] Diese Kompensationselemente 5 d - i sind in diesem Falle Fluor-Elastomere, bevorzugt
Viton B.
[0017] Die zum Förderraum 8 gewandte Zwischenwand 3 a liegt am Gehäuse 2 in Radialrichtung
über einen O-Ring 5 d und in Axialrichtung über eine Flachdichtung 5 i an.
[0018] Weiterhin liegt die Zwischenwand 3 a an der benachbarten Zwischenwand 3 b über eine
Flachdichtung 5 e an. Ebenso liegt auch die Zwischenwand 3 b an der Zwischenwand 3
c über eine Flachdichtung 5 f an.
[0019] Die zur Antriebsseite 9 gewandte Zwischenwand 3 c liegt in Radialrichtung der Antriebswelle
1 an der Rückwand 7 über einen O-Ring 5 g und in Axialrichtung über eine Flachdichtung
5 h an.
[0020] Somit erfolgt eine Keramik-Keramik-Abdichtungspaarung (5 e, 5 f) immer über Flachdichtungen
und eine Keramik-Metall-Abdichtungspaarung bevorzugt über O-Ringe.
[0021] Zur Zentrierung der Zwischenwände 3 a, 3 b, 3c bei der Montage ist eine Bohrung in
diesen angeordnet, in die eine Zentrier- und Führungseinheit 4 gesteckt wird, die
bevorzugt aus Holz oder Kunststoff besteht.
1. Pumpe mit einer in einem metallischen Gehäuse (2) angeordneten Antriebswelle (1),
die in einem Förderraum (8) mit einem Laufrad zum Fördern flüssiger Medien verbunden
ist, bei der der Förderraum (8) zu einer Antriebseite (9) der Antriebswelle (1) über
einen Abdichtungsraum (10) verbunden ist und der Abdichtungsraum (10) aus auf der
Antriebswelle (1) in Axialrichtung hintereinander angeordneten Laufrädern (6) besteht,
die zwischen in Axialrichtung hintereinander angeordneten Zwischenwänden (3a, 3 b,
3 c) des Gehäuses (2) rotieren, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwände (3 a, 3 b, 3 c) aus einer Keramik bestehen und aneinander und am
Gehäuse (2) über elastische Kompensationselemente (5 d - i) anliegen.
2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Kompensationselemente (5 d - i) aus einem Fluor-Elastomer, bevorzugt
Viton B bestehen.
3. Pumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwände (3 a, 3 b, 3 c) aneinander über Flachdichtungen (5 e, 5 f) als
Kompensationselemente anliegen.
4. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwände (3 a, 3 b, 3 c) am Gehäuse (2) in Radialrichtung über O-Ringe (5
d, 5 g) als Kompensationselemente anliegen.
5. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwände (3 a, 3 b, 3 c) am Gehäuse (2) in Axialrichtung über Flachdichtungen
(5 i, 5 h) als Kompensationselemente anliegen.
1. A pump having a drive shaft (1) that is arranged in a metallic housing (2) and is
connected, in a delivery chamber (8), to a running wheel for delivering liquid media,
in which the delivery chamber (8) is connected to a drive side (9) of the drive shaft
(1) by way of a sealing chamber (10), and the sealing chamber (10) consists of running
wheels (6) that are arranged one after the other in the axial direction on the drive
shaft (1) and rotate between partition walls (3 a, 3 b, 3 c) of the housing (2) that
are arranged one after the other in the axial direction, characterised in that the partition walls (3 a, 3 b, 3 c) are made of a ceramic material and butt against
each other and against the housing (2) by way of elastic compensation elements (5
d - i).
2. A pump according to claim 1, characterised in that the elastic compensation elements (5 d - i) consist of a fluoroelastomer, preferably
Viton B.
3. A pump according to claim 1 or 2, characterised in that the partition walls (3 a, 3 b, 3 c) butt against each other by way of flat seals
(5 e, 5 f) as compensation elements.
4. A pump according to one of claims 1 to 3, characterised in that the partition walls (3 a, 3 b, 3 c) butt against the housing (2) in the radial direction
by way of O-rings (5 d, 5 g) as compensation elements.
5. A pump according to one of claims 1 to 4, characterised in that the partition walls (3 a, 3 b, 3 c) butt against the housing (2) in the axial direction
by way of flat seals (5 i, 5 h) as compensation elements.
1. Pompe dotée d'un arbre d'entraînement (1) disposé dans un boîtier métallique (2) et
relié, dans une chambre de refoulement (8), à un rotor servant à refouler des milieux
liquides, dans laquelle la chambre de refoulement (8) est reliée à un côté entraînement
(9) de l'arbre d'entraînement (1) par l'intermédiaire d'une chambre d'étanchéité (10)
et la chambre d'étanchéité (10) est composée de rotors (6) qui sont disposés les uns
derrière les autres en direction axiale sur l'arbre d'entraînement (1) et qui tournent
entre des parois intermédiaires (3a, 3b, 3c) du boîtier (2), lesquelles sont disposées
les unes derrière les autres en direction axiale, caractérisée en ce que les parois intermédiaires (3a, 3b, 3c) sont constituées de céramique et prennent
appui les unes sur les autres et sur le boîtier (2) par l'intermédiaire d'éléments
de compensation élastiques (5d - i).
2. Pompe selon la revendication 1, caractérisée en ce que les éléments de compensation élastiques (5d - i) sont constitués d'élastomère fluoré,
de préférence de Viton B.
3. Pompe selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les parois intermédiaires (3a, 3b, 3c) prennent appui les unes sur les autres par
l'intermédiaire de joints plats (5e, 5f) faisant fonction d'éléments de compensation.
4. Pompe selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les parois intermédiaires (3a, 3b, 3c) prennent appui sur le boîtier (2) en direction
radiale par l'intermédiaire de joints toriques (5d, 5g) faisant fonction d'éléments
de compensation.
5. Pompe selon une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les parois intermédiaires (3a, 3b, 3c) prennent appui sur le boîtier (2) en direction
axiale par l'intermédiaire de joints plats (5i, 5h) faisant fonction d'éléments de
compensation.

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