[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tasche nach dem Oberbegriff des Anspruch
1.
[0002] Derartige Utensilientaschen sind an sich bekannt. Sie dienen dazu, zahlreiches Zubehör,
bspw. zum Malen oder Fotografieren, übersichtlich, schonend und verliersicher zu verstauen,
so dass es beim Transport nicht beschädigt wird und ohne längeres Suchen der Tasche
entnommen und nach Gebrauch wieder zurückgelegt werden kann. Diese Taschen sollen
außerdem weder zu groß noch zu schwer sein, so dass sie auch mit Inhalt noch komfortabel
transportiert werden können.
[0003] Die bekannten Utensilientaschen zeichnen sich dadurch aus, dass eine bestimmte Anzahl
Fächer zur Aufnahme von Zubehör- oder sonstigen Teilen fest vorgegeben ist. Daher
lassen diese Taschen eine gewisse Flexibilität vermissen, d.h. sie können in ihrer
Auslegung nicht an die jeweiligen Bedürfnisse des Benutzers im Einzelfall angepasst
werden.
[0004] Die U.S.-amerikanische Patentanmeldung
US 2002/0029946 A1 offenbart eine Kosmetik- und Reisetasche zum Unterbringen von Kleidungsstücken mit
mehreren Tragevarianten. Diese Tasche besteht aus einem Verbindungssteg, an dem beidseitig
jeweils ein Taschenelement angelenkt ist. Jedes Taschenelement kann einmal nach innen
geklappt werden, um die Höhe der Tasche zu verkürzen. In den einzelnen Taschenelementen
sind Anordnungen zum Unterbringen von Gegenständen, insbesondere Kleidungsstücken,
vorgesehen.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Tasche und eine Taschenhülle
der o.g. Art bereit zu stellen, die diesen Nachteil nicht aufweist und in ihrer Auslegung
an die jeweiligen Bedürfnisse des Benutzers angepasst werden kann.
[0006] Die Lösung besteht in einer Tasche mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Die erfindungsgemäße
Tasche ist in ihrem Inneren modular aufgebaut, daher individuell zu gestalten und
vielseitig verwendbar. Sie ist leicht, strapazierfähig und handlich und schützt den
Inhalt zuverlässig vor äußeren Einflüssen.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten
schematischen und nicht maßstabsgetreuen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Tasche in perspektivischer Seitenansicht;
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung der geöffneten Tasche aus Figur 1;
- Figur 3
- die Draufsicht auf ein erstes seitliches Taschenelement der Tasche aus Figur 1;
- Figur 4
- die Draufsicht auf ein zweites seitliches Taschenelement der Tasche aus Figur 1;
- Figur 5
- die Draufsicht auf ein geöffnetes Behältnis für die Tasche aus Figur 1;
- Figuren 6a bis 6d
- perspektivische Darstellungen weiterer Behältnisse für die Tasche aus Figur 1;
- Figur 7
- ein Ausführungsbeispiel einer Zubehörtasche für die Tasche aus Figur 1.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Tasche ist schematisch in Figur 1
dargestellt. Bei dem Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine Malertasche, die
zur Aufnahme verschiedener Malutensilien vorgesehen ist. Beliebige andere Anwendungen,
wie bspw. als Fototasche, Werkzeugtasche, Musterkoffer etc. sind selbstverständlich
auch denkbar.
[0010] Die Tasche 1 ist rechteckig mit einem Boden 2, zwei großen Seitenwänden 3,4, zwei
kleinen Seitenwänden 5, 6 und einem Deckel 7. Der Deckel weist ein oder mehrere Verschlüsse
8, vorzugsweise Schnappverschlüsse oder Clipverschlüsse auf. Ferner sind an den kleinen
Seitenwänden 5, 6 Ösen 9 zum Einhängen eines Tragriemens 10, bspw. mittels Karabinerhaken,
vorgesehen. Ein ringförmiger Halteriemen 11 läuft parallel geführt rund um die Tasche
1 und endet an der Oberseite in zwei Henkeln 12,13. Auf jeder großen Seitenwand 3,
4 sind vier Ösen 14 vorgesehen, die den Halteriemen 11 in Position halten und die
parallele Führung gewährleisten. Die Ösen dienen auch dazu, den Tragriemen 10 sowie
einen damit identischen Riemen (nicht dargestellt) derart einzuhängen, dass die Tasche
nach Art eines Rucksackes oder Ranzens auf dem Rücken getragen werden kann.
[0011] Der Aufbau der Tasche 1 ergibt sich aus Figur 2. In aufgeklapptem Zustand ist zu
erkennen, dass die Tasche 1 aus mehreren Elementen besteht. Das Kernstück ist eine
Taschenhülle 20, die sich wiederum aus mehreren Bauteilen zusammensetzt. Eins dieser
Bauteile ist ein zentrales Haltelement 21, welches in Form eines oben offenen Behältnisses
ausgebildet ist. Im Ausführungsbeispiel hat das zentrale Halteelement 21 im Wesentlichen
die Form eines dünnen Quaders und dient zur Aufnahme von Malpapier, Zeichenblocks
o. dgl.. An den oberen äußeren Längskanten 22, 23 des zentralen Halteelementes 21
sind zwei flächige Teile so befestigt, dass sie um die von den Längskanten definierten
Achsen schwenkbar sind. Bei diesen Teilen handelt es sich um zweidimensionale Abwicklungen
24, 31 von dreidimensionalen, im Ausführungsbeispiel quaderförmigen Behältnissen mit
je einem Boden 25, 32, zwei großen Seitenteilen 26, 33, 27, 34, zwei kleinen Seitenteilen
28, 35, 29, 36 und einem Deckelteil 30, 37. Auf den Oberflächen dieser Abwicklungen
24, 31 sind verschiedene Behältnisse 38, 39, 40, 42, 42, 43 reversibel befestigt.
[0012] Aus Figur 2 ist auch ersichtlich, dass zum Schließen der Tasche 1 zunächst die Seitenteile
27, 34 parallel zum zentralen Halteelement 21 gebracht, d.h. in Kontakt mit den korrespondierenden
Seitenflächen des zentralen Halteelements 21 gebracht werden, dann die großen Seitenteile
26, 33 nach oben geklappt werden, die kleinen Seitenteile 28, 29, 35, 36 nach innen
geschlagen werden und schließlich die Deckelteile 30, 37 übergeschlagen wird, so dass
er die Öffnung des zentralen Halteelements 21 bedeckt. Daraus ergibt sich, dass die
kleinen Seitenwände 5 und 6 der Tasche 1 in Figur 1 von den übereinandergeschlagenen
Seitenteilen 29, 36 bzw. 28, 35 in Figur 2. gebildet werden. Ebenso werden die großen
Seitenwände 3, 4 der Tasche 1 in Figur 1 von den großen Seitenteilen 26, 33 in Figur
2 gebildet. Der Deckel 7 in Figur 1 entspricht dem Deckel 30, 37 in Figur 2.
[0013] Da die verschiedenen Behältnisse 38 bis 43 in Figur 2 abnehmbar befestigt sind, können
beliebiges Behältnisse an den Abwicklungen 24, 31 befestigt werden, so dass die Tasche
1 höchst flexibel an den jeweiligen Bedarf des Benutzers angepasst werden kann. Die
Tasche 1 bzw. die in ihr enthaltenen Fächer oder Behältnisse sind also modular aufgebaut,
so dass die einzelnen Behältnisse individuell je nach Bedarf des Benutzers zusammen
gestellt werden können.
[0014] Nicht dargestellt ist, dass der Halteriemen 11 aus zwei Halteriemen 11a und 11b bestehen
kann, deren freie Enden an den unteren Längskanten 22', 23' des zentralen Halteelements
21 befestigt sind. Die Halteriemen 11a, 12a verlaufen somit U-förmig durch die Ösen
14 und bilden oberhalb des Deckels 7 bzw. 30, 37 die Henkel 12, 13. Da die Halteriemen
11a, 11b frei durch die Ösen 14 laufen können, bedeutet dies, dass in aufgeklapptem
Zustand der Tasche 1 die Halteriemen 11 a, 11b lediglich an den Henkeln 12, 13 ergriffen
werden müssen, um die geöffnete Tasche 1 nach Art eines Leporellos zusammen zu klappen,
wobei die Abwicklungen 24, 31, als Klappelemente wirken, bei denen die großen Seitenteile
26, 33, 27, 34 leporelloartig zusammenklappen. Anschließend müssen lediglich die kleinen
Seitenteile 28, 35 bzw. 29, 36 ineinander geschlagen und die Deckelteile 30, 37 über
das zentrale Halteelement 21 geschlagen werden, um die Tasche 1 zu schließen. Zum
Schluss werden die Verschlüsse 8 eingerastet.
[0015] Als Material für die Tasche 1 kommt vorzugsweise ein flexibles Kunststoffmaterial,
bspw. ein wasserabweisender Kunststoff oder ein kunststoffbeschichtetes bzw. vorzugsweise
aus Kunststofffasern hergestelltes Textilmaterial, bspw. Nylongewebe, zum Einsatz.
Aus diesem Material ist vorzugsweise die Taschenhülle 20 hergestellt, aber auch die
Behältnisse 38 bis 43 können daraus hergestellt sein. Dies hat den Vorteil, dass die
Tasche 1 wasser- und schmutzabweisend sowie abwaschbar und dank der besonderen Konstruktion
aus zentralem Halteelement 21 und zusammenfaltbaren Abwicklungen 24, 31, auch wasserdicht
ist. Die Abwicklungen 24, 31 umschließen nämlich in zusammengefaltetem Zustand vollständig
das zentrale Halteelement 21 und die einzelnen Behältnisse 38 bis 43 und wirken somit
abdichtend gegen äußere Einflüsse aller Art, insbesondere gegen die Witterung (Regen
etc.). Dies ist besonders bei der Verwendung als Malertasche von Vorteil, da sowohl
die verwendeten Papiere als auch die fertigen Bilder sicher vor Feuchtigkeit geschützt
sind. Zur weiteren Absicherung vor Feuchtigkeit und sonstigen Umwelteinflüssen können
die Innenflächen des verwendeten Kunststoff- oder Textilmaterials zusätzlich gummiert
oder auf andere Weise wasserabweisend beschichtet sein. Kunststoffbeschichtetes Textilmaterial
hat ferner den Vorteil, dass die einzelnen Teile der Tasche 1 genäht werden können,
was die Herstellung der Tasche 1 vereinfacht.
[0016] Aus Figur 2 ist ferner ersichtlich, dass die Tasche 1 in aufgefaltetem Zustand relativ
stabil ist. Dies kann dadurch erreicht werden, dass das flexible Material doppelschichtig
verwendet wird und zwischen diese Schichten eine Verstärkerschicht, bspw. aus einem
steiferen Kunststoffmaterial, eingelagert wird. Durch diese Versteifung bewahrt die
Tasche 1 auch in aufgeklapptem Zustand ihre Form und bietet genügend Halt, um die
Behältnisse 38 bis 43 sicher zu fixieren. Zur Herstellung wird die Verstärkerschicht
zwischen zwei entsprechend zugeschnittene Kunststoff- oder Textilbahnen gelegt, und
die Kunststoff- oder Textilschichten werden an ihren äußeren Kanten verschweißt oder
vorzugsweise vernäht.
[0017] Figur 3 zeigt in einer Draufsicht die Abwicklung 24 aus Figur 2 mit dem Boden 25,
den großen Seitenteilen 26, 27, den kleinen Seitenteilen 28, 29 und dem Deckelteil
30. Die freie Kante 26' des Seitenteils 26 ist mit der äußeren Oberkante 23 des zentralen
Halteelements 21 fest verbunden. Die Abmessungen der großen Seitenteile 26, 27 entspricht
denen des zentralen Halteelements 21. Die Abmessungen der kleinen Seitenteile 28,
29 und des Deckelteils 30 sind so bemessen, dass sie in zusammengeklapptem Zustand
der Tasche 1 die Schmalseiten aller Behältnisse 38 bis 43 und des zentralen Halteelements
21 abdecken und eine geschlossene Schmalseite 5,6 bilden, wie sie in Figur 1 dargestellt
ist. Auf den Innenflächen des Seitenteils 26 sind streifenförmige Klettverschlüsse
44 angebracht, die zur Befestigung von Behältnissen 38 bis 43 dienen. Ferner sind
streifenförmige Klettverschlüsse 45 entlang der freien Kanten der Seitenteile 28,
29 und des Deckelteils 30 angebracht, die zum Verschließen der Tasche 1 dienen.
[0018] In vergleichbarer Weise zeigt Figur 4 die Abwicklung 31 aus Figur 2 mit dem Boden
32, den großen Seitenteilen 33, 34, den kleinen Seitenteilen 35, 36 und dem Deckelteil
37. Die freie Kante 34' des Seitenteils 34 ist mit der äußeren Oberkante 22 des zentralen
Halteelements 21 fest verbunden. Die Abmessungen der großen Seitenteile 33, 34 entspricht
denen des zentralen Halteelements 21. Die Abmessungen der kleinen Seitenteile 35,
36 und des Deckelteils 37 sind so bemessen, dass sie in zusammengeklapptem Zustand
der Tasche 1 die Schmalseiten aller Behältnisse 38 bis 43 und des zentralen Halteelements
21 abdecken und eine geschlossene Schmalseite 5,6 bilden, wie sie in Figur 1 dargestellt
ist. Auf den Innenflächen der Seitenteile 33 und 34 sind streifenförmige Klettverschlüsse
46 angebracht, die zur Befestigung von Behältnissen 38 bis 43 dienen. Ferner sind
streifenförmige Klettverschlüsse 47 auf den Außenflächen der Seitenteile 35, 36 und
des Deckelteils 37 entlang ihrer inneren, dem Seitenteil 33 benachbarten Kanten angebracht,
die zum Verschließen der Tasche 1 dienen.
[0019] Aus der Zusammenschau der Figuren 2 bis 4 ist nun ersichtlich, wie die Tasche 1 zusammen
gefaltet wird. Zunächst werden die Seitenteile 26, 34 mit ihren Außenflächen mit dem
zentralen Halteelement 21 in Berührung gebracht, bis sie mit dem Halteelement 21 parallel
sind. Dann werden die Seitenteile 27, 33 nach obengeklappt, bis sie mit den Seitenteilen
26, 34 parallel sind. Anschließend werden die Seitenteile 35, 36 nach innen geklappt.
Dann werden die Seitenteile 28, 29 darüber geschlagen, bis die Klettverschlüsse 47
einerseits und 45 andererseits in etwa übereinander liegen und miteinander in Kontakt
kommen. Nun sind die Seitenwände 5, 6 aus Figur 1 gebildet. Schließlich wird das Deckelteil
37 über die oberen Schmalseiten des zentralen Haltelements 21 und der nun durch die
Abwicklungen 24, 31 gebildeten Behältnisse geklappt und das Deckelteil 30 darüber
geschlagen, bis auch hier die jeweiligen Klettverschlüsse 47, 45 in Kontakt kommen.
Auf diese Weise wird der Deckel 7 in Figur 1 gebildet. Da sowohl die Seitenteile 5,
6 als auch der Deckel 7 der Tasche 1 durch doppelt geschichtete Seitenteile der Abwicklungen
24, 31 gebildet sind, sind die Tasche 1 und ihr Inhalt besonders gut vor Umwelteinflüssen
geschützt.
[0020] Die Natur der Behältnisse 38 bis 43 ergibt sich aus den Figuren 5 bis 6d. Figur 5
zeigt ein Behältnis 39, das selbst wieder als Abwicklung ausgebildet ist, mit einem
Boden 50, zwei großen Seitenteilen 51, 52, zwei kleinen Seitenteilen 53, 54 und einem
Deckelteil 55. Die Abmessungen der großen Seitenteile 26, 27 entspricht denen des
zentralen Halteelements 21 bzw. der Seitenteile 26. 27 und 33. 34. Das große Seitenteil
dient bspw. zur Aufnahme von Kleinteilen wie Pinseln oder Stiften, wobei bspw. nach
Art eines Schreib- oder Federmäppchens Schlaufen zur Aufnahme der Teile angebracht
sein können. Auf den Innenflächen des großen Seitenteils 52 und des Deckelteils 55
und der Außenseite der kleinen Seitenteile 53, 54 sind streifenförmige Klettverschlüsse
56, 57 angebracht, die zum Verschließen des Behältnisses 39 dienen. Hierzu werden
zunächst die kleinen Seitenteile 53, 54 nach innen geklappt. Darauf wird das große
Seitenteil 52 geschlagen, so dass die Klettverschlüsse 56, 57 in Kontakt kommen und
die Teile miteinander verbinden. Schließlich wird der Deckelteil 55 über das Seitenteil
52 geschlagen, bis auch hier die entsprechenden Klettverschlüsse 56, 57 in Kontakt
kommen, so dass das Behältnis 39 vollkommen verschlossen ist. Ferner sind streifenförmige
Klettverschlüsse 58 an der Außenseite des Seitenteils 51 angebracht, mit denen das
Behältnis 39 bspw. an der Innenseite eines großen Seitenteils 33, 34, 26, 27 einer
Abwicklung 24, 31 befestigt werden kann. Das Behältnis 39 kann bspw. auch mit einem
saugfähigen Material, bspw. Frottee, ausgelegt sein, um nasse Pinsel aufzunehmen.
Da es als zweidimensionale Abwicklung ausgebreitet werden kann, kann es auch zum Trocknen
ausgelegt werden.
[0021] Die Figuren 6a bis 6d zeigen weitere Behältnisse 38, 40, 41, 42, welche an ihren
Außenseiten mit Klettverschlüssen 59 versehen sind, mit denen sie auf der Innenfläche
einer der großen Seitenteile 26, 27, 33, 34 einer Abwicklung 24, 31 befestigt werden
können. Die Behältnisse können wie dargestellt an den Seiten offen oder vollständig
verschlossen, bspw. mit Reißverschluss, sein. In den Behältnissen können bspw. Malutensilien
wie Papier, Wasser (bspw. in dichten Kunststoffbehältern), Gefäße zum Auswaschen von
Pinseln, Schwämme u. dgl. trocken und sicher aufbewahrt werden, da die zusammengefaltete
Tasche 1 mit den zusammen geschlagenen Abwicklungen 24, 31 eine sichere Abdichtung
bietet.
[0022] Es versteht sich von selbst, dass die Anordnung der Klettverschlüsse frei gewählt
werden kann, je nach Anwendungsgebiet der Tasche 1 und je nach Art der verwendeten
Behältnisse 38 bis 43. Es ist ferner von Vorteil, wenn die Dicke der Behältnisse 38
bis 43 und die entsprechenden Abmessungen der Abwicklungen 24, 31 immer identisch
bzw. als Vielfache einer gemeinsamen Maßeinheit, bspw. 2 cm gewählt werden. Auf diese
Weise passen alle Behältnisse 38 bis 43 zu allen Klettverschlüssen und in jeden Bereich
der Abwicklungen 24, 31, so dass ihre Positionierung innerhalb der Tasche 1 völlig
frei wählbar ist.
[0023] Die Behältnisse 38 bis 43 sind vorzugsweise aus demselben Material wie die Taschenhülle
20, also aus einem flexiblen Material vorzugsweise aus einem Kunststoff- oder Textilmaterial
bzw. kunststoffbeschichteten Textilmaterial. Auch hier kann das Material doppelschichtig
verwendet werden, mit einer dazwischen liegenden Verstärkerschicht, bspw. aus einem
steiferen Kunststoffmaterial. Durch diese Versteifung bewahren die Behältnisse, auch
wenn sie leer sind, ihre Form und bieten genügend Halt, um einerseits die jeweiligen
Utensilien sicher aufzunehmen und um andererseits sicher an der Taschenhülle 20 befestigt
zu werden.
[0024] Figur 7 zeigt schließlich eine Zubehörtasche 60, bspw. für einen zusammenklappbaren
Hocker. Die Zubehörtasche weist Schlaufen 61, 62 auf. Die Zubehörtasche kann über
in die Schlaufen 61, 62 eingehängte Befestigungsmittel, bspw. Karabinerhaken, an den
Ösen 9 an einer Außenseite der Tasche 1 befestigt werden (nicht dargestellt). Mit
der so befestigten Zubehörtasche ist es von besonderem Vorteil, dass die Tasche 1
auch nach Art eines Rucksackes getragen werden kann, indem der Tragriemen 10 und ein
zweiter Riemen in die Ösen an der zweiten Außenseite der Tasche 1 eingehängt werden
(siehe dazu oben).
[0025] Die erfindungsgemäße Tasche 1 ist also in ihrem Inneren modular aufgebaut, daher
individuell zu gestalten und vielseitig verwendbar. Sie ist leicht, strapazierfähig
und handlich und schützt den Inhalt zuverlässig vor äußeren Einflüssen.
1. Tasche (1) zur Aufnahme von Gegenständen, bestehend aus einer Taschenhülle (20) mit
einem zentralen Halteelement (21), an dem klappbar angelenkte Teile vorgesehen sind
und wobei das zentrale Halteelement (21) obere äußere Längskanten (22, 23) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass an den oberen äußeren Längskanten (22, 23) mindestens eine flächige Hülle in Form
einer zweidimensionalen Abwicklung (24, 31) eines dreidimensionalen Behältnisses schwenkbar
befestigt ist und dass zwei Halteriemen (11a, 11 b) vorgesehen sind, die an den unteren
Längskanten (22', 23') des zentralen Halteelements (21) befestigt sind.
2. Tasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (21) als nach oben offenes Behältnis ausgebildet ist.
3. Tasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Abwicklung (24, 31) an der oberen Außenkante (22, 23) des zentralen
Halteelementes (21) schwenkbar befestigt ist
4. Tasche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteriemen (11a, 11b) frei durch an den großen Seitenwänden (3, 4) der Tasche
(1) befestigten Ösen (9) laufen.
5. Tasche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteriemen (11a,11b) Henkel (12,13) bilden.
6. Tasche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Abwicklung (24, 31) derart am zentralen Halteelement (21) schwenkbar
befestigt ist, dass sie als Klappelement wirkt, welches bei Ergreifen der Henkel (12,
13) der geöffneten Tasche (1) leporelloartig zusammenklappt.
7. Tasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Abwicklung (24, 31) reversibel zu einem Behältnis zusammenfaltbar
ist.
8. Tasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Behältnis (38-43) reversibel an der Abwicklung (24, 31) und /oder
dem zentralen Halteelement (21) befestigt ist und dass zur reversiblen Befestigung
der Behältnisse (38 bis 43) und/oder zur reversiblen Zusammenfaltung der mindestens
einen Abwicklung (24, 31) Klettverschlüsse vorgesehen sind.
9. Tasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Kunststoff und/oder Textilmaterial und/oder kunststoffbeschichtetem Textilmaterial
hergestellt ist
1. Bag (1) for the reception of objects, consisting of a bag casing (20) with a central
holding element (21), equipped with hinged parts, wherein the central holding element
(21) has upper outer longitudinal edges (22, 23), characterized in that at least one plane casing in the form of a 2-dimensional flat projection (24,31)
of a 3-dimensional receptacle is pivoted to the upper outer longitudinal edges (22,
23) and that two straps (11a, 11b) are provided which are fastened to the lower longitudinal
edges (22', 23') of the central holding element (21).
2. Bag according to claim 1, characterized in that the holding element (21) is shaped as a receptacle which is open at the top.
3. Bag according to claim 1, characterized in that the at least one flat projection (24, 31) is pivoted to the upper outer edge (22,
23) of the central holding element (21).
4. Bag according to claim 3, characterized in that the straps (11a, 11b) run free through grommets (9) which are fastened to the big
side panels of the bag (1).
5. Bag according to claim 4, characterized in that the straps (11a, 11b) form handles (12, 13).
6. Bag according to claim 5, characterized in that the at least one flat projection (24, 31) is pivoted to the central holding element
(21) in such a manner that it works as a folding element, which folds up leporello-like
upon the grasping of the handles (12, 13) of the open bag (1).
7. Bag according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one flat projection (24, 31) can be folded up reversibly to a receptacle.
8. Bag according to one of the preceding claims, characterized in that at least one receptacle (38-43) is reversibly fastened to the flat projection (24,
31) and/or to the central holding element (21) and that for the reversible fastening
of the receptacles (38-43) and/or for the reversible folding-up of the at least one
flat projection (24, 31) hook-and-loop-fasteners are provided.
9. Bag according to one of the preceding claims, characterized in that it consists of synthetic material and/or textiles and/or plastic-coated textiles.
1. Sac (1) pour y mettre des objets, se composant d'un enveloppe (20) avec un élément
de fixation central (21) équipé avec des parts aboutés pliablement, où l'élément de
fixation central (21) comporte des bords longitudinaux supérieurs externes, caractérisé en ce que au moins un enveloppe plat en forme d'un déroulement bidimensionnel (24, 31) d'un
récipient tridimensionnel est fixé pivotablement aux bords longitudinaux supérieurs
externes (22, 23) et que deux courroies (11a, 11 b) sont prévues et fixées aux bords
longitudinaux inférieurs (22', 23') d'élément de fixation central (21).
2. Sac selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de fixation central (21) est formé comme un récipient ouvert vers le haut.
3. Sac selon la revendication 1, caractérisé en ce que le au moins un déroulement bidimensionnel (24, 31) est fixé pivotablement au bord
externe supérieur (22, 23) d'élément de fixation central (21).
4. Sac selon la revendication 3, caractérisé en ce que les courroies (11a, 11b) passent librement par des oeillets (9) fixés aux grands
panneaux latéraux du sac (1).
5. Sac selon la revendication 4, caractérisé en ce que les courroies (11a 11b) forment des anses (12, 13).
6. Sac selon la revendication 5, caractérisé en ce que le au moins un déroulement bidimensionnel (24, 31) est fixé pivotablement à l'élément
de fixation central (21) afin que il fonctionne comme un élément de pliage qui plie
comparable à un leporello lors de la saisie des anses (12, 13) du sac (1) ouvert.
7. Sac selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le au moins un déroulement bidimensionnel (24, 31) peut être plié réversiblement
en un récipient.
8. Sac selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que au moins un récipient (38-43) est fixé réversiblement (24, 31) au déroulement bidimensionnel
(24, 31) et/ou a l'élément de fixation central (21) et que des fermetures scratch
sont prévus pour la fixation réversible des récipients (38-43) et/ou pour la pliage
réversible du déroulement bidimensionnel (24, 31).
9. Sac selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que il se compose d'une matière artificielle et/ou d'une matière textile et/ou d'un textile
rêvetu de matière artificielle.