[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hitzeschild an einer eine Umfangsrichtung
und eine Axialrichtung aufweisenden Tragstruktur, insbesondere zur Verwendung in einer
Gasturbinenbrennkammer oder einem Gasturbinenflammrohr, ein Hitzeschildelement zur
Verwendung in einem derartigen Hitzeschild, eine mit einem erfindungsgemäßen Hitzeschild
ausgestattete Brennkammer, ein mit einem erfindungsgemäßen Hitzeschild ausgestattetes
Flammrohr sowie eine Gasturbine mit einer erfindungsgemäßen Brennkammer oder einem
erfindungsgemäßen Flammrohr.
[0002] Hitzeschilde kommen bspw. in Brennkammern oder Flammrohren, die etwa Teil eines Brennofens,
eines Heißgaskanals oder einer Gasturbine sein können und in denen ein heißes Medium
erzeugt oder geführt wird, zum Einsatz. Zum Beispiel kann eine thermisch hoch belastete
Brennkammer zum Schutz vor zu hoher thermischer Beanspruchung mit einem Hitzeschild
ausgekleidet sein. Der Hitzeschild umfasst typischerweise eine Anzahl flächendeckend
angeordneter Hitzeschildelemente, welche die Wandung der Brennkammer gegen das heiße
Medium, etwa ein heißes Verbrennungsgas, abschirmen und so einer übermäßigen thermischen
Belastung der Brennkammerwand entgegenwirken.
[0003] Ein derartiger keramischer Hitzeschild ist bspw. in EP 0 558 540 B1 beschrieben.
Er umfasst eine Anzahl viereckiger keramischer Hitzeschildelemente, die an einer axialsymmetrischen
Tragstruktur des Flammrohrs befestigt sind. Jedes Hitzeschildelement weist eine dem
heißen Medium zugewandte Heißseite, eine der Tragwand zugewandte Kaltseite sowie vier
die Heißseite mit der Kaltseite verbindende Umfangsfläche auf, wobei die beiden in
Umfangsrichtung der Tragstruktur einander gegenüberliegenden Umfangsflächen eines
Hitzeschildelementes mit Nuten versehen sind. Mittels in die Nuten eingreifender federartiger
Klammern sind die Hitzeschildelemente in Umfangsrichtung der Tragstruktur unter Spaltbelassung
fixiert. Um die thermische Belastung der Tragstruktur möglichst gering zu halten,
wird den Spalten zwischen den Hitzeschildelementen ein Kühlfluid zugeführt, welches
von der Kaltseite aus in Richtung der Heißsseite durch die Spalte strömt und so die
Spalte gegen ein Eindringen des heißen Mediums sperrt.
[0004] Ein insbesondere für das Auskleiden eines Flammrohrs für eine Gasturbine geeigneter
keramischer Hitzeschild ist bspw. in DE 41 14 768 A1 beschrieben. Er umfasst eine
Anzahl rechteckiger oder trapezoider keramischer Hitzeschildelemente, die an einer
Tragwand des Flammrohrs befestigt sind. Jedes Hitzeschildelement weist eine dem heißen
Medium zugewandte Heißseite, eine der Tragwand zugewandte Kaltseite sowie vier die
Heißseite mit der Kaltseite verbindende Umfangsflächen auf, wobei zwei an gegenüberliegenden
Seiten eines Hitzeschildelementes gelegene Umfangsflächen mit Nuten versehen sind.
Zum Befestigen der Hitzeschildelemente an der Tragwand finden Haltelemente mit Klammerabschnitten
Verwendung, die in die Nuten der Umfangsfläche eingreifen und das Hitzeschildelement
in einer Richtung verklammern. Außerdem besitzen die Haltelemente jeweils einen Stützabschnitt
zum Stützen eines Hitzeschildelements an einer dritten Umfangsfläche. Diese dritte
Umfangsfläche weist heißseitig einen über den Rest der Umfangsfläche vorstehenden
Vorsprung auf, welcher auf dem Stützabschnitt des Haltelementes derart ruht, dass
das Hitzeschildelement auch in der Richtung senkrecht zur Verklammerungsrichtung gesichert
ist. Um eine thermische Ausdehnung der Hitzeschildelemente zu ermöglichen, wenn diese
dem heißen Medium ausgesetzt sind, werden die Hitzeschildelemente derart angeordnet,
dass kleine Spalte zwischen Ihnen verbleiben. Durch die in DE 41 14 768 A1 beschrieben
Fixierung sind die Hitzeschildelemente an definierten Positionen der Tragwand angeordnet.
[0005] Eine Brennkammerauskleidung mit Hitzeschildelementen ist auch in EP 1 302 723 A1
beschrieben. In dieser Brennkammerauskleidung sind Dichtelemente in den Spalten zwischen
den Hitzeschildelementen angeordnet. Die Hitzeschildelemente dieser Brennkammerauskleidung
weisen an ihren Umfangsflächen Nuten auf. Ein im Spalt zwischen zwei Hitzeschildelementen
angeordnetes Dichtelement greift dabei in die Nuten der beiden den Spalt begrenzenden
Umfangsflächen ein.
[0006] Gegenüber dem beschriebenen Stand der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung darin, einen verbesserten Hitzeschild zur Verfügung zu stellen.
[0007] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein verbessertes Hitzeschildelement
sowie ein verbessertes Haltelement zur Verfügung zu stellen, welche insbesondere zur
Verwendung in einem erfindungsgemäßen Hitzeschild geeignet sind.
[0008] Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht' darin, eine verbesserte
Brennkammer und ein verbessertes Flammrohr zur Verfügung zu stellen.
[0009] Schließlich ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Gasturbine
zur Verfügung zu stellen.
[0010] Die erste Aufgabe wird durch einen Hitzeschild nach Anspruch 1, die zweite Aufgabe
durch ein Hitzeschildelement nach Anspruch 9 und ein Haltelement nach Anspruch 12,
die dritte Aufgabe durch eine Brennkammer nach Anspruch 13 oder ein Flammrohr nach
Anspruch 14 und die vierte Aufgabe durch eine Gasturbine nach Anspruch 15 gelöst.
[0011] Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0012] Ein erfindungsgemäßer Hitzeschild an einer Tragstruktur umfasst eine Anzahl von Hitzeschildelementen,
welche derart ausgestaltet und an der Tragstruktur angeordnet sind, dass sie unter
Belassung von Spalten aneinander angrenzen. Die Tragstruktur des erfindungsgemäßen
Hitzeschildes weist eine Umfangsrichtung und eine Axialrichtung auf, wobei die Hitzeschildelemente
in Umfangsrichtung der Tragstruktur unter Belassung eines Spaltes, der im Folgenden
als Umfangsspalt bezeichnet ist, und in Axialrichtung der Tragstruktur unter Belassung
eines im Folgenden als Axialspalt bezeichneten Spaltes aneinander angrenzen. Außerdem
sind sowohl die Umfangsspalte als auch die Axialspalte durch Dichtelemente abgedichtet,
wobei die die Axialspalte abdichtenden Dichtelemente einen anderen Abstand zur Tragstruktur
aufweisen als die die Umfangsspalte abdichtenden Dichtelemente.
[0013] Der erfindungsgemäße Hitzeschild basiert auf den Folgenden Beobachtungen und Erkenntnissen:
[0014] Die für das Auskleiden axialsymmetrischer Brennkammern, wie etwa Ringbrennkammern
von Gasturbinen, oder Flammrohren zur Anwendung kommenden Hitzeschilde weisen Hitzeschildelemente
auf, die an zwei Umfangsflächen mit Nuten versehen sind. In die Nuten dieser Umfangsflächen
greifen Eingriffsabschnitte von Haltelementen ein, um die Hitzeschildelemente in Umfangsrichtung
der Tragstruktur zu fixieren. In Axialrichtung sind die Hitzeschildelemente entweder
nicht fixiert oder das Fixieren erfolgt, wie in DE 41 14 768 A1 beschrieben, mittels
Stützelementen statt mittels in Nuten eingreifender Eingriffsabschnitte. Die Hitzeschildelemente
weisen daher an ihren in Axialrichtung aneinandergrenzenden Umfangsflächen keine Nuten
auf. Das Einlegen von Dichtelementen, wie sie in EP 1 302 723 A1 beschrieben sind,
ist daher nur zwischen in Umfangsrichtung aneinandergrenzenden Umfangsflächen möglich,
d.h. es können mit derartigen Dichtungen nur Umfangsspalte abgedichtet werden. Entsprechend
werden bisher auch nur Dichtelemente im Umfangsspalte eingesetzt.
[0015] Wenn auch die Axialspalte mit Dichtelementen abgedichtet werden sollen, könnten die
Nuten in den in Axialrichtung aneinandergrenzenden Umfangsflächen weitergeführt werden.
In die Axialspalte könnten dann analog zu den Umfangsspalten Dichtelemente eingesetzt
werden. An den Schnittpunkten der Axialspalte mit den Umfangsspalten bleiben undichte
Abschnitte zurück, durch die ein Kühlfluid gezielt in den Brennraum ausströmen kann.
[0016] Das erfindungsgemäße Anordnen der Dichtelemente für die Axialspalte und die Umfangsspalte
in verschiednen Abständen zur Tragstruktur ermöglicht es, die Dichtelemente überlappend
anzuordnen. So werden die Schnittpunkte zwischen Axial- und Umfangsspalten wirkungsvoller
abgedichtet, was ein Verringern des Kühlfluidbedarfs ermöglicht.
[0017] Insbesondere können die Dichtelemente, welche die Axialspalte abdichten, zwischen
der Tragstruktur und den Hitzeschildelementen angeordnet sein. Auf eine Nut in den
zweiten Umfangsflächen kann dann auch weiterhin verzichtet werden.
[0018] Außerdem ermöglicht erst die Anordnung der Dichtelemente in verschiedenen Abständen
zur Tragstruktur die servicegerechte Montage und Demontage der Bauteile.
[0019] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst der Hitzeschild eine Anzahl
von Elementhaltern, welche die Hitzeschildelemente an der Tragstruktur sowohl in Umfangsrichtung
als auch in Axialrichtung fixieren.
[0020] Neben den Dichtungen sind auch die Spaltmaße des Hitzeschildes für die zur Kühlung
erforderliche Menge an Kühlfluid von Bedeutung. Je breiter die Spalte sind, desto
mehr Kühlfluid ist notwendig, um die Spalte wirkungsvoll gegen das in der Brennkammer
vorhandene heiße Medium abzusperren.
[0021] Die Hitzeschilde werden im Betrieb der Brennkammer außer einer hohen thermischen
Belastung teilweise auch mechanischen Belastungen durch Vibrationen ausgesetzt. Wenn
die Hitzeschildelemente in Axialrichtung der Tragstruktur nicht fixiert sind, können
sie sich insbesondere unter einer derartigen mechanischen Belastung axial verschieben.
Ein derartiges Verschieben führt jedoch bei axialsymmetrischen, insbesondere bei kegelförmigen,
Brennräumen oder Flammrohren zu Veränderungen der Axialspalte sowie der Umfangsspalte
zwischen den Hitzeschildelementen. Wenn sich die Hitzeschildelemente auf der Tragstruktur
verschieben, können sich die Spalte zwischen ihnen verkleinern oder vergrößern, was
zu einem ungleichförmigen Ausströmen des Kühlfluids und zu ungleichmäßigen Temperaturgradienten
in den Spalten führt. Um die Spalte unter Berücksichtigung aller Spalttoleranzen unter
allen Betriebsbedingungen zu sperren, ist daher ein erhöhter Kühlfluidbedarf gegeben.
Insbesondere das Berücksichtigen vergrößerter Spalte erhöht den Bedarf an Kühlfluid.
Zudem ist bei fehlender axialer Fixierung der Hitzeschutzelemente bei der Montage
aufgrund ihrer nicht genau definierten Axialposition eine individuelle Nacharbeit
nötig, welche die Montagezeit verlängert.
[0022] Mittels der axialen Fixierung lässt sich ein Verschieben der Hitzeschildelemente
wirkungsvoll unterdrücken, so dass beim Ermitteln des Kühlfluidbedarfs kleinere Spalttoleranzen
angenommen werden können, wodurch der Kühlfluidbedarf geringer angesetzt werden kann.
Insbesondere in Kombination mit sowohl in Axial- als auch in Umfangsspalten angeordneten
Dichtungen lässt sich so der Bedarf an Kühlfluid deutlich verringern. Die axiale Fixierung
führt darüber hinaus auch zu gleichmäßigeren Temperaturgradienten an den Hitzeschildelementen
und zu gleichmäßigeren Wärmespannungen. Dadurch entstehen bei thermischer Belastung
der Hitzeschildelemente weniger bzw. kürzere Risse, weswegen die Austauschrate der
Hitzeschildelemente sinkt und die Inspektionsintervalle verlängert werden können.
Schließlich kann mittels der axialen Fixierung die für das Anpassen der Spalttoleranzen
beim Neubau und bei der Wartung eines Hitzeschildes benötigte Montagezeit verkürzt
werden.
[0023] In einer ersten Variante des Hitzeschildes mit axialer Fixierung der Hitzeschildelemente
umfasst der Hitzeschild erste Elementhalter zum Fixieren der Hitzeschildelemente in
Umfangsrichtung der Tragstruktur und zweite Elementhalter zum Fixieren der Hitzeschildelemente
in Axialrichtung der Tragstruktur. Die zweiten Elementhalter sind dabei gleichzeitig
zum Halten der Dichtelemente in den Axialspalten ausgebildet. Dadurch,_dass die zweiten
Elementhalter auch das Dichtelement halten, kann auf ein zusätzliches Haltelement,
wie es bei der axialen Fixierung nach dem in der DE 41 14 768 A1 beschriebenen Stand
der Technik zum Halten eines Dichtelementes nötig wäre, verzichtet werden.
[0024] In einer ohne großen technischen Aufwand zu realisierenden Ausgestaltung dieser Variante
weist die Tragstruktur sich in Umfangsrichtung der Tragstruktur erstreckende Umfangsnuten
auf. Die zweiten Elementhalter sind als mit einer Klammeröffnung und einem der Klammeröffnung
abgewandten Klammerabschnitt versehene Klammern ausgebildet, wobei die Klammern mit
dem der Klammeröffnung abgewandten Klammerabschnitt derart in eine Umfangsnut der
Tragstruktur eingesetzt sind, dass mindestens ein Teil der Klammer zum Eingriff in
eine Aussparung eines Hitzeschildelementes über die Umfangsnut übersteht und so als
axiale Fixierung des Hitzeschildelementes dient. Die Dichtelemente sind dabei in die
Klammern eingelegt.
[0025] Um einen sicheren Halt der Dichtung in der Klammeröffnung zu gewährleisten, kann
die Klammer außerdem Eingriffselemente zum Eingriff in ein in die Klammer eingelegtes
Dichtelement aufweisen.
[0026] In einer zweiten Variante des Hitzeschildes mit axialer Fixierung der Hitzeschildelemente
umfassen die Hitzeschildelemente jeweils eine der Tragstruktur abgewandte Heißseite,
die geeignet ist, einem heißen Medium ausgesetzt zu werden, eine der Tragstruktur
zugewandte Kaltseite und eine Anzahl die Heißseite mit der Kaltseite verbindende Umfangsflächen.
An zwei einander gegenüberliegenden Seiten weist ein Hitzeschildelement erste Umfangsflächen
auf, die jeweils in Axialrichtung der Tragstruktur an eine entsprechende erste Umfangsfläche
eines benachbarten Hitzeschildelementes unter Belassung eines Axialspaltes angrenzen.
Im Bereich der Kanten zwischen der Kaltseite und den ersten Umfangsflächen sind Aussparungen
vorhanden, die im Zusammenwirken mit der Aussparung der jeweiligen in Axialrichtung
gegenüberliegenden Umfangsfläche des benachbarten Hitzeschildelementes eine in Umfangsrichtung
der Tragstruktur verlaufende Aufnahme für ein Dichtelement oder mehrere Dichtelemente
bilden. Außerdem weist das Hitzeschildelement an zwei einander gegenüberliegenden
Seiten zweite Umfangsflächen auf, die in Umfangsrichtung der Tragstruktur jeweils
an eine entsprechende zweite Umfangsfläche eines benachbarten Hitzeschildelementes
unter Belassung eines Umfangsspaltes angrenzen. Die Elementhalter greifen zum Fixieren
der Hitzeschildelemente in Umfangsrichtung der Tragstruktur in die zweiten Umfangsflächen
der Hitzeschildelemente ein, wobei die zweiten Umfangsflächen mit Sicherungsabschnitten
ausgestattet sind, die ein Verschiebenb der Hitzeschildelemente relativ zu den Elementhaltern
entlang der zweiten Umfangsflächen verhindern.
[0027] In der soeben beschriebenen Variante übernehmen die Elementhalter, welche die Hitzeschildelemente
in Umfangsrichtung fixieren auch das Fixieren in Axialrichtung. Es werden zusätzlich
zu den ohnehin zum Fixieren der Hitzeschildelemente in Umfangsrichtung der Tragstruktur
vorhandenen Elementhaltern keine zusätzliche Elementhalter benötigt. Nur die Sicherungsabschnitte
müssen in die Hitzeschildelemente eingearbeitet werden, was lediglich eine geringfügige
Änderung gegenüber dem Design der bisher verwendeten Hitzeschildelemente darstellt.
[0028] In einer Ausgestaltung der zweiten Variante weisen die zweiten Umfangsflächen Nuten
auf, in welche Eingriffsabschnitte der Elementhalter eingreifen und in denen Stege
derart angeordnet sind, dass sie in axialer Richtung der Tragstruktur einen Anschlag
für die Eingriffsabschnitte der Elementhalter bilden. Somit bilden die Stege die Sicherungsabschnitte,
die eine Verschiebung der Elementhalter entlang der zweiten Umfangsflächen verhindern.
[0029] Ein erfindungsgemäßes Hitzeschildelement zur Befestigung an einer Tragstruktur umfasst
eine einer Tragstruktur abzuwendende Heißseite, die geeignet ist, einem heißen Medium
ausgesetzt zu werden, eine der Tragstruktur zuzuwendende Kaltseite und eine Anzahl
die Heißseite mit der Kaltseite verbindende Umfangsflächen, die zum Angrenzen an Umfangsflächen
von in Umfangsrichtung der Tragstruktur unter Belassung des Umfangsspaltes benachbart
anzubringender Hitzeschildelemente vorgesehen sind und Nuten zum Eingriff durch Eingriffsabschnitte
von Elementhaltern, welche das Hitzeschildelement an der Tragstruktur halten, aufweisen.
In jeder Nut ist mindestens ein Steg angeordnet, der einen Anschlag für die Eingriffsabschnitte
der Elementhalter bildet. Ein derartig ausgebildetes Hitzeschildelement lässt sich
mit den bisher zum Fixieren in Umfangsrichtung der Tragstruktur gebräuchlichen Elementhaltern
auch in Axialrichtung fixieren. Es eignet sich insbesondere zur Verwendung in einem
Hitzeschild gemäß der zweiten Variante des erfindungsgemäßen Hitzeschildes mit axialer
Fixierung der Hitzeschildelemente.
[0030] Der mindestens eine Steg erstreckt sich in einer ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Hitzeschildelementes in Richtung von der Kaltseite zur Heißseite nur durch einen Teil
der Nutprofils. Dadurch wird das Einlegen der bisher üblichen Dichtelemente in die
Nut nicht wesentlich gestört. Alternativ kann sich der mindestens eine Steg in Richtung
von der Kaltseite zur Heißseite auch durch das gesamte Nutprofil erstrecken. In dieser
Ausgestaltung ist zwar eine Änderung der in die Nut einzulegenden Dichtelemente nötig,
jedoch erhöht ein durchgehender Steg die Festigkeit des Hitzeschildelementes, insbesondere
im Bereich der Nut.
[0031] Ein erfindungsgemäßes Halteelement mit einem zum Eingriff in Nuten von Hitzeschildelementen
ausgebildeten Eingriffsabschnitt weist an dem Eingriffsabschnitt mindestens ein Flächenelement
auf, dessen Flächennormale bei Eingriff in die Nut in Ausdehnungsrichtung der Nut
verläuft. Das erfindungemäße Haltelement stellt eine vergrößerte Anschlagsfläche zum
Anschlagen an die in den Nuten angeordneten Stege zur Verfügung und kann so eine sichere
axiale Fixierung des Hitzeschildelementes gewährleisten.
[0032] Eine erfindungsgemäße Brennkammer oder ein erfindungsgemäßes Flammrohr ist mit einem
erfindungsgemäßen Hitzeschild ausgestattet, eine erfindungsgemäße Gasturbine mit einer
erfindungsgemäßen Brennkammer oder einem erfindungsgemäßen Flammrohr.
[0033] Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer schematischen Schnittansicht.
Fig. 2 zeigt eine Halteklammer des ersten Ausführungsbeispiels.
Fig. 3 zeigt die Halteklammer aus Fig. 2 im in eine Nut der Tragstruktur eingesetzten
Zustand.
Fig. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel für den erfindungsgemäßen Hitzeschild.
Fig. 4a zeigt eine Abwandlung des in Fig. 4 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiels.
Fig. 5 zeigt einen Elementhalter im Eingriff in die Nut eines Hitzeschildelementes.
Fig. 6 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Hitzeschildelement.
Fig. 7 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Hitzeschildelement.
Fig. 8 zeigt ein erstes Beispiel für einen Elementhalter zum fixieren eines erfindungsgemäßen
Hitzeschildelementes.
Fig. 9 zeigt ein zweites Beispiel für einen Elementhalter zum fixieren eines erfindungsgemäßen
Hitzeschildelementes.
Fig. 10 zeigt ein drittes Beispiel für einen Elementhalter zum fixieren eines erfindungsgemäßen
Hitzeschildelementes.
[0034] Figur 1 zeigt als ein erstes Ausführungsbeispiel für den erfindungsgemäßen Hitzeschild
einen Ausschnitt aus einem axialsymmetrischen Hitzeschild für eine Ringbrennkammer
einer Gasturbine. In der Figur sind zwei keramische Hitzeschildelemente 1, 2 dargestellt,
die an einer axialsymmetrischen Tragstruktur 3 fixiert sind und in Axialrichtung A
der Tragstruktur 3 aneinandergrenzen. Um die thermische Ausdehnung der Hitzeschildelemente
1,2 beim Betrieb der Gasturbinenbrennkammer nicht zu behindern, sind die Hitzeschildelemente
derart angeordnet, dass zwischen zwei Hitzeschildelementen 1, 2 jeweils ein kleiner
Spalt verbleibt. Würden die Hitzeschildelemente aufgrund der Wärmeausdehnung aneinanderstoßen,
so könnte dies zu Spannungen in den Hitzeschildelementen 1, 2 und damit zu einem früheren
Verschleiß oder sogar zum Bruch eines Hitzeschildelementes 1, 2 führen.
[0035] Die Hitzeschildelemente 1, 2 besitzen jeweils eine dem Inneren der Brennkammer zugewandte
hitzebeständige Heißseite 4, die im Betrieb der Gasturbine dem heißen Gas in der Gasturbinenbrennkammer
ausgesetzt ist, und eine der Tragstruktur 3 zugewandte Kaltseite 5. Zwischen den Heißseiten
4 und den Kaltseiten 5 weisen die Hitzeschildelemente 1, 2 jeweils vier Umfangsflächen
6, 7 auf, mit denen die Hitzeschildelemente 1, 2 an benachbarte Hitzeschildelemente
1, 2 angrenzen. Diejenigen Umfangsflächen 6, mit denen die Hitzeschildelemente 1,
2 in Umfangsrichtung der Tragstruktur 3 aneinandergrenzen weisen Nuten 8 auf, in welche
Eingriffsabschnitte von Elementhaltern eingreifen können, um die Hitzeschildelemente
1, 2 in Umfangsrichtung der Tragstruktur 3 zu fixieren.
[0036] Ein Elementhalter 25, wie er im vorliegenden Ausführungsbeispiel zum Fixieren der
Hitzeschildelemente 1, 2 Verwendung findet, ist in Fig. 8 dargestellt. Der Elementhalter
25 weist einen als Eingriffslasche 26 ausgebildeten Eingriffsabschnitt zum Eingreifen
in die Nut 8 eines Hitzeschildelementes 1, 2 sowie eine Befestigungslasche 27, mit
deren Hilfe der Elementhalter 25 an der Tragstruktur 3 befestigt werden kann, auf.
Zum Fixieren der Elementhalter 25 an der Tragstruktur 3 weist diese in Umfangsrichtung
verlaufende Profilnuten 9 auf, in denen die Befestigungslaschen 27 der Elementhalter
25 bspw. mittels Schrauben an der Tragstruktur 3 fixiert werden können. Ein entsprechender
Halter sowie seine Befestigung in der Profilnut der Tragstruktur ist auch in der EP
0 558 540 beschrieben, auf die bezüglich der weiteren Ausgestaltung sowie des Befestigens
des Elementhalters Bezug genommen wird.
[0037] In die Nuten 8 der Haltelemente 1, 2 werden außerdem Dichtelemente 33, bspw. Keramikdichtungen,
eingelegt, um die Umfangsspalte zwischen zwei in Umfangsrichtung aneinandergrenzenden
Hitzeschildelementen abzudichten.
[0038] Die in Axialrichtung A der Tragstruktur 3 aneinandergrenzenden Umfangsflächen 7 der
Hitzeschildelemente 1, 2 weisen keine Nuten auf. Stattdessen weist jedes Hitzeschildelement
1, 2 an seinen axialen Kanten, d.h. den Kanten zwischen den beiden Umfangsflächen
7 und der Kaltseite 5 eines Hitzeschildelementes, erste und zweite Aussparungen 10,
11 auf. In Figur 1 ist jeweils nur eine Aussparung der beiden Hitzeschildelemente
zu erkennen.
[0039] Die erste Aussparung 10 dient sowohl zum Aufnehmen eines Teils einer Klammer 12,
die in Figur 2 vergrößert dargestellt ist, als auch zum Aufnehmen eines Teils eines
in die Klammer 12 eingelegten und von dieser gehaltenen Dichtelementes 13 zum Abdichten
des Axialspaltes zwischen den Hitzeschildelementen 1, 2. Die zweite Aussparung 11
dient hingegen nur zum Aufnehmen eines Teils des Dichtelementes 13. Die Dichtelemente
können insbesondere als vorzugsweise keramische Schlauchelemente ausgebildet sein.
[0040] Die Klammer 12, die vorzugsweise aus einem elastischen Material, bspw. Stahl, hergestellt
ist, weist eine Klammeröffnung 14 sowie einen der Klammeröffnung abgewandten Steg
15 auf (siehe Fig. 2). Vom Steg 15 weg erstrecken sich ein erster Klammerabschnitt
16 und ein zweiter Klammerabschnitt 17, die gemeinsam die Klammeröffnung 14 begrenzen.
Dabei schließen der erste Klammerabschnitt 16 und der Steg 15 im wesentlichen einen
Winkel von 90° ein, während der zweite Klammerabschnitt 17 und der Steg 15 einen Winkel
einschließen, der größer als 90° ist. Am vom Steg 15 entfernten Ende des zweiten Klammerabschnittes
17 sind zackenartige, in Richtung auf den ersten Klammerabschnitt 16 vorspringende
Vorsprünge 18 angeordnet, welche zum Eingriff in ein in die Klammer 12 eingelegtes
Dichtelement 13 vorgesehen sind. Vorzugsweise sind die Spitzen der zackenartigen Vorsprünge
18 abgerundet, um ein Beschädigen des Dichtelementes 13 zu vermeiden.
[0041] Die Klammern 12 werden mit ihrem der Klammeröffnung 14 abgewandten Ende in eine in
der Tragstruktur 13 ausgebildete Umfangsnut 19 derart eingelegt, dass der Steg 15
am Nutboden 20 anliegt. Der zweite Klammerabschnitt wird dabei durch die Nutwand 21
in Richtung auf den ersten Klammerabschnitt 16 gedrückt, wodurch die Klammer 12 unter
Vorspannung in der Nut 19 gehalten wird. Außerdem greifen die zackenartigen Vorsprünge
18 dabei in ein in die Klammer 12 eingelegtes Dichtelement 13 (in Fig. 3 nicht dargestellt)
ein, so dass dieses von der Klammer 12 gehalten wird.
[0042] Wenn die Klammer 12 in die Umfangsnut 19 eingesetzt ist, so steht der erste Klammerabschnitt
16 über die Umfangsnut 19 vor, wohingegen der zweite Klammerabschnitt 17 vollständig
innerhalb der Umfangsnut 19 angeordnet ist. Wenn die Hitzeschildelemente 1, 2 anschließend
an der Tragstruktur 3 befestigt werden, dann greift der über die Umfangsnut 19 vorstehende
Teil des ersten Klammerabschnittes 16 in die erste Aussparung 10 des Hitzeschildelementes
1 ein (siehe Fig. 1) und fixiert dieses dadurch gegen Verschieben in Axialrichtung
A der Tragstruktur 3. Die Klammer 12 dient daher gleichzeitig als Halterung für das
Dichtelement 13 und als Halteelement zum axialen Fixieren des Hitzeschildelementes
1. Da die erste Aussparung 10 sowohl den ersten Klammerabschnitt 16 als auch einen
Teil des Dichtelementes 13 aufzunehmen hat, weist sie in Axialrichtung A der Tragstruktur
eine größere Abmessung auf als die zweite Aussparung 11, die lediglich einen Teil
des Dichtelementes aufzunehmen hat.
[0043] Dadurch, dass das Dichtelement 13 einen anderen Abstand zur Tragstruktur 3 als die
in die Nuten 8 der Hitzeschildelemente 1, 2 eingelegten Dichtelemente 33 aufweist,
können sich alle Dichtelemente bis an den Rand des entsprechenden Hitzeschildelementes
oder ggf. sogar darüber hinaus erstrecken, ohne dass sie sich gegenseitig behindern.
Somit können insbesondere auch die Kreuzungspunkte von Umfangs- und Axialspalten wirksam
abgedichtet werden.
[0044] Ein zweites Ausführungsbeispiel für den erfindungsgemäßen Hitzeschild ist in Fig.
4 dargestellt. Im zweiten Ausführungsbeispiel sind Strukturen, die auch im ersten
Ausführungsbeispiel vorhanden sind, mit denselben Bezugszeichen versehen. Im Unterschied
zum in Fig. 1 dargestellten Dichtelement 13 des ersten Ausführungsbeispiels ist das
Dichtelement 22 im zweiten Ausführungsbeispiel nicht mittels einer Klammer 12 in eine
Umfangsnut 19 der Tragstruktur 3 eingesetzt. Stattdessen liegt es auf der Tragstruktur
3 auf. Optional kann es außerdem an der Tragstruktur 3 mittels geeigneter Befestigungselemente,
wie etwa mit der Tragstruktur 3 zu verschraubende oder anderweitig zu fixierende Bügel,
befestigt sein. Wie im ersten Ausführungsbeispiel weisen die Hitzeschildelemente 1,
2 an ihren axialen Kanten Aussparungen 23 zum Aufnehmen eines Teils des Dichtelementes
22 auf. Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel unterscheiden sich die Aussparungen
23 an den beiden axialen Kanten eines Hitzeschildelementes jedoch nicht in ihren Abmessungen.
[0045] Eine Abwandlung dieses Ausführungsbeispiels ist in Fig. 4a dargestellt. Im Unterschied
zum in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind an den axialen Kanten der Hitzeschildelemente
1, 2 keine Aussparungen 23 zur Aufnahme des Dichtelementes 22 vorhanden. Stattdessen
weist die Tragstruktur im Bereich der axialen Kanten der Hitzeschildelemente 1, 2
eine weitere in Umfangsrichtung verlaufende Nut 23a zum Aufnehmen eines den Spalt
zwischen den Hitzeschildelementen 1, 2 dichtenden Dichtelementes 22a auf.
[0046] Da im zweiten Ausführungsbeispiel keine das Dichtelement 22 haltende Klammer vorhanden
ist, sind die Hitzeschildelemente 1, 2 lediglich in Umfangsrichtung der Tragstruktur
3 durch die in die Nut 8 eingreifenden Elementhalter fixiert. Falls die Hitzeschildelemente
1, 2 auch in Axialrichtung der Tragstruktur 3 fixiert werden sollen, so kann dies
in einer Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispiels dadurch erreicht werden, dass
in den Nuten 8 der Hitzeschildelemente 1, 2 Stege 24 angeordnet sind, die einen Anschlag
für die in die Nuten 8 eingreifenden Eingriffslaschen 26 der Elementhalter 25 bilden
und ein Verschieben des Hitzeschildelementes in Axialrichtung A der Tragstruktur 3
relativ zum Elementhalter 25 und damit auch relativ zur Tragstruktur 3 verhindern
(siehe Fig. 5 und Fig. 6). Insbesondere, wenn zu beiden Seiten der Stege 24 Eingriffslaschen
26 von Elementhaltern 25 in die Nut 8 eingreifen, ist das Hitzeschildelement gegen
axiales Verschieben gesichert.
[0047] Beim in den Figuren 5 und 6 dargestellten Hitzeschildelement erstreckt sich der Steg
24 durch den gesamten Nutquerschnitt, wodurch eine große Anschlagsfläche 29 zur Verfügung
steht und die Stabilität des Hitzeschildelementes 1, insbesondere seiner Umfangsfläche
6, erhöht wird. Jedoch erfordert ein derart großer Steg 24 ein Anpassen der Form der
in die Nut 8 einzulegenden Dichtelemente 33.
[0048] Eine alternative Ausgestaltung des Steges ist in Fig. 7 dargestellt. In dieser Ausgestaltung
erstreckt sich der Steg 28 lediglich durch einen kleinen Teil des Nutprofils 8, so
dass genügend Platz zum einlegen des Dichtelementes 33 in der Nut 8 verbleibt. Eine
Änderung der Form der in die Nut 8 einzulegenden Dichtelemente 33 ist in dieser Ausgestaltung
nicht nötig.
[0049] Um die Anschlagsfläche 29, 30, welche der Steg 24, 28 bietet, besser ausnutzen zu
können, ist es von Vorteil, wenn eine geringfügige Modifikation an der Eingriffslasche
26 des Elementhalters 25 vorgenommen wird. Ausführungsbeispiele für entsprechende
Elementhalter sind in den Figuren 9 und 10 dargestellt.
[0050] Im in Fig. 9 dargestellten Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Elementhalter
25 weist die Eingriffslasche 26 des Elementhalters 25 an ihrem zum Eingriff in die
Nut 8 ausgebildeten Ende eine halbkreisförmige Biegung 31 auf. Durch diese Ausgestaltung
steht ein größerer Kantenabschnitt der Eingriffslasche 26 für den Anschlag an der
Anschlagsfläche 29, 30 des Steges 24, 28 zur Verfügung.
[0051] Im in Figur 10 dargestellten Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Elementhalter
25 sind an den Flanken der Eingriffslasche 26 Flächenelemente 32 angeordnet, deren
Flächennormale beim Eingriff der Eingriffslasche 26 die Nut 8 in Ausdehnungsrichtung
der Nut 8 zeigt. Da auch die Flächennormalen der Anschlagsflächen 29, 30 in Ausdehnungsrichtung
der Nut 8 zeigen, bilden die Flächenelemente 32 Gegenflächen zum flächigen Anschlagen
an die Anschlagsflächen 29, 30 der Stege.
[0052] An wenigstens einer Seite des Steges 24, 28 erfolgt der Eingriff der Eingriffslasche
26 des eingreifenden Eingriffselementes 25 mit einem kleinen Abstand zu den Anschlagsflächen
29, 30 der Stege 24, 28, um die Wärmeausdehnung der Stege nicht zu behindern. Der
Abstand ist dabei aber deutlich kleiner als die Breite des Axialspaltes zwischen zwei
Hitzeschildelementen. Wenn die Eingriffslaschen 26 mit einem kleinen Abstand zu den
Anschlagsflächen 29, 30 in die Nut 8 eingreifen, kann sich zwar das Hitzeschildelement
1 in Axialrichtung A der Tragstruktur geringfügig axial verschieben, jedoch ist die
Strecke dieser möglichen axialen Verschiebung des Hitzeschildelementes 1 deutlich
kleiner als die Breite des Axialspaltes, so dass sie die Spalttoleranzen nicht merklich
beeinträchtigt. Das Hitzeschildelement soll daher auch dann noch immer als axial fixiert
angesehen werden, wenn die Eingriffslaschen 26 mit einem kleinen Abstand zu den Anschlagsflächen
29, 30 in die Nut 8 eingreifen.
[0053] Die in den Ausführungsbeispielen dargestellten Hitzeschildelemente, Elementhalter
sowie die in den Ausführungsbeispielen dargestellte Tragstruktur lassen sich schnell
und kostengünstig durch modifizieren der bisher verwendeten Hitzeschildelemente(Einbringen
der Aussparungen 10, 11, 23 und/oder Stege 24, 28), Elementhalter (Änderungen an der
Eingriffslasche 26) bzw. der bisher verwendeten Tragstruktur (Einbringen der Umfangsnut
19) realisieren.
[0054] Bei der Realisierung eines erfindungsgemäßen Hitzeschildes sind auch Kombinationen
von axial fixierten Hitzeschildelementen mit axial nicht fixierten Hitzeschildelementen
möglich.
1. Hitzeschild an einer Tragstruktur (3), insbesondere zur Verwendung in einer Gasturbinenbrennkammer
oder einem Gasturbinenflammrohr, mit einer Anzahl von Hitzeschildelementen (1, 2),
welche derart ausgestaltet und an der Tragstruktur (3) angeordnet sind, dass sie unter
Belassung von Spalten aneinander angrenzen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur eine Umfangsrichtung und eine Axialrichtung (A) aufweist, wobei
die Hitzeschildelemente (1, 2) in Umfangsrichtung der Tragstruktur (3) unter Belassung
eines Umfangsspaltes und in Axialrichtung der Tragstruktur (3) unter Belassung eines
Axialspaltes aneinander angrenzen und dass sowohl die Umfangsspalte als auch die Axialspalte
durch Dichtelemente (13, 23, 33) abgedichtet sind, wobei die die Axialspalte abdichtenden
Dichtelemente (13, 22) einen anderen Abstand zur Tragstruktur (3) aufweisen als die
die Umfangsspalte abdichtenden Dichtelemente.
2. Hitzeschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Axialspalte abdichtenden Dichtelemente (13, 22) zwischen der Tragstruktur
(3) und den Hitzeschildelementen (1, 2) angeordnet sind.
3. Hitzeschild nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Anzahl von Elementhaltern (12, 25) umfasst, welche die Hitzeschildelemente
(1, 2) an der Tragstruktur (3) sowohl in Umfangsrichtung als auch in Axialrichtung
(A) fixieren.
4. Hitzeschild nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elementhalter erste Elementhalter (25) zum Fixieren der Hitzeschildelemente (1,
2) in Umfangsrichtung der Tragstruktur (3) und zweite Elementhalter (12) zum Fixieren
der Hitzeschildelemente (1, 2) in Axialrichtung (A) der Tragstruktur umfassen, wobei
die zweiten Elementhalter (12) gleichzeitig zum Halten der Dichtelemente (13) in den
Axialspalten ausgebildet sind.
5. Hitzeschild nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Tragstruktur (3) sich in Umfangsrichtung der Tragstruktur (3) erstreckende Umfangsnuten
(19) aufweist,
- die zweiten Elementhalter als mit einer Klammeröffnung (14) und einem der Klammeröffnung
(14) abgewandten Klammerabschnitt (15) versehene Klammern (12) ausgebildet sind,
- die Klammern (12) mit dem der Klammeröffnung (14) abgewandten Klammerabschnitt (15)
derart in eine Umfangsnut (19) der Tragstruktur (3) eingesetzt sind, dass mindestens
ein Teil der Klammer (12) zum Eingriff in eine Aussparung (10) eines Hitzeschildelementes
(1) über die Umfangsnut (19) übersteht und so als axiale Fixierung des Hitzeschildelementes
(1) dient, und
- die Dichtelemente (13) in die Klammern (12) eingelegt sind.
6. Hitzeschild nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammer (12) Eingriffselemente (18) zum Eingriff in ein in die Klammer eingelegtes
Dichtelement (13) aufweist.
7. Hitzeschild nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Hitzeschildelemente (1,2) jeweils eine der Tragstruktur (3) abgewandte Heißseite
(4), die geeignet ist, einem heißen Medium ausgesetzt zu werden, eine der Tragstruktur
(3) zugewandte Kaltseite (5) und eine Anzahl die Heißseite (4) mit der Kaltseite (5)
verbindende Umfangsflächen (6, 7) umfasst,
- ein Hitzeschildelement (1, 2) an zwei einander gegenüberliegenden Seiten erste Umfangsflächen
(7) aufweist, die jeweils in Axialrichtung (A) der Tragstruktur an eine entsprechende
erste Umfangsfläche (7) eines benachbarten Hitzeschildelementes (1, 2) unter Belassung
eines Axialspaltes angrenzen;
- im Bereich der Kanten zwischen der Kaltseite (5) und den ersten Umfangsflächen (7)
Aussparungen (10, 11, 23) vorhanden sind, die im Zusammenwirken mit der Aussparung
(10, 11, 23) der jeweiligen in Axialrichtung gegenüberliegenden Umfangsfläche (7)
des benachbarten Hitzeschildelementes (1, 2) eine in Umfangsrichtung der Tragstruktur
(3) verlaufende Aufnahme für ein Dichtelement (22) bilden;
- ein Hitzeschildelement (1, 2) an zwei einander gegenüberliegenden Seiten zweite
Umfangsflächen (6) aufweist, die in Umfangsrichtung der Tragstruktur (3) jeweils an
eine entsprechende zweite Umfangsfläche (6) eines benachbarten Hitzeschildelementes
(1, 2) unter Belassung eines Umfangsspaltes angrenzen;
- die Elementhalter (25) in die zweiten Umfangsflächen (6) der Hitzeschildelemente
(1, 2) eingreifen; und
- die zweiten Umfangsflächen (6) mit Sicherungsabschnitten (24, 28) ausgestattet sind,
die ein Verschieben des Hitzeschildelementes (1, 2) relativ zu den Elementhaltern
(25) entlang der zweiten Umfangsflächen (6) verhindern.
8. Hitzeschild nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Umfangsflächen (6) Nuten (8) aufweisen, in welche Eingriffsabschnitte
(26) der Elementhalter (25) eingreifen und in denen Stege (24, 28) derart angeordnet
sind, dass sie in axialer Richtung (A) der Tragstruktur (3) einen Anschlag für die
Eingriffsabschnitte (26) der Elementhalter (25) bilden.
9. Hitzeschildelement zur Befestigung an einer Tragstruktur (3), insbesondere zur Verwendung
in einem Hitzeschild nach Anspruch 8, mit
- einer Tragstruktur (3) abzuwendenden Heißseite (4), die geeignet ist, einem heißen
Medium ausgesetzt zu werden,
- eine der Tragstruktur (3) zuzuwendenden Kaltseite (5) und
- einer Anzahl die Heißseite (4) mit der Kaltseite (5) verbindender Umfangsflächen
(6), die zum Angrenzen an Umfangsflächen (6) von in Umfangsrichtung der Tragstruktur
(3) unter Belassung des Umfangsspaltes benachbart anzubringender Hitzeschildelemente
(1, 2) vorgesehen sind und Nuten (8) zum Eingriff durch Eingriffsabschnitte (26) von
Elementhaltern (25), welche das Hitzeschildelement (1, 2) an der Tragstruktur (3)
halten, aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Nut (8) mindestens ein Steg (24, 28) angeordnet ist, der einen Anschlag
für die Eingriffsabschnitte (26) der Elementhalter (25) bildet.
10. Hitzeschildelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Steg (28) sich nur durch einen Teil des Profils der Nut (8) erstreckt.
11. Hitzeschildelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Steg (24) sich durch das gesamte Profil der Nut (8) erstreckt.
12. Halteelement zur Verwendung in einem Hitzeschild nach Anspruch 8, mit einem zum Eingriff
in Nuten (8) von Hitzeschildelementen (1, 2) ausgebildeten Eingriffsabschnitt (26),
dadurch gekennzeichnet, dass am Eingriffsabschnitt (26) Flächenelemente (32) angeordnet sind, deren Flächennormale
bei Eingriff in die Nut (8) in Ausdehnungsrichtung der Nut (8) verläuft.
13. Brennkammer mit einem Hitzeschild nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
14. Flammrohr mit einem Hitzeschild nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
15. Gasturbine mit einer Brennkammer nach Anspruch 13 oder einem Flammrohr nach Anspruch
14.