| (19) |
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(11) |
EP 1 563 178 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.09.2010 Patentblatt 2010/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.10.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/012112 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/046529 (03.06.2004 Gazette 2004/23) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINER BRENNKRAFTMASCHINE EINES FAHRZEUGS, INSBESONDERE EINES
KRAFTFAHRZEUGES
METHOD FOR OPERATING AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE OF A VEHICLE, IN PARTICULAR A MOTOR
VEHICLE
MODE DE FONCTIONNEMENT D'UN MOTEUR A COMBUSTION INTERNE D'UN VEHICULE, NOTAMMENT D'UN
VEHICULE AUTOMOBILE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
15.11.2002 DE 10253614
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.08.2005 Patentblatt 2005/33 |
| (73) |
Patentinhaber: AUDI AG |
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85045 Ingolstadt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ODENDALL, Bodo
85101 Lenting (DE)
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| (74) |
Vertreter: Krah, Annette et al |
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Audi AG
Patentabteilung 85045 Ingolstadt 85045 Ingolstadt (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 585 900 DE-A- 10 064 279
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EP-A- 1 134 392 DE-C- 19 753 718
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine eines
Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In der heutigen Fahrzeugtechnik werden Otto-Motoren als Brennkraftmaschinen mit einer
Benzin-Direkteinspritzung anstatt einer konventionellen Saugrohreinspritzung bevorzugt,
da derartige Brennkraftmaschinen gegenüber den herkömmlichen Otto-Motoren deutlich
mehr Dynamik aufweisen, bezüglich Drehmoment und Leistung besser sind und gleichzeitig
eine Verbrauchssenkung um bis zu 15 % ermöglichen. Möglich macht dies vor allem eine
sogenannte Schichtladung im Teillastbereich, bei der nur im Bereich der Zündkerze
ein zündfähiges Gemisch benötigt wird, während der übrige Brennraum mit Luft befüllt
wird. Da herkömmliche Brennkraftmaschinen, die nach dem Saugrohrprinzip arbeiten,
bei einem derartigen hohen Luftüberschuss, wie er bei der Benzin-Direkteinspritzung
vorliegt, nicht mehr zündfähig sind, wird bei diesem Schichtlademodus das Kraftstoff-Gemisch
um die zentral im Brennraum positionierte Zündkerze konzentriert, während sich in
den Randbereichen des Brennraums reine Luft befindet. Um das Kraftstoff-Gemisch um
die zentrale im Brennraum positionierte Zündkerze herum zentrieren zu können, ist
eine gezielte Luftströmung im Brennraum erforderlich, eine sogenannte Tumbleströmung.
Dazu wird im Brennraum eine intensive, walzenförmige Strömung ausgebildet und der
Kraftstoff erst im letzten Drittel der Kolbenaufwärtsbewegung eingespritzt. Durch
die Kombination von spezieller Luftströmung und gezielter Geometrie des Kolbens, der
z. B. über eine ausgeprägte Kraftstoff-Strömungsmulde verfügt, wird der besonders
fein zerstäubte Kraftstoff in einem sogenannten "Gemischballen" optimal um die Zündkerze
konzentriert und sicher entflammt. Für die jeweils optimale Anpassung der Einspritzparameter
(Einspritzzeitpunkt, Kraftstoffdruck) sorgt die Motorsteuerung bzw. das Motorsteuergerät.
[0003] Derartige Brennkraftmaschinen können daher entsprechend lange im Magerbetrieb betrieben
werden, was sich, wie dies oben bereits dargelegt worden ist, positiv auf den Kraftstoffverbrauch
insgesamt auswirkt. Dieser Magerbetrieb bringt jedoch den Nachteil einer erheblich
größeren Stickoxidmenge im Abgas mit sich, so dass die Stickoxide (NO
x) im mageren Abgas mit einem Drei-Wege-Katalysator nicht mehr vollständig reduziert
werden können. Um die Stickoxid-Emissionen im Rahmen vorgeschriebener Grenzen, z.
B. des Euro-IV-Grenzwertes zu halten, werden in Verbindung mit derartigen Brennkraftmaschinen
zusätzlich Stickoxid-Speicherkatalysatoren eingesetzt. Diese Stickoxid-Speicherkatalysatoren
werden so betrieben, dass darin die von der Brennkraftmaschine erzeugten großen Mengen
an Stickoxiden eingespeichert werden. Mit zunehmender gespeicherter Stickoxidmenge
wird ein Sättigungszustand im Stickoxid-Speicherkatalysator erreicht, so dass der
Stickoxid-Speicherkatalysator entladen werden muss. Dazu wird für eine sogenannte
Entladephase kurzfristig mittels der Motorsteuerung bzw. dem Motorsteuergerät auf
einen unterstöchiometrischen, fetten Motorbetrieb umgeschaltet, bei dem die Brennkraftmaschine
mit einem fetten, einen Luftmangel aufweisenden Gemisch betrieben wird. Zu Beginn
dieser Entladephase wird regelmäßig ein Sauerstoffspeicher des Stickoxid-Speicherkatalysators
entleert, wodurch der für den Ausspeichervorgang erforderliche Sauerstoff zur Verfügung
gestellt wird. Bei diesem Ausspeichervorgang wird das eingespeicherte Stickoxid insbesondere
durch die bei diesen fetten Betriebsbedingungen zahlreich vorhandenen Kohlenwasserstoffe
(HC) und Kohlenmonoxide (CO) zu Stickstoff (N
2) reduziert, das dann in die Umgebung abgegeben werden kann. Es ist bereits allgemein
bekannt, eine Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs in einem ersten Betriebsbereich
als Magerbetriebsbereich zu betreiben, in dem die Brennkraftmaschine mit einem einen
Luftüberschuss und damit einem Sauerstoffüberschuss aufweisenden mageren Gemisch betrieben
wird und in dem die von der Brennkraftmaschine erzeugten Stickoxide in einen Stickoxid-Speicherkatalysator
eingespeichert werden, wobei zum Entladen des Stickoxid-Speicherkatalysators mittels
einem Motorsteuergerät vom Magerbetriebsbereich auf einen fetten Betriebsbereich umgeschaltet
wird, in dem die Brennkraftmaschine mit einem einen Luftmangel aufweisenden fetten
Gemisch betrieben wird und in dem die während des Magerbetriebsbereiches in den Stickoxid-Speicherkatalysator
eingespeicherten Stickoxide aus dem Stickoxid-Speicherkatalysator ausgespeichert werden.
Ferner ist ein zweiter Betriebsbereich als homogener Betriebsbereich vorgesehen, in
dem die Brennkraftmaschine mit einem im Wesentlichen stöchiometrischen homogenen Gemisch
(Lambda = 1) betrieben wird, wobei das Umschalten zwischen dem Magerbetriebsbereich
und dem homogenen Betriebsbereich von dem Motorsteuergerät in Abhängigkeit von einer
betriebsbedingten Last- und/oder Drehzahlanforderung bei Erreichen einer vorgebbaren
Umschaltbedingung vorgenommen wird und wobei vom Motorsteuergerät vor dem Umschalten
vom Magerbetriebsbereich auf den homogenen Betriebsbereich zuerst für eine Entladung
des Stickoxid-Speicherkatalysators in den fetten Betriebsbereich geschalten wird.
Konkret ist der Magerbetriebsbereich hier z. B. ein geschichteter Magerbetriebsbereich,
bei dem der Lambdawert ungefähr 1,4 beträgt. Insbesondere in Verbindung mit einer
dynamischen Fahrweise, wie dies z. B. im Stadtverkehr der Fall ist, wird vom Motorsteuergerät
aufgrund der betriebsbedingten erhöhten Last- und/oder Drehzahlanforderung regelmäßig
in den homogenen Betriebsbereich umgeschaltet, in dem die Brennkraftmaschine im Wesentlichen
mit einem stöchiometrischen homogenen Gemisch von Lambda = 1 betrieben wird. Vom Motorsteuergerät
wird dabei vor dem Umschalten in den homogenen Betriebsbereich zuerst in den fetten
Betriebsbereich geschalten, um eine Entladung des Stickoxid-Speicherkatalysators vorzunehmen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass bei dieser Betriebsweise trotz eines zeitweisen
Magerbetriebs das eigentlich vorhandene theoretische Magerbetrieb-Kraftstoffeinsparpotential
nicht voll ausgeschöpft wird. Ein weiteres Problem hierbei ist, dass bei einer sehr
dynamischen Fahrweise der Magerbetriebsbereich durch den erhöhten Momentenwunsch unter
Umständen des Öfteren verlassen werden muss, wodurch sich dann jedes Mal der Zwang
für eine Stickoxid-Speicherkatalysatorentladung, d. h. eine Fettbetriebsphase, ergibt.
Auch dies führt zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch.
[0004] Eine ähnliche Verfahrensführung ist aus der gattungsgemäßen
DE 100 64 279 A1 bekannt, bei dem in Abhängigkeit von der Verschlechterung einer Abgaszusammensetzung
zwischen dem Mager-, Fett- und Homogenbetrieb umgeschalten wird. Die Umschaltentscheidung
wird hier in Abhängigkeit von der Verschlechterung der Speicherfähigkeit des als NO
x-Absorptionsmittel bezeichneten Stickoxid-Speicherkatalysators getroffen. Insbesondere
soll hier bei einer festgesellten Verschlechterung des Wirkungsgrades des Stickoxid-Speicherkatalysators
der als Sauerstoffüberschuss-Luft-KraftstoffVerhältnis-Betrieb bezeichnete Magerbetrieb
gesperrt werden.
[0005] Aus der
EP 1 134 392 A2 ist ein Steuerverfahren und -vorrichtung für die Regeneration eines NO
x-Speichers einer Brennkraftmaschine mit Magermischverbrennung bekannt. In der
EP 0 585 900 A1 ist eine Vorrichtung zur Entgiftung von Auspuffgasen eines Motors beschrieben. Die
Abgas-Reinigungs-Vorrichtung umfasst dabei ein NO
x-Absorbens, ein BestimmungsMittel für einen Motor-Betriebsbereich und ein Luft-Kraftstoff-Verhältnis-SteuerMittel
zur Steuerung des Luft-Kraftstoff-Verhältnisses des Luft-KraftstoffGemisches.
[0006] Aus der
DE 197 53 718 C1 ist ein Verfahren zum Betreiben eines Dieselmotors bekannt, die eine Motorregelung
umfasst, die in Abhängigkeit von Kennfeldern den Betrieb des Dieselmotors regelt und
eine Fett/Mager-Regelung des Dieselmotors ermöglicht. Die Motorregelung umfasst einen
Rechner, der in Abhängigkeit von vorbestimmten Umschaltkriterien ein Umschalten auf
Fett- oder Magerbetrieb des Dieselmotors bewirkt. Ferner ist eine mit dem Rechner
kommunizierende Sensorik, die für Umschaltkriterien notwendige Parameter überwacht,
und ein mit dem Rechner kommunizierender Speicher vorgesehen, in dem die Kennfelder
für den Betrieb des Dieselmotors gespeichert sind. Der Rechner bewirkt ein Umschalten
von Mager- auf Fettbetrieb, wenn die Einhaltung einer Regenerationstemperatur eines
von den Abgasen des Dieselmotors durchströmten Speicherkatalysatorelementes und das
Vorliegen eines vorbestimmten Beladungszustandes des von den Abgasen des Dieselmotors
durchströmten Speicher-Katalysatorelementes als Umschaltkriterien erfüllt sind. Des
weiteren bewirkt der Rechner ein Zurückschalten von Fett- auf Magerbetrieb, wenn eines
der Umschaltkriterien für ein Umschalten von Mager- auf Fettbetrieb nicht vorliegt
oder eine Regenerationszeit abgelaufen ist, die von dem jeweiligen Beladungszustand
des von den Abgasen des Dieselmotors durchströmten Speicherkatalysatorelementes zu
Beginn der Fettbetriebsphase abhängt, oder ein vorbestimmter Reduktionsmittelgehalt
in den Abgasen nach dem Speicherkatalysatorelement vorliegt oder eine Abgastemperatur
unterhalb eines vorbestimmten Schwellwertes liegt.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein alternatives Verfahren zum Betreiben einer
Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, zur Verfügung
zu stellen, mit dem auf einfache Weise eine hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs
optimierte Betriebsweise der Brennkraftmaschine, insbesondere durch optimierten Magerbetrieb,
möglich wird.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0010] Gemäß Anspruch 1 sperrt das Motorsteuergerät das Umschalten in den Magerbetriebsbereich,
falls die Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge für die Entladungen in einem bestimmten vorgebbaren,
sich über mehrere Magerbetriebsphasen erstreckenden Auswertezeitraum gleich oder größer
ist als die Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge durch Magerbetrieb in diesem Auswertezeitraum.
Weiter gibt das Motorsteuergerät einen Magerbetrieb und damit ein Umschalten zwischen
dem Magerbetriebsbereich und dem homogenen Betriebsbereich frei, falls die Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge
für die Entladungen in dem Auswertezeitraum kleiner ist als die Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge
durch Magerbetrieb in diesem Auswertezeitraum. Dabei wird die Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge
als Funktion eines über den Auswertezeitraum gemittelten Stickoxid-Rohmassenstromwertes
als Funktion einer über den Auswertezeitraum gemittelten Kraftstoffeinsparmenge in
den in den Auswertezeitraum fallenden Magerbetriebsphasen gegenüber den homogenen
Betriebsbereichsphasen und als Funktion einer über den Auswertezeitraum gemittelten
Zeit zwischen zwei einen vorgebbaren Last- und/oder Drehzahlgrenzwert überschreitenden
und ein Verlassen des Magerbetriebsbereichs bedingenden Momentenanforderungen ermittelt.
Weiter wird die Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge als Funktion eines über den Auswertezeitraum
gemittelten Speicherkatalysator-Beladungszustandes ermittelt.
[0011] Vorteilhaft kann bei einem derartigen Betrieb einer Brennkraftmaschine das Fahrverhalten
des Fahrers "gelernt" werden und somit eine Vorhersage bezüglich des wahrscheinlichen
zukünftigen Fahrverhaltens gemacht werden. D. h., dass bei dieser Betriebsweise das
Fahrverhalten in der Vergangenheit über einen sinnvollen Auswertezeitraum ausgewertet
wird und aufgrund dieser Auswertung die Vorhersage für die Zukunft, d. h. für die
voraussichtliche Magerbetriebszeit errechnet werden kann. Im Unterschied zu einer
rein stationären Betrachtungsweise wird somit bei einer derartigen auf den Auswertezeitraum
im Mittel bezogenen Betrachtungsweise hier ggfs. selbst dann nicht der Magerbetriebsbereich
freigegeben, wenn sich dies gemäß einer rein stationären Betrachtung zu einem bestimmten
Zeitpunkt ergeben würde, da durch die Betrachtung und Abstellung auf ein sinnvolles
Zeitfenster hier jetzt erfindungsgemäß über die gemittelten Werte das Fahrverhalten
insgesamt berücksichtigt wird und nicht ein aktueller stationärer Betriebspunkt.
[0012] Dadurch ist insgesamt eine besonders optimierte Betriebsweise, insbesondere im Hinblick
auf die Kraftstoffeinsparung durch Magerbetrieb möglich.
[0013] Dadurch wird das Magerbetrieb-Kraftstoffeinsparpotential voll ausgeschöpft, da nur
dann in den Magerbetriebsbereich umgeschaltet wird, wenn dies aufgrund des Fahrverhaltens
des Fahrers sinnvoll ist, d. h. eine Kraftstoffeinsparung mit sich bringen kann. Sobald
das Motorsteuergerät erkennt, dass dies nicht der Fall ist, wird der homogene Betriebsbereich
gewählt. Besonders vorteilhaft beträgt der Auswertezeitraum wenigstens in etwa 100
Sekunden.
[0014] Gemäß einer besonders bevorzugten Verfahrensführung nach Anspruch 2 ist vorgesehen,
dass sich die durch die Fettbetriebsphasen bedingte Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge
in dem Auswertezeitraum errechnet als Summe einer für die Entladung des Sauerstoffspeichers
benötigten ersten Kraftstoffmenge und einer für die Entladung des Stickoxidspeichers
benötigten ersten Kraftstoffmenge und einer für die Entladung des Stickoxidspeichers
benötigten zweiten Kraftstoffmenge. Die erste Kraftstoffmenge, d. h. die Kraftstoffmenge
zum Entladen des Sauerstoffspeichers, ist dabei pro Magerbetriebsphase in etwa konstant,
während die zweite Kraftstoffmenge hauptsächlich eine Funktion der Stickoxid-Rohemissionen
während der Magerzeit ist, so dass die zweite Kraftstoffmenge über den Auswertezeitraum
gemittelt wird, wodurch die Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge als Funktion des über den
Auswertezeitraum gemittelten Speicherkatalysator-Beladungszustandes auf einfache Weise
ermittelt werden kann. Da ein Magerbetrieb mit einem Sauerstoffüberschuss gefahren
wird, ist der Sauerstoffspeicher des Stickoxid-Speicherkatalysators sehr schnell vollständig
beladen, so dass die Sauerstoffbeladung der Stickoxid-Speicherkatalysatoren über der
Magerphase stets als in etwa konstant anzusehen ist. Die Stickoxidbeladung des Stickoxid-Speicherkatalysators
ist dagegen hauptsächlich eine Funktion der Magerzeit und ggfs. auch noch des Stickoxid-Rohmassenstroms.
Beispielsweise ist für die Regeneration von 1 g Sauerstoff eine
[0015] Kraftstoffmenge von ca. 0,23 g nötig, während für die Regeneration von 1 g Stickstoffdioxid
ca. 0,15 g Kraftstoff erforderlich sind.
[0016] Nach Anspruch 3 ist vorgesehen, dass aus dem Quotienten einer aktuellen Stickoxid-Speicherfähigkeit
des Stickoxid-Speicherkatalysators und dem gemittelten Stickoxid-Rohmassenstromwertes
eine erste Magerzeit berechnet wird. Die gemittelte Zeit zwischen zwei einen vorgebbaren
Last- und/oder Drehzahlgrenzwert überschreitenden und ein Verlassen des Magerbetriebsbereiches
bedingenden Momentenanforderungen als zweite Magerzeit wird mit der ersten Magerzeit
verglichen, wobei das Minimum bzw. die kleinere der beiden Magerzeiten anschließend
mit der gemittelten Kraftstoffeinsparmenge im Auswertezeitraum multipliziert wird.
Dadurch lässt sich auf besonders einfache Weise die Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge
in dem Auswertezeitraum ermitteln. Mit einer derartigen Verfahrensführung ist eine
besonders einfache und zuverlässige Prädiktion der Fahrdynamik und damit auch eine
Aussage über das zukünftige Fahrverhalten möglich, so dass ein optimierter Betrieb
der Brennkraftmaschine insbesondere eine Optimierung der Magerbetriebsphasen möglich
wird.
[0017] Besonders bevorzugt kann dabei nach Anspruch 4 die aktuelle Stickoxid-Speicherfähigkeitsmenge
des Stickoxid-Speicherkatalysators als Funktion der Temperatur und/oder des Alterungsgrades
und/oder der Verschwefelung ermittelt werden.
[0018] Konkret kann nach Anspruch 5 vorgesehen sein, dass der Stickoxid-Massenstrom vor
dem Stickoxid-Speicherkatalysator und/oder der Stickoxid-Massenstrom nach dem Stickoxid-Speicherkatalysator
jeweils über eine gleiche Zeitdauer aufintegriert werden, wobei zur Festlegung des
Umschaltzeitpunktes von der Einspeicherphase auf die Entladephase und damit vom Magerbetriebsbereich
auf den fetten Betriebsbereich wenigstens aus dem Integralwert des Stickoxid-Massenstroms
vor- und/oder nach dem Speicherkatalysator und/oder dem Umschaltzeitpunkt jeweils
beim Erfüllen einer vorgebbaren Entlade-Umschaltbedingung in einer ersten Stufe zur
Ermittlung des Alterungsgrades des Speicherkatalysators ein Umschalt-Betriebspunkt
als Funktion einer momentanen Betriebstemperatur zum Umschaltzeitpunkt ermittelt wird.
Anschließend wird der jeweilige Umschalt-Betriebspunkt in einer zweiten Stufe zur
Ermittlung des Alterungsgrades des Speicherkatalysators mit einem über ein Temperaturfenster
verlaufenden, vorgebbaren, insbesondere hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs optimierten
Speicherkatalysator-Kapazitätsfeld, das durch eine Vielzahl von einzelnen Betriebspunkten
für einen neuen und einen gealterten Speicherkatalysator gebildet ist, verglichen.
Dabei stellt ein innerhalb des Speicherkatalysator-Kapazitätsfeldes liegender Umschalt-Betriebspunkt
keine Unterschreitung der minimalen Stickoxid-Speicherfähigkeit dar, sondern die Änderung
gegenüber dem vorherigen Betriebspunkt als Maß für die Speicherkatalysator-Alterung.
Ein das Speicherkatalysator-Kapazitätsfeld verlassender Umschaltbetriebspunkt stellt
dagegen eine Unterschreitung der minimalen Stickoxid-Speicherfähigkeit dar. Mit einer
derartigen Verfahrensweise kann somit auf besonders einfache Weise eine aktuelle Erfassung
des Wertes der Stickoxid-Speicherfähigkeit des Stickoxid-Speicherkatalysators betriebspunktabhängig
unter Berücksichtigung des Alterungsgrades und/oder der Verschwefelung des Stickoxid-Speicherkatalysators
ermittelt werden.
[0019] Besonders bevorzugt ist hierbei nach Anspruch 6 vorgesehen, dass zur Festlegung des
Umschaltzeitpunktes von der Einspeicherphase auf die Entladephase ein relativer Stickoxid-Schlupf
als Differenz zwischen dem in den Stickoxid-Speicherkatalysator eingeströmten Stickoxid-Massenstrom
und dem aus dem Stickoxid-Speicherkatalysator ausgeströmten Stickoxid-Massenstrom
jeweils bezogen auf die Einspeicherzeit ermittelt wird dergestalt, dass der Quotient
der Integralwerte des Stickoxid-Massenstroms vor und nach dem Stickoxid-Speicherkatalysator
zudem in eine Relativbeziehung mit einem vorgebbaren, von einem Abgasgrenzwert abgeleiteten
Stickoxid-Konvertierungsgrad gebracht wird, so dass beim Vorliegen dieser vorgebbaren
Umschaltbedingung das Umschalten von der Einspeicherphase auf die Entladephase zum
hinsichtlich Kraftstoffverbrauch und Einspeicherpotential optimierten Umschaltzeitpunkt
durchgeführt wird.
[0020] Nach Anspruch 7 kann weiter vorgesehen sein, dass das Speicherkatalysator-Kapazitätsfeld
bezogen auf das Temperaturfenster einerseits durch eine Grenzlinie für einen neuen
Speicherkatalysator und andererseits durch eine Grenzlinie für einen Grenzalterungszustand
darstellenden gealterten Speicherkatalysator begrenzt ist. Dabei umfasst das Temperaturfenster
vorzugsweise Temperaturwerte zwischen in etwa 200° C und in etwa 450 °C.
[0021] Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein schematisches Diagramm der Kraftstoffeinsparmenge im Mager- betrieb über der Zeit,
und
- Fig. 2
- ein schematisches Diagramm der Verbindlichkeiten der Kraftstoff- mehrverbrauchsmenge
über der Zeit.
[0023] In der Fig. 1 ist die Kraftstoffeinsparmenge im Magerbetriebsbereich über der Zeit
dargestellt, wobei die Kurve 1 den zeitlichen Verlauf der Kraftstoffeinsparung während
einer maximal zu realisierenden Magerzeit zeigt. Kurve 2 stellt das Integral der Kraftstoffeinsparmenge
während dieser maximal zu realisierenden Magerzeit dar. Kurve 3 dagegen stellt die
gemittelte, auf die Zeit bezogene Kraftstoffeinsparmenge während dieser maximal zu
realisierenden Magerzeit dar.
[0024] Zur Ermittlung der Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge ist diese mittlere Kraftstoffeinsparmenge
entsprechend der Kurve 3 mit der maximal zu realisierenden Magerzeit zu multiplizieren.
Zur Bestimmung der maximal zu realisierenden Magerzeit kann zuerst die gemittelte
Zeit zwischen zwei einen vorgebbaren Last- und/oder Drehzahlgrenzwert überschreitenden
und ein Verlassen des Magerbetriebsbereiches bedingenden Momentenanforderungen ermittelt
werden. Diese gemittelte Zeit ist bezogen auf den Auswertezeitraum, d.h. dass verschiedene
überschreitende Momentenanforderungen von ihrer Zeitspanne her verglichen werden und
so der gemittelte Zeitwert zur Verfügung gestellt wird. Diese gemittelte Zeit zwischen
zwei einem vorgebbaren last- und/oder drehzahlgrenzwertüberschreitenden und ein Verlassen
des Magerbetriebsbereiches bedingenden Momentenanforderungen stellt eine sog. zweite
Magerzeit dar. Als erste Magerzeit wird der Quotient einer aktuellen Stickoxid-Speicherfähigkeit
der Stickoxid-Speicherkatalysators und dem gemittelten Stickoxid-Rohmassenstromwert
ermittelt. Die aktuelle Stickoxid-Speicherfähigkeit der Stickoxid-Speicherkatalysators
wird dabei als Funktion der Temperatur und/oder des Alterungsgrades und/oder der Verschwefelung
ermittelt. Der gemittelte Stickoxid-Rohmassenstromwert wird dabei für den Auswertezeitraum
ebenfalls vom Motorsteuergerät ermittelt. Anschließend wird dann diese erste Magerzeit
mit der zweiten Magerzeit verglichen, wobei die kleinere der beiden Magerzeiten, d.h.
das Minimum dieser beiden Magerzeiten hergenommen wird, um mit der gemittelten Kraftstoffeinsparmenge
im Auswertezeitraum multipliziert zu werden.
[0025] Zur Ermittlung der Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge wird die Summe für die der Magerphase
folgenden Fettphasen der für die Entladung des Sauerstoffspeichers der Stickoxid-Speicherkatalysators
benötigten ersten Kraftstoffmenge und einer für die Entladung der Stickoxidspeichers
der Stickoxid-Speicherkatalysators benötigten zweiten Kraftstoffmenge gebildet. Dieser
Zusammenhang ist in Fig. 2 dargestellt. Aus dieser Fig. 2 ist ersichtlich, dass die
Kraftstoffmenge zur Entladung des Sauerstoffspeichers in etwa konstant ist (Kurve
5), während die zweite Kraftstoffmenge zur Entladung des Stickoxidspeichers (Kurve
4) eine Funktion der Magerzeit ist, da der Sauerstoffspeicher unmittelbar nach Beginn
einer Magerbetriebsphase bereits in etwa vollständig beladen ist, während die Stickoxide
träger sind und daher eine längere Zeit zur Anlagerung benötigen. Dies bedeutet, dass
in Abhängigkeit von der jeweiligen Magerbetriebsphasenzeit mehr oder weniger Stickoxide
während dieser Magerphase in den Stickoxidspeicher eingespeichert werden können. Kurve
6 ist die Summe der Kraftstoffmengen der Kurven 4 und 5. Wird auch hier wieder über
die Zeit, d.h. über einen Auswertezeitraum gemittelt, dann ergibt sich eine zeitbezogene
Stickoxid-Speicherkatalysatorbeladung mit Stickoxiden, so dass bei einer gleichzeitigen
Berücksichtigung der Magerzeit nach der folgenden Formel die Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge
berechnet werden kann:
[0026] Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge (g) = Sauerstoffspeichermenge (g) x erste prozentuale
Kraftstoffmenge + auf die Zeit bezogene gemittelte NO
x-Speichermenge (g/s) x Magerzeit (s) x zweite prozentuale Kraftstoffmenge
[0027] Die hier vorgesehene Magerzeit ergibt sich aus der Summe der einzelnen Magerbetriebszeiten
im Auswertezeitraum.
[0028] Ein auf den Auswertezeitraum bezogener Vergleich der Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge
mit der Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge, d.h. ein Vergleich der Kurve 2 in Fig. 1 und
der Kurve 6 in Fig. 2 ermöglicht somit eine Betriebsweise dergestalt, dass das Motorsteuergerät
ein Umschalten in den Magerbetriebsbereich sperrt, falls die Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge
für die Entladungen in dem betrachteten Auswertezeitraum, der vorzugsweise in etwa
100 Sekunden beträgt, gleich oder größer ist als die Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge
durch den Magerbetrieb in diesen Auswertezeitraum. Ist dagegen die Kraftstoffmehrverbrauchsmenge
für die Entladungen kleiner als die Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge durch Magerbetrieb
in diesem Auswertezeitraum, so gibt das Motorsteuergerät einen Magerbetrieb und damit
ein Umschalten zwischen dem Magerbetriebsbereich und dem homogenen Betriebsbereich
frei.
1. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs, insbesondere eines
Kraftfahrzeuges, mit einem ersten Betriebsbereich als Magerbetriebsbereich, in dem
die Brennkraftmaschine mit einem einen Luftüberschuss und damit einen Sauerstoffüberschuss
aufweisenden mageren Gemisch betrieben wird und in dem die von der Brennkraftmaschine
erzeugten Stickoxide in einen Stickoxid-Speicherkatalysator eingespeichert werden,
wobei zum Entladen des Stickoxid-Speicherkatalysators mittels einem Motorsteuergerät
vom Magerbetriebsbereich auf einen fetten Betriebsbereich umgeschaltet wird, in dem
die Brennkraftmaschine mit einem einen Luftmangel aufweisenden fetten Gemisch betrieben
wird und in dem die während des Magerbetriebsbereiches in den Stickoxid-Speicherkatalysator
eingespeicherten Stickoxide aus dem Stickoxid-Speicherkatalysator ausgespeichert werden,
und mit einem zweiten Betriebsbereich als homogenen Betriebsbereich, in dem die Brennkraftmaschine
mit einem im Wesentlichen stöchiometrischen homogenen Gemisch (Lambda = 1) betrieben
wird, wobei das Umschalten zwischen dem Magerbetriebsbereich und dem homogenen Betriebsbereich
von dem Motorsteuergerät in Abhängigkeit von einer betriebsbedingten Last- und/oder
Drehzahlanforderung bei Erreichen einer vorgebbaren Umschaltbedingung vorgenommen
wird und wobei vom Motorsteuergerät vor dem Umschalten vom Magerbetriebsbereich auf
den homogenen Betriebsbereich zuerst für eine Entladung des Stickoxid-Speicherkatalysators
in den fetten Betriebsbereich geschaltet wird und wobei das Motorsteuergerät das Umschalten
in den Magerbetriebsbereich in Abhängigkeit von einem vorgebbaren Sperrkriterium sperrt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Motorsteuergerät das Umschalten in den Magerbetriebsbereich sperrt, falls die
Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge für die Entladungen in einem bestimmten vorgebbaren,
sich über mehrere Magerbetriebsphasen erstreckenden Auswertezeitraum gleich oder größer
ist als die Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge durch Magerbetrieb in diesem Auswertezeitraum,
dass das Motorsteuergerät einen Magerbetrieb und damit ein Umschalten zwischen dem Magerbetriebsbereich
und dem homogenen Betriebsbereich freigibt, falls die Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge
für die Entladungen in dem Auswertezeitraum kleiner ist als die Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge
durch Magerbetrieb in diesem Auswertezeitraum,
dass die Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge als Funktion eines über den Auswertezeitraum
gemittelten Stickoxid-Rohmassenstromwertes, als Funktion einer über den Auswertezeitraum
gemittelten Kraftstoffeinsparmenge in den in den Auswertezeitraum fallenden Magerbetriebsphasen
gegenüber den homogenen Betriebsbereichsphasen in diesem Auswertezeitraum und als
Funktion einer über den Auswertezeitraum gemittelten Zeit zwischen zwei einen vorgebbaren
Last- und/oder Drehzahlgrenzwert überschreitenden und ein Verlassen des Magerbetriebsbereiches
bedingenden Momentenanforderungen ermittelt wird, und
dass die Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge als Funktion eines über den Auswertezeitraum gemittelten
Speicherkatalysator-Beladungszustandes ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sich die durch die Fettbetriebsphasen bedingte Kraftstoff-Mehrverbrauchsmenge in
dem Auswertezeitraum errechnet als Summe einer für die Entladung des Sauerstoffspeichers
benötigten ersten Kraftstoffmenge und einer für die Entladung des Stickoxidspeichers
benötigten zweiten Kraftstoffmenge,
dass die erste Kraftstoffmenge pro Magerbetriebsphase in etwa konstant ist, und
dass die zweite Kraftstoffmenge wenigstens eine Funktion der Stickoxid-Rohemission während
der Magerzeit ist dergestalt, dass die zweite Kraftstoffmenge über den Auswertezeitraum
gemittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass aus dem Quotienten einer aktuellen Stickoxid-Speicherfähigkeitsmenge des Stickoxid-Speicherkatalysators
und dem gemittelten Stickoxid-Rohmassenstromwert eine erste Magerzeit berechnet wird,
dass die gemittelte Zeit zwischen zwei einen vorgebbaren Last- und/oder Drehzahlgrenzwert
überschreitenden und ein Verlassen des Magerbetriebsbereiches bedingenden Momentenanforderungen
als zweite Magerzeit mit der ersten Magerzeit verglichen wird dergestalt, dass die
kleinere der beiden Magerzeiten anschließend mit der über den Auswertezeitraum gemittelten
Kraftstoffeinsparmenge multipliziert wird zur Ermittlung der Kraftstoff-Minderverbrauchsmenge
in dem Auswertezeitraum.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aktuelle Stickoxid-Speicherfähigkeitsmenge des Stickoxid-Speicherkatalysators
als Funktion der Temperatur und/oder des Alterungsgrades und/oder der Verschwefelung
ermittelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der aktuell erfasste Wert über die Stickoxid-Speicherfähigkeit des Stickoxid-Speicherkatalysators
betriebspunktabhängig unter Berücksichtigung des Alterungsgrades und/oder der Verschwefelung
des Stickoxid-Speicherkatalysators ermittelt wird dergestalt,
dass der Stickoxid-Massenstrom vor dem Stickoxid-Speicherkatalysator und/oder der
Stickoxid-Massenstrom nach dem Stickoxid-Speicherkatalysator jeweils über eine gleiche
Zeitdauer aufintegriert werden,
dass zur Festlegung des Umschaltzeitpunktes von der Einspeicherphase auf die Entladephase
und damit vom Magerbetriebsbereich auf den fetten Betriebsbereich wenigstens aus dem
Integralwert des Stickoxid-Massenstroms vor und/oder nach dem Speicherkatalysator
und/oder dem Umschaltzeitpunkt jeweils beim Erfüllen einer vorgebbaren Entlade-Umschaltbedingung
in einer ersten Stufe zur Ermittlung des Alterungsgrades des Speicherkatalysators
ein Umschalt-Betriebspunkt als Funktion einer momentanen Betriebstemperatur zum Umschaltzeitpunkt
ermittelt wird, und
dass der jeweilige Umschalt-Betriebspunkt in einer zweiten Stufe zur Ermittlung des
Alterungsgrades des Speicherkatalysators mit einem über ein Temperaturfenster verlaufenden,
vorgebbaren, hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs optimierten Speicherkatalysator-Kapazitätsfeld,
das durch eine Vielzahl von einzelnen Betriebspunkten für
einen neuen und einen gealterten Speicherkatalysator gebildet ist, verglichen wird
dergestalt,
dass ein innerhalb des Speicherkatalysator-Kapazitätsfeldes liegender Umschalt-Betriebspunkt
keine Unterschreitung der minimalen Stickoxid-Speicherfähigkeit darstellt, sondern
die Änderung gegenüber dem vorherigen Betriebspunkt als Maß für die Speicherkatalysator-Alterung
darstellt, und
dass ein das Speicherkatalysator-Kapazitätsfeld verlassender Umschalt-Betriebspunkt
eine Unterschreitung der minimalen Stickoxid-Speicherfähigkeit darstellt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Festlegung des Umschaltzeitpunktes von der Einspeicherphase auf die Entladephase
ein relativer Stickoxid-Schlupf als Differenz zwischen dem in den Stickoxid-Speicherkatalysator
eingeströmten Stickoxid-Massenstrom und dem aus dem Stickoxid-Speicherkatalysator
ausgeströmten Stickoxid-Massenstrom jeweils bezogen auf die Einspeicherzeit ermittelt
wird dergestalt, dass der Quotient der Integralwerte des Stickoxid-Massenstroms vor
und nach dem Stickoxid-Speicherkatalysator zudem in eine Relativbeziehung mit einem
vorgebbaren, von einem Abgasgrenzwert abgeleiteten Stickoxid-Konvertierungsgrad gebracht
wird , so dass beim Vorliegen dieser vorgegebenen Umschaltbedingung das Umschalten
von der Einspeicherphase auf die Entladephase zum hinsichtlich Kraftstoffverbrauch
und Einspeicherpotential optimierten Umschaltzeitpunkt durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Speicherkatalysator-Kapazitätsfeld bezogen auf das Temperaturfenster einerseits
durch eine Grenzlinie für einen neuen Speicherkatalysator und andererseits durch eine
Grenzlinie für einen einen Grenzalterungszustand darstellenden gealterten Speicherkatalysator
begrenzt ist, wobei das Temperaturfenster Temperaturwerte zwischen in etwa 200°C und
in etwa 450°C umfasst.
1. Method for operating an internal combustion engine of a vehicle, in particular a motor
vehicle, having a first operating range as the lean operating range in which the internal
combustion engine is operated with a lean mixture having an excess of air and therefore
an excess of oxygen and in which the nitrogen oxides generated by the internal combustion
engine are stored in a nitrogen oxide storage-type catalytic converter, wherein, in
order to discharge the nitrogen oxide storage-type catalytic converter, switching
over is performed by means of an engine control unit from the lean operating range
to a rich operating range in which the internal combustion engine is operated with
a rich mixture having a deficit of air, and in which the nitrogen oxides which are
stored in the nitrogen oxide storage-type catalytic converter during the lean operating
range are removed from the nitrogen oxide storage-type catalytic converter, and having
a second operating range as a homogeneous operating range in which the internal combustion
engine is operated with an essentially stoichiometric homogeneous mixture (lambda
= 1), wherein the switching over between the lean operating range and the homogeneous
operating range is performed by the engine control unit as a function of an operation-conditioned
load request and/or rotational speed request when a predefinable switch-over condition
is met, and wherein, before the switching over from the lean operating range to the
homogeneous operating range, the engine control unit firstly switches into the rich
operating range in order to discharge the nitrogen oxide storage-type catalytic converter,
and wherein the engine control unit blocks the switching over into the lean operating
range as a function of a predefinable blocking criterion,
characterized
in that the engine control unit blocks the switching over into the lean operating range if
the additional quantity of fuel consumed for the discharges in a specific, predefinable
evaluation time period which extends over a plurality of lean operating range phases
is equal to or greater than the smaller quantity of fuel consumed by the lean operating
mode in this evaluation time period,
in that the engine control unit releases a lean operating mode and therefore switching over
between the lean operating range and the homogeneous operating range if the additional
quantity of fuel consumed for the discharges in the evaluation time period is smaller
than the smaller quantity of fuel consumed by the lean operating mode in this evaluation
time period,
in that the smaller quantity of fuel consumed is determined as a function of a nitrogen oxide
raw mass flow rate value averaged over the evaluation time period, as a function of
a fuel saving quantity averaged over the evaluation time period in the lean operating
phases occurring in the evaluation time period compared to the homogeneous operating
range phases in this evaluation time period and as a function of a time averaged over
the evaluation time period between two torque requests which exceed a predefinable
load limiting value and/or rotational speed limiting value and cause the lean operating
range to be exited, and
in that the additional quantity of fuel consumed is determined as a function of a storage-type
catalytic converter charge state which is averaged over the evaluation time period.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the quantity of additional fuel consumed which is conditioned by the rich operating
phases in the evaluation time period is calculated as a sum of a first quantity of
fuel which is required for the discharging of the oxygen accumulator, and a second
quantity of fuel which is required for the discharging of the nitrogen oxide accumulator,
in that the first quantity of fuel is approximately constant in each lean operating phase,
and
in that the second quantity of fuel is at least a function of the nitrogen oxide raw emission
during the lean time such that the second quantity of fuel is averaged over the evaluation
time period.
3. Method according to Claim 1 or Claim 2, characterized
in that a first lean time is calculated from the quotient of a current nitrogen oxide storage
capacity of the nitrogen oxide storage-type catalytic converter and the averaged nitrogen
oxide raw mass flow rate value,
in that the averaged time between two torque requests which exceed a predefinable load limiting
value and/or rotational speed limiting value and cause the lean operating range to
be exited is compared, as a second lean time, with the first lean time in such a way
that the shorter of the two lean times is subsequently multiplied by the fuel saving
quantity averaged over the evaluation time period, in order to determine the smaller
quantity of fuel consumed in the evaluation time period.
4. Method according to Claim 3, characterized in that the current nitrogen oxide storage capacity of the nitrogen oxide storage-type catalytic
converter is determined as a function of the temperature and/or the degree of ageing
and/or the sulphation.
5. Method according to Claim 3 or 4, characterized in that the currently recorded value is determined by means of the nitrogen oxide storage
capacity of the nitrogen oxide storage-type catalytic convertor as a function of the
operating point and taking into account the degree of ageing and/or the sulphation
of the storage-type catalytic convertor in such a way
that the nitrogen oxide mass flow rate upstream of the nitrogen oxide storage-type
catalytic converter and/or the nitrogen oxide mass flow rate downstream of the nitrogen
oxide storage-type catalytic converter are respectively integrated over an identical
time period,
in that, in order to define the switch-over time from the storage phase to the discharging
phase and therefore from the lean operating range to the rich operating range at least
from the integral value of the nitrogen oxide mass flow rate upstream and/or downstream
of the storage-type catalytic converter and/or the switch-over time, a switch-over
operating point is determined as a function of an instantaneous operating temperature
at the switch-over time whenever a predefinable discharging switch-over condition
is met in a first stage, in order to determine the degree of ageing of the storage-type
catalytic converter, and
in that the respective switch-over operating point is compared, in a second stage for determining
the degree of ageing of the storage-type catalytic converter with a predefinable storage-type
catalytic converter capacitance field which extends over a temperature window, is
optimized in terms of the fuel consumption and is formed by a plurality of individual
operating points for a new storage-type catalytic converter and for an aged storage-type
catalytic converter,
in that a switch-over operating point which lies within the storage-type catalytic converter
capacitance field does not constitute undershooting of the minimum nitrogen oxide
storage capacity, but rather represents the change compared to the previous operating
point as a measure of the ageing of the storage-type catalytic converter, and
in that a switch-over operating point which exits the storage-type catalytic converter capacitance
field constitutes undershooting of the minimum nitrogen oxide storage capacity.
6. Method according to Claim 5, characterized in that, in order to define the switch-over time from the storage phase to the discharging
phase, a relative nitrogen oxide slip is determined as a difference between the nitrogen
oxide mass flow rate which has flowed into the nitrogen oxide storage-type catalytic
converter and the nitrogen oxide mass flow rate which has flowed out of the nitrogen
oxide storage-type catalytic converter, in each case with respect to the storage time,
in such a way that the quotient of the integral values of the nitrogen oxide mass
flow rate upstream and downstream of the nitrogen oxide storage-type catalytic converter
is additionally placed in a relative relationship with a predefinable nitrogen oxide
conversion scale which is derived from an exhaust gas limiting value, with the result
that when a predefinable switch-over condition is present, the switching over from
the storage phase to the discharging phase is carried out at the switch-over time
which is optimized in terms of fuel consumption and storage potential.
7. Method according to Claim 5 or 6, characterized in that the storage-type catalytic converter capacitance field is limited with respect to
the temperature window by a boundary line for a new storage-type catalytic converter,
on the one hand, and by a boundary line for an aged storage-type catalytic converter
which represents a boundary ageing state, on the other, wherein the temperature window
comprises temperature values between approximately 200°C and approximately 450°C.
1. Procédé pour faire fonctionner un moteur à combustion interne d'un véhicule, notamment
d'un véhicule automobile, comprenant une première plage de fonctionnement en tant
que plage de fonctionnement pauvre, dans laquelle le moteur à combustion interne fonctionne
avec un excès d'air et donc avec un mélange pauvre présentant un excès d'oxygène,
et dans laquelle les oxydes d'azote produits par le moteur à combustion interne sont
accumulés dans un catalyseur à accumulation d'oxydes d'azote, la plage de fonctionnement
pauvre étant commutée afin de décharger le catalyseur à accumulation d'oxydes d'azote,
au moyen d'un appareil de commande du moteur, à une plage de fonctionnement riche,
dans laquelle le moteur à combustion interne fonctionne avec un mélange riche présentant
un appauvrissement en air et dans laquelle les oxydes d'azote accumulés dans le catalyseur
à accumulation d'oxydes d'azote dans la plage de fonctionnement pauvre sont purgés
du catalyseur à accumulation d'oxydes d'azote, et comprenant une deuxième plage de
fonctionnement en tant que plage de fonctionnement homogène, dans laquelle le moteur
à combustion interne fonctionne avec un mélange sensiblement homogène stoechiométrique
(lambda = 1), la commutation entre la plage de fonctionnement pauvre et la plage de
fonctionnement homogène étant effectuée par l'appareil de commande du moteur en fonction
d'une demande de régime et/ou de charge dépendant du fonctionnement, en présence d'une
condition de commutation prédéfinissable, et l'appareil de commande du moteur, avant
la commutation de la plage de fonctionnement pauvre à la plage de fonctionnement homogène,
commutant d'abord dans une plage de fonctionnement riche pour une décharge du catalyseur
à accumulation d'oxydes d'azote, et l'appareil de commande du moteur bloquant la commutation
dans la plage de fonctionnement pauvre en fonction d'un critère de blocage prédéfinissable,
caractérisé en ce que
l'appareil de commande du moteur bloque la commutation dans la plage de fonctionnement
pauvre si la quantité consommée supplémentaire de carburant pour les décharges dans
un intervalle de temps d'analyse prédéfinissable déterminé, s'étendant sur plusieurs
phases de fonctionnement pauvre, est supérieure ou égale à la quantité consommée minimale
de carburant par le mode de fonctionnement pauvre dans cet intervalle de temps d'analyse,
en ce que l'appareil de commande du moteur autorise un fonctionnement pauvre et donc une commutation
entre la plage de fonctionnement pauvre et la plage de fonctionnement homogène, si
la quantité consommée supplémentaire de carburant pour les décharges dans l'intervalle
de temps d'analyse est inférieure à la quantité consommée minimale de carburant par
le mode de fonctionnement pauvre dans cet intervalle de temps d'analyse,
en ce que la quantité consommée minimale de carburant est déterminée en fonction d'une valeur
de débit massique brute d'oxydes d'azote moyennée sur l'intervalle de temps d'analyse,
en fonction d'une quantité d'économie de carburant moyennée sur l'intervalle de temps
d'analyse dans les phases de fonctionnement pauvre se produisant dans l'intervalle
de temps d'analyse par rapport aux phases de la plage de fonctionnement homogène dans
cet intervalle de temps d'analyse, et en fonction d'une durée moyennée sur l'intervalle
de temps d'analyse entre deux demandes de couple dépassant une valeur limite de charge
et/ou de régime prédéfinissable et impliquant une sortie de la plage de fonctionnement
pauvre, et
en ce que la quantité consommée supplémentaire de carburant est déterminée en fonction d'un
état de charge du catalyseur à accumulation moyenné sur l'intervalle de temps d'analyse.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que
la quantité consommée supplémentaire de carburant requise par les phases de fonctionnement
riche dans l'intervalle de temps d'analyse se calcule en tant que somme d'une première
quantité de carburant nécessaire pour la décharge de l'accumulateur d'oxygène et d'une
deuxième quantité de carburant nécessaire pour la décharge de l'accumulateur d'oxydes
d'azote,
en ce que la première quantité de carburant par phase de fonctionnement pauvre est approximativement
constante, et
en ce que la deuxième quantité de carburant est au moins une fonction de l'émission brute d'oxydes
d'azote pendant le fonctionnement pauvre, de telle sorte que la deuxième quantité
de carburant soit moyennée sur l'intervalle de temps d'analyse.
3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que
l'on calcule un premier temps de fonctionnement pauvre à partir du quotient d'une
quantité de capacité d'accumulation des oxydes d'azote du catalyseur à accumulation
d'oxydes d'azote et de la valeur du débit massique brute d'oxydes d'azote,
en ce que le temps moyenné entre deux demandes de couple dépassant une valeur limite de charge
et/ou de régime prédéfinissable et impliquant une sortie de la plage de fonctionnement
pauvre, en tant que deuxième temps de fonctionnement pauvre, est comparé avec le premier
temps de fonctionnement pauvre, de telle sorte que la plus petite des deux valeurs
de temps de fonctionnement pauvre soit ensuite multipliée par la quantité d'économie
de carburant moyennée sur l'intervalle de temps d'analyse pour déterminer la quantité
consommée minimale de carburant dans l'intervalle de temps d'analyse.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la quantité actuelle de capacité d'accumulation des oxydes d'azote du catalyseur
à accumulation d'oxydes d'azote est déterminée en fonction de la température et/ou
du degré de vieillissement et/ou du degré de sulfuration.
5. Procédé selon la revendication 3 ou la revendication 4, caractérisé en ce que la valeur actuellement détectée de la capacité d'accumulation des oxydes d'azote
du catalyseur à accumulation d'oxydes d'azote est déterminée en fonction du point
de fonctionnement en tenant compte du degré de vieillissement et/ou du degré de sulfuration
du catalyseur à accumulation d'oxydes d'azote, de telle sorte
que le débit massique d'oxydes d'azote avant le catalyseur à accumulation d'oxydes
d'azote et/ou le débit massique d'oxydes d'azote après le catalyseur à accumulation
d'oxydes d'azote soient intégrés à chaque fois sur une même durée,
en ce que pour établir l'instant de commutation de la phase d'accumulation à la phase de décharge,
et donc de la plage de fonctionnement pauvre à la plage de fonctionnement riche, on
détermine, au moins à partir de la valeur intégrale du débit massique d'oxydes d'azote
avant et/ou après le catalyseur à accumulation et/ou à partir de l'instant de commutation
à chaque fois en satisfaisant une condition de commutation de décharge prédéfinissable
dans une première étape, pour déterminer le degré de vieillissement du catalyseur
à accumulation, un point de fonctionnement de commutation en fonction d'une température
de fonctionnement momentanée à l'instant de commutation, et
en ce que le point de fonctionnement de commutation respectif, dans une deuxième étape pour
déterminer le degré de vieillissement du catalyseur à accumulation, est comparé à
un champ de capacité du catalyseur à accumulation prédéfinissable, optimisé en termes
de consommation de carburant, s'étendant sur une fenêtre de températures, qui est
formé par une pluralité de points de fonctionnement pour un catalyseur à accumulation
neuf et pour un catalyseur à accumulation vieux, de telle sorte
qu'un point de fonctionnement de commutation se trouvant à l'intérieur du champ de
capacité du catalyseur à accumulation ne représente pas un niveau en dessous de la
capacité d'accumulation d'oxydes d'azotes minimale, mais représente la variation par
rapport au point de fonctionnement antérieur en tant que mesure du vieillissement
du catalyseur à accumulation, et
qu'un point de fonctionnement de commutation sortant du champ de capacité du catalyseur
à accumulation constitue un niveau inférieur à la capacité d'accumulation d'oxydes
d'azotes minimale.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que pour établir l'instant de commutation de la phase d'accumulation dans la phase de
décharge, on détermine un glissement d'oxydes d'azote relatif en tant que différence
entre le débit massique d'oxydes d'azote affluant dans le catalyseur à accumulation
d'oxydes d'azote et le débit massique d'oxydes d'azote sortant du catalyseur à accumulation
d'oxydes d'azote, à chaque fois en fonction de la durée d'accumulation, de telle sorte
que le quotient des valeurs intégrales du débit massique d'oxydes d'azote avant et
après le catalyseur à accumulation d'oxydes d'azote soit mis en outre en relation
avec un degré de conversion des oxydes d'azote prédéfinissable, dérivé d'une valeur
limite de gaz d'échappement, de sorte qu'en présence de cette condition de commutation
prédéfinie, la commutation de la phase d'accumulation à la phase de décharge soit
effectuée à l'instant de commutation optimisée en termes de consommation de carburant
et de potentiel d'accumulation.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le champ de capacité du catalyseur à accumulation rapporté à la fenêtre de températures
est limité d'une part par une courbe limite pour un nouveau catalyseur à accumulation
et d'autre part par une courbe limite pour un catalyseur à accumulation vieilli, représentant
un état de vieillissement limite, la fenêtre de températures comprenant des valeurs
de températures comprises entre environ 200°C et environ 450°C.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- von Andreas HertzbergBetriebsstrategien für einen Ottomotor mit Direkteinspritzung und einem NOx-Speicher-Katalysator20010000 [0007]