[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Verbindungsanordnung zur Herstellung einer
Zündspule, insbesondere einer Stabzündspule mit einem Zündspulenstab mit einem Hochspannungsabgang
sowie einem Niederspannungsabgang.
Stand der Technik
[0002] Zündspulen erzeugen Hochspannungsfunken. Dieser springt bei der an der Zündspule
angeordneten Zündkerze an deren Elektroden über und zündet so beispielsweise das Luft-Benzin-Gemisch
einer Brennkraftmaschine. In der Regel wird diese Zündkerze mit einer Zündspule mit
Hochspannung versorgt. Innerhalb der Zündspule ist eine Primärwicklung und eine entsprechende
Sekundärwicklung vorgesehen. Die Primärwicklung ist mit ihrem einen Ende an einen
Zündanlassschalter gekoppelt, wobei ihr anderes Ende mit einem sogenannten Unterbrecher
verbunden ist.
[0003] Die Sekundärwicklung, also die Wicklung, die für die Entstehung des Zünd-funkens
verantwortlich ist, ist im Inneren der Zündspule mit dem einen Ende der Primärwicklung
verbunden, so dass diese an Masse liegt. Das andere Ende der Sekundärwicklung ist
mit dem Hochspannungsabgang verbunden, der wiederum entweder mit einem Zündkabel,
das zur Zündkerze führt, verbunden ist öder an dem unmittelbar die Zündkerze angeordnet
ist.
[0004] Die Sekundärwicklung selbst besteht aus einem dünnen Draht, der mit einer entsprechenden
Lackschicht überzogen ist, um bei der Umwicklung eines bestimmten Trägerkörpers bzw.
Spulenkörpers die Kontaktierung der einzelnen Drähte zu vermeiden. Nachdem die Sekundärwicklungen
auf einen Träger gewickelt worden sind, werden die Enden der jeweiligen Drähte kontaktiert.
Hierzu sind in der Regel thermische Kontaktierungsverfahren bekannt, beispielsweise
Löten oder Schweißen.
[0005] DE3533054 offenbart eine elektrische Verbindungsanordnung einer Spule mit einem Niederspannungsabgang,
wobei ein Spulenkörper vorgesehen ist, auf den ein Draht gewickelt ist, der eine Sekundärwicklung
bildet,
wobei auf der Seite des Niederspannungsabganges eine Kontaktfeder vorgesehen ist,
und die über einen Kontaktierbereich geschoben ist und in einer Endstellung den Draht
der Wicklung kontaktiert,
wobei die Kontaktfeder über ein an dem Spulenkörper angeordnetes nasenartiges Element
geschoben ist, bis dieses Element eine in der Kontaktfeder ausgebildete Öffnung durchdringt,
so dass das Element und die Kontaktfeder miteinander verrasten.
Nachteile des Standes der Technik
[0006] Insbesondere bezüglich der Kontaktierung von Primär- und Sekundärwicklung sind unterschiedliche
Arbeitsprozesse notwendig. Dies erfordert höhere Anlagekosten, mehrere Montageschritte
und auch eine bestimmte Anzahl von Anschlussteilen, die notwendig sind, um eine elektrische
Verbindung entsprechend herstellen zu können.
[0007] Zudem gestaltete es sich oft schwierig, auf sehr engem Bauraum hier eine entsprechende
Kontaktierung mittels den bekannten thermischen Verfahren herbeizuführen.
Aufgabe der Erfindung
[0008] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verbindungsanordnung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 zwischen einem Zündspulenstab einer Zündspule und einer Sekundär- bzw.
Primärwicklung herzustellen, die kostengünstig und einfach realisierbar ist.
Lösung der Aufgabe
[0009] Das Grundprinzip der Lösung der Aufgabe besteht darin, das an sich aus dem Stand
der Technik bekannte thermische Kontaktierungsverfahren zu ersetzen. Dies erfolgt
dadurch, dass zusätzliche Kontaktierungselemente geschaffen worden sind, die bei der
Montage den mit Lack ummantelten Draht der Sekundärwicklung durchbrechen und so eine
entsprechende Kontaktierung herbeiführen.
Vorteile der Erfindung
[0010] Als Vorteil für die elektrische Verbindungsanordnung zur Herstellung einer Zündspule
kann insbesondere gesehen werden, dass die erfindungsgemäße Kontaktierung in bereits
vorhandene Bauteile integriert ist und dadurch einfache Vorgänge sicher herstellbar
sind.
[0011] Das hier vorgeschlagene "kalte" Kontaktierungsverfahren hat gegenüber dem bisherigen
Verfahren den Vorteil, dass keine zusätzlichen Anlagekosten notwendig sind. Ferner
reduzieren sich zusätzlich Montageschritte und auch eine Reduzierung von Ausschlussteilen
kann durch die erfindungsgemäße Ausführung verzeichnet werden.
[0012] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass für die Durchführung
der Kontaktierung keine Bauraumoptimierung erfolgen muss. Dies bedeutet, dass kein
Freiraum im Bereich der Kontaktierung z.B. für Schweißzangen, Lötkolben oder dergleichen
vorgehalten werden muss.
[0013] Auf der Seite des Niederspannungsabgangs ist erfindungsgemäss vorgesehen, eine Kontaktfeder
über Führungsmittel einzuschieben, die während ihres Einschiebevorgangs über ein nasenartiges
Element gleitet, so dass die Kontaktfeder zunächst ohne Berührung der Sekundärwicklung
über diese führbar ist.
[0014] Bei Erreichen einer definierten Stellung, die durch eine Öffnung bzw. Ausnehmung
auf Seiten der Kontaktfeder vorgesehen ist, schnappt das nasenartige Element in diese
Öffnung, so dass die Kontaktfeder auf der Sekundärwicklung aufliegt.
[0015] Auf der zum Spulenkörper hinweisenden Seite der Kontaktfeder sind Kontaktelemente
vorgesehen, die beim Schnappvorgang auf die mit Isolierung versehenen Drähte des Spulenkörpers
drücken und durch diesen Schnappvorgang bewirken, dass die Isolierung an den entsprechenden
Kontaktstellen aufgebrochen wird, so dass ein elektrischer Kontakt zwischen den einzelnen
Drähten des Spulenkörpers und der Kontaktfeder herstellbar ist. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen gehen aus der nachfolgenden Beschreibung, sowie den Zeichnungen und
den Ansprüchen hervor.
Zeichnungen
[0016] Es zeigen
- Fig. 1
- Eine perspektivische Ansicht auf eine Zündspule mit einer Seite für den Hochspannungsabgang
und einer weiteren Seite für den Niederspannungsabgang;
- Fig. 2
- Eine Schnittdarstellung durch die Zündspule gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- Eine perspektivische Ansicht auf einen Zündspulenstab, der in dem in Fig. 1 dargestellten
Zündspulengehäuse angeordnet ist;
- Fig. 4
- Eine perspektivische Ansicht auf die Seite des Niederspannungsabganges einer Zündspule;
- Fig. 5
- Eine perspektivische Ansicht auf den Zündspulenstab, insbesondere auf die Seite des
Niederspannungsabganges mit einer Kontaktfeder;
- Fig. 6
- Eine perspektivische Ansicht einer vergrößerten Darstellung der Seite des Niederspannungsabgangs
des Zündspulenstabes mit einer Kontaktfeder in Vormontagestellung;
- Fig. 7
- Einen Schnitt durch den Zündspulenstab gemäß Fig. 5;
- Fig. 8
- Eine vergrößerte Darstellung des Schnittes gemäß Fig. 7;
- Fig. 9
- Eine perspektivische Ansicht auf die erfindungsgemäße Kontaktfeder zur Montage auf
der Seite des Niederspannungsabgangs;
- Fig. 10
- Eine vergrößerte Darstellung der Kontaktfeder gemäß Fig. 9.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
[0017] In Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Zündspule 1 dargestellt. Die Zündspule
1 umfasst ein Zündspulengehäuse 2 und einen in dem Zündspulengehäuse 2 angeordneten
Zündspulenstab 3. Ferner weist die Zündspule 1 eine Seite für einen Hochspannungsabgang
H und eine Seite für den Niederspannungsabgang N auf. Die Seite des Niederspannungsabgangs
N ist dafür vorgesehen, um einen Kontakt mit einer in der Zeichnung nicht näher dargestellte
Stromversorgung herzustellen, wobei die Seite des Hochspannungsabgangs H zur Verbindung
mit einem in der Zeichnung nicht näher dargestellten Zündkabel oder einer Zündkerze
vorgesehen ist.
[0018] In Fig. 2 ist die in Fig. 1 dargestellte Zündspule 1 in einer Schnittdarstellung
gezeigt; die dargestellten Bereiche sind solche, die sich auf die erfindungswesentlichen
Merkmale der Erfindung beziehen, die in den nachfolgenden Figuren näher dargestellt
sind.
[0019] In Fig. 3 ist der Zündspulenstab 3 mit jeweils einer Seite für den Hochspannungsabgang
H und einer Seite für den Niederspannungsabgang N dargestellt, der unmittelbar nach
seiner Montage als Baueinheit in das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Zündspulengehäuse
2 einführbar ist.
[0020] In Fig. 4 ist eine vergrößerte Darstellung der Seite des Niederspannungsabgangs M
einer Zündspule 1 dargestellt. Dabei ist vorgesehen, auf einen Spulenkörper 4 einen
Draht zu wickelt, so dass sich die hier vorgesehene Sekundärwicklung 5 ergibt. Das
eine Ende des Drahtes der Sekundärwicklung 5 wird an einen sogenannten Anbindepfosten
6 angebracht, von dem aus sich der Draht auf der Umfangfläche des Spulenkörpers 4
wickelt und sich über einen definierten Auflagebereich erstreckt. Dieser Auflagebereich
dient gleichzeitig als Kontaktierbereich 7 für eine in Fig. 5 bis 9 dargestellte Kontaktfeder
8 zur Herstellung eines elektrischen Kontakts zwischen der Sekundärwicklung 5 und
der Kontaktfeder 8 selbst.
[0021] Nachdem die Sekundärwicklung 5 an dem Spulenkörper 4 hergestellt ist, ist die Auflagefläche
7 vollständig mit der Sekundärwicklung 5 bedeckt. Anschließend wird die Kontaktfeder
8 in Pfeilrichtung 9 gemäß Fig. 8 über Führungsmittel 10 geschoben. Dabei gleitet
die Kontaktfeder 8 auf einer Oberfläche 11 des Zündspulenstabes 3 entlang, bis diese
ein nasenartiges Element 12 erreicht. Auf diesem nasenartigen Element 12 gleitet die
Kontaktfeder 8 weiter, so dass diese im Abstand zu dem in Fig. 8 dargestellten Spulenkörper
4 bzw. im Abstand zu der Sekundärwicklung 5 geführt wird. Erreicht die Kontaktfeder
8 eine definierte Stellung, so durchdringt das nasenartige Element 12 eine in den
Fig. 9 und 10 dargestellte Öffnung 13 der Kontaktfeder 8, so dass die Unterseite 14
der Kontaktfeder 8 vollständig auf der Sekundärwicklung 5 anliegt. Kontaktelemente
15, die ebenfalls auf der Unterseite 14 der Kontaktfeder 8 angeordnet sind, durchbrechen
die Isolationsschicht der Sekundärwicklung 5 und sorgen dafür, dass ein elektrischer
Kontakt zwischen der Kontaktfeder 8 und der Sekundärwicklung 5 entsteht. Damit ist
eine elektrische Verbindung geschaffen worden, die ohne Anwendung eines thermischen
Verfahrens hergestellt worden ist.
1. Elektrische Verbindungsanordnung einer Stabzündspule, mit einem Zündspulenstab mit
einem Hochspannungsabgang sowie einem Niederspannungsabgang, wobei ein Spulenkörper
vorgesehen ist, auf den ein Draht gewickelt ist, der eine Sekundärwicklung bildet,
wobe auf der Seite des Niederspannungsabganges (N) eine Kontaktfeder (8) vorgesehen
ist, die über einen Kontaktierbereich (7) geschoben ist und in einer Endstellung den
Draht der Sekundärwicklung (5) kontaktiert, wobei die Kontaktfeder (8) über ein an
dem Spulenkörper (4) angeordnetes nasenartiges Element (12) geschoben ist, bis dieses Element eine in
der Kontaktfeder (8) ausgebildete Öffnung (13) durchdringt, so dass das Element (12)
und die Kontaktfeder (8) miteinander verrasten, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktierbereich (7) am Umfang des Spulenkörpers (4) ausgebildet ist und die Kontaktfeder (8) in der Endstellung auf der Sekundärwicklung (5) aufliegt.
2. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktierbereich in Fügerichtung gesehen hinter dem nasenartigen Element (12)
in bezug auf den Kontaktierbereich in Fügerichtung gesehen vor dem nasenartigen Element
(12) erhöht und geneigt ausgebildet ist.
3. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfeder (8) auf der zum Spulenkörper hinweisenden Seite Kontaktierelemente
(15) aufweist, die eine die Sekundärwicklung (4) umgebende Isolationsschicht durchbrechen
und diese kontaktieren.
1. Electrical connecting arrangement of a pencil ignition coil, having an ignition coil
pencil with a high-voltage output and a low-voltage output, wherein a coil former
is provided, a wire which forms a secondary winding being wound onto the said coil
former, wherein a contact spring (8) is provided on the side of the low-voltage output
(N), the said contact spring being pushed over a contact-making region (7) and, in
an end position, making contact with the wire of the secondary winding (5), wherein
the contact spring (8) is pushed over a lug-like element (12), which is arranged on
the coil former (4), until the said element enters an opening (13) which is formed
in the contact spring (8), so that the element (12) and the contact spring (8) latch
with one another, characterized in that the contact-making region (7) is formed over the circumference of the coil former
(4) and the contact spring (8) rests on the secondary winding (5) in the end position.
2. Connecting arrangement according to Claim 1, characterized in that the contact-making region, as seen downstream of the lug-like element (12) in the
joining direction, is formed in an elevated and inclined manner in relation to the
contact-making region, as seen upstream of the lug-like element (12) in the joining
direction.
3. Connecting arrangement according to Claim 1, characterized in that the contact spring (8) has contact-making elements (15) on that side which faces
the coil former, the said contact elements passing through an insulation layer which
surrounds the secondary winding (4) and making contact with the said secondary winding.
1. Agencement de connexion électrique d'une bobine-crayon d'allumage, comprenant un crayon
de bobine d'allumage avec une sortie haute tension ainsi qu'une sortie basse tension,
un corps de bobine étant prévu, sur lequel est enroulé un fil qui forme un enroulement
secondaire, un ressort de contact (8) étant prévu du côté de la sortie basse tension
(N), lequel est poussé par-dessus une région de contact (7) et, dans une position
d'extrémité, vient en contact avec le fil de l'enroulement secondaire (5), le ressort
de contact (8) étant poussé par-dessus un élément en forme de nez (12) disposé sur
le corps de bobine (4), jusqu'à ce que cet élément traverse une ouverture (13) réalisée
dans le ressort de contact (8) de telle sorte que l'élément (12) et le ressort de
contact (8) s'encliquètent l'un dans l'autre, caractérisé en ce que la région de contact (7) est réalisée à la périphérie du corps de bobine (4) et le
ressort de contact (8) repose sur l'enroulement secondaire (5) dans la position d'extrémité.
2. Agencement de connexion selon la revendication 1, caractérisé en ce que la région de contact, vue dans la direction d'assemblage derrière l'élément en forme
de nez (12), est réalisée sous forme rehaussée et inclinée par rapport à la région
de contact, vue dans la direction d'assemblage, avant l'élément en forme de nez (12).
3. Agencement de connexion selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ressort de contact (8) présente, du côté tourné vers le corps de bobine, des éléments
de contact (15) qui percent une couche isolante entourant l'enroulement secondaire
(4) et viennent en contact avec celui-ci.