[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen der Oberfläche von zylindrischen
Körpern, wie Walzen oder Rollen. Vorrichtungen dieser Art werden beispielsweise eingesetzt,
um Rückstände zu entfernen, die bei der Verarbeitung von Blechen oder Bändern auf
der Oberfläche von Walzen oder Rollen zurückbleiben. Bei diesen Rückständen kann es
sich beispielsweise um Zunder oder metallische Partikel handeln, die fest auf der
Oberfläche der jeweiligen Rolle oder Walze haften. Derartige Rückstände fallen typischerweise
bei der verformenden Verarbeitung von Metallblechen oder -bändern an. Ebenso kann
es sich bei den Rückständen jedoch auch um fest auf der jeweiligen Oberfläche haftende
Lackpartikel oder vergleichbare Stoffe handeln, die bei der Beschichtung von Blechen
oder Bändern anfallen.
[0002] Eine Vorrichtung der voranstehend genannten Art ist beispielsweise aus der DE 198
48 174 A1 bekannt. Die bekannte Vorrichtung ist zum Reinigen von Walzen/und oder Rollen
in Bandgießanlagen, Walzwerken oder vergleichbaren Bandprozesslinien bestimmt. Zu
diesem Zweck weist die bekannte Vorrichtung Düsen auf, die an sich längs der zu reinigenden
Walzen erstreckenden Führungen linear verschiebbar gehalten sind. Der Abstand zwischen
der Reinigungsdüse und der zu reinigenden Walze ist dabei den jeweiligen Betriebsanforderungen
entsprechend einstellbar. Darüber hinaus kann die Traversiergeschwindigkeit, mit der
die Düse entlang der Walze bewegt wird, in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit geregelt
werden, mit der das Band jeweils die zu reinigenden Walzen passiert.
[0003] Eine andere Vorrichtung zum Reinigen von Umlenkrollen, die von einem aus einem Walzwerk
austretenden Walzgerüst durchlaufen werden, bevor dieses aufgehaspelt wird, ist aus
der JP 06-106213 A bekannt. Auch diese bekannte Vorrichtung weist eine Düse auf, die
entlang der jeweils zu reinigenden Rolle bewegt werden kann. Von der Düse wird ein
Reinigungsfluidstrahl auf die Rolle gerichtet, dessen Druck und Ausrichtung so gewählt
ist, dass die auf der Rolle haftenden Verunreinigungen abgeschält werden.
[0004] Mit den in der JP 06-106213 A beschriebenen hinsichtlich ihrer Anordnung und Funktion
vergleichbare Umlenkrollen sind üblicherweise am Auslauf von Anlagen angeordnet, in
denen ein Stahlband mit Lack oder einer anderen Beschichtung versehen wird. Dabei
weisen die Rollen in der Regel eine Gummierung oder einen aus einem ähnlich elastischen
Material bestehenden Mantel auf. Um die oft stark klebenden Beschichtungspartikel
von dessen Oberfläche zu entfernen, müssen Lösungsmittel eingesetzt werden.
[0005] Problematisch bei den voranstehend erläuterten Vorrichtungen ist jeweils, dass der
von ihnen ausgebrachte Fluidstrahl frei in die Umgebung tritt, nachdem er auf die
zu reinigende Oberfläche getroffen ist. Auf diese Weise können sich das Fluid und
die von ihm mitgenommenen, von der zu reinigenden Oberfläche jeweils abgetrennten
Partikel frei in der Umgebung des jeweils zu reinigenden zylindrischen Körpers frei
verteilen. Besonders problematisch erweist sich dies, wenn sich das Reinigungsfluid
mit auf dem Körper haftenden Schmierstoffrückständen vermischt oder es sich bei dem
Fluid um ein Lösungsmittel handelt.
[0006] Ausgehend von dem voranstehend erläuterten Stand der Technik bestand die Aufgabe
der Erfindung darin, eine Vorrichtung zu schaffen, die sich vielseitig einsetzen lässt
und mit der sich zylindrische Körper mit deutlich verringerter Gefahr einer Verschmutzung
der Umgebung durch das Reinigungsfluid reinigen lassen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zum Reinigen der Oberfläche
von zylindrischen Körpern, wie Walzen oder Rollen, gelöst, die mit mindestens einer
Düse zum Ausbringen von Reinigungsfluid auf die zu reinigende Oberfläche, mit einem
auf die zu reinigende Oberfläche aufsetzbaren Gehäuse, dessen Länge mindestens einem
Teil der Länge des zylindrischen Körpers entspricht und das eine Austrittsöffnung
aufweist, durch die von der Düse ausgebrachtes Reinigungsfluid auf die zu reinigende
Oberfläche trifft, wobei das Gehäuse im Bereich der Austrittsöffnung derart an die
Form des zylindrischen Körpers angepasst ist, dass das Gehäuse im auf den zylindrischen
Körper aufgesetzten Zustand mit diesem Bereich bündig und in radialer Richtung abhebbar
auf der zu reinigenden Oberfläche sitzt, und mit mindestens einem Absaugelement zum
Absaugen von im Reinigungsbetrieb auf die zu reinigende Oberfläche treffendem Reinigungsfluid
ausgestattet ist, wobei die Absaugöffnung des Absaugelements benachbart zur Austrittsöffnung
des Gehäuses angeordnet ist.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist ein Gehäuse auf, das sich im Bereich seiner
Austrittsöffnung bündig auf die zu reinigende Oberfläche aufsetzen lässt. Dabei wird
das Gehäuse nicht fest auf die betreffende Oberfläche gedrückt, sondern kann angehoben
werden. Auf diese Weise wird erreicht, dass der auf die zu reinigende Oberfläche treffende
Fluidstrahl sich im Bereich der Ränder der Austrittsöffnung staut, so dass das Gehäuse
von der sich stauenden Flüssigkeit leicht angehoben wird. Der auf diese Weise zwischen
Gehäuse und zu reinigender Oberfläche gepresste Flüssigkeitsfilm verhindert, dass
die Oberfläche in Folge einer zwischen Gehäuse und Oberfläche während des Reinigens
erfolgenden Relativbewegung beschädigt wird. Stattdessen lässt sich das Gehäuse im
Wesentlichen berührungslos über die zu reinigende Fläche bewegen. Besonders günstig
erweist sich dies, wenn mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung Walzen oder Rollen gereinigt
werden, die sich während des Reinigungsvorgangs um ihre Drehachse drehen. Die Stärke
des Flüssigkeitsfilms lässt sich dabei problemlos über die Kraft einstellen, mit der
das Gehäuse in Richtung der zu bearbeitenden Oberfläche belastet ist.
[0009] Indem gleichzeitig im Bereich der Austrittsöffnungen die Absaugöffnungen von Absaugelementen
angeordnet sind, ist sichergestellt, dass es zu keinem Austrag von übermäßigen Reinigungsfluidmengen
aus dem Gehäuse kommt. Stattdessen wird mittels des Absaugelements die weitaus überwiegende
Menge an Reinigungsfluid aus dem Gehäuse abgeführt. Die Erfindung ermöglicht auf diese
Weise den kontrollierten Abtransport des Reinigungsfluids. Die freie Verteilung von
fein zerstäubten Fluidnebeln ist bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung sicher unterbunden.
So lassen sich mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gefahrlos auch Lösungsmittel
zum Reinigen einsetzen.
[0010] Eine besonders einfach zu fertigende Konstruktion einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
ergibt sich, wenn das Absaugelement als Rohr ausgebildet ist, das die Austrittsöffnung
seitlich mindestens abschnittsweise begrenzt.
[0011] Ebenfalls im Hinblick auf die Einfachheit der Herstellung und die vielseitige Verwendbarkeit
ist es günstig, wenn die Austrittsöffnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung rechteckförmig
ausgebildet ist. In diesem Fall lässt sich das Absaugelement problemlos so ausrichten,
dass es bei auf den zylindrischen Körper aufgesetztem Gehäuse achsparallel zu dessen
Längsachse ausgerichtet ist. Dies erweist sich dann als besonders zweckmäßig, wenn
sich der zu reinigende Zylinderkörper während des Reinigungsvorgangs dreht und ein
Absaugelement auf der in Drehrichtung liegenden einen Seite und ein anderes Absaugelement
auf der gegenüberliegenden Seite der Austrittsöffnung angeordnet ist.
[0012] Eine weitere besonders praxisgerechte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Rand der Austrittsöffnung mindestens abschnittsweise durch zum Gehäuseinnern
gebogene Strömungselemente gebildet ist. Diese Strömungselemente unterstützen das
Aufstauen der Reinigungsflüssigkeit im Randbereich der Austrittsöffnung, so dass der
gewünschte "Aquaplaning-Effekt", durch den das Gehäuse auf einem Flüssigkeitsfilm
aufschwimmt, besonders sicher eintritt. Bei solchen Ausgestaltungen der Erfindung,
bei denen die Absaugelemente rohrförmig ausgebildet sind, lassen sich die Strömungselemente
zweckmäßigerweise durch diese Absaugelemente herstellen.
[0013] Eine weitere, die Sicherheit des Abtransports der Reinigungsflüssigkeit aus dem Gehäuse
zusätzlich verbessernde Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
das Gehäuse in dem Bereich der Austrittsöffnung, der dem Umfang des zylindrischen
Körpers folgt, eine Dichtung trägt, die im auf den zylindrischen Körper aufgesetzten
Zustand dicht an diesem anliegt. Die Dichtung ist dabei bevorzugt so ausgestaltet,
dass sie unabhängig vom jeweiligen Außendurchmesser der zu reinigenden zylindrischen
Körper dichtet. Auf diese Weise können mit ein und derselben erfindungsgemäßen Vorrichtung
zylindrische Körper mit unterschiedlichen Durchmessern problemlos gereinigt werden.
[0014] Die Wirksamkeit des von der Düse ausgebrachten Fluidstrahls lässt sich dadurch optimieren,
dass der von der Düse abgegebene Strahl bei auf den zylindrischen Körper aufgesetztem
Gehäuse unter einem flachen Winkel auf die zu reinigende Oberfläche des zylindrischen
Körpers gerichtet ist.
[0015] Grundsätzlich ist es möglich, Schlitzstrahldüsen oder vergleichbare Düsen mit sich
über einen bestimmten Längenabschnitt erstreckenden Düsenöffnungen zu verwenden. Insbesondere
dann, wenn das Reinigungsfluid mit höherem Druck ausgebracht werden soll, erweist
es sich jedoch als günstig, mehrere einzelne Düsen in dem Gehäuse anzuordnen. Dabei
kann eine gute Abdeckung der zu reinigenden Oberfläche mit den von den einzelnen Düsen
ausgebrachten Strahlen dadurch erreicht werden, dass eine Gruppe der Düsen einen in
eine erste Richtung und die andere Gruppe von Düsen einen in eine andere Richtung
gerichteten Strahl abgeben. Insbesondere dann, wenn die Austrittsöffnung rechtwinklig
ausgebildet ist, lässt sich eine besonders wirksame Reinigung in diesem Fall dann
erzielen, wenn die von den Düsen der einen Gruppe abgegebenen Strahlen in Richtung
eines auf der einen Seite der Austrittsöffnung angeordneten Absaugelements gerichtet
sind und die von den Düsen der anderen Gruppe abgegebenen Strahlen in Richtung eines
auf der gegenüberliegenden Seite der Austrittsöffnung angeordneten Absaugelements
gerichtet sind.
[0016] Um möglichst vielseitig eingesetzt werden zu können, ist die Länge des Gehäuses einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung bevorzugt jeweils nur auf einen Teilabschnitt der Länge
des zu reinigenden zylindrischen Körpers beschränkt. Die Vorrichtung lässt sich dann
längs des Körpers bewegen, um dessen gesamte Oberfläche zu erfassen. Zu diesem Zweck
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Führung ausgestattet sein, an der
das Gehäuse verschiebbar gelagert ist. Entlang dieser Führung kann das Gehäuse manuell
oder motorisch angetrieben längs des zu reinigenden Zylinderkörpers bewegt werden.
Im Hinblick auf die vielfältige Verwendbarkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung besonders
vorteilhaft ist es dabei, wenn die Führung eine Halterung zum lösbaren Befestigen
an einer Lagerung für den zu reinigenden Körper aufweist. Dies ermöglicht es, die
erfindungsgemäße Vorrichtung als mobile Einheit an vielen verschiedenen Stellen einzusetzen,
ohne dass es dazu aufwändiger Umbauten bedarf.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Reinigen von Walzen in einem Querschnitt;
- Fig. 2
- die Vorrichtung gemäß Fig. 1 in einem Längsschnitt;
- Fig. 3
- die Vorrichtung gemäß Fig. 1 und 2 in Betriebsstellung in einer ersten seitlichen
Ansicht;
- Fig. 4
- die Vorrichtung gemäß Fig. 1 und 2 in Betriebsstellung in einer zweiten seitlichen
Ansicht.
[0018] Die Vorrichtung 1 zum Reinigen von Walzen W weist ein Gehäuse 2 auf, das eine im
Querschnitt im Wesentlichen dreieckige, spitzdachartige Form aufweist. Die Länge LG
des Gehäuses 2 entspricht einem Bruchteil der Länge LW der zu reinigenden Walzen W.
[0019] Im zwischen den Längswänden 3,4 des Gehäuses 2 eingeschlossenen Zwickel 5 ist ein
Verteilerrohr 6 montiert, das paarweise angeordnete Düsen 7,8,9,10 mit Reinigungsfluid
versorgt. Das Verteilerrohr 6 ist über eine Versorgungsleitung 6a mit einer nicht
dargestellten Fluidversorgung verbunden, die es mit dem unter einem hohen Druck stehenden
Reinigungsfluid speist.
[0020] Auf der dem Zwickel 5 gegenüberliegenden Seite des Gehäuses 2 ist eine Austrittsöffnung
11 ausgebildet. Die Austrittsöffnung 11 weist eine im Wesentlichen rechtwinklige,
in Längsrichtung des Gehäuses 2 sich erstreckende Form auf. Ihre Längsseiten sind
begrenzt durch rohrförmige Absaugelemente 12,13, die von den Längswänden 3,4 des Gehäuses
2 getragen werden. Die schlitzförmig sich ebenfalls in Längsrichtung erstreckenden
Absaugöffnungen 14,15 der rohrförmigen Absaugelemente 12,13 sind zur Absaugöffnung
11 gerichtet.
[0021] Die Absaugelemente 12,13 weisen eine kreisrunde Querschnittsform auf. Auf diese Weise
bilden sie insbesondere im Bereich ihrer vom Zwickel 5 abgewandten, unterhalb der
Absaugöffnung liegenden Abschnitte Strömungselemente 16,17 aus, die in Richtung des
Innenraums des Gehäuses 2 gebogen ausgeführt sind. Die Absaugelemente 12,13 sind über
eine Absaugleitung 12a an eine nicht dargestellte Absaugeinrichtung angeschlossen,
die in die Absaugelemente 12,13 eintretendes Reinigungsfluid absaugt und einer Aufbereitung
zuführt.
[0022] Die vom Verteilerrohr 6 versorgten Düsen 7,8,9 sind derart ausgerichtet, dass der
von ihnen jeweils ausgebrachte Fluidstrahl F1 jeweils annähernd parallel zur Seitenwand
2 ausgerichtet in einem flachen Winkel durch die Austrittsöffnung 11 tritt. Die den
Düsen 7,8,9 jeweils zugeordneten Düsen, von denen in den Figuren nur die der Düse
7 zugeordnete Düse 10 zu erkennen ist, sind in entsprechender Weise so ausgerichtet,
dass der von ihnen jeweils ausgebrachte Fluidstrahl F2 parallel zur Seitenwand 3 verläuft
und in einer vom Fluidstrahl F1 abgewandten Richtung ebenfalls unter einem flachen
Winkel durch die Austrittsöffnung 11 tritt.
[0023] An den kurzen Seiten des Gehäuses 2 ist die Austrittsöffnung 11 durch die das Gehäuse
an diesen kurzen Seiten abschließenden Wände 18,19 begrenzt. Diese Wände 18,19 weisen
an ihrem der Austrittsöffnung 11 zugeordneten Rand jeweils eine sich über die Breite
der Austrittsöffnung 11 erstreckende, kreissegmentförmige Ausnehmung 20 auf, deren
Radius r dem Außenradius der zu reinigenden Walzen W angepasst ist. Am Rand der Ausnehmungen
20 verläuft eine Lippendichtung 21, die bei auf die zu reinigende Walze W aufgesetztem
Gehäuse 2 dicht an der Walzenoberfläche WO anliegt.
[0024] Auf seinem First trägt das Gehäuse 2 eine Führungsbuchse 22, deren Durchgangsöffnung
22a quer zur Längserstreckung des Gehäuses 2 ausgerichtet ist. Durch die Durchgangsöffnung
22a der Führungsbuchse 22 ist eine stangenförmige, geradlinig ausgebildete Führung
23 geführt. Die Lagerung der Führungsbuchse 22 auf der Führung 23 ist dabei so ausgebildet,
dass das Gehäuse 2 mit den in ihm montierten Elementen manuell in einer linear verlaufenden
Bewegung entlang der Führung 23 bewegt werden kann.
[0025] An ihren beiden Enden ist die Führung 23 jeweils mit einer Halterung 24,25 verkoppelt.
Die Halterungen 24,25 weisen jeweils einen an die Führung 23 angekoppelten Halteabschnitt
und einen von diesem rechtwinklig abgekröpften Stützabschnitt auf. Auf diese Weise
bilden die Führung 23 und die Halterungen 24,25 einen Bügel, dessen freie Enden 26,27
hülsenartig hohl ausgebildet sind.
[0026] Zur Befestigung der Vorrichtung 1 an der zu reinigenden Walze W werden diese freien
Enden 26,27 auf Dorne 28,29 gesetzt, die vertikal ausgerichtet auf den Gehäusen der
Walzenlager 30,31 vorgesehen sind. Mittels einer Klemmschraube 32 werden die Halterungen
dann fest mit den Dornen 28,29 verspannt, so dass die Führung 23 achsparallel zur
Drehachse der Walze W ausgerichtet und in einer durch die Drehachse der Walze W verlaufenden
Vertikalebene oberhalb der Walze W positioniert ist.
[0027] In diesem Zustand sitzt das Gehäuse 2 mit seinen die Austrittsöffnung 11 an den Längsseiten
abgrenzenden rohrförmigen Absaugelementen 12,13 bündig auf der zu reinigenden Oberfläche
M der Walze W auf. Dabei besteht zwischen der Führung 23 und der Führungsbuchse 22
soviel Spiel, dass das Gehäuse 2 um einen geringen Betrag in vertikaler Richtung angehoben
werden kann. An den kurzen Seiten ist das Gehäuse 2 durch die Lippendichtungen 21
gegenüber der Umgebung abgedichtet.
[0028] Die Breite der Austrittsöffnung 11, die Anordnung der rohrförmigen Absaugelemente
12,13 und die Ausnehmungen 20 an den kurzen Seiten des Gehäuses 2 mit den an ihrem
Rand angeordneten Lippendichtungen 21 sind so bemessen, dass sich das Gehäuse 2 auf
Walzen W mit unterschiedlichen Durchmessern aufsetzen lässt und dennoch jeweils ein
bündiger Sitz mit sicher dichtenden Lippendichtungen 21 gewährleistet ist.
[0029] Unter die Walze W wird eine Wanne 33 gestellt, die von der Walze W während des Reinigungsbetriebs
heruntertropfendes Reinigungsfluid auffängt und zu der nicht dargestellten Aufbereitungseinrichtung
leitet.
[0030] Zum Reinigen der sich während des Reinigungsprozesses langsam drehenden Walze W wird
das Gehäuse auf die Oberfläche der jeweiligen Walze W gesetzt. Über die Versorgungsleitung
6a wird dann unter Druck stehendes Reinigungsfluid, bei dem es sich beispielsweise
um ein Lösungsmittel oder Wasser handelt, dem Verteilerrohr 6 zugeführt und an die
Düsen 7-10 abgegeben. Der Winkel, unter dem die Düsen 7-10 ihren Fluidstrahl F1,F2
jeweils abgeben, ist dabei so gewählt, dass die Fluidstrahlen F1,F2 in einem flachen,
schneidenden Winkel direkt vor den Absaugöffnungen 14,15 der Absaugelemente 12,13
auf die Oberfläche M treffen. Die von den Fluidstrahlen F1,F2 von der Oberfläche M
abgelösten Verschmutzungen werden direkt nach dem Auftreffen der Fluidstrahlen F1,F2
über die Absaugelemente 12,13 abgesaugt und über die Absaugleitung 12a einer Aufbereitung
zugeführt.
[0031] Da der Auftreffbereich der Fluidstrahlen F1,F2 nahe den Absaugelementen 12,13 gelegen
ist, schießt das auf die Oberfläche M treffende Fluid mit hoher Strömungsgeschwindigkeit
in Richtung der an den Absaugelementen 12,13 jeweils ausgebildeten Strömungselemente
16,17. Infolgedessen bildet sich an den Strömungselementen 16,17 ein Fluidstau, auf
dem das Gehäuse 2 aufschwimmt. Zwischen dem Gehäuse 2 und der Oberfläche M der Walze
W bildet sich so ein dünner Fluidfilm, durch den sichergestellt ist, dass das Gehäuse
2 während der Bearbeitung die Oberfläche M nicht direkt berührt. Auf diese Weise ist
sichergestellt, dass es trotz der Relativbewegungen zwischen dem längs der Walze W
verschobenen Gehäuse 2 und der sich währenddessen zusätzlich drehenden Walze W zu
keiner Beschädigung der Oberfläche M kommt. Gleichzeitig stellt der auf der Oberfläche
M zurückbleibende Fluidfilm sicher, dass das Gehäuse 2 mit den in ihm montierten Elementen
bei geringster Reibung mit minimalem Kraftaufwand per Hand längs der Führung 23 über
die Oberfläche M bewegt werden kann, um eine gleichmäßige Reinigung der Oberfläche
M der jeweiligen Walze W zu erzielen.
BEZUGSZEICHEN
[0032]
- 1
- Vorrichtung zum Reinigen von Walzen
- 2
- Gehäuse
- 3,4
- Längswände des Gehäuses 2
- 5
- Zwickel
- 6
- Verteilerrohr
- 6a
- Versorgungsleitung
- 7-10
- Düsen
- 11
- Austrittsöffnung
- 12,13
- Absaugelemente
- 12a
- Absaugleitung
- 14,15
- Absaugöffnungen
- 16,17
- Strömungselemente
- 18,19
- seitliche Wände
- 20
- Ausnehmung
- 21
- Lippendichtung
- 22
- Führungsbuchse
- 22a
- Durchgangsöffnung der Führungsbuchse 22
- 23
- Führung
- 24,25
- Halterungen
- 26,27
- freie Enden der Halterungen 24,25
- 28,29
- Dorne
- 30,31
- Walzenlager
- 32
- Klemmschraube
- 33
- Wanne
- F1,F2
- Fluidstrahlen
- LG
- Länge des Gehäuses 2
- LW
- Länge der zu reinigenden Walzen W
- M
- Oberfläche der Walzen W
- r
- Radius der Ausnehmung
- W
- Walzen
1. Vorrichtung zum Reinigen der Oberfläche (M) von zylindrischen Körpern, wie Walzen
(W) oder Rollen,
- mit mindestens einer Düse (7-10) zum Ausbringen von Reinigungsfluid auf die zu reinigende
Oberfläche (M),
- mit einem auf die zu reinigende Oberfläche (M) aufsetzbaren Gehäuse (2), dessen
Länge (LG) mindestens einem Teil der Länge (LW) des zylindrischen Körpers entspricht
und das eine Austrittsöffnung (11) aufweist, durch die von der Düse (7-10) ausgebrachtes
Reinigungsfluid auf die zu reinigende Oberfläche (M) trifft, wobei das Gehäuse (2)
im Bereich der Austrittsöffnung (11) derart an die Form des zylindrischen Körpers
angepasst ist, dass das Gehäuse (2) im auf den zylindrischen Körper aufgesetzten Zustand
mit diesem Bereich bündig und in radialer Richtung abhebbar auf der zu reinigenden
Oberfläche (M) sitzt, und
- mit mindestens einem Absaugelement (12,13) zum Absaugen von im Reinigungsbetrieb
auf die zu reinigende Oberfläche (M) treffendem Reinigungsfluid, wobei die Absaugöffnung
(14,15) des Absaugelements (12,13) benachbart zur Austrittsöffnung (11) des Gehäuses
(2) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Absaugelement (12,13) als Rohr ausgebildet ist, das die Austrittsöffnung (11)
seitlich mindestens abschnittsweise begrenzt.
3. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (11) rechteckförmig ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Absaugelement (12,13) im auf den zylindrischen Körper aufgesetzten Zustand
achsparallel zu dessen Längsachse erstreckt.
5. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der Austrittsöffnung (11) mindestens abschnittsweise durch zum Gehäuseinnern
gebogene Strömungselemente (16,17) gebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5 und einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungselemente (16,17) durch die Absaugelemente (12,13) gebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) in dem Bereich der Austrittsöffnung (11), der dem Umfang des zylindrischen
Körpers folgt, eine Dichtung (21) trägt, die im auf den zylindrischen Körper aufgesetzten
Zustand dicht an diesem anliegt.
8. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der von der Düse (7-10) abgegebene Strahl (F1,F2) bei auf den zylindrischen Körper
aufgesetztem Gehäuse (2) unter einem flachen Winkel auf die zu reinigende Oberfläche
(M) des zylindrischen Körpers gerichtet ist.
9. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Düsen (7-10) in dem Gehäuse (2) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Gruppe der Düsen (7-9) einen in eine erste Richtung gerichteten Strahl (F1)
und die andere Gruppe von Düsen (10) einen in eine andere Richtung gerichteten Strahl
(F2) abgeben.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die von den Düsen (7-9) der einen Gruppe abgegebenen Strahlen (F1) in Richtung eines
auf der einen Seite der Austrittsöffnung (11) angeordneten Absaugelements (12) gerichtet
sind und die von den Düsen (10) der anderen Gruppe abgegebenen Strahlen (F2) in Richtung
eines auf der gegenüberliegenden Seite der Austrittsöffnung (11) angeordneten Absaugelements
(13) gerichtet sind.
12. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) an einer Führung (23) verschiebbar gelagert ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, dass die Länge der Führung (23) mindestens gleich der Länge (LW) des zu reinigenden zylindrischen
Körpers ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (23) eine Halterung (24,25) zum lösbaren Befestigen an einer Lagerung
(30,31) für den zu reinigenden Körper aufweist.