[0001] Die Erfindung betrifft ein Elektrowerkzeug mit einem Motor zum Antrieb eines Werkzeuges,
mit mindestens einem Schaltelement zur Betätigung des Motors, das mit einer Steuereinrichtung
gekoppelt ist.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Steuern eines derartigen Elektrowerkzeuges.
[0003] Aus der DE 101 41 161 A1 ist es bekannt, optische Schalter zum Steuern von Elektrowerkzeugen
zu verwenden. Hierbei können eine Mehrzahl von optischen Schaltern, die im Wesentlichen
nach Art einer Lichtschranke funktionieren, in miniaturisierter Form an einer Vielzahl
von Stellen des Elektrowerkzeuges vorgesehen sein, ohne dass hierzu besondere Maßnahmen
wegen Berührungssicherheit getroffen werden müssen. Da die Ansteuerung und Auswertung
der Schaltsignale lediglich über Lichtleiter erfolgt, können nämlich die Schaltelemente
an nahezu beliebigen Stellen des Elektrowerkzeuges angeordnet werden, ohne dass Schutzmaßnahmen
gegen die Netzspannung getroffen werden müssen. Auf diese Weise lassen sich mit einer
Mehrzahl von Schaltelementen, die vorzugsweise über nachgiebige, elastische Tastflächen
betätigbar sind, ergonomisch deutlich verbesserte Elektrowerkzeuge herstellen. Um
ein Einschalten des Motors zu ermöglichen, kann es vorgesehen sein, dass hierzu mindestens
zwei Schaltelemente gleichzeitig betätigt werden müssen.
[0004] Jedoch besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass das Elektrowerkzeug zufällig betätigt
wird, da die einzelnen Schaltelemente leicht über elastische Tastflächen aktivierbar
sind und da eine Aktivierung der einzelnen Schaltelemente nicht ohne Weiteres erkennbar
ist.
[0005] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, ein Elektrowerkzeug gemäß der eingangs
genannten Art derart zu verbessern, dass selbst bei Verwendung von sehr leicht aktivierbaren
Schaltelementen zur Motorsteuerung eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet ist
und insbesondere ein Schutz gegen ein unbeabsichtigtes Einschalten getroffen ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Elektrowerkzeug mit einem Motor zum
Antrieb eines Werkzeuges gelöst, mit mindestens einem Schaltelement zur Betätigung
des Motors, das mit einer Steuereinrichtung gekoppelt ist, wobei die Steuereinrichtung
derart ausgebildet ist, dass ein Einschalten des Motors zum Antrieb des Werkzeugs
nur dann ermöglicht ist, wenn das mindestens eine Schaltelement in einer vorgegebenen
Weise mehrfach aktiviert wird oder mindestens zwei Schaltelemente gleichzeitig oder
in einer vorgegebenen Weise hintereinander aktiviert werden, wobei mindestens drei
Betriebszustände vorgesehen sind, ein Ruhezustand, in dem der Motor außer Betrieb
ist, ein Arbeitszustand, in dem der Motor zum Antrieb des Werkzeuges angetrieben ist,
und ein Zwischenzustand, in dem signalisiert wird, dass zur Überführung in den Arbeitszustand
eine weitere Aktivierung eines Schaltelementes erforderlich ist.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung wird ferner durch ein Verfahren zur Steuerung eines Elektrowerkzeuges
gelöst, das mindestens drei Betriebszustände aufweist, einen Ruhezustand, in dem ein
Motor außer Betrieb ist, einen Arbeitszustand, in dem der Motor zum Antrieb eines
Werkzeuges angetrieben ist, und einen Zwischenzustand, wobei der Motor derart gesteuert
wird, dass zur Überführung aus dem Ruhezustand in den Arbeitszustand ein Schaltelement
in einer vorgegebenen Weise mehrfach hintereinander aktiviert werden muss oder mehrere
Schaltelemente gleichzeitig oder hintereinander in einer vorgegebenen Weise aktiviert
werden müssen, wobei das Elektrowerkzeug bei der ersten Aktivierung eines Schaltelementes
zunächst in den Zwischenzustand überführt wird und einem Benutzer der Zwischenzustand
signalisiert wird, bevor durch eine weitere Aktivierung eines Schaltelementes in der
vorgegebenen Weise eine Überführung in den Arbeitszustand erfolgt oder durch Deaktivierung
des zuerst betätigten Schaltelementes eine Überführung in den Ruhezustand erfolgt.
[0008] Die Erfindung wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0009] Erfindungsgemäß wird nämlich ein bewusstes Einschalten des Elektrowerkzeuges gewissermaßen
erzwungen, indem zum einen zum Anlaufen des Motors im Arbeitszustand die vorherige
Betätigung von mindestens zwei Schaltelementen in einer vorbestimmten Weise oder aber
die Betätigung eines Schaltelementes mehrfach hintereinander in einer vorgeschriebenen
Weise notwendig ist. Des Weiteren ist erfindungsgemäß neben einem Ruhezustand und
einem Arbeitszustand ein Zwischenzustand vorgesehen, in dem einem Benutzer signalisiert
wird, dass eine weitere Aktivierung eines Schaltelementes notwendig ist, um das Elektrowerkzeug
in den Arbeitszustand zu versetzen. Wird somit beispielsweise ein Schaltelement lediglich
zufällig aktiviert, wenn etwa die Maschine noch Verbindung zur Netzspannung hat und
abgelegt wird, so wird dem Benutzer unmittelbar signalisiert, dass durch eine weitere
Aktivierung eines Schaltelementes eine Überführung in den Arbeitszustand erfolgen
kann. Gleichermaßen wird dann, wenn etwa die Maschine von einem Benutzer zu einem
anderen Benutzer weitergereicht wird oder wenn etwa ein Kind das Elektrowerkzeug berührt
und hierbei zufällig ein Schaltelement aktiviert, die Gefahr, die im Zwischenzustand
dadurch gegeben ist, dass eine weitere Aktivierung eines Schaltelementes zum Anlaufen
der Maschine führen kann, klar erkennbar gemacht.
[0010] Hierdurch wird das Gefährdungspotential deutlich gesenkt.
[0011] Zur Signalisierung für einen Benutzer, dass sich das Elektrowerkzeug im Zwischenzustand
befindet, können grundsätzlich sämtliche denkbaren und geeigneten Signalmittel herangezogen
werden. Hierzu kann das Elektrowerkzeug etwa akustische, optische und/oder haptische
Signalmittel aufweisen. So kann das Elektrowerkzeug beispielsweise mit einem Summer
oder einem Piepser ausgestattet sein, der den Zwischenzustand signalisiert. Ferner
können optische Signalmittel, wie etwa LEDs oder dergleichen, verwendet werden, um
den Zwischenzustand anzuzeigen. Auch haptische Signalmittel, die also vom Tastsinn
des Benutzers erfassbar sind, sind besonders zur Anzeige des Zwischenzustandes geeignet.
So könnte beispielsweise eine Vibration dem Benutzer den Zwischenzustand anzeigen.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Steuereinrichtung derart
ausgebildet, dass dem Motor im Zwischenzustand periodisch Spannungsimpulse von kurzer
Dauer zugeführt werden, um einem Benutzer den Zwischenzustand durch kurze Bewegungsimpulse
des Werkzeuges zu signalisieren.
[0013] Auf diese Weise wird der Motor im Zwischenzustand also jeweils kurzzeitig aktiviert,
so dass sich das Werkzeug bzw. die Werkzeugantriebswelle jeweils kurz bewegt, ohne
jedoch eine Arbeitsbewegung auszuführen. Dieser Zustand, der auch als "Tackern" umschrieben
werden kann, ist durch die jeweils kurzzeitigen Impulse des Motors deutlich fühlbar
und gleichzeitig auch optisch und akustisch erkennbar.
[0014] Es handelt sich somit um eine besonders wirkungsvolle Möglichkeit, um dem Benutzer
das Vorliegen des Zwischenzustandes anzuzeigen. Zusätzliche Signalmittel, wie etwa
optische oder akustische Signalmittel, sind hierzu nicht erforderlich.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung ist die Steuereinrichtung derart ausgebildet,
dass zum Einschalten mindestens ein oder mehrere Schaltelemente innerhalb eines vorgegebenen
Zeitrahmens mehrfach aktiviert werden müssen.
[0016] Auch hierdurch wird die Betriebssicherheit verbessert. Da nämlich ein bestimmtes
Zeitfenster vorgegeben wird, innerhalb dessen die mehrfache Aktivierung eines einzigen
oder mehrerer Schaltelemente notwendig ist, wird die Gefahr eines unbewussten Einschaltens
des Motors weiter verringert, da schon nach einer kurzen Zeit, beispielsweise nach
ein paar Sekunden, auch eine weitere Aktivierung eines Schaltelementes nicht zur Überführung
in den Arbeitszustand führt. Vielmehr muss dann hierzu zunächst eine Deaktivierung
aller Schaltelemente erfolgen und dann eine erneute Aktivierung vorgenommen werden.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung ist die Steuerung derart ausgebildet,
dass vom Zwischenzustand ein Übergang in den Ruhezustand erfolgt, wenn nicht innerhalb
eines vorgegeben Zeitrahmens eine Überführung in den Arbeitszustand durch Aktivierung
eines Schaltelementes in der vorgegebenen Weise erfolgt.
[0018] Hierdurch wird die Betriebssicherheit noch weiter verbessert, da automatisch im Zwischenzustand
nach ausbleibender Aktivierung zur Überführung in den Arbeitszustand eine Rückführung
in den Ruhezustand erfolgt.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Schaltelemente als
Taster ausgebildet.
[0020] Gemäß einer zusätzlichen Weiterbildung der Erfindung sind die Schaltelemente als
optische Schalter oder als Mikroschalter ausgebildet, die über elastische Tastflächen
aktivierbar sind.
[0021] Auf diese Weise können die Schaltelemente miniaturisiert ausgeführt werden und an
den ergonomisch besonders günstigen Stellen des Elektrowerkzeuges angeordnet werden.
[0022] In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung sind die Schaltelemente durch Umgreifen
eines Gehäuses des Elektrowerkzeuges oder eines Griffes des Elektrowerkzeuges aktivierbar.
[0023] Auf diese Weise wird eine besonders ergonomische Ausführung des Elektrowerkzeuges
ermöglicht.
[0024] In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist die Steuereinrichtung derart ausgebildet
ist, dass der Motor bei zeitnaher Aktivierung zweier Schaltelemente vom Ruhezustand
unmittelbar in den Arbeitszustand übergeht. Vorzugsweise muss hierzu eine vordere
und eine hintere Tastfläche betätigt werden.
[0025] Auf diese Weise ist ein schnelles Anlaufen des Motors bei einem Es versteht sich,
dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale der
Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung
zu verlassen.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Aufsicht eines erfindungsgemäßen Elektrowerkzeuges, das als Winkelschleifer ausgeführt
ist und
- Fig. 2
- eine vereinfachte Schaltung des Elektrowerkzeuges gemäß Fig. 1.
[0027] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Elektrowerkzeug in Form eines Winkelschleifers
dargestellt und insgesamt mit der Ziffer 10 bezeichnet.
[0028] Das Elektrowerkzeug 10 weist ein längliches, annähernd stabförmiges Gehäuse 12 auf,
an dessen einem Ende ein Getriebekopf 14 vorgesehen ist, an dessen Unterseite eine
Schutzhaube 16 aufgenommen ist. Am äußeren Ende der aus dem Getriebekopf 14 nach außen
hervorstehenden Antriebswelle ist eine Aufnahme zur Aufnahme eines Werkzeugs 20 in
Form einer Schleifscheibe oder Trennscheibe vorgesehen. Links oder rechts am Getriebekopf
14 kann ein Stielhandgriff 18 angeschraubt sein, wie aus Fig. 1 zu ersehen ist.
[0029] Der Bereich des bezüglich seiner Längsachse symmetrisch ausgebildeten Gehäuses 12,
der unmittelbar an den Getriebekopf 14 anschließt, ist beidseitig verjüngt, um einen
Griffbereich zu bilden, an dem das Gehäuse 12 mit einer Hand leicht ergriffen und
vom Daumen auf der einen Seite und von den anderen Fingern auf der anderen Seite leicht
gehalten werden kann. Im Verjüngungsbereich des Gehäuses 12, der sich an den Getriebekopf
14 anschließt, befinden sich auf der linken und rechten Gehäuseseite zwei elastische
Tastflächen, nämlich eine erste elastische Tastfläche 22 auf der linken Gehäuseseite
und eine zweite elastische Tastfläche 24 auf der rechten Gehäuseseite. Am dem Getriebekopf
14 gegenüberliegenden Endbereich (etwa im äußeren Drittel des Gehäuses 12) ist eine
weitere beidseitige Verjüngung des Gehäuses vorgesehen. Im Verjüngungsbereich sind
auf der linken Gehäuseseite und der rechten Gehäuseseite weitere Tastflächen vorgesehen,
nämlich eine dritte Tastfläche 26 auf der linken Seite und eine vierte Tastfläche
28 auf der rechten Seite.
[0030] Über die Tastflächen 22, 24, 26, 28 können jeweils zugeordnete Schaltelemente betätigt
werden.
[0031] Eine vereinfachte Prinzipschaltung des Elektrowerkzeugs 10 ist in Fig. 2 dargestellt.
[0032] Ein Elektromotor 40 in Form eines Universalmotors ist über ein Leistungssteuerelement
44 etwa in Form eines Thyristors mit einer Spannungsquelle verbunden, bei der es sich
im vorliegenden Fall um die Netzspannung von 230 V Wechselstrom mit 50 Hz handelt.
Das Leistungssteuerelement 44 oder der Thyristor wird über eine Steuereinrichtung
42 angesteuert, bei der es sich vorzugsweise um eine Mikroprozessorsteuerung handelt.
[0033] Über die Tastflächen 22, 24, 26, 28 werden geeignete Schaltelemente angesteuert,
die mit der Steuereinrichtung 42 verbunden sind (in Fig. 2 sind lediglich die Tastflächen
22 bis 28, nicht jedoch die darüber gesteuerten Schaltelemente dargestellt).
[0034] Die Steuereinrichtung 42 ist nun so gestaltet, dass es für den Motor 40 drei Betriebszustände
gibt, einen Ruhezustand, in dem das Leistungssteuerelement 44 voll gesperrt ist, einen
Arbeitszustand, in dem das Leistungssteuerelement 44 zumindest so weit periodisch
aufgesteuert wird, dass sich eine kontinuierliche Drehung der Motorwelle ergibt, wobei
gleichzeitig eine Drehzahlsteuerung ermöglicht ist, und einen Zwischenzustand, dessen
Funktion nachfolgend noch im Einzelnen erläutert wird.
[0035] Um ein versehentliches Anlaufen des Motors 40 zu verhindern, ist es im vorliegenden
Fall erforderlich, dass mindestens eine der vorderen Tastflächen 22, 24 und mindestens
eine der hinteren Tastflächen 26, 28, und damit die zugeordneten Schaltelemente, gleichzeitig
aktiviert werden. Wird nur eine der Tastflächen 22, 24, 26, 28 aktiviert, was durch
einfaches Umgreifen mit der Hand erfolgen kann, so gelangt das Elektrowerkzeug 10
zunächst in den Zwischenzustand.
[0036] Im Zwischenzustand erhält der Motor 40 periodische Spannungsimpulse, die jeweils
zu einem kurzen Anlaufen der Motorwelle führen. So könnte der Thyristor 44 hierzu
beispielsweise jeweils für eine Zeitdauer von 3 ms angesteuert werden, was bei einer
Netzfrequenz von 50 Hz bei einer Vollwellensteuerung einem Phasenwinkel α = 60° in
einer Halbwelle entspricht. Danach könnte beispielsweise eine vollständige Sperrung
über 200 ms oder aber über einen längeren Zeitraum von z.B. 500 ms erfolgen, bevor
der Motor 40 wiederum angesteuert wird. Dies führt im Ergebnis zu einem kurzzeitigen
Anlaufen der Motorwelle, gefolgt von einem Stillstand, wobei sich dann ein erneutes
Anlaufen anschließt usw. Damit ergibt sich ein Zwischenzustand, der auch als "Tackern"
anschaulich bezeichnet werden kann. Während in diesem Zwischenzustand keinerlei Arbeitsvorgang
erfolgen kann, wird durch das kurzzeitige periodische Anlaufen der Motorwelle und
des davon angetriebenen Werkzeuges 20, gefolgt von dem Stillstand, einem Benutzer
des Elektrowerkzeuges sowohl optisch, als auch akustisch, als auch fühlbar signalisiert,
dass sich das Elektrowerkzeug im Zwischenzustand befindet. Wird nun zusätzlich eine
der anderen Tastflächen gleichzeitig aktiviert, also beispielsweise bei einem Umgreifen
der beiden vorderen Tastflächen 22, 24 zusätzlich mit der zweiten Hand eine der hinteren
Tastflächen 26, 28 aktiviert, so geht das Elektrowerkzeug 10 aus dem Zwischenzustand
in den Arbeitszustand über, in dem der Motor 40 kontinuierlich angetrieben ist. Erfolgt
dagegen keine weitere Aktivierung anderer Tastflächen und wird das Gehäuse 12 wieder
losgelassen, so geht das Elektrowerkzeug 10 automatisch in den Ruhezustand über.
[0037] Befindet sich das Elektrowerkzeug 10 einmal im Arbeitszustand, so reicht es aus,
eine der Tastflächen 22, 24, 26, 28 dauerhaft weiter zu aktivieren, um den Arbeitszustand
aufrechtzuerhalten.
[0038] Wenngleich auch im Arbeitszustand das Leistungssteuerelement 44 eine periodische
Sperrung bzw. Teilsperrung der Wechselspannung verursacht, so geschieht dies im Arbeitszustand
nur, um die Drehzahl des Elektromotors 40 zu steuern. Hierzu wird in der Regel nur
ein Teil einer Vollwelle sowohl im positiven als auch im negativen Bereich abgeschnitten.
Insgesamt wird der Elektromotor 40 jedoch während aufeinanderfolgender Spannungswellen
kontinuierlich angesteuert, um einen kontinuierlichen Lauf des Motors 40 zu gewährleisten.
Dagegen erfolgt die Ansteuerung des Elektromotors 40 im Zwischenzustand nur über einen
Teil einer Halbwelle, woraufhin sich dann wiederum eine vollständige Sperrung über
eine Mehrzahl von Wellenlängen anschließt.
[0039] Unabhängig davon, ob nun zuerst eine der vorderen Tastflächen 22, 24 oder eine der
hinteren Tastflächen 26, 28 aktiviert wird, wird bei einer erstmaligen Aktivierung
einer Tastfläche der Zwischenzustand eingeleitet. Zum Übergang in den Arbeitszustand
muss dann eine der jeweils anderen Tastflächen zusätzlich aktiviert werden. Wird beispielsweise
zunächst eine der vorderen Tastflächen 22, 24 aktiviert, so ist zum Übergang in den
Arbeitszustand die Aktivierung zumindest einer der hinteren Tastflächen 26, 28 notwendig.
Wird umgekehrt zunächst zumindest eine der hinteren Tastflächen 26, 28 aktiviert,
so ist zum Übergang in den Arbeitszustand die anschließende Aktivierung oder gleichzeitige
Aktivierung einer der vorderen Tastflächen 22, 24 notwendig. Werden gleichzeitig eine
der vorderen Tastflächen 22, 24 und eine der hinteren Tastflächen 26, 28 aktiviert,
so geht das Elektrowerkzeug unmittelbar in den Arbeitszustand über, und der Motor
40 läuft an. Ein "Tackern" findet nicht statt.
[0040] Zusätzlich ist das Elektrowerkzeug 10 noch mit einer externen Drehzahlsteuerung versehen,
über die die Solldrehzahl des Elektromotors 40 im Arbeitszustand verstellt werden
kann. Hierzu muss bei laufendem (im Arbeitszustand befindlichem) Motor 40 eine Tastfläche
32 am Getriebekopf betätigt werden und gleichzeitig eine der Tastflächen 22, 26 auf
der linken Gehäuseseite oder eine der Tastflächen 24, 28 betätigt werden. Eine Aktivierung
einer der Tastflächen 22, 26 auf der linken Gehäuseseite führt zu einer Drehzahlerniedrigung,
während eine Aktivierung einer Tastfläche 24, 28 auf der rechten Gehäuseseite zu einer
Drehzahlerhöhung führt. Bei einem Loslassen der Tastfläche 32 wird der aktuelle Drehzahlwert
gespeichert. Auch nach Stillstand und anschließendem Wiederanlaufen des Elektromotors
40 bleibt der gespeicherte Solldrehzahlwert erhalten. Dieser kann über ein Indikatorelement
30, das beispielsweise mit drei LEDs versehen ist, optisch erkennbar gemacht werden.
[0041] Es versteht sich, dass, abgesehen von dem am Ausführungsbeispiel beschriebenen "Tackern",
beliebige andere Anzeigen genutzt werden können, um dem Benutzer das Vorliegen des
Zwischenzustandes anzuzeigen. So könnte beispielsweise ein Summer betätigt werden,
eine optische Anzeige aktiviert werden oder dergleichen mehr.
[0042] Jedoch ist das beschriebene Tackern des Motors im Zwischenzustand besonders geeignet,
um einem Benutzer das Vorliegen des Zwischenzustandes deutlich sowohl optisch als
auch akustisch erkennbar zu machen, wobei der Zwischenzustand zusätzlich durch die
Bewegungsimpulse des Motors gleichzeitig fühlbar wird.
1. Elektrowerkzeug mit einem Motor (40) zum Antrieb eines Werkzeuges (20), mit mindestens
einem Schaltelement zur Betätigung des Motors (40), das mit einer Steuereinrichtung
(42) gekoppelt ist, wobei die Steuereinrichtung (42) derart ausgebildet ist, dass
ein Einschalten des Motors (40) zum Antrieb des Werkzeugs (20) nur dann ermöglicht
ist, wenn das mindestens eine Schaltelement in einer vorgegebenen Weise mehrfach aktiviert
wird oder mindestens zwei Schaltelemente gleichzeitig oder in einer vorgegebenen Weise
hintereinander aktiviert werden, wobei mindestens drei Betriebszustände vorgesehen
sind, ein Ruhezustand, in dem der Motor (40) außer Betrieb ist, ein Arbeitszustand,
in dem der Motor (40) zum Antrieb des Werkzeuges (20) angetrieben ist, und ein Zwischenzustand,
in dem signalisiert wird, dass zur Überführung in den Arbeitszustand eine weitere
Aktivierung eines Schaltelementes erforderlich ist.
2. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, das ferner ein akustisches, optisches und/oder haptisches
Signalmittel aufweist, um einem Benutzer zu signalisieren, wenn sich das Elektrowerkzeug
(10) im Zwischenzustand befindet.
3. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Steuereinrichtung (42) derart
ausgebildet ist, dass dem Motor (40) im Zwischenzustand periodisch Spannungsimpulse
von kurzer Dauer zugeführt werden, um einem Benutzer den Zwischenzustand durch kurze
Bewegungsimpulse des Werkzeuges (20) zu signalisieren.
4. Elektrowerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Steuereinrichtung
(42) derart ausgebildet ist, dass zur Überführung in den Arbeitszustand mindestens
ein oder mehrere Schaltelemente innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens mehrfach
aktiviert werden müssen.
5. Elektrowerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Steuerung (42)
derart ausgebildet ist, dass vom Zwischenzustand ein Übergang in den Ruhezustand erfolgt,
wenn nicht innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens eine Überführung in den Arbeitszustand
durch Aktivierung eines Schaltelementes in einer vorgegebenen Weise erfolgt.
6. Elektrowerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Schaltelemente
als Taster ausgebildet sind.
7. Elektrowerkzeug nach Anspruch 6, bei dem die Schaltelemente als optische Schalter
oder als Mikroschalter ausgebildet sind, die über elastische Tastflächen (22, 24,
26, 28) aktivierbar sind.
8. Elektrowerkzeug nach Anspruch 6 oder 7, bei dem die Schaltelemente durch Umgreifen
eines Gehäuses (12) oder eines Griffes aktivierbar sind.
9. Elektrowerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Steuereinrichtung
derart ausgebildet ist, dass der Motor (40) bei zeitnaher Aktivierung zweier Schaltelemente
vom Ruhezustand unmittelbar in den Arbeitszustand übergeht.
10. Verfahren zur Steuerung eines Elektrowerkzeuges, das mindestens drei Betriebszustände
aufweist, einen Ruhezustand, in dem ein Motor (40) außer Betrieb ist, einen Arbeitszustand,
in dem der Motor (40) zum Antrieb eines Werkzeuges (20) angetrieben ist, und einen
Zwischenzustand, wobei der Motor (40) derart gesteuert wird, dass zur Überführung
aus dem Ruhezustand in den Arbeitszustand ein Schaltelement in einer vorgegebenen
Weise mehrfach hintereinander aktiviert werden muss oder mehrere Schaltelemente gleichzeitig
oder hintereinander in einer vorgegebenen Weise hintereinander aktiviert werden müssen,
wobei das Elektrowerkzeug (10) bei der ersten Aktivierung eines Schaltelementes zunächst
in den Zwischenzustand überführt wird und einem Benutzer der Zwischenzustand signalisiert
wird, bevor durch eine weitere Aktivierung eines Schaltelementes in der vorgegebenen
Weise eine Überführung in den Arbeitszustand erfolgt oder durch Deaktivierung des
zuerst betätigten Schaltelementes eine Überführung in den Ruhezustand erfolgt.