[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Druckform mit mehreren flächigen Funktionszonen
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik des Flachdrucks, insbesondere des Offsetdrucks sind Druckplatten,
Druckbänder, Druckhülsen und Oberflächen von Druckvorrichtungen wie z. B. von Druckzylindern
(im Folgenden allgemein als Druckformen bezeichnet) bekannt, welche nach einem (Wieder-)
Bebilderungsvorgang eine Bildinformation tragen und eine aufgebrachte Druckfarbe entsprechend
der Bildinformation auf ein Medium wie z. B. Papier übertragen.
[0003] Solche Druckformen weisen häufig eine Schichtstruktur auf, d. h. auf einem Träger
sind übereinander verschiedene Schichten aufgebracht, wobei diesen Schichten besondere
Funktionen, wie z. B. Absorption oder Reflexion von Strahlung und thermische Isolation,
zugeordnet sein können.
[0004] Der Bebilderungsvorgang umfasst üblicherweise die vollflächige oder entsprechend
der Bildinformation gesteuerte Einstrahlung von Energie, wobei häufig Laser zum Einsatz
kommen. Dabei wird die Druckform durch die eingestrahlte Energie zumindest bildpunktweise
soweit aufgeheizt, dass ihre Oberflächentemperatur lokal eine bestimmte Übergangstemperatur
überschreitet und ein oberflächenchemischer oder oberflächenphysikalischer Prozess
abläuft, der zu einer Veränderung bezüglicher der Benetzungseigenschaft mit Wasser
(oder Farbe) führt. Auf diese Weise kann die Oberfläche der Druckform in hydrophile
und hydrophobe (oder oleophobe und oleophile) Bereiche strukturiert werden.
Aus der
EP 1 245 385 A2 ist bereits eine bebilderbare Nassoffset-Druckform bekannt, welche einen Schichtaufbau
aufweist. Die Druckform, bzw. deren fotokatalytisch und thermisch veränderbares Material
wie z. B. TiO
2 wird an der Oberfläche mit Ultraviolett-Strahlung fotokatalytisch vollflächig hydrophiliert
und mit Infrarot-Strahlung thermisch bildpunktweise hydrophobiert, wobei die Wärmeenergie
von Absorptionszentren im veränderbaren Material oder einer Absorptionsschicht unterhalb
dieses Materials aufgenommen wird.
[0005] Eine erste Ausführungsform umfasst eine 1 bis 30 Mikrometer dicke Oberschicht aus
TiO
2, in der Absorptionszentren (z. B. Nanopartikel eines Halbleitermaterials) in feiner,
gleichmäßiger Verteilung dispergiert sind, und eine Unterschicht aus einem Material
mit hoher Wärmeleitung und großer Wärmekapazität zur Verminderung eines zu großen
lateralen Wärmeflusses.
[0006] Eine zweite Ausführungsform umfasst eine nur 0,5 bis 5 Mikrometer dicke Oberschicht
aus TiO
2 und eine darunter angeordnete 1 bis 5 Mikrometer dicke Absorptionsschicht, von welcher
die aufgenommene Wärmeenergie in die Oberschicht zurückfließen kann.
[0007] In beiden Ausführungsbespielen können die beiden Schichten auf einem Träger, z. B.
Aluminium, aufgebracht sein, wobei eine zusätzliche 1 bis 30 Mikrometer dicke Isolationsschicht
die Wärmeleitung zum Träger vermindern kann.
[0008] Ferner ist in der
US 5,632,204 eine bebilderbare Offset-Druckform beschrieben, welche eine Polymer-Oberfläche, eine
darunter angeordnete dünne, weniger als 25 Nanometer dicke Metallschicht, z. B. aus
Titan, zur Absorption von Infrarot-Strahlung und einen schlecht wärmeleitenden Träger
mit Infrarot-Strahlung reflektierenden Pigmenten aufweist. Zur Bebilderung der Druckform
wird diese mit Infrarot-Laserstrahlung beaufschlagt, welche in die beiden oberen Schichten
eindringt und an dem Träger zurück in die Metallschicht reflektiert wird. Die dünne
Metallschicht kann zusätzlich mit einer Antireflex-Beschichtung, z. B. aus einem Metalloxid,
für die Infrarot-Strahlung versehen sein.
[0009] Weiterhin offenbart die
US 6,073,559 eine infrarotbebilderbare Offset-Druckform mit einer 10 bis 500 Nanometer dicken
hydrophilen Schicht einer Metall-Nichtmetall-Mischung, eine 5 bis 500 Nanometer dicke
Metallschicht, z. B. aus Titan, zur Absorption der eingekoppelten Infrarot-Strahlung,
welche an ihrer Oberfläche ein Oxid ausbildet, eine oleophile, harte Keramikschicht
als thermischer Isolator und einen Träger. An der Oberfläche der Keramikschicht wird
die einfallende Strahlung zurück in die Metallschicht reflektiert.
[0010] Darüber hinaus ist in der
DE 101 38 772 A1 eine wiederbeschreibbare Druckform zum Drucken mit schmelzender Druckfarbe beschrieben.
Die Druckform weist eine als Absorptionsschicht dienende äußere Schicht, z. B. eine
0,5 bis 5 Mikrometer dicke Titanschicht, und eine als Isolationsschicht dienende innere
Schicht, z. B. eine 10-100 Mikrometer dicke Glas- oder Keramikschicht, auf. Beide
Schichten sind auf einem Träger aufgenommen. Die Absorptionsschicht weist eine geringe
Wärmekapazität und Dichte und die Isolationsschicht zusätzlich eine geringe Wärmeleitfähigkeit
auf.
[0011] Eine weitere Druckform ist Gegenstand der noch unveröffentlichten
DE 102 27 054. Diese wiederverwendbare Druckform besitzt eine Metalloxidoberfläche, z. B. eine
Titanoxidoberfläche, die mit einer amphiphilen organischen Verbindung behandelt ist,
deren polarer Bereich einen säureartigen Charakter hat. Durch selektive punktweise
Energiezufuhr, z. B. durch Infraroteinstrahlung, kann auf der Druckform ein Bild erzeugt
und durch großflächige Energiezufuhr, z. B. durch Ultravioletteinstrahlung, kann das
Bild wieder gelöscht werden.
[0012] Schließlich betrifft der Gegenstand der noch unveröffentlichten
DE 103 54 341 ein Verfahren zum Strukturieren einer Druckformoberfläche, welche ein hydrophilierbares
Polymer aufweist, wobei durch Energiezufuhr, z. B. mittels Laserstrahlung, auf einen
Bereich der Druckformoberfläche, in dem das Polymer hydrophiliert ist, die Druckformoberfläche
verflüssigt und durchmischt wird.
[0013] Bei allen bekannten Druckformen und den angewendeten Bebilderungsverfahren steht
nur ein Teil der eingestrahlten Energie für den eigentlichen Bebilderungsprozess zur
Verfügung. Durch Reflexion an der Oberfläche oder an Grenzflächen zwischen benachbarten
Schichten und durch Transmission vermittels Wärmeleitung in tiefer liegende Schichten,
insbesondere zum Trägermaterial geht ein anderer Teil der eingestrahlten Energie ungenutzt
verloren.
[0014] Aus diesem Grund ist eine Bebilderung mit niedriger Leistung, insbesondere bei Verwendung
vielkanaliger Bebilderungssysteme problematisch. Im Stand der Technik werden zur Behebung
des Problem z. B. höhere Leistungen bei wenigen Bebilderungskanälen und geringerer
Bebilderungsgeschwindigkeit eingesetzt.
[0015] Ferner wird bei den bekannten Druckformen die Bebilderungsenergie in eine Absorptionsschicht
eingebracht, von welcher Schicht aus die Energie in eine zu bebildernde Schicht fließt
und dort den Bebilderungsprozess anstößt. Die Energieaufnahme der Absorptionsschicht
ist dabei begrenzt durch eine Temperatur der Schicht, bei welcher die Schicht beschädigt
und zerstört werden könnte.
[0016] Aus diesem zweiten Grund kann die Leistung des Bebilderungssystems jedoch auch nicht
beliebig hoch gewählt werden.
[0017] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine verbesserte Druckform zu schaffen,
welche gegenüber dem Stand der Technik mit minimierter Strahlungsenergie, insbesondere
Laserenergie bebilderbar oder wiederbebilderbar ist.
[0018] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0019] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüche enthalten.
[0020] Folgende Begriffe werden in diesem Zusammenhang verwendet.
[0021] "Funktionszone": Ein sich im Wesentlichen parallel zur Fläche der Druckform erstreckender
und im Wesentlichen flächig ausgebildeter Bereich oder Abschnitt der Druckform, der
durch seine Materialzusammensetzung, seine physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften
(z. B. Dichte, Wärmekapazität, Wärmeleitfähigkeit) und/oder seine Abmessung (in senkrechter
Richtung zur Fläche der Druckform; im Folgenden: Dicke) eine gewünschte Funktion,
wie z. B. Strahlungstransmission (Antireflexion), Strahlungsabsorption, Energiespeicherung
(bzw. -pufferung), Wärmeleitung, thermische Isolation, oder Bildinformationsträger
erfüllt. Eine erste Funktionszone braucht nicht notwendigerweise gegen eine benachbarte
zweite Funktionszone abgegrenzt zu sein. Vielmehr können sich Funktionszonen auch
durchdringen bzw. ganz oder teilweise überlappen. Ferner braucht eine Funktionszone
nicht notwendigerweise einer Schicht der Druckform zugeordnet zu sein. Vielmehr kann
sich eine Funktionszone auch ganz oder teilweise über mehrere Schichten oder nur über
einen Teil einer Schicht erstrecken. Es ist ebenfalls möglich, dass einer Schicht
der Druckform mehrere Funktionszonen zugeordnet sind. Zwei voneinander zumindest teilweise
verschiedene Zonen können z. B. durch ihre jeweilige Materialzusammensetzung, ihre
jeweiligen physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften, ihre jeweiligen Abmessungen,
und/oder durch ihre relativen Lagen zueinander unterscheiden.
[0022] "Pufferzone": Eine spezielle Funktionszone, die die Funktion erfüllt, Energie, insbesondere
Wärmeenergie, zu speichern bzw. zu puffern und zeitversetzt an eine weitere Funktionszone
wieder abzugeben. Die Pufferzone nimmt die Energie auf, welche ihr von einer ersten
Zone, bevorzugt einer Absorptionszone, durch Energiefluss (z. B. Wärmefluss) zugeführt
wird. Dabei teilen sich die beiden Zonen Absorptionszone und Pufferzone die notwendigen
Aufgaben zur Energieaufnahme: eingekoppelt wird die Energie in der Absorptionszone
und zwischengespeichert wird die Energie in der Pufferzone. Die Pufferzone gibt die
zwischengespeicherte Energie wieder an eine zweite Zone, bevorzugt eine entsprechend
der Bildinformation zu verändernde Zone, ab.
[0023] Die Erfindung betrifft eine Druckform mit mehreren flächigen Funktionszonen, welche
zumindest eine entsprechend einer Bildinformation veränderbare Informationszone und
eine Absorptionszone für Energie einer Strahlung aufweist, und dass eine zumindest
teilweise von der Absorptionszone verschiedene Pufferzone vorgesehen ist, welche Energie
von der Absorptionszone aufnimmt und Energie an die Informationszone abgibt, und dass
die Pufferzone dicker als die Absorptionszone ausgebildet ist, insbesondere eine Dicke
von etwa 0,5 bis 10 Mikrometer oder eine Dicke von etwa 1 Mikrometer aufweist, und
dass eine thermische Isolationszone zumindest teilweise unterhalb der Pufferzone vorgesehen
ist, und dass die Pufferzone zumindest teilweise unterhalb der Absorptionszone vorgesehen
ist, und dass die Druckform einen Träger aufweist, und zeichnet sich dadurch aus,
dass eine Antireflex-Zone für die Strahlung vorgesehen ist, und dass die Antireflex-Zone
von der entsprechend einer Bildinformation veränderbaren Informationszone und der
Absorptionszone gebildet ist.
[0024] Maßgeblich für den Anteil der eingekoppelten Energie, der von der Oberfläche oder
einer oberflächennahen Zone in tiefer liegende Zonen einer Druckform weggeleitet wird
und damit nicht zum Aufheizen der Oberfläche oder der oberflächennahen Zone beiträgt,
ist das Produkt aus Wärmeleitfähigkeit, spezifischer Wärmekapazität und Dichte eines
Materials. Um die Ableitung der Energie in tiefer liegende Zonen zu verringern oder
weitgehend zu verhindern, ist es vorteilhaft, wenn dieses Produkt möglichst klein
ist.
[0025] Falls nicht sämtliche eingestrahlte Energie an der Oberfläche oder in einer oberflächennahen
Zone, sondern erst in tiefer liegenden Zonen in Wärme umgewandelt wird, so muss diese
Wärmeenergie durch Wärmeleitung zurück an die Oberfläche oder in die oberflächennahe
Zone gelangen.
[0026] Dieser Prozess kann sich auf einer deutlich längeren Zeitskala als der Prozess der
Energieeinkopplung durch Absorption der Strahlung abspielen. In einem solchen Fall
kann die zum Aufheizen der Oberfläche oder einer oberflächennahen Zone benötigte Wärmeenergie
erfindungsgemäß in einer Pufferzone vorteilhaft zwischengespeichert bzw. gepuffert
werden, wobei die Dicke der Pufferzone der Ausdehnung bevorzugt desjenigen Bereichs
im Wesentlichen entsprechen kann, den die eingekoppelte Wärmeenergie durch Wärmeleitung
während der Dauer der Energieeinkopplung erreicht.
[0027] Die Thermische Eindringtiefe ist dabei definiert durch

wobei
λ = Wärmeleitfähigkeit, t = Einkopplungsdauer, ρ = Dichte, c = spezifische Wärmekapazität
ist. Nach einer Einkopplungsdauer von t ist ein Großteil der eingekoppelten Wärmeenergie
in einem Bereich der Dimension
δw, um den Ort der Einkopplung verteilt. Bei einer Einkopplungsdauer von z. B. 5 Mikrosekunden
beträgt die thermische Eindringtiefe in Polyimid ca. 1 Mikrometer, in Titan ca. 8
Mikrometer.
[0028] Wird die Wärmeenergie in einen gut wärmeleitenden, z. B. metallischen Bereich (Puffer)
eingekoppelt, dessen Dicke kleiner als die thermische Eindringtiefe (bezogen auf eine
unendlich ausgedehnte Pufferzone) ist, und der an einen schlecht wärmeleitenden, z.
B. polymeren Bereich (Isolator) angrenzt, wobei die thermische Eindringtiefe im Isolator
deutlich kleiner als die Dicke des Puffers ist, so wird in guter Näherung sämtliche
Wärmeenergie in dem Puffer mit einer homogenen Temperatur innerhalb des Puffers eingekoppelt.
[0029] Die oben definierte Pufferzone kann in vorteilhafter Weise als eine solche Funktionszone
mit guter Wärmeleitung ausgebildet sein, die bevorzugt an den Bereich der Konversion
der Strahlungsenergie in Wärmeenergie (bzw. an die Absorptionszone) angrenzt, und
die die eingekoppelte Wärmeenergie zwischenspeichert bzw. puffert.
[0030] Für die Effektivität der Wärmeleitung aus der Pufferzone zurück an die Oberfläche
oder in die oberflächennahe Zone ist eine möglichst hohe Temperatur der Pufferzone
von Vorteil. Andererseits kann das Erreichen oder Überschreiten einer Grenztemperatur
einen Schichtaufbau der Druckform beschädigen oder zerstören.
[0031] Eine Pufferzone, deren Dicke, Dichte und/oder Wärmekapazität in vorteilhafter Weise
derart gewählt sind, dass beim Puffern der eingekoppelten Wärmeenergie nahezu (d.
h. bis auf einen Zerstörungsfreiheit gewährleistenden Temperaturunterschied) diese
Grenztemperatur erreicht wird, wird im Folgenden "angepasste Pufferzone" oder kurz
"angepasster Puffer" genannt.
[0032] Aufgrund der Wirkung der Pufferzone kann mit Vorteil zur Bebilderung eine Energiequelle
mit gegenüber dem Stand der Technik verringerter Leistung eingesetzt werden.
[0033] In vorteilhafter Weise kann dabei die eingekoppelte Energie von der Absorptionszone
in die tiefer liegende Pufferzone zum Zweck der zeitversetzten Rückführung weggeführt
werden.
[0034] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Druckform zeichnet sich dadurch
aus, dass die Pufferzone als angepasste Pufferzone ausgebildet ist.
[0035] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Druckform zeichnet sich dadurch
aus, dass die entsprechend einer Bildinformation veränderbare Informationszone als
eine äußere Bildinformation tragende oder tragfähige Zone ausgebildet ist.
[0036] Eine zur vorgenannten Ausführungsform alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Druckform zeichnet sich dadurch aus, dass die entsprechend einer Bildinformation veränderbare
Informationszone als eine äußere Bildinformation tragende oder tragfähige Farbschicht
vorgesehen ist.
[0037] Ein besonderer Vorteil ergibt sich daraus, dass durch die Ausbildung einer Antireflex-Zone
die eingestrahlte Energie weitgehend verlustfrei in die Absorptionszone gelangt und
dort eingekoppelt werden kann. Da die Absorptionszone erfindungsgemäß mit der Pufferzone
zusammenwirkt, wird diese weitgehend verlustfrei eingekoppelte Energie schnell in
die Pufferzone übertragen. Eine Beschädigung oder gar Zerstörung der Zonen (und korrespondierender
Schichten) durch Überhitzung kann auf diese Weise selbst bei hoher Energieaufnahme
effektiv verhindert werden.
[0038] Ein besonderer Vorteil kann auf diese Weise dadurch erzielt werden dass die (z. B.
weitgehend verlustfrei) eingekoppelte und gepufferte Energie weitgehend verlustfrei
in die Bildinformation tragende Zone rückgeführt werden kann. Die Leistung der zur
Bebilderung dienenden Energiequelle (z. B. ein Laser) kann auf diese Weise gegenüber
dem Stand der Technik mit Vorteil weiter verringert werden.
[0039] Eine ebenfalls zu allen vorgenannten Ausführungsformen mögliche weitere Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Druckform zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest die Absorptionszone
und die Pufferzone als separate Schichten ausgebildet sind.
[0040] Die Ausbildung separater Schichten erleichtert die Herstellung der Druckform. insbesondere
hinsichtlich der Einstellung der bestimmenden Parameter der jeweiligen Zone, wie z.
B. Wärmekapazität, Wärmeleitfähigkeit und Dichte.
[0041] Die Erfindung sowie weitere Vorteile der Erfindung werden nachfolgend unter Bezug
auf die Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
Die Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- einen schematischen Querschnitt des Schichtaufbaus und der Funktionszonen einer erfindungsgemäßen
Druckform;
- Figur 2
- einen schematischen Querschnitt des Schichtaufbaus und der Funktionszonen einer weiteren
erfindungsgemäßen Druckform;
- Figur 3
- einen schematischen Querschnitt des Schichtaufbaus und der Funktionszonen einer weiteren
erfindungsgemäßen Druckform;
- Figur 4
- einen schematischen Querschnitt des Schichtaufbaus und der Funktionszonen einer weiteren
erfindungsgemäßen Druckform.
[0042] In den Zeichnungen sich gleiche oder einander entsprechende Merkmale mit jeweils
denselben Bezugszeichen versehen.
[0043] Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt des Schichtaufbaus bzw. der Schichtenfolge
und der Funktionszonen einer erfindungsgemäßen Druckform 100, welche von oben mit
elektromagnetischer Energie, vorzugsweise in Form von Laserstrahlung 102 (z. B. Infrarotstrahlung
im Wellenlängenbereich von 830 Nanometer) beaufschlagt wird.
[0044] Die dargestellte Druckform 100 weist von oben nach unten fünf Schichten 110, 112,
114, 116, 118 auf, welche wie folgt aufgebaut sind:
- Eine erste Schicht 110 (Deckschicht oder Informationsschicht 110) besteht aus Titandioxid
(TiO2) und weist bevorzugt eine Schichtdicke von etwa 50 Nanometer auf (+/- etwa 10%).
Diese Schicht 110 bildet eine äußere Schicht 110 der Druckform und trägt nach dem
Bebilderungsprozess die Bildinformation vorzugsweise in Form einer Strukturierung
in hydrophile und hydrophobe Bereiche. Bereits diese Schicht 110 kann die eingebrachte
Strahlung zumindest teilweise absorbieren, jedoch ist die Absorptionsfähigkeit durch
die geringe Schichtdicke meist nicht ausreichend;
- Eine zweite Schicht 112 (Absorptionsschicht 112) besteht aus Titan (oder Molybdän),
Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff (Ti-C, N, O) und weist bevorzugt eine Schichtdicke
von etwa 250 Nanometer (+/- etwa 50%) auf. In dieser Schicht, welche die Strahlung
102 vorzugsweise zu etwa 80% oder mehr absorbiert, wird die Energie der Laserstrahlung
102 stark absorbiert und in Wärmeenergie umgewandelt. Durch die große Schichtdicke
im Verhältnis zur Informationsschicht 110 wird in dieser Schicht 112 eine ausreichende
Absorption der eingebrachten Strahlung erzielt;
- Eine dritte Schicht 114 (Pufferschicht 114) besteht aus einer periodischen Mehrfachschicht
aus Titan (oder Molybdän) und weist bevorzugt eine Schichtdicke mehr als etwa 0,5
Mikrometer und weniger als etwa 10 Mikrometer, insbesondere etwa 1 Mikrometer auf.
Die Pufferschicht kann aufgrund einer bevorzugt hohen Wärmekapazität, vorzugsweise
etwa 1 bis 4 Millijoule/Kelvin Zentimeter3, die in die Druckform 100 eingekoppelte Wärmeenergie in besonders ausgeprägter Weise
speichern. Weiterhin kann die Wärmeenergie aufgrund einer bevorzugt hohen Wärmeleitfähigkeit
der Pufferschicht 114, vorzugsweise etwa 5 bis 50 Watt/(Meter Kelvin), insbesondere
etwa 10 bis 20 Watt/(Meter Kelvin), in der Pufferschicht 114 schnell transportiert
und verteilt werden;
- Eine vierte Schicht 116 (Isolationsschicht 116) besteht aus Polyimid (PI) und weist
bevorzugt eine Schichtdicke von mehr als etwa 10 Mikrometer, insbesondere etwa 50
Mikrometer auf. Aufgrund der niedrigen Wärmeleitfähigkeit dieser Schicht, vorzugsweise
0,1 bis 0,2 Watt/(Meter Kelvin), findet kaum Wärmetransport (bzw. Wärmeabfluss) durch
die Isolationsschicht zur einer tiefer liegenden Schicht statt;
- Eine fünfte Schicht 118 (Trägerschicht oder Träger 118) besteht aus Aluminium, z.
B. in Form eines Aluminiumblechs, und weist bevorzugt eine Schichtdicke von etwa 100
bis 250 Mikrometer auf. Die Trägerschicht ist mechanisch stabil und bildet für die
darauf aufgebrachten Schichten 110, 112, 114 und 116 einen Träger (bzw. ein Substrat).
[0045] Falls die Druckform von einer Druckzylinderoberfläche gebildet ist, kann auf den
Träger 118 verzichtet werden oder mit anderen Worten kann der Druckzylinder selbst
den Träger 118 bilden. Dies gilt auch entsprechend bei den weiteren Ausführungsformen.
[0046] Die Informationsschicht 110 und die Absorptionsschicht 112 bilden zusammen eine Antireflexschicht
150 oder ein Antireflexsystem 150 zumindest für die eingebrachte Strahlung, d. h.
für die entsprechende Wellenlänge, derart, dass die Strahlung im Wesentlichen ohne
Reflexion in die Absorptionsschicht 112 vordringt. Hierzu sind die Schichtdicken und
die jeweiligen Brechungsindizes aufeinander abgestimmt. Bei gegebener Wellenlänge
λ beträgt die Schichtdicke der Deckschicht bevorzugt
nλ/4, wobei n eine ungeradzahlige, ganze Zahl bevorzugt größer als 5 ist. Der Brechungsindex
der Informationsschicht 110 liegt dabei zwischen dem Brechungsindex von Luft und dem
Brechungsindex der unter der Informationsschicht 110 liegenden Schicht und ist vorzugsweise
die Wurzel aus dem Brechungsindex der unter der Informationsschicht 110 liegenden
Schicht.
[0047] Es kann ferner vorgesehen sein, auch über der Absorptionsschicht 112 eine Pufferschicht
vorzusehen, wobei diese Pufferschicht weitgehend transparent für die eingebrachte
Strahlung sein muss.
[0048] Neben dem Schichtaufbau sind durch Linien die Funktionszonen der Druckform 100 dargestellt.
Wie aus der Figur 1 ersichtlich ist, können die Funktionszonen zum einen mit einzelnen
Schichten des Schichtenaufbaus übereinstimmen und zum anderen mehrere Schichten (ganz
oder teilweise) umfassen. Ferner ist ersichtlich, dass einzelne Schichten auch mehreren
Funktionszonen zugeordnet werden können.
[0049] Die Funktionszonen ergeben sich von oben nach unten wie folgt:
- Eine erste Funktionszone 120 (Bildinformation tragende oder tragfähige Zone oder Informationszone
120) ist durch thermisch induzierte oberflächenphysikalische und/oder oberflächenchemische
Prozesse und/oder Beschichtungsprozesse definiert, welche einer Strukturierung der
Druckform 100 in dieser Funktionszone 120 entsprechend der Bildinformation zugrunde
liegen. Diese Zone ist folglich entsprechend einer Bildinformation veränderbar, in
der Weise, dass die zuvor im Wesentlichen unstrukturierte Zone nach dem Bebilderungsvorgang
bildentsprechend strukturiert ist;
- Eine zweite Funktionszone 122 (Absorptionszone 122) ist durch eine Absorptionsfähigkeit
für die eingebrachte Strahlung 102 und eine Konversion der Strahlungsenergie in Wärmeenergie
definiert, wobei vorzugsweise das Material im Bereich der Absorptionszone 122 eine
Absorption von etwa 80% oder mehr für die Strahlung 102 aufweisen kann. Die optische
Eindringtiefe für die eingebrachte Strahlung 102 ist vorzugsweise im Wesentlichen
kleiner oder gleich als die Dicke des Absorptionszone 122.
- Eine dritte Funktionszone 124 (Pufferzone 124) ist durch eine Speicher- bzw. Pufferfähigkeit
für die eingekoppelte Wärmeenergie definiert. Die Pufferzone 124 kann aufgrund einer
bevorzugt hohen Wärmekapazität des im Bereich der Pufferzone 124 befindlichen Materials,
vorzugsweise etwa 1 bis 4 Millijoule/Kelvin Zentimeter3, die in die Druckform 100 eingekoppelte Wärmeenergie in besonders ausgeprägter Weise
speichern. Weiterhin kann die Wärmeenergie aufgrund einer bevorzugt hohen Wärmeleitfähigkeit
des im Bereich der Pufferzone 124 befindlichen Materials, vorzugsweise etwa 5 bis
50 Watt/(Meter Kelvin), insbesondere etwa 10 bis 20 Watt/(Meter Kelvin), in der Pufferzone
124 schnell transportiert und verteilt werden;
- Eine vierte Funktionszone 126 (Isolationszone 126) ist durch eine Isolationsfähigkeit
definiert, in der Weise, dass ein Wärmefluss von der über der Isolationszone 26 liegenden
Pufferzone 124 (oder einer Zwischenzone), bzw. der zugeordneten Schicht, in die unter
der Isolationszone 126 liegenden Zone, bzw. die zugeordnete Schicht, verringert oder
im Wesentlichen vollständig verhindert wird. Das Material, welches zum Aufbau der
Isolationszone eingesetzt wird, weist zu diesem Zweck bevorzugt eine niedrige Wärmeleitfähigkeit
von vorzugsweise etwa 0,1 bis 0,2 Watt/(Meter Kelvin) auf;
- Eine fünfte Funktionszone 128 (Trägerzone 128) ist durch eine mechanische Stabilität
definiert, in der Weise, dass die Trägerzone 128 (bzw. der zugeordnete Träger 118)
geeignet ist, die weiteren Funktionszonen (bzw. die zugeordneten Schichten) zur Bildung
einer in Richtung der Flächenausdehnung der Zonen mechanisch stabilen und bevorzugt
senkrecht zur Fläche der Zonen biegsamen Einheit 100 (Druckform 100) aufzunehmen.
Ein solcher Träger 118, z. B. ein metallischer Träger 118 ist insbesondere bei großformatigen
Druckformen zweckdienlich. Die Trägerzone 128 weist bevorzugt eine geringe Dicke und
einen hohen E-Modul auf.
- Eine weitere Funktionszone 160 (Antireflexzone 160) ist durch eine Antireflex-Fähigkeit
(bzw. Transmissionsfähigkeit) für die eingebrachte Strahlung 102 definiert, so dass
die Strahlung 102 weitgehend unreflektiert, bevorzugt mit einem Reflexionskoeffizient
von weniger als etwa 20%, in die tiefer liegende Absorptionszone vordringt. Die Antireflex-Zone
160 umfasst die Informationszone 120 und die Absorptionszone 122. Wie in Bezug auf
die Antireflexschicht 150 bereits erläutert, ist die Dicke der zugrunde liegenden
Zone 120 auf die Wellenlänge der Strahlung 102 abzustimmen;
[0050] Figur 1 zeigt ferner auch den Energiefluss. Die auf den Schichtaufbau der Druckform
100 eingestrahlte Energie 170 in Form elektromagnetischer Strahlung 102 geht nur in
geringem Maße durch Reflexion 172 verloren (Reflexionsverlust 172), bevorzugt weniger
als etwa 20%, so dass zunächst nur dieser Teil 172 der eingestrahlten Energie 170
nicht für den eigentlichen Bebilderungsprozess zur Verfügung steht. Die in der Absorptionszone
122 eingekoppelte Wärmeenergie 190 geht ferner nur in geringem Maße durch Transmission
174 (Transmissionsverlust 174) in den Träger 118 verloren, bevorzugt weniger als etwa
5%, insbesondere 1%, und dieser Teil 174 der eingestrahlten Energie 170 steht deshalb
ebenfalls nicht für den eigentlichen Bebilderungsprozess zur Verfügung. Der überwiegende
Anteil 176 (deponierte Wärmeenergie 176) der eingekoppelten Wärmeenergie 190, bevorzugt
mehr als etwa 75%, insbesondere 80%, wird jedoch von der zumindest teilweise tiefer
als die Absorptionszone 122 angeordneten Pufferzone 124 über Wärmeleitung 178 aufgenommen
und als gepufferte Wärmeenergie 180 zeitlich und räumlich gepuffert. Von der Pufferzone
124 gelangt die Wärmeenergie 180 zeitverzögert über Wärmeleitung 182 wieder in die
Absorptionszone 122 und die Informationszone 120, wo die Wärmeenergie für den eigentlichen
(physikalischen oder chemischen) Bebilderungsprozess benötigt wird.
[0051] Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt des Schichtaufbaus bzw. der Schichtenfolge
einer weiteren erfindungsgemäßen Druckform 200, welche von oben mit Laserstrahlung
202, bevorzugt im infraroten Bereich, zur Bebilderung beaufschlagt wird.
[0052] Was mit Bezug zu Figur 1 über die Informationsschicht (bzw. -zone), die Absorptionsschicht
(bzw. -zone) und die Pufferschicht (bzw. -zone) hinsichtlich der Funktionalität, der
Vorgänge während der Bebilderung, insbesondere den Energiefluss betreffend, und der
Vorteile gesagt wurde, gilt entsprechend auch für die Druckform gemäß Figur 2. Die
mit Bezug zu Figur 1 eingeführten Begriffe werden hier entsprechend verwendet.
[0053] Die dargestellte Druckform 200 weist von oben nach unten vier Schichten auf:
- Eine erste Schicht 210 (Deckschicht oder Informationsschicht 210) besteht aus Siliziumdioxid
(SiO2) und weist bevorzugt eine Schichtdicke von etwa 50 Nanometer (+/etwa 10%) auf;
- Eine zweite Schicht 212 (Absorptionsschicht 212) besteht aus TiNxO2-x und weist bevorzugt eine Schichtdicke von etwa 250 Nanometer (+/- etwa 50%) auf;
- Eine dritte Schicht 214 (Pufferschicht 214) besteht aus metallischem Titan weist bevorzugt
eine Schichtdicke von etwa 1 bis 10 Mikrometer, bevorzugt etwa 1 Mikrometer auf;
- Eine vierte Schicht 218 (Isolations- und Trägerschicht 218) besteht aus Polyimid und
weist bevorzugt eine Schichtdicke von etwa 100 bis 300 Mikrometer, bevorzugt etwa
250 Mikrometer auf. In dieser Schicht 218 erfüllt das Schichtmaterial Polyimid sowohl
die Trägerfunktion als auch die Isolationsfunktion.
[0054] Auch in dieser Ausführungsform bilden die Informationsschicht 110 und die Absorptionsschicht
112 zusammen eine Antireflexschicht 250 oder ein Antireflexsystem 250 zumindest für
die eingebrachte Strahlung 202, d. h. für die entsprechende Wellenlänge, derart, dass
die Strahlung im Wesentlichen ohne Reflexion in die Absorptionsschicht 212 vordringt.
[0055] Neben dem Schichtaufbau sind wiederum durch Linien Funktionsbereiche dargestellt.
Die Funktionsbereiche ergeben sich von oben nach unten wie folgt:
- Eine erste Funktionszone 220 bildet die Informationszone 220;
- Eine zweie Funktionszone 222 bildet die Absorptionszone 222;
- Eine dritte Funktionszone 224 bildet die Pufferzone 224;
- Eine vierte Funktionszone 226 bildet die Isolationszone 226;
- Eine fünfte Funktionszone 228 bildet die Trägerzone 228.
- Eine weitere Funktionszone 260 bildet die Antireflexzone 222;
[0056] In der Figur 3 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung für eine hinsichtlich
des Nutzungsgrades der eingebrachten Strahlung 302 optimierte Druckform 300 mit amphiphilen
Molekülen gezeigt.
[0057] Die dargestellte Druckform 300 besteht vorzugsweise aus drei Schichten:
- Eine etwa 100 bis 500 Nanometer dicke erste Schicht 312 (Absorptionsschicht 312) aus
Titan, Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff (Ti-C, N, O). Es können aber auch andere
Materialien bzw. Materialsysteme eingesetzt werden, die eine geringe optische Eindringtiefe
aufweisen. Das verwendete Material sollte entweder zumindest an der Oberfläche den
Bebilderungs-Prozessanforderungen genügen (in diesem Fall ist die Absorptionsschicht
zumindest an ihrer Außenseite zugleich die Deck- oder Informationsschicht) oder aber
mit einer weiteren, äußeren Schicht versehen werden (in diesem Fall existiert eine
separate Deck- oder Informationsschicht), die diesen Anforderungen genügt, beispielsweise
TiO2. Die Schicht 312 weist für die Strahlung 302 einen Reflexionsgrad von vorzugsweise
weniger als etwa 20% auf, d. h. die Absorptionsschicht 312 kann gleichzeitig eine
Antireflex-Funktion erfüllen bzw. eine Antireflexschicht bilden;
- Eine etwa 0,3 bis 10 Mikrometer, bevorzugt 0,5 bis 2 Mikrometer dicke zweite Schicht
314 (Pufferschicht 314) aus Edelstahl. Anstelle von Edelstahl kann auch ein anderes
Material mit im Vergleich zu einem Polymer guter Wärmeleitfähigkeit gewählt werden,
wobei die Wärmeabsorption pro Flächeneinheit und Grad Kelvin (J/(m2K)) in etwa derjenigen von 500 Nanometer Edelstahl entsprechen sollte. Ferner kann
auch ein periodischer Schichtstapel zweier oder mehrerer Materialen, vorzugsweise
Metalle (z. B. Molybdän und/oder Titan) vorgesehen sein;
- Eine etwa 100 bis 300 Mikrometer dicke Trägersicht 318 aus Polyimid-Folie (bzw. Kapton®),
welche neben der Trägerfunktion auch die thermische Isolationsfunktion erfüllt, d.
h. die Trägerschicht 318 bildet zugleich die Isolationsschicht. Neben Polyimid sind
auch andere Polymere denkbar, die den besonderen thermischen, chemischen und mechanischen
Einflüssen und Belastungen während der Bebilderung oder des Druckens standhalten.
[0058] Anstelle einer Polymer-Folie kann auch ein Träger aus Blech, vorzugsweise Stahl-
oder Aluminium-Blech verwendet werden, wobei das Blech vorzugsweise mit einer etwa
10 oder nur etwa 5 Mikrometer dicken Polyimid-Schicht versehen (z. B. durch Aufkleben)
sein kann.
[0059] Eine gegebenenfalls auf der Absorptionsschicht 312 aufgebrachte, als Informationsschicht
einsetzbare und mit der Absorptionsschicht 312 eine Antireflexschicht 350 bildende
weitere Schicht kann beispielhaft als eine TiO
2-Schicht ausgebildet sein, welche durch destruktive Interferenz die Reflexion des
eingestrahlten Lichts verringert (Beispiel: Brechungsindex von TiO
2 ist 1,8, Wellenlänge sei 900 Nanometer, Dicke sei 125 Nanometer).
[0060] Außer Titan (Ti), dessen Oxide oder Nitride kann in der Schicht 312 (bzw. in der
zusätzlichen Antireflexbeschichtung) auch Zirkonium (Zr), Mangan (Mn), Aluminium (Al),
Chrom (Cr), Tantal (Ta), Zinn (Sn), Zink (Zn) und Eisen (Fe), deren Oxide oder Nitride
oder Mischungen verwendet werden.
[0061] Die eingekoppelte Wärmeenergie muss bei dieser Ausführungsform nur wenig durch Wärmeleitung
transportiert werden, da die Einkopplung bereits sehr nahe der Oberfläche erfolgt.
In vorteilhafter Weise kann deshalb eine sehr dünne Pufferschicht 314 vorgesehen sein,
die weiterhin die Aufgabe hat, das Schichtinterface zwischen der Polyimid-Folie 318
und deren Beschichtung vor zu großer thermischer Belastung zu schützen.
[0062] Die Ti-C, N, O-Schicht 312 kann mit amphiphilen Molekülen hydrophobiert und durch
Laserbebilderung mit Infrarotlaser (Wellenlänge 1 = 700 bis 1100 Nanometer, Leistung
P = 150 Milliwatt bis 0,5 Watt) wieder hydrophiliert werden. Die Terminierung der
Schicht 312 mit amphiphilen Molekülen (z. B. Stearin-Phosphonsäure) geschieht nach
einer Aktivierung der Schicht 312 mit Ultraviolett-Licht (Xe2-, Hg-Strahler oder Atmosphärendruckplasma)
durch Benetzung mit einer 1 millimolaren ethanolischen Lösung der amphiphilen Moleküle,
anschließendem Abspülen der Schicht 312 mit dem Lösungsmittel und Trocknung mit N2.
[0063] Die Schicht 312 ist außerdem sehr abrasionsbeständig, was der Stabilität im Druckprozess
zugute kommt.
[0064] Das Polyimid-Trägermaterial liefert eine effektive thermische Isolation, so dass
die eingekoppelte Wärmeenergie im Wesentlichen zum Heizen eines nur 600 Nanometer
dicken Bereiches an der Oberfläche genutzt wird. Dadurch ist das Erreichen der Bebilderungstemperatur
bereits mit geringer Laserleistung möglich.
[0065] In Figur 3 sind neben der Schichtenfolge der Druckform 300 wiederum die Funktionszonen
durch Linien dargestellt: Eine Informationszone 320, eine Absorptionszone 322, eine
Pufferzone 324, eine Isolationszone 326, eine Trägerzone 328 und eine Antireflexzone
360. Die Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung für eine Druckform
400, welche auf dem Prinzip der thermischen Durchmischung beruht und während eines
Bebilderungsprozesses mit Laserstrahlung 402 entsprechend der Bildinformation beaufschlagt
wird.
[0066] Die dargestellte Druckform 400 besteht vorzugsweise aus drei Schichten:
- Eine etwa 1 bis 10 Mikrometer dicke Informationsschicht 410 eines schmelzbaren und
chemisch hydrophilierbaren Polymers, welches thermisch durchmischt werden kann;
- Eine etwa 100 bis 500 Nanometer dicke Absorptionsschicht 412 aus Titan, Kohlenstoff,
Stickstoff und Sauerstoff (Ti-C, N, O) oder Chrom, Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff
(Cr-C, N, O).
- Eine etwa 2 bis 5 Mikrometer dicke Pufferschicht 414 aus Molybdän. Anstelle von Molybdän
kann auch ein anderes Material mit im Vergleich zu einem Polymer guter Wärmeleitfähigkeit
gewählt werden, wobei die Wärmeabsorption pro Flächeneinheit und Grad Kelvin (J/(m2K)) in etwa derjenigen von 2 Mikrometer Molybdän entsprechen sollte. Ferner kann auch
ein periodischer Schichtstapel zweier oder mehrerer Materialen, vorzugsweise Metalle
(z. B. Molybdän und/oder Titan) vorgesehen sein;
- Eine etwa 100 bis 300 Mikrometer dicke Trägersicht 418 aus Polyimid-Folie (bzw. Kapton®),
welche neben der Trägerfunktion auch die thermische Isolationsfunktion erfüllt. Alternativen
zur Polyimid-Folie sind entsprechend dem Ausführungsbeispiel zur Figur 3 möglich.
[0067] Die Polymeroberfläche ist von Natur aus hydrophob und kann durch eine Behandlung
mit Chemikalien, z. B. mit KMnO4 oder durch Plasma- oder Ultraviolett-Behandlung großflächig
hydrophiliert werden, wobei die Eindringtiefe solcher Prozesse typischerweise 10 Nanometer
nicht übersteigt.
[0068] Wird das Polymer nun aufgeschmolzen, so durchmischen sich nicht hydrophilierte, tiefer
liegende Moleküle und hydrophilierte Moleküle der behandelten Oberfläche. Nach Erstarren
des Polymers ist der Anteil hydrophilierter Moleküle an der Oberfläche so groß wie
ihr Anteil in der Polymerschicht insgesamt, d. h. bei z. B. 1 Nanometer Hydrophilierungstiefe
und 5 Mikrometer Schichtdicke nur 0.2 pro Tausend. Die erstarrte Polymerschicht weist
somit wieder ihren hydrophoben Charakter auf.
[0069] Mit einem Diodenlaser kann die zuvor hydrophilierte Druckform folglich effektiv bebildert,
d. h. punktweise durch Aufschmelzen und thermisches Durchmischen hydrophobiert werden.
[0070] Da bei diesem Prozess die Wärmeenergie durch Wärmeleitung zur Oberfläche der Druckform
400 (also der Polymeroberfläche) geleitet wird, außerdem ein größeres Volumen (Pufferschicht
414 und Polymerschicht 410) aufgeheizt, sowie die Schmelzenthalpie aufgebracht werden
muss, ist die Speicherung von deutlich mehr Energie notwendig, als im Ausführungsbeispiel
zur Figur 3. Dieser Tatsache wird in dieser Ausführungsform durch eine dickere Pufferschicht
414 Rechnung getragen.
[0071] In Figur 4 sind wiederum neben der Schichtenfolge der Druckform 400 die Funktionszonen
der Druckform 400 durch Linien dargestellt: Eine Informationszone 420, eine Absorptionszone
422, eine Pufferzone 424, eine Isolationszone 426 und eine Trägerzone 428.
[0072] Allen gezeigten Ausführungsformen ist gemein, dass den Druckformen 100, 200, 300
und 400 Funktionszonen zugewiesen werden können, wobei die Funktionszonen vorzugsweise
folgende Eigenschaften aufweisen:
- Deck- oder Informationszone: hohe Abrasionsbeständigkeit und gute thermisch induzierte
Strukturierbarkeit entsprechend der zu erzeugenden Bildinformation;
- Absorptionszone: hohe Absorptionsfähigkeit, d. h. geringe optische Eindringtiefe,
zumindest für die eingestrahlte Bebilderungswellenlänge, bedingt durch eine hohe Konzentration
von Absorptionszentren zumindest nahe der Oberfläche, z. B. in einem Bereich von weniger
als etwa 200 Nanometer Tiefe;
- Pufferzone bzw. angepasste Pufferzone: hohe Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit;
vorzugsweise große Dicke im Vergleich zur Absorptionszone;
- Isolationszone: geringe Wärmeleitfähigkeit und/oder geringe Wärmekapazität im Vergleich
zur Pufferzone;
- Trägerzone: ausreichende mechanische Stabilität, hoher E-Modul;
- Antireflexzone: geringe Reflexion zumindest für die Bebilderungswellenlänge.
[0073] Die Erfindung ist auch bei Druckprozessen einsetzbar, bei denen das Druckbild durch
Laserstrahlung in eine vollflächige Farbschicht auf der Druckform geschrieben wird.
Dabei wird die zunächst harte Farbschicht an den Bebilderungspunkten verflüssigt und
durch einen entsprechend gegebenen Erstarrungsverzug der Druckfarbe kann das Druckbild
auf einen Bedruckstoff übertragen werden.
[0074] Bei dieser Ausführungsform der Erfindung weist die Druckform eine Trägerschicht (entsprechend
118 in Figur 1), eine Isolationsschicht (entsprechend 116 in Figur 1), wobei die Träger-
und die Isolationsschicht auch eine Einheit bilden können (entsprechend 218 in Figur
2), und eine Pufferschicht (entsprechend 114 in Figur 1) auf. Die Absorptionsschicht
(entsprechend 112 in Figur 1) und auch die Informationsschicht (entsprechend 110 in
Figur 1) werden von der aufgebrachten Farbschicht gebildet. Alternative kann die Absorptionsschicht
auch untrehalb der Frabshicht angeordnet sein.
Bezugszeichenliste:
[0075]
- 100
- Druckform
- 102
- Laserstrahlung
- 110
- Deckschicht/Informationsschicht
- 112
- Absorptionsschicht
- 114
- Pufferschicht
- 116
- Isolationsschicht
- 118
- Trägerschicht/Träger/Zylinder
- 120
- Informationszone
- 122
- Absorptionszone
- 124
- Pufferzone
- 126
- Isolationszone
- 128
- Trägerzone
- 150
- Antireflexschicht/Antireflexsystem
- 160
- Antireflexzone
- 170
- eingestrahlte Energie
- 172
- Reflexionsverlust
- 174
- Transmissionsverlust
- 176
- deponierte Wärmeenergie
- 178
- Wärmeleitung
- 180
- gepufferte Wärmeenergie
- 182
- Wärmeleitung
- 190
- eingekoppelte Wärmeenergie
- 200
- Druckform
- 202
- Laserstrahlung
- 210
- Informationsschicht
- 212
- Absorptionsschicht
- 214
- Pufferschicht
- 218
- Isolations- und Trägerschicht/Träger
- 220
- Informationszone
- 222
- Absorptionszone
- 224
- Pufferzone
- 226
- Isolationszone
- 228
- Trägerzone
- 250
- Antireflexschicht/Antireflexsystem
- 260
- Antireflexzone
- 300
- Druckform
- 302
- Laserstrahlung
- 312
- Absorptionsschicht
- 314
- Pufferschicht
- 318
- Trägerschicht/Träger
- 320
- Informationszone
- 322
- Absorptionszone
- 324
- Pufferzone
- 326
- Isolationszone
- 328
- Trägerzone
- 350
- Antireflexschicht/Antireflexsystem
- 360
- Antireflexzone
- 400
- Druckform
- 402
- Laserstrahlung
- 410
- Informationsschicht
- 412
- Absorptionsschicht
- 414
- Pufferschicht
- 418
- Trägerschicht/Träger
- 420
- Informationszone
- 422
- Absorptionszone
- 424
- Pufferzone
- 426
- Isolationszone
- 428
- Trägerzone
1. Druckform mit mehreren flächigen Funktionszonen, welche zumindest eine entsprechend
einer Bildinformation veränderbare Informationszone (110, 210, 312, 410) und eine
Absorptionszone (112, 212, 312, 412) für Energie einer Strahlung (102, 202, 302, 402)
aufweist, und dass eine zumindest teilweise von der Absorptionszone (112, 212, 312,
412) verschiedene Pufferzone (114, 214, 314, 414) vorgesehen ist, welche Energie von
der Absorptionszone (112, 212, 312, 412) aufnimmt und Energie an die Informationszone
(110, 210, 312, 410) abgibt, und dass die Pufferzone (114, 214, 314, 414) dicker als
die Absorptionszone (112, 212, 312, 412) ausgebildet ist, insbesondere eine Dicke
von etwa 0,5 bis 10 Mikrometer oder eine Dicke von etwa 1 Mikrometer aufweist, und
dass eine thermische Isolationszone (116, 218, 318, 418) zumindest teilweise unterhalb
der Pufferzone (114, 214, 314, 414) vorgesehen ist, und dass die Pufferzone (114,
214, 314, 414) zumindest teilweise unterhalb der Absorptionszone (112, 212, 312, 412)
vorgesehen ist, und dass die Druckform (100, 200, 300, 400) einen Träger (118, 218,
318, 418) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Antireflex-Zone (160, 260, 360) für die Strahlung (102, 202, 302) vorgesehen
ist, und dass die Antireflex-Zone (160, 260, 360) von der entsprechend einer Bildinformation
veränderbaren Informationszone (110, 210, 312, 410) und der Absorptionszone (112,
212, 312, 412) gebildet ist.
2. Druckform nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pufferzone (114, 214, 314, 414) als angepasste Pufferzone ausgebildet ist.
3. Druckform nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die entsprechend einer Bildinformation veränderbare Informationszone (110, 210, 312,
410) als eine äußere Bildinformation tragende oder tragfähige Zone (110, 210, 312,
410) ausgebildet ist.
4. Druckform nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die entsprechend einer Bildinformation veränderbare Informationszone (110, 210, 312,
410) als eine äußere Bildinformation tragende oder tragfähige Farbschicht (312) oder
Polymerschicht (410) ausgebildet ist.
5. Druckform nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest die Absorptionszone (112, 212, 312, 412) und die Pufferzone (114, 214,
314, 414) als separate Schichten ausgebildet sind.
6. Druckmaschine mit wenigstens einem Druckzylinder,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druckzylinder (118) mit einer Druckform (100, 200, 300, 400) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche versehen ist oder dass der Druckzylinder (118) eine Druckform (100, 200,
300, 400) nach einem der vorhergehenden Ansprüche bildet.
1. Printing forme having a number of flat functional zones including at least an information
zone (110, 210, 312, 410) modifiable in accordance with image information, an absorption
zone (112, 212, 312, 412) for radiation energy (102, 202,302,402), and that a buffering
zone (114, 214, 314, 414) that is at least partly different from the absorption zone
(112, 212, 312, 412) is provided to absorb energy from the absorption zone (112, 212,
312, 412) and to release energy to the information zone (110, 210, 312, 410), and
that the buffering zone (114, 214, 314, 414) is thicker than the absorption zone (112,
212, 312, 412) and in particular has a thickness of between about 0.5 and 10 micrometres
or a thickness of about 1 micrometre, and that a thermal isolation zone (116, 218,
318, 418) is provided at least partly underneath the buffering zone (114, 214, 314,
414), and that the buffering zone (114, 214, 314, 414) is disposed at least partly
underneath the absorption zone (112, 212, 312, 412), and that the printing forme (100,
200, 300,400) has a carrier (118,218,318,418),
characterized in
that an anti-reflex zone (160, 260, 360) for the radiation (102, 202, 302) is provided,
and that the anti-reflex zone (160, 260, 360) is formed by the information zone (110,
210, 312, 410) modifiable in accordance with image information and the absorption
zone (112, 212, 312, 412).
2. Printing forme according to claim 1,
characterized in
that the buffering zone (114, 214, 314, 414) is embodied as an adapted buffering zone.
3. Printing forme according to any one of the preceding claims,
characterized in
that the information zone (110, 210, 312, 410) modifiable in accordance with image information
is embodied as an outer zone (110, 210, 312, 410) carrying or capable of carrying
image information (110, 210, 312, 410).
4. Printing forme according to one of the preceding claims 1 or 2,
characterized in
that the information zone (110, 210, 312, 410) modifiable in accordance with image information
is embodied as an outer ink layer (312) or polymer layer (410) carrying or capable
of carrying image information.
5. Printing forme according to any one of the preceding claims,
characterized in
that at least the absorption zone (112, 212, 312, 412) and the buffering zone (114, 214,
314, 414) are embodied as separate layers.
6. Printing machine including at least one printing cylinder,
characterized in
that the printing cylinder (118) is provided with a printing forme (100, 200, 300, 400)
according to any one of the preceding claims, or that the printing cylinder (118)
forms a printing forme (100, 200, 300, 400) according to any one of the preceding
claims.
1. Forme d'impression avec plusieurs zones de fonction étendues, qui comprennent au moins
une zone d'information (110, 210, 312, 410) et une zone d'absorption (112, 212, 312,
412) pour l'énergie d'un rayonnement (102, 202, 302, 402) et en ce qu'une zone tampon
(114, 214, 314, 414) au moins partiellement différente de la zone d'absorption (112,
212, 312, 412) laquelle absorbe l'énergie de la zone d'absorption (112, 212, 312,
412) et transmet l'énergie à la zone d'information (110, 210, 312, 410) et en ce que
la zone tampon (114, 214, 314, 414) est plus épaisse que la zone d'absorption (112,
212, 312, 412), présente en particulier une épaisseur d'environ 0,5 à 10 micromètres
ou une épaisseur d'environ 1 micromètre et en ce qu'une zone d'isolation thermique
(116, 218, 318, 418) est prévue au moins partiellement en dessous de la zone d'absorption
(112, 212, 312, 412) et que la forme d'impression (100, 200, 300, 400) présente un
support (118, 218, 318, 418),
caractérisée en ce
qu'une zone antireflet (160, 260 360) est prévue pour le rayonnement (102, 202, 302)
et en ce que la zone antireflet (160, 260 360) est constituée par la zone d'information
(110, 210, 312, 410) modifiable en fonction d'une information d'image correspondante
et par la zone d'absorption (112, 212, 312, 412).
2. Forme d'impression selon la revendication 1
caractérisée en ce
que la zone tampon (114, 214, 314, 414) est réalisée comme une zone tampon adaptée.
3. Forme d'impression selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la zone d'information (110, 210, 312, 410) modifiable en fonction d'une information
d'image correspondante est réalisée comme une zone (110, 210, 312, 410) porteuse ou
apte à supporter une information d'image externe.
4. Forme d'impression selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce
que la zone d'information (110, 210, 312, 410) modifiable en fonction d'une information
d'image correspondante est réalisée comme une couche d'encre (312) ou une couche de
polymère (312) porteuse ou apte à supporter une information d'image externe.
5. Forme d'impression selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'au moins la zone d'absorption (112, 212, 312, 412) et la zone tampon (114, 214, 314,
414) sont réalisées comme des couches séparées.
6. Machine d'impression avec au moins un cylindre d'impression,
caractérisée en ce
que le cylindre d'impression (118) est muni d'une forme d'impression (100, 200, 300,
400) selon l'une des revendications précédentes ou en ce que le cylindre d'impression
(118) constitue une forme d'impression (100, 200, 300, 400) selon l'une des revendications
précédentes.