Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen von Folienteilen aus einem
Folienband auf Objekte, umfassend eine Einrichtung zum Zuführen des Folienbandes entlang
einer ersten Richtung, ein Transportsystem zum schrittweisen Transportieren der Objekte
entlang mindestens einer ersten Bahn und einer zweiten Bahn, wobei die Bahnen parallel
zueinander sind und in einer zweiten Richtung verlaufen, welche zur ersten Richtung
einen Winkel einschliesst, und mindestens zwei Werkzeuge zum Herstellen der Folienteile
aus dem Folienband und zum Aufbringen der Folienteile auf ein erstes Objekt auf der
ersten Bahn und auf ein zweites Objekt auf der zweiten Bahn. Die Erfindung betrifft
ferner ein Werkzeug und einen Objektträger für eine solche Vorrichtung sowie ein Verfahren
zum Aufbringen von Folienteilen.
Stand der Technik
[0002] Vorrichtungen der oben genannten Art sind bekannt. Sie dienen beispielsweise zum
Verschliessen von mit Nahrungsmitteln gefüllten Bechern aus Kunststoff oder Aluminium
durch Foliendeckel. Eine weitere Anwendung ist das Verschliessen von ausgestanzten
Öffnungen in vorgefertigten Deckeln aus Weissblech oder Aluminium für entsprechende
Dosen. Dabei wird eine die Öffnung verschliessende Membran so auf den Deckel aufgebracht,
dass sie durch Aufreissen wieder entfernbar ist und so die Öffnung freigegeben wird.
Das Folienband kann entsprechend aus einem Kunststoff, einem Metall oder aus einem
Verbundmaterial hergestellt sein. Damit das Bandmaterial gut genutzt wird und nicht
zuviel Ausschuss anfällt, müssen die Breite des Folienbandes, die Anzahl der Bahnen,
der Winkel zwischen dem Folienband und der Transportrichtung der Objekte sowie die
Transportbewegungen der Objekte und des Folienbandes aufeinander abgestimmt werden.
Bei der Herstellung kleinerer Folienteile wird beispielsweise die Anzahl Bahnen vergrössert.
[0003] Bei den bekannten Vorrichtungen ist die Anzahl der Bahnen im Prinzip vorgegeben.
Falls eine Veränderung der Anzahl Bahnen überhaupt möglich ist, erfordert sie einen
weitreichenden, aufwändigen Umbau der Vorrichtung. Dies nimmt eine geraume Zeit in
Anspruch, so dass jede Änderung der Konfiguration einen erheblichen Produktionsunterbruch
zur Folge hat. Sollen Folienteile einer anderen Form und/oder Grösse aus dem Folienband
hergestellt werden, wird zudem der Winkel zwischen dem Folienband und den Transportbahnen
der Objekte verändert, damit das Folienmaterial gut ausgenutzt werden kann. Die Veränderung
des Winkels bedeutet aber ebenfalls einen hohen Arbeitsaufwand.
Darstellung der Erfindung
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörende
Vorrichtung zum Aufbringen von Folienteilen aus einem Folienband auf Objekte zu schaffen,
welche eine schnelle und einfache Anpassung an unterschiedliche Formen und/oder Grössen
der Folienteile, eine gute Ausnutzung des Folienmaterials sowie eine hohe Produktivität
ermöglicht.
[0005] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der
Erfindung ist der Winkel zwischen der ersten Richtung und der zweiten Richtung fest
vorgegeben. Das Transportsystem weist auswechselbare Objektträger auf, die sich über
die mindestens zwei parallelen Bahnen erstrecken und die Anzahl paralleler Bahnen
und Abstände zwischen den Bahnen bestimmen. Die Werkzeuge sind zudem auswechselbar
und ihre Querabstände sind veränderbar. Die Anzahl der Bahnen wird nicht durch die
Vorrichtung an sich bestimmt, sondern lediglich durch die (auswechselbaren) Objektträger.
Die Anzahl der Bahnen kann durch Auswechseln der Objektträger schnell und einfach
geändert werden, es ist kein aufwändiger Umbau erforderlich. Die Anpassung der Konfiguration
an unterschiedliche Formen und/oder Grössen der herzustellenden Folienteile erfolgt
bei der erfindungsgemässen Vorrichtung also durch den Austausch der Objektträger (und
gegebenenfalls einer entsprechenden Neueinstellung der Schrittweite) sowie durch Auswechseln
und/oder Neupositionieren der Werkzeuge. Der Winkel zwischen dem Folienband und den
Transportbahnen bleibt unverändert.
[0006] Der Austausch der Objektträger und/oder Werkzeuge kann innert kürzester Zeit erfolgen,
so dass durch eine Änderung der Form bzw. Grösse der herzustellenden Deckel kaum Produktionsunterbrüche
verursacht werden. Ein aufwändiger Umbau zur Änderung der Anzahl Transportbahnen oder
zur Anpassung des Winkels zwischen dem Folienband und den Bahnen ist nicht notwendig.
Entsprechend ergibt sich eine hohe Produktivität, besonders für Verpackungsmaschinen,
welche oft an andere Deckelgrössen angepasst werden. Schliesslich weist die Vorrichtung
eine hohe Flexibilität auf, so dass das vorhandene Folienmaterial optimal ausgenutzt
werden kann.
[0007] Mit Vorteil beträgt der fest vorgegebene Winkel zwischen der ersten Richtung und
der zweiten Richtung 30-60°, bevorzugt 45-55°. Ein derartiger Winkel zwischen der
Transportrichtung der Objekte und der Zuführrichtung des Folienbandes erlaubt einerseits
die konfliktfreie Anordnung der Folienzuführung und des Transportsystems. Andererseits
können Folienteile vieler unterschiedlicher Formen bzw. Grössen so aus dem Folienband
hergestellt werden, dass das Folienmaterial gut genutzt wird und wenig Ausschuss anfällt.
Als besonders vorteilhaft hat sich ein Winkel von ca. 52° herausgestellt.
[0008] Vorzugsweise ist die Einrichtung zum Zuführen des Folienbandes derart ausgebildet,
dass Folien unterschiedlicher Breite verarbeitet werden können. Die Einrichtung zum
Zuführen kann beispielsweise Transportwalzen einer bestimmten maximalen Breite aufweisen,
welche auch die Zuführung von Folienbändern einer geringeren Breite zulassen. Dadurch
wird die Flexibilität der Vorrichtung gesteigert und eine optimale Ausnutzung des
Folienmaterials ermöglicht.
[0009] Alternativ kann die Breite des Folienbandes fest vorgegeben sein, und die Anpassung
an unterschiedliche Formen bzw. Grössen der Folienteile erfolgt ausschliesslich durch
die Änderung der Bahnzahl, des Werkzeugabstands und/oder der Dimensionen der Objektträger.
[0010] Bevorzugt verlaufen die Objektträger quer zur zweiten Richtung, d. h. quer zur Transportrichtung
der Objekte. Dies ermöglicht die Abdeckung der gesamten Breite der Bahnen durch kürzestmögliche
Objektträger. Solche Träger können zudem eine einfache rechteckige Grundfläche aufweisen
und entlang ihrer Längsseiten seitlich der Bahnen am Transportsystem befestigt werden.
Diese Anordnung ermöglicht ausserdem einen einfachen Rücktransport der Objektträger,
nachdem die Folienteile aufgebracht und die Objekte wieder aus den Trägern entnommen
worden sind.
[0011] Alternativ kann die Hauptachse der Objektträger schräg zur Transportrichtung der
Objekte verlaufen. In diesem Fall weisen die Objektträger beispielsweise eine parallelogrammförmige
Grundfläche auf. In derselben Vorrichtung können gegebenenfalls wahlweise rechteckige,
zur Transportrichtung senkrecht angeordnete Objektträger oder parallelogrammförmige,
zur Transportrichtung schräg angeordnete Objektträger verwendet werden. Dies schafft
eine zusätzliche Flexibilität bei der Anpassung an andere Objekte.
[0012] Mit Vorteil weist die Vorrichtung einen Querträger auf, an welchem die Werkzeuge
an verschiedenen Querpositionen befestigbar sind. Ein Querträger erlaubt die Befestigung
der Werkzeuge im Wesentlichen über die gesamte Breite der Transportbahnen. Er ermöglicht
zudem einen einfachen und kostengünstigen Aufbau der Vorrichtung.
[0013] Bevorzugt weist der Querträger an den verschiedenen Querpositionen unterschiedlich
ausgebildete Aufnahmen auf, so dass jedes der Werkzeuge nur in bestimmten der Querpositionen
aufgenommen werden kann. Dadurch wird die Anordnung der Werkzeuge an einer falschen
Position verunmöglicht.
[0014] Eine Vorrichtung soll beispielsweise eine gewisse Anzahl verschiedener Behältertypen
mit Deckeln verschiedener Form und/oder Grösse verschliessen können. Die zu verwendende
Folienbreite, die Anzahl der Bahnen und die Position der Werkzeuge wird nun für jeden
Behälter- bzw. Deckeltyp so vorgegeben, dass eine möglichst schnelle Verarbeitung
bei möglichst wenig Ausschuss erreicht wird. Für jeden Deckeltyp steht eine gewisse
Anzahl Werkzeuge zur Verfügung, welche sich nach der jeweiligen vorgegebenen Bahnanzahl
richtet. Ein Werkzeug für einen bestimmten Deckeltyp lässt sich nun nur an den für
den jeweiligen Behältertyp vorgegebenen Querpositionen am Querträger anbringen.
[0015] Am Querträger können zum Befestigen der Werkzeuge an der jeweils richtigen Position
mehrere Gruppen von Stiften und/oder Ausnehmungen angeordnet sein, wobei die Werkzeuge
mehrere Ausnehmungen und/oder Stifte aufweisen, welche mit mindestens einer der Gruppen
von Stiften und/oder Ausnehmungen zusammenwirken können. Die Stifte bzw. Ausnehmungen
des Werkzeugs wirken also mit einer Gruppe von Stiften bzw. Ausnehmungen am Querträger
zusammen wie ein Schlüssel mit einem Schloss, indem in Ausnehmungen des Werkzeugs
Stifte des Querträgers und/oder in Ausnehmungen des Querträgers Stifte des Werkzeugs
eingreifen.
[0016] Alternativ erfolgt die Aufnahme der Werkzeuge am Querträger an unterschiedlich geformten
Profilen. Auch können die Aufnahmen alle identisch ausgebildet sein, wobei die richtige
Positionierung der Werkzeuge beispielsweise durch Markierungen oder eine Farbcodierung
unterstützt wird. Die Werkzeuge können zudem statt an einem Querträger auch beispielsweise
an seitlichen Halteelementen oder nach innen weisenden, über den Transportbahnen angeordneten
Auslegern befestigbar sein. Die Positionierung und/oder das Auswechseln der Werkzeuge
kann automatisiert werden, z. B. indem die Werkzeuge auf einer quer verlaufenden Schiene
verschiebbar angeordnet sind, und indem Werkzeuge zwischen der Schiene und einem Werkzeugmagazin
ausgetauscht werden können.
[0017] Ein Werkzeug zum Herstellen eines Folienteils aus einem Folienband, insbesondere
durch Ausstanzen, und zum Aufbringen des Folienbandes auf ein Objekt ist in seiner
Querposition veränderbar an der erfindungsgemässen Vorrichtung befestigbar. Das Werkzeug
kann neben dem Stanzstempel beispielsweise noch ein Heizelement zum Siegeln des Deckels
und/oder eine Matrize zum Abstreifen des Deckels vom Stanzwerkzeug aufweisen.
[0018] Zur Befestigung an der erfindungsgemässen Vorrichtung weist das Werkzeug mit Vorteil
mehrere Ausnehmungen und/oder Stifte auf, welche mit einer an der Vorrichtung angeordneten
Gruppe von Stiften und/oder Ausnehmungen zusammenwirken können.
[0019] Ein Objektträger zur Verwendung in der erfindungsgemässen Vorrichtung kann mindestens
zwei Objekte, beispielsweise becherartige Behälter oder vorgefertigte, mit einer Membran
zu versehende Deckel, aufnehmen. Er ist an der Vorrichtung auswechselbar angebracht.
Die Anzahl Bahnen in der Vorrichtung wird durch die Anzahl und die Anordnung der vom
Objektträger gehaltenen Objekte bestimmt, der Träger kann beispielsweise quer zu den
Bahnen verlaufen und in einer Reihe eine Anzahl Objekte tragen, welche der Anzahl
Bahnen entspricht.
[0020] Ein Verfahren zum Aufbringen von Folienteilen aus einem Folienband auf Objekte umfasst
folgende Schritte:
a) Das Folienband wird entlang einer ersten Richtung zugeführt.
b) Die Objekte werden entlang mindestens einer ersten Bahn und einer zweiten Bahn
schrittweise transportiert, wobei die Bahnen parallel zueinander sind und in einer
zweiten Richtung verlaufen, welche zur ersten Richtung einen fest vorgegebenen Winkel
einschliesst.
c) Die Folienteile werden aus dem Folienband hergestellt und auf ein erstes Objekt
auf der ersten Bahn und auf ein zweites Objekt auf der zweiten Bahn aufgebracht.
d) Die Objekte werden in auswechselbaren Objektträgern gehalten, die sich über die
mindestens zwei parallelen Bahnen erstrecken und die Anzahl paralleler Bahnen und
Abstände zwischen den Bahnen bestimmen.
[0021] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung;
- Fig. 2A-C
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemässen Verfahrens;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der Konfiguration der Objektträger und der Folienbahn;
- Fig. 4A-C
- schematische Darstellungen verschiedener möglicher Konfigurationen bei vorgegebener
Gesamtbreite der Objektträger und vorgegebenem Winkel zwischen der Transportrichtung
und der Richtung der Folienbahn;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Befestigung eines Werkzeugs der erfindungsgemässen
Vorrichtung; und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung verschiedener möglicher Konfigurationen von Werkzeugen.
[0023] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0024] Die Figur 1 ist eine schematische Ansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung. Dargestellt
sind zwei Werkzeuge 10, 20 zum Herstellen von Folienteilen aus einem Folienband 30
und zum Aufbringen der Folienteile auf becherartige Behälter sowie deren Lagerung
und Betätigung. Die Vorrichtung umfasst weitere (nicht dargestellte) Elemente, namentlich
eine Einrichtung zum Zuführen des Folienbandes 30 aus Kunststoff, Metall oder einem
Verbundmaterial, welche in an sich bekannter Weise ausgebildet werden kann, beispielsweise
durch zwei vor und hinter der Arbeitsstelle angeordnete Walzenpaare, welche das Folienband
30 schrittweise in einer Folienförderrichtung 31 fördern können. Ein weiteres Element
ist ein Transportsystem zum Transportieren der auf Objektträgern gehaltenen Behälter
in einer Transportrichtung 41. Dieses Transportsystem ist unterhalb der Bahn des Folienbandes
30 angeordnet.
[0025] Die Werkzeuge 10, 20 weisen im Wesentlichen kubisch ausgebildete Lagergehäuse 11,
21 auf, in welchen die Stanzstempel auf Kugelführungen vertikal verschiebbar gelagert
sind. Die Stanzstempel sind am unteren Ende von vertikal orientierten Betätigungselementen
angeordnet. Die oberen Abschnitte dieser Betätigungselemente treten durch die Oberseiten
der Lagergehäuse 11, 21 hindurch, und an den oberen Enden ist jeweils ein Flansch
12, 22 befestigt. Die Werkzeuge 10, 20 umfassen weiter eine Kühlvorrichtung für die
Stanzstempel, welche sicherstellt, dass sich die ausgestanzten Folienteile leicht
von den Stempeln lösen lassen. Dieser Ablösungsprozess wird durch Abstreifer 13, 23
unterstützt, welche zwischen den Lagergehäusen 11, 21 und dem Folienband 30 angeordnet
sind und an welchen die Folienteile beim Zurückbewegen der Stempel abgestreift werden.
Die Werkzeuge 10, 20 umfassen ausserdem von den Stanzstempeln unabhängige Heizeinrichtungen
zum Siegeln der ausgestanzten Folienteile auf den Behälterrand. Zu diesem Zweck weist
das Folienband 30 auf seiner Unterseite einen entsprechenden Lack auf.
[0026] Die Werkzeuge 10, 20 sind auswechselbar an einem Rahmen 50 befestigt. Zu diesem Zweck
weist der Rahmen 50 einen quer zur Transportrichtung 41 angeordneten Durchbruch 51
auf, dessen Breite der Breite der Lagergehäuse 11, 21 der Werkzeuge 10, 20 entspricht.
Entlang der Längsseiten des Durchbruchs 51 weist der Rahmen 50 mehrere zylindrische
Öffnungen 52 auf. Wie in der Figur 5 am Beispiel des Werkzeugs 10 dargestellt, weist
das Lagergehäuse 11 an seinem unteren Ende seitliche Flansche 14a, 14b auf, an welchen
nach oben weisende Stifte 15a, 15b angeordnet sind. Die Dimensionen und Abstände dieser
Stifte 15a, 15b entsprechen den Dimensionen und Abständen der Öffnungen 52, so dass
das Werkzeug 10 am Rahmen 50 befestigt werden kann, indem die Stifte 15a, 15b von
unten her in die Öffnungen 52 eingreifen. Dabei liegen die seitlichen Flansche 14a,
14b des Lagergehäuses 11 direkt an der Unterseite des Rahmens 50 an. Die Stifte 15a,
15b weisen in ihrem obersten Abschnitt ein Gewinde auf, so dass das Werkzeug 10 mittels
Muttern 15a, 15b im Durchbruch 51 des Rahmens 50 lösbar befestigt werden kann. Die
Fixierung des Werkzeugs 10 kann alternativ beispielsweise auch durch oberhalb des
Rahmens 50 an den Stiften 15a, 15b angeordnete Klemmen oder durch eine Schraubverbindung
zwischen den Stiften 15a, 15b und den Öffnungen 52 erfolgen. Das zweite Werkzeug 20
ist auf dieselbe Weise am Rahmen 50 befestigt wie das erste Werkzeug 10.
[0027] Die Werkzeuge 10, 20 werden durch einen oberhalb derselben angeordneten Querbalken
60 betätigt. Dieser ist horizontal und schräg zum Durchbruch 51 und damit schräg zu
den Werkzeugen 10, 20 angeordnet. Dadurch wird mehr Platz geschaffen und die Folienführungen
können so nahe wie möglich beidseitig der Werkzeuge angeordnet werden. Der Querbalken
60 weist an seiner Unterseite zwei Flanschverbinder 61, 62 auf. Daran sind die oben
an den Betätigungselementen der Stanzstempel angeordneten Flansche 12, 22 unverschiebbar
befestigt, so dass die Bewegung der Stanzstempel durch den Querbalken 60 zwangsgesteuert
ist. Der Querbalken 60 ist mit einem linearen Antrieb (nicht dargestellt) gekoppelt,
welcher seine vertikale Auf- und Abbewegung 63 bewirkt.
[0028] Unten am Rahmen, zwischen dem Folienband 30 und den zu verschliessenden Behältern
ist ein Matrizenträger 53 mit einer Mehrzahl von Matrizen angeordnet, mit welchen
der Stanzstempel beim Ausstanzen und Aufbringen der Folienteile zusammenwirkt.
[0029] Der Rahmen 50 lässt sich mitsamt den eingesetzten Werkzeugen 10, 20 um eine Schwenkachse
54 hochklappen. Der Querbalken 60 kann von seinem Antrieb entkoppelt werden, so dass
er gemeinsam mit dem Rahmen 50 hochgeklappt werden kann. Zum Auswechseln der Werkzeuge
10, 20 werden zuerst die Flansche 12, 22 der Werkzeuge 10, 20 von den Flanschverbindern
61, 62 am Querbalken 60 gelöst. Anschliessend wird der Rahmen 50 hochgeklappt, um
einen Winkel von mindestens 90°. Daraufhin können die Befestigungselemente für die
Werkzeuge 10, 20 gelöst und die Werkzeuge 10, 20 von unten her entnommen werden. Neue
Werkzeuge werden wiederum von unten her in den Durchbruch eingeführt, und an ihrer
vorbestimmten Position befestigt. Nun werden der Rahmen 50 und der Querbalken 60 heruntergeklappt
und mittels einer Verriegelung 55 fixiert. Schliesslich werden die neuen Werkzeuge
an den Flanschverbindern 61, 62 fixiert und der Antrieb wieder mit dem Querbalken
60 gekoppelt.
[0030] In den Figuren 2A-C ist das erfindungsgemässe Verfahren schematisch dargestellt.
Das Folienband 30 wird entlang einer Folienförderrichtung 31 schrittweise zugeführt.
Zur besseren Orientierung ist eine willkürliche Querlinie 32 des Folienbandes 30 durch
eine gestrichelte Linie angedeutet. Die zu verschliessenden Behälter 71, 72,... sind
in Objektträgern 81, 82,... gehalten, welche entlang einer Transportrichtung 41 schrittweise
transportiert werden. Die Transportrichtung 41 und die Folienförderrichtung 31 schliessen
einen Winkel von ca. 50° ein. Alle Objektträger 81, 82,... sind identisch, zum Halten
zweier in Querrichtung angeordneter Behälter 71, 72,... ausgebildet. Sollen beispielsweise
Becher einer leicht konischen, sich nach oben erweiternden Form verschlossen werden,
können diese ganz einfach dadurch gehalten werden, dass sie in Öffnungen gestellt
werden, deren Form und Grösse einem Querschnitt in einer bestimmten Höhe des Bechers
entsprechen.
[0031] Die Figur 2A zeigt den Beginn eines Verpackungsvorgangs. Die ersten zu verschliessenden
Behälter 71, 72 sind im zweiten Objektträger 82 gehalten. Dieser befindet sich in
der Arbeitsposition, d. h. er ist so positioniert, dass sich die Behälter 71, 72 direkt
unter den Stanzwerkzeugen befinden. Während des Verschliessens der Behälter 71, 72
mit einem Foliendeckel stehen kurzzeitig sowohl die Folienbahn 30 als auch die Objektträger
81, 82 still. Die Stanzwerkzeuge werden abgesenkt, so dass in Zusammenwirkung mit
den unterhalb der Folienbahn 30 angeordneten Matrizen aus der Folienbahn 30 simultan
zwei Folienteile von runder Form hergestellt werden. Die Stanzwerkzeuge werden sodann
zurückgezogen, wobei durch die oberhalb der Folienbahn angeordneten Abstreifer vermieden
wird, dass die Folienteile an den Stanzwerkzeugen haften bleiben. Als Nächstes werden
nun die Heizeinrichtungen der Werkzeuge betätigt, um die Deckel auf die Ränder der
Behälter 71, 72 zu siegeln. Schliesslich wird die Heizeinrichtung von den Behälterrändern
zurückgezogen.
[0032] Sobald diese Schritte ausgeführt worden sind, können sowohl die Folienbahn 30 entlang
der Folienförderrichtung 31, als auch die Objektträger 81, 82 entlang der Transportrichtung
41 einen Schritt weiter transportiert werden. Es ergibt sich die in der Figur 2B dargestellte
Situation. Der zweite Objektträger 82 ist nun an die frühere Position des ersten Objektträgers
81 transportiert worden, und ein dritter Objektträger 83 mit den Behältern 73, 74
nimmt nun die Arbeitsposition unterhalb der Werkzeuge ein. Die Folienbahn 30 ist soweit
transportiert worden, dass die durch den Stanzvorgang entstandenen Löcher 91, 92 aus
dem Arbeitsbereich entfernt sind, d. h. aus jenem Bereich, in welchem im folgenden
Schritt die Folienteile ausgestanzt werden sollen.
[0033] Es schliesst sich nun erneut ein Arbeitsschritt an, bei welchem die Behälter 73,
74 mit Foliendeckeln verschlossen werden.
[0034] Die Figur 2C zeigt die Situation nach dem erneuten Weitertransport der Folienbahn
30 und der Objektträger 82, 83. Es ist deutlich sichtbar, dass die in der Folienbahn
30 entstandenen Löcher 91, 92, 93, 94 so angeordnet sind, dass nur sehr wenig Ausschuss
des Folienmaterials anfällt. Der Verpackungsprozess kann im Prinzip so lange in der
dargestellten Art weiterlaufen wie Folie nachgefördert werden kann. Nach dem Aufbringen
des Deckels und dem Wegtransport der Objektträger 81, 82,... aus der Arbeitsposition
werden die Behälter 71, 72,... aus den Objektträgern 81, 82,... entfernt und aus der
Vorrichtung wegbefördert. Die leeren Objektträger 81, 82, ... werden sodann wieder
in eine Beschickungsposition gebracht und dort erneut mit Behältern versehen. Der
Rücktransport erfolgt auf an sich bekannte Weise, beispielsweise kann das Transportsystem
durch ein unterhalb der Arbeitsebene umlaufendes Förderband gebildet sein, an welches
die Objektträger angekoppelt sind, oder die Objektträger werden vom Transportsystem
abgekoppelt und durch einen separaten Mechanismus asynchron zum Beschickungsort zurück
transportiert.
[0035] Die Figur 3 ist eine schematische Darstellung der Konfiguration der Objektträger
und der Folienbahn. Dargestellt sind einige typische vorgegebene und variable Parameter
der Vorrichtung zum Aufbringen der Folienteile, der Folienbahn 30 sowie des durchgeführten
Verfahrens. Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung ist der Winkel α zwischen der Folienförderrichtung
31 und der Transportrichtung 41 der Objektträger 81, 82 fest vorgegeben. In der Figur
3 dargestellt ist der Winkel β, welcher sich mit dem Winkel α zu einem rechten Winkel
ergänzt, d. h. α+β=90°. Für einen bestimmten Verpackungsvorgang ist zudem der Durchmesser
D der auszustanzenden Folienteile vorgegeben. Der Einfachheit halber gehen wir bei
der schematischen Darstellung in der Figur 3 von kreisrunden Folienteilen aus. Selbstverständlich
weisen die meisten herzustellenden Deckel aber eine kompliziertere Form auf, z. B.
weil zusätzlich Abziehlaschen ausgebildet werden sollen, oder weil anders, z. B. rechteckig
geformte Behälter verschlossen werden sollen. Dies hat aber lediglich zur Folge, dass
zusätzlich die Orientierung der auszustanzenden Folienteile relevant ist. Diese sollte
so gewählt werden, dass möglichst wenig Ausschuss produziert wird. Je nach Form und
Orientierung ergibt sich ein anderer effektiver Wert des Durchmessers D.
[0036] Der Durchmesser D bestimmt zusammen mit der maximalen Breite der Objektträger 81,
82 und der maximalen Breite der Folienbahn 30, welche Anzahl N von Werkzeugen nebeneinander
angeordnet werden können, d. h. wie viele Folienteile gleichzeitig erzeugt und auf
die Behälter aufgebracht werden können. Ausgehend vom Durchmesser D der Folienteile
und der Anzahl N der Werkzeuge wird eine Folienbreite B gewählt, welche ungefähr die
Anordnung von N Folienteilen des Durchmessers D quer zur Folienförderrichtung 31 erlaubt.
Durch Wahl des Winkels γ zwischen der Querrichtung des Folienbandes und der Verbindungslinie
der Mittelpunkte nebeneinander angeordneter Folienteile kann die Aufteilung so optimiert
werden, dass seitlich der ausgestanzten Folienteile ein möglichst schmaler Reststreifen
verbleibt. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass es bei üblichen Einrichtungen
zum Zuführen des Folienbandes 30 notwendig ist, dass beidseitig ein minimaler Streifen
verbleibt, so dass die Folie im Arbeitsbereich stets gespannt werden kann.
[0037] Aus den Parametern α, D, N, B und γ ergibt sich nun für eine optimale Bandausnutzung
eindeutig der Abstand A zwischen den Behältern 71, 72, die Schrittweite V
B eines Transportschritts in Transportrichtung 41 und die Schrittweite V
F der Einrichtung zum Weiterfördern des Folienbandes 30. Die Objektträger 81, 82 werden
also so gewählt, dass die darin gehaltenen Behälter 71, 72 einen Abstand A aufweisen,
und die Vorrichtung wird so gesteuert, dass die bestimmten Schrittweiten V
B, V
F eingehalten werden.
[0038] Die Figuren 4A-C sind schematische Darstellungen verschiedener möglicher Konfigurationen
bei vorgegebener Gesamtbreite der Objektträger und vorgegebenem Winkel zwischen der
Transportrichtung und der Richtung der Folienbahn. Der vorgegebene Winkel β beträgt
im dargestellten Beispiel ca. 38°. Die Figuren 4A, 4B zeigen das Verschliessen derselben
Behälter mit einem Durchmesser D
1, wobei im ersten Fall (Figur 4A) zwei Behälter 71, 72 nebeneinander im Abstand A
1 auf einem Objektträger 82 angeordnet sind und im zweiten Fall (Figur 4B) drei Behälter
71', 72', 73' im gleichen Abstand A
1 nebeneinander auf einem Objektträger 82'. Die Folienbreite B
2 im zweiten Fall ist entsprechend breiter gewählt als die Folienbreite B
1 im ersten Fall.
[0039] Im dritten, in der Figur 4C dargestellten Fall sollen Behälter 7 1 ", 72" mit einem
grösseren Durchmesser D
2 durch Foliendeckel verschlossen werden. Die Dimensionen der Vorrichtung erlauben
in diesem Fall nur die gleichzeitige Herstellung und Anbringung zweier Deckel. Es
werden deshalb nur zwei Deckel nebeneinander aus der Folienbahn ausgestanzt, und es
wird eine entsprechende Folie mit der Folienbreite B
3 gewählt. Der Abstand A
2 zwischen den Behältern wird so gewählt, dass die auszustanzenden Folienteile derart
auf der Folienbahn angeordnet sind, dass zwar die Folie während des Verpackungsvorgangs
nicht reisst, dass aber gleichzeitig möglichst wenig Ausschuss produziert wird.
[0040] Die in der folgenden Tabelle angegebenen Parameterwerte für die in den Figuren 4A-C
dargestellten Konfigurationen sind lediglich als Beispiele zu verstehen. Der Winkel
β beträgt konstant 38°:
| Konf. |
D [mm] |
N |
B [mm] |
A [mm] |
VB [mm] |
VF [mm] |
γ [°] |
| A |
72 |
2 |
161 |
119.5 |
89 |
79 |
12 |
| B |
72 |
3 |
234 |
119.5 |
89 |
79 |
12 |
| C |
98 |
2 |
206 |
158 |
120 |
101 |
13 |
[0041] Die Figur 6 ist eine schematische Darstellung verschiedener möglicher Konfigurationen
von Werkzeugen. Dargestellt sind wiederum die Konfigurationen A-C gemäss der oben
stehenden Tabelle. Benötigt werden für die Konfigurationen A und B Werkzeuge zum Herstellen
und Siegeln von Deckeln mit einem Durchmesser D
1 von 72 mm und für die Konfiguration C Werkzeuge für Deckel mit einem Durchmesser
D
1 von 98 mm. Im dargestellten Beispiel sind an den seitlichen Flanschen je zwei nach
oben weisende Stifte angeordnet, im ersten Fall mit einem Abstand von 80 mm, im zweiten
Fall mit einem Abstand von 100 mm. Damit die Werkzeuge gemäss den Konfigurationen
A-C im Durchbruch 51 des Rahmens 50 befestigt werden können, sind Öffnungen 52 so
anzuordnen, wie in der Figur 6 dargestellt. Der Deutlichkeit halber sind die Ausnehmungen
52 für das grössere Werkzeug als Dreiecke, diejenigen für das kleinere Werkzeug als
Kreise symbolisch dargestellt. Ausgehend von einer symmetrischen Anordnung der Werkzeuge
in Querrichtung müssen Ausnehmungen beidseitig der Symmetrieachse in Abständen von
19.75, 29, 40, 79.5, 99.75, 129 und 159.5 mm angeordnet werden. Wie leicht anhand
der Abstände festgestellt werden kann, können die Werkzeuge nur an Positionen fixiert
werden, welche den Konfigurationen A-C entsprechen. Eine falsche Positionierung ist
nicht möglich. Selbstverständlich lassen sich zusätzliche Öffnungen entlang des Durchbruchs
51 anordnen, um weitere Konfigurationen zu ermöglichen. Die Positionierung der Werkzeuge
kann durch Markierungen und/oder unterschiedliche Querschnittsformen der Stifte weiter
vereinfacht werden.
[0042] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Die
Anordnung und Betätigung der Stanzwerkzeuge kann anders erfolgen, beispielsweise können
die Werkzeuge einzeln angetrieben und von einer zentralen Steuerung synchron gesteuert
werden. Die Werkzeuge können zudem auf eine andere Art und Weise oberhalb der Folienbahn
befestigt sein, z. B. auf der Oberseite eines Rahmens oder an schräg verlaufenden
Schienen.
[0043] Neben den gezeigten ist eine Vielzahl weiterer Konfigurationen der Objektträger möglich.
Insbesondere können auch Behälter mit einem Foliendeckel verschlossen werden, bei
denen die zu verschliessende Öffnung nicht im Wesentlichen rund ist. In diesem Fall
schaffen die erfindungsgemässe Vorrichtung und das erfindungsgemässe Verfahren eine
grosse Flexibilität bei der Anordnung der auszustanzenden Folienteile auf dem Folienband;
die einander folgenden Objektträger müssen beispielsweise nicht alle gleich ausgeformt
sein, die Halteelemente für die Behälter können unterschiedliche Querpositionen und/oder
unterschiedliche Abstände aufweisen, oder die Objektträger sind schräg zur Transportrichtung
angeordnet. Auch das gleichzeitige Verschliessen unterschiedlich geformter Öffnungen
ist möglich, wenn die Objektträger Halteelemente für unterschiedliche Behälter aufweisen.
Ein einzelner Objektträger kann zudem mehrere parallele Reihen mit Halteelementen
für Behälter aufweisen, welche hintereinander bearbeitet werden.
[0044] Die erfindungsgemässe Vorrichtung lässt sich auch zum Verschliessen von ausgestanzten
Öffnungen in vorgefertigten Deckeln, beispielsweise aus Weissblech oder Aluminium,
einsetzen. Dabei wird eine die Öffnung verschliessende Membran so auf den Deckel aufgebracht,
dass sie der Benutzer durch Aufreissen wieder entfernen kann und so die Öffnung freigegeben
wird. Die derartig bearbeiteten Deckel werden auf entsprechende Dosen aus Weissblech
oder Aluminium aufgebracht.
[0045] Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung eine Vorrichtung zum
Aufbringen von Folienteilen aus einem Folienband auf Objekte geschaffen wird, welche
eine schnelle und einfache Anpassung an unterschiedliche Formen und/oder Grössen der
Folienteile, eine gute Ausnutzung des Folienmaterials sowie eine hohe Produktivität
ermöglicht.
1. Vorrichtung zum Aufbringen von Folienteilen aus einem Folienband (30) auf Objekte
(71...76), umfassend
a) eine Einrichtung zum Zuführen des Folienbandes (30) entlang einer ersten Richtung
(31);
b) ein Transportsystem zum schrittweisen Transportieren der Objekte (71...76) entlang
mindestens einer ersten Bahn und einer zweiten Bahn, wobei die Bahnen parallel zueinander
sind und in einer zweiten Richtung (41) verlaufen, welche zur ersten Richtung (31)
einen Winkel (α) einschliesst;
c) mindestens zwei Werkzeuge (10, 20) zum Herstellen der Folienteile aus dem Folienband
(30) und zum Aufbringen der Folienteile auf ein erstes Objekt (71) auf der ersten
Bahn und auf ein zweites Objekt (72) auf der zweiten Bahn;
dadurch gekennzeichnet, dass
d) der Winkel (α) zwischen der ersten Richtung (31) und der zweiten Richtung (41)
fest vorgegeben ist;
e) dass das Transportsystem auswechselbare Objektträger (81...84) aufweist, die sich
über die mindestens zwei parallelen Bahnen erstrecken und die Anzahl paralleler Bahnen
und Abstände zwischen den Bahnen bestimmen; und
f) dass die Werkzeuge (10, 20) auswechselbar und ihre Querabstände veränderbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der fest vorgegebene Winkel (α) zwischen der ersten Richtung (31) und der zweiten
Richtung (41) 30-60°, bevorzugt 45-55°, beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Zuführen des Folienbandes derart ausgebildet ist, dass Folienbänder
(30) unterschiedlicher Breite verarbeitet werden können.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Objektträger (81...84) quer zur zweiten Richtung verlaufen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Querträger (50), an welchem die Werkzeuge (10, 20) an verschiedenen Querpositionen
befestigbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (50) an den verschiedenen Querpositionen unterschiedlich ausgebildete
Aufnahmen (51, 52) aufweist, so dass jedes der Werkzeuge (10, 20) nur in bestimmten
der Querpositionen aufgenommen werden kann.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass zum Befestigen der Werkzeuge (10, 20) am Querträger (50) mehrere Gruppen von Stiften
und/oder Ausnehmungen (52) angeordnet sind und dass die Werkzeuge (10, 20) mehrere
Ausnehmungen und/oder Stifte (15a, 15b) aufweisen, welche mit mindestens einer der
Gruppen von Stiften und/oder Ausnehmungen (52) zusammenwirken können.
8. Werkzeug (10, 20) zum Herstellen eines Folienteils aus einem Folienband (30), insbesondere
durch Ausstanzen, und zum Aufbringen des Folienteils auf ein Objekt (71...76), für
eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es in seiner Querposition veränderbar an der Vorrichtung befestigbar ist.
9. Werkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Befestigung an der Vorrichtung mehrere Ausnehmungen und/oder Stifte (15a,
15b) aufweist, welche mit einer an der Vorrichtung angeordneten Gruppe von Stiften
und/oder Ausnehmungen (52) zusammenwirken können.
10. Objektträger (81...84) für eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens zwei Objekte (71...76), insbesondere becherartige Behälter, aufnehmen
kann und dass er an der Vorrichtung auswechselbar angebracht werden kann.
11. Verfahren zum Aufbringen von Folienteilen aus einem Folienband (30) auf Objekte (71...76),
wobei
a) das Folienband (30) entlang einer ersten Richtung (31) zugeführt wird;
b) die Objekte (71...76) mindestens entlang einer ersten Bahn und einer zweiten Bahn
schrittweise transportiert werden, wobei die Bahnen parallel zueinander sind und in
einer zweiten Richtung (41) verlaufen, welche zur ersten Richtung (31) einen fest
vorgegebenen Winkel (α) einschliesst;
c) die Folienteile aus dem Folienband (30) hergestellt und auf ein erstes Objekt (71)
auf der ersten Bahn und auf ein zweites Objekt (72) auf der zweiten Bahn aufgebracht
werden;
d) wobei die Objekte (71...76) in auswechselbaren Objektträgern (81...84) gehalten
werden, die sich über die mindestens zwei parallelen Bahnen erstrecken und die Anzahl
paralleler Bahnen und Abstände zwischen den Bahnen bestimmen.