[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bilden von Paketen lose gestapelter Druckerzeugnisse
mit zumindest zwei Fördereinrichtungen und einer Ablegeeinrichtung, wobei die erste
Fördereinrichtung Druckerzeugnisse mit der Maßgabe zu der Ablegeeinrichtung fördert,
dass die in der Ablegeeinrichtung abgelegten Druckerzeugnisse mit ihrem Rücken einer
ersten Seite der Ablegeeinrichtung zugewandt sind, wobei die zweite Fördereinrichtung
Druckerzeugnisse mit der Maßgabe zu der Ablegeeinrichtung fördert, dass die in der
Ablegeeinrichtung abgelegten Druckerzeugnisse mit ihrem Rücken einer zweiten, der
ersten Seite gegenüberliegenden Seite der Ablegeeinrichtung zugewandt sind, wobei
die Druckerzeugnisse abwechselnd mit der ersten Fördereinrichtung und mit der zweiten
Fördereinrichtung in der Ablegeeinrichtung ablegbar sind.
[0002] Druckerzeugnisse meint im Rahmen der Erfindung insbesondere Zeitschriften, Prospekte
oder Kataloge. Nach dem Drucken müssen diese Druckerzeugnisse für die Lagerung und/oder
für den Transport zu Stapeln bzw. Paketen zusammengefasst werden. In diesen Stapeln
bzw. Paketen können aber nicht alle Druckerzeugnisse mit ihrem Rücken in die gleiche
Richtung orientiert übereinandergestapelt werden. Das würde zu unförmigen Paketaggregaten
führen, die für eine weitere Handhabung bzw. für einen weiteren Transport nicht geeignet
sind. Deshalb ist es bereits bekannt, die Stapel bzw. Pakete aus Teilstapeln zu bilden,
wobei in einem Paket abwechselnd Teilstapel übereinander angeordnet sind, bei denen
die Rücken der Druckerzeugnisse in die eine Richtung bzw. in die entgegengesetzte
andere Richtung orientiert sind.
[0003] Eine Vorrichtung der zuletzt genannten Art ist aus DE-OS 2 009 373 bekannt. Diese
Vorrichtung weist zwei Fördereinrichtungen für die Druckerzeugnisse auf. Eine erste
Fördereinrichtung ist mit einer Wendevorrichtung bzw. Umkehreinrichtung ausgestattet,
die die Druckerzeugnisse um 180° um die Durchlaufachse umdreht. Diese Wendevorrichtung
besteht aus zwei endlosen Förderbändern, die im Wendebereich in Reibeingriff miteinander
sind. Hier können die Druckerzeugnisse von den einander gegenüberliegenden Flächen
der Förderbänder erfasst werden und um 180° gedreht werden. Diese bekannte Vorrichtung
hat sich aber nicht bewährt. Zwar wird das Ziel erreicht, dass die Druckerzeugnisse
bzw. Teilstapel von Druckerzeugnissen abwechselnd mit entgegengesetzter Rückenorientierung
im Stapel bzw. Paket gestapelt werden können, doch lassen diese gestapelten Druckerzeugnisse
im Hinblick auf ihre Qualität bzw. im Hinblick auf ihr äußeres Erscheinungsbild stark
zu wünschen übrig. Diese mit der bekannten Vorrichtung gestapelten Druckerzeugnisse
weisen nämlich häufig Wellen, Knicke und sogar Risse auf.
[0004] Für die Bildung von Paketen mit abwechselnder Ausrichtung der übereinander angeordneten
Teilstapel ist aus der Praxis auch noch eine andere Vorrichtung bekannt. Hier werden
Teilkonvolute von Druckerzeugnissen zunächst mit einer Fördereinrichtung einem Pakettisch
zugeführt. Ein solches Teilkonvolut von Druckerzeugnissen wird dann als Teilstapel
auf dem Pakettisch abgelegt, welcher als Drehtisch ausgeführt ist und anschließend
um 180° gedreht wird. In dieser neuen Orientierung wird dann ein weiteres Teilkonvolut
von Druckerzeugnissen als Teilstapel abgelegt und so weiter fort. Das führt zu der
unterschiedlichen Orientierung der Rücken der Druckerzeugnisse in den übereinander
angeordneten Teilstapeln. Diese Verfahrensweise hat sich grundsätzlich bewährt. Allerdings
bedingen die Drehphasen des Pakettisches ein mehr oder weniger taktweises Arbeiten.
Dementsprechend lässt die Arbeitsgeschwindigkeit zu wünschen übrig und ist verbesserungsbedürftig.
Bei der bekannten Vorrichtung werden im Übrigen die Druckerzeugnisse aus relativ großer
Höhe auf dem Pakettisch abgelegt. Aufgrund dieser großen Fallhöhe können Qualitätsbeeinträchtigungen
der Druckerzeugnisse resultieren. Auch insoweit ist diese bekannte Vorrichtung verbesserungsbedürftig.
[0005] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, bei der die vorstehend geschilderten Nachteile
effektiv und funktionssicher vermieden werden können.
[0006] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Vorrichtung der eingangs
beschriebenen Art, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass zumindest eine der beiden
Fördereinrichtungen eine Wendevorrichtung umfasst, die ein einziges Wendeförderband
aufweist, das über Führungsrollen endlos umläuft, und dass dieses einzige Wendeförderband
zwei sich kreuzende Förderbandabschnitte aufweist, die im Kreuzungsbereich jeweils
um 180° gedreht sind.
[0007] Dass die Förderbandabschnitte im Kreuzungsbereich jeweils um 180° verdreht sind,
meint im Rahmen der Erfindung auch, dass sie um etwa 180° verdreht sind. Die Förderbandabschnitte
sind dabei jeweils um die Längsachse des jeweiligen Förderbandabschnittes verdreht.
Zu betonen ist, dass bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. in der erfindungsgemäßen
Wendevorrichtung lediglich ein einziges endloses Wendeförderband eingesetzt wird,
das zwei mal um 180° verdreht ist. Zwischen den sich kreuzenden Förderbandabschnitten
ein und desselben Förderbandes werden erfindungsgemäß die Druckerzeugnisse bzw. Teilkonvolute
von Druckerzeugnissen aufgenommen und um 180° gedreht.
[0008] Es versteht sich, dass mit dem Begriff Förderbandabschnitt nicht ein bestimmter bzw.
konkreter Abschnitt des Wendeförderbandes bezeichnet werden kann, weil aufgrund des
endlosen Umlaufes des Wendeförderbandes immer ein anderer Abschnitt in den Kreuzungsbereich
gelangt und dort dann den Förderbandabschnitt bildet, der dort verdreht wird, bzw.
dort die Verdrehung um 180° aufweist.
[0009] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
die die speziell ausgestaltete Wendevorrichtung aufweist, Druckererzeugnisse zu Paketen
gestapelt werden können, ohne dass diese Druckererzeugnisse unerwünschte Beschädigungen,
wie Knicke, Wellen oder Risse aufweisen. Mit der Vorrichtung können also Druckerzeugnisse
mit optimaler bzw. unverminderter Qualität auf einfache und funktionssichere Weise
zu den Paketen gestapelt werden und dabei können die Rücken der Druckerzeugnisse bzw.
von Teilstapeln der Druckerzeugnisse funktionssicher abwechselnd zu der einen oder
zu der anderen Seite des Paketes orientiert werden. Mit Druckerzeugnissen sind im
Rahmen der Erfindung insbesondere flexible Druckerzeugnisse wie Zeitschriften, Magazine
u. dgl. gemeint. Diese flexiblen Druckerzeugnisse sind besonders empfindlich und gerade
diese flexiblen Druckerzeugnisse lassen sich mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung
einfach, funktionssicher und beschädigungsfrei handhaben. Insoweit unterscheiden sich
flexible Druckerzeugnisse beispielsweise von Hardcover-Druckerzeugnissen.
[0010] Nach sehr bevorzugter Ausführungsform der Erfindung weist die Vorrichtung lediglich
zwei Fördereinrichtungen und eine Ablegeeinrichtung auf. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass lediglich eine der beiden Fördereinrichtungen eine erfindungsgemäße Wendevorrichtung
hat. - Bestandteil der Ablegeeinrichtung ist ein Pakettisch, auf dem die Druckerzeugnisse
zumindest letztendlich abgelegt werden.
[0011] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass von einer Fördereinrichtung, beispielsweise
von der ersten Fördereinrichtung ein Teilkonvolut von Druckerzeugnissen in der Ablegeeinrichtung
als Teilstapel abgelegt wird. Anschließend wird dann von der anderen, beispielsweise
von der zweiten Fördereinrichtung ein zweites Teilkonvolut von Druckerzeugnissen als
Teilstapel in der Ablegeeinrichtung abgelegt. Dann folgt wiederum ein Teilkonvolut,
das als Teilstapel von der ersten Fördereinrichtung in der Ablegeeinrichtung abgelegt
wird und so weiter fort, bis ein Stapel bzw. Paket von Druckerzeugnissen fertiggestellt
ist. Dieses Paket wird aus der Ablegeeinrichtung herausbefördert bzw. ausgestoßen.
Teilkonvolut von Druckerzeugnissen meint eine Mehrzahl von Druckerzeugnissen, insbesondere
zwei bis zehn, vorzugsweise drei bis acht Druckerzeugnisse. Während der Förderung
in den Fördereinrichtungen sind die Druckerzeugnisse eines Teilkonvolutes vorzugsweise
schuppenartig übereinander gelegt. Wenn die Druckerzeugnisse dann in der Ablegeeinrichtung
abgelegt werden, bilden sich Teilstapel, in denen die Kanten der Druckerzeugnisse
fluchten, d. h. exakt übereinander angeordnet sind und zwar "Rücken über Rücken".
Die Rücken der Druckerzeugnisse in unmittelbar übereinander angeordneten Teilstapeln
weisen in entgegengesetzte Richtungen.
[0012] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass eine Einrichtung zur Erzeugung schuppenartig
übereinander angeordneter Druckerzeugnisse vorgesehen ist und dass diese schuppenartig
übereinander gelegten Druckerzeugnisse in die Fördereinrichtungen eingeführt werden
und durch die Fördereinrichtungen gefördert werden.
[0013] Nach sehr bevorzugter Ausführungsform, der im Rahmen der Erfindung ganz besondere
Bedeutung zukommt, ist eine Verteileinrichtung vorgesehen, mit der abwechselnd ein
Teilkonvolut von Druckerzeugnissen der ersten Fördereinrichtung bzw. ein Teilkonvolut
von Druckerzeugnissen der zweiten Fördereinrichtungen zuführbar ist. Bei der Verteileinrichtung
kann es sich beispielsweise um eine Weichenvorrichtung handeln. Die Verteileinrichtung
arbeitet zweckmäßigerweise mit der Maßgabe, dass zunächst der einen, beispielsweise
der ersten Fördereinrichtung ein Teilkonvolut von Druckerzeugnissen zugeführt wird
und anschließend der zweiten Fördereinrichtung ein Teilkonvolut von Druckerzeugnissen
zugeführt wird, und daraufhin wiederum der ersten Fördereinrichtung ein weiteres Teilkonvolut
zugeführt wird und so weiter fort.
[0014] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass mit jeder der beiden Fördereinrichtungen jeweils
mit bestimmten Abständen aufeinanderfolgende Teilkonvolute von Druckerzeugnissen förderbar
sind. Die Abstände der Teilkonvolute bei der Förderung in den Fördereinrichtungen
sind dabei mit der Maßgabe eingerichtet, dass eine abwechselnde Ablage von Teilkonvoluten
aus der ersten bzw. der zweiten Fördereinrichtung in der Ablegeeinrichtung möglich
ist.
[0015] Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung weist sowohl die erste als
auch die zweite Fördereinrichtung endlos umlaufende Förderbänder auf, mit denen die
Druckerzeugnisse bzw. Teilkonvolute von Druckerzeugnissen beförderbar sind. Förderbänder
meint im Rahmen der Erfindung insbesondere Fördergurte. Auch bei dem erfindungsgemäßen
Wendeförderband handelt es sich insbesondere um einen Wendefördergurt. Zweckmäßigerweise
ist eine Fördereinrichtung so eingerichtet, dass jeweils zumindest ein Förderband
an der Unterseite der Druckerzeugnisse und jeweils zumindest ein Förderband an der
Oberseite der Druckerzeugnisse während der Förderung anliegt. Die Druckerzeugnisse
werden also zwischen zumindest zwei Förderbändern reibschlüssig aufgenommen und bei
einer Endlosbewegung der Förderbänder transportiert. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass ein Förderband einer Fördereinrichtung schmaler ist als ein Druckerzeugnis bzw.
als ein Teilkonvolut von Druckerzeugnissen.
[0016] Mit der erfindungsgemäßen Wendevorrichtung werden die Druckerzeugnisse bzw. wird
ein Teilkonvolut von Druckerzeugnissen gewendet. Wenden meint dabei, dass die Oberseiten
bzw. Titelseiten der Druckerzeugnisse nach dem Wenden in die entgegengesetzte Richtung
orientiert sind. Wenn also die Oberseite bzw. Titelseite vor dem Wenden nach oben
orientiert war, so ist die Oberseite bzw. Titelseite nach dem Wenden nach unten orientiert.
Das Wenden der Druckerzeugnisse findet deshalb statt, damit in dem letztendlich aus
dem Teilkonvolut gebildeten Paket bei allen Druckerzeugnissen die gleiche Seite, insbesondere
die Titelseite, nach oben orientiert ist. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das
Wenden der Druckerzeugnisse im kontinuierlichen Betrieb, d. h. bei kontinuierlicher
Weiterförderung der Druckerzeugnisse erfolgt. Dadurch, dass die beiden Förderbandabschnitte
im Kreuzungsbereich jeweils um 180° verdreht sind, werden die Druckerzeugnisse beim
Hindurchführen durch den Kreuzungsbereich gewendet bzw. ebenfalls um 180° gedreht,
so dass die vorher nach oben orientierte Oberseite bzw. Unterseite der Druckerzeugnisse
nunmehr nach unten orientiert ist.
[0017] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die beiden Förderbandabschnitte des Wendeförderbandes
im Kreuzungsbereich reibschlüssig aneinander liegen. Die Förderbandabschnitte können
dabei natürlich nur dann unmittelbar reibschlüssig aneinander anliegen, wenn keine
Druckerzeugnisse zwischen den Förderbandabschnitten gefördert werden. Ansonsten werden
die Druckerzeugnisse bzw. die Teilkonvolute von Druckerzeugnissen zwischen den Oberflächen
der Förderbandabschnitte reibschlüssig aufgenommen. Die Oberseite der Druckerzeugnisse
liegt dann also an der Oberfläche des einen Förderbandabschnittes an und die Unterseite
der Druckerzeugnisse liegt an der gegenüberliegenden Oberfläche des anderen Förderbandabschnittes
an.
[0018] Zweckmäßigerweise weist das endlose Wendeförderband zwei Umlaufbögen auf und die
beiden sich kreuzenden Förderbandabschnitte verbinden die Umlaufbögen jeweils miteinander.
Wie oben bereits dargelegt, werden die Umlaufbögen und die Förderbandabschnitte natürlich
nicht stets von dem gleichen Abschnitt des Wendeförderbandes gebildet, da aufgrund
des endlosen Umlaufens stets andere Abschnitte bzw. Bereiche des Wendeförderbandes
die Umlaufbögen bzw. die Förderbandabschnitte bilden. Nach besonders bevorzugter Ausführungsform
der Erfindung läuft das endlose Wendeförderband in Form einer 8 um.
[0019] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Breite b des Wendeförderbandes geringer
ist als die Breite bzw. die Höhe der Druckerzeugnisse. Zweckmäßigerweise beträgt die
Breite b des Wendeförderbandes 4 bis 20 cm, vorzugsweise 5 bis 18 cm und bevorzugt
5 bis 15 cm. Breite b des Wendeförderbandes meint die Ausdehnung des Wendeförderbandes
quer zu seiner Längsrichtung bzw. Längsachse.
[0020] Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung weist das Wendeförderband
an einer Seite bzw. an einer Oberfläche zumindest einen in Längsrichtung des Wendeförderbandes
verlaufenden und aus der Bandoberfläche heraustretenden Führungsriemen auf. Der Führungsriemen
fasst zweckmäßigerweise in entsprechend komplementäre Führungsnuten der Führungsrollen
ein. Bei dem Führungsriemen kann es sich auch um einen Zahnriemen handeln. Statt des
Führungsriemens können im Rahmen der Erfindung auch voneinander beabstandete Führungselemente
eingesetzt werden, die aus der Bandoberfläche herausragen und die beim Endloslauf
des Wendeförderbandes in entsprechende komplementäre Führungsnuten der Führungsrollen
eingreifen.
[0021] Vorzugsweise weist die erste Fördereinrichtung ein erstes Übergabeende für die Druckerzeugnisse
auf, das auf einer Seite, insbesondere auf der ersten Seite der Ablegeeinrichtung
bzw. des Pakettisches, angeordnet ist. Zweckmäßigerweise weist die zweite Fördereinrichtung
ein zweites Übergabeende für die Druckerzeugnisse auf, das auf der anderen gegenüberliegenden
Seite, insbesondere der zweiten Seite der Ablegeeinrichtung bzw. des Pakettisches
angeordnet ist. Die Zufuhr der Druckerzeugnisse bzw. die Teilkonvolute von Druckerzeugnissen
erfolgt also von zwei gegenüberliegenden Seiten der Ablegeeinrichtung bzw. des Pakettisches.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Druckerzeugnisse bzw. Teilkonvolute von
Druckerzeugnissen von den Fördereinrichtungen den Übergabeenden mit der Maßgabe zuführbar
sind, dass die Druckerzeugnisse sowohl bezüglich des ersten Übergabeendes als auch
bezüglich des zweiten Übergabeendes die gleiche Orientierung aufweisen. Orientierung
bezieht sich dabei auf die Orientierung des Rückens bzw. der gegenüberliegenden Vorderkante
der Druckerzeugnisse. Zweckmäßigerweise ist dabei der Rücken der Druckerzeugnisse
sowohl am ersten Übergabeende als auch am zweiten Übergabeende in Förderrichtung orientiert.
Da die Druckerzeugnisse der Ablegeeinrichtung bzw. dem Pakettisch von zwei gegenüberliegenden
Seiten zugeführt werden, resultiert somit die erfindungsgemäße Anordnung der Teilstapel
in einem Paket, bei der zwei unmittelbar übereinander angeordnete Teilstapel entgegengesetzte
Orientierungen der Rücken ihrer Druckerzeugnisse aufweisen.
[0022] Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung weist die Ablegeeinrichtung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung einen Pakettisch und zumindest eine oberhalb des
Pakettisches angeordnete Zwischenablage auf, wobei die Druckerzeugnisse bzw. Teilkonvolute
von Druckerzeugnissen zunächst auf der Zwischenablage ablegbar sind und von der Zwischenablage
auf den darunter angeordneten Pakettisch ablegbar sind. Vorzugsweise sind zumindest
zwei Zwischenablagen oberhalb des Pakettisches vorgesehen, besonders bevorzugt drei
Zwischenablagen. Mit Hilfe dieser Zwischenablagen wird erreicht, dass die Fallhöhe
der Druckerzeugnisse bzw. der Teilstapel von Druckerzeugnissen reduziert werden kann,
so dass eine sehr schonende Behandlung der Druckerzeugnisse erfolgt. Diese erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Ablegeeinrichtung mit zumindest einer Zwischenablage hat sich im
Rahmen der erfindungsgemäßen Vorrichtung bewährt.
[0023] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine sehr zügige kontinuierliche Arbeitsweise
bzw. Bildung von Paketen aus Druckerzeugnissen möglich. Unerwünschte Ruhezeiten bzw.
Pausen müssen beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht eingehalten werden.
Die Arbeitsgeschwindigkeit ist zu 40 % und mehr höher als bei anderen bekannten Vorrichtungen,
die insbesondere taktweise arbeiten. - Wie oben bereits dargelegt ist es im Rahmen
der Erfindung von besonderer Bedeutung, dass mit der Vorrichtung aufgrund der speziellen
Ausgestaltung der Wendevorrichtung eine überraschend schonende und beschädigungsfreie
Förderung der Druckerzeugnisse möglich ist. Der Erfindung liegt insoweit die Erkenntnis
zugrunde, dass bei Verwendung lediglich eines einzigen Wendeförderbandes in der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung ein optimaler Synchronlauf der die Druckerzeugnisse zwischen sich aufnehmenden
Förderabschnitte möglich ist.
[0024] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2
- ein Ausschnitt aus Fig. 1, der die erfindungsgemäße Wendevorrichtung vereinfacht schematisch
darstellt,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der Ablegeeinrichtung A aus Fig. 1,
- Fig. 4
- ein die Ablegeeinrichtung A darstellender Ausschnitt aus Fig. 1,
- Fig. 5
- den Gegenstand gemäß Fig. 4 in einer anderen Funktionsstellung,
- Fig. 6
- den Gegenstand nach Fig. 4 in einer weiteren Funktionsstellung und
- Fig. 7
- den Gegenstand gemäß Fig. 4 in einer zusätzlichen Funktionsstellung.
[0025] Die Figuren zeigen eine Vorrichtung zum Bilden von Paketen 1 lose gestapelter Druckerzeugnisse
2, wobei es sich bei den Druckerzeugnissen 2 um Prospekte oder dergleichen flexible
Druckerzeugnisse 2 handelt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist zwei Fördereinrichtungen
3, 4 sowie eine Ablegeeinrichtung A auf. Die erste Fördereinrichtung 3 fördert Druckerzeugnisse
2 bzw. Teilkonvolute 5 von Druckerzeugnissen 2 zu der Ablegeeinrichtung A mit der
Maßgabe, dass die in der Ablegeeinrichtung A abgelegten Druckerzeugnisse 2 mit ihrem
Rücken 6 einer ersten Seite S1 der Ablegeeinrichtung A zugewandt sind. Dagegen fördert
die zweite Fördereinrichtung 4 Druckerzeugnisse 2 bzw. Teilkonvolute 5 von Druckerzeugnissen
2 mit der Maßgabe zu der Ablegeeinrichtung A, dass die in der Ablegeeinrichtung A
abgelegten Druckerzeugnisse 2 mit ihrem Rücken 6 einer zweiten, der ersten Seite S1
gegenüberliegenden Seite S2 zugewandt sind. Die Teilkonvolute 5 der Druckerzeugnisse
2 werden abwechselnd von der ersten Fördereinrichtung 3 bzw. von der zweiten Fördereinrichtung
4 in der Ablegeeinrichtung A abgelegt. Zunächst wird also beispielsweise ein erstes
Teilkonvolut 5 von Druckerzeugnissen 2 von der ersten Fördereinrichtung 3 in der Ablegeeinrichtung
A abgelegt und danach wird von der zweiten Fördereinrichtung 4 ein zweites Teilkonvolut
5 von Druckerzeugnissen 2 in der Ablegeeinrichtung A abgelegt. Daran schließt wiederum
ein Ablegen eines Teilkonvolutes 5 von der ersten Fördereinrichtung 3 an und so weiter
fort. Im Ausführungsbeispiel wird ein Teilkonvolut 5 von drei Druckerzeugnissen 2
gebildet, die schuppenartig übereinander gelegt sind.
[0026] In Fig. 1 ist erkennbar, dass eine nicht näher dargestellte Verteileinrichtung 7
vorgesehen ist, mit der abwechselnd ein Teilkonvolut 5 von Druckerzeugnissen 2 der
ersten Fördereinrichtung 3 oder der zweiten Fördereinrichtung 4 zuführbar ist. Es
ist dabei erkennbar, dass die Teilkonvolute 5 aus den schuppenartig übereinander gelegten
Druckerzeugnissen 2 von derselben Seite der Vorrichtung zugeführt werden. Es liegt
im Rahmen der Erfindung, dass mit jeder Fördereinrichtung 3, 4 die nacheinander beförderten
Teilkonvolute 5 jeweils bestimmte Abstände zueinander haben. Diese Abstände sind mit
der Maßgabe eingerichtet, dass eine abwechselnde Ablage in der Ablegeeinrichtung A
von der ersten Fördereinrichtung 3 bzw. von der zweiten Fördereinrichtung 4 aus erfolgt.
[0027] Die erste Fördereinrichtung 3 besteht im Ausführungsbeispiel aus zumindest einem
unteren Förderband 9, zumindest einem oberen Förderband 10 und zwei Umleitrollen 11.
Fig. 1 zeigt, dass ein Teilkonvolut 5 von Druckerzeugnissen 2 in einen Aufnahmespalt
12 der ersten Fördereinrichtung 3 eingeführt wird. Dann wird das Teilkonvolut 5 zwischen
dem Förderband 9 und dem Förderband 10 befördert und an den Umleitrollen 11 umgelenkt.
In Förderrichtung nach den Umleitrollen 11 wird das Teilkonvolut 5 zwischen unterem
Förderband 9 und oberem Förderband 10 weiter gefördert und zwar bis zur Ablegeeinrichtung
A. In diesem Förderabschnitt werden die Teilkonvolute 5 in der Richtung R befördert.
Im Anschluss an diesen Förderabschnitt erfolgt dann die Ablage der Teilkonvolute 5
in der Ablegeeinrichtung A (Fig. 3). In der Fig. 3 ist erkennbar, dass die erste Fördereinrichtung
3 ein erstes Übergabeende 13 für die Druckerzeugnisse 2 aufweist, das auf einer Seite
(hier der zweiten Seite S2) der Ablegeeinrichtung A angeordnet ist. Das Teilkonvolut
5 wird bei der Ablage in einen Teilstapel 14 von Druckerzeugnissen 2 umgewandelt,
indem die Druckerzeugnisse 2 unmittelbar übereinander liegen. Der Teilstapel 14 wird
in Fig. 4 auf einer oberen Zwischenablage 15 abgelegt. Die Rücken 6 der abgelegten
Druckerzeugnisse 2 sind dabei der ersten Seite S1 der Ablegeeinrichtung A zugewandt.
[0028] Die zweite Fördereinrichtung 4 umfasst am Anfang, d. h. nach dem Aufnahmespalt 21
für die Druckerzeugnisse 2 die erfindungsgemäße Wendevorrichtung 16, die lediglich
ein einziges Wendeförderband 17 aufweist, das über Führungsrollen 18 endlos umläuft.
Dieses einzige Wendeförderband 17 weist zwei sich kreuzende Förderbandabschnitte 19,
20 auf, die im Kreuzungsbereich 22 jeweils um 180° um ihre jeweilige Längsachse verdreht
sind. Erfindungsgemäß wird also ein einziges Wendeförderband 17 eingesetzt, das zweimal
um 180° verdreht ist. Während die Wendevorrichtung 16 in Fig. 1 etwas komplexer aufgebaut
ist und mehrere Führungsrollen 18 aufweist, ist in der Fig. 2 eine stark vereinfachte
Ausführungsform dargestellt, in der das Wendeförderband 17 um lediglich vier Führungsrollen
18 umläuft. Diese vereinfachte Ausführungsform dient lediglich der Erläuterung der
erfindungsgemäßen Wendevorrichtung. In dieser Fig. 2 ist erkennbar, dass zwischen
den Förderabschnitten 19, 20 Teilkonvolute 5 von Druckerzeugnissen 2 aufgenommen werden,
welche Teilkonvolute 5 bzw. Druckerzeugnisse 2 bei Weiterförderung durch den Kreuzungsbereich
22 gewendet werden bzw. um 180° gedreht werden. Druckerzeugnisse, die vor dem Kreuzungsbereich
22 mit ihrer Titelseite nach oben orientiert sind, weisen nach dem Kreuzungsbereich
22 eine umgekehrte Orientierung (Titelseite nach unten) auf. Die Druckerzeugnisse
2 bzw. die Teilkonvolute 5 der Druckerzeugnisse 2 werden zweckmäßigerweise und im
Ausführungsbeispiel reibschlüssig zwischen den Förderbandabschnitten 19, 20 aufgenommen.
Fig. 2 zeigt, dass das erfindungsgemäße Wendeförderband 17 nach bevorzugter Ausführungsform
zwei Umlaufbögen aufweist, die jeweils zwei Führungsrollen 18 zugeordnet sind, wobei
die beiden sich kreuzenden Förderbandabschnitte 19, 20 diese Umlaufbögen jeweils miteinander
verbinden. Es ist erkennbar, dass das endlose Wendeförderband 17 in Form einer 8 umläuft.
In der Fig. 2 wurde im Übrigen angedeutet, dass das Wendeförderband 17 an einer Seite
bzw. Oberfläche einen in Längsrichtung des Wendeförderbandes 17 verlaufenden und aus
der Bandoberfläche heraustretenden Führungsriemen 29 aufweist, der in entsprechende
komplementäre Führungsnuten 30 der Führungsrollen 18 eingreift. Auf diese Weise wird
das Wendeförderband 17 auf funktionssichere Weise auf den Führungsrollen 18 geführt.
In der zweiten Fördereinrichtung 4 werden die Druckerzeugnisse 2 bzw. Teilkonvolute
5 von Druckerzeugnissen 2 hinter der Wendevorrichtung 16 zwischen zumindest einem
unteren und zumindest einem oberen Förderband weiterbefördert. Das wurde im Einzelnen
nicht dargestellt und lediglich durch Pfeile verdeutlicht. Die Druckerzeugnisse 2
bzw. die zugeordneten Förderbänder werden um eine Umlenkrolle 23 geführt, so dass
die Druckerzeugnisse 2 hinter der Umlenkrolle 23 in die entgegengesetzte Richtung
befördert werden. Auf diese Weise ist es möglich, dass die Druckerzeugnisse 2 bzw.
die Teilkonvolute 5 der Ablegeeinrichtung A von zwei Seiten zugeführt werden. Die
zweite Fördereinrichtung 4 weist in Förderrichtung hinter der Umlenkrolle 23 ein zweites
Übergabeende 24 auf, das dem ersten Übergabeende 13 der ersten Fördereinrichtung 3
gegenüberliegt. Von diesem zweiten Übergabeende 24 wird ein Teilkonvolut 5 als Teilstapel
14 an die Ablegeeinrichtung A übergeben (Fig. 1). Die Ablage der Druckerzeugnisse
2 erfolgt derart, dass die Druckerzeugnisse 2 mit ihrem Rücken 6 der zweiten Seite
S2 der Ablegeeinrichtung A zugewandt sind. Auch in der zweiten Fördereinrichtung 4
sind an dem zweiten Übergabeende 24 also vorzugsweise die Rücken 6 der beförderten
Druckerzeugnisse 2 in Förderrichtung orientiert.
[0029] Im Ergebnis wird erreicht, dass die unmittelbar übereinander angeordneten Teilstapel
14 eine entgegengesetzte Rückenorientierung ihrer Druckerzeugnisse 2 aufweisen. Das
ist beispielsweise in der Fig. 4 dargestellt. Hier sind drei Teilstapel 14 übereinander
angeordnet und auf der oberen Zwischenablage 15 abgelegt. Weiterhin ist eine unterhalb
der oberen Zwischenablage 15 angeordnete mittlere Zwischenablage 25 sowie eine unter
der mittleren Zwischenablage 25 angeordnete untere Zwischenablage 26 vorgesehen. Die
Zwischenablagen 15, 25, 26 bestehen jeweils aus einem ersten Ablageelement 15.1, 25.1,
26.1 und einem zweiten Ablageelement 15.2, 25.2, 26.2. Diese Ablageelemente sind in
die Ablegeposition einfahrbar bzw. aus der Ablegeposition herausfahrbar. In der Fig.
4 sind beispielsweise alle Ablageelemente 15.1, 15.2, 25.1, 25.2, 26.1 und 26.2 in
die Ablegeposition eingefahren. In der Funktionsstellung gemäß Fig. 5 sind die Ablageelemente
15.1 und 15.2 der oberen Zwischenablage 15 aus der Ablegeposition herausgefahren,
so dass das aus den Teilstapeln 14 bestehende Teilpaket 27 auf der mittleren Zwischenablage
25 abgelegt werden konnte, deren Ablageelemente 25.1 und 25.2 in Fig. 5 in die Ablegeposition
eingefahren sind.
[0030] Im Funktionszustand gemäß Fig. 5 mag von der ersten Fördereinrichtung 3 ein weiteres
Teilkonvolut 5 als in Fig. 5 nicht dargestellter Teilstapel 14 auf dem Teilpaket 27
abgelegt werden. Dann entsteht ein fertiges Paket 1, wie es in Fig. 6 gezeigt ist.
Nach der Ablage des weiteren Teilstapels 14 auf dem Teilpaket 27 wurden dann die Ablageelemente
25.1 und 25.2 der mittleren Zwischenablage 25 aus der Ablegeposition herausgefahren,
so dass das Paket 1 auf der unteren Zwischenablage 26 abgelegt werden konnte. Fig.
7 zeigt schließlich den Zustand, in dem das fertige Paket 1 auf dem Pakettisch 28
abgelegt ist. Dazu wurden die Ablageelemente 26.1 und 26.2 der unteren Zwischenablage
26 zwischenzeitlich aus der Ablegeposition herausgefahren. Fig. 7 zeigt den Zustand,
in dem die Ablageelemente 26.1 und 26.2 wieder in die Ablegeposition eingefahren sind.
Auf der mittleren Zwischenablage 25 wurde bereits ein weiteres Teilpaket 27 aus Teilstapeln
14 gebildet. Auf der oberen Zwischenablage 15 befindet sich ein weiterer Teilstapel
14, der durch Herausfahren der Ablageelemente 15.1 und 15.2 aus der in Fig. 7 dargestellten
Ablegeposition der oberen Zwischenablage 15 auf dem Teilpaket 27 der mittleren Zwischenablage
25 abgelegt werden kann. Das auf dem Pakettisch 28 befindliche fertige Paket 1 wird
im Übrigen mit einer in den Figuren nicht dargestellten Ausstoßeinrichtung von dem
Pakettisch 28 entfernt bzw. ausgestoßen.
[0031] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Zwischenablagen 15, 25, 26 in der Ablegeeinrichtung
A kann eine sehr flexible Handhabung der Teilstapel 14 bzw. Bildung von Teilpaketen
27 und Paketen 1 erfolgen. Grundsätzlich kann die Ablegeweise so eingerichtet werden,
dass lediglich geringe Fallhöhen zurückzulegen sind. Das führt zu einer sehr schonenden
Behandlung der Druckerzeugnisse 2.
1. Vorrichtung zum Bilden von Paketen (1) lose gestapelter Druckerzeugnisse (2) - mit
zumindest zwei Fördereinrichtungen (3, 4) und einer Ablegeeinrichtung (A),
wobei die erste Fördereinrichtung (3) Druckerzeugnisse (2) mit der Maßgabe zu der
Ablegeeinrichtung (A) fördert, dass die in der Ablegeeinrichtung (A) abgelegten Druckerzeugnisse
(2) mit ihrem Rücken (6) einer ersten Seite (S1) der Ablegeeinrichtung (A) zugewandt
sind,
wobei die zweite Fördereinrichtung (4) Druckerzeugnisse (2) mit der Maßgabe zu der
Ablegeeinrichtung (A) fördert, dass die in der Ablegeeinrichtung (A) abgelegten Druckerzeugnisse
(2) mit ihrem Rücken (6) einer zweiten, der ersten Seite (S1) gegenüberliegenden Seite
(S2) der Ablegeeinrichtung (A) zugewandt sind,
wobei die Druckerzeugnisse (2) abwechselnd mit der ersten Fördereinrichtung (3) und
mit der zweiten Fördereinrichtung (4) in der Ablegeeinrichtung (A) ablegbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der beiden Fördereinrichtungen (3, 4) eine Wendevorrichtung (W) umfasst,
die ein einziges Wendeförderband (17) aufweist, und dass dieses einzige Wendeförderband
(17) zwei sich kreuzende Förderbandabschnitte (19, 20) aufweist, die im Kreuzungsbereich
(21) jeweils um 180° verdreht sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung zur Erzeugung schuppenartig übereinandergelegter Druckerzeugnisse
(2) vorgesehen ist, und dass die schuppenartig übereinandergelegten Druckerzeugnisse
(2) in die Fördereinrichtungen (3, 4) einführbar und durch die Fördereinrichtungen
(3, 4) förderbar sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, das eine Verteileinrichtung vorgesehen ist, mit der abwechselnd ein Teilkonvolut
(5) von Druckerzeugnissen (2) der ersten Fördereinrichtung (3) oder der zweiten Fördereinrichtung
(4) zuführbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderbandabschnitte (19, 20) der Wendevorrichtung (16) im Kreuzungsbereich (22)
reibschlüssig aneinander liegen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das endlose Wendeförderband (17) zwei Umlaufbögen aufweist, und dass die beiden sich
kreuzenden Förderbandabschnitte (19, 20) die Umlaufbögen jeweils miteinander verbinden.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (b) des Wendeförderbandes (17) 4 bis 20 cm, vorzugsweise 5 bis 18 cm und
bevorzugt 5 bis 15 cm, beträgt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Wendeförderband (17) an einer Seite zumindest einen in Längsrichtung des Wendeförderbandes
(17) verlaufenden und aus der Bandoberfläche heraustretenden Führungsriemen (29) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Ablegeeinrichtung (A) einen
Pakettisch (28) und zumindest eine oberhalb des Pakettisches (28) angeordnete Zwischenablage
(15, 25, 26) aufweist, wobei die Druckerzeugnisse (2) zunächst auf der Zwischenablage
(15, 25, 26) ablegbar sind und von der Zwischenablage (15, 25, 26) auf den darunter
angeordneten Pakettisch (28) ablegbar sind.