[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung, insbesondere zur Beschichtung
von Dämmstoffen mit einer Beschichtung zum zumindest partiellen Verkleben einer aus
dem Dämmstoff hergestellten Wärmedämmplatte mit Deckschichten bzw. tragenden Flächen,
wobei die Wärmedämmplatte insbesondere aus Mineralfasern, vorzugsweise aus Glas- oder
Steinwollfasern oder Polystyrol-Hartschaum besteht und die Beschichtung auf zumindest
einer großen Oberfläche der Wärmedämmplatte aufgebracht wird und die Wärmedämmplatte
vor dem und/oder beim Aufbringen der Beschichtung zumindest im Bereich der zu beschichtenden
Oberfläche perforiert, insbesondere genadelt wird, bestehend aus zumindest einem Träger
mit einer Vielzahl in Richtung auf eine Dämmstofflage ausgerichteten, insbesondere
rotationssymmetrisch ausgebildeten Nadeln oder Stiften, wobei der Träger einer Beschichtungseinrichtung
vorgeschaltet ist, die Bestandteil einer kontinuierlich arbeitenden Dämmstoffproduktionsanlage
ist.
[0002] Bei vielen Anwendungen von Dämmstoffelementen zur Wärme- und/oder Schalldämmung ist
ein kraftschlüssiger Verbund zu den tragenden Flächen einerseits und/oder Deckschichten
andererseits erforderlich. Beispielsweise sind Flachdachkonstruktionen bekannt, bei
denen die Dämmstoffelemente auf tragende Beton- oder Profilblechflächen aufgeklebt
sind und auf die selbst eine wasserableitende Schicht aus Bitumenbahnen oder Kunststoff-Folien
aufgeklebt ist. Bei Schrägdachdämmungen werden wasserdampfdurchlässige, aber wasserableitende
Folien durch eine partielle Verklebung mit dem Wärmedämmstoff verbunden. In beiden
Fällen wirkt der Windsog dauernd oder nur während der Errichtungsphase des Schrägdaches
auf den Verbund aus dem Dämmstoffelement und der Abdeckung ein.
[0003] Bei Wärmedämmverbundsystemen werden die Wärmedämmplatten auf einen Untergrund, beispielsweise
eine Außenfassade aufgeklebt und gegebenenfalls auf den freiliegenden Flächen der
Dämmstoffelemente Putzschichten oder Keramikplatten kraftschlüssig aufgebracht. In
diesen Fällen wirkt die Eigenlast in Verbindung mit dem Windsog auf das Wärmedämmverbundsystem
ein.
[0004] Andererseits ist es bekannt, schubsteife Dämmstoffelemente, beispielsweise aus nicht
brennbarer Mineralwolle, beidseitig mit glatten oder profilierten Flächen zu verkleben.
Diese Elemente werden als Trenn- und/oder Außenwände und/oder Decken sowie als Schotts
auf Schiffen usw. eingesetzt.
[0005] Darüber hinaus ist es bekannt, Dämmstoffelemente der hier in Rede stehenden Art mit
Vliesen oder Geweben aus Glas- und anderen anorganischen und organischen Fasern zu
bekleben. Derartig abgedeckte Wärmedämmplatten werden als Deckenbekleidungen, Schalldämpferkulissen,
in Lärmschutzwänden, Fassadendämmplatten usw. eingesetzt.
[0006] In diesen Bereichen werden Mineralwolle-Dämmstoffe, Polystyrol-Hartschäume, Polyurethan-Hartschäume,
Polyisocyanurat-Hartschäume sowie Phenolharz-Hartschäume am häufigsten als Dämmstoffe
verwendet. Daneben ist es auch bekannt, Dämmstoffelemente aus Zellulosefasern und/oder
anderen organischen Fasern herzustellen. Bei diesen Dämmstoffelementen bestehen hinsichtlich
ihrer Dämmeigenschaften und ihrer Anwendbarkeit Vor- und Nachteile, die an sich bekannt
sind und hier nicht weiter erörtert werden sollen.
[0007] Dämmstoffelemente aus Mineralfasern bestehen aus glasig erstarrten Fasern mit unterschiedlichen
chemischen Zusammensetzungen. Diese Fasern sind mit relativ spröden Bindemitteln wie
duroplastischen Phenolharzen, Ormoceren oder dergleichen gebunden. Es werden hierbei
Glaswolle- und Steinwolle-Dämmstoffe unterschieden, wobei die Steinwolle-Dämmstoffe
in der Regel eine höhere Rohdichte gegenüber den Glaswolle-Dämmstoffen aufweisen.
Glaswolle-Dämmstoffe und Steinwolle-Dämmstoffe werden unter dem Begriff Mineralwolle-Dämmstoffe
zusammengefasst, wobei die Fasern mittlere Durchmesser von ca. drei bis sechs µm aufweisen,
unterschiedlich lang und glatt oder in sich gekrümmt in dem Dämmstoffelement angeordnet
sind. Die Fasern liegen zumeist parallel oder in einem ganz flachen Winkel zu den
beiden großen Oberflächen des Dämmstoffelementes. Es sind aber auch sogenannte Lamellenplatten
bekannt, bei denen die Einzelfasern steil bis senkrecht zu den großen, zumeist mit
Klebemitteln versehenen Oberflächen angeordnet sind. Die Zug- und Druckfestigkeit
dieser Lamellenplatten ist im Vergleich zu den Dämmstoffelementen mit parallel zu
den großen Oberflächen verlaufenden Fasern deutlich erhöht. Die Anisotropie der Festigkeitseigenschaften
wird beispielsweise bei sogenannten Lamellenmatten ausgenutzt. Hier werden relativ
schmale Lamellen auf eine Trägerfolie aufgeklebt. Die Lamellen sind senkrecht zu den
großen Oberflächen gegen Druck resistent und in horizontaler Richtung kompressibel,
so dass die Matten relativ leicht aufgerollt werden können und gleichzeitig bei der
Applikation dieser Lamellenmatten auf eine Fläche eine ausreichend hohe Druckfestigkeit
aufweisen.
[0008] Die horizontal oder flach gegenüber den großen Oberflächen gelagerten Fasern, auf
die ein Kleber aufgebracht werden soll, bilden hervorragende Feinfilter, so dass nur
echte Lösungen, Teilchen in Nanometergröße oder bis zu einigen Mikrometern Durchmesser
überhaupt in die Oberfläche eindringen können. Um ein stärkeres Eindringen der Kleber
in die großen Oberflächen zu ermöglichen, ist es bekannt, den Kleber bzw. eine entsprechende
Beschichtung unter Druck in die Oberflächen des Dämmstoffelementes einzuarbeiten.
Es hat sich aber gezeigt, dass durch diesen Druck die Filterwirkung durch die Verringerung
der Abstände zwischen den Fasern erhöht wird. Bei lösungsmittelfreien Klebern kann
aber auf diesen Druck nicht verzichtet werden, um die Hydrophobie der Fasern zu überwinden.
Die Hydrophobie könnte auch durch das Hinzufügen von Tensiden überwunden werden. Es
wäre dann möglich, auf den Druck zu verzichten. Die Zuhilfenahme von Tensiden verbietet
sich aber in der Regel, da weder bei der werkseitigen Applikation aber schon gar nicht
bei einer Applikation auf der Baustelle sichergestellt werden kann, dass nicht Reste
der Tenside in dem Dämmstoff verbleiben. Diese Tensidereste würden relativ schnell
die Durchfeuchtung des gesamten Dämmstoffes oder großer Teile davon bewirken, so dass
die erwünschten Verarbeitungsqualitäten nicht erreichbar sind. Bei Dämmstoffelementen
mit rechtwinklig oder steil zu den Oberflächen angeordneten Fasern ist es prinzipiell
leichter, Kleberpartikel zwischen die Fasern zu drücken. Der Grund hierfür liegt darin,
dass die Fasern naturgemäß in axialer Richtung steifer sind und zum anderen beim Eindrücken
der Kleberpartikel relativ zueinander ausweichen können. Darüber hinaus können die
Abstände zwischen den einzelnen Fasern bzw. Faserbüscheln durch ein Aufwölben der
Oberfläche vergrößert werden.
[0009] Eine weitere Besonderheit der Dämmstoffelemente aus Mineralfasern besteht darin,
dass nicht alle Fasern gleichmäßig mit Bindemitteln fixiert sind. Es liegen somit
nicht unbeträchtliche Anteile ungebundener Fasern innerhalb des Dämmstoffelementes
vor. Durch diese ungebundenen Fasern wird die Querzugfestigkeit des Dämmstoffelementes
deutlich reduziert, zumal die ungebundenen Fasern produktionsbedingt häufig in der
Nähe der großen Oberflächen eingelagert sind. Darüber hinaus wirken auch die in zunehmenden
Maße bei der Herstellung von Dämmstoffelementen aus Mineralfasern eingebrachten Recyclingfasern
festigkeitsmindernd. Diese Recyclingfasern werden beim üblichen Herstellungsprozess
von Dämmstoffelementen aus Mineralfasern in eine Sammelkammer eingeblasen, können
aber nicht in gleichem Maße in die Fasermasse eingebunden werden, wie die Fasern in
statu nascendi. Grundsätzlich werden derartige Dämmstoffelemente aus Mineralfasern
in der Art hergestellt, dass natürliche oder künstliche Steine in einem Kupolofen
aufgeschmolzen und die Schmelze anschließend einem Zerfaserungsgerät zugeführt wird.
In diesem Zerfaserungsgerät wird die Schmelze in mikrofeine Fasern zerfasert, die
anschließend zumindest mit Bindemitteln benetzt und auf einem Stetigförderer abgelegt
werden. Auf diesem Stetigförderer bildet sich dann eine endlose Mineralfaserlage aus,
die je nach gewünschtem Endprodukt weiterverarbeitet, d.h. beispielsweise verdichtet
sowie horizontol und vertikal geschnitten wird. Andere Verarbeitungs- bzw. Bearbeitungsstufen
sind ebenfalls bekannt.
[0010] Darüber hinaus sind Dämmstoffelemente aus Polystyrol-Hartschäumen für die voranstehenden
Anwendungen vorgesehen. Die Oberflächen von als Band- oder Blockschaum expandiertem
Polystyrol-Hartschaum weisen von Natur aus eine gute Haftfestigkeit u.a. zu handelsüblichen
Bauklebern bzw. kunststoffdotierten Putzen auf. Bei den gesägten oder geschnittenen
Oberflächen von Blockschaumplatten kommt hinzu, dass die Oberfläche durch die mechanische
Beanspruchung in mikroskopischem Maßstab schuppenartig aufreißt. Weiterhin erhöht
sich die spezifische Oberfläche durch die konkav gewölbten Mebranen der einzelnen
Schaumkugeln. Dabei bleiben die Zwickel zwischen den aufgeschäumten Kugeln erhaben
stehen, so dass sich der Kleber oder kunststoffdotierte Putze von beiden Seiten mit
den Stegen verbinden bzw. an den Mikroschuppen verankern können. Diese Effekte führen
zu normalerweise ausreichenden Haftzugfestigkeiten. In Wärmedämmverbundsystemen können
die auf die tragende Fläche aufgeklebten Dämmplatten normalerweise die aus Eigenlast
und Windsog resultierenden Kräfte übernehmen. Kommt es jedoch zu einer langanhaltenden
Durchfeuchtung der Dämmplatten, so sinkt die Querzugfestigkeit der Verbindung ab.
Der Abriss der Kleber- oder Putzschicht erfolgt überwiegend auf der Oberfläche der
Dämmstoffplatte.
[0011] Die voranstehend beschriebenen Dämmstoffelemente werden in der Regel auf der Baustelle
mit den entsprechenden Beschichtungen, beispielsweise Klebemörteln und/oder Kunststoffdispersionen
bestrichen, bevor die Dämmstoffelemente bauwerkseitig aufgeklebt werden bzw. der abschließende
Putz aufgetragen wird. Es ist aber auch bekannt, die Beschichtungen der Dämmstoffelemente
bereits werkseitig vorzusehen, so dass die Dämmstoffelemente mit einer ausgehärteten
Beschichtung baustellenseitig zur Verfügung gestellt werden können. Sowohl das Aufbringen
einer werkseitigen Beschichtung als auch das Aufbringen einer Beschichtung vor Ort,
d.h. auf der Baustelle kann die voranstehend beschriebenen Nachteile hinsichtlich
der Verarbeitbarkeit der Dämmstoffelemente aufweisen.
[0012] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung zur Beschichtung eines Dämmstoffelementes der gattungsgemäßen Art
zu schaffen, mit welchem ein verbessertes Dämmstoffelement in einfacher und wirtschaftlicher
Weise herstellbar ist.
[0013] Zur Lösung der Aufgabenstellung ist bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen,
dass zumindest ein Teil der Stifte oder Nadeln hohl ausgebildet ist und einen Kanal
zur Durchleitung eines dünnflüssigen Klebers aufweist.
[0014] Zur Durchführung der Beschichtung von Dämmstoffen ist somit eine Vorrichtung vorgesehen,
welche aus zumindest einem Träger mit einer Vielzahl in Richtung auf eine Dämmstofflage
ausgerichteten, insbesondere rotationssymmetrisch und hohl ausgebildeten Nadeln oder
Stiften besteht, wobei der Träger einer Beschichtungseinrichtung vorgeschaltet ist,
die Bestandteil einer kontinuierlich arbeitenden Dämmstoffproduktionsanlage ist.
[0015] Die Stifte oder Nadeln sind zu ihrem freien Ende konisch ausgebildet, wobei zumindest
das freie Ende die Konizität aufweist und die Stifte oder Nadeln im übrigen zylindrisch
ausgebildet sind. Diese Ausgestaltung ermöglicht ein möglichst zerstörungsfreies Eindringen
der Stifte oder Nadeln in die Wärmedämmplatte.
[0016] Der Träger ist vorzugsweise im rechten Winkel zur Dämmstofffläche auf- und niederbewegbar
angeordnet. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Träger als rotierende Walze
auszubilden, wobei die Nadeln oder Stifte radial verlaufend angeordnet sind. Hierbei
ist bevorzugt, dass die Nadeln oder Stifte kegelstumpf- oder pyramidenstumpfförmig
ausgebildet sind. Nach einem weiteren Merkmal dieser Ausgestaltung besteht die Möglichkeit,
die Basis der pyramidenstumpfförmig ausgebildeten Nadeln oder Stifte in Drehrichtung
der Walze schmaler als in Achsrichtung der Walze auszubilden.
[0017] Schließlich ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Nadeln
oder Stifte an ihren freien Ende Widerhaken aufweisen, die insbesondere dann vorteilhaft
sind, wenn Wärmedämmplatten aus Polystyrol-Hartschaum verfahrensmäßig bearbeitet werden
sollen, da diese Widerhaken eine Vergrößerung der spezifischen Oberfläche durch Auf-
bzw. Herausreißen von Material aus der Oberfläche ermöglichen.
[0018] Es werden bei faserigen Dämmstoffelementen 8 bis 10 Einstiche pro cm
2 in die Oberfläche der Wärmedämmplatte gedrückt. Die Durchmesser der Einstiche betragen
beispielsweise ca. 1 bis ca. 5 mm, vorzugsweise jedoch 2 bis 3 mm. Für die Herstellung
derartiger Löcher in einer Wärmedämmplatte eignen sich beispielsweise Stifte oder
Nadeln aus hochfesten Stählen. Die Form der Stifte ist abhängig von der Art der Wärmedämmplatte.
Bei Wärmedämmplatten, deren Fasern parallel zu den großen Oberflächen verlaufen, hat
es sich als vorteilhaft erwiesen, die Stifte vorzugsweise in eine Spitze auslaufen
zu lassen. Bei Wärmedämmplatten mit im wesentlichen rechtwinklig zu den Oberflächen
angeordneten Fasern eignen sich insbesondere abgerundete Stifte, da hier der Effekt
der seitlichen Verdrängung der Fasern überwiegt. Bei der Auswahl der entsprechenden
Stifte spielt die Rohdichte der Wärmedämmplatte eine nicht unerhebliche Rolle.
[0019] Die Stifte sind für die Bearbeitung von Wärmedämmplatten zumeist auf Platten aus
Metall, Holz, Holzwerkstoffen aufgesetzt, die im rechten Winkel zu den Dämmstoffoberflächen
auf- und niederbewegt werden. Bei dieser Vorgehensweise ist der Effekt der Hohlraumbildung
in der Oberfläche der Wärmedämmplatte weitgehend unabhängig von der Orientierung der
Fasern in der Oberflächenzone.
[0020] Bei Wärmedämmplatten mit im wesentlichen rechtwinklig zu den großen Oberflächen verlaufenden
Fasern können auch Stifte verwendet werden, die kegelstumpf- oder pyramidenstumpfförmig
ausgebildet und auf einer Walze befestigt sind. Die Basis der pyramidenstumpfförmigen
Stifte kann dabei in Laufrichtung der Walze deutlich schmaler sein, als koaxial zur
Walze. Bei dieser Konfiguration werden die Spitzen der Stifte abgerundet, um einen
schonenden Eingriff zu bewirken.
[0021] Die Öffnungen in der Wärmedämmplatte können hinsichtlich ihrer Durchmesser bzw. Öffnungsweiten
sowie ihrer Tiefe in Abhängigkeit der Charakteristik der Wärmedämmplatte ausgebildet
sein. Hierbei spielen die Viskosität und die Teilchengröße der Kleber ebenfalls eine
wesentliche Rolle. Darüber hinaus ist auch die erforderliche Festigkeit des Verbundes
aus Wärmedämmplatte und Beschichtung von Bedeutung. Begrenzt wird die Verankerungstechnik
u.a. dadurch, dass der Wärmedurchlasswiderstand des Dämmstoffs nicht oder nur unwesentlich
verändert werden soll. Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie
der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, dass die behandelten Dämmstoffelemente
trotz der auf Baustellen üblichen Imperfektionen und ohne Anwendungen zusätzlicher
Behandlungsmethoden, beispielsweise bei Wärmedämmverbundsystemen, in ihren durchschnittlichen
Querzugfestigkeiten deutlich verbessert sind. Bei der Herstellung werkseitiger Beschichtungen
kann naturgemäß die Güte und Gleichmäßigkeit der Beschichtung deutlich verbessert
werden. Hierbei werden die auf die Oberfläche aufgebrachten Kleber durch Abstreifschienen,
maschinell angetriebene Spachtel, rotierende Scheiben und andere Einrichtungen in
die Hohlräume der Wärmedämmplatte eingedrückt bzw. auf der Oberfläche der Wärmedämmplatte
verteilt. In Abhängigkeit von der Hohlraumgröße, seiner Tiefe und der Viskosität der
Kleber wird der auf den Kleber ausgeübte Druck bis in die Tiefe des Hohlraumes wirksam.
Unter diesem Druck wird der Kleber auch in die Seitenbereiche der Hohlräume gepresst.
Bei Wärmedämmplatten mit parallel zu den großen Oberflächen ausgerichteten Fasern
kann der Kleber auch horizontal zwischen die Fasern gelangen, so dass sich die Verankerung
der Beschichtung mit der Wärmedämmplatte deutlich verbessert. Gleichzeitig erfolgt
eine lokale Verdichtung der Fasern, die sich zwischen den Hohlräumen befinden. Die
zusätzliche seitliche Verzahnung und die lokale Verdichtung um die Hohlräume herum
erhöhen zusammen mit der durch die Hohlräume erhöhten spezifischen Verklebungsfläche
ganz wesentlich die Festigkeit des Dämmstoffelementes.
[0022] Bei Wärmedämmplatten mit rechtwinklig zu den großen Oberflächen verlaufenden Fasern
wirkt der injizierte Kleber ähnlich, wenn auch die horizontale Ausbreitung geringer
ist als bei solchen Wärmedämmplatten, die einen Faserverlauf mit im wesentlichen parallel
zu den großen Oberflächen ausgerichteten Fasern aufweisen.
[0023] Durch die Verwendung der hohlen Nadeln kann relativ dünnflüssiger Kleber gezielt
in die Oberfläche der Wärmedämmplatte injiziert werden, während auf der Oberfläche
ein relativ dazu körniger Klebemörtel verteilt wird.
[0024] Die Festigkeitseigenschaften des Dämmstoffelementes lassen sich darüber hinaus durch
eine Variation der Injektionstiefen vergrößern. Im Extremfall kann die Penetration
die gesamte Dicke der Wärmedämmplatte erreichen. Um die dadurch verursachen Wärmebrücken
zu minimieren, ist vorgesehen, dass die Wärmedämmplatte auf ihren beiden großen Oberflächen
entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeitet wird, wobei die Perforation
versetzt zueinander angeordnet wird.
[0025] Bei Wärmedämmplatten aus Polystyrol-Hartschaum ist die Zahl der Pentrationen in die
Oberfläche mit ca. 10 bis 16 Einstichen pro cm
2 deutlich größer als bei Wärmedämmplatten aus Mineralfasern, bei denen eine zu große
Dichte an Einstichstellen zu einer partiellen Zerstörung der Oberflächenstruktur führen
kann, was in der Folge den gewünschten Verstärkungseffekt wieder abmindert. Da Polystyrol-Hartschäume
Rückstelleffekte aufweisen, wird eine Penetrationsstärke von größer 2 mm vorgesehen.
Bei dieser Größenordnung wird das thermoplastische Verhalten des Polystyrol-Hartschaums
soweit kompensiert, dass eine ausreichend große Penetrationsbreite für das Eindringen
der Beschichtung verbleibt. Bei derartigen Dämmstoffelementen mit Polystyrol-Hartschaumplatten
steht eine deutliche Erhöhung der spezifischen Oberfläche im Vordergrund, so dass
Einstichtiefen von weniger als 5 mm ausreichen, um den erwünschten Verbindungseffekt
zwischen Beschichtung und Wärmedämmplatte zu erzielen.
[0026] Das Dämmstoffelement besteht aus einer Wärmedämmplatte, beispielsweise aus Mineralfasern
oder Polystyrol-Hartschaum, und einer Beschichtung, die zumindest auf einer Oberfläche
der Wärmedämmplatte angeordnet ist. Die Wärmedämmplatte hat eine Vielzahl rechtwinklig
zu der großen Oberfläche, die mit der Beschichtung versehen werden soll, verlaufende
Öffnungen, insbesondere Löcher, in die die aufzubringende Beschichtung eindringen
kann, um eine tiefe Verankerung in der Wärmedämmplatte zu erzielen. Hierdurch wird
eine wesentlich bessere Haftung, insbesondere lösungsmittelfreier Dispersionskleber
oder auf der Basis von hydraulisch erhärtenden Bindemitteln aufgebauten Kleber bzw.
Kombinationen daraus erzielt. Bei Wärmedämmplatten aus Polystyrol-Hartschaum hat sich
gezeigt, dass die intensivere Verzahnung der Wärmedämmplatte mit der Beschichtung
einen möglichen Abriss der Kleber- oder Putzschicht auf der Oberfläche der Dämmstoffplatte
entgegen wirkt, so dass ein derartig ausgebildetes Dämmstoffelement eine deutlich
erhöhte Querzugfestigkeit hat.
[0027] Die Wärmedämmplatte weist 5 bis 20 Löcher pro cm
2, insbesondere 8 bis 10 Löcher pro cm
2 bei faserigen Wärmedämmplatten bzw. 10 bis 16 Löcher pro cm
2 bei Hartschaum-Wärmedämmplatten auf. Diese Anzahl der Löcher ist ausreichend, um
eine innige Verbindung zwischen der Wärmedämmplatte und der Beschichtung über die
gesamte Fläche des Dämmstoffelementes zu erzielen, wobei die Wärmedämmplatte nicht
wesentlich geschwächt wird.
[0028] Die Löcher weisen in Abhängigkeit ihrer dichten Anordnung in der großen Oberfläche
der Wärmedämmplatte zumindest im Bereich der großen Oberfläche Durchmesser von 1 bis
5 mm, vorzugsweise 2 bis 3 mm auf. Bei dieser Ausgestaltung der Löcher ist zu berücksichtigen,
dass die Dämmeigenschaften des Dämmstoffelementes nicht durch zu große nagelförmige
Verankerungen der Beschichtung negativ beeinflusst werden. Andererseits müssen die
nagelförmigen Vorsprünge der Beschichtung ausreichend stabil bemessen sein, um ein
Abscheren der Beschichtung von ihren nagelförmigen Vorsprüngen zu vermeiden. Allerdings
sind auch mit gröberen Einstichen und einer dementsprechend geringeren Zahl von Einstichen
respektive Einprägungen pro cm
2 gute Ergebnisse erzielbar. Wesentlich bei der Bemessung der Anzahl der Einstiche
und der Materialstärke der in die Einstiche eingreifenden nagelförmigen Vorsprünge
der Beschichtung ist die Struktur des Dämmstoffelementes. Hierunter sind die Faserorientierung,
die Rohdichte, die Bindemittelgehalte sowie die Elastizität der Fasern zu verstehen.
[0029] Bei Mineralfasern, die im wesentlichen parallel zu den großen Oberflächen verlaufen,
sind die Löcher vorzugsweise kegel- und/oder kegelstumpfförmig ausgebildet, so dass
jedes Loch in einer Spitze ausläuft.
[0030] Bei Dämmstoffelementen, deren Mineralfasern im wesentlichen rechtwinklig oder geneigt
zu den großen Oberflächen verlaufen, sind die Löcher vorzugsweise zylindrisch, kegel-
und/oder kegelstumpfförmig und/oder pyramidenstumpfförmig mit jeweils kalottenförmigen
oder kugelabschnittförmigen Enden ausgebildet. In jedem Fall sind die Löcher in Abhängigkeit
der Rohdichte der zu behandelnden Dämmstoffe auszubilden, so dass ein sicheres Einbringen
der Beschichtung in die Löcher möglich ist.
[0031] Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, das Dämmstoffelement aus einer beidseitig
beschichteten Wärmedämmplatte auszubilden. Hierbei hat es sich als vorteilhaft erwiesen,
die Löcher in beiden großen Oberflächen der Wärmedämmplatte versetzt zueinander anzuordnen,
so dass eine Verbindung der Löcher beider Oberflächen nicht besteht. Eine derartige
Verbindung würde durch das Aufbringen der Beschichtungsmasse gegebenenfalls zu Wärmebrücken
führen, die bei derartigen Dämmstoffelementen zu verhindern sind. Andererseits besteht
durch das versetzte Anordnen der Löcher in beiden großen Oberflächen die Möglichkeit,
eine tiefe Verankerung auch bei solchen Dämmstoffelementen zu erzielen, die nur eine
geringe Materialstärke aufweisen, so dass jede Verankerung der Beschichtung größer
als die Hälfte der Materialstärke des Dämmstoffelementes ausgebildet sein kann.
[0032] Bei Hartschaum-Wärmedämmplatten hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Löcher
mit einer Axiallänge von kleiner gleich 5 mm auszubilden, da dann bereits die voranstehend
beschriebenen Problematiken hinsichtlich des Abrisses der Kleber- oder Putzschichten
auf der Oberfläche der Dämmstoffplatte wesentlich verringert werden.
[0033] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Beschichtung werkseitig aufzubringen. Hierbei
kann die Beschichtung sowohl manuell als auch maschinell in die Oberfläche der Wärmedämmplatte
eingearbeitet werden.
[0034] Um einen innigen Verbund der Beschichtung mit der Wärmedämmplatte zu erzielen ist
es vorteilhaft, die Beschichtung unter Druck auf die Oberfläche der Wärmedämmplatte
zu applizieren und in die Perforation einzupressen.
[0035] Bei Wärmedämmstoffen haben sich als Beschichtung Polyurethan-Injektionen bewährt,
wohingegen Injektionen mit gefülltem Kieselsol, Ormoceren, Wasserglas, Phosphatbindern
oder dergleichen bei thermisch belastbaren Wärmedämmstoffen von Vorteil sind.
[0036] Weitere Merkmale und Vorteil der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der bevorzugte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
Dämmstoffelementes dargestellt sind. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Wärmedämmplatte für ein Dämmstoffelement in perspektivischer Ansicht;
- Figur 2
- ein Abschnitt eines Dämmstoffelementes im Querschnitt;
- Figur 3
- eine zweite Ausführungsform eines Dämmstoffelementes im Querschnitt;
- Figur 4
- eine dritte Ausführungsform eines Dämmstoffelementes im Querschnitt und
- Figur 5
- einen Abschnitt einer Vorrichtung zur Beschichtung von Dämmstoffen in Seitenansicht.
[0037] Eine in der Figur 1 dargestellte Wärmedämmplatte 1 weist eine obere große Oberläche
2, eine untere große Oberfläche 3, Schmalseiten 4 und Längsseiten 5 auf. Die Wärmedämmplatte
1 ist quaderförmig ausgebildet, so dass die Oberflächen 2, 3 jeweils rechtwinklig
zu den Schmalseiten 4 und den Längsseiten 5 angeordnet sind.
[0038] Die große Oberfläche 2 ist in einem gleichmäßigen Muster mit zur Oberfläche 1 offenen
Löchern 6 versehen. Die derart ausgebildete Wärmedämmplatte 1 ist zur Aufnahme einer
Beschichtung, beispielsweise eines Klebemörtels oder einer Kunststoffdispersion vorbereitet,
wobei die in Figur 1 nicht näher dargestellte Beschichtung auf die Oberfläche 2 aufgebracht
wird und in die Löcher 6 eindringt, um eine innige Verankerung mit der Wärmedämmplatte
1 einzugehen.
[0039] In den Figuren 2 bis 4 sind unterschiedliche Ausgestaltungen von Dämmstoffelementen
dargestellt, die jeweils aus einer Wärmedämmplatte 1 und einer Beschichtung 8 bestehen.
[0040] In Figur 2 ist zu erkennen, dass die Löcher 6 im überwiegenden Teil zylindrisch und
in ihren geschlossenen Ende kegelförmig ausgebildet sind. Beim Aufbringen der Beschichtung
8 auf die Oberfläche 2 der Wärmedämmplatte 1 dringt die Beschichtung 8 in die Löcher
6 ein und füllt diese vollständig aus. Hierbei kann die Beschichtung auch eine parallel
zu den großen Oberflächen 2, 3 ausgerichtete Verankerung mit den Fasern 9 der Wärmedämmplatte
1 eingehen. In Figur 2 ist ferner zu erkennen, dass die Beschichtung 8 in einem oberflächennahen
Bereich der Wärmedämmplatte 1 angeordnet ist.
[0041] Demgegenüber zeigt die Figur 3 einen Ausschnitt eines Dämmstoffelementes 7, bei welchem
die Beschichtung 8 die Wärmedämmplatte 1 über ihre gesamte Materialstärke durchdringt.
Die Löcher 6 sind bei diesem Ausführungsbeispiel zylindrisch ausgebildet.
[0042] Figur 4 zeigt demgegenüber ein Dämmstoffelement 7, welches auf beiden Oberflächen
2 und 3 mit einer Beschichtung 8 versehen ist. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel
weist das Wärmedämmelement 1 rechtwinklig zu seinen Oberflächen 2 und 3 angeordnete
Löcher 6 auf, die pyramidenförmig ausgebildet und nach Aufbringen der Beschichtungen
8 mit Beschichtungsmaterial ausgefüllt sind.
[0043] Um bei diesem Ausführungsbeispiel Wärmebrücken im Dämmstoffelement 7 zu vermeiden,
sind die Löcher der beiden Oberflächen 2, 3 versetzt zueinander angeordnet, so dass
eine Verbindung zwischen den in die Wärmedämmplatte 1 reichenden Keile aus Klebermasse
nicht besteht.
[0044] Die Figur 5 zeigt schließlich eine Vorrichtung 10 zur Behandlung, insbesondere Beschichtung
von Dämmstoffelementen. Diese Vorrichtung 10 besteht aus einem Träger 11, der über
Linearmotore 12 in vertikaler Richtung auf eine nicht näher dargestellte Dämmstofflage
zu bzw. von dieser Dämmstofflage weg bewegbar ist.
[0045] Der Träger 11 weist eine Vielzahl von Nadeln 12 auf, die im wesentlichen zylindrisch
ausgebildet sind und eine kegelförmige Spitze haben. Diese Nadeln 12 dringen in die
Wärmedämmplatte 1 ein und perforieren die Wärmedämmplatte 1 beispielsweise mit einem
Muster, wie es in Figur 1 dargestellt ist.
[0046] Ein Teil der Nadeln ist als Hohlnadeln 13 ausgebildet, wobei jede Hohlnadel 13 einen
in Achsrichtung verlaufenden, zentrisch angeordneten Kanal 14 aufweist, welcher Kanal
14 an einer Zufuhrleitung 15 angeschlossen ist. Über die Zufuhrleitung 15 wird Klebermaterial
14 der Hohlnadel 13 zugeführt, welches bei abgesenktem Träger 11 und in die Wärmedämmplatte
1 eingedrungenen Nadeln 12 oder 13 in die Wärmedämmplatte 1 injiziert wird. Es ist
aber auch denkbar, dass sämtliche Nadeln 12 entsprechend den Hohlnadeln 13 ausgebildet
sind.
[0047] Mit der voranstehend beschriebenen Vorrichtung wird eine Wärmedämmplatte 1 perforiert,
bevor eine Beschichtung 8 auf die perforierte große Oberfläche der Wärmedämmplatte
aufgebracht wird, um ein Dämmstoffelement 7 zu bilden. Die flüssige Beschichtung 8
dringt hierbei zumindest in die Löcher 6 der Perforation und vorzugsweise auch in
den Nahbereich dieser Löcher 6 zwischen die Fasern 9 ein, so dass die Beschichtung
8 nicht nur auf der Oberfläche der Wärmedämmplatte 1 haftet, sondern auch im Innenbereich
der Wärmedämmplatte 1 verankert ist.
[0048] Nach dem Aushärten der Beschichtung 8 besteht die Möglichkeit, eine weitere Beschichtung
aufzubringen, so dass Dämmstoffelemente 7 hergestellt werden, die hochbelastbar sind
und beispielsweise bei Wärmdämmverbundsystemen mit einer Klinkerbekleidung versehen
werden können. Die zweite Beschichtung kann ebenfalls werkseitig oder vor Ort, d.h.
auf der Baustelle aufgebracht werden. Hierbei ist sicherzustellen, dass die zweite
Beschichtung mit der ersten Beschichtung eine innige Verbindung eingeht.
1. Vorrichtung zur Behandlung, insbesondere zur Beschichtung von Dämmstoffen mit einer
Beschichtung zum zumindest partiellen Verkleben einer aus dem Dämmstoff hergestellten
Wärmedämmplatte mit Deckschichten bzw. tragenden Flächen, wobei die Wärmedämmplatte
insbesondere aus Mineralfasern, vorzugsweise aus Glas- oder Steinwollfasern oder Polystyrol-Hartschaum
besteht und die Beschichtung auf zumindest einer großen Oberfläche der Wärmedämmplatte
aufgebracht wird und die Wärmedämmplatte vor dem und/oder beim Aufbringen der Beschichtung
zumindest im Bereich der zu beschichtenden Oberfläche perforiert, insbesondere genadelt
wird, bestehend aus zumindest einem Träger (11) mit einer Vielzahl in Richtung auf
eine Dämmstofflage ausgerichteten, insbesondere rotationssymmetrisch ausgebildeten
Nadeln oder Stiften, wobei der Träger (11) einer Beschichtungseinrichtung vorgeschaltet
ist, die Bestandteil einer kontinuierlich arbeitenden Dämmstoffproduktionsanlage ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teil der Stifte oder Nadeln (12) hohl ausgebildet ist und einen Kanal
(14) zur Durchleitung eines dünnflüssigen Klebers aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stifte oder Nadeln (12) zu ihrem freien Ende hin konisch ausgebildet sind, wobei
zumindest das freie Ende die Konizität aufweist und die Stifte oder Nadeln (12) im
übrigen zylindrisch ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (11) im rechten Winkel zur Dämmstofffläche auf- und niederbewegbar angeordnet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (11) als rotierende Walze ausgebildet ist, wobei die Nadeln (12) oder
Stifte radial verlaufend angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4
dadurch gekennzeichnet,
dass die Nadeln (12) oder Stifte kegelstumpf- oder pyramidenstumpfförmig ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basis der pyramidenstumpfförmig ausgebildeten Nadeln (12) oder Stifte in Drehrichtung
der Walze schmaler als in Achsrichtung der Walze ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die freien Enden der Nadeln (12) oder Stifte abgerundet ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (11) höhenverstellbar gelagert ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (11) pro cm2 5 bis 20 Nadeln (12) oder Stifte, insbesondere 8 bis 10 Nadeln (12) oder Stifte bei
der Penetration faseriger Wärmedämmplatten (1) bzw. 10 bis 16 Nadeln (12) oder Stifte
bei der Penetration von Hartschaum-Wärmedämmplatten (1) aufweisen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Nadeln (12) oder Stifte einen Durchmesser größer gleich 2 mm aufweisen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Nadeln (12) oder Stifte an ihren freien Enden Widerhaken aufweisen.