[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung von Fehlern beim Betrieb eines
Pumpenaggregates, insbesondere eines Kreiselpumpenaggregats gemäß den im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Aus
EP-A-1 286 056 zählt es zum Stand der Technik, bei einem Pumpenaggregat Kavitation im Bereich der
Pumpe mittels Sensoren zu erfassen, welche den Pumpendifferenzdruck und die Durchflussgeschwindigkeit
aufnehmen. Die von den Sensoren aufgenommenen Daten werden einem Klassifizierungssystem
zugeführt, welches durch ein neuronales Netzwerk bestimmt, ob und in welchem Ausmaß
Kavitation vorliegt.
[0003] Aus
EP-A-0 321 295 zählt es zum Stand der Technik, mittels einer Vielzahl von Sensoren hydraulische
Systemdaten und mechanische Daten des Pumpenmotors zu erfassen, um kritische Betriebszustände
der Pumpe zu erfassen und die Pumpe ggf. rechtzeitig abzuschalten, wenn die Pumpe
z. B. trockenläuft oder gegen geschlossene Ventile fördert.
[0004] Aus
Wolfram, Armin, Dominik Füssel, Torsten Brune und Rolf Isermann, Component-based multi-model
approach for fault detection and diagnosis of a centrifugal pump, Institute of Autom.
Control, Darmstadt University of Technology; American Control Conference, 2001: Proceedings
of the 2001; Volume: 6, On page(s): 4443-4448 vol. 6; ISBN: 078036495-3, ist es bekannt, Anlagen mit darin integrierten Pumpenaggregaten zu überwachen, wobei
die Überwachung einzelner Anlagenkomponenten, wie Pumpe, mechanisches System, Rohrleitung
jeweils modellgestützt erfolgt, indem eine von einem mathematischen Modell errechnete
Größe mit einer gemessenen verglichen und dann festgestellt wird, ob ein Fehler vorliegt
oder nicht. Als Modell werden unter anderem ein Motormodell und ein Pumpenmodell verwendet.
Als Eingangsgröße für die vorgenannten Modellrechnungen wird die Drehzahl verwendet.
[0005] Ein solches Überwachungssystem ist auch aus
Wolfram, Armin, Komponentenbosierte Fehlerdiagnose industrielle Anlagen am Beispiel
frequenzumrichtergespeister Asynchronmaschinen und Kreiselpumpen, Dissertation TU Darmstadt, VDI Forfschrittsberichte, Reihe 8, Nr. 967, VDI Verlag 2002,
Düsseldorf bekannt. Dort sind insbesondere auch die Modellzusammenhänge zwischen Motor und Pumpe
beschrieben. Dieser Stand der Technik bildet den Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Es zählt also bei Pumpenaggregaten inzwischen zum Stand der Technik, eine Vielzahl
von Sensorik vorzusehen, einerseits um Betriebszustände zu erfassen, andererseits
auch um Fehlzustände der Anlage und/oder des Pumpenaggregats zu ermitteln. Nachteilig
hierbei ist jedoch, dass die in diesem Zusammenhang erforderliche Sensorik nicht nur
aufwändig und teuer, sondern häufig auch störanfällig ist.
[0007] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Ermittlung von Fehlern beim Betrieb eines Pumpenaggregats zu schaffen, welches mit
möglichst geringer Sensorik ausführbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren.
[0009] Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist es, anhand in der Regel ohnehin zur Verfügung
stehender oder zumindest wenig aufwändig ermittelbarer elektrischer Größen des Motors
sowie zwei sensorisch zu ermittelnden veränderlichen hydraulischen Größe der Pumpe
für den elektrischen Motor sowie die hydraulisch-mechanische Pumpe charakteristische
Daten zu erfassen und diese nach mathematischer Verknüpfung auszuwerten. In einfachster
Form erfolgt dies durch Vergleich mit vorgegebenen Werten, wobei sowohl der Vergleich
als auch das Ergebnis selbsttätig mittels elektronischer Datenverarbeitung erfolgt,
die somit feststellt, ob ein Fehler im Betrieb der Pumpe vorliegt oder nicht.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren benötigt ein Minimum an Sensorik und kann bei modernem
frequenzumrichtergesteuerten Pumpen, die ohnehin eine digitale Datenverarbeitung aufweisen,
in der Regel softwaremäßig implementiert werden. Dabei ist besonders vorteilhaft,
dass die die elektrische Leistung des Motors bestimmenden Größen, nämlich typischerweise
die am Motor anliegende Spannung und der den Motor speisende Strom, ohnehin innerhalb
der Frequenzumrichterelektronik zur Verfügung stehen, so dass zur Erfassung einer
hydraulischen Größe, z.B. des Differenzdrucks lediglich ein Drucksensor erforderlich
ist, der im Übrigen bei modernen Pumpen ebenfalls schon häufig zur Standardausstattung
zählt. Die zum Vergleich erforderlichen vorgegebenen Werte können in digitaler Form
in entsprechenden Speicher bausteinen der Motorelektronik abgelegt werden.
[0011] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass einerseits die zwei die elektrische Leistung
des Motors bestimmenden elektrischen Größen des Motors, nämlich die am Motor anliegende
Spannung und der den Motor speisende Strom, zur Erzielung mindestens eines Vergleichswertes
mathematisch verknüpft werden und andererseits die mindestens eine veränderliche hydraulische
Größe der Pumpe sowie eine weitere die Leistung der Pumpe bestimmende hydraulische
Größe zur Erzielung mindestens eines weiteren Vergleichswerts mathematisch verknüpft
werden, wobei dann anhand des Ergebnisses der mathematischen Verknüpfung durch Vergleich
mit vorgegebenen Werten ermittelt wird, ob ein Fehler vorliegt oder nicht. Die mathematische
Verknüpfung erfolgt dabei für die motorseitigen Daten durch entsprechende für die
elektrischen und/oder magnetischen Zusammenhänge im Motor bestimmende Gleichungen
wohingegen für die Pumpe Gleichungen verwendet werden, welche das hydraulische und/oder
mechanische System beschreiben. Die sich bei den jeweiligen Verknüpfungen ergebenden
Werte werden mit vorgegebenen, in der Speicherelektronik abgespeicherten Werten verglichen,
wonach die elektronische Datenverarbeitung selbsttätig feststellt ob ein Fehler vorliegt
oder nicht. und Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, dass es wenig Speicherplatz
für die vorgegebenen Werte erfordert.
[0012] Dabei kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht nur festgestellt werden ob ein
Fehler vorliegt, sondern es kann darüber hinaus vorteilhaft auch noch der Fehler spezifiziert
werden, d.h. ermittelt werden, um welchen Fehler es sich handelt.
[0013] Als zu erfassende hydraulische Größe wird der von der Pumpe erzeugte. Differenzdruck
herangezogen, da diese Größe aggregatseitig erfasst werden kann und das Vorsehen eines
solchen Druckaufnehmers bei zahlreichen Pumpenbauarten heute zum Stand der Technik
zählt.
[0014] Zusätzlich zur Erfassung des Differenzdruckes wird als hydraulische Größe der Förderstrom
der Pumpe herangezogen. Die Erfassung des Förderstroms kann ebenfalls aggregatseitig
erfolgen, auch hierfür stehen wenig aufwändige und langzeitstabile Messsysteme zur
Verfügung.
[0015] Da die Absolutdruckerfassung des von der Pumpe erzeugten Drucks stets eine Differenzdruckmessung
gegenüber der Außenatmosphäre darstellt ist es häufig günstiger, den zwischen Saug-
und Druckseite der Pumpe gebildeten Differenzdruck statt des Absolutdruckes zu erfassen,
der darüber hinaus als hydraulische Größe der Pumpe wesentlich günstiger weiterzuverarbeiten
ist.
[0019] Die Gleichungen (10) bis (14) stellen ein elektrisches dynamisches Motormodell dar,
und zwar für einen Permanentmagnetmotor.
[0020] In den Gleichungen (1) bis (14) repräsentieren
isd den Motorstrom in Richtung d
isq den Motorstrom in Richtung q
ψrd den magnetischen Fluss des Rotors in d-Richtung
ψrq den magnetischen Fluss des Rotors in q-Richtung
Te das Motormoment
vsd die Versorgungsspannung des Motors in d-Richtung
vsq die Versorgungsspannung des Motors in q-Richtung
ω die Winkelgeschwindigkeit des Rotors und Laufrades
R's den Ersatzwiderstand der Statorwicklung
R'r den Ersatzwiderstand der Rotorwicklung
Lm den induktiven Kopplungswiderstand zwischen Stator- und Rotorwicklung
L's den induktiven Ersatzwiderstand der Statorwicklung
Lr den induktiven Widerstand der Rotorwicklung
zp die Polpaarzahl
Is den Phasenstrom
Vs die Phasenspannung
ωs die Frequenz der Versorgungsspannung
ω die tatsächliche Rotor- und Laufraddrehzahl
s den Motorschlupf
Zs(s) die Statorimpedanz
Zr(s) die Rotorimpedanz
Rr den Ersatzwiderstand der Rotorwicklung
Rs den Ersatzwiderstand der Statorwicklung
Ls Den induktiven Widerstand der Statorwicklung,
wobei d uns q zwei senkrecht zueinander stehende Richtungen senkrecht zur Motorwelle
sind,
[0021] Für das mechanisch-hydraulische Pumpenmodell wir die Gleichung (15) und mindestens
eine der Gleichungen (16) und (17) vorteilhaft verwendet.
[0022] Dabei repräsentiert die Gleichung (15) die mechanischen Zusammenhänge zwischen Motor
und Pumpe wohingegen die Gleichungen (16) und (17) die mechanisch-hydraulischen Zusammenhänge
in der Pumpe beschreiben. Diese Gleichungen lauten:

und mindestens eine der Gleichungen


in denen

die zeitliche Ableitung der Winkelgeschwindigkeit des Rotors,
Tp das Pumpendrehmoment,
J das Massenträgheitsmoment von Rotor, Laufrad und im Laufrad gebundener Förderflüssigkeit,
B die Reibungskonstante,
Q der Förderstrom der Pumpe,
Hp der von der Pumpe erzeugten Differenzdruck,
ah2,ah1, ah0 die Parameter, die den Zusammenhang zwischen Drehzahl des Laufrades, Förderstrom
und Differenzdruck beschreiben und
at2,at1,at0 die Parameter, die den Zusammenhang zwischen Drehzahl des Laufrades, Förderstrom
und Massenträgheitsmoment beschreiben
[0023] Anspruch 4 definiert beispielhaft, in welcher Weise mathematische Verknüpfungen vorgenommen
werden um zu ermitteln, ob ein Fehler vorliegt oder nicht. Grundgedanke dieses konkreten
Verfahrens besteht darin, einerseits unter Zuhilfenahme des Motormodells, das sich
aufgrund der elektrischen Größen an der Motorwelle ergebende Motormoment sowie die
Drehzahl zu ermitteln. Mit Hilfe der Gleichungen (16) und (17) wird eine Beziehung
zwischen Differenzdruck und Förderstrom einerseits bzw. zwischen Pumpendruckmoment
und Förderstrom andererseits ermittelt.
[0024] Um dem System eine gewisse Toleranz zu geben, kann es sinnvoll sein, durch Varianz
mindestens einer der Größen a
h0 bis a
h2, a
t0 bis a
t2, B und J ein Toleranzband festzulegen, um nur dann einen Fehler zu registrieren,
wenn dieser auch betriebsrelevant ist.
[0025] Um die Art des Fehlers näher spezifizieren zu können, werden zusätzlich zu den zwei
elektrischen Größen zwei hydraulische Größen durch Messen ermittelt und die ermittelten
Werte in die Gleichungen nach Anspruch 4 eingesetzt, so dass sich dann vier Fehlergrößen
r
1 bis r
4 ergeben. Anhand der Kombination dieser Fehlergrößen wird dann die Art des Fehlers
anhand vorgegebener Grenzwertkombinationen bestimmt. Auch dies erfolgt selbsttätig
durch die elektronische Datenverarbeitung.
[0026] In alternativer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden zur Ermittlung
der Art des Fehlers zusätzlich zu den zwei elektrischen Größer die zwei vorhergenannten
hydraulishe Größen durch Messen ermittelt und die ermittelten Werte mit vorgegebenen
Werten verglichen werden, wobei dann jeweils die vorgegebenen Werte eine Fläche im
dreidimensionalen Raum definieren und ermittelt wird, ob die ermittelten Größen auf
diesen Flächen (r*
1 bis r*
4) liegen oder nicht und anhand der Kombination der Werte die Art des Fehlers anhand
vorgegebener Grenzwertkombinationen ermittelt werden. Die Fehlerart kann dann beispielsweise
anhand der folgenden Tabelle bestimmt werden:
| Fehlerart |
Fehlergröße |
r1, |
r2, |
r3, |
r4, |
| Vergleichsfläche |
r1* |
r2* |
r3* |
r4* |
| Erhöhte Reibung aufgrund mechanischer Defekte |
1 |
0 |
1 |
1 |
| Reduzierte Förderung/fehlender Differenzdruck |
0 |
1 |
1 |
1 |
| Defekt im Ansaugbereich/fehlender Förderstrom |
1 |
1 |
0 |
1 |
| Förderausfall |
1 |
1 |
1 |
1 |
[0027] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es somit möglich, mit einem Minimum
an Sensorik nicht nur den fehlerfreien Betriebszustand des Pumpenaggregats festzustellen
oder nicht festzustellen, sondern darüber hinaus im Falle eines Fehlers diesen auch
noch im Einzelnen zu spezifizieren, so dass im Pumpenaggregat ein entsprechendes Fehlersignal
generiert werden kann, das die Art des Fehlers anzeigt. Dieses Signal kann gegebenenfalls
zu entfernten Stellen übermittelt werden, wo die Funktion des Pumpenaggregats überwacht
werden soll.
[0028] Die anhand vorgegebener Werte gebildeten Flächen im dreidimensionalen Raum sind typischerweise
raumgekrümmte Flächen, deren Werte zuvor fabrikmäßig anhand des jeweiligen Aggregats
oder des Aggregattyps ermittelt und im digitalen Datenspeicher aggregatseitig abgelegt
sind. Dabei sind die vorerwähnten Vergleichsflächen r*
1 bis r*
4 in einem dreidimensionalen Raum angeordnet, der bei r*
1 aus dem Drehmoment, dem Durchfluss und der Drehzahl, bei r*
2 aus dem Differenzdruck, dem Förderstrom und der Drehzahl, für r*
3 aus dem Drehmoment, dem Differenzdruck und der Drehzahl sowie für r*
4 aus dem Drehmoment, dem Differenzdruck und dem Förderstrom gebildet sind.
[0029] Die in der Tabelle durch die Vergleichsflächen r*
1 bis r*
4 definierten Größen kennzeichnen den jeweiligen Betriebszustand, wobei die Ziffer
0 bedeutet, dass der jeweilige Wert innerhalb der durch die vorgegebenen Werte definierten
Fläche liegt und 1 außerhalb. So kann die in der Tabelle durch erhöhte Reibung aufgrund
mechanischer Defekte definierte Fehlerkombination beispielsweise einen Lagerschaden
oder einen sonstwie verursachten erhöhten Reibwiderstand zwischen den rotierenden
Teilen und den feststehenden Teilen des Aggregats bedeuten. Die unter dem Oberbegriff
reduzierte Förderung/fehlender Differenzdruck gekennzeichnete Fehlerkombination kann
beispielsweise durch Fehler oder Verschleiß am Pumpenlaufrad oder ein Hindernis im
Pumpen Einoder Auslass verursacht sein. Die unter dem Oberbegriff Defekt im Ansaugbereich/fehlender
Förderstrom definierte Fehlerkombination kann beispielsweise durch Defekt der Ringdichtung
am Saugmund der Pumpe verursacht sein. Die unter dem Oberbegriff Förderausfall fallende
Fehlerkombination kann vielfältigste Ursachen haben und ist ggfs. weiter zu spezifisieren.
Dieser Förderausfall kann durch eine blockierte Welle oder ein blockiertes Pumpenlaufrad,
durch einen Wellenbruch, durch das Lösen des Pumpenlaufrads, durch Kavitation aufgrund
unzulässig niedrigen Differenzdrucks am Pumpeneinlass sowie durch Trockenlauf verursacht
sein.
[0030] Die in der Tabelle durch die Größen r
1 bis r
4 gekennzeichneten Betriebszustände basieren auf mathematischen Berechnungen von Fehlergrößen
r
1 bis r
4 entsprechend den Gleichungen (19) bis (22), wobei die entsprechende Fehlergröße den
Wert Null annimmt, wenn ein einwandfreier Betrieb vorliegt und den Wert 1 im Falle
eines Fehlers. Die Tabelle ist hinsichtlich der Fehlerart in entsprechender Weise
wie oben beschrieben zu verstehen. Bildlich gesehen, repräsentiert jede der Fehlergrößen
r
1 bis r
4 einen Abstand zu den entsprechenden Flächen r*
1 bis r*
4. Jedoch müssen die Fehlergrößen nicht notwendigerweise mit den Flächen r*
1 bis r*
4 korrespondieren. Die Fehlergrößen r
1 bis r
4 entsprechen den Gleichungen (19) bis (22) und korrespondieren zu den Flächen r*
1 bis r*
4 in den Figuren 4 bis 9.
[0031] Um die Art des Fehlers weiter zu differenzieren ist in einer Weiterbildung der Erfindung
vorgesehen, dass bei Ermittlung eines Fehlers das Pumpenaggregat mit geänderter Drehzahl
angesteuert wird, um dann anhand der sich einstellenden Messergebnisse den ermittelten
Fehler näher eingrenzen zu können.
[0032] Die Fehlergrößen r
1 bis r
4 werden vorteilhaft durch die Gleichungen (19) bis (22) definiert:




in denen
k1,k3,k4 Konstanten,
q1,q2,q3,q4 Konstanten,
Q' Der berechnete Förderstrom auf Basis von aktueller Drehzahl und gemessenem Differenzdruck,
ω̂1 die berechnete Rotordrehzahl auf Grundlage der mechanisch-hydraulischen Gleichungen
(15) und (17),
ω̂3 die berechnete Rotordrehzahl auf Grundlage der Gleichungen (15), (16) und (17),
ω̂4 die berechnete Rotordrehzahl auf Grundlage der Gleichungen (15), (16) und (17),
ω' die berechnete Rotordrehzahl aufgrund gemessenen Differenzdrucks und gemessenem
Förderstrom
r1-r4 Fehlergrößen und
r1*-r4* durch drei Variable bestimmte Flächen sind, die einen fehlerfreien Betrieb der Pumpe
repräsentieren.
[0033] Erfindungsgemäß ist hier also eine Sensorik zur Erfassung von der am Motor anliegenden
Versorgungsspannung und des Versorgungsstroms sowie zur Erfassung des von der Pumpe
aufgebrachten Differenzdrucks und dem Förderstrom vorgesehen. Darüber hinaus ist eine
Auswerteinrichtung vorzusehen, die in Form einer digitalen Datenverarbeitung, z. B.
eines Mikroprozessors ausgebildet sein kann, in den das erfindungsgemäße Verfahren
softwaremäßig implementiert wird. Um den Vergleich zwischen erfassten bzw. berechneten
Werten und vorgegebenen (z.B. fabrikseitig erfasst und abgespeicherten) Werten durchführen
zu können ist ferner ein elektronischer Speicher vorzusehen. Bei modernen frequenzumrichtergesteuerten
Pumpenaggregaten sind sämtliche vorgenannten hardwaremäßigen Voraussetzungen bereits
vorhanden, so dass lediglich für eine ausreichende Dimensionierung der elektronischen
Datenverarbeitungsanlage, insbesondere der Speichermittel und der Auswerteinrichtung
zu sorgen ist. Sämtliche Bauteile mit Ausnahme der zur Erfassung von hydraulischen
Größen erforderlichen Sensorik sind bevorzugt integraler Bestandteil der Motor- und/oder
Pumpenelektronik, so dass konstruktiv insoweit keine weiteren Vorkehrungen zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens zu treffen sind. Eine andere Ausführungsform kann
ein separater in einer Schalttafel oder Steuertafel vorgesehener Baustein sein, in
gleicher Weise wie ein Motorschutzschalter, jedoch mit den Überwachungs- und Diagnoseeigenschaften
wie oben beschrieben.
[0034] Die hier beschriebenen Ausführungsformen beziehen sich auf Kreiselpumpen, wie sich
dies auch aus dem mechanisch-hydraulischen Pumpenmodell ergibt. Solche Pumpen können
beispielsweise Industriepumpen, Tauchpumpen für die Abwasser- oder Wasserversorgung
sowie Heizungsumwälzpumpen sein. Besonders vorteilhaft ist ein Diagnosesystem gemäß
der Erfindung bei Spaltrohrpumpen, da durch frühzeitige Fehlererkennung das Durchschleifen
des Spaltrohres und damit Austritt von Förderflüssigkeit, z. B. in den Wohnbereich,
vorbeugend verhindert wird. Bei der Anwendung der Erfindung im Verdrängerpumpenbereich
muss das mechanisch-hydraulische Pumpenmodell entsprechend den abweichenden physikalischen
Zusammenhängen angepasst werden. Entsprechendes gilt auch beim Einsatz anderer Motortypen
für das elektrische Motormodell.
[0035] Darüber hinaus sind gemäß der Erfindung Mittel vorgesehen um mindestens eine Fehlermeldung
zu erzeugen und zu übertragen an ein am Pumpenaggregat oder anderswo angeordnetes
Anzeigelement, sei es in Form einer oder mehrerer Kontrollleuchten oder eines Displays
mit alphanumerischer Anzeige. Dabei kann die Übertragung drahtlos, beispielsweise
über Infrarot oder Funk erfolgen aber auch drahtgebunden, vorzugsweise in digitaler
Form.
[0036] Ein vereinfachtes Verfahren, das nicht zur Erfindung gehört, ist anhand von Fig.
1 dargestellt. In ein elektrisches Motormodell 1 fließen die veränderlichen elektrischen
leistungsbestimmenden Größen ein, hier die Spannung V
abc und der Strom i
abc- Das Produkt dieser Größen definiert die vom Motor aufgenommene elektrische Leistung.
Aus diesem Motormodell, wie es beispielsweise durch die Gleichungen (1) bis (5) oder
(6) bis (9) oder (10) bis (14) gegeben ist, sind das Drehmoment T
e an der Welle des Motors sowie die Drehzahl ω des Motors ableitbar, wie sie sich rechnerisch
aufgrund des Motormodells ergeben. Diese leistungsabhängigen elektrischen Größen des
Motors werden mit der ermittelten mechanischen Förderhöhe H (Differenzdruck) in einem
Pumpenmodell 2, beispielsweise nach den Gleichungen (16) und (17) verknüpft, wobei
dann das Ergebnis mit anhand definierter Betriebspunkte ermittelter vorgegebener Betriebswerte
verglichen wird. Bei Übereinstimmung dieser Eingangsgrößen mit den vorgegebenen Werten
arbeitet das Pumpenaggregat fehlerfrei. Ergibt sich hingegen über ein vorbestimmtes
Maß hinausgehende Differenz, so wird ein Fehlersignal r generiert, welches eine Fehlfunktion
der Pumpe signalisiert.
[0037] Bei der erfindungsgemäßen Ausführung gemäß Fig. 2 werden in gleicher Weise wie bei
Fig. 1 die Eingangsspannung v
abc und der Motorstrom i
abc als Eingangswerte für das Motormodell 1 verwendet, um das an der Motorwelle anstehende
Moment Te und die Drehgeschwindigkeit der Welle co zu ermitteln. Diese aus dem Motormodell
1 abgeleiteten Werte sowie die sensorisch ermittelten Größen der Förderhöhe H (Differenzdruck)
sowie der Förderstrom Q werden in einem mechanisch-hydraulischen Pumpenmodell 3 mathematisch
miteinander verknüpft, das z.B. durch die Gleichungen (19) bis (22) weitergebildet
ist. Hierbei werden vier Fehlergrößen r
1 bis r
4 generiert, wobei ein fehlerfreier Betrieb vorliegt, wenn diese alle den Wert Null
annehmen und damit die Betriebspunkte in den in den Figuren 4 bis 7 im Einzelnen dargestellten
Flächen r*
1 bis r*
4 liegen. Diese dort dargestellten Flächen sind aus einer Vielzahl von Betriebspunkten
beim ordnungsgemäßen Betrieb des Pumpenaggregats definiert und fabrikmäßig erzeugt
und im Speicherbaustein der Auswertelektronik digital abgespeichert. Alternativ oder
zusätzlich wird festgestellt, ob die anhand des mechanisch-hydraulischen Pumpenmodells
ermittelten Fehlergrößen r
1 bis r
4 Null sind oder nicht, entsprechend diesem Ergebnis erfolgt eine Auswertung gemäß
der vorbeschriebenen Tabelle. Je nachdem, ob eine Fehlergröße vorliegt oder nicht,
können beim Auftreten eines Fehlers insgesamt vier fehlerhafte Betriebszustände des
Pumpenaggregats festgestellt werden, und zwar die unter die vorgenannten Oberbegriffe
fallenden:
- 1. erhöhte Reibung aufgrund mechanischer Defekte,
- 2. reduzierte Förderung/fehlender Differenzdruck,
- 3. Defekt im Ansaugbereich/fehlender Förderstrom und
- 4. Förderausfall.
[0038] Die vorstehend beschriebenen Gleichungen zur mathematischen Beschreibung von Pumpe
und Motor sind nur beispielhaft zu verstehen und können ggfs. durch andere geeignete
Gleichungen, wie sie aus der einschlägigen Fachliteratur bekannt sind, ersetzt werden.
Die vorstehend mit diesen Modellen ermittelbaren Fehler beim Betrieb eines Pumpenaggregats
bzw. Differenzierung nach Fehlerarten kann weiter diversifiziert werden durch geeignete
Fehleralgorithmen.
[0039] Um sicherzustellen, dass nicht schon geringe Fertigungstolleranzen oder Messfehler
zur Abgabe von Fehlersignalen führen, ist es zweckmäßig, die in den Gleichungen (16)
und (17) angegebenen Parameter a
h und at nicht konstant zu wählen, sondern jeweils einen unteren oder oberen Grenzwert
festzusetzen, um eine gewisse Bandbreite zu erzeugen, wie sie in Fig. 3 dargestellt
sind. In der dort dargestellten linken Kurve ist die Leistung über dem Förderstrom
und in der rechten Kurve die Förderhöhe (Differenzdruck) über dem Förderstrom aufgetragen.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1 - Elektrisches Motormodell
- 2 - Vereinfachtes Pumpenmodell
- 3 - Erweitertes Pumpenmodell
- 4 - Hydraulischer Teil der Anlage
1. Verfahren zur Ermittlung von Fehlern beim Betrieb eines Pumpenaggregats, bei dem mindestens
zwei die elektrische Leistung des Motors bestimmende elektrische Größen des Motors
und mindestens eine veränderliche hydraulische Größe der Pumpe sowie mindestens eine
weitere die Leistung der Pumpe bestimmende hydraulische Größe erfasst werden und einerseits
die zwei die elektrische Leistung des Motors bestimmenden elektrischen Größen des
Motors zur Erzielung mindestens eines Vergleichswertes und andererseits die mindestens
eine veränderliche hydraulische Größe der Pumpe sowie die mindestens eine weitere
die Leistung der Pumpe bestimmende hydraulische Größe zur Erzielung mindestens eines
Vergleichswertes mathematisch verknüpft werden, wobei für die mathematische Verknüpfung
ein mathematisches elektrisches Motormodell (1) in Verbindung mit einem mathematischen
mechanisch-hydraulischen Pumpenmodell (3) verwendet wird und anhand der Ergebnisse
der mathematischen Verknüpfungen durch Vergleich mit vorgegebenen Werten ermittelt
wird, ob ein Fehler vorliegt oder nicht, wobei die Eingangsspannung Vabc und der Motorstrom iabc als Eingangswerte für das Motormodell (1) verwendet wird um das an der Motorwelle
anstehende Moment Te zu ermitteln F1 dadurch gekennzeichnet, dass die Drehgeschwindigkeit der Welle ω aus dem Motormodell ermittelt wird und diese
aus dem Motormodell (1) abgeleiteten Werte sowie die sensorisch ermittelten Größen
der Förderhöhe H Differenzdruck sowie der Förderstrom Q in dem mechanisch-hydraulischen
Pumpenmodell (3) mathematisch miteinander verknüpft werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn das Vorliegen eines Fehlers ermittelt wird, weiter ermittelt wird, um
welchen Fehler es sich handelt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Motormodell (1) durch folgende Gleichungen





oder




oder





gebildet wird, in denen
isd den Motorstrom in Richtung d
isq den Motorstrom in Richtung q
ψrd den magnetischen Fluss des Rotors in d-Richtung
ψrq den magnetischen Fluss des Rotors in q-Richtung
Te das Motormoment
vsd die Versorgungsspannung des Motors in d-Richtung
vsq die Versorgungsspannung des Motors in q-Richtung
ω die Winkelgeschwindigkeit des Rotors und Laufrades
R'
s den Ersatzwiderstand der Statorwicklung
R'r den Ersatzwiderstand der Rotorwicklung
Lm den induktiven Kopplungswiderstand zwischen Stator- und Rotorwicklung
L'
s den induktiven Ersatzwiderstand der Statorwicklung
Lr den induktiven Widerstand der Rotorwicklung
zp die Polpaarzahl
Is den Phasenstrom
Vs die Phasenspannung
ωs die Frequenz der Versorgungsspannung
ω die tatsächlich Rotor- und Laufraddrehzahl
s den Motorschlupf
Zs(
s) die Statorimpedanz
Zr(
s) die Rotorimpedanz
Rr den Ersatzwiderstand der Rotorwicklung
Rs den Ersatzwiderstand der Statorwicklung
Ls Den induktiven Widerstand der Statorwicklung,
wobei d und q zwei senkrecht zueinander stehende Richtungen senkrecht zur Motorwelle
sind,
ist und dass das mechanisch-hydraulische Pumpen-/Motormodell durch eine Gleichung

und mindestens eine der Gleichungen


gebildet wird, in denen

die zeitliche Ableitung der Winkelgeschwindigkeit des Rotors,
Tp das Pumpendrehmoment,
J das Massenträgheitsmoment von Rotor, Laufrad und im Laufrad gebundener Förderflüssigkeit
,
B die Reibungskonstante,
Q der Förderstrom der Pumpe,
Hp der von der Pumpe erzeugten Differenzdruck,
ah2,ah1,
ah0 die Parameter, die den Zusammenhang zwischen Drehzahl des Laufrades, Förderstrom
und Differenzdruck beschreiben und
at2,
at1,
at0 die Parameter, die den Zusammenhang zwischen Drehzahl des Laufrades, Förderstrom
und Massenträgheitsmoment beschreiben
sind.
4. Verfahren nach Aspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Gleichungen (16) und (17) die Größen ah0- ah2 und at0- at2 festgelegt werden, sowie in der Gleichung (15) die Größen B und J, dass aus dem elektrischen
Motormodell (1) gemäß den Gleichungen (1) - (5) oder (6) - (9) oder (10) - (14) ein
Motormoment (Te) ermittelt wird und die Drehzahl nach den Gleichungen (1) - (5) oder (6) - (9) oder
(10) - (14) berechnet wird, wonach mit Hilfe der Gleichungen (16) und (17) eine Beziehung
zwischen Differenzdruck und Förderstrom einerseits und zwischen Pumpenmoment und Förderstrom
andererseits ermittelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch Varianz mindestens einer der Größen aho- ah2 und at0 - at2 und B und J ein Toleranzband festgelegt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermitttung der Art des Fehlers die ermittelten Werte in die Gleichungen nach
Anspruch 4 eingesetzt werden, derart, dass sich mehrere Fehlergrößen (r1-r4) ergeben, wobei anhand der Kombination der Fehlergrößen die Art des Fehlers anhand
vorgegebener Grenzwertkombinationen ermittelt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ermittelten Werte oder davon abgeleitete Werte mit vorgegebenen Werten verglichen
werden, wobei die vorgegebene Werte jeweils eine Fläche definieren, wobei ermittelt
wird, ob die ermittelten oder die davon abgeleiteten Größen auf einer dieser Flächen
(r*1-r*4) liegen oder nicht, und anhand der Kombination der Fehlergrößen die Art des Fehlers
anhand vorgegebener Grenzwertkombinationen ermittelt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung der Fehlerart anhand der folgenden Tabelle erfolgt
| Fehlerart |
Fehlergröße |
r1, |
r2, |
r3, |
r4, |
| Vergleichsfläche |
r1* |
r2* |
r3* |
Y4* |
| Erhöhte Reibung aufgrund mechanischer Defekte |
1 |
0 |
1 |
1 |
| Reduzierte Förderung/ fehlender Differenzdruck |
0 |
1 |
1 |
1 |
| Defekt im Ansaugbereich/ fehlender Förderstrom |
1 |
1 |
0 |
1 |
| Förderausfall |
1 |
1 |
1 |
1 |
9. Verfähren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ermittlung eines Fehlers das Pumpenaggregat mit geänderter Drehzahl angesteuert
wird, um anhand der sich dann einstellenden Messergebnisse den ermittelten Fehler
näher zu spezifizieren.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Größen r
1 - r
4 durch die Gleichungen




definiert sind, in denen
k1,k3,k4 Konstanten,
q1,
q2,q3,q4 Konstanten,
Q' Der berechnete Förderstrom auf Basis von aktueller Drehzahl und gemessenem Differenzdruck,
ω̂
1 die berechnete Rotordrehzahl auf Grundlage der mechanisch-hydraulischen Gleichungen
(15) und (17).
ω̂
3 die berechnete Rotordrehzahl auf Grundlage der Gleichungen (15), (16) und (17),
ω̂
4 die berechnete Rotordrehzahl auf Grundlage der Gleichungen (15), (16) und (17),
ω' die berechnete Rotordrehzahl aufgrund gemessenen Differenzdrucks und gemessenem
Förderstrom
r1 - r4 Fehlergrößen und
r1* -
r4* durch drei Variable bestimmte Flächen sind, die einen fehlerfreien Betrieb der Pumpe
repräsentieren.
1. A method for determining faults on operation of a pump assembly, with which at least
two electrical variables of the motor which determine the electrical power of the
motor, and at least one changing hydraulic variable of the pump, as well as at least
one further hydraulic variable which determines the power of the pump are acquired,
and on the one hand, the two electrical variables of the motor which determine the
electrical power of the motor, are mathematically linked for achieving at least one
comparison value, and on the other hand the at least one changing hydraulic variable
of the pump, as well as at least one further hydraulic variable determining the power
of the pump are mathematically linked for achieving at least one comparison value,
wherein a mathematical, electrical motor model (1) is used in combination with a mathematical,
mechanical-hydraulic pump model (3) for the mathematical linking, and one determines
whether a fault is present or not by way of the results of the mathematical linkings
by comparison with predefined values, wherein the input voltage Vabc and the motor current iabc are used as input values for the motor model (1), in order to determine the moment
Te which is present at the motor shaft, characterised in that the rotation speed of the shaft ω is determined from the motor model and these values which are derived from the motor
model (1) as well as the variables of the delivery head H, differential pressure as
well as the delivery flow Q which are determined by sensor are mathematically linked
to one another in the mechanical-hydraulic pump model (3).
2. A method according to claim 1, characterised in that if the presence of a fault is determined, one then further determines as to which
fault it is a case of.
3. A method according to one of the preceding claims,
characterised in that the electrical motor model (1) is formed by the following equations





or




or





in which is
isd the motor current in direction d
isq the motor current in direction q
ψrd the magnetic flux of the rotor in the d-direction
ψrq the magnetic flux of the rotor in the q-direction
Te the motor moment
vsd the supply voltage of the motor in the d-direction
vsq the supply voltage of the motor in the q-direction
ω the angular speed of the rotor and impeller
R's the equivalent resistance of the stator winding
R'
r the equivalent resistance of the rotor winding
Lm the inductive coupling resistance between the stator and the rotor winding
L'
s the inductive equivalent resistance of the stator winding
Lr the inductive resistance of the rotor winding
Zp the pole pair number
Is the phase current
Vs the phase voltage
ωs the frequency of the supply voltage
ω the actual rotor and impeller rotational speed
s the motor slip
Zs(
s) the stator impedance
Zr(
s) the rotor impedance
Rr the equivalent resistance of the rotor winding
Rs the equivalent resistance of the stator winding
Ls the inductive resistance of the stator winding
wherein d and q are two directions perpendicular to the motor shaft and perpendicular
to one another
and that the mechanical-hydraulic pump/motor model is formed by the equation

and at least one of the equations


in which is

the temporal derivative of the angular speed of the rotor,
Tp the pump torque,
J the moment of mass inertia of the rotor, impeller and the delivery fluid contained
in the impeller,
B the friction constant,
Q the delivery flow of the pump,
Hp the differential pressure produced by the pump,
ah2,ah1,
ah0 the parameters which describe the relationship between the rotational speed of the
impeller, the delivery flow and the differential pressure and
at2,at1,
at0 the parameters which describe the relation between the rotational speed of the impeller,
the delivery flow and the moment of mass inertia.
4. A method according to claim 3, characterised in that the variables ah0-ah2 and at0-at2 are fixed in the equations (16) and (17), as well as the variables B and J in the
equation (15), that a motor moment (Te) is determined from the electrical motor model (1) according to the equations (1)
- (5) or (6) - (9) or (10) - (14), and the rotational speed is computed according
to the equations (1) - (5) or (6) - (9) or (10) - (14), whereupon with the help of
the equations (16) and (17), one determines a relationship between differential pressure
and delivery flow on the one hand and between the pump moment and delivery flow on
the other hand.
5. A method according to claim 3, characterised in that a tolerance band is fixed by way of variance of at least one of the variables ah0-ah2 and at0-at2 and B and J.
6. A method according to one of the preceding claims, characterised in that the determined values are substituted into the equations according to claim 4, in
a manner such that several fault variables (r1 - r4) result, wherein by way of the combination of fault variables, the type of fault
is determined by way of predefined boundary value combinations.
7. A method according to one of the preceding claims, characterised in that the determined values or values derived therefrom are compared to predefined values,
wherein the predefined values in each case define a surface, wherein one determines
whether the determined variables or those derived therefrom lie on one of these surfaces
(r*1 - r*4) or not, and by way of the combination of the fault variables, one determines the
type of fault by way of predefined boundary value combinations.
8. A method according to one of the preceding claims,
characterised in that the evaluation of the fault type is effected by way of the following table:
| fault type |
fault variable |
r1, |
r2, |
r3, |
r4, |
| comparative surface |
r1* |
r2* |
r3* |
r4* |
| increased friction on account of mechanical defects |
1 |
0 |
1 |
1 |
| reduced delivery/ absent differential pressure |
0 |
1 |
1 |
1 |
| defect in suction region/ absent delivery flow |
1 |
1 |
0 |
1 |
| delivery stoppage |
1 |
1 |
1 |
1 |
9. A method according to one of the preceding claims, characterised in that on determining a fault, the pump assembly is activated with a changed rotational
speed, in order by way of the measurement results which then set in, to more accurately
specify the determined fault.
10. A method according to one of the preceding claims,
characterised in that the variables r
1 - r
4 are defined by the equations



in which represent
k
1,
k3,
k4 constants,
q1,
q2,q3,q4 constants,
Q' the computed delivery flow on the basis of current rotational speed and measured
differential pressure,
ω̂
1 the computed rotor rotational speed on the basis of the mechanical-hydraulic equations
(15) and (17),
ω̂
3 the computed rotor rotational speed on the basis of the equations (15), (16) and
(17),
ω̂
4 the computed rotor rotational speed on the basis of the equotations (15), (16) and
(17),
ω' the computed rotor rotational speed on the basis of the measured differential pressure
and measured delivery flow
r1 -
r4 fault variables, and
r1* -
r4* surfaces determined by three variables, which represent a fault-free operation of
the pump.
1. Procédé pour la détermination d'erreurs dans le fonctionnement d'un groupe moto-pompe,
selon lequel au moins deux grandeurs électriques du moteur, fixant la puissance électrique
du moteur, et au moins une grandeur hydraulique variable de la pompe ainsi qu'au moins
une grandeur hydraulique supplémentaire fixant la puissance de la pompe sont détectées
et, d'une part, les deux grandeurs électriques du moteur, fixant la puissance électrique
du moteur, sont combinées mathématiquement, en vue de l'obtention d'au moins une valeur
de comparaison et, d'autre part, la au moins une grandeur hydraulique variable de
la pompe ainsi que la au moins une grandeur hydraulique supplémentaire, fixant la
puissance de la pompe, sont combinées mathématiquement en vue de l'obtention d'au
moins une valeur de comparaison, étant précisé que pour la combinaison mathématique,
on emploie un modèle mathématique de moteur électrique (1) en liaison avec un modèle
mathématique de pompe mécanique-hydraulique (3) et qu'à partir des résultats des combinaisons
mathématiques, il est déterminé, par comparaison avec des valeurs pré-établies, si
une erreur est présente ou non, la tension d'entrée Vabc et le courant moteur iabc étant utilisés comme valeurs d'entrée pour le modèle de moteur (1) pour déterminer
le couple Te agissant sur l'arbre moteur, caractérisé en ce que la vitesse de rotation de l'arbre ω est déterminée à partir du modèle de moteur et
ces valeurs dérivées du modèle de moteur (1) ainsi que les grandeurs déterminées par
capteurs de la hauteur de refoulement H (pression différentielle) ainsi que du débit
de refoulement Q sont combinées mathématiquement dans le modèle de pompe mécanique-hydraulique
(3).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, lorsque la présence d'une erreur est déterminée, il est encore déterminé de quelle
erreur il s'agit.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le modèle de moteur électrique (1) est formé par les équations suivantes :





OU




OU





dans lesquelles
i
sd est le courant du moteur dans la direction d
i
sq est le courant du moteur dans la direction q
ψrd est le flux magnétique du rotor dans la direction d
ψrq est le flux magnétique du rotor dans la direction q
Te est le couple du moteur
Vsd est la tension d'alimentation du moteur dans la direction d
Vsq est la tension d'alimentation du moteur dans la direction q
ω est la vitesse angulaire du rotor et de la roue à aubes
R's est la résistance équivalente de l'enroulement du stator
R'r est la résistance équivalente de l'enroulement du rotor
Lm est la résistance de couplage inductive entre l'enroulement du stator et l'enroulement
du rotor
L's est la résistance équivalente inductive de l'enroulement du stator
Lr est la résistance inductive de l'enroulement du rotor
Zp est le nombre de paires de pôles
Is est le courant de phase
Vs est la tension de phase
ωs est la fréquence de la tension d'alimentation
ω est la vitesse de rotation réelle du rotor et de la roue à aubes
s est le glissement du moteur
Zs(s) est l'impédance du stator
Zr(s) est l'impédance du rotor
Rr est la résistance équivalente de l'enroulement du rotor
Rs est la résistance équivalente de l'enroulement du stator
Ls est la résistance inductive de l'enroulement du stator,
d et q étant deux directions perpendiculaires l'une à l'autre perpendiculairement
à l'arbre du moteur,
et
en ce que le modèle de pompe/moteur mécanique-hydraulique est formé par une équation

et au moins l'une des équations


dans lesquelles

est la dérivée dans le temps de la vitesse angulaire du rotor
Tp est le couple de rotation de la pompe
J est le moment d'inertie du rotor, de la roue à aubes et du liquide transporté pris
dans la route à aubes
B est la constante de frottement
Q est le débit de refoulement de la pompe
Hp est la pression différentielle engendrée par la pompe
ah2,ah1,
ah0 sont les paramètres qui dépeignent la relation entre la vitesse de rotation de la
roue à aubes, le débit de refoulement et la pression différentielle, et
at2,
at1,
at0 sont les paramètres qui dépeignent la relation entre la vitesse de rotation de la
roue à aubes, le débit de refoulement et le moment d'inertie.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que, dans les équations (16) et (17), les grandeurs ah0- ah2 et at0-at2 sont établies, ainsi que dans l'équation (15) les grandeurs B et J, en ce qu'à partir du modèle de moteur électrique (1) conforme aux équations (1) - (5) ou (6)
- (9) ou (10) - (14), un couple de moteur (Te) est déterminé et la vitesse de rotation est calculée d'après les équations (1) -
(5) ou (6) - (9) ou (10) - (14), après quoi, à l'aide des équations (16) et (17),
une relation entre la pression différentielle et le débit de refoulement, d'une part,
et entre le couple de pompe et le débit de refoulement d'autre part, est déterminée.
5. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'une bande de tolérance est établie par variance d'au moins l'une des grandeurs ah0- ah2 et at0-at2 et B et J.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les valeurs déterminées sont portées dans les équations selon la revendication 4,
de telle manière que plusieurs grandeurs d'erreur (r1 - r4) en résultent, étant précisé qu'à partir de la combinaison des grandeurs d'erreur
la nature de l'erreur est déterminée sur la base de combinaisons de valeurs limites
pré-établies.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les valeurs déterminées ou des valeurs dérivées de celles-ci sont comparées à des
valeurs pré-établies, les valeurs pré-établies définissant chacune une surface, étant
précisé qu'il est déterminé si les grandeurs déterminées ou les grandeurs dérivées
de celles-ci sont situées ou non sur l'une de ces surfaces (r*1 - r*4), et que sur la base de la combinaison des grandeurs d'erreur, la nature de l'erreur
est déterminée à partir de combinaisons pré-établies de valeurs limites.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la détermination de la nature de l'erreur s'effectue à partir du tableau suivant
:
| Nature de l'erreur |
Grandeur d'erreur |
r1, |
r2, |
r3, |
r4, |
| Surface de comparaison |
r1* |
r2* |
r3* |
r4* |
| Frottement accru dû à des défauts mécaniques |
1 |
0 |
1 |
1 |
| Refoulement réduit/ pression différentielle insuffisante |
0 |
1 |
1 |
1 |
| Défaut dans la zone d'aspiration/ débit de refoulement insuffisant |
1 |
1 |
0 |
1 |
| Arrêt du refoulement |
1 |
1 |
1 |
1 |
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors de la détermination d'une erreur, le groupe moto-pompe est excité dans le sens
d'une vitesse de rotation modifiée, pour à partir des résultats de mesure ou se présentant
alors, spécifier avec plus de précision l'erreur déterminée.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les grandeurs r
1 - r
4 sont définies par les équations :




dans lesquelles
k1,
k2,
k3 sont des constantes,
q1, q2, q3, q4 sont des constantes,
Q' est le débit de refoulement calculé sur la base de la vitesse de rotation instantanée
et de la pression différentielle mesurée,
ω̂
1 est la vitesse de rotation calculée du rotor sur la base des équations mécaniques-hydrauliques
(15) et (17),
ω̂3 est la vitesse de rotation calculée du rotor sur la base des équations (15), (16)
et (17),
ω̂4 est la vitesse de rotation calculée du rotor sur la base des équations (15), (16)
et (17),
ω' est la vitesse de rotation calculée du rotor sur la base de la pression différentielle
et du débit de refoulement mesuré,
r
1 - r
4 sont des grandeurs d'erreur, et
r
1*- r
4* sont des surfaces définies par trois variables, qui représentent un fonctionnement
exempt d'erreurs de la pompe.