[0001] Die Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung für die Steuerung eines gewerblichen
Gargerätes gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Gewerbliche Gargeräte, wie insbesondere Heißluftdämpfer, weisen eine Gerätesteuerung
für sämtliche zu steuernden Komponenten, wie insbesondere das Gebläse und die Heizeinrichtung,
auf. Hierbei muss sichergestellt sein, dass die Steuerung beim Öffnen der Tür in eine
Anlüftstellung, in der zwischen Tür und Gerätegehäuse nur ein kleiner Spalt zum Druckausgleich
offen gelassen wird, und in die vollständige Offenstellung der Tür insbesondere das
Gebläse und die Heizeinrichtung sofort ausschaltet, da es sonst zu Verbrennungen und/oder
Verbrühungen des Bedienpersonals kommen kann.
[0003] Hierfür sind Schalteinrichtungen bekannt, die aus einem Kontakt und einem diesen
betätigenden Magneten in der Garraumtür aufgebaut sind. Im Rahmen der Erfindung durchgeführte
Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass aufgrund der derzeitigen Anordnung des Schalters
und des Magneten der Schalteinrichtung vor allem beim Zuschlagen der Tür kurze Kontaktierungen
des Schalters erfolgen, was vor allem das Gebläse bzw. den Lüfter und die Heizeinrichtung
kurzfristig betätigt. Der Grund hierfür ist hauptsächlich darin zu sehen, dass durch
das Zuschlagen der Tür diese kurzfristig in Schließkontakt gerät und dadurch ungewollte
Kontaktierungen erfolgen, was zu dem zuvor erläuterten ungewollten Betätigen des Gebläses
bzw. des Lüfters führt.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schalteinrichtung der im Oberbegriff
des Anspruches 1 angegebenen Art zu schaffen, die ein Ausschalten insbesondere des
Lüfters und der Heizeinrichtung eines Gargerätes in der Anlüftstellung der Tür des
Garraumes sicherstellt und andererseits die Vermeidung ungewollter Kontaktierungen
ermöglicht.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruches 1.
[0006] Dadurch, dass der Magnet zur Betätigung des gehäusefest angeordneten Schalters im
bewegbaren Türriegel des Türgriffes angeordnet ist, ergibt sich die Möglichkeit, den
Umstand auszunutzen, dass die verriegelte Stellung der Tür eine genau definierte Positionierung
des Riegels ergibt. Dieser Umstand wird durch die Erfindung ausgenutzt, da der Magnet
in dem bewegbaren Türriegel derart angeordnet ist, dass er im verriegelten Zustand
der Tür derart benachbart zum gehäusefest angeordneten Schalter positioniert wird,
dass in dieser Stellung verlässlich eine Kontaktierung der Schalteinrichtung und damit
eine Betätigung der Steuereinrichtung bewerkstelligt wird, in jedweder anderer Stellung
der Tür und damit des Türriegels jedoch eine derartige Kontaktierung sicher vermeidbar
ist. Die Kontaktierung ist damit nicht vom Abstand der Tür zum Gehäuse abhängig, wie
dies beim Stand der Technik der Fall ist, sondern von der Stellung eines Schließelementes,
insbesondere in Form eines Riegels.
[0007] Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
[0008] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung ergeben sich aus nachfolgender
Beschreibung einer Ausführungsform anhand der Zeichnung. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematisch leicht vereinfachte Darstellung einer erfindungsgemäßen Schalteinrichtung
in einer Anlüftstellung der Tür eines gewerblichen Gargerätes, und
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Stellung in vollständig geschlossener Stellung der Tür
des Gargerätes.
[0009] Aus der Zusammenschau der Fig. 1 und 2 ist eine Schalteinrichtung 1 für die Steuerung
eines gewerblichen Gargerätes 2 bekannt, das einen nicht näher dargestellten Garraum
aufweist. Der Garraum weist eine Tür 3 auf, die zwischen einer in den Figuren nicht
gezeigten Offenstellung, einer in Fig. 1 gezeigten Anlüftstellung mit einem Spalt
8 zwischen einer Dichtung 9 und der Tür 3 und einer in Fig. 2 gezeigten Schließstellung
bewegbar ist. Hierfür weist die Tür 3 einen Türgriff 4 auf, der mit einem entsprechend
seiner Bewegung bewegbaren Türriegel 5 versehen ist. Der Türriegel 5 wirkt mit einer
Mechanik zur Erreichung der zuvor erläuterten unterschiedlichen Stellungen der Tür
3 zusammen.
[0010] Die Fig. 1 und 2 verdeutlichen die Anordnung eines gehäusefesten Schalters 6, der
beispielsweise als Reed-Schalter ausgebildet sein kann. Dieser Schalter 6 ist in den
Fig. 1 und 2 schematisch vereinfacht dargestellt und ist an einem geeigneten Gehäuseteil
des Gargerätes 2 fixiert.
[0011] Fig. 2 verdeutlicht, dass im bewegbaren Türriegel 5 ein Magnet 7, vorzugsweise in
Form eines Dauermagneten, integriert ist. Da der Türriegel 5 zwischen den unterschiedlichen
Stellungen der Tür 3 bewegbar ist und somit unterschiedliche Stellungen relativ zum
Schalter 6 einnimmt, ist es erfindungsgemäß möglich, sowohl eine Kontaktierung als
auch eine Vermeidung einer Kontaktierung sicherzustellen.
[0012] Fig. 1 zeigt hierbei, dass beim Bewegen des Türgriffes 4 in die dort gezeigte Anlüftstellung
der Türriegel 5 mit seinem integrierten Magneten 7 vom Schalter 6 weggeschwenkt wird,
so dass in dieser Stellung selbst bei einem heftigen Zuschlagen der Tür 3 aufgrund
des dadurch sich ergebenden Abstandes zwischen Schalter 6 und Magnet 7 sicher eine
Kontaktierung und damit eine Betätigung der Schalteinrichtung 1 vermieden wird.
[0013] In der in Fig. 2 dargestellten Schließstellung der Tür 3 hingegen nimmt der Riegel
5 eine genau definierte und durch den Türgriff 4 fixierte Stellung ein, in der der
Magnet 7 ebenfalls eine genau definierte Lage relativ zum Schalter 6 einnimmt. Die
Positionierung des Magneten 7 innerhalb des Türriegels 5 ist hierbei gemäß der Erfindung
so getroffen, dass nur in dieser Stellung der Abstand zwischen dem Schalter 6 und
dem Magneten 7 derart klein ist, dass die Schalteinrichtung 1 durch das Zusammenwirken
des Schalters 6 und des Magneten 7 betätigt werden kann.
[0014] Sobald der Magnet 7 durch Betätigung des Türriegels 4 diese in Fig. 2 gezeigte Stellung
verlässt, kann die Schalteinrichtung 1 nicht betätigt werden, so dass sicher ungewollte
Kontaktierungen bei jedweder anderer Stellung der Tür 3 vermieden werden können.
Bezugszeichenliste
[0015]
- 1
- Schalteinrichtung
- 2
- Gargerät
- 3
- Tür
- 4
- Türgriff
- 5
- Türriegel
- 6
- Schalter
- 7
- Magnet
- 8
- Spalt
- 9
- Dichtung
1. Schalteinrichtung (1) für die Steuerung eines gewerblichen Gargerätes (2), das einen
Garraum aufweist, der mittels einer Tür (3) verschließbar ist, die einen bewegbaren
Türgriff (4) mit einem daran angebrachten bewegbaren Türriegel (5) aufweist,
- mit einem gehäusefesten Schalter (6); und
- mit einem Magneten (7) zur Betätigung des Schalters (6), dadurch gekennzeichnet,
- dass der Magnet (7) im bewegbaren Türriegel (5) an einer Stelle angeordnet ist, die im
verriegelten Zustand der Tür (3) des Gargerätes benachbart zum Schalter (6) positioniert
ist.
2. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (7) als Dauermagnet ausgebildet ist.
3. Schalteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (6) ein Reed-Schalter ist.