[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Glühlampe gemäß des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1.
I. Stand der Technik
[0002] Eine derartige Glühlampe ist in der Offenlegungsschrift DE 101 45 427 Al offenbart.
Diese Schrift beschreibt eine Halogenglühlampe für einen Fahrzeugscheinwerfer, die
zwei in einem Lampengefäß eingeschlossene Glühwendeln zur Erzeugung des Abblendlichts
beziehungsweise Fernlichts aufweist. Die zur Erzeugung des Fernlichts dienende Hauptwendel
ist transversal zur Lampenachse ausgerichtet und ihre von einer Molybdänfolie umhüllten
Wendelabgänge sind jeweils mit einem Stromzuführungsdraht verschweißt. Die zur Erzeugung
des Abblendlichts dienende Nebenwendel ist axial in dem Lampengefäß ausgerichtet und
besitzt einen quer zu ihrer Wickelachse verlaufenden, mit einer Molybdänfolie umhüllten
Wendelabgang, der mit dem Ende eines Stromzuführungsdrahtes verschweißt ist. Der andere
Wendelabgang dieser Glühwendel ist mit einer aus einem Molybdänblech gefertigten Abblendkappe
verschweißt.
[0003] Ein Nachteil der oben beschriebenen Wendelaufhängung Nebenwendel besteht darin, dass
Ungenauigkeiten beim Wickeln der Glühwendel zu mechanischen Spannungen in der Glühwendel
und sogar zur Torsion der Glühwendel führen können. Wird beispielsweise bei dem Wicklungsprozess
der Nebenwendel eine Viertelwindung zuviel oder zuwenig erzeugt, so zeigt mindestens
einer der Wendelabgänge der Nebenwendel in die falsche Richtung und kann dann nicht
ohne Deformation der Glühwendel oder des Wendelabganges mit der Stromzuführung verschweißt
werden.
II. Darstellung der Erfindung
[0004] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine elektrische Glühlampe mit einer verbesserten
Wendelaufhängung bereitzustellen. Insbesondere soll trotz etwaiger Ungenauigkeiten
bei der Wicklung der Glühwendel eine Befestigung der Glühwendel an den Stromzuführungen
ohne das Verursachen von mechanischen Spannungen in der Glühwendel ermöglicht werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
beschrieben.
[0006] Die erfindungsgemäße elektrische Glühlampe besitzt mindestens eine innerhalb eines
Lampengefäßes angeordnete Glühwendel und Stromzuführungen für diese Glühwendel, wobei
mindestens eine der Stromzuführungen ein abgewinkeltes Ende aufweist, das mit einem
quer zur Wickelachse der mindestens einen Glühwendel verlaufenden Wendelabgang der
mindestens einen Glühwendel verbunden ist und wobei dieses abgewinkelte Ende und der
vorgenannte Wendelabgang in einer Ebene quer zur Wickelachse der mindestens einen
Glühwendel angeordnet sind.
[0007] Dadurch ist gewährleistet, dass der mit dem abgewinkelten Ende der Stromzuführung
zu verbindende Wendelabgang der mindestens einen Glühwendel auch im Fall von Ungenauigkeiten
bei dem Wickeln der Glühwendel mit der Stromzuführung verbindbar ist, ohne dass in
der Glühwendel mechanische Spannungen verursacht werden. Besitzt die Glühwendel aufgrund
von Fertigungstoleranzen beim Wicklungsprozess den Bruchteil einer Windung zuviel
oder zuwenig, so ändert sich der Winkel zwischen dem Wendelabgang der Glühwendel und
dem abgewinkelten Ende der Stromzuführung, wodurch sich die Verbindungsstelle zwischen
dem Wendelabgang und der Stromzuführung auf dem abgewinkelten Ende der Stromzuführung
entsprechend verschiebt. Weist beispielsweise die in Figur 1 abgebildete Glühwendel
den Bruchteil einer Windung zuwenig auf, so wandert die Verbindungsstelle zwischen
dem Wendelabgang und dem abgewinkelten Ende der Stromzuführung in Richtung der Stirnseite
des abgewinkelten Endes, wenn der andere Wendelabgang der Glühwendel als räumlich
fixiert angesehen wird. Entsprechend wandert die Verbindungsstelle zwischen dem Wendelabgang
und dem abgewinkelten Ende der Stromzuführung auf dem abgewinkelten Ende in die entgegengesetzte
Richtung, wenn die Glühwendel den Bruchteil einer Windung zuviel besitzt. Die erfindungsgemäße
Wendelaufhängung ermöglicht daher in den obengenannten Fällen eine zuverlässige Fixierung
der Glühwendel an ihren Stromzuführungen, ohne mechanische Spannungen in der Glühwendel
zu hervorzurufen.
[0008] Die Länge des abgewinkelten Endes der Stromzuführung beträgt vorzugsweise einen Wert
im Bereich von ca. 1 mm bis 5 mm. Dadurch können alle beim Wicklungsprozess der Glühwendel
üblicherweise vorkommenden Fertigungstoleranzen berücksichtigt werden. Gemäß der bevorzugten
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind das abgewinkelte Ende der Stromzuführung und
der damit verbundene Wendelabgang der mindestens einen Glühwendel vorzugsweise in
einer Ebene senkrecht zur Wickelachse der vorgenannten Glühwendel angeordnet. Dadurch
können Knicke oder Biegestellen in dem Wendelabgang vermieden werden.
[0009] Die mit dem vorgenannten abgewinkelten Ende ausgestattete Stromzuführung ist aus
fertigungstechnischen Gründen vorzugsweise als Draht ausgebildet. Das abgewinkelte
Ende der Stromzuführung kann abgeflacht ausgebildet sein, um eine gute Schweißverbindung
mit dem Wendelabgang der mindestens einen Glühwendel zu ermöglichen. Der vorgenannte
Wendelabgang kann ferner von einer Molybdänfolie umhüllt sein, um eine gute Schweißverbindung
zwischen der Glühwendel und der vorzugsweise aus Molybdän bestehenden Stromzuführung
zu gewährleisten.
III. Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
[0010] Nachstehend wird die Erfindung anhand von zwei bevorzugten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- Eine Seitenansicht einer Wendelaufhängung für eine elektrische Glühlampe gemäß des
ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung
- Figur 2
- Eine erste Seitenansicht einer Wendelaufhängung für eine elektrische Glühlampe gemäß
des zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung
- Figur 3
- Eine zweite Seitenansicht der in Figur 2 abgebildeten Wendelaufhängung in einer um
90 Grad gedrehten Ansicht
- Figur 4
- Eine Draufsicht auf die in Figur 2 und 3 abgebildeten Wendelaufhängung
- Figur 5
- Eine Seitenansicht einer Halogenglühlampe, die mit der in den Figuren 2 bis 3 abgebildeten
Wendelaufhängung ausgestattet werden kann
- Figur 6
- Eine Seitenansicht einer Halogenglühlampe gemäß des ersten Ausführungsbeispiels der
Erfindung, die mit der in Figur 1 abgebildeten Wendelaufhängung ausgestattet ist
[0011] In der Figur 6 ist eine elektrische Glühlampe gemäß des ersten Ausführungsbeispiels
der Erfindung schematisch dargestellt. Bei dieser Glühlampe handelt es sich um eine
sogenannte Einfaden-Halogenglühlampe, die mit einer Glühwendel ausgestattet ist und
für einen Kraftfahrzeugscheinwerfer vorgesehen ist. Diese Halogenglühlampe besitzt
ein gläsernes Lampengefäß 60, das mittels eines Quetschfußes 61 abgedichtet ist. Der
Quetschfuß 61 ist in einem Sockel 62 fixiert. Im Innenraum des im wesentlichen zylindrischen
Lampengefäß 60 ist eine aus Wolframdraht gefertigte Glühwendel 63 angeordnet und parallel
zur Lampengefäßachse ausgerichtet. Die Glühwendel 63 weist zwei senkrecht zu ihrer
Wickelachse verlaufende Wendelabgänge 631, 632 auf, die jeweils mit einem aus Molybdän
bestehenden Stromzuführungsdraht 64, 65 verschweißt sind. Die Stromzuführungsdrähte
64, 65 sind über den Quetschfuß 61 aus dem Lampengefäß 60 herausgeführt und jeweils
mit einem elektrischen Anschluss 66 beziehungsweise 67 der Halogenglühlampe elektrisch
leitend verbunden.
[0012] Die Figur 1 zeigt Details der Wendelaufhängung der Glühwendel 63 der in Figur 6 abgebildeten
Halogenglühlampe. Der erste Wendelabgang 631 der Glühwendel 63 ist mit einer Molybdänfolie
633 umwickelt und mit dem Stromzuführungsdraht 64 verschweißt. Der zweite Wendelabgang
632 der Glühwendel 63 ist ebenfalls mit einer Molybdänfolie 634 umhüllt und mit dem
abgewinkelten Ende 651 des Stromzuführungsdrahtes 65 verschweißt. Das abgewinkelte
Ende 651 des Stromzuführungsdrahtes 65 und der zweite Wendelabgang 632 der Glühwendel
63 sind in einer gemeinsamen Ebene senkrecht zur Wickelachse der Glühwendel 63 angeordnet.
[0013] Die Figuren 2 bis 4 zeigen unterschiedliche Ansichten einer erfindungsgemäßen Wendelaufhängung
für eine sogenannte Zweifaden-Halogenglühlampe, die mit zwei Glühwendeln ausgestattet
ist und für einen Kraftfahrzeugscheinwerfer vorgesehen ist. In der Figur 5 ist eine
derartige Halogenglühlampe schematisch dargestellt. Diese Halogenglühlampe besitzt
ein im wesentlichen zylindrisches, gläsernes Lampengefäß 1, das mittels eines Quetschfußes
1a gasdicht verschlossen ist. Die Kuppe des Lampengefäßes 1 ist mit einer lichtundurchlässigen
Beschichtung 1b versehen. Der Quetschfuß 1a ist in dem Sockel 2 fixiert, der mit drei
elektrischen Anschlüssen 3 ausgestattet ist. Innerhalb des Lampengefäßes 1 sind eine
axial bezüglich der Lampengefäßachse ausgerichtete erste Glühwendel 4, die sogenannte
Nebenwendel 4, und eine transversal zur Lampengefäßachse ausgerichtete zweite Glühwendel
5, die sogenannte Hauptwendel 5, angeordnet. Die Nebenwendel 4 ist teilweise von einer
Abschattungsvorrichtung 6, die nachfolgend Abblendkappe 6 genannt wird, umgeben. Sie
dient zur Erzeugung des Abblendlichts oder des Tagfahrlichts in einem Kraftfahrzeug,
während die Hauptwendel 5 zur Erzeugung des Fernlichts dient. Die Wendelaufhängung
für die beiden Glühwendel 4, 5 besteht aus der Abblendkappe 6 und drei Stromzuführungsdrähten
7, 8 und 9 sowie aus dem Quarzglasbalken 10, in dem die Stromzuführungsdrähte 7, 8
und 9 eingeschmolzen sind. Diese Stromzuführungsdrähte 7 bis 9 sind durch den Quetschfuß
1a hindurchgeführt und jeweils mit einem elektrischen Anschluss 3 der Halogenglühlampe
elektrisch leitend verbunden. Die drei Stromzuführungsdrähte 7 bis 9 werden durch
den Quarzglasbalken 10 in einer gemeinsamen Ebene senkrecht zur Wickelachse der Hauptwendel
5 fixiert.
[0014] Details der Wendelaufhängung der in Figur 5 abgebildeten Halogenglühlampe gemäß des
zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung sind in den Figuren 2 bis 4 dargestellt.
Der erste, mit einer Molybdänfolie 510 umhüllte Wendelabgang 51 der Hauptwendel 5
ist mit einem abgewinkelten Ende des ersten Stromzuführungsdrahtes 7 verschweißt.
Der andere, mit einer Molybdänfolie 520 umhüllte Wendelabgang 52 der Hauptwendel 5
ist mit dem zweiten Stromzuführungsdraht 8 verschweißt, an dem auch die Abblendkappe
6 durch eine Schweißverbindung fixiert ist. Der erste, mit einer Molybdänfolie 410
umhüllte Wendelabgang 41 der Nebenwendel 4 verläuft quer, im wesentlichen senkrecht,
zur Wickelachse der Nebenwendel 4 und ist mit dem annähernd rechtwinklig abgewinkelten
Ende 91 des dritten Stromzuführungsdrahtes 9 verschweißt. Das abgewinkelte Ende 91
des dritten Stromzuführungsdrahtes 9 und der erste Wendelabgang 41 der Nebenwendel
4 sind in einer gemeinsamen Ebene senkrecht zur Wickelachse der Nebenwendel 4 angeordnet.
Das abgewinkelte Ende 91 besitzt eine Länge von ca. 3 mm. Der zweite, mit einer Molybdänfolie
420 umhüllte Wendelabgang 42 ist mit einer an der Abblendkappe 6 angeformten Lasche
601 verschweißt. Dadurch können beim Fixieren der Nebenwendel 4 etwaige Fertigungstoleranzen
während ihres Wickelprozesses berücksichtigt werden, wie es bereits oben im Text beschrieben
wurde, wenn zur Montage der Nebenwendel 4 zuerst ihr zweiter Wendelabgang 42 mit der
Lasche 601 verschweißt wird und anschließend ihr erster Wendelabgang 41 mit dem abgewinkelten
Ende 91 verschweißt wird. Die Position der Schweißstelle des Wendelabganges 41 auf
dem abgewinkelten Ende 91 wird dann durch die Genauigkeit des vorgenannten Wickelprozesses
beeinflusst.
1. Elektrische Glühlampe mit mindestens einer innerhalb eines Lampengefäßes (60) angeordneten
Glühwendel (63) und Stromzuführungen (64, 65) für die Glühwendel (63), wobei mindestens
eine der Stromzuführungen (65) ein abgewinkeltes Ende (651) aufweist, das mit einem
quer zur Wickelachse der mindestens einen Glühwendel (63) verlaufenden Wendelabgang
(632) der mindestens einen Glühwendel verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das abgewinkelte Ende (651) und der Wendelabgang (632) der mindestens einen Glühwendel
(63) in einer Ebene quer zur Wickelachse der mindestens einen Glühwendel (63) angeordnet
sind.
2. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene im wesentlichen senkrecht zur Wickelachse der mindestens einen Glühwendel
(63) angeordnet ist.
3. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuführung (65) als Draht ausgebildet ist.
4. Elektrische Glühlampe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Glühlampe eine Fahrzeugscheinwerferlampe ist.