[0001] Die Erfindung betrifft ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Substratschicht,
auf die in dieser Reihenfolge eine pigmentierte Zwischenschicht, eine Farbbildner
und Farbakzeptoren enthaltende wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht und eine Schutzschicht
aufgetragen sind sowie die Verwendung eines solchen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials.
[0002] Ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial der genannten Art ist beispielsweise
aus der
DE-A-101 08 982 bekannt. Das bekannte Aufzeichnungsmaterial hat zur Aufgabe, als Ticket eine hervorragende
Stempelentwertbarkeit zu garantieren; ferner bestand die Forderung nach hoher Umweltbeständigkeit
des bekannten Aufzeichnungsmaterials gegenüber Wasser, Fetten, Ölen und Weichmachern
sowie einer guten Bedruckbarkeit unter anderem im Offset-Druck. Das vorbeschriebene
Aufzeichnungsmaterial konnte in den meisten Anwendungsfällen überzeugen, jedoch stiegen
die Marktanforderungen gerade hinsichtlich der Bedruckbarkeit weiterhin an, weshalb
die Notwendigkeit nicht nur kleinerer Modifikationen sondern grundlegender Innovationen
bestand.
[0003] Aus der
EP-A-0 341 715 ist ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer oder mehreren Zwischenschichten
bekannt, die zwischen der Aufzeichnungsschicht und dem Substrat angeordnet sind. Eine
Zwischenschicht enthält Teilchen eines ölabsorptiven anorganischen Pigmentes. In einer
anderen Zwischenschicht sind feine Hohlteilchen eines Kunstharzes aus Styrol, Acryl.oder
einem Copolymer aus Styrol und Acryl ggf. zusammen mit weiteren anorganischen Pigmentteilchen
angeordnet. Es wird ein Teilchengrößenbereich (mittlerer Durchmesser) von 0,75 µm
bis 1,5 µm für die organischen Hohlteilchen offenbart. Als geeignete anorganische
Pigmente, die der organische Hohlteilchen enthaltenden Zwischenschicht zugefügt werden
können, werden u.a. Calcium- und Magnesiumcarbonat, Siliconoxid, Titanoxid, Kaolin
und calciniertes Kaolin genannt. Lehren bezüglich einer Schutzschicht und der Glasübergangstemperatur
der organischen Hohlteilchen sind dieser Schrift nicht zu entnehmen.
[0004] In der
EP-A-1 243 437 wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial offenbart, bei dem eine Farbstoffvorläuferdispersion
zum Einsatz kommt, deren Farbstoffvorläuferteilchen nicht außerhalb eines Bereiches
von 0,1 µm bis 0,3 µm liegen sollen, wobei ein Anteil von maximal 1 % für Teilchen
von 0,07 µm oder weniger zugelassen ist. Eine zwischen Aufzeichnungsschicht und Substrat
angeordnete Schicht soll vorzugsweise Hohlteilchen eines thermoplastischen Harzes
enthalten, wobei insbesondere eine Teilchengröße von 2 µm bis 10 µm als bevorzugt
gilt. Unterhalb einer Teilchengröße von 2 µm werden Produktionsschwierigkeiten erwartet.
Beispielhaft werden für die Zwischenschicht Beschichtungsmassen vorgeschlagen, die
entweder calciniertes Kaolin oder organische Hohlteilchen enthalten. Hinsichtlich
einer bestimmten Glasübergangstemperatur enthält diese Schrift keine Aussage.
[0005] Aus der
EP-A-1 174 278 ist das Substrat eines Aufzeichnungspapiers für die wärmeempfindliche oder Wärme-Transferaufzeichnung
mit einem im Substrat angeordneten Sicherheitsmerkmal bekannt. Eine auf dem Substrat
vorgesehene Zwischenschicht enthält ein anorganisches Pigment mit einer durchschnittlichen
Teilchengröße von 0,1 µm bis 5 µm oder organische Teilchen einer durchschnittlichen
Teilchengröße von 0,5 µm bis 30 µm. Es wird beispielhaft eine Beschichtungsmasse für
eine Zwischenschicht offenbart, die neben Styrolteilchen auch calciniertes Kaolin
und Calciumcarbonat enthält. Zur Glasübergangstemperatur der organischen Teilchen
enthält die Schrift keine Angaben.
[0006] Aus der
EP-A-1 134 089 ist ein organisches Pigment bekannt, dessen Teilchen vernetzt sind und mehrere Hohlräume
aufweisen, i.e. multivoided particles. Mit diesen Teilchen sollen die Probleme bei
der mehrstufigen Herstellung von kugelförmigen Teilchen mit nur einem einzigen Hohlraum
umgangen werden. Die Schrift offenbart Teilchengrößen von 0,1 bis 2 µm, vorzugsweise
von 0,5 bis 1,5 µm. Als Bestandteile der Zwischenschicht eines wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsmaterials werden auch anorganische Pigmente offenbart. Die Teilchengröße
der anorganischen Pigmente oder deren Abmischungsverhältnis zu den Teilchen des organischen
Pigmentes werden dagegen nicht benannt Eine Schutzschicht zur Abdeckung der Aufzeichnungsschicht
wird in allgemeiner Form und ohne Offenbarung der zu verwendenden Komponenten beschrieben.
In der industriellen Praxis hat dieses offenbarte organische Pigment bisher keine
Bedeutung erlangt.
[0007] In der
EP-A-0 570 186 wird die Zwischenschicht eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials beschrieben,
die vernetzte Polymerteilchen mit einem Teilchendurchmesser von 0,2 bis 5,0 µm und
ein anorganisches Pigment enthält, das über eine Ölabsorption von weniger als 170
ml/100 g verfügt. Die Schrift offenbart ein Abmischungsverhältnis von organischen
Polymerteilchen zu anorganischem Pigment im Bereich von 1 : 1 bis 1 : 9. Hinsichtlich
der Form der Polymerteilchen enthält diese Schrift keine Angaben, ebenso wenig wird
offenbart, ob es sich um Teilchen mit einer Hohlraumstruktur handelt. Die Wirkung
der Zwischenschicht wird in der Schrift dadurch erklärt, dass die organischen und
anorganischen Pigmentteilchen eine wechselseitige Wirkung besitzen und Unregelmäßigkeiten
an der Oberfläche des als Substrat eingesetzten Papiers ausgeglichen bzw. geglättet
werden. Eine Penetration der die Aufzeichnungsschicht bildenden Komponenten soll so
unterdrückt und eine wärmeisolierende Schicht mit hohem Hohlraumverhältnis erhalten
werden.
[0008] Aus der
EP-A-1 208 994 ist ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial bekannt, bei dem die Aufzeichnungsempfindlichkeit
und die Beständigkeit gegen Hitze, Wasser, Licht und Weichmacher verbessert werden
soll. Zu diesem Zweck wird zur farbbildenden Reaktion mit Leukofarbstoffen auf der
Basis von Fluoranen als Entwickler N-p-ToluolsulfonylN' -3-(p-toluolsulfonyloxy) phenylharnstoff
in Verbindung mit mindestens einem in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
enthaltenen Pigment aus der Gruppe, umfassend Aluminiumhydroxid, amorphem Siliziumoxid,
Kaolin und Talkum, eingesetzt.
Optional ist eine Zwischenschicht unterhalb der wämeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
angeordnet. Die Zwischenschicht kann eine Mischung aus anorganischem Pigment und organischen
Partikeln enthalten. Als organische Partikel werden in der Beschreibung mit Butangas
gefüllte expandierbare Hohlraumpartikel offenbart und beispielhaft Hohlraumpartikel,
zu deren Füllung keine Aussage vorliegt, so dass es sich möglicherweise um die aus
der
DE-A-39 01 234 bekannten Hohlteilchen mit einer aus Luft oder anderen Gasen bestehenden Füllung
handelt. Weiterhin kann eine Schutzschicht oberhalb der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
angeordnet sein.
[0009] Ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einem winzige Zwischenräume in der
Zwischenschicht aufweisenden geschäumten Anteil ist aus der
DE-A-39 01 234 bekannt. Dazu wird in einem der offenbarten Verfahren vorgeschlagen, winzige Kunststoff-Hohlteilchen
aus thermoplastischem Material in expandiertem Zustand in eine solche Zwischenschicht
einzubringen, wobei in den hergestellten Teilchen Luft oder andere Gase enthalten
sind. Gemäß einer weiteren Verfahrensvariante ist eine Zwischenschicht vorgesehen,
die einen expandierbaren Kunststofffüllstoff enthält, der Hohlteilchen aus einem thermoplastischen
Material und ein in diesen Teilchen enthaltendes Lösungsmittel mit einem niedrigen
Siedepunkt umfasst. Beim Erhitzen expandiert die Zwischenschicht und es entstehen
gewisse Hohlräume. Schließlich wurde auch eine Zwischenschicht vorgeschlagen, die
ein Treibmittel und ein thermoplastisches Material enthält. Bei Erhitzung entsteht
so eine Zwischenschicht mit zellenförmiger Struktur.
Während die Zwischenschicht(en) nach Kalandrierung eine Glätte von wenigstens 2000
Bekk-Sekunden aufweisen sollen, wird für die Glätte der Aufzeichnungsschicht ein Wert
von wenigstens 2500 Bekk-Sekunden offenbart.
Die Zwischenschicht kann auf eine das Substrat abdeckende Grundschicht aufgetragen
werden, die anorganisches Pigment und Bindemittel enthält. Für die Zumischung von
anorganischem Pigment zur Zwischenschicht findet sich in der Schrift keine Offenbarung.
Auch finden sich in der Schrift keinerlei Angaben zur Zusammensetzung einer möglichen
Schutzschicht.
[0010] Die
US-A-5 919 729 betrifft ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit den weitestgehend gleichen
Aufgabenaspekten wie die bereits diskutierte
EP-A-1 208 994. Soweit organische Partikel angesprochen sind, handelt es sich um solche mit einer
einen Kunststoffkern enthaltenden Hülle, wobei Kern und Hülle unterschiedliche TG-Werte
aufweisen sollen. Die organischen Partikel werden als Komponenten der Aufzeichnungsschicht,
der Schutzschicht und der Rückseitenschicht eingesetzt.
[0011] Schließlich betrifft die
US 4 929 590 ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Zwischenschicht, die kugelförmige
Kunststoffteilchen mit einer mittleren Teilchengröße von 0,2 µm bis 1,5 µm und einer
Glasübergangstemperatur zwischen 40°C und 90° C enthält. In einem Vergleichsbeispiel
werden auch Kunststoffteilchen mit einer Glasübergangstemperatur von 110° C und einer
mittleren Teilchengröße von 3 µm offenbart, das jedoch eine geringe Aufzeichnungsqualität
aufweist.
[0012] Die Schwierigkeiten, denen sich die Erfinder des neuen Aufzeichnungsmaterials gegenüber
sahen, bestehen darin,
■ einerseits ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial zur Verfügung stellen zu
wollen, das eine hohe Auflösung des durch Wärme induzierten Druckbildes aufweist,
um so auch noch feine 1-Punkt-Barcodes darstellen zu können. Die für die Umweltbeständigkeit
notwendige Schutzschicht des Aufzeichnungsmaterials soll deswegen
□ möglichst nur in einer geringen Dicke aufgetragen sein, und
□ eine möglichst hohe Glätte aufweisen.
Beide Punkte tragen dazu bei, die Entfernung zwischen der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht
und dem das Druckbild hervorrufenden Thermokopf gering zu halten. Mit größer werdender
Entfernung zwischen Aufzeichnungsschicht und Thermokopf wird die Auflösung schlechter,
wobei sich die Auflösung etwa umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung verhält.
Gleichzeitig darf jedoch die Schutzschicht nicht ihre Umweltbeständigkeit verlieren
und genauso wenig am Thermokopf ablegen oder verkleben, weshalb die Schutzschicht
einen eher versiegelnden Charakter aufweisen soll.
■ Andererseits soll das neue wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial eine hervorragende
Bedruckbarkeit im Offset-Druck aufweisen, worunter insbesondere ein scharfkantiges,
brillantes Druckbild und eine geringe Tendenz zum Ablegen auf dem Drucktuch zu verstehen
ist. Während bei der Bedruckung bekannter wärmeempfindlicher Aufzeichnungsmaterialien
ein solches Drucktuch in Einzelfällen oft nach 3.000 bis 6.000 Laufmeter zu reinigen
ist, ist ein solcher Reinigungsvorgang mit dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterial
häufig erst nach 24.000 Metern notwendig. Gemäß verbreiteter Meinung ist ein offenporiger
voluminöser Druckgrund vorteilhaft, was gegensätzlich zu einer glatten eher versiegelnden
Oberfläche ist.
[0013] Die Erfinder erkannten nach zahlreichen Versuchen, dass bei einer Beschränkung der
Überlegungen auf die Schutzschicht allein die vorbeschriebene Aufgabe nicht zu lösen
ist. Vielmehr kommt auch einer zwischen Substrat und wärmeempfindlicher Aufzeichnungsschicht
zu positionierenden Zwischenschicht große Bedeutung zu.
[0014] Die Lösung sieht schließlich ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer
Substratschicht vor, auf die in dieser Reihenfolge mindestens folgende Schichten aufgetragen
sind:
□ eine pigmentierte Zwischenschicht mit einer Pigmentmischung aus anorganischem Pigment
und organischem Hohlpigment,
wobei das organische Hohlpigment der pigmentierten Zwischenschicht eine Glasübergangstemperatur
größer oder gleich 100°C und eine Teilchengröße (D50) in einem Bereich von 0,75 µm bis kleiner 1,5 µm hat,
□ eine Farbbildner und Farbakzeptoren enthaltende wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
und
□ eine einen mit Carboxyl - oder Silanolgruppen modifizierten Polyvinylalkohol und
ein Vernetzungshilfsmittel enthaltende Schutzschicht,
wobei
■ jede aufgetragene Schicht die Schicht, auf die sie aufgetragen ist, vollständig
abdeckt und
■ die Teilchen des organischen Hohlpigments ursprünglich mit Wasser gefüllt sind und
nach der Trocknung und Glättung der sie enthaltenden pigmentierten Zwischenschicht
weitestgehend bis vollständig in ihrer ursprünglichen kugelförmigen Gestalt mit-ihrem-ursprünglichen
Durchmesser vorliegen.
■ das Verhältnis des modifizierten Polyvinylalkohols zu dem Vernetzungsmittel, jeweils
in Gew.% angegeben in einem Bereich von 20:1 bis 5:1 liegt.
[0015] Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass alle vorgenannten Merkmale miteinander
kombiniert werden, da nur allein durch die Merkmalskombination die Aufgabe überzeugend
gelöst werden kann.
[0016] Der in der wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht die farbbildende Reaktion der
Farbbildner mit den Farbakzeptoren auslösende Thermokopf bewirkt ein Schmelzen der
wachsartigen Bestandteile in der Aufzeichnungsschicht. Zur Vermeidung eines Anhaftens
dieser wachsartigen Bestandteile als Schmelze am Thermokopf ist einerseits eine versiegelnde,
die Aufzeichnungsschicht vollständig abdeckende Schutzschicht vorgesehen. Andererseits
ist zwischen der Substratschicht und der Aufzeichnungsschicht eine die Substratschicht
vollständig abdeckende Zwischenschicht positioniert, die eine Pigmentmischung aus
einem anorganischen und einem organischen Pigment enthält.
[0017] Die anorganischen Pigmente dieser Zwischenschicht bewirken eine Absorption der Schmelze.
Es ist dabei besonders vorteilhaft, wenn die Pigmente der Zwischenschicht eine Ölabsorption
von mindestens 80 cm
3/100 g und noch besser von 100 cm
3/100 g, bestimmt nach der japanischen Norm JIS K 5101, aufweisen.
Calcinierter Kaolin, Calciumcarbonat, Siliziumdioxid und Kaolin haben sich aufgrund
ihres großen Absorptionsvermögens besonders bewährt. Auch Mischungen aus mehreren
verschiedenartigen anorganischen Pigmenten sind vorstellbar.
[0018] Die Einbindung von organischen Pigmenten in die Zwischenschicht wird damit begründet,
dass solche organischen Pigmente in einem besonderen Maße einem hohen Wärmereftexionsvermögen
der Zwischenschicht zuträglich sind. Die in einer Zwischenschicht eines wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsmaterials angeordneten organischen, so genannten Hohlkörperpigmente weisen
in ihrem Inneren Luft auf, die einen guten Wärmeisolator darstellt. Die so als Wärmereflexionsschicht
optimierte Zwischenschicht erhöht das Ansprechverhalten der Aufzeichnungsschicht gegenüber
Wärme, was das Auflösungsvermögen des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials deutlich
erhöht und ferner die Druckgeschwindigkeit im Thermodrucker nach oben zu setzen vermag.
[0019] Das Mengenverhältnis zwischen organischem und anorganischem Pigment ist ein Kompromiß
der von den beiden Pigmentarten bewirkten Effekte, der besonders vorteilhaft gelöst
wird, wenn die Pigmentmischung zu 15 bis 50 Gew.- % bzw. besser zu 20 bis 50 Gew.%
aus organischem und zu 85 bis 50 Gew.-% bzw. besser zu 80 bis 50 Gew.-% aus anorganischem
Pigment besteht. Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn die Pigmentmischung zu 25 bis
40 Gew.-% aus organischem und zu 75 bis 60 Gew.-% aus anorganischem Pigment besteht.
[0020] Die organischen Pigmente weisen eine Wandung aus thermoplastischem Harz auf, der
bevorzugt (Meth)Acrylnitril-Copolymer, Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, Polystyrol,
Styrolacrylat, Polyacrylnitril oder Polyacrylsäureester umfasst. Pigmentmischungen
aus unterschiedlichen organischen Pigmenten sind vorstellbar. Eine Glasübergangstemperatur
größer oder gleich 100°C und bevorzugt größer oder gleich 105°C wurde als erfindungswesentlich
erkannt, weil unterhalb dieser Temperaturen ein erhöhter Vergilbungsgrad festgestellt
wurde.
[0021] Insbesondere ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein organisches Pigment geeignet,
das kugelförmige Teilchen umfasst, die aus nur einem mit einer Wandung umgebenen Hohlraum
bestehen. Erfindungsgemäß ist der Kern der Teilchen zunächst von Wasser ausgefüllt,
das sich während der Trocknung und Glättung der Zwischenschicht durch die Einwirkung
von Temperatur und Druck durch die Hülle hindurch verflüchtigt und dabei den Hohlraum
entstehen lässt. Die Teilchen behalten während dieses Prozesses weitestgehend bzw.
vollständig ihre ursprüngliche Gestalt, ihr ursprüngliches Volumen und ihren ursprünglichen
Durchmesser bei.
[0022] Am einfachsten wird die Teilchengröße der in der Zwischenschicht vorliegenden organischen
Pigmente im Anlieferungszustand einer wässerigen Dispersion noch vor deren Einbindung
in die Zwischenschicht als D
50-Wert gemessen. Alternativ und/oder zur Bestätigung ist die Vermessung der Teilchengröße
der kugelförmig gestalteten organischen Pigmente nach Ausbildung der Zwischenschicht
mit einem Elektronenrastermikroskop möglich, wobei die Teilchengröße der organischen
Pigmente in der Zwischenschicht in einem Bereich von 0,75 µm bis kleiner 1,5 µm, bevorzugt
in einem Bereich von 0,9 µm bis 1,2 µm, liegt. Teilchengrößen unterhalb von 0,75 µm
µm, liegt. Teilchengrößen unterhalb von 0,75 µm verbieten sich auf Grund rheologischer
Verarbeitungsschwierigkeiten. Teilchengrößen oberhalb von 1,5 µm zeigen ein zu grobkörniges
Verhalten und verhindern eine bevorzugte egalisierende Wirkung der Zwischenschicht.
Für die anorganischen Pigmente empfiehlt sich besonders eine Teilchengröße von kleiner
2 µm, bestimmt als D
50-Wert. Als vorteilhaft haben sich Pigmente erwiesen, bei denen eine Teilchengrößenverteilung
von 34 bis 40 Gew.% kleiner 1 µm und 57 bis 63 Gew.-% kleiner 2 µm vorliegt. Eine
weitere geeignete Teilchengrößenverteilung ergibt sich, wenn 88 Gew.% kleiner 1 µm
sind. In Versuchen zeigte es sich als vorteilhaft, wenn das Verhältnis der Teilchengröße
des organischen Pigments zur Teilchengröße des anorganischen Pigments in einem Bereich
von 1 : 0,38 bis 1 : 1,5 liegt.
[0023] Die Zwischenschicht umfasst ferner ein Bindemittel ausgewählt aus der Gruppe umfassend
Polyvinylalkohol, Styrol-Butadien-Latex, Stärke, Carboxy- Methyl-Cellulose, Cellulosederivate,
wobei besonders Styroj-Butadien-Latex bevorzugt ist. Bei Bindemittelmischungen besteht
der Bindemittelanteil in der Zwischenschicht bevorzugt zu 69 bis 76 Gew.-% aus Styrol-Butadien-Latex.
[0024] Ergänzend sei angemerkt, dass eine zwischen Substratschicht und wärmeempfindlicher
Aufzeichnungsschicht positionierte Zwischenschicht einen positiven Beitrag zur Egalisierung
der Substratschichtoberfläche leisten kann, womit sich die Masse an notwendigerweise
aufzubringender Streichfarbe für die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht reduziert.
Zum Auftrag der Zwischenschicht bieten sich insofern bevorzugt egalisierende Auftragswerke
wie beispielsweise Rollrakel und Streichmesser bzw. -klinge an.
[0025] Besonders vorteilhaft wirkt sich die Ausbildung der Zwischenschicht mit einer flächenbezogenen
Masse-in einem Bereich von 5 g/m
2 bis 20 g/m
2 und noch besser zwischen 7g/m
2 und 10 g/m
2 aus.
[0026] Die wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht kann grundsätzlich alle bekannten Farbbildner
sowie dazu im einzelnen passende Farbakzeptoren, insbesondere organische Farbakzeptoren
beinhalten. Besonders bevorzugt sind als Farbbildner
- 6'-(dipentylamino)-3'-methyl-2'-(phenylamino)-spiro[isobenzofuran-1(3H),9'-[9H]xanthen]-3-one
sowie
- Spiro[isobenzofuran-1(3H),9'-[9H]xanthen]-3-one-6'-(diethylamino)-3'-methyl-2'-(3-tolylamino)
und solche, ausgewählt aus der Gruppe der Fluoranverbindungen, wie insbesondere
- 3-(Ethylisoamylamino)-6-methyl-7-anilinoftuoran und
- 3-Dibutylamino-6-methyl-7-anilinofluoran, und dazu im einzelnen passende organische
Farbakzeptoren, ausgewählt aus der Gruppe, umfassend
- 2,2 bis (4-hydroxyphenyl)-propan,
- 4-[(4-(1-methylethoxy)phenyl)sulfonyl]phenol,
- 4,4'-dihydroxy-diphenylsulfon,
- N-(p-toluensulphonyl)-N'-(3-p-toluensulphonyl-oxy-phenyl)-harnstoff,
- 2,4'-dihydroxy-diphenylsulfon,
- N-(2-hydroxyphenyl)-2-[(4-hydroxyphenyl)thio]acetamid,
freilich ohne auf die genannten Farbakzeptoren beschränkt zu sein. Für die Farbbildner
empfiehlt sich eine mittlere Teilchengröße in einem Bereich von größer 0,3 µm bis
maximal 1 µm, insbesondere von 0,45 µm bis 0,9 µm. Die Grenzen werden nach oben durch
eine zu geringe Empfindlichkeit und nach unten durch eine sonst zu starke Neigung
des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials zur Vergrauung vorgegeben.
[0027] Das erfindungsgemäße wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial enthält in seiner Schutzschicht
mindestens einen Polyvinylalkohol und ein Vernetzungshilfsmittel. Der Polyvinylalkohol
der Schutzschicht ist mit Carboxyl- oder Silanolgruppen modifiziert. Eine solche Schutzschicht
besitzt eine hohe Affinität gegenüber der im Offset-Druckprozeß eingesetzten, bevorzugt
UVvernetzenden Druckfarbe, was entscheidend mithilft, die Forderung nach einer verbesserten
Bedruckbarkeit innerhalb des Offset-Drucks zu erfüllen. Es ist weiterhin vorstellbar,
Mischungen verschiedener Carboxylgruppen- oder Silanolmodifizierter Polyvinylalkohole
einzusetzen.
[0028] Als Vernetzungshilfsmittel in der Schutzschicht bieten sich insbesondere solche an,
die ausgewählt sind aus der Gruppe umfassend: Borsäure, Polyamin, Epoxyharz, Dialdehyd,
Formaldehydoligomere, Epiochlorhydrinharz, Dimethylharnstoff, Melaminformaldehyd.
Auch Mischungen verschiedener Vernetzungshilfsmittel sind möglich.
[0029] Innerhalb der Schutzschicht liegt das Verhältnis der Gew.-% des modifizierten Polyvinylalkohols
zu dem Vernetzungshilfsmittel in einem Bereich von 20 : 1 bis 5 : 1 und bevorzugt
in einem Bereich von 12: 1 bis 7 : 1. Es kann gesagt werden, dass sich dabei sich
ein Verhältnis des modifizierten Polyvinylalkohols zu dem Vernetzungshilfsmittel von
100 Volumenteile zu 15 bis 30 Volumenteile bewährt hat.
[0030] Besonders gute Ergebnisse wurden erzielt, wenn die Schutzschicht zusätzlich ein anorganisches
Pigment enthält. Dabei empfiehlt es sich besonders, wenn das anorganische Pigment
ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Siliziumdioxid, Aluminiumhydroxid, Calziumcarbonat,
Kaolin oder einer Mischung aus den genannten anorganischen Pigmenten.
[0031] Es ist bevorzugt, die aus wirtschaftlichen Gründen möglichst einlagig auszubildende
Schutzschicht mit einer flächenbezogenen Masse in einem Bereich von 1,5 g/m
2 bis 6 g/m
2 und besonders zwischen 1,8 g/m
2 und 3 g/m
2 aufzutragen. Als vorteilhaft hat sich eine Glätte der Schutzschicht im Bereich von
500 und bevorzugt von 800 oder noch besser 1.000 Bekk-Sekunden (sec) bis kleiner 3.000
Bekk-sec gezeigt. Insbesondere sind Werte von 1.000 Bekk-sec bis kleiner 2.500 Bekk-sec
und ganz besonders bevorzugt von 1.200 Bekk-sec bis 2.000 Bekk-sec geeignet.
[0032] Der Glanz der Schutzschicht wird maßgeblich durch die Art der Glättung und der die
Friktion im Glättwerk und Kalander beeinflussenden Walzenoberflächen und deren Materialien
bestimmt. Insbesondere wegen bestehender Marktanforderungen liegt ein bevorzugter
Bereich zwischen 30 % und 50 %, und ganz besonders bevorzugt zwischen 40 % und 48
%, gemessen-nach Tappi 450 oder ISO 2813 bei einem Reflexionswinkel von 75°. Ein weiterer
bevorzugter Bereich liegt zwischen 10 % und 15 %, bestimmt nach gleichen Vorschriften
und Parametern.
[0033] Eine besonders gute Bedruckbarkeit für das Offset-Druckverfahren liegt vor, wenn
die Schutzschicht des neuen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials einen möglichst
geringen polaren Anteil der als Summe aus dispersem und polarem Anteil zu bestimmenden
Obenflächenspannung aufweist. Die Bestimmung der Oberflächenspannung erfolgt dabei
nach Owens Wendt wie in
Journal of Applied Polymer Science, Vol. 13, 1969, Seiten 1741-1747: Estimation of
the Surface Free Energy of Polymers; D.K. Owens, R.C. Wendt angegeben. Ein geeigneter Bereich für die Messwerte des polaren Anteil der Oberflächenspannung
liegt oberhalb von Null und unterhalb von 15 mN/m (Milli-Newton pro Meter). Besonders
bevorzugt ist ein polarer Anteil der Oberflächenspannung kleiner 10 mN/m.
[0034] Als Substratschicht wird Papier und ganz besonders ein nicht oberflächenbehandeltes
Streichrohpapier bevorzugt, ohne dass die Erfindung auf eine solche Substratschicht
beschränkt ist. Unter einem nicht oberflächenbehandelten Streichrohpapier ist ein
nicht in einer Leimpresse oder Streichvorrichtung behandeltes Streichrohpapier zu
verstehen. Für die Erfindung sind im gleichen Maße Folien beispielsweise aus Polyolefin
und mit Polyolefin beschichtete Papiere als Substratschicht möglich, ohne dass eine
solche Ausführung ausschließenden Charakter aufweist.
[0035] Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial weist in einer besonderen Ausführungsform
eine Rückseitenbeschichtung auf, die auf der Substratschichtseite aufgetragen ist,
die der mit der Schichtenfolge mindestens aus Zwischenschicht, wärmeempfindlicher
Aufzeichnungsschicht und Schutzschicht versehenen Seite gegenüberliegt. Eine solche
Rückseitenbeschichtung wird beispielsweise in der
DE-A-197 48 258 vorgeschlagen und dient dann einer verbesserten rückseitigen Bedruckbarkeit des Aufzeichnungsbogens
im Offset- und Flexodruckverfahren sowie einer verbesserten Sperrwirkung der Rückseite
gegenüber Weichmachern, Ölen und Fetten. Für die flächenbezogene Masse der Rückseitenbeschichtung
haben sich Auftragsmengen in einem Bereich von 1 g/m
2 bis 3 g/m
2 und besonders zwischen 1,5 g/m
2 und 2,5 g/m
2 als vorteilhaft erwiesen.
[0036] Die Erfindung beansprucht im gleichen Maße die Verwendung des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials
in all seinen offenbarten Ausführungsformen als Etikett.
[0037] Die in der Beschreibung und in den Ansprüchen gemachten Angaben zur flächenbezogenen
Masse und zu Gew.-% (Gewichts-%) beziehen sich jeweils auf das "atro"-Gewicht, d.
h. auf absolut trockene Gewichtsteile.
[0038] Für die in der Beschreibung und in den Ansprüchen gemachten Angaben zur Teilchengröße
der organischen und anorganischen Pigmente sowie der Farbbildner wurde auf D
50-Messungen nach dem Prinzip der Laserbeugung zurückgegriffen, gemessen mit dem HELOS-Gerät
der Firma Sympatec GmbH D-38678 Clausthal-Zellerfeld.
[0039] Zur Bestimmung der Oberflächenspannung wurde bei den dieser Schrift zugrungeliegenden
Messungen ein Gerät des Typs DSA10 MK2 der Firma KRÜSS GmbH (Hamburg) eingesetzt.
Sowohl polarer wie disperser Anteil der Oberflächenspannung einer zu untersuchenden
Materialoberfläche, wie beispielsweise die Schutzschicht von wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien,
ergeben sich als Rechenwert aus den optisch erfassten Benetzungswinkeln dreier Flüssigkeiten
(hier: Diiodomethan, Ethylenglycol, destilliertes Wasser) mit bekannten Oberflächenspannungswerten.
[0040] Die Erfindung soll anhand der folgenden Beispiele 1 und 2 näher erläutert werden:
[0041] Auf einer Langsieb-Papiermaschine wird als Substratschicht eine Papierbahn aus einer
Mischung aus gebleichtem und gemahlenem Nadelholzsulfatzellstoff und Eukalyptuszellstoff
mit einer flächenbezogenen Masse von 63 g/m
2 unter Zusatz üblicher Beischlagstoffe in üblichen Mengen hergestellt. On-line innerhalb
der Papiermaschine wird die Substratschicht frontseitig mittels eines Klingen-Auftragwerkes
mit einer Zwischenschicht von 9 g/m
2 versehen, welche die Substratschicht vollständig abdeckt. Die Zwischenschicht umfasst
eine Pigmentmischung aus 30 Gew.-% (atro) organisches Pigment mit einer Teilchengröße
(D
50) von 1 µm und 70 Gew.-% (atro) calciniertes Kaolin mit einer Teilchengröße (D
50) von 0,9 µm und einer Ölabsorption von 110 cm
3/100g. Das organische Pigment hat einen Glasübergangswert von 105°C. Die Zwischenschicht
umfasst ferner eine Bindemittelmischung aus 75 Gew.-% Styrol-Butadien-Latex und 25
Gew.-% Stärke.
[0042] Unter Verwendung eines Rollrakel-Auftragwerkes in einer separaten Streichmaschine
wird auf die Zwischenschicht eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht aufgetragen
mit einem Fluoranfarbbildner und 4-[(4-(1-methyl-ethoxy)phenyl)sulfonyl)phenol als
Farbakzeptor, beide mit einer Teilchengröße von 0,9 µm.
[0043] Im gleichen Arbeitsgang wird nach Trocknung der Aufzeichnungsschicht mittels Luftbürste
eine die Aufzeichnungsschicht vollständig abdeckende Schutzschicht von 2 g/m
2 aufgetragen mit einem Silanol-modifizierten Polyvinylalkohol und einer Mischung aus
einem Epichlorhydrinharz und einem Dialdehyd als Vernetzungshiifsmittet. Das Verhältnis
des Silanol-modifizierten Polyvinylalkohols zur Mischung aus den Vernetzungshilfmitteln
beträgt 100 Volumenteile zu 23 Volumenteile. Die Schutzschicht umfasst ferner Aluminiumhydroxid
als Pigment.
[0044] Das so im Rahmen des ersten Beispiels hergestellte wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial
weist nach seiner Kalandrierung eine Glätte von 1800 Bekk-Sekunden und einen Glanzwert
von 40 %, gemessen nach Tappi-Norm 450 oder ISO 2813 bei einem Reflexionswinkel von
75°, auf.
[0045] Ein in einem zweiten Versuch hergestelltes wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial
weist im Vergleich zu dem Aufzeichnungsmaterial nach vorstehendem Beispiel 1
- eine identische Substratschicht,
- eine variierte Zwischenschicht mit nunmehr 20 Gew.-% (atro) des auch in Beispiel 1
verwendeten organischen Pigments und 80 Gew.-% (atro) des genauso in Beispiel 1 verwendeten
anorganischen Pigments, .
- sowie eine abgewandelte Aufzeichnungsschicht, nunmehr mit 3-(Ethylisoamylamino)-6-methyl-7-anilinofluoran
statt 3-Dibutylamino-6-Methyl-7-anilinofluoran als Farbstoffvorläufer in Beispiel
1 und mit 2,2 bis (4-hydroxyphenyl)-propan als Farbakzeptor,
auf: Die mittels Luftbürste mit 2 g/m
2 aufgetragene Schutzschicht weist einen Silanol-modifizierten Polyvinylalkohol und
eine Mischung aus Epichlorhydrinharz und Dialdehyd als Vernetzungshilfsmittel auf,
wobei im Unterschied zum ersten Beispiel ein Verhältnis des modifizierten Polyvinylalkohols
in Gew.-% zu der Vernetzungshilfsmittelmischung in Gew.-% von 8,5 : 1 eingestellt
wird. Die Glätte beträgt im Fall des zweiten Beispiels nach entsprechender Kalandrierung
1.500 Bekk-Sekunden bei einem Glanz von 12 %, gemessen nach Tappi-Norm 450 oder ISO
2813 bei einem Reflexionswinkel von 75°.
[0046] Bei beiden erfindungsgemäß hergestellten Aufzeichnungsmaterialien gemäß der Beispiele
1 und 2 liegt der polare Anteil der Oberflächenspannung unterhalb von 10 mN/m, genauer
im ersten Beispiel bei 9,57 und im zweiten Beispiel bei 9,89 mN/m.
[0047] Die so hergestellten erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien weisen eine hohe
Umweltbeständigkeit und eine überragende Offset-Bedruckbarkeit auf.
1. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Substratschicht, auf das in dieser
Reihenfolge folgende Schichten aufgetragen sind:
□ eine pigmentierte Zwischenschicht mit einer Pigmentmischung aus anorganischem Pigment
und organischem Hohlpigment,
wobei das organische Hohlpigment der pigmentierten Zwischenschicht eine Glasübergangstemperatur
größer oder gleich 100°C und eine Teilchengröße (D50) in einem Bereich von 0,75 µm bis kleiner 1,5 µm hat,
□ eine Farbbildner und Farbakzeptoren enthaltende wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht
und
□ eine einen mit Carboxyl- oder Silanolgruppen modifizierten Polyvinylalkohol und
ein Vemetzungshilfsmittel enthaltende Schutzschicht,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale
■ jede aufgetragene Schicht deckt die Schicht, auf die sie aufgetragen ist, vollständig
ab,
■ die ursprünglich mit Wasser gefüllten Teilchen des organischen Hohlpigments weisen
nach der Trocknung und Glättung der sie enthaltenden pigmentierten Zwischenschicht
ihre ursprüngliche kugelförmige Gestalt mit ihrem ursprünglichem Durchmesser auf,
■ das Verhältnis des modifizierten Polyvinylalkohols zu dem Vernetzungsmittel, jeweils
in Gew.-% angegeben liegt in einem Bereich von 20 : 1 bis 5 : 1.
2. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des modifizierten Polyvinylalkohols zu dem Vernetzungsmittel, jeweils
in Gew.-% angegeben, in einem Bereich von 12: 1 bis 7: 1 liegt.
3. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Pigment eine Glasübergangstemperatur größer oder gleich 105°C hat.
4. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Pigment der Zwischenschicht eine Teilchengröße (D50) in einem Bereich von 0,9 µm bis 1,2 µm hat.
5. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Pigment der Zwischenschicht Teilchen umfasst, die aus nur einem mit
einer Wandung umgebenen Hohlraum bestehen.
6. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das anorganische Pigment der Zwischenschicht eine Ölabsorption von mindestens 80
cm3/1 00 g, bestimmt nach der japanischen Norm JIS K 5101, aufweist.
7. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das anorganische Pigment der Zwischenschicht eine Ölabsorption von mindestens 100
cm3/100 g, bestimmt nach der japanischen Norm JIS K 5101, aufweist.
8. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das anorganische Pigment der Zwischenschicht ausgewählt ist aus einem oder mehreren
der nachfolgend aufgezählten Pigmente: calcinierter Kaolin, Calciumcarbonat, Siliziumdioxid
und Kaolin.
9. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das anorganische Pigment der Zwischenschicht eine Teilchengröße (D50) kleiner 2 µm aufweist.
10. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Teilchengröße des organischen Pigments zur Teilchengröße des anorganischen
Pigments in einem Bereich von 1 : 0,38 bis 1 : 1,5 liegt.
11. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmentmischung zu 15 bis 50 Gew.-% aus organischem und zu 85 bis 50 Gew.-% aus
anorganischem Pigment besteht.
12. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenschicht ein oder mehrere der nachfolgend aufgezählten Bindemittel enthält:
Polyvinylalkohol, Styrol-Butadien-Latex, Stärke, Carboxy-Methyl-Cellulose, Cellulosederivate.
13. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel zu 69 bis 76 Gew.-% aus Styrol-Butadien-Latex besteht.
14. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Vemetzungshilfsmittel der Schutzschicht ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend
Borsäure, Polyamin, Epoxyharz, Dialdehyd, Formaldehydoligomere, Epiochlorhydrinharz,
Dimethylharnstoff, Melaminformaldehyd.
15. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht ein anorganisches Pigment enthält.
16. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das anorganische Pigment der Schutzschicht ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend
Siliziumdioxid, Aluminiumhydroxid, Calciumkarbonat, Kaolin.
17. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht einen Wert des polaren Anteils der Oberflächenspannung in einem
Bereich von 0 bis 15 mN/m aufweist.
18. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht aus Papier besteht,
19. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Papier ein nicht oberflächenbehandeltes Streichrohpapier ist.
20. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht eine Glätte in einem Bereich von gleich oder größer 1000 Bekk-Sekunden
bis kleiner 3000 Bekk-Sekunden aufweist.
21. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht einen Glanzwert in einem Bereich von 30 % bis 50 % gemessen nach
Tappi 450 oder ISO 2813 (Reflexionswinkel 75°) aufweist.
22. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht einen Glanzwert in einem Bereich von 10 % bis 15 % gemessen nach
Tappi 450 oder ISO 2813 (Reflexionswinkel 75°) aufweist.
23. Verwendung eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials nach einem der Ansprüche
1 bis 22 als Ticket.
1. Heat-sensitive recording material having a substrate layer, to which material the
following layers have been applied in the following sequence:
□ a pigmented intermediate layer comprising a pigment mixture of inorganic pigment
and organic void-containing pigment,
wherein the organic void-containing pigment of the pigmented intermediate layer has
a glass transition temperature greater than or equal to 100°C and a particle size
(D50) in a range from 0.75 µm to below 1.5 µm,
□ a heat-sensitive recording layer comprising colour formers and colour acceptors,
and
□ a protective layer comprising a polyvinyl alcohol modified with carboxyl groups
or with silanol groups, and a crosslinking aid,
characterised by the combination of the following features
■ each layer applied covers completely the layer to which it is applied,
■ the particles of the organic void-containing pigment, which are originally filled
with water, exhibit their original spherical shape with their original diameter after
the pigmented intermediate layer containing them has been dried and smoothed,
■ the ratio of the modified polyvinyl alcohol to the crosslinking agent, in each case
in % by weight, is in a range from 20:1 to 5:1.
2. Heat-sensitive recording material according to claim 1, characterised in that the ratio of the modified polyvinyl alcohol to the crosslinking agent, in each case
in % by weight, is in a range from 12:1 to 7:1.
3. Heat-sensitive recording material according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the organic pigment has a glass transition temperature greater than or equal to 105°C.
4. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the organic pigment of the intermediate layer has a particle size (D50) in a range from 0.9 µm to 1.2 µm.
5. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the organic pigment of the intermediate layer comprises particles that consist of
only a void surrounded by a wall.
6. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the inorganic pigment of the intermediate layer has an oil absorption of at least
80 cm3/100 g, determined in accordance with Japanese standard JIS K 5101.
7. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the inorganic pigment of the intermediate layer has an oil absorption of at least
100 cm3/100 g, determined in accordance with Japanese standard JIS K 5101.
8. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the inorganic pigment of the intermediate layer is selected from one or more of the
pigments listed below: calcined kaolin, calcium carbonate, silicon dioxide and kaolin.
9. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the inorganic pigment of the intermediate layer has a particle size (D50) less than 2 µm.
10. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the ratio of the particle size of the organic pigment to the particle size of the
inorganic pigment is in a range from 1:0.38 to 1:1.5.
11. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the pigment mixture comprises from 15 to 50 % by weight organic pigment and from
85 to 50 % by weight inorganic pigment.
12. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 11, characterised in that the intermediate layer comprises one or more of the binders listed below: polyvinyl
alcohol, styrene-butadiene latex, starch, carboxymethylcellulose, cellulose derivatives.
13. Heat-sensitive recording material according to claim 12, characterised in that the binder comprises from 69 to 76 % by weight styrene-butadiene latex.
14. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 13, characterised in that the crosslinking aid of the protective layer is selected from the group comprising
boric acid, polyamine, epoxy resin, dialdehyde, formaldehyde oligomers, epichlorohydrin
resin, dimethylurea, melamine formaldehyde.
15. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 14, characterised in that the protective layer comprises an inorganic pigment.
16. Heat-sensitive recording material according to claim 15, characterised in that the inorganic pigment of the protective layer is selected from the group comprising
silicon dioxide, aluminium hydroxide, calcium carbonate, kaolin.
17. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 16, characterised in that the protective layer has a value of the polar component of the surface tension in
a range from 0 to 15 mN/m.
18. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 17, characterised in that the substrate layer is made of paper.
19. Heat-sensitive recording material according to claim 18, characterised in that the paper is a coating base paper that has not undergone surface treatment.
20. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 19, characterised in that the protective layer has a smoothness in a range from equal to or greater than 1000
Bekk seconds to below 3000 Bekk seconds.
21. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 20, characterised in that the protective layer has a gloss value in a range from 30% to 50%, measured in accordance
with Tappi 450 or ISO 2813 (angle of reflection 75°).
22. Heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 20, characterised in that the protective layer has a gloss value in a range from 10% to 15%, measured in accordance
with Tappi 450 or ISO 2813 (angle of reflection 75°).
23. Use of a heat-sensitive recording material according to any one of claims 1 to 22
as a ticket.
1. Matériau d'enregistrement thermosensible ayant une couche de substrat, sur laquelle
on a appliqué des couches dans l'ordre suivant :
- une couche intermédiaire pigmentée avec un mélange de pigments formé d'un pigment
inorganique et d'un pigment creux organique,
- le pigment creux organique de la couche intermédiaire pigmentée ayant une température
de transition vitreuse supérieure ou égale à 100 °C et une taille particulaire (D50) dans une plage de 0,75 µm à moins de 1,5 µm,
- une couche d'enregistrement thermosensible contenant des agents chromogènes et des
accepteurs de couleur et
- une couche protectrice contenant un alcool polyvinylique modifié par des groupements
carboxyle ou silanol et un adjuvant de réticulation,
caractérisé par la combinaison des caractéristiques suivantes :
- chaque couche appliquée recouvre complètement la couche sur laquelle elle a été
appliquée,
- les particules du pigment creux organique, initialement remplies d'eau, présentent
leur forme sphérique initiale avec leur diamètre initial après séchage et lissage
de la couche intermédiaire pigmentée qui les contient,
- le rapport de l'alcool polyvinylique modifié à l'agent de réticulation, indiqué
respectivement en % en poids, se situe dans une plage de 20:1 à 5:1.
2. Matériau d'enregistrement thermosensible selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rapport de l'alcool polyvinylique modifié à l'agent de réticulation, indiqué respectivement
en % en poids, se situe dans une plage de 12:1 à 7:1.
3. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 et 2, caractérisé en ce que le pigment organique a une température de transition vitreuse supérieure ou égale
à 105 °C.
4. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que le pigment organique de la couche intermédiaire a une taille particulaire (D50) dans une plage de 0,9 µm à 1,2 µm.
5. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, caractérisé en ce que le pigment organique de la couche intermédiaire comprend des particules qui sont
constituées uniquement d'un espace creux entouré d'une paroi.
6. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que le pigment inorganique de la couche intermédiaire présente une absorption d'huile
d'au moins 80 cm3/100 g, déterminée selon la norme japonaise JIS K 5101.
7. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, caractérisé en ce que le pigment inorganique de la couche intermédiaire présente une absorption d'huile
d'au moins 100 cm3/100 g, déterminée selon la norme japonaise JIS K 5101.
8. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, caractérisé en ce que l'on choisit le pigment inorganique de la couche intermédiaire parmi un ou plusieurs
des pigments mentionnés ci-après : kaolin calciné, carbonate de calcium, dioxyde de
silicium et kaolin.
9. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, caractérisé en ce que le pigment inorganique de la couche intermédiaire présente une taille particulaire
(D50) inférieure à 2 µm.
10. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, caractérisé en ce que le rapport de la taille particulaire du pigment organique à celle du pigment inorganique
se situe dans une plage de 1:0,38 à 1:1,5.
11. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 10, caractérisé en ce que le mélange de pigments est constitué de pigment organique à raison de 15 à 50 % en
poids et de pigment inorganique à raison de 85 à 50 % en poids.
12. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 11, caractérisé en ce que la couche intermédiaire contient un ou plusieurs des agents liants mentionnés ci-après
: l'alcool polyvinylique, le latex de styrène-butadiène, l'amidon, la carboxyméthylcellulose
et des dérivés de cellulose.
13. Matériau d'enregistrement thermosensible selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'agent liant est constitué de latex de styrène-butadiène pour 69 à 76 % en poids.
14. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 13, caractérisé en ce que l'adjuvant de réticulation de la couche protectrice est choisi dans le groupe comprenant
l'acide borique, une polyamine, une résine époxy, un dialdéhyde, des oligomères de
formaldéhyde, une résine épichlorhydrine, la diméthylurée et la mélamineformaldéhyde.
15. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 14, caractérisé en ce que la couche protectrice contient un pigment inorganique.
16. Matériau d'enregistrement thermosensible selon la revendication 15, caractérisé en ce que le pigment inorganique de la couche protectrice est choisi dans le groupe comprenant
le dioxyde de silicium, l'hydroxyde d'aluminium, le carbonate de calcium et le kaolin.
17. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 16, caractérisé en ce que la couche protectrice présente une valeur de la fraction polaire de la tension de
surface dans une plage de 0 à 15 mN/m.
18. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 17, caractérisé en ce que la couche de substrat est constituée de papier.
19. Matériau d'enregistrement thermosensible selon la revendication 18, caractérisé en ce que le papier est un papier support de couchage brut non traité en surface.
20. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 19, caractérisé en ce que la couche protectrice présente un lissage Bekk dans une plage supérieure ou égale
à 1000 secondes Bekk à moins de 3000 secondes Bekk.
21. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 20, caractérisé en ce que la couche protectrice présente une valeur de brillance dans une plage de 30 % à 50
%, mesurée selon la norme Tappi 450 ou ISO 2813 (angle de réflexion de 75 °).
22. Matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des revendications
1 à 20, caractérisé en ce que la couche protectrice présente une valeur de brillance dans une plage de 10 % à 15
%, mesurée selon la norme Tappi 450 ou ISO 2813 (angle de réflexion de 75 °).
23. Utilisation d'un matériau d'enregistrement thermosensible selon l'une quelconque des
revendications 1 à 22 sous la forme d'un ticket.