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(11) |
EP 1 567 359 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.08.2006 Patentblatt 2006/35 |
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Anmeldetag: 26.11.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/013304 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/048113 (10.06.2004 Gazette 2004/24) |
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FOLIE FUR VERPACKUNGSZWECKE, MIT PARTIELL AUFGEBRACHTEN SICHERHEITSMERKMAL
FILM FOR PACKAGING PURPOSES, HAVING A PARTIALLY APPLIED SECURITY FEATURE
FILM D'EMBALLAGE POURVU D'UNE MARQUE DE SECURITE PARTIELLEMENT APPLIQUEE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
28.11.2002 AT 17792002
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.08.2005 Patentblatt 2005/35 |
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Patentinhaber: Hueck Folien Ges.m.b.H |
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4342 Baumgartenberg (AT) |
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Erfinder: |
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- KASTNER, Friedrich
A-4710 Grieskirchen (AT)
- HILBURGER, Johann
92712 Pirk (DE)
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Vertreter: Landgraf, Elvira |
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Schulfeld 26 4210 Gallneukirchen 4210 Gallneukirchen (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-03/046866
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DE-U- 8 130 861
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Folien für Verpackungszwecke, insbesondere auch Blisterfolien,
die ein partiell aufgebrachtes Sicherheitsmerkmal aufweisen. Verpackungsfolien mit
Sicherheitsmerkmalen werden in Lebensmittel-, Futter- oder Pharma- oder Kosmetikindustrie,
als Verpackungsmittel in der Bauindustrie, der chemischen Industrie, für Reinigungsmittel,
für Garten; und Landwirtschaftsbedarf, wie Erde, Dünger, Mulch oder Agrarchemikalien,
aber auch in der Elektronikindustrie zur Verpackung hochsensibler Bauteile verwendet.
Blisterfolien werden im allgemeinen vor allem für pharmazeutische Produkte verwendet.
Um Fälschungssicherheit zu gewährleisten, werden die Verpackungsfolien, insbesondere
die Blisterfolien, mit einem Sicherheitsmerkmäl versehen.
[0002] Dazu wird ein Transferlack vollflächig auf eine Folie transferiert. Insbesondere
wenn die Folie nur partiell mit Sicherheitsmerkmalen versehen ist, entsteht durch
die Notwendigkeit der vollflächigen Veredelung und Aufbringung ein hoher Aufwand.
[0003] Es ist auch bekannt, Verpackungsfolien im Heißprägeverfahren mit Strukturen zu versehen.
Beim Verpackungsvorgang bzw. Siegelvorgang werden aber in einem derartigen thermischen
Verfahren hergestellte Strukturen temperaturbelastet, die Folge sind Veränderungen
in der geprägten Struktur.
[0004] Aufgabe der Erfindung war es daher, eine Verpackungsfolie, insbesondere eine Blisterfolie
mit partiell aufgebrachten Sicherheitsmerkmalen, insbesondere beständigen Oberflächenstrukturen
bereitzustellen.
[0005] Gegenstand der Erfindung ist daher eine Verpackungsfolie, insbesondere Blisterfolie
mit Sicherheitsmerkmalen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsfolie, insbesondere
die Blisterfolie, in definierten Bereichen ein oder mehrere darauf applizierte Sicherheitsmerkmale
aufweist, wobei die Applikation der Sicherheitsmerkmale unter Ablösen des Sicherheitsmerkmals
von einem mit einem UV-härtbaren tiefziehfähigen Trennlack versehenen Trägersubstrat
erfolgt.
[0006] Zur Herstellung eines Sicherheitsmerkmals, das anschließend auf dje Folie appliziert
wird, wird vorerst auf ein bahnförmiges Substrat ein Trennlack, vorzugsweise ein UV-härtbarer
tiefziehfähiger Trennlack aufgebracht. Anschließend kann beispielsweise eine Oberflächenstruktur
durch Abformen einer Matrize' in diesen Lack, der zum Zeitpunkt der Abformung bis
zum Gelpunkt vorgehärtet ist, hergestellt werden, worauf anschließend der strahlungshärtbare
Lack nach Aufbringung der Oberflächenstruktur vollständig ausgehärtet wird.
[0007] Durch die Verwendung des UV-härtbaren tiefziehfähigen Lacks sind nach der Aushärtung
die darauf aufgebrachten Schichten, auch eine gegebenenfalls eingebrachte Oberflächenstruktur,
auch unter Temperaturbelastung stabil.
[0008] Der strahlungshärtbare Lack kann beispielsweise ein strahlungshärtbares Lacksystem
auf Basis eines Polyester-, eines Epoxy- oder Polyurethansystems sin, das 2 oder mehr
verschiedene, dem Fachmann geläufige Photoinitiatoren enthält, die bei unterschiedlichen
Wellenlängen eine Härtung des Lacksystems in unterschiedlichem Ausmaß initiieren können.
So kann beispielsweise ein Photoinitiator bei einer Wellenlänge von 200 bis 400 nm
aktivierbar sein, der zweite Photoinitiator dann bei einer Wellenlänge von 370 bis
600 nm aktivierbar. Zwischen den Aktivierungswellenlängen der beiden Photoinitiatoren
sollte genügend Differenz eingehalten werden, damit nicht eine zu starke Anregung
des zweiten Photoinitiators erfolgt, während der erste Photoinitiator aktiviert wird.
Der Bereich, in dem der zweite Photoinitiator angeregt wird, sollte im Transmissionswellenlängenbereich
des verwendeten Trägersubstrats liegen. Für die Haupthärtung (Aktivierung des zweiten
Photoinitiators) kann auch Elektronenstrahlung verwendet werden.
[0009] Als strahlungshärtbarer Lack kann auch ein wasserverdünnbarer Lack verwendet werden.
Bevorzugt werden Lacksysteme auf Polyesterbasis.
[0010] Der strahlungshärtbare Lack ist bis zu einer Temperatur von 250 °C stabil.
[0011] Anschließend wird diese Schicht mit Merkmalen in Form von Linien, Zeichen, geometrischen
Figuren, Mustern, Buchstaben oder Rastern, bedruckt. Es kann aber auch eine vollflächige
Bedruckung erfolgen und/oder mehrere unterschiedliche Merkmale in verschiedenen Schichten
aufgebracht werden, wobei die Aufbringung passergenau zu einer und/oder mehreren bereits
auf dem Trägersubstrat vorhandenen Schichten erfolgen kann, sie kann aber auch vollständig
und/oder teilweise überlappend zu einer und/oder mehreren bereits vorhandenen Schichten
erfolgen.
[0012] Das so bedruckte Substrat wird anschließend mit einer Kleberschicht, beispielsweise
einer thermoaktivierbaren Kleberschicht, einer Selbstklebeschicht ausgerüstet und
kann anschließend in Fäden, Streifen, Bänder oder andere Formate, wie Patches und
dergleichen, konfektioniert werden.
[0013] Anschließend wird das konfektionierte Sicherheitsmerkmal in einer Applikationsmaschine,
beispielsweise in einem Kaschierwerk, das über Bahnführungselemente vor dem Einlauf
die konfektionierten Sicherheitsmerkmale in den Kaschierspalt bzw. Übertragungsspalt
oder Siegelspalt einführt, aufgebracht bzw. transferiert.
Die Aufbringung ist aber auch über ein Prägewerk möglich.
[0014] Die Aufbringung des konfektionierten Sicherheitsmerkmals kann passergenau erfolgen,
wobei vorzugsweise die Verpackungsfolie mit Registermarken und Steuerlinien versehen
ist und über eine vorgelagerte Messeinrichtung, beispielsweise Sensoren zwischen zwei
oder mehreren Registermarken der Länge nach vermessen wird und zwischen zwei oder
mehreren angesteuerten Zuggruppen auf die notwendige Registerlänge eingestellt wird,
anschließend die Materialbahn von einem Regelkreis, insbesondere einen Registerregler
über eine Registerwalze vor dem ersten Druckwerk registergenau eingesteuert wird,
wobei das Seitenregister über eine Bahnsteuerung vorgesteuert und über einen Schwenkrahmen
eingesteuert wird, worauf das Sicherheitsmerkmal, mit der Verpackungsfolie passer-
und registergenau verbunden wird.
Gegebenenfalls kann die Verpackungsfolie zwischen Zuggruppen gedehnt oder beispielsweise
durch Erwärmen mit einem Konvektionstrockner oder IR-Strahler auf die gewünschte Länge
schrumpft werden.
[0015] Vorzugsweise wird das Sicherheitsmerkmal über eine temperaturgeregelte Walze oder
eine Platte, die strukturiert oder nicht strukturiert sein kann, auf die Verpackungsfolie
bzw. Blisterfolie appliziert und dabei das bahnförmige Trägersubstrat entfernt.
Ferner können die konfektionierten Sicherheitselemente auch in üblichen Druckanlagen,
wie z.B. in Flexo- oder Tiefdruckanlagen mit entsprechenden Bahnführungselementen
appliziert werden.
[0016] Gegebenenfalls kann die so mit einem oder mehreren Sicherheitsmerkmalen in definierten
Bereichen versehene Verpackungsfolie anschließend weiter bedruckt werden.
[0017] In den Fig. 1 und 2 ist das Verfahren zur Applikation des Sicherheitsmerkmals dargestellt..
In Fig. 1 ist der Verfahrensschritt der Applikation dargestellt, in Fig 1a eine entsprechende
Bahnzuführungsvorrichtung, in Fig.2 sind unterschiedliche Applikationsmöglichkeiten
in einem Verfahren zur Herstellung einer Blisterfolie dargestellt.
[0018] Darin bedeuten 1 das Sicherheitsmerkmal, 1a die Trägerfolie, 2 die Verpackungsfolie,
3 die Bahnführungselemente, 4 ein Prägewerk, 5 die Befüllungsvorrichtung, 6, 7 und
8 alternative Zuführungsmöglichkeiten für das Sicherheitselement.
[0019] Durch die hohe Temperaturstabilität des Gesamtsystems ist es auch möglich nach der
Applikation auf die Folie diese beispielsweise durch Tiefziehen zu verformen, beispielsweise
schüsselförmig.
[0020] Die Verpackungsfolie kann auch je nach Verwendung, bereits vor der Aufbringung des
konfektionierten Sicherheitsmerkmal bedruckt sein, wobei allerdings auf eine ausreichende
Temperaturstabilität der verwendeten Druckfarben geachtet werden muss, falls die Applikation
des Sicherheitsmerkmals unter erhöhter Temperatur erfolgt.
[0021] Als bahnförmige Substrate kommen beispielsweise Trägerfolien vorzugsweise flexible
Kunststofffolien, beispielsweise aus Pl, PP, MOPP, PE, PPS, PEEK, PEK, PEI, PSU, PAEK,
LCP, PEN, PBT, PET, PA, PC, COC, POM, ABS, PVC in Frage. Die Trägerfolien weisen vorzugsweise
eine Dicke von 5 - 700 µm, bevorzugt 8 - 200 µm, besonders bevorzugt 12 - 50 µm auf.
[0022] Ferner können als bahnförmige Substrate Papierbahnen mit glatter Oberfläche, beispielsweise
beschichtete, gussgestrichene oder lackierte Papiere, verwendet werden.
[0023] Als Sicherheitsmerkmal kommen visuell erkennbare und/oder maschinenlesbare Merkmale
in Frage.
[0024] Die Aufbringung der Schichten kann durch ein beliebiges Verfahren, beispielsweise
durch Tiefdruck, Flexodruck, Siebdruck, Digitaldruck und dergleichen erfolgen.
Die einzelnen Merkmale können vollflächig oder partiell, beispielsweise in Form von
Mustern, Linien, Buchstaben, Zeichen, geometrischen Formen, Raster und dergleichen
aufgebracht werden.
[0025] Zur Aufbringung eines Merkmals mit optischen Eigenschaften können pigmentierte oder
nicht pigmentierte Farb- oder Lackzusammensetzungen verwendet werden. Als Pigmente
können alle bekannten Pigmente, beispielsweise Pigmente auf anorganischer Basis, wie
Titandioxid, Zinksulfid, Kaolin, ITO, ATO, FTO, Aluminium, Chrom- und Siliciumoxide,
oder Pigmente auf organischer Basis, wie Phthalocyaninblau, i-Indolidingelb, Dioxazinviolett
und dergleichen als auch farbige und/oder verkapselte Pigmente in chemisch, physikalisch
oder reaktiv trocknenden Bindemittelsystemen verwendet werden. Als Farbstoffe kommen
beispielsweise 1,1- oder 1,2- Chrom-Cobalt-Komplexe in Frage.
Dabei sind lösungsmittelhaltige Farben- und/oder Lacksysteme, wässrige und auch lösungsmittelfreie
Lacksysteme verwendbar.
Als Bindemittel kommen verschiedene natürliche oder synthetische Bindemittel in Frage.
[0026] Ferner können Farben oder Lacke mit lumineszierenden, beispielsweise phosphoreszierenden
oder fluoreszierenden Eigenschaften, Lacke mit definiertem Brechungsindex oder thermochrome
Farben aufgebracht werden.
[0027] Zur Aufbringung eines Merkmals mit magnetischen Eigenschaften können paramagnetische,
diamagnetische und auch ferromagnetische Stoffe, wie Eisen, Nickel und Cobalt oder
deren Verbindungen oder Salze (beispielsweise Oxide oder Sulfide) oder Legierungen
aus Seltenerdmetallen, wie beispielsweise Cobalt/Samarium-Legierungen verwendet werden.
[0028] Besonders geeignet sind Magnetpigmentfarben mit Pigmenten auf Basis von Fe-oxiden,
Eisen, Nickel Cobalt und deren Legierungen, Barium oder Cobaltferrite, hart- und weich
magnetische Eisen- und Stahlsorten in wässrigen bzw. lösungsmittelhaltigen Dispersionen.
Als Lösungsmittel kommen beispielsweise i-Propanol, Ethylacetat, Methylethylketon,
Methoxypropanol und deren Mischungen in Frage. Vorzugsweise sind die Pigmente in Acrylat-
Polymerdispersionen mit einem Molekulargewicht von 150.000 bis 300.000, in Acrylat-Urethan-Dispersionen,
Acrylat- Styrol, Nitrocellulose oder PVC-haltigen Dispersionen oder in lösemittelhaltige
derartige Dispersionen eingebracht.
[0029] Die magnetische Schicht kann beispielsweise auch partiell in Form eines Codes aufgebracht
werden, etwa in Form eines sogenannten Barcodes, der dann gegebenenfalls maschinell
auslesbar ist.
[0030] Zur Aufbringung einer Schicht mit elektrischen Eigenschaften können der aufzubringenden
Farbe bzw. dem aufzubringenden Lack, beispielsweise Graphit, Ruß, leitfähige organische
oder anorganische Polymere, Metallpigmente (beispielsweise Kupfer, Aluminium, Silber,
Gold, Eisen, Chrom und dergleichen), Metalllegierungen wie Kupfer-Zink oder Kupfer-
Aluminium oder auch amorphe oder kristalline keramische Pigmente wie ITO, ATO, FTO
und dergleichen zugegeben werden. Weiters können auch dotierte oder nicht dotierte
Halbleiter wie beispielsweise Silicium, Germanium oder dotierte oder nicht dotierte
polymere Halbleiter oder Ionenleiter wie amorphe oder kristalline Metalloxide oder
Metallsulfide als Zusatz verwendet werden. Ferner können zur Einstellung der elektrischen
Eigenschaften der Schicht polare oder teilweise polare Verbindungen, wie Tenside oder
unpolare Verbindungen wie Silikonadditive oder hygroskopische oder nicht hygroskopische
Salze verwendet oder dem Lack zugesetzt werden.
Gegebenenfalls können drucktechnisch auch Transistoren auf den Leiterbahnen erzeugt
werden.
[0031] Als Schicht mit elektrischen Eigenschaften kann auch eine partielle Metallschicht
aufgebracht werden, wobei die partielle Aufbringung mittels eines Ätzverfahrens (Aufbringung
einer vollflächigen Metallschicht und anschließende partielle Entfernung durch Ätzen)
oder mittels eines Demetallisierungsverfahrens erfolgen kann.
[0032] Bei Verwendung eines Demetallisierungsverfahrens, wird in einem ersten Schritt eine
in einem Lösungsmittel lösliche Farbe (gegebenenfalls in Form einer inversen Codierung)
aufgebracht, anschließend wird, gegebenenfalls nach Aktivierung des Trägersubstrats
durch eine Plasma- oder Coronabehandlung, die metallische Schicht aufgebracht, worauf
die lösliche Farbschicht durch Behandlung mit einem geeigneten Lösungsmittel samt
der in diesen Bereichen vorhandenen Metallisierung abgelöst wird.
[0033] Ferner kann als elektrisch leitfähige Schicht auch eine elektrisch leitfähige Polymerschicht
aufgebracht werden. Die elektrisch leitfähigen Polymeren können beispielsweise Polyanilin
oder Polyethylendioxythiophen sein.
[0034] Eine derartige Schicht kann auch als Antenne fungieren, wobei an der Antennenstruktur
Kontaktflächen zum Anschließen eines oder mehrerer Mikroschaltkreise vorgesehen sein
können.
[0035] Falls weitere Informationen gespeichert werden sollen kann die Antennenstruktur als
direkte Kontaktfläche für übliche Chipsysteme, übliche elektronische Schaltkreise
und dergleichen dienen.
[0036] Ferner können auch gedruckte elektronische Schaltkreise aus elektrisch leitfähigen
Polymeren und/oder aufgedampften metallischen Schichten und/oder Halbleitern in Verbindung
mit leitfähigen Polymeren bestehen.
[0037] Derartige Konstruktion sind besonders geeignet, wenn die eine Blisterfolie, beispielsweise
für sogenannten Pillenuhren im pharmazeutischen Bereich verwendet werden soll.
[0038] Ferner kommen als Sicherheitsmerkmale auch weitere Oberflächenreliefstrukturen, beispielsweise
Beugungsgitter, Hologramme und dergleichen in Frage, wobei diese Strukturen gegebenenfalls
auch metallisiert oder partiell metallisiert sein können. Ferner können auch Merkmale
aufgebracht werden, die unter unterschiedlichen Betrachtungswinkeln unterschiedliche
Farbeffekte (Farbkippeffekt) zeigen, aufgebracht werden.
Diese Merkmale bestehend dann aus mindestens einer elektromagnetische Wellen reflektierenden
Schicht, einer Abstandsschicht und einer Schicht gebildet von metallischen Clustem.
[0039] Dabei wird vorteilhafterweise vorerst eine partielle oder vollflächige elektromagnetische
Wellen reflektierende Schicht und anschließend eine oder mehrere partielle und/oder
vollflächige polymere Schichten definierter Dicke aufgebracht. Anschließend wird auf
die Abstandschicht eine Schicht gebildet aus metallischen Clustern, die mittels eines
vakuumtechnischen Verfahrens oder aus lösungsmittelbasierten Systemen hergestellt
wird, aufgebracht.
[0040] Gegebenenfalls können auch sog. Biomarker in Form von DNA-Codierungen aufgebracht
werden.
[0041] Auf erfindungsgemäße Weise mit Sicherheitsmerkmalen in definierten Bereichen versehene
Verpackungsfolien können besonders vorteilhaft für Verpackungszwecke, bei denen hohe
Fälschungssicherheit erwünscht ist, verwendet werden. Insbesondere werden die erfindungsgemäßen
Verpackungsfolien in der Elektronikindustrie, für Datenträger, zur Verpackung von
Lebensmitteln oder Futtermitteln oder als Blisterfolien im pharmazeutischen Bereich
zur Verpackung von Medikamenten, wie Pillen, Dragees, Tabletten, Suppositorien, losen
Pulverzubreitungen, Granulaten, für Streifenpackungen, Infusionsflaschen- und Ampullenverschlüsse
und dergleichen eingesetzt.
1. Verpacküngsfolien mit partiell aufgebrachten Sicherheitsmerkmalen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsfolie in definierten Bereichen ein oder mehrere darauf applizierte
Sicherheitsmerkmale aufweist, wobei die Applikation der Sicherheitsmerkmale unter
Ablösen des Sicherheitsmerkmals von einem mit einem UV-härtbaren tiefziehfähigen Trennlack
versehenen Trägersubstrats erfolgt.
2. Verpakungsfolien nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Sicherheitsmerkmale eine in den UV-härtbaren tiefziehfähigen Trennlack
geprägte Oberflächenstruktur aufweist.
3. Verpackungsfolien nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die geprägte Oberflächenstruktur metallisiert oder partiell metallisiert ist.
4. Verpackungsfolien nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Sicherheitsmerkmale eine oder mehrere Schichten mit optischen und/oder
elektrischen und/oder magnetischen Eigenschaften aufweisen.
5. Verpackungsfolien Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Sicherheitselemente eine oder mehrere Schichten mit lumineszierenden
und/oder thermochromen Eigenschaften aufweisen.
6. Verpackungsfolien nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Sicherheitsmerkmale eine oder mehrere Schicht(en) mit Farbkippeffekt
und/oder Biomarkern aufweisen.
7. Verpackungsfolien nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsmerkmale eine oder mehrere Schichten aufweisen, die unabhängig von
ihren anderen funktionellen Eigenschaften vollflächig oder partiell in Form von Mustern,
Linien, Buchstaben, Zeichen, geometrischen Formen und dergleichen aufweisen.
8. Verpackungsfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement weiters eine Klebebeschichtung aufweist.
9. Verpackungsfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsfolie eine Blisterfolie ist.
10. Verpackungsfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsfolie eine kaltverformbare Folie ist.
11. Verpackungsfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsfolie eine Folie für Streifenpackungen ist.
12. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsmerkmalen zur Aufbringung auf eine Verpackungsfolie,
dadurch gekennzeichnet, dass auf ein Trägersubstrat ein UV-härtbarer tiefziehfähiger Trennlack aufgebracht wird,
der anschließend gegebenenfalls mit weiteren funktionellen Schichten versehen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf ein Trägersubstrat ein UV-härtbarer tiefziehfähiger Trennlack aufgebracht wird,
der anschließend mit einer Oberflächenstruktur durch Abformung einer Matrize in den
zum Abformzeitpunkt bis zum Gelpunkt vorgehärteten Lack versehen wird, worauf der
Lack ausgehärtet wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass anschließend passergenau weitere funktionelle Schichten und/oder eine.Klebebeschichtung
aufgebracht werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 -14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsmerkmale anschließend konfektioniert werden.
16. Verfahren zur Aufbringung von partiellen Sicherheitsmerkmalen auf eine Verpackungsfolien,
dadurch gekennzeichnet, dass das konfektionierte Sicherheitsmerkmal in einem Kaschierwerk über Bahnführungselemente
vor dem Einlauf die konfektionierten Sicherheitsmerkmale in den Kaschierspalt eingeführt
wird und mit der Verpackungsfolie verbunden wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das konfektionierte Sicherheitsmerkmal über eine temperaturgeregelte Walze in den
Kaschierspalt eingebracht wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet , dass die mit dem Sicherheitsmerkmal versehene Verpackungsfolie anschließend durch Tiefziehen
verformt wird.
19. Verwendung der Verpackungsfolien nach einem der Ansprüche 1 - 11 für Verpackungszwecke,
bei denen hohe Fälschungssicherheit erforderlich ist.
20. Verwendung der Verpackungsfolien nach einem der Ansprüche 1 bis 11 für Verpackungen
in der Elektronikindustrie, für Datenträger, zur Verpackung von Lebensmitteln oder
Futtermitteln oder als Blisterfolien im pharmazeutischen Bereich zur Verpackung von
Medikamenten, wie Pillen, Dragees, Tabletten, Suppositorien, losen Pulverzubreitungen,
Granulaten, für Streifenpackungen, Infusionsflaschen- und Ampullenverschlüsse und
dergleichen.
1. Packaging foils with partially applied security features, characterized in that the packaging foil has, in defined regions, one or more security features applied
thereto, where the application of the security features takes place with release of
the security feature from a carrier substrate provided with a UV-curable thermoformable
release lacquer.
2. Packaging foils according to Claim 1, characterized in that the safety feature(s) has/have a surface structure embossed into the UV-curable thermoformable
release lacquer.
3. Packaging foils according to Claim 2, characterized in that the embossed surface structure has been metallized or partially metallized.
4. Packaging foils according to any of Claims 1 to 3, characterized in that the security feature(s) has/have one or more layers with optical and/or electrical
and/or magnetic properties.
5. Packaging foils Claim 4, characterized in that the security feature(s) has/have one or more layers with luminescent and/or thermochromic
properties.
6. Packaging foils according to any of Claims 1 to 5, characterized in that the security feature(s) has/have one or more layer(s) with colour flop effect and/or
with biomarkers.
7. Packaging foils according to any of Claims 1 to 6, characterized in that the security features have one or more layers which irrespective of their other functional
properties, have, over the entire surface or partially, in the form of patterns, lines,
characters, symbols, geometric shapes and the like.
8. Packaging foil according to any of Claims 1 to 7, characterized in that the security element also has an adhesive coating.
9. Packaging foil according to any of Claims 1 to 8, characterized in that the packaging foil is a blister foil.
10. Packaging foil according to any of Claims 1 to 8, characterized in that the packaging foil is a cold-formable foil.
11. Packaging foil according to any of Claims 1 to 8, characterized in that the packaging foil is a foil for strip packaging.
12. Process for production of safety features for application to a packaging foil, characterized in that a UV-curable thermoformable release lacquer is applied to a carrier substrate and
the lacquer is then, if appropriate, provided with further functional layers.
13. Process according to Claim 12, characterized in that a UV-curable thermoformable release lacquer is applied to a carrier substrate and
the lacquer is then provided with a surface structure via moulding from a female mould
into the lacquer, which at the juncture of moulding has been precured, but not beyond
the gel point, and then the lacquer is hardened.
14. Process according to Claim 12 or 13, characterized in that further functional layers and/or an adhesive coating are then applied with precise
registration.
15. Process according to any of Claims 12-14, characterized in that the security features are then subjected to a finishing process.
16. Process for application of partial security features to a packaging foils characterized in that the security feature which has been subjected to a finishing process is introduced
into the lamination gap in a laminator by way of web-guiding elements prior to input
the security features which have been subjected to a finishing process, and is combined
with the packaging foil.
17. Process according to Claim 16, characterized in that the security feature which has been subjected to a finishing process is introduced
into the lamination gap by way of a temperature-controlled roll.
18. Process according to Claim 16 or 17, characterized in that the packaging foil provided with the security feature is then formed via thermoforming.
19. Use of the packaging foils according to any of Claims 1-11 for packaging applications
in which a high level of counterfeiting security is required.
20. Use of the packaging foils according to any of Claims 1 to 11 for packaging in the
electronics industry, for data carriers, for the packaging of food or drink or of
animal feed, or as blister foils in the pharmaceutical sector for the packaging of
medicaments, such as pills, dragées, tablets, suppositories, uncompacted powder preparations,
or granules, or for strip packaging, infusion-bottle closures and ampoule closures
and the like.
1. Films d'emballage pourvus d'une marque de sécurité partiellement appliquée, caractérisés en ce que le film d'emballage présente une ou plusieurs marques de sécurité appliquées sur
des zones définies, l'application des marques de sécurité, s'effectuant par décollage
de la marque de sécurité à partir d'un substrat de support pourvu d'un vernis de séparation
emboutissable et durcissable aux rayons ultraviolets.
2. Films d'emballage selon la revendication 1, caractérisés en ce que la ou les marques de sécurité sont pourvues d'une structure de surface imprimée dans
le vernis de séparation emboutissable et durcissable aux rayons ultraviolets.
3. Films d'emballage selon la revendication 2, caractérisés en ce que la structure de surface imprimée est métallisée ou partiellement métallisée.
4. Films d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisés en ce que la ou les marques de sécurité sont pourvues d'une ou plusieurs couches ayant des
caractéristiques optiques et/ou électriques et/ou magnétiques.
5. Films d'emballage selon la revendication 4, caractérisés en ce que le ou les éléments de sécurité sont pourvus d'une ou plusieurs couches ayant des
caractéristiques luminescentes et/ou thermochromes.
6. Films d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisés en ce que la ou les marques de sécurité sont pourvues d'une ou plusieurs couches à effet colorant
et/ou de marqueurs biologiques.
7. Films d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisés en ce que les marques de sécurité sont pourvues d'une ou plusieurs couches, qui sont pourvues,
partiellement ou sur leur surface totale, indépendamment de leurs autres caractéristiques
fonctionnelles, de formes géométriques et analogues, sous la forme de modèles, de
lignes, de lettres, de symboles.
8. Films d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisés en ce que l'élément de sécurité est également pourvu d'une couche adhésive.
9. Films d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisés en ce que le film d'emballage est une feuille pour emballage-coque.
10. Films d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisés en ce que le film d'emballage est une feuille déformable à froid.
11. Films d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisés en ce que le film d'emballage est une feuille appropriée aux emballages en bandes.
12. Procédé de fabrication de marques de sécurité pour l'application sur un film d'emballage,
caractérisé en ce qu'un vernis de séparation durcissable aux rayons ultraviolets et emboutissable est appliqué
sur un substrat de support, lequel est ensuite éventuellement pourvu d'autres couches
fonctionnelles.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'un vernis de séparation durcissable aux rayons ultraviolets et emboutissable est appliqué
sur un substrat de support, lequel est ensuite pourvu d'une structure de surface à
l'aide d'une déformation d'une matrice dans le vernis durci préalablement, du point
de moulage au point de gélification, le vernis étant ensuite durci.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 ou 13, caractérisé en ce que d'autres couches fonctionnelles précises et/ou un revêtement de collage sont ensuite
appliqués.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que les marques de sécurité sont ensuite confectionnées.
16. Procédé pour l'application de marques de sécurité partielles sur un film d'emballage,
caractérisé en ce que la marque de sécurité confectionnée est introduite dans une machine à contrecoller
à l'aide d'éléments de rails de guidage, avant l'introduction des marques de sécurité
confectionnées dans l'ouverture de contrecollage, puis celle-ci est reliée au film
d'emballage.
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que la marque de sécurité confectionnée est introduite à l'aide d'une presse réglée thermiquement
dans l'ouverture de contrecollage.
18. Procédé selon l'une quelconque des revendications 16 ou 17, caractérisé en ce que le film d'emballage pourvu de la marque de sécurité est ensuite déformé par emboutissage.
19. Utilisation des films d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 11
à des fins d'emballage, dans lesquels une sécurité élevée contre les contrefaçons
est exigée.
20. Utilisation des films d'emballage selon l'une quelconque des revendications 1 à 11
à des fins d'emballage dans l'industrie électronique, pour les supports de données,
pour l'emballage d'aliments ou de fourrages, ou en tant que feuilles d'emballage-coque
dans le secteur pharmaceutique en vue de l'emballage de médicaments, comme des pilules,
des dragées, des comprimés, des suppositoires, des préparations en poudre, des granulés
pour des emballages en bandes, des fermetures de goutte-à-goutte et d'ampoules, et
autres types d'emballages.

